450  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

ein  gross  scriptum  Apologet.,  welches  aber  hernach  unterblieben,  heraus
geben  wolte”.
1811  aus  der  Bibliothek  H.  Ph.  C.  Henke’s  in  Helmstedt  gekauft.

Theol.247   I1+235  Bl.  zu  32:20  em  16  Jahrh.

Concordienformel  ‘Algemeine  lautere  richtige  und  endtliche
widerholung  und  erclerung  etzlicher  artickel  Augspurgischer  Confession
  .  ..  Bl.1  Die  Solida  deelaratio;  Bl.189  Jac.  Andreä’s
Epitome,  actum  Berga  vor  Magdeburgk  den  29  (May)  a.  1577.

Bl.Ib  hat  H.  Ph.  C.  Henke  bemerkt:  Diese  Hs.  ist...  die..
Formula  Concordiae,  jedoch  ist  der  in  gedruckten  Exemplaren
hinzugekominene  Summarische  Begriff  hier  nicht  voran,  sondern  hinten
nachgesetzt  unter  dem  Titel  “Extraect  aus  der  Form.  Concordiae’
(B1.189).  Auch  findet  man  hier  zweymal  die  Namen  der  sechs  Gottesgelehrten,
  welche  die  F.  C.  im  Kloster  Bergen  unterschrieben  und
vollzogen  haben,  mit  dem  J.1577.  Es  scheint  eine  ächte,  gleichzeitige
  Abschrift  des  ersten  Klosterbergischen  Original-Exemplars  zu
seyn,  welche  Achatius  von  Veltheim  auf  Harbke,  der  sich  viel  mit
tlıeol.  Händeln  abgab,  für  sich  selbst  verfertigen  liess.  Man  findet
hier  auch  verschiedene  Lesarten,  die  nicht  alle  gleichgültig  sind  und
in  den  bisherigen  Abdrücken  nicht  vorkamen.  Vgl.  auch  J.  T.  Müller,
die  symb.  Bücher  (1860)  S.CXI.

Vorn  das  Ex-libris  von  Fride.  Aug.  von  Velthein.  Darunter  steht
“Ex  libris  huius  sub  hasta  venditis  Helmstadii  a.1780  emi.  H.P.C.
H(enke).  1811  aus  Henkes  Bibliothek  gekauft.

Theol.247a  216Bl.  zu  321/,:22!/),  cm  16  Jahrh.

Concordienformel  “Allgemeine  lauttere  richtige  und  endtliche
Widerholung  .  .’  (vgl.  Theol.  247):  Bl.2  “Summarischer  begriff.  .
(Epitome  Andreä’s),  actum  Berg  den  29  May  a.1577;,  Bl.41  die  Solida
declaratio;  beide  Theile  mit  Unterschriften  wie  im  Theol.247,  nur
sind  die  6  Theologen  nach  Ländern  bezeichnet  “ChurfürstlicheSächsische
Theologen’  ete.

1873  in  Leipzig  gekauft.

Theol.250  5  Bände  zu  34:21  cm  (manche  Blätter  sind
leer)  16  Jahrh.

“Acta  autographa  Selneeceriana  Form.  Concord.  concernentia’,
  1521—1583.

Diese  Bände  enthalten  ausser  einigem  Material,  das  Nie.  Selnecker
zur  Geschichte  der  Augsburgischen  Confession  gesammelt  hat,  hauptsächlich
  Briefe  und  Akten  zur  Geschichte  der  Concordienformel,  an
deren  Zustandekonımen  Selnecker  hervorragend  betheiligt  war,  und
deren  Apologie  (1582)  von  ihm  mitverfasst  worden  ist.  Selnecker’s
Sehriftstücke  sind  meist  Concepte,  zuweilen  Abschriften;  die  Briefe
an  ihn  sind  meist  Originale,  das  übrige  ist  fast  alles  in  Abschrift
vorhanden.

Über  diese  theol.  Streitigkeiten  und  Einigungsversuche  ist  zu  vergleichen
  J.  N.  Anton,  Gesch.  der  Concordienformel  (1779).  Benutzt
sind  die  Göttinger  Manuseripte  von  G.  J.  Planck  in  seiner  Geschichte
der  Entstehung,  der  Veränderungen  und  der  Bildung  unseres  prot.