414  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

vetterlichen  pluenden  herezen  .  ..  51.230  "Das  ist  ein  geistlicher
sentpriff:  In  nomine  domini,  liebe  swester  in  Chr.,  ewr  anligen  und
klagen  .  ..  Bl.242b  "Merck  gute  stücklein:  Wer  in  dissem  leben

sunderliche  haimligkait  mit  got  haben  wil..  .,  allerlei  Excerpte,
besonders  aus  Kirchenvätern;  am  Schluss  Bl.256b  “Eufrosina’.
Bl.257  “Ein  mensch  ward  gefragt,  wes  im  geprech;  da  sprach
er:  Armuett  ...’;  am  Schluss  B1.275  “Gedenckt  in  gott  swester
Justine”.

Anf  Bl.276  steht  "Das  buechlin  gehert  muoter  Clara  lavin  von
S.  Appolonia  Kastner  ewer  getrewe  S.  ju  Christo”.  1779  aus
Schoeber’s  Bibliothek  in  Gera  ersteigert.

The01.293  106  Bl.  zu  31!/  :  22  em   zweispaltig  geschrieben;
  rothe  Initialen  und  Überschriften  15  Jahrh.  schwähbischer
Dialekt  alter  Holzband,  mit  gepresstem  braunem  Leder

(Bl.  1—57a)  “Diss  tractat  hat  der  erwirdig  lerer  maister  Hans  Geüss
zeteützsch  gemachet,  und  hat  das  gezogen  uss  andern  bewaerten
buechern  der  hailgen  geschrifft,  uss  dem  von  den  hohen  sinnen  und
Dinckelspuehel  (Nicolaus  von  Dinkelsbühl)  und  andern,  do  er
was  ain  beiycht  vatter  der  durchleüchten  hochgeboren  fürstin  fraw
Elssen,  kayser  Sigmunds  dochter,  küng  Albrechts  herezzogen  zuo
Oesterreich  gemahel  und  küng  Ladislaus  muoter,  und  von  ir  bett  und
begerung  hat  er  ander  teiezschn  buecher  auch  gemachet.  ANNO
xlviij’  (so  stelit  roth  auf  dem  innern  Einbande).

Bl.1  “Das  ist  das  pater  noster’;  Anfang  “Vatter  unser  ete.  zu
dem  ersten  sprechen  wir  vatter.  Nach  der  schöpfung’  (vgl.  dieMünchner
Hs.  Cgm514  B1.92?).

Bl.2b  "Das  ist  das  guldin  Ave  Maria.  .,  Anfang  “Ave  got
erüss  dich  raine  magd  |  gross  lob  und  ere  sv  dir  gesagt’:  Reimpaare
(meistens  5)  mit  5  gereimten  Schlusszeilen  zu  jedem  Worte  des  Ave
Maria  (195  Verse).

Bl.4  “Hie  ist  zemercken,  wie  ain  yeglicher  seliger  guoter  eristan
mensch  bychten  sol  sein  schuld’,  Beichtformulare  für  die  Sünden  nach
den  fünf  Sinnen,  den  6  Werken  der  Barmherzigkeit  ete.  (vgl.  die
Münchner  Hs.  gm  776  B1.158?).

Bl.11  ‘Das  buoch  haisst  der  erkanttniils  der  sünden,  das  ist  mit
(ler  hailigen  geschrifft  beweysst  und  beschlossen’;  Anfang  "Unser  herre
ihesus  cristns  der  alle  die  welt.  ,  anı  Schlusse  der  Vorrede  "darumb
han  ich  mir  gedaucht  in  eren...  meins  herren  herezog  Albrechts  zuo
Oesterreich  ettlich  stück  urkünd  und  krafft  diess  schiffes  der  buoss
schreiben  .  .'.  Das  Werk  handelt  erst  von  Busse,  Reue,  Beichıte
im  allgemeinen,  dann  von  den  einzelnen  Sünden.  Schluss  Bl1.57
(roth):  “Hie  hat  das  buoch  der  bekantnüss  der  suend  ein  ende  des
hohen  lerers  maister  Nyelaus  Dinckelspuehels  (und  maister  Hansen
Geüssen  späterer  Zusatz  derselben  land)’.

Bl.57  Conflietus  vitiorum  et  virtutum,  deutsch,  “Misit  rex
Saul  apparitores  ..  Das  stet  geschriben  .  ;  für  Bilder  ist  Raum
gelassen.  Andre  deutsche  Hss.  sind  in  München,  z.  B.  Cgm5l4.

Bl.71  Übersetzung  der  Summa  historiae  bibliae  des  Petrus
Pietaviensis  (vgl.  Luneb.  17  Bl.18b).  “Diss  ist  dü  vorred  der
kurezen  bibli  dü  der  kern  haisset’,  Vorrede  ‘Ich  was  betrachten