Theol.  200i—  20i  425

verzeichniss  über  diesen  Band  (bei  einigen  Stücken  ist  von  späterer
Hand  “legere’  oder  "non  legere’  beigeschrieben).  Darunter  “Liber
Monasterii  beatorum  Petri  et  Pauli  ap.  in  (Ammen)sleue  ord.S.  Benedieti
abb.  (Magdebur)gensis  dioecesis’.  Am  Schluss  des  Bandes  steht
“Liber  monasterii  jn  A’  das  übrige  ist  weggerissen,  darunter  von
anderer  Hand  ‘Ludgerus  Werdenensis’.

1830  aus  einer  Göttinger  Auction.

Theol.201  249Bl.  zu  21:141/,cem  von  melıreren  Händen
geschrieben,  die  Bl.1,  5,  57,  201  beginnen  B1.57—200  in  2  Spalten
geschrieben  rotlı  rubrieirtt  15  Jahrh.  wrsprünglicher  Lederband
mit  seltenen  Stempeln

Verschiedene  theologische  Stiicke  in  mittelfränkischem  Dialekt.

Bl.2  “Hie  hebet  sich  an  das  leben  der  hl.  frauwen  und  widıyn
Birgitten:  8.  Birgitta  ist  geboren  von  dem  koniglichem  stam  vom
Gotlant  und  ist  gewest  eyn  eliche  frauwe  her  Ulfon  von  Ulfason  .  ..
Bl.3b  ‘Eyn  gebet  von  8.  Birgitten:  Gegruset  sis  du  .  ..

Bl.5  Buch  von  dem  Glauben  und  den  zehn  Geboten.  Anfang
  “Dye  wile  isz  also  ist,  alsz  uns  schrijffet  der  apostel  Pauwelsz
zu  den  hebreyschen  kynden  in  dem  xi  capittel,  dat  it  unmogellich
ist,  daz  yemant  behegellich  moge  werden  gode  ain  den  glauffen,  und
die  wile  der  glauffe  doit  ist  ain  die  wercke...  synt  unsz  noyt  zwey
dynck,  daz  irszte  ist  erkennunge  der  (12)  poncte  ..  desz  hl.  glauffens,
daz  zweyte  ist  follenbrenginge  der  gleufflichen  wereke..  ’.  Es  folgen
(Bl.5)  zuerst  die  12  Artikel  ‘na  der  zayl  der  hl.  xij  apostellen,  want
ir  icklicher  hayt  eynen  artikel  gesatzt’  (vgl.  Theol.282),  dann  (Bl.  10)
die  zehn  Gebote  ‘In  dem  irszten  ponetgen  han  wir  gehort  gar  kortzliehen
  die  artikel  ..  Nu  in  dijszem  zweyten  ponetgen  sollen  wir
horen  und  vernemmen  die  wercke  desz  hl.  glauffens  ...  (Bl.10b)  Czu
sollicher  gotllicher  leiffden  brengent  uns  zwey  dinck,  dat  irszte  synt
die  gchode  godes,  daz  zweyte  daz  synt  die  redde  der  hl.  ewangeliken
leren...  (Bl.11)  Dasz  irszte  geboyt  ist  daz:  Du  salt  nyt  fremde  gode
anbeten,  sonder  du  salt  alsz  dich  der  herre  leret  in  dem  heyligen
ewangelio  Mathei  in  dem  iii)  cappittel  dynen  got  und  dynen  herren
anbeden  .  .’.  Dieses  Werk  ist  Geffeken,  der  in  seinem  Bildereatechismus
  des  15  Jalırh.  1(1855)  die  Werke  über  die  zehn  Gebote
zusammengestellt  hat,  unbekannt  gewesen.

Bl.57  ‘Hie  begynnen  die  ıxv  artikelen  van  der  passien  uns  heren  ..:
Inspice  et  face...  Sich  jnwerts  und  doy..  Christus  is  in  der  heilger
schr(i)fft  eyn  berg  geheissen  .  ..  Deutsche  Ubersetzung  der  Schrift
des  Jordanus  von  Quedlinburg  ‘artieuli  de  passione  domini’,  die
lateinisch  in  den  Münchener  IIss.  Clm  7842  Bl.2  und  5395  B1.235  steht;
andere  dentsche  Hss.  sind  in  München  Cam  515  Bl.131  und  CGgm  638
Bl.60  und  in  der  Arnswaldtschen  Sammlung  (vgl.  Jahrbuch  d.  Ver.  £.
niederd.  Sprachf.  X  Jahrg.  1884  5.41).

Bl.176  Predigt  am  ersten  Sonntage  in  der  Fasten  “Du  salt  anbeden
  eynen  got  und  salt  eme  alleyn  dienen.  Was  nu  anbeden  sv,
dat  hait  ir  dieke  gehört...   B1.183  “Ein  Sermon  van  den  adevent:
Dese  wort  sprach  unser  lieber  here  zo  her  Moses  dem  propheten:
Itzunt  nn  komen  ich  zo  dir  jn  eyme  vynsteren  wolcken  .  .  (über  «das
Gewissen).