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Bl.1  “Die  betrachtung  des  liden  Jhesu  Christi’  (elsässischer
Dialekt);  Anfang  “Ein  guoter  mensch  was  eins  moles  vor  mettin  an
irme  gebette  noch  irme  gewonheit’,  Schluss  Bl.124  "wie  er  mit  ir
gerett  hett.  Hie  endet  sich  die  betrachtung”.

Bl.125  (von  andrer  Hand)  “Item  In  der  legend  Sant  Bernhart
liset  man,  das  der  böse  geist  zu  jm  gesprochen  hab,  das  er  wisst
echt  verfs  jn  dem  psalter  .  .’

Bl.128  "Notiz  von  Daniel  Sudermann  (zeh.  1550),  weshalb  er
(las  Buch,  das  "200  oder  300  jar  alt’  sei,  aufgehoben  habe  (zu  Bl.122).

Auf  dem  Vorsetzblatt  stehen  von  D.  Sudermann’s  Hand  2  Verse
“AN  ding  probier.  .;  auf  dem  innern  Deckel  "A.B.  V.M.F..

Theol.29i  234  Bl.  zu  etwa  14:  101%  em  (ursprünglich
mehrere  selbstständige  Handschriften)  von  verschiedenen  Händen
geschrieben;  neue  Blätter-Lagen  und  neue  Hände  beginnen  Bl.1,  +41,
35,  65,  75,  85,  156  und  212:  innerhalb  der  Lagen  beginnt  eine  neue
Hand  Bl.36,  58b,  74,  155,  199b,  (201b  ?),  209b  15  Jahrh.

Niederdeutsches  Gebetbuch,  wohl  für  ein  Nonnenkloster;
vgl.  B1.65.

Bl.2  ‘Dyt  boekeken  hed  en  werdich  prester  ghenant  her  Bethleem
  bescereven,  de  in  dem  lande  van  Kelosten  bynnen  Ir’m  mennighe
tijjd  ghewant  heft,  unde  heft  alle  de  hilghen  straten  unde  weghe
nouwe  ghemeten  .  .’:  Andachten  für  die  einzelnen  Stationen  des
Leidensweges  Christi  mit  Angabe  ihrer  Entfernung  in  Ellen.
Anfang  nach  der  Vorrede  Bl.5:  “Alse  gv  to  dem  berghe  van  Calvarien
willet  ghan’;  nach  Bl.12  und  19  kleine  Liicken.  Dies  Werk  1st
in  zwei  niederländischen  Drucken  von  1518  und  1520  unter  dem
Titel  "Overwegingen  op  het  lijden  des  heeren  voor  degenen,  die  in
den  geest  de  heilige  plaatsen  willen  bezocken’  bekannt.  Nach  dem
ersteren  ist  es  abgedruckt  in  Bijdragen  voor  de  geschiedenis  van  het
bisdom  van  Haarlem  XI  (1884)  5.324,  wo  der  Verfasser  ebenfalls
“heer  Bethlem’  genannt  wird;  die  Fassung  weicht  von  dem  Texte
der  Hs.  öfter  ab.  Erwähnt  sind  die  Drucke  bei  Röhricht,  Bibliotheea
  gcographieca  Palaestinae  (1890)  S.172,  wo  jedoch  diese  Hs.
nicht  aufgeführt  wird.

Bl.32b  °...  vif  suverlike  unde  ymnighe  bede  myt  vif  paternosteren
  van  den  vif  bedrofenissen  Marien’;  Anfang  "O  myn  aldersoteste
  moder  Maria  eyn  trosterinne  aller  bedroveden  herten’.

B1.36  Vier  Gebete  zu  Jesus  °O  du  sute  Jhesu,  ik  vormane  dy
der  drier  svaren  stote  de  du  haddest  in  der  stunde  dynes  dodes  .  ..

Bl.41  Gedicht  “VO  Anna  sard  to  dusser  vard’,  12  Strophen;  aus
einem  gedruckten  Gebetbuche  von  1507  gedr.  bei  Waekernagel,
Kirchenlied  II  (1867)  8.1017.  Bl.43b  “Eyn  bet:  Grotet  systu  hilee
moder  Anna,  wes  du  unze  hulpe  .  .;  B1.46  “Na  dem  vozenkranze
en  bed.  O  du  vruchtbarge  wortel  des  levendigen  holtes  ...  Anna.
B1.46b  “lliir  anheven  sik  [an  sik]  de  xv  pater  noster’  Anfang
“Vrouwe  dy  o  hilge  moder  Anna’;  Schluss  BI.51  “Desse  voftex  N  pr.
ur.  lis  vofteyn  dage  vor  eren  dren  festen  .  .  Amen”.  Bl.51h
Mirakel  und  Exempel  über  die  Hilfe  der  h.  Anna:  Anfang  “Eyn
ynnich  man  plach  sik”,  131.55  Grüsse  an  die  hl.  Anna  “Ik  grote
dv  o  werdighe  hilghe  frouwe  sunte  Anna  eddele  rosen  blome  .