Theo.  292  —  294  475

die  lengin  .  .  und  haisset  diss  buoch  die  kurtz  bibel  oder  der  ken

der  alten  ee  .  .’;  Schluss  Bl.94.  Dem  Texte  sind  Stammbäume
ete.  eingefügt.  Eine  andere  Hs.  ist  in  München,  C'gnı  564  BI1.99.

Bl.95  “Ain  kurezi  Cronick’;  Anfang  “Die  Cronica  ist  gemachet  in
gottes  namen  den  von  Gmund  im  Augspurper  Bistum  gelegen  und
ist  gemachet  uff  das  allerkürezest  uss  anderen  eronicä  gezogen  darumb
  das  man  von  langer  red  wegen  nit  urtrüczig  werde  darinn  ze
lesen.  doch  ettwas  von  den  römschen  küngen  sunderlich  von  den
die  syder  dem  grossen  keiser  Karolo  zü  dem  römsehen  ı  vch  komen
sind  und  aller  sunderlicheste  von  den  die  von  dem  (?)  herzogtüm  von
Schwaben  des  ersten  gestifit  und  gefryet  ist...  Des  ersten  ist  ze
wissen,  das  nach  anfang  und  schöpfung  der  welt’.  Dies  ist  die
“Gmünder  Chronik’,  welehe  nieht  ohne  Fehler  gedruckt  ist  als  der
2.  Theil  von  Th.  Lirer’s  “Alte  schwäbische  Geschichten’.  Doch  enthält
  Lirer  die  Chronik  nur  bis  zu  der  Stelle  von  den  Judenverfolgungen
unter  Karl  IV.  Alles,  was  Lirer  unter  Kaiser  Rudolf  und  den  folgenden
aus  der  deutschen  Fassung  der  Annales  Stuttgartenses  zug  ‚osetzt  hat
(vgl.  Württ.  Jahrbücher  1  1864  8.  256,  dann  die  bei  Paul  Fr.  Stälin.
Geschichte  Württ.’s  I,  1882,  8.816  angeführten  Schriften),  fehlt  in
dieser  Hft,  dagegen  bietet  sie  über  Kaiser  Karl  IV  und  die  folgenden
bis  zum  Jahre  1451  einen  fortlaufenden,  noch  nicht  vedruckten
Text.  Ani  Ende  stelıt  roth:  geschriben  anno  (14)67°.

Im  Einband  waren  Stücke  von  Urkunden,  in  denen  Hohenahelfingen
  und  Heinrich  Marschalek  von  Pappenheiim  genannt  werden.
1784  im  Augsburg  aus  G.  W.  Zapf's  Bibliothek  &amp;  eck  auft.

The01.294  270  Bl.  zu  20:14em  (von  Bl.111.  120,  198,
350  sind  Stücke  weggerissen)  rothe,  zuweilen  auch  blaue  verzierte
Initialen;  rothe  Über  schriften:  am  Anfang  jedes  Buchs  Randleisten
un?  1500  Holsdeckel  mit  gepresstem  Pergament  überzogen;  innen
Bruchstück  eines  Lectionars  des  XIV  Jahrh.

Bl.1  °Hye  hebt  an  die  gemeyne  furrede  in  das  buch  das  man
heylst  das  eleyn  Empyrreall.  Beattus  quem  elegisti  .  .  David
der  heilige  prophett  schriebet  disze  lattvnischen  Wortte  .  .  “8
selang  nicht,  dieses  Werk  sonst  nachzuweisen.  In  der  Vorrede
sagt  der  Verfasser,  dass  er  auf  Bitten  seiner  “lIiplichen  brudern  und
sehwestern’,  die  “nit  woll  lattyne  kunnen’,  in  diesem  Buche  “usz
der  rechten  tleologia  etliche  matterie  uszgenommen’  habe;  “und  eyn
(locktor  theologie  eutts  lebens  und  groszer  lerre  hat  mir  befolhen,
das  ich  sie  alle  solt  zu  lattvne  setzen,  und  das  gedenek  ich  auch
zu  thune;  und  das  ich  mach  zu  lattyı  .  .  will  er,  das  ich  auch  zu
duytsch  mache;  und  ich  will  gerne  gehorsame  syne,  da  jun  dunckt,
(las  es  den  ley  en  nit  zu  verbergen  sy.  So  byne  ich  auch  gebeden  ..
von  etlichen  geistlichen  closter  unefrauwen  ;  gutter  observantz,  das
ich  disze  vij  bucher  solt  zusamen  setzen  und  nach  eynander
ordenyren  .  .;  er  giebt  ferner  an,  dass  er  sein  latemisches  Werk
“das  gross  Empyrealle’  betitelt  habe,  “dan  alles  das  darin  geschrieben
ist,  helt  von  dem  hymellryche’;  am  Schluss  der  Vorrede  (B1.3)  folgt
eine  Widmung  “Ersamme  frauwe,  edel  mutter  unsers  .  .  herren...
Johannen  (von  Dalberg)  bischofle  und  furst  zu  Wornsz  .  .,  disz  buch
ist  durch  uwern  sone  yetze  genant  beschen,  und  getelt  Jm  also  well.