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        <title>Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate. Göttingen 2.</title>
        <author>
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            <forname>Wilhelm</forname>
            <surname>Meyer</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
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          <msIdentifier>
            <idno>meyer_handschriften_preussen_2_1893</idno>
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        VERZEICHNISS

DER

HANDSCHRIFTEN

IM

PREUSSISCHEN  STAATE

I

HANNOVER

2

GÖTTINGEN  2

BERLIN  1595

VERLAG  VON  A.  BATH

MÖOIRENSTRASSE  1)
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        HANNOVER

DIE

HANDSCHRIFTEN

GÖTTINGEN

UNIVERSITÄTS  -  BIBLIOTHEK

GESCHICHTE  KARTEN  NATURWISSENSCHAFTEN
THEOLOGIE  HANDSCHRIFTEN  AUS  LÜNEBURG

BERLIN  1895

VERLAG  VON  A.  BA  TII

MONRENSTRASSE  19
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        Vorwort

In  diesem  Bande  sınd  diejenigen  Handschriften  der
Universitätsbibliothek  in  Göttingen  beschrieben,  welche
in  den  Abtheilungen  der  Geschichte,  Karten,  Mediein  und
Naturwissenschaften,  Theologie  aufgestellt  sind,  sowie  die
aus  der  Ritterakademie  (St.  Michael)  in  Lüneburg  stammenden.


Grosse  [heile  der  Beschreibung  sind  gearbeitet  von
Dr.  Karl  Mever  und  von  Dr.  Otto  Günther,  ein  kleiner  von
Dr.  Ernst  Weber;  die  Beschreibung  der  irischen  Handschrift
(Histor.  773)  ist  Professor  Dr.  R.  Ihurneysen  in  Freiburg

zu  verdanken.
Göttingen,  in  September  1893.

P’rof.  Wilhelm  Meyer
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        Übersicht

Die  hier  beschriebenen  Handschriften  sind  einst  nach  folgendem
Plane  geordnet  worden:

Geschichte  S.1-281

Hilfswissensehaften:  Urkundensammlungen  no.1-5.   Alterthümer
  15-35.  Inschriften  36-39.  Münzkunde  39z-42.  Heraldik
43-46b.  Genealogie  47-53.  Chronologie  54.  Geographie  55,0.

Allgemeine  Geschichte  n0.60-64;  alte  65/6,  neue  67-76.

Deutsche  Gesehichte:  Kaiser  no.  77-87,  allgemeine  deutsche
83-109.  Oesterreich  110-121  (Ungarn  796).  Bayern  122-153  (Nürnberg
  128-145).  Elsass,  Würtemberg  und  Baden  155-164.  Hessen
165-185  m.  Kgr.  Sachsen  und  Thürmgische  Staaten  186-209  (189

Hoe’ana).
Braunschweig-Lüneburg  (Hannover)  und  Niedersachsen:
Im  allgemeinen  n0.2091-264.  Calenberg  271-284.  Göttingen

285-327.  Grubenhagen  328-339.  Liimeburg  347-378.  Hoya  379-386.
Bremen-Verden  (auch  Stadt  Bremen)  387-435.  Hiidesheim  436-449.
Osnabrück  451-462.  Ostfriesland  465-484f.   Braunselweig-Wolfenbüttel
  487-501.  Lippe  und  Waldeck,  Meeklenburg,  Oldenburg
502-509.  Hamburg  und  Lübeek  510-515.  Preussen  (ausser
Hannover  und  Hessen):  Brandenburg  516-523.  Sehlesien,  Sachsen
925-538.  Westfalen,  Rheinprovinz  530-551.  Ost-  und  Westpreussen
  552-955.  Schleswig-Holstein  557-571.

Geschichte  ausserdeutscher  Staaten:  Sehweiz  n0.572-584.
Italien  585-609.  Frankreich  610-625.  Spanien  629-635.  Niederlande
  657-663  (657  des  Viglius  von  Zuiehem  grosse  Sammlung),
England  740-773  (773  Trisch).  Dänemark  774-781.  Russland  und
Polen  787-795.  Ungarn  796-804  (Oesterreich  oben  110).  Asien,
Afrika  und  Amerika  807-821.

Reisebesehreibungen  822-838  (823/4  Palästina).   Tistoria
miscella  839-846,
        <pb n="5" />
        —  VI  —

Karten  (Mappae)  N.281-286.

Naturgeschichte  und  Medizin  (Tlist.  nat.)  S.287-319.
Medizin  no.  1-77   Naturwissenschaften  no.  88-108(89-101  Botanik).

Theologie  S.320-491.

Bibel  no.  1-62.  Exegese  63-71.  Patres  Graeci  72-85,  Latini
86-139,  Patrum  appendix  140—160.  Kirchengeschichte  161-195
(Coneilien  169  ff),  Heiligengeschichte  196-203,  Ordensgeschichte
204-210,  Liturgik  211-243  (231  aus  Fulda).  Dogmatik  244-283
(250  »Selnecker.  Concordienformel).  Pastoraltheologie  284  -  296.
Irenik  und  Polemik  297-311.  Varia  312-315.

Handschriften  aus  der  Ritterakademie  (Kloster  St.Michael)
in  Lüneburg  S.491-539.
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        <pb n="7" />
        Goettingen.
Universitäts-  Bibliothek.

Historische  Handschriften.

Histor.1  31Bände  zu  etwa  32:20  cm  18  Jahrhundert

Absehriften  von  Urkunden,  fast  ausschliesslieh  zur
Geschichte  Niedersachsens,  vornehmlich  aus  dem  13  bis
15  Jahrhundert.

Die  grosse  Sammlung  stammt  aus  dem  Nachlasse  des  Gel.  Justizraths
  J.  D.  Gruber,  der  in  seiner  Stellung  als  Historiograph  des
hannoverschen  Hofes  in  der  ausgedehntesten  Weise  geschichtlichen
Studien  oblag.  Ein  grosser  Theil  der  Urkunden  ist  von  ihm  selbst
geschrieben,  bei  sehr  vielen  sind  wenigstens  die  Anfangsworte  sowie
die  den  einzelnen  Stücken  vorgesetzten  kurzen  Regesten  von  seiner
Hand.  Auch  hat  Gruber  den  Urkunden  oft  historische  Anmerkungen
oder  Stammtafeln  beigefügt.  Was  die  Quellen  anlangt,  aus  denen
die  Abschriften  stammen,  so  ist  ein  Theil  den  beigeschriebenen
Angaben  zufolge  aus  Drucken  abgeschrieben.  Die  meisten  Urkunden
sind  jedoch  Originalen  oder  Copialbüchern  eutnommen,  von  denen  die
meisten  sieh  in  Hannover  befanden,  manche  den  (ebendort  befindlichen)
  Sammlungen  Joh.  Heinrich  Hofmann’s.  Bei  sehr  vielen
Stücken,  besonders  solchen,  die  Hildesheim  angeln,  ist  als  Quelle  angegeben
  "C(opiarium)  M(agnum)’,  das  ist  das  im  Archiv  zu  Hannover
befindliche  Diplonmatarium  Hildesemensis  Capituli,  über  welches  Sudendorf,
  Urkundenb.  z.  G.  der  Herz.  v.  Br.  u.  Lüneb.  Bd.I  p.  VII  unter
no.  XIL  zu  vergleichen  ist.  Die  in  niederdeutscher  Übersetzung  gegebenen
  Stücke  sind  zum  Theil  abgeschrieben  aus  dem  Copialbuch
“Verdudesche  Copien’  in  Hannover  (vgl.  Hodenberg,  Hoyer  Urk.
1.Abth.  S.609).  Wieder  andere  sind  mit  Bezeichnungen  wie  "Ex
autographo’,  “Ex  autographo  membranaceo’,  “Ex  veteri  apographo’
versehen.  Wie  Gruber  die  Urkunden  geordnet  hatte,  ist  nicht
mehr  ersichtlich.  In  völlige  Unordnung  gerathen,  wurden  sie  in  der
Göttinger  Bibliothek  später  alphabetisch  nach  den  Namen  der  Städte,
Ortschaften  bezw.  Geschleehter  geordnet,  welehe  die  Urkunden  betreffen.
  Ein  Verzeichnis  dieser  Namen  geht  jedem  Bande  voran.
Vorn  in  Bd.I  sind  einige  Kaiser-  und  Pabsturkunden  zusanmen-1
        <pb n="8" />
        2  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

gestellt,  jedoch  fehlen  solche  auch  in  den  übrigen  Bänden  nicht.
Vielen  Urkunden  ist  ein  Kupferabdruck  des  betr.  Siegels  mit  einer
Nadel  angeheftet;  diese  Drucke  scheinen  nicht  veröffentlicht  worden
zu  sein.  Im  folgenden  sind  nur  diejenigen  Ortschaften  bezw.  Geschlechter
  erwähnt,  bei  denen  die  Urkunden  infolge  ihrer  grossen
Anzahl,  ihres  Inhalts  oder  ihrer  Herkunft  ein  grösseres  Interesse
beanspruchen  zu  können  schienen.

Bd.I  (293Bl)  .  Bl.1  Pabsturkunden  (Innocenz  III,  HonoriusIll,
Innocenz  IV,  Martin  V,  Alexander  IV)  Bl.28  Kaiserurkunden  von
OttoI  bis  Karl  IV;  sämtlich  bekannt  Bl.81b  “Ex  cod.  MS.  Bibl.
Metrop.  Mogunt.’:  Testament  eines  °H.  dux’,  der  “anno  1297
indiet.  XV  Kal.  Sept.  die  exitus..  iam  appropinquante’  seine  Länder
vertheilt:  “filio..  H.  Seniori  Brunswick  .  .,  W.  habeat  Lovenburg
et  Lüneburg  .  .,  Otto  habeat  Haldeslevve  .  .”  (wohl  Fälschung)
Bl.85—91  Adelebsen  B1.110—293  Kloster  Amelunxborn:
1)  Pabsturkunden,  2)  sonstige  Urkunden  bis  1270.  Diese  und  die
folgenden  sind  aus  einem  Amelungsborner  Copialbuch  des  Abtes
Sander  de  Horne  abgeschrieben  (woll  dem  grösseren,  jetzt  in  Wolfenbüttel
  befindlichen),  das  auch  Harenberg,  hist.  ecel.  Gandersh.,  J.
F.  Falke,  Cod.  trad.  Corb.,  und  Spilcker,  Gesch.  d.  Grafen  v.  Everstein
  benutzt  haben.

Bd.II  (805  Bl.)  Bl.1—286  Kloster  Amelunxborn:  Urkunden
von  1270—1451  Bl.304  Augsburg  (1444).

Bd.  Ill  (272  Bl.)  Bl.9  und  17  Kloster  Barsinghausen
B1.28—53  Urkunden  derer  von  dem  Berge  (de  Monte),  fast  alle
“ex  autographo’  Bl.54—63  Bergedorf  Bl.  64—69  Berlepsch
  Bl.72—  101  Kloster  Bersen  (Barsen),  meistens  “ex
autogr.,  nur  wenige  mehr  als  bei  Hodenberg,  Hoyer  Urkundenb.

Bl.  110--134  Kloster  Betzingerode  (später  Marienrode),  fast  alle
“exC.M.’  Bl.161  Bordele  (Urkunde  Hz.  Erich’s  v.  Braunschweig
1504,  ex  autogr.)  Bl.163  v.  Bordeslo  (Urkunde  Hz.  Magnus’
v.  Braunschweig,  6  Mai  1371,  ex  autogr.;  fehlt  bei  Sudendorf)
Bl.169  v.  Bothmer  2.1369   B1.178—272  Markgrafen  von  Brandenburg
  (bis  1294).

Bd.IV  (176  Bl.)  Markgrafen  von  Brandenburg  bezw.  Mark
Brandenburg  (1295  —1644).  Mit  manchen,  theils  aus  Originalen,
theils  aus  “Diplomatarium  Magdeb.’  entnommenen  Stücken,  die  bei
Riedel  fehlen.

Bd.V  (313  Bl.)  Bl.1—14  Stadt  Braunschweig  Bl.15—180
Herzöge  von  Braunschweig-Lüneburg  Bl.181—206  Bredenbeck
  (Novum  Claustrum,  Neukloster,  bei  Buxtehude),  wohl  aus  dem
unten  bei  Buxtehude  erwähnten  Copiar.  Bl.  207—518  Bremen,
besonders  Erzbischöfe  und  Capitel,  bis  1266.

Bqa.VI(324Bl.)   Bl.1—68  Bremen,  besonders  Erzbischöfe  und
Capitel,  1266—  1547  Bl.82—176  Stift  Bücken  (Hoya),  fast  alle
“ex  autograplıo’;  vgl.  Hodenberg,  Hoyer  Urkundenbuch  3.  Abt.
Bl.185—224  Kloster  Burlage  (Diepholz),  fast  alle  “ex  autographo’;
die  Sammlung  deckt  sich  beinahe  mit  Hodenberg,  Diepholzer  Ur  kundenbuch
  S.143—164,  doch  giebt  sie  alle  Stücke  vollständig  Bl.225
bis  267  Kloster  Bursfelde  B1.272—322  Buxtehude,  wohl  fast
        <pb n="9" />
        Histor.1,  Bd.  I--XVIII  3

alle  aus  dem  Copiar  in  Stade  (vgl.  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen,
  3  S.VD.

Ba.VII  (239Bl.)   Bl5—19  Catlenburg  B1.24—31  Kloster
Chorin  BI1.37  Urkunden  von  Holch  und  Alert  Clencok  (1339)
Bl.66—  178  Ecclesia  Cubacensis  (Kühbach  bei  Aichach,  offenbar
eine  Abschrift  des  in  Darmstadt  befindlichen  und  im  Oberb.  Archiv  VIII
3.390—396  nicht  vollständig  registrirten  Copialbuches)  Bi.  179
Cüstrin  Bl.  213—  224  Dannenb  erg  besonders  Urkunden  der
Comites  de  D.  Bl.225  v.  Dassel  Bl.229--231  v.  Daun.

Ba.VIIL(222Bl)  Bl.lv.Diepenow  und  Castrum  Depenoe
Bl.10—166  Herren  und  Grafen  von  Diepholz,  bis  1610;  Abschriften
aus  dem  Dieph.  Hausarchiv,  welches  Hodenberg,  Dieph.  Urkundenbuch
  vollständiger,  aber  vielfach  nur  in  Auszügen  registrirt;  dazu
welche  aus  dem  Hileenroder  Copialbuch  Bl.167  Dillingen
B1.189—220  Drebber  und  Nutlo  (Diepholz),  fast  alle  “ex  autogr.’
(aus  dem  Diepholzer  Hausarchiv).

Bd.IX  (298  Bl.)  Bl.1—5  Kloster  Ebstorf  Bl.21  Ellingehausen
  Bl.26  Henr.  v.  Elvede  (1348)  B1.39—66  Evern,
alle  aus  ‘C.M.’  BI.67—78  Grafen  v.  Eberstein  BI.95  Füssen
(1499)  Bl.106-156  Gartow;  vgl.  Bd.  XIX  B1.206  B1.177
Ludolf.  de  Godenborch  (1308)  Bl.183—269  Goslar,  meist  aus
“Cop.  M’   B1.287—292  v.  Grone.

Bd.X.  (307  Bl.)  Bl.4—119  Land  Hadeln,  bis  1696,  zumeist
ex  autographo  oder  apographo  Bl.141—175  Grafen  v.  Hallermund
  Bl.176—215  Hamburg  Bl.216  Hamm  B1.219—237
Hannover  Bl.238—246  v.  Hardenberg.

Bd.  XI—XIV:  Hildesheim,  fast  Alles  aus  °C.  M.  Bd.XI
(342  Bl.)  bis  zum  Jahre  1249  Bd.XII  (328Bl.)  1251  —1349
Bd.  XIII  (253  Bl.)  1350—  1399  Bd.XIV  (237  Bl.)  1400—  1445;
B1.220  Manumissiones  von  1554—1562  und  (BI.234)  Sermo  synodalis.

Bd.XV  (197  BL)   Bi.1-—4  Kloster  Heiligenberg;  alte  niederdeutsche
  Übersetzung  von  no.4.  5  und  7  bei  Hodenberg,  Hoyer  Urk.
4.  Abth.  Bl.5—197  Kloster  Heiligenrode,  Abschriften  aus  dem
in  Hannover  erhaltenen  Copialbuch  (vgl.  Hodenberg,  Hoyer  Uırk.,
5.Abth.  S.XVII  und  die  Tafeln).

Bd.  xVI  (370Bl.)  Kloster  Hilwardshausen,  bis  1613;  die
meisten  “ex  autographo’,  manche  aus  J.  H.  Hofmann’s  Papier  en;  dazwischen

  solche,  welche  Mariengarten  betreffen,  aus  dem  Copialbuch
in  Hannover  (vol.  Bd.XX  und  XXI).

Bd.XVII  (34Bl)   Bl.6-28  v.  Hodenhagen  und  vr.  Hodenberg;
  vgl.  Hodenberg,  Hodenb.  Urkundenbuch  Bl.33—5+  Grafen
von  Holstein  Bl58—86  Hoppecke  BI.87—89  v.d.  Horst
Bl.90—294  Grafen  von  Hoya,  besonders  aus  den  Originalen  und  aus
den  “Verdudesche  Copien’;  dabei  B1.295—305  Grafen  von  Delmenhorst,
  Bl.  306  —  328  Grafen  von  Oldenburg  und  Bruchhausen.

Ba.  XVIIL  (334  Bl.)  Bl.3—5  Eeelesia,  villae  superioris  Gese
oder  Jese  (Obernjesa)  Bl.13—71  v.  Itzendorf,  scheinen  alle
aus  einen  Copialbuch  zu  stammen  Bl.114—126  Crummess
Bl.  164—257  Kloster  Lilienthal  (=  Wolda),  fast  alle  aus  einem

1*
        <pb n="10" />
        4  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

Copialbuch  (in  Stade;  vgl.  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen,
3  8.V  und  J.  Vogt.  Monumenta  ined.Il  S.1—152)  B1.263—332
Lippe,  bis  1720  Bl.334  Kloster  Lippoldesberg  (1253).

Bd.XIX  (293  Bl.)  Bl.5—42  Kloster  Loccum  Bl.43—61
Kloster  Loden  (später  nach  Lemgo  verlegt)  Bl.66  Loveslo
Bl.68  Lippoltshausen  Bl.77—150  Lübeck  Bl.151—205
Lüchow,  besonders  die  dortige  Kalandsbruderschaft  betr.  Bl.206
bis  246  Gartow,  in  Celle  1703  von  den  Originalen  gemachte
Abschriften  Bl.247—250  Kloster  Lüne  Bl.251—286  Lüneburg
  (Bl.256  und  282  v.  Lüneberge)  BI.287—-293  v.  Lützow.

Bd.XX  (284  Bl.)  Bl.4—62  Magdeburg,  Erzbisthum,  Stadt
und  Burggrafschaft  B1.76—81  v.  Mandelsloh  BI.82--87  Kloster
Marienberg  Bl.88—94  Abtei  Marienfeld  (Münster)  BI.95
bis  284  Kloster  Mariengarten  (bis  1354);  diese  und  die  in  Bd.XXI
enthaltenen  sind  abgeschrieben  aus  dem  Copialbuch  in  Hannover;
die  meisten  sind  (jedoch  mit  ein  wenig  abweichenden  Nummern)
registrirt  im  N.  Vaterl.  Archiv  1826  II  S.30--109  und  233—828.  Vgl.
noch  Bd.XVl.

Bd.  XXI  (303BL)   Bl.1—159  Kloster  Mariengarten  (1354
bis  1612)   DBI.161--  168  Kloster  Mariensee  Bl.172—184  Kloster
Marienthal  B1.190—221  Kloster  Marienwalde  BlI.225—281
Mölln,  die  meisten  “ex  autographo’  mit  hübschen  Kupferstichen  der
Siegel  B1.289—298  v.  Münchhausen  B1.29399—303  Münden.

Bd.XXII  (394  Bl.)  Bl.12—-40  Kloster  Nendorf  (Niendorf),
aus  dessen  Archiv  (vgl.  Hodenberg,  Hoyer  Urk.,  6.  Abth.)  B1.44
bis  47  Nienburg  Bl.48  Nörten  Bl.55  —  342  Northeim,
bis  1549;  scheinen  fast  alle  aus  J.  H.  Hofmann’s  Papieren  zu  stammen;
vgl.  Bl.62  mit  Orig.  Guelf.  IV  534  B1.343—391  Burggrafen  von
Nürnberg.

Bda.XXIH  (391  Bl)  Bl7-—-357  Obernkirchen,  alle  aus  dem
in  Hannover  befindlichen  grossen  Copiar  (vgl.  Wippermann,  Urkundenbuch
  d.  St.  Obernk.  S.IV)  Bl.360  —  363  Grafen  v.  Oettingen
Bl.387  Otterndorf.

Bd.XXIV  (243Bl)  Bl24—226  Pöhlde,  853—  1519;  sicher
aus  einem  Copialbuch  (im  Hannov.  Archiv),  die  meisten  mit  dem
Collationsvermerk  eines  Notars  Jac.  Arndt.

Bd.XXV  (333  Bl.)  Bl.1—-20  Quedlinburg  Bl.  21—25
v.  Rade  Bl.  31—107  Ratzeburg,  fast  alle  aus  Westphalen,
Monumenta  II  (1740)  8.1937  ete.  eopirt   DBl.116—120  Grafen  von
Regenstein  Bl.121--131  Kloster  Reinfelde  Lubecensis  dioc.
Bl.182—178  Reinhausen,  jedenfalls  aus  einem  Copialbuch
Bl.186—200  Riddagshausen  Bl.213—312  Grafen  von  Roden
und  Wunstorf  Bl.316--321  Rossdorf  BI.330—333  v.Rusteberg.


Bd.XXVI  (219  Bl.)  Herzöge  zu  Sachsen,  Engern  und  Westfalen
  (bis  1385).

Bd.XX  VII  (304  Bl.)  Bl.1—222  Herzöge  zu  Sachsen,  Engern
und  Westfalen  (1389  bis  um  1700);  besonders  viele  aus  Ratzeburg,
dabei  viele  Noten  von  Gruber  und  (Bd.XXVI,.  246)  von  Leibnitz:
        <pb n="11" />
        Histor.1,  BA.  XIX—  XXXI  Histor,5—20  5

(Bd.XXVII  167/9)  Annales  Mecklenburgiei  .  .  a  prineipum  quodam
consiliario  a.  1546-1592  BI1.222—-  304  Herzöge  zu  Sachsen,  obersächische
  Linie.

Ba.XXVIL  (245  Bl.)   Bl.15—44  Kloster  Scharnebeck
B1.55—243  Kloster  Schinna,  theils  aus  den  Originalen  theils  aus
dem  Copialbuch  in  Hannover  (vgl.  Hodenberg,  Hoyer  Urk.,  Abth.  7).

Bqd.XXIX  (232Bl)   BIl.20—24  Sieboldshausen  Bl31—54
Grafen  von  Poppenburg  und  Spiegelberg  Bl.61—65  v.  Staffhorst
  B1l.73—381  Kloster  Steina  Bl.104—204  v.  Stockhausen,
dazwischen  sehr  viele  Abschriften  von  jüngerer  Hand,  welche  wohl
Beilagen  zu  dem  (Bl.106)  Briefe  von  B.  W.  L.  v.  Stockhausen,
Grohnde  7  Jan.  1773,  waren  Bl.205—210  Grafen  von  Stotel
B1.220—  230  Grafen  v.  Schwalenberg.

Bd.  XXX  (273  Bl.)  Bl.7—16  v.  Tossem  Bl.  35  —  41
Verden  Bl.55—57  Walbeck  Bl.  74—273  Kloster  Weende
(bis  1442),  theils  aus  Originalen  theils  aus  einem  Copialbuch.

Bd.  XXXI  (294Bl.)   Bl.1—386  Kloster  Weende  (1443  bis
1610)  Bl.99—111  Kloster  Wiebrechtshausen  Bl.  114—121
Wildeshausen  Bl.  152—202  Wölpe  Bl.  236—248  Wirkeshausen
  (Werxhausen  bei  Desingerode  im  Eichsfeld)  B1.254—290
Kloster  Zeven;  scheinen  aus  einem  Copiar  abgeschrieben  (vgl.
jedoch  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen  3  S.XXIV).

Histor.5  53Bl.  zu  331/,:20%%,  cm  17/18  Jahrh.

Abschriften  mittelalterlicher  Urkunden  meist  zur  Geschichte  der
KlösterVisbeck,  Lemgo  und  besonders  Loceum.  Ausser  kaiserlichen
und  päbstlichen  (Bl.10  Clemens  IV,  XIV  Kl.  (?)  Aug.  1268,  fehlt  bei
Potthast)  Urkunden  sind  es  besonders  solche  der  Herzöge  von  Sachsen
und  Braunschweig  und  der  Bischöfe  von  Cöln  und  Hildesheim.  Gesammelt
  sind  die  Urkunden  vom  Abt  (rerardus  NMolanus  von  Loceum,
von  dessen  Hand  z.B.  die  Herkunftsnotizen  auf  Bl.4b  und  11b  geschrieben
  sind.

Bl.45—47  Drei  Schreiben  von  Rosamunde  Juliane  v.  Asseburg,
darunter  das  erste  an  Molanus.

Histor.15  43  nur  zum  Theil  beschriebene  Blätter  zu

Joh.  Fr.  Blumenbach,  Nachträge  (meist  Litteraturangaben)  zu
seiner  Abhandlung  “Über  die  ägyptischen  Mumien’  (=  Beyträge  zur
Naturgeschichte  II  Theil,  1811,  S.45).  Dieselben  sind  aus  Blumenbach’s
  durchschossenem  Exemplar  abgeschrieben,  bevor  dieses  nach
Bl.’s  Tode  durch  Versteigerung  nach  Gotha  (?)  gelang  ste.  Vgl.  darüber
lie  "Notiz  des  Dr.  med.  Herbst  auf  dem  Vorsetzblatte.

Histor.20  246  Seiten  zu  201,  :16cm  1788
Joh.Joach.Eschenburg,  Archaeologie  oder  Alterthumskunde:  vorgetragen
  am  Collegium  Carolinum  zu  Braunschweig  1788,  nachgeschrieben
  von  J.  H.R.  Hieronymi.  Die  Vorlesung  stimmt  nach  Anlage
und  Inhalt  ziemlich  genau  mit  Eschenburg’s  “Archäologie  der  Liter.
und  Kunst’,  1787.
1885  aus  dem  Nachlasse  L.  Schweiger’s.
        <pb n="12" />
        6  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.24  258  Seiten  zu  27!1/,:18cm  1828
Carl  Otfr.  Müller,  Geschichte  der  Kunst  des  Alterthums  und
Archaeologie:  Vorlesung,  Göttingen  Sommersemester  1828,  in  Nachschrift
  von  L.  Schweiger.  1883  aus  Schweiger’s  Nachlass.

Histor.25  XIV,  360,  45  Seiten  zu  271/,:18cm  1827/9

5.1—360  Carl  Otfr.  Müller,  Griechische  Alterthümer:  Vorlesung,

(Göttingen  Winter-Semester  1828/9  Hieran  schliesst  sich  S.3—45

einer  neuen  Zählung  eine  Vorlesung  über  scenische  Alterthümer,

5.45  "Geschlossen  im  Sept.  1827°.  Nachschriften  von  L.  Schweiger.
1883  aus  Schweiger’s  Nachlass.

Histor.30  98Bl.  zu  33:21lcem  Anfang  des  19  Jahrh.

Theils  getuschte  theils  gezeichnete  Abbildungen  der  zuerst  von
Heyne,  “Vasorum  fietilium  litteratorum  et  ectyporum  genus  superstes’
(=  Commentat.  societ.  reg.  Gotting.  vol.  D)  behandelten  vermeintlichen
etruskischen  Vasen  und  Schalen  mit  Inschriften  und  Figuren,  die  in
Meiningen  befindlich  um  1778  nach  Gotha  geschafft  wurden  und  sich
Jetzt  auf  Schloss  Friedenstein  befinden.  Dabei  8Blätter  mit  ähnlichen
Abbildungen  und  ein  Brief  von  Phil.  Hartmann,  Meiningen  1810,
worin  er  ähnliche  von  Geheimrath  Nagler  vor  mehr  als  70  Jahren  aus
Sicilien  gebrachte  Alterthiimer  anbietet,  nebst  Zeichnung  derselben.
Aus  neuerer  Zeit  sind  über  diese  Gefässe  besonders  zu  vergleichen
v.  Wolanski,  Die  Opfergefässe  des  Tempels  der  Taurischen  Diana
(Gnesen  1851),  und  “Blätter  der  Erinnerung  aus  dem  orientalischen
Seminarium  des  D.  Stickel  ...  mit  ...  einer  Abhandlung  über  die
sog.  Meiningischen  Gefässe  von  W.  Gottschild,  Jena  1858’.  1810
von  Heyne  geschenkt.

Histor.35  49Bl.  zu  241%  :19em  18  Jahrh.

(J.  C.  Zimmermann,  Probst  zu  Ulzen,)  “Nachricht  von  einigen
um  Ulzen  aufgegrabenen  Urnen  und  denen  darinnen  gefundenen
Sachen’.  Der  Text  stimmt  in  grossen  Partien  wörtlich  mit  der
unter  gleichem  Titel  herausgegebenen  Druckschrift  des  Verfassers
(Zelle  1772),  nur  ist  er  vielfach  kürzer.  B1l.36—49  enthalten  auf
14  Tafeln  saubere,  in  bunten  Farben  ausgeführte  Zeichnungen  der
Urnen  und  der  darin  gefundenen  Fibeln,  Halsringe  und  ähnlichen
Gegenstände.  Die  Figurentafeln  zu  dem  Drucke  sind  wohl  nicht
erschienen  (vgl.  Götting.  Gelehrte  Anz.  1774  Bd.I  8.531);  dagegen
finden  sich  in  dem  Exemplar  desselben,  welches  die  Göttinger
Bibliothek  besitzt,  vier  Tafeln  mit  Handzeichnungen  hinten  angeheftet,
ebenso  ein  Fundbericht  vom  22  Jan.  1773  als  Zusatz  zu  8.53  des
Druckes.  Geschenk  des  Verfassers.

Histor.37  IIBl.  und  17  +  13  +  22  +  20  Seiten  zu
191/,:16cm  1832
Nova  pericula  cuneiformes  inseriptiones  enodandi  emendatius
et  auctins  facta  per  Dr.  Georg.  Frid.  Grotefend  .  .  a.  1832,
Fascie.  I—IV.  Grotefend  liess  diese  eigenhändig  geschriebenen
Aufsätze  1832  der  Göttinger  Gesellschaft  der  Wissenschaften  durch
Hecren  überreichen,  an  den  die  vorgehefteten  Briefe  Grotefend’s
        <pb n="13" />
        Histor.  24—-38  T

(Hannover  18  März  und  12  Oct.  1832)  gerichtet  sind.  Vgl.  Heeren
in  den  Gött.  Gel.  Anz.  1832  S.641ff.  und  1209.

Wistor.37a   18Bändchen  oder  Fascikel  verschiedenen
Formats  in  einem  Pappkasten.

Litterarischer  Nachlass  von  G.  F.  Grotefend.  Vgl.  über
denselben  J.  Flemming  in  den  Beitr.  z.  Assyriologie  und  vergl.  semit.
Sprachwissenschaft  Heft  1  (1888)  S.80ff.  Von  den  18  Fascikeln
betrifft  no.I)  Babylonische  Keilinschriften,  darunter  die  erste
Lithographie  der  grossen  East-India-House  Inscription  von  1803.

Il)  Assyrische  Keilinschriften.  III)  Assyrische  und  babylonische
Gemmen.  IV)  Armenische  Keilinschriften.  V)  Persische  Keilinschriften.
  VID)  1  Band  mit  Abbildungen  aus  Persepolis,  Excerpten
  aus  C.  Niebuhr’s  Reisebeschreibungen  u.  a.,  durchweg  nicht
von  Grotefend’s  Hand.  Darunter  drei  Briefe  von  C.  Niebuhr  an
Ch.  G.  v.  Murr,  Kopenhagen  2  Apr.  1776  und  3  Apr.  1778,  Meldorf
24  Mai  1795,  gedruckt  der  erste  in  Murr’s  Journal  IV  S.122,  die  beiden
andern  z.  B.  Gött.  Gelehrte  Anz.  1836  S.  1997  ff.  VII)  Varia  zu
den  vorangehenden  Nummern.  VHOI)  Manuseripte  zu  gedruckten
und  IX)  Manuseripte  zu  ungedruckten  Abhandlungen  Grotefend’s  über
Keilinschriften  (nur  wenig).  X)  Materialien  zu  babylonischen  Inschriften,
  besonders  zu  denen  Nebukadnezar’s  I.  XI)  Brouillons
aller  Art  betr.  Keilinschriften.  XII)  Briefe  befreundeter  oder  bekannter
  Gelehrten  an  Grotefend,  durchweg  wissenschaftlichen  Inhalts:
  n.1—9  von  Carl  Bellino,  Bagdad  20  Aug.  1817  —  15  Apr.
(nicht  März)  1820;  dieselben  sind  von  Grotefend  selbst  stückweise
publieirt,  vgl.  Flemming  S.83.  n.10—12  Is.  Cullimore,  London
25  März  1836—1  Aug.  1844,  davon  n.10  Copie  und  nur  n.12  an  Grotefend
  gerichtet.  n.13—14  Wilh.  Dorow,  Bonn  1Juni  1821  und
Rom  8  Dec.  1827.  n.15  Ed.  Gerhard,  Berlin  14  Mai  1833.

n.16—  185  Jos.  v.  Hammer-Purgstall,  Wien  15  Jan.  1820  und
23  Febr.  1821,  Döbling  25  Jan.  1821.  n.19  Chr.  Lassen,  Bonn
27  Juni  1844.  n.20—23  John  Lee,  London  29  Juli  1836—  26  Dee.
1848.  n.24—26  Geo.  Cec.  Renouard,  London  23  Nov.  1848  bis
26  Dec.  1849.  n.27  (vgl.  n.27a)  Cl.  Jam.  Rich  an  Hammer-Purgstall,
  Mossul  13  Nov.  1820,  deutsche  Ubersetzung,  gedruckt  bei
Flemming  8.84.  n.28  unterzeichnet  mit  °F’,  ohne  Ort  und  Jahr.

XIII)  Aegyptiaca.  XIV)  Sanskrit.  XV)  Runen  und  Kyprische
Schrift  ete.  XVI)  Griechische  und  Lykische  Inschriften.  XVID
Homer  (dabei  ein  Brief  von  Wilh.  Müller  an  Grotefend,  Dessau
12.  März  1826).  XVID  Horaz.  (No.  XIII  —  XVII  sind  unbedeutend).
  1878  von  Prof.  v.  Leutsch  geschenkt.

Histor.38  1  Doppelblatt  von  371/,:24cm  1809

Copie  (graue  Farbe  auf  blauem  Grunde)  zweier  1809  zu  Tunis
unter  den  Ruinen  der  alten  Festung  Goletta  ausgegrabenen  Steintafelı.
  Die  eine  enthält  eine  spanische  Inschrift,  welche  berichtet
von  der  Besiegung  des  (Chaireddin)  Barbarossa  und  der  Einnahme
und  Befestigung  Golettas  durch  Carl  V  im  Jahre  1535  (1135  steht
in  der  Copie);  die  andere  zeigt  das  Wappen  des  von  ihm  ernannten
Befehlshabers  der  Festung  mit  der  Unterschrift  “Son  de  Don  Alonso
        <pb n="14" />
        S  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

de  la  Cuena’.  Beide  Tafeln  sollen  später  als  Grundsteine  einer
Moschee  in  Tunis  in  die  Erde  versenkt  sein;  vgl.  Göttingische  Gel.
Anz.  1812  (Stück  45)  8.4411f.,  woselbst  die  Inschrift  abgedruckt  ist.

1812  vom  königl.  Westphälischen  Cabinetssecretär  Chevalier  de
Bruguiere  geschenkt.

Histor.39  20Bl.  zu  151/,:11  em  und  kleiner  um  1798

Abschriften  von  meist  lateinischen  Inschriften  aus  Portugal,
wohl  angefertigt  von  (G.H.  v.)  Langsdorf,  der  1798  mit  dem  Prinzen
Christian  von  Waldeck  mehrere  Provinzen  Portugals  bereiste  und
nach  einer  auf  dem  Vorsetzblatte  stehenden  Bemerkung  Ch.  G.  Heyne’s
die  Ms.  1803  der  Bibliothek  schenkte.  Die  lateinischen  Inschriften
sowie  die  Zeichnungen  einiger  Architekturstücke  (Bl.3—5)  sind  von
Hübner  im  Corp.  Inser.  Lat.  II  p.  L  näher  behandelt;  derselbe  hat
ebenda  zu  N.5130  auch  die  moderne  portugiesische  Inschrift  von
Bl.20  abgedruckt.  Ausserdem  finden  sich  Bl.9  zwei  kleine  Bruchstücke
  wohl  mittelalterlich-portugiesischer  Inschriften,  jedes  von  nur
etwa  8  Buchstaben,  und  Bl.19a  und  19b  zwei  Abschriften  eines  und
desselben  kleinen  Fragments  einer  arabischen  Inschrift  in  kufischen
Schriftzeichen.

Vorangebunden  ist  ein  Brief  E.  Hübner’s  mit  Notizen  über
Langsdorf,  Berlin  30  Oet.  1869.

Histor.39z2  Druck,  durehschossen  und  in  4°  gebunden

(Michael  Lilienthal,)  Auserlesenes  Thaler-Cabinet  .  .,  Königsberg,
0.  J.  Viele  Nachträge  von  J.  D.  Köhler.  Auf  Bl.1  ‘Für  diese
wenige  bögen  habe  d.  11.  Junii  1729  müssen  zahlen  paar  1fl.  45x.
haee  prima  editio  1725  prodiit”.  Nach  8.130  “Ulmische  Müntzen’,
an  K.  übersandt  vom  Consulenten  Hertenstein  (?)  in  Ulm,  1734
(1\  Bl).  Am  Deckel  Stich  von  M.  Tyroff,  Minerva  zwischen  Venus
und  Saturn:  Koehler’s  Bücherzeichen,  bei  Warnecke  n0.1029.

Aus  G.  @.  Richter’s  Bibliothek  1776  zu  Goettingen  erkauft,  vgl.
Pars  V  p.72  n0.438  des  Auktionskatalogs.

Histor.40  Druck,  durchschossen  und  in  4°  gebunden

(M.  Lilienthal)  “Vollständiges  Thaler-Cabinet  .  .,  Königsberg  und
Leipzig  1735.  (3.  Auflage  des  unter  n0.39z  genannten  Werkes.)

Zahlreiche  Nachträge.  Bei  vielen  Nummern  ist  ein  °G’  beigeschrieben,
  und  in  diesem  Falle  sind  oft  einzelne  Abweichungen
am  Rande  notirt:  wahrscheinlich  hat  das  ganze  als  Katalog  einer
Münzsammlung  gedient.

Dabei  4  Bl.  verschiedener  Grösse  nit  verschiedener  Schrift:  Bl.1
“Promemoria  ..  wegen  des  Handlungs-Gold-  und  Silber-Gewichts’;
B1.2  "Ostfriesische  Müntz-Sorten’;  Bl.3  “Werth  der  alten  Englischen
Müntzen’;  Bl.4  Werth  der  holländischen  Münzen.

Histor.41  322  Seiten  (einige  leer)  zu  201%  :17  cm;
S.51—202  von  Schreiberhand  geschrieben  18  Jahrh.

“Catalogus  Nummophylaeii  Meibomiani.  S.1—144  enthalten
römische  Münzen;  S.148  “Nunismata  Brunsvico-Luneburgica’;  S.206
“N.  varia”.  In  den  letzten  Abtheilungen  von  S.202  an  sind  viele
Münzen  gestrichen.
        <pb n="15" />
        Histor,  39  —  483  )

In  J.  G.  Lipsii  Bibliotheca  numaria  I(1801)  S.254f  wird,  neben
vielen  von  Henr.  Meibomius  (f  1700  in  Helmstedt)  hinterlassenen
Handschriften  über  Numismatik,  ein  nach  seinem  Tode  erschienener
Druck  erwähnt  “Catalogus  Numophylacii  sui.  Lips.  1724.  8.’,  der  wohl
gleichen  Inhalts  mit  dieser  Hs.  ist.

1776  aus  der  Bibliothek  von  Rud.  A.  Fabrieius  in  Helmstedt
erkauft.

Histor.4li  109Bi.  zu  33  :  211%  em  goldgepresster
rother  Lederband  Goldschnitt  1737

Petr.  France.  Carol.  de  Priesen,  Consiliarius  et  Decanus  ad
S.  Andream  in  Valle  spinosa  (-S.  Andr&amp;amp;  am  Haagenthal):  Elenchus
numismatum  Romanorum  plerumque  in  territorio  paroeciae  ad  S.  Andream
  in  Valle  spinosa  iuxta  montes  Comagenos  e  terra  erutorum.
Ex  Musaeo  S.  Andreano  a.1737,  Vgl.  Cod.  Lat.  Monac.  11033.

Der  Aufzählung  und  Beschreibung  der  Münzen  geht  voran:
Bl.3—4  Widmung  an  Bischof  Josephus  Dominicus  von  Passau.
Bl.5—9  Beschreibung  der  Inschrift  C.1.L.1112,5650  und  Versuch
einer  Erklärung.

Sodann  folgt  Bl.10  Colleetio  separata  Graecorum  et  Latinorum
numismatum  regum,  populorum  et  familiarun  illustrium,  59  Stück,  mit
historischen  Erläuterungen:  dazu  Bl.41b—45  zwölf  “numi  incerti”.
B1l.44—108  Index  collectionis  numorum  Augustorum,  Augustarum  et
Caesarum,  partis  primae  divisio  prima,  407  Stück  (bis  Antoninus
Pius).  Bl.109b  Nachträge.

1866  auf  einer  Auction  in  München  gekauft.

Histor.42  34Bl.  zu  33!1/,:2lem  18  Jahrh.

“Verzeichniss  von  Bracteaten’  mit  kurzer  Beschreibung.  Catalog
einer  Sammlung  von  400  meist  deutschen  mittelalterlichen  Münzen:
n.1—38  Römisch-Tentsch-Kaiserliche  und  Königliche,  n.39—69  Erzbischöfliche,
  n.70—130  Bischöfliche,  n.131—151  Aebtische,  n.  152—
182  Goslarische,  n.183—225  Münzen  von  unbekannten  Bischöfen  und
Aebten,  n.226—264  Ascanisch-  Brandenburgische,  n.265—267  Ascanisch-Sächsische,
  n.268—302  Welfisch-Sächsische  und  Br.-Lüneburgische,
  n.303  Meissensche,  1.304—313  Thüringische,  n.314—330
Hessische,  n.331—  351  Seliweizerische,  n.352—400  Münzen  von  verschiedenen
  Gattungen.

Histor.4d3  2Bände  Anfang  des  18Jalırh.

Sammlung  von  Heraldischen  Nachrichten,  eigenhändig  geschrieben
von  Job.  Anton  Kröll  von  Freven,  Oberhofmeister  der  Abtissin
‚u  Gandersheim.

Nach  einer  Notiz  von  Joh.  T.  Köhler  (6  Sept.  1758)  auf  dem
Vorsetzblatte  hat  der  Verfasser  ihm  diese  Sammlung  zum  Andenken
geschenkt,  weil  es  seine  Geschäfte  nicht  erlaubten,  sie  in  Ordnung
zu  bringen.  Köhler  fügt  hinzu  “Er  hatte  sie  schon  vor  langer  Zeit
einem  ungetreuen  Freund  geliehen.  der  sie  unter  dem  Namen  J.
A.  Rudolphi  Heraldica  curiosa  .  .  schr  verstümmelt  und  falsch  hat
drucken  lassen’;  indessen  zeigt  eine  Vergleichung,  wie  schon  F.
W.Unger  auf  demselben  Blatte  bemerkt,  dass  Rudolphi’s  Werk  im
ganzen  unabhängig  von  dieser  Hs.  ist.
        <pb n="16" />
        10  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bandl  525  gezählte  Seiten  (viele  sind  leer;  ausserdem  sind
oft  Blätter  eingeschaltet)  meist  zu  33:20  cm

Dieser  Band  behandelt  Gesehichte  und  Theorie  der  Heraldik.
Als  Beispiele  für  die  einzelnen  Eigenthümliehkeiten  der  Wappenschilde
  sind  sehr  zahlreiche  Wappen  von  deutsehen  Adelsfamilien
besehrieben  und  flüchtig  gezeichnet  (von  Köhler’s  Hand  ist,  wenn
sie  in  seiner  Ausgabe  von  Siebmaeher’s  Wappenbuche  abgebildet
sind,  die  entsprechende  Tafel  bei  der  Zeichnung  vermerkt);  bei
vielen  Namen  ist  eine  kurze  Geschichte  des  Geschlechts  zusammengestellt.
  Der  Band  enthält  auch  viele  ausführliehe  Auszüge  aus
(besonders  französischen)  Werken  über  Heroldswesen,  .Wappenkunde
und  dergl.  Nach  8.525  sind  18  Kupfertafeln  mit  Wappen  (aus  einem
französischen  Werke)  angebunden.

Band  II  42Bl.  zu  38:25  cm  und  Bl.43—103  lose  Bl.  von  verschiedener
  Grösse.

Bl.1—42  sind  mit  zahlreichen  Wappen  beklebt,  ‚die  aus  Druckwerken
  abgezeichnet  sind  und  die  hier  naeh  der  Ahnlichkeit  (wie
es  seheint  von  J.  T.  Köhler)  zusammengestellt  sind.  Dazu  gehört
(Bl.42)  ein  Umschlag  mit  etwa  200  ungeordneten  Wappen.

Bl.44—103  Varia,  nur  wenig  davon  von  Kröll’s’  Hand.  Zu  erwähnen
  sind:  Bl.45  Notae  distinetivae  filiorum  familias,  sehr
saubere  Tuschezeiehnung  (wohl  von  Köhler).  Bl.46  “Von  den
Schitf-Flaggen’  (von  Köhler);  dazu  Bl.51—55  sorgfältige  Tuschezeichnungen.
  Bl.56  —  63  Sorgfältige  Tusehezeichnungen  naeh
Grabdenkmälern  (von  Köhler);  BIl.57/8  Grabmäler  der  Könige
Ingo  (}  1064),  Erieus  Eriei  (7  1201)  und  Canutus  Eriei  (7  1142)  zu
Warnheim;  BIl.59/60  Darstellung  der  Ahnenprobe  auf  Grabmälern;
Bl.61  Anordnungen  von  Stücken  der  Rüstung  auf  den  Grabmälern.

1758  von  J.  T.  Köhler  geschenkt.

Histor.45  Perg.69Bl.(Bl.8  und  22  leer)  zu  30:201/,cm
um  1500
Niederländisehes  Wappenbuch.

Diese  Sammlung  umfasst  1390  Wappen  von  grössern  und  kleinern
Landestheilen,  Städten,  Adligen,  hauptsäehlich  aus  den  Niederlanden.
  Auf  jeder  Seite  sind  in  der  Regel  12  (4x3)  sauber  in
Farben  ausgeführte  halbrunde  Wappenschilde  (18:26  mm,  auf  Bl.1
etwas  grösser)  gemalt,  unter  denen  gewöhnlich  der  Name  steht.
Nur  auf  Bl.9a  befinden  sieh  2  vollständige  Wappen  mit  Helm,
Deeke  und  Kleinod  (Aemstell  und  Mijnden).  Bei  einer  Anzahl  von
Wappen  fehlt  der  Name,  andrerseits  finden  sieh  auch  einige  Namen
ohne  das  Wappen.  Die  Wappen  sind  nach  den  Gebieten  in  Absehnitte
  getheilt,  von  denen  jeder  mit  einer  neuen  Lage  beginnt;
am  Sehluss  einer  Lage  ist  daher  immer  leerer  Raum  geblieben  und
öfter  sind  dort  auch  ganze  Blätter,  die  leer  geblieben  waren,  ausgeschnitten.
  |

Bl.1  Kaiser-  und  Königreiche:  “Keyser  van  Romen’,  “Keyser
van  Constantinopelen’  ete.:  19  Wappen,  von  denen  2  unvollständig
sind.  Die  12  Wappen  auf  Bl.la  sind  mit  goldenen  Kronen  verschen.
  Bl.2  ‘Keyser  van  Romen’;  “Coninck  van  Boemen’  ete.:  die
7  Kurfürsten,  vgl.  Grünenberg,  Wappenbuch  (Ausg.1875)  BI.IIIb
        <pb n="17" />
        Histor.  45  11

und  IV,  aber  in  andrer  Reihenfolge;  ‘Aerthertoch  van  Oestenrijck’,
“Out  Oestenrijek’:  vgl.  Grünenberg  XLV;  dann  die  4  Herzoge,  die
als  des  Reiehes  vier  Säulen  bei  Grünenberg  XLVb  und  V  stehen.
Es  folgen  (Bl.2b  und  3)  Wappen  von  24  Herzogen,  ‘Lunenborch’
bis  “Bourgundien’,  unter  ihnen  (Bl.3)  “Hertoeh  van  Holst  en  graue
van  Schouwenborch’,  der  1474  die  Herzogswürde  bekam.  Bl.4a
Die  Wappen  der  vier  Markgrafen,  Landgrafen  und  Burggrafen;
Bl.4b  “Hier  nae  volgen  vier  grauen,  vier  vrien,  ende  vier  ritters  des
Keyserrijecks’;  von  den  24  Wappen  sind  nur  10  in  Farben  ausgeführt.
Vgl.  über  diese  ‘Quaternionen’  Grünenberg,  Wappenbuch,  Text  S.XI;
G.  A.  Seyler,  Gesch.  d.  Heraldik  (Siebmacher’s  Wappenbuch  Bd.A)
3.538.  Bl.5  Grafen  (des  hl.  röm.  Reiehs):  60  Wappen  (eins
ohne  Namen)  und  6  Namen  ohne  W.,  so  z.  B.  das  erste  “Graue  van
Tyrol’.  Bl.8  leer.

Bl.9  “Hier  sijn  gestelt  die  wapenen  des  Bischops  von  Vtrecht
In  sijn  yerste  ende  oude  staet  sijnre  heerlicheyt  ende  vorstelicke
hoocheyt  wesende  mit  zijn  seven  hoochste  ministrael  leenmannen,
Ende  anderen  syne  Ridderschap  ende  knapen  in  sijn  gestichte  van
Vtrecht  op  dese  zyde  der  Yselen  gelegen’.  Dieser  UÜbersehrift
folgen  8  Wappen:  Dat  bisdom  van  Vtrecht,  Brabant,  Hollandt,  Ghelre,
Cleeff,  Benthem,  Kuyek,  Ghoer;  dann  Bl.9b—18,  beginnend  mit
“tland  van  Utrecht’,  “Abeoude’:  224  Wappen.  Das  letzte  Wappen
auf  Bl.18b  ist  “Honthorst”.  B1.19  “Ouerijsele’,  “Borchgraue  van
Groningen’,  “Koeverden’  bis  “Hamersfelt’:  64  W.  und  “Yselmuden’
ohne  W.  Bl.23  (davor  sind  2  Blätter  ausgesehnitten  —  ob  mit
Wappen?  —)  Holland?:  beginnt  mit  Scoonhout,  sehliesst  mit  Rooen,
50W.  BlI26  Vrieslandt,  Oostvrieslant  ete.:  15  W.,  darunter  3  ohne
Namen.  BI.27  “Hertoge  van  Brabant’,  “Lutsenboreh’,  “‘Limburch’,
“Valekenbureh’,  “Mecheln’  ete.:  127  W.,  darunter  45  ohne  Namen,
bei  einigen  ist  der  Name  erst  von  einer  späteren  Hand  zugefügt;
“Grimbergen’  ohne  W.  B1l.33  "Out  Vlaenderen’,  “Vlaenderen’,
‘Artoys’,  “Graue  van  Bourgungen’,  “Graue  van  Namen’  ete.:  204  W.
von  erster  Hand,  darunter  27  ohne  Namen;  ferner  (Bl.41b)  5  später
zugefügte.  Bl.42  “Out  Henegouwen’,  “Graue  van  Henegouwen’,
“Henegouw  mit  Hollant’,  “ut  supra  mit  Beyeren’,  “Bemont  broeder
tot  he’  (dasselbe,  wie  das  dritte  Wappen,  nur  mit  blauem  Turnierkragen
  versehen)  ete.:  140  W.  Bl.48  “Voocht  van  Ghelre’,  “Graue
van  Ghelre’,  “Hartoeh  van  Ghelre’,  “Ghelre  mit  Ghulich’,  “Van  den
Bereh’  ete.:  150  W.,  darunter  2  ohne  Namen;  “Hatthem’  ohne
Wappen.  Bl.55  “Hertoge  van  Ghülich’,  “Graue  van  Blanekenhem’
  ete.:  34  W.,  darunter  2  olıne  Namen.  Bl.59  “Hertoeh  van
Cleue’,  “Graue  van  der  Merck’,  “Gueterswijek’  ete.:  78  W.,  darunter
12  ohne  Namen.   Bl.63  “Hertoge  van  den  Berghe’,  “Van  Anaer’  ete.:
27  W.,  darunter  7  ohne  Namen.

Bl.65b  ‘Bisdom  van  Munster’,  “Tekelenborch’,  “Benthen’,
‘Lip’,  ete.:  18  W.  und  “Bleyswyck’  ohne  W.

Bl.67  “Bisdom  van  Colen’,  “De  stadt  Colen’  ete.:  51  W.  und
4  Namen  ohne  W.,  ausserdem  ist  Raum  gelassen  auf  Bl.67  (nach
den  Städtewappen)  und  zwischen  Bl.68a  “Spiegel  op  den  Oeuer’  und
Bl.68b  "Van  Benesis’.

Um  eine  Probe  von  der  Vollständigkeit  des  Wappenbuches  zu
        <pb n="18" />
        12  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

geben,  seien  hier  die  Cölnischen  Wappen  vollständig  aufgeführt:
Bl.67a  Bisdom  van  Colen,  De  stadt  Colen,  (Bonna  ohne  Wappen),
Nuyss,  (Keysersweert,  Berck,  Sons  ohne  W.);  Bl.67b  Ouerstoltze,
Scherffgijn,  van  Horne,  Quattermart,  van  der  Adocht,  Spigel  van
Roidenberch,  die  Jueden,  Hardefuyst,  Lieskerken,  van  Ghiere,  van
Gryne,  Birkelen;  Bl.68  van  Hirtzelen,  Ouerstoltz  van  Effene,  van
Mommersloch,  heer  Hilger  van  Stessen  ein  baenre  heer,  Mommersloch,
  Spiegel  op  den  Oeuer;  Bl.68b  van  Benesis,  van  Troyen,  van
Roitstocke,  Frenzen  alias  Ranzen,  van  Cuesin,  de  Zwartsen  alias
Hirtz,  Schyderich,  Hirtz  van  Lantscroon,  van  Plays,  Merode,  Bernsauwe,
  Lijntlaer  van  Schallenberch;  B1.69  van  Walde,  Mommersloch,
Stommel,  van  der  Eren,  Panthaleon,  Nuych,  van  Stane,  van  Crantz,
van  der  Poy,  van  der  Renen,  van  Schoinweder,  van  Loyff;  Bl.69b
van  Lepaert,  Guldenhooft,  van  Zwanen,  Mullengass,  Mauwenhem,
Walrauen.

1778  auf  der  Auktion  der  Haumann’schen  Bibliothek  in  Kassel
erkauft.

Histor.46  35Bl.  zu  421/,:26cm  16  Jahrh.
Niederländisches  Wappenbuch.

153  in  Farben  gut  ausgeführte  Wappen  niederrheinischer  Adelsgeschlechter
  in  alphabetischer  Ordnung.  Die  viereckigen  unten  zugespitzten
  Schilde  sind  4:4cm  gross,  darüber  befindet  sich  ein
Spangenhelm  mit  altdeutscher  Helmdecke,  gewöhnlich  auch  das
Kleinod.  Beim  Bemalen  ist  weiss  und  gelb  statt  silber  und  gold
gewählt:  Am  Schlusse  der  einzelnen  Buchstaben  finden  sich  gewöhnlich
  noch  einige  unausgefüllte  Wappenschilde  mit  Helm  und
Decke  vorgezeichnet  (so  B1.8).

Der  Band  beginnt  mit  “Brempt’,  “Bronchorst  en  Batenburg  tot
Aenholt’  und  schliesst  “Walpoot’,  “Wielich’,  “Zwaetken’.  Die  Namen
sind  im  ganzen  bei  nur  52  Wappen  beigeschrieben.

1765  aus  van  Os’  Auktion  im  Haag  erkauft  (n0.156  des  Katalogs).

Histor.46b  139  Siegeltafeln,  21!/,cm  hoch,  27  cm  breit;
in  8  Kästen  und  1  Heft  in  fol.  als  Anhang  19Jahrh.

Sammlung  von  7034  Siegeln  von  Adel,  Ritterschaft,  Bürgern,
Beamten  u.s.  w.  vor  allem  Norddeutschlands  und  besonders  der
Hannoverschen  Lande.  Zusammengestellt  von  Theodor  Wolff;  vgl.
Hist.  252b.  Verarbeitet  ist  eine  ältere  Sammlung,  deren  Spuren
u.a.  auf  der  Rückseite  einzelner  losgegangener  Siegel  erkennbar
waren;  dort  fanden  sich  Namen  der  Siegelinhaber  in  Schrift  des
18.Jahrh.*  In  Hist.252b  Heft  36  findet  sich  die  Angabe,  dass  die
sämtlichen  Siegelabdrücke  von  Originaldokumenten  genommen  seien;
doch  ist  offenbar  für  noch  blühende  Familien  dieses  Prinzip  später
aufgegeben  worden,  wie  viele  mit  besonderer  Sorgfalt  und  Feinheit
ausgeführte  Abdrücke  wahrscheinlich  machen.  Die  Zahl  der  Siegel
ist  in  ()  beigesetzt.

A.  Ausland:  Tai.1—5  (290  Siegel).

Taf.1  Dänemark  Adel  (104).  3  Schweden  Adel  (63).
Karl  XI.,  Regierung  zu  Stade,  OAGericht  zu  Wismar,  Adel,  Bürger
(49).  5  Esthland,  Livland,  Kurland  Adel  (74).
        <pb n="19" />
        Histor.46--46b  13

B.  Deutschland,  ohne  die  Braunschweigischen  Lande.  Taf.6
bis  52  (2533  Siegel).

Taf.6—28  Uradel  (1201).  Taf.6  Westfalen  (111).  8  Niederrhein
  (37).  9  Oberrhein  (37).  10  Holstein  (23).  11  Mark
Brandenburg  (177).  14  Pommern  (162).  17  Sachsen  (123).

19  Meissen  (87).  21  Schlesien  (184).  24  Thüringen  (111).
26  Hessen  (60).  27  Franken  (53).  28  Schwaben  (31).

Taf.29—42  Geadelte  Familien  (831).  Taf.  29  Schaumburg
und  Lippe  (12);  Bürgerliche  Familien  (20).  30  Mecklenburg
(63).  31  Preussen  (392).  36  Sachsen  und  Thüringen  (179).

39  Kurhessen  (69).  40  Süddeutschland  (116).

Taf.43  Französischer  Adel  in  Deutschland  (81).

Taf.  44—52  Bürgerliche  Familien  (420).  Taf.  44  Bremen
(57).  46  Hamburg  (54).  47  Lübeck  (31).  48  Mecklenburg
(127).  50  Sächsische  Herzogthümer  (83).   Schwarzburg  (13).

5l  Kurhessen  (85).  Schaumburg  und  Lippe,  siehe  Taf.29.

C.  Hannover  (d.  h.  Braunschweig  -  Lüneburg):  Tafel  53—132
(3951  Siegelabdrücke).

Taf.  55  —  60  Uradel  (468;  öfters  mehrere  Siegel  derselben
Familie).  Taf.53  Einheimischer  Uradel  (noch  blühend;  116).

55  Eingewanderter  Uradel  (noch  blühend;  169).  99  Eingewanderter
  Uradel  (erloschen;  183).

Taf.61—67  Geadelte  Familien  (361;  meist  mehrere  Siegel  derselben
  Familie.  Taf.61  Einheim.  gead.  Familien  (noch  blühend;
97).  63  Einheim.  gead.  Familien  (erloschen;  179).  66  Einheim.
im  Ausland  gead.  Familien  (44).  67  Eingewand.  gead.  Familien
(noch  blühend;  27);  “mit  Bremen  und  Verden  1715’  (nach  Hannover
gekommen;  5);  “mit  Hildesheim  1815’  (7);  “mit  Ostfriesland  1815’  (1);
“mit  Osnabrück  1802’  (1).

Taf.68—87  Ritterschaft  (969).  Taf.68—70  "Ordo  equestris

XVII  Sec.’  Taf.68:  Calenberg  (27);  Göttingen  (18);  Grubenhagen  (3);
Hoya  (8);  Diepholz  (3);  Bremen  (14);  Osnabrück  (5).  69  Lüneburg
(93).  70  Hildesheim  (26).   Taf.71—87  meistens  aus  dem  18.  und
19.  Jahrh.:  71  Ritterschaft  Calenberg  (115).  73  Göttingen  (55).
74  Grubenhagen  (20.  75  Limeburg  (117).  77  Bremen  (darunter
Österstadter  Junker;  76).  79  Verden  (28).  80  Hoya,  Diepholz
(98).  82  Osnabrück  (50).  83  Hildesheim  (62).  84  Ostfriesland
  (29).  85  Arenberg-Lingen-Bentheim  (22).  86  Lauenburg
(45).  87  (Nachtrag?)  Calenberg  (7);  Göttingen  und  Grubenhagen
(4);  Lüneburg  (17);  Hoya  und  Diepholz  (4);  Bremen  und  Verden  (10);
Hildesheim  (6);  Osnabrück  (7).

Taf.88  und  89  Patrizier  (111).   Taf.88  Hannover  (38);  Lüneburg
  (25).  89  Hildesheim  (15);  Goslar  (5);  Göttingen  (13);
Hameln  (9);  Einbeck  (6).

Taf.90—109  Bürgerliche  Familien  (1216).  Darunter  Taf.95b
Aebte  zu  Loccum  (6);  98  Meyer  (16),  Müller  (11),  Hagemann,  Schmidt
(je  4);  100  Göttinger  Professoren  (20;  vgl.  Taf.  127—130);  107a
Osnabrück  (17),  Bentheim  und  Lingen  (5),  Arenberg  und  Meppen  (5);
108  und  109  (Nachträge?  124).
        <pb n="20" />
        14  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Taf.110  Französische  Familien  in  Hannover  (57).

Taf.11i—124  Beamte  (455),  Taf.1lla  Churfürstl.  Braunschw.

Lüneburgische  wirkliche  Geheime  Räthe  (30);  111b  Königl.  Hannoversche
  Staatsminister  1813—1848.  112a  Geheime-Räthe  und
Gross-Voigte  (19);  112b  Laudschaftsdirektoren  (22),  Michaeliskloster
in  Lüneburg  sede  vacante  (1).  113  Fürstenthum  Calenberg  XVII  Sec.
Gel.  Räthe  (13),  Kanzler  (6),  Hofmarschälle  (1),  Kammerherren  (6),
Ober-Forst-  und  Jägermeister  (4),  Ober-Stallmeister  (2),  Generale
und  Obristen  (13),  Landdrosten  der  Grafschaft  Diepholz  (5).
114  Fürstenthum  Lüneburg  XVI  See.  Gel.  Räthe  (13),  Hofmarschälle
(6),  Ober-Forst-  und  Jägermeister  (2),  Generale  und  Obristen  (13),
Landräthe  (24),  Hauptmänner  und  Drosten  (29).  115  Erbänter
(nach  Landschaften,  23).  116  Ober-Hofchargen  zu  Hannover
1700—1866  (37).  117  Ober-Forst-  und  Jägermeister  1652—1796
(10).  115a  Berghauptmänner  zu  Clausthal  (17);  118b  Communion-Harz:
  Herzogl.  Braunschweig-Wolfenbüttelsche  Berghauptmänner
1635  —  1788  (10),  Oberforstmeister  1690—1788  (6).  119  OAGerichtspräsidenten
  Celle  1711—18  ..  (12);  Regierungspräsidenten  Stade
1716—1818  (5).  120  Amt  Bleckede  (Hauptmänner  und  Drosten,  8);
Amt  Gartze  (Drosten,  3);  Siegel  der  beiden  Amter,  einzelner  Gerichte
und  Fleeken  (18);  Ritterschaftl.  Adel  (6).  121  (Anhaug  zum  vorigen)
Stammbaum  und  Siegel  der  Familie  v.  Spöreken  (14).  122  desgl.
der  Familie  v.  Wittorff  (24).  123a  Ober-Hauptmänner  und  Landdrosten
  zu  Harburg  (17);  123b  Lauenburgische  Landdrosten  zu  Ratzeburg
  (14).  124  Braunschw.  Lüneb.  Commissarii  im  Fürstenth.  Mecklenburg-Schwerin
  (10),  darunter  Ober-Aufseher  zu  Boitzenburg  (7).

Taf.124a  Offiziere  (Restbestand,  17).

Taf.125  und  126  Domherren  zu  Hildesheim  (59).  Osnabrück
  (35).

Taf.  127—130  (vgl.  Taf.100)  Professoren  zu  Göttingen:  Theologen
(22).  Juristen  (31).  Mediziner  (34).  Philosophen  (47).

Taf.131und132  Eichsfeld.  Taf.131a  Uradel  (18);  131b  Hohenstein
  Uradel  (13).  1322  Geadelte  Familien  (7);  Patrieier  der
Stadt  Duderstadt  (8);  1352b  Bisthum  Hildesheim.  Gead.  Familien  (22).

D.  Braunsehweig-Wolfenbüttel:  Taf.  133—138  (260).

Taf.133  Herzöge  (Stammbaum  und  Siegel,  8).  134  Geadelte
Familien  (52).

Tafel  135  und  136a  Ritterschaft  (79);  136b  Patrizier  der  Stadt
Braunschweig  (23).  137  Bürgerliche  Familien  (76).  138  Professoren
  zu  Helmstedt  (24).

Anhang.  Bl.1—3  Ungeordnete  Siegel,  ausgeschnitten  aus  Originaldokumenten
  mit  nebenstehenden  Unterschriften  (22).  4  Eine
Tafel  aus  dem  früheren  Zustand  der  Sammlung:  “Tab.  22  Sigilla
Hildesiae’  (Bürgerliche  Familien;  56).  Bl.5  Abdrücke  von  3  Amtssiegeln

  von  Dalenberg.  6—10  Notizen  über  “Brem.  &amp;amp;  Verdische
Amts-  u.  Gerichts-Siegel’  und  zur  “Hannoverschen  Heraldik’  (über
Amts-  und  Gerichtssiegel).  11—27  Verzeichnisse  der  Siegel  auf

den  Taff.29b,  44—46,  68—70,  89,  134  und  136b.  28-69  Verzeichnisse
  von  zum  Theil  umgearbeiteten  Siegeltafeln  und  von  Siegeln
ohne  Bezug  auf  die  Tafeln.  Bemerkungen.
        <pb n="21" />
        Histor.46b—  48  15

Die  Sammlung  wurde  1890  von  Wolf’s  Gattin  der  Bibliothek
geschenkt.

Histor.47  ein  Band  zu  45:29cm  17  Jahrh.

J.  H.  v.  Bülow,  31  genealogische  Tabellen  verschiedener  Grösse,
meist  Doppelblätter  des  oben  angegebenen  Formats.  Darin  50  lose
Blätter  mit  Material  dazu  und  8Bl.  betr.  die  Bülow’sche  Familie,
darunter  Bl.4/5  eine  “Genealogia’,  nach  J.  H.  v.  Bülow’s  Bemerkung,
von  seines  Vaters  ältestem  Bruder  Cuno  Hans  geschrieben.

Die  Tabellen  geben  Genealogien  der  europäischen  Königsfamilien
und  einiger  anderer  Herrscherhäuser  bis  in  das  17.  Jahrhundert.

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

Histor.48  595Seiten  und  2Bl.  (nach  S.503)  zu  31:21em
1626

“Genealogia  Vnd  Beschreibung  aller  der  Khevenhüller  vnd
Khevenhüllerin  von  Aichelberg  vnd  Summeregg,  Wie  auch  zu  wemb
sie  vnd  wer  sich  zu  jnen  verheyrath,  durch  Georgen  Moshaimber
aus  Herrn  Grafen  Frantz  Christophen  Khevenhüllers  Khevenhüllerischen
Histori  gantz  khürtzlichen  in  diss  compendium  gezogen’.

Die  Widmung  (8.3  und  4)  an  Franz  Chr.  Khevenhüller  und
dessen  Brüder  und  Vettern  ist  unterzeichnet  “Madrid.  (1626  von
andrer  Hand)  Geörg  Mosshamer’;  der  Verfasser  sagt,  dass  er
gegenwärtiges  Compendium  aus  Dankbarkeit  gegen  die  ihm  erwiesenen
  Wohlthaten  aus  Kh’s  “zehenjährigen  mit  vnaussetzlichem
vleifs  ...  zusammengetragenen  Khevenhüllerischen  Genealogia  vnd
von  etlich  hundert  jar  her  vniversal  histori’  gezogen  habe.  Der
Titel  und  der  Anfang  des  Buches  (S.5—11)  sind  von  andrer  Hand
in  lateinischer  Übersetzung  dem  deutschen  Texte  beigeschrieben.

Das  Werk  zerfällt  in  3  Theile;  S.83  beginnt  der  2.  Theil  “Von
Herrn  Augustin  Kh.  ..  Khaysers  Maximiliani  dess  Ersten  Rath  ..
bis  auf  den  gegenwerttigen  Matthiasen  Kh.  gerader  Lini  nach’;  S.504
“Das  3.  Thail  ..  von  denen  Transversal  Linien  .  .’;  S.561  alphab.
Register,  nur  über  S.1  bis  S.55.

S.350-—-502  “Die  funfftzehende  Generation’,  enthält  das  Leben  von
Fr.  Chr.  Khevenhüller;  dieser  Abschnitt  scheint  wörtlich  aus  Khevenhüllers
  Aufzeichnungen  entnommen  zu  sein,  aus  denen  J.  Stülz,  “Die
Jugend-  und  Wanderjahre  des  Grafen  Fr.  Chr.  v.  Kh.  nach  seinen
eigenen  Aufzeichnungen’  im  Archiv  f.  Kunde  öst.  G.-Quellen  1850
S.331  —395  einen  Auszug  giebt.  Die  Aufzeichnungen  über  das
Jahr  1623  stimmen  wörtlich  zu  Histor.84,  nur  dass  viele  Stücke  des
Textes  und  alle  Actenstücke  im  Histor.48  ausgelassen  sind;  wie  dort
folgt  auch  hier  die  Nachkonmenschaft  von  Fr.  Ch.  Khevenhüller  “bis
zu  endt  dises  1623  jars’  (8.498),  dann  “nach  dem  1623.  jar  sein  ..
noch  drey  khinder  geborn’  die  Fortsetzung  bis  1626.

Die  beiden  nach  S.503  eingefügten  Blätter  von  andrer  Hand
tragen  die  Überschrift  “Supplementa  ad  vitam  Xtophori  Khevenhüller’
und  beginnen  "Proles  ex  prima  uxore  B.  Teuflin  habentur  in  Protocollo
anni  1623  pag.2363°  (damit  ist  gemeint  Histor.84);  am  Schluss  werden
seine  Werke  aufgezählt  und  sein  handschriftlicher  Nachlass  erwähnt.

B.  Czerwenka.  die  Khevenhüller  (1867)  8.21,  erwähnt  eine  Schrift
        <pb n="22" />
        16  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Mosshammer’s  “Ex  stemma  sive  genealogia  Kevenhulerorum  .  .
Madrid  1625’,  die  er  nicht  habe  zu  sehen  bekommen.  Die  vorliegende
  Hs.  ist  walırscheinlich  desselben  Inhalts.

1807  aus  J.  F.  Runde’s  Bibliothek  in  Göttingen  erkauft,  zugleich
mit  der  Kupferplatte  mit  "des  Grafen  F.  Ch.  Khevenhüller’s  Brust-Bildniss’,
  welche  nicht  mehr  im  Besitze  der  Bibliothek  ist.

Histor.49  35  Bl.  zu  19:16  cm  1694  brauner
Lederband

"Aedle  og  velbyrdige  Christian  Jochumsen  Bulovs  sexten  ahner
paa  faederne  og  möderne.  Anno  1694.  Es  sind  die  Ahnen  des
dänischen  Hauptmanns  Christian  v.  Billow  (geb.  1685),  vgl.  dessen
Stammbaum  in  dem  “Familienbuch  der  von  Bülow  ...  bearb.
durch  P.  v.  Bülow’  (1858)  S.44—45.  Gegenüber  jedem.  Namen  ist
das  Wappen  in  Farben  gemalt,  nur  zu  no.16  fehlt  es;  wahrscheinlich
ist  nach  Bl.33  ein  Blatt  ausgerissen.  Bl.34  und  35  Verzeichnis
der  (30)  Voreltern  C.  J.  Bülow’s  (bis  zu  den  Ururgrosseltern).

Es  sind  folgende  Wappen  abgebildet:  Bl.2  Bulov,  Bl.4  Bech,
Bl.4b  und  8  Grubbe,  Bl.6  Marsvin,  Bl.6b  von  Halberstadt,  Bl.Sb
Löche  (Lyche),  Bl.  10  Gyldenstiern,  Bl.10b  von  Pletzen,  Bl.  12
Ravensberg,  Bl.12b  Ülfeld,  Bl1.14  Hollunge,  Bl.14b  Hane,  Bl.16
Ulfeld,  Bl.16b  und  20b  Brahe,  Bl.18  Göje,  Bl.18b  Walchendorph,
BI1.20  Wind,  Bl.22  Ülstand,  Bl.  22h  Brochenhus,  Bl.24  Hög,  Bl.24b
Hardenberg,  B1.26  Skougaard,  Bl.26b  Göje,  BI1.28  Sandbere,  Bl.28b
Bille,  Bl.  30  Gyldenstiern,  Bl.30b  Skram,  B1.32  Styge,  Bl.32b  Rosenkrantz
  (dann  Pasberg  ohne  Wappen);  Die  Wappen  sind  stets
nach  innen  gew  endet,  sodass  also  z.  B.  das  auf  Bl.16  das  Spiegelbild
  des  auf  BI.12b  ist:  vgl.  darüber  u  Siebmacher’s  gr.  und  allg.
Wappenbuch  Einleitungsband  Abth.  B  (Handbuch  der  her.  Term.  v.
M.  Gritzner  1890)  S.188f.

Auf  dem  Einbande  in  Goldpressung  °C.  J.  B.  1694”.

Histor.49f  1)  Druck  2)  7TOBl.  und  3)  47Bl.  zu
22:27em  18Jahrh.

1)  “"Diatribe..  de..  Veltheimiorum  familia..  a  R.  A.  Noltenio  .  .
1727.  Druck.  Auf  dem  Titel  "Ludov.  Alb.  Gebhardi  Luneb.  1764.
HA.  P.’  ,„  von  dem  einige  Nachträge  gemacht  sind.

2)  "Veltheimischer  Stam-  Baum  ..  durch  Heinrich  Meybaum,
weil.  Poeseos  und  Hist.  Prof...  ..  zu  Helmstedt;  B1.60a  “Finis
Meibomiani  operis.  Dann  von  der  Hand,  die  auch  BI.58b  bis  60a

geschrieben  hat,  ein  Nachtrag  (Bl.60b)  und  6  Stammtafelu  (B1.65  —  70).
Von  L.  A.  Gebhardi’s  Hand  sind  die  Stammtafeln  ergänzt,  ausserdem
Bl.63b  Wappen  von  Fr.  A.  v.  Veltheim  1760  und  Bl.64  “Ex  schedis
Jo.  Fr.  Pfeffinger  Inspeect.  Luneb.”.

3)  "Schediasma  historicum  quo  familiam  ...  a  Veltheim  Arte
(Bl.  25  ff)  ac  Marte  (Bl.4ff)  elaram  sistit  M.  Paulus  G.  Kettner
G.M.C.’;  F.  U.  v.  Veltheim  (7  1738)  gewidmet.

Histor.50  14Bl.  zu  331),  :21cm  1652

“Genealogia  oder  Eigentliche  Nachricht  undt  Beschreibung  des
Geschlechts  der  von  Minnigeroda,  vorzeiten  die  Riemen  genant,
wie  selbige  von  ..  Letznero  .  ..  aufgezeichnet  undt  nachgeendts  aus
        <pb n="23" />
        Histor.49—53  17

uhralten  Saalbüchern,  andern  briefflichen  uhrkunden  Monumenten,
beglaubten  Historieis,  auch  aus  der  Erfahrung  ..  nachgesucht  durch
Andream  Hugium,  Pastoren  zu  Silckeroda  in  dem  Gerichte  Allerbergk
  a.  1652”.  Wird  im  Histor.51  Bl.4  nicht  sehr  geriühmt;  dort
ist  auch  gesagt,  dass  es  eine  Fortsetzung  dieser  Arbeit  bis  1691  von
H.  C.  Schumann  gäbe.

Aus  v.  Minnigerode’s  Bücherauction  in  Göttingen  1798  erkauft.

Histor.51  39Bl.  zu  331),  :201/,  cm  1729

“Genealogische  Beschreibung  des  ..  Geschlechtes  der  von  Minnigerode
  vor  alters  die  Riemen  genant,  aus  Letzners  Dasselschen  Chronik,
Leuckfelds  Antiquitäten  und  andern  Scribenten,  auch  unverwerflichen
Documenten  .  .  biss  aufs  J.  1729  fortgeführet  von  Joh.  Andr.  Jacobi,
  Pastore  zu  Wollershausen’.  Den  Herren  v.  Minnigerode
gewidmet.  In  der  Vorrede  (Bl.2—5)  nennt  J.  als  vorzüglichste
Vorarbeit  Leuckfeld’s  Antiquitäten.

Bl.39  (von  andrer  Hand)  Abschrift  einer  Urkunde:  “Wir  Margreta
von  Minnigerode  Ebdissin  ...  vnd  .  ..  Convent  des  Stifts  u.  1.  fr.  in
Gottin(gen)  Mensches  Bischofsdums’;  verkaufen  Land  an  2  Brüder  von
Hanstein,  1537  am  tage  Antoni)  asessoris.

Aus  v.  Minnigerode’s  Bücherauction  in  Göttingen  1798  erkantt.

Histor.53  I-+233Bl.  zu  31:20  cm  17  Jahrh.

Lehensbriefe  aus  dem  Amte  Jena,  ausgestellt  für  Mitglieder
folgender  Geschlechter:  Bl.IPuster,  über  Rabiess,  Trackendorff,
Lobdaburg  ete.:  Bl.1  alte  (8)  1433—1516,  Bl.33  neue  (4)  1533  bis
1550  Bl.50  Koller,  über  Lobda:  (1)  1533;  “Notata’  aus  spätern
Briefen  Bl.58  Gerstenberg,  über  Trakendorfi,  Welnitz  ete.:
(3)  1591—1600  Bl.80  Drenbeck,  von  der  Pforte,  von  Thuna,
über  Lobda  und  Dorf  Welniz:  (6)  1358,  1533—96  Bl.101,  114/9,
102/5  Welnitz:  (3)  1533  —  78  Bl.106  Sommerlatten  und
Schawrot,  über  Welnitz:  (2)  1534  und  1574  Bl.112,  113,  120
Feylitzsch,  über  Altenberge:  (1)  1574,  dann  (Bl.124)  “Nota’  darüber,
“Dorfschaften  gen  Altenberge  gehörig  auss  Hanss  Jahn  Pusterss  zum
Altenberge  Landsteuerregisterlein  ...  1589’,  (Bl.125)  “Von  der  Herschaft
  Aldenberge  und  wass  sie  vor  Obrigkeit  gehabt’,  Bl.126  “Ein
Fürstliche  Erklerung  über  die  Ritterdienst  im  Ampt  Jhena  und  Burga
a.  1568,  auss  dess  Amptss  Jena  Erbbuche,  so  a.  1569  ufgericht,  abcopirt’
  Bl.130  Würtzburg,  Brandenstein,  Tröster,  über
Burgau  und  Welnitz:  (11)  1533—99  Bl.164  “"Trösterische  Gerichte
  und  iagtgerechtigkeit  zu  Welnitz’:  2  Schreiben  von  Marx
Gerstenberger  1616  und  1627,  (B1.169)  “Anschlag  des  Ritterguts  zu
Borgau’  51.175  Lehenbriefe  über  die  Weinberge  “Nothelffer’
“Scherer”  “Arnshauger’  und  andere  bei  Welnitz  für  Nismitz,  Welnitz
gen.  v.  Proge,  Bunaw:  (5)  1517—74  Bl.183  Lichtenhayn,  über
Gleina,  Golmissdorff,  Zinna,  Lucka:  (10)  1526—76;  BI1.208  “Churf.
Augusti  Instruction,  wie  sich  die  Regierung  bey  der  Nenen  belehnung
verhalten  sol,  genommen  auss  einen  dicken  rotlıen  buch  uf  der  £.
Canutzley  .  .'  Bl.210  Benlbar,  über  Beulbar:  (6)  1503—74;  B1.221
“..  Anschlag  der  guther  Beulber,  dass  Obertlieyl  genant’  Bl.  224
Bünau  und  Heseler,  über  Schlöben  ete.:  (3)  1568—83.

2
        <pb n="24" />
        18  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Einzelne  dieser  Urkunden  werden  eitirt  bei  Adrian  Beier,  Geographus
  Jenensis  (1665),  vgl.  auch  C.  Kronfeld,  Landeskunde  des
Grossherzogthums  Sachsen-Weimar-Eisenach  II  (1879).  Gedruckt  sind
drei  von  den  älteren  bei  Ed.  Schmid,  die  Lobdeburg  bei  Jena  (1840).

1800  in  Erfurt  erkauft.

Histor.5£  24Bl.  zu  311%,  :20cm  18Jahrh,

Sammlung  von  Schriftstücken  und  Drucken  über  die  Zeit  des
Osterfestes  aus  den  Jahren  1770  bis  1777.

Bl.1  “Promemoria’,  wann  1771  das  Osterfest  zu  feiern  sei,  mit
Beilagen:  Bl.2  Extract  Conelusi  des  Corpus  Evangel.  de  anno  1723
(vollständig  bei  Schauroth,  Sammlung  aller  Conelusorum  I  199);  Bl.3
Wann  Ostern  ausser  im  Jahre  1771  im  18  Jahrh.  mit  dem  jüdischen
Paschafest  zusammenfallen  wird  Bl.4  “Unterthänigster  Bericht’
ob  es  mit  der  vorgegebenen  Coincidenz  der  Christlichen  und  Jüdischen
Ostern  seine  Richtigkeit  habe;  unterzeichnet:  Braunschw.  27.  6.  1770
(J.L.)Oeder  Bl.3  Fragen  aus  Veranlassung  des  Sachsen-Weimarischen
  Vortrags  (ad  rel.  d.  d.  22.10.1770)   BI.10  Extraet  unterth.  Berichts
  des  Bergraths  und  Prof.  (Andr.)  Boehm  zu  Giessen  ad  Serenissimum
  Darmstadinum,  d.  d.  Giessen  2.6.1775’?   BlI.12  "Registratura’,
Regensburg  14.  12.  1775,  gedr.  Sammlung  aller  Conclusorum  .  .  von
Schaurotl,  Forts.  v.  Herriclh  (1786)  8.42  Bl.13  “Registratura’,
Regensb.  13.  12.  1775,  gedr.  Herrich  S.42  Bl.14  Nachricht,  Regensburg
  23.  12.  1775  (ad  rel.  d.  d.  4.  4.  1776)  Bl.16  Verhandlung  im
Kurfürstencollegium  29.  1.1776,  weniger  ausführlich  beiHerrich  S.43
Bl.18  Verhandlung  im  Reichs-Fürsten-Rath  29.  1.  1776,  in  andrer
Fassung  bei  Herrich  S.44  Bl.20  Verwahrung  gegen  einen  Irrthum
hinsichtlich  der  Gesinnung  der  auswärtigen  Mächte  wegen  der  Osterfeier,
  Regensb.  3.4.1776   Bl.21  Antwortschreiben  der  Schweiz  an  das
Corpus  Evang.,  Zürich  16.  11.  1776,  gedr.  Herrich  8.65  Bl.23
Antwortschreiben  der  Niederlande,  Haag  10.2.1777,  gedr.  Herrich  S.  66.

Ausser  den  Schriftstücken  enthält  der  Band  9  Einzeldrucke,  die
sämmtlich  bei  Herrich  wiedergedruckt  sind  (S.  36.  41.  45.  52.  57.
55.  60.  62.  46).

Die  Stücke  dieser  Sammlung  sind  wohl  als  Beilagen  zu  Relationen
über  die  Verhandlungen  des  Reichstages  oder  des  Corpus  Evang.  an
einen  deutschen  Fürsten  (Sachsen-Eisenach?)  gesandt.

Histor.55  486Bl.  zu  20:16cm  Ende  des  17  und
Anfang  des  18  Jahrh.

Bl.  1—420  “Annotationes  in  Geographiam  Cluverii  (d.  i.  Ph.  Cluverii
Introduet.  in  universam  geographiam)”.  Von  zwei  verschiedenen
Händen  geschrieben;  offenbar  Nachschrift  eines  Collegs  am  Elisabethanum
  zu  Breslau.  Am  Ende  (Bl.420b)  “Finit.  die  13  Januar.
1698’.

B1.421—467  “Collegium  doctrinae  sphaericae  traditum  a...  Gottl.
Kranzio  ...  Prof.  Gymn.  Elisabethani  (in  Breslau)  .  .  et  exceptum
a  me  Jo.  Christ.  Gebauero  .  .  1713’  Bl.467b  “Finitum  ..  .  22  Dec.
1713  Die  Schrift  ist  verschieden  von  den  Händen,  die  Bl.  1—420
geschrieben  haben.
        <pb n="25" />
        Histor.54—  61  19

Bl.  468—476  "Fundamenta  astronomiae  practicae”.  BI1.477—-486
dasselbe  von  anderer  Hand.
1796  aus  dem  Nachlasse  des  Prof.  J.  von  Colom  in  Göttingen.

Histor.56  Druck,  2  Bände
J.  C.  Gatterer’s  kurzer  Begriff  der  Geographie,  I.  II.  Göttingen
1789.  Aufden  durchschossenen  Blättern  Nachträge  (meist  Litteraturangaben)
  von  J.  Fr.  Blumenbach.

Histor.60  S87Bl.  zu  23!1,:17em  18Jahrh.

Compendium  universalis  mundi  historiae  praecipue  ex  (Georgii)
Hornii  Arca  Noae  et  Introductione  sua  in  veteris  geographiae

tabulas  excerptum.  Eigenhändige  Niederschrift  von  Joach.  Heinr.
v.  Bülow.

Histor.61  489  Seiten  zu  31'/,:21  em  von  verschiedenen
Händen  in  Norddeutschland  geschrieben  S.1  und  80  gezeichnete
Initialen  mit  Querpfeifer  und  mit  Drachen  15  Jahrh.  mit  braunem
Leder  überzogene  Holzdeckel

S.1  ‘In  prineipio  fecit  deus  celum  et  terram  Terram  autem
constituit  in  medio  totius  universi’:  eine  Geographie.  Nach  einer
philosophischen  Einleitung  wird  vom  Antichrist  und  den  Engeln  gesprochen;
  mit  der  Terra  promissionis  beginnt  die  Schilderung,  welche
mit  dem  Paradiese  und  einer  allgemeinen  Schilderung  “de  orbe
terrarum’  schliesst.  Der  Inhalt  ist  fast  ganz  aus  Johannes  de
Mandeville  ausgeschrieben;  der  Verfasser  hat  auch  3  Mal  getrunken
aus  dem  fons  iuventutis  (8.60),  hat  die  3  Indien  durchwandert  (8.61),
hat  auch  im  Teufelsthal  Schlag  und  Mal  inter  scapulas  erhalten
(5.71)  und  ist  auch  gewesen  versus  aquilonem  direete  sub  polo
arcticc.  Der  Umarbeiter  ist  aber  ein  Norddeutscher  gewesen;  denn
er  rechnet  8.78  mit  miliaria  Teutunica,  S.48  Rodiis  .  .  superior  vocatur
magister  de  Rodiis,  sieut  nobiscum  vocatur  magister  de  Prusia;
endlich  sind,  meistens  mit  proprie,  viele  niederdeutsche  Übersetzungen
beigegeben,  so  z.B.  8.48  Alpes  .  .  vocantur  proprie  de  dudeschen
berge  offte  de  sneberge  und  die  Menschen  sind  dort  guturosi  proprie
kropwalen  und  S.70  rufen  die  Papageien  mit  menschlichen  Worten,
sicut  dicunt  palumbe  “we  sloch  dy  dyderich’.

S.80—129  Geschichte  Alexander  des  Grossen.  Zuerst  Einleitung
  (aus  Orosius):  Alexander  rex  Macedonum  24.  Philippi  ut  putabatur
  et  Olimpiadis  filius;  8.80,  2.Spalte  Egiptiorum  gentem  in
mathematica  magica  arte  valentem  litere  tradunt‘.  Diese  Recension,
welche  sich  auch  in  den  Münchner  Hften  4643,  9529  B1.106,  16405
zu  finden  scheint,  stimmt  mit  keiner  der  &amp;amp;edruckten  Recensionen.
Auf  8.114—125  ist  der  Brief  des  Alexander  an  Aristoteles  de  situ
Indiae  eingeschoben.  8.127  steht  die  Aufzählung  der  von  Alexander
gegründeten  Städte,  womit  Julius  Valerius  ‚  dessen  Epitome,  und  die
Historia  de  prochis  des  Lco  ar  chipresbiter  schliessen.  Hier  folgt
in  der  Zeile  anschliessend  eine  Geschichte  der  Diadochenkämpfe,
welche  wiederum  aus  Orosius  genommen  ist,  die  sich  aber  in  Hartlieb’s
  deutscher  Übersetzung  verarbeitet  findet.

5.129  (unmittelbar  an  das  Vorangehende  anschliessend)  “De

2x
        <pb n="26" />
        20  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bragmannis’,  Anfang:  Gens  (d.h.  Mens)  tua  quae  semper  amat
discere  ...  iniunxit  mihi  .  .  quo  modo  vivat  gens  Braemannorum  .  .
describere.  Dann:  perrexi  (por.)  cum  musco  dolenorum  episcopo  ad
fines  Indie.  Weiterhin  beruft  der  Verfasser  sich  oft  auf  das,  que
mihi  Thebeus  quidam  scolastieus  retulit;  gegen  Schluss:  hee  narrat
hystoria  Adriani  (Arriani?)  quam  ego  legi  et  in  hac  epistola  tibi
mandavi.

S.132  Epistola  Soldani  ad  papam:  Baldach  .  .  (viele  Titel).  .
magno  sacerdoti  Romanorum  .  .  Orthodoxorum  fidei;  darin  wird
erwähnt  Philippus  rex  Francorum.  S.132--196  (Ludolf  von
Suchem)  Traetatus  de  dispositione  terrarum  et  maris  civitatum  insularum
  et  itinerum  ad  terram  sanctam  et  de  terra  sancta  et  suis
distrietibus  et  locis.  Beverendissimo  .  .  Baldewino  de  Steynvordia
Paderb.  ecel.  episcopo  Ludolfus  parroch.  ecclesiae  in  Suchem  rector
..  Cum  multi  de  partibus.  Die  Inschrift  in  Egypten  (Corpus  Inser.
Lat.  III,  1,  no.21)  steht  8.163.  8.193  Schluss:  Explicit  liber  de
itinere  terre  sancte;  dann  folgt  ein  Kapitelverzeichnis,  in  welchem
der  Brief  (8.132)  als  erstes  gerechnet  ist.

S.196—254  (Johannes  von  Hildesheim)  "Cronica  de  tribus  magis
sive  regibus,  qui  optulerunt  Christo  domino  aurum  thus  et  mirram’.
Vorrede  “Reverendo  in  Christo  .  .  Florentio  de  Wevelinkhoven
Monasteriensis  ecelesiae  episcopo  dignissimo.  Dum  (sonst:  Cum)
sanetorum  trium  magorum  ymmo  verius  trium  regum  .  .’.  Text:
Materia  vero  istorum.  Der  (allerdings  nachlässig  abgeschriebene)
Text  weicht  durchaus  von  den  Fassungen  ab,  welche  bei  Horstmann,
The  three  kings  of  Cologne  (Early  English  Text  Society  Bd.85,  1886,
S.211—312),  im  Text  und  in  den  Noten  gedruckt  sind.  Der  am
Schluss  eingesetzte  Hymnus  ‘Ab  Helena  crux  inventa’  enthält  in
jenen  Texten  ‚nur  3  oder  3!/,  Strophen,  in  dieser  Handschrift  aber
5  Strophen.  Uberhaupt  scheint  dieser  Text  besser  zu  sein  als  die
bis  jetzt  bekannten.

S.255—262  Epistola  presbiteri  Johannis  ad  imperatorem  Constantinop.:
  “Presbiter  Johannes  potentia  dei  et  domini  nostri  Jesu
Christi  rex  regum  terrenorum  et  dominus  dominantium  universe  terre
Emmanueli  Romeon  gubernatori  salutem  gaudere  et  gratia  ditandi
ad  ulteriora  transire’.  Es  ist  im  Ganzen  die  Fassung  des  Textes,
welche  in  Zarneke’s  Ausgabe  mit  BII  bezeichnet  ist;  jedoch  steht
in  $.29  reiuvenescunt  und  $.76  -  96  stehen  nicht  am  Schlusse,  sondern
nach  8.75;  dann  sind  vorhanden  die  Worte  8.97  Si  iterum  ..
mortales  und  8.99  De  gloria  .  .  scias  quod.  Vgl.  S.303.

S.262—275  De  dignitate  regum  et  Romani  imperii;  Anfang
“Multipharie  multisque  modis  dominus  universorum  in  diebus  suae
carnis  dignatus  est.  Es  ist  des  Jordan  von  Osnabrück  Traetatus
de  praerogativa  Romani  imperii.  Waitz  (Abh.  d.  Ges.  d.  Wiss.  Groettingen
  XIV  1869)  hat  diese  Handschrift  nicht  gekannt.  Sie  ist  aber
beachtenswerth;  denn  wenn  ihr  auch  der  Prolog  fehlt  und  sie  oft
mit  der  Handschriftenklasse  F  stimmt,  so  ist  sie  doch  oft  von  F
unabhängig,  wie  sie  z.B.  Kap.9,  10  und  11  enthält.

S.276—8301  Historia  de  gente  Tartarorum:  Omnibus  Christi
fidelibus  ad  quos  praesens  sceriptum  pervenerit  frater  Johannes  de
Plano  Karpini  ord.  fr.  minorum  ....  Diese  Handschrift  gehört  zu
        <pb n="27" />
        Histor.61—  62  21

den  unvollständigen;  denn  aueh  sie  brieht  ab  mit  den  Worten  “alii
adversarii  manifesti.  explieit’  =  8.336  der  Ausgabe  D’Avezae’s,
Paris  1838.

S.301  Reseriptum  literarum  quas  misit  Imperator  Tartarorum  ad
papam:  Dei  fortitudo  Cnynehehan  ..  Tuarum  continebat  ..  Dann
Rescriptum  imperatoris:  Nobis  tuum  nuntium  transmisisti.

S.302—307  Epistola  presbiteri  Johannis.  "Presbiter  Johannes
potentia  et  virtute  dei  et  domini  nostri  Jesu  Christi  domimus  dominantium
  Manueli  Romeon  gubernator  salute  gaudere  et  gratia  ditandi
ad  ulteriora  transire’.  Diese  Absehrift  hat  keine  der  von  Zarncke
(mit  BCD)  gekennzeichneten  Interpolationen;  vgl.  oben  S.255  und
Hist.808.  S.308  leer,  S.309—318  fehlen.

S.319—348  Dyalogus  ..  Aeneae  Silvii  poete  laureati  atque
episcopi  Senensis,  postea  Pii  II  contra  Bohemos  atque  Thaboritas
habitus  de  sacra  communione  corporis  Christi;  Brief  an  Johannes
de  Carvial,  ex  Nova  eivitate  12  Kal.  Sept.1451,  gedr.  unter  den
Briefen.

S.348—366  Epistola  (sonst  Revelationes)  S.  Methodii  ep.  Patar.
de  regnis  gentium  et  novissimis  temporibus  certa  demonstratio
Christiana;  Anfang  “Sciendum  namque  est’.

S.367—486  Marco  Polo  übersetzt  von  Frane.  Pipini.  8.367
Prologus  in  librum  d.  Marei  Pauli  de  Venetiis  de  eondieionibus  et
eonsuetudinibus  orientalium  regionum  et  de  potentia  grandis  kaan
domini  Tartarorum.  Librum  prudentis...  M.  Pauli  ..  ab  eo  in
vulgari  editum  ..  compellor  ego  frater  Franeiseus  Pipinis  de  Savonia
(sonst  Bononia)  ord.  praed...  ad  latinum  reducere.  8.368  Buch  I,
S.409  BuchU,  8.456  Buch  IH;  vor  jedem  Buch  ein  Index  der
Capitula.  S.486  Expl.  Liber  dom.  M.  Pauli  de  Venetiis  de  conditionibus
  et  consuetudinibus  orientalium  regionum,  quem  librum
fr.  Frane.  Pipini  ceivis  Bononiensis  ord.  fr.  praed.  eredens  et  asserens
ipsum  verum  et  vere  continere  omnia  in  ea  scripta  de  vulgari  in
gramaticam  et  bonam  ‚et  intelligibilem  latinitatem  ut  asserunt  transmutavit.
  Von  dieser  Übersetzung  hat  Andr.  Müller  in  der  lateinisehen
Ausgabe  (Cöln  bei  Berlin  1671)  den  (rythmischen)  Prolog,  einzelne
Stücke  und  viele  Lesarten  gedruekt.  Seine  Brandenburger  Handschrift
  weieht  von  der  Goettinger  stark  ab.

S.487—489  Beschreibung  der  Hft  von  J.  F.  Reimmannus  Superintendens
  Hildesius  von  1727,  aus  dessen  Bibliothek  die  Hft  1789
erkauft  wurde;  gedr.  ist  diese  (ungenügende)  Beschreibung  in  Catalogi
bibl.  Reimmannianae  pars  IL,  1739,  S.787-—794.

Histor.62  1-+  125Bl.  zu  21:17em  19Jahrh.

Joh.  Jae.  Rabe,  Consistorialratı  und  Stadtpfarrer  zu  Ansbach,
deutsche  Übersetzung  der  Chronik  des  Rabbi  Joseph  Ben  Jehoschua
Ben  Meir.  Dieselbe  ist  hinten  defekt  und  brieht  in  der  Darstellung
der  Ereignisse  des  Jahres  1500  ab.

Die  Hs.  war  im  Besitze  Friedr.  Wilken’s,  der  in  seiner  Gesch.
der  Kreuzzüge  III  2  Beylagen  S.3  über  die  Chronik  und  diese  Übersetzung
  spricht  und  S.5—17  cine,  Probe  der  letzteren  (Bl.44—44b
der  Hs.),  jedoeh  hier  und  da  mit  Anderungen  abgedruckt  hat.  Von
Wilken  erhielt  sie  C.  H.  F.  Bialloblotzky,  der  1835/6  die  Chronik
        <pb n="28" />
        22  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

aus  dem  Hebräischen  ins  Euglische  übersetzte  und  Bd.I  p.XII  die
Rabe’sche  Übersetzung  erwähnt.  Vgl.  die  (B1.123/4)  beigebundenen
2  Originalbriefe  Wilken’s  an  Bialloblotzky,  Berlin  7  Oct.  1835  und
31  Oct.  1836.  Bl.I  eigenhändige  Notiz  von  Bialloblotzky,  nach
welcher  er  das  Manuscript  seinem  Solme  Fr.  Bialloblotzky  hinterlässt.


1862  von  Dr.  Fr.  Bialloblotzky  gekauft.

Histor.63  251  Bl.  zu  21!/),:15em  rothe  Initialen
1432  begonnen

Bl.2—214  Anfang  “Vincentius  in  prineipio  speculi  historialis  de  quo
plurima  sunt  hie  posita  dieit  Quoniam  librorum  multitudo  .  .’;  Schluss
“eivitates  Saxonie  quasi  LX  nnierunt  se  ...  latera  lardi  et  siliginem
copiosum  ete.’  Es  ist  die  zuletzt  bei  Leibniz,  Seript.  Rer.
Brunsvic.II  9.978  gedruckte  Nova  Chronica  des  Theodorieus
Engelhusen  (7  1434).  Vgl.  über  sie,  ihre  verschiedenen  Anfänge
und  Schlüsse  und  die  bisher  benutzten  Hss.  besonders  Leibniz,  Script.
Rer.  Brunsv.II  Introduetio  p.54  und  Bodemann,  Hss.  ..  zu  Hannover
n.673—675.  Unsere  Hs.,  deren  Text  vielfach  besser  ist  als  der
Druck  bei  Leibniz,  hat  gleichen  Anfang  und  gleichen  Schluss  wie
n.675  in  Hannover,  die  einst  dem  Abte  Gerardus  Molanus  von  Loceum
gehörte  und  von  Leibniz  benutzt  worden  ist.  Am  Ende  der  Vorrede
steht  auch  hier  "anno  praesenti  sc.  1426”.  An  den  oberen  und
unteren  Rändern  finden  sich  hier  und  da  Nachträge  von  anderer,
doch  fast  gleichzeitiger  Hand.

Bl.215—228  “Regna  mundi  licet  plurima  fuerint  .  .:  derselbe
Traetat  über  die  Weltreiche,  der  auch  in  der  erwähnten  Hs.  zu
Hannover  auf  Engelliusen’s  Chronik  folgt.  Der  grösste  Theil  (Bl.219
bis  228)  handelt  von  den  Tartaren  und  Türken;  es  sind  fast  nur
Excerpte  aus  Vincentius  Bell.  Spee.  hist.,  besonders  aus  Buch  30
cap.  69ff  und  Buch  32  cap.  3—32,  das  hier  endet  mit  “tibi  permittatur
filttrum  in  quantum  (so)  nune  sedes.  Tantum  de  illo’.

Bl.229  “In  urbe  sunt  quinque  ecelesie  patriarchales  .  .;  hierauf
über  die  römisch-deutschen  und  griechischen  Kaiser;  B1l.230  “Nomina
regum  Christianorum  sunt  haee  .  .;  B1.231—242  mit  dem  Titel
“Provineiale  de  omnibus  provineiis  Christianitatis’  Verzeichnisse  der
8  Patriarchen,  der  Orden,  Bl.231b  der  römischen  Patriarchalkirchen,
der  Titel  der  Cardinalpresbyter  und  (Bl.232)  der  Cardinaldiaconen,
Bl.232b  der  dem  Papst  unterstellten  Bischöfe.

Bl.243  “Institueio  patriarchatus  Ierosolymitani.  Iuxta  tradieiones
veterum  et  ecclesiarum  scripta  .  .;  hieran  schliesst  sich  ein  Verzeichnis
  der  sedes  und  episcopatus  des  Patriarchats  Jerusalem,  dann
Bl.244  des  Patriarchats  Antiochien,  sowie  Bl.244b  der  Bischofssitze
in  Cypern,  Bulgarien,  Griechenland  etc.

Bl.249—251  von  anderer  Hand  “Asia  a  septentrione  per  orientem
usque  ad  meridiem,  Affrica  a  meridie  usque  ad  oceidentem  extenditur,
Europa  ab  oceidente  usque  ad  septentrionem.  Asya  has  habet
provintias..  .:  kurze  Beschreibung  der  "provineiae’  von  Asien,  Europa
und  Africa,  denen  sich  die  Inseln  anschliessen;  dazwischen  manche
Bemerkungen  über  Bewohner,  Producte,  Monstra  u.  dgl.

Bl.1b  steht  von  erster  Hand:  Inchoatum  Kiliani  et  Sociorum  eius
a.  domini  1432;  finem  deus  seit.
        <pb n="29" />
        Histor.  68  —  67  23

Histor.64  3Bände  in  fol.  19Jahrh.

Hermann  Korner,  Cronica  novella.  Abschriften  dreier  Handschriften,
  für  die  Wedekindsehe  Preisstiftung  angefertigt.

BandI  378Seiten  Croniea  bis  1416;  Abschrift  aus  Cod.  Helmst.
406  in  Wolfenbüttel  Bl.84a  (vom  Jahre  768  ab)  bis  Bl.196b,  von
Dr.  Köhler  in  Göttingen.  Uber  die  Helmstedter  Hs.  vgl.  Waitz  in
den  Göttinger  Nachrichten  1851  8.25#.

Band  Il  1  Bl.  und  5-++217  Bogen  Cronica  novella  bis  1420;
Abschrift  aus  der  Hs.  243  der  Bibliothek  der  Öberpfarrkirche  zu
St.  Marien  in  Danzig  Bl.90b  (von  768  ab)  bis  Bl.218b,  von  L.  Weiland.
  Voran  Brief  von  G.  Waitz  an  die  Bibliothek  14.  9.  1866
(eigenh.),  dann  Beschreibung  der  Hs.  (2  Bl.),  Abschrift  der  Vorrede
(2Bl.)  und  Auslese  des  Berichts  vor  768  (5  Bl.).  Uber  diese
Danziger  Hs.  vgl.  Waitz  in  den  Göttinger  Nachriehten  1859  8.57  ff.

BandIII  1Bl.  und  45-+245  Bogen.  Cronica  novella  bis  1423;
Abschrift  aus  der  Hs.  der  Gymnasial-  und  Stiftsbibliothek  zu  Linköping
  Bl.168  (von  973  an)  bis  Bl.514,  von  Dr.  Koppmann.  Voran
Schreiben  von  G.  Waitz  31.  9.  1867  (eigenh.),  dann  Collation  der
Stücke  vor  973  mit  dem  Text  bei  Eceard  Corpus  hist.  medii  aevi  II
von  Dr.  Wibe  in  Linköping  und  (Bogen  45)  Abschrift  der  Vorrede.
Über  die  Hs.  in  Linköping  vgl.  Waitz  in  den  Göttinger  Nachrichten
1867  S.113ff.

1866  und  1867  von  der  Wedekindstiftung  der  Bibliothek  übergeben.


Histor.65  67  Bl.  zu  32:20cm  18Jahrh.

(Herm.  von  der  Hardt),  Historia  diluvii  Noachi  sive  belli  Seythici
ex  Europa  in  Asiam,  ex  Ponto  in  Palaestinam.  Verfasst  1721.

Nach  dem  Titelblatt  2  Drucke  "Monumentum  Caroli  XIL..  Literis
Schnorrianis  1719’  und  “Gedächtniss  Caroli  XII...  Helmstädt  ..  .
1719°.  Geschenk  des  Verfassers.

Histor.65a  I-+66  Bl.  zu  32:20cm  18Jahrh.

Dasselbe  Werk  wie  Histor.65,  von  derselben  Hand  geschrieben,
und  mit  denselben  Drucken  an  derselben  Stelle.
Aus  dem  Nachlasse  von  Just.  Chph.  Böhmer.

Histor.  66  45  Seiten  zu  31:20  em  Reinschrift  von
2  Händen  (Bl.1—28,  29—45)  aus  dem  Ende  des  18  Jahrh.
8.1—28  “Fragment  d’un  ouvrage  que  Mr.  le  Marquis  (Maxim.
Henri)  de  Saint-Simon  avoit  &amp;amp;bauche  sur  Vexpedition  de  Germanicus
  du  cöte  du  fl.  Weser  &amp;amp;  Gottingen  1795.  Diesen  Titel  hat
Ch.  G.  Heyne  auf  das  Vorsetzblatt  geschrieben.  Das  Bruchstück
(“Preface’)  giebt  ausser  persönlichen  Notizen  (Aufnahme  in  Göttingen)
besonders  eine  Charakteristik  von  Augustus,  Livia,  Julia,  Tiberius.
5.29  Me&amp;amp;moire  donne  (par  Mr.  le  Marquis  de  S.  Simon)  4  Mr.  le
C.  de  Gordon  le  1  fevr.  1795,  betr.  die  Vertheidigung  von  Ostfriesland.
  ».33  Me&amp;amp;moire  betr.  die  Vertheidigung  von  Holland.

Histor.67_  730Bl.  zu  19:15'/%,  cm  17  Jahrh.
Golleghefte  von  Herm.  Conring  (7  1681  in  Helmstedt).
Bl.2  ‘De  Rebus  publieis’;  Bl.23b  “De  Rebus  publicis  Batavieis
        <pb n="30" />
        24  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

foederatis  in  genere’,  Bl.84  de  singulis  provincis;  Bl.151b  “De  foederatis
  Helvetiorum  provinelis”.  Das  Colleg  ist  nicht  vollständig,
denn  in  der  Einleitung  (Bl.3)  wird  versprochen  “tandem  perveniemus
ad  Germaniam’,  Bl.180  De  nostri  aevi  Rebus  publicis  per  orbem
universum  praeter  Germaniam:  B1.201  Spanien  und  seine  Besitzungen;
B1.295  (vgl.239)  America,  299  (vgl.269)  Neapel  BI.312  Portugal
Bl.342  Asien  Bl.421  "De  Rep.  Muscovitica®  BI.438  Polen
Bl.455  "De  Cosaccis’   DBl.457  Schweden  BlI.476  Dänemark
Bl.499  Frankreich  BI.530  Schottland  B1.545  England  BI.567
Irland  BI.571  Venedig  Bl.593  “De  Rep.  Pontifieis  Romani’

Bl.  636  “Finis”.

Bl.637  De  regno  Hungariae  Bl.662b  Regnum  Bohemiae
Bl.696  “De  principatibus  Germaniae  in  genere’  Bl.719  “Respubl.
Bavarica’  Bl.730b  “Finis’.

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

Histor.68  etwa  300Bl.  zu  211%  :17!/,cm  1708

Historia  nova  sec.  16.  et  17.,  quae  penes  D.  Struvium  (B.  G.
Struve  in  Jena)  Hist.  Prof.  habita  est  a  me  infra  nominato  a.  1708.
Gerlach  Adolph  de  Munchhausen’.  Auf  Bl.1  “Initium  fiebat  d.
8.  Nov.  1708°.  Das  Collegheft  ist  ganz  von  Münchhausen’s  Hand
geschrieben.

Histor.69  51  Stücke  (darunter  120  beschriebene  Blätter)
in  folio  gebunden  Anfang  des  18  Jahrh.

“Miscellanea  von  verschiedenen  Reichen’,  Drucke  und  Schriftstücke
  zur  Geschichte  von  etwa  1668—1737.

Darin  handschriftlich:  Bl.1  T.(?)  S.  Praun  an  ?,  Wien  1.7.  1701,
mit  Beilagen  (Bl.3—20),  “aus  denen  zuersehen,  was  Dännemark
wegen  gesuchter  belehnung  über  den  Weser  Zoll,  vor  contradietion
und  schwierigkeit  gefunden’.  Bl.21—41  Polen  betr.:  Bl.21  Bedenken
  wegen  der  Königswahl,  um  1668;  BIl.28  mehrere  Schreiben
1697  und  1710;  B1.32  Original-Brief  (Relation,  vgl.  Cod.  hist.203f)
von  Hiob  Ludolf  an  Johann  Wilhelm  von  Sachsen-Eisenach,  Frankfurt
  18.  10.1701  mit  Beilage:  Bl.34  Schreiben  des  Königs  (Carl  XII)
von  Schweden  an  den  König  (August  ID  von  Polen,  in  castris  nostris
prope  Bautske  30.7.1701,  und  dessen  Antwort  Varsav.  9.9.  1701;
Bl.38  Reflexiones  eirca  provineciam  Livoniae  in  moderni  belli  statu
(nach  1700);  B1l.40  “Tractatus  retraditae  Elbingae’,  Varsaviae
1699.  Bl.42  “Des  pieces  (8)  concernantes  Haute  et  Basse  Alsace
ct  partieulierement  la  ville  de  Strasbourg,  des  anndes  1680  et  81”.
Bl.57  “Kurtze  Nachricht,  wass  seither  der  jüngsten  Reformation  der
Hugenotten  in  Frankreich  den  Catholischen  wiederfahren  und  noch
zu  befahren  ist,  und  ob  es  des  holländischen  Etats  Nutzen  sein  werde,
dass  sie  die  Catholischen  ausgetrieben’;  B1.63  "Raisonnement  sur
la  persecution  en  France  contre  V’Edit  de  Nantes.  1685°.  BI.64  bis
91  “Spanische  Successions-Sachen’:  B1.65  Schreiben  von  Valkenier,
Solothurn  29.  7.1700;  BIl.67  4  (eigenh.)  Schreiben  von  Hiob  Ludolf  an
Herzog  Johann  Wilhelm  8.10.  1700—  4.1.  1701  mit  mehreren  Beilagen.
Bl.92  Schreiben  des  Zaren  Peter  Alexewitsch  an  die  Generalstaaten,
Moskau  9.  3.  1697.  Bl.94—120  Regierungen  der  Könige  ver-
        <pb n="31" />
        Histor.  68-—  76  25

sehiedener  Reiehe:  Bl.94  England,  B1l.100  Schottlandt;  Bl.106  Franekreich;

  Bl.111  Castilien  und  Legion,  aueh  Arragonien  und  Navarren,

desgleiehen  Neapolis  und  Sicilien;  Bl.115  Portugal;  Bl.117  Ungarn.
Aus  G.  M.  v.  Ludolf’s  Besitz.

Histor.72  5  Bände  (fortlaufend  gesehrieben)  mit  zusammen
  etwa  1000  Bl.  zu  33:20'/,em  18Jahrh.

Johann  Jacob  Moser  “Europäisches  Staats-Lexicon  darinnen  von
denen  meisten  wichtigsten  Staats-  Angelegenheiten,  welehe  in  dem
jetzigen  Jahrhundert  unter  denen  Europäischen  Potentzien  fürsekommen
  und  noeh  in  Bewegung  sind,  unpartheyische  hinlängliche
Nachrieht  ertheilet,  auch  wo  mann  weiter  davon  berichtet  werden
konne  angezeiget  wird’  1741.

Alphabetiseh  geordnet;  in  Bd.I  vorn  ein  Inhaltsverzeichnis.

Die  einzelnen  Bände  umfassen:  I  Abacoa  —  Grossbritannien,  II
Grossbr.  —  Oesterreich,  III  Oesterreich  —  Pohlen,  IV  Pohlen  —
Schlesswig,  V  Sehweden  —  Wüirtenberg.

Bei  Meusel,  Lexikon  der...  verst.  teutschen  Schriftsteller  IX  293  ff.
ist  dies  Werk  nieht  genannt.

Histor.74  T7DBI.  zu  34:221/,cm  1748/9

Bl.1  ‘Lettre  du  Palatin  de...  &amp;amp;  un  de  ses  amis.  Traduite  du
Polonois’:  war  Beilage  zu  einer  Reichstagseorrespondenz  (ad  rel.  d.
24  April  1748).  Bl.7T  Auszüge  von  3  Schreiben  aus  Ungarn,  20.
bis  26.  März  1749.

Histor.75  117Bl.  zu  331/,:23cm  1795/6

Heinrieh  Wilhelm  von  Bülow  (7  1810),  (53)  Berichte  über  den
Friedenseongress  zu  Basel,  Basel  27  Oet.  1795  —  29  Nov.  1796.
(Originale).

Die  Berichte  sind  wöchentlieh  erstattet  und  waren  nummerirt;
die  Zählung  ist  aber  überall  getilgt.  Einige  Beriehte  sind  ganz  von
Bülow’s  Hand  gesehrieben,  viele  nur  durehcorrigirt  und  mit  Zusätzen
  und  Unterschrift  versehen.  Bei  einer  Anzahl  von  Briefen
finden  sich  Beilagen,  unter  ihnen  mehrere  Drucke  (meist  einzelne
Blätter).

Von  Bülow’s  Berichten  sind  1796  elf  (als  “amtliclie  Berielite’)
ohne  sein  Wissen  als  “erste  Lieferung’  gedruekt  unter  Beifügung
von  sehr  feindseligen  Noten  und  Kritiken;  der  11.  Berieht  daselbst
(S.207)  fehlt  in  der  Handsehrift.  Der  Druek  ist,  wie  einige  Abweiehungen
  zeigen,  nach  einem  andern  Exemplar  gemaeht.

Die  Hs.  stammt  aus  dem  Naehlasse  des  churbraunschweigischen
Reichstagsgesandten  in  Regensburg,  D.  H.L.  v.  Ompteda,  der  nebst
7  andern  Comitial-Gesandten  Bülow  nach  Basel  gesandt  hatte  (den
acht  Gesandten  ist  der  Druck  gewidmet;  vgl.  auch  S.158  Anm.198).

1862  von  Karl  Gocdeke  geschenkt.

Histor.‘6  11Bl.  zu  311%,  :20  cm  1798

“Vues  politigues  sur  les  moyens  de  faire  une  paix  solide  avec
l’empire  d’Allemagne’.  1798  geschenkt.
        <pb n="32" />
        26  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.?7  35Bl.  in  fol.  18/19  Jahrh.

Paetum  sponsaliorum  Öttonis  II  Imperatoris  cum  Theophania  ..
XVII  Kal.  Mai.  972;  gedr.  Monum.  Germ.  Histor,,  Diplom.  II  1  8.28
n.21.  Abschrift  der  jetzt  im  Landeshauptarehiv  zu  Wolfenbüttel
befindlichen  gleichzeitigen  Ausfertigung.  Bl.3  Beschreibung  dieses
Originals.  Geschrieben  von  J.  D.  Reuss  (1750—1837).

Histor.78S  Druck

Petri  de  Vineis..  .  epistolarum  libri  VI;  Ambergae  1609.
Am  Rande  hat  Heinr.  Andr.  Koch  die  Collationen  von  zwei  (Wolfenbüttler)
  Hss.  eingetragen,  einem  Cod.  membr.  (ce.  v.  oder  em.  =
Helmstedt.  577)  und  einem  Cod.  chart.  (e.  e.  =  Helmstedt.  298).
Vgl.  über  diese  beiden  Hss.  ausser  dem  Catalog  von  O.  v.  Heinemann
besonders  Pertz,  Archiv  V  8.386  und  390.

1767  aus  der  Bibliothek  von  Heinr.  Andr.  Koch  in  Wolfenbüttel
(Antiquariatscatalog  n.2818).

Histor.78a  36Bl.  zu  16:91/,em  18Jahrh.

Naehträge  und  Ergänzungen  zu  den  Collationen  in  Cod.  histor.  78.
Bl.  4—”7  Abschriften  aus  cod.  Helmst.  577  (vgl.  die  Notizen  bei
Pertz,  Arehiv  V  8.391).  Bl.7b—8b  und  B1.9—34  (päbstliehe
Schreiben)  Abschriften  aus  eod.  Helmst.  298.

1767  aus  der  Bibliothek  von  Heinr.  Andr.  Koch  in  Wolfenbüttel
(Antiguariatseatalog  n.2819).

Histor.79  Druck
Petri  de  Vineis....  epistolarum  .  .  libri  VI,  ed.  J.  R.  IseliusI.  II
Basiliae  1740.  Am  Rande  hat  G.  Ch.  Gebauer  zwei  codd.  Rehdigerani
verglichen.
1774  aus  Gebauer’s  Nachlass.  Vgl.  Bibliothecae  Gebauerianae
pars  ultima  (II)  p.109  n.509.

Histor.82  990  Seiten  zu  19!/,:16!/,  em  18Jahrh.
Histoire  de  Voiages  faiets  par  ’Empereur  Charles  V  depuis  l’an
1514  jusques  &amp;amp;  sa  mort  par  Jean  de  Vandenesse.  Zum  Anfang
des  Jahres  1517  steht  am  Rand  “Desunt  haec  in  manuscripto  antiquo”.
  Nach  dem  alten  Catalogblatt  der  Bibliothek  "Apographum
ut  videtur  desumtum  ex  eodice  qui  in  bibliotheca  Guelferbytana
extat”.

Histor.83  291Bl.  (gezählt  894—  902,  970—1251;  B1.970,
973/4,  1096/8,  1100,  1248/51  leer)  zu  30:20  cm,  nur  auf  einer  Seite
besehrieben  16/17  Jahrlı.,  von  Schreiberhand

Franz  Christoph  Khevenhüller,  Annales  Ferdinandei:  Anfang
1587,  dann  1583  und  1589;  wie  es  scheint  Druckmanuseript.

Die  Hs.  ist  von  Schreiberhand  gesehrieben,  an  einigen  Stellen
(z.  B.  Bl.971)  sind  Correceturen  eingetragen  von  derselben  Hand,  die
im  Histor.84  einige  Wörter  verbessert  hat,  wohl  der  des  Autors.
Fast  auf  jeder  Seite  steht  oben  die  Jahreszahl,  am  Rande  stehen
kurze  Inhaltsangaben.  Mit  Bleistift  sind  Seitenzahlen  zugesetzt,  die
wohl  die  des  ersten  Druckes  sind.  Die  “Summaria’  von  1588  und
        <pb n="33" />
        Histor.  77  —  84  27

1589  sind  nachträglich  eingefügt,  aber  in  der  Blattzählung  bereits
berücksichtigt.

Die  Hs.  enthält  (verglichen  mit  Bd.I  der  Ausgabe  Leipzig  1721):
B1.894  (Anfang  1587)  =  Spalte524—529;  Bl.971  (1588)  =  Sp.606
bis  696;  B1.1099  (1589)  =  Sp.697—776.

Vielleicht  hat  J.  F.  Runde,  der  Histor.48  und  84  besass,  auch
diese  Hs.  besessen  und  sie  bei  der  Herausgabe  der  Ferdinandeischen
Jahrbücher  (1778ff.)  benutzt.  In  dem  Auctionskataloge  seiner  Bibliothek
(Göttingen  1307)  ist  sie  indessen  nicht  zu  finden.

Histor.84  333Bl.  (gezählt  2005  —  2365;  B1.2112  —  40
fehlen)  zu  29:20!1/,  cm  nach  1623

Jahrbuch  des  Grafen  Franz  Christoph  Khevenhüller  über  das
Jahr  1623.

Die  Hs.  ist,  wie  die  Blattzählung  zeigt,  Theil  eines  grössern
Werkes;  auf  jeder  Seite  steht  ‘A  1623’  und  durch  ausführliche
Inhaltsangaben  am  Rande  ist  der  Inhalt  sehr  übersichtlich  gemacht.
Das  Werk  ist  auf  Befehl  Kh.’s  verfasst,  vgl.  B1.2350b  “also  hats
Herr  Khevenhiller  in  der  aignen  Sprach  hierher  zue  setzen  befohlen’,
  und  diente  bei  seinen  Annales  Ferdinandei  als  Grundlage.
Der  Druck  der  Annales  Th.  10  (Leipzig  1724)  Sp.3—  363  weicht
jedoeh  in  manchem  von  der  Hs.  ab;  ausser  Änderungen  des  Ausdrucks
  und  andern  unbedeutenden  Abweichungen  bestehen  die  Unterschiede
  besonders  in  Folgendem:

Bl.2003—2014a  fehlen  im  Druck;  Anf.  “In  diesem  1623  Jahr  hat
Herr  Graf  Kh.  in  seim  particular  nachuolgendes  verricht”.  Der
Bericht  setzt  die  Aufzeichnungen  Kh.’s  fort,  die  Stülz  im  Archiv  f.
Kunde  öst.  Gesch.-Q.  1850  mitgetheilt  hat  und  die  S.394  mit  dem
Anfange  von  1623  enden.  Darin  Bl.2003b  Fr.  Ch.  Khevenhüller’s
  Instruction  für  J.  B.  Gross,  seinen  neuen  Verwalter  von
Weyreckh.  Bl.2006  Schreiben  des  Kaisers  (Ferdinand  Il)  an
Kh.  wegen  Aussölinung  mit  seinem  Schwiegervater  Carl  Teuffel
Freyherr,  Regenspurg  30.  Jan.  1623,  und  Khevenhüller’s  Schreiben
(B1.2006b)  “an  sein  Hern  Schwehern’,  (Bl.2007b)  an  den  Kaiser,
(B1.2008b)  an  den  Fürsten  v.  Eggenberg,  Madrit  12.  Mart.;  B1.2009
Antwort  von  Herm.  Questenberger  im  Namen  des  Fürsten  v.
Esgenberg  vom  15.  Jun.  Bl.2010  Zwei  lat.  Briefe  Ferdinands1l.,
an  den  König  von  Spanien  (PhilippIV.)  und  an  den  Grafen  von
Olivarez,  Empfehlung  Kh.s  für  den  Orden  vom  goldnen  Vliess;
Bl.2011  Khevenhüller  an  den  Kaiser,  1.  Oct.  und  (Bl.2012)  an
den  Fürsten  von  Eggenberg  (“wollen  sie  mir  zu  einem  solchen
theuren  schaff  helfen,  so  müesen  sie  mich  auch  mit  einer  gueten
weidt  verschen’);  B1l.2013b  Antwort  des  Kaisers  und  des  Fürsten
durch  den  Geh.  und  Reichshofrath-Seeretarium  Herm.  v.  Questenberg
  (Versprechen,  dass  “dem  schäfflein  ein  proportionirte  waidt
geschafft  werde’).

B1.2086—2087b  fehlen  im  Druck  Sp.91.

Bl.2112  bis  2140  fehlen  in  der  Hs.  und  damit  die  Schrift  des
Dr.  Leuekhardt.  Der  letzte  Absatz  auf  Bl.2111b  ist  dementsprechend
von  anderer  Hand  abgeändert,  und  verweist  wegen  der  fehlenden  Schrift
auf  den  9.Theil  “disser  Annalen’;  im  Druck  (Sp.118)  ist  die  Fassung
        <pb n="34" />
        38  G  oettingen,  Universitäts-Bibliothek

wieder  anders;  das  Schriftstück  ist  aueh  hier  fortgelassen.  Bl.2141
beginnt  mit  dem  Schreiben  des  Kurfürsten  von  Bayern  (Druck  Sp.118),
doch  fehlen  die  ersten  Worte.

Bl.2167—2168a  Antwort  des  Kurfürsten  von  Saehsen  (Johann
Georg]I.)  an  Wilhelm,  ältesten  Sohn  des  Landgrafen  Moritz  von
Hessen,  2.  Sept.;  fehlt  im  Druek  Sp.151.

Bl.2170b  ist  ein  Satz  von  derselben  Hand  wie  auf  Bl.2111b
geändert:  der  Druek  hat  die  Anderung  ebenfalls.

B1.2285—  2336  °P.  Franeisei  de  Jesus  Tractätl.  die  Englische
Heyrath  (zwischen  Carl,  Pr.  v.  Wales,  und  Maria,  Infantin  v.  Spanien)
betreffendt’,  Abschrift  des  nur  in  8  Exemplaren  gedruekten  Buches
(vgl.  Sp.253  und  306);  im  Druek  fehlt  Sp.306:  B1.2285—2314  "Die
erste  Schrifft,  darinnen  von  der  gantzen  materi  discurriert  wirdt’  in
7  Capiteln,  ferner  Sp.  327:  B1.2328b—2336  “Die  viertte  Schrifft  an
ein  vornemben  Minister  .  .  betr.  die  manier  der  resolution  und  ihrer
motiven,  mit  welehen  diese  heyrath  vergliehen  worden’.

Bl.23506,—2351b  ‘.  .  Khevenhillers  Memorial  an  k.  Mt.  wegen
der  Alteza  dem  von  Mantua  zugeben’,  in  spanischer  Sprache  verfasst
  von  dem  Mantuanisehen  Gesandten;  fehlt  Sp.342.

Bl.2362  bis  zu  den  Worten  “den  3.  7bris  erwöhlt’  mit  Sp.355
stimmend;  dann  folgt  noch  ein  Absatz,  der  stark  von  Sp.356—363
des  Drucks  abweieht.

Bl.2363—65  “Herren  Frantz  Christophen  Khevenhillers  Grafen
zue  Franekhenburg  mit  seiner  Gemahlin  Fraw  Barbara  geb.  Teufelin
Fryin  erzeugte  Kinder  biss  zue  endt  dieses  Jalırs’  1623,  vgl.  Archiv
f.  K.  öst.  G.-Quellen  1855  9.394.

In  der  Hs.  ist  zum  Zwecke  der  Herausgabe  vieles  mit  Rothstift
angestriehen  und  anderes,  was  nieht  Aufnahme  gefunden  hat,  ausgestriehen.
  Der  Text  dieser  Hs.  mit  Weglassung  aller  Urkunden
findet  sich  wieder  im  Histor.48  S.488—502.

1807  aus  J.  F.  Runde’s  Bibliothek  in  Göttingen  erkauft,  der
wohl  beabsichtigt  hat,  die  Hs.  zu  seiner  Ausgabe  der  Khevenhüllerschen
  Amnalen  zu  benutzen.  Wahrscheinlich  stammt  Histor.84
aus  dem  Besitze  der  Familie  Khevenhüller.

Histor.86  45  Bl.  zu  201),  :16'!/%,  em  Ende  des  17  Jahrh.
von  3  Händen  gesehrieben

Bl.1  “Vom  Himmel  entzündete  .  .  Froloekungs  Flammen.  Zu
höchstfeyerlichster  Begängniss  des  ...  Beylagers  ...  Leopoldi  I  Röm.
Keysers  ete.  und  Margaritae  geborner  Infantin  von  Spanien,  vollzogen
  .  .  ausserhalb  der  Stadt  Wien  .  ..  d.  8  Dee.  1666  .  ..  Beschreibung
  des  Feuerwerks  mit  einer  Zeichnung  (Bl.4).  Wohl
Abschrift  eines  Druckes.

Bl.5—41  Siegs-Streit  und  der  Luftt  und  des  Wassers  Freuden-Fest...
  bey  dem...  Beylager  .  .  Leopoldil  .  .  und  Margaritae  .
dargestellt  in  ..  Wien  am  24/14  Januar  1667  ..  mit  vielen  ..
Kupfer-Platten  versehen  und  gedruckt  1667.  (Bl.36—  41  Zeichnungen).

Bl.42—45  “Praevia  s.  adumbrata  Pax  Theresiana  Germaniae
a.  1677’;  wohl  Abschrift  einer  gedruckten  Flugschrift.
        <pb n="35" />
        Histor.  86  —  88  29

Histor.87_  2Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Brief  (ohne  Adresse  und  Unterschrift)  aus  München  betr.  die
letzten  Tage  und  den  Tod  Kaiser  Karl’s  VII,  21  Jan.  1745.
Abschrift.

Histor.88  456Bl.  zu  32:21cm  Anfang  des  16  Jahrhunderts
  von  2  Händen  geschrieben:  a)  Bl.1—5380  im  Jahre  1506;
b)  Bl.385—456  mit  rothen  Initialen  mit  Randnoten  und  Zusätzen
späterer  Hände

Bl.1  Übersicht  der  fränkischen  ‚Könige  “Faramundus  rex  paganus
regnavit  in  Franeia,  quo  defuncto  .  .,  Ende:  "Et  regnare  cepit  Pippinus
maior  pater  Karoli  ete.

Bl.1b  “Cronica  Lamperti  quondam  Hirsaug.  abbatıs’  (Lambert
von  Hersfeld).  ‘Prima  etas  ab  Adam  .  .  Huc  usque  Beda’,
gedr.  von  Pertz,  Mon.  Germ.  Ser.  III  (1859)  3.2229;  BL4  anno
702--992  =  Ser.  II  33—69;  Bl.9  a.994—1039  =  Ser.  III  90—102;
Bl.10b  a.  1040—1077  =  Ser.  V  152  —263.  Die  Göttinger  Hs.  ist
in  den  Mon.  Germ.  benutzt.  Bl.114  von  des  P.  Albinus  Hand
“De  Lamberti  editionibus’.  Bl.115—118  leer.

Bl.119  “Lamberti  Schafnaburgensis  Supplementum’  (Chronicon
Sanpetrinum  minus)  1078—1181;  vgl.  E.  B.  Stübel,  das  Chronicon
Sampetrinum  (Diss.  Leipzig  1867)  S.11.  Herausgegeben  unter
dem  Titel  "Annales  S.  Petri  Erphesfurdenses’  bei  Pertz,  Mon.
Germ.  Ser.16  S.16—25  mit  Benutzung  der  Göttinger  Hs.

Bl.124  schliesst  unmittelbar  und  ohne  Titel  das  Chronicon
Sampetrinum  (majus)  an,  31—1355;  herausgegeben  mit  Benutzung
dieser  Handschrift  von  Stübel  in  den  Geschichtsquellen  der  Provinz
Sachsen  I  (1870)  S.9—184.  Die  Göttinger  Hs.  ist  von  E.  B.  Stübel
in  seiner  Diss.  von  1867  S.7ff.  genauer  beschrieben.  Bl.233  Notiz
von  Albinus.  Bl.234,6  leer.

Bl.237  “Chronicon  Gozecense’  (Goseck)  1041—1135;,  gedr.
mit  Benutzung  dieser  Hs.  bei  Pertz,  Mon.  Germ.  Ser.10  8.140  bis
157.  Bl.254/6  leer.

Bl.257  “Conradi  Presbyteri  Montis  Sereni  (Lauterberg,  jetzt
Petersberg)  Chronicon’  1124—1225;  gedr.  bei  Pertz,  Mon.  Germ.
Ser.  23  S.130—226,  wo  (8.137)  angegeben  wird,  dass  diese  Hs.
Copie  des  Codex  Halensis  sei.  B1.357b  “Timonis  origo  et  posteritas
  seu  appendix  Lauterbergii’  (Titel  von  Albinus’  Hand),  gedr.
als  Genealogia  Wettinensis  ebenda  S.226—  230.  Am  Schluss
(B1.361)  “Finit  1506  transfiguracionis  domini  in  vigilia”.

Bl.361  (Chronicon  terrae  Misnensis  sive  Thomanum  Lipsiense)
  a.  23—1454;  am  Rande  und  Bl.  381  Ergänzungen  von
Albinus  bis  1504.  Über  das  Verhältnis  des  Textes  zu  dem  bei
Mencken,  Scriptores  rer.  Germ.  II  315tt.  und  III  165f  gedruckten
vgl.  Pertz’  Archiv  VII  459.  B1.382/4  leer.

Bl.385  “Chronicon  ‚Ordinis  Teutoniei  m  Prussia’  1190  —  1455
(deutsch):  Bl.  385  Über  die  Gründung  des  deutschen  Ordens,
gedr.  Seriptores  rerum  Prussicarum  IH  (1866)  S.710—12.  B1.386
Die  s.  g.  ältere  Hochmeisterehronik  nebst  (B1.433b)  der  ersten
Fortsetzung;  gedr.  daselbst  S.540—  700.  Bl.  452  “Gnade  und  ablas
        <pb n="36" />
        30  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

des  deutlschen  ordens’,  gedr.  daselbst  S.713/9.  -  Die  Göttinger
Hs.  ist  zur  Herausgabe  nicht  benutzt.

Angeheftet  ein  Brief  von  C.  Wedekind  Lüneburg  18  Jan.  1828.

Eine  Beschreibung  der  Göttinger  Hs.  findet  sich  in  Pertz’  Archiv
VII  (1839)  S.456/9.

Besitzer  der  Hs.  waren:  Petrus  Albinus  (vgl.  Mencken  II  307;
Albinus  citirt  einzelne  Bestandtheile  dieser  Hs.  in  seinem  Commentarius
novus  de  Mysnia  1580  8.735ff.),  von  dem  viele  Zusätze  herrühren,
darunter  Notizen  über  andre  Handschriften;  v.  Plotho  (Bibliotheca
Plothoniana  II  1732  8.838  n0.10899);  Andr.  Er.  a  Seidell  (dessen
Name  auf  Bl.1  steht).  Aus  J.  S.  Semler’s  Bibliothek  in  Halle
1792  erkauft.

Histor.89  2Bände  Druek

Corpus  historicum  medii  aevi  sive  scriptores  ...  editi  a  Jo.  G.
Eecardo  I  und  II  (1723).  Druck.  Band  I  Sp.1315  —  1412  Chronicon
  Luneburgieum  vernacula  lingua  conseriptum  ..“  mit  dem  originale
  verglichen  von  Jac.Grimm  und  G.  F.  Benecke,  Sept.  1830’,  mit
vielen  Besserungen  aus  der  Hs.  in  Gotla.  Alles  von  Benecke
geschrieben,  von  dem  auch  der  in  Anführungszeichen  gegebene  Zusatz
  herrührt.

Histor.91  97  beschriebene  Bl.  zu  201/,  :  151/,  cm.
Bl.1—9a  und  97  von  J.  B.  Köhler  geschrieben  18  Jahrh.

“Continuatio  Chronici  Helmoldi  seu  Chronica  Slavica  Germanica
autore  parocho  quodam  ecel.  Suselensis  in  provincia  Wagirensi  ab  a.
1168  usque  ad  a.  1485  cum  interpretatione  Latina  Lindenbrogiana,
quae  et  lectionibus  quibusdam  et  additionibus  ab  authentico  germanico
  recedit’.

E.  J.  v.  Westphalen  besass  die  äusserst  seltene  editio  princeps
der  niederdeutschen  Ausgabe  dieser  Chronik  und  hatte  diesem  Texte
den  lateinischen  Text  Lindenbrog’s  (ex  ed.  Fabriei  Hamb.1706)  beischreiben
  lassen:  diesen  Band  schenkte  J.  C.  H.  Dreyer  der  Lübecker
Bibliothek,  vgl.  Chronicon  Slavicum  quod  vulgo  diecitur  parochi
Suselensis  ...  hsg.  v.  Laspeyres  (1865)  S.  XIIf.  Die  Göttinger
Hs.  ist  eine  Abschrift  dieses  Bandes,  von  J.  B.  Köhler  zum  Zweeke
einer  Ausgabe  veraustalte.  Voran  Bl.1  ‘.  .  Dreyerus  huie  libro  in
schedula  hoc  adseripserat  elogium’:  nicht  Abschrift  der  bei  Laspeyres
S.  LXII  Anm.  100  gedruckten  Bemerkung  Dreyer’s,  sondern  nur  des
ebenda  gedruckten  Citats  aus  Vogt.  Bl.ib  ‘Cl.  Gesnerus  ...  in
separata  schedula  .  .  codiei  Dreyeriano  adjecerat  haec  .  ..  Bl.2
Titelblatt  mit  denselben  Anmerkungen  wie  das  bei  Laspeyres  S.XII
erwähnte,  auch  mit  der  Unterschrift:  E.  J.  de  W.  Dann  folgt
die  Chronik,  jedoch  ist  nur  der  niederdeutsche  Text  vollständig,  der
lateinische  bricht  schon  (Bl.4b)  in  der  Mitte  von  Cap.II  ab.  BI.97
‘Ex  praefat.  Tomi  III  Monum.  Cimbr.  Ern.  Joach.  de  Westphalen’.

1804  aus  J.  B.  Köhler’s  Bibliothek,  vgl.  8.204  no.2123  des
Auktionskatalogs.

Histor.  92  5  Nummern,  zusammen  147  Bl.  in  fol.
gebunden  18  Jahrh.
        <pb n="37" />
        Histor.  89—  95  3l

‘Apparatus  ad  editionem  chronicorum  Helmoldi  et  Arnoldi  Lubec.
Collectanea  J.  B.  Koehler’.

1)  36  Bl.  “Varia  de  Helmoldo  ejusque  edit.”  von  Köhler’s
Hand.  Darin  ein  Brief  von  M.H.  Frideriei  anK.,  ohne  Datum.

2)  49Bl.   Collationen  und  anderes,  ausser  Bl.1—4  von  Köhler’s
Hand.   Bl.1  Vergleichung  des  Codex  Boekelianus  von  J.  Ch.  Harenberg’s
  Hand;  vgl.  Lappenberg  vor  seiner  Ausgabe  in  den  Monumenta
Germaniae  Ser.  XXI  (1869)  S.6  Bl.5  C.  A.  Heumann  an  J.H.
a  Seelen,  Gott.  16  Apr.  1740  (dazu  Bl.6  “De  Helmoldo’,  “De  Arnoldo
Lubee.’;  Bl.6b  “Emendationes’  und  Bl.9  “Notae  exegetieae’  zu  beiden;
vgl.  Histor.93)  und  Bl.11  Gott.  20  Maii  1740  Bl.15—49  Kritische
Anmerkungen.

3)  30Bl.  Bl.1—4  Collation;  Bl.5—21  Exeerpte  und  erklärende
Anmerkungen  BI.22  “Notae  ad  Helmoldum.  auctor  ....  est  Jo.  Herm.
ab  Elswich’  B1.24  Emendationen  zu  Helmold  BI.25  “Excerptum
ex  ep.  Fr.  A.  Reinbothii  J.  C.  H.  Dreyero  seripta’  Bl.28  "Jo.
H.  Schminckii  annotationes”.

4)  7Bl.  Collation  zu  Arnoldus  mit  Hafniensis  646  von  Ol.
Henr.  Möller  1740,  vgl.  Lappenberg,  Mon.  Germ.  Ser.  XXI  8.112.

5)  25  Bl.  “Exeerpta  ex  literis  ad  Bangertum  seriptis,  maxime
de  Helmoldi  editione’,  wohl  aus  den  Briefen,  die  J.  H.  Heubel  besass
(Moller,  Cimbria  literata  U  56)  Bl.1  H.  Bangertus  an  Mieraelius
Lub.  1.  4  und  22.12.1649   BI3NH.  Ernstius,  Sorae  8.  8.  1652  bis
80.  7.1660,  Hafniae  17.  12.  1660  —  Oct.  1664  (aus  17  Briefen)
Bl.21  D.  G.  Morhofius,  Rostochii  28.  10.  1663  Bl.22  Adam
Olearius,  Gottorpiü  14.  3.1656  DBI.23  Casp.  Sagittarius,  Helmstad
  1664  und  5.  12.  1663.

Benutzt  sind  diese  Collectaneen  von  Lappenberg  zu  seiner  Ausgabe
  in  den  Mon.  Germ.  XXI.

1804  aus  J.  B.  Köhler’s  Bibliothek  erkauft;  vgl.  S.205  n0.2124
des  Auktionskatalogs.

Histor.93  Druck

Chronica  Slavorum  Helmoldi  .  .  et  Arnoldı  .  .  Lubeeae  1659.
Mit  einigen  Bemerkungen  von  C.  A.  Heumann  zu  Göttingen;  auf
dem  Titel  “emi  C.  A.  Heumann  1723’  und  “emi  J.  B.  Koehler  1763’.

1804  aus  J.  B.  Köhler’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.94  Druck
Chronica  Slavorum  Helmoldi  ...  et  Arnoldi  ...,  Lubecae  (1659),
mit  der  vorangehenden  diatriba  hist.  eritica  Moller’s,  Lübeck  1702.
Mit  einigen  Nachträgen  von  Joh.  Bernh.  Köhler,  der  sich  1760  auf

dem  Titel  eingeschrieben  hat.
1804  aus  J.  B.  Köhler’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.95  191Bl.  zu  31!/,:19cm  18Jahrh.

Bl.1  "Supplementum  Alberti  Stadensis  e  cod.  membr.  Acad.  Juliae
msc.  descriptum’:  Abschrift  aus  der  einzigen  bekannten  IIs.  Helnst.
466  (Heinemann,  Handsehriften  I,  1  8.363  n0.500)  Bl.  167—180.
Gedruckt  von  Lappenberg  unter  dem  Titel  ‘Annales  Lubieenses’
in  den  Monumenta  Germ.  Seript.XVI  (1859)  S.411.
        <pb n="38" />
        32  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.18  “Martini  Poloni  Chronicon,  multo  quam  editum  sit  auetius
et  cum  supplemento  inedito  Andreae  presbyteri  in  mon.  S.  Magni
ad  Ratisbonam.  Omnia  e  cod.  ms.  Ac.  Juliae  desceripta’:  Abschrift
aus  Helmst.  415  (Heinemann,  Handschr.I,  1  S.324  n0.450)  BI1.14  bis
105  BI.19  Anfang  &amp;lt;Quoniam  sceire  tempora’;  von  Bl.35b  ab  sind  die
Abschnitte  “de  imperatoribus’  (bis  a.  1270  ‘remeavit’  )  und  "pontifices’
(bis  2.1284  “juxta  sepulchrum  Nicolai  3  sepelitur’)  immer  auf  den
gegenüberstehenden  Seiten  geschrieben.  Bl.130b  Explieit  de  imperatoribus’,
  Bl.137  “Explieiunt  chronicae  Martinianae’;  darin  Bl.131b
‘Illud  non  eontinuatur  ad  praecedentia.  Anno  .  1246  Friderieus  .  .
oeciditur’  bis  a.1291  Bl.137b—191  Fortsetzung  der  Chronik  des
Martin  von  Troppau  von  Andreas  presb.  Ratisbonensis  1273—1438;
beigefügt  sind  von  anderer  Hand  die  Seitenzahlen  des  Drucks  bei
Eccard,  Corpus  hist.  medii  aevi  I  (1723):  Bl.137b  beginnt  mit  Rudolf

von  Habsburg  (Eecard  2089;  Pez,  thesaurus  IV,  3,  544),  dann  folgt
von  der  Pabstreihe  nur  Nicolaus  Iv  (Ecc.2088,  Pez  549),  darauf  die
Worte  “Huec  usque  frater  minor  chronicam,  quae  flores  temporum
dieitur,  perduxit’;  Bl.140  “Continuatio’  beginnt  mit  1292  (Eccard  I
2091);  b1.174  (nach  dem  Jahre  1421,  mit  dem  der  Druck  bei  Pez
schliesst)  "Sequitur  continuatio  sequentium  ad  praecedentia,  (Eccard
2151—  2175).  Uber  die  Helmstedter  Hs.  vgl.  Pertz’  Archiv  d.  Ges.
f.  &amp;amp;.  d.  Geschichtskunde  VI  (1838)  S.10f£.

1798  aus  der  Blum’schen  Auktion  zu  Hildesheim.

Histor.96  162  Seiten  (S.1—4  leer)  zu  231/,  :  171/,  cm
nach  1671

Collegheft  über  deutsche  Verfassungsgeschichte  (lateinisch),  Cap.  2
$1  bis  23  8  30.

Histor.96e  132  Bl.  zu  21:174,,cm  1785

“Vorlesungen  über  die  Geschichte  der  weltlichen  deutschen  Staaten
(Oesterreich,  Chursachsen,  Churpfalz,  Württemberg,  Braunschweig,
Hessen,  Churbrandenburg®  und  Churbaiern),  von  L.  T.  Spittler,
Göttingen  1785.  Mit  einem  Anhange  (S.119—  132)  “Geschichte
des  Privatlebens  der  deutschen  Fürsten’.  Bl.132  steht  als  Datum
der  Beendigung  dieser  Nachschrift  “d.  20  Sept.  1785”.

1891  von  Dr.  J.  Schwalm  in  Göttingen.

Histor.96f  230  Seiten  und  36  Bl.  zu  341/,:21!/%cm  in
einer  Mappe  19Jahrh.

Rud.  Usinger,  Die  Anfänge  der  deutschen  Geschichte.
Unter  diesem  Titel  hat  G.  Waitz  den  druckfertigen  Theil  (S.  1—230)
dieses  von  Usinger  hinterlassenen  Manuscriptes  1875  in  Hannover
abdrucken  lassen.  Was  von  Waitz  nicht  gedruckt  ist  (Bl.1—36),
enthält  andere  Anfänge  sowie  Fragmente  eines  spätern  Theiles  (Die
Herkunft  der  Franken’).

1875  von  G.  Waitz  der  Bibliothek  übergeben.

Histor.96g  59  -+28Bl.  zu  23:18  cm  um  1835

Aus  dem  Nachlasse  von  L.  Schweiger  und  von  ihm  selbst  geschrieben:
  I)  “Uber  deutsche  Geschichte’,  6788.  Am  Ende
        <pb n="39" />
        Histor.  96  —  97c  33

“Geschlossen  am  8  April  1835’  (ob  Nachschrift  einer  Vorlesung?).
II)  Uber  Pressfreiheit  in  England.
1883  aus  Schweiger’s  Nachlasse.

Histor.96i  2  Packete  von  etwa  51),  und  4cm  Dicke,
enthaltend  Blätter  zu  17:10!/,cm  19  Jahrh.

Heinr.  Böttger,  Urkundenexcerpte  für  die  Ortschaften  der
Cherusker  in  den  Gauen  Suilberge,  Moronga,  Lagni,  Illisgo,  Rittiga,
Auga  und  Netga  (I),  sowie  für  die  der  Marsen  im  Gau  Niftharsi
und  der  Sigambrer  im  Gau  Angeron  (II).

Dem  No.I  beigelegten  gedruckten  Cireular  zufolge  hat  Böttger
bei  den  Arbeiten  für  seine  “Diöcesan-  und  Gaugrenzen  Norddeutschlands’
  (4  Abtheilungen,  1875—76)  auch  für  die  innerhalb  der
einzelnen  Gaue  gelegenen  Ortschaften  über  200000  Excerpte  aus
Urkunden  entnommen.  Bei  der  Vertheilung  derselben  an  deutsche
Bibliotheken  schickte  er  die  oben  erwähnten,  benachbarte  Gaue
betreffenden  Blätter  1889  nach  Göttingen.

Histor.97  Druck

“Historia  Gotthorum’  1655,  von  Hugo  Grotius.  Darin  ist  zu
der  Historia  Langobardorum  des  Paulus  Diaconus  eingetragen
eine  Collation  der  Hs.  in  Utrecht  n0.247  und  zwar,  wie  Ch.  G.  Heyne
S.743  hinzufügt,  “ad  exemplar  e  biblioth.  Frid.  Chph.  Sehmincki  1743
desceriptum  Jun.  1791.  Vgl.  Pertz’  Arehiv  VII  (1839)  S.284  und
Monum.  Germ.  Histor.,  Seriptor.  rer.  Langob.  et  Italic.  saec.  VI—IX,
p.38  1.73.  Auf  dem  Titel  hat  sich  (um  1660)  eingeschrieben
"Isaacus  Gruterus  altv  dowstedew”.

Histor.97b  134Bl.  zu  321,:20Y,cm  18  Jahrh.

J.  G.  v.  Meiern,  Von  dem  ehemaligen  Zustand  und  Verfassung
der  höchsten  Gerichte  in  Deutsehland.  Entwurf,  zum  grossen
Theile  eigenhändig.  Das  Werk  ist  nicht  einheitlich.  Zu  Anfang
giebt  sich  das  Ganze  als  zu  einer  Vorrede  für  H.  F.  Aremann’s
Besehreibung  des  Geschleehts  der  Burggrafen  von  Kirehberg  bestimmt;
doeh  sind  in  Wirklichkeit  als  Vorrede  des  Avemann’schen  Werkes
(Frankf.  a.  M.  1747)  nur  etwa  Bl.2  und  3a  gedruckt.  Bl.72b  sagt
der  Verfasser,  dass  er  mit  dieser  Ausarbeitung  den  letzten  Theil
seiner  Regensburger  Reichstagsacten  (Göttingen  1740)  begleite,  und
schliesst  Bl.75b  ab  “Hannover  den  18  Dee.  1739’;  B1.76—134
wird  aber  die  Darstellung  auch  auf  die  Zeiten  nach  den  Karolingern
ausgedehnt,  und  am  Schlusse  der  ganzen  Hs.  (Bl.134b)  steht  “Hannover
  d.  19  Mart.  1740’,

Histor.9?e  2  sehr  umfangreiche  Packete  loser  Blätter
in  Mappen  in  fol.  19Jahrh.

Nachlass  von  Siegfr.  Hirsch:  völlig  ungeordnete  Collectaneen,
Excerpte,  Entwürfe  ete.,  fast  nur  Vorarbeiten  und  Manuscript  zu
den  nach  Hirsch’s  Tode  von  Waitz,  Pabst  und  Bresslau  herausgegebenen
  Jahrbüchern  des  Deutschen  Reichs  unter  Heinrieh  1.
1875  von  Prof.  G.  Waitz  geschenkt.

.)
[6
        <pb n="40" />
        34  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.98  52  gezählte  Bl.,  dazu  1Bl.  zwischen  40  und
41,  das  als  “21”  gezählt  ist,  zu  33:21cm  16Jahrh.  gepresster
Pergamentband

“Beschreibung  des  zu  Heinrich  des  Voglers  Zeiten  a.  C.  935
gehaltenen  Turniers  und  Feldzugs  wider  die  Hunnen’  (Titel  von
J.  G.  v.  Meiern’s  Hand).

Text  mit  etwa  500  gemalten  Wappen.

Die  bei  Waitz,  Jahrbücher  des  deutschen  Reichs  unter  König
Heinrich  I,  neue  Bearb.  (1863)  S.253ff  ausgehobenen  Stellen  aus
dem  von  Marx  Würsung  herausgegebenen  Drucke  “Von  wann  vnd
vmb  welcher  vrsachen  willen  das  loblich  ritterspil  des  turniers
erdacht  .  .,  Augsb.  1514,  stimmen  im  wesentlichen  mit  dieser  Hs.
überein.  Unsere  Hs.  ist  von  J.  G.  Estor,  neue  kleine  Schriften  I
(1761)  8.334,  erwähnt.

1746  aus  der  Auktion  der  Bibliothek  von  J.  G.  v.  Meiern  in  Hannover
  erkauft.

Histor.98i  I-+306Bl.  zu  371/,:231/%  cm  und  10Bi.

in  4°  1877

Eberhard  Windeck,  Leben  und  Denkwürdigkeiten  Kaiser
Sigismunds:  sorgfältige  Abschrift  des  cod.  Cheltenham  10381,  von
Dr.  Patzig  in  Berlin  für  die  Wedekindstiftung  gefertigt,  die  1877
einen  Preis  auf  die  Herausgabe  des  Werkes  gesetzt  hatte,  vgl.  Nachrichten
  d.  Ges.  d.  Wiss.  zu  Göttingen  1878,  406.  1883,  133.  1886,
221;  dazu  Deutsche  Reichstagsaeten  VIII  (1883)  S.157.  Dabei  10Bl.
in  4°  mit  Durchzeiehnungen  der  Miniaturen  der  Hs.  (meist  Wappen)
und  einer  Schriftprobe.

1878  von  der  Wedekindstiftung.

Histor.99  18Bl.  zu  30!%  :11!/),  cm  um  1521

“Vertzeichnus  des  grossen  1495  und  itzt  gehaltten  Reichstages  zu
Wormbs  1521’  (Heroldsbeschreibung).

Bl.2  Weltliche  Fürsten  und  ihr  Gefolge,  nur  der  Schluss;  Bl.2b
Geistliche  Fürsten  mit  Gefolge;  BIl.6  “Botschafft  der  Stette”.
Bl.7  “Die  erhalten  (-Herolde)  der  ko.  maiestat,  der  kurfursten  und
fürsten  .  ..  Bl.8  “Entpfencknus  der  lehen’  von  Maximilian  (1495),
Dinstag  bis  Donerstag  nach  Margarete  Virginis;  der  Schluss  fehlt
(Bl.18b  ist  leer),  von  dem  Reichstage  von  1521  enthält  die  Hs.
nichts.

Histor.100   I-+66Bl.  zu  291%  :18em  17  Jahrh.

Pergamentband

(Peter  Harer)  “Handlung  und  wie  sich  die  Bawrisch  empörung
erhoben,  auch  wie  dieselbig  gestillt  worden.  Anno  1525.  Renovirt
1642’  durch  Georg  Blass,  Burger  und  .  .  Teutscher  Schnelhalter  ın
Schweinfurt,  der  sich  unter  der  vom  24.  Juni  1642  datirten  Vorrede
an  den  Leser  nennt.

Über  den  Werth  dieser  Hs.  vgl.  J.  Schwalm  “zur  Kritik  des
Peter  Harer’  in  den  Mittheilungen  des  Instituts  f.  öst.  Geschichtsf.  IX,  4

8.638  ff.
        <pb n="41" />
        Histor.  98—  104  35

Histor.1011  A:  58Bl.,  B:  I+35Bl.  zu  37:26  cm
17  Jahrh.  eingebunden  in  ein  Pergamentblatt  mit  Liturgie  und
Noten  aus  dem  XV  Jahrh.

A.  “Kurtzer  vnd  warhafftiger  Bericht  vom  Bauernkrieg  im
Franckenlandt....  Zuvorn  nie  in  Truck  gegeben,  jetzt  aber...
aus  alten  geschribenen  Cronickhen,  Stattbuchern  und  Olosterbrieffen
durch  einen  Liebhaber  der  Fränckhischen  Historien  ..  I.  A.K.  F.
.  .  publieirt.  1613°  (Reinschrift):  Bl.1  "Lectori’,  9  Distichen,
“Multa  tulit”.  Bl.2  Register.  Bl.11  Vorwort.  Bl.11b  Cap.l
‘Anfang’  bis  20.  April  1525;  Bl.21  Cap.  II  “Fortgang”  bis  21.  Mai
1525;  Bl.37b  Ausgang’  bis  Ende  1526.  Bl.54b  "Appendix.
Kurtze  Erzehlung  wie  der  Bauernkrieg  jnn  andern  .  .  Ortten  ausser
des  Franckenlandts  einen  blutigen  Ausgang  genommen  .  .  auss
andern  getruckten  Cronickbüchern  .  .  ”.  Bl.56b  Excerpte  aus
Luther’s  Werken  “ex  tomo  3  Jen.  Germ.  fol.11ll  und  124,  125,
131.  Bensen  nennt  dies  Werk  in  seiner  Geschichte  des  Bauernkrieges
  in  ÖOstfranken  (1840)  nicht  unter  den  von  ihm  benutzten
Quellen.

B.  “Historische  beschreibung  der  ergangenen  Execution  wider
dess  Heil.  Rom.  Reichs  aufrhürische  Echter  ..  sampt  einem  kurtzen
bericht  wie...  Gotha  eingenommen,  unnd  ..  Grimmenstein  zerschleifft
worden  ist...  1567  den  13  Monats  tag  Aprilis.  Auss  dem  Latein
(des  Hnbertus  Languetus)  ins  Teutsche  gebracht”.  Vgl.  Fr.  Ortloff,
(esch.  der  Grumbachischen  Händel  IV  (1870)  8.372.

1771  aus  J.  D.  Koeler’s  Nachlass  erkauft.

Histor.10le  7Bl.  in  4°  und  15  Bl.  ım  fol.  in  einer
Mappe  19  Jahrh.

W.  Junghans:  1)  Uber  die  Memoiren  Karl’s  V;  Entwurf
25  Oct.  1864.  Nur  kurze  Skizze  der  Zeitverhältnisse;  die  in  der
Einleitung  versprochene  Beleuchtung  der  einzelnen  Abschnitte  durch
die  kaiserlichen  Memoiren  ist  nicht  ausgeführt.  2)  Über  das  Reich
Odoaker’s;  wohl  von  Junghans  als  Student  (um  1855)  bei  Gelegenheit
historischer  Übungen  verfasst.  1875  von  G.  Waitz  der  Bibliothek
übergeben.

Histor.102  7DBI.  in  fol.  17  Jahrh.

Vertrag  zwischen  Karl  V  und  den  Reichsständen  betr.  das  Verhältnis
  der  Burgundischen  Erblande  zum  Reiche,  Augsburg  26  Juni
1548.  Abschrift.  Vgl.  A.  Henne,  Histoire  du  regne  de  Charles-Quint
en  Belgique  VII  9.336.  1784  aus  der  Bibliothek  G.  W.  Zapf’s  in
Augsburg.

Histor.104  18Bl.  ın  fol.  Ende  des  17  Jahrh.

Vertrag  zwischen  Kaiser  Ferdinand  II  und  den  Herzögen  Friedrich,
August  und  Christian  Ludwig  von  Braunschweig-Lüneburg,  Braunschweig
  14°  April  1642.  In  sehr  vielen  Partieen  wörtlich  übereinstimmend
  mit  dem  Goslarschen  Recess  vom  16  Jan.  desselben
Jahres  (=  Linig’s  Reichsarchiv  Tom.  V  Theil1  8.138).

Z&amp;gt;x*
        <pb n="42" />
        36  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.105  121Bl.  zu  32:20  cm  und  grösser

Schriftstücke  zur  dentschen  Reichsgeschichte  1740—1759.

Bl.1—81  Gutachten  über  deutsche  Angelegenheiten  in  den  Jahren
1740  —1750,  aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl  zum
grossen  Theil  von  diesem  im  Auftrage  G.  A.  v.  Münchhausen’s  verfasst
  (eigenhändig  von  ihm  nur  B1.37—40).  Die  meisten  (Bl.42
bis  81)  betreffen  die  beabsichtigte  Wahl  Joseph’s  (II)  zum  römischen
Könige  (1750);  von  anderen  z.B.  BlL.1—6  "Ex  qnibus  causis  regi
Prussiae  dissuadendum  sit  foedus  Gallicum  et  amplectendum  Anglicanum’
  (3  März  1740),  Bl.10  "Ob  S.  K.  Maj.  (von  England)  gegen
den  König  von  Preussen,  um  denselben  von  dem  Einbruch  in  Schlesien
abzuziehen,  in  dero  teutschen  Landen  offensive  zu  agiren  anzurathen  ?’
(9  Febr.  1741),  Bl.12—29  das  Verhältnis  zum  Hause  Österreich
(6  Juli  1741),  Bl.30  die  Suecession  in  Würtemberg  (6  Jan.  1743)  ete.

B1.82—121  “Das  patriotische  Herz’;  Satire  in  3  ‘Anreden’  oder
“Gesprächen”  (no.1  ist  datirt  vom  1  Juni  1757;  no.2  vom  1  Jan.  1758;
n0.3  undatirt,  aus  dem  Jahre  1759).  Der  Verfasser  behandelt  die
ersten  Jahre  des  siebenjährigen  Krieges;  nur  scheinbar  auf  österreichischer
  Seite  stehend,  zieht  er  in  Wahrheit  mit  kräftiger  Ironie
und  beissendem  Spotte  gegen  die  Gegner  Friedrich’s  des  Grossen  los.

Histor.106   157Bl.  ın  fol.  1742

Gutachten  aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl  zum
allergrössten  Theil  von  diesem  selbst  im  Anftrage  G.  A.  v.  Münchhausen’s
  verfasst.  Dieselben  reichen  vom  23  Jan.  bis  zum  12  Dee.
1742  und  beziehen  sich  weniger  auf  innere  Verhältnisse  Hannovers
als  auf  die  Geschichte  des  Reiches  (Kurböhmische  Wahl,  Verhältnis
  zu  Preussen,  projeetirtes  Freundschafts-  und  Vertheidigungsbündnis
  zwischen  Hannover-England  und  Kaiser  Karl  VII  u.  a.).
Eigenhändig  ist  von  Gruber  nur  wenig  geschrieben.  Ein  eigenhändiges
  Schreiben  Münchhausen’s  ist  Bl.123.  Aus  Gruber’s
Nachlass  zusammengestellt  von  Roessler.

Histor.107_  5Bl.in  fol.  1743

(J.  D.  Gruber:)  “Einige  Entwürfe  zu  Gedächtniss-Medaillen  auf
die  Schlacht  bey  Dettingen’,  4  Reverse;  no.3  findet  sich  abgebildet
in  dem  (seltenen)  Br.-Lüneb.  Münzeabinet  (von  Scheidt,  1754)  auf
der  letzten  (147.)  Tafel.  Dann  2  Entwürfe  für  Denkmünzen  auf
die  Vermählung  Friedrich’s  von  Dänemark  mit  Luise  von  Hannover.
  Bl.3—5  vollständige  Reinschrift,  Bl.1  und  2  der  Anfang
von  Gruber  selbst  geschrieben.

Histor.107d  69Bl.  zu  321%  :21lem  1743

Joh.  Friedr.  Mejer  (7  1769),  Geh.  Secretarius  bei  der  deutschen
(d.  h.  hannoverschen)  Kanzlei  in  London:  Diarium  über  den  Feldzug
Georgs  II.  am  Main  und  Rhein  1743.

Das  ausführliche  Tagebuch  ist  von  M.  deutlich  und  ohne  viele
Correcturen  geschrieben;  nur  an  einzelnen  Stellen  scheint  später
ergänzt  zu  sein,  so  Bl.19—20  die  Aufstellung  der  Hannoverschen
Truppen  bei  Dettingen.  Es  beginnt  mit  dem  Aufbruch  der  deutschen
        <pb n="43" />
        Histor.105  —  114  bYi

Kanzlei  am  12.  Juni  n.  st.  1743  und  schliesst  mit  (dem  Eintreffen  des
Königs  Georg  Il.  in  Hannover  am  18.  Oct.  1743.
1821  geschenkt  von  Prof.  Böhmer’s  Erben.

Histor.109  124Bl.  zu  17:10cm  18Jahrh.

Die  Ereignisse  des  siebenjährigen  Krieges,  nach  Tag  uud  Monat
geordnet,  Genauc  Berichte  über  die  Märsche,  Schlachten,  Schlachtordnungen
  etc.  Persönliches  tritt  nirgends  hervor.  1860  von
Oberstlieutenant  Erek  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.110  31DBl.  (bezeichnet  als  Bl.557—587)  zu
832:21lem  16/17  Jahrh.

“Kurze  unnd  summari.  Verzaichnus  aller  unnd  yeder  der  Rem.
Kay.  May.  unnsers  allergnedigsten  Herrn  Gränitzheuser  vom  Adriatischen
  Meer  an  bils  an  Siebenburgen,  wie  die  dieser  Zeit  besetzt
unnd  das  Kriegsvoleckh  darinnen  vermog  der  Muster-Register  bezalt
werden’.  Ende  des  16  Jahrh.

1784  aus  der  Bibliothek  G.  W.  Zapf’s  in  Augsburg.

Histor.111   6Bl.  in  fol.  17  Jahrh.

“Des  Hauss  Oesterreich  Freyheiten’:  Privilegium  Karl’s  V  für
Erzherzog  Ferdinand  von  Oesterreich,  Augsburg  8  Sept.  1530,  vidimirt
von  Johannes,  Abt  des  Prämonstratenserklosters  Wiltau,  20  Dec.
1549;  Abschrift.  1784  aus  der  Bibliothek  von  G.  W.  Zapf  in
Augsburg.

Histor.112  6  Stücke  in  fol.,  darunter  3  Drucke

Reichstags-Dietata  und  Protocolle  betr.  die  Eventual-Belehnung
Erzherzog  Ferdinand’s  von  Oesterreich  mit  den  Reichslehen  des
Herzoglichen  Hauses  von  Modena,  Regensburg  1770—-1771.
Ursprünglich  Beilagen  zu  der  Reichstagseorrespondenz  Cod.  Jurid.  300.

Histor.113  2Bl.  ın  fol.  18  Jahrh.

Bericht  über  das  Auffliegen  eines  Pulvermagazins  in  Wien  am
26  Juni  1779.  Dabei  ein  gedrucktes  Blatt  mit  den  Namen  der
dabei  Verunglückten.

Histor.114   244Bl.  zu  30:20  em  16/17  und  (Bl.  2221f)
17  Jahrlı.

Bl.1  Clironica  unnd  Beschreibung,  was  für  Bischove,  auch  Ertz-Bischove
  das  Hochlöbl.  Ertzstifft  unnd  uralte  Haubtstat  Saltzburg,
etwo  Pedena,  Hadriana  unnd  Juvavia  genant,  von  S.  Rudberto  dem
ersten  bischoflichen  Regenten  an  biss  auf  den  .  ..  Herrm  Johan
Jacoben,  jetz  regierenden  (1560—  1586)  Ertzbischoven,  nach  einander
unnd  wie  lang  ein  yeder  regiert  habe,  auch  was  Namens,  Stamens
unnd  Wappens  die  gewest.  Was  sich  auch  bey  Jedes  Regierung
von  Kaysern,  Künigen,  Fürsten  unnd  Herrn  ete.  für  Kriegs-  und
andere  gedenckhnusswürdige  Sachen  .  .  zuetragen  und  begeben.
Item  von  Cometn  und  andern  Himlischen  Constellationen  und  Zaichen
.  .  Durch  den  Edlen  und  Ernvessten  Cristoffen  Jordan  von  Martins
Buech  beschriben.

bl.222  (von  anderer  Hand:)  “Beschreibung  dess  an  der  Bruggen
        <pb n="44" />
        38  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

zue  Thonnenstauff  (Donaustauf)  den  21  July  Anno  1645  geschehenen
laidigen  Schiffs  Undergangs’:  eingehender  Bericht  des  Joh.  Conr.
Heroldt  (vormals  Vicereetor  in  Padua,  vgl.  Bl.240b)  über  das  Unglück,
bei  dem  seine  Gattin  Lucretia  Camilla  und  sein  Sohn  Johann  Franeis
ihr  Ende  fanden.  Bl.242—244  Epitaphia  für  die  beiden  Verunglückten
  und  einen  andern  Solın.

Ehemalige  Besitzer  (Bl.1):  “Joann.  Waltherus  Neapolitanus  1640’
und  “Gustaph  Molan’.

Histor.115  11Bl.  m  fol.  1740  oder  bald  darauf

J.  D.  Gruber,  “Übersetzung  des  spanischen  Manifests’  zur  Darlegung
  der  Ansprüche  auf  Böhmen  und  Ungaım  nach  dem  Tode
Kaiser  Karl’s  VI  (1740),  mit  einigen  Randbemerkungen  Grubers.
Eigenhändig.

Histor.116  170Bl.  in  fol.  16  und  17  Jahrh.

Austriaca.  Sammlung  von  Schriftstücken  betr.  religiöspolitische
  Verhältnisse  Österreichs,  namentlich  die  Lage  der  Protestanten
  in  Böhmen,  1560—1668.  Ausser  gleichzeitigen  Copien

findet  sich  darunter  eine  beträchtliche  Anzahl  von  Originalschreiben
fürstlicher  und  anderer  hochgestellter  Persönlichkeiten,  die  nur  der
Kaiserliehen  Canzlei  in  Prag  entstammen  können.

Bl.1i—4  und  5—7  Entwürfe  zu  2  Schriftstücken  Kaiser  Ferdinand’sI,
  mit  vielen  Aenderungen  von  derselben  Hand:  Bl.1
‘Memoriale  secretius.  pro  domino  Seipione  Comite  Archi  ad  papam’,
Instruction  des  Gesandten  über  die  religiösen  Anschauungen
Maximilian’s  (ID  und  sein  Verhältnis  zu  Pfauser;  einige  Zeit  vor
dem  6  März  1560;  Bl.5  Schreiben  an  den  Pabst  PiusIV  vom
6  März  1560;  bittet,  seinem  Sohne  Maximilian  den  Genuss  des  Abendmahls
  sub  utraque  specie  zu  gestatten.  Beide  Schriftstücke  sind
zuerst  gedruckt  von  Joh.  Andr.  Schmid,  Litterae  secretiores  Ferdinandil
pro  obtinenda  eucharistia  sub  utraque  in  gratiam  Maximiliani  ..
(Helmstadii  1719)  p.  12  und  p.7.  Der  Herausgeber  sagt  von  ihnen
(p.  6):  “Venerunt  illae  nescio  quo  fato  in  manus  meas,  prout  in  prima
formula  Viennae  fuerunt  conceptae,  emendatae  et  peculiari  charactere
primarii  alieuius  ministri  caesarei  (Seldii,  nisi  totus  fallor)  signatae’.
Wenn  man  hiermit  vereinigt,  dass  auch  von  den  nachfolgenden,  die
Predigten  Pfausers  betreffenden  Schriftstücken  dieser  Hs.  mehrere
von  Schmid  in  der  citirten  Ausgabe  veröffentlicht  sind  und  er  von
diesen  ausdrücklich  sagt  (p.  17),  er  besässe  sie  “prioribus  documentis
adiuneta’,  so  kann  es  keinem  Zweifel  unterliegen,  dass  eben  unsere
Hs.  einst  in  Schmid’s  Besitze  gewesen  ist.

Bl.8  Annotatio  articulorum  quorundam,  qui  in  praesentia  ser"i
domini  regis  Bohemiae  in  diversis  contionibus  subinde  (von  Joh.
Sebast.  Pfauser)  praedicati  fuisse  dieuntur.  Gedruckt  bei  Schmid,
p.  23—27.  Bl.12—20  Inhaltsangaben  von  Predigten  Pfauser’s
an  den  Festen  Peter  und  Paul  und  Johannes  des  Täufers;  davon
gedruckt  Bl.19  bei  Schmid  p.17—18,  BIl.20—21  daselbst  p.19—22.

Bl.22  Schreiben  an  Lambertus  Gruterus,  episcopus  Neapolitanus,
Pragae  d.  3  Junii  1575:  Anfrage  wegen  der  ihm  vorgeworfenen
        <pb n="45" />
        Histor.115  und  116  39

falschen  Lehre  vom  Abendmahl;  Bl.22b  Antwort  des  Lamb.  Gruterus.
Beides  in  Abschrift.

Bl.24—38  Originalschreiben  an  Kaiser  Rudolf  II  (vielfach  ist
nur  die  Unterschrift  eigenhändig):  Bl.24  von  G.(?),  Herzog  von
Baiern,  Nidernfels  26  Aug.  1577:  über  Georg  Eder’s  “Evangelische
Inquisition’.  Bl.26  von  Erzherzog  Ernst,  Wien  4  März  1579:  übersendet
  “Zeittungen’  aus  dem  Kriege  “wider  den  Persianer’.  Bl.28
desgl.,  Wien  23  Sept.  1580:  übersendet  2  Schreiben  des  Petrus  Andrassy,
  in  denen  dieser  räth,  bei  dem  bevorstehenden  Tode  Christoph
Bäthory’s  in  Siebenbürgen  einzurücken.  Dabei  die  beiden  fast
gleich  lautenden  lateinischen  Schreiben  Andrassy’s,  Bl.30  an  Rudolf,
Bl.32  an  Erzherzog  Ernst,  Krasnazorkae  8  Sept.  1580.  Bl.35  von
Erzherzog  Carl,  Graz  6  Apr.  1581:  iiber  ein  päbstliches  Breve  betr.
die  Religionsverhältnisse  in  Steiermark.  Bl.37  von  Ludovicus
Cardinalis  Madrutius  (=  Mandruei),  Bischof  von  Trient,  Romae
d.  XIH  Maii  1581:  über  die  Stellung  des  Pabstes  zu  den  Religionsverhältnissen
  in  Steiermark.  Sodann  2  Abschriften:  Bl.  39
Schreiben  (Rudolf’s  ?)  an  einen  ausserhalb  Prag’s  wohnenden  Erzherzog,
  seinen  Bruder,  Prag  17  Juni  1581:  Aufforderung  zu  einer
Besprechung  nach  Prag  zu  kommen,  Bl.40  Humprecht  Cziernin
von  Chudienyez  an  Rudolf  II,  27  Aug.  1592:  Entschuldigung  wegen
der  Beförderung  des  Mathess  Bräekel  zum  Hofrichter.

Bl.  42  —  55  Schreiben  betr.  die  Theilnahme  der  fränkischen,
schwäbischen  und  rheinischen  Reichsritterschaft  am  Türkenkriege,
besonders  ihre  Versammlung  und  Musterung  zu  Eger  und  Pilsen;
alle  aus  dem  Jahre  1595:  Bl.42  (die   eigenhändige  Unterschrift
war  nicht  zu  entziffern)  an  den  Kaiser,  Eger  10  Mai  Bl.  44
Haug  Dietherich  v.  Lanndenberg,  LandtComenthur  in  Elsäss  des
Teutschordens,  an  den  Reichspfennigmeister  Zachar.  Geitzkofler,
Rhor  d.  4Maii  1595;  Unterschrift  eigenhändig  Bl.46  Zwei  Verfügungen
  betr.  die  Musterplätze  etc.  vom  17  Apr.  und  (an  den
Reichshofvicekanzler  Joh.  Wolff  Freymon)  19  Mai;  Original
Bl.49  Die  fränkische  Ritterschaft  an  die  Stadt  Eger,  25  Apr.,  und
Bl.51  Antwort  der  letzteren,  29  Apr.  Bl.54  Stadt  Eger  an  den
Kaiser,  10  Mai;  Original.

Bl.56  Gutachten  in  lat.  Sprache  betr.  Verwendung  geistlicher
Güter  zum  Türkenkriege,  olıne  Jahr.  Bl.57  Martinus,  episc.
Secoviensis,  macht  bekannt,  dass  er  am  29  Aug.  dem  Erzherzog
Leopold  "primam  clericatus  tonsuram  et  qunatuor  ordines  minores’
verliehen  habe,  Gratii  1  Sept.  1596;  Abschrift.  Bl.58  Bericht
Sigmund’s,  Probstes  in  Doxan,  über  seine  Misshandlung  in  der  Nähe
von  Prag,  1606;  in  böhmischer  Sprache,  am  Schlusse  unvollständig.

Bl.62  Eine  Reihe  von  Artikeln  betr.  die  freie  Ausübung  der
evangel.  Religion  in  Böhmen,  1608  oder  1609.  Bl.64  Memorial
der  3  evangel.  Stände  an  den  Kaiser,  1609  (wohl  das  am  29  Maı
übergebene,  vgl.  Gindely,  Gesch.  d.  Böhm.  Brüder  II  8.401).
Bl.66  Rudolf’s  Majestätsbrief  (Donnerstag  nach  S.  Procopi  1609),
abweichend  von  der  Fassung  bei  Gindely  II  S.  447.  Bl.  72
Schreiben  von  ?  an  einen  Verwandten  (Freiherrm),  28  Oet.  1609.

Bl.  73—85  Gravamina  der  Evangelischen,  Regensburg  7  Aug.
1613.  B1.86  Kurfürst  Johann  Georg  von  Sachsen  an  Kurmainz,
        <pb n="46" />
        40  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

Dresden  23  Febr.  1623:  über  die  Achtung  des  Kurfürsten  von  der
Pfalz  und  die  Übertragung  seiner  Kurwürde  an  Baiern.  B1.90
Hans  Lorenz  von  Khuetstain  an  die  kaiserl.  Räthe  in  Wien:  Bitte
um  Hinausschiebung  des  Termins  für  den  Abzug  seiner  2  Prädicanten
und  um  Mauthbefreiung  für  ihre  Mobilien;  B1l.91  Rescript  der  Räthe
in  Wien  in  dieser  Angelegenheit  an  die  Städte  Crembs  und  Stain,
1  Oct.  1627;  Originale.  Bl.94  Drei  Bürger  von  Crembs  verpflichten
sich,  dass  Georg  Sprinz  nicht  eher  etwas  von  dem  Patrimonium
seiner  Braut  zu  Händen  kommen  soll,  bevor  er  den  katholischen
Glauben  angenommen  habe;  Crembs  25  Febr.  1639,  Original.
Bl.96  Hans  Christoph  v.  Königsmarck  an  die  Feldprediger  Joh.
Gerstenmeyer,  Wolfg.  Frentzius,  Urbanus  Fleischer  und  Joh.  Neser,  "im
Feldlager  bey  Meysen’  den  25  Aug.  1645:  bittet  um  Entscheidung  in
einem  Streit  zwischen  seinem  Hofprediger  Georg  Eckardt  und  einigen
Regimentspredigern;  Bl.97  —  102  Akten  in  dieser  Angelegenheit
(Verhöre,  Vergleich  ete.);  Alles  in  Abschrift.  Bl.103—105  Acta
dispensationis  obtinendae  pro  illmo  .  .  Ferdinundo  Wenceslao  Ssuthovski
et...  Hedwige  Burbara  Gomitissa  de  Rozdrazow  sorore  defunctae
prioris  coniugis  d.  Ferdinandi:  zuerst  “Litterae  d.  Ferdinandi  ad
P.  Als’,  20  Jun.  1637,  in  böhmischer  Sprache;  dann  “Responsum’
(von  Als  ?),  Entwurf  mit  Correcturen  (Abschrift  hiervon  ist  Jurid.189d),
1637.  Bl.106—121  =  Bl.122—135  Vorstellung  der  “Under-  und
Ober-Ennfserische  Stänndt  der  Augspurgischen  Confession’  an  den
Erzherzog  (Mathias,  1600).

Bl.136  Marggraf  Johann  Georg  der  Elttere  zu  Brandenburgk
an  Ladisl.  Wilh.  Frh.  v.  Zierotin,  Bresslau  24  Sept.  1619:  bittet  um
Unterstützung  seiner  Bemühungen  um  das  Fürstenthum  Troppau;
Original.  Bl.  138  Heinr.  Mathes  Graf  v.  Thurn  an  Ladisl.
Wilh.  v.  Zierotin,  “im  Veldtlager  bey  Lomniz  den  5  Julii  1619’:
siebt  Nachrichten  vom  Feind  und  bittet  um  Lieferung  von  Hafer
und  Brot;  Original.  Bl.140  Landtags-Artikel  betr.  die  Unteramtleute
  bei  der  Landtafel.  Bl.141  Albr.  Friedr.  v.  Wolfstein
an  Joh.  Fabricius,  Prediger  bei  Unserer  Frauen  zu  Nürnberg,
Pyrbaumb  d.  20  Martii  1668:  dankt  für  Übersendung  einer  Generalinstruction
  für  seine  Pfarrer  und  Kirchendiener;  Unterschrift
eigenhändig.  Bl.143  "Condolendum  est  magnopere,  sacratissima
Caes.  Maj.  .  .:  lat.  Rede  über  die  Religionsverhältnisse,  an  den
Kaiser  (Rudolf)  wohl  bei  Antritt  seiner  Regierung  gerichtet;  auf
dem  Aussentitel  steht  als  Verfasser  “Doctor  Genger”.  Bl.147
Über  die  Beschwerden  der  evangel.  Stände  in  Böhmen.  Bl.148
Abschrifft  der  von  der  königl.  Majestät  (Mathias)  denen  zwaien
Augspurgischer  Confession  zugethanen  Ständten  auff  ihr  beschehen
gehorsambist  Anhalten  umb  Prosequirung  des  Landtages  erthailte
Resolution.  Bl.151  Promemoria  an  den  Erzherzog  (Ernst)  gegen
die  Ausübung  der  evangel.  Religion  in  Wien.  BIl.157  wird  darin
der  vor  3  Jahren  erfolgten  Ausweisung  des  (Josua)  Opitzius  Erwähnung
  getlan;  also  gehört  der  Bericht  wohl  ins  Jahr  1584.
B1.158  Tractatulus  de  restituendis  ecelesiae  bonis  (in  Ungarn).
Bl.163  Quid  S.  Caes.  Majestati  consulto  sit  faciundum,  ut  in  Autonomiae
  permissione  vel  negatione  nec  offendat  deum  et  S.  Cath.
Ecelesiam  et  non  exasperet  Provinciales.
        <pb n="47" />
        Histor.116  —  119  41

Bl.165  ‘Funffzehn  Ehefälle  umb  welcher  willen  die  Ehe  nach
Luthers  Lehr  khan  vnd  mag  zerrissen  werden’.  Nach  jedem  Artikel
der  Beleg  aus  Luther’s  Schriften.  Hinter  Art.  3  findet  sich  der  Brief
Luther’s  (an  J.  Weissbach\)  =  De  Wette  III  S.194  n.892,  jedoch
unter  Hinzufügung  des  Datums  “Wittenberg  in  Vigilia  Bartholomei
1527’  und  völliger  Ausschreibung  des  Namens  “Hanns  Behem’  (vgl.
C.  A.  H.  Burkhardt,  Luthers  Briefwechsel  S.120).  Auch  einzelne
Lesarten  weichen  ab;  so  steht  in  der  Hs.  das  allein  richtige  “dadurch
sy  (statt  so)  billich  für  todt  vnnd  er  selbst  frey  von  ir  zu  uhrthaillen
  ist”.

Bl.169  A(?).  Avellanedas,  spanischer  Brief  an  ?  über  die
kirchlichen  Verhältnisse  Böhmens.

Histor.117  93Bl.  zu  21:15cm  1556  bis  1506  alte
Pergamentdecke

"Knyhy  aurzadu  heyttmanskeho  1556’  (Buch  des  Hauptmannsamtes),
  wie  auf  der  Decke  steht.  Uber  150  Aktenstücke,  darunter
8  deutsche,  aus  der  Gerichtstube  des  Prager  Schlosshauptmannes,
besonders  die  dort  Eingesperrten  betreffend:  Verhöre;  Bürgschaften,
dass  einstweilen  Entlassene  sich  wieder  richtig  stellen,  Eide,  dass
Fremde  das  Land  verlassen  und  bei  Todesstrafe  nicht  wieder  betreten.
  Dazu  kommen:  BI.74  die  Eidesformulare  der  Thorwächter
und  B1.76—78  Eidesformeln  und  Namen  der  Richter  und  Konsuln
der  Vobory  Gemeinde  des  S.  Johann  (pod  Petrinem)  der  Kleinseite
in  Prag.  Alles  von  verschiedenen  Händen  in  den  Jahren  1556-1562
und  1565  und  1566  eingetragen.

Histor.119  101Bl.  zu  19:15em  16  Jahrh.

Bl.1-—-66  Staatliche  Schriftstücke  Böhmen  betr.  aus  den  Jahren
1608—1611  und  1617—1619,  fast  alle  in  böhmischer  Sprache,  in
genauer  Abschrift  von  einer  Hand:  Vertrag  der  böhm.  Directoren
und  der  mährischen  Gesandten,  1619  Freitag  vor  Joh.  Huss;  gedr.
in  deutschem  Text  bei  Londorp  Acta  publ.  I  p.  647.  Bl.  3b
Vertrag  des  Königs  von  Spanien  mit  Ferdinand  II  uud  Matthias
vom  6  Juli  1617  über  Erbfolge  in  Ungarn  und  Boehmen.  Bl.6b
Ferdinand’s  II  Erlass  vom  6  Jan.  1617.  Bl.9  Erlass  des  Matthias
vom  15  Jan.  1617  (BlL.3b—  10a  sind  in  deutschem  Texte  gedr.
in  Londorp’s  Acta  publ.  I  p.  353  —  356).  Bl.10  Die  böhm.
Directoren  an  die  Kurfürsten  zu  Frankfurt  13  Aug.  1619;  gedr.
(deutsch)  Londorp  I  p.661.  Bl.14  Die  böhm.  Stände  an  den
Kurfürsten  von  Sachsen  14  Aug.  1619.  Bl.16  “Copia  recessus  von
den  Herren  Directorn  der  Cron  Behaymb  den  Herren  Schlesischen
gesandten’;  actum  22  April  1619;  gedr.  LondorpI  p.  631.  bl.18b
"Copia  schreybens  an  Churpfalz  et  mutatis  mutandis  an  Marggraffen
zu  Anspach  und  Fürst  Christian  zu  Anhalt’;  datum  Prager  Schloss
21  Aug.  1619.  Bl.20  “Crimen  falsi.  Schreiben  .  .  der  vier  Standt
des  Erz.  usterreich  ob  der  Ens  dem  .Obristen  Burekardt  von  Soldern’
(Zollern),  Linz  30  Juli  1619.  B1.21  “Erzh.  Leopold  an  Franz  Hans
Vemb  genant  Tengnagl  pro  Expraectieirung  des  Solderischen  Regiments’.
  51.22  “Handbriefl  undt  Creditiv  von  Erzh.  Leopoldo  in
eadem  causa  an  Obristen  Burekard  von  Zoldern”.   BI.22  Ferdinand’s
        <pb n="48" />
        4?  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Revers  vor  der  Krönung  in  Böhmen,  Prag  28  Juni  1617.  Antwort
der  mährischen  Herrn  an  die  böhmisehen  Stände,  Olmütz  26  Juni
1618.  ‘Litterae  a  statibus  regni  Ungariae  ad  status  marchionatus
Moraviae’  1  Aug.  1619.  Proposita  der  Commissäre  an  die  mährisehen
Herrn  auf  dem  Brünner  Landtag,  1618  St.  Lueiae.  Bl.28  Beschwerden
  der  Stände  der  Utraquisten  auf  dem  Landtage  zu  Brünn,
15  Dee.  1618;  gedr.  (deutsch)  in  Meyer-Londorp  Acta  publ.  suppl.  I
145.  Bl.32  Antwort  darauf,  gedr.  (deutsch)  ebenda  S.148.
bBl.34  Erklärung  der  obigen  Artikel  der  Utraquisten,  Brünn  1619
Fastenzeit.  Bl.41b  Artikel,  welche  in  Brünn  1619  am  Donnerstag:
nach  dem  Tage  der  Apostel  Philipp  und  Jakob  auf  der  Versammlung
der  vier  Stände  Mährens  aufgestellt  wurden,  mit  andern  Aktenstücken.
  Bl.52  Vertrag  der  mährischen  Gesandten  mit  den  Vertretern
  der  Stände  Böhmens,  1611  Domnerstag  nach  Pfingsten.
Bl.58b  Die  böhm.  Directoren  an  die  mährischen  Stände,  5  Nov.
1618.  Bl.61b  ‘Littera  GC’.  Die  mährischen  Herrn  an  die  böhm.
Stände,  Olmütz  10  Jan.  1611.  Bl.62b  Antwort  der  Böhmen,  1611
Samstag  naelı  Fabian  und  Sebastian.  Bl.63b  Die  Mähren  an  die
Böhmen,  18  April  1608.  Bl.64b  Antwort  der  mährischen  Stände
an  die  böhm.  Boten,  Znaim  30  April  1608.

Bl.67—70  und  81—101:  31  böhmische  Sehriftstücke  von  1616
bis  1618  betr.  einen  Erbschaftstreit  ab  intestato  über  ein  Haus
hinterlassen  von  Katerina  Mezriezke  aus  Lomniez,  Frau  des  Sigismund
  Tyffenbach.  B1.71—80:  3  deutsche  und  1  böhmisches  Schriftstück
  von  1616  über  einen  Erbschaftstreit  ab  intestato  zu  Eybantziez
über  ein  Haus  hinterlassen  von  Anne  Maria,  geb.  Winterthal,  Fran
des  Stephan  Trebiezky.

Histor.  120  Perg.  111Bl.  zu  21:151,  cm  1501
in  böhmischer  Sprache  mit  gepresstem  Leder  überzogener  Holzband


Bl.2—106  Registrum  desieti  Truhlyez  s  priuilegimi  zemskymi
(Register  der  10  Kisten  mit  Landesprivilegien).

Bl.2—5  Kürzere  UÜbersieht  der  Hauptabtheilungen  jeder  Kiste.
Bl.6  beginnt  die  ausführliche  Inhaltsangabe  der  Urkunden  in  den
10  mit  A  bis  K  bezeiehneten  Kisten.  Bl.7  und  8  enthalten  eine
an  König  Wladislaus  1501  gerichtete  Vorrede.  Bl.6  Kiste  A  enthält
Urkunden  des  Landes  Böhmen  (und  Mähren).  Bl.21  Kiste  B
Bairische  Ländereien  und  Sehlösser.  Bl.31b  Kiste  C  Bairische
Schlösser.  Bl.35b  Kiste  D  Meissen.  Bl.44b  Kiste  E  Polen,
Schlesien,  Lausitz;  aus  einer  alten  wortgetreuen  deutschen  Ubersetzung
  sind  die  Schlesien  betreffenden  Urkundenregesten  (=  BI.45
bis  60  unserer  Hft)  gedr.  in  “Diplom.  Beyträge  zur  Untersuchung
d.  schles.  Rechte’  II,  IL,  1774  8.65—83.  Bl.72  Kiste  F  Brandenburg.
  B1.76  Kiste  G  Verschiedene  (Olmütz  ete.).  Bl.81  Kiste  H
Benachbarte  Fürsten.  Bl.92b  Kiste  J  Luxemburg.  Bl.  96b
Kiste  K  Ostreieh.  B1.99—103  Goldene  Bulle  Karl’s  IV,  Rom  Ostern
1356;  die  Zeugenliste  ist  kürzer  als  in  der  latein.  Fassung  bei
Olenschlager,  Neue  Erläuterung  der  G.  Bulle  8.84.  Bl.  104—106
Urkunde  Ruprecht  des  älteren  von  der  Pfalz,  Nürnberg  7  Jan.  1356;
wohl  die  in  der  Zeitschrift  f.  d.  Geschichte  des  Oberrheins  23,  1871,
        <pb n="49" />
        Histor.120  und  121  43

S.449—450  erwähnte  Urkunde.  Bl.106  sind  die  hohen  Beamten
und  Edelleute  aufgeführt,  welche  1501  die  Urkunden  verzeichneten.

Dies  ist  also  das  werthvolle  Verzeichnis  des  1348  von  Karl  IV
auf  dem  Karlstein  gegründeten  böhmischen  Landesarchivs.  1621
wurde  dasselbe  nach  Prag,  um  1749  (vgl.  Archiv  d.  Geschichte  und
Statistik  insbes.  von  Böhmen  III  1795  S.254)  zum  Theil  nach  Wien
übergeführt.  Andere  Hften  dieses  Verzeichnisses  nennt  Jungmann,
böhm.  Literaturgeschichte,  unter  no.  IV  967  und  besonders  III  473,
wo  ein  Mathaeus  aus  Chlumdan  als  Verfasser  der  Vorrede  von  1501
genannt  wird.  In  den  Gelehrten  Neuigkeiten  Schlesiens  1739  8.150
wird  ein  Exemplar  mit  1503  als  Jahr  der  Inventarisation  genannt.
Wirklich  werden  auch  in  unserer  Hft  Bl.15b  und  16a  Urkunden
von  1502  aufgeführt.  Die  oben  erwähnte  deutsche  Übersetzung
stimmt  genau  mit  unserer  Hft;  die  von  Balbinus  Miscellanea  hist.
1681  lib.  III  p.106  mitgetheilten  Aufschriften  der  damals  leeren
19  Kisten  weichen  von  den  unsern  beträchtlich  ab.

Bl.107—111  (von  anderer  Hand)  Wegmeno  Buozii  Tuto  zprawu
dal  gest  napsanı  pan  Wazlaw  Wlezek  krali  Wladislawowi  kdyz
se  miel  w  kralnowstwie  Uherskee  gsa  kralem  Czieskym  _uwazati.
(Im  Namen  Gottes  hat  diese  Lehre  Wenzel  Wleek  —  von  Cenow  —
dem  König  Wladislaw  dargebracht,  als  er  das  Königreich  Ungarn
antreten  sollte).  Palacky  hat  im  Casopis  Museum  1828  (Jungmann
no.  III  244)  veröffentlicht  “Des  H.  W.  Wlezek  von  CUzenowa  Zug-,
Schlacht-  und  Lagerordnung  der  Reiterei,  des  Fussvolks  und  der
Wagen’;  Burian  hat  in  der  Oestr.  milit.  Zeitschrift  1836  II,  4.  Heft  S.82
bis  99  dieselbe  ins  Deutsche  übersetzt.  Dort  ist  der  König  nicht
genannt  (Palacky  räth  auf  Wladislaw  nach  1490),  und  Jähns,  Geschichte
  d..Kriegswissenschaften  I  1889  S.310,  scheint  die  Schrift
durch  einander  geworfen  und  unvollständig  zu  sein.  Unsere  Hft
gibt  deutlich  Wladislaw  und  das  Jahr  1490;  sie  enthält  aber  nur
den  ersten  Theil  von  Palacky’s  Text,,  welcher  die  Reiterei  betrifft
(=  8.84  —  Ende  90  der  deutschen  Übersetzung);  dann  folgt  als
Schluss  "Das  habe  ich  in  Eile  geschrieben.  Wenn  wir  wieder  zusammen
  kommen,  werde  ich  Ew.  Majestät  mehr  Rathschläge  geben‘.
Unsere  Handschrift  enthält  also  die  ursprüngliche  Fassung  dieses
Kriegsbuches  von  1490.

Auf  Bl.110b  (der  letzten  Seite  der  Lage)  war,  ehe  das  Kriegsbuch
  eingeschrieben  wurde,  schon  von  der  Hand,  welche  Bl.2—106
beschrieben  hat,  geschrieben  Evangelium  Johannis  I,  1—8;  dann  die
1.  Strophe  des  Liedes  "Zawitey  knam  mily  swaty  dussie”.

Bl.106a  unten  ist  eingeschrieben  “Dieses  Buch  erhielt  ich  1542".

1776  aus  der  Bibliothek  von  Schoeber,  Bürgermeister  in  Gera,
erkauft.

Histor.121  IV  Blätter  +  149  Seiten  zu  301/,  :20  cm
17  Jahrh.
Confiscationsprotocoll  vom  Jahre  1624  über  die  in  Mähren
eingezogenen  Rebellengüter.  Dasselbe  ist  nach  anderen  Hss.
gedruckt  bei  Christ.  d’Elvert,  Beitr.  zur  Gesch.  der  Rebellion  ..

(=  Schriften  der  mähr.-schles.  Gesellschaft  zur  Beförderung  des
Ackerbaues  .  .  Bd.  XVD),  Brünn  1867,  8.  237—278.  Voran  geht
        <pb n="50" />
        44  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

Bl.I—IV  ein  “Verzaichnus  aller  eingezogenen  Rebellen  Güetter  in
Marsgrafithumb  Mähren,  gesetzt  nach  dem  Alphabet’,  welches  nicht
immer  ganz  mit  dem  Verzeichnis  bei  d’Elvert  S.279  stimmt.  Das  “Verzaichnuss
  aller  deren  Rebellen,  so  bey  alhie  gehaltener  Mährischen
Cridae-  Commission  in  die  Straff  gezogen  und  dissem  Prothocollo
einverleibt  worden,  gesetzt  nach  dem  Alphabet’  (S.141—149)  ist  bei
d’Elvert  nicht  mit  abgedruckt.

Histor.122  38Bl.  m  fol.  18  Jahrh.

Bl.1  Erlass  Maximilian  (Joseph)’s  von  Baiern  an  den  Provineial
der  (Jesuiten-)  Societät  gegen  eine  “im  Gymnasio  zu  Landshut
Jüngsthin  exhibirte  Comoedie  .  .,  worin  bey  der  zwischen  dem  Altund
  Neuen  Bayer-Land  angestellter  Vergleichung  der  jetzige  Zustand
(des  letztern  in  Rücksicht  auf  das  Religions-  Wesen  .  .  gefährlich
und  gehässig  abgeschildert  wird  .  ’,  München  26  Sept.  1764.  Bl.3
bis  8  Abschrift  dieser  lateinischen  Comödie.

Histor.123  I-+  28  Seiten  in  4°  1749

S.27  C.  L.  Scheidt  an  G.  A.  v.  Münchhausen,  Hannover  18  Jan.
1749,  Original:  sendet  einen  Auszug  (S.  I—26)  aus  dem  Chronicon
Lunaelacense  (sumptibus  Joan.  Gasti  ...  Pedepontani  1748)  zurück.

Histor.124  51  Bl.  verschiedenen  Formats  in  fol.  gebunden
  18Jahrh.

Bavarica.
Bl.1—33  Original-Schreiben  und  Gutachten  an  G.  A.  v.  Münchhausen
  betr.  die  Suecession  in  Baiern:  Bl.1  3  12  von  H.  Chr.

v.Senckenberg,  Wien  23  März,  1  Apr.  1753  und  ohne  Dat.
Bl.6  (Jul.  Melch.)  Strube,  ohne  Dat.  Bl.8  11  13  15  17  19
Burch.  Chr.  v.  Behr,  Hannov.  Gesandter  in  Regensburg,  16  Nov.
1752  bis  1  Jan.  1753.  Bl.21  und  23  C.  L.  Scheidt,  Hannover
8  Nov.  1752  und  13  Apr.  1753.  Dazu  ohne  Namensunterschrift
Bl.5  und  (Nachricht  von  der  Erbfolge  in  denen  Chur  Bayerischen
Reichs  Lehnen’)  24—31.

Bl.34—52  Fünf  Gutachten  J.  D.  Gruber’s  über  bairische  Verhältnisse,
  1739—1741;  Abschriften.  Dazwischen  B1.38—47  Auszüge
  aus  Urkunden  von  1517—1733  betr.  das  Landgericht  Hirschberg
an  der  Donan.

Histor.  126  4Bil.  in  4°  1771  “Auszug  aus  einem
Schreiben  aus  Regensburg  vom  15  Juli  1771’  über  die  daselbst
herrschende  Hungersnoth.

Histor.126m  245  Bl.  zu  32:20cm  1617
Reimehronik  der  Stadt  Nördlingen  von  Joh.  Zihler,  Schulmeister
  (der  Verf.  nennt  sich  in  den  Schlussversen).  Anfang:  “Anno
Mundi  drey  Tausend  Jahr  |  Neunhundert  fünfzig  auch  da  wahr  |
Gezählet,  vor  Christi  geburtli  !  Zwanzig  ganzer  Jar,  sich  lagern  wurdt
|  Dess  Kaysers  Augusti  Hauptmann’  ete.  Die  Chronik  umfasst  die
Zeit  bis  1615  n.  Chr.,  und  zwar  hat  der  Verf.  die  früheren  Zeiten
bedeutend  kürzer  behandelt,  so  dass  von  den  etwa  6800  Reimpaaren

nur  gegen  500  auf  die  Zeit  vor  der  Reformation  fallen.
        <pb n="51" />
        Histor.  122  —  130  45

Bl.1  ‘15  Ma(rt.?)  1617  angefangen’;  ‘Bl.245  "Deo  Gratia,  ad
finem  perduxi  seribendo  28  die  May.  a.  1617°.  Auf  demselben
Blatte  der  Stempel  “Ex  Bibliotheca  Hoffmanni  Fallerslebens.’.

Nach  einer  vorgehefteten  Nachricht  von  Bibliothekar  Dr.  L.  Müller
in  Strassburg  befindet  sich  in  Nördlingen  ein  unvollständiges  Exemplar
dieser  Chronik  und  eine  um  1865  gefertigte  Abschrift  des  Göttinger
Exemplars,

Histor.127_  6Bl.  in  fol.  18Jahrh.
“Ursprung  dess  fürstlichen  Stiffts  Kempten‘.  Anfang:  Als
Carl  der  Grosse  Fränckischer  König  und  Römischer  Kaysser  ..
1776  aus  dem  Nachlasse  von  Lowitz.

Histor.128  129  Bl.  meist  zu  261/,:17cm  18Jahrh.

Bl.1—94  Beschreibung  des  Nürnbergischen  Landes.  Der
ehemalige  Besitzer  der  Hs.  Joh.  Mich.  Franz  (7  1761  als  Hofrath  in
Göttingen)  bemerkt  dazu  auf  dem  Vorsetzblatte  “Dieses  Manuscript
ist  hier  und  da  bey  den  Curiosis  in  Nürnberg  verwahrlich,  unter
dem  Titel:  Der  Nürnbergische  Landsverräther”.

B1.95—110  Specificatio  der  Ambter  und  Clöster  des  hohen  Stifts
Würtzburg,  auch  Probsteyen  mit  ihren  Unterthanen.  Franz,  der
dieses  Stück  selbst  geschrieben  hat,  bemerkt  darüber  Bl.94b  “Folgende
Aemter  Beschreibung  des  Hochstifts  Würtzburg  hat  mir  der  kayserl.
Oberkriegs  Commiss.  H.  v.  R.  aus  seinem  Original,  so  er  in  Würtzburg
  als  etwas  geheimes  bekommen,  communieirt.  Schade  ist,  dass
dieses  Original  .  .  nicht  gantz  zu  Eude  gebracht  war”.

Bl.112—129  (in  kleinerem  Format)  “Stift  Würzburgische  Ober-Aemter,
  Kellereyen  nebst  Anzahl  der  Häuser,  Mannschaften  oder
Unterthanen’.  Hierzu  bemerkt  Franz  Bl.111b  “Folgendes  Manuseript
hat  zum  Auetor  M(atth.)  F(erd.)  Cnopf,  Actuar  in  Nürnberg,  der
vorhergehendes  Würtzburger  Msct  zum  Grunde  genommen  und  an
vielen  Orten  verbessert  und  vermehrt  hat”.

“Ex  auctione  bibliothecae  Lowizianae’  1776.

Histor.129  249  Bl.  zu  17:10%  cm  17/18  Jahrh.

Umständliche  auf  verschiedene  Meilen  (von  Nürnberg)  um  sich
greiffende  Dorffs-Beschreibung,  darinnen  zu  finden,  wie  viele  Herrschaften
  Höffe  Güther  Wirthshäusser  Mühlen  Schmiede  Herdstädte
in  jedem  bemeldten  Dortf  und  Flecken  anzutreffen,  von  G.  A.  B.,
Nürnbergischem  Commissario,  zusammengetragen  worden.  Alphabetisch
  geordnet.  Auf  den  leer  gelassenen  Vorderseiten  der  Blätter
vereinzelte  spätere  Nachträge.

Histor.130   504Bl.  zu  331%,  :2lem  17/18  Jalırh.

“Compilatio  Chroniecae  Norimbergensis  ab  a,  Chr.45  usque  ad
a.  Chr.1553’.  Diesen  Titel  hat  Jo.  Dav.  Kocler  auf  dem  Vorsetzblatt
  eingetragen.  Die  Chronik,  die  im  Jahre  1597  abgefasst  ist  (vgl.
Bl.410b  in  der  Beschreibung  des  Jahres  1526  “bis  aufs  gegenwärtig
1597.  Jahr’),  beginnt  wie  so  viele  andere  “Man  list  in  den  alten  Geschichten
  und  Historien,  das  ungefehrlich  etliche  40  Jahr  vor  Christi
Geburth  die  Römer  nahent  die  ganze  Welt  bestritten...  Bi.494
bricht  die  Chronik  bei  Schilderung  des  Jahres1553  mitten  im  Satze  ab.
        <pb n="52" />
        46  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.494b  und  495  Zusammenstellungen  J.  D.  Koeler’s  über  Münzmeister
  und  Stifter  in  Nürnberg.  B1.500  “Anno  1469  Herr  Nieclaus
Muffels,  vordessen  ..  Obersten  Regenten  in  Nürnberg,  Leben  und
Ende’.

1771  aus  J.  D.  Koeler’s  Nachlasse.

Histor.131  XXIII  +87Bl.  zu  32'/:21!/,cm  1590

Chronik  von  Nürnberg  bis  1567.

Bl.  II—XXIH  Register.  BI.  XXIIIb  erster  Titel:  Ein  schöne
kürtze  gegründte  Cronica  von  der  weidtberimten  .  .  Reichsstadt
Nürmberg..  Bl.1  zweiter  Titel:  Annfang  und  Ursprung  der  weidtberümbten
  nambhafften...  Reichsstadt  Nürmberg,  von  irem  Alter  und
iren  Baw-Maystern  .  .  Item  was  die  teutschen  Kaysser...  zu  Nürmberg
  gehandlet  haben...  Auch  der  ganze  Krieg  mit  dem  hochgebornen
Fürsten  Marggraff  Albrecht,  sanıbt  andern  geheimen  sachen  mehr.
Ess  werdten  auch  Etliche  Treffenliche  geschicht  mehr  mit  angezaigt,
die  Nürmberg  nit  betreffent.  Bl.2  Anfang  “Wir  lessen  in  den  alten
Historien  bei  den  Geschicht-Schreibern,  das  vor  Zeiten  die  Römer
die  ganzen  Welt  bestritten  haben  .  ..  Bl.I  vor  dem  Titel  “anno
dom.  1590’,  unter  dem  Titel  “Ich  Jacob  Mayer  hab  ime  disse  Cronica
geschenkht  und  geben  am  23  Martzo  a.  1593’.

Bl.84  (von  einer  Hand  des  17  Jahrh.)  “De  vietoria..  qua  Boiemi
in  proelio  contra  Frideriei  bellicosi  Marchionis  Misnensis  exereitum
ad  oppidum  Austianı  .  .  potiti  sunt  a.  1426,  17  Cal  Jul?’  und  andere
historische  Excerpte  betr.  sächsische  Geschichte  (bis  1485).

“Ex  auctione  Lowitziana’  1776.

Histor.  132  123  Bl.  zu  321),:20cm  Anfang  des
17  Jahrh.  grosse  mit  Tinte  gezeichnete  verzierte  Initialen.

Bl.1.  “Anfanng  unnd  Ursprung  der  kaiserlichen  Reichsstatt
Nürnberg  vonn  irem  Alter  unnd  iren  ersten  Paumaister,  wan  unnd
wo  ir  der  Name  Nürnberg  herkumpt  .  .  .:  Chronik  bis  zum  Jahre
1595.  Anfang  “Es  ist  kundt  unnd  oftenbar  das  vor  Zeitten  die  Römmer
nahent  die  ganze  Welt  bestritten  .  ..  Nach  dem  Jahr  1198  zählt
die  Chronik  (Bl.20)  noch  einmal  Ereignisse  aus  den  Jahren  23—870
n.  Chr.  auf  und  fährt  dann  (Bl.22)  bei  dem  Jahre  1198  fort.

Bl.121  Bericht  der  dreyen  unerhorten  schedlichen  grosen  Wassergussen
  a.1595  den  24,  26  vnnd  28  Februari  zu  Nurmberg  nach  einnander
  durch  geflossen:  “Als  von  unnsers  Herren  Jesu  Christi  Geburt  |
Funfzehen  hundert  Jar  gezelet  wurdt  .  .,  164  Verse.

1771  aus  dem  Nachlasse  Jo.  Dav.  Koeler’s  in  Göttingen.  .

Histor.133  400Bl.  zu  32:20cm  17Jahrh.  Lederband,
  darauf  die  Buchstaben:  J.  H.B.  und  die  Jahreszahl  1664.

Chroniecea  der  Reichs  Statt  Nürnberg,  von  deroselben  Ersten
Uhrsprung,  Ahnfang,  Baumeistern,  Nahmen...  und  andern  alda  vorgangenen
  Geschichten,  alles  mit  sondern  Fleiss  zusammen  getragen
und  beschrieben.  Volst  erstlich  der  Anfang  unnd  Ursprung  .  .:
“Wir  lesen  bei  den  alten  Geschichtschreibern  und  in  den  Historien...”.
Die  Chronik  geht  bis  zum  Jahre  1599.  Sie  enthält  einige  zum  Theil
sehr  umfangreiche  Gedichte  über  städtische  Angelegenheiten,  so
        <pb n="53" />
        Histor.131  —  137  47

Bl.192b  “Lochordnung  zu  Nürnberg’  (einer  alten  Chronik  entnommen),
Bl.253—259  über  den  Marktbrunnen  von  Hans  Weber  (1587),  dann
im  letzten  Theile  sehr  viele  Stadtneuigkeiten.

Histor.134  26Bl.  zu  21:16'/,  cm  Ende  des  16  Jahrh.

Chronik  von  Nürnberg.  Anfang  “Man  lisset  in  Historien,  das
vor  Zeitten  die  Romer  der  gantzen  Weldt  bestritten  .  ..  Unvollständig;
  bricht  ab  in  dem  Kaufbrief  betr.  die  Burggerechtigkeiten
vom  Jahre  1427.

Histor.135  188Bl.  zu  321%,  :19cm  17  Jahrh.

Chroniea  der  Reichs  Statt  Nürnberg:  von  derselben  ersten
Ursprung,  Anfang,  Bawmeistern,  Nahmen,  Grösse  .  .  alles  mit  sondern
Fleiss  zusammen  getragen  vnd  beschrieben.

Nach  diesem  von  Federzeichnungen  (u.  a.  Zeichnung  von  Nürnberg)
umgebenen  Titel  folgt  zunächst  Bl.2  “Der  einig  Vogel  Fenix:  Fenix
der  edle  Vogel  werdt  |  Hat  seines  gleichen  nit  auf  erd.  .,  52  Verse
(Christus  wird  als  der  himmlische  Phönix  dargestellt).  Dann  Bl.3b
Vorwort  des  Verf.  der  Chronik  “Günstiger  unnd  freundtlicher  lieber
Leser.  Auss  sonderlicher  Lieb  und  Gunst  .  ’;  Bl.5  Allgemeines
über  Nürnberg  “Nürmberg  dass  weit  besucht  edel  Gewerbhauss  im
gantzen  Teutschenlande  .  .;  Bl.5b  Von  Erbauung  und  Anfang  der
weittberümbten  Statt  Nürmberg  “Wir  lesen  bey  den  alten  Geschichtschreibern
  unnd  denn  Historien,  dass  ungefehrlich  40  Jahr  vor  der
Geburhrt  Christi  die  Römer  .  .'.  Die  Chronik  schildert  besonders
K.  Heinrich’s  Turnier  und  die  Wirren  des  Interim  und  bricht  (unvollständig)
  mit  1564  ab.

Histor.136  31Bl.  zu  281),  :18!/,cm  17  Jahrh.

Ein  kurze  Cronica  der  Edlen  und  Kaysserlichen  Reichsstatt  Nürnberg
  von  Ihren  Ersten  Ursprung  und  Anfang,  auch  Burgermeistern
..  und  was  sonst  Nahmhaffts  geschehen  ist  von  Anfang  Kaysser
Julii  biss  auff  Caroly  den  Fünften  .  .  zusammen  geschrieben  durch
Valentin  Widemann,  Püttner  und  Bürger  in  Nürnberg.  Anfang
‘Ehe  wir  recht  zur  Cronica  greiffen,  wollen  wir  zuvor  .  ..  Die  Hs.
bricht  ab  im  5  Cap.  des  2  Theiles  bei  Beschreibung  des  Turniers
vom  Jahre  1197.

Histor.137  300  Bl.  zu  281/,:201/,  cm  17  Jahrh.

“Annfanng  der  Irrungen  zwischenn  dem  Pfalzgrafenn  unnd  Bairischenn
Fürstenn  umb  das  gelassenn  Herzog  Georgenn  vounn  Bairn  Fürstennthumb
  unnd  wie  nachvoleennd  daraus  der  Bairisch  Krieg  vonn
den  Reichsstennden  erflossenn,  unnd  was  inn  solchem  durch  einenn
Erbern  Rath  der  Stat  Nürmberg  unnd  ir  kriegsvolk  mit  eroberung
etwo  vil  stett  unnd  fleckenn  gehandelt  ist,  mit  sambt  etwo  vil
menngeln,  die  sich  eins  E.  Raths  halben  inn  solchen  Krieg  ereugt
habenn  unnd  zu  anndermalen  inn  Zeit  der  Notturft  furhannden  zu
nemen  unnd  zu  bedennckenn  sein.  Anno  C.1504°”.  Anfang  “Als
der...  herr  Jorg  ..  die  Schuld  menschlicher  Natur  bezalt’.
Darstellung  des  bairischen  Kriegs  von  1504  vom  Standpunkte  Nürnbergs
  aus,  mit  einer  Reihe  von  Aktenstücken.  Vgl.  Hegel  in  den
        <pb n="54" />
        48  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

“Chroniken  der  deutschen  Städte’  I  S.XXXIL.  Am  Rande  sind  die
Blattzahlen  der  Vorlage  notirt;  auf  sie  beziehen  sich  auch  die  Angaben
  des  Registers  B1.293b—300.

Histor.135  200Bl.  zu  34:21  em

Sammlung  von  Relationen,  Aufsätzen,  Auszügen,  Urkunden  etc.
zur  Geschichte  Nürnbergs,  wohl  von  J.  D.  Koeler  angelegt.

Bl.d  (Joh.  Müllner,  Ratlısschreiber  in  Nürnberg)  “Relation
und  Gegen  Bericht  wie  auch  zum  Theil  Wiederlegung  auf  dess
Chr.  Erdmanni  Relationem  .  .  de  reliquiis  Imperii  Romani.  ..  Die
Relation  beginnt  erst  auf  Bl.16;  Bl.56  die  “Appendix”  Leonh.  Wurfbein’s
  (vgl.  Histor.  140  Bd.II  nach  n.21).  Voran  gelt  BI.5—12  eine
Schilderung  der  Ausstellung  des  Nürnberger  “Heiligthums’  am  zweiten
Freitag  nach  Ostern.  Am  Schluss  Bl.12  “in  der  löbl.  Stadt  Nürnberg
gedruckt  1493  Jahr  von  Hanns  Mayr’.  Bl.59b  (Joh.  Müllner),
Discours  ob  Georg  Ruxners  Thurnierbuch  pro  seripto  authentico  zu
halten  .  .;  vgl.  Histor.140  Bd.  Il  am  Ende.

Bl.88  Anmerkungen  über  den  Tit.28  $5  der  guldenen  Bulle
und  der  von  dem  Geh.  Rath...  (J.  P.)  v.  Lud(e)wig  darüber  gemachten
ungleichen  Erläuterung  das  Vorrecht  der  1.  Stadt  Nürnberg  wegen
derer  erstern  daselbst  zu  haltenden  Höfe  betreffend.  Bl.  114  “Beyfällige
  Gedancken  und  Animadversiones  über  die  in  Herrn  Ludewig’s
Erläuterung  der  Guldenen  Bulle  P.  II  ad.  tit.28  $5..  befindlicher
ungegründeter  Vorstellung  von  Nürnberg.  Dw  Dre  C.S.D.D.C.S.’
Am  Schluss  “Absolvi  d.  17  Nov.  1719”.

Bl.138  Extraet  auss  weyland  Herrn  Ludwig  v.  Eyb  zu  Eybburg
dess  älteren  Ritters  Landrichters  und  Obristen  Cammer-Meisters  dess
Burggrafthum  zu  Nürnberg,  (7  1502)  .  .  Handbuch  ...  Das  Land-Gericht
  dess  Burggrafthums  zu  Nürnberg  betreffend.

Bl.146  Lebensbeschreibung  des  Erasmus  Ebner  (+  1577).

Bl.165  Extraet  aus  (Jolı.)  Müll(n)eri  Relation  von  der  Reichs
Vogtey.  Bl.166  Chr.  Scheurl,  Relation  betr.  das  Castrum  Brunn,
16  Aug.  1720.

Bl.180  “Warnefrieds  de  Bonafide  Beurtheilung  eines  Schenckungsbriefes
  Kaiser  Otto’sIV,  worin  er  die  St.  Jacobskirche  zu  Nürnberg
dem  Teutschen  Ritter  Orden  zugeeignet’,  Entwurf  von  der  Hand
J.  D.  Koeler’s;  dabei  Abschriften  der  öfter  gedruckten  Urkunde
(1213?),  und  (B1l.190)  ein  Gutachten  Koeler’s  in  derselben  Sache,
14  Oct.  1727.

Bl.164,  192—200  Abschriften  einiger  Kaiser-  und  Privat-Urkunden
zur  Geschichte  Nürnbergs.

1771  aus  J.  D.  Koeler’s  Nachlass.

Histor.140  2  Bände  zu  34:21  cm  Anfang  des  18  Jahrh.

Joh.  Müllner’s,  Rathsschreibers  zu  Nürnberg  (f  1634),  Relationes.

Ba.I  enthält  folgende  Relationen:  1)  Von  der  Reichs-Vesten
(33  Seiten);  über  einen  Druck  derselben  vgl.  Will-Nopitsch,  Nürnb.  Gel.-Lex.
  V1458.  2)  Von  den  Burggrafen  (205  8...  3)  Vom  Landgericht
(18  S.).  4)  Von  Schultheissen  Ambt  (35  8.).  9)  Von  beeden
Wäldten  (37  8.).  6)  Vom  Wildbalın  (20  S.).  7)  Von  der  Glaitens
Gerechtigkeit  (34  S.).  8)  Von  Zoll  und  Zoll-Freyheiten  (37  S.).
        <pb n="55" />
        Histor.138—142  49

9)  Von  Müntz-Wesen  (69  8.).  10)  Nürnberg  jederzeit  dem  Reich
unmittelbar  zugethan  gewest  (28  S.).  11)  Vom  Stadt-Regiment  und
Anderung  desselben  (55  S.).

Bd.II  enthält:  12)  Von  Erbauung  des  Rathhauses  und  wo  das
alte  müsse  gestanden  seyn  (8S8.).  13)  Befreyung  von  Frembden
Gerichten  (31  8.).  14)  Privilegium  wegen  Verfolgung  schädlicher
Leuthe  (49  S8.).  15)  Von  Oefinung  der  Land-Häuser  (16  S.).

16)  Von  der  Stener  Gerechtigkeit  1  S.).  17)  Von  den  Juden
und  derselben  Ausschaffung  (24  S.).  18)  Von  Ankunfft  der  Reichs-Lehen
  (168.).  19)  Von  dem  Böhmischen  Pfandtschilling  (61  S.).

20)  Von  dem  alten  Spittal  und  Teutschen  Haus  (24  S.).  21)  Von
Anderung  der  Religion  (94  S.);  gedr.  z.  B.  unter  dem  Titel  “Kurz
gefasste  Reformationsgeschichte  der  freyen  Reichsstadt  Nürnberg  .  .
Nürnberg  1770.  22)  Von  der  Stadt  Bündtnüssen  (77  S.).  —  Hierauf
folgt  dann  noch  ohne  Zählung:  Relation  und  Gegenbericht  wie  auch
zum  Theil  Wiederlegung  auf  des  Christiani  Erdmanni  Relationem
historico-paraeneticam  de  religniis  Imperii  Romani  sacris  et  ornamentis
  COaesareis  (72  8.):  gedruckt  in  Job.  Paul.  Roederi  .  .  Codex
historieus  .  .  de  fatis  Klinodiorum  .  .  ed.  Chph.  Th.  de  Murr  (1789)
S.401—520;  die  sich  daran  (8.73—77)  Anschliessende  Appendix  ist
das  ebenfalls  bei  Murr  (8.521—528)  gedruckte  Bedenken  Leonh.
Wurfbain’s  über  die  Reichs-Kleinodien,  Nürnberg  1640.  Hieran
schliesst  sich  ebenfalls  ohne  Zählung:  Discons  ob  Georg  Ruxner’s
Thurnierbuch  pro  seripto  anthentieo  zu  halten  und  wie  weit  demselben
  Glauben  zuzustellen  (45  8.);  öfter  gedruckt,  vgl.  Will-Nopitsch
V1  457,  woselbst  sich  auch  Angaben  finden  über  verstümmelnde
Drucke  einiger  anderer  Relationen.

Die  Originale  Müllner’s  befanden  sich  Mitte  des  vorigen  Jahrhunderts
  im  Nürnberger  Archiv  (vgl.  Will  II  677);  über  eine  der
unsrigen  ganz  ähnliche  Hs.  vgl.  Bibliotheca  Rinckiana  p.  1063.

Histor.142   XCI+83Bl.  zu  32:18;  em  17  Jahrh.
Nürnberger  Geschlechtsbuch.

Nach  einer  kurzen,  wohl  von  anderer  Hand  zugefügten  Einleitung
  über  die  Geschlechter  “Demnach  Kayser  Heinricus  der  Sechste
diss  Nahmens  a.  Chr.  1198  einen  grossen  Thurnier  .  .  folgt  nach
Bl.III  der  Kupfertitel  der  Ausgabe  "Geschlecht  Buch  dess  Heiligen
Reichs  Stat  Nürnberg  .  .  anno  1610’,  sodann  Bl.  IV—-LXXXIX  in
Versen  (Anfang  "Waldstromar:  Vor  Alters  und  ehe  diese  Stadt’)
eine  Behandlung  der  einzelnen  Geschlechter  (83  an  der  Zahl)  und
des  Wichtigsten  aus  ihrer  Geschichte.  Jedem  Geschlecht  voranf
geht  (Bl.1—83)  der  entsprechende  Kupferstich  aus  der  Ausgabe  von
1610.

Was  die  Reihenfolge  der  Geschlechter  anlangt,  so  ist  sie,  von
wenigen  unbedeutenden  Verschiebungen  abgesehen,  dieselbe,  wie  in
Helffrich’s  Geschlechtsbuch  (Ilistor.  145).  Die  nahe  Verwandtschaft
beider  Werke  zeigt  sich  auch  darin,  dass  sowohl  hier  wie  bei
Helffrich  nach  dem  Geschlechte  Kestel  au  43.  und  44.  Stelle  die
Geschlechter  Hüller  und  Prüller  (mit  leeren  Wappenschilden)  erscheinen,
  die  in  dem  nur  81  Geschlechter  enthaltenden  (vgl.  auch
das  in  dem  Göttinger  Exemplar  des  Drucks  vorangehende  Vorwort)

4
        <pb n="56" />
        50  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Drucke  von  1610  fehlen.  Die  Kupfer  zu  diesen  beiden  Geschlechtern,
die  im  Cod.142  zu  denen  des  Drucks  neu  hinzugekommen  sind,
zeigen  genau  dieselbe  Arbeit  wie  die  zu  den  übrigen.

Im  Cod.142  beginnen  die  Reihe  der  Geschlechter  die  Waldstromer,
  Haller,  Pfintzing,  Grundherrn,  Volekamer,  Tucher;  bei
Helffrich  die  Waldstromer,  Haller,  Pfintzing,  Tucher,  Volckamer,
Pilgram.  Bei  beiden  schliesst  die  Reihe  ab  mit  den  Geschlechtern
der  Wolft-Wolfisthaler,  Führer,  Welser,  Fütterer  und  Schlüsselfelder.

Eine  Vergleichung  der  Reihenfolge  der  Geschlechter  in  Cod.  142
und  bei  Helffrich  emerseits  und  in  den  Berliner  und  Göttinger
Exemplaren  des  Drucks  von  1610  andrerseits  ergiebt  als  Resultat
ziemliche  Abweichungen  der  ersteren  Gruppe  von  dem  Berliner
Exemplar  fast  nur  in  den  ersten  5  Ternionen  (zu  solchen  sind  die
Kupfertafeln  der  Ausgabe  von  1610  vereinigt);  das  Göttinger  Exemplar
dagegen  stimmt  mit  jener  fast  durchweg  innerhalb  der  Ternionen,
während  die  Ternionen  im  Ganzen  stark  umgestellt  sind.

Bl.  XC  und  XCI  alphabetisches  Register  der  Geschlechter.

Histor.143  I1-215Bl.  zu  31:20em  17  Jahrh.

Nicol.  Paul.  Helffrich’s  Nürnberger  Geschlechtsbuch.

Bl.I  Wappen  der  Familie  Helffrich  in  bunten  Farben.  Bl.1
Zeichnung  in  bunten  Farben:  Mann  in  pelzverbrämtem  Gewande
mit  einer  Rolle  “Beschreibung  der  rathfähigen  Geschlechter  der
Statt  Nürmberg”  in  der  Hand.

Bl.2  Haupttitel:  “Geschlecht  Buch  der  Statt  Nürmberg,  darinnen
zu  finden  alle  Geschlecht  des  Ratlıs,  wann  Sie  in  die  Statt  kommen,
auch  wan  und  wie  viel  von  einen  jeden  Geschlecht  im  Ratlı  erwählet,
  auch  welche  wider  auss  der  Statt  gezogen  und  theils  gar
abgestorben  seindt,  ingleichen  was  Sie  vor  unterschidliche  Stifftungen
hin  und  wider  getlian  haben,  wirst  du  gunstgewogener  Leser  in
diesem  Buch  .  .  beschrieben  finden,  welches  ich  ..,  so  viel  mir
möglich  zu  erfahren  gewest,  zusammengeschrieben  ...  Geschrieben
in  Nürnberg  den  6  Dec.  im  Jahr  nach  Chr.  Geburt  1665.  Nicolaus
Paulus  Heltfrich’.

Vor  der  (in  Prosa  abgefassten)  Schilderung  der  wichtigsten
Begebenheiten  aus  der  Geschichte  jedes  Geschlechts  findet  sich,  in
bunten  Farben  sauber  ausgeführt,  das  Wappen  desselben.  Bei  vielen
Geschlechtern  sind  der  Beschreibung  tabellenförmige  Verzeichnisse
der  aus  ihm  hervorgegangenen  “Consules  und  Scabini”  angehängt
mit  genauer  Angabe  des  Jahres,  in  dem  jeder  einzelne  Junger
Bürgermeister,  Alter  Bürgermeister,  Oberster  Hauptmann  u.  dgl.
geworden  ist.  Diese  Tabellen  sind,  wie  es  scheint  von  erster  Hand,
bis  zum  Jahre  1689  weitergeführt.  Uber  die  Reihenfolge  der
Geschlechter  vgl.  das  zu  Cod.  Histor.142  Gesagte.

Bl.212  Wappen:  Totenkopf,  darüber  Gerippe  mit  Stundenglas
und  Sense  “Mors  ultima  linea  rerum’;  Bl.213  alphabetisches  Register
der  Geschlechter;  B1l.215  Zeichnung  in  bunten  Farben:  der  Tod,
mit  einer  Rolle  ‘Dem  Todt  alles  gleich  gilt  Fragt  nichts  nach  Helm
und  Schildt”  in  der  Hand,  zertritt  ein  Wappenschild.

Die  Hs.  scheint  das  Original  des  Helffrichschen  Werkes  zu  sein.
        <pb n="57" />
        Histor.143  —  148  51

Histor.144  16Bl.  zu  181),  :141/,  cm  16  Jahrh.

Norimbergensia.

Bl.1  Verzeichnis  der  Dörfer,  welche  ‘nit  für  die  Lanndrueg  sonnder
inns  Ambt  Wherde’  gehören.  Bl.1b—12  Beschlüsse  betr.  das
Nürnberger  Landgebiet,  1547  —  1574.  Bl.13—15  “Diese  gcgen-„geschriebne
  Herm  sindt  die  Beisesser  gewesen  vıd  etliche  noch  an
“der  Stat-  vnd  Landrueg  1577’:  33  in  bunten  Farben  ausgeführte
Wappen;  BI.15b  ‘Volgen  die  Statpfender’:  15  Wappen;  Bl.16b
"Volgen  die  Landtpfender’:  4  Wappen.  Voran  geht  ein  Druck
“Vernewte  Polliceyordnung  .  .  a.  1572’.

Auf  dem  Vorderdeckel  ist  ein  buntes  Wappen  “Insignia  gentilitiae
Savermannorum  1566’  eingeklebt.

Histor.145  7Bl.  in  fol.  17  und  18  Jahrh.

Norimbergensia.  Bl.1  “Nürmbergische  Geschichten’,  Auszüge
  aus  einer  Chronik,  von  1340—1590.  Bl.3  "Eygentlicher
Verlauff  ...  was  sich  mit  Jeremia  Imhoff,  gewesenen  Cassierers  im
Ley-  oder  Pfandhauss  zugetragen  hat  (1672)’  nebst  seinem  Todesurtheil.
  Bl.5  Uber  Privilegien  von  Rath  und  Bürgerschaft  von
Nürnberg.

Histor.146  Druck

J.  G.  Biedermann,  Geschlechtsregister  des  Hochadelichen  Patrieiats
zu  Nürnberg  (1748);  mit  manchen  handschriftlichen  Nachträgen  aus
dem  18  Jahrh.

Histor.  147  54  Seiten  zu  20:  16!/,  cm  Anfang  des
18  Jahrh.

“Beschreibung  des  Marckt-Fleckens  Fürth  oder  Kurtzer  Bericht
von  dem  Alterthum  und  Freyheiten  des  freyen  Hoff-Marcks  Fürth
samt  denen  Prospecten  des  Hoff-Marckts,  der  Kirchen,  der  vornehmsten
  Gebäue  und  der  umliegenden  Gegendt  an  den  Tag  gelegt
von  Joh.  Alexander  Böner  a.  1705’  (8.27  —  34  vom  Faust-  und
Kolben-Recht.  Am  Schluss  wird  auf  hiemit  zu  publicirende  Kupfer
hingewiesen.  Vgl.  Histor.148  Bl.1—10.

Die  Hs.  stammt  aus  Fürth,  vgl.  die  Notiz  auf  Bl.1  “Von  Hn.
Hof  Commissario  Wächtler  in  Fürth’.

Histor.148  51Bl.  in  fol.  von  verschiedenen  Händen
des  18  Jahrh.

“Varia  ad  oppidum  Fürth  spectantia”.

Bl.1  Joh.  Alexand.  Böner’s  Beschreibung  von  Fürth  (vgl
Histor.  147),  hier  olıne  Titel  und  Nennung  des  Verfassers.

Bl.11  “Fürtische  Gemeinordnung’  vom  10  Oct.  1652.  Voran  geht
der  “Gericht  Seröpften  Eydt”.  31.17  und  18  Urkunden  Kaiser
Heinrich’s  II  vom  1Nov.  1007  und  Heinrich’s  IV  vom  19  Juli  1062,
nebst  dentscher  Übersetzung.  Die  lat.  Originale  sind  faesimilirt  bei
(Heyberger),  Die...  Landeshoheit  des  ...  Fürstenthums  Bamberg
über...  Fürth  ...  1774:  Probationes  diplomat.  no.9  und  5.
Bl.19  Benennung  derjenigen  Dörffer,  so  zur  Dompropstey  wegen
des  Amts  Fürth  sehör  en.  Bl.19  Wie  hoch  sich  ungefährlich  dass

[R
        <pb n="58" />
        52  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Einkommen  zu  Fürth  a.  1568  erstrecket.  Bl.20  Conrad  des
Alteren  (III),  Burggrafen  zu  Nürnberg,  Ubergabe  der  Hofmark  Fürth
an  die  Domprobstei  Bamberg,  1313  am  Tage  nach  St.  Marcus,  nebst
Angabe  der  späteren  Bestätigungen  dieser  Übergabe;  Bl.  93b  Erlass
des  Markgrafen  Georg  Friedrich  von  Brandenburg,  Onolzbach  3  März
(16)9.  Bl.  24  Copia  der  Gemein  Ordnung  zu  Fürtlı  a.  1497  (am
Montag  nach  der  Beschneidung  Christi)  aufgerichtet.  Bl.26b
Nürnbergische  Lehen.

B1.27  Recessus  zwischen  dem  hochfürstl.  Brandenburgischen  Hauss
Onolzbach  und  der  Dhomprobstey  zu  Bamberg  wegen  des  Marcks
Fürth,  Fürth  29  Oet.  1717.  Bl.33  Kaiser  Karl’s  VI  Bestätigung
der  Schenkung  Heinrich’s  H  vom  1  Nov.  1007  (vgl.  Bl.17)  und  eines
Erlasses  Kaiser  Friedrich’s  III  vom  Jahre  1442,  Wien  27  Apr.  1713;
Abschrift  des  Originals,  beglaubigt  von  Severus  Scheurlein,  Notar.
publ.  zu  Fürth.  Bl.43—46  Extract  aus  einigen  Urkunden  und  Übersetzung
  der  Urkunden  von  1007  und  1062  (vgl.  BL.17—1B8).
Bl.49  Sententia  Caesarea  in  Sachen  des  Stifftes  ...  zu  Bamberg
contra  Brandenburg  Onoltzbach,  Wien  d.  15  Febr.  1715.

Histor.149  23Bl.  m  fol.  18  Jahrh.

Bl.1  ‘Der  geheimen  Landesdeputation  (des  Fürstenthums  Baireuth)
  Vorstellung  ad  Serenissimum  (Markgrafen  Friedrich  Christian)’,
Baireuth  6  Jan.  1765:  Anklage  gegen  den  Güustling  des  Markgrafen,
Geh.  Rath  und  Leibmedicus  Schröder,  und  Bitte  ihn  mit  Ausnahme
der  ärztlichen  Stellung  seiner  sämtlichen  Amter  zu  entsetzen.
Bl.10  “Des  Geh.  Raths  und  Leib  -  Mediei  Schröder’s  Gegenvorstellung
  ad  Serenissimum’,  Baireuth  10  Febr.  1765.  Abschriften.

Histor.  150  501  Seiten  zu  31'/  :  20  em  Ende  des
16  Jahrh.  alter  mit  weissem,  gepresstem  Pergament  überzogener
Holzband  die  beiden  Schliessen  fehlen  Jetzt

“Kurtze  vnd  wahre  Beschreibung  Dess  hochgefreyten  löblichen
Stifftes  Würtzburg  Vrsprung,  wie  der  zu  dem  heiligen  christlichen
Glauben  kommen  und  von  einem  Bischove  zu  dem  andern  regiert
worden”.  Es  ist  eine  Bearbeitung  der  Bischofschronik  von  Lorenz
Fries  aus  Mergentheim,  die  zuerst  bei  J.  P.  Ludewig,  Geschicht-Schreiber
  von  dem  Bischoffthum  Wirtzburg  S.375ff.,  dann  von  der
Bonitas-Bauer’schen  Verlagshandlung  (Würzb.  1848)  gedruckt  ist.

Von  dem  Drucke  bei  Ludewig  weicht  unsere  Fassung  vor  allem
dadurch  ab,  dass  sie  stark  gekürzt  ist.  So  erscheinen  beispielsweise
von  den  ersten  10  Capiteln  der  Lebensbeschreibung  des  56.  Discho?S
Johann  in  dieser  Hs.  nur  e.2  (ohne  Urkunde),  5,  6  (gekürzt),  9
Auf  der  andern  Seite  finden  sich  aber  auch  in  der  Hs.  Stücke,  die
bei  Ludewig  fehlen;  so  unter  dem  6.  Bischof  Eilwart  eine  kurze
Erwähnung  “der  Eroberung  Böhmens  durch  Karl’s  des  Grossen  Sohn
Karl.

Zu  Anfang  der  Hs.  fehlt  die  poetische  Ermahnung  an  den  Leser,
die  Zueignung  und  die  Vorrede:  dagegen  steht  vor  der  Lebensbeschreibung
  Kilian’s  Bl.1  eine  andere  poetische  Einleitung  "Sanct
Kilian  die  christlich  Lieb  !  Aus  Schotten  in  diss  Francken  trieb’
(40  Verse)  und  BI.3  ‘Namen  aller  Bischoffen  zu  Würtzburg  und
        <pb n="59" />
        Histor.149—  152  53

wieviel  derselben  bis  uff  gegenwertige  Stundt  gewesen’  (bis  Bischof
Julius,  der  seit  1573  regierte).  Am  Schluss  geht  die  Hs.  nicht
wie  die  Drucke  bis  zum  Tode  des  60.  Bischofs  Rudolf  II  (7  1495),
sondern  umfasst  auch  noch  (S.494—501)  den  61.,  LaurentiusI.  Die
Lebensbeschreibung  dieses  Bischofs  deckt  sich  im  allgemeinen  mit
derjenigen,  die  Ludewig  S.866  ff.  “aus  Joh.Reinhard’s  wirtzburgischer
Chronike’  angefügt  hat,  jedoch  so,  dass  hier  auch  alles  das  erscheint,
was  Ludewig  mit  kleinerem  Druck  aus  dem  "monumentum  vetus
ignoti  auctoris’  anführt.

Der  Titel  der  Hs.  berührt  sich  eng  mit  dem  einer  Würzburger
Hs.,  die  in  Contzen’s  Sammlungen  d.  histor.  Vereins  f.  Unterfranken

.  zu  Würzburg  (1856)  5.238  unter  n0.32  angeführt  ist.  Jedoch

wird  in  dem  Titel  der  letzteren  ausdrücklich  Joh.  Reinhard  als
Verfasser  genannt.  Vgl.  auch  Histor.151.

1602  kaufte  die  Hs.  “Joh.  Wolfg.  Fuchs  a  Dornheim’,  dann
“Joach.  Chph.  v.  Seckendorff  zu  Ulstadt’  (vgl.  das  Vorsetzblatt).

Histor.151  402  Seiten  zu  31!/,:20  cm  16/17  Jahrh.
von  verschiedenen  Händen  geschrieben

Würzburger  Bischofschronik.

S.1—32  Stücke  aus  der  Chronik  von  Lor.  Fries,  bezw.  deren
Fortsetzung  (bis  1543).

S.47—402  Auszug  und  Weiterführung  der  Chronik  von  Lor.
Fries.  Bis  zum  Tode  des  60.  Bischofs  Rudolf’s  II  zeigt  diese
Fassung  von  dem  Drucke  der  Fries’schen  Chronik  bei  J.  P.  Ludewig,
Gesch.-Schreiber  v.  d.  Bischoffth.  Wirtzburg  S.373ff.,  zum  grossen
Theile  die  gleichen  Abweichungen  wie  Codex  Histor.150,  ohne  jedoch
aus  letzterer  Fassung  direkt  hergeleitet  zu  sein.  Im  Anfang  "Wie
das  römisch  Reich  zu  Christlichen  Glauben  komen:  Nach  der
Menschwerdung  unsers  Herrn  Jesu  Christi  a.  34  ist  der  heilige
Apostel  Paulus  .  .  sind  auch  Stücke  der  Fries’schen  Vorrede  verarbeitet.
  Von  dem  61.  Bischof,  Laurentius  I,  ab  stimmt  die  Darstellung
  ziemlich  genau  mit  dem,  was  Ludewig  im  Anschluss  an
die  Chronik  des  Fries  “aus  Joh.  Reinhards  wirtzburgischer  Chronik’
abgedruckt  hat  (die  Stücke  aus  dem  “monumentum  vetus  ignoti
auctoris’  in  dem  Leben  des  Laurentius  fehlen  hier;  vgl.  Histor.150).
Vielleicht  ist  also  dies  ganze  Werk  nichts  anderes  als  die  von
Ludewig  in  der  Vorrede  $  10  besprochene  Bearbeitung,  die  Joh.
Reinhard  von  der  Fries’schen  Chronik  herstellte.  Die  Hs.
ist  am  Schluss  unvollständig:  sie  bricht  ab  in  dem  Abschnitt  “Wie
die  Botten  abgefangen  worden’  (Ludewig  8.892)  vom  Jahre  1525.

S.33—46  enthalten  den  Anfang  des  soeben  beschriebenen  Werkes
(S.47ff.)  noch  von  derselben  Hand,  die  S.1—32  geschrieben  hat,
Jedoch  mit  starker  Abweichung  ın  der  Lebensbeschreibung  des
6.  Bischofs,  Eilwart,  in  welcher  das  Fragment  abbricht.

1839  aus  einer  Göttinger  Auktion.

Histor.152  29Bl.  zu  32:20cm  1795
(J.  St.  Pütter),  eigenhändiger  Entwurf  einer  dem  Reichshofratl

zu  übergebenden  Klage  in  Sachen  des  Kurpf.  Kirehenratlis  zu
Heidelberg  gegen  den  Kurfürsten  von  der  Pfalz.  “de  restituendo
        <pb n="60" />
        54  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

subditos  electoratus  Palatini  Rhenani  reformatos  in  omnibus,  in  quibus
contra  statum  anni  normalis  1618  in  pace  Westphalica  stabiliti  de
novo  gravati  sunt’;  März  1793.

Histor.153  43  Blätter  zu  32!/,  :201/,  cm  versehiedene
Hände  des  18  Jahrh.

3  Memoires  in  französ.  Sprache  betr.  die  Entsehädigungsansprüche
von  Kurpfalz  an  den  Kaiserliehen  Hof  zu  Wien  wegen  der  im
Oesterreichischen  Erbfolgekrieg  erlittenen  Verluste:  Bl.1  Memoire
des  Wiener  Hofes,  20  Nov.  1750.  Bl.15  Memoire  pour  prouver
la  justice  des  pretensions  que  l’Electeur  Palatin  forme  &amp;amp;  la  eharge
de  la  eour  de  Vienne.  Bl.22  Response  au  Memoire  de  la  Cour
Palatine.

Histor.15&amp;amp;  171Bl.  (nicht  alle  beschrieben)  zu  31:20cm
Anfang  des  17  Jahrlı.

Chronik  von  Strassburg  bis  gegen  Ende  des  16  Jahrhunderts.
Dieselbe  enthält  folgende  Abtheilungen:  Bl.2  Vonn  der  Statt
Strassburg  und  wohär  dieselb  und  diss  Landtt  ihren  Vrsprung
haben  Bl.14  Vonn  Stifften  vnd  Clösternn  Bl.22b  Von  Stifften
und  Clöstern  usser  der  Statt  im  Bistumb  B1.27b  Von  etliehen
Gebeuwen  inn  der  Statt  Strassburgk  Bl.29b  Etliche  Ordnungen
zuo  Strassburg  Bl.36  Von  etlichen  Ufflöuffen,  Geschöllen  und
andernn  Dingen  bBl.51  Fasti  consulares  (bis  1587)  Bl.63  Von
den  Bischoffen  zue  Strassburg  .  ..  (bis  Johann  v.  Manderscheitt)
Bl.81  Vonn  etliehen  Hendlen  und  Geschichten,  so  sich  zwüschen
Kaysern  unnd  der  Statt  Str.  begeben  .  .  B1.93  Vonn  allerley
Streittenn  Kriegen  unndt  Velt  Zügenn  so  im  Elsass  unndt  umbligenden
Ortenn  geschehenn  (bis  1574)  Bl.150  Vonn  etlichen  grossen
Bränden  inn  der  Statt  Str.  Bl1.158—166  Register.

Der  erste  Abschnitt  “Vonn  der  Statt  Strassburg...”  beginnt  mit
den  Worten  “Ninus  der  grosse  König  zu  Assyria’”.  Wir  haben  hier
also  offenbar  ein  Exemplar  der  von  Jean-Fred.  Hermann,  Notiees
historiques...  sur  la  ville  de  Strasbourg  1  (1817)  p.XV,  aufgeführten
Chronik  von  Jac.  Meyer.

Bl.168—171  Verzeiehnus  was  eine  jede  Zunfft  für  Ammeyster
sehabt  (von  der  Mitte  des  14  bis  gegen  Ende  des  16  Jahrh.).

Histor.155  15  Bl.  zu  18!1/,:12cm  und  kleiner  Anfang
des  19  Jahrh.

Brief  eines  Strassburgers  an  einen  (Göttinger?)  Hofrath  über  die
Revolution  von  1789  und  den  folgenden  Jahren  in  Strassburg;  geschrieben
  in  den  ersten  Jahren  des  19  Jahrlı.  Absehrift.  Der
Verf.  erwähnt  auch  eigene  Erlebnisse.  Bl.sbf.  spricht  er  über  das
Waisenhaus  und  die  milden  Stiftungen  Strassburg’s  und  zeigt  hierfür
ein  solches  Interesse,  dass  man  in  ihn  mit  einiger  Wahrscheinlichkeit
den  Generalsecretär  der  milden  Stiftungen  Strassburgs  Ulrich,  den
Verfasser  des  "Recueil  de  pieces  authentiques  servant  a  Y’histoire  de
la  revolution  &amp;amp;  Strasbourg’,  vermuthen  kann.  Bl.10—15  Anmerkungen
  zu  p.1—41l  einer  Sehrift  mit  eingehenden  Angaben  über
Strassburger  Zustände  kurz  nach  dem  Tode  des  Professors  der
Botanik  (J.)  Hermann.
        <pb n="61" />
        Histor.  153  —  159  55

Histor.156  172Bl.  zu  191/,:15em  Ende  des  17  Jahrh.

“Kurze  Beschreibung  dess  vor  Zeiten  zwar  edlen  und  herrlichen,
nunmehro  aber  in  seinem  besten  Theil  jämmerlieh  zerstörten  Landes
Würtenberg  ..  neben  einem  Anhang  der  Clöster  dess  Lands.  Aus
alten  Seribenten,  Manuscriptis,  auch  eigener  Naehforsehung  .  .  zusammen
  getragen  von  Joh.  Martin  Rebstokh,  der  Zeit  evangelischen
und  Würtembergischen  Pfarrern  zu  Enabeuren  a.1697'.  Das  Werk
ist  nach  J.  J.  Moser,  Miscellanea  iurid.-histor.I  S.406  zuerst  im  Jahre
1699  in  Stuttgart  gedruckt.  Die  2.,  von  Rebstock’s  Sohn  vorbereitete
Ausgabe,  die  Moser  erwähnt,  ist  nicht  erschienen.

In  die  Hs.  eingesetzt  sind  zu  Anfang  eine  gedruckte  Karte
“Wirtenberg  Ducatus’,  dann  40  saubere  Stiche  von  Städten  und
Ortschaften.

Vorn  eingeklebt  ist  das  Ex-libris  von  J.  H.  Harppreeht  Ass.  C.  J.
(+  1783).  1810  aus  der  Bibliothek  des  Geh.  Justizraths  Falcke  in
Hannover  erworben.

Histor.157  167Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Württembergica  1732—1740.

Bl.1  ‘Der  Bevollmächtigten  dess  Grösseren  Aussschusses  unterthänigstes
  Anbringen  und  Bitten,  auff  den  Fall  künftiger  Succession
die  in  dem  Herzogth.  (Württemberg)  eingeführte...  evangelisehe
Religion  der  unveränderten  Augspurgischen  Confession  in  Hochfürstl.
Gnaden  versichern  zu  lassen’,  Stuttgart  31  März  1732  (an  Eberhard
Ludwig).  Bl.79  “Der  Verordneten  dess  Engern  Aussscehusses  unterthänigstes
  weiteres...  Bitten,  die  Festsetzung  der  Evang.-Lutherischen
Religion  und  Administration  des  Kirchenguts  betr.’,  Stuttg.  14  Nov.
1753  (an  Karl  Alexander),  mit  2  Beilagen.

bBl.115  Testament  Karl  Alexander’s,  Stuttgart  7  März  1797;
B1.150  Codieill  desselben  Herzogs,  Ludwigsburg  12  Juni  1736.  Beides
Abschriften  der  Origmale,  beglaubigt  durch  den  Notar  Leonh.  Heinr.
Jahn  in  Stuttgart,  19  März  1737.

Bl.153—167  Reichskammergerichtsacten  in  Sachen  Kurpfalz  gegen
Württemberg  betr.  Zahlung  einer  Wechselschuld  aus  dem  Nachlasse
des  Jud  Süss,  1734—  1740.

Aus  dem  Naehlasse  von  G.  M.  v.  Ludolf.

Histor.158  410  Bl.  zu  201/,:161/,  cm   Reinschrift  aus
dem  Anfang  des  18  Jahrh.

“Compactatorum  Dueatus  Würtenberg.  Compendium,  das  ist  Summarischer
  Begriff  aller  Verträge,  Abschied,  Confirmationum  und
Privilegiorum  des  Herzogthums  Würtemberg  von  a.1482  bis  a.1686
inelus.  ...  verfasset  von  J(oh.)  HCeinr.)  S(turm)  D(r.)  SCeren.)  D(ueis)
W(ürttemb.)  C(onsiliar.)”.  Gedruckt  im  F.  C.  v.  Moser’s  Beyträgen
zu  dem  Staats-  und  Völeker-Recht  I  S.3381f.  und  II;  vgl.  J.  J.  Moser’s
Wirtembergische  Bibliothek,  4.  Aufl.,  8.251.  Dasselbe  Werk  auch
Histor.  159.

Histor.159  296  Bl.  zu  34:?1Iem   18Jahrh.

Dasselbe  Werk  wie  Histor.158.  Nach  dem  Vorwort  und  den
Registern  ist  zu  Anfang  von  Tom.  I  der  Vertrag  zu  Münsingen,  die
        <pb n="62" />
        56  Goettingen.  Universitäts-  Bibliothek

Erection  des  Herzogth.  Wiürtemberg  und  der  Anfang  des  Tübinger
Vertrags  von  1514  ausgefallen.

Histor.161  14Bl.  zu  291),  :  19!/,  em  17  Jahrh.

Bl.1  Stallordnung  Markgraf  Georg  Friedrich’s  von  Baden  (7  1638)
“auff  dem  fürstl.  Marstall  zu  Carolspurg  sampt  denjenigen  so  dem
Fr.  Marstall  unterworffen  seindt’;  das  Datum  ist  nicht  ausgefüllt
Bl.5  Verzaiehnuss  wie  in..  Ernst  Friedrich  Marggraffen  zu  Badenn
Gestütt  vonn  mir  Johann  de  Fiorentini,  Stallmeister,  nach  Ordnung,
wie  hernaclı  folgt  geschriebenn,  gehalten  ist  worden  vonn  dem  7  Martii
2.1589  und  soll  noch,  geliebts  Gott,  hinfehro  ..  also  gehalten  werdenn
(Bl.9  Verzaichnus  des  Maulesels  Gestütts)  Bl.11  (von  anderer
Hand:)  Des  H.  Ertzbischoffn  (Johann  Friedrich)  von  Bremen  Stallordnung.
  a.1617  3  Decemb.

Histor.162  Pergam.  23Bl.  zu  31:24!/),  cm  saubere  Reinschrift
  von  1561

Urbar  unnd  aigenttliche  lauttere  Beschreibung  der  leibaignen
Leutten  Renten,  Zinsen  und  Gülten,  ewigen  und  ablösigen,  so  die
Rö.  Kay.  Majestät...  im  1561  Jar  von...  Hans  Walthern  von  Laubenberg
  zum  Laubenberger  Stain,  der  zeit  Vogt  zu  Marckdorff,  .  .  zu
irer  Kay.  M.  Herschafften  Bregentz  und  Hohenegg  .  .  erkhouffen
lassen  und  soll  irer  M.  alle  Nutzparkhait  von  diesem  gantzen  Kauft
auff  Martini  Episcopi  ditz  1561  Jars  angeen...  Original,  mit  den
eigenhändigen  Unterschriften  von  Hans  Walther  und  Andreas
v.  Laubenberg  (in  Bregenz).

Histor.163  293  Bl.  zu  33:20em  18Jahrh.

Reiche  Sammlung  von  Aktenstücken  betr.  die  Streitigkeiten  um
die  Herrschaft  Zwingenberg  (fränkische  Reichsritterschaft  g.  Kurpfalz
  in  puncto  cassationis  des  Kaufvertrages;  Ritterschaft  des
Kantons  Odenwald  g.  Kurpfalz  in  puncto  collectationis  der  Herrschaft
2.;  Kurbraunschweig  ete.  betr.  Sicherstellung  des  evangelischen  Bekenntnisses
  in  Zwingenberg)  1745—1749.  Es  sind  besonders  Verfügungen
  Georg’s1l,  Schreiben  der  hannoverschen,  preussischen  und
fürstl.  sächsischen  Regierung,  Berichte  des  hannoverschen  Gesandten
in  Regensburg  Kanzleidireetors  Lud.  Died.  Hugo  und  des  kurpfälzischen
  Gesandten  in  Berlin  Frh.  v.  Becker,  Reichstagsprotocolle
und  dgl.  Zwischen  den  Akten  finden  sich  hier  und  da  (so  BL1,  11,
35,  48,  62,  65,  148,  200,  217)  eigenhändige  Bemerkungen  und
regestenartige  Zusammenstellungen  von  Joh.  Steph.  Pütter,  dem  die
Sammlung  offenbar  von  der  Hannoverschen  Regierung  zugesandt
worden  ist.

Histor.164  2Bl.  m  fol.  1718   Bl1  “"Temperamenta
wie  es  in  Executions-  und  dabey  einschlagender  Religions  Sache
halber  bei  dem  Ober  Rheinischen  Crayss  gehalten  werden  soll’,
Frankfurt  17  Nov.  1700;  Bl.2  “Extract  aus  den  Rheinfelsischen
Exeentions-Acten  quoad  hune  passum’.  Nach  einer  Notiz  J.  D.
Grubers  auf  Bl.1  Beilagen  zu  einem  Bericht  aus  Wien  vom
20  Juli  1718.
        <pb n="63" />
        Histor.161—  166  97

Histor.165  2?Bl.  ım  fol.  18Jahrh.

“Nachricht  wie  es  bey  der  Superintendenten  Wahl  Herrn  Kürschner
ergangen,  aufgezeichnet  von  den  Opfermann  Klimmrad’.  Nicol.
Kürschner  wurde  am  23  (nach  C.W.  Ledderhose,  Beytr.  z.  Beschreibung
des  Kirchen-Staates  der  Hessen-Casselischen  Lande  S.26,  am  24)  Febr.
1718  zum  Superintendenten  in  Cassel  gewählt.

Histor.  166  2  Bände  von  189  und  142  Bl.  in  fol.
18  Jahrh.
 Hassiaca,  13—18  Jahrh.

Bl.1—2  Copia  Abschieds  zwischen  Wilhelm  zu  H.-Cassel  und
Georg  zu  H.-Darmstadt,  Marburg  14  Dec.  1627,  wegen  der  Appellationen
  von  der  Canzlei  an  den  Landesfürsten.  Bl.22—43  Brevis
ac  suceineta  deductio,  dass  die  Casselische  Linie  bevor  der  Darmstättischen
  eine  sonderbahre  Erbpräminenz  ...  habe.  Bl.53  und  64
Privilegia  Kaiser  Ferdinand’s  III  vom  26  Aug.  1650  und  7  Juli  1654;
gedr.  bei  Kuchenbecker,  Abhandl.  von  denen  Erb-Hof-Aemtern  der
Ldgrfsch.  Hessen  (1744),  Beweisthimer  8.107  und  115.  Bl.75
“Zur  Nachricht  umb  allerley  ..  Verdriesslichkeiten  desto  besser  vorzukommen’‘'
  über  die  morganatische  Ehe  des  Landgrafen  Ernst  von
H.-Rheinfels  mit  Alexandr.  Ernestine  von  Straubing  1690.  Bl.77
Copia  dero  Posten,  so  den  Procuratoribus  aus  dem  Revision-Gerichts
Abschiede  zu  commuunieiren,  23  Oct.  1629.  Bl.83—126  Herren
Hof  Marschalcks  und  Obristen  v.  Günderod  Bedencken  und  Vorschläge
  wie  die  Hofhaltung  zusambt  davon  dependirenden  Bestellung
der  Justiz  Kriegs  Jagdt  und  Forstsachen  zum  ..  besten  einzurichten

(communieirt  erhalten  ..  von  Hn.  Regiments  -  Quartiermeister
Meuser  1742’  notirt  Bl.83  der  Zusammensteller  der  Sammlung).
Bl.144  Anschlag  der  Trancksteur  des  Niddern  undt  Obern  Fürstenthumbs
  Hessen,  der  beiden  Ober  und  Nidder  Graffschaften  Catzenelnbogen
  undt  der  Dietzischen  Ambter,  wie  diesselben  zum  Theil
unser  gnädiger  Fürst  und  Herr  selbst  gemacht  und  zum  Theil  auss
den  verrechneten  Registern  de  a.  1566  undt  68  ausgezogen  worden;
Bl.146  °10  jähriger  Traneksteur-Extract”  (von  1657—  1666).  Bl.148
Kriegs  Estat  uff  den  Monath  Januarium  1703.

Ausserdem  verschiedene  Abschriften  und  Auszüge  aus  Drucken.

Bd.  IL  (darin  einige  Drucke).

Bl.1--77  Kaiserliche  Lehunsbriefe  für  die  Fürsten  von  Hessen,
Lehnsbriefe  über  Hessische  Erbämter,  Bündnis-  und  Tauschverträge
etc.  Mit  Ausnahme  von  Bl.  36/37  (Auszug  aus  dem  Landtagsprotocoll
  von  Treysa  1576)  und  B1l.60—64  (Lelinbriefe  von  1301  und
1279)  ist  bei  jedem  Stücke  beigeschrieben,  wo  cs  gedruckt  ist.
Zum  allergrössten  Theil  sind  es  nichts  als  Abschriften  aus  diesen
Drucken.

B1.78—92  "Den  20  (bis  27)  Jan.  1746  haben  die  gnädigst  verordnete
  Commissarii  Hr.  ..  Advocatus  fisci  Kopp  und  Hr.  Archivarius
Müldener  .  .  die  unter  meinen  (d.  h.  des  Kammerratlis  J.  C.  Thalmann)
  Privat-Scripturen  sich  mit  vorgefundene  alte  Original-Doeumenta
  Stück  vor  Stück  durchschen  und  darüber  folgende  Designation
verfertigt’:  Verzeichnis  von  etwa  170  Urkunden  zur  Geschichte
        <pb n="64" />
        58  Goettingen.  Universitäts-  Bibliothek

Hessens  (besonders  "Doeumenta  Gudensbergensia’  und  “Milsunger
Documenta’).  B1.95—113  Allerhand  Indices  und  Designationes
von  Landes  Ordnungen’  (vielleicht  bezüglich  auf  Jurid.507—523).

Bl.114—127  Hessische  Ordnungen  und  Reseripte  von  1707  bis
1728.  Bl.128  Landgraf  Philipp’s  (D)  Ordnung  für  die  Canzleien
in  Marburg  und  Cassel,  6  Mai  1553.  b1.130  Acten  ete.  in  Sachen
des  Drost  v.  Cornberg  zu  Bodenenger  gegen  J.  G.  Lohmann  (Luhmann)
in  Oelbergen  betr.  dessen  Schuld  an  einer  Fenersbrunst,  1731—  1737.

Die  Sammlung  stammt  aus  dem  Besitze  des  Kammerraths  J.  C.
Thalmann,  der  eigenhändig  manche  Überschriften,  Notizen  über
Drucke  und  dgl.  hinzugefügt  und  auch  das  Verzeichnis  Bd.  II  B1.78
bis  92  geschrieben  hat;  vgl.  auch  die  Adresse  Bd.I  Bl.74b.  Aus
Thalmann’s  Nachlass  rührt  auch  wohl  die  grosse  Sammlung  von
Hessischen  Verordnungen  her,  die  unter  Jurid.507—523  beschrieben
ist  (vgl.  besonders  Jurid.508—510  und  515),  sowie  eine  Reihe  der
in  der  Druckabtheilung  der  Bibliothek  befindlichen  Ordnungen.

Histor.16%  990  Seiten  zu  33:20cm  18  Jahrh.

Hessische  Landtagsabschiede  des  16—18  Jahrhunderts  (bis
1779),  in  Abschriften  verschiedener  Hände;  dazwischen  vereinzelt
andere  irgendwie  auf  die  Landtage  bezüglichen  Aktenstücke.
Von  den  62  chronologisch  geordneten  Nummern  gehören  n.1—21
(S.1—418)  in  das  16.,  n.22—56  (8.419—890)  ins  17.,  n.57—62
(S.891—990)  ins  18.  Jahrhundert.

1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selehow’s  ersteigert.

Histor.  168  627  Seiten  zu:  351/,  :  211/.  cm  18  Jahrh.

Hessische  Landtagsabschiede  des  16-18  Jahrhunderts  (bis
1758).  Von  den  22  chronologisch  geordneten  Nummern  gehören
n.1—5  (S.7—145)  in  das  16.  und  17.,  n.6—22  (S.146—609)  ins
18.  Jahrhundert.  S.610  Abschied  übers  Fürstl.  Samt-Hofgericht
zu  Marpurg,  19  Febr.  1650.

1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selchow’s  ersteigert.

Histor.169  461  Bl.  in  fol.  von  verschiedenen  Händen
des  18  Jahrh.

Bl.1-—-97  Hessische  Landtagsabschiede:  Cassel  1688,  1717,
1731,  1735,  1759,  1764  und  März  1772.

Bl.98—186  Landschaftliches  Protocollum,  (Cassel)  vom
22  Nov.  1778  bis  19  Mai  1779.  Bl.187—436  Beilagen  dazu.

Bl.437—461  Verschiedene  hessische  Ordnungen  und  Recesse  von
1650—  1783.

1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selchow’s  ersteigert.

Histor.170  264Bl.  zu  etwa  35:21lem  18Jalhırh.

Acten  vom  Landeommnunicationstag  zu  Cassel  im  Jahre
1737.   Voran  gehen  drei  kurze  Protocolle  der  Sitzungen  (1—290et.),
von  denen  nach  Bleistiftnotizen  auf  Bl.28  und  35  das  zweite  (B1.28—34)
von  (Joh.)  Clemen,  Vertreter  von  Schmalkalden,  das  dritte  vom
V.-Canzler  Waldschmidt  herrührt.  Hieran  schliessen  sich  Landtagsakten
  der  verschiedensten  Art,  von  Bl.219  an  "Besondere  Pieces,  so
        <pb n="65" />
        Histor.167  —  178  59

sich  bey  denen  im  Cassellischen  Regierungs-Archiv  reponirt  seyenden
Original-Landtags-Actis  de  1731  nieht  finden’.
1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selchow’s  ersteigert.

Histor.  171  354  Bl.  zu  351%,  :211/,  em  18  Jahrh.

Acten  vom  Landtage  zu  Cassel  im  Jahre  1764.  Bl.  1—240
Protocolle  der  Sitzungen  (16  Jan.  —  17  Nov.);  Bl.241—354  Beilagen.
1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selehow’s  ersteigert.

Histor.172  114Bl.  zu  35:21'/,  cm  18  Jahrlı.

Bl.1  Protocolle  des  Landtags  zu  Cassel,  30  Oet.  1771—  21  Aug.
1772.  Bl.96  Abschied  desselben,  20  Aug.
1796  in  Marburg  aus  dem  Nachlasse  J.  H.  C.  Selchow’s  ersteigert.

Histor.173  15Bl.  in  4°  17%

Album  pastorum  reformatorum  per  inferiorem  Hassiam,  1726.
Hinter  jedem  Namen  ist  angegeben,  wer  die  betr.  Stelle  zu  besetzen
  hat.

Histor.174  3Bl.  in  fol.  1750

Bl.1  Originalschreiben  der  freien  Reichsstadt  Worms  au  G.  A.
v.  Münchhausen,  27  Oet.  1750:  Bitte  um  Beistand  gegen  die  Bedrückungen
  des  Hochstifts  Worms.  Bl.3  Entwurf  der  Antwort
Münchhausen’s,  Hannover  5  Nov.  1750.

Histor.  175  3Bl.  m  fol.  18  Jalırh.  Kurtze  Beschreibung
  von  der  Kayserlichen  und  des  Heiligen  Reichs  Burg
Friedberg  in  der  Wetterau.

Histor.176  78Bl.  m  fol.  Sammelband  des  18  Jahrlı.

Varia,  besonders  Rechtsgutachten  betr.  die  Burggrafenwahl  in  der
kaiserlichen  und  des  heiligen  römischen  Reiches  Burg  Friedberg
1749,  über  welche  auch  verschiedene  Deductionen  gedruckt  sind,
7.B.  G.  L.  Boehmer’s  Dissertatio  de  iuribus  ex  statu  militari  Germanorum
  pendentibus  1749  p.101—152,  von  der  hier  oft  die  Rede
ist,  Neben  Gutachten  (z.B.  Bl.1  von  G.  L.  Böhmer,  Göttingen
11  Apr.  1749)  und  Briefen  (Bl.7—10  zwei  Schreiben  des  Syndicus
Schirmer  in  Friedberg  an  G.  A.  v.  Münchhausen,  Mai-Aug.1749)
finden  sich  besonders  Absehriften  und  Auszüge  zahlreicher  Urkunden
des  15—18  Jahrhunderts.

Histor.177  Bl.  in  fol.  1740  Gutachten  über  die
bei  Aussterben  der  Grafen  von  Hanau  zwischen  Hessen-Cassel  und
Hessen-Darmstadt  entstandenen  Streitigkeiten;  15  Oct.  1740.  Aus
dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl  von  diesen  verfasst.

Histor.178  7Bl.  im  fol.  1757
"Reichsgesetzmässige  aber  nicht  rabbulistische  Erörterung  der

Frage:  ob  die  von  dem  .  .  Reichs-Cammergcericht  zur  Vollstreckung
des  in  Sachen  Mayntz  c.  Hessen-Hanau  .  .  ausgesprochenen  .  .  Urthels

  auf...  den  Bischoff  zu  Worms  und  Pfalz-Simmern  erkannte  Commission
  zu  recht  beständig  oder  nicht  vielmehr  einem  catholischen
und  cinem  evangelischen  Stand  des  oberrheinischen  Craysses  ..  auf-
        <pb n="66" />
        60  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

getragen  werden  müsse?’,  16  Dee.  1737.  Aus  dem  Nachlasse  von
J.D.  Gruber  und  wohl  von  ihm  verfasst.  Von  seiner  Hand  am
Rande  einige  Nachträge.

Histor.179   17Bl.  in  fol.   1737—1745

9  Gutachten  J.  D.  Gruber’s  über  Hessische  Angelegenheiten,
1737  —1745,  besonders  über  den  Streit  von  Hessen-Cassel  und  Hessen-Darmstadt
  wegen  der  Hanauischen  Länder.  Dabei  Bl.10/11  ein
eigenhändiges  Schreiben  von  G.  A.  v.  Münehhausen  an  Gruber.

Histor.180  7BI.  in  fol.  18Jahrh.

3  Gutachten  betr.  Streitigkeiten  des  Landgrafen  von  Hessen-Darmstadt
  mit  dem  Deutschen  Orden  wegen  der  Commende  Schiffenberg,
  bald  naeh  1753;  davon  Bl.5  eigenhändig  von  D.  G.  Strube.

Histor.181  6Bl.  verschiedenen  Formats  1752

Bl.3  Christian  Aug.  Graf  zu  Solms  an  G.  A.  v.  Münchhausen,
Laubach  18  Juli  1752:  Bitte  um  Unterstützung  der  Pensionsansprüche
seiner  Gemahlin  an  Russland,  Original;  dabei  Bl.1  Entwurf  zu  der
(abschlägigen)  Antwort  Münchhausen’s,  Hannover  29  Juli  1752.
Bl.4  "Status  causae’  in  derselben  Sache.

Histor.182  83Bl.  in  fol.  1734—1751

Gutachten,  Akten  und  Urkunden  betr.  Erbschafts-,  Suecessionsund
  Schuldverhältnisse  des  Hauses  Nassau,  1734—1751.  Die
meisten  Gutachten  (Bl.13  17  21  28  55  57  61)  stammen  von  J.D.
Gruber,  Bl.67  von  Chr.  L.  Scheidt.  Nieht  genannt  ist  der  Verfasser
  des  mit  vielen  Correeturen  versehenen  Entwurfes  B1.29—50
“Kurtze  Vorstellung  des  .  ..  der  Princessin  Anna  Charlotta  Amalia
von  ÖOranien  ..  und  dero  beyden  Pupillen  an  die  Hälfte  der
Oranischen  Verlassensehaft  competirenden  Rechtes’.  BI.15  ist  Entwurf
  zu  einem  Schreiben  G.  A.  v.  Münchhausen’s  an  den  Herzog
zu  Holstein-Plön,  Hannover  3  Apr.  1751  Bl.68—83  Urkunden  von
1255,  1289  und  1786.  Vgl.  Histor.  184.

Histor.183  2Bl.  in  fol.  1766  Wilhelm  (V)  von
Oranien  zeigt  dem  Regensburger  Reichstag  seinen  Regierungsantritt
an,  Haag  10  März  1766.  Dictatum  Ratisbonae  21  Apr.  1766.

Histor.  154  6Bl.  m  fol.  1740

(J.  D.  Gruber),  zwei  Gutachten  betr.  die  Schulden  von  Nassau-Dillenburg,
  24  Jan.  und  25  Febr.  1740;  gehört  zu  Histor.182.

Histor.184a  3  Faseikel  in  fol.  19  Jahrh.

Heft1  (75  Bl.  meist  ın  fol.)  Erlasse  der  Nassauischen  Landesregierung
  an  die  Inhaber  der  Professur  für  Nassauische  Staats-  und
Rechtsverfassung  und  Verwaltung  in  Göttingen,  Ant.  Bauer  (1828
bis  1842)  und  L.  F.  W.  Duncker  (1843—  1847).  Darunter  einzelne
Entwürfe  oder  Abschriften  von  Antworten  Bauer’s  und  Duneker’s;
Bl.73  Regierungspräsident  G.  Möller  an  Bauer,  Privatbrief,  Wiesbaden
  15  Febr.  1831.

Heft  2  (22  Bl.  meist  in  fol.)  “Verzeichnisse  der  hier  (d.  i.  in  Göttingen)
  studirenden  Nassauer’,  aus  den  Jahren  1838—  1847.
        <pb n="67" />
        Histor.179  —  186  61

Heft  3  (80  Bl.  in  fol.)  Zwei  Berichte  des  Regierungsrathes  Ferd.
Vollpracht  an  die  nassauische  Landesregierung  über  seine  Visitationen
des  Zuchthauses  zu  Diez  (6  Nov.  1838)  und  des  Correctionshauses
zu  Eberbach  (23  Dec.  1838).  Entwürfe,  zum  Theil  offenbar  eigenhändig.


1882  aus  dem  Archiv  der  Universität  überwiesen,  zusammen  mit
einer  grossen  (jetzt  zu  den  Drucken  gestellten)  Sammlung  meist  gedruckter
  oder  lithographirter  Verordnungen  nassauischer  Behörden
aus  der  ersten  Hälfte  des  19.  Jahrhunderts,  welche  die  Nassauische
Regierung  dem  von  ihr  an  der  Göttinger  Universität  angestellten
Professor  für  Nassauische  Staats-  und  Rechtsverfassung  und  Verwaltung
  zugesandt  hatte.

Histor.1855  65Bl.  m  fol.  18  Jahrh.

Acten,  Briefe  und  Gutachten  zur  Geschichte  Frankfurt’s  a/M.,
besonders  betr.  die  Streitigkeiten  zwischen  dem  lutherischen  Rathe
und  den  reformirten  Einwohnern,  1750—1751.  Darunter  folgende
Originalschreiben  an  G.  A.  v.  Münchhausen:  Bi.1  von  v.  Lersner,
Fıikf.  14  Aug.  1751;  Bl.8  33  54  von  den  Mitgliedern  der  engern
Rathsdeputation  J.  G.  Schweitzer  Edlem  v.  Wiederhold  und  Dr.  J.
N.  Rücker,  Frkf.  29  Nov.  17  0et.  und  9  Apr.  1750.  Antworten
Münchhausen’s  auf  die  3  letzten  Schreiben  sind  die  Entwürfe
Bi.19  28  und  52  vom  7  Dec.  3Nov.  und  6  Mai  1750.  Bl.38—-51
der  Rath  von  Frankfurt  an  Georg  II  von  England-Hannover,  17  Oet.
1750,  Abschrift.

Aus  etwas  späterer  Zeit  sind  Bl.24  C.  F.  Hofmann  in  Wetzlar
an  J.  St.  Pütter,  27  Jan.  1772,  mit  (Bl.26/7)  Bemerkungen  zu  einer
Schrift  Pütter’s  über  die  Aufnahme  katholischer  Einwohner  als
Bürger  und  Zunftmeister  von  Seiten  evangelischer  Reichsstände,
und  Bl.25  C.  F.  Hofmann  an  die  Stadt  Frankfurt,  18  Jan.  1772
(Abschrift.).

Bl.  57  —  65  Merkwürdigkeiten  einiger  Oberrheinischen  Städte
(Frankfurt,  Heilbronn,  Worms,  Mannheim,  Heidelberg),  zusammengeschrieben
  von  J.  St.  Pütter.

Histor.1855m  52Bl.  zu  33:20'!/,  cm  18Jahrh.

Vier  Gutachten  betr.  Religionsstreitigkeiten  zwischen  den  evanselischen
  Bewohnern  von  Cronberg  und  Kurmainz  1752,  davon
Bl.1—15  von  D.  G.  Strube  in  Hannover.  Aus  G.  A.  v.  Münchhausen’s
  Besitz.

Histor.186  30  Blätter  zu  331/,  :201/,  cm  Anfang  des
18  Jahrh.

Bl.1  (W.  Chr.  Meschke)  “Neuer  Modus  Colleetandi  Oder  Unwiedersprechliche
  Demonstration,  auff  was  Maasse  in  dem  Churf.
Sachsen  und  imcorporirten  Landen  die  Königl.  Intraden  jährlich
aufft  ein  paar  Millionen  erhöhet,  und  das  Land  darbey  dennoch

subleviret  .  .  werden  könne’,  -=  Histor.196  Bl.1,  wo  am  Schluss
einige  Zeilen  mehr  vorhanden  sind;  Bl.13h  Beilage  (fehlt  im
Histor.196).  Bl.16  “Unmöglicher  und  unbedachtsamer  Modus
Collectandi  .  .,  scharfe  Entgegnung  auf  das  vorige.   BI.23  Schreiben

an  die  kursächs.  Regierung,  gegen  das  "Meschkische  Project’.
        <pb n="68" />
        62  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.1839  6DBände  zu  34:20em  17  Jahrh.

“Hoeana.  Diese  umfangreiche  Sammlung  enthält  Sehriftstüeke
  zur  Geschiehte  der  Jahre  1613—35,  nur  Weniges  fällt  früher
oder  später.  Für  die  politische  Geschichte  ist  sie  nicht  sehr  aussiebig;
  ausser  gelegentlichen  Notizen  und  einigen  Schriften  über
den  böhmischen  Aufstand  Bd.  HI  Bl.21ff.  ist  hierfür  eigentlieh  nur
Bd.  V  B1.223—483  zu  erwähnen,  wo  sich  Aeten  für  die  Vorgesehiehte
des  Prager  Friedens  finden.  Ihr  Hauptinhalt  sind  Aetenstücke  zur
Geschichte  der  theologischen  Streitigkeiten  zwischen  Lutheranern
und  Reformirten.

Matthias  Hoe  von  Hoenegg,  geb.  am  24  Febr.  1580,  war
von  1603  bis  1611  Superintendent  in  Plauen,  dann  folgte  er  mit
Erlaubnis  seines  Kurfürsten  einem  Rufe  naeh  Prag;  1613  ernannte
ihn  Johann  Georg  zu  seinem  Oberhofprediger,  in  weleher  Stellung
er  bis  zu  seinem  Tode  am  4  März  1645  verblieben  ist.

Wie  grosses  Vertrauen  der  Kurfürst  Johann  Georg  in  Hoe  setzte,
beweisen  die  zahlreichen  Sehreiben  an  ihn,  deren  Originale  diese
Sammlung  enthält.  Über  jede  theologische  Gewissensfrage  musste
Hoe  sein.  Gutachten  einreichen.  Die  Streitigkeiten  der  Sächsischen
Theologen  mit  andern  wurden  häufig  dureh  Convente  erledigt,  an
denen  Hoe  theilnahm  und  gewöhnlich  den  Vorsitz  führte.  Aueh  bei
den  Streitigkeiten  zwischen  den  Theologen  zu  Tübingen  und  Giessen
wurde  seine  Vermittelung  angerufen.  Auswärtigen  lutherischen
Theologen,  die  mit  Calvinisten  in  Streit  geriethen,  stand  er  mit  Rath
und  Hülfe  bei  (z.  B.  Gediecens),  und  zeigte  sieh  stets  als  heftigen
Feind  der  Calvinisten.

Die  Sammlung  enthält  von  Hoe’s  Hand  die  Concepte  und  zuweilen
  die  Absehriften  seiner  Briefe,  Protocolle  der  theol.  Convente,
endlieh  Entwürfe  einiger  seiner  Schriften.  Die  an  ihn  geriehteten
Briefe  sind  in  der  Reg  el  im  Original  vorhanden,  die  übrigen  gewöhnlieh
  in  Copien.  Die  Ordnung  ist  meistens  sachlich  und  chronologisch,
  lässt  jedoch  sehr  viel  zu  wünschen  übrig.  Jedem  Bande
geht  ein  nach  Jahren  geordnetes  Register  mit  ausführliehen  Inhaltsangaben
  voran  von  Val.  E.  Löscher,  in  dem  von  anderer  Hand
durch  Zahlen  eine  bessere  Ordnung  hergestellt  ist;  dies  Register
ist  nicht  immer  zuverlässig  (z.  B.  Bd.  I  Bl.1  falsehes  Datum,  B1.169
Kulsebaeh-  statt  Knesebeck).  Band  IV  BIl.265—71  soll  naeh  diesem
Inhaltsverzeiehnis  ein  Brief  Feuerborn’s  vom  12  Aug.  1634  stehen,
der  jetzt  fehlt.

Die  Sammlung  war  ehemals,  wie  schon  die  von  ihm  geschriebenen
Inhaltsverzeiehnisse  zeigen,  Eigenthum  von  Val.  E.  Löscher;  noeh
1730  erwähnt  sie  Gleich,  Annales  ecclesiast.  II  91,  als  in  Löseher’s
Besitze  befindlieh  und  eitirt  daraus  das  Stück  Bd.  II  Bl.21—-56.
In  dem  Catalogus  bibliotheeae  ...  V.  E.  Loescheri  I—IIIL,  1740—41,
kommt  sie  indessen  nicht  vor.  Aueh  Gleich  selbst  besass  3  Bände
Hoeana  (Ann.  eccl.  II  151f.),  welche  jedoch  von  den  vorliegenden
verschieden  gewesen  zu  sein  seheinen.

Band  I.  IV+489  gezählte  Bl.

Bl.1—189  Briefwechsel  Hoe’s  mit  Berliner  lutherischen
Theologen  über  ihre  Kämpfe  gegen  die  Calvinisten,  mit  vielen
Beilagen.  Ausser  in  den  Büehern,  welche  bei  den  einzelnen  Schritt-
        <pb n="69" />
        Histor.189  Bandl  63

stiicken  eitirt  sind,  ist  wohl  manches  davon  benutzt  in  Hoe’s  “unvermeidliche
  ...  Erinnerung’  1614  und  in  dem  Werke  “Der  Chur
Brandenburg  Reformations-Werck’,  Berlin1615;  endlich  scheint  manches
in  einem  nur  handschriftlich  verbreiteten  Werke  H.  Sebaldus’  gedruckt
  zu  sein,  das  Hering,  Hist.  Nachrieht  von  dem  .  .  Anfang  der  ev.-ref.
  Kirche  in  Brand.  (1778)  Vorr.  S.9,  angeführt  und  häufig  benutzt  hat.
Bl.1  Simon  Gediceus  (Gedicke),  9  Briefe  an  Hoe,  Bl.1  und  3
Berlini  24.2.  und  “die  Concor.’  1614,  Bl.25.  27.  38.  40.  50.  66.  155
Halae  19.  3.  bis  13.  10.1614;  Bl.53  eine  Antwort  von  Hoe,  Geyer
11.  8.  1614.  Gediceus  sandte  ausserdem  Abschriften  von  Actenstücken:
   Bl.4--9  Drei  Schreiben  der  Landstände  “wider  die  Calvinisterey
  inn  der  Marck’  an  Johann  Sigismund,  Churfürstin  Anna
und  den  Generalsuperintendenten  Christ.  Pelargus,  Berlin  8.  12.  1613,
zusammen  mit  den  Antworten  gedr.  in  Initia  reformationis  Marchicae
(1615)  8.  31ff.  Bl.10-—-11  “Calvinisch  Abendmal  gehalten  zu  Coln
an  der  Spree...  1613  am  hl.  Christtage’.  Bl.14  S.  Gediccus
“Supplieatio  an  den  Ertzbischoffen  zu  Magdeburg,  Marggraff  Christian
Wilhelm’,  Berlin  28.  12.  1614,  gedr.  J.  Ch.  Müller  und  G.  G.  Küster,
Altes  und  neues  Berlin  I  118;  mit  Beilagen  (Bl.17b--24  Schreiben
von  Johann  Georg,  Johann  Sigismund,  Christian  Wilhelm,
Gediceus),  ebenda  S.117—124  mit  Erläuterungen  gedruckt.
Bl.28  August  v.  Sachsen  an  Joachim  Friedrich  v.  Brandenburg,
Dresden  4.  8.1585,  zum  Theil  gedr.  daselbst  8.116.   Bl.30  Johann
Sigismund,  "Glaubensbekendniss’  (sog.  Confessio  Marchica),  gedr.
D.  H.  Hering,  hist.  Nachricht  (1778)  Anh.  S.3  und  Nitzsch,  Urkundenbuch
  der  ev.  Union  (1853)  S.80.   BIl.41  Johann  Sigismund  ‘Erklerung
  die  Religion  betr.  an  die  .  .  Landstende  zu  Berlin’
6.4.1614.   BI1.55—-65  s.  zu  Bl.157.   BIl.67  Gediecus  an  Johann
Georg,  Berlin  27.7.1613  und  Bl.73  Johann  Georgs  Antwort,  Cölln
8.9.1613,  beide  gedr.  Initia  reformationis  Marchicae  (1615)  S.1—31;
B1.95  Gediceus’  Erwiderung,  Berlin  18.9.1613.   Bl.141  Johann
Sigismund  an  Seb.  Müller  und  die  andern  Prediger,  Wolfenbüttel
19.8.1614;  Bl.142  Erklärungen  von  Pelargus;  BIl.143  Decret  des
Kurfürsten,  Cölln  13.6.1614,  und  Verantwortung  von  Gediccus,
Halle  30.6.1614;  Bl.147  “Conventus  Berlinensis  wegen  der  Calvinischen
  Religion  a.  1614.  20  Junii  .  .  ungefehrliche  Propositio’;
Bl.148  Johann  Sigismund’s  Befehl  "Vom  Colloquio’,  Cölln  21.6.1614,
und  (vorhergehend)  Antwort  der  Prediger  darauf;  Bl.149  “Erustlich
Mandat  wieder  den  Archidiaconum  zu  Cölln...  Martinum  Willichium’,
Cölln  12.6.  1614,  gedr.  Müller  und  Küster,  a.  und  n.  Berlin  IT  1018.
Bl.150  Bericht  von  Willichius  an  einen  Freund  (wohl  nach  Berlin),
Hamburg  25.  6.1614;  Bl.151  “Summarische  Relation  und  Erzehlung,
was  sich  newlieli  zu  Berlin  zugetragen’  an  Gediceus,  11.6.  1614.
Bl.139  Johannes  Fleck  an  Iloc,  e  Castro  Neomarchico  26.  7.  1614.
B1.157  und  161  Petrus  Conovius,  2  Br.,  Brandenburgi  28.9.  und
11.10.1614;  seine  Briefe  enthielten  als  Beilagen:  11.55  Gesuch
der  Geistlichen  des  Churf.  Braudenburg  diesseit  der  Oder  an  die
Landstände,  ohne  Datum  (1614,  dasselbe  noch  einmal  Bl.159)  und
Bl.57  an  den  Kurfürsten  1.10.1613  (vielmehr  1614),  ferner  BI1.59
Gesuch  der  Landstände  an  denselben,  Berlin  2.  10.  1614;  die  beiden
letzteren  sind  gedr.  bei  H.  Sebaldus,  Breviarium  historieum  (1655)
        <pb n="70" />
        64  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

S.651  und  655.  Bl.61  Pelargus  an  die  Geistlichen  von  Berlin
und  Cölln,  Frankfurt  a.  d.  O.  30.  9.  1614.  Bl.62  “Kurtzer  Bericht...
was...  In  dem...  Conventu  zum  Berlin  mit  denen  von  Ihrer  Churf.
Gn.  erfördertten  Inspectoribus  vorgangenn’,  von  8  Geistlichen  unterschrieben,
  “Geschehen  auf  der  Bibliotheken  zu  S.  Nicolai  in  Berlin...
1614  den  4  Octobris”.

Bl.163  Verordnung  des  Herzogs  Christian  von  Sachsen,  Dresden
28.8.1588,  gegen  das  “Verdammmen’  und  "Gezänk’  der  Prediger;
erwähnt  bei  Hering,  hist.  Nachricht  Anh.  8.17.  Bl.169  “Ursach,
die  Thomam  von  Knesebeck  zum  Abfall  von  unserer  Lehr  bewogen
und  zum  Calvinismo  gebracht’;  dann  desselben  “Antwort  auff  etliche
einreden’  und  “Gebeth’:  15  Reimpaare  “Gott  der  du  mit  deiner  wahrheit
  liecht”  (Kn.  war  Landes-Hauptmann  in  der  Alten-Mark,  vgl.
Hering,  hist.  Nachr.  1778  8.87).   BIl.186  Johann  Sigismund  "an
die  samptlichen  von  der  Schulenburg  auff  Betzendorff,  Apenburg  undt
Dambke’,  Cöln  4.  8.1614  (Gründe  für  den  Druck  seines  “Glaubensbekenntnisses’),.
   BI.188  Druck  “Unum  epigrammatum  par  Gregorii
Kleppisii  Poetae  Laur.  Caes.  In  Finekiun,  Clothonem  et  Füsselium  ..
Lipsiae  .  .  1614’.

Bl.190—279  "Privat  Conferenz  mit  den  Churf.  Sächs.  an  einem
und  den  dreien  resp.  Churf.  Brandenburgischen  und  Fürstl.  Hessischen
Theologen  am  andern  theil  bei  wehrendem  Convent  der  Evangelischeu
und  protestirenden  Chur-Fürsten  und  Stände  2.1631  gehalten  betreffendt’,
  Leipzig,  März  1631:  Bl.190  Concept  von  Hoe;  B1.198
dasselbe  in  sauberer  Abschrift  mit  umfangreichen  Anderungen  und
Zusätzen,  mit  Verbesserungen  von  Hoe;  Bl.244—244b  Protokoll  über
das  Colloguium  vom  3  bis  14  März  1631  Thaee  D.  Polycarpi  Lyseri
manu  propria  notata  sunt‘;  Bl.2440—  2448  “Heinr.  Höpfneri  m.  pp.
notata  in  colloquio’;  Bl.  945/9  Zusätze  zu  der  ursprünglichen  Fassung,
B1l.247/8  von  Hoe  geschrieben:  Bl.250  lateinischer  Berieht  über  die
Sitzungen  vom  3  bis  8  März,  erst  Abschrift,  dann  Bl.254  Concept  von
Hoe  (nur  dem  Inhalte  nach  mit  dem  Anfange  des  officiellen  lat.  Berichts
bei  F.  U.  Calixtus,  via  ad  pacem  (1700)  S.49ff  übereinstimmend);
Bl.257  endgültige  Fassung  des  Berichts  auf  Bl.190  und  198,  saubere
Abschrift  mit  7  eigenhändigen  Unterschriften  (oft  gedr.,  z.B.  Nitzsch
3.80).

B1.280—305  Schriftstücke  die  sich  auf  das  Leipziger  Colloquium
beziehen:  Bl.280  Pastores  und  Kirchendiener  zu  Königsberg  an
die  theol.  Facultät  zu  Leipzig,  K.  24.  8.1632,  mit  19  eigenh.  Unterschriften:
  Joh.  Behm  etc.  (bitten  um  einen  Bericht  über  den  Erfolg
des  Colloguiums).  Bl.282  Antwort  darauf  von  Hoe,  Dresden
21  Sept.  1632,  Concept  und  (B1.284)  Abschrift.  Bl.288  Zwei
Schreiben  des  Landgrafen  Georg  von  Hessen,  Darmstatt  31  May  und
10  Martij  1631,  mit  eigenh.  Unterschrift;  Bl.291  Hoe  au  den  Landsrafen,
  Leipzig  19.  3.  1631  (besonders  über  den  Verlauf  des  Coll.).
Bl.293  Hoc  an  einen  Ungenannten  (latein.),  Dresdae  1.7.  1632.
Bl.294  Wenemarus  Elberus,  Weesel  12.  8.1632  (Anfragen  über  das
Coll);  mit  Beilage  ‘Edietum  Brandenburgieum’  ohne  Datum.
B1.298  Landgraf  Philipp  von  Hessen  an  Laer.  Georg  von  Hessen,
Butzbach  19.  4.1631  (über  das  Coll.  und  Hoe’s  brieflich  an  Georg
seäusserte  Ansichten).   B1.306  "Bedenken  wegen  der  Calvin.  Kinder-
        <pb n="71" />
        Histor.189,  Band  Iund  II  65

tauff,  Gevatterschafft,  Begräbnuss’  an  die  Oldenburgische  Regierung,
Dresden  10.  4.  1624,  “"D.  Hoe  concepit”.  Bl.314  Hans  Albrecht
Hz.  v.  Mecklenburg  an  die  luth.  Geistlichen  in  Güstrow,  G.  24.  11.  1631,
und  deren  Antwort,  warum  sie  bei  dem  Begräbnis  eines  Reformirten
nicht  gefolgt  seien,  Güstrow  27.11.  1631.

Bl.320  Concept  Hoe’s,  wahrscheinlich  von  seinem  “Discurs,  ob
die  CGalvinistische  Lehre  ohne  Erkänntnüss  eines  allg.  Coneilii  .  .
nicht  könne  ..  für  unrecht  erkläret  ..  werden.  .’,  der  1614  erschien.

Bl.330  Hoe  “‘Bedencken  ad  Elect.  de  unione  Evang.  cum  Calvin.
et  instit.  Synodo,  quam  urgebat  El.  Brandenb.’  20.9.  1632;  Abschrift
mit  Zusätzen  Hoe’s.

Bl.335  Joh.  Duraeus,  ecclesiastes  Britannus  "Capita  quaedam  ..
de  mediis  praeparatoriis,  quibus  ...  concordia  .  ..  poterit  .  .  inter
Evangelicos  stabilıri  .  .,  Brunsvici  5.12.1639;  Bl.335b—  335  d  ‘.  .Georgii
Calixti  Relatio  propositionis  Dn.  Johannis  Duraei  .  .’,  Brunsvigae
5.12.1639;  ‚vgl.  Henke,  CalixtusIIl  18.108.  Auf  Bl.335d  einige
Worte  des  Übersenders  dieser  Abschriften.  Bl.336  Kurf.  Johann
Georg  an  die  theol.  Facultät  zu  Leipzig,  Concept  Hoe’s,  24.1.1634;
Bl.337  derselbe  an  das  Consistorium,  Dresden  11.1.  1634,  Copie  (beide
wegen  Duräus).

Bl.340  Abschrift  aus  Jo.  Mylius,  “viel  vnd  längst  gewündschter  .  .
Bericht,  ob...  Hoe  mit  der  Böhmischen  Sach...  zu  thun  gehabt.  .
1620°,  S.42—71;  vgl.  Bd.II  Bl.95.  BI1.360  Hoe  an  den  Landgrafen
Georg  zu  Hessen,  Dresden  9.  12.  1630:  “An  Calvin.  socii  A.  Conf.  und
des  Religionsfriedens  fähig’,  Copie;  nach  Hoe’s  Notiz  dem  Kurf.
v.  Sachsen  vorgelesen  und  von  ihm  gebilligt  “zur  Anneburg  eirca
finem  Decembris  1630’.

Bl.366  Kurfürstin  zu  Sachsen  (Magdalene  Sibylle)  an  die
Kurfürstin  zu  Brandenburg  (Elisabetlı  Charlotte),  Concept  Hoe’s  1639.

B1.370  Bedenken  der  theol.  Facultät  zu  Leipzig  an  die  Ritterschaft
  an  der  Werra  in  Hessen  über  das  ihrem  Fürsten  übergebene
Glaubensbekenntnis,  26.  6.  1607.

B1.376  Landgraf  Georg  (unterzeichnet),  Darmstatt  3.  12.  1630,
übersendet  Landgr.  Wilhelms  "weitleuftige  Missiv’  in  Religionssachen
und  des  Superint.  J.  Dieterich  zu  Giessen  Antwort  zur  Begutachtung  an
Hoe.   B1.377—487  (Hoe’s?)  Widerlegung  der  (nach  Vilmar,  Gesch.
des  Confessionsstandes.  .  1860  8.333  von  Paul  Stein  verfassten)  "Wolgegründeten
  Rettung’  (nach  dem  Abdrucke  in  “Wechsel-Schrifften  .  .
1632,  s.  Vilmar  8.330).  B1.488  Landgraf  Georg  an  Hoc.  Darmstatt
  28.  8.  1634  (unterzeichnet).

Band  II.  V  -+  538  Blätter.

Bl.1—20  ‘D.  Balthasars  Meissners  Prof.  zu  Wittenberg  Erfordern
nach  Berlin,  beschehen  von  der  Churfürstin  zu  Brandenburg,  und
was  sich  daselbsten  begeben’:  Bl.1  Theol.  Face.  zu  Wittenberg
an  den  Kurf.  Johann  Georg.  Witt.  8.1.1615  (Orig)  mit  Beilagen
(Copien):  Bl.2  Anna  Kurf.  zu  Brand.  an  Meissner,  Cöllen  a.  d.  Spreuw
18.  12.  1614  und  (Bl.3)  an  die  theol.  Fac.,  Collen  1614;  Bl.4  Antwort
der  Faecultät,  Witt.  22.  12.  1614;  BI1.6  Kurfürstin  Anna  an  die  theol.
Fac.,  Cöllen  1.1.  1615.  Bl.7  “Brevis  relatio  de  colloquio  .  .
Berolinensi  inter  D.  Balt.  Meisnerum  et  M.  Sax.  (Sachse)  Ualvinistam’
  am  28.  und  29.  Dee.  1614  (danach  ist  die  Anmerkung  beı

ud

J
        <pb n="72" />
        66  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Hering,  Beiträge  z.  Gesch.  d.  ev.-ref.  Kirche  I  1784  S.12  zu  verbessern);
  Bl.17  ausführliches  Schreiben  von  B.  Meisnerus  an  den
Kurfürsten  Johann  Georg,  Wittenberg  8.1.1615  (Orig.),  mit  dem  er
den  Bericht  (Bl.7)  übersendet.

Bl.21  “Christliches  theol.  Bedencken,  ob  .  .  insonderheit  Chur
Sachsen  .  .  schuldig  gewesen,  denen  Herren  Böhmen  .  .  beizustehen’
an  den  Kurfürsten,  Concept  von  Hoe  (dazu  bekenn  ich  mich  sincere
et  ingenue’),  Anfangs  1620.  BI.40  “Christlicher  ev.  Discurss  von  dem
izigen  Böhmischen  Auffstande,  ob  auch  die  Böhmenn  ..  recht  gethan
haben  .  .’,  1620,  Abschrift;  Hoe  sagt  auf  B1.40,  dass  diese  Schrift,
deren  man  ihn  geziehen  habe,  nicht  von  ihm  herrühre.  Vgl.  über
die  beiden  Sehriftstücke  Gleich,  Annales  eccl.  II  91.

Bl.57  Hoe’s  Verantwortung  gegen  die  "Evangelische  Erläuterung’
(vgl.  Gleich,  Annales  ecel.  II  1730  8.103),  1624.  .  BI1.68  Hoe,  "Ausf.
schreiben  an  einen  fürnemen  freiherren  in  Österreich’,  Budissen
1  Nov.  1620,  Concept.  B1.83  “Trew  unndt  glaube  des  ungefärbten
Cuhrsächsischen  Rautencrantzes  .  .,  gegen  die  Schrift  “der  Jüdische
Verräther’,  um  1630?;  Abschrift  mit  einer  Verbesserung  von  Hoe
und  zahlreichen  von  anderer  Hand.  Bl.95  Titel  und  Vorrede  zu
Jo.  Mylius’  1620  gedrucktem  “Bericht?”  (vgl.  Band  I  Bl.340),  Concept
Hoe’s.  Bl.99  “Votum  der  Statt  Strassburg,  uber  die  Frag:  Ob
Chur  Pfaltz  die  ahngebottene  Böheymbische  Cron  acceptiren  soll
oder  nicht?  Auff  dem  UnionsTag  im  Septembri  a.  1619  zu  Rotenburg
  durch  D.  J.  F.  S.  vorgetragen’.  |

Bl.105  “Memorial”?  (1610/19):  “Wulle  wir  Luthrischen  .  .  ruhe
im  Reiche  erhalten,  so  müsse  wir  in  puneto  politicae  negotiationis
nicht  Calvinisch  oder  Papistisch  sein’.  Bl.118  ‘Christliches  bedencken,
  Ob...  ratısam  sey,  das...  Lutherische  Churfürsten  vad
Stände  .  .  sonderlich...  Sachsen  .  .  zu  der  Reformirten  Union  oder
zur  Bäpstischen  Liga  sich  begeben’,  15.  10.  1619.

Bl.133—163  Schriftstücke  der  kaiserlichen  Commission  betr.  “die
redintegrationem  matrimonii’  zwischen  Friedrich  Ulrich  Hz.  zu  Braunschweig
  und  seiner  Gemahlin  Anna  Sophie,  an  der  Hoe  im  Auftrage
des  Kurfürsten  von  Sachsen  theilnahm  (Gleich,  Ann.  ecel.  II  112),
“gehalten  d.  18  Aug.  et  segg.  a.1628  zu  Leipzig  in  der  Churf.  Rentherei’:
  Bl.135  Kurf.  Johann  Georg  (unterz.)  an  Hoe,  Marienbergk
  31.7.  1628;  Bl.138  Antwort  Hoe’s,  Dresden  4.  8.  1628,  Concept.
  Bl.139—148  Schreiben  an  Johann  Georg  (Copien):  von
(Bl.139)  Friedrich  Ulrich,  Wolffenb.  16.  12.  1626;  (Bl.141)  Kaiser
Ferdinand  I,  Wien  29.  12.1626;  (Bl.145)  Anna  Sophia,  0.D.
Bl.149  Protokoll  über  die  Verhandlungen  vom  18—25  Aug.  1628;
darin  (Bl.157)  Anne  Sophie  (unterz.)  an  Hoc,  Dreien  britzen
23.8.1628.

Bl.164-—-199  Schriften  wegen  der  Verleirathung  des  katholischen
Fürsten  zu  Eggenberg,  Johann  Anton,  mit  der  evangelischen  Prinzessin
  Anna  Maria,  Tochter  des  Markgrafen  Christian  von  Brandenburg:
   DBl.165  Bedenken  Hoe’s  an  den  Kurfürsten  (Johann  Georg  I
von  Sachsen),  Concept  o.  D.  (2.  4.  1638?)  und  Postseriptum  in  Abschrift.
  B1.167  (Hoe)an  Markgrafen  Christian,  10.5.1638,  Copie.
Bl.169  Christian  Markgraf  zu  Brandenburg  an  den  Kurfürsten  von
Sachsen,  Plassenburgk  2.  5.  1638,  Copie.   B1.178  Hoe  an  den  Kurf.,
        <pb n="73" />
        Histor,189,  Band  II  67

Dresden  10.5.  1638,  Concept.  Bl.181  Christian  an  den  Kurf.,
Plassenburgk  17.  6.  1639.  Bl.183/4  (und  180)  Hoe  an  den  Kurf.,
Copie  mit  Correeturen,  25.6.1639;  dasselbe  im  Coneept  auf  Bl.197/8.
B1.185  Christian  an  den  Kurf.,  "Plassenburek  15.  7.  1639,  Copie.
Bl.187  Johann  Anthon  Fürst  zu  Eegenbere  an  den  Kurf..  Blassenburg
  23.7.  1639.  Bl.188  Auszug  aus  der  Eheberedung.  Bl.193
Christian  an  Hoe,  Plassenburgk  15.  7.  1639,  Orig.,  und  Bl.192  Hoe’s
Antwort,  Dresden  21.7.  1639.  Bl.195  Hoe  an  den  Kurf.,  Dresden
21.  7.  1639.  Bl.  197  s.  Bl.  183.  Bl.199  “Unvorgreifliehe  Erinnerung
  wegen  der  Eventualheirathsnotul”.

Bl.200  Theologorum  Jenensium  “Christliche  vnnd  notwendige  erinnerung
  von  dem  itzigen  Müntzunwesen’  (Sept.  1621,  vgl.  Bd.VI
B1.407);  ist  unter  dem  Titel  "Von  dem  hochsträfflichen  Müntzunwesen  .
rahtsames  .  .  Bedeneken  .  .’,  zuerst  1622,  gedruekt.

Bl.247  "Consilium  und  bedeneken  anlangend  die  freye  Wahl  des
Röm.  Reichs  undt  Regni  Germaniae,  gestellet  dureli  N.  N.,  der  rechten
doetorem  .  .'  (nach  1619).

B1.259  "Resolutio  trium  quaestionum.  Si.  .  Wilhelmo  (V)  Hassiae
Landgravio  inferioris  Hassiae  et  pertinentium  administratio  adimenda  .

sit...  Coneludendum  eam  ..  Georgio  esse  committendam’,  1635/7  7.
B1.271  "Quaestionum  et  problematum  illustriuni  theologicarum
deeades  duae  .  ..  autore  et  praeside  Matthia  Hoe  .  ..  Concept  des

1610  erschienenen  Werkes.

Bl.293  “Kurze  unnd  einfeltige  antwort  auf  die  (später  —  1605  —
im  Druck  erschienene)  erelarung  D.  Sam.  Huberi  uber  seine  proposition’,
  Concept,  grösstentheils  von  Hoe’s  Hand;  wohl  Entwurf  zu
dem  Drueke  “Kurtse  und  sründlieh  begehrte  Antwort  .  .‘.  der  1604
erschienen  ist.

Bl.301  “Vnterthenigster  berieht  auf  die  klägliehe  ungegrundte
Supplication  der  Calviniseheu  Rottengeister  .  .’,  Coneept  Hoe’s
17  Jun.  1603  Dresdae’  (unvollständig)  wohl  Entwurf  zu  dem  Drucke
von  1605  “Gründlicher  Berieht  .  .  (Gleich.  Ann.  eecl.  II  180  no.5).

B1.323  Lat.  Widerlegung  der  Angriffe  des  Joh.  Lampadius  auf
Luther  in  dem  von  L.  herausgegebenen  III.  Theile  von  Pezelii  Mellifieium
  historieum,  Concept  Hoe’s,  24—31  Oet.  1610;  wohl  Entwurf  zu
dem  1611  erschienenen  Drucke  "Apologia  pro  B.  Luthero  contra
Lampadium’.,

Bl.351  Hoe’s  Vertheidigung  seiner  1621  gedruekten  Schrift
“Augenseheinliche  Probe,  wie  die  Galvinisten  in  99  Puneten  mit  den
Arianern  und  Türeken  übereinstimmen’  gegen  zwei  dagegen  erschienene
Pasquille,  Concept,  "geschrieben  in.  "Bressla,  den  32  Nov.  2.1621”.

B1.422—461  “Christliches  kurzes  vund  in  Gottes  wort  gegründtes
bedenken,  wie  sieh  die  jenigen  verhalten  sollen,  denen...  in  Osterreieh
  vnnd  andern  orten  Bäpstische  Lehr  anzunemen  .  .  will.  .  zuecmutet
  werden  .  .,  Concept  Hoe’s  zu  der  1606  gedruckten  Schrift;
V  orrede  und  —  nach  Löscher  —  der  in  der  Ausgabe  Lips.  1629  anf
S.44—178  befindliche  Theil  des  Textes),  Darin  eingeschaltet:
Bl.433/4  Hoe  “an  alle  evangelischen  Christen  in  Böhmen  und  Märherrn’,
  Dresden  2.2.1627.   B1.435/7  Bruchstüek  vom  11.11.  1610,
wohl  aus  Hoe’s  “Nova  novorum  ...  primum  ab  Othone  Korber
conseripta  .  .,  welehe  1611  erschienen.

npE
        <pb n="74" />
        68  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.462  Hoe’s  "Epistola,  quam  ad  .  .  Wenceslaum  Budowez
Baronem  a  Budowa  ..  de  eireulo  horologii  lunaris  et  solaris...
exaravit’,  Dresdae  12.  2.  1617,  Concept  zu  dem  Drucke  von  demselben
Jahre.  Als  Bl.482  ist  ein  Druck  gezählt:  “Religions  Mandat,  Wie
solches  ein...  Fürst  in  Selllesien  .  .  Publieiert  ...  1601’,  1628  4Bl.
4°,  Bi.483  Widmung  eines  Buches  an  G.  Kleinsträtl  gen.  Jäger
von  Jagenhorn  und  Lazarus  Henckel  v.  Donnersmarck  (Apoe.  XI  und
Anwendung  auf  Luther),  unvollständiges  Concept  Hoe’s.  B1.489
Anfang  einer  Vertheidigung  Luthers  gegen  eine  Schrift  Jacob
Gretser’s  de  more  comburendi  hbros  haeretieorum,  Concept  Hoe’s.
Bl.492  Hoe  an  den  Kurfürsten  von  Sachsen,  Dresden  21.9.  1629,
Bitte  um  Intervention  beim  Kaiser  wegen  der  Evangelischen  zu
Lewenberg  in  Schlesien,  Concept.

Bl.494  Chr.  Scheiblerus,  Superintendent,  an  Hoe,  Dortmund
18.10.  1629;  Bl.495  Hoe’s  Consilium  an  Sch.,  Dresden  3.  11.  1629,
wegen  eincs  kaiserl.  Paritori-Urtheils  von  Chur-Cöln  wegen  gänzlicher
Abschaffung  der  luth.  Religion.

Bl.498  Petrus  Cutsemius  Th.  D.  an  Hoe,  Coloniae  21.7.  1630;
Bl.499  Hoe’s  Antwort,  3.8.1630,  Concept.  Bl.504  “Paraenesis
ad  eos  qui  se  vocant  Catholicos’,  Dresdae  28.  7.  1631,  Concept  Hoe’s:
wohl  die  “Responsio  ad  paraenesin  provocatoriam  D.  Petri  Cutsemii’,
die  1632  gedruckt  worden  ist  (Gleich  II  157  n0.18).

Band  III.  VII  +  508  Blätter.

Sehriftstücke  betr.  den  Streit  zwischen  den  Theologen  zu  Giessen
und  denen  zu  Tübingen,  1620—1626.

Bl.1  ‘Indieium  super  nupera  controversia  inter  dnn.  Theologos
Wurtembergieos  et  dn.  D.  (Baltı.)  Mentzerum  exorta,  cui  subnexum
simplex  consilium  de  illa  pie  et  fraterne  eomponenda’;  Schluss
fehlt.  Bl.17  Theodorus  Thumm  an  Baltlı.  Mentzerus,  Tubingae
22.11.1620,  Copie  (die  Antwort  Mentzer’s  auf  diesen  Brief  ist  gedr.
in  seiner  “Nec.  et  justa  defensio  .  .’  S.25.  opera  Il  1278).  Am  Rande
Bl.1—44  einige  Bemerkungen  Hoe’s.

Bl.45  “Brevis  delineatio  quaestionum,  quae  inter  .  .  Mentzerum
eiusqgue  generum  Feurbornium  et  Theologos  Wirtenbergenses  agitantur’.
  Bl.47  “Tituli  der...  Tybingischen  Traetatuum  .  .  wider
die...  Sächsische  Theologen,  .  .  Menzern  vnd  D.  Feuerbornium  .  .
(nach  1625  von  einem  Gegner  Thumm’s  geschrieben).  BI1.49
“Quaeritur  an  gratiosa  dei  praesentia  compleetatur  non  tantum
benignam  operationem,  sed  insuper  specialem  quandam  et  substantialem
  propinquitatem  dei’,  bejahend;  Reinschrift  mit  eigenh.
Unterschrift  von  B.  Meisnerus.  Bl.51  “Media  eompositionis  (inter
ipsos  et  Menzerum)  a  D.  Theologis  Tubingensibus  proposita  .  ..
Bl.53  (Mentzerus)  "De  mediis  compositionis.  Belangendt  die  zu
Stuttgardt  vorgeschlagene  Mittel  .  .  1621,  Abschrift.  Bl.54  Gutachten
  Hoe’s  "An  cum  adessentia  dei  eoncurrat  quoque  operatio
seu  actio  ögıorıxoc’,  Concept.  Bl.  64  Excerpte  aus  mehreren
Werken  besonders  der  Tübinger  Theologen,  z.  B.  aus  Thumm’s
Tapeinosigraphia  von  1623  und  der  Amica  admonitio,  nebst  Beurtheilungen:
  jedenfalls  Material  von  dem  Conventus  zu  Leipzig  im
September  1624  (Gleich  II  S.  101).  Bl.89  “Delineatio  apologiae
        <pb n="75" />
        Histor.189,  Band  III  69

lIueulentae  .  ..  (Disposition  zu  der  1625  erschienenen  “necessarla  et
inevitabilis  Apologia’”)  und  ähnliches,  Concepte  von  Hoe.

Bl.95  Balth.  Mentzerus  an  Er.  Grueninger,  Propst  zu  Stuttgart,
Giessen  5.  2.1621;  Bl.97  Theol.  Facultät  zu  Giessen  an  Landgrafen
Ludwig  v.  Hessen,  2.  8.  1621;  beides  Abschriften  von  derselben  Hand.

Bl.103  Lucas  Osiander  an  Hoe,  Tubingae  1.3.  1621,  übersendet
u.  a.  einen  Brief  von  Thumm  an  Mentzer  (oben  BI.17).  Bl.105
Landgraf  Ludwig  v.  Hessen,  Darmbstadt  6.  8.  1621  (unterzeichnet)
und  Bl.107  Hoe’s  Antwort,  Dresden  17.  8.  1621,  Concept  (Gutachten
über  den  Streit  der  Theologen  in  Giessen  und  Tübingen).  Bl.109
Die  zum  Doctorrath  Hn.  Wilh.  Lyseri  versammelten  Theologen  (vgl.
Bd.  VI  Bl.375)  "an  die  Theol.  Fac.  zu  Giessen,  in  simili  an  die  .
zu  Tübingen.  Author  des  Concepts  Hr.  D.  Balth.  Meissner,  professor
Witenbergensis’,  Jena  5.9.  1621,  Copie  ohne  Unterschr.  BI.111
Bericht  der  Commission  der  Hessischen  Gesandten  und  der  Würtembergischen
  Räthe  über  ihre  Verhandlungen,  Stutgardt  26.9.1621
mit  9  Unterschriften  (Copie);  vgl.  Heppe,  Kirchengesch.  beider
Hessen  II  208.

Bl.115—170  Briefe  an  Hoe:  (BIl.115)  Lucas  Osiander,  Tüb.
15.10.1621;   (BIl.117)  die  Theol.  Fac.  zu  Giessen,  27.  11.  1621;
(Bl.119,  123,  132)  B.  Mentzerus,  Gissae  12.  4.,  4.6.,  24.7.1622;
(Bl.129)  Hoe  an  M.,  4.6.1622;  (Bl.121,  130,  154)  Justus
Fewrbornius,  Gissae  29.4.  und  14.6.1622,  7.4.1623;  (Bl.128)
Hoe  an  F.,  31.5.  1622;  (Bl.126,  137)  Joh.  Wynckelman,  °H.
Leuchteri  nomine  Giessae  et  Darmbstadi  26  Maij  a.1622°  und  Gissae
9.8.1622;   (Bl.142)  Th.  Thumm,  Tubingae  9.  11.1622;  (BIl.146,
149,  155)  Landgraf  Ludwig  von  Hessen,  Regensburg  26.  1.,  26.  2.
und  Darmbst.  17.6.1623;  (Bl.153)  Hoe  an  ihn  26.3.1623,  Concept;
(B1.164,  166,  167)  Jollann  Georg  von  Sachsen,  Wernsdorf  8.  8.,
Colditz  10.  9.,  Waldtheim  14.  9.  1623  (der  letzte,  an  Aeg.  Strauch  und
Hoe,  ordnet  eine  Zusammenkunft  der  Theologen  am  23  Sept.  zu
Dresden  an).

Diesen  an  Hoe  gerichteten  Originalbriefen  liegen  folgende  Abschriften
  bei:  Bl.140  und  158  Johann  Georg  an  Herzog  Johann
Friedrich  zu  Würtemberg  und  Landgrafen  Ludwig  zu  Hessen,  Dresden
27.9.1622  und  Torgaw  7.7.1623;  Bl.160  und  163  derselbe  an  Ludwig,
Torgaw  7.7.1623  und  Coldiz  12.  9.  1623  (im  Auszuge);  Bl.143  Ludwig
von  Hessen  an  Johann  Friedrich  v.  W.,  Regenspurg  11.11.1622;
Bl.148  Johann  Friedrich  an  Ludwig,  Stuttg.  7.  2.  1623,  Bl.151
Stuttg.  5.3.1623  und  B1.161  Steinhüld  28.  7.  1623.

Bl.171—182  und  205  4  Schreiben  des  Kurf.  Johann  Georg  au
die  in  Dresden  versammelten  Theologen:  Bl.  171  Moritzburgk  23.9.1623;
Bl.178  Concept  Hoe’s,  Anfang  1623?:  Aufforderung,  möglichst  viele
theol.  Streitschriften  beider  Parteien  durchzulesen;  BIl.180  Dresden
26.9.1623;  B1.205  Dresden  4.  10.  1623.  Bl.183  Protokoll  des
Dresdener  Convents  vom  24.9.  bis  3.  10.  1623  und  (B1.199—  203)  Berichte
  der  6  Theologen  (Hoe,  Schmuck,  Balduinus,  Strauch,  Lyserus,
Meisnerus)  an  den  Kurfürsten,  25.9.1623  und  (Bl.206)  3.  10.  1623.
Concepte  Hoe’s.

Bl.210  “Gründtliche  ...  Erörterung  derer  vier  ...  hauptpuncten  ..
sambt  ..  anordnung  .  .  Johannis  Georgii  .  .  wie...  offentlich  .  .
        <pb n="76" />
        70  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

solle  gelehret  werden  .  .  1623°,  Concept  Hoe’s  (zu  dem  Drucke  von
1624),  mit  Schreiben  vom  6.11.1623  an  den  Kurfürsten.  Die
lateinische  Übersetzung  dieser  Schrift  ist  1624  unter  dem  Titel
“Solida  ..  deeisio..  ..  erschienen.  Heppe  giebt  in  seiner  Kirchengesch.
beider  Hessen  I  (1876)  209  irrig  an,  dass  Höpfner  der  Verfasser  sei:
vel.  auch  Gleich,  ann.  11100.  Am  Schluss  (Bl.249):  “Absolvi  .  .
4Nov.1623;  habe  es  ubergeben  in  dem  geheimen  Rhat  7  Nov.1623°.
Bl.250—  264  Gutachten  an  den  Kurfürsten  über  Hoe’s  Schrift
(B1.210—249):  (B1.250)  aus  Wittenberg  13.11.1623  nebst  (B1.256)
“Wohlgemeinte  Erinnerung’.  und  (B1l.260)  Concept  von  Hoe’s  Antwort
darauf:  Bl.  263/4)  aus  Leipzig  20.  11.  1623  nebst  (Bl.  252—255)  "Erinnerung’;
  ausser  Bl.260/2  Copien.

B1.265  “Acta  Conventus  Theol.  1623  9  Dee.  Lips.  de  Deecisione
Theoll.  Sax.’,  Protokoll  von  Hoe.   BI270  Johann  Georg  an  das
Consistorium  zu  Dresden.  Dr.  8.1.  1624,  Copie  mit  Correeturen  Hoe’s,
und  an  ändere  Consistorien,  Dr.  9.1.  1624.  Ooncept  Hoe’s.

B1.272  Ludwig  von  Hessen  an  Johann  Georg,  Dresden  10.1.  1624;
Bl.275  Johann  Fried  rich  v.  Würt.  an  Ludwig,  Stuttgard  7.  2.  1624;
Bl.276  Ludwig  an  Johamu  Friedrich,  Darmstadt  17.2.1624,  und
(Bl.278)  an  die  Theologen  zu  Giessen,  19.2.1624;  BI.279  Johann
Friedrich  an  Ludwig  19.  3.  1624:  sämmtlich  Copien.

Bl.281  Hoe  an  Ludwig,  Dresden  20.3.1625,  Concept  (Antwort
auf  den  Brief  BI1.416).

Bl.282  Lueas  Ostiander  au  Hoe.  Tüb.  26.  3.  1624.  Bl.  285
Johann  Georg  an  Johann  Friedrich,  Dresden  7.4.1624  und  (B1.290)
an  Ludwig,  10.4.1624,  Copien;  Bl.290:  an  Hoe  und  Strauch,
Dr.  4.5.1624,  und  Bl.291  an  die  zur  Widerlegung  der  “amica  admonitio’
  der  Tübinger  und  zur  Vertheidigung  der  “decisio  zu  Dresden
versammelten  Theologen,  Dr.  22.5.  1624  (eigenh.  Unterschrift).
Bl.295  Berielit  der  Theologen  an  Johann  Georg.  Dr.  24.5.  1624,
Concept  Hoe’s.   BI.298  J  ohann  Georgs  Antwort,  Dr.  24.5.1624.
B1.299  Schreiben  der  in  Dresden  versammelten  (Leipziger  und  Wittenberger)
  Theologen  (an  die  Theologen  des  Stifts  Naumburg?),  Dr.
25.5.1624.  Abschrift:  sie  wünschen  für  ihre  Apologia  ein  Gutachten
  über  ihre  “deeisio’  und  die  "amica  admonitio’.

bl.303  “Mein  D.s  Hoe  Protocollum.  gehalten  bei  dem  Andern
Dresdnischen  Conventu,  Als  ich  den  selben,  auf  befelch  vom  23  Maij
an  bis  auf  den  1  Junij  dirigiret  habe.  a.  1624”.  Bl.317  "Relatio’
an  den  Kurfürsten  über  den  Verlauf  des  Convents.  “abgangen  den
1  Juni)  1624°,  Concept  Hoe’s.  Bl.323  Erh.  Lauterbach,  Stiffts
Superintendens,  (Zeitz?)  e  musaeo  die  8  Jun.  1624:  Antwort  auf  das
Schreiben  B1.299.  nebst  (BI.  332)  "Tlieses’  einer  von  ilım  am  27  April
abgehaltenen  Synode.  (Bl.:  334)  einem  Schreiben  der  Theologen  zu
Zeitz,  Cizae  8  Jun.,  und  einem  (Bl.336)  von  Rud.  Sachse,  Cizae
7  Jun.  1624:  alles  von  derselben  Hand.  Bl.337  Johann  ‚Georg
au  die  Theologen  (Antwort  auf  ihren  Bericht  B1.317).  Zabeltiz
2.6.1624.  B1l.359  Hoe  an  den  Kurfürsten,  Dr.  31.  8.  1624,  Concept.

B1.340  Regierung  des  Stifts  Naumburg  in  Zeitz  an  den  Kurf.,
12.  6.  1624,  Copie.  Bl.342  Johann  Friedrich  an  Johann  Georg,
Stuttg.  16.  6.  1624,  Copie,  und  (Bl.  343)  Hoe,  Schmuck,  Balduin,
Strauch  au  den  Kurf.  über  dies  Schreiben,  Concept  Hoe’s.
        <pb n="77" />
        Histor.189,  Band  III  71

Bl.347  Ludwig  an  Hoc,  Darmbst.  13.8.1624,  mit  Abschriften:
(Bl.349)  B.  Mentzerus  und  J.  Fewrbornius  an  den  Landgrafen,
Marpurgk  1.8.1621;  (Bl.353)  dessen  Antwort,  Darmbst.  13.  8.  1624;
(B1.354)  Ludwig  an  Johann  Friedrich,  Darmbst.  13.  8.  1624;  B1.356
Hoe’s  Antwort,  Dr.  25.  8.  1624,  Abschrift.

Bl.357  J.  Fewrbornius  an  Hoe,  Marpurgi  3.9.  1624.  BI1.360
Johann  Georg  an  Hoe,  Marienberek  1.9.1624,  Aufforderung  zur
Zusammenkunft  am  13  Sept.  zu  Leipzig;  B1.362  Hoe  an  die  sächs.
Theologen,  Dr.  4.  9.  1624;  BI.363  Ludwig  an  Hoe,  Darmbst.  5.9.
1624;  Bl.364  Hoe  an  Johann  Georg  (Antwort  auf  Bl.360),  Dr.  23.9.
1624,  Concept  und  (Bl.367)  Abschrift:  Bericht  über  den  Convent  zu
Leipzig  wegen  Berathung  der  ‘Apologia”.

Bl.371  Hoe  an  den  Gelı.  Ratlıs  Praesidenten  wegen  einer  Reise
‚ur  Besprechung  der  Fassung  der  Apologia,  Concept  und  Abschrift.

Bl.375  Schreiben  der  12  zu  Leipzig  versammelten  Theologen  an
Johann  Georg,  18.9.1624,  Copie;  besonders  wegen  Übersetzung  der
Apologia  durch  Erh.  Lauterbach.  B1.378—  396  Schreiben  au
Ludw.  v.  Hessen  in  Abschriften,  von:  (Bl.378)  Hoe  Leipzig  19.9.
1624,  (B1.379)  Ludwig  Friederich  von  Würtemberg  Stuttg.  29.  9.
1624,  und  (Bl.382)  Mentzerus  und  Fewerbornius  Marpurg  20.10.
1624.  Bl.397  Promemoria,  Copie.  Bl.400  Ludwig  an  Hoe,
Darmstadt  13.  11.  1624,  Copie,  und  (Bl.401)  19.  11.  1624.

Bl.403  Hoe  au  Ge.  Zeaemann,  Dresden  13.  12.  1624,  Concept  und
Copie.  Bl.408  Ludwig  an  die  hessischen  Theologen,  Dresden
17.1.1625,  Copie.  B1.409  Entwurf  einer  Vorrede  zu  der  Übersetzung
  der  Apologia,  mit  Correcturen  Hoe’s.  Bl.410  G.  Zeaeman
an  Hoe,  Campidoni  9.2.1625.

Bl.412,  415,  419  Ludwig  an  Hoe,  Marpurgk  23.  2.  1625,  Darmst.
7.3.1625  (mit  Bl.413  Abschrift  eines  Briefes  an  Johann  Friedrich,
6.3.1625)  und  9.4.1625;  Bl.416  Antwort  Hoe’s,  Dresden  20.3.
1625.  Bl.421  Ludwig  an  Jol.  Friedrich,  Darmbst.  19.  5.  1625,
und  Bl.422  Johann  Friedrich  an  Ludwig,  Stutgarten  21.  6.  1625.
Copien.

B1l.425  J.  Fewrbornius  (an  Hoe),  Marpurgi  27.  6.  1625.

Bl.432  Ludwig  an  Hoe,  Darmbst.  27.  6.  1625,  mit  (Bl.426—431)
Abschrift  eines  Schreibens  an  Kursachsen,  27.  "6.  1625.  Bl.434
Hoe  und  Strauch  an  den  Kurfürsten,  Dresden  13.7.  1625,  und
(B1.438)  Hoe  an  Ludwig,  15.7.  1625,  Abschriften.  Bl.440  Ludwig
an  Hoe,  Rüsselsheimb.  23.7.1625  (mit  Hoe’s  Antwort  140).  8.
1625),  und  (Bl.444)  Lichtenberg  18.  8.1625  mit  Abschriften  seines
Schreibens  von  demselben  Datum  an  den  Kurfürsten  von  Sachsen
und  (Bl.447)  eines  Schreibens  von  Mentzer  und  Fewerborn  vom
1.  8.  1625,  nebst  (Bl.449)  Antwort  Hoe’s,  31.  8.  1625,  in  Abschrift.
Bl.451  B.  Mentzer  an  Hoe,  Marpursi  13.8.  1625  und  Hoe’s  Antwort,
1.9.  1625.  Bl.454  Ludwi  &amp;amp;  an  Hoe,  Cranniehstein  12.  und  24.  9.
1625;  dabei  (Bl.457)  Mentzerus  an  Ludwig,  Marpurgk  16.9..  und
(Bl.460)  Hoe  an  Ludwig,  Dresden  18.  10.  1625,  Abschriften.

Bl.461  Die  Theol.  Facultät  zu  Leipzig  an  den  Kurfürsten,  21.  10.
1625,  mit  eigenh.  Unterschriften  von  H.  Höpffnerus,  V.  Schmuck,
P.  Leiser.  BI.  462  Ludwig  an  Ludwig  Friedrich  von  Würtemberg,
Darmst.  o.  D.  (Antwort  auf  ein  Schreiben  vom  29  Scpt.).  Copie.
        <pb n="78" />
        12  Gocttingen.  Universitäts  -Bibliothek

Bl.465  “Von  dem  Streit  zwischen  den  Tübingischenn  vnd  Giessischen
Theologen  habenn  sich  die  hierzu  deputirte  Churf.  Sächsische  Theologi
folgender  Artieul  vergliechenn’.  Bl.469  Ludwig  an  Hoe,  Nidda
3.  12.  1629.  b1.471/2  fehlen  jetzt.

Bl.473  Die  Theol.  Facultät  zu  Wittenberg  an  den  Kurfürsten,  29.  12.
1625  (Orig.).  Bl.475  Th.  Thumm  an  Hoe,  Tüb.  16.  1.  1626.
Bl.476  Bedenken  des  Consistoriums  zu  Dresden  an  den  Kurfürsten,
23.1.1626,  Abschrift.  Bl.479  Johann  Georgs  Antwort  an  Hoe
und  Strauch,  Dresden  31.1.  1626.  Bl.481  “D.  Hoe  erinnerung  auf
die  sectiones  kenosigraphicas  herrn  D.  Fewerbornii’,  Concept.
B1l.487  Bedenken  darüber  an  den  Kurfürsten  von  Hoe  und  Strauch,
Dresden  23.  1.  1626,  Concept  Hoe’s.  Bl.489  Mentzerus  an
Ludwig,  Marburg  24.  10.  1624,  und  (B1.490)  "Consideratio  literarum
Stutgardianarum  brevis’,  Abschriften.  Bl.493  Die  Theol.  Face.  zu
Leipzig  an  den  Kurfürsten,  2.3.1626,  Original  und  Abschrift.
Bl.497  Hoe  an  Ludwig,  (Bl.499)  an  Fewerbornius  und  (B1.499b)
an  Mentzerus.  sämtlich  Dresden  17.  3.1626,  Abschriften.  Bl.501
J.  Fewrbornius  an  Hoe,  Marpurgi  18.  3.  1626.  Bl.502  Die  Theol.
Fac.  zu  Wittenberg  an  den  Kurfürsten,  29.  12.  1626,  Copie.
B1.505  Kurfürst  Johann  Georg  und  Landgraf  Georg  von  Hessen
an  Herzog  Johann  Friedrich  von  Württemberg,  23.7.1628,  Copie
(nachdem  die  Streitigkeiten  beigelegt  seien,  bedürfe  es  keines  neuen
Conventes).

Band  IV.  I11+463  gezählte  Blätter.

Schriftstücke  betr.  den  Streit  zwischen  den  Theologen  zu  Giessen
und  Tübingen,  1624  und  1628;  vgl.  Bd.Il.

Bl.1—  264  Gutachten  und  dazugehörige  Schreiben  von  Theologischen
  Facultäten,  Consistorien  und  geistl.  Ministerien,  sämmtlich
aus  dem  Jahre  1624,  adressirt  an  die  Professoren  der  Leipziger  und
Wittenberger  theologischen  Facultät  (Abschriften):  Bl.1  Gutachten
aus  Strassburg;  mit  (Bl.109)  Brief  Arg.  19.  6.  1664,  in  dem  baldige
Abfassung  des  Gutachtens  versprochen  wird.  Bl.111  Gutachten
Onoldsbachii  29  Jun.  Bl.143  Sehreiben  Argentinae  27  Aug.  und
(B1.147)  16.  Dee.  ;  mit  letzterem  wurde  das  Gutachten  (Bl.  1)  gesandt.
Bl.151  Gutachten  Isenaci  11  Nov.  Bl.167  Schreiben  Onoldsbachii
8  Julii.  mit  dem  Gutachten  Bl.111.  Bl.171  Stetini  1  Aug.  Bl176
Culmbachii  17  Jul.  Bl.188  Jo.  Maior  an  V.  Schmuck,  Jenae
24  Aug.  BI.  190  Halberstadii  die  Barthol.  (24  Aug.)  1624  und
(B1.198)  post  11.  Trinit.  fer.  4  (11  Aug.).  Bl.203  Regiomonti  24  Jul.
1624.  Bl.212  Magdeburgi  13  Aug.  Bl.214  Isenaei  7  Nov.  mit
Bl.151.   Bl.216  Lubecae  15  Aug.   B1.231  Gryphiswaldiae  14  Cal.
Aug.  BI.239  Jenac  15  Jun.   Bl.250  Franeofurti  a/M  20  Juli.
B1.255  Coburgi  28  Junij.  Die  Seitenzahl  springt  von  264  auf  274.

B1l.274—  394  “Responsio  Theoll.  Saxonicorum  ad  Amicam  Admonitionem
  Würtenbergensium’.  Reinschrift  der  unter  dem  Titel
“Apologia’  erschienenen  Schrift  (vgl.  Bd.IHI  B1.89),  ohne  Schluss.

B1.395—463  Johann  Georg  von  Sachsen  an  Hoe  und  Strauch,
Annabergk  (Bl.396)  24.7.  und  (Bl.420)  16.7.1628  und  (BIl.429)
Dresden  7.5.1628  (nebst  Abschrift  auf  Bl.419);  ferner  Hoe’s  Antworten
  (B1.398  und  410  Copien  und  Concept)  27.  7..  (Bl.422)  19.7.
und  (Bl.455)  8.5.1628.  BI.462  Georg  von  Hessen  an  Hoe,  Darmb-
        <pb n="79" />
        Histor.189,  Band  IV  und  V  73

stad  26.  5.  1628.  Die  übrigen  Stücke  sind  Abschriften,  die  an  Hoe
mit  den  erwähnten  Schreiben  übersandt  worden  sind:  B1.400—403
“Unvorgreifliche  kurze  Andeutung  und  Vorschlag’  zur  Schlichtung
des  Streits  auf  einem  “engen  Convent’;  Bl.404  “Unvorgreiflicher  Vorschlag’;
  B1.405—409  “Extract  aus  des  F.  Württ.  Gesandtens  D.  Jacob
Löfflers  ubergebenen  Memorial’,  Dresden  6.  5.  1628.  Bl.411—416
Johann  Georg  und  Georg  an  Johann  Friedrich,  23.  7.1628.

Bl.  425—428  =  B1.405—  409  Bl.431  Georg  an  Johann  Georg,
Langen  Schwalbach  7.7.  1628,  nebst  (Bl.434)  Gutachten  von  Fewerbornius,
  Steuberus,  Hennekenius,  Marpurg  31.  5.  1628.  Bl.  444
Landgraf  Philipp  von  Hessen  au  Georg,  Buzbach  24  Mai;  B1.445
Georg  an  Philipp,  Darmstad  11  Jun.;  Bl.447  Johanu  Friedrich  an
Georg,  Studgart  12  Juni;  B1.449  Georg  an  Johann  Friedrich,  Darmstad
  18  Juni;  Bl.451  Philipp  an  Georg,  Buzbach  20  Juni  1628.

Band  V.  IV+483  gezählte  Blätter.

Bl.1—109  "Acta  Conventus  Theolog.-polit.  2.1631  mense  Januar.
Dresdae  habiti’,  Hoe’s  Protocoll  vom  20  bis  29  Jan.  (nur  seine  Vota
sind  nicht  eingetragen).  Bl.119  Notizen  von  H.  Höpfner,  BI.121
von  Joh.  Gerhard,  Bl.127  von  Hoe,  BIl.130  von  einem  andern.
Bl.132  Die  Theologen  an  den  Kurfürsten,  Concept  von  ?,  Jan.  1631.
Bl.136—139  vgl.  nach  B1.250.  Bl.140  Bericht  der  Theologen  an
den  Kurfürsten,  Dresden  30.1.  1631,  Abschrift  von  verschiedenen
Händen,  "Hoe  eoncepit’;  am  Schluss  (Bl.214)  15  eigenh.  Unterschriften.

Bl.217  Gebet  vor  dem  Convent  der  ev.  Stände  in  Leipzig  1631:
Bl.219  Angabe,  welche  Kirchen  die  anwesenden  Fürsten  besucht
haben;  B1.220  Formular  der  Danksagung  nach  vollendetem  Convent,
mit  Correeturen  von  Hoe.,  1631.

Bl.223  Simon  Leissringk,  f.  Darmbstad.  lo  tprechser,  an  Hoe,
Regenspurg  5.11.1630,  und  BI1.226  Anthonius  Wolff,  7.10.  1630:
beide  betheuern  die  Treue  des  Landgrafen  und  seiner  Beaniten  gegen
den  Protestantismus.  Bl.230  Geh.  Rath  Joh.  Timaeus  an  Hoe,
Dresden  19.  4.1630:  (Bl.  231)  Hoe’s  Antwort,  Copie.   B1.235  Schreiben
(wohl  von  einem  Ratlı  des  Herzogs  Wilhelm  v.  S.-Weimar)  an  Hoe
nebst  Abschrift.   BI.240  Bedenken  über  den  ersten  auf  dem  Convent
zu  Dresden  1631  verhandelten  Punct.

B1.250—483  Verhandlungen  über  den  Frieden  zwischen  Kursachsen
  (und  Brandenburg)  und  dem  Kaiser  (vgl.  auch  BI1.136
Promemoria  “in  puncto  der  gütlichen  Traetaten’  von  Kursachsen,  um
1634/35).  B1.250  Schriftstücke  vom  Convent  in  Regensburg  1630,
meist  Abschriften,  die  fast  alle  bei  Khevenhiller,  Ann.  Ferd.  XI  (1726)
S.1103—25  gedr.  sind;  B1.267  “Nebenpuneten’  ist  ein  Concept  J.
Gerhard’s;  Bl.269  35  Puncta,  denen  kurze  Antworten  Hoe’s  zugefügt
sind.  B1.278  Hoe  an  den  Kursächs.  Geh.  Seer.  Conr.  Gehe,  Dr.
25.  11.1630.  Bl.280  Johann  Georg  an  Hoe,  Anssiek  4.  11.  1631
(wünscht  ein  Bedenken,  wie  weit  er  bei  Fortsetzung  des  Krieges  den
Feinden  gegenüber  gehen  dürfe),  nebst  Abschrift  eines  Schreibens  an
seine  Räthe  vom  1.  11.1631;  Bl.284  Gutachten  von  G.  Timzel,  L.
Köppel,  A.  Faber  an  den  Kurf.,  Dresden  14.  11.  1631.  Abschrift,  und
(B1.294)  von  Moe,  Dr.  10.  11.  1631,  Concept  und  Abschrift.  B1.319
Hoe,  theol.  Gedanken  den  Frieden  betr.,  Zabeltiz  12.  8.  1630.
B1.324  Johann  Georg  an  den  Kaiser,  Halla  15.  3.  1636.  Bl.  330
        <pb n="80" />
        4  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

“Diseursus  und  unvorgreifliche  ..  Gedanken...  eines  getreuen  Chur-Sächs.
  patrioten  undt  vasallen’,  actum  Dresden  25.  4.  1639.  B1.340
Nebenabschied  der  Confoederation  von  Heilbronn,  April  1633;  genaue
Inhaltsangabe  bei  F.  Frh.  v.  Soden,  Gustav  Adolph  .  .  II  (1867)
S.107.  Bl.343  Schreiben  (Copien)  betr.  die  Wahl  des  Herzogs
August  v.  S.  (des  mittleren  Sohnes  des  Kurfürsten)  zum  Administrator
„u  Magdeburg:  Johann  Georg  an  den  Kaiser,  Dresden  3.  2.  1628
(gedr.  Khevenhiller,  Ann.  Ferd.  XI  1726  Sp.127),  nebst  (B1.349)
Assecuration  an  das  Domeapitel;  B1.351  der  Kaiser  an  den  Kurfürsten,
  Prage  11.  2.  1628;  Bl.353  der  Kaiser  an  die  geistl.  Kurfürsten,
Prag  19.2.1628.  Bl.356  Hoe,  Gutachten  an  den  Kurfürsten  über
“die  gütliche  handlung’,  Dresden  15.8.1630.   BI.365  “Summa  desjenigen,
  was  uff  seiten  der  Evangelischen,  bei  der  Keiserl.  Mait.  und
den  Cathol.  Ständen  zu  suchen  .  ..  billich  erachtet  wird’,  10  und
9  Punkte;  B1.368  Gutachten  Hoe’s  darüber,  Torgaw  20.  2.1632;  Absehriften.
  Bl.372  “Extraet  aus  der  Churf.  Brandenburgisehen  den
25  Febr.  (1632)  eingebrachten  Erklerung’,  Copie;  B1.378  "Resolutio
extemporanca  der  frag  ob  es  rhatsamb,  an  denen  orten  das  Bapstumb
wider  anrichten  u.  einführen  zu  lassen,  an  welchen  es  vor  disem
durch  Gottes  gnad  gefallen  .  .:  Antwort  der  Sächs.  Geh.  Räthe  an
Braudenburg  auf  die  vorhergehende  “Erklerung’,  Concept  Hoe’s,  Torgau
27.  2.  1632.  B1.382  “Extract  dessen,  so  im  Namen  .  .  dero  Churf.
Durchl.  zu  Brandenburg  ..  dero  Churf.  Durchl.  zu  Sachsen  Ich  Curt
Bertram  von  Phul  bei  dieser  Schickung  hanptsächlieh  vorzutragen’,
Dresden  19.  9.  1632,  Copie.  Bl.388  Hoe,  2  Gutaehten  über  den
Frieden  an  den  Kurfürsten  von  Sachsen,  das  erste  Dresden  1.  5.  1632
in  2  Abschriften  (dabei  BIl.400  eine  Abschrift  der  zwei  Fragen,  die
‚u  beantworten  waren,  30.  4.  1632),  das  zweite  (Bl.412)  Dr.  20.  1.  1634,
Abschrift.  Bl.425  "Quaestio’  der  Kursächs.  Geh.  Rätlie  an  Hoe,
“praes.27.  Mart.  1634’.  und  Bl.427  Hoe’s  Antwort  an  den  Kurfürsten
(dass  die  Evangelischen  nieht  mit  gutem  Gewissen  zur  Freiheit  der
Calvinisehen  Religion  helfen  könnten  ete.),  Dr.28.3.1634;  Abschrift.
Bl.435  Hoe.  Gutachten  über  das  Bedenken  “der  Deputirten  Hn.
Räthe  aus  allen  Collegiis....  die  Pacification  betr.’  23.4.  1635,  2  Abschriften.
  Bl.450  Bedenken  von  Joh.  Maior  und  5  andern  an
Herzog  Wilhelm  von  Sachsen,  Weymar  15.6.1635  (Copie,  Unterschriften
  von  einer  andern  Hand  nachgetragen).  Bl.458  Sehreiben
(aus  Kursachsen)  betr.  Religionsfreiheit  in  Schlesien  (um  1635),
Copie.  Bl.463  Inhaltsangabe  von  13  “Wienerischen’  Actenstücken
über  den  Frieden  (1635),  von  Hoe  geschrieben.  B1.465  “Zusammengetragene
  Pnneta,  worauff  der  Friede  zu  richten  sein  wolle’,  2  mal;
bei  dem  zweiten  Exemplare  ist  am  Rande  gegenübergestellt  “Chur-Brandenburgische
  Vnvorgreiffliche  Erinnerung  bei  den  anfgesetzten
Puneten’.

Band  Vl.  IV  +  506  gezählte  Bl.  (auf  Bl.323  folgt  374).

Bl.1—323  Sehriftstücke  betr.  die  Rathmann’sehen  theol.
Streitigkeiten  in  Danzig,  besonders  den  1628  deshalb  berufenen
Convent;  vgl.  darüber  Moller,  Cimbria  lit.  TIT  560ff.  Bl.1  Beschluss
(ler  Danziger  Theologen,  14  März,  mit  16  Unterschriften,  Copie.
Bl.5  Joh.  Ebereken,  pastor  Lutthusanus,  an  Coel.  Myslenta,  Lutthusae
13.10.1626;  dann  Auszüge  aus  Briefen:  Bl.9b  Balduinus  an  Cramerns,
        <pb n="81" />
        Histor.189,  Band  V  und  VI  75

14.6.1626;  Bl.  10  Thummius  “ad  me’  (an  Hoe?),  Tubing.  28.7.  (1626);
die  theol.  Fac.  an  Cramerus,  Witebergae  13.7.  1626;  Abschriften.
Bl.11  "Quaestio  theol.  an  seriptura  Sacıa  .  habeat  potentiam  .  .
ut  homines  possit  effeetive  illuminare  .  :  Auszug  Thumm’s  aus
seiner  1627  erschienenen  Sehrift  (Moller  S.  564),  Absehritt.  Bl.14
Jac.  Martini  an  den  Verfasser  des  Urtheils  der  Jenaer  Theologen
über  die  Antworten  der  Wittenberger  Theologen  anf  Movius’  Fragen,
lateinisch.  Wittebergae  5  Dec.  1626,  Abschrift,  Bl.33  Frid.  Balduinus
  an  Joh.  Gerhard,  Witteb.  6.  12.  1626,  Original.  Bl.35
Über  “verbum  dei”.  Bl.39  Johann  Georg  an  das  Consistorium
zu  Dresden,  Dr.  9.  1.1627  (wegen  der  Streitigkeiten  zwischen  Wittenberg
  und  Königsberg  )  mit  Beilagen:  Bl.  40  Johann  Georg  an  die
theol.  Face.  zu  Wittenberg  und  zu  Leipzig,  beide  Wernsdorff  19.  12.
1626  nebst  (Bl.41a—f)  den  Antworten,  Leipzig  29.  12.  1626  und
Wittenb.  4.  1.  1627;  Abschriften.  Bl.42  Theol.  Faeultät  zu  Jena
an  die  zu  Wittenberg,  Jenae  21  Nov.  1626,  corrigirte  Abschrift.
Bl.50  Johann  Georg  an  die  tlieol.  Fac.  zu  Leipzig  und  Wittenberg,
Langensalza  13.9.1627,  Abschrift.  Bl.52  Das  Consistorium  an
den  Kurfürsten,  Dresden  12.1.1627,  Concept  Hoe’s,  Antwort  auf
B1.39.  Bl.56  Johann  Georg’  s  “proposition  auf  dem  Landtage
18  Febr.  1628  zu  Torgau  gethan’.  Bl.66  Die  Theologen  zu  Danzig
an  die  theol.  Fac.  Wittenberg.  1%  Apr.  1628,  Orig.  mit  Unterschriften
von  Joh.  Corvinus  und  12  andern.  Als  Bl.69  ist  eine  gedruckte
Disputation  gezählt:  Jo.  Gerhard  (Resp.  Jo.  Albinus),  de  vi  et  efficacia
verbi  divini,  Jenae  1628.  Bl.70  bis  Bl.70e  Urtheil  über  Behmins’
Analysis  der  "quaestiones  Anonymi  de  verbo  dei’.  Bl.71,  75,  79
Johann  Georg,  3  Schreiben  an  Hoe  und  Strauch:  B1.71  Dresden
29.5.  1628  (übersendet  die  Bedenken  der  Theologen  in  Leipzig  und
Wittenberg  zur  Begutachtung)  nebst  (B1.72)  deren  Antwort,  Dresden
17.6.  1628  Concept  Hoe’s  (schlägt  einen  Convent  vor);  Bl.  75  Dresden
18.  6.1628  mit  (B1.77)  Abschriften  seiner  (von  Hoe  verfassten)
Schreiben  an  die  Theologen  zu  Leipzig,  Wittenberg  und  Jena  vom
19.  6.1628;  B1.79  Annabergk  24.7.  1698,  (labei:  Abschrift  zweier
Schreiben  der  Theologen  zu  Jena  an  Johann  Georg  (BI1.S0)  23.  6.
1628  und  (Bl.83)  12.7  7  .  1625;  (B1.85,  86,  111)  Antwe  ort  von  Strauch
und  Hoe,  Concept  und  2  Abschriften  mit  Correeturen  von  Hoe;
(Bl.87  und  113)  Johann  Georg’s  Antwort  an  die  Theologen  zu
Jena,  Annabergk  24.7.1628.  2  Abschriften:  (B1.90)  Bedenken  der
Theologen  zn  Jena  vom  Wort  Gottes  undt  desselben  Kraft.  Bl.114
Johann  Georg  an  Hoe,  Marienbergk  1.8.1628  und  Bl.115  dessen
Antwort,  Dresden  4.  8.  1628.  Coneept.  B1.119  Briefe  an  Hoe  1628:
Bl.119  Joh.  Gerhard,  9  Auer.  und  Jenae  19  Aug..  mit  (Bl.121)
Hoe’s  Antwort,  Lipsiae  27  Aug..  Copie;  BI.122  Acg.  Strauchius.
Dresdae  31  Aug.  Bl.127  Johann  Georg  (unterz.)  an  Floe.
Augustusburgk  39  Aug.  1628.  überträgt  Hoe  das”  Direetorium  des  Convenfs;
  voran  B1.126  Hoe’  s  Autwort,  Leipzie  30  Aug..  Copie.   BI131
‘Extraet  aus  einer  fürstlichen  person  schreiben  20  Junii  1628°.
Bl.133  Johann  Georg  von  Sachsen  „and  Georg  von  Hessen  au
Johann  Friedrich  von  "Württemberg  3.7.1628.  Lopie.  Bl.159
Hoe’s  Bericht  über  den  Verlauf  des  Conv  ents  zu  Leipzig  (vom  1  bis
9  Sept.  1628),  Abschrift,  und  BI.160  das  von  Hoe  daselbst  geführte
        <pb n="82" />
        16  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

kurze  Protocoll.  Bl.167—-171  Schluss  des  Convents  4  Sept.  1628,
überschrieben  “Von  der  Natur,  Kraft  undt  Wirckung  des  .  .  Worts
Gottes’,  von  Gerhards  Hand,  mit  eigenh.  Unterschriften  von  Hoe
und  9  andern.  Bl.173  Bericht  des  Convents  an  den  Kurfürsten
über  den  Verlauf  der  Berathungen,  Leipzig  5  Sept.,  Concept
Hoe’s.  Bl.179  Johann  Georg  (unterz.)  an  Hoe,  Augustusburgk
7  und  11  Sept.  1628,  Bl.184  Hoe’s  Antwort,  Dresden  9  Sept.;  B1.189
Hoe  an  die  Theologen  zu  Leipzig  und  Wittenberg  und  in  simili  an
Gerhard,  Gediceus  und  Lauterbach,  Dresden  12  Sept.,  Concept;
Bl.190  Theologen  zu  Wittenberg  an  Hoe,  W.  27  Sept.  1628.

Bl.193  “Der  reinen  wahren  Ev.  Kirchen  .  .  Theologen  .  .  Lehr
von  dem  hl.  geoffenbarten  Wort  Gottes.  .”,  Concept  Hoe’s  zu  seiner
1629  erschienenen  Druckschrift  (vgl.  Gleich,  Ann.  ecel.  II  113),  angefangen
  den  1  Oct.,  beendet  den  17  Oct.  1628  (auf  Grund  der
Verhandlungen  des  Leipziger  Convents  verfasst).

Bl.298  Johann  Georg  an  Hoe,  Dresden  1  Nov.  1628.  Bl.299
Schreiben  der  in  Leipzig  versammelten  Theologen  an  den  Kurfürsten,
13  Nov.  1628,  zum  Theil  Concept  Hoe’s,  nebst  (Bl.303)  Abschrift.
Bl.306  Protocoll  des  Conventes  in  Leipzig  vom  11-—13  Nov.  1628,
von  Gerhard  geschrieben.  Bl.316  Johann  Georg  an  das  Consistorium
  zu  Dresden,  Liebenwerda  19  Nov.  1628.  BI.317  Schreiben
von  Pol.  Leiser  und  den  9  andern  in  Leipzig  versammelten  Theologen
an  den  Kurfürsten,  12  Nov.,  Abschrift.  Bl.320  Mandat  Johann
Georg’s,  dass  man  sich  im  Artikel  vom  Wort  Gottes  nach  Hoe’s
Schrift  zu  richten  habe,  Dresden  19  Nov.  1628,  Concept  Hoe’s.
bB1.322  Hoe  (an  Herzog  Eberhard  III  von  Württemberg),  Dresden
1  Jan.  1629,  und  an  die  Reichsstädte,  o.  D.,  Concepte.   (B1.324—374
sind  in  der  Zählung  übersprungen).

B1.375—418  Convent  in  Jena  1621:  Bl.375  Theologen  in  Jena
an  Hoe,  Jehna  8  Aug.  1621  (vgl.  Bd.  Il  B1.109).  B1.378  Joh.
Gerhard  an  Hoe,  Jena  10  Aug.  und  13  Oct.  1621.  Bl.  382
Theologen  zu  Jena  an  Johann  Georg,  8  Aug.  1621  (Orig.),  Bitte
um  Entsendung  Hoe’s  nach  Jena.  Bl.384  Wilh.  Lyserus  (Sohn
von  Hoe’s  Vorgänger  Pol.  Lyserus),  Einladung  an  Hoe,  o.  D.
bB1.385  Hoe,  Propositio  an  die  zu  Jena  versammelten  Theologen,
Jehna  5  Sept.  1621;  dann  Bescheinigung,  dass  die  darin  enthaltenen
10  Punete  berathen  sind,  eigenh.  Unterschrift  von  Hoe,  Joh.  Major
und  9  andern.  Bl.392  "Capita  de  quibus  deliberari  posset”,
13  Puncte  von  andrer  Hand.  Bl.393  Hoe’s  Protocoll  über  die
Verhandlungen.  Bl.400  “Deereta  Conventus  .  .,  Dresden  9  Sept.
1621.  Concept  Hoe’s.  Bl.404  Eid  auf  die  Augsburger  Confession
gegen  (den  Calvinismus,  Concept  Hoe’s  und  Abschrift.  BI1.406  Die
versammelten  Theologen  an  die  Univ.  Rostock,  Jena  5  Sept.  1621,
Concept  von  V.  Schmuck.  B1.408  Dieselben  an  den  Kurfürsten,
5  Sept.  1621,  Concept  Hoe'’s.  Bl.407—413  handeln  besonders
vom  Münzwesen  und  die  von  den  Jenaer  Theologen  darüber  verfasste
  Schrift  (Bd.  IT  Bl.200):  (B1.407)  Hoe  an  die  theol.  Fac.  in
Jena,  Dr.  24  Sept.  1621,  Concept.   (B1.409)  Theol.  Fac.  zu  Wittenberg
  an  Hoe,  22  Oct.  1621.  (Bl.411)  Theol.  Fac.  zu  Leipzig  an  ?,
27  Sept.  1621,  Copie.  (Bl.412)  Theol.  Fac.  zu  Wittenberg,  wohl
an  die  Theologen  zu  Jena,  24  Sept.  1621,  Copie.  (Bl.413)  Theol.
        <pb n="83" />
        Histor.189,  Band  VI  Histor.193  —  194  17

Fac.  zu  Leipzig  an  Hoe,  27  Oct.  1621.  Bl.414  Hoe’s  Bericht
über  den  Convent  an  den  Kurfürsten,  Dresden  9  Sept.  1621,
Concept.  Bl.415  Joh.  Gerhard  an  Hoe,  Jenae  17  Sept.  1621.
Bl.416  Wilh.  Lyserus  an  Hoe,  Torgae  21  Sept.  1621.

Bl.419  Ludwig  von  Hessen  an  Hoe,  Lichtenberg  8  Aug.  1624  und
Copie  seines  Schreibens  an  den  Kurfürsten  von  demselben  Tage,
betr.  Abwendung  des  Weigelianismi  aus  Worms.

bl.423  Johann  Georg  an  Hoe,  Marienbergk  5  Aug.  1628;  B1.425
Hoe’s  Bericht  vom  29  Aug.  Bl.429  “Bericht,  wie  es  bey  der  Investitur
  weilandt  Hn.  D.  Pol.  Lyseri  seel.  (71633)  a.1628  den  26  Aug.
gehalten  worden’.

Bl.434  Hoe  an  den  Kurfürsten  (Concept),  und  Johann  Georg’s
Antwort,  Dresden  27  Sept.  1628,  betr.  Jährliche  Convente.

Bl.435a  Ladung  der  Theologen  zum  11  Apr.  zu  einem  Convent
in  Leipzig,  Torgau  27  Mart.  1630,  Concept  Hoe’s.

Bl.436  W.  Lyserus  an  Hoe,  Wittenb.  17  May  1630.

Bl.439—460  Convent  zu  Leipzig,  Juli  1630:  Bl.440  Hoe  an
den  Kurfürsten,  Dresden  26  Jul.  1630.  Bl.441  Gerhard’s  Protocoll,
20  Juli.   BI.450  ‘Observata”  von  Gerhard.   B1.452  "Collatio  der...
1629...  in  dem  ‘Augapfel’  getrukhten  Augspurgischen  Confession  mit
dem  geschriebenen  Exemplar  aus  dem  Nürnb.  Archiv...  (Bl.452—455
des  deutschen,  B1.456—458  des  lat.  Textes),  mit  notarieller  Beglaubigung
  vom  4  Juni  1630.  Bl.459  “Extract  aus  der  Hn.  Niirmbergischen
  Gesandten  uff  dem  2.1530  zu  Augspurg  gehaltenen  Reichstag
  gethanem  Schreiben’,  26  Juni)  1530.

B1.470—506  “Nothwendige  Vertheidigung  des..  Augapfels,  nemblich
der  wahren  .  .  Augsburgischen  Confession  .  .,  Concept  Hoe’s,  1628
(vgl.  Gleich,  Ann.  ecel.Il  109);  am  Schluss  “absolvi  ...  28  0et.  .  ..

Histor.193  1  Bl.  +183  Seiten  zu  201/,  :  161/,  em
18  Jahrlı.

“Das  sich  selbst  bekennende  Sachssen.  Gegenwärtiger  Zustand
von  Sachsen,  das  ist  Kurtze  doch  gründliche  Beschreibung  des  Churf.
S.  und  incorporirten  Länder,  derer  Grentzen  und  Natur-Gaben,  wie
auch  des  Naturells  derer  Einwohner,  absonderlich  der  bissherigen
Regierungs-Forme,  worbey  .  .  Vorschläge  gethan  werden,  wodurch
der  Fürsten  Schatz-Cammer  bereichert  .  .  werden  könne,  entworffen
von  unpartleyischer  Feder  H.  Z/

Fast  die  ganze  Schrift  ist  gedruckt  in  (Moser’s)  Patriot.  Archiv
f.  Deutschland  VIII  (1788)  8.254,  wo  als  Jahr  der  Abfassung  1707
angegeben  wird.  Uber  die  verschiedenen  vermutheten  Verfasser
vgl.  Moser’s  Vorrede  und  Schnorr  v.  Carolsfeld,  Catalog  d.  Handschriften
  .  .  zu  Dresden  II  S.237  (K  282).

Histor.  194  349Bl.  zu  34:21em  16  und  17  Jahrh.

Originalakten  des  Dr.  jur.  Johann  Timacus,  Kurf.  Sächsischen
Kanzlers  des  Stifts  Naumburg  zu  Zeitz.  Alle  an  Timaeus  gerichteten
  Schreiben  sind  Originale,  alle  Schriftstücke  von  ihm
Concepte,  wenn  nicht  anderes  angegeben  ist.

Bl.1—148  Akten  betr.  Grenzstreitigkeit  zwischen  der  Markgrafschaft
  Meissen  und  der  Krone  Böhmen,  oder  Irrungen  “eines  stück
        <pb n="84" />
        [Ks  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

holtzes  halben,  das  kriegstück  genandt’  (vgl.  Bl.124b)  zwischen  dem
sächs.  Oberhauptmann  der  Erzgebirge  und  Rath  Heinr.  v.  Schönberg
zum  Frauenstein  und  dem  kaiserl.  Rath  und  Cammerer  Ulr.  F.
v.  Lobkowitz  auf  Kost,  16035:  Bl.2  Kurfürst  Christian  II  an  seine
Räthe,  Dresden  20.  8.  1602,  Copie.  Bl.5  Christian  II  an  Timaeus,
Dr.  28.  3.  1603  mit  (Bl.6)  Copie  eines  Briefes  von  H.  v.  Schönberg
an  den  Kurfürsten,  Frauenstein  17.  3.  1603.  Bl.9  Timaeus  an
Schönberg,  Zeitz  22.4.1603.   Bl.10  Schönberg  an  T.,  26.4.1603.
Bl.12  Geh.  Seer.  Dav.  Schürer  im  Namen  des  Kurfürsten  an  T.,
Dr.  29.  6.1603;  Bl.13  Timaeus’  Antwort,  Zeitz  12.7.1603.   BI.15
und  17  Daniel  Schneider  an  T.,  Leipzig  13.7.  und  2.9.;  B1l.16  Dav.
Schürer  an  T.,  Kempnitz  16.  7.  1603.  Bl.23  "Gottleubischer  Abschied’
  der  wegen  der  Grenzstreitigkeiten  eingesetzten  Commission,
Sonnabendes  nach  Vis.  Mariae  1537.  Bl.27  “Brixsische  Handlung’:
Bericht  der  sächs.  Commissare,  "D.  Modestinus  Pistoris  concepit”,
und  (Bl.46)  Abschied  der  Commission,  beides  31.  8.  1549.  B1.49
‘Acta  undt  Handlungen  die  irrige  Grentzsachen  .  .  belangende,  .  .
Brix  denn  20  Oct.  anfahende  bisz  uff  den  25  Nov.  a.1549’,  am  Schluss
(Bl.91)  °D.  Modestinus  Pistoris  cone.”.  Bl.92  “Der  Herrm  von
Lobkowitz  beweisung’,  mit  4  Urkundenabschriften.  Bl.100  “Den
Frawenstein  vnd  Rechenbergk  belangende,  Casper  von  Schönbergks
beweisung’.   BI1l.107  Excerpte  dazu  von  Timaeus’  Hand.  BI.110
“Diese  nachfolgende  Regell  in  Grentzsachen  werden  in  den  Bohmischen
publieirten  Grentzbuch  .  .  approbiret”.  Bl.113  "Extraet  auss  den
alten  Grentzhändeln  zwischen  .  .  Lobkowitz  vund  .  .  Schönberg  .  .',
“actum  Brix,  D.  Modestinus  Pistorius’,  nebst  einigen  Urkunden  von
1549.  Bl.123  Timaeus  an  den  Kurfürsten,  Zeitz  2.9.  1603.
Bl.124b  Entwurf  einer  Karte  des  strittigen  '  Gebietes.  Bl.125
“Kurtzer  Bericht,  was  bey  der..  am  12.—14.  VIIbris  2.1603  gehaltenen
  Besichtigung  .  .  vor  selauffen’  ‚  Concept  von  Timaeus.
Bl.141  Kaiser  Rudolf  an  Christian  II,  "Prag  31  (?)  Oct.  1603,  Beilage
zu  Bl.143;  Bl.143  H.  A.  v.  Einsiedel  an  H.  v.  Schönberg,  "Dresden
10.  11.  1603,  beides  Copien.  Bl.144  “Besichtigung”,  Protokoll  vom
12  und  13  Sept.  1603  (in  andrer  Fassung  als  auf  Bl.  125)  von  Timaeus.
Bl.149—210  Akten  wegen  der  Vormundschaft  des  Kurfürsten
Johann  Georg  I  über  Johann  Ernst  d.  J.,  Herzog  von  Sachsen-Weimar
(+1626),  1615:  Bl.150  Johann  GeorgI  an  T.,  Dr.  10.  10.  1615.
Bl.152  Johann  Georg,  Instruction  für  die  nach  Weimar  zu  sendenden
Gesandten,  Dr.  21.  10.  1615,  und  Bl.163  Copie  dieses  Schreibens.
B1.173  Concepte  von  Timaeus:  Excerpt  aus  der  Instruetion;  Schreiben
an  Kanzler  und  Räthe  zu  Weimar,  Naumburg  28.  10.1615,  und  an
Dr.  Braun  (?),  Zeitz  27.  10.  1615.  Bl.177  Johann  Ernst.d.  J.  bestätigt
  eine  von  seinem  Vater  Johann,  Altenburg  20.  8.  1597  gegebene
Urkunde  wegen  der  Baley  Duringen,  Weimar  30.  10.  1615,  Copie.
Bl.183  Timaeus’  Protokoll  über  seine  Verriehtung  in  Weimar,
27—31  Oct.  1615,  nebst  mehreren  in  dieser  Angelegenheit  abgesandten
Briefen.  Bl.192  =  Bl.163.  B1.202  drei  Quittungen.  Bl.205
Kanzler  und  Räthe  zu  Weimar  an  Johann  Georg,  W.  19.11.  1614.
Bl.211—303  Akten  zum  Streit  des  Stifts  Quedlinburg  (und  des
Kurfürsten  Johann  Georg  von  Sachsen)  mit  Braunschweig-Lüneburg
wegen  (des  Amts  und  Schlosses  Herzberg  im  Fürstenthum  Gruben-
        <pb n="85" />
        Histor.194  —  196  19

hagen,  1613—17:  Bl.212  Speeies  faeti  1613  nebst  (B1.228—245)
urkundliehen  Beilagen  1584—89,  und  Responsa  der  Juristenfakultäten
zu  Heidelberg,  Tübingen  und  Helmstedt  (Bl.220—  233),  dann  zu  Frankfurt
  a.d.O.  und  Rostoek  (Bl.246  u.  248),  ferner  (Bl.253b)  des  Collegiums
  Advoeatorum  zu  Speier,  sämtlich  mit  notarieller  Beglaubigung,
(Copie).   B1.255—280  Bedenken,  und  zwar  Bl.268  und  280  Johann
Georg  an  B.  Carpzov,  J.  Timaeus  und  L.  Köppel,  Dr.  21.  6.  1617
(Or.);  B1l.263/7  Bedenken  mit  Zusätzen  von  Timaeus,  Bl.255  Abschrift
  davon  mit  Zusätzen  (von  Carpzov?),  beides  Dr.  3.7.1617;
Bl.261/2,  269/71,  279  Notizen  dazu;  B1.272  -  278  Timaeus’  Antwort
an  den  Kurfürsten,  Dresden  12.  7.1617.   BI.281  Marsilius  Bergner,
“Artieulirte  Clage’  der  Herzöge  zu  Braunschweig-Lün.-Celle  gegen
Kursaehsen,  Quedlinburg  und  Braunsehweig-  L.-Grubenhagen  (vor
1601);  B1.292  Lehnbrief  Friedrichs  U  für  Herzog  Otto  v.  Lüneburg
1235.   BI.295  Timaeus’  Notizen  für  ein  Gutachten.  BI.296  “Summarische
  Petition  und  Imploration’  der  Abtissin  von  Quedlinburg
Dorothea  gegen  die  Herzoge  von  Braunschweig-L.,  1617.

Bl.304—5349  Erbeinigung  zwisehen  Böhmen  und  Saehsen:  B1.223
Revers  des  Kurfürsten  und  der  Herzoge  von  Saehsen,  20.10.  1587;
B1.327  Revers  Rudolfs  I.

Vorn  in  dem  Bande  das  Ex-libris  von  J.  P.  de  Ludewig;  von
dessen  Hand  auf  Bl.1  "abgekaufft  den  Timaeischen  Erben’.

Histor.195  10Bl.  zu  231,  :18!/%,  em  18  Jahrh.

"Etwas  über  die  tetzt  dauernde  Landmessung  in  Chursachsen.
Copey  von  einem  Aufsatz,  der  vom  Hn.  Grafen  von  Hoffmannsegg
mitgetheilt  war  Sept.  1787”,  Gedr.  in  J.  Beckmann’s  Beyträgen  zur
Oekonomie,  Technologie  .  .  XI  (1788)  8.98.

Histor.196  228  Bl.  zu  32:20  em  Anfang  des  18  Jahrh.

Schriftstücke  an  den  König  (Friedrieh  August  I)  und  Landtagsacten
  betr.  das  Steuerwesen  und  die  Geldnoth  in  Kursaehsen  im
Anfang  des  18  Jahrhı.

Bl.1  W.  Chr.  M(eschke)  “Neuer  Modus  Collectandi  .  .,  Leipzig
d.  25  Jan.  1707,  vgl.  Histor.  186  Bl.1.  Bl.13  “Warum  die  Leipziger
Commercien  verfallen’.  Bl.15  ‘Auff  was  massen  Sr.  Königl.  Ma).
in  Pohlen  bey  apaisirten  Troublen  zu  Ihro  .  .  Interesse  den  Pohln.
Cammer-Staat  nützlicher  dirigiren  lassen  können’,  Reinschrift  mit
vielen  Correeturen  von  andrer  Hand.  Bl.21  “Ohnvergreiffliche
Gedancken  .  .,  warumb  J.  Churf.  Durchl.  voriezo  in  Ihrer  Cammer
zu  keinen  bahren  Gelde  gelangen  können  .  .’,  und  Vorschläge  zur
Anderung.  Bl.25  "Memorial  einer  kurtzen  und  einfaltigen  Emtwerffung,
  wie...  eine.  .  bewehrte  Verfassung  disponiret  werden
könne”.  BIl.34  “Extraet  auss  der  Hn.  Cammer-  und  Berg  Räthe
aueh  LandRentliMeister  Hn.  Dittriehs  v.  Werthern  .  .  Bedencken,
d.  d.  Dressden  am  4  Dee.  1657’.  Bl.41  Landtags  Abschied  und
Bl.63  Reversalien,  Dresden  17  Mart.  1700.  Bl.7S  ‘Der  Ober
Steuer  Einnehmer  Bericht  vom  Zustande  des  Landes  .  .  und  wie  ces
wieder  in  Auffnahme  zu  bringen,  Leipzig  den  7  May  1703’.
51.93  Gutaehten  und  Berielt  von  Kanzler  und  Räthen,  Dresden
31  Juli  1703.  Bl.114  Gutachten  des  Geh.  Kriegsraths-Collegiums,
        <pb n="86" />
        su  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Dresden  Juli  1703.  Bl.126  "Consilium  Accisale,  was  bey  Introducirung
  der  Aceise  in  acht  zu  nehmen’;  Bl.  137b  ‘Des  Geheimten
Rath  Kötterichens  Landtags-Schrifft  wieder  die  Aceise’.  Bl.158
“Allerunterth.  u.  unvorgr.  Gutachten,  wie  die...  Aceis-  und  Consumtions-Steuer
  Einführung  ...  zu  reguliren  .  ..  Bl.179  “  Unvorgr.
Bedencken,  warumb  Sr.  K.  Maj.  in  Pohlen  ...  Churfürstenthum  und
Erblande  .  .  verfallen,  und  wie  solchen  .  .  aufzuhelfen,  so  auf.  .
Befehl  ...  Grafen  von  Pflug’s  .  .  gefertiget  worden’,  Concept.
Bl.188  “Unterth.  Vorstellung  .  ..  warumb  man  bey  der  Accise  auf
Leipzigk  seine  Reflexion  zu  machen  habe’.  Bl.190  “Reflexion
uber  ein  und  andern  Punet  das  General  Aceiswesen  in  Leipzigk
betreffende”.  Bl.192  “Unvorgr.  Project,  wie  das...  Churhaus  ..
mit  denen  zur  Chur  gehörigen  Länderen  .  .  wieder  vereiniget..  .
werde”.  Bl.195  “Wie  Sr.  K.  Maj.  .  .  ietziger  Credit  nothwendig
Ihro  Revenues  und  Länder  ruinire,  dagegen  .  .  der  Geldmangel  zu
heben  sey’,  Concept,  9  Aug.  1715.  B1.201  “Unvorgr.  Project,  wie
S.  K.  Maj.  in  Pohlen  dem  Könige  in  Schweden  .  .  zur  See  ziemlichen
Schaden  thun  .  .  und  darbey  hoch  ein  und  andern  Vortheil  davon
ziehen  können’,  Concept  “überschickt  an  Hn.  Gr.  Wackerb(arth)  d.
17  May  1715”.  Bl.205  “Extraect  aus  der  von  der  Ritterschaft  und
Städten  auf  die  .  .  Proposition  gethane(n)  Antwort  de  d.  23  Jan.,
und  einige  Landtagsschriften,  sämtlich  von  1694.  B1.219—  228
(in  4°)  Abschriften  von  Zeitungsnachrichten,  Sept.  1706—Jan.  1707;
ferner  B1.220b  “Imagines  et  emblemata  super  justi  belli  justissimos
successus  publica  luce  exposita,  cum  lemmatis  chronographieis  et
epigrammatis  a.  1706.

Die  in  dem  Bande  vorkommenden  Concepte  sind  sämmtlich  von
einer  Hand  geschrieben.

Histor.197  211Bl.  zu  33:20,  cm  1693

“Des  Durchleuchtigsten  Fürsten  .  .  Moritzens  Hertzogen  zu
Sachssen  .  .  Lebens-Beschreibung  .  .  zusammengetragen  von  George
Arnolden,  beeder  Rechten  Docetorn  und  weyl.  Cantzlärn  des  Stiffts
Naumburg”.

Nach  einer  Vergleichung  der  in  der  vermischten  Bibliothek  Bd.15
(Halle  1719)  8.215  ausgehobenen  Stellen  ist  es  die  Übersetzung,  die
auf  Veranlassung  des  Kurfürsten  Johann  Georg  IT  von  David
Schirmer  1670  "gemacht  wurde  und  die  1719  von  Imm.  Weber
herausgegeben  worden  ist  (Schirmers  Dedication  fehlt  in  dieser  Hs.).
Der  lateinische  Text  Arnold’s  ist  in  Mencken’s  Seriptores  II  1151
gedruckt.

Nach  einer  Quittung  auf  Bl.211  ist  die  Hs.  auf  Veranlassung  des
Hofraths  Chilian  Schrader  aus  einem  aus  Regensburg  mitgebrachten
Exemplar  1693  in  Celle  von  L.  E.  Neuburg:  abgeschrieben.  Vorn
in  dem  Bande  steht  “Archivi  Serenissimi  Dueis’.

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

Histor.198  2Bl.  fol.  18Jahrh.

“Ungefährlicher  Etat  von  denen  sämtlichen  revenuen  des  Dresner
Hofes  und  woraus  zu  bestreiten  seyn  die  Ausgaben’.  zwischen  1754
und  1763.
        <pb n="87" />
        Histor.  197  —  202  51

Histor.19Si  1?2Bl.  m  fol.  18  Jahrh.

Journal  du  voyage  et  du  sejour  du  Roi  (August  II  von  Sachsen-Polen)
  &amp;amp;  Berlin,  19  Mai—12  Juni  1728.  Besonders  Aufzählung  der
Festlichkeiten,  Paradeı  etc.

Histor.200  15Bl.  zu  211%,:17em  19Jahrh.

Bruchstück  (482  Verse)  von  Johannes  Rothe’s  Leben  der
heiligen  Elisabeth,  in  thüringischer  Mundart;  Abschrift  von  G.F.
Benecke  in  Göttingen.

Anfang  Bl.1  (in  Cap.  XOT)  “"Numme  den  sechezehn  iare  alt’;
Schluss  Bl.15  (in  Cap.  XVII)  ‘Also  ab  ich  schone  cleider  hette
getragin’;  =  Mencken,  Seriptores  rer.  Germ.  II  (1728)  Sp.  2053—  2061
(Auctor  rhythm.  SXII  v.  5  bis  $SXVI  v.  70).

Auf  Bl.1  sehrieb  Benecke  “Abschrift  eines  Fragmentes  des  Lebens
der  H.  Elisabeth,  das  ich  von  Hn.  Archivar  Delius  in  Wernigerode
erhalten  habe’.

Histor.201  IIBl.  und  199Seiten  zu  21:17em  17  Jahrlı.

“Vita  S.  Elisabeth  regis  Hungarorum  filiae  autore  Jacobo  Montano
Spirensi’  (“ce  Msto  nune  edita’,  Zusatz  mit  anderer  Tinte;  dann  ist
eine  Zeile  unleserlich  gemacht).  Ubereinstimmend  mit  dem  Abdruck
bei  Surius,  de  prob.,  Sanctorum  historiis  VI  (1575)  S.442—464  (zum
19.  Nov.);  auch  die  Überschrift  ist  gleichlautend.  Neu  herausgegeben
ist  das  Werk  1878  durch  Herrman  Müller.

Auf  Bl.I  steht  “"Amico  Jo.  Tob.  Hofmanno  Jure  Consulto,  Cos.
Freyburgensi,  .  .  in  Comitiorum  Provineialium  Dresdae  1746  celebratorum
  cedit  memoriam  M.  Ge.  Chph.  Kreysig.  ’;  auf  dem  innern

I

Deckel  der  Name  "Gottlob  Vogt”.  1803  von  Prof.  Blumenbach
geschenkt.

Histor.202  96  nur  geheftete  Bl.  (10  Lagen,  a—k,  zu  je
5  Doppelblättern;  am  Anfang  der  ersten  Lage  und  vor  Bl.79  am  Anfang
  der  Lage  i  fehlen  je  2  Bl.)  zu  18:14  cm,  in  einer  Kapsel  die
Hs.  ist  durch  Feuchtigkeit  sehr  beschädigt,  sodass  im  Anfange  vieles
unlesbar  geworden  ist   rothe  Überschriften  und  Initialen  zweite
Hälfte  des  15  Jahrh.
.„  Dietrich’s  von  Apolda  Leben  der  hl.  Elisabeth;  niederdeutsche
Übersetzung  des  bei  H.  Canisius,  lect.  antiquae  (Tliesaurus  monumentorum
  .  .  ed.  Basnage  IV  1725  8.114—152)  gedruckten  Textes
(vgl.  z.B.  Buch  VIII  2  bei  Canisius  “una  ex  ancillis  eius  aequivoca’
mit  Bl.8le  der  Hs.  "orer  megede  eyn  (de  was  geheten  equivoca’)  in
8  Büchern,  die  auf  Bl.8,  22,  37b,  48,  59,  69b,  80  beginnen.

Der  Anfang  fehlt,  der  Text  beginnt  mit  dem  Schluss  von  IT  1.
Nach  BI1.78  fehlt  VIL7—9  Anfang.  Am  Schluss  von  VII  14  heisst
cs  (Bl.96)  °..  wunderwerck  ..  der  ik  hiir  na  neyne  deehtuisse  don
enkan,  sunder  eyn  ..  dat  wil  ck  noch  .  .  seriven’;  dann  folgt  “Van
eyner  iunevrouwen  de  de  was  dot  unde  sunte  Ilsebe  was  se  van
ode  wakende.  In  deme  lande  to  Vngeren  .  .’:  der  Sehluss  fehlt.

Vgl.  Theol.  2001.

1853  von  Rittmeister  Campen  geschenkt.
        <pb n="88" />
        82  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.2038  32Bl.  zu  34:21em  18Jahrh.

Akten  “Sachsen-Weimarische  veniam  aetatis  betr.’,  1747—55.
Auf  Bl.3  Correeturen  von  G.  A.  v.  Münchhausen;  Bl.6  und  9  Briefe
eines  Gesandten  (an  Münchhausen?),  M(einingen?)  30  Oct.1747  und
7  Dee.1749;  Bl.31  (Münchhausen)  an  Grafen  v.  Bunau  zu  Eisenach,
3  Julil755,  Concept  eines  Hannoverschen  Geh.  Secretärs.

Histor.203f  etwa  600Bl.  zu  355:20cem  18  Jahrh.

Saxonica.  Der  Band  enthält  reiches  Material  für  die  Geschichte
der  Thätigkeit  von  Georg  Melchior  Ludolf  an  den  Höfen  der  Herzoge
zu  Eisenach,  Johann  Georg  und  Johann  Wilhelm,  1694  —1710.

Hennebergische  Sachen:  Nr.3—5  Christian  Juncker  an  Johann
Wilhelm  Herz.  zu  Sachsen-Henneberg,  Eisenach  11.  10.  1710  (Original),
wegen  Herausgabe  seiner  geplanten  Henneberg.  Historie;  mit  Druck.
6)  Extract  Recesses  zwischen  Chursachsen  und  S.-Naumburg  14.9.1700
betr.  Henneberg;  ferner  7  und  8)  kaiserl.  Expectanzbrief  für  Chursachsen
  25.  9.1573;  9)  Vergleich,  Torgau  7.9.1593;  10)  Gutachten
G.  M.  Ludolfs,  Concept;  11)  Marquard  Sebastian  Bischof  zu  Bamberg
  und  Christian  Ernst  Markgraf  zu  Brandenburg  1692  an  Herzog
W.  Ernst  zu  Sachsen-Weimar.

Fischbergische  Reluitionssache:  12)  Responsum  nomine  Scabinatus
Jenensis  von  Geh.  Rath  (N.  Ch.)  v.  Lyneker  aufgesetzt,  1700;  14)
Species  facti;  15)  kaiserl.  Reseript  an  Chursachsen  1630  nebst  Antwort;
  16—20)  Schreiben  an  G.  M.  Ludolf  mit  eigenhändigen  Unterschriften
  von  Johaun  Wilhelm  Herzog  zu  Sachsen-Eisenach  1702
und  1707,  mit  Instructionen  für  die  Verhandlungen  wegen  Abtretung
von  Fischberg  an  Fulda.

Nr.21—29  Sachsen-Eisenachische  Sach  betr.  die  Indemnisation
wegen  der  von  Chursachsen  beschehenen  Einquartierung  1707,  Copien
mehrerer  Schreiben.

Nr.30—57  Concepte,  besonders  Actenauszüge,  viele  verschiedene
Sachen  betreffend,  sämmtlich  von  G.M.  Ludolf’s  Hand,  c.  1696—  1711.

Nr.58—60  Protocoll,  die  Primogenitur  in  Eisenach  betreffend,
1694  von  Ludolf  geschrieben,  und  Notata  dazu.

Nr.61—68  Ceremonialia  und  Rangsachen:  62)  Diarium  .  .,  wie
der  fürstl.  S.-Eisenachische  Abgesandte  (G.  M.  Ludolf)  in  Weissenfels
  traetiret  worden,  1699;  63)  Ceremonial  bei  Churf.  Sächsischer
Audienz  1694,  von  Anthon  Günther  von  Schwarzenfels;  64)
Ceremoniel  für  Audienzen  beim  Kaiser;  66)  Brief  von  Hiob  Ludolf
an  den  Herzog,  Frankfurt  7.1.1701;  67)  Hessen-Casselsche  Rangordnung
  1699.

Nr.69—  73  Trauersachen:  70)  Personalia  der  Fürstin  Amelie
Herzogin  zu  Sachsen,  24.  4.  1695;  73)  Officium  pietatis...  memoriae
.  .  Christinae  Julianac,  dueis  Saxoniae  .  .  1707  nomine  seminar
theologiei  Guilielmini  publice  factum  a  Jo.  Jac.  Syrbio.

Nr.74—84  Ehepacten  betr.:  74—82)  Briefe,  Pässe  und  Instruetionen
für  Ludolf  mit  eigenhändigen  Unterschriften  von  Johann  Wilhelm
u  Sachsen  und  seiner  Gemahlin  Christine  Juliane  und  von
Anthon  Ulrich  von  Braunschweig-Lüneburg,  1698—1703;  darin
auch  über  Ansprüche  an  das  Erbe  Carl  Gustav’s,  Markgrafen  von
Baden-Durlach,  dessen  Frau  die  Tochter  Anton  Ulrichs  war;  mit
        <pb n="89" />
        Histor.203—  203f  83

(nach  N.76)  einem  Brief  vom  Geh.  Rath  Fischer  an  L.,  Gotha
21.3.1698.  83)  Ursachen,  warumb  Frau  Maria  Amalia  geb.  Margsräfin
  zu  Brandenburg  (Gemahlin  Moritz  Wilhelm’s  zu  Sachsen-Zeitz)..
von  dero  Churfürstl.  mütterl.  Erbschaft  nicht  ausgeschlossen  werden
kann.

Nr.87—109  Jenaische  Universitätssachen:  87)  Brief  von  J.  W.
Beier,  Jehna  6.6.1694,  betr.  seine  Berufung  nach  Halle,  Copie,
nebst  Copien  von  Briefen  von  S.  Stryk  an  Beier,  Halle  4.,  12.  und
15.6.1694;  90)Notata  ausden  Universitätsvisitationsakten  vonLudolf’s
Hand;  91)  Deeret  der  Visitationscommission  an  die  Universität  Jena,
Jena  30.9.1679;  92)  Auszug  eines  spätern  Visitationsdecrets,  von
Ludolf’s  Hand;  93)  G.  M.  Ludolf  an  Herzog  Johann  Georg,  Jena
10.1.1698,  Copie:  Beschwerde  über  eine  von  Studenten  ihm  zugefügte
Beschimpfung;  94)  Rector  und  Professores  zu  Jena  an  Johann  Georg,
Jehna  6.1.1698,  wegen  Studententumults;  95)  “Extractus  protocolli
von  des  Hn.  Geh.  Ratlı  Gerhardts  Verrichtung  zu  Eisenach’,  betr.
Verlegung  von  Militär  nach  Jena  zur  Beseitigung  des  Tumults;
Rektor  und  Professores  an  die  deputirten  Räthe,  Gutachten  wie  den
Unruhen  gesteuert  werden  könne,  Jena  29.1.1698;  96)  Die  Hofräthe
Joh.  Bernhard  Friese  und  G.  M.  Ludolf  an  Herzog  Johann  Wilhelm,
Jena  28.1.1698;  97)  Herzog  Wilhelm  Ernst  an  Johann  Wilhelm,
Weimar  14.  11.1697,  wegen  Universitätsjurisdietion;  98)  Jo.  Jac.
Syrbius  (an  Ludolf)  Jenae  19.4.1709,  besonders  über  Andreas
Goepel;  100)  Extract  Protocolls  vom  12.  12.  1702  auf  dem  Landtag
zu  Weimar,  wie  solches  von  D.  Slevogten,  JCto,  communiciret  worden,
und  ein  Rescript,  Weimar  9.1.1709,  betr.  theologische  Streitigkeiten
in  Jena;  Joh.  Fr.  Buddeus  an  den  Prorector;  Val.  E.  Löscher,
quaestiones  circa  sententias  .  .  Buddei,  an  (M.)  Förtsch  übersendet;
101—109)  Schreiben  mit  eigenhändigen  Unterschriften  von  Johann
Wilhelm  an  L.,  Eisenach  1704,  besonders  betr.  die  Berufung  von
M.  Förtsch  nach  Jena.

Nr.110—185  Ludolf’s  Gesandtschaften  betreffend:  grossentheils
Schreiben  und  Instructionen  Johann  Wilhelm’s  für  L.  mit  eigenh.
Unterschriften  des  Herzogs.   Nr.110—154  Sendung  nach  Wien  betr.,
besonders  Verhandlungen  Sachsen-Weimar’s  und  Sachsen-Eisenach’s
mit  dem  Kaiser  wegen  Beitritis  zur  Allianz  gegen  Ludwig  XIV  und
Stellung  eines  Contingents  zum  kaiserlichen  Heere:  111)  Entwurf
der  Allianzpuncte,  von  Sachsen-Eisenach;  112)  Brief  des  Geh.  Raths
G.  Ch.  v.  Rappold  an  Ludolf,  Weimar  6.  5.  1702;  113)  Schlüssel  zu
den  in  den  nachfolgenden  Schreiben  durch  Zahlen  bezeichneten
Namen;  114)  Ludolf  “unmassgebliches  Project,  wie  die  vorseyende
negotiation  einzurichten  wehre’,  mit  Berechnung  der  Kosten  für  den
Unterhalt  der  Regimenter;  117)  Entwurf  der  Allianzpuncte,  von  S.-Weimar;
  118)  Schreiben  S.-Weimar’s  an  den  Kaiser;  119—154)
15  Berichte  Ludolf’s  aus  Wien  über  den  Erfolg  seiner  Verhand-Jungen,
  Concepte,  und  7  Schreiben  des  Herzogs  Johann  Wilheln  an
ihn,  mit  eigenhändigen  Unterschriften,  März  bis  Mai  1701;  132)  Brief
von  Joh.  S.  Heynak  an  L.,  11.  4.  1701.  155)  Instruction  zum
Congress  zu  Mechterstedt  mit  denen  fürstl.  Gothaischen  Abgeordneten.
Eisenach  13.  4.1703.  156)  Sendung  nach  Gotha,  24.  12.1701,  wegen
der  Aufrufung  der  Reichs-votorum.  157—160)  Uber  Einführung

6G*
        <pb n="90" />
        54  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

der  Primogenitur:  157)  Johann  Georg  an  den  Kaiser,  Eisenach
13.5.  1678,  und  Concepte  von  3  andern  Briefen  desselben;  158  160)
Correspondenz  zwischen  Johann,  Georg  und  Johann  Wilhelm
1694—95,  Copien.  161  und  162)  Über  Irrungen  zwischen  Weimar  und
Eisenach  betr,  ein  zu  zahlendes  Capital.  163—170)  Verhand-Jungen
  Ludolfs  mit  dem  Sachsen-Weissenfelsischen  Geh.  Rath  v.
Christelli;  166)  Baron  von  Schaesberg  (im  Namen  v.  Churpfalz)  an
den  Minister  v.  Christelli,  Düsseldorf  9.7.  1706,  Copie;  167)  Brief
von  v.  Christelli  an  L.,  Frankfurt  10.  5.  1706.  171)  Vollmacht
Johann  Wilhelm’s  für  den  Gesandten  G.Ph.  Fabrieius  in  Regensburg,
Eisenach  6.3.1699.  172)  Memorial  Johann  Wilhelms  für  L.  für
seine  Gesandtschaft  nach  Weimar,  Jena  30.8.1699.  173)  Sendungen
nach  Cassel,  Eisenach  26.12.1701  und  27.8.1700;  174)  nach
Wien  zum  Kaiser,  wegen  der  Allianz  und  andrer  Punete,  Eisenach
18.  3.1701;  175)  nach  Halle  zur  verw.  Herzogin  Sophic-Charlotte
wegen  Schenkung  ihres  Vermögens,  Eisenach  11.  12.  1699;  176)
nach  Allstedt  zu  derselben,  Eisenach  17.  9.  1704;  177)  nach  Erfurt
zur  Conferenz  mit  Churmainz,  Gotha  und  Weimar,  Eisenach
25.7.1708;  nach  Gotha  zur  Conferenz,  Eisenach  17.7.  1708.
178)  Johann  Wilhelm  verlangt  einen  Vorschuss  von  200  Thalern,
Eis.  8.  11.  1706.  1)  Sendung  nach  Gotha,  Eis.  7.  3.1708;
180)  nach  Erfurt  (an  L.  und  C.  H.  v.  Kropf),  Eis.  11.  9.  1706;
nach  Hannover,  Eis.  3.8.1706  und  181)  Wilhelmsthal  29.  7.  1706:
Brief  eines  höheren  Hofbeamten  J.  HL.  an  Ludolf,  Eisenach
3.  7.1706;  182)  nach  ?,  2  Schreiben,  Altenkirchen  22.5.  und
17.  7.  1698;  183)  nachı  Gerstungen,  betr.  Witthumshuldigung,  Eis.
19.  10.  1700.  184)  Verfügung  Johann  Wilhelm’s  betr.  Haftentlassung
  des  Geh.  Rathıs  Schütz,  Eis.  28.  4.  1703.  185)  Sendung
nach  Arnstadt  betr.  Witthums  der  Herzogin  Augusta  Dorothea  zu
Br.-Lün.,  Eis.  21.  10.  1704.

Nr.186—192  Verschiedenes:  186)  Protocoll  aus  einem  Ehescheidungsprocess
  des  Hofratlıs  Wildvogel.  187)  Ernennung  Chr.
Wildvogel’s  zum  Geh.  Rath  des  Herzogs  Johann  Wilhelm,  Jehna
31.12.1698,  Copie.  188)  ‘Espedienda  zu  Weimar”.  189)  Protocoll
  Ludolf’s  über  eine  Conferenz  mit  dem  Geh.  Rath  v.  Rappolt,
Eisenach  20.  11.  1705.  191)  Erlaubnis  Johann  Wilhelm’s  für
G.  F.  de  Herda  zu  einer  Reise  nach  Italien,  Isenaci  11.  4.  1708,  Concept
Ludolf’s.  192)  Schreiben  ans  Dresden,  23.3.1708,  besonders
wegen  der  Untersuchung  gegen  Frh.  (A.  A.)  v.  Imhoff  und  Geh.
Referendarius  (G.  E.)  Pfingsten  (infolge  des  Altranstädter  Friedens).

Nr.193  Vorschläge  zur  Beförderung  der  Justiz,  nach  1.  5.  1708;
194)  Johann  Wilhelm’s  Rescript  zur  Beförderung  der  gerichtlichen
Geschäfte,  Eisenach  24.  3.  1711,  verfasst  von  Ludolf.

Nr.195  Zur  Kirchenordnung:  Schreiben  von  J.  C.  Zerbst  an
seine  Amtsbrüder,  Eisenach  8.  2.  1698  betr.  Conformität  in  den  Amtshandlungen,
  Copie;  Beantwortung  der  von  der  Regierung  vorgelegten
Fragen  von  Seb.  Schram,  Eis.  17.2.1698,  Copie;  Brief  von  F.(?)
Kalekberner  an  einen  Superintendenten,  Eisenach  28.  7.  1699,  mit
Vorschlägen,  besonders  über  den  Katechismusunterricht;  desselben
Vorschläge,  wie  die  aus  dem  Waisenhause  entlassenen  Kinder  bei
ihrem  Christenthum  zu  bewahren  seien.
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        Histor,203f—  207  85

Nr.196  Uber  Münzwescen:  3  Reseripte  Johann  Georg’s,  Eisenach
18.  8.1689  und  16.  12.  1691,  beide  von  Ludolfs  Hand,  und  eins  ohne
Datum.

Nr.197—204  Uber  Finanzwesen:  197)  Wegen  Einrichtung  des
fürstl.  Etats  und  Reglements  des  Cammerwesens,  Jehna  30.  11.  1697,
mit  Anlage  von  Ludolfs  Hand:  Specification  der  Diener-Besoldungen:
198)  Erinnerungen  wegen  der  fürstl.  Eisenachischen  Rentkammer,
Eisenach  6.  7.  1693.  199)  Ertrag  des  Jenaischen  Landesanfalls,  nach
Anschlag  von  1575;  Ertrag  der  lIerrschaft  Tonna  1690—91;  204)
Druck:  “Unterricht  Vor  die  Verfertiger  der  Steuerbahren  Güter  Verzeichnis’,
  1690.

Nr.205  Auszug  aus  einem  Protocoll.  Jena  26.7.  1699,  betr.  Wohnsitz
  der  verw.  Herzogin  in  Allstedt.

Nr.206  Beschwerden  des  Bäckerhandwerks  zu  Jena:  Concept
cines  Berichts  über  die  Untersuchung  der  Beschwerden  von  Ludolf,
Jena  23.8.  1697,  nebst  Anlagen  über  Brod-  und  Kornpreise.

Aus  Ludolf’s  Besitz.

Histor.204  5  Bl.  zu  31:  20!/,  em  16  Jalhırh.

“Summarischer  Bericht,  Wessen  sich  die  .  .  Fürstliche  Rethe  .  .
die  schlaiffung  .  .  beider  befestigungen  Stat  Gotha  unnd  schloss
Grimmenstein  betreffende,  gegen  den  .  .  Meinzischen  Rethen  .  .
den  11  monatstag  Mey  ..  mundtlich  ercleret  .  .*,  Regenspurg
12.  5.  (15)67.  Dieser  Bericht  ist  bei  Ortloff,  Gesch.  d.  Grumbachischen

  Händel  IV  (1870)  8.177  nicht  erwähnt.
1784  aus  der  Bibliothek  G.  W.  Zapf’s  in  Augsburg  erkauft.

Histor.205  10Bl.  in  fol.  gebunden  1752

4.  A.  v.  Münchhausen,  5  Schreiben  an  den  Prinzen  Wilhelm
zu  Sachsen-Gotha  und  1  an  den  Reichshofrath  Frh.  v.  Forster  betr.
des  Prinzen  Bewerbung  um  die  Stelle  eines  Gouverneurs  von  Philippsburg;
  Hannover,  Juni  —  Oet.  1752,  gleichzeitige  Reinschriften.
Dabei  (Bl.4  und  9)  Burch.  Chr.  v.  Behr,  hannov.  Gesandter  in
Regensburg,  an  Münchhausen  in  derselben  Angelegenheit,  2  Orisinalschreiben,
  20  Juli  und  19  Oet.  1752.

Histor.206  1i0OBl.  ın  fol.  um  1757

Gutachten  über  einige  politische  Schriften  über  den  siebenjährigen
Krieg,  um  1756/7.  Bl.5  trägt  die  Überschrift  (von  G.  A.  v.  Münchhausen’s
  Hand):  “Ob  der  Kaiser  an  Gotha  die  Anschlagung  der
Avocataria  auftragen  und  ihn  dazu  nöthigen  könne’,

Histor.207  20  Seiten  in  fol.  18  Jahrh.

“Nachricht  von  einen  1525  bev  Gelegenheit  der  Münzerischen
Unruhen  zu  Ohrdruf  entstandenen  Aufruhr  und  der  zugleich  erfolgten
  Bestellung  des  ersten  evang.  Predigers  Philipp  Knaps,  wie
solche  in  einen  alten  Stadtbuche  enthalten  ist’;  S.15  —  18  sind  gedruckt
aus  einem  “alten  Copialbuch’  in  der  Sammlung  versch.  Nachrichten
..  des  Kirchen-  und  Schulenstaates  im  Azth.  Gotha  IM.  10.  Stück
(1762)  S.  53/4.
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        56  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.209  15Bl.  zu  34:21lem  Mitte  des  18  Jahrh.

“Schwarzburgica’.

Bl.1  Promemoria,  dass  Rudolstadt  nebst  Saalfeld  und  Könitz  ein
böhmisches  Lehen  und  nicht  an  Sachsen  cedirt  sei;  mit  Belegen.
Bl.12  Drei  Schreiben  von  G.  A.  v.  Münehhausen  (Concepte  seines
Schreibers):  an  den  Fürsten  zu  Schwarzburg-R.,  und  an  den  Geh.
Rath  v.  Hertenberg  in  Rudolstadt,  1750—1752.

Histor.209i1  Druck
Ludoviei  Petri  Giovanni  (=  Joh.  Pet.  v.  Ludewig)  Germaniae
prineipis  liber  VI  de  notitia  provinciarum  Brunsvicensium  in  usum
auditorii  Koeleriani  in  Academia  Georgia-  Augusta  separatim  exeusus.
Auf  den  durchschossenen  Blättern  viele  sachliche.  im  Jahre  1741
seschriebene  Nachıträge.
1829  aus  dem  Nachlasse  des  Prof.  Fr.  Boehmer  in  Göttingen.

Histor.209m   4Bände  zu  31:19cm  zweite  Hälfte  des
17  Jalırh.
.  Alphabetisches  Verzeichnis  der  Städte,  Dörfer,  Flecken,
Amter,  Schlösser  und  adeligen  Sitze  in  Niedersachsen.
Jedem  Namen  (Adelebsen,  Adensen,  Aeylum,  Alılden  n.  s.  w.)  sind
reiche  geographische  und  historische  Notizen  beigefügt,  die  oft  einen
völlig  chronikartigen  Character  annehmen.  Die  Sammlung  ist
unvollständig;  erhalten  ist  Bd.  I  (LXIX  +  312  Seiten):  A—B;  Bd.  II
(S.313—720):  C—Ellensen;  Bd.  III  (8.  721—1104):  Elbingerode
—Heinburg;  Bd.V  (8.1441-—-1896):  Liechtenstein—Sarstede.
Am  Ende  eines  Jeden  Bandes  von  anderer  Hand  ein  alphabetisches
Register.  .

Dem  Verzeichnis  der  Städte  ete.,  das  in  Bd.1  S.16  ohne  UÜberschrift
  beginnt,  geht  voran  S.  I—XLH  ein  Verzeichnis  der  römischen,
byzantinischen  und  deutschen  Kaiser,  von  Alexander  Severus  (vorn
jedenfalls  unvollständig)  bis  Leopold  I,  S.XHI—XXVI  ein  Verzeichnis
der  Päpste  (bis  Clemens  IX);  ferner  S.  XXVII—LXIX  “‘Dess  hoclfürstl.
  Hauses  Braunschweig  und  Lüneburg  innerhalb  1000  Jahren
aufgewachsener  und  bis  an  gegenwertige  Zeit  reichender  Stammbaum’,
und  S.1—16  “Erklährung  (des  hochfürstl.  Braunschweigischen  Lüneburgischen
  Wappens’.

Der  Papsteatalog  führt  auf  die  Jahre  1667—1669  als  Zeit  der
Abfassung.  Etwa  um  dieselbe  Zeit  scheinen,  wie  sich  aus  den
erwähnten  historischen  Ereignissen  ergiebt,  auch  die  übrigen  in  der
Hs.  enthaltenen  Stücke  entstanden  zu  sein.  Alle  Bände  sind
durchschossen,  «doch  finden  sich  nur  ganz  vereinzelt  Nachträge  von
späterer  Hand.

Aus  dem  Nachlasse  des  Justizrathes  v.  d.  Knesebeck  1868  in  die
Bibliothek  gelangt.

Histor.210  4Bl.  in  fol.  17335
Gutachten  betr.  die  Wiederherstellung  der  Verfassung  des  Niedersächsischen
  Kreises,  gerichtet  an  Georg  II  von  England-Hannover;
29  März  1733.  Aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl
von  ihm  verfasst.
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        Histor.  209  —  2ii  7

Histor.210i  507  gezählte  Bl.  zu  311/,  :  19!/,  cm  1623
Aktenstücke  von  den  niedersächsischen  Kreistagen  zu
Gardelegen  und  (von  BIl.242  ab)  Lüneburg,  Mai—Juli  1623.
Die  in  dieser  Sammlung  vereinigten  Schriftstücke,  welche  sich
dem  Zwecke  jener  beiden  Versammlungen  entsprechend  durchweg
auf  die  Frage  beziehen,  wie  sich  der  niedersächsische  Kreis  in  dem
ausgebrochenen  Kriege  zu  der  Liga,  bezw.  zu  Christian  von  Halberstadt
  stellen  solle,  sind  von  der  grössten  Reichhaltigkeit.  Ausser
kurzen  Protocollen  (B1.214--239  Gardelegen,  242—269  Lüneburg)
finden  sich  als  Beilagen  Memorialia,  Instructionen  und  Credentialbriefe
  für  die  Gesandten,  Schreiben  des  Kreises  sowie  eine  grosse
Anzahl  von  Schreiben  fürstlicher  und  anderer  hochgestellter  Persönlichkeiten:
  so  besonders  von  Kaiser  Ferdinand  II;  den  Herzögen  zu
Braunschweig-Lüneburg  Friedrich  Ulrich,  Christian  von  Halberstadt,
Otto,  Georg  und  Bischof  Christian  von  Minden;  von  Christian  IV  von
Dänemark;  den  Kurfürsten  Johann  Georg  von  Sachsen  und  Georg
Wilhelm  von  Brandenburg;  von  Christian  Wilhelm,  Administrator  von
Magdeburg;  Landgraf  Moritz  von  Hessen,  Markgraf  Christian  von
Brandenburg,  den  Pfalzgrafen  bei  Rhein  Johann  und  Georg  Wilhelm  ;
Herzog  Friedrich  von  Sachsen-Altenburg;  Joh.  Tzerklas  Graf  v.  Tilly.

Die  Sammlung  ist  ausgenutzt  von  W.  Havemann,  Die  niedersächs.
  Kreistage  zu  Gardelegen  und  Lüneburg  im  Jahre  1623  (Archiv
des  histor.  Vereins  f.  Niedersachsen  N.  F.  1846  8.275  ff.  und  1847
S.1  ff.),  woselbst  in  den  Anlagen  auch  eine  Reihe  der  Aktenstücke
abgedruckt  ist.

Da  die  Stücke  der  Hs.,  welche  auf  die  Bremischen  Gesandtschaften
  in  Gardelegen  und  Lüneburg  Bezug  haben,  Originale  sind
und  des  Erzbischofs  Johann  Friedrich  eigenhändige  Unterschrift
tragen  (Bl.  V  Credentialbrief  für  Jac.  von  Goehren  und  Dr.  Joh.
Luening  für  den  Kreistag  in  Braunschweig,  7  Febr.  1624,  BI.VI
Instruction  für  dieselben  zum  Kreistag  in  Gardelegen  7  Mai  1623;
B1.279  Instruction  für  v.  Goehren,  Dr.  Luening  und  Levin  v.  Marschalk
zum  Kreistag  in  Lüneburg,  15  Juni  1623;  ausserdem  noch  BI.404
bis  406),  so  hat  schon  Havemann  die  Vermuthung  ausgesprochen,
dass  die  Hs.  ursprünglich  dem  erzbischöflichen  Archive  zu  Bremen
einverleibt  gewesen  sei.

1773  in  Hamburg  aus  dem  Nachlasse  von  J.  H.  Rassow  ersteigert.

Histor.211  34Bl.  zu  551/,:20  cm  17  Jahrh.
In  den  Namen  der  Ungedelden  Hilligen  drevoldicheit  hebbe  ick
Eine  Kroniken  van  geschaffen  der  Städe  Lübeck,  Hamborg,  Lüneborg
  und  des  Rickes  tho  Dennemarken  und  dess  Landes  tlıo  Tlolsten

von  my  Cord  vam  Hagen  tho  hope  brocht  a.  1543.  Anfang:
Vor  der  Gebordt  unsers  Saligmakers  47  Jahr.  Im  düssen  vor
schreven  Jahren  do  weren  tlo  den  Romischen  Ricke  .  .  Die
Chronik  (eine  andere  Hs.  siehe  bei  Bodemann,  Hess.  ...  zu  Hannover

  XXIII  901)  ist  unvollständig;  sie  bricht  auf  der  Mitte  von
Bl.34b  in  der  Darstellung  von  Ereignissen  des  Jahres  1031  mit  den
Worten  “in  de  twe  Wikbilde  slogen  alle  de’  ab.
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        Ss  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.212  180  Bl  zu  21:17em  mit  leeren  Blättern
durchschossen  18  Jahrh.

(Sim.  Fr.  Hahn).  Von  dem  Ursprung,  Anwachs  und  mancherley

Abtherlungen  wie  auch  von  dem  jetzieem  Zustand  des  Braunschw
  eigisch-  Lünebnrgischen  Hauses;  zwischen  1716  und  1726.
Das  ganze  ist  Bl.  als  “erste  Abtheilune’  bezeichnet  und  schliesst
sich  offenbar  an  die  Darstellung  au,  die  Lud.  Pet.  Giovanni
(v.  Lndewig)  im  1  Cap.  des  VI  Buches  seiner  Germania  princeps
gegeben  hat.  Der  Name  des  Verfassers  steht  nur  auf  dem  Titel
des  Einbands.  Doch  wird  Hahn’s  Antorschaft  ziemlich  zweifellos
anch  durch  die  grosse  Ahnliehkeit  dieses  Werkes  mit  den  Ausführungen
  Hahn’s  im  Cod.  histor.  217  Bl.42—65.

Gehörte  einst  Carl  Gesenius;  kam  1845  in  die  Bibliothek.

Histor.213  493  Bl.  zu  521),  :  201),  cm  18  Jahrh.

“Entwurf  der  höehstbeglückten  Ausbreitung  ..  der..  Häuser
Brannschweig-Este,  in  10  Stamnmitafeln  (Bl.2—15),  nebst  einem  kurtzen
Auszug  (Bl.16—493)  der  merckwürdigsten  Braunschweigischen,  Lombardischen,
  imgleichen  neuern  Englischen  und  anderer  "Europäischen
Geschichten  .  .  vorgestellet  von  Conr.  Berth.  Behrens,  Königl.  Gross-Britaun.
  Medieo  (in  Hildesheim).  Dritter  und  letzter  Aufsatz.  Anno
1729.

Dieser  Titel  ist  gedruckt,  (das  Werk  selbst  geschrieben.  Schon
im  Jahre  1723  hat  Behrens  (Deutsche  Acta  Fruditorum  85,  8.827  ff.)
von  einer  an  10  Stammtafeln  angeschlossenen,  aber  nicht  sedruekten
Braunschweigisch-Estischen  Historia  Mittheilung  gemacht.  Die  Ausführungen
  in  unserer  TIs.,  welche  etwa  vom  Anfang  der  20er  Jahre
an  sehr  ins  Einzelne  echn  und  fast  einen  chronikartigen  Charakter
annehmen,  erstreeken  sich  bis  zum  Jahre  1731;  ausserdem  macht  das
Werk.  wie  es  in  ihr  vorliegt,  einen  durehaus  einheitlichen  und  in
sich  abgeschlossenen  Eindruck.  Der  sedruckte  Titel  mit  der  Bemerkung
  ‘Dritter  und  letzter  Aufsatz.  Anno  1729’  bezieht  sich  also
ursprünglich  wohl  nur  auf  einen  Theil  oder  eine  andere  Fassung  der
vorliegenden  Arbeit.  |

Auf  dem  Vorsetzblatt  von  anderer  Hand  einige  Nachrichten  über
den  Verfasser.  Vel.  Histor.  239.

Histor.213a  36  Bl.  zu  404,  :32em  18  Jahırl.

“  Virtus  Brunsviea  et  Lüneburgica  vel  serenissimae  et  antiqnissimae
Brunovicae  et  Luneburgae  ab  imperatoribus,  regibus  ct  eleetoribus
ortae  Insignia.  vulgo  Schild  und  Helm,  das  ist  Erklärung  des  hoclıfürstl.
  Hauses  Braunschweig  nnd  Lüneb.  nhralten  Stamm-Wapens.
aus  vielen  brietflichen  Uhrkunden  theils  auch  offnen  Büchern  ..
zusammengetragen  von  Jacobo  Korn,  Cantore  zur  Neustadt  am  Rübenberge”.
  Bl.1b  Dedication  des  Verfassers  an  Ludoph  Hugo,  hoehfürstl.
  Osnabr  ug.  Braunschw.  Lüneb.  Geh.  Rath  und  Vieeeantzler  (von
1677  —  1704).  Eine  andere  Hx.  siehe  bei  Bodemann,  Handschriften  ..
u  Hannover  XAIIL  42.

Beigehettet  sind  eine  Reihe  meist  gedruckter  Stammbäume  des
welfischen  Hauses.
        <pb n="95" />
        Histor.  212  —  217  89

Histor.214  12Bl.  im  fol.  1750
Historische  Bemerkungen  zu  den  im  Jagdschlosse  Goelhrde  befindlichen
  Porträts  fürstlieher  Persönlichkeiten:  BlL.1—9  von  Chr.  Ludw.
Scheidt  mit  einigen  Zusätzen  J.  D.  Köhler’s;  Bl.11—12  von
J.  D.  Köhler.  Bl.10  Schreiben  J.  D.  Köhler’  s,  mit  dem  dieser

Bl.1—9  (an  Münchhausen?)  zurücksendet,  Göttingen  19  Ang.  1750,
Alles  Originale.

Histor.215  19  Seiten  in  fol.  1750

Progynınasma  de  merito  Ottonis  primi  dueis  brunsvicensis  et
Luneburg.  in  Fridericum  Il  imperat.  ob  recusatam  inperatoris
Romani  dienitaten  sibi  a  papa  Gregorio  IX  delatam,  quo  praeleetionum
  historicarum  in  alma  Georgia  Augusta  per  semestre  aestivum
a  se  instituendarum  rationem  indicat  Jo.  Tob.  Koeler,  1750.
Koehler  hielt  schon  vor  Erlangung  der  Magisterwürde  seit  1750  Vorlesungen
  an  der  Göttinger  Universität.

Histor.216  &amp;gt;Bl.  in  fol.  18  Jalırh.  “Das  Recht  der
Welfen  (auf  Bayern).  Ein  politischer  Versuch”.  Nach  1779.

Histor.21%7  201  Bl.  verschiedenen  Formats  in  fol.
gebunden  18  Jahrh.

Erlasse,  Gutachten  und  Briete  betr.  die  Herausgabe  der  “Origines
Guelphicae’  besonders  von  1717—1752;  meist  im  Original  oder  in
sauberer  Reinschrift.  Die  Arbeit  an  den  Origines  wurde  von
Leibniz  begonnen,  dann  der  Reihe  nach  von  Eckhart,  Hahn  und
Gruber  weitergeführt  und  schliesslich  von  Scheidt  vollendet.

Bl.2,  5,  7  und  14  königliche  Erlasse,  die  datirten  von  1717.
Bl.3  Hannov.  Regierung  an  die  Regierung  in  Gotha  (3  Apr.  1718)
und  Bl.+  Auszug  aus  cinem  Briefe  (Ernst  Salom.)  Cyprian’s  in
Gotha  (28  März  1718),  über  einen  Gothaer  Codex  der  Capitulare  des
Erzbischofs  Willegis.  Bl.1?2  (und  wahrscheinlich  Bl.13)  Auszug
aus  einem  Briefe  von  Leibniz,  Wien  4  Aug.  1713.  Bl.17  Schreiben,
Hann.  31  Dec.  1717  (von  Eekhart?).  Bl.  E37  (=  Bl.  28—35)
Kupferstecher  Nicol.  Seeländer  an  G.  A.  v.  Münchhausen  mit
interessanten  Einzelheiten  über  die  Geschichte  ınd  den  Fortgang
(des  Werks,  Hann.  6  Juli  1729;  Bl.39—40  desgleichen  ohne  Datum.
Bl.33  Stemma  Guelfieum  integrum.  Bl.42—65  S.  Fr.  Hahnii
Annotata  ad  Giovanni  (=  J.  P.  v.  Ludewig)  Germaniam  prineipem
einsque  Tom.  11  de  gente  Brumsvicensi  (unvollständig;  sehr  ähnlich
den  Ausführungen  in  Cod.  histor.  212).  Bl.66—100  S.  Fr.  Hahn
an  die  Hann.  Regierung  über  Leibmizens  Arbeiten,  mit  Nachträgen
und  Berichtigungen  zu  denselben,  Han,  17  Sept.  1729.

B1.102,  106,  107.  115,  116,  122,  124  (dabei  Bl.125  Bemerkungen
von  Senckenberg).  126,  151,  r3  198  Originalschreiben  Chr.  L.
Scheidt’s  an  Mine  hhausen,  von  1740—17  52;  Bl.  108,  109.  111,
113,  118,  120,  127,  129,  131  desgleichen  von  "H.  Chr.  v.  Senekenberg,
  Wien  1749:  Bl.  133  136°  desgl.  von  J.  D.  Kocler,  Göttingen
9  Apr.  1750;  Bl.  136  (von  D.  G.  Strube).  Dieselben  handeln
besonders  über  das  BL137—142  (=  Bl.143—150)  enthaltene  Stück
"Kurzgefasste  Bedencken  über  den  Entwurf  der  Genealogiae  Guelficae’
        <pb n="96" />
        0  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

(von  H.  Chr.  v.  Sencekenberg;  vgl.  Bl.138  $S.12  mit  Bl.113b).
Bl.153—170  J.  D.  Gruber,  Umständlicher  Bericht  von  der  gegenwärtigen
  Beschaffenheit  der  augefangenen  Historie  des  Durchl.  Hauses
Braunsehw.-Lüneburg;  wohl  1730  verfasst.  Bl.171—177  (Chr.  L.
Scheidt),  Kurtze  Erzehlung  dererjenigen  Gründe,  worauf  man  die
Origines  Guelficas  bisshero  gebauet  hat;  Bl.178—181  J.  D.  Koehler’s
Bemerkungen  dagegen;  Bl.183—197  Scheidt’s  Entgegnung  (15  Jan.
1749)  mit  abermaligen  Gegenbemerkungen  Koeler’s.

Die  Schriftstüicke  stammen  aus  dem  Besitze  Münchhausen’s
(Bemerkungen  von  seiner  Hand  Bl.1,  4,  12).

Histor.215  42Bl.  in  fol.  1748—1749

Originalschreiben  aus  den  Jahren  1748  und  1749,  durchweg  an
G.  A.  v.  Münchhausen  gerichtet  und  die  Frage  betreffend,  welchem
Herzog  Heinrich  zu  Limeburg  die  Stiftung  des  silbernen  Schiffes
in  der  Kapelle  Unser  Lieben  Frauen  zu  Alt-Oetting  in  Bayern
‚uzuschreiben  sei:  Bl.2  Ldw.  Dietr.  Hugo,  Gesandter  in  Regensburg,
  20  Juni  1748;  Bl.5  (D.  G.  Strube)  ohne  Datum;  Bl.6
und  8  (J.  L.  L.)  Gebhardi,  Lüneburg  19  Juni  1748  und  ohne
Datum;  Bl.12  und  20  C.  L.  Scheidt,  Hannover  29  Aug.  und
16  Apr.  1749;  Bl.13  (P.  G.)  Werlhof,  3  Sept.  1749;  Bl.14,
24,  36,  87,  89  (Ch.  L.)  Bilderbeck,  Celle,  Juni—  Aug.  1748;
Bl.17  Notiz  Münchhausen’s;  Bl.18  (H.  C.)  v.  Senckenberg,
Wien  28  Jan.  1748;  Bl.26  (an  Bilderbeck),  23  und  34  Landrath
(Friedr.  Wilh.  ?)  v.  Estorff.  Voran  gehn  Bl.ia  und  1b  in  Tinte
und  blaucr  Tusche  ausgeführte  Zeichnungen  des  Schiffes,  die  völlig
übereinstimmen  mit  den  Kupferstichen  hinter  J.  D.  Köhler’s  ‘.  .  Nutz
der  Wappenkenntnüss  in  der  Untersuchung  .  .  was  für  einem
Herzog  Heinrich  zu  L.  das  .  .  silberne  Schiff  zuzueignen  sey?’
Göttingen  1749.

Histor.219  13Seiten  in  fol.  18Jahrh.  De  iure  senii
in  domo  augustiss.  Brunsv.-Luneburgensi;  deutsche  Excerpte.
Nach  1727.

Histor.220  173  gezählte,  nur  zum  Theil  beschriebene
Blätter  zu  191),  :15em  1591—1611  gepresster  Lederband,  vorn
mit  den  Buchstaben  G(eorgius)  D(ux)  B(runsv.)  et  L(uneb.)

Stammbuch  des  Herzogs  Georg  von  Braunschweig-Lüneburg
  (1582—1641),  sechsten  Sohnes  Herzog  Wilhelm’s  von  Celle.
Von  den  Eintragungen  (1591—1611)  fällt  ein  grosser  Theil  in  die
Zeit,  die  Herzog  Georg  Studien  halber  in  Jena  verbrachte  (1591
bis  1596).  Viele  Einzeichner  haben  ihren  Wahlspruch  oder  ihr  in
bunten  Farben  ausgeführtes  Wappen,  einige  haben  Bilder  beigefügt.
Eingeschrieben  haben  sich  folgende  Personen:

Bl.1  Christian  IV  von  Dänemark  und  Norwegen,  1597.  Bl.2
Heinrich  Julius  von  Br.-Lüneb.,  1597.  Bl.2b  Sophia  Curfürstin
zu  Sachsen,  Wittwe,  1596.  Bl.4  Friedrich  Wilhelm  (I)  von  Sachsen
(-Altenburg),  Administrator  von  Kursachsen,  Vinariae  7  Apr.  1592;
ferner  die  Herzöge  Johann  Casimir,  Johann  (von  Weimar)  und  Johann
Ernst  von  Sachsen,  1592.  Dazu  Bl.3b  sächsisches  Wappen.  BL5b
Herzogin  Hedwig  von  Br.-Lüneb.,  geb.  Markgräfin  von  Brandenburg,
        <pb n="97" />
        Histor.  218—  220  9]

Wittwe.  Bl.6  Elisabeth  von  Br.-Lineb.,  geb.  Princessin  von  Dänemark,
  1592.  Bl.6b—9b  Haus  Brandenburg:  Bl.6b  Markgräfinnen
Anna  (Gemahlin  Johann  Sigismund’s)  1596,  Maria  1596  und  Anna
Katharina  (Gemahlin  Christian’sTV  von  Dänemark)  1597  ;  Bl.7  Christian
Wilhelm  Erzbisch.  v.  Magdeburg  1598;  Bl.7b  August  und  Albert  1597,
Bl.9  Johann  Georg  postulirter  Administrator  von  Strassburg  1595,
Bl.Jb  Joachim  und  Ernst  1598  (sämmtlich  Söhne  Joachim  Friedrich’s);
Bl.9b  Friedrich  (Sohn  des  Kurf.  Johann  Georg)  1598.  B1l.10b—13
Braunschweig-Lüneburg:  Bl.10b  Dorotlea  1592  mit  Wappen;  Bl.11
Elisabeth,  Gräfin  von  Hohenlohe-Langenburg,  1592  mit  Wappen;
Bl.12  Johann  Friedrich,  Wilhelm,  Christoph  (Söhne  Otto’s  des
Jüngeren)  1592;  Bl.13  Julius  August  1596.  Bl.16  Joannes  Adolphus
Dux  Holsatiae  1599.  BI1l.17b  Johann  Friedrich  Hzg.  v.  Württemberg
1605.  Bl.18  Mauritius  (Hessen-Cassel?)  und  Ludwig  der  Jüngere
(V  von  Hessen-Darmstadt?)  1596.   BI.19b  Pfalzgraf  Carl  (v.  Birkenfeld),
  1592  mit  Wappen.   DBI.20  Hzg.  Christian  von  Holstein,  1594
mit  Wappen;  BIl.21  Ernst  von  Holstein  1596.  Bl.22  Wolfgang
Wilhelm  Pfalzgr.  bei  Rhein  1596.  Bl.22b  Markgrafen  Christian
und  Joachim  Ernst  (Söhne  von  Kurf.  Johann  Georg)  von  Brandenburg
  1598.   BI.23  Hzg.  Alexander  zu  Schleswig-Holstein  1598.
Bl.24  Christoff  Hz.  zu  Br.-Lüneb.  1596.  DBl.34  Ernst  von  Br.-Lüneb.
1592.  Bl.35  Christian,  August,  Friedrich,  Magnus  und  Johannes
von  Br.-Lüneb.,  alle  1592.  Bl.35b  Bernhard  v.  Anhalt  1593.
Bl.36  Anna  Ursula,  37  Margaretha,  38  Maria,  geborene  Herzoginnen
von  Br.-Lüneb.  1592.  Bl.39b  Wilhelm  Graf  zu  Schwarzburg-Sondershausen
  1593.  Bl.40  Clara  Gräfin  zu  Schwarzburg,  geb.
Herzogin  von  Br.-Lüneb.  1593.  BI.40b  Maria  von  Sachsen  (-Weimar),
Abtissin  von  Quedlinburg  1605.   Bl.41  Hans  Adolf  Hzg.  v.  Schleswig-Holstein
  (-Gottorp),  1599  mit  Wappen.  Bl.41  Hzg.  Julius  Ernst
von  Br.-Lüneburg  (Dannenberg)  und  BIl.42  sein  Bruder  Franz
1595.   DBl.45  Landgraf  Philipp  von  Hessen  (-Darmstadt)  1598.
Bl.44  Sophia  Fürstin  zu  Henneberg,  geb.  Herzogin  zu  Br.-Lüneb.,
1611.  Bl.61b  Markgr.  Georg  Friedrich  von  Brandenburg  (Anspach-Baireuth)
  und  BI.62  seine  Gemahlin  Sophia,  geb.  Herzogin  von
Br.-Lüneburg,  nebst  ihrer  Schwester  Sibylle,  1598.  Bl.62b  Hzg.
Johann  (der  Jüngere)  von  Schleswig-Holstein  (Sonderburg)  und  seine
(emahlin  Agnes  Hedwig,  geb.  Fürstin  zu  Anhalt,  nebst  (Bl.63)  ihren
Töchtern  Maria,  Anna,  Sophia  und  Margarethe,  1599.  BI.64b
Maria  Landgräfin  zu  Hessen,  Wittwe,  1606  mit  Wappen.

Bl.69  Adam  Wentzel  Herzog  zu  Tessen  1592.   BI.70  Graf  Joach.
Andr.  Schlik,  Jena  1591  mit  Wappen.  Bl.71  Graf  Reinprecht
v.  Polhaim,  Herr  auf  Liehtenegg,  mit  Wappen;  Bl.71b  Gottfried,  BI.72
Gundacearus,  Bl.75  (mit  Wappen)  Maximilian  v.  Polhaim:  alle  Jena
1592.   B1.72b  Philipp  Georg  Graf  Solms,  Jena  1593  mit  Wappen.
bBl.73  Casp.  v.  Windischgrätz,  Jena  1592  mit  Wappen.  Bl.73b
Johann  Ernst  Graf  Solms,  1606  mit  Wappen.  Bl.74  Henricus
Ruthenus  (Reuss)  v.  Plauen,  Jena  1592  mit  Wappen.  (B1.75  siehe
nach  BI.72).  B1.76  Georg  Rudolf  Graf  zu  Gleichen  1592.   B1.7T
Burchart  Scheuck  v.  Tautenburg  1592.  Bl.78  Ludw.  Freiherr
v.  Königsberg  zu  Pernstein  und  Sebenstein,  Jena  1592  mit  Wappen;
dazu  B1.77b  zwei  kämpfende  Reiter,  davon  einer  ungarischer
        <pb n="98" />
        22  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

Magnat.  Bl.79b  Friedrich  (Jena  1593)  und  Albreeht  Otto  (1596),
Grafen  Solms.  Bl.80  Friedrich  Frh.  v.  Polhaim  und  Warttenburg,
  Jena  1593  mit  Wappen.  Bl.82  Joh.  Heinr.  Frh.  v.  Dietrichstein,
  1592  mit  Wappen.  Bl.83  Jacob  Beek,  Joach.  v.  Bülow,
Mor.  Giöe  1597.  Bl.83b  Frid.  Roseerantz  1597.  Bl.85  Otto
Graf  zu  Mansfelt  1595.  bBl.87  Peter  von  Schwanbergk,  Halle
1596.  Bl.88  Wappen  (gekreuzte  Seepter,  schreitende  Hirsche)
1598;  der  untergeschriebene  Name  ist  jetzt  verwischt.   BI1.89  Joh.
Adam  und  Bl.89b  Hans  Albrecht  v.  Wolfstein,  1596.  Bl.98  Sam.
Lasky,  Halle  1596.  B1l.99b  Adam,  Bl.100  Wedigo  Reimar  Ganz  Edle
zu  Putlitz  1598.  Bl.117  Dietrich,  Johann  Casimir,  (örg  Dieterich
und  Johann  Ditterich  Weyer  (Weier)  1596.  Bl.118  Joach.  v.  Staffhorst,
  1592  mit  Wappen.  Bl.119b  Christ.  Munndt,  Heinr.  Jul.
v,  Marnholdt,  Eriek  Luehe  1600.   B1.121  Herm.  Clamor  v.  Mandelslo,
Celle  1605.  Bl.122  Wilh.  Hogreffe,  Celle  1605.  Bl.124  Ernst
Ditterich  v.  Starschedel  1592.  BIl.125  Arnold  v.  Reyger,  Jena  1595
mit  Wappen.   BI.126  Henr.  v.  Leipzigk,  Spandovü  1598.   Bl.131
Heinr.  v.  Goltz,  Jena  1593  mit  Wappen;  dabei  Bl.130b  ein  Ritter.
Bl.132  Volrat  v.  Walldorft,  Jena  1593  mit  Wappen.  Bl.134  Eberh.
v.  Bothmer,  Jena  1594  mit  Wappen.  Bl.148  Georg  Senitz  von
Rudelsdorfi,  Jena  1592  mit  Wappen.  Bl.149  Melch.  v.  Gelhorn,
Jena  1592  mit  Wappen.  Bl.150  Egid.  v.  Blankensehe,  Jena  1593
mit  Wappen  (Bl.149b  Herr  und  Dame).  Bl.151  Andr.  Dietr.  v.
Schleinitz  zu  Sehrhausen,  Jena1l594  mit  Wappen.  BI.153  Theodorieus
a  Schulenburgk,  Jena  1594  mit  Wappen;  vorher  Bl.152b  Zeichnung
eines  eleganten  Schlittens.   B1.153b  Fabian  v.  Kottwitz,  Jena  1594
mit  Wappen;  dazu  Bl.154  ein  Reiter,  der  einen  andern  vom  Pferde
sehiesst.  B1l.158b  Federzeielinung:  geharnischter  Ritter  zu  Pferde.
Bl.160  Christoph  v.  Loss,  mit  Wappen  (die  Hälfte  abgerissen),  Bl.160d
Zeichnung  eines  reiehgekleideten  Paares  (der  Name  ist  mit  der
unteren  Hälfte  abgerissen);  Bl.161  Nicol.  v.  Loss.  dabei  Zeiehnung
von  vier  musieirenden  Männern:  alles  Jena  1594.  Bl.161b  Adam
v.  Senitz,  Jena  1595  mit  Wappen.  Bl.173  (auf  dem  Hinterdeckel)
Farbige  Darstellung  des  “Miles  Christianus’.
Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heimr.  v.  Biillow’s.

Histor.221  16Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Dan.(Erasm.)v.Huldeberg,  kurbrauusehw.-lüneb.  Geh.  Legationsrat
  in  Wien,  Berichte  an  Kurf.  Georg  Ludwig  betr.  dessen  Belehnung
mit  der  Kur  ımd  dem  Erzschatzmeisteramte:  Bl.  1—6  vom  12  Apr.,
Bl.7—15  vom  9  Apr.,  Bl.16  Postscriptum  vom  12  Apr.  1710.
Reinschriften.

Hist.223—225  in  fol.  Gutachten  zur  Geschichte  Braunschweig-Lünchurgs
  aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl
sämmtlich  von  diesem  verfasst.  n0.223  (7  Bl.)  Über  Streitigkeiten
wegen  “Benennung  und  Rangirung  der  hohen  Mitbelehnten’  bei  Lehens-Empfängnissen
  über  das  Hzth.  Braunschweig-Liineb.,  17  Mai  1732.
10.224  (2  Bl.)  Über  Ansprüche  und  Rechte  der  Harburger  Linie.
30  Mai  1732.  10.225  (2Bl.)  Gegen  die  von  Leibniz  in  einer  Druckschrift
  ausgesprochene  Meinung,  “dass  weder  Chur  -  Braunschweig
        <pb n="99" />
        Histor.  221  —  227  93

noch  Herzoglich-Braunsehweig  jemals  prätendirt  Churlande  zu  besitzen’,
  20  Jul.  1737.

Histor.226  128  Bl.  versehiedener  Grösse,  in  fol.  gebunden
  18Jahrh.

Bl.  1—49  Fünfzehn  Gutachten  an  Georg  II  betr.  die  Succession
in  Ostfriesland  und  die  darüber  zwischen  Hannover  und  Dänemark
zu  treffenden  Abmaehungen,  März  1738  —  März  1739:  wohl  sämmtlich
von  J.  D.  Gruber.  Dabei  Bl.5  Reseript  Georg’s  I  au  die  Regierung

in  Hannover.  Kensington  Ba  1738,  Absehrift  Gruber’s.  Vgl.
Histor.  479.  i

Bl.50  Gutachten  der  Marburger  Juristenfacultät  in  Sachen  Dänemarks
  gegen  Schleswig  -  Holstein  betr.  Verleihung  der  Hamburger
Domprobstei,  Nov.1740.  Bl.55  Naehrieht  von  der  Beschaffenheit  ..
der  Foderungen  des  jüngern  Hollstein-Gottorffischen  Hauses  an  die
Krone  Dännemarek  ..  B1l.68  (J.  D.  Gruber),  Gutachten  betr.  Besetzung
  des  Bisthums  Lübeek,  1741.

Bl.70  (J.  D.  Gruber),  Gutachten  betr.  eine  für  die  Herrschaft
Jever  an  die  Kinder  der  Herzogin  Magdalena  Augusta  zu  Sachsen-(Gotha
  zu  zahlende  Summe,  1743.

Bl.74—128  Holsatiea,  besonders  iiber  die  Sueeession  von  Holstein-Ploen
  in  den  Grafschaften  Oldenburg  und  Delmenhorst  sowie  die
Rückzahlung  von  Dotalgeldern  der  Fürstin  Dorotliee  Johannette  zu
Nassau-Dillenburg  an  Holstein-Ploen.  Darunter  B1.76,  84,  86,  88,
92  fünf  Originalbriefe  des’  Herzogs  Friedrieli  Carl  von  Holstein-Ploen
  an  G.  A.  v.  Münchhausen,  20  Febr.  —11  Juni  1751,  und  B1.79
und  82  zwei  Antwortschreiben  Münchhausen’s,  25  Febr.  und  3  März
1751.  Bl.94  Kurzes  Gutachten  von  D.  G.  Strube,  15  Juni  1751.

Histor.226e  23Bil.  in  fol.  1741—1743

4  Gutachten  über  die  Berechtigung  von  Kursachsen  zu  etwaiger
Dueeession  in  Braunschweig-Lüneburg,  1741—1743,  darunter  Bl.3—6
(18.  3.  1741)  und  9—22  eigenhändige  Entwürfe  von  J.  D.  Gruber.

Bl.1  Die  Hannoversche  Regierung  an  Gruber,  Aufforderung  zur  Erstattung
  eines  Gutachtens,  15.3.  1741,  Original.

Histor.226i  5Bl.  in  fol.  18Jahrh.  Vier  Gutachten
betr.  die  Suecession  des  Hauses  Hannover  im  Herzogthum  Modena,
darunter  Bl.1  Original  von  J.  D.  Gruber,  Bl.2  und  3  von  Chr.  L.
Scheidt  vom  11  Juli  und  18  Jan.  1752.

Histor.227  7Bl.  in  fol.  18  Jahrl.

(Chr.  Ludw.)  Scheidt,  Uber  Urkunden  der  Herzogin  Agnes,
Gemahlin  Hz.  Heinrich’s  I  von  Braunsehweig.  Abschrift  eincs
Schreibens,  Hannover  20.3.1752,  an  jemand  (wohl  J.  D.  Kocler),
dessen  “gelährter  Sohn’  in  Beziehung  auf  ähnliche  Studien  erwähnt

wird.  Dabei  (B1l.7)  Abschrift  einer  Urkunde  aus  dem  Stiftsarchiv
von  8.  Blasii  in  Braunsehweig  “Agnes  dei  Gratia  ..  capitulo  ecel.

&amp;gt;.  Blasii  ...  Constitutus  in  praesentia  ..  Datum  Embeke  ..  Misericordia
domini  (1323).
        <pb n="100" />
        94  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

Histor.225  29  Seiten  in  fol.  1750

3  Gutachten  über  die  Frage,  “woher  es  gekommen,  dass  ...  die
Königliche  und  Churfürstl.  Linie  (Braunschweig-Lüneb.)  als  die
Jüngste  dennoch  in  dem  Besitz  der  abgetheilten  Lande  vor  der
ältern  hochfürstl.  Wolffenbüttelischen  Linie  einen  Vorzug  und  zwo
Portiones  darinn  erhalten  habe’.  Darunter  eigenhändig  S.1—11
von  J.  D.  Koeler,  Gött.  27  Aug.  1750;  8.15—29  von  Chr.  Ludw.
Scheidt.

Histor.?2?29   37Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Zur  Geschlechtsgeschichte  des  Welfischen  Hauses.

Bl.1—25  Schreiben  und  Gutachten  über  die  Abstammung  der
Gemahlin  des  Herzogs  Magnus  Torquatus;  davon  Bl.1—6  vier  eigenhändige
  Schreiben  von  Chr.  L.  Scheidt,  Hannover  5  Febr.  —29  März
1749;  Bl.7—10,  22—23  (über  die  Herkunft  Hanno’s  von  Sangerhausen),
  24—25  eigenhändig  von  J.  D.  Koeler.

B1.26—37  Consulent  (Jo.  Ge.)  v.  Schelhorn  in  Memmingen  an
den  Reichshofrath  Freiherrn  v.  Senckenberg,  über  verschiedene  Punkte
der  welfischen  Geschlechtsgeschichte,  19  Nov.  1764.  Abschrift.

Histor.230   9Bl.  in  fol.  nach  1722  Species  facti
betr.  die  Bedenken  der  Herzogin  von  Ahlden  gegen  die  Höhe  der
von  ihrer  Mutter  Herzogin  Eleonore  von  Braunschweig-Lüneburg
(7  1722)  testamentarisch  festgesetzten  Donationen.

Histor.231  4Bl.  in  fol.  ,18Jahrh.  Extraetus  des
Hertzogl.  Nachlass-Inventarii  p.  71—84,  begreiffend  einige  von  der
hochsehligen  .  .  Hertzogin  (Eleonore  7  1722)  zu  Br.-Lüneburg  ..
seschehene  Donationes  .  .  und  darüber  sprechende  Obligationen.

Histor.232  4Bl.  ın  fol.  18Jahrh.

Bl.1  Graf  Mor.  v.  Welling,  schwedischer  Statthalter  in  Stade,
an  Kurfürst  Georg  Ludwig  betr.  “das  intendirte  Neutralitäts  Werck
sowohl  hiessiger  als  der  Hochfürstl.  Mecklenburgischen  Lande’,
13  Apr.  1712.  Bl.3  Georg  Ludwig  an  den  Bischof  zu  Lübeck
und  Administrator  in  Holstein,  Antwort  auf  ein  Gesuch  desselben
um  Hülfe,  Hannov.  26  Mai  1713.  Abschriften.

Histor.233  2DBl.  in  fol.  nach  1765  Bl.1  Des  höchstseligsten
  Königes  Georg  I  a.  1714  von  Hannover  nach  London  mitgenommene
  Suite.  Bl.2  Verzeichnis  eines  mit  Georg  I  nach
England  gegangenen  Hannoverschen  Beamten  über  seine  a.  1714  bis
1765  zum  Theil  mit  GeorgI  und  Il  unternommenen  Reisen  nach
Deutschland,  besonders  nach  der  Göhrde  und  Pyrmont.

Histor.234  3Bl.in  fol.  18Jahrh.  DasOÖberappellationsgcricht
  zu  Celle  an  Georg  I,  30  Dec.  1716:  Gratulation  zum  Jahreswechsel
  und  Bitte  um  Beseitigung  der  “den  stareken  Lauff  der  Justiz
hemmenden  Obstacula’.  Abschrift.

Histor.235  113  Seiten  zu  24:18!/,cm  18Jahrh.
von  mehreren  Händen  geschrieben

“Die  immer  beständige  Grossmühtigkeit  des  Durchl.  Braun-
        <pb n="101" />
        Histor.228—  242  95

schweig-L.  Hausses..  Bey  dessen  gloriosester  Erhebung  auff  dem
Königl.  Gross  Britannischen  Thron  in  .  ..  Glückwünschung  entworffen.
  Als  Verf.  nennt  sieh  S.106  Conr.  Berthold  Behrens  (vgl.
Histor.  213).  Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heinr.  v.  Bülow’s.

Histor.236  4Bl.in  fol.  18Jahrh.  BlL1  GeorglIvon
England-Hannover  an  August  Wilhelm  Hz.  zu  Braunschweig  (übersendet
  ein  Exemplar  seines  Testamentes),  St.  James  43  Apr.  1722.
Bl.2b  August  Wilhelm’s  Antwort  nebst  Depositionsschein  (BI.3b),
Wolfenbüttel  13  Oct.  1722.  Abschriften.

Histor.237  18Bl.  zu  241%,  :18cm  19Jahrh.

“Kurtzer  Entwurff  was  auf  Ihro  Königl.  Majestät  (Georg  I)  von
Gross  Britannien  d.  7  Oct.  1723  nach  Berlin  von  Herrenhausen  ab

angetretenen  Reise  Merekwürdiges  vorgefallen’.  Schilderung  besonders
  des  Aufenthaltes  in  Berlin  mit  manchen  interessanten  Einzelheiten:
  verfasst  1723  von  einem  Theilnehmer  der  Reise.  Ein

ganz  ähnlicher  Berieht  muss  der  Darstellung  bei  Malortie,  Beitr.  z.
Gesch.  des  Br.-Lüneb.  Hauses  und  Hofes  I  S.111—118,  zu  Grunde
liegen.

Histor.239   2Bl.  in  fol.  1738  (J.  D.  Gruber),
Gutachten  über  ein  von  Georg  II  seinen  nachgeborenen  Prinzen

und  Prinzessinnen  zugedachtes  testamentarisches  Vermächtnis,
30  Jan.  1738.

Histor.240  7Bl.  in  fol.  1754

Joh.  Friedr.  Mejer,  Promemoria  als  Begleitsehreiben  zu  einem
Berieht  über  die  Beschaffenheit  und  Einrichtung  der  Hannoverschen
Lande,  den  Mejer  im  Auftrage  Georg’s  II  behufs  Instruction  der
ältesten  königlichen  Prinzen,  seiner  Enkel,  abgefasst  hatte,  London
27  Juni  1754.  Entwurf  und  Abschrift.

Histor.  241  _  15Bl.ın  fol.  1733

Memoire  touchant  les  epouses  d’Albert  le  Grand,  second  duc  de
Bronsvie  et  de  Lunebourg  .  .  par  J.  D.  G(ruber),  Dee.  1733.
Verschiedene  eigenhändige  Entwürfe  zu  dem  im  Journal  literaire  XX1
(1734)  Part.  1  p.  179  gedruckten  Artikel.  Dabei  (Bl.1)  Entwurf
zu  einem  Briefe  an  die  Herausgeber  des  Journals.

Histor.  242  230  Bl.  verschiedener  Grösse,  in  fol.  gebunden
  1746

Schriftstücke  zur  Geschichte  der  Braunschweig  -  Lüneburgischen
  Erbämter.

Die  Sammlung  stammt  aus  dem  Besitze  von  G.  A.  v.  Münchhausen
  und  enthält  zum  grossen  Theile  Gutachten,  die  dieser  im
Jahre  1746  von  verschiedenen  Gelehrten,  besonders  von  Archiv-  und
Bibliotheksbeamten  einforderte.  Bl.2  und  49  Briefe  und  Bl.  4—6  ein
Gutachten  von  F.  H.  Reimers  in  Lüneburg;  B1.7  und  97  von  Dan.
Eberh.  Baring  in  Hannover;  Bl.9,  61,  122  —  124  von  (J.  Ph.)  Böhmer
in  Hannover;  Bl.11,  27,  52,  86  von  (Chph.  Laur.)  Bilderbeek  in
Celle;  Bl.146  Joh.  Zach.  Möser  au  Münchhausen,  Osnabrück
        <pb n="102" />
        96  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

23  März  1746;  Bl.  185  eine  Notiz  von  Georg  (Ebell)  Abt  zu
Loceum;  Bl.229  E.  vr.  Otto  an  Münchlı.,  Bremen  13März  1746  u.  a.
Ausserdem  finden  sich  als  Beilagen  zu  diesen  Schriftstücken  viele
Aktenstücke  aus  früherer  Zeit,  besonders  fürstliche  Erlasse  und  Auszüge
  aus  Lehn-  und  Reversalbriefen.

Die  Schriftstücke  sind  jetzt  so  geordnet,  dass  auf  Bl.1—47  solche
vorangehen,  die  sich  im  allgemeinen  auf  die  Geschichte  der  Braunschw.-Lüneb.
  Erbämter  und  die  dabei  in  Betracht  kommenden  Familien
beziehen  (Bl.  42  Joh.  Ge.  Wilh,  v.  Behr  an  Kurfürst  Georg  Ludwig,
Stellichte  10  Oct.  1705,  Abschrift).  Im  einzelnen  betreffen  dann:
Bl.48—62  das  Erbamt  der  Familie  v.  (rote.  Bl.65—71  das
Kiüchenmeisteramt  derer  v.  Berge.  Bl.72—76  das  Cammeranmt
derer  v.  d.  Knesebeck,;,  dabei  BIl.75  Ge.  Friedr.  v.  d.  Knesebeck
(an  Kurf.  Georg  Ludwig  1705),  Abschrift.  Bl.77—95  das  Pötkeramt
  derer  v.  Spörcken.  Bl.96—110  die  Erbämter  der  Familie
(iötz  v.  Olenhusen.  Bl.111—129  das  Marschallamt  derer  v.  Aleding;
dabei  Bl.120  Chph.  Ernst  v.  Meding  an  den  Kammerpräsidenten,
Schnellenberg  2  Aug.  1727,  und  Bl.126  an  Georg  Ludwig,  Hannorv.
16  Oct.  1705,  Abschriften.  B1.130—144  das  Erbmarschallamt  derer
v.  Öldershausen.  .Bl.145—183  Osnabrückische  Erbämter.   BI.184—
210  Wunsdorfer  Anıter.  Bl.211—227  das  Lauenburgische  Erbmarschallamt
  derer  v.  Bülow  zu  Gudow.  B1.228—  230  die  Erbämter
  der  Stifter  Bremen  und  Verden.

Histor.243  7BI  ım  fol.  1750

Schreiben  betr.  die  Aufnahme  des  kaiserl.  Kämmerers  Grafen  von
Schönborn  am  Hannoverschen  Hofe,  1750:  (G.A.v.  Münchhausen)
Bl.1  an  den  Kurfürsten  von  Trier,  Hannov.  19  Oet.,  dann  Bl.3  und  6
an  den  Geh.  Rath  G.  H.  (?)  v.  Spangenberg  in  Ehrenbreitstein,
Hann.  19  Oct.  und  20  Nov.  Bl.5  Spangenberg  an  Münchhausen,
Ehrenbreitstein  30  Oct.  Die  Entwürfe  zu  den  Briefen  Münchhausen’s
sind  von  anderer  Hand  geschrieben  und  nur  an  wenigen  Stellen  von
ihm  selbst  corrigirt.

Histor.244  42Bl.  zu  33:21cm  18Jahrh.
Alphabetisches  Register  aller  in  den  Hertzogthümern  Lüneburg,
Calenberg,  Grubenhagen,  Bremen,  Verden  und  Lauenburg  wie  auch
den  Graffschaften  Hoya,  Diepholtz  und  Delmenhorst  belegenen
Flecken,  Dörfern  und  Höfen.  Hinter  jedem  Namen  ist  das  Amt,
bezw.  Kirchspiel,  Gericht  und  dergl.  angegeben,  zu  dem  der  betreffende
  Ort  gehört.

Histor.245  257  Bl.  zu  33:21!/,  cm  Mitte  des  18  Jahrhunderts


“Die  Stäreke  des  Churbraunschweigschen  Landes  mit  der  darauss
monahtlich  aus  jedem  Dorfe  und  Ambte  zu  erhebenden  Contribution,
inclusive  des  Ambts  Wildeshausen  und  der  Grafschaften  Spiegelberg,
Hohnstein  und  Dellmenhorst  (Bl.  1—144).  Mit  dem  dazu  gehörigen
Generall  Extracte,  (Bl.145--  152),  worimmen  auch  die  im  Churbrschw.
Lande  befindtliche  Städte  und  deren  Contribution  mit  angesetzet;
ddesgleichen  eine  Ausrechnung  (B1.153—162),  wie  in  solchen  Landen
        <pb n="103" />
        Histor.243  —  249  97

sowohl  in  denen  Städten  alss  Amtern  7000  Mann,  von  100  Mann  bis
auf  7000  Mann  ausgerechnet,  nach  dem  Fusse  der  Contribution  zu
verquartiren.  Wie  auch  (Bl.164—204;  nur  ein  Theil  dieser  Tabellen
ist  ausgefüllt)  die  Verzeichnisse  der  Stärke  von  denen  benachbahrten
Ländern,  nahmentlich  der  Stifter  Osnabrücke  und  Hildesheim,  des
Fürstenthums  Brannschweig,  denen  Grafschaften  Pyrmont  und  Bückeburg
  mit  dem  Hessischen  Ambte  Rodenberge  wie  auch  der  Fürstenthümer
  Bremen  und  Vehrden.  Imgleichen  (Bl.205—255)  die  Verzeichnisse
  der  Pfarren  in  denen  Churbraunschweigschen  Ländern
mit  der  Grafschaft  Dellmenhorst  nach  ihrer  Stärcke  und  den  davon
gemachten  Anschlage,  benebst  denen  Patronen‘.  Bl.1°J.  Rheinbolth’,
früherer  Besitzer.  1845  aus  Fr.  Bergmann’s  Nachlasse.

Histor.246  10Bl.  in  fol.  Ende  des  18  Jahrh.

Verzeichnis  der  Ämter  in  den  Braunschw.-Lüneburgischen  Landen,
welche  einst  Castra  gewesen.  Mit  urkundlichen  Belegen.  1859  in
Göttingen  ersteigert.

Histor.247  15Bl.  zu  32:201!,cm  18  Jahrh.

Bl.1  Aufzählung  der  Flecken  und  Dörfer  in  den  Hannoverschen
und  (Bl.2)  Zellischen  Amtern  und  Voigteien  der  Grafschaft  Hoya,
(Bl.5)  in  der  Grafschaft  Diepholz,  (Bl.5b)  im  Herzogthum  Oldenburg.
  Bl.7  Calenberg-  und  Gottingische  und  (Bl.14)  Grubenhagensche
  Städte,  Clöster  und  Dörfer;  alphabetisch.

Histor.248  1263  Seiten  zu  34:20,  em  Ende  des
17  Jahrh.

Johannis  Letzneri  Hardesiani  Drittes  Buch  der  Braunschw.,
Lüneburgischen  und  Göttingischen  Chronie,  darinnen  die
Klöster  selbiger  Fürstenthümer  beschrieben,  item  die  geistlichen
Orden.  188  Capitel;  ohne  Vorwort;  8.1257  —1263  Index.  Vgl.
Histor.249  und  Bodemann,  Handschr.  ...  zu  Hannover  XXIH  227a.

Vorn  auf  dem  Deckel  steht  als  Name  des  Besitzers  “Gerardus
(Wolter  Molanus)  Abbas  Luccensis’,  der  sich  die  Hs.  abschreiben  liess.

Histor.249  1466  Bl.  zu  31!/,:19!/),  em  in  2  Bänden
Anfang  des  18  Jahrh.

Johannis  Letzneri  Hardesiani  Drittes  Buch  der  Braunschweigischen
  Lüneburgischen  und  Göttingischen  Chronika:
darinnen  die  Clöster  selbiger  Landen  beschrieben,  item  die  geistlichen
  Orden.  In  188  Capiteln.  Vgl.  Cod.  Histor.248.

Der  eigentlichen  Chronik,  welche  nach  voraufgeschicktem  Index
(B1.106—113)  auf  Bl.114  ihren  Anfang  nimmt,  geht  zunächst  Bl.2
bis  24  die  im  Jahre  1603  (vgl.  Bl.12)  verfasste  Vorrede  Letzner’s
über  Schreibkunst,  Schreibmaterialien,  Buchdruckerkunst,  Klöster
und  Klosterschulen  voran.  Die  ersten  Partieen  derselben  zeigen
infolge  von  Unleserlichkeit  der  Vorlage  hier  und  da  nicht  unbeträchtliche
  Lücken.

Hieran  schliesst  sich,  ebenfalls  von  Letzner,  Bl.23—70  em
Bericht  über  das  Auftreten  des  soeinianisch  -  wiedertäuferischen
Christoph  Osterodt  und  seiner  Mutter  Catharine  zu  Goslar  inı

7
        <pb n="104" />
        38  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Jahre  1586,  mit  einigen  Aktenstücken.  Alles  mit  Ausnahme  der
einleitenden  Zeilen  aus  einem  Exemplar  der  Letznerschen  Chronik
abgedruckt  bei  J.  M.  Ileineceius,  Kurtze  ..  Nachricht  von  dem
Zustand  der  Kirche  in  Gosslar  .  .  (1704),  p.  37—79  (=  Antiquitates
Goslarienses  p.  522—539).  Vgl.  Cod.  Histor.449  und  Bodemann,
Hss.  ..  zu  Hannover  n.  1210.

Hiernach  folgt  BIl.70b  “Von  der  Wallfahrt  zu  Gottesbeuren’,
bezeichnet  als  “Buch  III  cap.  93’,  also  offenbar  einer  anderen  Chronik
entnonımen  ;  sodann  Bl.74b—105  Abschrift  von  etwa  20  Urkunden
zur  Geschichte  der  Stadt  Braunschweig  von  1199—1530,  meist
Erlassen  und  Verträgen  Braunschweigischer  Herzöge.

Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heinr.  v.  Bülow’s.

Histor.252b  54  Hefte  durchschnittlich  hoch  35  enı,  breit
2lem   19Jahrh.

Theodor  Wolff  (1879  als  Universitätsrath  in  Göttingen  verstorben):
  Sammlung  von  Stammtafeln  und  Verzeichnissen  zur
Familien-  und  Beamtengeschichte  Nordwestdeutschlands  und  besonders
  der  Hannoverschen  Lande.

Soweit  nicht  ausdrücklich  anderes  bemerkt  ist,  enthalten  die
Hefte  Stammtafeln;  auf  diese  beziehen  sich  zumeist  die  unten  in
Klammern  beigefügten  Zahlen.  Nebenher  gehen  auch  blosse  Namensverzeichnisse
  einzelner  Stände  und  Zusammenstellungen  verschiedener
Art,  zum  Theil  nur  Vorarbeiten;  wiehtiger  sind  die  nach  Amtern
geordneten  chrouologischen  Beamtenverzeichnisse.  Manches  unseordnete
  oder  umzuordnende  läuft  mit  unter.  Als  Quellen
dienten  von  nungedrucktem  Material  Manuscripte  von  Mahnecke
(Manecke)*)  und  von  Stockhausen,  offenbar  Privatarbeiten  genealogischer
  Art;  ‘Acta’,  vielleicht  Göttinger  Universitätsakten;  Familiennachrichten,
  briefliche  Mittheilungen,  die  hänfig  mit  den  übersandten
gedruckten  Stanımbäumen  den  Tafeln  beigelegt  sind;  für  die  Studentenverzeichnisse
  die  Matrikel  der  Georgia  Augusta.  Von  gedruckten
Quellen  sind  neben  den  lokalgeschichtlichen  und  genealogischen
Werken  besonders  benutzt  die  grosse  Sammlung  von  Leichenreden
(Coneiones  funebres)  und  die  Deductiones  der  Göttinger  Bibliothek.
Gleichsam  als  Belege,  aber  in  näherem  Zusammenhang  mit  der
Siegelsammlung  (Histor.  46b),  sind  beigefügt  gelegentlich  gesammelte
Aktenstücke,  theils  Lehnreverse  und  ältere  Akten,  theils  ganz  moderne,
wie  Kaufkontrakte,  Hypothekenverschreibungen,  Erlaubnisscleine
der  Eltern  für  ilre  Söhne  zum  Studium.  Dies  alles  ist  nur  der
Siegel  und  Namen  (Unterschriften)  wegen  gesammelt.  Auf  den
Stamnitafeln  finden  sielı  in  der  rechten  obern  Ecke  Angaben  über
die  benutzten  Quellen.  Die  linke  Ecke  verweist  anf  die  Siegeltafeln
(Histor.46b)  oder  auf  Werke  mit  Abbildungen  von  Wappen;  auch
werden  hier  öfters  die  Wappen  beschrieben  oder  abgezeichnet,  wie
überhaupt  mehrfach  Zeichnungen  und  farbige  Abbildungen  von
Wappen  beiliegen.  Ausser  den  Stammtafeln  ist  nur  besonders
wichtiges  hervorgehoben  worden.

*)  Vermuthlich  Kgl.  Bibliothek  zu  Hannover  Cod.  ms.  XXIII,  1162.
        <pb n="105" />
        Histor.252b  99

A.  Deutschland  olıne  die  Braunschweigischen  Lande.  Heft  1—8.
Hessen  (meist  nach  Strieder,  Hess.  Gelehrtengeschichte):
Heft1  Konzept  eines  Briefes  von  Wolff  an  Karl  Bernhardi,  Bibliothekar
in  Kassel,  mit  Angaben  über  Zweck,  Umfang  und  System  seiner
Sammlung.  Antwort  von  Bernhardi,  Kassel  9.  3.  1859,  mit  ähnlichen
Angaben  über  seine  Sammlung,  besonders  über  hessische  Wappen

und  Siegel.  Geadelte  und  eingewanderte  adlige  Familien  (um
60  Blätter).  2  Bürgerliehe  Familien  (um  50  Bl.).  Französische
Familien  in  Kurhessen  (9  Bl.).  3  Umfangreiche  Bruchstücke  eines

grösseren  Lehnbuches  mit  Lehnreversen  für  die  Herren  von  Berlepsch
aus  dem  letzten  Drittel  des  17  Jahrh.  (51  Bl.).

Waldeck  (meist  nach  Curtze,  Kirchenverfassung  von  Waldeck):

4  Bürgerliche  Familien  (16  Bl.)  und  Studierende  zu  Göttingen  (2  Bl.).
Westfalen:  5  Adlige  Familien  (um  60  Bl.).  Schaumburg
und  Lippe-Detmold:  6  Geadelte  Familien  (12  B1.).  Ritterschaft
  (14  Bl.).  Bürgerliche  Familien  (35  Bl.).  Verzeichnisse
von  Staatsdienern  und  Studierenden  zu  Göttingen  (6  BIl.).
Bremen:  7  Bürgerliche  Familien  (um  70  Bl.).  Hamburg  und
Lübeek:  8  Hamburg.  Bürgerliche  Familien  (um  60  Bl.).  Darunter
ein  Brief  von  Seb.  Edzardi  in  Hamburg  an  Joh.  Caspar  Suchland,
Prof.  zu  Königsberg,  z.  Z.  in  Göttingen,  22.12.  1754.  Lübeck.
Bürgerliche  Familien  (um  50  Bl.).

B.  Königreich  Hannover,  im  allgemeinen.  Heft  9—36.

Uradel  (meist  nach  “Mahnecke  Mser.’  und  den  Coneciones  funebres
in  Göttingen):  9  Einheimischer  noch  blühender  Uradel  (um  50  Bl.).
Darunter  bei  v.  d.  Deeken:  Anlage  betr.  "Suecession  in  die,  im  Amte
Freiburg  Herzogthums  Bremen  belegenen,  Bremenschen  Rittergüter
Rittershausen,  Feldhof  und  Wischhof’.  10  Einheimischer  erloschener
  Uradel  (um  100  Bl.;  doppeltes  Alphabet,  voran  eine  Auslese?).
  11  Eingewanderter  Uradel,  noch  blühend  1866  (um  50  Bl.).
12  Eingewanderter,  aber  in  den  Hann.  Landen  erlosehener  Uradel
(um  70  Bl.)

Geadelte  Familien  (meist  nach  den  Cone.  funebr.):  13  Einheimische
  geadelte  Fam.,  noch  blühend  (um  70  Bl.).  14  Einheim.
gead.  Fam.,  erloschen  (um  120  Bl.).  Darunter  E.  A.  v.  Magius  an
Justizratli  v.  Knesebeck,  21.10.1838,  über  Geschichte  seines  Geschlechts,
  mit  Kopie  eines  Briefes  von  Friedrich  VI  von  Dänemark
an  Oberst  v.  Wildenradt,  Coppenhagen  3.  9.  1829,  sowie  eines  Briefes
von  August  Prinz  von  Preussen  an  C.  W.,  v.  Magius,  Berlin  12.10.
1529.  15  Eingewanderte  gead.  Faın.,  noch  blühend  1866  (37  Bl.).

16  "Gead.  Fan.  Expedienda’  (einheim.  und  eingewanderte  ungesondert,
um  50  Bl).  Bei  v.  Wissel:  Pachtbriefe  des  P.  M.  v.  Wissel,  Hardegsen
1.  5.  1755  und  Rellichausen  4.  5.  1766.  17  Emheimische  im  Ausland

gcad.  Fam.  (36  Bl).  Ritterschaft:  18  Provinzialritterschaften
(nur  Verzeichnisse,  nach  Landschaften  geordnet,  um  50  Bl.).
Patricier:  19  Generalia  (nach  einzelnen  Städten  georduct;

t  Bl.  Verzeichnisse,  3  Beilagen  und  11  Bl.  Stammtafeln);  Patrieier,
soweit  dieselben  nicht  bei  den  einzelnen  Städten  sich  befinden  (14  BI.
Stammtafeln).  |
Bürgerliche  Familien:  20  Auslese?  (um  270  Bl.).  21
Bürgerl.  Familien  (theilweis  Konzepte,  um  200  Bl.).  22  Einzelne
Tr
        <pb n="106" />
        100  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Familien:  Fischer  Ludwig  Meyer  Müller  Schmidt  Schröder  Schultz
(um  50  Bl.)  und  Wedekind  (6Bl..  23  Bürgerl.  Familien,  ausgestorben
oder  verschollen  1866  (unvollständig?  36  Bl.).  24  Französische
Familien  in  den  Hannov.  Landen  (31  Bl.).

Beamte  (nur  Verzeichnisse  nach  Amtern,  zum  Theil  in  beslaubigten

  Abschriften  aus  Sal-  oder  Amtbüchern  und  dgl.;  die  Amter
innerhalb  der  Landschaften  in  alphabetischer  Folge,  um  250  Bl.):
25  Fürstenthümer  Calenberg,  Göttingen,  Grubenhagen,  Grafschaft
Hohnstein.  26  Fürstenthum  Lüneburg  (Amter  Bleckede  und  Gartze
mit  kurzer  Geschichte).  27  Herzogthümer  Bremen  und  Verden
und  Land  Hadeln.  28  Grafschaften  Hoya  und  Diepholz,  Fürstenthum
  Hildesheim,  Herzogthum  Arenberg,  Grafschaft  Bentheim,  Amt
Sternberg,  Herzogthum  Lauenburg.  29  Die  Klosterämter  in  den
Fürstenthümern  Calenberg  und  Göttingen.  Die  Amtsvogteien  Im
Fürstenthum  Lüneburg.

Pastoren:  30  Stammtafeln  in  alphabetischer  Folge  der
Namen  (nm  200  Bl.).  3l  Verzeichnisse  in  alphab.  Folge  der  Orte
und  Pfarren  (um  130  Bl.);  dabei  Vorarbeiten  (etwa  50  Bl.).  32
Studierende  bürgerl.  Standes  aus  den  KurBraunschweig.  Landen
1734  ..  (Alphabet.  Namensverzeichnis  von  26  Bl.;  Anfang  eines
chronologischen  Verzeichnisses).

33  Verschiedene  Verzeichnisse  (um  100  Bl.):  Generalia,  darin
Adlige,  die  1371  in  die  Reichsacht  erklärt  wurden;  ausgestorbene
Familien;  die  bei  Sievershausen  1553  gefallenen  Adligen;  Verzeichnisse
der  Erbämter.  Die  einzelnen  Landschaften  in  der  üblichen  Folge:
Verzeichnisse  der  Landsyndici,  Landrentmeister,  Landräthe,  Domherren
  u.  s.  Ww.  Hofbediente,  Hannover  1679—1737  (Entwurf?).
Nobiles  extranei.  3  Aktenstücke  olme  Werth.  34  Heraldiea:
Werthlose  Akten  (50  Stück),  des  17  und  18  Jahrh.  in  Originalen  und
Kopien  meist  aus  kleinen  Amtern  und  Gerichten  (Bleckede,  Neuhaus,
Dannenberg  u.  a.),  nur  wegen  der  Siegel  gesammelt;  darunter  Siegel
des  Herzogs  Johann  Friedrich  von  1665;  älteste  Siegel  der  Amter
in  der  Grafschaft  Dannenberg,  5  Stück;  Harburger  Amtssiegel  von
1655;  Abt  zu  Marienrode  1617  u.  a.:  vielleicht  Documente  zu  einer
Geschichte  der  Hannoverschen  Amtssiegel  (vgl.  die  Notizen  des
Anhangs  zu  Histor.46b,  B1.6—10).  35  Expedienda:  Stammtafeln
  ohne  Ordnung;  meist  Bürgerliche,  mit  Belegen  (um  50  Bl.).
Revidenda:  Stammtafeln,  Verzeichnisse  olıne  Ordnung  (um  40  Bl.).
36  Konzepte:  Stammtafeln  ohne  Ordnung  (um  60  Bl.).  3  kurze
Entwürfe,  je  1Bl.  über  Hannov.  Titel,  über  Nobilitirung,  über  den
Wechsel  in  der  Form  der  Siegelabdrücke.

C.  Königreieh  Hannover,  einzelne  Theile.  Heft37—50.

Stadt  Hannover:  37  Patrizier;  Stammtafeln  und  Verzeichnisse,
ungesondert  (um  60  Bl.).  Als  Belege  Documente:  Kauf-  Lehn-  Zins-Pachtbriefe
  und  älhnl.,  meist  aus  dem  17  und  18  Jahrh.,  in  Originalen
und  Kopien  (24  Stück,  darunter  11  der  Familie  v.  Lüpeke).

Bisthum  und  Stadt  Hildesheim:  Stammtafeln  und  Verzeichnisse
  nicht  streng  gesondert.  38  Geadelte  Familien  (21Bl.).
Ritterschaft  (23  Bl.).  39  Patrizier  (38  Bl.).  Bürgerl.  Familien
1)  August.  Confess.  (um  7OBl.;  dabei  Verzeichnisse  von  Geistlichen),
2)  Cathol.  Confess.  (36  Bl.).  40  Staatsdiener  (Verzeichnisse  und
        <pb n="107" />
        Histor.252b  101

geschichtliche  Notizen  15  BL).  Domherren  und  katholische  Geistlichkeit
  (4  Bl.).

Osnabrück:  41  Bürgerliche  Familien  (um  50  Bl).   Ostfriesland:
  Stammtafeln  und  Verzeichnisse,  nicht  gesondert.  42  Adel
und  Ritterschaft  (um  50  Bl.  ohne  alphab.  Folge).  43  Familiae
civiei  ordinis  (um  60  Bl.);  Staatsdienerverzeichnisse  und  ungeordnete
Stanımtafeln  (44  BI.).  Bremen  und  Verden,  meist  nur  Verzeichnisse:
  44  Adel,  Namensverzeichnisse  (um  50  Bl.;  dabei  Erbeinigung
  der  Familie  v.  Düring,  Neuhaus  1.9.  1699,  Original  mit
7  Unterschriften);  Stammtafeln  (25  BIl.).  45  Bürgerliche  Familien
(20  Bl.,  darunter  6  der  Familie  Büttner;  Beilagen  mit  mehreren
Siegeln  der  Fam.  Hintze).  Bürgerliche  Familien  (Auslese?
Pastoren?  um  70  Bl.).

Amt  Harburg  und  Amt  Bleckede:  46  Nachrichten  zur
Geschichte  Harburgs  bis  1707;  um  1760  ‘geschrieben.  Diverse
Akten:  Bittschrift  der  Anna  v.  Reimershusen  an  den  Herzog
Wilhelm  zu  Braunschw.  und  Lüneburg  (uff  dem  Rutenstein  18  Nov.
1610),  Orig.  Schreiben  des  Herzogs  Wilhelm  an  seinen  Marschalk
Joachim  v.  Weie  in  derselben  Angelegenheit  (ohne  Datum),  gleichzeitige
  Kopie.  Memorial  Herzog  Wilhelm’s  an  den  Kaiser  “uınb  ein
privilegium  auf  eine  buchdruckerey  zu  Harburgk’  (16  hornunck  1609),
Kopie  des  19  Jahrh.  (von  Wolff).  Reisetagebuch,  vermuthlich
Herzogs  Otto  d.  J.  (zu  Harburg,  71603)  "Die  reyss  und  zehrung  von
Harburg  in  die  pfaltz  a°  ete.  50.  6  septemb.’,  Original  oder  gleichz.
Kopie  (aus  der  Registratur  des  Amtes  Harburg  mitgetheilt);  dabei
auch  eine  Kopie  des  19  Jahrh.  mit  kurzer  Einleitung  und  sachlichen
Anmerkungen  (von  Wolff),  Akt  über  die  Beendigung  der  französ.
Occupation  (Harburg  21.  3.  1813),  Kopie.  Akten  aus  dem  Amt
Bleckede  von  1723—1762  (9  Stück;  darin  1Stück  d.J.  1733  in  Sachen
der  kaiserlichen  Execution  im  Meklenburgischen).

Göttingen:  47  Mitglieder  der  Kaufmannsgilde  (15  Bl.)
Generalia  (Verzeichnisse  von  Behörden,  11  Bl.)  Patrizier  (21  BL);
Bürger  (32  Bl.)  48  Universität.  Professoren  der  Georgia  Augusta
(um  70  BIl.).  49  Eimbeck  und  Osterode  (36  +  1  Bl.).

50  Eichsfeld.  Stammtafeln  (22  BL).  Lehnreverse  aus  dem  Lehnbuch
  der  Herren  von  Berlepsch  (2  Bl.;  s.  oben  Heft  3).

D.  Braunschweig-Wolfenbüttel.  Heft  51-53.

5l  Adel  (25  Bl).  Darin  Einung  der  Familie  v.  Brüning,
Gandersheim  und  Hilprechtshausen  14  Jan.  1733,  Orig.  mit  9  Unterschriften.
  92  Patrizier  (25  Bl.);  Bürgerl.  Familien  (31  Bl.).

53  Ungeordncte  Stammtafeln  (darunter  Konzepte,  um  60  Bl).  Verzeichnisse
  von  Staatsdienern  (16  Bl.);  Studierende  (3  BL).

Anhang  (um  80  Bl.):  54  Verschiedene  unvollendete  Register
zu  den  Stammtafeln,  in  alphabet.  Ordnung  nach  Namen,  zum  Theil
mit  Verweisungen  auf  die  Siegeltafeln,  Adel  von  Hannover  und
Braunschweig-Wolfenbüttel,  Supplemente  für  die  Tafeln  der  Ritterschaften
  der  einzelnen  Provinzen;  Geadelte  Familien,  Generalia,;
Patricier  der  Hannoverschen  Städte;  Bürgerl.  Fam.;  Domherren:
Adel  in  Deutschland  und  Oesterreich,  noch  nicht  eingetr  agen;  Nobiles
(ermaniae.
        <pb n="108" />
        102  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Die  Sammlung  wurde  1890  von  Wolfl’s  Wittwe  der  Bibliothek
geschenkt.

Histor.255  SBl.  in  fol.  Anfang  des  18  Jahrh.

Unterthänigstes  Projeet,  welchermassen  Sr.  Königl.  Hoheit  Churfürstl.
  Durchlaueht  zu  Braunsehweig  und  Lüneburg  die  Commercien
in  Ihro  Ländern  etabliren  Können.  Entwurf,  wohl  1707.  Die  Vorschläge
  des  wohlerfahrenen  Verfassers  bezwecken  vor  allem  eine
Lähmung  des  Hamburgischen  Handels  durch  Hebung  Harburg’s.
Verschiedene  derselben  (Gewährung  völliger  Religionsfreiheit,  Errichtung
  einer  englischen  Compagnie)  w  urden  in  der  That  im  Jahre
1708  verwirklicht:  vel.  W.  C.  Ludewig,  Geschichte  der  Stadt  Harburg
(Separatabdruck  1887)  S.199  £.

Der  Verfasser  selbst  sagt  (Bl.7b)  von  seinen  Projeete  “Doch
kanı  .  .  versichern,  dass  .  .  dieses  Hamburg  .  .  eben  so  sehr  alarmiren
  würde  als  mein  an  Keyserl.  Hof  vor  vielen  Jahren  sefertigtes
und  am  Ende  meines  Tractats  von  Verbesserung  Land  und  Leuten
befindliches  Project  (die  Hebung  Triest’s)  die  Republique  Venedig
hiebevor  embarassirt  hat’,

Histor.256  3DBl.  in  4°  1740
Cousistorialdireetor  Joh.  P.  Tappen  an  Münchhausen,  über  die  Anzahl
  der  Pfarren,  die  der  König  zu  verleihen  hat;  Hann.  3  Oct.  1740.

Histor.  258  171-+IV  Seiten  zu  20:16  cm  18  Jahrh.

Nachrichten  iiber  Verhältnisse  und  Einrichtungen  des  Hannoverschen

  Heeres,  besonders  über  Besoldung  und  Verpflegung,  vom
Ende  des  17  bis  um  die  Mitte  des  18  Jahrhunderts.

S.1—4  Allgemeines  über  Stärke  und  Besoldung  der  Truppen  in
Kriegszeiten.  S.4—9  Besoldung  und  Verpflegung  der  Hannov.
Truppen  im  Brabanter  Feldzug  (1694),  mit  (S.12—17)  vergleichenden
Tabellen  des  Lüneburger  und  Brabanter  Geldes.  S.  18—19  Verpflegung
  während  der  Mecklenburgischen  Execution  (1719).  S.20
Von  dem  Geldtractament  auf  Hheinischem  Fuss,  mit  Tabellen.
S.27—38  Servicegelder.  S.38-—-66  Uber  Montirung  von  Officieren
und  Gemeinen  aller  Truppengattungen.  S.67—75  Invalidengelder,
Beiträge  zur  Invalidenkasse,  Verpfiegung  der  Kranken  in  Kriegszeiten.
  S.75  Commissbrod  in  Kriegszeiten.  S.  77—79  Verschiedene
  Abzüge  an  der  Löhmung.  8.79—84  Gewelirreparaturen.
S.85—100  Krankenkasse.  kleine  Mondirune  der  Infanterie,  Zahlrollen
  etc.  S.100  Musterrollen.  S.104—118  Avancement,  Verabschiedung,
  Eheconsens.  Benrlaubung  von  Officieren  und  Gemeinen.
  S.118  Commandier  -Rollen.  S.120  Über  die  Zelte
bei  der  Infanterie.   S8.121—129  Wie  ein  Regiment  Infanterie  campiret.
  5.130  Bezahlung  des  Generalstabes  1743  in  Brabant.
S.132  Verpflegung  der  Garde  1692  in  Brabant,  8.133  in  Friedenszeiten,
  S.137  im  Jahre  1697.   8.145—171  Tabellen  über  Bezahlung
und  Verpflegung  verschiedener  Regimenter,  von  1697  an.   8.I—-IV
Register.  Alles  Reinschrift  von  einer  Hand.

Histor.259  142  Seiten  (gezählt  als  171—312)  zu  201/5:
16cm  18Jahrh.
        <pb n="109" />
        Histor.255  —  261  103

Nachrichten  und  Tabellen  über  Formation,  Stärke  und  Besoldung
der  Hannoverschen  Truppen  1756—1771.

S.171—175  Continuatio  der  kurzgefassten  Nachrichten  von  Corps,
welches  1756  nach  Engelland  sesangen  (der  |  Verf.  spricht  von  sich
selbst  als  Betheiligtem  *.  172);  dabei  abellen  über  die
Besoldung  dieser  Truppen.

D.  191-—  195  Kurtze  Nachricht  von  der  Augmentation  des  Corps
von  2.1756  bis  1762;  dabei  S.195—224  Tabellen  über  den  Etat  und
die  Bezahlung  der  "Truppen.  S.225—258  Ordonnance  was  Sr.
Kgl.  Majestaet  von  Gross-Britannien  Teutsche  Trouppen  an  Fourage,
Rationen  und  Brodt-Portionen  nach  der  Rheinischen  Feld  Ordonnance
gebühret,  1762.  S.259—266  Verschiedene  Tabellen  (Gage  des
Husaren-Regiments,  Winter-Douceurgelder  1758—1760,  Extract  des
Regulativs  des  Cavallerie-  und  Infanterie-Depots  etc.).

8.267—271  Kurtze  Nachricht  von  der  Reduetion  und  Combination
der  Infanterie,  Cavallerie,  Dragoner  und  leichten  Truppen  von  1762.
S.272  Kurtze  Nachricht  von  der  Formirung  des  Leib-Garde-Regiments
1763.

S.273—294  Tabellen  über  Etat  und  monatliche  Bezahlung  der
Truppen  1771.

S.295—305  Über  Formirung  der  Land-Regimenter  1762,  mit  Listen
über  die  Anzahl  der  Leute,  die  aus  den  verschiedenen  Ämtern  zu
jedem  einzelnen  zu  stellen  sind.  S.307—310  Uber  Bezahlung  der
Pauker,  Hautbois  und  Trompeter  und  S.311  des  Compagnie-Feldscheers;
  S.312  über  Einrichtung  der  Bereuter-Casse.

Histor.260  VI-+241  Seiten  zu  311),  :20!/,  em  saubere
Reinschrift  des  18  Jahrh.

“Das  zweyte  Buch  von  der  Ordonnance  der  Hannoverschen  Trouppen
vom  Jahre  1762,  Zahlungs-Tabellen  der  Cavallerie,  Infanterie  und
Artillerie,  Verpflee  ung  und  Haushalt  der  Hannov  erschen  auch  deren
leichten  Trouppen  des  ganzen  Krieges  von  1757  bis  zum  Frieden
1762”.  In  fiinf  Abschnitte  getheilt:  I  (8.3)  Ordonnance  wornach
  das  von  der  Crone  England  in  Sold  genommene  Corps  S.  König].
Majestät  dentschen  Trouppen  vom  1  Jan.  1762  an  monathlich  zu
bezahlen.  II  (8.47)  Zahlungs-Tabellen;  Verpflegung,  Haushalt  und
Nachrichten  der  Cavallerie,  Infanterie  und  Artillerie  von  dem  Krieg
1757  bis  zum  Frieden  1762.  III  (8.127)  Bezahlung,  Verpflegung
und  Haushalts,  auch  Nachrichten  der  Hannoverschen  leichten  Trouppen
des  Krieges  1757—1762.  IV  (8.179)  Nachricht  von  Bezahlung  und
Verpflegung  der  Land-  und  Garnison-  oder  Invaliden-  Regimenter,
wie  auch  der  Land-Artillerie  und  dem  Depot  der  Cavallerie,  Infanterie
und  des  Jäger-Corps,  auch  des  Harz-Schützen-Corps.  V  (5.201)
Verzeichnis  "der  Rations  und  Portions  so  die  Trouppen  den  letztern
Feldzug  1762  vom  Englischen  Commissariat  erhalten.

Histor.261  223  Seiten  zu  31:20  em  18  Jahrh.  saubere
Reinschrift

“Haushalts-Reglement  der  (hannoverschen)  Infanterie’,  eingeführt
durch  Georg  TI,  St.  James  17  Sept.  1765.
        <pb n="110" />
        104  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.262?  75Bl.  zu  31:20em  18  Jahrh.  saubere
Reinselirift  derselben  Hand  wıe  Histor.261

“Haushalts-Reglement  für  das  (hannoversche)  Artillerie-Regiment’,
eingeführt  durch  Georg  III,  St.  James  22  Mai  1767.

Histor.263  S1Bl.  zu  181/,:12em  1740

“Aneiennete  derer  Herren  Officiers  von  der  Infanterie,  Cavallerie
und  Ingenieurs.  Imgleichen  auch  was  ein  Jedes  Regiment  vor
Commandanten  gehabt,  als  auch  die  Garnisons  der  Infanterie  und
Artillerie  von  Sr.  Königl.  Majestät  von  Grossbrittannien  Teutschen
Trouppen.  Lüneburg  d.  25  Jul.  1740.

In  den  Anciemnetätslisten  (Bl.1—53)  steht  hinter  den  einzelnen
Namen  das  Datum  der  Beförderung  (von  1709—1742,  einige  Nachträge
  sind  von  späterer  Hand).  In  dem  Verzeichnis  der  Commandeure
  (Bl.54—70)  sind  bei  jedem  einzelnen  Regimente  kurze
Notizen  über  seine  Errichtung  hinzugefügt.  Bl.70—77  Verzeichnis

der  Garnisonen.  Bl.S0  Verzeichnis  der  monatlichen  Beträge  der
Invalidenpensionen.  Bl.81  Verzeichnis  der  Regiments-  Chirurgi.

Als  Besitzer  hat  sich  vorn  auf  dem  Innendeckel  eingetragen
“G.  M.  v.  Koenigtreu’.

Histor.  264  XXI  +  167  Seiten  zu  18:  11!/,  cm
18  Jahırh.

Regulirte  Exercitia  von  Ihro  Königl.  Majestet  von  Gross
Britannien  und  Churfürstl.  Durchlauchtigkeit  zu  Br.  und  Lüneburg
Deutsclien  Infanterie,  wie  selbige  beschribener  massen  ins  künftige
scmacht  werden  sollen.  Exercierreglement,  eingeführt  durch  die
Ordre  (BI.D)  des  Generals  G.  E.  v.  Melvill,  Hannover  den  7  Aug.  1733.

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  dedieirt  G.  L.  de  la  Chevallerie
das  Buch  einem  andern.

Histor.265.  12Bl.infol.  1815
Friedr.  Jahns,  Kanonier  in  der  englisch-hannoverschen  Legion,
5  Briefe  an  seine  Angehörigen  in  Goettingen,  datirt  von  Bauffe
‘)  Mai,  Düsseldorf  30  Juni,  Münster  29  Juli  (2  Br.),  Brüssel  12  Oet.
Jahns  berichtet  darin  iiber  seine  Theilnahme  am  Feldzuge,  besonders

über  seine  Erlebnisse  nach  seiner  Verwundung  bei  Quatrebas  am
16  Juni.  Abschrift.  1816  geschenkt.

Histor.  268  3  Bände  von  461,  230  und  335  Seiten  zu
31!/,  :20  cm  18  Jahrh.

Catalogus  nummorum  Brunsvicensium  et  Luneburgensium  quos
sive  ducum  sive  dueissarum  sive  civitatum  rariores  colligere  studio
euraeque  habuit  Gerardus  (Molanus)  abbas  Luccensis.  Un
1720.  Bd.I:  1)  Linea  Henriei  aucupis  cum  consanguineis  et
affinibus  usque  ad  Ottonem  puerum  Henrici  Leonis  nepotem;  2)
Linea  Calenbergensis  sive  antiqua  Wolferbytana  (von  Heinrich,  dem
Sohne  Magnus  Torquatus’,  bis  Friedrich  Ulrich).  Bd.  II:  Linea
Luneburgensis  partis  Cellensis  a  Wilhelmo  iuniore  ad  haec  usque
tempora.  Bd.  III:  Linea  Grubenhagensis  Harburgensis  et  Luneburgensis
  partisWolferbytanae,  nec  non  comites  in  Reinstein,  Blancken-
        <pb n="111" />
        Histor.262  —  272  105

burg  Houstein  et  Lora,  denique  eivitates  Göttingen,  Hannover,  Nortlıeim,
  Hameln,  Eimbeck,  Braunschweig  et  Lüneburg.  Reinschrift
mit  einigen  Zusätzen  von  J.  D.  Köler.

Histor.271  5Bl.in  fol.  18  Jahrh.

Promemoria  betr.  vom  Landtage  statt  des  annui  auf  einmahl  zu
bewilligende  100000  Thaler  pro  rata  des  Fürstenthums  Calenberg
in  puneto  augmenti  militaris,  zwischen  1732  und  1753.

Histor.272  A:  III  Bl.+1585  Seiten,  B:  81Bl.  zu  311:
20  cm  (S.1—  1585  und  Bl.60—81  von  erster  Hand)  18Jahrh.

A.  “Chronologia  Hannoverana  (772--1703),  darinne  verzeichnet,
  was  für  Graffen,  Fürsten  und  Herrn  der  Stadt  Hannover
Schutz-Herren  und  zu  welcher  Zeit  die  gewesen,  auch  was  in  und
umb  die  Stadt  Hannover  inn  der  Nachbahrschafit  geschehen.  Aus
alten  Monumenten,  E.  E.  Rahts  Archiven,  Glaubwürdiger  Leuthe
Chronieis,  Manuseriptis,  Genealogiis,  auch  eigener  täglichen  Erfahrung
zusammen  gebracht,  auch  jedes  zu  dem  Jahre  darinne  es  geschehen
geaptiret  .  ..  darzu  dann  vornehmlich  Consulis  Bernhard  Homeisters
Chronologica,  insgleichen  Büntingii  und  Letzneri  Chroniea  gebrauchet”.

Bl.I  (von  zweiter  Hand)  “Geehrter  Leser!  Wann  ich  von  der
Ehre  der  Stadt  Hannover  .  .’;  Bl.Ib  “Kurtzer  Vorbericht  von  der
Stadt  Hannover  Gelegenheit  und  Botlimässigkeit”  (BlL.III  von  dritter
Hand  ergänzt).  S.1  beginnt  die  Chronik  “Von  dem  Uhrsprunge
und  Anfang’.  Sie  ist  reichhaltiger  als  Histor.  273  und  stimmt  ziemlich
genau  mit  Histor.274  überein.  Unter  den  handschriftlichen  Quellen
werden  häufiger  eitirt  Berkhusen,  (Ludolf)  Lange  (zu  1559—1621),
Jer.  Scheer  (Scherer,  zu  1582—1613),  Haus  Meinbergk;  ferner  sind
Rathsprotocolle  und  Briefe  benutzt.  Der  Zusammensteller  dieser
Fassung  scheint  ein  Gosewisch  zu  sein:  vgl.  8.812  (1582)  “mein
Vater  Brand  Gosewisch’,  S.991  (1603)  “Patris  Brand  Gosewisches
manuscript”  (sonst  nur  “patris  ms),  8.1075  (1614)  “ex  relatione
fratris  Brand  Gosewisches’;  Histor.274  hat  dieselben  Citate,  Histor.  273
lässt  sie  aus.  Vgl.  Grotefend,  Verzeichniss  der  Hss.  und  Inc.  der
Stadtb.  zu  Hannover  (1844)  S.19  mo.111.  Da  jedoch  schon  1591  als
Quelle  "propria  observatio’,  1611  “propria  visio’  eitirt  wird,  so  kann
der  Seliluss  nicht  von  demselben  Verfasser  herrühren.  Unter  den
Nachrichten  zu  1625—1635  sind  viele,  die  wörtlich  mit  dem  Drucke
“Curienser  Geschichts-Calender  .  .  des...  Hauses  Braunschweig  und
Lün.’  (1699)  übereinstimmen,  die  Jalıre  1633—3+4  sind  sogar  reichhaltiger
  in  dem  Drucke;  all  dies  fehlt  im  Histor.274,  dessen  kurze
Nachrichten  zu  diesen  Jahren  anderes  berichten  und  im  Histor.272
fehlen.  Schluss  S.1566  (Jahr  1699,  mit  der  Bestrafung  der  Diebe
der  goldenen  Tafel)  “wider  aufgchenekt  worden”.  S.1567  “Anhang
der  merekwürdigsten  Geschichte  von  den  4  ersten  Jahren  dises
Seeuli’  1700—1703  “Da  mit  Anfang  .  .  nieht  zu  vergessen’,  dann
“Gott  wolle  die  guhte  Stadt  Hannover  .  ;  vgl.  Histor.273  8.711.

Andere  Hss.  der  Chronologia  sind  in  Hannover:  Königl.  Bibliothek
(Bodemanın  XXI,  691ff),  Stadtbibliotlick  (Grotefend  S.19f),  Bibl.  d.
histor.  Vereins  (Ulrich  I  S.61);  vgl.  auch  Balırdt,  Geschichte  d.  Ref.
d.  St.  Hannover  (1891)  S.6  Anm.2.
        <pb n="112" />
        106  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

B.  Hannoversche  Chronik  (ohne  Titel),  von  dritter  Hand,  derselben
  die  Bl.III  und  Histor.275  geschrieben  hat.  Die  Chronik  beginnt
  Bl.1  mit  782  und  giebt  ver  einzelte  Nachrichten  bis  1266;  Bl.3b
wird  sie  (vom  Jahre  1629  an)  zusammenhängender;  sehr  ausführlich
wird  (Bl.24)  der  Einzug  Ernst  Augusts  in  Hannover  1680  und  (Bl.36b)
das  Begräbnis  Ernst  Augusts  1698  erzählt;  Bl.38—47  wird  ein  langes
Gedicht  “Ehrensäule  posuit  C.  C.  Leopoldt’  mitgetheilt,  von  dem
Havemann,  Gesch.  der  Lande  Braunschweig  und  1.0  (1857)  5.422
eine  Strophe  ohne  weitere  Quellenangabe  abdruckt.  Vielleicht  ist
die  Hs  ‘Supplementa  Annalium  Hann.  bei  Grotefend,  Verzeichniss  ..
(1844)  S.20  n0.123  mit  dieser  Hs.  übereinstimmend.

Bl.60  Alphabetischer  Index  zu  S.1—1585  (A).

D.  E.  Baring,  Beytr  ag  zur  Hann.  Kirchen-  und  Schul-Historia  (1748)
erwähnt  eine  Hs.  der  “Chronologia’,  welche  1585  Seiten  umfasse:
also  jedenfalls  dies  Exemplar;  wahrscheinlich  ist  also  die  von  Strubberg
  ın  David  Meier’s  kurzg.  Nachr.  v.  d.  chr.  Reformation  (1731)
Vorr.  8.15  erwähnte  Hs.,  die  er  von  Pastor  Flügge  communicirt  bekommen,
  eben  dieses  Exemplar,  da  Baring  auf  dies  Citat  Bezug
nimmt.  Auf  dem  imnern  Deckel  ein  gedr.  Zettel  “Aus  C.  E.
Haessler’s  Magazine  ..  in  Hamburg’;  auf  BLI  ist  der  Name  ‘J.  F.
B.  Hasse’  eingestempelt.  1822  aus  Spiel’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.273  XXIV  Bl.  +791Seiten  zu  32:20  cm  Anfang

des  13  Jahrh.

Chronologia  Hannorverana  .  .  (vgl.  Histor.  272),  772—1714.

Kürzere  Fassung  als  Histor.272  und  274  und  am  Schluss  ganz
abweichend.  Anfang  “Von  dem  Uhrsprunge  und  Anfang’.  S.711
(Jahr  1699)  Schluss  “Geschenken  zu  verehren’,  dann  “Gott  der
Allmächtige  Herr  .  .  für  dieses  Seculi  Ende”.  S.712  Fortsetzung
“Da  mit  Anfang  des  1700ten  Jahrs’  bis  1714,  wo  der  Text  mit  den
Worten  (8.791)  “denn  kniete  der’  mitten  im  Satze  abbricht.  Auf
dem  Titel  ist  nur  “bis  1699  oder  1703’  angegeben.

Voran  geht  BL.I—XXIV  ein  alphabetischer  Index.

Auf  S.1  steht  "Consistorium’.  1845  aus  F.  Bergmann’s  Bibliothek.

Histor.274  358  Bl.  (Bl.3—65  von  anderer  Hand)  zu  34Y/,  :
2lem  Anfang  des  18  Jahrh.

"Chronologia  Hannoverana  .  .  (vgl.  Histor.272),  772—1652.

Die  IIs.  stimmt  im  wesentlichen  mit  Histor.  272;  auch  sie  enthält
den  Namen  Gosewisch.  Zuweilen  sind  (von  derselben  Hand)
einzelne  Ereignisse  am  Rande  bemerkt,  die  in  n0.272  im  Texte
stehen.  Von  Bl.272  an  sind  die  einzelnen  Blätter  des  bei  Histor.  272
citirten  Geschichts  -  Calenders  eingeheftet;  nach  Bl.358,  wo  der
geschriebene  Text  im  Jahre  1652  abbricht,  folgen  nur  diese  gedruckten
  Blätter  bis  zum  Schlusse  des  Druckes  (1699).

Die  Jahre  1635—1652  sind  aus  dieser  Hs.  (B1.354b—  Schluss)
von  A.  Köcher  veröffentlicht  in  der  Zeitschrift  d.  hist.  Ver.  f.  Niedersachsen
  1878  5.42.

Auf  Bl.1b  steht  von  anderer  Hand  (eine  Abschrift?)  “Herm
Hinrich  Hattorf,  Churf.  Br.-L.  Consistorial-  und  Kirchen  Rathe  ..
        <pb n="113" />
        Histor.273—  277  107

übergiebt  dieses  Buch  und  Mss.  ..  M.  J.  H.(?)  Lange.  —  in  v.  d.
Chrysogoni  Hannoverae  memoriali  1702’.
Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

Histor.275  58Bl.  zu  33:21cm  18Jahrh.
“Nalımen,  Uhrsprung,  Fortgang  und  Fatalia  der  Stadt  Hannover,
aus  Mag.  L.  Extract”.  Kurze  Chronik,  beginnend  mit  den  Worten

“Hannover  dem  Nalımen  nach  kommt  von  der  Brücken  her  .  .  und
bis  zum  Jahre  1705  fortgeführt.

Eine  Hs.  mit  gleichem  Titel  erwähnt  C.  L.  A.  Patje,  wie  war
Hannover?  (1817)  S.  XII,  und  vermuthet,  dass  das  Werk  aus  Ludolf
Lange  ausgezogen  sei;  da  dessen  Diarium  aber  nur  die  Jahre  1560
bis  1617  umfasst  (vgl.  C.  L.  Grotefend,  Verzeiehniss  der  Hss.  und
Ine.  der  Stadt-Bibliothek  zu  Hann.  1844  S.19  no.  110.),  so  könnte
höchstens  eine  spätere  Bearbeitung  desselben  gemeint  sen.  Ein
grosser  Theil  der  Nachrichten  lässt  sich  dureh  Histor.272  und  274  als
mit  Lange  übereinstimmend  nachweisen.  Von  dem  Inhalte  dieser
Hs.  findet  sieh  nur  sehr  wenig  im  Histor.273,  obgleieh  auch  diese
Hs.  Lange  oft  eitirt.  Die  Hs.  ist  von  derselben  Hand  geschrieben,
wie  Histor.272,  B.  Bl.  1ff.  1771  in  Hannover  ersteigert.

Histor.276  I-+115Bl.  zu  21:17em  18Jahrh.

“Nachricht  von  der  löbl.  Stadt  Hannover,  wie  es  in  derselben  ist
zugangen  wegen  der  Reformation,  aus  alten  geschriebenen  Uhrkunden’;
nach  einer  Abschrift  im  Archiv  der  Stadt  Hannover  (Grotefend,  Verz.
S.19  n0.109)  benutzt  und  zum  grossen  Theil  abgedruckt  von  Ulrich,
gleichzeitige  Beriehte  über  die  Ref.  der  St.  Hannover,  in  der  Zeitschrift
  des  hist.  Ver.  f.  Niedersachsen  1883  S.114—211;  dann  benutzt
  von  W.  Bahrdt,  Gesch.  d.  Ref.  d.  St.  Hannover  1891.

Bl.1  “Nachricht  von  der  Reformation  .  .  ex  annotationibus
Consulis  Ant.  Berekhusii’;  gedr.  bei  Ulrielı  S.204.  Bl.9  “Auss
einem  in  folio  in  roth  Leder  eingebundenen  auf  pergamen  geschriebenen
  Buche  .  ;  gedr.  Hann.  Magazin  1843  S.355f.  DBl.11b
“Noch  liegen  in  E.  E.  Raths  Archivo  einige  zwantzig  Bogen  in  folio

zusammen  genehet  ....:  Was  zu  Hamnover  zwisehen  Rath  und  geswornen
  .  ..  anno  32.33.  34.  gehandelt  .  .’,  gedr.  Ulrich  S.126  bis

186.  Bl.89  (hier  ohne  Überschrift;  Titel  nach  Ulrieh  8.116:  “Eyn
warhafftich  bericht  dariune  vorvatet  na  aller  wisse  undt  forme,  wo
sick  in  dem  32  jJare  twisken  dem  rade  tho  Hannover  und  der  gemeyne
  hefft  thogedragen’);  Anfang  fehlt,  das  Stück  beginnt  “Also
gingen  etlike  thom  Borgern.;  von  8.90b  ab  gedruckt  bei  Ulrieh
D.186.  Bl.107b  “Dat  anbringent  der  affgewekenen  up  der  geholden
  underhandelinge  tho  Brunsswick  den  Sonnabent  na  Kiliani
anno  34°,  vgl.  Ulrieh  S.116  und  118.

1792  aus  einer  Auktion  in  Wernigerode.
Histor.277   18Bl.  in  fol.  18  Jahrh.
“Fundatio,  Stiftung  und  ewige  Ordinung  eines  Hospitahls  (zu

Hannover)  Herrn  Mauwritü  v.  Sode  (Canonieus  von  8.  Crucis  in
Hildesheim;  vgl.  Histor.  444),  12  Sept.  1587.  Abschrift.
        <pb n="114" />
        108  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

WHistor.278  4Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Gutachten  betr.  Anlegung  einer  Weinschenke  in  der  Neustadt
Hannover,  Hann.  29.  6.  1742.

Histor.279  10Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Bl.4  Gesuch  der  Stadt  Hannover  um  Gestattung  des  Schleusenbaues
  in  der  Stadt-Ohe  während  des  Neubaues  des  Schnellen
Grabens,  Hann.  11.  4.  1740,  nebst  Beilagen  (Bl.1—5)  1739  und  1740.

Histor.  280  “Bl.  etwa  26  cm  hoch  und  32—37  em
breit  18Jahrh.

Zeichnungen  betr.  den  Bau  der  Weserschleusen  in  Hameln  in
den  Jahren  1732/33  (Schöpfräder,  Wassermaschinen  und  dgl.);  in
farbiger  Tusche  ausgeführt.  Das  vorangehende  Verzeichnis  (Bl.1)
entspricht  nicht  den  nachfolgenden  Zeichnungen.

Histor.281  26Bl.  zu  301%,  :191/,  cm  18Jahrh.

“Chronicon  manuscriptum  ecclesiae  Hamelensis  Johannis  de
Polde  (Poelde)  ejusdem  senioris  a.1374  (Bl.14—26).  Accedit  (Bl.2)
Hist.  Discurs  von  Stadt  Hameln  durch  Hn.  Gerharden  Reichen
J.C.  .  5;  BlL.7b  “Additamenta  S.  Spilckeri”.

Gedruckt  bei  Mencken,  Scriptores  rerum  Germ.  IH  (1730)  Sp.
819—833.

Histor.282  36Bl.  zu  32:20  em  18Jahırh.

“Collectanea  Spiegelbergensia”.  Gandersheimer  Vertrag
zwischen  Heinrich  Julius  von  Br.-L.  und  Philipp  Ernst  Grafen  zu
Gleichen  und  Spiegelberg,  22  Jan.  1596,  und  mehrere  Schreiben  der
Hann.  Regierung,  des  Consistoriums  zu  Hannover  und  der  Hessischen
Regierung,  1727—28,  betr.  die  dem  Prinzen  von  Oranien  und  Nassau
als  Grafen  von  Spiegelberg  zustehende  Jurisdietion  in  erster  Instanz
über  den  Clerus  der  Grafschaft  (besonders  über  die  beiden  Prediger
zu  Coppenbrügge).  Abschriften.

Histor.283  ABl.  in  fol.  18  Jahrh.
Zwei  Gutachten  (von  J.  D.  Gruber):  über  das  Gut  Voldagsen

r
eo

in  der  Grafschaft  Plesse  als  Hessisches  Lehen,  12.5.  1739  und  25.5
1742,

Histor.234  4Bl.  m  fol.  18Jahrh.

(J.  D.  Gruber)  betr.  Streit  mit  der  Hildesheimischen  Regierung
wegen  Lehensmuthung  in  den  Amtern  Coldingen  ete.,  26.11.  1739.

Histor.  285  44Bl.  zu  34!1/%,:21lcem  nach  1700

Bl.1  “Extraet  aus  den  Annalibus  Hn.  Franeisei  Lubeei..  betr.  die
Kirchen  und  geistl.  Sachen  in  Göttingen,  item  (B1l.5)  wie  das  Evangelium
  in  Göttingen  kommen  ..  von  a.  1443  biss  auff  dass  1574.  Jahr’,
(=  Histor.3171  Bl.127,  Histor.319b  8.275,  Böhmer.  23  8.156).  Das
Autograph  von  Lubecus’  Chronik  liegt  im  Göttinger  Stadtarchiv,
vgl.  G.  Erdmann,  Einführung  der  Ref.  (1838)  8.5.

Bl.12  "Göttingische  gerichtliche  Ordnung,  so  in  Schriften  des
Freytags  wie  dann  auch  mündlich  gehandelt  wird’,  11  Jan.  1594.
        <pb n="115" />
        Histor.  278—  287  109

Bl.13  “Ordnung,  wie  am  UnterGerieht  allhier  des  Mittwochens  verfahren
  werden  soll’,  unvollständig.

Bl.14  ‘Aus  der  geschriebenen  Göttingischen  Chronica’,  1166  bis
1588,  1715  geschrieben.  Bl.28b  “Eine  andere  Verzeichniss  auss
der  Göttingischen  Kroniken  und  anderer  wunderliche  Geschichte’,
1119  bis  1683;  meist  kurze  chronistische  Notizen,  die  sich  nur  theilweise
  auf  Göttingen  beziehen.  Auf  Bl.11  und  31b  sind  Notizen
über  Ereignisse  in  Göttingen  in  den  Jahren  1715—  1720  und  besonders
1725  von  gleichzeitiger  Hand  zugefügt.

Bl.32  “Copia  Nachrichtung,  wass  sich  Wolfgangus  Domeyer,
Pastor  zu  Gladebeck  .  .  von  der  Herschaft  Plesse  und  von  den
Gladebeckischen  guetern  .  .  auffgesetzet”  (=  Histor.317i  B1.59,  Histor.
319b  8.322,  Böhmer.  23  S.  182:  erwähnt  bei  Joachim  Meier,  Origines
Plessenses  1713  Vorrede).

Bl.34b  bis  42a  Epitaphia,  meist  satirisch  (vgl.  cod.  Böhmer.  23
am  Schluss):  Bl.34b  ‘Caroli  (III)  dueis  Lotharingiae,  jussu  regis
Hispaniae  captivati  (1654)  et...  immurati  .  5;  BI.35  &amp;lt;1662  5  Febr.
..  obüt  ...  Madama  Domus  Lotharingia’:  auf  Richelieu;  Bl.36  auf
Mazarin;  Bl.37b  und  38  auf  W.  de  Lobkowitz  (2).  Bl.39  "Casus
mirus  de  casu  Casimiri  exeusus  a.  1656’  und  andres  auf  die  Freiheit
Polens.

Bl.42b  (von  andrer  Hand)  Epitaphium  quod  Baro  (Georg  Heinrich)
de  Goertz  sibi  ipsi  posuisse  dieitur,  cum  mortuo  rege  Sveciae
Holmiae  postridie  Cal.  Febr.  a.  1719  capite  plectendus  esset”.
“Epitaphium  Caroli  XH  Suecorum  ..  regis...  in  expugnatione  Friderici
Halae  11  Dee.”.

Besass  einst  "Christian  Conrad  Molthan  Bibliopegus  et  Civis
Göttingensis’,  der  vielleicht  einen  Theil  davon  geschrieben  hat.

Histor.286  94Seiten  zu  321/,:20Y%  cm  17  Jahrh.

Von  den  Kirchen,  Klöstern,  Hospitaln,  Verenderungen  der  Religion
und  Schulen  der  Stadt  Göttingen,  aufgesetzet  durch  Johannem
Letznerum.  Es  sind  genau  dieselben  Auseinandersetzungen,  die
im  3.  Theil  von  Letzner’s  Grosser  Braunschw.  Lüneb.  Göttingenscher
Chronik  (Histor.248  und  249)  als  Cap.  91—95  erscheinen.  Der  erste
Abschnitt  trägt  in  unserer  Hs.  die  Überschrift  “Vom  Anfang  und
Uhrsprung  der  Stadt  Göttingen’.  Vgl.  Hist.287.

Bl.1  ‘Novae  scholae  Gottingensis  archivo  hoc  Msc.  dono  dedit
Henr.  Phil.  Stolberg  h.  t.  prim.  class.  alumnus  a.  1754  d.  9  Sept.”.

Histor.287  42  Bl.  zu  321%,  :2lem  Ende  des  17  Jahrh.

Bl.1  Von  den  Kirchen,  Klöstern  .  ..  der  Stadt  Göttingen,  aufgesetzet
  durch  Joh.  Letzuerum.  Vgl.  Histor.286.

Bl.3lb  Von  dem  Jungfer  Closter  Weende  vor  Göttingen  an  der
Leine  gelegen  und  (Bl.40)  von  dem  Münche  Closter  S.  Luderi  vor
Helmstedt  gelegen,  aufgesetzet  durch  Joh.  Letzuerum.  Stimmt
wörtlich  mit  Cap.175  und  dein  ersten  Theile  von  Cap.112  des  dritten
Theils  von  Letzner’s  grosser  Braunschw.  Lüneb.  Göttingischer  Chronik
(Histor.248  und  249).
        <pb n="116" />
        110  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.288  15Bl.  zu  21:17em   18Jahrh.

“Verzeichniss  der  Präbenden  und  Länderey  so  gehöret  zur  Pfarr
St.  Jacobi  in  Göttingen.  C.  G.  Ludwig  a.1667’.  Abschrift  der  von
‘Joh.  Hilgardo  Jun.  nach  vielem  Bitten,  wie  auch  guten  und  bösen
Worten’  dem  1665  neueingeführten  Pastor  zu  St.  Jacobi  übergebenen
Specifieation  der  Pfarr-Intraden,  und  der  im  Original  vorhandenen
Zusätze  besonders  von  J.  ©.  Quermann  1766.  1799  vom  Friseur
H.  Bieker  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.289  55Blzu  32:20  em   18Jahrh.

"Colleectanea  Gottingensia”.

bl.2  Resolutio  in  S.  des  Schultheissen  zu  Göttingen  Jo.  D.  Strube
c.  Bürgermeister  und  Rath,  Hann.  1  Mart.  1667.  Bl.6  Cantzeler
und  Räthe  an  den  Gerichtschultheissen  zu  Göttingen  Jo.  E.  v.  Wentheimb,
  Hann.  14  Mai  1669.  Bl.7  Punetation  zwischen  Schulzenamt
und  Rath  zu  Göttingen  betr.  Jurisdietion,  18  Apr.  1665.  Bl.11
Punetation  zwischen  Gilden  und  Rath,  19  Apr.  1665.  Bl.16  Recess
zwischen  Gerichtschultheissen  und  Stadt,  9  Mai  1665.  B1.26  Recess
zwischen  Generalsuperintendenten  und  Stadt,  9  Mai  1665.  BIl.57
—-Bl.11;  Bl.41  Resolutio  darauf,  12  Oct.  1666;  Bl.44b  Recess  und
Nebenrccess,  5  Nov.  1670.

Histor.290  435  Bl.  zu  34:21  em  weist  um  1800

“(J.  A.  L.)  Seidensticker,  Collectanca  diplomatica  ad  hist.
civitatis  Gottingensis’,  meist  zur  Rechtsgeschichte.  Seidensticker
war  Privatdocent  und  Stadtsyndieus  in  Göttingen;  er  starb  1817  als
Oberjustizrath  zu  Haunover.  In  Göttingen  hat  er  sich  um  die  Ordnung
des  städtischen  Archivs  schr  verdient  gemacht,  vgl.  G.  Kaestner,  Nachrichten
  über  das  Archiv  der  Stadt  Göttingen  (1878)  S.2;  die  meisten
der  in  diesem  Bande  gesammelten  Nachrichten  entstammen  dem  Archiv
und  sind  in  der  Regel  von  Seidensticker  selbst  geschrieben.

Bl.2  “Die  Göttimgischen  Mühlen  betr.’:  Deduction  in  einem  Rechtsstreite
  der  StadtG.  gegen  das  Exhibitum  desObercommerzien-Commissärs
Grätzel  vom  19  März  1798,  über  Einrichtung  eines  Mahlgangs,  Concept
Seidensticker’s  in  48  SS.

B1.68  Geschichte  des  Gerichts  auf  dem  Leineberge  bei  Göttingen;
Bruchstück,  $  35—49;  eitirt  wird  darin  öfter  “Chronik  des  Leineb.
Gerichts’  und  die  Leineb.  Gerichtsordnungen  (die  revidirte  von  1529
ist  im  Vaterl.  Archiv  1840  S.  26  gedruckt).  Reinschrift  mit  einigen
Correeturen  Seidensticker’s.

B1.95—110  und  114/5  Verschiedene  Notizen  von  Seidenstieker’s
Hand,  zum  Theil  auf  Göttingische  Geschichte  bezüglich.

Bl.111  Privilegien  für  die  Stadt  Münden,  Abschriften  des
16/17  Jahrh.:  B1.112/3  von  Herzog  Ernst,  10.8.1345;   DBI.116
von  Albert  und  Wilhelm,  2.  4.1289;  Bl.117b  von  Otto,  (wohl
das  von  1318,  vgl.  Willigerod,  Gesch.  v.  Münden  1808  8.104  Anm.)
unvollständig;  Bl.119  von  Otto,  Brunswig  Nonas  Marci)  1246,
gedr.  Leibniz,  Origines  Guelphicae  IV  S.201;  am  Schluss  sind  die
Worte  “Lynsarius  (!)  frater  suus,  Anno  Dapifer  noster,  Henricus
Grubo  (’  getilgt.
        <pb n="117" />
        Histor.288  —  295  111

Bl.120  “Diplomatarium  Uslariense’  (aus  den  Originalen),  von
Seideusticker’s  Hand;  Urkunden  und  Regesten  1367  bis  1699.

Bl.155  “Urkunden  die  Hardenbergische  Familie  betr.,  grösstentlıeils
  ungedruckt.  Hierin  liegen  einige  wichtige  Urkunden  die  Stadt
Göttingen  betr.  A.  Seidenstieker’.  BlI.157  "Ex  archivo  Gottingensi.
Zur  Erläuterung  des  Hardenbergischen  Mannengerichts’,  Urkunde  von
Hans  Schneman  1521,  nach  einer  Abschrift.  Dann  Excerpte  aus
Drucken  und  Urkundenabschriften,  bei  deren  einigen  von  S.s  Hand
bemerkt  ist,  dass  sie  (nach  den  Originalen)  von  J.  Wolf,  besonders
in  seiner  Geschichte  des  Eichsfeldes  gedruckt  seien:  später  sind  dann
noch  viele  derselben  in  J.  Wolf’s  Geschichte  des  Geschlechts  von
Hardenberg,  1823,  abgedruckt  worden  (nach  Originalen  im  Hardenbergischen
  Archiv).

Bl.220  Seidensticker,  über  Hansalehen,  (Bl.  240—245  Auszüge
aus  einem  Ms.  der  Kaufgilde  zu  Göttingen).

Bl.247  Urkunden  “die  Verhältnisse  der  Städte  zu  den  geistlichen
Gerichten  betr.:  Regesten,  Abschriften  aus  Originalen  und  Copialbüchern
  des  Göttinger  Archivs.

Bl.274  Urkunden  den  Landfrieden  und  die  heimlichen  Gerichte
betr.,  chronologisch  geordnet.  Voran  (B1.276—281)  ein  Verzeichnis
der  darauf  bezüglichen  Urkunden  im  Göttinger  Archiv  (1336  —  1498).
Von  den  Urkunden  sind  einige  im  Göttinger  Urkundenbuche  gedruckt.

B1.319  “Chronologisch  geordnete  Urkunden  die  Stadt  Göttingen
betr.,  insonderheit  in  Beziehung  1)  des  Gerichtswesens  in  der  Stadt,
2)  der  Burg  Grona,  5)  des  Leynebergischen  Gerichts’,  e.1232  bis
1582.  Bei  einigen  Urkunden  steht  "abgeschrieben  von  einer  aus
dem  Hardenbergischen  Archive  mir  zufällig  zugekommenen  Copey’;
die  meisten  sind  aus  dem  Göttinger  Archiv  abgeschrieben.

B1.400  “Gerichtsscheine’:  DB1l.401  “Ick  Cort  Spangen  der  erbarn

.  von  Adelevesen  .  .  schulte  .  .’,  Original  des  16  Jahrh.  Bl.  402
“Wir  Zacharias  Steken  ...  Richter  zu  Roringen  und  Herberhaussen  .  .,
(15)92,  Original.  .

B1.403  "Anszug  aus  der  Specif.  Doc.  betr.  die  Gerichtsscheine
des  Schulzenamts  und  des  Leinebergischen  Gerichts’.

B1.422  “Transactio  inter  Illustrissimum  (Herzog  Erich)  et  Senatum
Gottingensen’,  Geben  Landestrost  19.  6.  1582.

1818  aus  J.  A.  L.  Seidenstieker’s  Nachlass  in  Hannover  erkauft.

Histor.291   1Bl.infol.   Promemoria  über  die  Göttinger
Hospitäler,  von  dem  Senator  Schroeder,  Göttingen  30  Jan.  1808.

Histor.292  3Bl.in  fol.  (J.D.Gruber)  Monita  zu  einem
Projecte,  Handelslente  nach  Göttingen  zu  zielen  und  “französische
ouvriers’  dort  anzusiedeln  (um  1736,  vgl.  Hist.  lit.  77  Bl.21).

Histor.294   1Bl.infol.  W.Heyne,  Asscssor,  Föttingen
Dee.1828  "Pfahlzins  von  der  Stadt  Göttingen’.

Histor.295  1Bl.-+32S8S.  zu  32:1lem  177
“Manuahl  der  Armen  Rechnung  de  a.1777’  in  Göttingen,  von

dem  Senator  Otto  Riepenhausen.
Die  Handschriften  Histor.295  bis  316  (vielleicht  ausser  296)
        <pb n="118" />
        112  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

stammen  ans  dem  Besitz  der  Familie  Riepenhausen  und  wurden
wohl  sämmtlich  1853  von  Dr.  Roessler  erkauft;  sicher  Histor.295,
298,  301,  304,  809,  313,  816.

Histor.296  2Bände  zu  je  etwa  350Bl.  in  fol.

Tägliche  Polizey-Rapporte  von  Göttingen:  Ausgefüllte  Formulare
iiber  Vorräthe  und  Marktpreise  der  Lebensmittel  und  Ausfuhr  von
Getränken.  Jahrgang  1772  und  1779.

Histor.298  18Bl.  in  fol.

Gottingensia:  Bl.1:  4  Schreiben  der  Stadt  Göttingen  an
andere  Eichstädte,  1765  betr.  Mass  und  Gewicht;  Entwürfe.  Bl.7
Privilegium  von  Johann  Friedrich  von  Br.-L.  für  die  Schuhmacher
in  den  Städten  Göttingen  ete.,  Hannover  17  Aug.  1666,  Abschrift.
Bl.13  “Halbjähriger  Extraet  Gött.  Cammer  Prot.  de  Trinit.  1727  biss
7  Febr.  inel.  1728°  mit  Zusatz  vom  Bürgermeister  Otto  Riepenhausen.

Histor.299  15Bl.  zu  33:10  oder  20cm  17  Jahrh.

Schriftstücke  betr.  die  Kaufmannsgilde  zu  Göttingen:  Bl.1
Wahlen  von  1664.  Bl.2  Abrechnungen  des  Stadtkämmerers  für
den  ‘Gildemeister  desKaufmanns’,  HenricusRipenhausen,  1675—81.
Bl.13  “Catalogus  der  Handwerker  aus  der  1677.  Tabellen.’

Histor.300   32Bl.  zu  34:10em  17Jahrh.

“Rechnunge  des  Kauffmans  in  Göttingen  von  Jost  Quentin  Kaufmans-Gildemeistern
  gehalten  .  .  1663”.

Histor.301  11Bl  m  fol.  17  Jahrh.

“Revision,  so  unter  des  Kauffmanss  Siegell  und  briefen  1627  am
19  Dee.  verrichtet  worden’.  Verzeichnis  der  von  der  Kaufmannsgilde
  ausgeliehenen  Hypothekengelder.

Histor.302  116Bl.  zu  34:2l1em  18Jahrh.
Gottingensia.  "

Bl.1  Göttingische  Apotheken-Rechnung  1715/16  geführt  von  dem
Apotheker  Joh.  M.  Wohlfeld.  BI.16  D.  Metman  und  J.  Jünemann
im  Namen  der  ganzen  Bürgerschaft  an  die  Geh.  Räthe,  wegen  der
Bürgerwache  zu  Göttingen,  Concept  von  dem  Bürgermeister  Otto
Riepenhausen.  Bl.20  Decret  betr.  die  Vormundschaft  von  Joh.
Nagelins  über  seine  Frau  und  von  Jeremias  Riepenhausen  und
H.  Michell  über  Paner.  Schimlers  nachgelassene  Kinder,  Original
vom  21  Sept.  1635,  mit  (Bl.21)  ausführlichen  Rechnungen  von  1627
an.  Bl.585  J.  E.  Mejer  (Geh.  Canzleiseer.)  an  den  Bürgermeister
Otto  Riepenhausen,  Hann.  6  Sept.  1733,  betr.  Berchtolsgadische  Emisranten;
  Bl.36  Riepenhausen  an  M.,  Gött.  20  Sept.  1733,  Concept.
Bl.38  Senatsprotocolle  vom  10  Juli  1730  und  12  Dec.  1735  betr.  das
wiedergefundene  kleine  silberne  Rathssiegel.  Bl.51  Joh.  Henrich
Riepenhansen’s  Processschrift  gegen  Joh.  Georg  Ebell;  dabei
Bl.52  Grundriss  des  Häuserviertels  zwischen  Johannis-,  Zindel-  und
Gronerstrasse  und  Pandektengasse.  Bl.59  Herm.  H.  Peters,
Pastor  ad  D.  Albani,  Gött.  4  Apr.  1724,  betr.  Ceremonien  bei  der
Bestattung  des  Pastors  Domeyer,  Absehrift  von  Otto  R.,  Bl.61
        <pb n="119" />
        Histor.  296  —  305  113

N.  Lüdecke  und  Cons.  wider  Henrich  Riepenhausen’s  Witwe  und
die  Pächter  der  zu  der  Albanikirche  gehörenden  Schäferei;  verschiedene
  Eingaben  und  Urtheile.  B1.76—107  Acten  betr.  das  Brauwesen
  in  Göttingen  (vgl.  Histor.303  Bl.117),  1719—1781.  BI.108
Specificationen  (3)  der  nicht  in  gehörigem  Stande  befindlichen  Feuerstellen,
  1732.  B1.115  Notariatsurkunde  1732  (betr.  Rechte  des  Stadtmusicanten).


Histor.303  134Bl.  zu  34:20  em  18Jahrh.

Gottingensia  mit  vielen  Concepten  Otto  Riepenhausen’s.
Darunter:   DBl.15  Monita  über  die  Korn-,  die  Cämmerey-  und  Nebenreehnungen
  1711/2,  Hannover  1713;  B1.43—98  Acten  betr.  die
Klage  des  Provianteommissarius  Brauns  gegen  die  Stadt,  wegen  der
vom  entflohenen  Proviantschreiber  Kelling  unterschlagenen  Proviantgelder
  1723/4;  B1.99—108  Rathsprotocolle  von  1726/7  wegen
Gildenversammlungen;  Bl.109—134  Acten  betr.  den  Anspruch  des
Calandsverwalters  Otto  Riepenhausen  auf  das  von  den  Hospitalländereien
  zu  entrichtende  Leinsäegeld,  1771/22.

Histor.304  1Bl.-+48  Seiten  zu  33:21  em  18  Jahrh.

‘Reehnung  über  Einnahmen  und  Ausgaben  der  Revenuen  vom
Caland,  Hospitalien  St.  Spiritus,  St.  Crucis,  St.  Bartholomaei  und
St.  Annen  Klosters,  während  Abwesenheit  des  Hn.  Seuatoris  und
Calands  Verwalters  (Otto)  Riepenhausen  von  weiland  Stadtschreiber
Pfister  von  Michael  1759  bis  medio  Juli  1760  .  .  geführet  und  ..
von...  Joh.  H.  Erhard  verfertiget”.  Am  Schluss  Bescheinigung
von  Riepenhausen,  15  Sept.  1766.

Histor.305  153Bl.  meist  zu  36:21em  18Jahrh.
“Gottingensia”.

Bl.1—56  Briefe  betr.  die  Vermögensstreitiskeiten  des  Senators
Otto  Riepenhausen  mit  seiner  Mutter  (Dorothea  Marie  geb.  Riepenhausen)
  und  seinen  beiden  Schwägern  Prof.  G.  M.  Lowitz  (verheirathet
mit  Dorotliea  Elisabeth  Regine  R.,  welche  1765  starb)  und  Dr.  jur.
Georg  Andreas  Cassins  (verheirathet  mit  Margaretlıe  Charlotte  R.)
1753—65:  20  Briefe  von  Cassius,  2  von  Dorothea  Lowitz,  2
von  @.  M.  Lowitz  und  9  Coneepte  von  Otto  Ricpenhausen.

Bl.57—88  Briefe  des  Abtes  von  Loecum  Georg  (Ebel)  an  den
Bürgermeister  Otto  Riepenhausen  (4  Br.)  und  an  dessen  Frau  Dorothea
Marie  geb.  Riepenhausen  (7  Br.)  1739  —49.  31.76,  80,  85  Dorothea
Marie  Riepenhausen  an  Ebel,  Coucepte.

B1.90—97  Briefe  an  (Joh.)  Beckmann,  Professor  der  Technologie:
Bl.90  Frid.  Bock,  Pastor  et  Leetor  Aug.  C.  ex  Ungaria  exulans,
0.  D.  Bl.92  F.  H.  II.  Lueder,  Supermt.,  Dannenberg  16  Jan.
1772  (über  Gartenbau).   B1.94  TIille  (Bergassessor),  Schw(alkalden)
23  Oct.  1782  und  Veckerhagen  20  Nov.  1786.

Bl.103  Meierbrief  im  Original:  Jer.  Ripenhausen  vermeiert  sein
zu  Rossdorf  gelegenes  Vorwerk,  17  Jan.  1652.  B1.106  Gerichtliche
Speeifieation  der  Ländereien,  die  Henricus  Ripenhausen  seinen  Meiern
in  Rosdorf  vermeiert  gehabt  habe,  31  Mart.  1677  “aus  dem  Vogt
Ampt  binnen  Gottingen’,

8
        <pb n="120" />
        114  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.109  “Acten  den  Joh.  Wilh.  Kogel  Prediger  zu  Bornhausen
betr.”  (Erbstreit  nach  dem  Tode  von  Kogel’s  Frau  Elisabeth  Hilgardt
1681,  Tochter  des  Magisters  H.  und  der  Elisabeth  Riepenhausen):
alles  von  Henrich  Riepenhausen  geschrieben.

Bl.122  Reflexiones  eines  Privati,  wie  gefährlich  es  sey,  wenn  Österreich
  sollte  geschwächt,  des  Hauses  Bourbon  seine  Macht  aber  verstärket
worden  sein  (Mitte  des  18  Jahrh.).  Bl.144  Vorbericht  der  reinen
Mathematik  und  Anfang  der  Arithmetik,  wohl  Collegheft.  Bl.152
‘Lettre  d’un  Seeretaire  du  Comte  de  Caunitz  A  un  Secretaire  du
Comte  de  Coblenze,  traduite  de  l’Allemand’.  Dabei  vielerlei
Drucke  (18  Jahrh.)  aus  Strassburg,  Hannover,  Celle  und  Goettingen.

Histor.306  38  Bl.  zu  331/,:201/,  cm  18  Jahrh.

Bl.1—23  Schriftstücke  betr.  das  Bergwerk  zu  Strassberg  von
Bergdirector  Ch.  Z.  Koch  und  Oberamtmann  Dieterichs  1740—1747,
zum  Theil  an  Dorothea  Maria  Riepenhausen.  Bl.26  Urtheil  in
Sachen  des  Collegiatstifts  St.  Petri  zu  Nörten  wider  die  Zehentpflichtigen
  zu  Merlinghausen,  Hann.  24  Oet.  1711.

Bl.28  Lehenbriefe  des  Herzogs  Georg  Ludwig  von  Br.-L.  für  die
Söhne  des  verst.  Canımermeisters  zu  Celle  Georg  Christiani  betr.
Güter  oder  Zelinten  in  Lutterbeck,  Wallensen  und  Edesheim,  sämmtlich
von  9  Nov.  1699.

Histor.309  5  Bände  zu  34:21  em  17  Jahrh.

Briefconcepte  des  Göttinger  Kaufmanns  Henrich  Riepenhausen
und  (BandV  vom  16  Jan.  1702  ab)  seines  Sohnes  Johann  Henrich
Riepenhansen.  Meist  Geschäftsbriefe  aller  Art  (besonders  Wollhandel
  betr.),  nur  wenig  Privatbriefe.

1  (37  Bl.)  Febr.  1655  bis  Nov.  1660.  Darunter  sind  April
1655  bis  Juli  1658  eine  Anzahl  Concepte  von  Heinrichs  Bruder
Oyriacus  Riepenhausen;  einige  Briefe  beider  “im  nahmen  meiner
mutter,  Jeremiae  Riepenhausens  seel.  Wittib’;  wenige  auch  von
Heinrichs  Schwager  Jobst  Kistener.

II  (17Bl)  Dee.  1660  bis  Mai  1662.  Ausserdem  Concepte  und
Abschriften  von  Cyriacus  R.:  Bl.1  Juli  1656,  Bl.4  Febr.  1657  (zu
Band).

III  (76  Bl.)  Aug.  1662  bis  Oct.  1671.

IV  (108Bl.)  Nov.  1671  bis  Apr.  1685.  Voran  Bl.1—12  Verzeichnis
  der  Schuldner  mit  Angabe,  wann  sie  verklagt  worden  sind,
meist  1670/71  geschrieben.

V  (149  Bl.)  März  1686  bis  Febr.  1719,  dann  (Bl.  142—147)  eingelegte
  Zettel  bis  1731.  Vom  16  Jan.  1702  an  (Bl.79)  sind  die  Briefe
von  Johann  Henrich  R.;  Henrich  R.  starb  am  24  Jan.  1702.  Voran
Bl.1—8  Ausgaben  an  Licent  von  1688  bis  1696;  B1.107—110
Rechnungen;  Bl.148  Verzeichnis  des  verpachteten  Landes;  B1.149
Erdrusch  1721.

1853  von  Rössler  erkauft,  vgl.  Histor.  295.

Histor.312  190  Bl.  zu  36:21em  18Jahrh.

Briefeoncepte  von  Otto  Riepenhausen  (Sohn  des  Bürgermeisters
Otto  Riepenhausen,  später  Senator  zu  Göttingen),  Göttingen  20  Aug.
1750  bis  15  Mai  1756.
        <pb n="121" />
        Histor.  306  —  316  115

Die  Briefe  sind  durchweg  privaten  Inhalts;  R.  berichtet  über  Vermögensverhältnisse
  und  bewirbt  sich  um  Anstellungen.  Gerichtet  sind
die  Briefe  an  verschiedene  hannoversche  Regierungsbeamte  (zum  Theil
Verwandte  R.’s)  und  an  andere:  z.  B.  Leibmedieus  Ch.  E.  Ebel  und
seinen  Sohn  Abt  Georg  Ebel;  Amtmann  O.  D.  Riepenhausen  in  Walsrode;
  Bürgermeister  Ch.  W.  Riepenhausen  in  Harburg.

Histor.313  35  Bl.  zu  33:20  cm  18Jahrh.
Bl.1°Denuneiationes,  worüber  ich,  der  Bürgermeister  Otto  Riepenhausen
  bey  der  ...  1726  abgehaltenen  Commission  (wegen  der  Cämmerei-Verwaltung)
  bin  angehöret  worden’,  mit  Antworten;  Copie.
Bl.25  Antwort  von  Otto  Riepenhausen,  10  Apr.  1726  und  (BIl.29)-Abschrift.
  Vgl.  Histor.  314.
1853  von  Rössler  erkauft,  vgl.  Histor.295.

Histor.314  131Bl.  zu  311/,:21cm  1729

“Deductio  innocentiae  abseiten  Otto  Riepenhausen  Bürgermeisters
  zu  Göttingen  ad  acta  diversorum  denunciatorum  des  gewesenen
  CapitainWindolff  wieder  den  Magistrat  zu  Göttingen’  (1729).
Voran  Bl.1  Resceript  der  Gel.  Räthe  an  Riepenhausen,  Hann.  16.7.
1729,  Orig.;  Bl.3  Schreiben  der  zur  Untersuchung  der  Sache  eingesetzten
  Commission  an  die  Stadt  Göttingen,  Gött.  16.  3.  1726,  Copie;
Bl.4—5  Otto  Riepenhausen  an  Grafen  (G.  Ch.)  v.  Bothmar,  Concept.
  Vgl.  Histor.  313.

Histor.315  82  Bl.  zu  341/,:201/),  em  18Jahrh.

(Titel  auf  B1.8:)  “Nachrichten  von  meines  seel.  Oncle,  Ober  Inspeetoris
  (Chr.  H.)  Riepenhausen  respicirten  und  unterm  23  Sept.
(4  Oct.)  wiederum  erlangeten  Licent-Expedition’,  gesammelt  von  Chph.
Fr.  Riepenhausen:  Alles  von  1726.  Es  sind  die  Concepte  von
(12)  Briefen  Riepenhausens  an  den  König  oder  an  hohe  Beamte,
und  deren  Antworten  (eine  von  H.  C.  G.  Botlımer  aus  London,  3  von
(Fr.  J.?)  Bütemeister  aus  London,  6  von  H.  C.  Everding  aus  Latzen
und  Hannover,  1  von  J.  C.  Reiche  aus  London  und  andere).
Ausserdem  Concepte  von  dem  späteren  Bürgermeister  Otto  Riepenhausen
  (Bl.32/9)  oder  Briefe  an  ihn  (Bl.3.  4.  76—82)  und  Concepte
des  Fr.  Riepenhausen  (BIl.25/8)  oder  Briefe  an  ihn  (Bl.23.
29.  30).

Histor.316  27Bl.  zu  33:21  em  18Jahrh.

Bl.1—12:  5  Ausschreiben  betr.  Proviantlieferung  im  Fürstenthum
Göttingen  zur  Zeit  der  französischen  Invasion,  Hardenberg  und  Gött.
2—4  Oct.  1757,  mit  vielen  eigenhändigen  Empfangsvermerken  der
betr.  Behörden;  dazu  Bl.11  F.  v.  Uslar’s  Bericht,  Eriechsburg  9  Oet.
1757.

Bl.13—27  Papiere  von  S.  C.  Ilollmann,  Entwürfe  oder  Originale,
betr.  sein  Prorectorat  1757/8:  B1.22/3  Fragen  H.s  und  die  vom
Notar  erhobenen  Antworten  des  Proreetors  Ribow  und  des  Syndieus
Riceius  vom  8  Mai  1759;  Bl.14  Promemoria  24  Dee.  1759  nebst  Bl.21
und  Bl.16  Briefen  an  die  Geh.  R.  (A.  W.)  v.  Schwichelt  und  (A.  N.)
v.  Hardenberg,  27  Dec.  1759  und  16  Juni  1760;  B1.17—20  Monita  über

3x
        <pb n="122" />
        116  Goettlingen,  Universitäts-Bibliothek

H.’s  Proreetorats-Rechnung  1757/8  und  H.’s  Antworten  vom  16  Nov.

1764.  Bl.24  und  27  Ausgaben  und  Einnahmen  bei  dem  Promotions-Convivium
  17  Sept.  1745.  B1.25/6  Ausgaben  an  Arme  5  Juli—  29  Dee.
(1757?).

1853  von  Roessler  erkauft,  vgl.  Histor.295.

Histor.316f   6Bl.  in  fol.  1823

Schriftstücke  betr.  den  Verein  zur  Sicherung  gegen  Feuersgefahır
in  Göttingen  1823.  1888  in  Bonn  gekauft.

Histor.316k  99  Stücke  in  fol.  gebunden.

Sammlung  von  Drucken  und  Schriftstüeken  von  der  Hand  des
Buchhändlers  Joh.  Friedr.  Röwer  (meist  Abschriften  von  Drucken,
besonders  aus  Zeitungen)  zur  Geschiehte  des  Göttinger  Aufruhrs
am  8  Jan.  1831.  Die  gesehriebenen  Stücke  sind  theils  Bekanntmachungen,
  theils  “Wohlthätigkeits-Anzeigen’  betr.  Beiträge  zu  der
in  Göttingen  eingerichteten  Speiseanstalt  und  für  die  Armen.
no.10  und  11  sind  2  Eutwürfe  zu  Adressen  der  Stadt  Göttingen  an  den
König  Wilhelm  IV:  no.  10  “Coneipient  ist  angeblich  Prof.  Saalfeld
in  Göttingen  praes.  10  Febr.  1831’,  und  no.  11  “Coneipient  ist  Dr.  jur.
Quentin  zu  Göttingen’.  Die  Drucke  n0.93—99  beziehen  sieh  auf
die  Saecularfeier  der  Universität  1837.

1888  in  Bonn  gekauft.

Histor.317   4Bl.  zu  35:201/,  cm  18Jahrh.

“Resolutio  propositae  quaestionis’,  warum  die  zwischen  Göttingen
und  Northeim  gelegene  Herrschaft  Plesse  zum  Oberrheinischen  Kreise
gerechnet  worden  sei,  15  Sept.  1729.

Histor.317i  346  Bl.  zu  321/,:21lem  18Jahrh.,  von
einer  Hand  geschrieben

“Samlung  alter  Nachrichten  von  einigen  Stiftern  und  Clöstern,
auch  adeliehen  Häusern’.

Bl.2  “Contenta  huius  voluminis’.

Bl.3—137  “Plessisch  Stammbuch  und  Religions-Sachen  der  Stadt
Göttingen  wie  auch  der  Clöster  Weehnde  nnd  St.  Lüders’:
Bl.4  “StamBaum  der  Edlen  von  Schwanringen  und  derselben  Nachkommen,
  Edlen  Herren  von  /’lesse..  zum  andern  mahl  mit  besondern
fleiss  übersehen,  geeorrigiret  und  verbessert  durch  Herren  Johannen
Letznerum‘.  Es  ist  dies  nicht  das  1587  zu  Mühlhausen  gedruckte
“Stambuch  der  Edlen  von  Schwanringen  unnd  Herren  zu  Plesse  .
sondern  dasjenige  Werk  Letzner’s,  das  Joach.  Meier  als  Theil  2
und  3  seiner  Origines  et  Antiquitates  Plessenses  (1713)  mit  Zugaben
versehen  abgedruckt  hat.  Bl.53b  “Von  der  Grafschaft  Plesse,  Ihren
Uhrsprung,  Regierung  .  .  zusammen  gezogen  durch  Franeiscun
Lübecun  Pfarherren  zu  Nordheim’.  —  Bl.59°..  Wolfg.  Domeyer...,
von  der  Herrschaft  Plesse  und  von  den  Gladebeckschen  Güethern  .  .’
(=  Histor.285  Bl.32).  Bl.62  "Joachimi  Meyeri,  Prof.  Götting.,
Origines  et  Antiquitates  Plessenses,  Leipzig  1713’,  nur  Auszug  aus
dem  Druck.  B1.36  “Von  den  Kirchen,  Klöstern,  Hospitalen,  Veränderungen
  der  Religion  und  Schulen  der  Stadt  Göttingen  aufgesetzet
        <pb n="123" />
        Histor.316f--320  117

durch  Johannem  Letznerum’  (=  Histor.  286).  Bl.116  “Von  den
Jungfraulloster  Wehnde  vor  Göttingen  ...  und  (Bl.124)  von  dem
MüncheCloster  St.  Luder?  vor  Helmenstedt  .  .,  durch  Johannem

Letznerum  (=  Histor.257  Bl.31b).  B1.127  “Extract  aus  denen
Annalibus  Lubeci,  gewesenen  Capellan  zu  St.  Johannis
(=  Histor.285  Bl.1).

Bl.138  “Historia  oder  Chronica  von  erster  Ankunfft  und  Ende
der  Grafschaft  Nordheim,  auch  (Bl.158)  von  des  Closters  Anfang
und  Ende  und  (Bl.165b)  von  der  Stadt.  .,  bis...  1577...  durch
Franeiscum  Lubeekum  Göttingensem’  (nach  einer  Notiz  auf  Bl.198b
befindet  sich  das  Original  auf  dem  Rathhause  zu  Northeim);  vgl.
Histor.  318.  319.  319b.  eod.  Böhmer.  23.  °

B1.198—346  Auszüge  aus  J.  G.  Leuckfeld’s  gedruckten  Antiquitates:
   BI.198  aus  Antiqu.  Bursfeldenses,  61.238  Katelenburgenses,
Bl.271  Ilfeldenses,  Bl.301  Poeldenses.

Auf  Bl.1  steht  (ausradirt)  “J.  G@.  Westphal  1747’;  von  ihm  ist
vielleicht  der  Band  zusammengeschrieben.

1788  aus  der  Bibliothek  Fr.  W.  v.  Duve’s  in  Hannover.

Histor.318  1  Bl.+360  Seiten  zu  32:19em  17/18  Jahrh.

“Chronicon  (S.1)  von  Erster  Ankunft  und  Ende  der  Graffschaft
Northeim,  auch  (8.95)  von  des  Closters  Anfang  und  Ende  undt
(S.145)  von  der  Stadt  Northeim  .  .  durch  Franeisecum  Lübeceum
Göttingensem’  (=  Histor.317i  B1.138).

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

Histor.319  1  Bl.+140  Seiten  zu  331/,  :  201%,  cm  Anfang
des  18  Jahrh.

Bl.1  “Historia  oder  Chroniea  von  .  .  Northeim  .  .  bis  1577...
durch  F.  Lubeeum  .  .,  dasselbe  Werk  wie  Histor.318.  Bl.137
“Copia  einer  Uhrkund  des  Closters  Hochelheim,  so  uff  dem  Northeimischen
  .  .  Rahthause  verhanden,  de  a.1585  d.  1  Februari’
(=  Histor.317i  BL.52,  gedr.  bei  J.  Meier,  Origines  Plessenses).

Auf  Bl.1  °C.  A.  Heumann  1738’.

Histor.319b  2DBl.  +  332  Seiten  zu  321/,  :  20!/,  cm
18  Jahrh.

Bl.1  “Historia  .  .  von  .  .  Northeim  .  .  bis.  .  1577  .  .  durch  Fı.
Lubecum  .  .,  dasselbe  Werk  wie  Histor.318.  5.275  “Extract
aus  den  Annalibus  Hn.  Fr.  Lubeei  .  .  betr.  die  Kirchen  und  geistliehen
  Sachen  in  Goettingen  .  .  1443  bis  .  .  1574...  (=  Histor.285
Bl.1).  5.322  "Copia  Nachriehtunge,  was  ich  W.  Domcyer..
von  der  Dorfischafft  Plesse  .  .  auffgesetzet’?  (=  Histor.285  Bl.32).

Vorn  ein  Wappen  (Kupferstich:  ineinander  greifende  Hände,  ein
Herz  haltend)  mit  der  Überschrift  “In  silentio  et  spe’.

Histor.320  8  Bl.  zu  331/,:21  em  18  Jalhırh.

Betr.  die  Streitigkeiten  der  Stadt  Northeim  gegen  das  Stift  und
die  Stadtrogtei  daselbst:  Bericht  der  Commissare  J.  D.  Gruber  und
J.  v.  Westenholtz  an  die  Regierung,  Hannover  25  Oct.  1757,  und
Anderes  (1742),  von  Gruber  geschrieben.
        <pb n="124" />
        118  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.321  156Bl.  zu  21:17  em  Anfang  des  18  Jahrh.

“Antiquitates  coenobii  S.  Blasii  Northeimii..,  quibus  adduntur
vita...  Ottonis  magni...,  dynastarım  Plessensium  et  nobilium
Hardenbergiorum  genealogiae  ..,  haud  pauca  .  .  diplomata  et  tabellae,
  ...  consignatae  a  Chr.  Lud.  Kotzebne  Phil.  et  Med.  Dr.  a.
1698°.  Das  Autograph  befindet  sich  in  Hannover,  vgl.  E.  Bodemann,
die  Handschriften  der  6ff.  Bibliothek  (1867)  8.526  n0.782.  Von
derselben  Hand  wie  Histor.  322.

Histor.322  64  Bl.  zu  211%,  :17  em  Anfang  des  18  Jahrh.

“Antiquitates  Wibbernshusanae  (Wiebrechtshausen)..  collectae
a  Ch.  L.  Kotzebue  .  .  1698’.  Das  Autograph  befindet  sich  in
Hannover,  vgl.  E.  Bodemann,  die  Handschriften  der  öff.  Bibliothek
(1867)  8.528  n0.809.  Bl.54  “Wibrechtshusana,  ad  antiquitates  se
referentia’,  chronologisch  geordnete  Nachrichten,  grösstentheils  aus
Letzner,  oft  mit  kurzer  Widerlegung.  Von  derselben  Hand  wie
Histor.  321.

Histor.  323  2  Bl.  +  232  Seiten  und  (mach  8.78  eingeschaltet)
  1  Bl.  +35  Seiten  zu  271/,:19  cm  18/19  Jahrh.

“Zeit-  und  Geschicht-Beschreibung  der...  Stadt  Münden  aus
Urkunden  und  glaubwürdigen  Jahr-Büchern  entworfen  von  Elard
Biskamp,  der...  Deutschen  Gesellschaft  zu  Göttingen  und  Helmstedt
ord.  Mitglied,  im  Jahr  1751”.

Bl.2  Absehnittl;  S.41  Abschnittll;  dann  auf  den  nach  S.78  eingeschalteten
  Blättern  “Ergäntzungs-Stück  .  .’;  8.79  Abschnitt  III;
S.129  AbschnittIV;  Schluss  8.222.

S.223  (von  anderer  Hand)  Beschreibung  der  Eroberung  Mündens
durch  Tilly  am  30  Mai  1626.  S.228  Bericht  über  Wasserfluthen
am  18  Febr.  1799  und  19  Mai  1818;  Wetter  von  1837/8.

S.231  der  Name  ‘G.  E.  Wüstenfeld’;  von  derselben  Hand  auf
S.232  Notiz  über  sein  1763  gekauftes  Haus  “zum  alten  Hildebrand’
(mit  Inschriften  von  1607).

Histor.324  6Bl.  in  fol.  18Jahrh.

2  Gutachten  betr.  die  Cämmerei  zu  Münden  (Schützenhaus  und
Caland  zu  Warburg,  nach  1755).

Histor.325  15Bl.  zu  321/,:21  em  und  kleiner  15  und
17  Jahrh.

Schriftstücke  betr.  die  Benedietinerklöster  Bursfeldischer  Congresation.


Bl.1  “Bulla  Sacri  Coneilij  Basiliensis  der  Reformacion  ordinis  s.
Benedieti  nigrorum  monachorum’,  Anf.  Bl.2  “Sacrosancta  gen.  Synodus
Basileensis  ...  Inter  euras  multiplices  .  .’,  Schluss  Bl.S  “Basilee  X
kal.  Mareii  .  .1439°;  wohl  gleichzeitige  Copie.   Gedr.  in  Trithemius,
opera  pia  et  spiritualia  (1605)  S.1016—1025;  vgl.  Leuckfeld,  Ant.
Bursfeldenses  (1713)  8.39.

Bl.9  Petrus  Heisten  °D.  Marco  (Ludwig)  Mon.  S.  Jacobi  prope
Moguntiam  O.S.B.  Abbati’,  Ratisbonae  9  Apr.  1641  (Orig.).  Bl.  11
        <pb n="125" />
        Histor.  321  —  330  119

Leonardus  Abbas  Seligenstadensis  “Joanni  Jordans,  Mon.  S.  Grueis
in  Limpurg  Abbati,  Brusselles”  Sel.  18  Oct.  1649  (Orig.  ),  mit  Beilage
“Documenta  pro  reducendis  monasteriis  Benedietinis  in  Episcopatu
Argentinensi  ad  gremium  Congregationis  suae  Bursfeld.,  desumpta  ex
diversis  annalis  capituli  recessibus’  1605—1642.

Auf  dem  Vorsetzblatt  steht:  ‘Munuseulum  hocce  flammis  coenobü
S.  Jacobi  Moguntiae  1793  ereptum  bibliothecae  patriae  offert  D.  G.  G.
Boehmer.  Goett.  22  Jul.  1833’.

Histor.326  2Bl.infol.  1744  (J.D.  Gruber),  Entwurf
  zu  einem  Schreiben  betr.  den  dem  Kloster  Bursfelde  gehörenden
Aushof  zu  Liprechtsrode  im  Amt  zu  Clettenberg,  17  Mart.  1744.

Histor.327  7OBl.  zu  181/,:15Y,  cm  1621  gepresster
Pergamentband  (Portrait  von  Heinrich  Julius  von  Br.-L.  und  Wappen),
darauf  "OÖ  CV  K  1621’

“Natalitium,  das  ist  Geburtsstunde  des  .  .  Otto  Christoffeln  von
Kerstlingerodu  (  zu  Göttingen  1641),  ...  leben  und  Wandel  (1587—1650)
..  nach  Astronomischer  kunst  ...  beschrieben  ...  dureh  H.  Gottingi,
Pfarrern  und  Astrophilum  zu  Kledtstedt  A.  1621’.  1807  von
Riemenschneider  geschenkt.

Histor.  329  TBl.  +  473  Seiten  zu  21!/,  :  161/,  cm
18  Jahrh.

“Catalogus  Canonicorum,  Vicariorum,  Stiffts-Prediger,  Secretariorun
und  Schul-Collegen  beym  Stifte  S#  Alexandri  in  Einbeck,  wie  auch
der  Stiffts-Patronat-Prediger  zu  Hullerssen,  Negenborn  und  Odassen
a  tempore  reformationis.  Mit  vorangesetzter  ..  Nachricht  von  denen
vormahligen  Stiffts-Praelaturen,  nebst  einem  Appendice  Documentorum
und  gehörigen  Registern.  Aus  denen...  Stiffts-Actis  gesamlet...  von
dem  Stiffts-Secretario  Joh.  Rud.  Wendeborn  1749”.

Bl.2  Widmung  an  das  Alexanderstift,  Einbeck  1  Nov.  1749;  BI1.6
Vorbericht  und  Index  Capitum.  S.1  Das  Werk.  8.107  Abschrift
von  44  Urkunden  (1290  —  1689),  von  denen  17  von  Wendeboru
herausgegeben  sind  in  Bilderbeck’s  Sammlung  ungedruckter  Urkunden
IT  5  und  6,  I  2  (1752/4).  Darunter  S.364  “Index  eines  beym  Stiffte
$.  Alexandri  vorhandenen  alten  pergamenen  Copialbuchs  .  .:  Registrum
  literarum  ecclesie  S.  Alexandri  .  .’;  S.375  “Nawisinge  itliker
(189)  breve  de  kerken  belangend”.  8.440  Alphabetisches  Register.
  S.463  "Addenda’,

1797  aus  der  Bibliothek  des  Stifts-  -Syndicus  Reiche  in  Einbeck
erkauft.

Histor.330  68  Seiten  zu  33:20,  cm  18  Jahrh.

Sammlung  von  Schriftstücken  betr.  die  Stifter  B.  Mariaec  Virginis
und  S.  Alexandri  in  Einbeck.

S.1  Statuta  ecelesiae  B.  M.  V....  (8.13)  datum  a.  1470  ipso  die
S.  Alexandri.  S.13  “Forma  iuramenti  eius  qui  receipitur  ad  benefieium’
  und  "Praestatio  obedientiae’.  S.14  "Quae  seqummtur  ..
hactenus  a  multis  annis  sunt  observata,  quare  volumus,  quemadınodum
etiam  in  generali  capitulo  a.  1605  Cal.  Jan...  est  conelusum,  ut  in
posterum  vim  habeant  .  ..
        <pb n="126" />
        120  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

S.18  Christian,  Bischof  von  Minden,  Herzog  zu  Br.-Lüneburg,
18  Oct.  1630:  Bestätigung  der  Reformationsordnung  der  beiden  Stifter
vom  24  Juni  1545.  S.27  Desselben  Erlass  betr.  Misbräuche  im
Stift  S.  Alexandri,  12  Oet.  1630.  8.35  "Permutations-  Contraet’
zwischen  Kurf.  Georg  Ludwig  von  Bı.-  Lüneburg  und  dem  Stift
B.M.V.,  12  Apr.  1710.  8.43  “Regulativum’  der  hannov.  Regierung
betr.  die  Verwaltung  der  beiden  Stifter,  6  Mai  1748.

S.52  Designatio,  wie  die  Probstey-Länderey  beim  Stifte  B.M.  V.
(1.  zu  Einbeck,  2.  vor  Luvendahl,  3.  Meyerhöfe,  4.  Gärten  vor
Einbeck)  von  Jahren  zu  Jahren  ver  meyert  worden  und  was  die  Stifts

Päehter  jährlich  hiervon  zu  entriehten  haben;  besonders  für  die  Jahre
1747—1752.

Histor.331  102Bl.  zu  331%,  :20!,  em  1741

Henrieus  Wendt,  Secretarius,  Chronik  der  Stadt  Osterode.

Voran  Bl.1  das  Stadtwappen  in  Farben,  darunter  "1741  copirt.
Jolı.  Ludew.  Vogelsang”.  Bl.2  Widmung  von  H.  Wendt  an  Bürgermeister
  und  Rath,  Osteroda  8  Febr.  1639.  Bl.3  Register  der  (50)
Capitel.  Bl.4  Verzeichnis  der  benutzten  Quellen.  Benutzt  ist
dies  Werk  in  J.  G.  F.  Renner’s  Nachrichten  und  Notizen  von  der
Stadt  Osterode  (1833),  vgl.  Seite  V  seiner  Vorrede.

1836  aus  einer  Göttinger  Auction.

Histor.352  126  Bl.  zu  31:20em  1798

“Beyträge  zu  einer  Beschreibung  des  Zustandes  der  Landwirthschaft
im  Amte  Radolfshausen,  Fürstenthums  Grubenhagen;  nebst  einer
Darstellung  ..  der  Massregeln,  durch  welche  .  .  (der  Gemeinde  Potzwenden)
  wieder  empor  zu  helfen  seyn  wird;  von  dem  supernumerären
Amtsschreiber  Adolf  Joh.  G.  Arenhold  zu  Herzberg.  1798’.  In
dieser  Reinschrift  sind  die  Seiten  des  Originals  am  Rande  vermerkt.
  Auf  Bl.1  steht  von  der  Hand  des  Verfassers  eine  Widmung
an  den  Drosten  von  Berlepsch,  Herzberg  28  Jun.  1799.

1804  aus  einer  Göttinger  Auetion.

Histor.333  363  Blätter  zu  19YY,:15cm  Aufang  des
18  Jahrh.

Bl.2  "Chronieon  in  usum  cenobii  Polidensis  (Poehlde)  seriptum’.
Bl.3  “De  Chronico  Polidensi  notata  (Gerh.)  Langbainii.  Langbainius
in  adversaris  (handschriftlich  in  Oxford)  n.  12  p.469  recenset  Ms.
Cantab.  G.85,  quod  est  Codex  fol.  membr.  antiqg.,  his  verbis’;  folgt
eine  genaue  Beschreibung  der  Hs.,  die  hier  irrthümlieh  nach  Cambridge
  versetzt  wird,  während  sie  in  der  Bodleiana  zu  Oxford
(Laud.  633)  liegt.  Bl.8  (Annales  Palidenses  auetore  Theodoro
monacho)  "Ineipit  Prologus  Considerationum  Cronicorum.  Eusebins
Cesariensis  ep...  .’;  Abschrift  von  Bl.1—94  der  Originalhs.  (XII  Jahrh.)
in  Oxford,  deren  Blattzahlen  am  Rande  beigeschrieben  sind.  Nach
dieser  Göttinger  Abschrift  gedruckt  bei  Pertz,  Monumenta  Germ.
Seriptores  XVI  (1859)  8.  48—98.  Die  Originalhs.  wurde  erst  später
von  Waitz  wieder  entdeckt,  der  sie  im  neuen  Archiv  d.  Ges.  f.  ä.
deutsche  Gesehiehtskunde  IV  (1879)  5.28  besproehen  hat.
        <pb n="127" />
        Histor.331—  338  121

Bl.331b  Notiz  über  die  beiden  folgenden  Stücke.  B1.332  "Incipit
  Narratio  Profeetionis  Godefredi  Dueis  ad  Jerusalem.  Anno...
1096  in  mense  marcio  post  coneilium  Alverninum  .  .;  Abschrift  von
Bl.98—101b  derselben  Hs.  Dies  Stück  stimmt  im  wesentlichen
überein  mit  Fulceherii  Carnotensis  Historia  Hierosolymitana  I
c.6  -  35  (Recueil  des  historiens  des  croisades,  Historiens  oceidentaux  III
1866  S.  327ff.),  doch  findet  sich  B1.335b  eine  grosse  Lücke  (Recueil

.  5.331—361  fehlen)  und  der  Schluss  ist  abweichend;  statt  des
c.  86,  in  dem  Gottfrieds  Tod  ganz  kurz  erwähnt  wird,  folgt  sodann
(Bl.341b)  ein  längeres  Stück  über  ihn:  "Eo  tempore  mortuus  est
Godefridus  ...  non  cessavit’.  Riant  beabsichtigte  im  Recueil  .  .
t.  V  einen  vollständigen  Abdruck  der  Narratio  zu  geben,  vgl.  BI.LI.

Bl.  344  "Alia  Descriptio  Jerosolimitane  Profectionis’,  Anfang
“Tempore  Heinrici  IIIl’,  Abschrift  von  B1.102  —  106b  derselben
Oxforder  Hs.;  es  ist  Ekkehardi  Uraugiensis  Hierosolymita,  mit
manchen  Abweichungen,  die  sich  in  der  Ausgabe  im  Recueil  des
hist.  d.  eroisades,  Hist.  occ.  V,1  (1886)  vollständig  unter  dem  Texte
verzeichnet  finden.  |

Voran  Bl.I—Ill  zwei  Briefe  von  H.  Hagenmeyer,  Gross-Eicholzheim
  14.  8.1878  und  Ziegelhausen  b.  Heidelberg  1885  über  Benutzung
der  Hs.

Histor.334  3Bl.in  fol.  1741  (J.D.Gruber),  Gutachten,
  dass  die  mit  Maynz  wegen  des  Eichsfelds  1692  geschlossene

Transaction  nicht  zu  rescindiren  sei;  Bl.3  Notizen  dazu  von  Gruber’s
Hand.

Histor.335  356  Seiten  zu  20:16cm  18Jahrh.

(Duderstadt  oder  ausführlicher  Traetatus  von  der  Stadt  Duderstadt
  Uhrsprung,  Fortgang,  Rechte,  Privilegien  undt  Gerechtsamkeiten.
Authore  Johanne  Barckefeld  J.V.L.  undt  p.  t.  Burgermeistern  daselbsten
  in  Jahre  1683).

Abschrift  der  auf  der  Rathsbibliothek  zu  Duderstadt  befindlichen
Chronik  Barkefeld’s  (7  1685)  mit  obigem  Titel  (nach  einer  Angabe
des  alten  Göttinger  Kataloges);  dieser  Abschrift  fehlt  der  Titel.
Benutzt  ist  das  Werk  von  Joh.  Wolf  in  seiner  Geschichte  und  Beschr.
der  Stadt  Duderstadt  (1803),  vgl.  S.IX  seiner  Vorrede.

S.355/6  Excerpte  aus  dieser  Chronik  betr.  die  Familie  Minnigerode.
  1798  aus  v.  Minnigerode’s  Bücherauction  zu  Göttingen  crkauft.


Histor.336   4Bl.  in  fol.  18  Jahrh.
Gutachten  (von  J.  D.  Gruber?)  betr.  das  jus  patronatus  über  die
Kalandsbrüderschaft  im  Stuhle  zu  Seeburg,  Hann.  28  Febr.  1752.

Histor.338  2Bl.in  fol.  18  Jahrh.
Bl.1  Ertrag  der  Gruben  des  Harzes,  Reminiscere-Quartal  1742.
bBl.2  (Carl  Aug.  v.)  Alvensleben  (an  Ph.  C.  Hugo?),  Cellervelde
2  Mai  1757.
        <pb n="128" />
        122  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

Histor.339  34  Stücke  zu  331/,  :  20!1/,  cm  18  Jahr.

Braunsehweig-Lüneburgische  Berghandlungssachen:  Schreiben  der
Hann.  Regierung  an  den  Kämmerer  Schilden  sowie  Schreiben  von
ihm,  1720—26,  alles  von  einer  Hand  rein  geschrieben,  wohl  von
Schilden  selbst.

Histor.347_  5Bl.in  fol.  Über  die  Art  der  Rechnungsablage
  seitens  der  Städte  im  Fürstenthum  Lüneburg  und  der  Grafschaft
  Hoya  (nach  1728)  und  Anderes.

Histor.350   IBl.-+100  Seiten  zu  33:21  em  18Jahrh.
“Kurtzer  Entwurf  von  Anfang  Uhrsprung  und  Situation  der  Fürstl.
Liineburg.  Residentz  Stadt  Celle.  Dieses  ist  a.  1689  H.  E.  Bürgermeister
  und  Rath  der  Stadt  Celle  von  Jacob  Korn  überreichet
worden’.  Das  Werk  wird  erwähnt  in  Spangenbergs’s  Neuem  Vaterl.
Archiv  III  (1823)  8.87;  eine  andere  Hs.  ist  in  der  Königl.  Bibliothek
zu  Hannover  (Bodemann  XXI  n.878).
1810  aus  der  Auktion  des  Kanzleidirectors  v.  Willich  in  Celle.
Vorn  ist  das  Ex-libris  von  Thedel  Friederich  v.  Wallmoden  eingeklebt.

Histor.351  5Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Entscheidung  der  Kurfürstl.  Kammer  in  Hannover  in  Sachen  des
Klosteramts  Isenhagen  gegen  das  Amt  Gifhorn  wegen  der  Jurisdietion,
22  Febr.  1714.

Histor.352  245  Bl.  zu  311/,:19  cm  17  Jahrh.

Jac.  Schomaker’s  Liineburgische  Chronik  bis  1561.  Abschrift.
  Anfang  "Anno  domini  700.  Lüneburg  wart  düsse  Tydt
in  Historiis  Erstmals  gedacht’;  Schluss  “1561  .  .  daraver  de  Börger
sampt  dem  Rade  daraver  sehr  bekiimmert  gewesen.  Auff  Michaelis
ist  das  Fürstliche  Beylager  .  .  gehalten  worden  tho  Celle  den
12  Octobris.  Hwucusque  Cronicon  D.  Jacobus  Schomacker  praepositus
ad  S.  Johannem  in  Lüneb.  et  canoniens  Bardov.  colligi  et  conscribi
curavit.   Bl1l.245  Von  anderer  Hand  vier  Nachträge  von  1636  bis
1641.  Andere  Abschriften  der  Schomakerschen  Chronik  finden
sich  besonders  in  der  Königl.  Bibliothek  und  im  Staatsarchiv  zu
Hannover  sowie  in  der  Stadtbibliothek  zu  Lüneburg.  Vgl.  Schaer,
Lüneburger  Chroniken  der  Reformationszeit  (Beilage  zum  Progr.  des
Kaiser  Wilhelms-Gymnas.  in  Hannover  1889)  S.5ff.

1788  aus  der  Bibliothek  F.  W.  v.  Duve’s  in  Hannover  gekauft.

Histor.353  494  Seiten  zu  32:20!/,  cm  18Jahrh.

Lüneburger  Chroniken.

S.1—106  Chronik  in  niedersächsischer  Sprache  von  785
his  1490  (nebst  einer  wohl  nachträglich  angefügten  Notiz  vom  Jahre
1536).  Anfang  "Keyser  Friderich  de  ander  mackede  erst  de  Herschop
  Lüneburch  tho  einen  Hartochdome’.  Eine  andere  nur  bis
1421  reichende  Recension  derselben  Chronik  (vgl.  Bodemann,  Die
Hss.  der  königl.  ...  Bibliothek  zu  Hannover  XXIII  n.  8442  —  844g)
ist  gedruckt  bei  Leibniz,  Scriptor.  Rerum  Brunsvie.  1  172—199.  Die
letztere  unterscheidet  sich  übrigens  auch  sonst  nicht  unbeträchtlich
        <pb n="129" />
        Histor.  339  —  354  123

von  der  Fassung  unserer  Hs.;  so  fehlen  bei  Leibniz  entweder  ganz
oder  zum  Theil  die  Bemerkungen,  die  hier  unter  den  Jahren  814,
1019,  1189,  1215,  1226,  1227,  1344,  1359,  1365,  1371,  1405,  1406
stehn.  Mindestens  ein  Theil  dieser  Stücke  gehört  jedoch  sicherlich
der  Grundform  dieser  Chronik  nicht  an;  so  finden  sich  darunter  z.B.
einige  Stücke  des  bei  Leibniz  Seript.  Rer.  Brunsv.  I  216  gedruckten
Fragmentes  einer  Chronik  von  Bardewik.

S.107  Das  mütterliche  Geschlecht  der  Fürsten  von  Limebureh
von  Harmen  Biling  an  biss  auff  Henricum  Leonem  (vgl.  Bodemann,
Hss.  von  Hannover  XXIH  844g  no.8).  S.113  Genealogia  .  .  der
Fürsten,  die  von  Henrico  Leone  an  das  Fürstenthumb  und  die
Stadt  L.  regieret  haben.  S.125  Hiena  volget,  wo  dat  Evangelium
erst  in  Lüneborg  angegan  und  wat  sich  in  der  Tidt  darsülvest  begeven.

S.143—166  Chronik  in  niedersächsischer  Sprache  bis  1488
(mit  einem  Nachtrage  von  1562).  Anfang  "Nachdeme  dat  Romesche
Ricke  von  den  dren  Koningen  als  Pompejo  ..  Anno  798  Koning
Karll  de  toch  fort  up  de  Borg  tho  Lüneburch’;  Schluss  "1488  .
de  Hoff  was  tho  Zelle’.  Offenbar  identisch  mit  Bodemann  XXIII
844g  n.9.

S.166  Sebast.  Munsterus:  Vom  Hartochdom  Lüneburch  (-Bodemann,
  ebenda  n.10).

8.169  Von  der  Stadt  Lüneburech  Gelegenheit  (—Bodemann,  ebenda
n.11).  3.170  Von  den  Saltzbrunnen.  S.172  Excerpte  über
Lüneburg  (vielleicht  =  Bodemann,  ebenda  n.14).  S.179  Beschrivinge
  der  Kirchen  inn  Lineburch  (=  Bodemann,  ebenda
n.12).  5.208  Auss  einer  olden  Kroneken  Her  Diterich  Bromes
(-Bodemann,  ebenda  n.15).

3.215  Chronica  der  Stadt  und  Fürstendoms  Brunschwich  to  878
(vgl.  Bodemann,  ebenda  n.17?)  S.216—248  leer.

8.249393  Chronik  in  niedersächsischer  Sprache:  “Sodder
der  Tit,  do  de  dogentsame  Fürste  Hertoge  Wilhelm  de  Olde’,  von
1369  bis  1455;  begonnen  im  Jalıre  1476  (vgl.  Histor.  396).  Am
Rande  sind  die  Blattzahlen  “Manuseripti  Chroniei  Originalis’  (1—43b)
angegeben.  S.394—450  leer.

5.451—481  Excerpta  ex  Chronico  Grotiano  (hochdeutsch;  zum
Theil  in  Versen).  8.481  Extractus  e  veteri  Chronico  (über  Herzog
Johann,  den  Stifter  des  alten  Hauses  Lüneburg;  lateinisch).
S.487—494  "Collectanea  in  supplementum  historiae  Civitatis  Lunaeburgi’
  (am  Schlusse  unvollständig);  es  sind  dies  dieselben  Excerpte,
die  unter  deutschem  Titel  Histor.  354  S.398ff.  stehen.

1788  aus  der  Bibliothek  F.  W.  v.  Duve’s  in  Hannover.

Histor.  354  421  Seiten  zu  321),  :  191/,  cm  18  Jahrh.

S.1--397  Casparis  Sagittarii  (F  1694)  Historia  urbis  Luneburgi
(bis  1598).  8.1—  326  Lib.  I—V;  8.328—337  Indices;  8.  338—397
Addenda  (8.397  “Hier  endiget  sich  Sagittarii  Lünebureische  Stadt-Historie’
  ).  Andere  Hss.  dieser  Geschichte  finden  sich  7.  B.  in  der
Königl.  Bibliothek  zu  Hannover.

S.  398421  Beytrag  zu  denen  Lüneburgischen  Land-  und  Stadtgeschichten;
  mannigfaltige  Excerpte  (vgl.  Histor.  353  8.487  ff.)

1788  aus  der  Bibliothek  von  Fr.  Wilh.  v.  Duve  in  Hannover.
        <pb n="130" />
        124  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.  355  XXV  +  566  Seiten  zu  31!/5  :191/,  cm

15  Jahrh.

°H.  Dithmers  Chronik  der  Stadt  Lüneburg  bis  zum  Jahr  1740’.
Diesen  Titel  hat  eine  spätere  Hand  innen  auf  den  Deckel  geschrieben.
  Anfang  der  Einleitung  (8.1):  "In  nomine  domini  amen.
Weil  man  alle  Geschichte  und  Handlungen,  so  geschehen  sind  und
künftig  geschehen,  nicht  alle  in  Gedächtnis  haben  und  behalten  kann’
(vgl.  den  gewöhnlichen  Anfang  der  Chronik  von  J.  Schomaker;  Bodemann,
  Hss.  von  Hannover  XXI  847);  Anfang  der  eigentlichen  Chronik:
“Vor  der  Gebuhrt  Christi  unsers  Seligmachers  47  Jahr  ward  gesetzet
der  Anfang  der  Romischen  Monarchie”.  Der  Einleitung  voran,  aber
loch  zur  Chronik  gehörig,  gehen  S.I—AXV  Verzeichnisse  der  Fürsten,
Abte  zu  St.  Michaelis,  Bürgermeister  und  Rathsherren,  Soht-  und
Bahrmeister,  Prediger,  Lehrer  etc.  zu  Lüneburg  bis  gegen  1740.

1845  aus  der  Bibliothek  von  Prof.  F.  Bergmann  in  Göttingen.

Histor.356  83  Bl.  zu  32!1/,:20cm  18  Jahrlı.

Lüneburgische  Chronik  in  niedersächsischer  Sprache,  von  1369
bis  1455:  “Sodder  de  Tit..  .  Es  ist  dasselbe  Werk  wie  Histor.  353
Bl.249ff.  und  dieselben  Blattzahlen  der  Vorlage,  die  dort  am  Rande
stehen,  sind  auch  hier  beigeschrieben.  -  Der  Titel  auf  Bl.1  "Anonymus
  de  origine  belli  Praelatorum  Luneburgiei’  ist  von  der  Hand
(ebauer’s,  aus  dessen  Nachlass  (vgl.  Biblioth.  Gebauer.  II  p.87  n.845)
die  Hs.  1774  an  die  Bibliothek  kam.

Histor.358  Ba.I—Il  von  115,  229,  266  Bl.  zu  31!y,:
19cm,  aus  dem  17  Jahrh.;  Bd.  IV  von  42  Bl.  zu  35:21  cm,  aus  dem
18  Jahrh.

Discursus  historico-politicus  de  statu  reipublicae  Lunaeburgensis
  ..  Opus  ..  confeetum  &amp;amp;  Leonhardo  Elvero  ..  consule
Lunaeburgensi  (7  1631).  Bd.I:  Parsl.  Bd.II:  Pars2  (1605  bis
1624).   Bd.UI:  Pars3  (1624—1629).  DBd.IV  (von  jüngerer  Hand)
“Operis  Elveriani  pars4.  Extractus  ex  4.  Parte  Historiae  Luneburgicae
  L.  Elveri”  (1629—1631).

Das  Werk  ist  ausserdem  besonders  durch  Hannoversche  und
Lüneburger  Hss.  überliefert.  Während  manche  von  diesen  (so  die
in  Hannover:  Bodemann  XXIUH  912a)  nur  die  3  ersten  Theile  des
Werkes  enthalten,  führen  andere  (vgl.  Bodemann  XXIII  909,  912b)
dasselbe  bis  1631  weiter.  Aus  einer  Hs.  letzterer  Art  ist  vielleicht
Bd.IV  excerpirt.

Histor.359  89  Bl.  zu  32!/,:201/,  cm  Ende  des  17  Jahrh.

“Politischer  Discurs  undt  unvorfängliches  Bedencken,  Betreffendt

Den  besorg-  und  gefährlichen  Zustandt  einer  guten  undt  wolbenambten
Stadt  in  8...  .'.

Die  Schrift,  die  aus  dem  Froschmeuseler  und  aus  Reineke  Voss
längere  Citate  giebt,  bezieht  sich  auf  die  Stellung  der  Patrizier  in
der  Stadt  Lüneburg  und  ist  1636  verfasst;  vgl.  U.  F.  C.  Manecke,
kurze  Beschreibung  und  Gesch.  d.  St.  Lüneburg  (1816)  8.138.

1788  aus  F.  W.  v.  Duve’s  Bibliothek  erkauft.
        <pb n="131" />
        Histor.  355  —  367  125

Histor.360  I1-+505  Seiten  zu  31:20  em  1709

Album  Curiae  Lünaeburgensis:  Verzeichnis  der  Bürgermeister
und  Ratlısherren  von  1226  bis  1709,  mit  späteren  Nachträgen  derselben
  Hand  bis  1718.  S.I  “Sum  Lunaeb.  a.1709  d.  18  Sept.  Symb:
Jova  iuvat,  Jova  iuvit,  idem  Jova  iuvabit.  et  Tout  avec  le  tems’;
S.II  "Candido  et  benevolo  lectori’.  S.474—505  Alphabetisches
Register:  Designatio  in  welchem  Jahre  die  Patritii  und  Bürgere  ein
jeder  besonders  zum  ersten  Mahl  in  den  Ralıts  Stuhl  zu  L.  elegiret
worden.

Aus  der  Bibliothek  von  Joach.  Hnr.  v.  Bülow.

Histor.361  12Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Lüneburgensia,  1247—-1619,  Abschriften.

Bl.1  Privilegium  Otto’s  des  Kindes  (28  Apr.)  1247  (lat.)  -Volger,
Urkundenbuch  d.  Stadt  L.n0.67.   Bl.2b  Herzog  Berndt  und  Heinrich,
Recess  wegen  Einhohlung  und  Bestraffung  der  Delinquenten  ausserhalb
der  Stadt.  .,  1407  "des  Frigdages  negst  nha  S.  Tiburtii  und  Valeriani
Dags’.  Bl.4b  Kayser  Friederiei  (III)  Fundation  des  Kauffhauses,
Regensburg  am  Freytage  nach  S.  Jacobi  1471.  BlI.7  Vertrag  zwischen
Rath  und  Bürgerschaft,  abgeschlossen  unter  Vermittlung  Herzog
Christian’s  von  Br.-Lüneb.,  Bischofs  von  Minden,  in  Celle  13  März
1619.  Bl.12b  Bekauntmachung  desselben  durch  die  Alter-Leute  der
Bürgerschaft.

Histor.362  9Bl.  in  fol.  17/18  Jahırh.

Vertrag  zwischen  denen  Landes  Fürsten  und  der  Stadt  Lüneburg
  auffgerichtet  a.1562  den  19  Mart.  nebst  (Bl.  8)  "Huldigungsbrief’
der  Herzöge  Heinrich  und  Wilheln:  der  Jüngeren,  Lüneburg  18  Aug.
1562.  Abschriften.

Histor.363  T7DBl.  in  fol.  18Jahrh.

Vertrag  zwischen  den  Herzögen  Otto  und  Wilhelm  und  der  Stadt
Lüneburg  betr.  die  Stadtvoigtei  und  die  Gerichte  zu  Lüneburg,
1576  “den  2.  Monats  Tag  Julii’  (so  statt  24  Juli).

Histor.364  87  Bl.  zu  191/,:16em  1618-1640

Verzeichnis  über  “Auflassungen’  von  Häusern,  “Einwerbungen’
zur  Bürgerschaft,  “Einbittungen’  in  das  Gotteshaus  sowie  Bitten  um
Unterstützung  aus  dem  Armenkasten,  Lüneburg  1618—1640.
Das  Verzeichnis  scheint  von  einem  Raths-  oder  sonstigen  Beamten
geführt  zu  sein.

Histor.365  GBI.  in  fol.  17  Jahrh.

Recess  betr.  die  Einriehtung  der  Ritter-Academie  in  Lüneburg,
20  Dee.  1655;  gedr.  bei  A.  L.  Jacobi,  Landtags-Abschiede.  Theil  II
8.315.

Histor.367   6Bl.  in  fol.  1742

Drei  Gutachten  betr.  Visitationen  der  Ritter-Aeademie  in  Lüneburg,

  1  Juni  1742;  aus  dem  Besitze  von  J.  D.  Gruber.
        <pb n="132" />
        126  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.368  5Bl.  in  fol.  17  Jahrh.
Herzog  Christian  Ludwig’s  zu  Br.-Lüneburg  Bestätigung  (Celle
15  Jan.  1655)  der  die  Sülze  zu  Lüneburg  betreffenden  Recesse  vom
12  Dee.  1654.  Abschrift.

Histor.369  461  beschriebene  Seiten  zu  32:19  em
im  18  Jahrh.  von  verschiedenen  Händen  geschrieben

Schriftstücke  betr.  die  Geschiehte  und  Einrichtung  der  Saline  zu
Lüneburg.

Ausser  den  verschiedenartigsten  Naehrichten  über  den  Betrieb
der  Sülze,  Auszügen  aus  Chroniken  (8.313  Verse  von  1616  über
die  Jahre  1331  und  1371),  Verzeichnissen  der  Sülzgüter,  Berechnungen
der  Pfannen  u.  dgl.  mögen  besonders  hervorgehoben  werden:
S.1—81  ‘Nachricht  von  dem  Lineburgischen  Sültz-Wesen’.  8.82
bis  126  und  1357—149  Senator  H.  C.  Töbing,  zwei  Relationes  an
das  Salz-Comtoir  betr.  den  Handel  mit  Brandenburgischem  Salz,
Lüneburg  8  Sept.  1707  und  13  Juni  1708.  S.151—219  Uber  Entstehung,
  Einrichtung  ete.  der  Lüneburger  Sülze.  Voran  steht  die
Notiz:  “Nachfolgendes  Seriptum  soll  dem  Verlaut  nach  weyl.  denn
Landes  Hofmeister  v.  Pott  zum  Autor  haben  .  ..  S8.221—269
Gegenbericht  von  Bürgermeister  und  Rath  betr.  verschiedene  von
den  Fürstl.  Br.-Lüneburgschen  Commissarien  vorgeschlagene  Punete,
17  Aug.  1669.  S3.375—389  Auszüge  aus  des  Sodmeisters  Rechnung
von  1634.  S.390—399  Protocolle  betr.  Vorschläge  des  G.  F.  Vogelmann
  aus  Schwäb.  Hall  zur  Verstärkung  der  Soole,  31  Oct.  1733.
S.425—434  “Vorstellung  derer  Ordinum  und  Gemeinen  Bürgerschaft
in  L.  d.  20  Juli  1659  wieder  die  Anlegung  des  Salz-Comtoirs  an
Herrn  Bürgermeister  und  Ratlı  .  .  aus  dem  Originalconeept  abgeschrieben
  .  ..  S.  440  —  461  Königl.  und  Churfürstl.  Salin-Reglements
  von  annis  1707  und  (98.448)  1729.

1845  aus  der  Bibliothek  von  Prof.  F.  Bergmann  in  Göttingen.

Histor.370  116Bl.  zu  ungefähr  32:20  cm  18Jahrh.

Bl.1—36  Historia  Salinaris  Luneburgica  et  de  origine  eivitatis
e  salinis.  Die  Auseinandersetzung  ist  im  Namen  der  Stadt  Lüneburg
  an  Ernst  August  von  Br.-Lüneburg  (wohl  noch  vor  1692)  gerichtet
  und  gipfelt  in  der  Bitte  um  Bestätigung  der  die  Saline
betreffenden  Privilegien.  Bl.37—116  Abschriften  von  vielen  auf
die  Lüneburger  Saline  bezüglichen  Urkunden  von  1200  —  1565;
darunter  Bl.46—104  Beilagen  zu  Bl.1—36.  Die  Überschriften
vieler  Urkunden  sind  von  J.  D.  Gruber  geschrieben.

Histor.371  9Bl.  in  fol.  1733

Gutachten  betr.  den  Salzhandel  Lüneburgs  nach  Sachsen  und
die  ihm  von  Brandenburg  bereiteten  Schwierigkeiten;  16  Jan.  1733.
Aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber.

Histor.372  7Bl.  in  fol.  1742

Drei  Gutachten  betr.  Auszahlung  des  sog.  Nassauischen  Stipendiums
  zu  Lüneburg  an  des  Geh.  Klostersecretärs  Bacmeister
        <pb n="133" />
        Histor.  368  —  382  127

Sohn  Friedrich  Lucas,  10—12  Dee.  1742.  Aus  dem  Nachlasse  von
J.  D.  Gruber.

Histor.373  2Bl.  in  fol.  1737

Gutachten  betr.  die  Verwaltung  dreier  den  Harburgischen  piae
eausae  gehörigen  Capitalien  in  Braunschweig;  1  Aug.  1737.  Aus
dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber.

Histor.374  15Bl.  in  fol.  1752

(D.  G.)  Strube,  Gutachten,  “ob  der  Commereien-Commissarius
Boysen  mit  Beifall  der  Rechte  angehalten  werden  könne,  die  Zuckersiederey
  in  Haarburg  wieder  an  sich  zu  nehmen  und  fortzusetzen’;
Hannover  8  Jan.  1752.  An  G.  A.  v.  Münchhausen  eingereichte
Originalabschrift.

Histor.375  13Bl.  ın  fol.  1751

Drei  Schriftstücke  betr.  einen  Vergleich  der  im  Br.-Lüneburgischen
Amt  Winsen  #/L.  und  im  Chursächsischen  Amt  Sangerhausen  zu
entrichtenden  Contributionen;  Schleusingen  Mai—Juni  1751.  Verf.
ist  ein  vorübergehend  in  Schleusingen  sich  aufhaltender  Hannoverscher
Regierungsbeamter.  Aus  dem  Besitze  G.  A.  v.  Münchhausen’s.

Histor.378  2Bl.  in  fol.  1739  Gutachten  ‚über  die
Patronatspfarren  des  Gerichts  Gartow,  besonders  über  ihr  Verhältnis
  zum  Probst  von  Lüchow  und  zum  Consistorium;  23  Febr.
1739.  Aus  dem  Nachlasse  von  J.  D.  Gruber  und  wohl  von  ihm
selbst  verfasst.

Histor.379  5Bl.  zu  321%,  :21cm  18Jahrh.  Reunions-Recess
  der  beiden  Grafschaften  Hoya,  Hannover  27  Juli  1712.

Histor.350  4Bl.  zu  521/,:21cem  1734

Bl.3  (J.  P.?)  Tappen  an  Gruber,  28  Febr.  1734,  wegen  Calenbergiseher
  Hoheit  über  Hoya;  Bl.3b  Antwort  von  Gruber’s  Hand
und  Bl.1—2  dieselbe  in  Abschrift  in  anderer  Fassung.

Histor.351  SBl.  zu  34:21),  cm  18Jahırh.

Ob  des  Grafen  Otto  von  Hoya  Tochter  Anna  sich  an  den  Grafen
Johann  zu  Salm  und  Reifferscheid  (f  1529)  verheirathet  habe:  Bl.1
Postser.  von  G.  A.  v.  Münchhausen  an  den  Reiehshofrathspräsidenten
Grafen  v.  Harrach,  Hann.  28  Sept.  1751;  Bl.2  (J.  M.)  Strube  an
Minchhausen,  20  Oct.  1751;  Bl.3  Jo.  D.  Köhler  an  Münchhausen,
Gött.  4  Nov.  1751;  Bl.6  Promemoria  (von  J.  M.  Strube?).

Histor.382  III+158Seiten  zu  33:20,  cm  18/19  Jahrh.
“Historiseher  Gründlicher  Berieht  von  denen  Wollöblichen  und
Uralten  Herrn  Grafen  zu  Stumpenhausen  oder  Hoya  wie  auch  Alten
und  Neucn  Bruchhausen,  aus  Archivis  und  andern  ohntadelhaften
Monumentis  zusammen  getragen  von  (Johann  Heinrich  Hofmann,
Arehivar  zu  Hannover)”.
S.152  “Finis’,  dann  “Additamentum’,
Gedruckt  ist  dies  Werk,  wie  es  scheint  nach  einer  Abschrift
dieser  Hs.,  im  Hannoverschen  Magazin  1842  8.393  ff;  diesem  Abdrucke
        <pb n="134" />
        128  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

sind  die  oben  in  Klammern  zugesetzten  Worte  des  Titels  entnommen.
Nach  Spilcker  im  Vaterl.  Archiv  II  (1820)  S.142  wurde  das  Werk
dem  Hoyaischen  Kanzler  Hacke  (7  1579)  zugeschrieben.  Eine
anonyme  Hit  ist  m  der  Kgl.  Bibliothek  zu  Hannover,  vgl.  Bodemann,
  die  Handschriften  .  ..  (1867)  S.521  n0.744;  vgl.  auch  die
folgende  Hit.

1810  aus  der  Auction  des  Canzleidirectors  v.  Willich  zu  Celle
erkauft;  vorn  ist  das  Ex-libris  von  Thedel  Friedrich  von  Wallmoden
eingeklebt.

Histor.383  52  Bl.  zu  35!/,:211/,  cm  18Jahrh.

“Bericht  von  denen  .  .  Graven  zu  Stumpenhausen  und  Hoya...
von  J.  U.  H.  .  .;  dasselbe  Werk  wie  Histor.382  ohne  das  Additanmentum.
   Bl.2  "Der  Verf.  ist  wahrscheinlich  der  ehemalige  Kammermeister
  m  Hannover  Joh.  Heinrieh  Hofmann  ..  Joh.  Beckmann
Hoyensis.  Götiingen  1805’.

Aus  Beckmann’s  Nachlass.

Histor.3855  10Bl.  zu  321/,:20',  em  18Jahrh.

Gutachten  an  den  König,  dass  man  auf  Einreichung  eines  vollständigen
  Inventars  des  Stifts  Bassum  in  der  Grafschaft  Hoya  bestehen
  müsse,  15  März  1732,  mit  Correcturen  von  J.  D.  Gruber’s  Hand;
dazu  Bl.9  einschlägige  Notizen  von  Gruber.

Histor.336  66Bl.  zu  32:21!%,  cm  18Jahrh.

“Beurkundete  Nachrichten  von  des  Adelich-frey-Weltlichen  Stifts
Bassum  Privilegiis,  Frey-  und  Gerechtigkeiten,  innern  Verfassung,
Statutis  und  Einkünften’.

Bl.3  Georg  Wilhelm’s  Erleuterungsbrief,  Zelle  3.  5.  1697.  Bl.7
Georgs  Il  Verordnung  wegen  der  einer  Abtissin  zu  Bassum  über  die
Stiftsglieder  competirenden  Jurisdietion  in  eivilibus,  Hann.  1.  6.  1756.
Bl.11  Capitulation  der  Frau  Ahbatissin  v.  Estorff,  Bassum  19.  3.  1751,
nebst  Bl.19  "Nebenpunete’.  Bl.27  Abteyliches  Inventarium’,  19.  3.
1751.  Bl.37  “Einige  alte  Statuta,  wie  es  bey  Absterben  derer
Abbatissinnen  gehalten  wird,  so  1680  erneuert  worden.  Bl.41
“Revers  der  Frau  Dechantin  Hedwig  Louise  v.  Stockhausen  .  .’
1751.  Bl.44  “Invendarium  von  den  Kirch  und  Frl.  Cohrsachen  ..
1724...  Bl.46  “Hebungs-Buch  bey  der  Dechaney  zu  Bassum
von  1740  an,  .  .  eingerichtet  von  mir,  dem  zeitigen  Stifts-Amtmann
L.  Lindemann  1739  .  ..  Bl.58  Auszüge  betr.  die  Einkünfte  des
Stifts  und  der  Stiftsdamen  1761.

Vorn  in  dem  Bande  ist  das  Ex-libris  von  Bodo  Wilh.  Lud.  v.  Stockhausen
  eingeklebt.

Histor.387  1  Bl.  +644  Seiten  zu  211/,:16em  18  Jahrh.

“Chronicon  der  Lötliken  olden  Stadt  Bremen  in  Sachsen  (von
788  an),  so  vele  de  vornehmsten  geschichte,  welke  sick  im  Eırtzstiffte
  und  der  Stadt  Bremen  tho  gedragen,  bedrept.  Thosamen  gedragen
  dorch  Herbert  Schene,  Keller  thom  Dome  und  Canonieus
der  Kerken  St.  Ansgari);  und  Gert  Rynensberg,  Vicarius  tlom
Dome.  1430',  Sehr  sorgfältige  Abschrift  (hochdenutsch  mit  niederdeutschen
  Anklängen);  auf  B1.584  schliesst  sich  ohne  Absatz  die
        <pb n="135" />
        Histor.  383  —  389  129

Fortsetzung  bis  1518  an,  die  Lappenberg  in  seinen  Geschichtsquellen
  des  Erzstiftes  und  der  Stadt  Bremen  (1841)  nach  dieser  und
der  Hamburger  Abschrift  (vgl.  S.XXIVf.  seiner  Vorrede)  abgedruckt
hat..  Andre  Hss.:  Histor.388.  389.

Uber  die  Verfasser  und  ihr  Werk  vgl.  Koppmann  im  Bremischen
Jahrbuch  VI  256—265  und  Bippen  ebenda  XII  108—131.

Histor.388  2  Bände,  I  von  1-H450  Bl.  und  II  von  386  BI.
zu  28:19,  cm  saubere  Reinschrift  aus  dem  Ende  des  16  Jahrh.
gepresster  Pergamentband  (Hornband)

Herbort  Schene  und  Gerd  Rynesberch,  “Bremer  Chronica’
mit  Fortsetzungen  bis  1563  (alles  niederdeutsch).

BandI  Bl.1  Anfang  “Wie  Herbort  Scheue  (!)  ..  und  Gerdt
Reinesbarch  .  .,  am  Schluss  der  Vorrede  ist  die  Jahreszahl  1446  von
anderer  Hand  am  Rande  zugesetzt.  Vom  Jahre  1425  an  (Bl.177)
stimmt  der  Text  nicht  mehr  mit  dem  bei  Lappenberg,  Geschichtsquellen
des  Erzst.  und  d.  St.  Bremen  (1841),  S.155ff.  gedruckten  überein.
Bl.190b  am  Schluss  von  1432  "Godt  allmechtich  ein  herr  des  fredes,
seve  by  unsen  tiden  frede.  Amen’.  Bl.210b  schliesst  das  Jahr
1525.  Bl.211  “In  hoe  libro  continentur  praecipna  acta  in  Brema
ab  Anno  1530°,  Anfang  “Ick  hebbe  mit  flite  in  dussem  boke  in  einer
korten  Summen  angetekent’:  die  Beschreibung  ist  vollständiger  als
die  J.  Renners  und  enthält  mehr  Urkunden  (Rathsmandate,  Briefe).
Besonders  das  Jahr  1532  ist  sehr  ausführlich  behandelt  (Bl.231  bis
343).  Bl.450  Schluss  des  ersten  Bandes  mit  einem  Briefe  des
Rathes  an  Graff  Anthonium  van  Oldenborch,  Mandages  na  Jubilate
a.  (15)47.

ana  II.  Bl.1  “Vorrede  an  den  Leser.  Idt  sindt  in  vortiden
tho  Bremen  gewesen  twe  frame  Prestere  mit  nahmen  H.  Herbort
Scheue  (!)  unnd  H.  Gerdt  Reiners  .  .  desulven  .  .  bidden  in  der
vorrede  ohres  bokes  .  .,  datt  de  nakomelinge  wolden  ..  vortekenen,
wess  sick  im  Stiffte  Bremen,  unnd  vornemlick  in  der  Stadt...  worde
thodregen  .  .;  unnd  offt  ick  wol  belevet..  vele  dappere  handele  .  .,
alse  de  uprohr  2.1532...  unnd  lestliken  der  Dreemantischen  belagerung
  an  2  orden  der  Stadt  Bremen  a.  1547,  so  will  ick  doch  tho
dusser  tidt  nicht  mehr  beschriven,  alss  de  History  .  .  mit.  .  Doctor
Albertt  ITardenberg  .  ..  Bl.2  Anfang  "Do  na  Gades  geborth  weren
vorlopen  1547  jhar,  do  Dr.  M.  Luther  .  .  entslapen  .  .  Ein
Verzeichnis  der  99  Beilagen  dieses  Werkes  giebt  Pratje,  die  Herzogthümer
  Bremen  und  Verden  VI  (1762)  S.23—30,  wo  er  als  Verfasser
dieses  Werkes  Simon  Bock  vermuthet.  Jetzt  gilt  Detmar  Kenckel
als  der  Verfasser;  vgl.  (E.  Wagner),  Doctor  Albert  Hardenbergs  .  .
Lehramt  (1779)  S.  XIV;  Spiegel,  Hardenberg  (Brem.  Jahrbuch  IV
1869)  z.  B.  5.205  Ann.

1845  aus  Fr.  Bergmann’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.3839  2Bände,  I:  1Bl.+1465Seiten,  II:  1327  Seiten,
zu  33:20!%,  cm  saubere  Reinsehrift  1800—1801
Herbort  Schene  und  Gerd  Rynesbereh,  “Bremer  Chronie’,  mit
Fortsetzungen  bis  1563  (alles  niederdeutsch).
Dasselbe  Werk  wie  Histor.388,  mit  derselben  Bandabtheilung.

9
        <pb n="136" />
        130  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Der  zweite  Band  hat  den  Titel  “Der  sogenannten  Bremischen  Anchariuschronie
  P.  IT’.

Nach  einer  Notiz  im  alten  Handschriftenkataloge  der  Bibliothek
“von  einem  Mscpt  in  Bremen  abgeschrieben  a.  1800  1801”.

Histor.392  244  Bl.  (durch  Feuchtigkeit  beschädigt)  zu
321/,:21cm  (Bl.56b—116,  138—  244  von  anderer  Hand)  17  Jahrh.

“Johannis  a  Rhoden  de  iuribus  Archiepiscopi  et  Capituli  Bremensis
commentatio”.

Es  ist  das  “Chronicon  vel  registrum  bonorum  et  jurium  ecclesiae
Bremensis’,  in  welches  das  bei  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen
U  (1856)  gedruckte  "Registrum  bonorum  .  .  Castri  Vorde’  (Bremervörde)
  eingeschaltet  ist,  ebenso  wie  in  3  andere  Hss.,  die  Hodenberg  in
dem  Anhange  dazu,  "Bericht  über  die  von  Johannis  Rhode  Chronicon
..  m  Hannover  und  Stade  vorh.  Abscehriften’  (1851),  S.6-7  beschreibt.
  An  einigen  Stellen,  wo  in  den  Hss.  Histor.394  und  395
ein  am  Schlusse  nachgetragenes  Stück  fehlt,  ist  in  dieser  Hs.  Raum
gelassen  (so  Bl.20a,  56).

Bl.2  beginnt  das  "Chronicon’.   B1.56b  (wo  die  zweite  Hand  beginnt)
  ist  von  der  bei  Leibniz,  Scriptores  II  253  gedruckten  Urkunde
nur  das  Regest  gegeben,  aber  Platz  für  den  ganzen  Text  gelassen;
es  folgen  dann  die  Verpflichtungen  des  Erzbischofs,  die  in  mehreren
Hss.  fehlen  (vgl.  Hodenberg,  Bericht  8.14).  Bl.60  “Simile  juramentum
  episcopus  Ratzeburgensis  et  ep.  Lubicensis  praestiterunt  .  ..
Bl.70  (am  Schluss  des  Abschnitts  16  bei  Hodenberg)  “Disse  nabeschreven
  hebben  oek  wandages  der  kerken  tlıo  Bremen  denstmanne
gewesen  .  .".  Bl.95  (nach  “de  castro  Neyenhuse”)  “De  castro
Dellmenhorst”  (=  Hodenberg  39),  dann  =  Hodenberg  47,  48,  40—43,
von  44  nur  die  Überschrift,  45.  Bl.117  beginnt  dann  das  Vörder
Register  mit  der  Überschrift  “Vorde.  Die  Rechticheit  des  Stiehtes
tho  Bremen  up  disse  syde  der  Ostenn’  (vgl.  Hodenberg  S.6).  Dies
Werk  ist  vollständig  gedruckt  bei  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen
  II  (1856).  Die  Vorrede  fehlt  in  dieser  Hs.,  auch  sonst  ist
vielfach  gekürzt.   BI.213b  folgt  dann  der  Schluss  des  “Chronieon’,
nämlich  (Hodenberg,  Bericht  8.18)  38,  55,  56,  68,  69,  73,  74,  80,
82,  83,  96,  98.  B1.239  wiederholt  sich  noch  einmal  das  Schlusskapitel
  des  Vörder  Registers  bis  “darümme’  (Hodenb.  II  S.157  2.18);
dann  Bl.  240  “Vp  Achte  Stücke  Landess  in  dem  NordtEnde.
Ick  Reiner.  ”;  Bl.241  “Item  de  Nordt  Ende...  höret  dem  Stichte  .  .,
den  hebben  under  handen  disse  nabeschreven’;  Bl.242  “Vp  drey
dele..’:  Urkunde  vom  Erzb.  Nicolaus  1430,  nach  einer  beglaubigten
Copie.  Bl.243b  "Verzeichnus  etlicher  eigen  Lüde’,  vgl.  Hodenberg,
Bericht  S.26  am  Schluss.

Histor.393   A)5BI.-+  229  Seiten,  B)  4  Bl.  +  169  Seiten,
„u  33:20  cm  1800

‘Joannis  Rodii  (Rhode),  ArchiEpiscopi  Bremensis  (1498—1511)
Manuseripta  Duo  .  .',  beide  in  Capitel  und  Paragraphen  eingetheilt.
A.  “ParsI  sive  Registrum  Jurium  Ecelesiae  Bremensis‘.
Voran  Bl.3  (von  andrer  Hand)  “Collatum  .  .  1)  cum  excerptis  Leibnitianis
  .  .  t.  II  Seriptorum  Brunsvicens.  ill.  p.253  sqgq.,  2)  cum  quin-
        <pb n="137" />
        Histor.392  —  398  131

que  aliis  msstis  Exemplaribus  .  .;  3)  Deinde  inter  involucra
librorum  inopinato  succurrebat  Index  et  Ordo  capitum,  quem  in  hoc
exemplari  retinendum  duximus’:  daher  weicht  die  Ordnung  dieser  Hs.
völlig  von  der  der  übrigen  (Histor.392.  394.  395)  ab;  Bl.4  Index.
Eine  Hs.  mit  ganz  gleicher  Anordnung,  in  der  auch  die  hier  auf
Bl.3  befindlichen  Notizen  stehen,  beschreibt  Pratje,  Altes  und  Neues
Ill  (1771)  8S.229ff  und  druckt  Urkunden  darans  ab.

B.  “ParsIl  sive  Registrum  Bonorum  Castri  Vörde  citra  et  ultra
Ostam’.  Voran  Bl.3  “Index  Capitum’  von  anderer  Hand.  Die
Ordnung  weicht  von  dem  bei  Hodenberg,  Br.  Geschichtsquellen  II,
gedruckten  Texte  ab;  das  letzte  (34.)  Capitel  ist  “Verzeichnis  derer
zum  Capitel  zu  St.  Willladi  und  Stephani  in  Bremen  behörigen  Güter-Zehenden’,
  vgl.  Hodenberg,  Anhang  8.8.

Nach  einer  Notiz  im  alten  Handschriftenkataloge  der  Bibliothek
1800  von  einer  Hs.  in  Bremen  abgeschrieben;  vgl.  auch  den  Titel  einer
Hs.  in  Stade  bei  Hodenberg,  Bremer  Geschichtsquellen  II  (1856)  Anhang
  S.8.

Histor.394  1  Bl.  +  392  Seiten  zu  32:20  em  Reinschrift
aus  dem  Anfang  des  19  Jahrh.

Johannis  Rode  (Rhode)  ...  "Chronicon  seu  Registrum  bonorum
et  Jurium  ecelesiae  Bremensis”.  5.369  "Addenda  ex  aliis  nonnullis
exemplaribus’.  8.391  “Magistratus  Bremensis  judieia  de  hoc  libro  .  ..

Die  Hs.  stimmt  in  der  Anordnung  mit  der  Hs.  G  bei  Hodenberg,
Bremer  Geschichtsquellen  II  Anhang  (Bericht.  ?).  Nach  n0.98  (bei
Hodenberg)  folgen  S.356  die  Stücke,  die  in  Histor.392  auf  B1.239
bis  244  stehen.

Histor.395  1Bl.-+  347  Seiten  zu  33:21  em  18Jahrh.

Bl.1—S.257  “Johannis  Rode  .  ..  Registrum  bonorum  et  jurium
ecelesiae  Bremensis’,  =  Histor.394  (mit  denselben  "Addenda’  am
Schluss).

S.258  “Dess  konigl.  Sehhweden-Bremischen  Cantzlers  Hn.  Esaias
von  Pufendorf  Guthachten  vom  July  1682,  was  er  S.K.M.  zu  Zweden
über  dem  damahligen  publiquen  Zustande  gegeben  hat.  In  dem  im
Archiv  des  Vereins  f.  Gesch.  u.  A.  der  Hzgth.  Br.  u.  V.  zu  Stade  IV
1871  8.415  verzeichneten  Nachlasse  Pufendorf’s  kommt  eine  Schrift
dieses  Titels  nicht  vor.

1888  von  den  Erben  des  Universitätsraths  Rose  geschenkt.

Histor.398  A.  240  Seiten,  B.  HBl.+346  gezählte  Seiten
zu  31:20  cm  17  Jahrh.

A.  “Diseursus  de  republica  Bremensi  historiae  prodromus  .
a  Johanne  Esychio,  D.S.  Theol.  patrie.  Brem.  et  Gymnasii  inspeectore,
  de  a.  1598’.  Voran  $S.3  ‘In  Bremam  Joh.  Molanus,  scholae
olim  R.  CL’,  12  lat.  Distichen,  und  S.5  Zuschrift  von  Esychius  an  den
Senat,  Idib.  Jul.1598.  Erwähnt  ist  dies  Werk  bei  C.  Miesegaecs,
Chronik  d.  fr.  Hanscst.  Bremen  I  (1828)  S.18.  (Auf  8.1  steht  “E
srege  Christiani  Alberti  Haken  Brem.  ao.  1715  d.  15.jun’.).

B.  “Heinriei  Kreftingii  U.  J.  D.  Diseursus  de  rep.  Bremensi”.

N
        <pb n="138" />
        132  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Voran  BIl.II  “Rhytmi  statuae  Rolandi’;  "Epigramma  D.  Johannis
Esychii  .  ..  S.323  Index.   Erwähnt  ist  dies  Werk  bei  Miesegaes,
Chronik  ...  18.18;  beschrieben  hat  es  Pratje,  Altes  und  neues  I
(1769)  8.7.

Auf  Bl.I  steht  “[Me  suo  jure  sibi  vindieat]  Johannes  Wachman,
Cal.  Maji..  1614’;  die  eingeklammerten  Worte  sind  von  Ch.  A.  Hake,
der  das  Buch  1715  besass,  durchstrichen  und  statt  dessen  ist  geschrieben
  “Facta  est  diligens  collatio  cum  eo  exemplari,  quod  notis
ımsc.  illustravit.  Die  zahlreichen  Randnoten  sind  von  derselben
Hand  geschrieben  wie  der  Text.

Diese  Handschrift  wurde  1794  von  dem  Stadtschultheissen  in
Hameln  B.  Ch.  Avenarius  geschenkt.

Histor.400  1-+399  Bl.  (Bl.213—218  und  333  leer;  nach
Bl.9  folgt  9  A)  zu  301),  :19  em  saubere  Abschrift  aus  dem  Anfang  des
17  Jahrh.  mit  farbigen  Abbildungen  schwarzer  Lederband,  darauf
eingepresst  “Harmen  Gode  1644”.  |

Johann  Renner’s  Bremische  Chronik,  Buch  I—IV  (bis  1511).

Bl.I  Das  Bremer  Wappen.  Bl.1  “Lovons  Dien  Eternellemen’
mit  grosser  verzierter  Initiale.

Bl.1  Anfang  (Buch])  ‘Im  Jare  Christi  .  .  verhundert  negen  unvertigh.
   Bl.107  BuchH,  1149—1344.  DBl.220  BuchIll,  1345  bis
1437.   Bl.334  BuchIV,  bis  1511.  Am  Rande  einige  Zusätze.

Die  Hs.  enthält  die  Portraits  der  Bischöfe  in  saubern  Federzeichnungen,
  die  bis  Bl.38  bemalt  sind.  Ferner  Bl.7  der  Dom,  BI.9A
der  Roland,  B1.299  Gerold,  Bl.321b  die  Hinrichtung  Vassmers,  B1.322
das  Vassmerkreuz  (alles  farbig);  B1.398  eine  Art  Epitaphium  auf
Joh.  Rode.  Ausserdem  sind  als  Initialen  viele  Schnörkel  oder
Bilder  mit  Tinte  oder  mit  Farben  eingetragen,  darunter  Bl.76  Lautenspieler;
  Bl.140  Dudelsackpfeifer;  Bl.154b,  220  und  3885  Schäfer  und
Schäferin.  Hie  und  da  ist  Raum  gelassen  für  Zeichnungen;  so
fehlt  B1.213/8  die  Genealogie  der  Friesischen  Häuptlinge,  Bl.231  die
Karte  von  Hoya.

Uber  das  Original  von  Renner’s  Chronik  in  der  Stadtbibliothek  zu
Bremen  vgl.  Bremisches  Jahrbuch  I  (1864)  S.252.  Andere  Hften  sind
Histor.  401—  403.  Auf  Bl.Ia  steht  hier  der  Besitzername  “Conrad
Coch’;  daraus  entsprang  der  Irrthum,  Coch  sei  der  Verfasser;  vgl.
Lappenberg,  Geschichtsquellen  .  .  Bremen  (1841)  S.XXIV.

Histor.401  2  Bände;  I  von  II+385  Bl.,  HI  von  342  Bl.
zu  40:251/,  cm  saubere  Reinschrift  von  1632,  mit  farbigen  Abbildungen
  Holzdeckel  mit  schwarzem  Leder  bezogen,  Goldpressung
und  Goldschnitt  eingepresst  ist  °H.  Johann  Schlichtingh.  Bfürgermeister?)
  .  .  1692”.

Johann  Renner,  “Der  Stadt  Bremen  Chronica’  bis  1583;  vom  in
jedem  Bande  steht  “Johan  Formeloe  schripsit  1632’,  nur  vor  BandllI
"Author  Johannes  Renner,  Not.  pub..

BandlI:  “Erster  Theil  .  .  Wat  sick  im  Jahre  van  449  beth  a.
1511  tho  Bremen  und  ummeliggenden  Landen  under  43  Bischuppen
begeven  und  thogedragen  hefft.  DBl.1  Buch],  BI.103b  Buchll,
Bl.215  BuchIIL,  Bl.318b  BuchIV,  BI.376b  “Register  aver  der
        <pb n="139" />
        Histor.400  —  402  133

Bremer  Cronica’,  alphabetisch.  BI.385  (eingeklebt)  Jahresrechnung
des  Rathsapothekers  Joh.  Stahl  in  Hamburg  1662  für  Magnus  Hormann,
  der  also  vielleicht  Besitzer  der  Chronik  gewesen  ist.

Bandll:  “Ander  Theil  ..  Was  sich  ..  1511  biss  ...  (15)83
unter  Regierung  dreyer  Bischoffen  .  .  begeben  .  .  Zusampt  (B1.327)
einem  .  .  Vertzeichnus  dero  .  .  Burgermeister  und  Rathmänner  .  .’
(1802—1632).

Die  Hs.  enthält  ausser  den  blattgrossen  Figuren  der  Bischöfe
folgende  grössere  farbige  Abbildungen:  I  Bl.I  Titelblatt:  das
Wappen.  BiI.Ib  Dorf  an  einem  Flusse.  Bl.4b  Karl  der  Grosse.
Bl.5b  Wilhad  mit  dem  Dom.  Bl.10  Der  Roland.  Bl.164  Zug
gegen  die  Stedinger.  B1.226  Karte  “Gelegenheit  der  Graveschup
Hoye’.  B1.278  wird  zum  Jahre  1412  von  Keno  vom  Broke  erzählt
“he  brande  ock  twe  Syle  in  Reiderlandt,  daraver  vele  Carspelen
vorgingen’  (vgl.  Outhof,  Verhaal  van  alle  hooge  Watervloeden  1720
5.338f.  zum  Jahre  1277  aus  einer  Chronik),  Darauf  folgen  zwei
Karten  des  Landes  südwestlich  von  Emden  Bl.278b  vor  und  BI.279
nach  der  Wasserfluth;  erstere,  welche  Namen  (nur  34,  Torum  z.  B.
ist  nicht  darunter)  der  im  östlichen  'Theile  des  Dollarts  untergegangenen
  Ortschaften  enthält(vgl.  Jurid.  740  Bl.149bundHarkenroth,  oostfr.
Oorsprongkelykheden  1712  S.67),  stimmt  nicht  völlig  überein  mit  der
von  Maas  nach  dem  Original  in  Emden  gezeichneten  und  bei  Outhof
nach  S.342  eingefügten  “Kaarte  van  het  verdronken  Reiderland’.
Bl.287b  Gerold.  TI  Bl.2  (43  em  breit)  Ansicht  von  Bremen.
Bl.146  (45  cm  breit)  Schlacht  bei  der  Drakenborch.

ae  aus  der  Bibliothek  von  Garlieb  Sillem  J.  U.  L.  zu  Hanıburg
erkantit.

Histor.402  2Bände,  I  von  15+526Bl.,  II  von  6-+481Bl.
zu  32  :20!/,  cm  um  1700

Johann  Renner,  Bremer  Chronik  449--1583,  in  derselben  Bandabtheilung
  wie  Histor.401.  Im  Texte  dieser  Chronik  sind  keine
Abbildungen  enthalten,  doch  ist  dafür  Raum  gelassen.

Ausser  der  Chronik  enthalten  die  beiden  Bände  noch  folgendes:

Bd.  1  Bl.2/3  “Abbild  Der.  .  Stadt  Bremen  ..  1661...  Offeriret
von  Joh.  Landwehr’,  Kupfer.  Bl.4/5  Grundriss  von  Bremen  Afgcteeckent
  byden  Ingenieur  J.  Valekenburgh.  1623’,  Kupfer  von
Hh.  Bl.6/7  "Brema  .  .  incisa  a  Casparo  Schultzen’  1664  (Grundriss).
  Bl.8/9  Zeichnung  der  Umgebung  und  der  Truppenstellungen
(nah  verwandt  mit  Bd.  II  Blatt  463,  also  von  1666).  Bl.10  Der
Dom,  3  Ansichten  vor  und  nach  dem  Brande  1656,  Kupfer,  “Johan
Nützhorn  feeit”.  Bl.11  °‘S.  Peters  Kerke’,  Kupfer,  Johan.  Klump.
fecit.  Bl.12  Vorwort  der  Chronik  von  Schene  und  Rymesberg
und  Notiz  über  Wolter  und  Renner.  B1.13  Inhalt  des  Bandes.
Bl.14  “Civitatis  Br.  insignia’,  Tuschezeichnung.  Bl.15  "Statua
Rolandi’,  Tuschezeichnung.  B1.499  “Elenchus  .  .  fast  aller  Ralıts
Personen  .  .’,  1096  —  1631.  B1.519  “Speeifieation  derer  unter  Stadt-Bremischer
  Jurisdietion  gehörigen  Distriete  und...  Dorfschaften'.
B1.522  "Guhts-Herren-Reeht  in  denen  vier  Gohden  .  ..  Bl.525,/6
“Ducatus  Bremae  et  Ferdae’,  Karte  von  J.  B.  Homann.

Bd.  IF.  Bl.1/2  “Prospect  und  Grundriss  der  Stadt  Br.’,  Karte
        <pb n="140" />
        154  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

von  Homann.  Bl.3/4  “Tabula  noua  Comitatus  Oldenburgiei  .  .
Gerh.  Muntineck  pinxit,  Joh.  Nutzhorn  seulps..  Bl.413  Verträge
der  Herzöge  von  Br.  und  Lüneburg  mit  der  Stadt  Braunschweig:
(Bl.413)  Heinrich  d.  J.,  20  Oet.  1553;  (B1.425b)  Julius,  10  Aug.  1569;
(Bl.447)  Friedrich  Ulrich,  21  Dee.  1615.  bl.463/4  Gezeichnete
Karte  (wohl  nach  dem  Stich  von  C.  Schulz,  den  Pratje,  Altes  und
Neues  VI  318  anführt):  “Eigentliche  Anweisung,  wie  .  .  Bremen  .  .
1666  ..  vom  30  Aug.  biss  den  19  Nov.  von  des  kgl.  Schwedischen
Reichs  Feld-Herrn  Carl  Gustav  Wrangel  .  .  ist  beschlossen  und
bloequiret  gehalten  worden’,  vgl.  Bd.  I  Bl.  8.  Bl1.465  “Protocoll  der
Stadt-Bremischen  Huldigung  .  .  1667  vom  5—13  Julii  .  ..   BIl481
(100  cm  breit)  “Bremen’,  Kupferstich.  |

Bd.I  Bl.15b  steht  "Conrad  Iken  Dr.  1703’,  von  seiner  Hand  ist
vielleicht  die  Chronik  geschrieben.  Vorn  in  jedem  Bande  steht
‘J.E.  v.  Stiedteneron’;  von  derselben  Hand  ist  vielleieht  I  Bl.12  und
13  geschrieben.

Histor.408   331DBl.  zu  32:20cm  18Jahrh.
Joh.  Renner,  Bremische  Chronik,  Theil  II  (1511—  1583).

Histor.404  64Bl.  zu  35:21em  18Jahrh.

“Beschreibung  der  beiden  Hertzogthümer  Bremen  und  Verden  aus
glaubwürdigen  Documentis  und  eigener  Erfahrung  zu  colligiren  und
zusammen  zu  tragen  angefangen  a.  1684  von  D(ieder.)  von  Stade
(+  1718)  Consilii  Regii  Seeretario’;  mit  Zusätzen  bis  1720.  Gedruckt
mit  den  Zusätzen  im  Archiv  des  Vereins  f.  Gesch.  u.  Alterth.  der
Herzogthümer  Bremen  ete.  zu  Stade  VI  (1877)  S.12—72.  Da  unsere
Hs.  völlig  mit  dem  Drucke  stimmt  und  am  Rande  als  Seitenzahl
ihrer  Vorlage  S.1—90  vermerkt  ist,  so  ist  sie  offenbar  aus  dem
90  Seiten  umfassenden  ersten  Theil  derHs.  n.  1047  der  königl.  Bibliothek
zu  Hannover  abgeschrieben,  auf  die  der  Druck  durch  Vermittelung
einer  durch  v.  Hodenberg  genommenen  Abschrift  zurückgeht;  vgl.
Archiv  des  Vereins  ete.  VI  8.7.  Bl.63—64  "Erklährung  etlicher
Wörter,  so  in  dieser  Beschreibung  vorkommen’;  es  ist  dies  der
Anfang  der  Beschreibung  G.  v.  Rotlı’s  (vgl.  Histor.405  und  405e),  die
in  der  erwähnten  Hs.  von  Hannover  auf  das  Werk  D.  v.  Stade’s  folgt.

Histor.405  436  Seiten  zu  32:20  cm  18Jahrh.  Lederband
  mit  goldgepressten  Verzierungen  (Figuren  von  Glaube,  Liebe,
Hoffnung  ete.  und  Sterne);  Goldschnitt

“Geographische  Beschreibung  der  beyden  Hertzogthümer  Bremen
und  Verden  nebst  einem  Anhang  vom  Lande  Hadeln,  vom  Amte
Ritzbüttel  wie  auch  von  der  Insel  Hilgeland,  welchen  allen  beygefüget

  ist  ein  vollständiges  Register  der  Städte,  Flecken  ...  durch
M.  Georgium  de  Roth,  Rectorem  des  Gymnasii  zu  Stade  1718”.
Gedruckt  im  Archiv  des  Vereins  f.  Gesch.  u.  Alterthümer  ...  zu

Stade  VI  (1877)  8.73ff.  Vgl.  Histor.  405e  und  über  sonstige  Hss.  des
Werkes  noch  Archiv  des  Vereins  zu  Stade  VI  S.8f.
Histor.405c  364  Seiten  zu  31:191/,  cm  18Jahrh.
».1—347  “Geograph.  Beschreibung  der  beiden  Hertzogthümer

Bremen  und  Verden  ..  durch  M.  Georg.  de  Roth  .  .  1718’;  vgl.
Histor.405.
        <pb n="141" />
        Histor.403—  411  139

S.348—364  Amtsartikel  der  Meister  und  Gesellen  des  Zimmerhandwerks
  zu  Stade,  d.  27  Febr.  1663.
1845  aus  der  Bibliothek  Prof.  Friedr.  Bergmann’s  in  Göttingen.

Histor.406  292Bl.  zu  33:20  em  18Jahrh.

“Die  von  den  Beamten  und  Gerichtsherren  in  den  Herzogthümern
Bremen  und  Verden  in  Verfolg  des  Ausschreibens  vom  13  Nov.  1752
an  die  kgl.  Regierung  eingesandte  Beschreibungen  der  Amter  und
Landes-Distriete,  samt  einigen  andern  Nachrichten  vom  Brem-  und
Verdischen,  auch  dem  Lande  Hadeln’.  Abschriften  für  den  Kanzleidirektor
  D.  B.  v.  Stade  gefertigt.

Von  jedem  Distriete  wird  eine  topographische  Beschreibung  gegeben,
  worin  seine  besondere  Zusammensetzung  genau  erörtert  wird;
in  Tabellenform  folgt  sodann  die  Zahl  der  Feuerstellen  nach  9Rubriken.

Voran  Bl.2  das  gedruckte  Resceript  und  ein  gleichfalls  gedrucktes
Schema;  Bl.  5  Inhaltsverzeichnis.  Bl.194  Brief  von  P.C.v.  Finckh
an  v.  Stade,  20.9.  1760.  B1.270  "Designation  aller...  durch  .
Bremen  und  Verden  laufenden  Postwege  samt  deren  Meilenmessen’;
Bl.277  “Designation  der  Orter,  Flüsse,  Brücken  und  Dämme,  so  die
fahrende  Post  von  Stade  ..  bis  Walsrode  passiret  .  ..  B1.279
Brief  von  J.  H.  Stern  (an  v.  Stade),  Stade  31  Oct.  1770.  B1.280
“Speecification  der  Amter  und  Gerichte.  B1.283  Adeliche  Gerichte.
Bl.285  Zahl  der  Wohnhäuser  in  den  einzelnen  Distrieten.  BI.287
Verzeichnis  der  geistlichen  und  saecularisirten  Güter,  Städte  etc.  in
Br.  und  V.,  produeirt  von  den  Bremischen  Ständen  1721.  B1.289
‘Der  Herzogthümer  Bremen  und  Verden  summarisches  Verzeichniss
sämtlicher  .  .  Feuer-Stellen  ...  auch  unbebaut  liegenden  Stellen  .  .
1766’.

1799  aus  Geh.  R.  v.  Ende’s  Bibliothek  zu  Stade  erkauft  (zugleich
mit  Jurid.646b).

Histor.408  Druck,  durehschossen  und  in  4°  gebunden

(J.  H.  Pratje),  Die  Herzogthümer  Bremen  und  Verden  VI  (1762),

S.49—272.  VonA.F(?).Werner,  dessen  Name  vorn  eingeschrieben

ist,  sind  zu  dem  von  Pratje  mitgetheilten  Diplomatarium  Stadense  noch

segcn  100  Urkunden  verzeichnet  und  12  davon  in  Abschrift  eingetragen,

meist  mit  dem  Zusatze  “ex  copiario  der  Stadt  Stade”.  1888  von
den  Erben  des  Universitätsraths  Rose  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.410  25Bl.  zu  331/,:20cm  18  Jahrh.

Sehriftstücke  (J.  D.  Gruber’s  an  Münchhausen)  betr.  den  Streit
zwischen  der  Hannoverschen  Regierung  und  der  Stadt  Bremen  wegen
der  Landeshoheit  über  die  4  Gohen,  1737—41.  Bl.12—13  sind  von
Gr.  geschrieben,  die  übrigen  von  ihm  durchgeschen.  Vgl.  Deduction.
B  317,  oben  Bd.  I  5.544.

Histor.411  32Bl.  zu  331/),:20em  18Jalhırh.

Schriftstücke  betr.  die  Laudemien  und  Taxgelder,  die  für  die
Belehnung  Hannovers  mit  den  Herzogthümern  Bremen  und  Verden
und  dem  Lande  Hadeln  beansprucht  wurden.

Bl.1  Extraet  Relationis  wegen  Lauenburg.  Bl.2  Bericht  an
den  König  nach  1726.  Bl.18  Schluss  einer  Relation  von  Hulden-
        <pb n="142" />
        136  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

berg  (1715?).  Bl.23  "Promemoria’  über  die  Verhandlungen  des
Hann.  Gesandten,  vor  1731.  Bl.29  Postseriptum  der  Geh.  Räthe
an  den  Gesandten  v.  Diede  zu  Wien,  16.7.1733.  Bl.30  Der
Hann.  Gesandte  an  den  Kurmainzischen  Gesandten.  Bl.32  Kurmainz
  an  das  Reichstaxamt  in  Wien,  Neyss  13.11.1731.

Histor.412  5  Bl.  in  fol.  1751

(J.  D.  Gruber)  "Ausführliches  Gutachten  für  S.  K.  May.  Allodial-Erben,
  wegen  ihrer  Sicherheit  der  auf  die  Herzogthümer  Bremen
und  Vehrden  gewandten  Unkosten,  so  von  denen  dereinstigen  Lehenfolgern
  zu  refundiren’,  11  Nov.  1731.

Histor.415  465  Seiten  (S.258—278  und  ausserdem  35
einzelne  Seiten  am  Schlusse  von  Abschriften  leer)  zu  321/,  :  201/,  em
17  Jahrh.

“Stedes  wehrende  Reces  und  Vordrage  zwischenn  den  hern  Ertzbischöffen
  zue  Brehmen  undt  gemeinen  Stenden  auffgericht.  Auch
der  Bremischen  Ritterschaft  GerichtsConstitution  undt  andere  mitt
den  Stenden  beliebte  und  publieierte  mandata  unndt  Edieta”.

Eine  ähnliche  Sammlung  beschreibt.Pratje,  Die  Herzogth.  Bremen
und  Verden  VI  (1762)  8.3;  die  nach  der  Seitenzahl  in  Klammern
beigefügten  Zahlen  bezeiehnen  die  Nummern  jener  Sammlung.  Vgl.
auch  Bodemann,  die  Hss.  der  kgl.  öff.  Bibliothek  zu  Hannover  (1867)
S.587  no.1124.

S.2  (1)  Recess,  Bremen  1490.  8.6  (2)  "am  Steingrave’  1517.
S.16  (3)  Buxtehude  1525.  S.30  (4)  Bassdaell  1531.  8.40  (87)
Basdalischer  “Recess  up  den  11  daler  schatt  a.1534,  dem  die
16  Pfenningk  gefolgett”.  S.51  (6)  "Thohope  Sate  der  Bremischen
Landttschafft  Middewekens  nach  Cantate  ...  1534.  S.64  (10)  “Der
k.  Maytt.  Commissarien  Vordracht  und  Recess  .  .,  Stadhagen  1541.
S.81  (11)  “Vordrach  undt  Recess  uff  dem  andern  16.  Penningk  .
Bremen  1544.  S.90  (12)  Recess,  Daverden  1549.  S.105  (13)
Daverden  1549  (ist  vordechtig  und  durch  gemeine  stende  nit  bewilliget’).
  S.115  (14)  Vörde  1554.  8.129  Vohrde  1556  =  S.144.
S.137  (17)  "Recess  belangende  das  Höftgerichte’,  Stade  1564.
S.144  “Mandatum  von  Tödttschlegern’,  Vöhrde  1556.  S.150  (24)
“Ertzbischöff  Heinriehen  zu  Sachssenn  Capitulation  ...  1567.
S.183  Recess,  Collen  am  Rein  1568.  9.187  “Folgett  des  Bremischen
Adels  Landtleuffige  gebreuche  .  .  (=  Ritterrecht,  Jurid.790  Bl.136)

1577.  S.213  “‘Erzb.  Heinrichs  Ediet  wegen  der  wucherlichen
Contracten’,  Br.  Vörde  1580;  gedr.  in:  Der  Hzgth.  Br.  und  V.  Polizey-Teich-
  Holtz-  und  Jagt-Ordnung  (1732)  S.935.  8.225  (27?)

Commissionsrecess,  Stade  1597;  S.243  Verpflichtung  Johann  Friedrichs
auf  diesen  Recess  und  8.247  (28)  Capitulation,  Vöhrde  1597.

5.279  Landtagsprotokoll,  Bassdaell  22  May  1584:  "Clage  weylandtt
Clawes  Bickers  nachgelassener  Witwen’;  dann  Schriften  (8.288)  der
Ritterschaft  und  (8.292)  des  Erzbischofs  in  derselben  Sache;  8.305
Landtagsprotokoll,  Bassdale  24  Sept.  1584,  dieselbe  Sache.  3.347
Landtagsprotokoll,  “uff  dem  Steingrabe’  21  May  1585.  8.367  Instruction
  für  die  Abgeordneten  der  Ritterschaft  und  Städte;  8.387
Antwort  des  Domeapitels  auf  die  “Protestation’  von  Ritterschaft  und
        <pb n="143" />
        Histor.  412  —  421  137

Städten;  S.401  Erwiderung  darauf;  8.429  "Duplica’  des  Domcapitels,
1597,  mit  mehreren  Beilagen,  Schluss  fehlt.

Histor.416  63Bl.  zu  32:  201),  cm  18  Jahrh.

“Nachrichten  von  denen  Hertzogthümern  Bremen  und  Verden’,
Antworten  auf  8  Fragen  (der  Hann.  Regierung),  Hannover  2  Aug.
1754.

Dabei  5  Beilagen:  Bl.9  Verzeichnis  der  kgl.  Amter,  dazu
gehörigen  Behörden  oder  Voigteyen  und  darinnen  befindlichen  geschlossenen
  Adelichen  Gerichte.  Bl.22  Verzeichnis  der  besonderen
Distriette  (Marsch-  und  Geestdistriete  und  Städte).  Bl.44  Verzeichnis
  der  geschlossenen  Adelichen  Gerichte.  Bl.52  Speecifieatio
der  Rittergüter;  eine  etwas  spätere  Fassung  als  die  im  Histor.419
Bl.1.  Bl.56  “Verzeichniss  der  vom  Hzgth.  Bremen  (und  BI.62
Verden)  relevirenden  Lehn-Stücke,  soviel  deren  der  Adel  besitzet”.

1799  aus  der  Bibliothek  von  G.  D.  v.  Ende  erkauft.

Histor.419  75Bl.  zu  34:22  em  18Jahrh.

Bl.1  ‘Speeificatio  der  freyen  Rittergüther  in  den  Hzgth.  Bremen
und  Verden’  (alphabetisch),  gedr.  Selchow,  Magazin  f.  d.  teutschen
Rechte  und  Gesch.  II  (1783)  8.297;  vgl.  auch  Histor.416.  B1.10
“Ross-Dienst-Rolle  des  Hzgth.  Bremen’,  nach  1713,  gedr.  Selchow  II
318;  Bl.25  “Rolle,  wornach  die  Ritterpferde  .  .  vorjetzo  .  .  gestellet
werden’,  1727,  gedr.  Selchow  Il  343.  Bl.29  Bestand  der  6  Calenbergischen

  Land  -  Compagnien.  Bl.31  "Laufi-Zettul  ..  au  die
sämmtliche  Landschaftliche  Membra  .  ..  Fürstenthums  Calenberg’

(1758),  gedr.  Selehow  II  265.  B1.45  Landschaftliche  Matrikel  des
F.s  Grubenhagen,  gedr.  Selehow  II  285.  Bl.47  “Ritter-Matrieul
des  Stifts  Hildesheim’  nebst  Protokoll  von  1731,  gedr.  Selehow  II
255.  B1.51  “Confirmatio  Privilegiorum  der  gesammten  Brem-  und
Verdischen  Land-Stände’,  Stockh.  10.9.  1651  (vgl.  Jurid.  646i  Bl.1),
gedr.  Selchow  II  348;  B1.58  Privilegien  der  Ritterschaft  16.  9.  1651,
gedr.  Selchow  II  356.  Bl.62b  “Regulativ  wegen  der  Landschaftlichen

  Wahlen  ‚in...  Bremen  und  Verden’  1721,  gedr.  Selchow  II
362.  Bl.65  Amter,  adelielie  Gerichte  und  Städte  im  Hzgtlı.  Lauenburg.
  Bl.67  “Repartion  der  Einquartierungen  .  .  und  anderer

Leistungen  und  Abgaben  in  Calenberg,  Göttingen  und  Grubenhagen,
gedr.  Selchow  II  415—422.  BI.74  Jährliches  Quantum  des  Magazin-Korns
  aus  dem  Fürstenthum  Göttingen.

Histor.421  LX  Bl.  und  270  +  111  Seiten  zu  311  :
201/,em   Reinschrift  aus  dem  Anfang  des  18  Jahrh.

Kurzer  Bericht  mein  des  Cauzelers  (Barthold  Clemens)  von  der
Kuhla  von  den  inn  I.  K.M.  hiesigen  Hertzogthümbern  Bremen  und
Verden  befindlichen  Lelhn-Gütern,  sambt  einem  Extraet  ex  Actis  feudalibus,
  worinn  das  Corpus  Bonorun  feudalium  und  deren  Natur  und
Beschaffenheit  enthalten  ..  so  zuhr  Königl.  Regierung  übergeben
worden  a.  1705  den  11  Septembris.

Bl.II  Zuschrift  von  B.  C.  v.  d.  Kuhla  an  Generalgouverneur  und
Regierung  mit  Beilagen  A—J  (Patente  1650  --  1684;  Lehntags-Protocollum
  und  Memorial  1684).
        <pb n="144" />
        138  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

BI.XXXVI  “Von  den  Lehn-Gütern  des  Herzogtuhms  Bremen’.
BI.XXXVII  Doppeltes  alphabetisches  Register:  “Bona  feudalia’  und
“Vasalli’.  S.1  beginnt  das  alphabetisch  nach  den  Lehngütern  geordnete
  Werk.  8.210—245  Ergänzungen:  S.210  Lehngüter,  die
hinkünftig  abgehen  werden;  8.212  Vasallen,  die  1684  bei  gehaltenem
Lehntage  renovationem  investitnrae  erhalten  haben,  und  dergl.;  S.218
“Copia  einer  gefundenen  alten  Verzeichnüs  der  LehnGiter  und  deren
possessorum’;  S.  226  Memorial  der  Burgmänner  zu  Horneburg  an  (die
Regierung  1705  “w  egen  des  erblich  ausgekauften  Lehns  des  Burgplatzes
  zu  Horneburg’,  mit  Beilagen  von  1661/2.

S.246  “Von  den  LehnGüthern  des  Hertzogthumbs  Vehrden’.
3.247  Register  (wie  BI.XXXVIM).  S.1  der  zweiten  Zählung  besinnt
  das  Werk.  S.105—111  Ergänzungen:  S.105  abgehende
Stücke;  S.109  Lehnserneuerungen  etc.  1684.

Eine  andere  Hs.  dieses  Werkes  befindet  sich  in  der  Bibliothek
ddes  hist.  V.  f.  Niedersachsen,  vgl.  A.  Ulrich,  Katalog  (1888)  8.76.

1799  aus  v.  Ende’s  Bibliothek  zu  Stade  erkauft.

Histor.422?  III  und  43  Bl.  zu  401),  :27!1/,  cm  und  9  eingeschaltete
  Tafeln  grössern  Formats  1725  Lederband  mit  Goldpressung


Joh.  Chr.  Brandes,  ‘Allerunterthänigste  Gedancken  von  dem  alten
und  neuern  Zustande  des  Deich-Weesens  im  Hertzogthumb  Bremen,
undt  wie  dasselbe  ...  zu  verbessern  .  .  Hannover  1.7.  1725”.

Voran  geht  (Bl.I—IU)  ein  Brief  Brandes’  vom  8.  8.1725  an  den
König  (Georg  I),  mit  welchem  er  sein  Werk  übersendet,  um  sich  für
eine  Anstellung  in  empfehlende  Erinnerung  zu  bringen,  nachdem  ihm
zu  Anfang  des  Jahres  ein  monatliches  Wartegeld  bewilligt  war.
Die  Handschrift  enthält  im  Text  oder  auf  (9)  besondern  Tafeln  eine
Anzahl  sorgfältig  in  Farben  ausgeführter  Zeichnungen:  Ansichten
von  der  Anordnung  der  Pfähle  und  des  Faschinenwerks  beim  Deichbau;
  ferner  ,  Tat.  1)  ein  Kriegsschiff  mit  der  Überschrift  ‘Nimium  ne
fide  sereno’;  dann  folgende  Karten  der  Ufer  und  der  angrenzenden
Marsch-  und  Geest-Distr  icte  zur  Veranschaulicehung  der  Deichbauten
an  den  Mündungen  der  Elbe  und  der  Weser:  Taf.2  linkes  Elbufer,
von  Harburg  bis  Stade;  Taf.3  Fortsetzung  von  Stade  bis  Otterndorf.
Taf.4  rechtes  Weserufer  von  Berensche  im  Amte  Ritzebüttel  bis
Gestendorf;  Taf.5  Fortsetzung  (beide  Ufer)  von  Gestendorp  und
Tettens  bis  Lesum  und  Altenesch;  Taf.6  “Accurater  Grund-  und
Sitnations-Riss  der  famensen  und  sehr  unglückliehen  Grund-Bracke
(des  Jahres  1717)  zu  Wischhaven,  Landes  Kehdingen,  derer  darauft
angestelleten  Durchschläge,  wie  auch  derer  beeden  Noht-  oder
Schrenckel  -Deiche  und  des  dadurch  dem  Wasser  überlassenen
Terrains’;  Taf.9  beide  Elbufer  von  Winsen  a.  d.  Luhe  bis  Blanckenese
sammt  den  Inseln.  Das  Verzeichnis  geogr.  und  topogr.  Charten
und  Zeichnungen  zum  Herzogthum  Bremen  in  (Pratje’s)  Altes  und
Neues  aus  den”  Herzogthümern  “Bremen  und  Verden  VI  (1773)  S.291ft.
erwähnt  diese  Karten  nicht.

Gekauft  1891  auf  einer  Berliner  Auktion.
        <pb n="145" />
        Histor.  422  -—-  431  139

Histor.423  201  Seiten  zu  32:  19!/,  em  1651

“Vehrdischen  ThumbCapituls  und  Clericorunm  Geistliche  Intraden,
wor  dieselben  von  herruhren,  an  wass  orte  sie  belegen,  wer  sie
genossen  und  noch  geniesset.  Conscribirt  den  12  Novembris  a.  1651.

Voran  S.3  “Moderni  Canoniei  Capituli  Verdensis’  und  “Donatarii';
S.4  Register.

1845  aus  Fr.  Bergmann’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.426  15Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Verzeichnis  der  immatriculirten  adlichen  Güter  (in  den  6  Cirkeln
des  Herzogthums  Bremen)  und  ihrer  Besitzer  (nach  1773).  Gedr.
bei  Pratje,  Altes  und  Neues  VII  (1774)  8.189—  218.

Histor.428  6GBl.in  fol.  18Jahrh.  “Vom  alten  Lande‘.
Ist  nur  Auszug  aus  Scharnhorst’s  Nachricht  (-Jurid.646b  II
S.225—  250);  derSchluss  von  derselben  Hand  wie  Jurid.  645  geschrieben.

Histor.  429  21  Bl.  +  276  Seiten  zu  321/,  :  201/,  em
18  Jahrh.

“Kurze  Beschreibung  des  Landes  Hadeln,  von  seinem  Ursprunge,
Ständen,  Strömen,  Schleusen,  Deichen,  Heerwegen,  Gerichtspersonen
und  Dienstpflichtige,  von  der  Cultur  des  Landes,  von  den  Abgaben
der  Einwohner  und  von  den  Erwerbzweigen  und  sonstigen  Commerce.
Beschrieben  von  dem  Bürgermeister  Goetzeke  zu  Otterndorff  im
Jahr  1791.

Voran  Bl.2—21  ein  alphabetisches  Verzeichnis  “verfertiget  .  .
1795  von  Aug.  M.  Stöving,  Bedienter  bei.  .  Geheimenrath  von  Ende,
so  dermalen  die  Hadelschen  sachen  schreibt”.

1822  aus  der  Bibliothek  des  Stadtsyndicus  G.  C.  C.  Meissner  in
Hannover  erkaulft.

Histor.430  6Bi.  zu  32!/),:21em  18Jahrh.

“Beschreibung  der  Länder  Hadeln,  so  von  .  .  Hoffrath  Dr.  Hoffmann
  ist  aufgesetzt  worden’.  1859  auf  einer  Göttinger  Auktion
(aus  J.  Ch.  Leist’s  Nachlasse)  erkauft.

Histor.431  137  Bl.  zu  32:20,  em  18Jahrh.
Sammlung  von  Schriftsticken  betr.  das  Land  Hadeln.  Abschrift.

  Erstes  Stück:  “Zu  wissen  sey  Jedermann  .  .’,  Contract
des  Kirchspiels  Altenbrueh  mit  Justinus  Gallus  als  Prediger,  22  Jan.
1650;  letztes  Stück:  Bestallung  für  H.  und  J.  Steinbrügge  als  Viehschneider,
  Otterndorf  5  März  1677.  Der,  welcher  die  Sammlung
segen  Ende  des  17  Jahrh.  zusammengestellt  hat,  ist  nach  dem,  was
er  selbst  von  sich  auf  Bl.81  erzählt,  eine  angeschene  Persönlielkeit
im  Kirchspiel  Altenbruch  gewesen.  Er  hat  die  Schriftstücke  ohne
besonderes  Ordnungsprincip  zusaminengeschrieben,  jedoch  so,  dass  er
hier  und  da  erläuternde  Zwischenbemerkungen  eimschob  (vgl.  z.  B.
Bl.42.  59.  73.  104.  107b).  An  anderen  Stellen  hat  er  die  Reihe  der
'Sehriftstücke  durch  ausführlichere  Auseinandersetzungen  über  irgendwelche
  Begebenheiten  oder  Verhältnisse  des  Landes  Hadeln  und
besonders  des  Kirchspiels  Altenbruch  unterbrochen,  die  mit  den
Aktenstücken  selbst  in  keinem  direkten  Zusammenhang  stehen.  So
        <pb n="146" />
        140  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

betreffen  Bl.24b  den  Bestand  der  Ländereien  im  Lande  Hadeln
1593  und  1615;  Bl.51—54b  und  80b—81b  die  Prediger  in  Altenbruch
von  1564—1683;  B1.57b—90b  Abgaben,  Bauten  u.  dgl.  1678;  Bl.94b
bis  95  Glockengiessen.

Von  den  Schriftstücken  selbst  betreffen  folgende  die  Anstellung
von  Geistlichen,  Lehrern,  Organisten  ete.  vornehmlich  im  Kirchspiel
Altenbruch:  Bl1  Contract  mit  Justinus  Gallus  22  Jan.  1650;  Bl.3b
Voecatio  Justin  Galli  24  Jan.  1650  (vgl.  Bl.84).  Bl.5  Übertragung
der  Cantorstelle  an  Joh.  Koch  8  Juli  1636.  Bl.7b  Berufung  des
Mich.  Trebbovius  zum  Praeceptor  13  Juni  1637.   BI.9  Vocatio  Nicolai
Wilden,  Organisten  zu  Altenbruch,  Andreae  1629.  Bl.11  Designatio
der  jährl.  Intraden,  so  Detl.  Hanen  als  neu  angenommenen  Organisten

.  übergeben  worden  14  Juni  1617.  Bl.46-—51  Schriftstücke  betr.
die  Besetzung  der  durch  den  Tod  Joh.  Turban’s  erledigten  Predigerstelle
  in  Altenbruch  1629—1630.  Bl.54b  Contract  mit  G.  J.  Tonsor
betr.  Übernahme  des  Archidiaconats  16  Sept.  1668.  Bl.57  Zeugnis
für  H.  Gorsenius  nach  Abhaltung  der  Probepredigt.  Bl.84  Vocatio
des  Justinus  Gallus  20  Juli  1668  (vgl.  Bl.1—  4).  Bl.134b  Vertrag
mit  dem  Scharfrieliter  J.  Jonsen  und  Bl.136b  Bestellung  der  Viehschneider
  H.  und  J.  Steinbrügge,  5  März  1677.

Die  Hauptmasse  der  Schriftstücke  jedoch  sind  Verordnungen,
Recesse  etc.  der  Herzöge  von  Sachsen  -  Lauenburg  für  das  Land
Hadeln.  Fast  alle  sind  gedruckt  oder  erwähnt  in  E.  Spangenberg’s
‘Sammlung  der  Verordnungen  .  .  für  sämmtliche  Provinzen  des
Hannoverschen  Staates  IV  Theil,  3.  Abtheilung:  Corpus  Privilegiorum

.  terrae  Hadeleriae,  Hannover  1823’,  so  dass  unsere  Hs.  möglicherweise
  Abschrift  von  einer  der  in  Spangenberg’s  Vorrede  p.  Ill  und
IV  genannten  Sammlungen  ist.  Im  folgenden  sind  die  Verordnungen
chronologisch  nach  den  Regenten  geordnet:

Johann  IV  Bl.58:  1481  am  Middewecken  na  .  .  Misericord.
lomini  (Spangenb.  S.6).

Magnus  I  Bl.  58:  in  den  hilligen  Vyrdagen  tho  Paschen  .
1518  (erwähnt  Spang.7  n.13).

Franz  I  Bl.75:  Mittw.  nach  Vocem  Jucundit.  1558  (Spang.
34).   BI.101:  6  Aug.  1570  (Sp.39,  wo  Jedoch  ‘16  Aug‘).  BI.38b:
Dienstag  nach  Neujahr  1576  (Sp.45).  Bl.95b:  23  Oct.  1577  (erwähnt
  Sp.50  n.44).  Bl.22b:  13  Juni  1580  (Sp.50).  Bl.66:
Bericht  der  Schulzen  20  Juli  1580  (Sp.52).

Heinrich,  Erzbisch.  v.  Bremen  Bl.97:  1567  (lies  1576)
Dienst.  nach  Nenjahr  (Sp.  46).  Bl.37:  Freit.  nach  Cantate  1576
(Sp.48).  Bl.108:  1588  (lies  1584)  d.  25  Apr.  (Sp.  100).

Franz  U  BlI99:  3Mai  1585  (-Spang.104).   BI.17:  10  Oct.
1590  (Sp.  114).  Bl.32b:  St.  Bartholomäi  1593  (Sp.122).   BI.35:
17  Aug.  1596  (erwälint  Sp.126  n.76).   Bl.42:  20  Juli  1601  (erwähnt
Sp.161  n.83).   BI.67:  2  Aug.  1601  (Sp.  161).  BI.70b:  19  Oet.  1612
(Sp.179).  B1.73b:  19  Oet.  1614  (Sp.181).  Bl.129b:  20  Aug.
1615  (Sp.185).  Bl.79:  4  Jan.  1617  (erwähnt  unter  “1  Jan.  1617
Sp.189  n.111l).

August  Bl.104:  27  Apr.  1619  (erwähnt  Spang.191  n.115).
B1.59:  20  Sept.  1620  (Sp.195).  Bl.43:  16  Aug.  1621  (erwälint  Sp.  201
n.  124).  Bl.12:  19  Oct.  1621  (Sp.202).  un  113b:  10  Jan.  1646
        <pb n="147" />
        Histor.  431  —  435  141

gegen  das  Messerstechen  (Sp.255  “9  Febr).  BI.90b:  14  Apr.  1655
Sp.  265).

J  ulfas  Heinrich  Bl.25:  30  Mai  1654  (gedruckt,  jedoch  ohne
die  Unterschriften  der  Bürger,  Spang.  261).  Bl.29b:  10  Juni  1656
(Sp.269).   Bl.81b:  6  Juli  1656  (Sp.271).   BI.115b:  14  Febr.  1657
(Sp.282,  doch  sind  in  der  Hs.  in  dies  Aktenstück  auch  noch  die
Gravamina,  Sp.279,  hineingezogen).

Julius  Franz  Bl.72  “Erb-Eyd,  so  die  Landschaft  .  .  Julio
Frantzen  .  .  schweren  und  geloben  .  .  (Bl.73:  "den  25  Octob.  1666
ist  dieser  Erb-Eyd  dem  Landesfürsten  auf  den  Wahrungs-Acker  abgeleget..).,
   B1l.130b:  27  Oct.  1666  (Spang.299).  BI.76b:  30  Oet.
1666  (Sp.304).  Bl.86:  14  Juni  1671  (Sp.  311).   DBl.125b:  6  Jan.
1678  (Sp.315  “9  Jan.’).  Bl.85b:  über  den  Vorkauf,  7  Sept.  1678
(wohl  identisch  mit  der  bei  Sp.316  n.224  erwähnten  Verordnung  vom
1  Sept.).

Histor.432  2Bl.in  fol.  18Jahrh.  (J.  D.  Gruber?)
Gutachten,  dass  das  neue  erworbene  Land  Hadeln  ein  Reichs-Fahnenlehen
  sei.

Histor.433  S8Bl.  ın  fol.  erste  Hälfte  des  18  Jahrh.

Beandtwortung  einiger  das  Landt  Hadeln  betreffenden  Fragen
(Zusammenhang  mit  den  Sachsen,  Beziehung  zur  Grafsehaft  Stade,
Zugehörigkeit  zur  Herrschaft  Heinrich’s  des  Löwen  und  der  Sachsen-Lanenburg’schen
  Linie),  Wohl  aus  dem  Nachlass  J.  D.  Gruber’s.

Histor.434  2Bl.infol.  18Jahrh.  Über  die  Bestellung
des  Carsten  von  der  Osten  zum  Schulzen  im  Kirchspiel  Osterende
Ötterndorf,  Landes  Hadeln;  mit  Correeturen  von  G.  A.  v.  Münchhausen.


Histor.435  Perg.  II+72  Bl.  zu  201),  :15  cm  sorgfältige
(holländische)  Sehrift  XV/XVIJahrh.  mit  Leder  überzogener  Holzband
  mit  Schliessen

Vita  8.  Suibertıi.

Bl.2  “Ineipit  prologus  (Pseudo-)  Marcelmi  in  vitam  S.  Zwitberti
ep.  Verdensis.  Venerabili  ..  Gregorio  8.  Traieetensis  ecel.  episcopo
  .  .  Mareelmus  presbiter  gentilium  predieator  .  ..  DBlL4“.  .  Ineipit
  vita  et  actus  S.  Zwitberti  ep.  Verdensis  ecclesie.  Tempore
enim  quo  S.  Martinus  papa  .  ..  Bl.52  “Epistola  ...  Rixfridi  ep.
Traiectensis  eeel.  ad  S.  Ludgerum  ep.  Monasteriensem  super  inquisitione
  miraculorum  S.  Zwitberti.  .   B1l.54  “Epistula  S.  Ludgeri..
rescripta  ...  Rixtrido  .  .  super  miraculis  S.  Zwitberti  .  ..   B1.67b
“Relatio  S.  Ludgeri  de  canonizatione  $S.  Zwitberti  ep..  Bl.70
“Explieit”.

Vgl.  W.Diekamp,  die  Fälschung  der  vita  s.  Suidberti,  in  Hüfter’s
Hist.  Jahrbuch  (Görres-Gesellschaft)  II  (1881)  S.272—287,  wo  diese
Hs.  S.281  erwähnt  wird.  Die  Bibliothek  besitzt  auch  einen  Druck
dieser  Vita,  s.  1.  ct  a.  mit  der  Collation  eines  im  Anfang  unvollständigen
“Ms.  Luneb.’,  vgl.  Diekamp  S.282.

Bl.I  und  72  sowie  an  den  Deckeln:  Pergamentbruchstücke  der
Bibel.
        <pb n="148" />
        142  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Auf  BI.II  steht  “Petrus  van  Putten  (!)  A-1056’  (aus  1656  corrigirt);
  dann  “memor  patriae  pro  Bibliotheca  Göttingensi  offert  David
Arnold  Conradi  M.  Dr.  Lugd.  Bat.  a.  1771  (1).

Histor.436  138Bl.  (BL.7,  47,  81,  83—86  Perg.),  von
denen  Bl.3,  136/7  leer  sind,  zu  29:22'1/,  cm,  mit  schwarzer,  rother
und  grüner  Tinte  beschrieben;  viele  in  Farben  ausgeführte  Bilder
um  1716  brauner  Lederband  mit  Goldverzierungen  und  dem  Titel
“Enchiridion  Hildesiense’

“Enchiridion  Hildesiense,  continens  elenchum  historicum  episcoporum
  ..  et,  synehronismo  marginali  distineto,  Pontificum  et  Imperatorum
  Rom.,  ex  probatissimis  authoribus  et  manusecriptis  .  .,  cum

epitome  descriptionis  .  .  Capituli,  Monumentorum  et  Antiquitatum
Eeclesiae  Cathedralis  aliorumque  notabilium  dioecesis  ...,  mappa
chorographica  dioecesis  (diese  fehlt),  scenographia  eivitatis  .  ..  exornata,

  ..  tabulis...  genealogieis...,  adumbratum  ..  a  Joh.  Christiano
Rosenthal,  Consiliario  Aulico  Regiminis  et  Limitum  Episcopatus
Hildesiensis’  (gedrucktes  Titelblatt  B1.5).

Die  Kön.  Bibliothek  in  Hannover  enthält  eine  Hft.  no.  XXI  1231  mit
dem  ebenfalls  gedruckten,  langen  Titel  “Compendium   historieochronologieum
  episcoporum  Hildesiensium  .  .  .  autlıore  J.  C.  Rosenthal’.
  Dies  ist  die  2.  bis  1731  weitergeführte  Ausarbeitung  unseres
Enchiridion’s;  in  der  Vorrede  sagt  Rosenthal  “nueleum  historieum  ..
manı  mea  exaratun  prineipi  electori  Josepho  Clementi  .  .  a.1715
sub  titulo  Enchiridii  Hildesiensis  cum  extensiore  huius  dioecesis  chorographica
  delineatione  (diese  war  also  besonders  und  befindet  sich
nicht  mehr  beim  Enchiridion)  Bonnae  obtuli’.  Das  Göttinger  Exemplar
des  Enchiridions  ist  jedoch  mit  eigenhändigen  Zusätzen  von  Rosenthal
  bis  1721  ergänzt.  Im  Folgenden  soll  die  I.  Ausgabe  (in
Goettingen)  mit  der  II.  stark  erweiterten  (in  Hannover)  verglichen
werden.

I  Bl.1  und  2  Summarium  von  A.  Brackel’s  (Brachel)  Historia  1618
bis  1649:  liess  II  weg.  I  Bl.4  vgl.  unten  zu  I  Bl.13b.

I  Bl.5  Der  gedruckte  Titel:  ersetzt  durch  den  andern  Druck
II  Bl.1.

I  Bl.6  Widmung  an  Joseph  Clemens  (1714  verfasst),  fast  gleichlautend
  mit  (II  Bl.2)  der  Widmung  an  Clemens  August.

I  Bl.?T  Das  auf  Pergament  gemalte  Wappen  des  Erzbischofs  mit
Inseriptio,  feiner  gemalt  als  IE  Bl.3  (Wappen  und  Bibelsprüche).

I  Bl.8  und  9  Vorrede  an  Joseph  Clemens:  II  Bl.4—7  ganz  neue
Vorrede  an  Clemens  August.

1  Bl.10—12-118—10:  Vorrede  an  den  Leser.

(A)  I  Bl.13—45-1I  11—53  Series  episcoporum.  In  I  Bl.13b
Bild  mit  Karl  d.  Gr.  und  Ludwig  d.  Frommen;  darnach  ist  gemacht
der  Stich  von  Brandes  mit  der  Inschrift  Gloriosa  Antiquitas  Hildesina,
welcher  in  IBl.4  und  11  Bl.83  eingeklebt  ist;  vgl.  unten  zu  I  Bl.54  ff.
Die  Series  ist  in  I  bis  1716  geführt,  dann  bis  1720  ergänzt.  In  II
ist  der  Text  vielfach  geändert  und  Bl.48—51  die  ausführliche
Schilderung  von  1721—1731  zugesetzt;  dann  sind  (als  Bl.41  42
44  45  47  49)  die  auf  Pergament  fein  gemalten  Bilder  des  52.  bis
97.  Erzbischofs  eingesetzt.
        <pb n="149" />
        Histor.  436  143

I  46a  Epiphonemata  (Verse):  fehlen  in  H.

(B)  I  Bl.47  Epitome  descriptionis  Capituli  Cathedralis  aliarumque
ecclesiarum  .  .  nee  non  (I  Bl.54)  Monumentorum  et  antiquitatum  in
iisdem  primarie  memorandorum.  I  enthält  auf  der  Rückseite  des
(Pergament-)  Blattes47  das  Bild  einer  Pyramide  und  BIl.49  und  50
ein  Verzeichnis  der  Domherrn,  was  beides  in  II  fehlt;  über  I  Bl.51
vgl.  unten  zu  I  Bl.65b;  die  Insignia  VII  eeclesiarum  und  die  Stadtsiegel
  (I  Bl.53b)  fehlen  in  IL  Dagegen  enthält  I  BI.56—82
mehr  die  Abschriften  von  vielen  Hildesheim  betreffenden  alten  und
neueren  Urkunden  der  Kaiser,  Päbste  und  Anderer.

(C)  1B1.54  (II  84)  beginnt  die  Appendix  monumentorum  et  antiquitatum
  quorundam  Hildesiensium.  In  I  sind  in  den  Text  (Bl.54
bis  59)  etliche  gemalte  Tuschzeichnungen  gemiseht;  dann  gehören  zu
diesem  Absehnitt  die  auf  Bl.46b  71b  72b  74b  bis  81  (B1.81  ist  Pergament)
befindlichen  grossen  gemalten  Zeichnungen  von  Hildesheimer  Merkwürdigkeiten.
  In  den  Text  von  II  (Bl.84—93  und  106)  ist  nur
(Bl.86a)  eine  bemalte  Zeiehnung  eingesetzt.  Statt  der  übrigen
Zeiehnungen  hat  Rosenthal  selbst  (vgl.  Vorrede  BIl.7)  Kupferstiche
eingesetzt.  Dieselben  sind  bezeichnet  mit  “Joh.  Lud.  Brandes  Sculp.
Hildesh..  Es  sind  11  Stiche  (B1l.94—104);  dazu  kommen  BIl.83
(vgl.  I  Bl.4  und  13b),  dann  Bl.108  und  109.  Brandes  hat  offenbar
im  Auftrage  von  Rosenthal  gearbeitet  und  diese  Stiehe  sind  mit  den
Zeiehnungen  in  I  sehr  verwandt;  bei  ihrer  Ausführung  aber  sind
jedenfalls  die  Originale  von  nenem  benutzt  worden.  Von  den  Kupferplatten
  kamen  6  in  die  Hände  von  E.  Spangenberg,  weleher,  ohne
von  den  früheren  Drucken  etwas  zu  wissen,  5  oder  6  derselben
(-11Bl.94  96  98  100  101  und  104)  im  Vaterl.  Archiv  1825  8.245,
1827  S.188  und  1828  5.307  drucken  liess  und,  da  er  dureh  La  Tour
etwas  gehört  hatte  von  dem  obigen  Blatte  (I  Bl.4-1II  Bl.83)  mit  der
Inschrift  “Gloriosa  Antiquitas  Hildesina’,  die  Fabel  von  dem  ‘sehr
seltenen’  Brandes’schen  Werke  dieses  Titels  ersann.

I  Bl.60  “Praeeeptum  Ludoviei  Pii  .  ..  et  diplomata  Henriei  II
aliaque  diplomata  ...  cum  (Bl.65b)  deseriptione  hodierni  status
dioeeesis’.  Zuden  in  I  Bl.60—65a(-IIBl.105  und  110—115)  gegebenen
Urkunden  sind  in  II  B1l.116—120  andere  gefügt;  die  erste  (Kaiser
Arnulf  vom  7  Dee.  892)  nach  einer  von  Leibniz  (20  Dee.  1714)  übersendeten
  Absehrift  und  mit  dessen  Besserungen.

I  Bl.65b—  71  (IL  121)  Hodiernus  dioeeesis  status  und  dazu  (I  Bl.72
bis  74-11  127b  und  125)  Supputatio  summaria  Topographiea  nee
non  eatalogus  stemmatum  nobilium  nt  et  eivitatum  dioecesis.  Dazu
gehörte  jedenfalls  in  I  die  verlorene  “extensior  dioeeesis  chorographica
delineatio’  und  die  oben  (I  Bl.51)  eingesetzte  Zeichnung  “Scenosraphia
  metropolis  Hildesiensis’”.  In  II  sind  an  deren  Stelle  getreten
die  beiden  Stiehe  von  Brandes:  II  Bl.108  Genuina  Tabula  episcopatus
Hild.  Clementi  Augusto  .  .  oblata  a  J.  C.  Rosenthal;  dann  IT  B1.109
Ichnographia  eivitatis  Hild.  In  II  Bl.  129—134  ist  noch  Verschiedenes
(bes.  Actus  homagialis)  zugesetzt.

(D)  I  Bl.82—100  (11  135—155)  Tabulae  genealogicae.  I  BI.83
und  85  die  auf  Pergament  gemalten  Wappen  von  Baiern  und  Br.
Lüneburg  (fehlen  in  ID;  dann  Stammtafeln  von  Bayern,  Br.  Lüncburg,
  (II  140  Östreich;  fehlt  iu  D,  Ringelheim,  Wintzenburg,  Schladen,
        <pb n="150" />
        144  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

Dassel,  Peine,  Poppenburg,  Wohldenberg  und  Wehrder  (de  Insula),
Ruhta,  Westerhoven,  Lutter,  Eseherde,  Woltingeroda,  Dorstadt  (alle
mit  dem  Wappen).

(E)  I  Bl.101—129  (UI  156—199)  Index  seleetissimus  Enchiridion
(Compendium)  supplens,  mit  vielen  Zugaben;  in  I  ausführlicher  als
inl.  Dazu  (1  Bl.130—135:  II  200-206)  Prophetia  Malachiae  (war
primas  Hiberniae  1130)  de  sueccssione  summorum  pontificum  (a.  1143
bis  1700)  und  Acrostiehis  de  extremo  indieio  (“Iudieis  adventu  magni
sudore  videbis’”)  und  Aehnliches.

In  I  Bl.138  sind  noch  später  zugesetzt  die  Namen  der  Cancellarii
Hildesienses  1575—1721.  In  II  enthalten  B1.208—248  Addenda
mit  vielen  Versen  und  vielen  alten  und  neuen  Hildesheim  betreffenden
Urkunden.

Bei  Lüntzel,  Geschichte  der  Diöeese  und  Stadt  Hildesheim  I  (1858)
S.399  ff  ist  unter  den  Quellen  und  Bearbeitungen  der  Hildesheimisehen
Geschichte  dies  Werk  nicht  erwähnt.

Das  Goettinger  Exemplar  wurde  1830  aus  der  Bibliothek  des
Consistorialraths  und  Canonicus  Fr.  L.  A.  de  la  Tour  in  Hildesheim
erkauft;  derselbe  hatte  zu  Spangenbergs  Abdrucke  der  erwähnten
Kupfer  eine  Beschreibung  der  Hildesheimer  Kunstalterthümer  liefern
wollen.

Histor.437  Druck  mit  5  vorn  und  29  hinten  zugefügten
Blättern  zu  291%,  :191%  cm  17  Jahrh.

(Conr.  Botho)  Cronecken  der  sassen.  Mencz  1492.  Druek.

Auf  den  voraugehenden  Bl.1b  bis  5  stehen  von  Balthasar  Evers
(in  Hildesheim)  "Deductiones  genealogicae’  (1640)  über  die  mit  Evers
verwandten  Familien  Wierhusen  (Wiedershausen),  Voss,  Blecker,
Boek,  Truwe  (Truhe);  dann  Bl.5b  über  Evers.

Auf  den  hinten  angebundenen  Blättern:  Bl.1a,  4b  und  5b
Notizen  über  das  Leben  Valentin  Evers’.  Bl.1b—8  Familienchronik
  von  Val.  Evers,  1601—13,  darin  (Bl.6  und  7)  “Warnunge
ann  alle  so  unrecht  Eydtt  schwerenn  .  .,  (Bl.9)  Schuldverschreibung
1618.  Bl.10b—23  “Curriculum  vitae  mein  Baltzer  Evers’  mit
vielen  Eintragungen  über  Zeitereignisse.  Eingeschaltet  von  Balth.
Evers  Bl.18  und  19  “Personalia  Ludolphi  Evers’  (seines  Bruders)
und  Bl.19b  “Memoria  Petri  Balth.  Evers’  (seines  Sohnes).  BI.27b
bis  29  Uber  Grabstätten  der  Familie,  von  B.  Evers.

1754  aus  einer  Auction.

Histor.  438  126  beschriebene  Bl.  zu  34:  201/,  em

um  1600  Einband  ein  Pergamentblatt  mit  Liturgie  beschrieben
(XIV  Jahrh.)

“Verzeichnüsz  der  Ankünfft  des  Stiffts  und  Stadt  Hildeszheim  und
aller  seiner  Bischöffe,  deszgleichen  (B1.73ff.)  Andere  geschicht,  Aufs
Kurzeste  zusamen  gezogen  durch  O0.  M.  Burgern  zu  Hildeszheim;
unnd  hemach  von  mir  J.  S.  jn  vielen  stucken  corrigirt  und  vormehret’.
  Bl.2  Anfang  “Das  Stifft  Hildeszheim  ligt  im  Landt  zu
Sachsen’;  Bl.4  “Guntherus  der  Erste  Bischoff  ..  ein  Man  eines  feinen
Gottseligen  Wandels,  beide  mit  lehren,  thun  und  leben’;  BI.72
“Ernestus  der  52.  Bischoff.  Anno  d.  1573  .  ,  bis  1585.  Bl.73
        <pb n="151" />
        Histor.  437  —  441  145

“Von  Krieg,  Mordt  undt  Bluthvergiessung’  880—1572,  dann  (Bl.89)
andere  ebenfalls  in  sich  chronologisch  geordnete  Abschnitte,  deren
letzter  (Bl.119)  “Von  seltzamen  zusamenkunfften  der  Burger  zu  Hild.’
überschrieben  ist.

Bl.123  “Warer  bericht  von  aufkohmen  undt  zunahme  der  Newstadt
  vor  Hildesheim,  aus  alten  Monumentis  undt  glaubwurdigen
Nachriehtungen  zusamen  gezogen  von  mir  J.  8’;  schliesst  “sondern
allein  von  ettlichen’.

Auf  Bl.1  “Verus  huius  libri  possessor  Balthasar  Evers  Ao.  1626’.

Histor.439  625  Seiten  zu  31:19  em  17  Jahrh.

Joh.  Letzner  Hardessianus:  Chronica  undt  aussführliche  Historische
  Beschreibung  dess  Löbl.  hohen  Bischofl.  Stifts  Hildesheim.
Über  Letzner’s  im  J.  1605  (vgl.  5.238)  abgeschlossene  Hildesheimische
Chronik  vgl.  besonders  Rethmeier’s  Braunsehw.-Lüneburgische  Chronik
(1772)  p.14;  andere  Hss.  siehe  bei  Bodemann,  Handschriften  ...  zu
Hannover  n.  1224  und  1225;  ausserdem  Göttingen  Histor.440.  Die
vorliegende  Hs.  enthält  Buch  I  “Von  dem  Anfang  und  dehm  Nahmen
des  Stifts  Hildesheimbs,  auch  von  dem  Gebäu  der  Thumbkirche  .
(3  Theile  zu  5,  52  und  9  Capiteln),  (S.287)  Buch  II  "Vom  Ursprunge
und  Anfange,  Zu-  und  Abnehmen  der  Nahmen,  Oerter  .  .  der  andern
Stifte...  (57  Capitel),  (S.503)  Buch  III  “Von  etzlichen  Graaf-  und
Herschaften  so  etwan  dem  Stift  Hildessheimb  eigenthümlichen  zugestanden’
  (43  Capitel).  .

1810  vom  Pastor  Essken  zu  Lutterhausen  gekauft.

Histor.440  783  Seiten  zu  36:24  em  17/18  Jahrh.

Hildesheimische  Chronieca  ..  dureh  Joh.  Leznerum  Hardesiıanum,
  Buch  2  und  (S.383)  Buch  3.  Vgl.  Histor.439.

Histor.  441  1  Bl.  +552  Seiten  zu  331%,  :20  em  Ende
des  16  Jahrh.

Bl.1  “Abrisz  der  Löblichen  .  .  Stadt  Hildeszheimb’,  Holzschnitt.

S.1  Reimchronik  “Van  der  Stifftes  Vehide’,  Anfang  “Ane  hulpe
und  Gnade  des  heren’;  gedr.  in  der  Zeitschrift  des  Museums  zu
Hildesheim  I  (Die  Stiftsfehde  ..  hsg.  v.  Lüntzel  1846)  S.161  aus
6  andern  Handschriften.  Am  Rande  steht  “Ex  vet.  chron.  S.  in  s.
(sem.  (?)  dess  Stifts  Hildesh.  Wapen,  darbey  ein  Rabe  hatt  dass
Pferdeauge  im  munde,  mit  diesen  Reimen:  Zur  geistlichen  Jurisdietion
  .  ..  S.49  "Nu  folgett  datt  Leidt  vonn  der  feide’,  35  Strophen,
Anfang  “Do  goddes  son  geboren  wart’;  gedr.  in  der  oben  genannten
Zeitschrift  S.192  (unter  den  dort  angeführten  Handschriften  ist  die
Wolfenbütteler  und  die  Müllersche  am  nächsten  verwandt)  und  bei
Lilieneron,  die  hist.  Volkslieder  der  Deutschen  .  .  HE  (1867)  S.271
10.  824.

S.61  "Beschreibung  der  leben  der  bischoppen  des  Stifftes
Hildenssheimb’;  Vorrede  “Der  theure  undt  fromme  Cristlicher
Keiser  Carolus’;  S.71  Text  “Der  1.  Bischoff  Guntharius’;  S.306  “Der
52.  Bischoff  (a.  1573  gekohren)..  Es  ist  das  Werk  Joh.  Letzner’s
(dem  Inhalte  nach  mit  Buch  I  Theil  2  seiner  Chronik  des  Stifts  Hildesheim
  sich  deekend),  aus  dem  Julius  Graf  v.  Oeynhausen  in  der  Zeit-10
        <pb n="152" />
        146  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

schrift  des  hist.  Ver.  f.  Niedersachsen  1873  S.246—265  eine  Anzahl
von  Beilagen  naeh  Bd.68  der  Redinghovensehen  Colleetaneen  in
München  (vgl.  Vierteljahrssehrift  für  Heraldik  XIII  1885  8.292)  und
einer  Hs.  des  Staatsarchivs  zu  Hannover  mitgetheilt  hat.

S.309  Chronik  von  Braunsehweig.  Das  Werk  ist  sehr  ungeordnet.
  Auf  der  vorangehenden  Seite308  steht  ein  Absehnitt  über
die  Enthauptung  der  Rathsherren  “Anno  1474  vierzehn  tage  nach
Ostern  .  ..  Dann  folgt  5.309  “Das  1.  Cap.  Vom  Graell’  (1481),  vgl.
Rehtmeier,  Chronicon  U  S.752.  Am  Schluss  des  18.  Cap.  S.401  steht
“Finis  seeundi  libri’.  Bis  Cap.13  folgen  die  Ereignisse  chronologiseh,
oft  mit  grossen  Sprüngen,  bis  1555;  mit  Cap.  14  wird  anf  frühere
Ereignisse,  besonders  1494—97,  zurückgegriffen;  am  Schluss  des  letzten
Capitels  wird  die  Verpfändung  der  Asseburg  ete.  erzählt:  Rehtmeier
S.689  eitirt  zu  seiner  Darstellung  eine  “Braunschw.  geschriebne  Chron.
lib.  II.  in  fin’,  was  für  das  vorliegende  Werk  zutreffen  würde.
S.401  “Das  dritte  Bneh’,  1410  —1494;  die  Capitelzählung  ist  gestört;
denn  die  auf  Cap.5  folgenden  Capitel  sind  gezählt:  9,  8,  14,  17;
Schluss  8.468  “auch  alss  ihres  gebihtes  ohne  verhindernus  gebrauchen’.
  S.332/6  ist  eingeschaltet  “Ein  gedieht  vom  Abt  Lambarto,
  einem  verlogenen  Munniehe,  dess  Ülosterss  Verretersshausen  .  .’
(von  1549),  gedr.  bei  Lilieneron,  hist.  Volkslieder  IV  (1869)  8.485
10.580.

S.469  “Warhafftiger  unndt  bestendiger  gegenbericht...  Valentin
Bischoffes  zu  Hildessheimb  auff  ..  Erikes  des  Elteren,  Heinrieh  des
Jüngeren,  Hertzogen  zu  Braunschweig  .  .  Aussehreibent  ...  1538’,
Montag  nach  Mauriti)  (23  Sept.)  1538,  mit  mehreren  eingeschalteten
Urkunden.

S.513  “Das  Eehte  dingk  dieser  E.  Stadt  Braunschweig,
gegeben  an  .  .  1532  jhare  Donnerstages  nach  Agapiti,  geschrieben
1584’;  zeigt  die  zu  Jurid.771  III  angegebene  Abweiehung  vom  Druck.
Der  Sehluss  fehlt,  denn  8.548  schliesst  mit  der  Uberschrift  (XXV)
“Van  nachtgange  .  (vgl.  Urkundenb.  d.  St.  Br.  I  338).

S.549  “Von  der  Huldigung,  wo  de  plegt  thotogande’,  Anfang
“Anno  1504  amb  tage  Deeollationis  Joh...  schaeh  de  huldung  ..
Heren  Johan  .  .  up  dem  Rathuse  tho  Hildessh.’.

1811  aus  Schlözer’s  Bibliothek.

Histor.442  1Bl.  +  1301  Seiten  zu  35  :22!1/,  cm  vor
1703   gepresster  Pergamentband

“Chronicon  Hildesiense  eonseriptum  per  R“w  Patrem  Joannem
Elbers  Soe.  Jesu’  (bis  1573).  Erwähnt  bei  Lüntzel,  Geseh.  der
Diöcese  und  Stadt  Hildesheim  I  (1858)  S.406  und  A.  de  Backer,
bibliotheque  des  eEcrivains  de  la  C.  de  Jesus  I  (1869)  Sp.1714.  Eine
andre  Hs.  befindet  sich  in  der  Bibliothek  des  hist.  Vereins  f.  Niedersachsen,
  vgl.  A.  Ulrich,  Katalog  I  (1888)  8.70.

Auf  dem  innern  Einbande  steht  “Joannes  Sigismundus  1.  b.  de  et
in  Reuschenberg  m.  p.  Hildesii  1703  27  Aprilis.  Ora  pro  me’;  auf
Bl.1b  ist  ein  in  Kupfer  gestoehenes  Ex-libris  eingeklebt  “Bibliothecae
publieae  apud  ecelesiam  cathedralem  Hildesiens.”.  Drei  beiliegende
Blätter  enthalten  einige  Excerpte  aus  dieser  Hs.  von  anderer  Hand.
        <pb n="153" />
        Histor.  442  —-447  147

Histor.443  1Bl.-+2835  Seiten  zu  32:20  em  Reinschrift
des  18  Jahrh.

“Bericht  der  Vehde  zwischen  den  Bischöffen  zu  Hildesheim  und
Minden,  und  den  Hertzogen  zu  Braunschweig  und  Lüneburg,  wie
dieselbigen  zu  Krieg  gerathen,  die  Schlachtung  auf  der  Soltauer
Heyde  darauf  erfolget,  auch  was  derentwegen  allenthalben  ferner  fürgelauffen.
  Anno  1519.

Uber  dies  Werk,  das  Ch.  L.  Bilderbeck  in  seiner  Sammlung  ungedr.
  Urkunden  z.  nieders.  Gesch.  I  St.4  (1752)  8.1—172  unter
anderm  Titel  “Wahrhafftige  Beschreibung  Auss  was  Ursachen  .
abgedruckt  hat,  vgl.  Delius,  die  Hildesh.  Stifts-Fehde  (1803)  S.XVIIL,
welcher  Herzog  Wilhelm  von  Br.-L.  (7  1592)  als  Verfasser  annimmt.
Eine  Hs.  mit  dem  Titel  unserer  Hs.  erwähnt  Lüntzel,  die  Stiftsfehde
(=  Zeitschrift  des  Museums  zu  Hildesheim  I  1846)  S.3.

1810  aus  der  Auction  des  Canzleidireetors  Willich  zu  Celle  erkauft.


Histor.444  23Bl.  in  fol.  17/18  Jahrh.

Bl.7  Testament  des  Canonieus  von  S.  Crueis  in  Hildesheim  Moritz
v.  Sode  (vgl.  Histor.277)  mit  (Bl.20b)  einem  Nachtrage  vom  2  Mai
1594.  Voran  geht  Bl.1  Bestätigung  des  Testamentes  durch  Erzbischof
  Ernst  von  Cöln,  mit  Beglaubigung  der  Abschrift  durch  den
Hildesheimer  Notar  Joh.  Denecker.  Bl.3b  Schuldverschreibung
des  Raths  von  Hannover  zu  Gunsten  von  M.  v.  Sode,  “Montages  in
den  Heiligen  Ostern’  1604,  mit  Beglaubigung  durch  den  Hildesheimer
  Notar  Joh.  Rappenhagen.  Alles  Abschriften  von  einer
Hand.

Histor.446  54Bl.  zu  20:15em  18Jahrh.

Bl.1  Zufällige  Gedancken  von  der  Grafschaft  Peina  und  dess
Chur-  und  Fürstlichen  Hausses  Braunschw.-Lüneburg  daran  habenden
Rechte  (20  8$).  Als  Name  des  Verfassers  ist  von  J.  H.  v.  Bülow’s
Hand  hinzugefügt:  (Joh.  Wilh.  v.  ?)  Goebel.

Bl.33  Kurtzer  Extract  was  bey  der  Kayser  Wahl  zu  mercken

(46  88).

Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heinr.  v.  Biilow’s.

Histor.447  286  Bl.  zu  34!/,:21em  19  Jahrlı.

Prof.  G.  Fr.  W.  Meyer,  Physiograph  des  Königreichs  Hannover,
“Kurzgefasste  Physiographie  des...  Hn.  Grafen  von  Münster  zugehörigen
Ritterguts  Derneburg  und  Astenbeck’,  Concept.

Bl.55  beginnt  das  im  Juni  1819  während  eines  9  tägigen  Aufenthaltes
  in  D.  niedergeschriebene  Werk.  Es  behandelt  ausführlich
Lage  und  Zusammensetzung  (Bl.266  “Vermessungs-Register”)  des
Gutes,  Boden-  und  Wasserverhältnisse  und  vor  allen  Dingen  seine
Flora  (Bl.117—178  und  Copie  B1.179—  228).  Bl.2—54  Erster
Nachtrag’  Sept.  1825  (das  Vorwort  datirt  "im  Januar  1826”).
Bl.52/53  und  232—240  Briefe  an  Meyer  von  Buresch  und  Wendt,
Beamten  des  Gr.  v.  Münster,  1819  und  1826.  Das  Original  ist
sicherlich  dem  Cabinetsminister  Grafen  von  Münster  gewidmet  worden.

1856  von  Prof.  A.  Grisebach  in  Göttingen  geschenkt.

10*
        <pb n="154" />
        148  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.448  27Bl.  zu  33:20!/),cm  18Jahrh.

“Acta  betr.  die  Kirchenreformation  der  Stadt  Goslar  im  Jahr
1528”  (Copien).

Bl.1  M.  Luther  an  die  Gemeinde  zu  St.  Jacob  in  Goslar,  Wittenberg
  31  Mai  1529;  gedr.  J.  M.  Heineccii  Antig.  Goslarienses  (1707)
p.453.  Bl.2  “Verbündniss  zwischen  dem  Rath,  Gilden  und  gem.
Bürgerschaft  der  Reformation  halber  treulich  bei  einander  zu  stehen,
jedoch  gegen  K.  Majestät  nichts  zu  tentiren  .  ..  1528’.  Bl.12
Artikel  durch  die  Pfarrleute  der  St.  Jacobikirche  dem  Rathe  am
18  März  1528  übergeben.  Bl.19  Erlass  von  beiden  Räthen,  Gilden
und  Gemeinheit,  24  Aug.  1529.  Bl.21  Derselben  Antwort  auf  die
anı  16  Oct.  üibergebenen  Artikel,  22  Oct.  1528.  Bl.25  Antwort  des
Ratlıs  von  Goslar  auf  das  folgende  Schreiben,  5  April  1528.  Bl.27
Markgraf  Joachim  von  Brandenburg  und  Herzog  Erich  von  Br.-Lün.
an  die  Stadt  Goslar,  Lehenyn  25  März  1528.

1811  aus  H.  P.  C.  Henke’s  Bibliothek  erkauft.

Histor.449  21Bl.  zu  20:16!/,cm  18Jahrh.

Joannis  Letzneri  Bericht  von  Christoph  Osterod  aus  Gosslar
bürtig  und  Protocollum  ministerii  Goslariensis  de  ipso  eiusque
matre  (1586).  Es  ist  die  von  Letzner  dem  3.  Buche  seiner
Braunsehw.  Lüneburg.  und  Göttingenschen  Chronik  vorangeschickte
Darstellung  mitsanıt  den  Actenstücken  (vgl.  darüber  die  Beschreibung
von  Histor.249  Bl.25—70),  von  denen  hier  nur  die  Antwort  der
Goslarschen  Prediger  fehlt.

Chr.  Aug.  Heumann  liess  den  Bericht  abschreiben  “ex  autographo
Letzneri,  welches  mir  b.  Dransfeldii  antecessoris  mei  filius  commnnieiret
  hat  ...  Gegenwärtige  Abschrifft  habe  ich  mit  dem  Original
accurate  collationiret  .  .  (Bl.19b).  Am  Rande  hat  Heumann  ausserdem
die  Varianten  des  Druckes  in  Heineceius’  Antiquit.  Goslar.  522—539
notirt;  auch  der  Titel  ist  von  seiner  Hand  hinzugefügt.  Vgl.  Zeitund
  Geschicht-  Beschreibung  d.  St.  Göttingen,  1734,  IV  173.

Aus  der  Bibliothek  des  "Göttinger  Gymnasiums.

Histor.451  321Bl.  zu  31:20em  18Jahrh.  Reinschrift

“Extraet  der  Landtages-Sachen  und  Handelungen  (des  Hochstifts
Osnabrück)  de  1570  usque  ad  a.  1700°  (vielmehr  bis  1707).  Nach
Cod.  histor.452  Bl.2b  hat  diesen  Auszug  im  Jahre  1727  Dr.  Gildehausen
  angefertigt,  d.  i.  doch  wohl  der  Osnabrücker  Syndieus  Christ.
Gerhard  Gildehausen,  über  den  zu  vergleichen  ist  “Virgo  primaria

Christ.  Clara  Frane.  .  .  Gildehausen  ..  defuncta  est  Osnabrugi  .
v.öf.  Am  Rande  sind  die  Seitenzahlen  (408)  der  Vorlage  "beigeschrieben;
  vgl.  Histor.  452.

Histor.452  290Bl.  zu  31:20  em  18Jahrh.  saubere
Reinschrift

“Alphabetisches  Verzeichniss  der  vornehmsten  Sachen,  welche
auf  den  Ossnabrückschen  Land-Tagen  von  1555  bis  1757  abgehandelt
  worden  oder  vorgekommen’.  Als  Verfasser  des  alphabetisch
angelegten  Repertoriums  nennt  sich  am  Ende  der  Vorrede  (BIl.5)
“Preuss’,  Osnabrück  d.  8Mart.  1770.  Die  Seitenzahlen  hinter  manchen
        <pb n="155" />
        Histor.  448  —  457  149

Artikeln  beziehen  sich  auf  den  Auszug  Gildehausen’s,  der  in  Cod.
Histor.451  enthalten  ist,  und  zwar  auf  die  dort  am  Rande  beigeschriebenen
  Zahlen.

Histor.453  283  Bl.  zu  311%,  :20  cm  18Jahrh.  saubere
Reinschrift

Berichte  der  Drosten  und  Beamten  der  Amter  des  Hochstifts
Osnabrück  über  33  die  Bewirthschaftung  ete.  des  Landes  betreffende
Fragen,  im  Jahre  1663  auf  Anweisung  der  bischöflichen  Regierung
(Ernst  August’s  von  Braunschweig-Lüneburg)  in  Iburg  eingesandt.
Bl.1  Erlass  der  Regierung,  Iburg  4  Mai  1663,  nebst  Angabe  der  33
Punkte.  Am  Rande  von  Bl.1  steht,  vielleicht  auf  den  ganzen  Band
bezüglich,  “Das  Original-Concept  hiervon  ist  befindlich  in  der  Registratur
von  weyl.  Churfürst  Ernst  Aug.  1.  in  dem  kleinen  Volumine  n.34b
sub  rubro:  Wegen  der  33  Puneten’.  Bl.7  Bericht  des  Amtes  Iburg,
Bl.57  Fürstenau,  Bl.95  Witlage  und  (Bl.131)  Hunteburg,  BIl.154
Grrönenberg,  Bl.180  Vörden,  Bl.244  Reckenberg.

Histor.454  1Bl.-+  323  Seiten  zu  311%  :20  em  Ende
des  18  Jahrh.  saubere  Reinschrift

Nachrichten  die  Beschaffenheit  der  sämmtlichen  Kirchspiele  des
Hochstiffts  Osnabrück  betreffend,  extrahirt  aus  denen  desfalls  von
den  Voigten  im  Jahre  1723  eingesandten  Berichten,  1774.

Histor.455  VIBI.-+  156  Seiten  zu  31:20  em  '  Ende  des
18  Jahrh.  Reinschrift

Von  den  Schatzungen  und  der  Stifts-Casse  im  Hochstift  Osnabrück
  1770,  34  S8.

Histor.456  ?201Bl.  zu  31:20  em  18Jahrh.  saubere
Reinschrift

Schriftstücke  betr.  den  Streit  wegen  der  Archidiaconats-Jurisdietion
in  Hochstift  Osnabrück:  Bl.1—191  Rechtliches  Gutachten’
(16  Quaestiones)  nach  1725;  am  Rande  die  Seitenzahlen  der  Vorlage.
Bl.192—201  Grundriss  einer  vom  .  .  Churhause  Hannover  gegen  die
Osnabrüggischen  Archidiaconos  abzulassenden  Deduction.

Histor.451—456,  in  gleichen  Einbänden,  sind  1799  aus  der
Bibliothek  des  Geh.  Raths  G.  D.  v.  Ende  in  Stade  erworben,  dessen
Ex-libris  jedem  Bande  vorn  eingeklebt  ist.

Histor.456e  64  gezählte  Seiten  in  fol.,  von  denen  18
fehlen  18  Jahrh.
J.  D.  Gruber,  Erörterung  über  das  Jurisdietionsreeht  der  Archidiacone
  des  Bisthums  Osnabrück.  Von  Gruber  eigenhändig  geschrieben.
  Am  Ende  unvollständig.

Histor.457  516  Seiten  zu  34:201/,  cm  18  Jalhırh.
Uber  die  geistliche  und  weltliche  Gerichtsbarkeit  im  Hochstift
Osnabrück.  Anfang:  “Der  TI.  Abtheilung  1.  Capitul.  Von  der
Geistlichen  Jurisdietion  derer  Osnabr.  Bischöfen  überhaupt  .  ..
Die  umfangreiche  Arbeit  scheint  von  einen  hannoverschen  Regierungsbeamten
  im  Auftrage  der  Regierung  abgefasst  zu  sein.  Nach  1729.
        <pb n="156" />
        150  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.  455  399Bl.  zu  32:20  em  18Jahrh.

Bl.1—271  Originalacten,  besonders  Gutachten,  betr.  den  Streit
zwischen  Kurbraunschweig  und  dem  Domeapitel  zu  Osnabrück
betr.  die  Führung  der  Regierung  während  der  Minderjährigkeit  des
Bischofs  Friedrich  von  Br.-Lüneburg,  1764—  1765.  Vgl.  Deduct.
067m,  Die  Sammlung  stammt  wohl  aus  dem  Nachlasse  von  G.
L.  Böhmer  in  Göttingen,  an  welchen  die  von  G.  A.  v.  Münchhansen
unterzeichneten  Schreiben  der  Regierung  Bl.l  und  3  gerichtet  sind.
Mit  dem  ersten  derselben  übersandte  Münchhausen  an  Böhmer
“einige  Ausführungen  .  .,  welche  über  eben  diesen  Gegenstand  von
dem  Regierungs  Ratlı  von  dem  Busch,  Hof  Raht  Falcken  und
Ritterschaftl.  Syndico  Möser  entworfen  sind’.  Von  J.  Ph.  C.  Faleke
ist  denn  auch  der  grösste  Theil  der  folgenden  Gutachten,  nämlich
Bl.5—8,  46—55,  56—91a  ("Gründliche  Erläuterung  des  33.  Artikels
Capitulationis  perpetuae  Osnabrugensis’,  ohne  Namensunterschrift,
vgl.  jedoch  Bl.46;  dazu  gehört  noch  Bl.107—125),  91b—9I1g,  92
bis  100,  126—129.  Ohne  Namen  des  Verfassers  sind  die  Gutachten
  Bl.9—45  und  130—271.

B1.272—333  "Vorstellung  der  kayserlichen  und  der  geheimen
Reichs-Hof-Canzley  Befugniss  zu  denen  Laudemien  und  Canzley-Geldern
  .  .  besonders  bey  Agnatischen  Belehnungen  .  .,  mit  6  Beilagen.
  Bl.334—399  “Reichs-Hofraths  Laudemia  und  der  Geh.
Reichs-Hofcanzlei  Collateraltaxam  betr.”.

Histor.460  12Bl.  in  fol.  1728

J.  D.  Gruber,  drei  Gutachten  betr.  die  Ansprüche  Friedrich
Wilhelm’s  I  von  Preussen  und  Georg’s  II  von  England-Hannover
auf  die  Hinterlassenschaft  des  verstorbenen  Bischofs  von  Osnabrück
Ernst  August  (ID;  im  Oct.  1728  von  Celle  nach  Hannover  abgesandt.

Histor.  461  17  Bl.  verschiedenen  Formats,  in  fol.  gebunden
  1737—1756

Schriftstücke  betr.  verschiedene  Streitfragen  und  Beziehuugen
zwischen  Hannover  und  dem  Kurfürsten  Clemens  August  von  Cölu
als  Bischof  von  Osnabrück  1737—1756.  Darunter  Bl.  1—10  sechs
Gutachten  von  J.  D.  Gruber  1737—  1741;  Bl.15—16  Schreiben  eines
v.  Hammerstein  in  Osnabrück  an  G.  A.  v.  Münchhausen,  30  Juni
1756.

Histor.462  54Bl.  in  fol.  18Jahrh.

,  sSchriftstücke  betr.  Bentheimische  Angelegenheiten:  Bl.1
Über  die  Besetzung  des  Schlosses  zu  Bentheim  durch  kureölnische
Truppen,  nach  1739.  Bl.11  J.  D.  Gruber  über  das  Gesuch  der
Fürstin  von  Bentheim,  ihren  Sohn  für  grossjährig  zu  erklären,
12  Juli  1740.  Bl.13  Votum  in  Erbangelegenheiten  gegen  den
Grafen  von  Virmond  und  den  Grafen  von  Bentheim,  1748.  Bl.54
(Ludw.)  v.  Gemmingen,  hannoverscher  Gesandter  in  Regensburg,
wohl  an  G.  A.  v.  Münchhausen,  3  Oct.  1757,  Original.

Histor.465  7  Stücke,  zusammen  463  Bl.  zu  21:161/,  cm
18  Jahrh.
        <pb n="157" />
        Histor.  458  —  467  151

1)  2Bl.  +  3448.  “Vermuhtliche  Mittell,  dadurch  zwischen
dem  hochl.  fürstl.  Hause  und  Gesambten  Unterthanen  in  Ostfriessland
beständige  Einigkeit...  zu  erhalten.  Auffgesetzet  von  dem  damahligen
Syndico  Zur  Mühlen”.  Nach  Tiaden,  das  gel.  Ost  Friesland  Ill
101,  ist  Ulrich  von  Werdum  Verfasser  dieses  Werkes;  vgl.  auch
Histor.466  B1l.348;  482  no.  3;  484f  no.3.

2)  1248.  “Kort  Verhael  Van  den  .  .  toestand  in  het  Graefschap
  Oost  Vriesland  Door  Een  getrouw  Patriot...  Gedruckt  in  ’t
Jaer  1648’.  Wohl  Abschrift  eines  Drucks.  Auf  dem  Titel  der
Name  eines  Besitzers  "L.  Wenckebach’.

3)  238.  “Wahrhafftiger  Bericht  .  .,  warum  Herren  Bürgermeister
  und  Raht  der  Stadt  Embden  sicheres  daselbst  .  .  28  und
30  Julij  1667  angeschlagenes  Placat  einziellen  müssen’.

4)  878.  “Kurtze  refleetiones  oder  Anmerckungen  auff  sichere

.  an  der  HoffCantzeley  unlängst  übergebene  .  .  Politische  Considerationes
  .  .  Gedruckt  im  Jahr  1680’;  wohl  Abschrift  eines  Drucks.

9)  LBl.  +  948.  “Demonstratio,  quod  non  sit  fabula  .  .  quod
de  .  .  privilegiis  Frisiorum  a  Carolo  M.  caeterisque  imperatoribus
concessis  vulgo  fertur’;  auf  dem  Titel  von  andrer  Hand  “auctore
Hectore  Friderichs,  ICto,  eivitatis  Emdanae  tune  temporis  Consule’.
Vgl.  Histor.466  Bl.3  und  Histor.  470.

6)1Bl.+56S.  “An  die  kayserliche  ..  Majestät  Remonstration-Schrifft
  in  Sachen  Ostfriessland  ce.  Ostfriessland  in  p.  der  Ständegravaminum.
  Praesent.  23.  10.  1692”.

7)  1Bl.+  1858.  “Unmassgebliche  Anweisung,  dass  es  in  Ostfriessland
  mit  des  Landes  Regierung  jederzeit  eine  besondere  Bewandnüsse
  gehabt,  nebst  Erörterung  der  vier  puncten,  auss  welchen
die  gegenwärtige  Uneinigkeiten  .  .  entsprossen’;  nach  1684.

1784  aus  der  Bibliothek  des  OARaths  von  Gustedt  zu  Üelle
erkauft  (“Acta  Oostfrisica’,  Bd.  II  S.676  des  Auctionskatalogs).

Histor.466  457  Bl.  zu  221%,  :  171),  cm  Anfang  des
18  Jahrh.

Bl.3  (Hector  Friderichs)  “Demonstratio  quod  non  sit  fabula  ..
quod  de  .  ..  privilegiis  Frisiorum  .  .  fertur’,  vgl.  Histor.465  n°  5.

Bl.36  “Summarische  Wiederhohlung’  von  der  Ritterschaft,  Städte
und  Landstände  der  Grafschaft  Ostfriesland  deputirtem  Ausschuss
an  den  kaiserlichen  Commissarius,  Emden  27.  1.  1596.

Bl.100  “Th.  Franzi.  .  Noctes  Pragenses  .  .,  am  Schluss  (Bl.185)
“absolut.  Pragae  d.  22  Jan.  a.  1602’.  Vgl.  Histor.482.

Bl.186  Ulrich  von  Werdum,  “Discursus  Politicus  de  causis  motae
anno  1660  ÖOstfrisiae,  ad...  Bolonem  Ripperda  .  .;  vgl.  Tiaden,  das
gel.  Ostfr.  IT  100  und  Histor.467  n®  1  und  484  ml.

B1.348  (Ulrich  von  Werdum)  “Vermuhtliche  Mittel,  dadurch  .  .
in  Ost  Friessland  Beständige  Einigkeit...  zu  erhalten’,  vgl.  Histor.482
n°  3,  465  n®  1  und  484f  n°3.

1784  aus  der  Bibliotıck  «des  OARaths  von  Gustedt  zu  Celle
erkauft  (Acta  Oostfrisica’,  Bd.  II  8.676  des  Auctionskatalogs).

Histor.467  4Stücke  mit  zusammen  577  Bl.  zu  21:  16!/,  cn
18  Jahrh.
        <pb n="158" />
        152  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

1)  2Bl.+  5018.  “Diseursus  politicus  ...  Authore  U.  v.  Werddum’,
  vgl.  Histor.466  BI.186.

2)  3418.  S.1  “Fürstliche  Gravamina’  an  den  Kaiser,  Aurich
1691;  8.42  “Iustrumentum  publieum  factae  insinuationis  Resceriptorum
Caesareorum  d.  27  Oct.  et  17  Nov.  1690;  8.80  “Concept  Huldigungs
Reversalen’,  20.2.1691  und  (5.93)  22.  2.1691;  8.113  “Fürstliche  Ostfriesische
  Puncta  Generalia  wieder  die  Landstände  .  .  mit  der  kais.
Antwort,  Wien  3.  11.  1691;  8.313  Postseriptum  zu  S.1,  vom  27.  2.  1691,

mit  Beilagen.  Auf  dem  Titelblatt  der  Name  eines  frühern  Besitzers
“L.  Wenckebach  Dr.’.
3)  918.   “Ständische  Gravamina’  mit  der  kaiserlichen  Antwort,

Wien  3.11.  1691.

4)  2148.  “Abdruck  sicheren  an  die  R.  K.  Maj.  von  I.  F.  Gun.
die  f.  Frau  Wittwe  zu  Ostfriessland  .  .  18  Dec.  1666  abgelassenen  ..
Schreibens,  sambt  .  .  Annotationen  eines  auffrichtigen  Patrioten’.
Wohl  Abschrift  eines  Drucks.

1784  aus  der  Bibliothek  des  OARaths  von  Gustedt  zu  Oeclle  erkauft
  (“Acta  Oostfrisica’,  Bd.  II  S.676  des  Auctionskatalogs).

Histor.469  669  Bl.  zu  33:201,  cm  18Jahrh.  gepresster

  Lederband.

"Eggerici  Beningae  Grimershemii  Chronyk  van  Oostfrieslant..

Der  Anfang  Bl.2  “Vorrede  und  ingang  der  Freschen  Croniken,
up  het  korteste  angetekent.  De  wile  tho  veelen  mahlen  ...’  und  der
Schluss  Bl.669  in  der  karcken  begraven.  Ende’  stimmt  mit  den
Drucken,  z.  B.  bei  A.  Matthaei  veteris  aevi  analecta  IV  (1738).

1784  aus  der  Bibliothek  des  OARathes  von  Gustedt  zu  Celle  erkauft
  (Bd.  II  S.589  n0.705  des  Auctionskatalogs).

Histor.470  46  Bl.  (gezählt  12  bis  58)  zu  19:15  cm
18  Jahrh.

“Demonstratio  quod  non  sit  fabula...  quod  de...  privilegiis
Frisiorum  ..  vulgo  fertur.  Autore  H.  Friederichs  JCto,  Civ.  Emdanae
tunc  temporis  (sc.  1599)  Consule,  (obiit  Nordae  1624  d.  29  Martij).
Schluss  “metuendum  est’;  dann,  von  derselben  Hand  wie  die  eingeklammerten
  Worte  auf  dem  Titel,  “hier  fehlen  .  .  noch  34  .  .  Blätter,
vide  Demonstrat.  veritatis  ..  bey  dem  Hn.  Oheim  Westenburg”.
Andere  (vollständige)  Hss.  desselben  Werks:  Histor.465  n.5  und
466  Bl.3.

Histor.479  172Bl.  zu  34:21  em  18Jahrh.

Acten  betr.  die  Suecession  in  Ostfriesland,  1690—  1745.

Diese  aus  J.  D.  Gruber’s  Besitze  stammenden  Actenstücke  (vgl.
Histor.226  Bl.1—49)  enthalten  ausser  einigen  Abschriften  älterer
Sachen  Schriftstücke  von  Gruber  1732—45,  die  er  oft  mit  eigenhändigen
  Zusätzen  versehen  hat.  Es  sind  Vorschläge  über  die  Verhandlungen
  mit  dem  Fürsten  von  Ostfriesland  wegen  Erneuerung  der
Erbeinigung  von  1690/1  mit  Braunschweig-L.;  dann,  ebenfalls  in  Entwürfen,
  Schreiben  an  den  König  von  England,  an  v.  Münchhausen,
nach  Berlin;  ferner  Instruetionen  für  die  Gesandten,  so  Bl.74  für
v.  Erffa  in  Wien,  Bl.129  Geheime  Instruction  für  den  Gesandten  in
        <pb n="159" />
        Histor.469—  484  f  153

Aurich  1737,  Vertrag  mit  Dänemark  1738  (Bl.134  foedus  secretum);
B1l.98  Vitriarii  responsum.

Seine  Meinung  über  die  Nichtigkeit  der  Ansprüche  Braunschweig-L.’s
  an  Ostfriesland  spricht  Gruber  Bl.166  an  Münchhausen  aus  (24.
6.1744):  "ist  das  Land  Lehen...  so  gehöret  es  Preussen;  ist  es  aber
Erbe,  so  gehöret  es  dem  weiblichen  Geschlecht,  welches  .  .  nicht  erloschen
  ist’;  darum  weigert  er  sich,  die  Br.-L.’schen  Ansprüche  in
einer  Deduction  zu  vertreten.

Histor.481  ı  Bl.  +  132  Seiten  zu  301),  :20  cm
17/18  Jahrh.
Thomae  Franzii,  Frisiae  orient.  quondam  Consiliarii,  Noectes
Pragenses.  Vgl.  Histor.  482.
Aus  der  Auction  der  Bibliothek  von  R.  A.  Fabrieius  in  Helmstedt
(1776/7)  erkautt.

Histor.482  1)  1Bl.+  142  Seiten,  2)  1Bl.  +  25  Seiten,
3)  866Bl.  zu  32:20cm  17/18  Jahrh.

1)  “Thomae  Frantzii  (F  1614)  ICti  Fris.  Or.  Cancellarii  Noctes
Pragenses  de  Morbo  Emdano  ejusque  curandi  ratione  juridica  et
politica  exaetae  in  divortio  anni  1601  et  1602’;  descriptae  1699.
Vgl.  Histor.481  und  466.

2)  "Theen-Recht  oder  Warhaftiger  Bericht  sampt  Historischer
Deduction,  was  der  Anfang,  Recht  und  1.  Gewohnheit  der  Theel-Landen
  .  .  sey..  .  (von  Hect.  Fr.  v.  Wicht).  Der  Text  ist
zuweilen  etwas  kürzer  als  der  im  Jurid.754.  Er  beginnt  ebenso
wie  dort,  schliesst  aber  schon  mit  S.91  des  Wenckebachschen  Drucks
und  es  folgen  (8.24)  2  Nachträge.  Ein  im  Jurid.754  auf  einem
besondern  Blatte  (Bl.19)  eingeschalteter  Artikel  (im  Drucke  no.15)
fehlt  hier.

3)  “Eines  Liebhabers  der  Vaterlands-Wohlfahrt  Bedenceken  über
die  Ostfriesische  Regierungs-Sachen’,  bald  nach  1674  verfasst.
Dasselbe  Werk  wie  Histor.466  Bl.348  und  465  n.1,  wo  der  Syndicus
Zur  Mühlen  als  Verfasser  angegeben  wird.  Nach  Tiaden,  das
gel.  Ost  Friesland  III  (1790)  S.101  n0.9  ist  das  Werk  von  Ulrich
von  Werdum  verfasst.

1784  aus  der  Bibliothek  des  OARaths  Gustedt  zu  Celle  erkauft
(Bd.  II  8.589  no.711  des  Auctionskatalogs).

Histor.  484  1)  1Bl.  +  3168.,  2)  2Bl.  +  3488.  zu
191/,:151/,  cm  18Jahrh.

1)  Ulrich  von  Werdum,  “Discursus  politieus  .  .;  vgl.  Histor.  466
Bl.186.  Dann  ein  gedrucktes  Tranergedicht  von  Diterieus  Gödeken,
Pastor  zu  Werdum,  auf  den  am  5  Oet.  1713  zu  Aurich  verstorbenen
Alexander  von  Werdum,  2  Bl.  fol.

2)  "Series  familiae  Werdumanae  usque  ad  annum  1667.  U.

v.  Werdum.  Ex  autographo  B.  d.  auctoris  deseripta”.  Am  Schluss
4  Evitaphien.  Vgl.  Histor.484f  n.l.

Histor.4$S4f   571Bl.  zu  24:20  cm  (einige  breiter)
15  Jahrh.
1)  2Bl.  +  4108.  "Series  familiac  Werdumanae  usque  ad
        <pb n="160" />
        154  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

annum  1667  autore  U.  v.  Werdum’”.  Am  Schluss,  nach  den
Epitaphien,  S.405  “Lydecken,  gemackt  opt  Martelen  van  Ursula  van
Werdun,  ende  ..  Maria  van  Bekum’;  Anfang  “Ick  heb  droefheit
vernommen’;  mit  derselben  Über-  und  Unterschrift  gedruckt  bei
Tiaden,  das  gel.  Ost  Friesland  III  (1790)  S.108.  S.409  Brief
von  A.  A.  Gossel,  Cons.-R.  zu  Aurich  an  den  Reg.-R.  (Ehrenr.
Gerh.)  Coldewey,  13  Aug.  1761.  Auf  dem  Titel  (Bl.1)  steht:  “Ex
autographo  deseriptum  Berdumi  .  .1730..2G.H.M.  Ex  exemplari
..  G.  H.  Mülleri  deseripta  Majo  et  Junio  1734.  Huius  exemplaris
paginae  cum  autographi  paginis  concordant”.

2)  2Bl.  +  3918.  “Beschreibung  des  Geschlechts  derer  von
Werdum  bis  aufs  Jahr  1667  hinausgeführet  von  U.  v.  Werdum’.
Übersetzung  des  vorstehenden  Werkes  von  Arnold  Gossel,  Pastor
in  Esens,  um  1721  verfertigt  und  1723  oder  1724  in  Werdum  von
Andreas  Arnold  Gossel  revidirt,  vgl.  den  Brief  oben  no.1  8.409.

3)  1408.  “(Herrn  Ulrich  von  Werdum,  zu  Werdum  und  Raffhausen
  Häuptlings)  Vermuthliche  Mittel  ...  in  Ostfriesland  beständige
Einigkeit...  zu  erhalten  (aufgesetzet  a.  1666)”.  Von  derselben
Hand,  die  die  hier  eingeklammerten  Worte  auf  dem  Titel  zugesetzt
hat  (wohl  E.  G.  Coldewey’s),  sind  S.2  die  Widmung  und  8.140  der
Schluss  mit  Namensunterschrift  des  U.  v.  W.  zugefügt,  welche  in
den  übrigen  Hss.  fehlen.  Die  übrigen  Hss.  (Histor.465,  466,  482)
haben  in  den  Anmerkungen  ein  Citat  mit  der  Jahreszahl  1674;  das
Werk  ist  also  wohl  später  ergänzt.

4)  72  Bl.,  5)  ein  Druck,  dann  6)  24  Bl.  zum  Theil  breite  Stammtafeln.
  “Genealogiae  quaedam  nobilium  Frisiae  Orientalis  familiarum
  prineipalium,  Jam  dudum  ex  anfiquis  quibusdam  mss.  &amp;amp;..
Eilardo  Löringa  excerptae  .  ..  Jam  vero  de  novo  exaratae  nec  non
desceriptae  Werdumi  a.  1649’;  vgl.  Tiaden,  das  gel.  Ost  Friesland  II
314;  III  101.  Auf  dem  Titelblatt  “Ex  exemplari  ...  Godofr.  Henr.
Mitlleri  descripta  .  .  1753’:

4)  Bl.2  Widmung  (hochdeutsch)  an  B.  Ripperda;  Bl.4—54  das
Werk  Loringa’s  (niederdeutsch,  die  Anmerkungen  am  Rande  hochdeutsch).
  Bl.5+b  “Alexandri  von  Werdum  Stamm-Register  derer
Ersten  Hövetlingen  von  Werdum’,  vgl.  Tiaden,  das  gel.  Ost  Friesland
III  103;  der  Schluss  fehlt.  Bl.72  gehört  zu  n0.6.

5)  Druck:  G.  H.  Mullerus,  Diss.  de  antiquis  or.  Frisiae  dymastis
eorumgque  jJuribus  (Titelblatt  fehlt).

6)  Bl.1  gehört  zu  no.4  (Stammtafel).  Bl.3  “Des  Hoch-Adelichen
Geschlechts  der  Freitage  von  Löringhoff  Abstammung  und  Kurtzen
Bericht,  wie  sie  um  Ihr  Stam  Guhte  gebracht  worden”.  Bl.8
Mehrere  Stammtafeln,  darunter  5  (Bl.11.  14—  17)  auf  das  Geschlecht
von  Wicht  bezügliche,  mit  gut  gemalten  Wappen.

1865  vom  Gerichtsdiener  Westphal  in  Göttingen  gekauft.  Auf
dem  Deckel  ist  das  Monogramm  E.  G.  C.  eingepresst,  das  Buch
war  also  im  Besitz  von  E.  ©.  Coldewey  (vgl.  oben  no.1  8.409).

Histor.487  167  Bl.  zu  20:16  cm  Anfang  des  18  Jahrh.
(B1.155—167  von  etwas  jüngerer  Hand  als  Bl.  1—154)

Sammlung  von  Schreiben  politischen  Inhalts,  gewechselt  zwischen
den  Herzögen  Anton  Ulrich  und  Aug.  Wilhelm  von  Braunschweig-
        <pb n="161" />
        Histor.  487  —  489  155

Wolfenbüttel  und  auswärtigen  Fürsten  in  den  Jahren  1689—1717
(besonders  1714  und  1715),  Copien.

Von  Anton  Ulrich  finden  sich  Briefe  an  Herzog  Leopold  Joseph
Carl  von  Lothringen  (1),  Friedrich  IV  von  Dänemark  (1),  Markgr.
Wilhelm  Friedrich  von  Anspach  (1)  und  Kaiser  Karl  VI  (1);  von
August  Wilhelm  an  Adolf  Friedrich  II  von  Mecklenburg  Strelitz  (2),
Bischof  Franz  Arnold  von  Münster  und  Paderborn  (1),  Landgraf
Ernst  Ludwig  von  Hessen-Darmstadt  (3),  an  Georg  I  von  England
und  Friedrich  Wilhelm  I  von  Preussen  als  Direetoren  des  Niedersächsischen
  Kreises  (2),  an  Peter  den  Grossen  von  Russland  (1),
Kaiser  Karl  VI  (2),  Herzog  Ludwig  Rudolf  von  Br.-Lineburg  (3),
Georg  I  von  England  (1)  und  Herzog  Friedrich  II  von  Sachsen-Gotha
  (1).

An  Anton  Ulrich  (allein  oder  zusammen  mit  Rudolf  August)
schreiben:  Carl  XI  von  Schweden  (Bl.147,  Stockh.  23  Febr.  1689),
Friedrich  I  von  Preussen  (Bl.148b,  Cölln  24  März  1704),  Kaiser
Karl  VI  (Bl.60,  17  Sept.  1712;  zugleich  an  den  König  von  Preussen
gerichtet),  Leopold  Joseph  Carl  von  Lothringen  (1)  und  Landgraf
Carl  von  Hessen  -  Cassel  (2);  an  August  Wilhelm:  die  Direetoren
des  Niedersächsischen  Kreises  Georg  I  und  Friedrich  Wilhelm  I  (4),
Franz  Arnold  Bischof  zu  Münster  und  Paderborn  (1),  Ernst  Ludwig
von  Hessen-Darmstadt  (3),  Peter  der  Grosse  (Bl.35,  Petersburg
29  Oct.  1714),  Adolf  Friedrich  IH  von  Mecklenburg-Strelitz  (1),  Georg  I
von  England  (1),  Ludwig  Rudolf  von  Br.-Lüneburg  (2),  Friedrich  I
von  Sachsen-Gotha  (1)  und  Georg  Albrecht  von  Ostfriesland  (1).
Bl.39  ist  ein  Schreiben  Georg’s  I  von  England  an  Kaiser  Karl  VI,
42  Oct.  1714.

Zwischen  diesen  Schreiben  von  Fürsten  an  Fürsten  finden  sich:
Bl.78b  eine  Bittschrift  der  Lutherischen  Consistoriales  und  Pastores
in  Kurpfalz  (Heidelb.  15  Mai  1714),  ferner  einige  Erlasse  von  Ludwig
Rudolf  von  Br.-Lüneburg,  August  Wilhelm  und  Georg  I  sowie  einige
zwischen  den  Braunschweig-Wolfenbüttelschen  Räthen  einerseits  und
den  Räthen  zu  Baireuth  bezw.  Hannover  andererseits  gewechselte
Schreiben;  ausserdem  einige  wenige  Schriftstücke  anderer  Art,  so
Bl.83  Instruction  für  H.  Chph.  v.  Schleinitz  für  seine  Reise  an  den
Gothaer  Hof,  Wolfenbüttel  19  Apr.  1714;  B1l.92—115  “Proiect”  (Vertheidigung
  der  protestantischen  Reichsstände  gegen  ein  kaiserliches
Commissionsdeeret);  Bl.117b—119  "Punctatio’  zwischen  Kurbraunschweig
  und  Anton  Ulrich,  April  1711;  Bl.124—136  eine  Instruction
Georg’s  I  betr.  Hildesheimer  Angelegenheiten;  B1.139—146  Gesuch
des  Niedersächsichen  Kreises  an  den  Kaiser,  12  Juli  1709.

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht  “°F.  S.  Ratisbonnae
1718’.

Histor.489  9Bl.  ind’  17/18  Jahrh.
“Berieht  von  der  (1575  in  Wolfenbüttel  verbrannten)  Anna  Maria

Jieglerin’.  Auszug  aus  einer  Braunschweigischen  Chronik;  vgl.  Fr.
Algermann,  Leben  ..  des...  Herrn  Juliussen,  in:  Feier  des  Gedächtnisses

  der  vormahligen  Hochschule  Julia  Carolina  (1822)  8.201.
        <pb n="162" />
        156  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.490  12Bl.  in  fjl.  18Jahrh.

Lobrede  auf  die  am  12  Nov.  1747  verstorbene  Herzogin  Christine
Louise  von  Braunschweig,  Gemahlin  Ludwig  Rudolfs.

Histor.491  28Bl.in  fol.  18  Jahrh.

Schriftstücke  betr.  den  Einfall  der  Cellischen  und  Hannoverschen
Truppen  in  Braunschweig-Wolfenbüttel  1702:  Bl.1  Bericht  von
der  Fürstl.  Zellisch-  undt  Hannöverschen  Trouppen  Einfall...  (vgl.
Havemann,  Gesch.  der  Lande  Braunschw.  und  Lüneburg  Ill  372
Anm.  2).  Bl.9  Ein  weiterer  Bericht  mit  Beilagen.  B1.24/5
(-26/7)  Erlass  Kaiser  Leopold’s  I  an  das  Land  Br.-Wolfenbüttel,
18  Febr.  1702.

Histor.492  30Bl.  m  fol.  18  Jahrlı.

J.  D.  Gruber,  einige  Gmtachten  über  Beziehungen  Hannovers
zu  Braunschweig-Wolfenbüttel,  besonders  über  dessen  Ansprüche  in
Lehnssachen,  1731—1738.  Dabei  Bl.25  ein  eigenhändiges  Schreiben
von  G.  A.  v.  Münchhausen.

Histor.494   XII-+398Bl.  zu  19!/,  :161/,  em  17  Jahrh.

Bl.2—285  Chronik  von  Braunschweig,  in  5  Büchern:  Buch  I
(17  Cap.)  bis  1236,  II  (10  Cap.)  bis  1406,  III  (19  Cap.)  bis  1497,  IV
(22  Cap.)  bis  1552,  V  (6  Cap.)  bis  1555.  Bl.1  mit  dem  Anfang
des  1.  Buchs  fehlt.  Schluss  des  5.  Buchs  “Der  Hertzog  nam  sie  zue
grossem  Danck  ahn  und  sante  sie  her  nach  Wolffenbüttell.  Gott  gebe
seine  Gnade  ...  so  behelt  der  arme  Man  das  seine.  Amen.  Laus
deo  semper’.  Voran  geht  BlI.I—XII  ein  unvollständiger  Index.

Bl.286  “Warhaffter  und  grundtlicher  Bericht  von  S.  Andreas
Thurmb  ihn  der  Newstadt  ihn  Braunsweig  .  /,  vielfach  nicht  so
ausführlich  wie  der  Bericht  in  Cod.  Histor.497  und  nur  bis  1559
reichend.  Vgl.  Bl.359  und  die  Hannoverschen  Hss.  bei  Bodemann

XXII  474,  492,  506,  507.

B1.292—351  Von  Hollandes  Regimente  a.  1483  “De  Margrave
tho  Brandenburg  makede  einen  dag  mit  denen  von  Bronswigk  .  .’;  nach
kurzer  Einleitung  folgt  eine  Darstellung,  die,  wenn  auch  hier  und  da
stark  abweichend,  im  grossen  und  ganzen  doch  die  des  “Schichtbuches’
  (Chroniken  der  deutschen  Städte  XVI  S.350—  390)  ist.  Schluss
“und  de  armen  Esels  mosten’na  wie  vor  de  secke  na  der  Mohlen
dragen.  In  fine  videtur  cuius  tori  (ton1?)  undt  ginck  dusser  Herren
ohr  Regiment  up  ein  lami  uht.  Tandem  bona  causa  triumphat”.
Bl.351  Folget  ein  fein  kortwilig  Gedicht,  so  up  dusser  Herren  Regiment
  gemaket  und  gedichtet  iss  “De  Katte  und  de  Hund  |  Hebben
gemaket  einen  Vorbund..  ,  58  Verse.  BI.352b  “Ein  ander  Gedicht:
Anno  tausent  vier  hundert  acht  und  achtzig  Jahr  |  Da  lief  zusamen
ein  wunderliche  Schar  .  .,  228  Verse.  Bl.359  Von  S.  Andreas
Thurmb  warhafftiger  und  grundlicher  Bericht,  bis  1559;  vgl.  Bl.286.
Bl.362b  Wie  ein  erbar  Raht  zu  Br.  .  .  von  den  Burgern  begeret  den
Schoss  und  Zoll  zu  ersteigern  ...,  die  Burger  aber  solhs  abgeslagen  ..
und  letzlich  wie  ihrer  etzliche,  so  den  Raht  zue  uberfallen  gedachten,
sind  gegriffen  und...  gestraffet  worden:  “A.  1502  Dinstages  post  Oculi
wahr  der  Raht  .  .‘,  hochdeutsche  Fassung  eines  Stückes  des  Schicht-
        <pb n="163" />
        Histor.  490  —495  157

buehes  (Chron.  d.  deutsehen  Städte  XVI  S.391—407);  am  Sehluss
(B1.383)  findet  sieh  der  (Chron.  d.  d.  Städte  XVI  S.544  gedruekte)
Schiedspruch  Herzog  Heinriehs  des  älteren  vom  27  Febr.  1510,  ebenfalls
  in  hoehdeutseher  Fassung.

B1.388—396  (von  anderer  Hand)  ‘Seditionem  12  Gildo-Magistrorum
alius  sie  deseribit:  Es  ist  geschehen  allhier  tho  Brunseliwich,  det
wehren  3  Bröder  und  Hertzogen  zu  Br...  ..

Die  Hs.  stammt  naeh  einer  Notiz  (Hofimann’s  von  Fallersleben  ?)
auf  Bl.398b  aus  dem  Naehlasse  des  Grafen  von  Alvensleben  in  Berlin
und  ist  als  in  dessen  Besitz  befindlich  erwähnt  von  Scheller,  Shigt-Bök,
  Vorrede  p.  VIII.  Naeh  derselben  Notiz  auf  B1l.398b  war  ursprünglich
  mit  ihr  ein  Anhang  von  Volksliedern  verbunden,  der  aber
verloren  gegangen  ist.  Auf  dem  Vorsetzblatt  hat  sich  als  Besitzer
eingetragen  °H.  Leyser  1834’.

Histor.495  215Bl.  zu  20  :16em  von  versehiedenen
Händen  des  17  Jahrh.  geschrieben

Brunsvieensia:  Schriftstüeke  zur  Gesehichte  der  Stadt  Braunschweig,
  besonders  der  Unruhen  von  1602-—1609.

bl.1  Prothoeoll,  was  die  Burger  auff  dem  Hagenmarckte  den
29  Aug.  a.1604  furbringen  lassen:  über  die  Bestrafung  des  verhafteten
  “"auffrurisehen  meineydigen  Buben,  Autor  Eimbeck  genant”.
Bl.5  “Warhafftige  .  .  Wiederlegung  dessen  wass  Jacobus  Franeke..
in  seiner  hissthorischen  Relation  fol.53  von  geoffenbahrter  Verretherey
in  der  Stadt  Braunsehweig  ...  in  Druck  gegeben  ...  Gedruekt  im
Monat  April  1605’;  hinten  unvollständig.   B1.16  Notariatsinstrument,
ausgestellt  vom  Notarius  Joh.  Hornte,  über  die  am  17  Sept.  1604  gesehehenen
  Aussagen  des  der  Verrätherei,  der  Erregung  von  Aufruhr
und  des  Verkehrs  mit  dem  Teufel  angeklagten  Bürgers  und  Hauptmanns
  von  Braunschweig  Henning  Brabant.  Bl.43  Erklerung
eines...  hoehweisen  Rahts  auff  die  Beswerungs  Puneten  von  der...
Burgersehafft  ahm  abend  Andreae  a.1604  in  allen  funff  Weiehbilden
fürgebraeht.  Bl.64—85  Verzeiehnisse  der  vom  15  Sept.  —  10  Nov.
1604  aus  der  Haft  entlassenen,  aber  in  ihren  Wohnungen  eingelagerten
  Bürger,  sowie  Reverse  verschiedener  Bürger,  in  denen  sie
Urfehde  schwören  oder  das  Einlager  zu  halten  versprechen.  DBI.86
Ein  Admonition  ahn  die  Burgerschafft  gethan  den  20  Nov...  1604.
Bl.90  Verzeiehnus  derer  von  der  Ehrlichen  Burgersehafft  in  der
Altenstad  am  Tage  Andreae  furgetragenen  Gebrechenn,  1604.
B1.100—108  zwei  Ediete  Kaiser  Rudolf’s  II  in  Sachen  («des  Herzogs
Heinrich  Julius  von  Braunschweig  gegen  die  Stadt  Braunsehweig,
12  Nov.  1604  und  9  Oet.  1600,  Abschrift  eines  Druckes  von  1604.
B1.109  Copie  eines...  Berichts,  das  ein  erwürdig  Ministerium  zu  Braunschweig
  die  Haubtleute  daselbst  als  unbussfertige  und  halstarrige  Pfahrkinder...
  ein  Zeit  lang  separiret  h.  e.  von  den  hochwurdigen  Saeramenten,
  Brautfahreu,  Gevatterstehen  ...  abgehalten  habe  und  noch  halte.
Actum  in  annis  1603  und  1604.   B1.164—183  Auszüge  aus  den  Aeten
segen  Georg  Schmied,  1602.  B1.184  “Braunschweig  Braunschweig,
nim  doch  in  Aelıt,  Deinenn  vorigenn  undt  itzigeumn  Zustandt  betracht  .  .’:
140  Verse,  “a.1603  d.  9  Augusti’.  B1.188  Schrifft  .  .  der  semptlicheun
  Haubtleute  der  Gemeine  in  allenn  fünf  Weichbildenn  auss-
        <pb n="164" />
        158  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

genohmmen  Heinrichenn  Hochgreffenn  contra  die  Herren  eines  ehrwürdigen
  Ministerii  ...  m  punetis  inramentorum  tam  calumniae  quam
malitiae,  product.  in  indieio  22  Jan.  a.1603.  B1.197  Wiederlegung
etlicher  Missverstende,  so  sich  zwischen  einem  erb.  Raht  und  den
Haubtleuten  zugetragen.  bBl.215  Mandatum  Imperatoris  Rudolphi
an  die  Hauptleutte,  16  Oct.  1598.

Histor.496  1551  gezählte  Seiten,  von  denen  manche
leer  sind;  darunter  einige  Drucke  17  Jahrh.  mit  wenigen  Ausnahmen
  von  einer  Hand  geschrieben

Reiche  Sammlung  von  Schriftstücken  zur  Geschichte  des  Streites
der  Stadt  Braunschweig  mit  Herzog  Heinrich  Julius,  besonders
  in  den  Jahren  1605  und  1606.  Neben  rein  historischen
Aktenstücken,  wie  Beschlüssen  und  Schreiben  des  Braunschweiger
Raths,  Schreiben  der  Verordneten  des  Niedersächsischen  Kreises  und
der  Hansastädte,  Resolutionen  Christian’s  IV  von  Dänemark,  Propositionen
  und  Schreiben  der  kaiserlichen  Gesandten  und  Commissarii,
Erlassen  Rudolf’s  II  und  dgl.  finden  sich  auch  solche  juristischpolemischen
  Inhalts,  so  besonders  von  dem  Magdeburger  Rath  und
früheren  Braunschweiger  Syndieus  Joh.  Dauth  S.1215-—1310  “Notae
ad  sententiam  declaratoriam  suspensivam  von  22  Maii  a.1606°  sowie
S.1387—  1463  (wohl  auch  1571—  1385)  Schreiben  mit  juristischen  Belehrungen
  an  den  Rath  von  Braunschweig  vom  September  1606.
Manche  der  Schriftstücke  werden  aus  gleichzeitigen  Einzeldrucken
abgeschrieben  sein,  manche  sind  auch  sonst  wieder  gedruckt,  so  z.B.
in  dem  umfangreichen  Werke  “Ausführlicher  wahrhafltiger  historischer
Braunschweigischer  Bericht,  nemlich  Seriptum  apologeticum  .  .’,
3  Theile,  1607—1608.

Ausser  den  Schriftstücken  der  gekennzeichneten  Gattungen  enthält
die  Sammlung  eine  beträchtliche  Anzahl  gereimter  Pasquille,  Lieder
und  historischer  Gedichte,  welche  die  Braunschweiger  Streitigkeiten,
besonders  den  versuchten  Uberfall  vom  16  Oct.  1605  betreffen.  Es
sind  dies  folgende:

S.63  Ein  Smeheschrifft  so  von  Wolffenbüttel  komen,  betreffen
den  Voigt  Lippoldum  Brauns  uud  seine  Consorten  “Ihn  kurtz  verschienen
  Tagen  |  Wardt  der  Raht  von  Braunschweig  geladen  |  Nach
Wolffenbüttel  für  Ihren  Landeshern  .  .’,  108  Verse  S.69  Ein
Antwort  auff  das  vorgesetzte  Smeheschrifft  “Von  Wollffenbüttell  ist
kommen  ahn  |  Wie  menniglich  abnemen  kan  |  Ein  ungehuert  faull
Gedicht’,  92  Verse.  S.75  Von  den  Abgesandten  nach  Wolffenbüttell
  Voigt  Lippoldo  Brauns  undt  seinem  Beybestandt,  latius
extendirt  “Ihn  kurtz  vorschienender  Zeit  |  Wardt  eitirt  der  Raht
von  Braunsweig  .  ’,  526  Verse;  weitere  Ausführung  des  Pasquills
auf  S.63—68.  Am  Ende  steht  “°S.B.R.  G.  H.  Diese  vorbeschriebene
Buchstaben  sind  hier  umb  hergeschrieben  gewesen,  ihre  Bedeutung
kan  ich  nicht  wissen”.  S.99  Verantwortung  der  Smeheschriftt,
so  vorher  geit  “Von  Wulffenbüttel  ist  abermahl  |  Ankommen,  wie
kund  uberall,  |  Ein  lesterich  bübisch  Gedicht  .  ,  260  Verse.

(S.115—126  der  bei  Goedecke,  Grundriss?  II  $  142  n0.284  aufgeführte
  Druck  “Eigentlicher  .  .  Bericht  ...  gedruckt  1606).
S.127  Ein  warhaffter  Bericht  reimweiss  zu  singen  wieder  der  Stadtt
        <pb n="165" />
        Histor.496  159

Braunschweig  .  .  falsche  Aufflage  ..  ‘Ach  Gott  ins  Himmels  Throne’,
(nach  Goedeke’s  Grundriss  II?  S.311  n0.287  von  0.  Z.  Z.  H.  J.  Z.,
vgl.  unten  S.  1497).  S.137  Ein  Lobgesangk  auss  dem  2.  Buch
Mose  ahım  15  Cap.  .  .  genomen  auff  der.  .  Braunschweigischen  ahm
17  Oet.  des  1605  Jahrss  geschehen  Ihrer  Feinde  Anlauff  und  Sturmen
Errettung  .  .  auff  die  Melodie  “Was  lobens  sollen  wier  dier  o  Vatter
singen’,  25  zweizeilige  Strophen,  Anfang:  “Lasset  uns  dem  Herren
singen  ein  Lobgesangk
bekandt’.  S.141  Drei  ander  Lieder  von  dem  Anfall  der  Stadt
Braunsweigk  geschen  den  17  Oct.  a.1606  (soN):  ’S.142  Das  erste
‘Man  zog  sich  einmalıl  nach  Braunsweig  auss  |  Worinnen  stehet  so
manches  Hauss  .  .,  40  fünfzeilige  Strophen  (gedruckt  in  “Ausführlicher
wahrh.  "hist.  Braunschweigischer  Bericht...  III  Theil,  1608°  8.40);
S.151  Das  ander  Lied  ihm  Thon:  Stortzebecher  Godeke  Michaell
etc.  "Man  zog  einmahl  nach  Braunsweig  auss  |  Darinnen  manniges
schonen  Hauss  .  .',  44  fünfzeilige  Strophen,  S.162  Das  dritte  Liedt
ihm  Thon:  Ich  riedt  mich  einmahl  zu  Braunsweig  auss  ete.  “Wach
auff  Braunsweig  siehe  auff  dein  Schantz  |  Dein  Nachbar  bringet  Dier
einen  Tantz  .  .

.,  10  fünfzeilige  Strophen.  S.165  Drey  schone
Lieder.  Das  erste  ein  schon.  new  Lobgesang  gemacht  auss  dem
andern  Buch  Moysi  alım  15  Cap.  ihn  der  Melodie:  Was  lobens
sollen  wier  dier  o  Vatter  singen,  die  anderen  zwey  Lieder  (8.170
und  174)  ihm  Thon:  Erhalt  uns  Herr  bey  diesem  Wordt:  1)
"Last  uns  den  Hern  singen  einen  Lobgesanck  |  Ehr  hatt  herliche
Thaten  gethan,  Braunsweig  bekandt  .  .,  30  zweizeilige  Strophen,
verschieden  von  8.137ff.;  2)  Herr  Godt  vom  Himmel  siehe  darein’,
20  vierzeilige  Strophen;  3)  “Erhalt  uns  unser  Stadt  Freyheit’,
6  Strophen.  S.175  Ein  Liedt  ihm  Thon  “Erhalt  uns  Herr  bey
deinem  Wordt”  oder  “Ich  weiss  mir  ein  Blümlein,  ist  hübsch  und
fein’:  1606  “Herr  Godt  vom  Himmel  sieh  darein  .  &amp;gt;  nur  2  Strophen
sind  ausgeschrieben,  dann  ist  auf  den  Text  S.170  verwiesen.
S.176  Ein  newes  Liedt  ihm  Thonn:  Rolandt  lieber  Rolandt  oder:
Mitt  Lust  vor  weinig  Tagen  ein  Jeger  kam  in  den  Sinn  “Mit  Lust
vor  weinig  Tagen  ein  Krieger  kam  ihn  Sinn’,  13  achtzeilige  Strophen.
S.181  Ein  Liedt  von  der  Belagerung  der  Stadt  Braunsweig  a.  1606
“Nuhn  horet  was  ich  will  singen  ein  ı  schone  Melodey’,  17  achtzeilige
Strophen.  8.186  Ein  Licdt  auff  die  von  Braunsweig  gemacht
a.  1606,  von  Eulenspiegel  “ITöret  ihr  Rebellen  von  Braunsweig’,
30  sechszeilige  Strophen.  S.199  Ein  Liedt  von  dem  Anfall  der
Stadt  Braunsweig  1605  den  16  0et.  “Braunsweig  Braunsweig  du
gute  Stadt’,  106  sechszeilige  Strophen.  S.226  siche  5.1497.

5.231  Historische  undt  kurtze  Relation  braunsweigischer  Händell
und  was  sich  daselbst  zuegetragen  .  .  1605  “Ihn  kurtz  last  cuch
beriehten  fein  |  Der  Mehr  so  negest  eeschehen  sein.  .’,  1155  Verse
(vor  Vers  864  die  Überschrift  “Hänse,  vor  1023  “Danck’,  vor  1067
"Zuegabe  )

S.553  “Ich  Christians  Koning  von  Dennemareck  Mechtig  von
Landt  und  Leuten  stark  .  ,  254  Verse;  am  Schluss  “Geschrieben
in  groser  Eille  Ich  hett  nicht  mer  die  Weille  |  Einn  ander  Mal
wil  ch  mich  wol  nennen  :  Alss  den  wirstu  mich  wol  kennen”.
S.1081  Braunschweigische  Confessio  a.  1606  “Ich  Braunsweig  weiss
        <pb n="166" />
        160  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

nicht  was  ich  thue  |  So  ihrre  machet  mich  die  bunte  Khue  .
466  Verse  (Beichte  der  Stadt  Braunschweig  vor  Mephistopheles).
S.1497  Wass  sich  etzliche  Jhar  hero  zwischenn  dem  weissenn  Rosslin
unndt  seinem  frommen  Schutzvorwandtenn  dem  rothen  Lewen  begebenn
  unndt  zuegetragen  .  .  verfasset  durch  ©.  2.  Z.  H.  J.  8...
vorbessert  1607  “Es  ist  reichs  unnd  landtkündig  |  wie  nuln  viell
Jahr  daher  .  .,  17  neunzeilige  Strophen  (dasselbe  bis  zum  Anfang
der  elften  Strophe  auch  8.226  tt.  ).  (5.1505  ff.  Druck:  Trewher  tzige
Warnung  an  die  unwissendt  irrende  Braunschweigere  ..  im  Thon
‘Venus  du  und  dein  Kindt’  1607,  Anfang  “Hör  zu  rolıt  Lew  mit
Vleis’).

?

Histor.497  T7Bl.  m  4°  18Jahrh.

“Warhafftiger  und  gründlicher,  Bericht  von  St.  Andreas  Kirch-Thurm
  in  der  Neustadt  in  Braunschweig’;  bis  zum  Jahre  1699
reichend.  Vgl.  Histor.495  B1.286.

Histor.498  Druck

Johannis  Letzneri  ...  Beschreibung  des...  Stifftes  Königs-Lutter  ..
Wolffenbüttel  1715.  Am  Rande  und  auf  einigen  angehefteten
Blättern  verschiedene  sachliche  Nachträge  des  Herausgebers  Johannes
Fabricius,  Abtes  zu  Königslutter.

1811  aus  der  Bibliothek  von  H.  Ph.  C.  Henke  in  Helmstedt.

Histor.499  3Bl.  und  89  Seiten  zu  20:16'!/,;,cm  17  Jahrh.

“Chronica  des  Jungfrewlichen  Closters  Unser  lieben  Frawenberge
(Marienberg)  vor  Helmstet...  zusammengebracht  durch  M.  Heinricum
Meybaum  .  ..  1571”.  Das  Werk  ist,  mit  Anmerkungen  versehen,
gedruckt  von  J.  @.  Leuckfeld,  M.  Hein.  Meybaums  Chronicon  des  Jungfräulichen
  Closters  Marien-Berg  vor  Helmstedt  .  .,  Halberstadt  und
Leipzig  1723,  S.1—84.  Am  Rande  der  Hs.  finden  sich  hier  und  da
Nachträge,  die  im  Drucke  im  Text  stehen.  Dagegen  feblt  im  Druck
S.69ff  der  Hs.:  “Appendix  Magnifici  et  Excellentissimi  viri  Dn.  Joh.
Schwartzkopf  Cancellarii  Guelphiei  ete.’,  wozu  auch  wohl  noch
die  Notizen  S.77—89  über  Prediger,  Pröbste,  Altäre,  Epitaphia  des
Klosters  ete.  gehören.  Eine  andere  Hs.  ist  in  Hannover:  Bodemann
S.489  n0.584.  |

1653  besass  die  Hs.  Christoph  Schrader,  Probst  in  Marienberg
(vgl.  BI.ID,  1698  schenkte  sie  Chph.  H.  Ritmeier  an  Herm.  von  der
Hardt  (vgl.  Bl.Ib).  In  die  Bibliothek  kam  sie  1786  aus  dem  Naclhlasse
  Ant.  Jul.  von  der  Hardt’s.

Histor.500  Druck

J.  G@.  Leuckfeldi  Antiquitates  Gandersheimenses  ..,  Wolffenbüttel
1709.  Mit  vielen  sachlichen  Zusätzen  von  J.  C.  Harenberg,  der
auf  dem  Vorsetzblatt  seinen  Namen  mit  der  Jahreszahl  1720  eingetragen
  hat.

Histor.501  2Bl.  in  fol.  in  einem  Umschlag  in  8°
1818  Joh.  Chph.  Harenberg,  Eingeständnis  vieler  Irrthümer  in
seiner  historia  diplomatica  Gandersheimensis,  Gandersheim  4  Jan.
1735.  1818  durch  den  Bibliothekar  J.  D.  Reuss  von  dem  im  Stift
        <pb n="167" />
        Histor.  497  —  506  161

Gandersheim  befindlichen  Originalrevers  abgeschrieben.  Uber  die
gegen  Harenberg’s  Glaubwürdigkeit  erhobenen  Vorwürfe  und  Anschuldigungen
  vgl.  besonders  das  Intelligenzblatt  der  Jenaischen
Allg.  Litt.  Zeitung  von  1806  8.385  ff.

Histor.502  62  Bl.  zu  32:201/,  cm  1743/4

J.  D.  Gruber,  2  Gutachten  betr.  die  Ansprüche  Hannovers  und
Hessens  auf  das  Lippe’sche  Amt  Sternberg.

Gutachten  vom  31  Dec.  1743:  Bl.3  Aufforderung  dazu  von  Münchhausen,
  Bl.4—6  Gruber’s  unvollständiges  Concept,  Bl.7—12  Reinschrift
  mit  Gruber’s  Correcturen.  Bl.13  Münchhausen’s  Aufforderung
  vom  15  Jan.  1744  zur  Umarbeitung  des  1.  Berichtes  mit
Gruber’s  Noten.  Bl.14—29  “Historia  Sternbergensis  comitatus  ex
literis  comitis  Lippiaci  ad  imperatorem  msct.’,  nach  1709  verfasst;
der  Anfang  von  Gruber  abgeschrieben.  Bl.30  (von  Grubers  Hand)
“Documentirter  Bericht  von  dem  gräflich-Lippeschen  Amt  Sternberg,
von  der  Schaumburgischen  und  Paderbornischen  Praetension  auf
dasselbe,  ingleichen  von  der  Br.-Lüneburgischen  Exspectanz  auf  die
Grafschaft  Lippe,  und  von  der  Frage,  ob  das  Amt  Sternberg  in  solcher
Exspectanz  mit  begriffen”.

Histor.503  11Bl.  zu  33:21em  nach  1739

Bl.1  Erklärung  seitens  Detmolds,  dass  den  Grafen  von  Detmold
die  Superiorität  und  Landeshoheit  in  den  Lippischen  Landen  zustehe.
Bl.4  “Extract  Antwort-Schreibens  von  der  Bückeburgischen  Regirungs-Cancellei
  d.  18  Apr.  a.  ec.  (nach  1739)  auf  das  von  der  Detmoldischen
d.  26  Mertz  an  jene  erlassene  Schreiben’,  Aus  Joh.  Dav.  Grubers
Nachlass.

Histor.504  4Bl.  zu  32:201/,cm  1733

Zwei  Gutachten  vom  29.1.  und  5.2.1733,  ob  für  Hannover  bei
der  von  Lippe-Detmold  angebotenen  Verpfändung  der  Aemter  Hagenburg
  und  Sternberg  genügende  Sicherheit  geboten  sei,  aus  J.  D.
Gruber’s  Besitz  und  wohl  von  ihm  verfasst.

Histor.505  3Bl.in  fol.  Abschrift  (18  Jahrh.)  des  Waldeckschen
  Lehnbriefs  auf  Hoppek  von  1543  für  Christian  v.  Oel  und
jenes  von  1462  für  Johann  von  Hottope  und  seine  Tochter  Anna.
Aus  Grubers  Nachlass.

Histor.506  3Abtleilungen:  T)  41  Seiten;  ID  2Bl.+
104  Seiten;  II)  8Bl.  zu  36:21!/),  cm  18Jalırh.
Mecklenburgensia.

I)  “Untersuchung  ob  die  Slavische  und  besonders  Obotritische
Könige  ein  absolutes  Regiment  geführet?’,  in  36  $S$.  Erste  llälfte
des  18  Jahrhunderts.

II)  Gedancken  von  Verfertigung  einer  ächten  Meeklenburgischen
Landes-Historie  und  derselben  Quellen  nebst  einem  Anhang  gegen
den  Hn.  Hoff  Canzler  v.  Ludewig  in  puneto  practensi  nexus  feudalis
der  alten  Wendischen  Herren  von  den  Marggrafen  zu  Brandenburg.
Nach  dem  “Vorbericht”  des  “Verlegers’  ist  es  die  in  den  Hamburgischen
  Berichten  von  Gelehrten  Sachen  1734  (p.  807)  recensirte

11
        <pb n="168" />
        162  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Schrift,  versehen  mit  Anmerkungen  und  Verbesserungen  eines  vormaligen
  Gundling’schen  Zuhörers.  Vielleicht  Abschrift  eines
Druckes.

III)  "Eines  gewissen  academischen  Lehrers  Discours  über  dasjenige,
  so  jetzo  in  Mecklenburg  wider  dortigen  Landes  alte  Staats
Verfassung  und  Systema  vorgehen  soll,  und  über  dessen  wahrscheinliche
  Folgen;  nachgeschrieben  mit  den  darzu  dietirten  Anmerekungen
mense  Augusti  a.  1748”.

Vorn  ist  das  Ex-libris  von  J.  St.  Pütter  eingeklebt.  1813  aus
dem  Nachlasse  des  Prof.  Goede  in  Göttingen  ersteigert.

Histor.507  74Bl.  zu  171),  :13Y),  cm  17  Jahrh.

Mecklenburgensia  des  17  Jahrhunderts.  Darunter  besonders:
  Bl.1  ‘Roll  der  fürstlichen  Embter  unnd  darümb  herliegenden
  vom  Adell  Unterthanen  Güstrowischen  Theills’;  Bl.15  desgl.
“Schwerinscher  Theill’:  Angabe  der  Zahl  der  jedem  einzelnen
Amt  oder  Adeligen  zugehörigen  “Bawleut”  und  “Kosaten’.  b1.32
“Der  Adel  mit  Ihren  schuldigen  Rossdienste  ist  folgender  Gestald
von  einander  gesetzet  .  .'.  Bl.60  “Matrieull  oder  Römerzugh  des
Niedersächsischen  Craises,  wan  derselbe  eintfächtig  aussgeschrieben
wirt,  tregt  jederm  Fürstenthumb  oder  Herrschafft  auss  wie  folget”.
Bl.61  “Gewöhnlicher  und  landsittlicher  Taxt  der  Mecklenbürgischen
Lehengüeter.  BI.69  Erlasse  Herzog  Gustav  Adolph’s  zu  Mecklenburg,
  Güstrow  12  Nov.  und  24  Oct.  1660.  bB1.72  Regierungserlass,
Schwerin  21  Nov.  1660.

Histor.508  79Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Mecklenburgensia  des  18  Jahrhunderts.

Bl.1—36  Gutachten  J.  D.  Gruber’s  für  die  hannoversche  Resierung
  aus  den  Jahren  1731—  1742,  besonders  über  die  Administration
Mecklenburgs  nach  der  Execution  durch  Hannover  und  Braunschweig.

B1.37  und  39  zwei  Gutachten  betr.  die  Mecklenburg-Strelitzische
Vormundschaft;  Bl.40  desgl.  ein  Promemoria,  Mirow  den  24  Oct.  1752,
mit  Anlagen  (B1.69—79  Verbündtnuss  .  .  zwischen  Sachsen  und...
Meckelnborg  ...  Lawenborgk,  am  Tage  Purificationis  Mariae  .  .  1518).

Histor.509  2Bl.in  fo.  1740  (J.D.  Gruber),  Gutachten
  über  die  Formalitäten  bei  der  dänischen  Lehnsempfängnis
von  Stad-  und  Butjadingerland,  22  Sept.  1740.

Histor.5l1l0O  IBl.-+588  Seiten  zu  21:16em  um  1700

Der  alten  und  weitberühmten  Stadt  Hamburg  Cronica  und  Jahrbücher
  von  der  Zeit  Caroli  des  Grossen  bis  auf  das  Kaiserthum
Caroli  des  5.  mit  besondern  Fleis  aus  glaubwürdigen  Geschichıtschreibern,
  alten  Jahrbüchern,  Uhrkunden,  Recessen  und  Handelung
zusammengezogen  durch  Adamum  Tratzigern,  der  Rechten  Doctorem
und  Sindiecum  zu  Hamburg.  .1557.  Mit  einer  Fortsetzung  (S.332  ff)
bis  zum  Jahre  1674,  deren  Verfasser  S.571  von  sich  angiebt,  dass
er  1655  in  Tübingen  studirt  habe.  Die  Hs.  wird  erwähnt  von
Lappenberg  vor  seiner  Ausgabe  der  Tratziger’schen  Chronik  (Hamburg
  1865)  p.LÄXIV.

Bl.I  steht  “Me  possidet  (Jac.  ?)  Voss  D.  Hamb.  anno  1708  d.1.  Juni,
Stenger  ss.  theol.  Cand.  seripsit”.
        <pb n="169" />
        Histor.507  —  516  165

Histor.51ll  11Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Bl.1  Gutachten  betr.  die  Reichsimmedietät  von  Hamburg
(17557).  Der  Verfasser  eitirt  seine  “Nebenstunden’,  ist  also  D.  G.

Strube.  Bl.10--11  Jo.  Klefeker  an  Münchhausen,  Hannover
4  Aug.  1755;  Original.

Histor.512  17  Seiten  in  fol.  18  Jahrh.

Christina  von  Schweden,  Resolution  betr.  das  Domcecapitel  zu
Hamburg,  Stockholm  2  Aug.  1651.  Abschrift.

Histor.513  220  Blätter  zu  33:21em  Reinsehrift  des
18  Jahrh.

“Vollständiges  und  ausführliches  Diarium,  was  in  der  Streit-Sache
  der  Priesterschaft  und  sonderlich  in  causa  Horbiana  vom
Anfang  biss  zum  Ende  passiret,  alles  mit  unpartheyischer  Feder
entworffen’.  Ausführliche,  viele  Aktenstücke  umfassende  Schilderung
des  Verlaufs  der  Streitigkeiten  zwischen  Joh.  Heinrich  Horbtus,
Hauptprediger  an  St.  Nicolai  zu  Hamburg,  und  seinen  Gegnern
(1690—1695).  Der  Verf.  steht  auf  Seite  der  letzteren;  in  der
“Vorrede  an  den  Leser’  (Anfang:  “Geneigter  Leser,  meine  Feder
unterstehet  sich  .  .)  nennt  er  seine  Quellen  und  sagt  von  sich,

dass  er  das  meiste  von  den  erzählten  Begebenheiten  selbst  miterlebt
  habe.

Histor.51l4  26Bl.  zu  191%,:15cm  17  Jahrh.

Copia  der  Fundation  des  Waisenhauses  zu  Hamburg,  24  Sept.
1604.

Histor.515  293  Seiten  in  fol.  18  Jahrh.

Umbständlicher  Bericht,  was  es  mit  dem  in  der  Stadt  Lübeck
Landwehr  belegenen  Meyer-Gute  zur  Roggenhorst  für  eine  Bewandtniss
  habe,  wobey  zugleich  von  den  Eingriffen  der  Besitzer
desselben  in  der  Stadt  Gerechtsame  .  .,  nicht  weniger  von  der...
ans  höchstpreissliche  Cammer  Gericht  hiebei  ergriffenen  gantz  unbefugten
  Appellation  ..  Nachricht  gegeben  wird;  nach  1751.
».125—293  sind  Beilagen  :”  S.125  (61:79  cm)  Copia  der  an  hiesiger
(d.  h.  Lübeckischer)  Stadt  Cassa  befindliche  grosse  Charte  (von
1669)  die  gantze  Landwehr  fürn  Holstein  Thor  in  sich  haltendt,
hier  in  soweit  dieselbe  der  Stadt  Gemeine  Freiheiten  nach  den
Höfen  von  Roggenhorst  und  Schönböcken  hin  enthält,  in  Abriss

gebracht.  8.128/9  Situations  Charte  wie  .  .  die.  .  Rockenhorster
Hayde  .  ..  mit  Steine,  so  mit  der  Stadt  Wapen  bezeignet,  umgeben
worden  .  .  S.131—293  Akten  (Auszüge  aus  Rentbüchern  uud

Protocollen,  Relationen,  Gesuche  ete.),  sämtlich  vom  Notar  Samuel
Lentz  beglanbigt.

Histor.516  4Bl.  zu  24:18S!/,  cm  auf  Bl.1  und  2  buntverzierte
  Buchstaben,  also  wohl  Original  1748
Joh.  Frid.  Weitenkampff,  Gedicht  “auf  Ihro  Majestaet  der
Königlichen  Frau  Mutter  (Sophia  Dorothea  von  Preussen)  a.  1748
d.  29  Nov.’  zur  Feier  der  Wiederkelir  ihres  Vermählungstages.
Anfang  der  einleitenden  Strophe  “Ist  denn  dieser  Tag  nicht  werth,

11*
        <pb n="170" />
        164  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

dass  man  iln  in  Marmor  ätzte’;  dann  noch  10  achtzeilige  Strophen,
Anfang  “Ja  haben  wir  bereits  den  suldnen  Tag  erreicht”.

Histor.51S  10Bl.  in  4%  Ende  des  18  Jahrh.

Vatieinium  Lheninense...,  Abschrift  des  Cod.  Histor.519,  jedoch
ohne  den  Brief  auf  Bl.14f.  Vgl.  Hilgenfeld,  Die  Lehninische  Weissagung
  (1875)  8.22;  Hans  Schneider,  Progr.  des  Berlin.  Gymnas.  zum
grauen  Kloster,  Ostern  1890,  8.21.

Histor.519  15  Bl.  zu  27:18,  cm  18Jahrh.
Vatieiniunm  Lheninense.

Bl.2  “Vatieinium  Lheninense,  de  Fatis  Marchionum  et  Electorum

Brandenburgensium,  cum  varliis  exemplaribus  collatum,  et  ex  optimis
correctum’.  Überschrift  des  Textes  “Vatieinium  B.  Frairis  Hermanni,
  monachi  quondam  Lheninensis,  Ordin.  Cistert.,  qui  circa  annum
  Chr.  1300  floruit,  et  in  dieto  monasterio  Liheninensi  vixit,  ex  libro
Msto  Brandenburgensi,  ut  annotavit  B.  Mart.  Frid.  Seidelius:  ex  qno
constat,  hoc  vaticinium  jam  ante  annos  400  consignatum  esse’.
Der  Text  dieser,  meist  mit  x  (bei  Hans  Schneider,  Progr.  des
Berlin.  Gymn.  zum  grauen  Kloster,  Ostern  1890,  mit  x?)  "bezeichneten
Hs.  ist  dem  Abdruck  bei  Hilgenfeld,  Die  Lehninische  Weissagung
(1875)  S.69,  zu  Grunde  geleet.  Über  die  Recension  des  Textes,
welche  diese  Hs.  bietet,  vgl.  Schneider  S.20f.

Bl.8  Bruder  Hermanns,  welcher  in  dem  MärckischenKlosterLelınin,
olınweit  Brandenburg,  um  das  Jahr  1300  gelebet,  Prophezeyung,
über  das  Churhaus  Brandenburg:  aus  dem  Latein  übersetzet  von
D.  Joh.  Chph.  Beckmann,  Prof.  zu  Franckf.  an  der  Oder  (7  1717).

25  Stanzen;  abgedruckt  z.B.  bei  Hilgenfeld  8.75.

Bl.14  “Vir  summe  venerabilis  .  .  pr  aeceptor  aeternum  devenerande:
Superioribus  tuis  die  Albini  .  .',  lateinisches  Begleitschreiben  (Abschrift?)
  vom  6März  1741  bei  Übersendung  der  beiden  vorhergehenden
  Stücke.  Der  Name  des  Absenders  ist  ebenso  wenig  genannt
wie  der  des  Empfängers,  doch  hat  schon  Gieseler,  Die  Lehninsche
Weissagung  (1849)  S.23,  erkannt,  dass  das  Schreiben  an  den  Helmstedter
  "Professor  Herm.  von  der  Hardt  gerichtet  war.  Über  den
Inhalt  des  Briefes  vgl.  besonders  Hilgenfeld  S.9ff.,  wo  auch  der
srösste  Theil  abgedruckt  ist.

1786  aus  der  Bibliothek  Ant.  Jul.  von  der  Hardt’s.

Histor.  520  12  Bl.  in  fol.  erste  Hälfte  des  18  Jahrh.

Bl.1  Vatieinium  Monachi  Hermanni  ex  monasterio  Lehninensi
de  Marchionibus  Brandenburgieis.  Vgl.  über  diese  Hs.  besonders
Serapeum  1853  S.201  und  Hilgenfeld,  Die  Lehnin.  Weissagung  ©.22.
Die  erste  Seite  ist  von  J.  D.  Gruber  geschrieben,  der  auf  den
folgenden  Seiten  hie  und  da  Schr  eibfehler  verbessert  hat.

Bl.3  “Dilueidationes  Vatieinii  Fr.  Hermanni’.  Offenbar  ist  der
Verfasser  J.  D.  Gruber,  der  auch  die  Überschrift  geschrieben  hat.

Gruber  starb  1748;  die  Hs.  ist  also  älter,  als  bisher  allgemein
angenommen  wurde.
        <pb n="171" />
        Histor.518-—523  165

Histor.521  7Bl.  in  fol.   Reinschrift  des  18  Jahrh.

Institutions  pour  l’Academie  Royale  eivile  et  militaire  des  gentilshommes
  &amp;amp;  Berlin.  Diese  Statuten  der  1765  von  Friedrich  dem
Grossen  gestifteten  Anstalt  sind  abgedruckt  bei  D.  Thiebault,  Mes
souvenirs  de  25  ans  de  sejour  a  Berlin,  T.5  (1804)  p.  147—162.

Histor.522  602  Bl.  zu  32:21  cm  Anfang  des  18  Jahrh.

“Ohnmassgebliches  undt  aus  verschiedenen  Legations  Actis  und
Historieis  zusammen  getragenes  und  projectirtes  Ceremoniale  abgetheilet
  in  drey  Theile  von  dem  am  Kayserl.  Hof  zu  Wien  verschickten
  Chur  Hannöverischen  Rath  von  Reck’.

Das  an  interessanten  Einzelheiten  reiche  Werk  ist  für  Brandenburg
entworfen,  nach  1691,  aber  vor  Erlangung  der  Königswürde.  Der
erste  Theil  behandelt  den  Empfang  fremder  Gesandten  am  Brandenburgischen
  Hofe,  der  zweite  den  der  Brandenburgischen  Gesandten
bei  fremden  Fürsten,  der  dritte  “wie  Pabst,  Kayser,  Könige,  Chur
und  Reichsfürsten,  auch  andere  Souveraine  Princen  und  Republiquen
und  deroselben  Ministri  ihres  Rangs  und  Praecedentz  halber  sich  zu
bezeigen  haben’.  Hieran  schliesst  sich  dann  noch  (B1.486)  eine
Appendix  über  "Rang  und  Praecedentz  derer  Teutschen  Churfürsten
und  Reichsfürsten  ...  unter  sich’  und  (Bl.532b)  “Annotata  ad  schema
sessionis  et  ordinis  inter  prineipes  et  status  imperi’.  Von  dem
letzten  Abschnitt  ist  das  letzte  Capitel  und  ein  Theil  des  vorletzten
durch  Herausreissen  der  letzten  Blätter  verloren  gegangen.  Bl.2
bis  16  Index.

Am  Rande  ist  von  anderer  Hand  “vieles,  wie  es  experientia  oder
sonst  in  negotiationen  anders  befunden,  corrigirt,  hinzugethan,  auch
abgenommen’  (vgl.  BIl.17).

Histor.523  115  Bl.  zu  351/,:22  cm  17  und  (Bl.94  bis
115)  18  Jahrh.

Bl.1  “Genealogia  des  hochberühmten  Chur-und  Fürstlichen  Hauses
der  Marggrafen  zu  Brandenburg  und  Burggrafen  zu  Nürnberg  des
uhralten  Zollerischen  Stammens  aus  glaubwürdigen  Documenten  erstlichen
  durch  Herrn  Dr.  Johann  Mömminger  (sonst  Moninger  oder
Monninger),  Medicum  zu  Culmbach,  .  .  beschrieben,  hernach  aber  durch
Mag.  Wencesl.  Gurckfelderum  (}  1608),  des  Fürstl.  Brandenburgischen
  Consistorii  zu  Onoltzbach  Seeretarium,  .  .  augiret  und
endlich  nach  Ihrer  beeder  Tod  .  .  abermahls  vermehret  durch  Georg
Kccken,  Richtern  im  Closter  Heilbronn,  des  Gurckfelders  Schwager,
a.1613.  Voran  geht  ein  an  Kurfürst  J  ohann  Sigismund  und  andere
Hohenzollern  gerichtetes  Vorwort  vom  2Ang.1613.  Vgl.G.G.  Küster,
Bibliotheea  histor.  Brandenburgica  (1743)  p.  333;  J.A.  Vocke,  Almanach
Ansbach.  Gelehrten  I  130.  Andere  Hss.  finden  sich  in  Dresden
(Schnorr  v.  Carolsfeld  IH  63b)  und  in  Hannover  (Bodemann  XIX  1062;
vgl.  auch  Catal.  Bibl.  Uffenbach.  IH  p-  405).

Bl.94  (von  jüngerer  Hand)  “Kurz  gefasster  Begriff  der  Historie
des  St.  Gumprechts-Stiffts  zu  Önolzbach,  zu  «efällieem  Gebrauch  bey
instehender  Einweyhung  der  ncu  erbauten  Stiffts-Kirche  aufgesezct
von  Joh.  Sigmund  Strebel,  Hoff  Ratıı  und  Archivario,  Mense  Junii
1738’.  Mit  einigen  Correeturen  einer  anderen  Hand.

1771  aus  dem  Nachlasse  J.  D.  Koeler’s  in  Göttingen  gekauft.
        <pb n="172" />
        166  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.524  110  Seiten  zu  221/,:17  em  1%  Jahrh.

Cronica  ducum  Slesie  corrogata  ex  quodam  libro  Monasterii  Cap.
Regul.  S.  Marie  in  Glotz  Pragensis  Diocesis  per  D.  Benedietum  de
Posnania,  ad  S.  Spiritum  apud  Weratisl.  Praepositum  a.  domini
1518.  Die  Chronik  ist  nach  der  bisher,  wie  es  scheint,  allein
bekannten  Hs.  des  Grafen  Dzialynskı  in  Kurnik  besprochen  und
analysirt  von  Roepell  in  der  Zeitschrift  d.  Ver.  f.  Gesch.  und
Alterth.  Schlesiens  II  (1859)  S.402.  Eine  von  J.  G.  Thomas,  Handbuch
  der  Litteraturgesch.  v.  Schlesien,  S.22  erwähnte  Hs.  der
Rhedigerschen  Bibliothek  in  Breslau  soll  dort  jetzt  nicht  mehr  vorhanden
  sein.

1771  aus  dem  Nachlasse  J.  D.  Koeler’s  in  Göttingen  gekauft.

Histor.525  4DBl.  ım  fol.  18Jahrh.

.  Gutachten  (Beschluss  des  Corpus  Evangelicorum?)  gegen  die
Übertragung  der  Administration  des  evangelischen  Hochstifts  Naumburg
  an  Friedrich  August  I  von  Sachsen-Polen.  Wohl  um  1726.

Histor.526  25  Bl.  zu  321/,:19!1/,  cm  zweite  Hälfte  des
17  Jahrh.

Jac.  Thammens,  Fürstl.  Sächs.  Ratlıs  zu  Zeitz,  Chronica  des
Stiffts  Zeitz  ..  Nach  diesem  von  jüngerer  Hand  geschriebenen
Titel  folgt  Bl.2  zunächt  ein  kurzer  Auszug  über  die  Erbauung  von
Naumburg  aus  Aventin’s  Chronica,  dann  “Kurtze  historische  Beschreibung
  vom  968.  Jahre  und  Fundatore  des  Stiffts  Zeitz  Keyser
Ötten  I.  .  biss  uf  Keyser  Rudolphum  II  des  1608  Jahres  und  also  uf
640  Jahre  .  .  verfasset  .  .  durch  Jac.  Thammen,  Fürstl.  Sächs.  Rath
„u  Zeitz’.  Unter  dieser  Überschrift  steht  ‘1642.  O.  E.  V.  D.

Es  ist  also  wohl  derselbe  Auszug  aus  Thamm’s  Chronik,  der  auch
in  der  Dresdener  Hs.  K  354  S.24  enthalten  ist.

Bl.23b  “Aus  der  Manssfeldischen  Chroniea’  bis  1657.

Auf  Bl.1  hat  die  Hand,  die  den  Titel  geschrieben,  hinzugefügt
‘Sum  Christophori  Henrici  Nobilis  de  Berger’.  1784  aus  dem
Nachlasse  des  OARaths  v.  Gustedt  in  Celle  gekauft.

Histor.  527  464  Seiten  zu  321/,  :201/,  cm,  mit  leeren
Blättern  durchschossen  Ende  des  17  Jahrh.

“Halberstädtische  Chroniea  Johannis  a  Winnigstadt  monachi
quondam  ordinis  S.  Augustini  in  monasterio  ad  D.  Johannem  prope
Halberstadt,  postea  pastoris  ad  S.  Blasii  in  Quedlinburgk  etc.
vermehret  .  .  per  Th.  Eichholtz  Ostervicensem  .  .  Conrectorem
olim  emeritum  scholae  Johannitanae,  anietzo  in  ettwas  förmlichern
Stylum  .  .  eingrichtet  ...  per  me  ©.  G.  H.  S.  V.  in  summo  (“Cyprianuım
  Geilfusium  Halberstadensem  Saxonem  Vicarium  in  summo’
fügt  eine  andere  Hand  hinzu)  a.  1673’.  Das  bis  1648  reichende
Werk  zerfällt  in  2  Theile  (S.2—199,  5.199  —  388);  dem  ersten  voran
geht  ein  Verzeichnis  der  Halberstädter  Bischöfe  (11  lat.  Hexameter),
der  Städte,  Amter,  Klöster  ete.  des  Fürstenthums  Halberstadt,  sowie
die  Vorrede  Joh.  Winnigstedt’s.  3.389  —464  Register.  Winnigstedt’s
  Chronik  ist  gedruckt  bei  Casp.  Abel,  Sammlung  etlicher  .  .
alten  Chronicken  (1732),  S.252—478.

1756  in  Hannover  erworben.
        <pb n="173" />
        Histor.  524  —  532  167

Histor.528   14Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Halberstadensia:  Bl.1  Nachricht  wie  es  an  dem  Halberst.
hohen  Dohm  Stifte  bey  Antritt  eines  neuen  Canoniei  oder  Jungen
Dohm  Herrn  gehalten  wird.  Bl.5  Verschiedenes  über  Verwaltung,
Einrichtung  etc.  des  Domstifts:  De  electione  decani,  de  optionibus,
de  datione  possessionis  praebendarum  et  curiarum,  de  anno  claustrali
etc.,  15  Jahrh.

Histor.529  180Bl.  zu  19!1/,:161/,cm  17  Jahrh.

Chronik  der  Stadt  Mühlhausen  i.  Th.  bis  1602  (Bl.154b  ein
Nachtrag  von  1610).  Aus  diesem  Exemplar  sind  Bl.53b—91b  in
Schmidt’s  Zeitschrift  f.  Geschichtsw.  IV  (1845)  von  Holzhausen
ziemlich  fehlerhaft  abgedruckt;  vgl.  OÖ.  Merx,  Th.  Münzer  und  H.
Pfeiffer  (1889),  S.2—4.

Am  Schluss  sind  Ordnungen  der  Stadt  M.  angehängt:  Bl.155
Wageordnung  1560.  Bl.158b  Ordenung  des  Getreydichs  1562.
Bl.160  Ord.  d.  Backwergks  1563.  Bl.161  Ord.  der  Marckherren
1565.  Bl.  167  “Heymburger’.  Bl.  173b  °“HoltzOrdenunge’
1565.  Bl.175b  °Ord.,  wie  es  hinfort  in  den  fleischbencken  mit
vorkeufunge  des  fleisches  soll  gehalten  werden”.  Bl.177b  “Ord.
der  Armen’  1574.  Bl.179b  (von  andrer  Hand)  Verpflichtung  des
Wagenmeisters.

1822  auf  einer  Göttinger  Auktion  erkauft.  Auf  dem  innern
Einbande  ‘J.  F.  Stuler’,  auf  dem  Vorsetzblatte  ‘J.  G.  Stüler”.

Histor.530  10Bl.  ım  fol.   1731—1732

(J.  D.  Gruber),  3  Gutachten  betr.  die  Schutzherrschaft  Hannovers
über  die  Reichsstadt  Mühlhausen  und  daraus  entspringende  Beziehungen
  zu  Kursachsen  und  dem  Kaiser,  Aug.  1731—Jan.  1732.

Histor.531  68Bl.  zu  321/,:19!/,  cm  um  1700

"Leipziger  Recess  (zwischen  Kurmainz  und  den  Herzögen  von
Sachsen  betr.  Erfurt)  in  20  Articuln  bestehendt  a.1665  .  .  cui
accessit  .  .  confirmatio  imperatoria’.  Der  kaiserlichen  Bestätigung
(Wien  3  März  1668)  sind  eingefügt  Bl.2b  der  Recess  vom  20/30  Dec.
1665,  vollzogen  von  Kurmainz  am  8  Febr.  1666,  und  Bl.24  der  Executionsrecess
  vom  16/26  Mai  1667  (mit  ziemlich  starken  Abweichungen
gedruckt  bei  Gastelius,  De  statu  publico  Europae,  Noriberg.  1675,
p-1141  bis  1146)  nebst  Beilagen  A—T.  Vgl.  Histor.532.

Angehängt  ist  Bl.64  die  kaiserliche  Bestätigung  (Wien  28  Nov.
1678)  des  (Bl.64b)  Recesses  von  Schulpforta  vom  22  März  (1  Apr.)
1667  zwischen  Kurmainz  und  Kursachsen.

1798  aus  dem  Nachlasse  des  Prof.  W.  Stieghan  in  Erfurt.

Histor.532  43Bl.  zu  32:19,  cm  um  1700

Bl.1  Leipziger  Recess  zwischen  Kurmainz  und  den  Herzögen
von  Sachsen  betr.  Erfurt.  Vgl.  Histor.531.  Hier  fehlt  die  kaiserliche
  Bestätigung.  Dagegen  findet  sich  kurz  vor  dem  Ende  des
Recesses  vom  20/30  Dee.  1665  auf  Bl.  14b—16  eingeschoben  der  “Vergleich
  zwischen  Sachsen  Weimar  und  denen  Carthäusern  zu  Erffurt,
(Weimar  d.  16  Aug.)  a.  1643’.  Bl.17b  der  Exeeutionsrecess  vom
16/26  Mai  1667  mit  seinen  Beilagen.
        <pb n="174" />
        168  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.533  33Bl.  m  fol.  18Jahrh.  °

Schriftstücke  betr.  Beziehungen  zwischen  Hannover  und  den
Grafen  von  Stolberg.

Bl.1—11  drei  Gutachten  (J.  D.  Gruber’s)  betr.  die  Grafschaft
Hohnstein,  1732--1742.  bBl.12—16  Zwei  Schreiben  des  Grafen
Christoph  Ludwig  zu  Stolberg-Stolberg  an  G.  A.  v.  Münchhausen
  (Originale)  und  Münchhausen’s  Antworten  darauf  (Entwürfe),
  März-April  1751,  betr.  eine  Geldangelegenheit  des  Grafen
bei  der  königlichen  Kammer  im  Hannover.  b1.17—21  (J.D.
Gruber),  Entwürfe  zu  zwei  Schreiben  an  den  Geh.  Rath  v.  H.  in
Wien  und  den  Hannoverschen  Gesandten  in  Regensburg  betr.  die
Rechte  der  Grafen  von  Stolberg  auf  die  Grafschaft  Rochefort,
Oct.  1737.  B1.22—29  Quittung  des  Grafen  Christoph  Ludwig  zu
Stolberg  über  ein  von  der  Gräfin  Yarmouth  empfangenes  Darlehn
und  (Bl.28)  Revers  seines  Rentmeisters  zu  Neustadt;  beides  mit
vielen  Correeturen  hannoverscher  Regierungsbeamter.  bB1.30—33
Schreiben  eines  hannoverschen  Beamten,  Administrators  des  Stifts
Ilfeld,  an  den  Grafen  Christian  Ernst  zu  Stolberg-Wernigerode,  betr.
Jagdangelegenheiten,  1735,  Abschrift.

Histor.534  7Bl.  ımn  fol.  18Jahrh.

Nachricht  von  des  Amts  Hohnstein  Obereigenthum,  Territorial-Superiorität
  und  Lehnschaft.

Histor.536  2Bl.in  fol.  18Jahrh.  Zwei  kurze,  wohl
an  G.  A.  v.  Münchhausen  gerichtete  Notizen  über  die  preussischen
Herrschaften  Lohra  und  Klettenberg.

Histor.537  Pergam.  72Bl.  zu  33!/,  :211/,cm  1528  —
1529   Holzdeckel  mit  weissem  gepresstem  Pergament  überzogen,
daran  2  Schliessen

Bl.2  “Anno  domini  1528  als  Er  Michel  Müller  und  Er  Günther
Fromstedt  Schlosshern  sein  gewesenn,  ist  dietz  Erbbuch  inns  Amptt
Mulburgk  (Mühlberg  bei  Erfurt)  gehorende  gentzlichen  vernewert
und  nachgeschriebenn  worden”.

Schluss  (Bl.72b):  “Vollendet  ist  diss  vorgeschrieben  Register  uber
das  Einkomen  des  Schlos  Mulbergks  sampt  desselben  ein  und  zugehorung
  durch  die  vorgenanten  Schlosshernn  a.  domini  1529  Freitags
nach  Luce  Evangeliste”,  Bl.2b  in  bunten  Farben  das  Wappen
von  Erfurt,  umgeben  von  denjenigen  von  Tappelndorff,  Vippach,
Viselbach  und  Vargila.

1812  von  dem  Präfeeten  des  Harz-Departements  Baron  v.  Bülow
in  Heiligenstadt  geschenkt.

Histor.538  237  Bl.  (von  193  an  leer)  zu  31:20  cm
1591  grüne  Pergamentdecke  mit  Schliesse

Erb  Zinss  Buch  des  Ampts  Mölbergk  den  25  Sept.  a.  Christi
1591.  Vgl.  Histor.  537.

1812  von  dem  Präfeeten  des  Harz-Departements  Baron  v.  Bülow
in  Heiligenstadt  geschenkt.
        <pb n="175" />
        Histor.  533  —  547  169

Histor.539  3Bl.  in  fo.  18Jahrh.  Über  den  Domänen-Ertrag
  in  den  Bisthiimern  Münster,  Paderborn  und  Osnabrück
etc.  18  Jahrh.

Histor.540  35  Bl.  (Bl.1  Pergament)  zu  20'/,  :14  cm

15  Jahrh.  rothe  und  blaue  Initialen

Cronica  Monasteriensis.  (B1l.2)  Ineipiunt  gesta  episcoporum
Monasteriensium.  Hir  begynnet  eyn  boeck  geheyten.  ’.  Niederdeutsche
  Chronik  der  Bischöfe  von  Münster  bis  zum  Tode  Otto’s  von
der  Hoya,  772—-1424;  nach  dieser  Hs.  gedruckt  von  Ficker  in  den
Geschichtsquellen  des  Bisthums  Münster  I  (1851)  S.92—  155  (vgl.  auch
ebenda  S.XXIIf).

Histor.541  357  Bl.  zu  301),  :201/,  cm  saubere  Reinschrift
  des  17  Jahrh.

Herm.  v.  Kerssenbroick’s  Geschichte  der  Münsterischen  Wiedertäufer
  (1524—1554).  Anfang  “Candidis  lectoribus  quorum  impulsu
haec  historica  narratio  suscepta  est,  Herm.  a  Kersenbroik  ..S.P/.
Die  in  Mencken’s  Script.  Rer.  Germ.  III  1503—1616  gedruckte  Fassung
zieht  stark  zusammen  und  giebt  nur  einen  verhältnismässig  geringen
Theil  des  Werkes;  vgl.  C.  A.  Cornelius  in  “Geschichtsquellen  des  Bisthums
  Münster’  II  S.XXIX.

Bl.1  unten  steht  “J.  C.  Höfflinger  me  possidet  et  exeudit”.
Kam  1748  aus  Bückeburg  in  die  Bibliothek.

Histor.542  2034  Seiten  zu  31:21em  in  4  Bänden
18  Jahrh.

(Mich.  Strunck),  Notae  eriticae  ad  Nic.  Schatenii  Annales  Paderbornenses.
  Reinschrift  eines  Copisten;  von  Strunck’s  eigener  Hand
(vgl.  sein  vorn  in  Bd.I  eingeheftetes  aus  Paderborn  übersandtes
Autograph)  sind  nur  die  Correeturen,  welche  sich,  meistens  die  Form
betreffend,  besonders  in  der  ersten  Hälfte  des  Werkes  ziemlich
häufig  finden.  Die  am  Schluss  unvollständige  Hs.  bricht  in  der
Überschrift  zum  Jahre  1454  ab,  Vgl.  über  diese  und  eine  von
derselben  Hand  geschriebene  Hs.  der  Vereinsbibliothek  zu  Paderborn
Ficker  in  der  Ztschr.  f.  vaterl.  Gesch.  und  Alterthumskunde  (Westfalens)
  Bd.  XIII  (1852)  S.273;  über  eine  andere  Hs.  der  Notae  criticae
in  der  Paderborner  Gymnasialbibliothek  s.  Erhard,  Regesta  hist.  Westf.
Bd.I  p.XIU.  Einige  Aktenstücke  sind  aus  der  Göttinger  Hs.  der
Notae  abgedruckt  in  der  Ztschrft.  f.  vaterl.  Gesch.  und  Alterthumskunde
  (Westfalens)  Bd.XVIII  (1857)  8.317  ff.

Histor.544  7Bl.  in  fol.  1744

J.  D.  Gruber,  zwei  Gutachten  betr.  Streitigkeiten  zwischen
Hannover  und  Hessen  wegen  der  Schutzgerechtigkeit  über  Corvey
und  Höxter,  Dec.  1744,  nebst  (Bl.4)  Abschrift  der  “Renovatio  protectionis
  pactitiae  inter  abbatem  et  capitulum  Corbeiense  Huxarlamque
et  domum  Hasso-Cassellanaın’,  26  Febr.  1654.

Histor.547  14Bl.  zu  371%  :23em   18Jahrh.
“Series  privilegiorum  de  non  appellando  pro  archiepiscopatu  et
electoratu  Coloniensi  additis  variis....  prineipum  nee  non...  statuum
        <pb n="176" />
        170  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

ddeclarationibus’:  Privilegien  Maximilian’sII,  Mathias’und  Ferdinand’sIIl,
Schreiben  und  Erklärungen  der  kölnischen  Landstände  ete.,  1577  bis
1749.

Histor.549  35Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Akten  betr.  Religionsstreitiskeiten  wegen  Erbauung  eines  Kapuzinerklosters
  in  Dierdorf  (Grafschaft  Wied-Runkel)  1756.  Ausser
Gutachten  und  Reichshofratlsbeschlüssen  besonders:  Bl.16  Die
preussischen  Etatsräthe  an  das  hannoversche  Ministerium,  Berlin
4  Sept.;  Bl.17—20  Friedrich  der  Grosse  an  den  Etatsminister
v.  Plotho  in  Regensburg,  datirt  Berlin  4  Sept.,  mit  einem  Postseriptum
(Bl.23  und  24)  und  (Bl.21)  einem  Schreiben  des  Grafen  (Joh.  Ludw.
Adolf)  zu  Wied-Runkel  an  Friedrich  vom  16  August  (Abschriften).
Die  Schreiben  an  Plotho  sind  wohl  nur  Cabinetschreiben;  sie  stehen
nicht  in  der  Polit.  Correspondenz  Friedrichs  d.  Gr.  XII  S.339  ff.

Histor.550  10Bl.  in  fol.  18  Jahrh.

Zwei  Gutachten  betr.  die  Suecession  in  der  Grafschaft  Sayn:
das  zweite  (Bl.7)  von  J.  D.  Gruber,  1744.

Histor.551  10Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Akten  betr.  die  Besetzung  Wetzlar’s  durch  Hessen-Darmstädtische
Truppen,  1740,  besonders  Abschrift  des  Schutzbriefes  der  Landsräfin
  Elisabetha  Dorothea  von  Hessen  für  Wetzlar  vom  7  Nov.  1679
Dı  R  und  eines  Mandatums  des  Kammergerichts  vom  18  Juli  1740
(Bl.8).

Histor.552  ABl.  ın  fol.  1734
Kaiserl.  russischer  Armeebefehl  betr.  Disposition  zu  einer  Attaque
auf  die  Aussenwerke  von  Danzig,  Ohra  28  April  1734.

Histor.552e  450  Bl.  zu  311),  :21cm  17  Jahrh.

“Beschreibung  aller  und  jeder  Tractaten  und  Handlungen,  so  sich
so  wol  zwischen  den  anwesenden  Köng.  Commissarien  als  auch  Ihrer
Churf.  Gn.  Marggraff  Johann  Sigmund  zu  Brandenburg  und  den  Landstenden
  des  Hertzogtumbs  Preussen  auff  dem  a.  1612  zu  Königsberg
  gehaltenem  Landtage  begeben  uund  zugetragen’:  Sammlung
von  Protocollen,  Recessen,  Ordnungen,  Resolutionen  etc.,  in  Reinschrift.
  Beiliegend  (2  Bl.  von  anderer  Hand):  “Der.  .  Stände  des
Hertzogth.  Preussen  auf  die  d.  9  Mart.  a.  1674  geschehene  Landtages
Proposition  .  .  schliessliches  Bedencken’,

Bl.1  “Ex  legato  Secretarii  Georgii  Hövel  .  .  possidet  Georgius
Zimmerm  .  .  ().

Histor.553  17Bl.  zu  28:19'/,  cm  Anfang  des  16Jahrh.

rothe  Überschriften  und  Initialen

Friedensvertrag  zu  Thorn  zwischen  Casimir  von  Polen  und  dem
Deutschen  Orden,  19  Oct.  1466.  Deutsche  Fassung;  vgl.  Joh.  Voigt,
Gesch.  Preussens  VIII  (1838)  S.702  Anm.l.

Histor.554  160Bl.  zu  191/,:15  cm  16/17  Jahrh.

Preusische  Cronicka.
Bl.2  Vorrede  in  die  Preusche  Chronica  “‘Auff  das  die  Preussen
        <pb n="177" />
        Histor.  549  —  557  171

mugen  wissen  ir  herkommen,  ires  Landes  Vrsprung  .  .',  mit  Angabe
älterer  Quellen:  Bischof  Christian,  Peter  von  Dusbergk,  Alexius  von
Wormdit,  Joannes  Ingotsnam  officialis  zu  Risenburgk,  Aeneas  Silvius,
Stadtschreiber  Dobrokost.   Bl.3b  “Hie  fahet  an  die  Chroniea  Preusser
Landt  etwan  ein  fruchtbar  und  lustigs  Landt,  nu  aber  ein  geengstig
und  vorwast  Landt  .  .:  es  folgt  eine  geographische  Schilderung  des
Landes,  dann:  Namen  der  Stedt  und  Schlos,  Von  den  Wassern  und  (vgl.
Sim.  Grunau’s  Chronik,  herausg.  v.  Perlbach,  18.45)  geschlechten  der
Fische,  Von  Welden  und  Wilprettenn,  Vom  Handel  und  Kaufmanschaft,
Von  dem  Ertz  und  Bergwerck,  Von  dem  Bor  nstein,  Von  dem  yolck  .
und  irem  Glauben,  Wie  dis  Volck  alles  erschlag:  en  wart  u.  Ss.  w.
Bl.66  Wie  die  Creutzherren  aufkamen,  danı  Geschichte  des  Ordens
bis  1466;  Bl.116b  Der  Laut  des  ewigen  Frieds  zu  Thorn  im  Jar  1466  .
gedr.  z.B.  Cod.  diplom.  Polon.  IV  Vilnae  1764,  n.  122),  Bl.139b
Namen  der  unseligen  Kirwaiden,  Bl.140  der  Landtmeister,  Bl.140b
der  Homeister,  Bl.141b  Von  dem  letzten  Hoemeister.  Bl.142b  Vom
Gesehlecht  der  Konige  von  Polen  sieder  der  Zeit  des  ewigen  Friedes
„u  Thorn,  Bl.143b  Ob  man  auch  billich  die  Preussen  mag  Vorretter
heissen.  Bl.146  Der  Friede  zwuschen  Konigl.  M.  von  Polen  und
dem  Herzogen  in  Preussen  im  ı1ar  1525  aufgericht  (deutsche  Fassung):
Bl.146  Bestätigung  der  Rechte  und  Freiheiten  in  Preussen  durch  die
Markgrafen  Albrecht  und  Georg,  Krakau  11  Apr.  1525  (gedr.  bei  Casp.
Schütz,  Histor.  rer.  Prussiearum,  1592,  fol.  539);  Bl.149  der  Frieden
selbst  (gedr.  ebenda  fol.533).

Die  Chronik  scheint  im  Jahr  1545  verfasst  zu  sein,  vgl.  Bl.143
“und  diese  beide  leben  und  regiren  itzunden  im  Jar  1545);  vgl.  jedoch
aueh  Bl.14  “itzund  im  Jahr  1518°.

Histor.555  13Bl.zu  19:15  em  16/17  Jahrh.

“Der  Sudaven  Bockheiligung  und  andere  Ceremonienn  derselben

1545’.  Zweite  Überschrift  (BI.  9)  “Von  den  Sudewittern,  die  itzunder
Sudaven  heissen  und  gnant  werden,  wie  sie  ire  Cer  e(mo)nien  halten’.
Es  ist  die  zuletzt  in  Erleutertes  Preussen  Tom.  5  (1742)  8.707  ff.
wieder  abgedruekte  Schrift  des  Hieronymus  Meletius;  vgl.  Neue
Preuss.  Provinzialblätter  Bd.2  (1846)  8.215.  Das  Vorwort  des
Meletius  fehlt  in  der  Hs.,  die  im  übrigen  oft  besser  ist  als  der  Druck
im  Erleuterten  Preussen.

Histor.557  320  Bl.  (davon  12  leer)  zu  311/,  :  201/,  em
„weite  Hälfte  des  17  Jalırh.

(Hans  Detlef)  “Ditlimarsche  Chronie’  (niederdeutsch),  bis  1650.

Der  vollständige  Titel  desWerkes  lautet  “  Dithmarsische  Historische
Relation  von  erer  Ankunft,  Religion,  Seeden  undt  Kriegeshandelungen

‚  dorch  Hans  Detleff  tho  Windtbergen,  angefangen  a.  1634°:  vel.
P.  C.  Dahlmann’s  Ausgabe  von  Johann  Aaol’s  e  sch.  Neoeorns  Chronik
des  Landes  Dithmarschen  II  (1827)  S.463ff,  wo  verschiedenes  aus
Detlef  als  Ergänzung  zu  Neocorus  abeedruckt  ist;  1.  Ratjen,  Ver-„eiehniss
  der  IIss.  der  Kieler  Univ.-Bibl.  IT  S.3/4.  259.  III  413/5;
Hanssen  und  Wolf,  Chronik  des  Landes  Ditlimarschen  (1833)  8.6;
A.  Vieth,  Beschreibung  und  Geschichte  des  Landes  Ditlimarschen
(1733),  Vorrede.  Bl.2b—4b  Trachtenbilder,  5  saubere  getuschte
        <pb n="178" />
        172  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

Federzeiehnungen;  drei  der  Figuren  sind  abgebildet  bei  Neocorus
zu  I  161  und  bei  Anton  Vieth,  Beschreibung  und  Gesch.  d.  Landes
Dithmarschen  (1733)  als  Titelkupfer.  Bl.9  Vorbericht  (ohne  Nennung
des  Verfassers),  gedr.  Dahlmann  II  463.  Bl.11  Die  Chronik  bis
1650.  Bl.289  Die  Landvögte  und  (Bl.296)  die  Landschriver  1559
bis  1671   B1.300  "Superintendenten  unde  Prauwste’  von  1520  ab.
Bl.308  “Doctores,  so  in  Dithmarschen  van  den  Ingebahrnen  gewesen”.
  Bl.309  “Stormwinde  unde  Waterfloth’  860-1655.
Bl.318  (von  andrer  Hand)  “Nachfolgendes  ist  mir  von  einem  vornehmen
  alten  Mann  allhie  communieirt  worden,  welches  das  Predig
Amt...  an  die  damahlige  48  abgehen  lassen,  war  mit  alter  Schrift
geschrieben:  Ein  Mandat  des  allerhöchsten  Gades  .  .  1558.  Im
Anfange  der  Chronik  sind  am  Rande  die  Quellen  eitirt.

Dem  Texte  sind  einige  Urkunden  eingefügt  (z.  B.  zum  Jahre
1559).  Ausserdem  sind  folgende  Gedichte  eingeschaltet,  die  sämtlich
  bei  Neocorus  (auf  den  sich  im  folgenden  die  Citate  beziehen),
zum  Theil  auch  bei  Müllenhoff,  Sagen  Märchen  undLieder  aus  Schleswig
Holstein  und  Lauenburg  (1845),  Böhme,  altd.  Liederbuch,  und  Liliencron,
  histor.  Volksl.  IV,  gedruckt  sind:  B1.39  “Ick  weth  my  eine
schöne  Maget’  N.  1180.  BlI.40  “Ick  wil  singen  ick  wil  nicht  leegen’
N.  II  568.  Bl.41  “Herr  Hinrich  unde  sine  Bröder  drey  voll  grone’
N.  II  569.   Bi.41b  “Dat  geith  hier  gegen  den  Sommer’  N.  II  569.
Bl.154b  “Etliche  Antiquitäten  unde  fiene  olde  düdsche  Carmina  .  .:
Bl.154b  ‘Alse  men  schreff”  N.I  495;  Bl.160  “Ein  Sack  altho  lang’
N.  1507;  B1.160b  "Men  list  in  der  Biblien’  N.  1508;  Bl.164b  “De
Herr  hefft  sick  erbarmet”  von  Andreas  Bruss,  N.  1523;  BIl.166b
“Dat  Gülden  Jahr”  N.  1518;  Bl.167  “Wille  gy  hören  ein  nien  sangh’
N.1518;  Bl.168b  “De  wolgebahrne  Koning  .  N.  1521;  Bl.169  “De
Köning  wol  tho  dem  Hertogen  sprack’  N.  I  562.  Bl.200  “Dar
ısz  ein  nie  Raht  geraliden’  und  "Wille  gy  hören  einen  nien  sangh’,
beide  N.  II  73/4.  Bl.211  “Wille  gy  hören  einen  nien  sang’  und
(Reinhold  Junge)  “Wille  gy  hören  ein  nye  gedicht’,  beide  N.  II  93/7.

1773  aus  einer  Göttinger  Auktion.

Histor.558  12Bl.  ın  fol.  17/18  und  18  Jahrh.

Bl.1  Herzog  Franz  II  von  Lauenburg,  Bestätigung  der  Unionen
vom  16  Dec.  1585  und  5  Jan.  1586,  Lauenburg  am  Sonnabend  nach
Trium  Regum  1586.  Bl.5  Union  der  Ritter-  und  Landschaft,
Lauenburg  16  Dee.  1585  (gedruckt  bei  P.  v.  Kobbe,  Gesch.  d.  Hzth.
Lauenburg  II  S.341ff.):  beglaubigte  Abschrift  des  im  Landschaftl.
Archiv  befindlichen  Originals.

Histor.  559  68  Bl.  zu  26:20  cm  saubere  Reinschrift
des  18  Jahrh.

Bl.1  “Kurtze  Zusammenfassung  des  Berichts  von  dem  Rechte  des
Hauses  Braunschweig  und  Lüneburg  an  denen  Lauenburgischen
Landen’.  Es  ist  ein  Auszug  aus  Lud.  Hugo’s  “Bericht  von  dem
Rechte  des  Hauses  Braunschweig  .  .';  während  letzterer  jedoch
14  Capitel  umfasst,  sollte  der  Auszug  dem  Vorwort  gemäss  12  Capitel
enthalten.  In  der  Hs.  erscheinen  von  diesen  nur  11,  deren  Überschriften
  mit  denjenigen  der  ersten  11  Capitel  von  Hugo’s  ausführlichem
  Werke  übereinstimmen.
        <pb n="179" />
        Histor.  558  -—  568  173

Bl.58  Verzeichniss  was  all  zum  Hertzogthum  Braunschweig-Lüneburg
  gekommen,  nachdem  selbiges  a.  1235  von  Ottone  Puero  aus
einen  freyen  Erbe  in  ein  Reichs-Lehn  verändert  worden.

Nach  einer  Notiz  auf  dem  alten  Katalogblatte  der  Bibliothek
von  B.  Schlüter  geschrieben.  Auf  dem  Vorderdeckel  innen  das  Exlibris
  Joach.  H.  v.  Bülow’s.

Histor.561  15Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Zwei  Gutachten  die  Ansprüche  des  Hauses  Anhalt  auf  das  Herzogthum
  Lauenburg  betreffend,  nach  1732.

Histor.562  68Bl.  in  fol.  18Jahrh.

Akten  (Species  facti,  Erlasse,  Gutachten,  Briefe  etc.)  betr.  die
Ansprüche  Georg’s  II  als  Herzog  von  Lauenburg  auf  den  Hof
Lanken  und  die  Dörfer  Sahms,  Gross-Pampau  und  Elmenhorst,
1728.  Darunter  manches  von  der  Hand  J.  D.  Gruber’s.

Histor.563  15Bl.  ın  fol.  18Jahrh.

Lauenburgica.

Bl.1  “Topographia  Lauenburgica’:  alphabetisches  Verzeichnis  der
Dörfer  des  Fürstenthums  Lauenburg  mit  Angabe  des  Amts,  zu  dem
ein  jedes  gehört.  Bl.9  "Catalogus  der  in  Sachen  Lauenburg
contra  Lübeck,  die  Stadt  Vogtey  und  Herrschaft  Möllen,  ingleichen
Bergerdorff  und  Rypenborg  betrefl.  in  den  Druck  gekommenen
Schrifften  .  In  beiden  Stücken  eigenhändige  Nachträge  von  J.  D.

ruber.

Histor.564  87Bl.  in  fol.  18  Jahrh.

Akten  in  Sachen  Hannovers  gegen  Lübeck  wegen  des  Vogtei-Amts
  Mölln,  1741  und  in  den  folgenden  Jahren,  darunter:  Bl.1
bis  67  Von  der  Lübeckischen  Querela  Syndicatus  in  der  Möllnischen
Process-Sache.  B1.68—82  Gutachten.  Bl.86  Gutachten  von  J.
D.  Gruber,  20  Aug.  1741.  Voran  2  gedruckte  Sententiae  über
dieselbe  Sache.

Histor.565  39Bl.  m  fol.  18Jahrh.

Gutachten  betr.  die  Ansprüche  Lübecks  auf  die  im  Herzogthum
Lauenburg  gelegenen  Ritzerowischen  Güter,  darunter  die  ersten
vier  von  J.  D.  Gruber,  Mai—Juli  1742.  Am  Ende  unvollständig.

Histor.566  89Bl.  in  fol.  1736—1739

J.  D.  Gruber:  etwa  20  Gutachten  (Bl1:83—30  eigenhändig)  betr.
die  Streitigkeiten  zwischen  Hannover  und  Dänemark  wegen  des
Gutes  Steinhorst  im  Lauenburgischen,  24  Sept.  1736—8  Mai  1739.
Dazwischen  B1l.5/6  die  Hannoversche  Regierung,  Bl.31  Geh.  Secretär
J.  E.  Mejer  an  Gruber:  12  und  25  Juli  1738.

Histor.567_  2Bl.  in  fol.  1741  (J.  D.  Gruber),
Gutachten  betr.  die  Revocation  der  Dörfer  Behlendorf,  Gieselsdorf,
Hermansdorf  und  Albesfeld  von  Lübeck  durch  Hamnover,  15  Juli  1741.

Histor.568  ABl.  in  fol.  1737  (J.  D.  Gruber),
Gutachten  betr.  das  Anerbieten  des  Hn.  v.  Mandelsloh,  dem  Könige
        <pb n="180" />
        174  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

(Georg  II)  seine  Ansprüche  auf  drei  bei  Mölln  gelegene  Dörfer
Panten,  Manshagen  und  Wandfeld  abzutreten,  5  Juli  1737.

Histor.569  12Bl.  in  fol.  1731

(J.D.  Gruber),  2  Gutachten  betr.  die  Ansprüche  der  Braunschweig-Wolfenbüttelschen
  Linie,  das  Jus  senioratus  auch  auf  die  nenerworbenen
  Herzogthiimer  Lauenburg,  Bremen  und  Verden  ausgedehnt
zu  sehen;  3  und  20  Dee.  1731.

Histor.570  35Bl.  in  fol.  1732—1739

(J.  D.  Gruber),  5  Gutachten  betr.  den  Erwerb  des  Herzogthums
Lauenburg  durch  Hannover,  besonders  den  Wolfenbüttelschen  Anspruch,

  dasselbe  zum  Br.-Lüneburgischen  Gesamt-Lehen  gezogen  zu
sehen;  1732—1739.

Histor.571  20Bl.  m  fol.  1737  —1744

(J.  D.  Gruber),  Gutachten  betr.  das  Herzogthum  Lauenburg,  besonders
  die  Frage  wegen  des  Vortritts  von  Holstein-Glückstadt  vor
Sachsen-Lauenburg  im  Fürstenrath,  1737—1740.  Dabei  (Bl.7)  ein
eigenhändiges  Schreiben  von  G.  A.  v.  Münchhausen  an  Gruber.

Histor.572  I-+424Bl.,  von  denen  manche  leer  sind,  zu
20:151),  cm  von  2  Händen  in  der  ersten  Hälfte  des  17  Jahrh.  geschrieben


Verträge,  Bündnisse  ete.  von  Mitgliedern  der  Schweizer  Eidsenossenschaft
  im  14—16  Jahrhundert.

Im  folgenden  sind  nur  diejenigen  einzeln  aufgeführt,  welche  ın
der  grossen  “Amtlichen  Sammlung  der  ältern  Eidgenössischen  Abschiede’
  nicht  erwähnt  zu  sein  scheinen;  die  meisten  sind  dort  oder
in  Zellweger’s  Appenzeller  Urkunden  abgedruckt.  Ein  genaues  Verzeichnis
  ist  vorgeheftet.  DBIl.9  Bündnis  zwischen  Zürich  Uri  Schwyz
Unterwalden  und  Glarus,  Mentag  nach  ussgender  Pfingstwuchen  1352
(verschieden  von  Eidgenöss.  Abschiede  I  Beil.  22).  Bl.135  Urkunde
ausgestellt  von  der  Stadt  Zürich  am  17  Aug.  1451;  dem  Inhalt  nach
übereinstimmend  mit  Eidgen.  Absch.  II  Beil.  29.  Bl.143  Eyd  der
St.  Gallischen  Gottshausslenth.   DBI.151  Was  die  St.  Gallischen  Gottshaussleuth
  von  Roschach  vom  Abt  Ulrich  für  Erlassung  erlanget,
“Mentag  nechst  nach  S.  Agten  der  heiligen  Jungkfrauen  tag  1459”.
Bl.156  Freyheitsbrieff  der  St.  Gallischen  Gottshaussleuth  uffgericht  vom
Abt  Caspar,  “an  ©.  Vyden  der  heil.  Jungfrowentag  1451”.  BI.159
Verwilligungsbrieff  Pabst  Sixti  (IV),  dass  der  Abt  zu  St.  Gallen  ein
Closter  seines  Ordens  zu  Roschach  erbouwen  möge,  23  Mai  1483.
Bl.212  Ernüwerung  der  Erbeynung  so  etliche  ortt  der  Eydgnoschafft
mitt  dem  Hus  Osterych  hannd,  Zürich,  Sambstag  an  aller  Heiligen
Abent  1500.  Bl.218  Gericht  zwyschent  Herren  Aptt  von  8.  Gallen
eins  und  anders  teils  den  Herren  den  Eydgnossen  von  den  10  Orten
antreffend  dass  Landtgerichte  zu  Frowenfeld,  ‘an  unser  Lieben  Frowen
Abend  ze  Liechtmess  1501”.  B1.268  Ein  Brieff  wysende  wellicher
mass  min  herren  von  Zürich  sich  uff  den  Cappeler  Krieg  mit  iren
Biderwenlüten  ab  der  Landschafft  ..  vereinbaret  hanndt,  S.  Blasientag
1532.  Bl.294  Cappittel  zwüschent  dem  herzogthumb  Meiland  unnd
gemeinen  Eydgenossen  uffgericht,  6  Mai—  28  Juli—1  Aug.  1552.
        <pb n="181" />
        Histor.569  —  581  175

Mit  BIl.308  beginnt,  von  anderer  Hand  geschrieben,  eine  zweite
Sammlung  von  Verträgen,  welche  die  ersten  15  Stücke  der  ersten
Sammlung  in  der  Reihenfolge:  15,  1—14  umfasst.

B1.291—293  ist  von  jüngerer  Hand  (des  Besitzers)  nachgetragen
“Artikel  so  Zürich  denen  am  Zürich  See,  im  freyen  Ampt,  in  der
Grafschaft  Kyburg  .  .  grad  nach  dess  Waldmans  auflauff  .  .  nachgelassen
  a.1489  (vgl.  Helvetia  III  p.-499  ff)...  Excerpsit  uss  eim  altem
Schulerbrieff  .  .  d.  20  Nov.  1672  Joh.  Huld.  Brennwald  Diaconus  zu
Kilchberg’.  Wohl  nach  diesem  besass  die  Hs.  nach  einer  vorn
(wohl  von  Zach.  Conr.  v.  Uffenbach)  eingetragenen  Notiz  Joh.  Ludw.
Fabrieius  (7  1696),  später  Zach.  Conr.  v.  Uffenbach,  dessen  Ex-libris
vorn  eingeklebt  ist.

Histor.573  9Bl.  in  4°  Anfang  des  19  Jahrh.

Bl.1  “Nachrichten  über  die  letzte  Revolution  in  der  Schweitz
aus  einem  Gespräch  mit  dem  Herrn  (K.  V.)  v.  Bonstetten,  chemaligem
  Landvogt  von  Nyon,  Verfasser  der  vortrefflichen  Briefe
über  ein  Schweizerisches  Hirtenvolk  u.  s.  w.  am  18  Apr.  1798’.
Eigenhändige  Aufzeichnung  von  Chph.  Meiners.

Bl.6—9  C.  L.  v.  Haller  an  Meiners,  Weimar  30  Mai  1801:  über
das  Verhältnis  des  Erzherzogs  Carl  zu  den  Schweizer  Emigranten
und  über  die  Gründe  seines  Abzugs  aus  der  Schweiz.  Eigenhändig.

Histor.  575  25  Bl.  verschiedenen  Formats,  in  fol.  gebunden
  1831—1832

Schriftstücke  betr.  die  Revolution  im  Canton  Basel,  1831  bis
1832.  Der  grösste  Theil  davon  sind  Briefe  in  Original  oder  Abschrift
  mit  Mittheilungen  über  persönliche  Erlebnisse:  Bl.1
ein  Schreiben  aus  Schwyz  31  Jan.  1831.  Bl.3,  11,  14,  15  an  Em.
Schnell  im  Spahlenhof  in  Basel,  der  erste  (11  Aug.)  unterzeichnet
mit  L(?).  B.,  die  übrigen  vom  Pfarrer  D(an.)  B(urkhardt),  Sissach
8.  bis  27  Febr.  1832.  Bl.18  Abschrift  zweier  Briefe  aus  Bretzwil,
5  und  16  Jan.  1831.  Bl.20  Abschrift  zweier  Schreiben  von  ?
Meyer  in  Kilchberg  an  Stachelin  im  Pieshof,  19  und  26  Jan.  1831,
mit  tagebuchartigen  Berichten  vom  3  Jan.  an.

1881  von  einem  Antiquar  in  Basel  gekantft.

Histor.581  27  Bl.  zu  371/,:24  em  im  Anfang  des
18  Jahrh.  in  Italien  geschrieben

Instructionen  für  päbstliche  Nuntien  nach  der  Schweiz,
1621—1623.

Bl.1  Instruttione  a  V.  S.  Monsign.  Scappi  vescovo  di  Campagna
destinato  Nuntio  ordinario  alli  Sig“  Suizzeri  delli  sette  Cantoni
Catholiei  “Egli  @  malagevol  cosa..  ’,  di  Roma  li  12  Maggio  1621.
Bl.12  “Niuno  importante  affare  .  "  und  Bl.24  °“Dovendo  vostra
eccelenza  andare  .  .:  zwei  Instructionen  “al  Sign.  Duca  di  Fianco
mandato  a  pigliare  il  deposito  dei  forti  de  la  Valtellina’,  di  Roma
li  5  Aprile  1623.

1779  in  Göttingen  ersteigert.
        <pb n="182" />
        176  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.584  56  Seiten  zu  17!/,:12cem  -  18  Jahrh.

‘Der  auf  dem  Wege  nach  Welsch-Neuburg  sich  bis  in  die
Lombardey  verirrende  Cantzler  Herr  Joh.  Pet.  v.  Ludewig,  oder:
Abgemüssigte  Gedancken  von  denen  Streit-Schrifften,  welche  zwischen
dem  seeligen  Herrn  Geh.  Rath  Nic.  Hier.  Gundling  und  dem  Herrn
Cantzler  v.  Ludewig  wegen  Welsch-Neuburg  geführet  worden;  nebst
rechtsbegründeten  Beweiss,  dass  der  Herr  Cantzler  in  seinem  sogenannten
  Buehe  “Preussisches  Neuburg’  die  Wahrheit,  in  seinen
Consiliis  Hallensibus  aber  die  ehristliehe  Liebe  hiebey  gröblieh  verletztet
  habe.  Halle  1736”.  Der  Verfasser  nennt  sieh  nicht.

Am  Rande  sind  die  Seitenzahlen  der  Vorlage  vermerkt.  Ein  Druck,
aus  dem  die  Hs.  abgesehrieben  sein  könnte,  liess  sich  nieht  nachweisen.


1819  vom  Chirurgus  Dieterich  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.585  619Bl.  zu  251/,:18em  von  verschiedenen
Händen  gegen  Ende  des  17  Jahrh.  gesehrieben

Sammelband  mit  Sehriftstücken  historischen  oder  politisch-journalistischen
  Charakters  zur  Geschiehte  Italiens,  Spaniens  und
Frankreichs  in  der  ersten  Hälfte  des  17  Jahrhunderts.  Aus
früherer  Zeit  ist  allein  das  Diarium  Paul’s  IV  BIl.444—496.

Bl.1—191  Zur  Gesehiehte  des  Neapolitaner  Aufstandes  1647/8:
Bl.1  Manifesto  del  regno  ehe  palesa  le  sue  giuste  ragioni  1647,  Anfang
  “Poteano  ben  esser  ehiare”.  BI.24  “  Cinque  discorsi  &amp;amp;  Sigi  Napolitani
  ne  correnti  motivi  di  guerra  per  animargli  al  mantenimento  dell’
Impresa  ben  comineiata;  con  manifesto  assai  vero  ehe  publica  le
giuste  ragioni  del  regno  (oben  Bl.  1—23)  et  aggiunta  lettera  del  Duca
d’Areos  al  Preside  di  Chieti  con  la  sua  coneludente  risposta’.  Der
Verfasser  dieser  stark  rhetoriseh  gehaltenen  “Diseorsi’  stellt  die  Sache
so  dar,  als  ob  er  “in  lontani  paesi”  (Bl.25)  weilend  von  den  Schicksalen
  seiner  Landsleute  höre.  Die  4  letzten  sind  datirt  vom  10  Nov.
1647,  7  und  17  Jan.  und  28  Febr.  1648.  Der  Brief  des  Herzogs  von
Areos  (Bl.125—128,  “tradotta  dallo  Spagnolo’)  ist  vom  13  Oet.  1647,
Anfang  “In  tutto  il  tempo  del  mio  governo’;  die  Antwort  (Bl.128b
bis  140)  vom  23  Oct.  1647,  Anfang  ‘La  earta  di  V.C.  hö  rieevuta’.
Bl.141  Risposta  alla  Santıta  di  Nostro  Signore  (Innocenz  X)  cirea
la  guerra  di  Napoli.  Anfang  "Beatissimo  Padre!  Nel  prineipio  della
revolutione  di  Napoli  prima  ehe  prorompessero’.  B1.152  “Conferenza
  overo  Dialogo  fra  i  primi  Sig"  del  Regno  di  Napoli  sopra  il
cangiamento  della  forma  del  Governo’.  Als  Spreeher  treten  auf  Don
Gonzalvo  di  Cordua,  Duca  d’Alva,  Duea  d’Ossuna,  Prineipe  di  Salerno,
Placido  di  Sangro,  Priore  di  Bari,  Cesare  Mormile  und  Tomaso
Aniello.

Bl.192  "Estat  General  de  tous  les  Revenuz  que  le  Roy  d’Expagne
tire  de  ses  Royaumes  .  .  specifiez  selon  l’ordre  qu’ilz  sont  eouehes
aux  Registres  de  sa  chambre  des  comptes..  .”  und  BI.202  “Estate  de
la  depense  que  le  Roi  faiet  tant  pour  ses  Royaumes..  quw’aussi  pour
sa  maison  .  ..  B1.219  “Diseurso  de  algunos  linages  que  el  Cardinal
  Don  Fr(anciseo)  de  Mendoga  y  Bovadilla  dio  al  Rey  Don
Felipe  II  por  haver  hallado  obstaculo  en  las  informationes  que  se
hizieron  para  el  habito  de  Santiago  que  su  Magestad  higo  merced
        <pb n="183" />
        Histor.584—  585  177

a  un  sobrino  suyo  hijo  del  Conde  de  Chinchon’,  nebst  B1.228b  "Addicion
  a  este  discurso”.

Bl.234  Risposta  al  Discorso  dell’  Almirante  (di  Castiglia):  “Non
mai  deve  il  serittore’,  um  1644.  Bl.239  Relatione  della  Citta  di
Roma,  della  Nobilta  et  origine  di  essa:  “Roma  chiamata  eitta  alma’;
besonders  Schilderung  der  Stadt  und  Bericht  über  die  bedeutendsten
Adelsgeschlechter.  B1.285  “Discorsi  politiei  intorno  allo  stato  temporale
  della  chiesa’,  8  Capitoli;  Anfang  “Lo  stato  del  Papa  &amp;amp;  forse
de’  piü  belli’.

Bl.356—443  "Il  Cattolico  politico  di  Stato”.  Politische
Broschüre  in  Form  eines  Gespräches  in  3  Akten.  “Interlocutori”  sind
(B1.358b):  I  R&amp;amp;  (di  Spagna),  Il  Privato,  Ferdinando  Aiutante  di
Camera,  Un  Gentilluomo,  Il  Nuntio  Cardinale,  Consiglieri,  Tutti  i
Presidenti  und  der  Segretario  di  Stato.  Voran  geht  ein  “Il  Cattolico
Politico’  unterzeichnetes  Vorwort  “Al  curioso  lettore:  Lettore  amico  a
nemico  che  tu  sia..  ’anno  46  dalla  mia  nascita..’  und  ein  “Argomento’.,
  AktIundllI  enthalten  Gespräche  des  Königs  mit  dem  Privato
  und  dem  Nuniio;  Akt  II  ‘in  un  gran  consiglio  di  stato  si
risolve  Sua  Maesta  ad  una  lunga  sospensione  d’armi  o  ad  una  pace
generale  fra  tutti  i  prineipi  ...  &amp;amp;  fine  di  unirsi  in  lega  ..  per  opporsi
  .  .  alle  forze  del  Tureo’  (Argomento  BI1.358).

Bl.444  Diario  di  Paolo  IV  Caraffa,  in  eui  si  contiene  quanto  occorse
nell’  ultimo  anno  del  suo  pontificato,  con  soceinta  relatione  delle  cose
piü  notabili.  Anfang  “Alli2  di  settembre  del  1558  mori  Carlo  quinto”.
Vgl.  Ranke,  Die  römischen  Päpste  I  (1834)  S.301  Ann.

Bl.503  "Relation  de  ce  qui  s’est  faict  a  Rome  durant  le  siege
vacant  en  l’an  1644  au  mois  d’aoust’:  Berichte  aus  Rom,  Anfang
“Depuis  le  second  de  ce  mois”.

B1l.516  Recueil  de  lV’estat  de  France  ou  sont  compris  les  noms
des  dignites  et  familles  principales.  Aus  der  Zeit  Ludwig’s  XIV
(“depuis  1223  ans  65  roys  y  ont  heureusement  regne  A  commencer
depuis  Pharamond  jusqu’a  Louis  de  Bourbon  XIV’,  Bl.517),  ziemlich
eingehend.  Anfang  ‘L’estat  de  France  est  monarchique”.   BI.549
Traiete  du  roy  Louis  XIII  avec  les  estats  gencraux  de  la  prineipaute
de  Catalongne  et  des  comtez  de  Roussillon  et  Sardaigne  par  lequel
ils  recognoissent  sa  Ma  pour  leur  seigneur  soubs  certaines  conditions,
  a  Peronne  le  19  sept.  1641.  B1.563  Conference  a  Löcate  par
les  Sieurs  d’Espenan  et  du  Plessis  et  les  Sieurs  deputez  du  consistoire
  du  Prineipat  de  Catalongne  en  laquelle  ils  ont  conelud  le
Traiet6  de  eonfederation  e’y  apres  (Bl.564b)  insere,  31  (15)  Mai  1640.
51.569  Lettres  (2)  de  la  reine  Catherine  de  Medici  au  roi
Charles  IX  son  filz  luy  servant  d’instruction  pour  les  exereices  de  sa
personne,  police  de  sa  maison,  gouvernenient  de  son  estat..:  BL.570
Anfang  "Vous  ayaut  desja  envoy6  ce  que  Jai  pensc’;  B1.574b  Anfang
  “Apres  vous  avoir  parl&amp;amp;  de  la  police”.  B1.580  L’ordre  qui
doit  estre  tenn  en  Pestablissement  de  la  force  estant  plus  militaire
que  politique,  par  M.  le  Marcchal  de  Lesd(ignieres?)  "La  foree
de  laquelle  nous  entendons  parler  .  .  Bl.  596  Traiete  faiet  entre
le  Roy  d’Espagne  et  le  due  de  Rohan  au  nom  des  Rebelles  de
France,  faict  a  Madrid  ...  le  3  May  1629.  131.603  Deelaration  du
Roy  Louis  XIII  par  laquelle  il  declare  la  Reine  Regente,  Monsieur

12
        <pb n="184" />
        178  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

son  frere  Lieutenant  .  .  faict  le  21  apvril  1643.  BI1:613  Articles  de

paix  entre  l’empereur  et  le  roy  de  Dannemarck  le  27  May  1629.

Bl.617  Copie  de  la  lettre  de  Madame  Nicolle  duchesse  de  Lorraine

  escripte  au  duc  son  mary  (Carl  IID,  gegen  die  Scheidung

ihrer  Ehe,  um  1639;  Anfang  “Il  y  a  long  temps  que  la  voix  publique’.
Aus  der  Bibliothek  Joach.  Heinr.  v.  Bülow’s.

Histor.588  251Bl.  zu  251),  :  19cm  im  17/18  Jahrh.
in  Italien  geschrieben

Bl.1  Instruttione  data  all’  eminentissimo  Sig"  Cardinale  Ginetti
andando  legato  a  latere  in  Colonia;  Anfang  "Le  discordie  e  li  scomponimenti’;
  gedruckt  bei  Siri,  Mercurio  II  p.904—990.  B1.120
Relatione  delle  difficolta  frapostesi  nel  radunare  il  congresso  in
Colonia  avanti  P’eminentissimo  Sr.  Cardinale  Ginetti  legato  &amp;amp;  latere
nel  1637,  1638  e  1639,  fatta  dall’Ab®e  Dom’  Salvi:  “Correva  l’anno
1635’;  vgl.  Histor.6317  Bl.19.

Bl.175  Relatione  di  Roma  fatta  nel  Senato  Veneto  dall’  illm  Sgr.
Raniero  Zeni  ambasciatore  di  quella  Republica  appresso  sua  Santitä
(1621—1623).  Gedr.  in  den  Relazioni  degli  stati  Europei...  Ser.IIl
Vol.1  (1877)  S.141ff.

1846  aus  der  Bibliothek  des  Oberappellationsraths  Elvers  in
Cassel;  geschenkt  von  Prof.  Listing.

Histor.589  38Bl.  zu  30  :20cm  im  17/18  Jahrh.  in
Italien  geschrieben

Instructionen  für  päbstliche  Nuntien  aus  den  Jahren
1621—1623.

Bl.1  Ordine  a  V.  S.  Monsign.  Verospi  ..  per  rallegrarsi  a  nome  di
sua  Santita  con  le  Maesta  dell’  Imperatore  et  Imperatrice  de  le  nozze
loro  "Gia  haveva  la  S®.  .’,  di  Roma  li  (Platz  freigelassen)  &amp;amp;enaro
1621.  Bl.4  “In  Materia  de’  Ugonotti  di  Francia’  und  über  andere
französische  Verhältnisse,  gerichtet  (von  dem  päbstl.  Legaten  in
Avignon?)  an  eine  “Altezza’,  “di  palazzo  li  8  di  Genaro  1623’.  Anfang:
Si  €  dimostrata  Vostra  Altezza  ..  Bl.12  Ordine  a  V.  S.  Monsgn.
Verospi  per  trattare  con  la  Maesta  dell’  Imperatore  del  Cardinale
Clesselio  “Fra  gl’avvenimenti  del  sacro  Collegio  .  !,  di  Roma  li
(Platz  freigelassen)  di  Genaro  1622.  Bl.16  Instruttione  a  V.  S.
Monsign.  Areivescovo  di  Seleucia  .  ..  destinato  da  me  per  ordine  di
Nostro  Signore  mio  vicelegato  in  Avignone  “Egli  &amp;amp;  soverchio  il
pensare...',  di  Roma  li  12  Aprile  1621.  Bl.22  Instruttione  a  V.S.
Monsign.  de  Massimi  vescovo  di  Bertinoro  per  andare  nuntio  di  nostro
Signore  in  Toscana  “La  santita  di  nostro  Signore  .  ,  in  Roma  il
25  Marzo  1621.  Bl.30  Noi  vescovo  preti  e  diaconi  de  la  santa
Romana  Chiesa  a  V.  S.  Monsign.  Pavoni  per  andar  a  nome  nostro
dal  signor  duca  d’Urbino  “Udito  il  doloroso  aceidente  de  la  morte
improvista  .  .,  in  Roma  li  (Platz  freigelassen)  luglio  1623  (corrigert
in  1622).  Bl.34  Instruttione  a  V.  S.  Monsign.  Arcivescovo  di  Tebe
per  andare  Nuntio  straordinario  di  N.  Sign.  a  la  Maesta  del  Re
Cattolico  “Appartiene  fra  le  piü  gravi  cure  al  sommo  Pontefice  .  .,
in  Roma  li  16  ottobre  1621.

1779  in  Göttingen  ersteigert.
        <pb n="185" />
        Histor.588  —  600  179

Histor.590  20OBl.  zu  191/,:16cem  18Jahrh.

Über  die  Entstehung  und  Eintheilung  des  Kirchenstaates  und  die
Einrichtung  der  Regierung  und  der  Behörden  des  Pabstes;  Anfang
“E  noto  che  niun  altra  Citta  riportö  fama’.

Histor.591  45Bl.  zu  281),  :20cm  im  18  Jahrh.  in
Italien  geschrieben

Refiessioni  d’un  letterato  Napoletano  (‘der  Gr.  Aquir’  fügt  eine
andere  Hand  hinzu)  ad  un  suo  amico  di  Roma  intorno  a  gli  ordini
e  manifesti  publicati  a  nome  di  sua  Maesta  Sarda  nell’  anno  1723:
“Vi  rendo  le  dovute  grazie  .  ..

Vorn  auf  dem  Innendeckel  das  Wappen  von  “Daniel  Comte  de
Schulenburg  Cheval.  Teuton.”.  1812  durch  den  damaligen  Staatsrath

  J.  C.  v.  Leist  in  Cassel  geschenkt.

Histor.592  8S6Bl.zu  22:1Sem  Bl.1-—71  und  72—86
saubere  Reinschriften  von  2  Händen  des  18  Jahrh.

Bl.1—62  Relatione  del  ..  M.  Marco  Foscarini  Kavaliere  e
Procuratore,  Ambasciatore  estraordinario  (di,  Venezia)  ritornato  dalla
corte  di  Torino...  Data  il  1  Marzo  1743.  Uber  die  Ausgaben  dieses
berühmten  Berichtes  vgl.  Archivio  Storico  Italiano  T.  V  (1843)  p.AXV

am.1.

B1.63—64  Gravezze  e  Gabelle  (im  Königreich  Sardinien).

Bl.64b—71  "Regole  Militari”  (Truppenverzeichnis,  Competenzen,
Pflichten  der  Offiziere  und  Mannschaften,  Militärbehörden)  für  das
Königreich  Sardinien,  wohl  aus  den  30er  Jahren  des  18  Jahrh.  Als
Marschall  der  Armee  wird  Rhebinder  genannt.

5.72—86  Nachricht  von  der  Gründung,  Anordnung  und  Einrichtung
  des  Spitals  degl’  Innocenti  in  der  Stadt  Florenz.

1811  aus  dem  Nachlasse  A.  L.  v.  Schlözer’s  erworben.

Histor.594  II  und  34  Seiten  zu  283:19cm  18Jahrh.

Parva  Cronaca  historiea  ceivitatis  Cremonae  ab  a.  1733  (16  Nov.)

usque  ad  a.1736  (25  Aug.)  seripta  a  Dom.  Carolo  Calvi  notario
Cremonensi.  Auszüge  aus  einem  grösseren  Werke.
1876  von  Th.  Wüstenfeld  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.596  598  Seiten  zu  29:19  cm  saubere  Reinschrift,
im  18  Jahrh.  in  Italien  geschrieben
Joh.  Andr.  de  Prato,  Chronik  von  Mailand  (1499—1519)  in
italienischer  Sprache;  gedruckt  im  Archivio  Storico  Italiano  T.  III
(1842)  p.217—418.  Der  Abschnitt  “De  origine  eivitatis  Mediolani’,

der  auch  in  dieser  Hs.  am  Anfang  steht,  enthält  dieselben  Lücken
wie  der  Druck.

1783  von  J.  G.  Schilling  in  Göttingen  geschenkt.

Histor.600  IX  Bände  etwa  zu  27:20  cm  im  17  Jalhm.
in  Italien  geschrieben  im  Pergamentdecken
Auszug  aus  der  Correspondenz  zwischen  der  Stadt  Venedig

und  ihrem  Gesandten  am  päbstlichen  Hofe  Giacomo  Quirini,
1663—1667.

12*
        <pb n="186" />
        180  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bd.I  und  II  Ristretto  di  Lettere  scritte  dall’  ecc°  Senato  et
altri  magistrati  all’  ecc"°..  Giacomo  Quirini  Ambasciatore  al  Sommo
Pontefice  Alessandro  VII:  Bd.I  (191  Bl.)  vom  17  Nov.  1663  bis
28  Febr.  1664.  Bd.II  (259  Bl.)  vom  6  März  1666—19  Nov.  1667.
Bd.  IHI—IX  Ristretto  di  Lettere  scritte  all’  ecc"°  Senato  et  ad
altri  magistrati  dall’  ecc"°  Ambase.  Giacomo  Quirini  Cav.  appresso
il  Sommo  Pontefice  Alessandro  VII:  Bd.  HI  (252  Bl.)  vom  13  Sept.
1664  —  28  Febr.  1669.  Bd.  IV  (229  Bl.)  vom  7  März  —  29  Aug.
1665.  Bd.  V  (258  Bl.)  vom  5  Sept.  1665—27  Febr.  1666.  Bd.  VI
(319  Bl.)  vom  6  März  —  28  Aug.  1666.  Bd.  VII  (273  Bl.)  vom  6  Sept.
1666  —  26  Febr.  1667.  Bd.  VIII  (300  Bl.)  vom  5  März  —27  Ang.
1667.  Bd.  IX  (143  Bl.)  vom  3  Sept.—3  Dec.  1667.

Die  Abschriften  der  ganzen  Sammlung  sind  von  derselben  Hand
geschrieben.  Dass  die  Sammlung  unvollständig  ist,  scheint  ausser
der  Lücke  in  der  Zeitfolge  von  Bd.I  und  II  auch  daraus  hervorzugehen,
  dass  die  Berichte  des  Gesandten  in  Bd.  IHI—IX  durchlaufend
mit  n.138—691  numerirt  sind.  Die  Schreiben  in  Bd.  I  und  Il  tragen
keine  Nummer.

Auf  Provenienz  aus  Neapel  weisen  vielleicht  die  Schriftstücke
(9  Bl),  welche  dem  Bd.  IX  angeheftet  sind,  und  unter  denen  ausser
Zeugnissen  für  Thom.  Anton.  Assanti,  die  besonders  vom  Regalis
Conventus  Sancti  Dominic  in  Neapel  (1717—1718)  ausgestellt  sind,
sich  ein  Schreiben  von  Antonio  Impanato,  Ingegniere  zu  Neapel
betr.  Reparaturen  des  Venezianischen  Palazzo  di  Residenza  in  Neapel
(1718)  befindet.

Auf  den  Innendeckeln  ist  vorn  das  Ex-libris  von  “Daniel  Comte
de  Schulenburg  Cheval.  Teuton.  eingeklebt.  Der  Bibliothek  wurde
die  Sammlung  1812  von  dem  damaligen  Staatsrath  J.  C.  v.  Leist  in
Cassel  geschenkt.

Histor.  603  133  Seiten  zu  291/,:19!/  em  um  1700  in
Italien  geschrieben

Origine  di  tutte  le  famiglie  (Veneziane)  fatte  nobili  in  virtü
d’offerte  dall’  anno  1646  sino  all’anno  1669,  tempo  della  guerra  di
Candia,  e  dal  detto  anno  1669  sino  al  fine  della  guerra  di  Morea
prossima  passata.

1812  von  dem  damaligen  Staatsrath  J.  C.  v.  Leist  in  Cassel
geschenkt.

Histor.604  335  Bl.  zu  281/,:20  cm  im  17  Jahrh.  in
Italien  von  verschiedenen  Händen  geschrieben

Della  Guerra  de  Turchi  contra  li  signori  Veneziani  (1570  —1573)
Fedel  Fedeli  (autore).  Wie  die  sonst  bekannten  Hss.  (vgl.  z.  B.
Foscarini,  Della  letterat.  Venez.  1854,  p.  304,  Daru,  Histoire  de  la
republ.  de  Venise  T.  VI  p.  447)  eingetheilt  nach  den  4  Jahren.
Anfang  “Quella  sete  di  aggrandire’;  Schluss  “come  s’intendera  da
altra  piü  diligente  penna’.

Vorn  auf  dem  Innendeckel  das  Ex-libris  von  “Daniel  Comte  de
Schulenburg  Cheval.  Teuton.”.  1812  von  dem  damaligen  Staatsrath
  J.  C.  v.  Leist  in  Cassel  geschenkt.
        <pb n="187" />
        Histor.  603  —  609  181

Histor.605  29Bl.  zu  29:19  em  im  17  Jahrh.  in  Italien

geschrieben
Congiura  machinata  contro  la  citta  di  Venetia  a  tempo  del  duca
d’Ossuna  (1618).  Anfang  “Comparve  avanti  gl’ecei  ssigi  dell’

eccelso  consiglio  .  .‘;  Schluss  “che  porteranno  stilli  ö  ronehetti”.

Es  ist  dieselbe  Darstellung,  die  als  ‘Sommario  della  congiura  contro

la  eitta  di  Venetia”  handschriftlich  viel  verbreitet  ist;  vgl.  Ranke,

Sämtl.  Werke,  2.  Ausg.  Bd.42  8.144.  Die  Hs.  ist  vielfach  besser

als  der  Druck  bei  Vittorio  Siri,  Memorie  recondite  IV  (1677)  p.447  ff.
1779  in  Göttingen  ersteigert.

Histor.606  Pergam.  75Bl.  zu  21:15  em  mit  Goldschnitt
  XVIIJahrh.  Lederband  mit  Golddruck  (Löwe  von  S.  Marco)

Datio  d’  intrada  tratto  dal  capitolar  dell’  offitio  di  cla”i  Signori
Prov'  alle  Biave.  Der  Auszug  umfasst  Bestimmungen  über  Zölle,
Steuern  etc.  in  Venedig  aus  den  Jahren  1537—1617.  Bl.1—13
sachlich  geordneter  Index.

Histor.607  408  Bl.  zu  31!/,:21Y/,  cm  im  17  Jahrh.  ın
Italien  geschrieben

Historia  Venetiana  di  Gio.  Giac.  Caroldo  Secretario  dell’  ece®°  Consiglio
  di  Dieci.  Parte  Seconda.  Dieselbe  umfasst  Buch  VILI—XI
(bis  zum  Jahre  1382).  Schluss  “essendo  hormai  venuta  l’hora  che
andiate  a  riposare.  Questo  duce  .  .  &amp;amp;  sepolto  nel  Claustro  avente  la
capella  del  crocefisso  .  .  dove  si  vede  .  .  li  seguenti  versi:  Hie  sacer
  Andreas  .  .  1382  in  caelum  sublatus’.  Nach  dem  XI.  Buche
folgt  dann  noch  BI.393—408  eine  "Aggiunta  all’historia  Veneta  di
Gio.  Giac.  (Caroldo),  welche  mit  den  Worten  “M.  Michiel  Morosini
dopo  la  morte”  anfängt  und  B1l.408  unvollständig  mitten  in  einem
Satze  abbricht.  Andere  Hss.  von  Caroldo’s  Geschichtswerk  erwähnen
  z.B.  Mittarelli,  Biblioth.  Codiecum  .  .  S.  Michaelis  Venetiarum
p.234,  und  M.  Foscarini,  Della  letteratura  Veneziana  (1854)  p.172
(vgl.  Archivio  storico  Italiano  T.V,  1843,  p.286f£.).

Mit  Histor.608  im  Jahre  1864  in  Cassel  gekauft.

Histor.608  513  gezählte  Bl.  (in  der  Zählung  hier  und  da
Irrthümer)  zu  33%,  :23cm  18Jahrh.

Historie  Veneziane  ed  altre  &amp;amp;  loro  annesse  comineiando  dell’
anno  1597  e  susseguentemente  raccolte  e  formate  dal  serenissimo
(Nieoldö)  Contarini  doge  di  Venezia.  Nur  Buch  I—IV  der  Chronik,
über  welche  Foscarini,  Della  Letteratura  Veneziana  (1854)  p.277,  und
Archivio  storieo  Italiano  Tom.  V  (1843)  p.296ff.  zu  vergleichen  ist.

Vorn  auf  dem  Innendeckel  das  Ex-libris  von  “Daniel  Comte  de
Schulenburg  Cheval.  Teuton.”.  1864  zusammen  mit  Histor.607  in
Cassel  gekauft.

Histor.609  77  Bl.  zu  20:131/  cm  zwischen  1675  und
1681  in  Italien  geschrieben

Uber  Ursprung  und  Geschichte  der  berühmtesten  Adelsseschlechter
  Italiens,  besonders  Ronıs.  Verfasst  zwischen  1675
(vgl.  Bl.76)  und  1681  (vgl.  Bl.77b).  Anfang  “Discorrendo  delle  familie
piü  prineipali  di  Roma  mi  fondo  In  parte  sopra  l’authorita  del  Sansovino,
        <pb n="188" />
        182  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

del  Platina  et  altri  serittori  eelebri,  parte  sopra  le  traditioni  delle  medesime
  casate  ed  anche  sopra  la  propria  cognitione  d’esse  havuta  in
tanti  anıı.  Es  werden  behandelt  die  Familien  Colonna  (Bl.2),
Orsini  (7b),  Savelli  (11),  Conti  (13b),  Bierleoni  e  Frangipani  (16b),
Cesarim  (17b),  Sforza  (21),  Mattei  (23b),  Anguillara  (24b),  Cesi  (26b),
Gaetani  (29),  Ghislieri  ö  Bonelli  (34),  Buoncompagni  (35b),  Peretti
(37b),  Aldobrandini  (40b),  Borghesi  (43b),  Ludovisi  (46b),  Barberini
(49b),  Pamfili  (54),  Chigi  (61b),  Rospigliosi  (67),  Altieri  (71).

Bl.77b  hat  sieh  als  Besitzer  eingezeichnet  “G.  C.  W.  1681’  (vgl.
Bl.l).

Histor.610  52  Fascikel  und  8  Packete  in  einem  Pappkasten
  um  1872

Oscar  Grund  (7  1873),  1.  (16  Faseikel)  Geschichte  des  Abts

Sugerius  von  seiner  Geburt  bis  1123,  in  mehreren,  zum  Theil  lückenhaften
  Entwürfen,  mit  vielen  Noten  und  einer  ausführlichen  Einleitung
  über  die  politischen  Zustände  Frankreichs  im  11  Jahrh.
2.  (36  Fascikel)  Vorarbeiten  hierzu.  3.  (Zettel  in  8  Packeten)
Sammlungen  zur  Geschichte  Frankreichs  im  12  Jahrh.:  ein  Verzeichnis
  der  Litteratur  darüber,  Regesten  über  die  Urkunden  des
12  Jahrh.,  über  die  Briefe  aus  der  Zeit  Ludwigs  VI.  und  VII.  und
Anderes.  4.  Excerpt  aus  einem  1872  von  Wilh.  v.  Giesebrecht
gehaltenen  Vortrag  über  die  moderne  Geschichtsschreibung  und
Geschichtswissenschaft.

1875  von  Dr.  Konst.  Höhlbaum  geschenkt.

Histor.611  31  Bl.  zu  201,  :151%,  em  17  Jahrh.

“Histoire  des  finaneiers  (punis,  getilgt)  extraite  des  escrivains  de
’histoire  de  France’.  Bl.29  “Sur  la  malversation  des  financiers  et
des  magistrats.  Quelqnes  remarques  grecques  et  romaines”.  Nur
Auszüge  aus  gedruckten  Quellen.  Von  Professor  Thom.  Christ.
Tychsen  1801  geschenkt.

Histor.612  44bemalte  und  von  alter  Hand  gezählte
Blätter,  von  denen  no.22,  26  und  28  jetzt  fehlen,  dazwischen  41
nicht  gezählte  und  leere  Blätter;  zu  30:19!/,  cm  nach  1530  (vgl.
Bild  no.4)

Bl.I  steht  von  junger  Hand  “La  cour  de  France  sous  le  regne
de  Francois  I.  en  portraits  tires  sur  les  origineaus  en  son  temps  d’une
mesme  main  &amp;amp;  peu  pres  1524’.  Eine  Sammlung  von  Jetzt  41  Portraits
von  Fürstlichkeiten  nnd  Personen  der  Gesellschaft  am  Hofe  Franz1.,
Brustbilder  von  ungefähr  22—27  cm  Höhe  und  181Y,—19!/,  em  Breite,
halb  nach  vorn  gerichtet,  mit  Bleistift  und  farbigen  Stiften  gezeichnet,
in  einzelnen  Theilen  (Fleisch  und  blonde  Haare)  mit  Wasserfarben
untermalt,  etwa  in  der  Art  wie  die  von  Clouet  gezeichneten  Portraits
dder  Louise  de  Lorraine  und  La  reine  Margot  (vgl.  Lacroix,  Le
ınoyen  äge  et  la  renaissance  Bd.  V),  nur  in  gröberer  Zeichnung  von
wenig  geübter  Hand.  Das  Portrait  der  Königin  Eleonore  (n0.4)  ist
(lasselbe  wie  das  bei  Pardoe,  the  court  and  reign  of  Franeis  I.  Bd.2
p-192,  in  Kupfer  gestochene  Bild,  das  aus  Niel’s  “Illustres  Francais
du  16.  Siecle’  entlehnt  ist.  In  Schönschrift  sind  die  Namen  untergeschrieben
  (stets  nur  M  statt  Mr.  oder  Mad.),  hie  und  da  mit  Zusätzen
        <pb n="189" />
        Histor.  610  —  614  183

einer  andern,  alten  Hand:  Il  La  regente  mere  du  R.  Francois,
2  le  R.  Francois  (+  1547),  3  la  R.  Claude,  4  la  R.  Alienor  (wurde
erst  1530  Königin),  5  la  duchesse  de  Ferare  (Zusatz:  fille  du  roy
Louis  XIL.),  6  le  roy  de  Navarre  de  la  maison  d’Albret,  7  1a  R.  de
Navarre  Marguerite  (1527  verheirathet),  8  le  viconte  de  Turene,
9  la  reine  Marie  d’Angleterre  (die  3.  Frau  Ludwig  XIL),  10  Mr.
Des  Brosses  senieur  de  Poytou,  11  Mad.  de  Chasteau  Brian,  12
Mr.  de  Lautrec,  13  Mad.  de  Cursol  (depuis  duchesse  Duzez,
Louise  de  Clermont  femme  du  pr.  due  Duzez  et  soeur  de  Mad®  de
la  Vauguyon  mere  de  Mad®  D’amanze,  Zusatz  von  der  andern  Hand),
14  le  duc  Destampes,  15  Mad.  de  Canaples,  16  le  mareschal  de
Chabanes,  17  Mad.  de  Monte  Jan,  18  Mr.  de  Brissac,  19  Mad.  de
Rouan,  20  Mr.  de  Floranges,  21  la  Balizue  de  Camp,  23  Mad.  de
Cazau,  24  Mr.  de  Vautdemont,  25  la  belle  Agnes,  27  Madame  de
Bressuire,  29  Mr.  de  Candio,  30  Mad.  de  Never  (Zusatz:  de  la
maison  de  Montpancier,  femme  de  Frangois  de  Cleves  duc  de  Nevers),
31  Mad.  Du  Vigeau,  32  Mr.  de  Bourbon,  33  Mad.  de  Bourbon,  34  Mad.
de  Rieux,  35  Mad.  de  Montpanecier  (Zusatz:  de  la  maison  de  Guize,
fille  de  Francois  duc  de  Guize),  36  La  Roche  sur  Yon,  87  Mr.  de
Guize,  38  Mr.  Descleves  duc,  39  Mr.  de  Barbeyeux,  40  Mad.  de
Valantinois  (Zusatz:  de  la  maison  de  Poitiers),  41  M.  Le  Grand
Mre  de  Boissi,  42  Mad.  de  Mont  Pezac,  43  Mad.  de  La  Rochefoucau
(Zusatz:  de  la  maison  de  Lamirande),  44  le  conte  de  La  Rochefoucanud.

Histor.613  55Bl.  zu  19:14cm  von  2  Händen  geschrieben
  (Bl.2—17b,  17b—55)  Ende  des  17  Jahrh.

Verschiedene  Schriftstücke  aus  den  Jahren  1679  —1681,  den
Regalestreit  in  Frankreich  betreffend.

Bl.2  “Lettera  di  M.N.  seritta  al  Sigr.  Card.  N.  N.  adi  16.2.
1681’;  Anfang  “Ho  letto...  il  hibro  .  .  den’  Vescovo  di  Pamiers’,
betitelt  "Traite  de  la  regale’.  Bl.  16  Ein  andrer  Brief,  der  anfängt
“Emo  et  Remo  Sig’*  Giache  VE.  V.  ha  mostrato  di  eradire”.

Bl.27  “Lettera  di.  .  Vescovo  di  Pamiers  al  Re  di  Franeia  .  ..
Bl.30b  ‘Arresto  della  corte  del  parlamento  contro  un  Libello  intitolato
trattato  della  regalia  del  3.  (März)  a.  1680,  estratto  del  registro
del  parlamento’,  vom  13.4.  1680.  B1.33  ‘Relatione  data  da...
Innocentio  XI  a  Sig.  cardinali  .  .  di  13.1.  1681’.  B1.39  "Serittura
data  dal  Sig.  ambaseiatore  di  Franeia  a  Sig.  cardinali  .  ..  Bl.  47
Breve  Innocenz’  XI.  an  Ludwig  XIV.,  Rom  29.12.1679,  gedruckt
in:  Recueil  de  diverses  pieces  .  .  concernant  la  regale  p.  33—50;
vgl.  Phillips,  Regalienrecht  in  Frankreich  p.  276.  1.52  Die
Antwort  Ludwigs,  Fontanablö  21.  6.  1680,  in  italienischer  Sprache.
B1.53  Breve  Innocenz’  XI.  an  Ludwig  XIV.,  Rom  12.7.  1680.
Bl.54  Breve  Innocenz’  an  Jean  Cerle,  1.1.  1681,  ecdruckt  ebenda
P.260—  268.

Histor.614  286  Bl.  zu  281/,:201/,  em  um  1484  von

2  Händen  geschrieben  rothe  Überschriften  und  Imitialen  mit.
schwarzem  Leder  überzogene  Holzdeckel

Thomas  Basin’s  Geschichte  der  Könige  Karl  VIII  und  Ludwig  XI

von  Frankreich  und  ihrer  Zeit,  Reinschrift  mit  eigenhändigen  Ver-
        <pb n="190" />
        184  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

besserungen  und  Zusätzen  Basin’s.  Dieses  Werk,  das  früher  Amelgsard’s
  Namen  trug,  wurde  1855—1859  von  J.  Quicherat  nach  einer
schlechten  Pariser  Handschrift  herausgegeben  (Soeciete  de  1’Histoire
de  France  n0.29,  4  Bände).  Die  Göttinger  Handschrift  bietet  nicht
nur  sehr  viele  Besser  ungen  des  Textes,  sondern  viele  neue  Stücke,
besonders  gegen  den  Schluss  von  B1.267b  ab,  im  Ganzen  22  Seiten
der  Handschrift  =  7  neuen  Kapiteln.  Vgl.  W.  "Meyer  in  Nachrichten
v..d.  k.  Ges.  d.  W.  in  Göttingen  1892  8.459  —  488.

I)  Bl.1—70  (7  Lagen  zu  je  5  Doppelblättern  mit  Dreiberg  und
Kreuz  als  Wa  sserzeichen,  auf  der  Seite  40  Zeilen):  Bl.1  (oben,  von
Basin’s  Hand)  Prefatio  in  libros  hystoriarum  rerum  gestarum  temporibus
Karoli  septimi  et  Ludoviei  eius  filii  regum  Francorum;  Bl.1a  (unten,
von  Basin’s  Hand  am  Rand,  theilweise  weggeschnitten)  Hystoriarum
|  rebus  aK  |  7°  Fraucorum  r  |  et  suo  tempore  |  Gallia  ges  |  liber  primus
  in|.  BI.10  (am  Rande  roth)  Liber  2”.   BI.22b  (roth)  Hystoriarum
  de  rebus  gestis  Karoli  septimi  Francorum  regis  liber  tereius
ineipit.  Bl.35  (roth)  Hystoriarım  de  rebus  gestis  Karoli  septimi
Francorum  regis  liber  quartus  ineipit.  Bl.52b  (roth)  Hystoriarum
de  rebus  gestis  Karoli  septini  Francorum  regis  liber  quintus  incipit.
  Bl.70a  (von  Basin’s  Hand  ergänzt)  Historiarum  de  rebus  a
Karolo  7°  Francorum  rege  et  suo  tempore  in  Gallia  gestis  liber  5"
et  ultimus.  Explieit  felieiter.

Nach  2  leeren  Zeilen  folgt  von  derselben  IHand  mit  rothen  Rubriken
geschrieben:  Ine.  Oratio  B.  Gregorii  pape  de  quinque  vulneribus
nostri  salvatoris  dei  "Ave  dextera  manus’,  6  Strophen  (vgl.  Mone’s
Hymnen  I  158  und  Daniel’s  Thesaurus.4  s.  264);  dazu  Versus  und
Colleeta.  De  S.  Appollonia  “Virgo  martir  egregia”  1  Strophe  (vgl.
Mone  III  S.  204)  mit  Versus  und  Oremus.  Oratio  de  XI  milibus
virgmnum  “Christi  martir  Ursula’,  5  Strophen  (Mone  III  S.538)  mit
Antiphon,  Versus  und  Oremus.

II)  Bl.71—289:  22  Lagen  zu  je  5  Doppelblättern  (Wasserzeichen
ein  q  mit  kleinem  Kugelkreuze.  Die  Lagen  waren  unten  rechts
signirt  mit  den  Buchstaben  a  bis  y  und  zwar  je  die  5  ersten  Blätter
Jeder  Lage,  z.  B.  pI..  pV;  diese  Signaturen  sind  jetzt  fast  alle
weggeschnitten).  Das  letzte  Blatt  der  Lage  16  (Bl.230)  ist  leer
gelassen,  und  auf  dessen  Rückseite  oben,  wohl  von  Basin  selbst,  geschrieben:
  Gesta  L  (Ludovici?)  seripta  p(er)  Amelgardum  pr.  (oder
pe?).  Das  letzte  Blatt  der  folgenden  Lage  muss  ebenfalls  leer  gewesen
  sein;  jetzt  ist  es  ausgeschnitten  und  zwischen  B1.239  und  340
nur  noch  sein  Ansatz  zu  sehen.  Die  Sehrift  reicht  nur  bis  BIl.285;
auf  Lage  l  ;  |
bis22(B1.161—285)nur33.   Bl.71(rotb)Liberprimus;  dann  von  Basin’s
Hand  am  Rande:  Bl.104b  Liber  2%  e.1;  Bl.141b  Liber  3.  e.  1;  Bl.163
Liber  4;  Bl.189  Liber  5";  B1.209  Liber  6"  e.1.;  Bl.250b  L.  VII.
Die  Hand  des  Schreibers  hat  stets  oben  an  der  Seite  roth  die  Zahl
des  Buches  angeschrieben  und  Bl.250b  in  die  Zeile:  Explieit  liber
sextus  Incipit  liber  Septimus.  Am  Schlusse  steht  noch  von  Basins
Hand:  Breve  ipsius  Epytaphium.  Perfidia  insignis  hine  usque  ad
Tartara  notus  Formosi  oppressor  pecoris  nequissimus  ipse  (Gegenstück
  zu  den  Versen  im  Schlusse  der  Geschichte  Karl’s;  nach  Virgil
        <pb n="191" />
        Histor.  614  —  618  185

Bue.  5,  43).  Auf  den  unteren  Schnitte  der  Blätter  steht  von  sehr
alter  Hand:  Hystorie  rerum  gestarum  Karoli...  et  Lud.  regum  Francorum.


Die  Handschrift  ist  1765  erkauft  von  der  Wittwe  des  Göttinger
Professors  J.  D.  Köhler  (vgl.  Histor.615),  von  dem  auf  Bl.286  Notizen,
Anführungen  und  Handschriften  dieses  Werkes  eingeschrieben  sind.
Auf  dem”  Vorderdeckel  ist  ein  Bücherzeichen  eingeklebt  mit  den
Buchstaben  H(einrich)  O(swald)  F(reiherr)  V(on)  TS(ehammer)  V(nd)
O(sten);  vgl.Warnecke,  Deutsche  Bücherzeichen,  n0.2226.  Darüber
steht  von  alter  Hand:  no.238  Amelgardus  presbyter  und  dabei  von
anderer  Hand  ein  Verweis  auf  B1.230.

Histor.615  2  Bände  (I+392  8.  und  I+  340  S.)  zu  261,5  :
181,,cm  vor  1755
Abschrift  von  Histor.614,  Amelgard’s  oder  vielmehr  Thomas
Basin’s  Geschichte  Karl’s  VII  und  Ludwig’s  XI,  bis  IV  cap.4  “Fuxo
habebat’,  geschrieben  von  Joh.  Dav.  Köhler  (7  1755).  Aus  Köhler’s
Nachlass  erkauft.

Histor.  616  150  Bl.  zu  31'!/,:21  em  dieselbe  Schrift

wie  in  Histor.617

“Table  (d.  h.  Materienverzeichnis:  aage,  abolies,  abolition  etc.)
des  traictez  de  Paix  ou  de  Confederation  et  Alliance’  1)  der
Könige  von  Frankreich  mit  Burgund  und  Spanien  (zu  23  Verträgen
von  1435—1517  und  von  1258—1513,  verzeichnet  Bl.1—3);
2)  (Bl.94—150)  der  Könige  von  Frankreich  mit  Spanien  (zu  7  Verträgen
von  1514—1598,  verzeichnet  Bl.3b).

Histor.617  _  219Bl.  zu  31!/,:20!/),  cm  Reinsehrift  des

17/8  Jahrhunderts,  mit  auffallenden  alterthümlichen  Sehriftzügen
Bl.1  “Traietez  de  confederation  et  alliance,  de  paix  ou  de  protection,
  de  Louys  XII  roy  de  France,  avec  les  electeurs  de
Treves  et  de  Baviere,  le  landgrave  de  Hessen  et  autres  princes  et

estats  d’Alemagne’  und  mit  7  andern  auswärtigen  Staaten.  Bl.
Verzeichnis  von  44  Verträgen.  DBl.10  Abschriften  von  34  derselben  ;

sie  sind  sämmtlich,  oft  stark  abweichend,  gedruckt  bei  Dumont,
corps  universel  diplomatique  du  droit  des  gens,  ferner  im  “Recueil  des
traictes  ...  entre  la  couronne  de  France  et  les  princes  et  estats
estrangers’  1664  und  bei  anderen.  Von  derselben  Hand  geschrieben
  wie  Histor.  616.

Histor.618  663Bl.  zu  35:21lem  1798

“Gallica  eirca  occupationem  Mez,  Tull  et  Verdun,  item  satisfactio
Gallica  et  Suecica,  dazu  folgender  Zusatz  von  Renatus  Carl  Frh.
v.  Senkenberg  ‘nee  non  alia,  ab  origine  (d.  h.  Original)  Joh.
Cranii  (Crane),  quondanı  &amp;amp;  Caesare  ad  tractatus  Osnabruga-Monasteriensesablegati,
  deseripta.  Codicem  hune,  enins  exemplar  originariun
inter  decem  Cranianos  de  pace  Westfalica  et  einsdem  exsecutione
agentes  possideo,  varıa  inedita  ad  res  patrias  (de  a.  1640  ad  1657
maxime)  cognoscendas  utilia  sontinentem  adeoyue  a  me  in  historiae
patriae  vol.  XXVIl  (von  Häberlins  Reichs-Gesehichte)  aliquoties
allegatum,  similiterque  in  sequentibus  allegandum  bibliothecae  acad.
        <pb n="192" />
        1S6  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Gotting.  gratus  offert  ...  R.  C.  a  Senkenberg”.  Das  Original
dieser  Hs.  (welches  546  Blätter  in  fol.  umfasste;  vgl.  Senkenberg
in  Häberlins  Reichsgesch.  27  p.  XIII)  scheint  verloren  gegangen  zu
sein,  da  es  sich  unter  den  5  noch  nachweisbaren  “Craniani”  (Cod.
Giessens.  336  und  Vindob.  9142-—45)  nicht  befindet.

Diese  Hs.  enthält  144  gezählte  Copien  von  Schriftstücken  in
lateinischer,  deutscher,  französischer  und  italienischer  Sprache,
srösstentheils  aus  den  Verhandlungen  des  Westphälischen  Friedens
und  der  Nürnbergischen  Friedensexecution,  soweit  Frankreich  und
Schweden  daran  Theil  nahmen,  bald  in  chronologischer,  bald  gruppenweis
  in  sachlicher  Anordnung,  fast  alle  aus  den  Jahren  1643—1650,
dazu  eine  Gruppe  (n0.75—81)  von  1656/7.

Der  Hauptstamm  der  Frankreich  betreffenden  Stücke  (no.1—92
Bl.1—371)  handelt  von  der  “Satisfactio  Gallica’  (Metz,  Toul,  Verdun
und  A.),  z.  B.  no.20  und  21  (gedr.  bei  Meiern,  acta  pacis  Westphalicae
  III  p.31—35  und  37—45),  25,  27  (Meiern  III  p.723—727,
aber  ohne  den  angehängten  “Artieulus  secretus’),  30,  54,  56  (Meiern,
acta  pacis  executionisl  718—  720);  über  die  4  Elsässischen  Waldstädte
  und  deren  Restitution  n0.60  und  61  (Meiern,  ebenda  ll  p.391
bis  395),  62  (Meiern  p.396—398,  aber  ohne  die  “"Additio’  =  n0.63),
64,  65,  66  und  67  (Meiern  p.395f.  und  407f.).  Ausserdem  finden
sich  Schriftstücke  über  andere  weniger  damit  zusammenhängende
Angelegenheiten,  z.  B.  Instructionen  für  die  französischen  Gesandten
(no.12.  13),  Verhandlungen  zwischen  Frankreich  und  den  Niederlanden
  (no.  14.  50—52),  Satisfaction  des  Hauses  Hessen-Kassel  (no.  24.
29),  in  Sachen  Bayerns  (no.31.  34—37.  39.  41.  42.  45.  46.  49,
darunter  mehrere  Briefe  der  Königin  Christine  von  Schweden  an
Ludwig  XIID,  Verhandlungen  auf  dem  Reichsdeputationsconvent  zu
Frankfurt  1656/7  (n0.75—81).  Am  Ende  Verschiedenes:  n0.82
bis  84  über  Cardinal  Richelieu;  n0.85—91  “Gallicana’,  Notizen  zur
französischen  Geschichte,  unter  anderem  über  Metz,  Toul,  Verdun;
n0.92  (B1.360—371)  “Protocollum  diurnale  ab  anno  1640  in  Maio
Coloniae’,  Tagebuch  bis  1643.  Einige  Nummern  gehören  nicht
hierher,  z.  B.  no.23  und  69  über  die  Schwedische  Satisfaction.

Die  Schweden  betreffenden  Schriftstücke  beziehen  sich  hauptsächlich
  auf  die  "Satisfactio  Suceica’  und  die  damit  zusammenhängenden
  Verhandlungen,  z.  B.  wegen  Halberstadt  n0.93—102,
wegen  Vorpommern  no.104—106,  109  (bei  Meiern,  acta  pacisIV
p-312—  318),  113,  wegen  Brandenburg  und  Schlesien  (no.124—  130).
Einige  Nummern  sind  andern  Inhalts,  z.  B.  no.133,  136,  137  in
Religionssachen.  Am  Schluss  stehen  einige  grössere  Stücke:
n0.138  (B1.526—597)  “Schwedische  Satisfaction,  .  .  was  zwischen
den  Ständen  des  Reichs  und  der  Cron  Schweden  .  ..  von  .  .  Martio
1648  bis  dato  vorgangen,  allen  Teutschen  ...  zu  Nachricht  geben,
den  (letzten  Dec.)  1649’,  Anfang  “Viri  cordati  audite  me,  Job.  34.
Erstlich  sey  zu  wissen  .  ..  n0.139  (Bl.598)  “Rationes,  welche
denen  Herren  Kayserlichen  zu  Gemüth  zu  führen,  um  welcher  willen
dasjenige,  was  bey  diesen  Friedenstractaten  allbereits  abgehandelt,
nicht  geändert  werden  solle  noch  könne’  (vom  20.  2.  1648),  nebst  der
Antwort  darauf  (no.140  =  B1.606b—629)  "Ablänung  und  Bericht  über
etwelche  von  Theils  der  Protestirenden  fürgescheinte  rationes...'.
        <pb n="193" />
        Histor.  618  —  623  187

10.144  (Bl.641b)  Brief  des  Pfalzgrafen  Carl  Gustav  an  den  Herzog
August  zu  Braunschweig-Lüneburg  vom  22.  6.  1650  (gedr.  bei  Meiern,
acta  executionis  II  p.376—385).

Histor.619  33  Bl.  zu  221),  :171/,  em  schöne  Reinschrift
des  18  Jahrh.

“Factum  pour  Dame  Hortence  Manecini  duchesse  de  Mazarin
deffenderesse  et  accusee,  contre...  Armand  duc  de  Mazariı  demandeur
  et  accusateur”.  Angeblich  von  Charles  de  Saint-Evremond;
hie  und  da  abweichend  von  dem  Druck  in:  Melange  curieux  des
meilleures  pieces  attribuees  &amp;amp;  .  .  Saint-Evremond  .  .  II  p.250—  308.

Histor.622  63  Bl.  zu  231/,:19em  um  1800
“Preeis  historique  et  chronologique  des  principaux  faits  de  la  revolution
  francgaise,  Anne  1789  et  suivantes.’  Knappe  Regesten  von
27.1.  1789—  20.  7.1797,  deren  Grundlage,  wie  es  scheint,  die  Jahreschroniken
  im  Gothaischen  Hofkalender  bilden.  Vom  Hofrath  Joh.
Gottfr.  Eichhorn  1806  geschenkt.

Histor.623  479  Bl.  zu  20:16  cm  schwarzer  Lederband
mit  ‘S.P.S.  1619  ganz  in  böhmischer  Sprache

“Dyalogus  neb  Hystorycke  rozmlauwän)  o  hroznych  a  dlauyhch
protiwenstwjch,  kteraz  ewangelikowe  ...  w  Frankreychu  .  .  snässeli  .  .’
(Dialog  oder  histor.  Gespräch  über  die  Verfolgungen  der  Protestanten
in  Frankreich,  Nach  Jungmann,  Böhm.  Literaturgesch.  (IV  575)
befindet  sich  ein  anderes  Exemplar  in  der  öffentl.  Bibliothek  in  Prag
XVI.D.23.  Der  böhmische  Bearbeiter  nennt  Bl.1b  seine  Quellen;
in  dieselben  hat  er  Anderes  eingefügt;  so  zum  Jahr  1588:  B1.409  bis
421  Gedicht  “Läzen  Sspanyelskä:  Sem  na  plac  lazebnj  ‚eZase’  115
vierzeilige  Strophen,  von  denen  30  Goll  gedruckt  hat  im  Casopis  Museum
  47  (1873)  p.210.   B1.421  “Piseh  nowä  ...  Wzhuru  Sspanyelowe’,
4  zehnzeilige  Strophen  (3  von  Goll  gedr.).  B1.421b  —  423  Gedicht
“Podtud  swau  pisel  zawjram’,  16  vierzeilige  Strophen,  vielleicht
Schluss  zu  dem  Gedichte  Bl1.409—421.  B1.424—427  Aufzählung
der  spanischen  Streitkräfte.

Bl.451—479  von  einer  andern  Hand  geschrieben:  “Pysnie  hystoryczke
  giste  a  prawdiwe  o  hroznem  pozdwizieni  zemie  uherske  ..
z  latinske  rzeezij  w  (Czieskau  poezym  prZeloZiena  1604  a  1605
(Histor.  Lieder  über  den  Aufstand  in  Ungarn  ..  aus  dem  Lateinischen
übersetzt):  Pized  bohem  andieli  gelio,  88  sechszeilige  Strophen  mit
der  Melodie  (4  bei  Goll  S.213);  B1.458  “Prawdiwie  gest  powiedino',
135  sechszeilige  Strophen.

Bl.468  Auszug  aus  dem  Brief  der  Mauptleute  des  H.  Bockay
über  die  Gründe  des  Aufstandes,  an  die  Mähren  13  Juni  1603;  unterzeichnet
  “Nie.  Seginus,  Mich.  Denielegus,  Steph.  Egus,  Joh.  Fensius’.
Bl.471  Summa  der  Artikel  gegen  Graf  Belgioso  (Belgiojoso),  Georg
Basta’s  Hauptmann  in  Oberungarn;  die  20  Klagepunkte  sind  in  4  Abtheilungen
  (Kossyez,  alle  Stände,  Ileiduken,  Bockay)  geordnet.

Bl.475  Kurzer  Bericht  des  Bundes  der  Roeimischen  Partei,  welchen
sie  neulich  gegen  die  Ketzer  schlossen.  Zuerst  die  (19)  Gründe,
welche  den  Pabst  zur  Vereinigung  bestimmten;  daun  Bl.476b  Letzter
        <pb n="194" />
        185  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bund  kath.  Fürsten  und  Stände  gegen  die  Ketzer.   BlI.478  Bund
der  protest.  Stände  (mit  Aufzählung  ihrer  Streitkräfte).

1776  aus  der  Bibliothek  des  Bürgermeister  Schoeber  in  Gera  erkauft.


Histor.624  180Bl.  zu  31Y,:19  cm  18  Jahrh.

‘Memoires  concernans  la  Province  de  Flandres  dite  Gallicane’;
vgl.  Histor.625.

“L’Intendance  de  Flandres  est  composee  (Bl.2)  des  Villes  et
Chätelenies  de  Lille  ...,  (Bl.85)  Ville  et  Verge  de  Menin,  (Bl.92b)
Ville  de  Tournai  et  Tournesis,  (Bl.116)  Ville  Prevöte  et  Comte  de
Valeneiennes,  (Bl.131)  Ville  et  Dependance  de  Conde,  (Bl.135b)
Ville  et  Chätelenie  de  Bouchain,  (Bl.149)  Ville  de  Cambrai  et  Cambresis
  et  (Bl.176b)  les  Terres  franches,  qui  y  sont  enclavees  et
voisines”.

Die  grösseren  von  diesen  Abschnitten  haben  ausser  einer  geographisch
  statistischen  Beschreibung  des  Gebietes  noch  folgende
Unterabtheilungen:  Estat  ecelesiastique;  Gouvernement  militaire;
Estates  et  finances;  Noblesse  et  Terres  de  Dignites;  Commerce;
Douanes,  pcages,  gabelles.

1776  geschenkt  von  Pastor  Tjeenk,  Secer.  der  Ges.  d.  Wiss.  zu
Vlissingen;  vgl.  Histor.  625.

Histor.625  1Bl.+119  Seiten  zu  22:  161/,  em  18Jalhırh.

“Memoire  concemant  la  Flandre  frangoise  occidentale,  ou  Flandre
du  cot&amp;amp;  de  la  Mer’,  ähnlich  angelegt  wie  Histor.  624,  aber  von
S.23  an  nur  den  Handel  betreffend  (mit  Vorschlägen  zu  dessen
Hebung).

Ebenfalls  1776  geschenkt  von  Pastor  Tjeenk;  vgl.  Histor.  624.

Histor.629  505  Bl.  meist  zu  35:22,  oder  371/,:231/,
em  um  die  Mitte  des  18  Jahrh.

(@&amp;amp;.  Chr.  Gebauer,  Spanische  Geschichte.  Eigenhändiges  druckfertiges
  Manuscript.  Das  Werk  ist  ungedruckt  geblieben.
Aus  Gebauer’s  (7  1773)  Nachlass.

Histor.630  1  und  169  Bl.  zu  201%  :  15cm  von  verschiedenen
  Händen  in  Spanien  1750/70  geschrieben

Theile  des  Nachlasses  von  K.  Cph.  Plüer,  zum  Theil  von  ihm
geschrieben.

Bl.1—77  Verzeichnis  von  Werken  über  spanische  Geschichte,
systematisch  geordnet  mit  Noten  über  einzelne  Werke,  in  spanischer
Sprache,  beendet  “Madrid  y  Abril  6  del  1754’;  Plüer  bemerkt  “diesen
Catalogum  habe  von  dem  Buchhändler  Don  Manuel  de  Merla  zu
Madrid  erhalten.  Er  hatte  ihn  selbst  entworfen  und  dem  Herrn  Don
Gregorio  (Mayans?)  zur  Durchsicht  geschickt,  welcher  .  .  ihn  des
Druckes  würdig  geachtet  hatte’.

B1.78—99  Notizen  von  Plüer  und  B1.78/9  von  Greg.  (Mayans)
über  neue  spanische  Bücher.

Bl.100—105  Plüer  über  Einriehtungen  der  Universität  Alcala
de  Fenares.

B1.106--152  Nachrichten  (in  spanischer  Sprache)  über  die  Lehr-
        <pb n="195" />
        Histor.  624  —  631  189

stühle  der  einzelnen  Faeultäten  der  Universität  in  Valencia,  wie  es
scheint  von  je  einem  Mitglied  der  betr.  Faeultät  verfasst  mit  Correeturen
  einer  andern  Hand;  am  Schluss  der  Schilderung  dreier
Facultäten  steht  der  Name  des  Professors  der  Mediein  “"Capdevila’,
und  zwar  Bl.  131  (Ende  der  Mediein)  ‘19.  7.  1764’,  B1l.138  (Jurisprudenz)
  “4.  8.  1764’,  Bl.144  (Theologie)  °5.  8.1764”.   B1l.145—152
enthalten  eine  Reinschrift  des  Anfanges.

Bl.153—169  Notizen  z.  Th.  von  Plüer  über  die  Universität
Valladolid.  Dazu  einige  Drucksachen.

Mit  Hist.  lit.  131  und  155  aus  Carl  Christoph  Plüer’s  Nachlass
in  Hamburg  1773  erkauft;  es  sind  no.15  16  17  20  des  im  Hamb,.
Correspond.  und  Neue  Zeitung  1773  no.110  gedruckten  Verzeichnisses;
vgl.  Plüer’s  Reisen  durch  Spanien,  herausgegeb.  von  Ebeling  1777
S.2  der  Vorrede.

Histor.  631  I-+448Bl.  zu  29:20  em  saubere  Absehriften
  des  17  Jahrh.  von  verschiedenen  Händen

Schriftstücke  zur  spanischen  Geschichte  im  15—17  Jahrhundert,
mit  Ausnahme  von  Bl.405—448  (italienisch)  in  spanischer  Sprache.

Bl.1  EI  Celante  al  Celoso  6  respuesta  a  un  papel  del  Sefor
Duque  de  Saboya  para  el  S®  D.  Pedro  de  Toledo,  gobernador  de
Milan,  por  defensa  de  la  verdad  y  exhortacion  de  S.  A,  1616  oder
1617.  Anfang  ‘Yä  que  el  Seior  D.  Pedro  de  Toledo  sin  embargo
de  que  saue  .  ..

bl.71  Discurso  sobre  la  precedencia  de  los  embajador  de  Espana
y  Franeia  (am  päbstlichen  Hofe)  ‘Como  mediante  estar  .  ..

Bl.37  Treslado  de  una  muy  solene  y  provechosa  proposicion  que
el  seüor  Don  Alfonso  de  Cartagena  obispo  de  Burgos  fizo  contra
los  Yngleses  siendo  enbajador  en  el  concilio  de  Basilea  sobre  la
primenencia  quel  Rey  nuestro  seüor  a  sobre  el  Rey  de  Yngalaterra,
la  qual  a  ruego  del  Senior  Juan  de  Silba  Alferez  ..  el  torno  de  Latin
en  Romance..;  Anfang  "Mi  embraseme  muy  reverendos  padres  .  ..

Bl.119  Lo  que  se  a  de  considerar  para  tratar  del  aparejo  que
puede  haver  para  ofender  a  Espana  y  el  que  es  necessario  para  su
defensa,  parece  que  es  esto:  EI  sitio  de  Espana,  los  veeinos  que  eon
ella  confinan  .  .;  wohl  noch  aus  der  Zeit  Karl’s  V.

Bl.131  Secretisima  instrucion  sacada  de  los  intereses  de  estado
de  Inglaterra,  Flandes  y  Francia  y  imbiada  a  Fadrique  V°  Conde
de  Palatino  del  Rin  "Screnisimo  Principe  y  mui  querido  ahijado,
recive  de  tu  fiel  ayo,  de  un  soldado  viejo  y  de  un  politico  de  mucha
esperieneia  unos  preceptos  .  .;  in  34  S$.

bBl.171  Discurso  sobre  los  desinios  i  manas  del  Rei  de  Francia
Francisco  I’  con  la  Seioria  de  Venecia  contra  el  Einperador  Carlos  V
y  inteligencias  de  este  rei  por  el  Agustin  Cavaca  (!)  sceretario  del
Conssejo  de  Diez.  Su  prineipio  de  ellas  v  como  fueron  desenbiertas
y  los  traidores  castigados  (1540).  Anfang  “Biendose  cl  Rei  de
Franeia  .  .

Bl.205  Exortacion  al  Christianisiino  Rey  de  FraneiaLuis  XTII®  hecha..
tradueida  de  Frances  cn  latin  y  despucs  en  eastellano  .  ..  Impresa
en  latin  en  la  imperial  cindad  Augusta  con  facultad  de  la  sacra
Magestad  del  Emperador  el  ano  1624.  Anfang  “Deseando  muchas
veces  .  .’
        <pb n="196" />
        190  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.245  Respuesta  de  parte  del  Rey  Catolico  (Philipp  I)  a  lo  que
el  serenissimo  archiduque  Carlos  su  primo  le  hä  propuesto  en  nombre
del  Emperador,  su  mui  caro  y  mui  amado  hermano.  Anfang  “Por
lo  que  el  dicho  Serenisimo  Archiduque  a  dado  .  ..

Bl.281  Discurso  de  un  descosso  de  acertar  en  el  servicio  de  Dios
y  de  la  corona  de  Espaja  sacado  de  su  experiencia  y  varias  peresrinaciones
  de  como  se  puda  preservar  de  los  graves  males  que  la
amenacan  por  todas  partes  con  gran  peligro  de  la  santa  Madre
Iglessia  Catholica  Romana,  dirigido  a  un  consejero  de  estado  el  ano
de  1613.  .;  Anfang  "Primeramente  esta  enferma  esta  Corona’.

Bl.341  Parecer  al  Rey  N.  8.  sobre  las  nuebas  clausulas  de  la
bula  In  eoena  domini  (1568).  Anfang  "Considerando  la  calamitad
del  tiempo  .  ..  Am  Ende  "De  Napoles  a  primero  de  Agosto  1568’
und  als  Name  des  Verfassers  "El  D®  Alonso  Guerrero.

B1.389  Diseurso  del  Regente  Gambacorta  de  como  convenga  al
servicio  de  su  Magestad  que  las  galeras  de  Sicilia  esten  en  asiento
y  que  lo  que  se  paga  por  la  cavalleria  se  pueda  gastar  en  otras
cosas  tocantes  a  su  Real  servicio  (nach  1604).  Anfang  “Para  la
buena  provision  y  situacion  de  las  galeras  .  ..

Bl.405  Discorso  della  libertä  del  Mare  Adriatico;  juristisch.  An-&amp;gt;



fang  “In  due  maniere  s’acquistano  le  giuridittioni  .  .’.

Histor.63l1i  244  Bl.  zu  251/,:181/,  em  im  17  Jahrh.
von  verschiedenen  Händen  in  Italien  geschrieben

Bl.1—81  Ragionamento  di  Carlo  Quinto  Imperadore  al  re
Filippo  suo  figlinlo  nella  consignatione  del  governo  de  suoi  stati
et  regni,  dove  si  contiene  come  si  debba  governare  in  tenıpo  della
pace  et  della  guerra.  Anfang:  To  mi  son  resoluto  figliolo  dilettissimo
  di  venire  hormai  all’effetto  di  cedere  nelle  mani  vostri
l’  amministratione  dell’  Imperio;  vergleiche  Cod.  Achenwall.  213a
Bl.27.  B1.32—100  Ragionamento  del  Re  Don  Filippo  Secondo
negli  ultimi  giorni  di  sua  vita  al  Prencipe  suo  figliole..  Anfang:
Se  bene  chi  vive  &amp;amp;  gli  affanni  et  alle  cure  moleste.  Beide  Schriftstücke
  konnten  litterarisch  nicht  nachgewiesen  werden,  sie  finden
sich  noch  in  Miinchen:  Cod.  Hisp.19  und  Ital.207.

Bl.101  Censi  diversi  che  si  pagano  alla  Camera  apostolica  la
vigilia  di  S.  Pietro  et  il  di  da  diversi,  eitta  et  altri  luoghi.
Bl.104—113  Copia  d’una  lettera  intorno  all’  estrattione  de  Sicarii
“Io  non  maraviglio  punto.  :  an  den  Pabst  gerichtete  Vertheidigung
der  Ministri  del  magistrato  in  Florenz  gegen  die  “pretensioni  degli
ececlesiastici”  betr.  die  Verurtheilung  von  Meuchelmördern  und  das
Herausziehen  derselben  aus  Kirchen.

Bl.115—194  Relatione  delle  cose  di  Venetia  fatta  da  Don  Alfonso
della  Cueva  (Marchese  di  Bedmar)  Ambasciatore  di  Spagna
appresso  quella  republica  et  hora  Cardinale;  aus  dem  Jahre  1619.
Anfang:  Laboriosa  per  certo  €  questa  impresa  ..  Ausführliche
Inhaltsangabe  siehe  bei  Daru,  Histoire  de  la  republ.  de  Venise
T.  VL  p.211f.  Über  andere  Hss.  dieses  Berichtes  vgl.  ausser
Daru  noch  Mittarelli,  Bibliotheca  Codd.  Monasterii  S.  Michaelis  Venet.
p.981.   (BI.114  jüngere  Notizen  über  della  Cueva  als  vermuthlichen
Verfasser  des  “Squitinio  della  liberta  Veneta,  Mirandola  1612°).
        <pb n="197" />
        Histor.  6311  —  635  191

Bl.195—244  Relatione  delle  difficolta  frapostesi  nel  radunare  il
congresso  in  Colonia  avanti  l’  eminentissimo  Sign.  Cardinale  Ginetti
legato  &amp;amp;  latere  mandato  da  papa  Urbano  VIII  per  trattare  la  pace
universale  del  1637,  1638  et  1639.  Anfang  “Correva  l’anno  1635”.
Vgl.  Histor.588.

1787  gekauft.

Histor.632  316Bl.  zu  201),  :14%,cm  18Jahrh.

“Tomo  2.  Commentarios  para  escribir  la  Historia  de  Espaäa
escritos  por  el  Marques  de  S.  Phelipe  (Vicente  Baccalar  y  Sanna,
Marques  de  S.  Phelipe)”.  Der  Band  enthält  die  Darstellung  der
Jahre  1712  bis  1725,  ist  also  wahrscheinlich  Abschrift  des  2.  Bandes
einer  der  älteren  Ausgaben,  wie  sie  in  dem  späteren,  den  1.  Band
schon  mit  dem  Jahre  1709  abschliessenden  Drucke  (Genova  por
M.  Garvizza)  tom.II  p.336  in  der  Schluss-Nota  erwähnt  werden.
Den  ersten  mit  1711  abschliessenden  Band  eines  solchen  älteren
Drucks  enthält  die  Göttinger  Bibliothek.

Histor.633  90Bl.  zu  28:21lcm  von  2  verschiedenen
Händen  des  17  Jahrh.  in  Italien  geschrieben;  Reinschrift

Bl.1—40  Discorso  sopra  la  precedenza  tra  Spagna  et  Francia.
Anfang  “Perche  il  volgo  fa  molti  discorsi  .  .';  verfasst  zur  Zeit  Philipp’s
  II  von  Spanien.  Auch  in  München  im  Cod.  Ital.2  und  191.

Bl.41—90  Conelave  della  sede  vacante  di  Papa  Leone  XI  dove
fü  ereato  Papa  il  Cardinale  Borghese  detto  Pauolo  V  (1605).  Anfang
  “Molte  dignita  principali  .  ..

Aus  dem  Nachlasse  J.  D.  Koeler’s  in  Göttingen  (7  1755).

Histor.634  82  Blätter  zu  211/,:16  cm  Anfang  des
18  Jahrh.  spanische  Schrift

Vida  prision  y  muerte  del  Principe  D"”  Carlos  de  Austria  heredero
y  primogenito  del  rey  D"  Phelipe  Segundo  aüo  de  1558  (so!).  Por
el  Abad  (C.  V.)  de  S"  Real.  Anfang  "Desde  que  Carlos  V  determino
  .  ..  Diese  Übersetzung  weicht  im  ersten  Theile  von  der
Leipzig  1796  gedruckten  “Historia  del  prineipe  Don  Carlos  hijo
primogenito  del  rey  de  Espaäa  .  ”  nur  in  Einzelheiten  oft  nicht
unbeträchtlich  ab;  der  Process  gegen  Don  Carlos  dagegen  hat  hier
eine  Darstellung  gefunden,  die  von  der  sonst  bekannten  Schilderung
Saint-Real’s  völlig  verschieden  ist.

Histor.635  I-+  146  Bl.  zu  191%  :141%,  em  17  Jahrh.

“Historia  de  la  illm®  Casa  y  Linaje  de  los  Ponges  de  Leon,  dirigida
al  excell"°  Seüor  Don  Luis  Christoval  Ponge  de  Leon,  segundo
duque  de  Arcos  y  sehor  de  la  casa  de  Marchena’.  Der  in  4  Theile
gegliederten  und  sich  bis  zu  Ludwig  Christoph’s  Vater  Roderich
erstreckenden  Ausführung  geht  eine  “Dedicatoria’  voran  (Como  el

prineipal  intento  mio.  .).  Auf  dem  ersten  Blatte  das  Wappen
der  Ponces  in  bunten  Farben.  An  Deckel:  E  grege  Christophori

Heinriei  a  Gfug.  a.  1692  1  Oct.
        <pb n="198" />
        192  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Histor.657  22  Bände  zu  301/,  :211/,cem-  16  Jahrh.  bis
etwa  1566  (nur  wenig  aus  dem  15  Jahrh.)

“Manuscripta  Zuichemiana”.  Reichhaltige  Sammlung  von
Urkunden  und  andern  Schriftstücken  zur  Geschichte  des  deutschen
Reichs  und  vor  allen  Dingen  der  Niederlande,  802—1566.

Viglius  ab  Aytta,  oder,  wie  er  selbst  sich  nannte,  Viglius  Zuichemus
  (von  Zuiechem)  wurde  1507  zu  Barrahuys  in  Friesland  geboren
  und  starb  1577  in  Brüssel;  vgl.  über  sein  Leben  C.  P.  Hoynck
van  Papendrecht,  Analecta  Belgieca,  besonders  Band  I,  1  (1743),  in
dem  die  Selbstbiographie  des  Viglius  gedruckt  ist.  Nachdem  er
seit  1531  in  Padua  Rechtswissenschaft  gelehrt,  seit  1535  als  Assessor
(für  Burgund)  am  Reichskammergericht  zu  Speier  gewirkt  und  von
1537  an  eine  Professur  in  Ingolstadt  bekleidet  hatte,  wurde  er  1541
von  der  Königin  Maria  von  Ungarn  in  ihren  Geheimen  Rath  zu  Brüssel
berufen,  dessen  Praesidium  er  1549  nach  dem  Tode  des  Ludovicus
a  Schora  (van  Schoore,  Schoranus)  übernahm  und  bis  1565  führte;
1544  hatte  ihn  auch  der  Kaiser  in  den  Reichshofrath  berufen.
Philipp  II  berief  ilın  1556  noch  in  sein  Consilium  Status  Belgiei
und  ernannte  ihn  1559  zum  Bibliothekar.

In  Brüssel  entfaltete  Viglius  eine  reiche  politische  Thätigkeit;  an
vielen  wichtigen  Verhandlungen  war  er  betheiligt:  so  leitete  er  die
Verhandlungen  auf  dem  Reichstage  zu  Augsburg  wegen  der  Stellung
der  Niederlande  zum  Reich  1548  und  nahm  als  Gesandter  an  den
Friedensunterhandlungen  mit  Frankreich  in  den  Jahren  1555/9  theil.

Seine  Papiere  hat  Viglius  1577  in  seinem  Testament  (Hoynck
v.  Papendrecht  Anal.  Belg.  I,  1,  203)  seinen  3  Neffen  vermacht,  mit
Ausnahme  seines  Briefwechsels,  den  er  für  das  Collegium  Zuichemianum
  in  Loewen  bestimmte;  von  den  “seripta  alicujus  momenti’,
die  “tempore  Praesidatus  consilii  imperialis  et  Regiae  majestatis’  in
seine  Hände  gelangt  seien,  giebt  er  (ebenda  S.212)  an,  dass  er  sie
bereits  den  Vorstehern  der  Archive  und  den  Seeretären  ausgehändigt
habe.  Zu  dieser  letzten  Klasse  werden  wohl  die  Göttinger  Hss.  gehören.
  Andere  Zuichemiana  sind  namentlich  in  Brüssel;  ferner  in
Paris.

Die  Göttinger  Papiere  stammen  zum  Theil  schon  von  Viglius’
Vorgänger  Schore,  wie  viele  von  diesem  geschriebene  Schrifistücke
zeigen  ;  auf  den  meisten  befinden  sich  Inhaltsangaben  von  Viglius,
von  Schore  oder  andern,  die  in  der  folgenden  Beschreibung  meist  benutzt
  sind.  Ein  Theil  der  Schriftstücke  gestattet  einen  Blick  auf
Viglius’  Thätigkeit;  andere  wieder  sind  von  ihm  nur  als  Material  gesammelt,
  so  z.  B.  die  Sammlungen  von  ältern  Verträgen;  wenige
Stücke  sind  nur  als  Formulare  aufbewahrt.

Die  Zusammenstellung  der  Schriftstüicke  zu  22  Bänden  ist  im
16  Jahrh.  erfolgt,  wie  einzelne  alte  Bandzahlen  und  die  alten
Titel  vor  den  meisten  Bänden  beweisen,  die  wohl  von  einem  Schreiber
des  Viglius  herrühren.  Auch  die  Blattzählung  der  meisten  Bände  (in
der  auch  die  oft  zahlreichen  leeren  Blätter  mitgezählt  sind)  stammt
aus  dieser  Zeit.  Ursprünglich  waren  jedenfalls  die  Stücke  jedes
Bandes  durch  eine  Schnur  vereinigt;  die  Spuren  dieser  Heftung  zeigen
alle  Bände  ausser  Bd.14  (der  schon  früher  gebunden  wurde)  in  den
        <pb n="199" />
        Histor.657,  Band  I  193

durch  sämtliche  Schriftstücke  gehenden  Löchern  nahe  dem  Rücken.
Die  jetzigen  gleichförmigen  Einbände  hat  wohl  J.  H.  v.  Bülow  anfertigen
  lassen.  Die  Ordnung  in  den  einzelnen  Bänden  ist  häufig
chronologisch,  oft  so,  dass  die  spätern  Stücke  den  ältern  voran  gehen.
Originale  sind  verhältnismässig  wenige  in  den  Bänden  vorhanden;
unter  den  Copien  befindet  sich  eine  sehr  grosse  Anzahl  solcher,  die
nach  dem  Original  oder  nach  einer  beglaubigten  Copie  beglaubigt
sind.  Eine  kleinere  Zahl  von  Copien  rührt  von  Viglius  selbst  her.

Die  Sammlung  stammt  aus  der  Bibliothek  J.  TI.  v.  Bülow’s,
dessen  Ex-libris  in  jeden  Band  eingeklebt  ist.

(Histor.657)  Bandl  XVll-+581  Blätter

Staatspapiere  aus  den  Jahren  1555/6,  1558/9  (in  umgekehrter
Folge  gebunden).

I  Bl.1—372  Correspondenz  von  Ant.  Perrenot  de  Granvella,
Bischof  von  Arras,  mit  Viglius  von  Zwichem  betr.  den  Frieden  von
Cambresis  (und  dessen  Vorbereitung),  mit  Beilagen.  Es  sind  im
sanzen  64  Briefe  von  Granvella.  Von  ihnen  sind  40  ganz  eigenhändig
  geschrieben;  die  übrigen  sind  nur  von  ihm  unterzeichnet
‘L’evesque  d’Arras’,  oft  auch  mit  eigenhändigen  Schluss  oder  Postseriptum
  versehen.  Von  diesen  Briefen  sind  6  (Bl.79,  80,  164,  205,
217,  222)  gedruckt  in  den  “Papiers  d’etat  du  cardinal  de  Granvelle
d’apres  les  mss.  de  la  bibl.  de  Besancon’  V  (Collection  des  docum.
inedits,  I  serie,  hist.  pol.)  S.456  480  349  281  256  248;  der  Brief,  von
dem  ein  Fragment  dort  S.562  gedruckt  ist,  fehlt  in  unserer  Hs.,  Jedoch
sind  gerade  an  der  Stelle  (nach  Bl.2),  wo  er  stehen  müsste,  2  Bl.
ausgerissen,  die  noch  in  der  ältern  Blattzählung  berücksichtigt  waren.

Die  Briefe  sind  datfirt:  1558:  (B1.364  Postser.  ohne  Datun);
Arras  6  und  7  Mai  (2:  B1l.360  358);  Cambray  9—15  Mai  (7:  Bl.354  bis
326);  Gremuel  (?)  Comte  (?)  19  Mai  (Bl.328);  Lille  1  Sept.  (B1.311);
du  Camp  6  Sept.  (Bl.309);  Lille  10—29  Sept.  (12:  Bl.  300  —  241);
du  Camp  7—11  Oct.  (3:  B1.239  —  235);  Cercamp  15  Oct.—28  Nov.
(21:  Bl.  522111);  1559:  Cambresis  7—15  Febr.  (5:  Bl.  106—  79);
6—26  März  (8:  B1.67—1);  1  April  (2:  Bl.3,  4).

Mit  den  meisten  dieser  Briefe  übersandte  Granvella  an  Viglius
Schreiben  der  spanischen  Bevollmächtigten  (resp.  Granvella’s)
an  den  König  PhilippIl  und  an  den  Herzog  von  Savoien;  zuweilen
auch  andere  Schriftstücke  (Copien):  B1.372  Nie.  Baron  de  Polwiller
(an  Gr.  ?),  Polwiller  23.4.  1558;  Bl.371  Gamant  (?)  an  Gr.,  25.  4.  1558;
Bl.370  Pontanus  (?)  an  Gr.,  26.4.  1558;  B1.369  span.  Brief,  Wiena
27.4.1558;  BIl.319  "la  duchesse  de  Lorray  Ne  au  TOY  d’Angleterre',
Cambray  15.5.  1558;  B1.268  “au  sr.  Berty’,  o.  D.  (Sept.  1558):  B1.267
Philipp  II,  Camp  les  Anthie  14  und  (1.265)  19  Scpt.  1558;  ferner
Bl.  231,  232,  49,  47,  18  Projecte  des  Vertrages  und  dergl.  Yon
solchen  Schreiben  sind  73  in  dem  Bande  vorhanden;  nur  34  davon
finden  sieh  gedruckt  in  dem  erwähnten  Bande  der  Papiers  d’etat
de  Gr.,  darunter  3  wmvollständig.  Es  fehlen  im  Drucke  alle  Stücke
vom  Mai  (10),  Ende  Sept.  (5),  12  Nov.  —  1  Dee.  (9)  1558;  vom  2.  6,
19—24  (und  zwei  von  emem  unbestimmten  Tag  des)  März,  1550  (10).

Endlich  sind  noch  einige  Originalbriefe  an  Vielins  zu  erwähnen:
Bl.356,  349,  334  Baue  (Seeretär),  Cambray  9—13  Mai  1558;  31.253

13
        <pb n="200" />
        194  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Zettel  ohne  Unterschrift,  Cambray  23  Sept.  1558;  B1.237  Nie.  Helier,
Camp  pres  d’Aussi  8  Oct.  1558.

II  Bl.373—581  Friedensverhandlungen  der  Bevollmächtigten
Karls  V  mit  Frankreich,  zu  Gravelingen  bei  Calais  20  Mai  bis
8  Juni  1555  (Bl.504—581),  und  zu  Vaucelles  bei  Cambray  Nov.1555
bis  5  Febr.  1556,  und  Fortsetzung  der  Verhandlungen  bis  21  März  1556
(B1.373--503);  die  Stücke  (Copien)  liegen  im  allgemeinen,  jedoch
nicht  streng  geordnet,  in  umgekehrter  chronologischer  Folge.

Aus  Gravelingen  liegen  7  Berichte  der  Bevollmächtigten  (Granvella,
Lalaing,  Viglius  ete.,  vgl.  Papiers  d’etat  ...  de  Granvelle  IV  425.
439.  442)  an  den  Kaiser  vor,  vom  20  23  25  27  30  Mai,  2  8  Juni  1555
(B1.578  564  557  552  536  518  504),  und  einer  an  die  Königin  vom
31  Mai  (B1.525);  ferner  sind  3  Schreiben  Karl’s  V  an  seine  Bevollmächtigten
  vorhanden,  Brüssel  29  Mai,  3  und  5  Juni  1555  (Bl.549
515  514).  Viglius  verhandelte  im  Auftrage  der  übrigen  Gesandten
‚mit  den  Engländern  am  31  Mai  zu  Calais;  darauf  beziehen  sich:
Bl.551  Schreiben  der  engl.  Gesandten;  Bl.550  Millort  Paget  an
Granvella  (Bl.534  dasselbe);  B1.548  die  deutschen  Bevollmächtigten
an  die  englischen:  sämtlich  vom  30  Mai;  B1.529  Rapport  von  Viglius
über  seine  Verhandlungen,  31  Mai.  Bl.  570—576  Berichte  (10)  von
Viglius  an  die  Königin  Marie,  Gravelinges  23  Mai  —  5  Juni  1555.

Von  den  Schriftstücken  über  die  Verhandlungen  betr.  den  Waffenstillstand
  von  Vaucelles  sind  42  (Bl.411—503)  im  Auftrage  von
Viglius  nummerirt  und  mit  einem  chrouologischen  Verzeichnis  (Bl.411)
versehen,  worauf  Viglius  vermerkt  hat  "dedi  Atrebatensi  mense  Aug.  1558
Atrebati’;  sie  reichen  von  Ende  Noveinber  1555  bis  Ende  März  1556.
Von  all  diesen  Stücken  sind  nur  zwei  (Bl.478  “no.11’  und  497  “no.21°)
in  den  Papiers  d’etat  du  card.  de  Granvelle  IV  S.522  und  535  gedruckt;
  vgl.  daselbst  die  Bemerkung  auf  S.542.  Es  sind  11  Briefe
(n.10  15  16  23  29  31  32  33  36  39  42)  Philipps  II  an  seine  Gesandten
  (Lalaing,  S.  Renard,  Ph.  de  Bruxelles,  Ch.  de  Tisnacq)  oder
an  Lalaing  allein,  einer  aus  Anvers  (Bl.486),  die  übrigen  aus  Brüssel
oder  ohne  Ott;  ferner  13  Schreiben  (n.7  11—14  17  21  26  28  30
34  35  41)  der  Gesandten  oder  Lalaing’s  allein  an  den  König,  aus
Cambray,  Mons,  Roye;  ausserdem  n.1  (Bl.436)  "Saulfeonduit  de
’admiral  de  France’,  Nov.1555;  n.3  (Bl.433)  Instruction  für  Lalaing,
Br.  29.11.1555,  dazu  n.2  (Bl.435);  n.4  (Bl.449)  “Memoire  pour...
S.  Renard’,  Br.  Dec.1555;  n.5  (Bl.448)  Verhandlungen  in  Cambray
am  7.12.1555;  n.6  (B1.446)  Instruction  für  die  Gesandten,  10.12.1555;
n.8  (B1l.439)  Verhandlungen  in  Vaucelles  am  19.  12.  1555;  n.9  (B1.438)
die  französischen  Gesandten  Chastillon  und  l’Aubespine  an  die
frz.  Gefangenen  des  Kaisers  und  des  Königs  von  England,  Chastelet
20.  12.  1555;  n.18/19  (B1.453/2)  2  Schreiben  der  frz.  Gesandten,
St.-Quentin  26.  und  28.1.1556;  n.20  (Bl.502)  “Responce  exhibee  le
4.  de  ce  mois’;  n.22  (B1.495)  Puncte  für  einen  Bericht  über  die  Verhandlungen(Febr.);
  n.24(B1.493)  Lalaing  an  Granvella  (?,  Febr.  1556);
n.25  (Bl.494)  “a  mons.  de  Chatillon’  (Febr.  1556);  n.27  (B1.490)
Lalaing  an  die  Gouverneure,  Mons  11.2.1556;  n.37/38  (Bl.416/7)
Publication  des  5jährigen  Waffenstillstands  vom  6.  2.  1556  ab,  Brux.
12.  3.1556,  niederl.  und  frz.;  n.40  (Bl.414)  Lalaing  an  die  frz.  Gesandten,
  Cambray  14.  3.  1556.
        <pb n="201" />
        Histor.657,  Band  I  und  II  195

Bl.  373—410  enthalten  weitere  Akten  über  dieselben  Verhandlungen:
Bl.373  (Philippll  an  Lalaing),  Brux.  mars  1556;  B1.374  Schreiben
an  den  König  mit  Antworten;  B1.375  “Deziftre’:  “Ceste  despeche
vad  a  lV’adventure  .  .  afin  que...  nous  puissions  soubz  le  benefice
du  ziffre  qu’avons  recouvert  tirer  quelque  chose  de  Renard  .  .;
B1l.377  "Noms  des  seigneurs,  qui  viendrent  avec  V’admiral  de  France
vers  le  roy  d’Espaigne  etc.  pour  veoir  jurer  la  tresve  a.  1555’;
Bl.379  “Les  difficultez  ...  sur  lesquelles  il  sera  de  besoing  avoir
esclaireissement,  afin  que  leurs  majestez  se  puissent  tant  mieulx
resouldre  sur  la  ratiffication’;  B1.384  "L’accord  particulier  .  .  quant
au  duc  de  Savoye’  5.2.1556  (=  400b);  B1.389  CharlesV,  ‘ratification
  de  la  tresve  de  Vausselles’  mit  den  Vollmachten,  Anvers
27.2.1556,  schöne  Reinschrift;  B1.397  “Tresves  a  Vaucelles’,  Beschluss
  der  Bevollmächtigten,  5.  2.1556;  Bl.403—404  =  oben  n0.8/9
(B1.438f);  Bl.405  Erlass  “de  par  le  roy  (Philipp  II)’,  Brux.  4.  12.
1555;  Bl.406  PhilippII  an  Lalaing  und  die  andern  Gesandten,  ohne
Datum  “Mon  cousin,  chiers  et  feaulx.  Ceste  sera  pour’;  BIl.410
Philipp  II  an  Lalaing  in  Mons  (etwa  am  10.2.1555).

Voran  BL.I—  XII  ein  Register  über  den  Band  (von  Prof.  Wurm
in  Hamburg)  Göttingen  30  Dec.  1853,  und  BI.XIV—XVII  chronol.
Register  zu  Bl.1—372.

(Histor.657)  BandIL  I-+-  603  Blätter

“Livre  contenant  plusieurs  ordonnances  en  alleman  et  aultre  sur
le  faict  des  monnoyes’  (vgl.  Bd.  IX).

Bl.1  Karl  V,  erste  Reichs-Miünzordnung,  Esslingen  10.  November
1524  (vgl.  Praun,  gründliche  Nachricht  von  dem  Miünzwesen  .  .
1784  8.80),  gedr.  bei  J.  Ch.  Hirsch,  Münz-Archiv  I  (1756)  S.240.
Bl.9  Karl  V  errichtet  eine  Münzstatt  zu  Kauffbeuren,  Augspurg
10.  11.1530;  gedr.  Hirsch  I  249.  Bl.11  Karl  V,  Münzverordnung,
Wormatia  3.  8.  1545,  lat.  Übersetzung;  am  Rande  französische
Bemerkungen.  Bl.15  ‘Libellusex  Germanicalinguatranslatusutiliusne
sit  veteri  bona  moneta  uti  an  nova  aerosa,  per  Jac.  Hillebrandum
translatus  1542°.   BIl.23  Eyn  gesellig  schrifft  wider  eyn  gegenbericht
(B1.24  bis  29)  auch  geselliger  weiss  furkhomen  auff  dem  Reichstag  zu
Worms  a.  1545’.  Bl.65  Hugo  Fugelin  vom  Engelsee  an  den
Kaiser  (1545).  Bl.69  “Relationn  der  Muntzhandlung,  zu  Augspurg
uberantwort  a.  1548’.  Bl.73  “Summarischer  Bericht  unnd  auszuge
alles  dessjhenigenn,  so  der  mintz  halbenn  auff  dem  Reichstage  zu
Wormbs  a.  1545  gehandelt  wordenn’,  Actum  Wormbs  14.7.  1545.
B1.87  “Der  Stennd,  so  mit  Berckwerckenn  begabt,  Räthe  bericht
auff  dess  verordnetenn  Auschuss  jungst  ubergebene  Relation  schrifft?.
Bl.101  Des  Ausschus  Ablehnung  wider  der  Bergkhern  bericht  1545’.
Bl.122  Karl  V  “Ordnung  der  Müntz,  wie  es  auff  denn  probationtägen

.  mit  der  müntz  abtregenn,  straffen  und  dergl.  gehaltenn  soll
werden’  (1545).  Bl.133  “Kö.  Mt.  (Ferdinand’sD  Bedencken
auft  der  kay.  Mt.  (Karl’s  V)  Schlusschrifift  in  der  Müntzhandlung  zu
Augspurg  a.  1548’.  Bl.  137  “Der  stend  repliea  ...  1548,  25  Maij’.
Bl.141  ‘Der  stend  tripliea”.

Bl.143  “Acta  dietae  primae  Spirensis  indietac  2  Febr.  1549  et

fnitae  16  Mart.  eodem’:  Bl.145  Holländ.  Gutachten  von  Jorg
Moijtting,  19.1.1549.  Bl.147  "Pourieet  d’une  instruction  dressee

13*
        <pb n="202" />
        196  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

par  le  conseiller  Hass,  president  de  Luxemburg,  pour  la  iournee
de  Spieres  1549’,  deutsch,  Concept.  Bl.154  “Jorg  Meuting  (vgl.
Bl.145)  in  causa  monetae  283  Jan.  1549’,  deutsch.  Bl.159  Maria
Regentin  der  Niederlande  an  Sebastian  Erzb.  zu  Mentz,  und  (B1.160)
an  Philippsen  Bischoven  zw  Speyr  ete.,  beide  Brüssel  22.  1.  1549.

Bl.163  "Instruction  pour  m.  Jehan  van  der  Straten...,  Anth.  Carlier,
..  et  Jehan  van  Hall.  .,  Brux.  17.1.1548  stil  de  Brabant.

B1l.167  "Rapport,  que  faiet  Jehan  Stratius  .  .  conseiller  de  sa  ma).
en  Gueldres  .  .  an  die  Königin,  eigenh.  Unterschrift.  Bl.183
Joannes  Stratius  und  Anth.  Carlier  (von  letzterem  abgesehrieben)  a
la  reynne,  Spiers  27.2.1548  (Brabanter  Stil)  und  Bl.187  A.  Carlier
an  Viglius,  Spiers  16.3.1548,  Orig.  Bl.191  Die  Meintzische
Cantzley  bestätigt  den  niederl.  Gesandten  ihre  Theilnahme  an  der
Münzeonferenz,  4  Febr.  1549.  Bl.196  "Relatio  der  Muntzhandlung
zu  Speir  gepflegt  vom  2  Febr.  zum  16  Martii  1549’,  vollständiges
Protokoll  von  Philips  Bischof  zu  Speyr  und  Reinhart  Graf  zu
Solms,  Speyr  Sampstags  nach  Invocavit  16.  3.1549,  mit  mehreren
Schreiben  des  Kaisers  Karl  V  und  der  beiden  Unterzeichner.

Bl.320  Philips  B.  zu  Spyer  und  Reynhartt  Graff  zu  Solms  au
den  Kaiser,  Speir  16.  3.  1549,  Original  mit  Siegeln.  Bl.327  Hans
Steinheuser’s  pfalzgr.  Rentmeisters  "bedenck  und  gegenbericht  auff

der  Osterr.  .  .  Gesandten  ubergebne  schrifften’.  Bl.331  "Memoire
de  Carlier,  mense  Febr.  1549  Spirae’,  Concept.  B1.333  "Leetum
9  Mareci  a.  49.  Bl.5337  Zwei  Promemoria.

Bl.347  "Coneernentia  dietam  Spirensem  celebratam  Spirae  super
negocio  Monetario  1549  mense  Octobri’:  Bl.348  Uber  den  Gehalt
der  cölnischen  Mark.  Bl.350  Rapport  von  G.  Cleerhage  über
Berathung  in  der  Münzkammcer  zu  Brüssel  am  22.  8.  1549  (nieder!.).
Bl.354  A.  Carlier  &amp;amp;  mess.  des  finanches,  22.7.1549,  Orig.  mit
Siegel.  B1.356  “Remonstrance  et  advis  des  generaux  des  monnoyes
  de  l’empereur  notre  sire  en  ses  pays  bas  sur  l’affaire  des
monnoyes  es  Allemaignes’.  Bl.367  “Instruction  pour  Jehan  van
der  Straeten...  A.  Carlier..  et  L.  van  Empegen  .  .'  für  die  Conferenz
am  1  Sept.,  28.8.1559  (d.  h.  1549),  Bl.372  Die  Regierung  an  dieselben,
  Brux.  24.  10.  1550  (49).  Bl.374  Bericht  von  A.  Carlier
und  Lenardt  van  Ympeghym  an  Viglius,  Spiers  6.11.1549,  Orig.
mit  Siegel.  BI.376  "Rapport  que  docteur  Stratius  a  fait.  .’,  Spire
1549,  mit  eigenh.  Unterschrift.  Bl.414  Münzzeiehnungen.  BI.415
Karl  V,  Camerich  16.  8.  1549;  Bl.416  Instruction  desselben  für  Bischof
Philips  zu  Speyr  und  Reinhart  graven  zu  Solms  für  den  Münztag  zu
Speier  am  1  Sept.,  Camerich  (16)  Aug.  1549.  B1.421  Die  Maintzische
Canntzley  bestätigt  den  niederl.  Gesandten  ihre  Theilnahme  an,  der
Münzeonferenz,  9.  9.  1549.  Bl.425  =  Bl.  415—  420  Bl.429  Uber
Ausmünzung  der  einzelnen  Stücke  aus  der  eölnischen  Mark,  Speier
18.9.49.  Bl.431  “Erelerung  Burgundi’,  20  Sept.  Bl.432  Berichte
über  die  Verhandlungen  23—26  Sept.  Bl.444  Drei  Schreiben
an  die  k.  Commissäre  1  und  2  Oct.  Bl.460  Uber  Ausmünzung
(vgl.  Bl.429),  5  Oct.  Bl.462  Erklärung  des  niederl.  Gesandten,
9  Oct.  Bl.464  KarlV,  kaiserl.  Ediet  der  neuwen  Reichs-  Müntz
betreffendt,  10  Oct.  1549.  Bl.477  Karl  V,  Ordnung  der  Munntz,
wie  es  auff  denn  probier  teegen  ...  mit  der  Muntzabtreeg  Straeffen
        <pb n="203" />
        Histor.657,  Band  HH  und  III  197

..  gehalten  werden  soll’,  11  Oct.  1549.  Bl.494  "Der  Abscheidt
13  Oet.  a.  1549’,  von  Philips  Bischoff  zue  Speyr  und  Reinnhart
Graeff  zue  Solms.  Bl.504  Karl  V  verlängert  das  Miünzmandat
vom  1  Mai,  26  Oct.  1549.  Bl.508  Karl  V  an  Philipp  von  Speier,
und  Bl.510  an  denselben  und  an  Reinh.  von  Solms,  beide  1  Nov.
Bl.514  Schriftenwechsel  der  Kurfürsten,  Fürsten  und  Stände  mit  den
Commissarien,  Speier  3—5  Nov.  Bl.528  “Abscheitszettel’  von  den
k.  Commissarien,  Speir  5  Nov.  1549.

Bl.530  Karl  V  an  Philipp  und  Solms,  Bruissel  19  Nov.   BI1.534
Schriftenwechsel  der  Churfürsten,  Fürsten  und  Stände  mit  den
Commissarien,  28  Nov.  bis  4  Dee.  1549.  Bl.562  ‘Advys  .  .  faicte
par  les  generaulx  des  monnoyes  .  .  touchant  le  different  .  .  sur  la
proportion  de  l’or  a  Pargent’.  Bl.564  "Summaria  relatio  eorum,
quae  nuper  ab  4  electoribus  Rheni  in  negotio  monetae  22  Nov...
seripta  sunt”  (an  den  Kaiser).  Bl.569  “‘Ampla  explicatio,  quod
iusta  sit  ordinatio,  ut  certa  quantitas  argentease  monetae  solvi  possit
pro  aurea,  contra  sententiam  prineipum  Eleetorum  1549’.

Bl.591  "Consultationes  super  negocio  monetario  in  dieta  Augustensi
a.  1550”.  B1.596  Bericht  der  freien  Städte  an  den  Kaiser  (an
Viglins  übersandt).  Bl.601  Karl  V,  Münzedict,  lectum  10  Jan.
1551.

(Histor.657)  Band  III  596  Blätter

Schriftstücke  zur  Geschichte  Frankreichs  vom  Ende  des
15  bis  zur  Mitte  des  16  Jahrhunderts,  besonders  der  Könige
Franz  I  und  Heinrich  II  in  ilıren  Beziehungen  zum  deutschen  Reich
und  zu  den  Niederlanden.

Bl.1—3  (-4—5)  Johann  Herr  zu  Fresse  (de  Monstiers  de
Froissaec),  Bischof  zu  Bayonne,  “proposita  a  nobis  nomine  regis  ..
imperii  ordinibus  vel  prineipibus  praesentibus  et  absentium  legatis  die
3  Junii  1552”.  Bl.7  La  naissance  des  enffans  du  roy  de  France
Henri  II  (Angabe  von  Tag  und  Stunde  der  Geburt,  Pathen  ete.).
Bl.11—13  (-14—16)  Franz  H,  Convocatio  statuum  Galliae,  “donne
a  Fontainebleau  ce  dernier  jour  d’aoust  1560’.  Bl.17  Les  propos
tenus  par  mons.  le  chancellier  en  l’assemblee  des  Estats  tenus  a
Orleans  le  13  de  decembre  1560.  B1.29  Lettres  patentes  du  roy
(Frangois  II)  aux  evesques  prelats  et  autres  ministres  des  eglises  .
pour  se  trouver  en  la  ville  de  Paris  le  20  de  Janvier  prochain  .
pour  .  .  reformer  les  abus  .  .  en  la  maison  de  dieu;  St.  Germain  en
Laye  le  10  Sept.  1560.  Bl.31  Instruetion  pour  vous  Messires  Philippe
de  St.  Aldegonde  ..  de  ce  que  vous  aurez  a  negoecier  avce  les
deputez  de  France  sur  les  affaires  des  differens  des  limites  ..
deppendant  du  traietie  de  paix  ....  au  premier  de  mars  prochain  .  .;
Bruxelles  le  (Tag  nieht  ausgefüllt)  jour  de  fevrier  1559.  Bl.  34
Publieation  de  la  paix  entre  les..  princes  Henry  IT.  .  roy  de  France
ct  Philippes  roy  de  Spaigne  .  ‚  les  roy  ct  royne  de  Scosse  daulphins
et  Ja  royne  d’Angleterre  faiet  en  la  ville  de  Paris  le  7  ‘  jour  d’avril
1959.  B1.39  Uber  “Attestations’  und  “Reetitications’  des  Vertrags
von  Cätean-Cambresis,  1559.  B1.42  Schreiben  Brusquet's,  des
Hofnarren  TTeinrich’s  IT.  Bl.44  Karl  V  "Aux  Vicerovs’,  translate
de  ’Espagnol  (betr.  Octavio  Farnese  von  Parma).

B1.48  Antwort  des  Kaisers  und  der  Reichsstände  auf  eine  Rede
        <pb n="204" />
        198  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

des  franz.  Gesandten,  darin  “de  restitutione  Metensis  Tullensis  Verdunensis
  Leodiensisque  episcopatuum’.  B1.50Legatio  eleeti  Tridentini
et  comitis  a  Stolberg  pro  sacri  imper.  ordinibus  ad  .  .  Francorum
regem  initio  a.  1560  pro  restitutione  eivitatum  Metensis  Tullensis  Verdunensis;
  Bericht.   BI1.56  Copia  litterarum  Henriei  (II)  regis  Francorum
  ad  prineipes  Germaniae  a.1553  post  obsidionem  Metensem
“Ex  Lavinio  nostro  qui  nuper  ad  nos  rediit  .  ..   DBl.58  Sommaire
de  la  lettre  du  rov  (Henry  II)  de  France  et  des  due  Maurix  de
Saxen  et  Hans  Albert  de  Mechelbourg  ensemble  et  de  Guillaume
  Lantgrave  de  Hessen  au  conte  Guillaume  de  Nassau,  9  März
1552:  französische  und  deutsche  Fassung.

Bl.62  Nico.  Ebor.  canc.  Arondel,  Henry  Jernegay  und  andere
englische  Vornehme  (“el  consejo  escogido’,  vgl.  Bl.64)  an  Philipp  II
von  Spanien,  Richemondie  15  Aug.  1557  (lateinisch)  über  den  Krieg
mit  Schottland  und  den  Ausschluss  französischer  Waren  aus  England.
  Bl.63b  Capitulo  de  la  earta  del  regente  (Gomez  Suarez
de)  Figu(e)roa  a  su  Magestad  de  15  di  Augusto  1557  und  Capitulo
de  la  carta  que  su  M.  (Philipp  II)  responde  al  regente  Figueroa,
de  San  Quintin  3  Sept.  1557.  Bl.64  Copia  de  un  Capitulo  de  la
carta  de  su  M.  a  los  del  conseJo  escogido  de  Inglaterra,  de  San  Quintin
3  Sept.  1557  (latein.;  gedruckt  Relations  politiques  des  Pays-Bas  et
de  l’Angleterre  sous  le  regne  de  Philippe  II,  T.  I  p.85).

Bl.65  Artieles  passez  a  Geneve  entre  le  roy  francois  et  les  quantons
  suisses;  Bl.65b  Articles  extraietz  de  traicte  passe  a  Fribourg
de  l’an  1516;  B1.66b  Aultres  articles  de  l’an  1521.

Bl.69  Joh.  Fraxinus  epise.  Bayonensis  =  de  Monstiers  de  Froissac
(Fresse)  an  den  Erzbischof  von  Mainz  “Puto  me  heri  fraterne  .  .’,
Pataviae  9  Jun.  1552;  Bl.73  desselben  (oratoris  regis  Franciae)  "Resolutio’,
  29  Jun.  1552;  B1.75  Responsio  statuum  ad  orationem  legati  regis
Franciae.

Bl.79  Resolution  sur  la  publieation  de  la  paix  de  Crespy  a.  1544.
Bl.81/2  (=  Bl.117/9)  Justification  faite  par  l’ambassadeur  du  roy
Henry  de  France  au  pape  sur  aucunes  plaintes  faictes  par  sa  saintete.

Bl.83—115  Erlasse  und  Briefe  Heinrich’sII  von  Frankreich:
Bl.83,  85  und  87  drei  Erlasse,  Bains  25  Nov.  1552,  Compiegne  7  Dec.
1552,  Laon  18  Juni  1554.  B1.89  Druck  (Epistola  regis  ...  ad..
sacri  imp.  ordines,  3  kal.  Mart.  1552).  bB1.97  Epistre  ..  adressante
aux  electeurs,  princes  .  .  du  St.  Empire  de  la  nation  germanique,  en
laquelle  se  declairent  en  bref  les  apresses  de  guerre  que  se  font  presentement,
  Fontainebleaul  le  3  de  febur.  1552;  Entwurf  mit  vielen
Correeturen.   BI.109  Erlass,  Sedan  30  Juni  1552.   Bl.111  Henricus
.  .  archiepiscopo  Coloniensi  “Quando  ita  praesens  occasio  .  .',  eX
castris  nostris  Nanceio  15  Apr.  1552.  Bl.113  und  115  zwei  Erlasse,
Paris  6  und  7  Nov.  1551.

Bl.117—119  vgl.  Bl.31.  Bl.121  Advertissement  de  ce  que  conviendra
  regarder  en  venant  a  traicter  paix  avec  France,  par  le  president
  Schore,  a.  1544;  Entwurf.

Bl.127—140  Erlasse  und  Schreiben  Franz’  I  von  Frankreich:
Bl.127  Schreiben  vom  16  März  1546.  Bl.128  Pour  envoyer  a  Mess.
Lynes  en  Flandres  “Par  le  depart  de  la  communication  faiete  a  Cambray
  en  fevrier  et  mars  de  1545  .  .".  Bl.131  Erlass,  Jumiege
        <pb n="205" />
        Histor.657,  Band  III  199

5  Aug.  1545;  B1l.132  desgl.  Bl.135  Copia  arresti,  Taurini  9  Jan.
1545.  Bl.137  Erlass,  Chambort  26  Febr.  1544.

Bl.141  Responce  donne  au  herault  de  France  (Francois  Maillart),
nebst  (Bl.143)  deutscher  Fassung  “Frantzen  Maillart  wird  angezaigt,
das  sein  Fürnemen,  an  diesen  Ort  zu  kommen,  gantz  vermessen  .  .
ist”.  Bl.147—150  (=  B1.210—213)  Commissariorum  Caesar.  Majestatis
  Confutatio  ad  litteras  regis  Galliae:  “lectum  5  Mart.  a.  1543”.

Bl.151  Christophorus  Richerius  regis  Henrici  (II)  cubicularius
an  den  Erzbischof  von  Cöln,  Elvelt  28  Apr.  (über  des  Königs  Absichten
  gegen  Deutschland  und  die  Auslieferung  von  Meiz  Toul  und
Verdun).

Bl.153/4  vgl.  Bl.164.   B1.157—160  Franz  1,  Ordonnance  tonchant
les  espiceries,  Ennel  25  März  1543.   B1.164—167  (=  Bl.153/4)  Antwort
  der  Reichsstend  auff  des  Herrn  von  Granvella  Werbung  belangend
  den  Konig  von  Franckrych  und.  Hertzoge  von  Üleve,
24  Apr.  1543;  Bl.161—163  dasselbe  in  latein.  Übersetzung.  B1.169
Lettres  de  la  royne  d’Hongrie  (Maria),  an  einen  Gesandten,
Valeneiennes  le  8Nov.1543.   BI.171  Antwort  der  Reichsstände  auf
eine  Rede  des  französ.  Gesandten  und  Bl.172  Schreiben  desselben
an  den  König  von  Frankreich,  beides  in  lat.  Sprache.  Bl.  177
Illustris  ..  domini  a  Granvella  ...  oratio  ad  regem  Romanum  ac
sacri  imperii  ordines  5  Febr.  2.1543  Nurembergae  habita.  bl.181
Franz]  an  den  Kurf.  von  Mainz,  Brynon  12  apr.  1542.  Bl.183
(-185/6  -200/1)  Responsio  regis  Francorum  (Franz  I)  ad  petitionem
statuum  imperii  data  28  Apr.  1542  (französ.).   B1l.187—191  (=  192  —
195-196—  198)  Franeiscus  dei  gratia....  prineipibus  et  electoribus  ..
et...  Rom.  Imperii  ordinibus  .  .  Magnigoste  die  9  Jan.  1542  (Lecte
in  consilio  statuum  28  et  ultima  februar.  a.1543).  Bl.200  vgl.
Bl.183.  DBI.202  La  response  que  se  doibt  donner  aux  estatz  touchant
ce  que  l’ambassadeur  de  France  a  allegne  de  Cesar  Frepose  et
Vyneon  (deutsch.  BI1.206  Franciseus.  .  electoribus  prineipibus  .
inelyti  Suevici  foederis..  Ex  Auxunione  die  16  Nov.  1533.  Bl.  207
Adversaria  seu  instructiones  eorum,  quae  rex  Christianiss.  a  Guilielmo
Bellaio  ...  exponi  vult  ex  mandatis  suis  in  eonventu  inelyti  foederis
Suevici  (1533  in  Augsburg).  Bl.210—213  vgl.  Bl.147.  Bl.214
Francois  .  .,  Erlass,  12  Juli  1545.  Bl.  216  Deduction  du  droict  de
la  conte  de  St.  Pol  a.1538,  Entwurf.  Bl.226  Maria  von  Ungarn,
Memoire  de  ce  que  vous  Sgn.  de  la  Thieulloit  aures  a  dire  de  ma
part  au  grant  Ma.  de  France.  B1.230  Aucunes  considerations  sur
les  remonstrances  faietes  par  l’ambassadeur  du  roy  tres  chretien.
B1.232  Les  poinetz  accordez  par  les  ambassadeurs  de  France  sur  la
submission  de  l’empereur.  Bl.234  Aucunes  difficultez  trouvecs  en
la  tresve  de  X  ans  faiete  le  18...  Juing  1538  entre  ’empereur  et  le  rov;
vgl.  B1.316.  B1.236  “Touchant  Therouane’  1513.  31.238  Submission
  de  V’empercur  touchant  la  contravention  de  la  tresve.
Bl.240  Traiete  de  Crepy  en  Pan  1544  XVII  die  Scpt.  (Du  Mont,
Corps  universel  du  droit  des  gens  T.  1V  Part.2  p.280/8)  mit  Randbemerkungen

  des  Viglius   B1.260  Diftieultez  sur  le  traiete  de  paix
de  Pan  1544.  B1.276  Exemplar  literarum  Paulini  legati  regis

Francorum  apud  Turcam,  quac  ad  legatum  eiusdem  regis  Venetlis
agentem  e  Constantinopoli  6.  die  Aug.  a.1542  scriptae  fuore:  lat.  und
        <pb n="206" />
        200  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

französ.  Fassung.  DBI.280  2  Erlasse  Franz’I,  16  und’  19  Juli  1540.

Bl.282  Statuz  fais  par  le  roy  de  France  (Franz  I)  1539,  22  Oet.

B1.286  Eseript  baillie  a  la  Royne  (Maria  v.  Ungarn)  par  les  commissaires
  de  l’empereur  a  la  journee  de  Cambray.  Bl.294  Cominunication
  tenue  a  la  jJournee  de  Cambray  d’entre  les  deputez  du
roy..  de  Franche  et  les  deputez  de  la  royne  (Maria)  de  Hanguerie
Janv.  1538.  Bl.302  Francois  I,  Erlass,  Fontainebleau  13  Febr.
1538.  bBl.304  Maria  v.  Ungarn,  Instruction  de  ce  que  le  Sgn.  de

la  Thieuloye  .  .  allant  visiter  .  .  la  royne  de  France  aura  a  dire,
Bruges  12  Aug.  1537.  Bl.308  Pour  garder  .  .  la  tresve  de  dix
ans...  faite  a  Nice.  .  se  sont  accordez  entre  ledit  Sgn.  Roy  treschretien

  et  la  royne  douariere  de  Hongrye  et  de  Boheme  ..  les
poinetz  .  .  qui  s’ensuivent  .  .,  23  0ct.1538.   B1.312  “Copie’;  Verlängerung
  von  Bestimmungen  des  Friedens  von  Cambray.  Bl.314
Über  die  Gründe,  die  Franz  I  zum  Krieg  gegen  den  Kaiser  veranlasst
(lat.).  Bl.316  Diffieultez  trouvez  en  la  tresve  de  X  ans  faicte  a
Nyce  ..  le  18  Juing  1538;  vgl.  Bl.232.  Bl.  318—  323  drei  Verordnungen
  Franz’I,  Paris  1  Jan.  1538  (Vollmachten  für  Gesandte).
Bl.326  Erlass  der  Maria  von  Ungarn,  St.  Omer  31  Juli  1537,  betr.
den  Frieden  von  Bommy.  B1.327  Double  du  departement  des
commis  de  l’empereur  et  Roy  treschretien  de  Cambray,  Cambray
3  Nov.  1537.  B1.331  Epistola  (Franeisei  I)  regis  Francorum  ad
status  Impern,  Lutet.  Paris.  1  Febr.  1534.  BlI.336  Karl  V  an  seinen
Botschafter  in  Frankreich,  Vicegrafen  zu  Lombeckhe,  Freiherrn  zu
Likherekhe,  Rom  17  und  18  Apr.  1536.  B1.342  Epistola  (Franeisci])
regis..  ad  status  imperii  Spirae  congregatos  a.1529,  Blesis  25  Mart.
1528.   BI1.347  und  349b  zwei  Verordnungen  Franz’  I,  Fontainebleau
23  Oct.  und  St.  Germain  en  Laye  1  März  1528;  B1l.350  Verordnung
der  Grants  conseillers  du  roy,  6  März,  und  BIl.351b  von  Guill.
Prendomme  eonseiller  du  roy,  22  März  1528;  B1.353b  Marguerite,
archiducesse  d’Austrice  et  de  Bourgogne,  Vallanciennes  16  Aug.  1529.
31.357  —371  Instruction  Karl’s  V  für  “le  Sgn.  de  Praet,  son  conseiller
et  chambellan’  und  ähnliches;  Bl.372  Erlass  Karl’s,  Data  in  castro
de  Wendesore  19  Jun.  1522.  Bl.376  Compte  et  certiffieacion  des
remeriz  (?)  receuz  du  roy  treschretien.  Bl.380  Dernieres  eommunicacions
  et  conclusions  faietes  sur  le  fait  de  la  paix  finalle,
1527.  B1.402  Verhandlungen  der  französischen,  englischen  und
kaiserlichen  Gesandten,  15  Sept.  1527  (franz.);  Bl.421  über  die  Verhandlungen
  mit  der  Erzherzogin  Margaretlıa  (franz.).  B1.436  Louise
v.  Savoyen  (Mutter  Franz’  I),  data  in  loco  de  Tournon  7  Sept.  1525,
Erlass  betr.  die  Verhandlungen  über  Freilassung  Franzens.  Bl.  441
Franz],  Verordnung,  Gien  sur  Loyre  12  Aug.  1523.  B1.448  Lettres
missives  des  ambassadeurs  de  l’empereur  estans  aCalaix  3(?)Sept.1521.

Bl.456  Kaiser  Maximilian  I  an  die  Stadt  Halle,  Zeyring  27  Oct.
1506.   BI.469  Proposition  faiete  par  ’empereur  Maximilien  contre
le  roy  de  France  aux  estatz  de  l’empire  assemblez  a  Constance  en
’an  1507  (deutsch).  Bl.489—  545  Traiete  compose  par  Maistre
Jehan  d’Auffay  sur  le  droit  de  Mad.  Marie  fille  du  due  Charles  en
les  duches  et  eomtes  de  Bourgogne  Artois  et  autres  seigneuries,
a.1479;  mit  einigen  wenigen  Randbemerkungen  des  Viglius

Bl.548  “In  disem  püechel  ist  begriffen  deez  römischen  Küniges
        <pb n="207" />
        Histor.657,  Band  Ill  und  IV  901

Verantwortung  auff  die  Clag,  so  der  Künig  von  Franckreich  .  .  auff
disem  Reichstag  zu  Costentz  .  .  getan  hat’,  1507.

Bl.571  Sendtbrieff  der  K.  Maj.  zu  Franckreich  (Heinrich  ID)
an  die...  Stende  des  heil.  röm.  Reichs  .  .,  Fontainebleau  3  Febr.
1552.

B1.580  Druck  "Contra  falsas  Franeorum  litteras  (1491)  pro  defensione
honoris  serenissimi  Romanorum  regis  .  ..

Bl.586  Kaiser  Friedrich  IH,  Mandatum  ad  tractandum  cum  rege
Francorum,  Coloniae  21  Mart.  1475.  Bl.5386b  Fedus  inter  imperatorem
  Frideriecum  et  Ludovicum  Franeorum  regem  initum,  datum  in
Andernaco  31  Dec.  1475  (Du  Mont,  Corps  universel  1II  Part.1  p.  520
no.  356).  Bl.588b  Literae  iustificatoriae  dueis  Burgundiae  (Karl’s
des  Kühnen)  ex  castris  ante  Nussiam  Ludovico  duci  Bavariae
seriptae,  1  Nov.  1474.  Bl.592  Les  desoivres  du  royaulme  de
France  et  de  l’empire;  “descriptum  ex  antiquo  libro  .  ..  1553’,  fügt
Viglius  hinzu.

(Histor.657)  Band  IV  622  Blätter

Schriftstücke  zur  Geschichte  der  niederländisch-englischen
  Beziehungen  in  der  1.  Hälfte  des  16  Jahrhunderts.

Bl.1  Die  Unterhändler  Englands  (Montague,  Wotton,  Haddon)
und  der  Niederlande  (Flor.  a  Montmorency,  Assonleville,  Joach.
Aegidii)  vertagen  die  Verhandlungen  bis  15  März  1566,  Brugis
29  Sept.  1569.  Bl.3  Bekanntmachung  der  niederl.  Abgeordneten:
Vertagung  der  Verhandlungen  auf  unbestimmte  Zeit,  Brugis  21  Juni
(1566).  Bl.S  Beschluss  über  die  in  Brügge  zu  veranstaltenden
Verhandlungen  "1S  die  mens.  Dec.  1564  .  .  signata  Elizabeth
regina”.  Bl.7  Brief  reeueil  des  raisons  .  .  touchans  la  disceommodite
et  dommaiges  que  souffrent  les  pays  de  pardega  a  raison  de  la
liberte  et  franchise  dont  joyssent  la  nation  Angloize  .  ..  B1.9
Auecunes  secereizs  et  advertissemens  pour  declarer  au  conseil  du  roy
et  senat  de  la  ville  d’Anvers....  touehant  la  nation  Angloize  au  present
previlegees  es  pays  bas...  (6  Artikel);  Bl.11  Icy  ensuyvent  les  raisons
et  affırmations  des  six  artieles  precedentz  (20  Dec.  1563).  Bl.15
Choses  .  .  extraietes  de  divers  eseriptz  faietz  es  communications
tenues  avec  les  deputez  d’Angleterre  a  diverses  fois,  1561.  Bl.19
Generalia  gravamina  per  mercatores  reginae  Angliae  subditos  in
conventu  Brugensi  regiae  maicstatis  catholicae  commissartis  exhibita
(leeta  in  consilio  .  .  die  28  Mart.  1564  ante  pascha).  Bl.27  Advis
sur  les  griefz  presentez  par  les  ambassadeurs  d’Angleterre  le  28  mars
1564.  Bl.55  Elisabeth  von  England  an  Margarethe  von  Parma,
7  Mai  1564  (gedr.  Relations  polit.  des  Pays-Bas  et  de  l’Angleterre
sous  le  r&amp;amp;gne  de  Philippe  II,  Tom.  IV  p.20).  B1.39  Extraiet  des
lettres  du  Roy  (Philippe  II)  a  son  alteze,  Valence  23  Apr.  1564  (vgl.
Gachard,  Correspondanee  de  Philippe  II  T.I  p.298  nr.208).
Bl.40  Bittschrift  der  niederländischen  Räthe  an  Philipp  um  Aufhebung
  eines  die  niederl.  Schiffahrt  betreffenden  Artikels  der
spanischen  Cortes  (Toledo  1559/60),  August  1563.   Bl.45  Promemoria

betr.  die  englischen  Forderungen.  B1.50  Edietum  Anglieum  editum
die  18  Febr.  1563  (betr.  Klagen  der  Niederländer  und  Schotten),  mit
Randbemerkungen  des  Viglius.  B1.52  L’eseript  des  ambassadeurs

d’Engleterre  (an  Maria  von  Ungarn)  avec  la  responce  de  la  Royne.
        <pb n="208" />
        202  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Vorn  ist  bemerkt  “Envoye  ung  double  a  noz  commis  a  Bruges  le
16  jour  d’apvril  1564  avant  pasques’.  Bl.56  Extract  d’une  letire
escripte  a  Mons.  le  President  doiz  Anvers  17  Apr.  1564.  B1.58
Margarethe  von  Parma  an  Elisabeth  von  England,  29  März  1564
(gedr.  Relations  politiqnes  ...  T.IV  2.3).  Bl.59  Schreiben  von  ?
an  ?,  Bruxelles  10  Apr.  1564,  betr.  handelspolitische  Bestimmungen
der  Königin  von  England,

B1.61—  94  Schriftstücke  betr.  die  Streitigkeiten  zwischen  England
und  Schottland  in  den  Jahren  1557  und  1558,  besonders  die  Gesandtschaft
  des  Christophe  d’Assonleville:  Bl.61  Herzog  (Philibert
von  Savoyen)  an  Philipp  I,  Ham  30  Oct.  1557  (gedr.  Relations
politiquesI  p.104).  Bl.63  Sur  la  remonstrance  faite  a  l’empereur
par  VYambassadeur  d’Escoisse  ..  sa  Majeste  a  advise  ce  que  s’enssuyt:
..  fait  en  Anvers  le  28  d’avril  1545.  Bl.65  Memoires  des  occasions
et  causes  de  ceste...  guerre  survenue  entre  les  royaumes  d’Angleterre
et  d’Escosse.  Bl.67  Recueil  de  negociation  de  l’ambassadeur
d’Escosse  envoy&amp;amp;  en  Angleterre,  1557.  Bl.69  Sommaire  de  la
response  faicte  par  la  Royne  douairiere  d’Escosse  et  ceulx  de  son
conseil  sur  les  declarations  et  remonstrances  a  eulx  faictes  de  la
part  du  Roy  par  le  conseillier  d’Assonleville.  B1.73  Proposition
faicte  par  moy  d’Assonleville....  a  la  Royne  douairiere  d’Escosse
.  .  le  24  de  janvier  et...  le  29  dudiet  mois  1557  (=  1558).
B1.78  Discours  du  voiaige  faict  par  moy  d’Assonleville  en  Angleterre
  et  Escosse  par  commandement  du  roy  en  l’hyver  de  l!’an  1557.
Bl.91  Consilium  theologorum  super  declaratione  petita  per  Anglos
contra  Scotos  mense  Novembr.  a.  1557.

Bl.95  Englisch-niederländischer  Vertrag  betr.  Streitigkeiten  Englands
  mit  Antwerpen,  lateinisch,  Mechlinie  20  Ang.  a.  1548;  mit
eigenhändiger  Unterschrift  der  englischen  Gesandten  Thomas  Smith,
Edward  Carne  und  Thomas  Chamberlain.  B1.97  Suceineta  responsio
super  articulis  quibusdam  iustificatoriis  ex  partesereniss.  reginae  Angliae
exhibitis.

Bl.105—252  Aktenstücke  betr.  die  englisch-niederländischen  Verhandlungen
  der  Jahre  1545  und  1546,  besonders  zu  Gravelingen,
Bourbourg  und  Brüssel:  Protocolle  (Bl1.148—153  Original  mit  Unterschriften),
  Beschwerdeschriften  der  Engländer,  Antworten  (zum  Theil
im  Entwurf)  und  Berichte  der  niederländischen  Abgeordneten  (B1.225
und  227  Originalschreiben  derselben  an  Maria  von  Ungarn,  Gravelingen
  19  und  16  Mai  1545)  u.  dgl.

B1.253—  272  Aktenstücke  betr.  die  englisch-niederländischen  Verhandlungen
  des  Jahres  1532  (März  —  Mai).

B1.273  Artieuli..  regine  Hungarie..  exhibiti  per.  .  Joh.  Hutton
.  .  lJegatum  regis  Anglie  contra  Theolonarios  tam  Antwerpienses  quam
Zelandie  .  ..  Bl.277  La  somme  de  ce  que  les  ambassadeurs  .  .
du  roy  d’Engleterre  ...  ont  declare  a  ladiete  Royne  (d’Hungarie),  le
28  d’aout  1541.   BI.281/2  drei  Briefe  Karl’s  V  an  Maria  von  Ungarn
vom  15  Juli,  26  Nov.  (Auszug)  und  22  März  (Auszug)  1533.  DBI.284
Instruetion  pour  la  journee  de  Bourbourg  des  differens  d’Engleterre,
..  fait  a  Bruxelles  le  4  jour  de  may  1545:  Entwurf  von  der  Hand
des  Präsidenten  Ludw.  v.  Schoore.  Bl.309  Memoires  concernans
        <pb n="209" />
        Histor.  657,  Band  IV  203

les  entrecours  faictz  parcidevant  pour  les  pays  de  pardecha  et
Angleterre.

B1.331—356  Aktenstücke  (Instructionen,  Memoires,  Berichte)  betr.
die  Gesandtschaft  des  Dr.  Eustace  Chappuis  und  des  Jehan  de  le
Sauch  nach  England,  1529  —  31.

B1.357—413  Schriftstücke  besonders  aus  den  Jahren  1542  bis
1544,  darunter:  B1.357  Instruction  pour  celuy  qui  sera  envoye  en
Angleterre.  B1.359—376  Concepte,  wohl  von  der  Hand  des  Lud.
van  Schoore:  BIl.359  “Sur  la  remonstrance  faite  par  les  ambassadeurs
  d’Angleterre  .  ’;  Bl.363  Resolution  de  la  royne  (Maria  von
Ungarn)  betr.  Verhandlungen  mit  England,  19  Juni  1542  (Entwurf);
Bl.371  Instruetion  pour  F.  de  Phalaix  roy  d’armes  de  ce  qu’il  aura
a  faire  en  Angleterre,  17  Aug.  1542.   BI.377  Instruction  du  Seign.
de  Courrieres  pour  congratuler  la  descente  du  roy  d’Angleterre,
Bruxelles  16  Juli  1544.  BI.381  Instruction  a  vous...  Mess.  A.  Perrenot
evesque  d’Arras  de  ce  que  aurez  a  faire  devant  le  roy  d’Angleterre,
17  Sept.  1544.   DBI.385  (Philipp  ID),  Instruction  pour  vous  mon...
conseiller  de  Brabant  M.  Charles  Quarr  ..  de  ce  qwW’aures  a  faire..
en  notre  royaulme  d’Angleterre  sur  les  plainctes  ..  a  nous  faictes
par  les  burgmaistres  eschevins  et  conseil...  d’Anvers,  Gand  le
dernier  de  sept.  1556.  B1.395/6—397/8  Pour  advertir  l’empereur
de  ce  que  concerne  les  pays  de  pardeca  ..  la  royne  (Maria  v.  Ungarn)

.  supplie  a  sa  Mat®  avoir  regardt  a  ce  que  s’ensuyt.   BI.402  Vortrag
  des  englischen  Gesandten  (Klage  über  “nonvelle  imposition  du
Ge’  ete.)  mit  der  Antwort:  Bl.411  ‘Sur  la  requeste  faiete  a  la  royne
..  de  Honguerie  .  ,  Juni  1543.

Bl.414  La  publication  du  traitie  de  la  paix  fait...  entre...

Francoys  .  .  roy  de  France  .  ..  et  Henry  roy  d’Angleterre  publie  a
Paris..le..13juing..  1546:  Abschrift  eines  Druckes.  BI.417  Capita
conditionum  quas  petit  ..  Angliae  Rex  a...  Francorum  rege.

Bl.419  Abmachung  zwischen  den  Abgeordneten  Karl’s  V  und
Heinrich’s  VII  betr.  Erläuterung  einiger  Artikel  des  zwischen  diesen
abgeschlossenen  “tractatus  arctioris  amicitie.   BIl.421  (Maria  von
England),  Erlass,  Westminster  le  4  mars  (1554):  übersendet  den
Bischöfen  eine  Reihe  von  Artikeln  betr.  Kirchenzucht.  Bl.425
Schreiben  des  englischen  Parlaments  an  den  König  und  die  Königin
(Philipp  I  und  Maria):  Erklärung  reumüthiger  Rickkehr  unter  die
Botmässigkeit  des  heiligen  Stuhles.   Bl.427  Proclamation  faicte  ..
en  la  ville  de  Londres  contenant  la  verite  du  mauvais  gouvrernement
du  duc  de  Sommerset  le  8  d’oetobre  (1556)  .  .  Imprime  par  Richard
Graston  imprimeur  du  Roy;  also  Copie.   BI.429  Sommaire  des  (17)
articles  communiquez  (zwischen  Karl  V  und  Heinrich  VIII  gegen
Frankreich);  zu  Anfang  ist  beigeschrieben  “Sur  cest  eseript  ont  este
faites  plusieurs  differentes  du  8  de  juing  1542  et  prins  resolution  de
la  Royne  le  9  de  juing  .  ..  B1.438—441  (-443—445)  Ce  qu’a
este  considere...  sur  la  charge  de  Mess.  Guillaume  Paget  .  .  premier
secretaire  du  roy  d’Angleterre  touchant  Pallee  en  personne  del’empereur
et  du  roy  en  leurs  armees  contre  France...   Bl.447/8  und  (Copie  des
artieles  bailliz  aux  ambassadeurs  d’Angleterre)  BI.  449/50  zwei  Schriftstiicke
  betr.  den  Vertrag  zwischen  Karl  V  und  England.  B1.452
Translat  du  traietie  de  paix  entre  l’empereur  et  le  roy  d’Angleterre.
        <pb n="210" />
        204  Gocttingen.  Universitäts-  Bibliothek

Bl.468  Coste  d’Angleterre  vers  le  noort:  Angabe  der  Entfernung  verschiedener
  Städte.   BIl.469  Translatie  in  duytsche  uuter  Engelscher
talen  vanden  mandement  darmede  de  Coninck  van  Engelant  verbiet
dat  gheen  ...  vee  ende  vitallie  .  .  nut  Engelant  gevoert  enworde  .  .,
Louvien  ...  den  16  dach  Febr.  1532.   BI.475  Extraiet  des  traicties
d’Angleterre.  Bl.478  Memoire  betr.  Bestimmungen  des  Vertrags
von  Cambray  (5  Aug.  1529)  "touchant  l’entrecours  de  laines  d’Engleterre
et  d’Espaigne”.  Bl.480  Memorie  under  corrextie  van  Intrest  dat
de  Key.  Ma*  langen  hebben  by  den  entrecours  ende  beswarnisse  van
den  Ingelsen.

Bl.482  Responce  a  l’ambassadeur  d’Angleterre  sur  son  eseript
(ertheilt  im  Auftrage  Karl’s  V)  und  Bl.484  Copie  de  l’escript  baille
a  l’empereur  par  l’ambassadenr  du  roy  d’Angleterre  (italienisch):  betr.
die  Trennung  der  Ehe  Heinrieh’s  VIII  mit  Katlıarina  von  Arragonien.

B1.495  Extraiet  du  traiete  d’entrecours  faiet  a  Callais  le  4  d’aoust
1446  entre  le  royaulme  d’Angleterre  et  les  pays  de  Brabant  Flandres
et  Malines.  Bl.498  Vereinbarung  zwischen  Loys  de  Schore  ete.  im
Namen  des  Kaisers,  Guillaume  Paget  ete.  im  Namen  des  Königs  von
England,  Bruxelles  le  6  d’avril  1545.  B1.502  Responsa  mercatorum
stapule  ad  querellas  contra  eos  propositas  (lanas  tangentes);  B1.504
Memoire  touchant  les  laines  d’Espaigne.

Bl.  506—622  Schriftstücke  betr.  dieTrennung  der  ElıeHeinrich’sVIII
mit  Katharina  von  Arragonien:  Bl.506  An  prohibitio,  quin  frater
ducat  uxorem  fratris  morientis  sine  prole,  sit  de  inre  divino  ete.
Bl.508  Heinrich  VIII  an  Margarete  von  Savoyen,  Londres  le
27  d’octobre  1528  (bittet  um  Sendung  zweier  niederländischen  Juristen
für  die  Königin);  Bl.510—511b  fünf  Briefe  der  Margarethe  von
Savoyen,  Malines  17  Nov.  1528  (entsendet  den  “Prevost  de  Tongres’
Aegid.  de  la  Bloequerie  und  Lud.  van  Schore  nach  England):  Bl.510
an  HeinrichVIII,  ebenda  an  die  Königin  Katharina,  Bl.510b  an  den
Cardinal  Campeggio,  Bl.511  an  den  Cardinal  von  York,  Bl.5l1b  ‘a
Mons.  le  debitis  de  Calais’.  Bl.512  Artielen  gedeviseert  oft  besloten
  by  des  Coninex  .  .  Raedt.  .,  Londini  in  edibus  Thome
Bertlielet.  Bl.518  und  520  zwei  Erlasse  Heinrich’s  VII,  Geleitund
  Schutzbrief  für  de  la  Bloegnerie  und  van  Schore,  27  Oct.  und
23  Nov.  1528.  Bl.524  Proclamation  devisee  par  la  haulteur  du  roy
a  ladvis  de  son  conseil  .  ..  Bl.526  Margaretha  v.  Savoyen,
Memoire  et  instruction  a  Mess.  ..  de  la  Blocequerie  .  .  et  Loiis  van
Schore  ..  de  ce  qu’ilz  auront  a  faire  au  voyaige..  .  en  Engleterre  ....
B1.528  Clemens  VH,  Bulle  gegen  die  Vermählung  Heinrieh’s  mit
Anna  Boleyn,  “lecta  et  promulgata  in  consistorio  die  11  mens.  Juli
1533°.  Bl.530  Aegid.  de  la  Blocquerie  und  Lud.  van  Schore
an  Margaretha  von  Savoyen,  Bruges  ce  25  de  Nov.  l’an  (15)28  (mit
Correcturen).  BI.533  De  susceptione  dispensationis.  Am  Anfang  ist
(wahrscheinlieliı  von  Sehore)  beigeschrieben  “Ista  conseripsi  Londoni
primo  die  adventus  nostri  ex  his  quae  audiveram  Brugis,  a.  (15)28
die  X  Decembris’.  B1.543—568  Druck.  B1.569  Gutachten  des
Collegium  doetorum  utriusque  juris  universitatis  Lovaniensis.   BI.581
bis  622  Druck.

(Histor.657)  Band  V  512  Blätter

Schriftstücke  betr.  Karl’s  V  Abdankung  in  den  Nieder-
        <pb n="211" />
        Histor.657,  Band  IV  und  V  205

landen  und  die  Übernahme  der  Regierung  daselbst  durch
Philipp.

Bl.1—9  Sehriftstücke  betr.  die  Eidesablegung  Philipp’s  besonders
in  der  Grafschaft  Hennegau  (Mons).

Bl.11—44  und  B1.209  siebenzehn  Originalschreiben  von  Beamtencollegien
  verschiedener  niederländischer  Provinzen  oder  einzelnen
Mitgliedern  solcher  an  Maria  von  Ungarn  (Bl.26  und  34  au  Viglius),
Oct.  1555:  Antworten  auf  Anfragen  und  Verordnungen  der  Maria
wegen  der  bevorstehenden  Abdankung  Karl’s;  französisch  oder  niederländisch.
  Dazwischen  Bl.37  Complainte  sur  le  partement  de
l’empereur  des  pais  bas  "Dieu  tout  puissant  qui  dispose  et  ordonne  .  ,
90  Verse,  und  Bl.38b  Harangue  de  Cesar  “Il  est  ung  dieu  quy  toute
chose  peult  .  .',  108  Verse.

Bl.45  Urkunde  betr.  die  Wahl  von  Abgesandten  des  Herzogthums
Luxemburg  zur  Abdankung  Karl’s  und  BI.47  Instruction  derselben,
Luxemburg  10  Oct.  1555;  B1.49  Eid  Philipp’s  für  Luxemburg  (durch
Peter  Ernst  v.  Mansfeld)  und  BIl.50  der  Luxemburger  Stände.

Bl.51  Ineonvenientia  quae  sequuntur  ex  simpliei  renuneiatione
imperi;  Bl.51b  Alia  media  quibus  intentioni  Majestatis  S.  consuletur
(15  Sept.  1555).

Bl.53  Erlass  Philipp’s  an  den  Conseil  provineial  von  Artois
betr.  ‘Continuation  des  offiees’,  Bruxelles  27  Oct.  1555;  Bl.56  Schreiben
Karl’s  V  “Mon  cousin.  Ayant  communique  .  ,  Bruxelles  le  (Tag  nicht
ausgefüllt)  jour  de  septembre  1555.  B1.57—65  Verzeichnisse  der
Gouverneure  der  niederländischen  Provinzen,  der  “prineipaux  seigneurs
de  pardeca’  und  dgl.,  zum  Theil  von  der  Hand  des  Viglius.  BI.7O
Gutachten,  “pour  faire  la  renunciation  de  ces  pays  au  roy  Mons.
notre  prince”,  Bl.74  Copie  de  la  missive  envoyee  aux  estatz  pour
dresser  leurs  pouoirs;  B1.77  dieselbe  in  niederländischer  Sprache.
Bl.81  und  86  zwei  Bekanntmachungen  über  den  Vollzug  der  Abdankung:
  Bl.81  der  Vertreter  der  Stadt  Valenciennes,  26  Jan.  1557;
Bl.86  der  Abgesandten  der  Grafschaft  Hennegau,  Bruxelles  le
26  Oct.  1555.

Bl.91  Reeueil  de  ce  que  l’empereur  dist  de  bouche  aux  estatz
generaulx  de  pardeca  le  25  d’octobre  1555  apres  la  proposition  faicte
par  le  conseillier,  note  par  quelque  bon  personnaige  estant  a  ladite
assemblee.  Gedruckt  bei  Gachard,  Analectes  belgiques  (1830)  p.8T  ft.
Über  den  mutlimasslichen  Verfasser  vgl.  Gachard,  Retraite  et  mort
de  Charles-Quint,  Introduct.  p.88;  B1.96  dieselbe  Ansprache  in
direkter  Rede  des  Kaisers;  Bl.99  Copie  de  ce  que  V’empereur  dit
aux  estatz  assembles  ..  a  Bruxelles  le  25  d’octobre  1555:  ein  anderer
Bericht  über  dieselbe  Rede.

Bl.101  Schreiben  an  Marie  von  Ungarn  betr.  Einberufung  der
holländischen  Stände  naclı  Antwerpen,  Brüssel  14  Aug.  1549.   B1.103
Karl  V,  überträgt  Philipp  “regnum  Siciliae  citerioris’,  Bruxell.
15  Juni  1554.

Bl.  110—198  Schriftstücke  betr.  die  Ende  1555  von  Philipp  IL  den
deutschen  Fürsten  und  Städten  gemachte  Mittheilung  von  seinen
Regierungsantritt  in  den  Niederlanden,  darunter  besonders  Relationen
der  Gesandten  über  ihren  Empfang  bei  den  einzelnen  Höfen  nebst
den  ihnen  dort  vorgetragenen  Antworten  bezw.  Beschwerden  —  so
        <pb n="212" />
        206  Goettiingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.  110  bis  125,  147  bis  160  (von  Brandenburg,  Cellen  an  der  Sprew,
Dienstages  nach  Dorotheae  a.  1556),  169  bis  198,  zum  Theil  in  Originalausfertigung
  —  sowie  Antwortschreiben  auf  Briefe  Philipp’s  (Bl.161
von  Herzog  Franz  Otto  von  Braunschw.-Lüneburg,  Zell,  Freitag  post
Oculi  1556,  mit  eigenhändiger  Unterschrift;  Bl.163  vom  Rath  der
Stadt  Braunschweig  14  März  1556;  B1.166  vom  Erzbischof  zu  Magdeburg
  Sigismund  von  Brandenburg,  Cöln  a.  d,  Spree  Dinstags  nach
Dorothee  a.56:  alles  Originale).

B1.202  Protocoll  über  den  Eid  Philipp’s  vor  den  Ständen  vou
Holland  und  Westfriesland,  26  Sept.  1549;  B1.205  desgl.  vor  den
Ständen  von  Utrecht,  4  Oct.  1549  (beides  niederländisch).  B1.207
Extraict  d’ung  Registre  en  parchemin  couvert  de  velour  bleu  reposant
en  la  chambre  de  conseil  de  l’eschevinaige  d’Arras  (Serment,  que  faict
le  roy  .  .  avant  qu’il  entre  dedens  ladicte  ville  d’Arras  audehors  a
l’entree  de  la  porte);  B1.207  Aultre  extraict  d’ung  livre  couvert  de
parchemin  (über  Philipp’s  Aufenthalt  in  Arras  11  Aug.  1549).
B1.209  vgl.  zu  Bl.11—44.  DBl.211  Schreiben  an  Maria  von  Ungarn,
Entwurf  mit  eigenhändigen  Correeturen  des  Viglius,  Bruxelles  le
15  d’aoust  1549.  Bl.213  und  215  zwei  Originalschreiben  an  Maria
betr.  die  Reise  Philipp’s  nach  Overyssel,  Friesland  ete.:  Bl.213
Vollenhoe  3  Oct.  1549  (der  Name  des  Absenders  ist  weggeschnitten);
Bl.215  von  “Cantzler  ende  Raeden  .  .  in  Gelderlandt’,  Arnhem
6  Oct.  1549.

B1.217—327  Schriftstücke  betr.  die  Freiheiten  des  Herzogthums
Brabant:  Bl.217  Acte  sur  la  correetion  du  38.  article  de  la
Joyeuse  Entree  de  Brabant,  ordonne  par  l’empereur  en  la  ville  de
Bruxelles  le  (die  Zahl  fehlt)  jour  de  novembre  l’an  1553.  B1.219
La  Joyeuse  Entree  de  Brabant,  "gegeven  in  onser  Stadt  van  Loevene
den  5  Dach  van  Julio  1549”.  bBl.239  Le  translat  de  la  Joyeuse
Entree  de  ’empereur  en  Brabant,  “donne  en  notre  ville  de  Louvain
23  Jjours  en  Janvier  lan  1514”.  B1.271  Karl  (V),  Erlass  betr.  die
Vereidigung  der  Justizbeamten  in  Brabant  auf  die  Joyeuse-Entr£e,
Bruxelles  24  fevr.  1514.  B1.275  Herzog  Philipp  (der  Gute)  von
Burgund,  Privilegia  für  Brabant  und  Limburg,  Louvain  5  Oct.  1430;
B1.281  desgl.,  Bruxelles  20  Sept.  1451;  Bl.291  desgl.  28  Nov.  1457.
Bl.305  Karl(V),  Erweiterung  der  Privilegien  für  Brabant  und  Limburg,
  Gand  12  avril  1515  (premiere  addition’);  Bl.311  desgl.  Bruges
26  avril  1515  ("seconde  addition’).  Bl.323  Translat  du  serement
fait  par  le  Roy..  comme  duc  de  Brabant  a  sa  reception  a  seignorie
audiet  pays.   BI.326  Memoire  de  ce  que  Mons!  le  prince  de  Spaingne
aura  a  faire  a  sa  reception  a  Louvain  (nebst  den  darauf  bezüglichen
Eidesformeln).

Bl.329  Erlass  Philipp’s,  Mons  1  Sept.  1549  (Eid  für  Hennegau).
  Bl.831  Karl(V),  Confirmatie  van  den  privilegien  ..  der
stedde  van  Dordrecht,  3  Juni  1515.  Bl.333b—352  Eidesformeln
für  Philipp  und  seine  neuen  niederländischen  Unterthanen:  B1.333b
bis  337  Herzogthum  Brabant,  besonders  Löwen;  Bl.337  Leyden;
Bl.338  Delft;  B1.339—345  Utrecht;  (B1.350  Eid  der  Grafschaften
Holland  und  Friesland  für  Karl  V);  352  Harlem.  Bl.355  Articulen
tot  vordernisse  ende  gheregheltheit  van  den  lande  van  Hollandt  ende
Vrieslandt  gheconcipieert.  Bl.358  Vollmacht  der  Stadt  Middelburg
        <pb n="213" />
        Histor.657,  Band  V  207

für  ihre  Abgeordneten  zum  Empfange  Philipp’s,  12  Sept.  1949.
Bl.360  Entschliessung  des  Kaisers  betr.  “le  mariaige  d’entre  le  due
d’Orleans  et  la  seconde  fille  du  roy  des  Romains’  und  Vertheidigung
der  Niederlande  im  Kriegsfall.  Bl.363  und  367b  zwei  Bullen
Clemens’  VII  betr.  die  Übertragung  des  Bisthums  Utrecht  an
Carl  V,  Romae  a.1529  XII  Cal.  Sept.  (vgl.  Bd.  XII  BI1.206)  und
Bononiae  2.1529  (1530)  Kal.  Jan.;  BI.371  Literae  translationis
temporalitatis  episcopatus  Traiectensis  in  Cesarem  et  suos  suc-Gessores.
  Bl.399  Maximilian,  Bestätigung  seines  Sohnes  Philipp
als  advocatus  episcopatus  Cameracensis,  25  Oct.  1504.  Bi.400—401
Eidesformulare  betr.  die  Grafschaft  Namur,  darunter  (Bl.400)  der
Eid  Johann’s  von  Flandern,  Grafen  von  Namur,  29  Jan.  1418.
Bl.402  Extraicet  hors  d’ung  des  registres  du  souverain  bailliage  a
Namur:  l’entree  de  .  .  Monsgr.  le  prince  d’Espaigne  archidue  d’Austrice
  (Karl  V),  Nov.1515  (vgl.  Bl.418ff.).  Bl.409  Philipp  der
Gute  von  Burgund  und  Jacobaea  Gräfin  von  Holland,  Verfügung
betr.  “die  overgifte  van  Hollandt”,  Haag  12  Apr.  1433.  B1.418
Extraict  hors  d’ung  des  registres  ..  du  baillage  a  Namur:  Yentrce
de...  Monsgr.  l’archidue  d’Austrice  (Karl  V)  en  sa  ville  de  Namur,
Mai  1515  (vgl.  B1.402ff.).  Bl.424  Erlass  Karl’s  V  betr.  den  am
26  Juni  1548  zu  Augsburg  zwischen  ihm  und  den  deutschen  Fürsten
abgeschlossenen  Vertrag,  1549;  B1.425  Ratification  dieses  Vertrages
durch  Ritterschaft  und  Städte  von  Overyssel;  Bl.427  Abschrift  des
Vertrages.

B1.4357—453  Auszüge  aus  den  Lehnbüchern  von  Brabant,  angefertigt
  von  Peter  Middelborch,  “seeretarijs  greffier  ende  verwairdere
van  den  leenboecken  ons  heeren  des  Keysers  in  Brabant’;  dazwischen
Bl.439  ein  Erlass  Karl’s  V  16  Febr.  1522.  Bl.454  Hier  nae  volgen
dic  steden  landen  heerlicheyden  ende  baenrien  die  welcke  te  leene
gehouden  wordden  van  der  Key.  Mat  als  hertoge  van  Brabant  ende
dair  af  dat  hier  voirmals  te  wetene  in  den  jaire  van  1440  rapporten
ende  denombrementen  overgegeven  syn  geweest  te  wetene...  Bl.456
Verzeiehnis  der  “villes  eloises’  in  den  Niederlanden.  B1.458—469
Schriftstücke  betr.  Philipp’s  Investitur  mit  den  Regalien  und  Lehen
in  den  burgund.  Erblanden,  darunter  Bl.460—463  (=  464—469)
La  minute  de  l’investiture  imperiale  .  .  le  dernier  jour  du  mois  de
Jung  1550,  mit  eigenländigen  Correeturen  des  Viglius.  Bl.470
Copia  investiturae  Mediolanensis  ducatus  pro  prineipe  Hispaniarum,
Entwurf  mit  vielen  Correeturen,  auch  des  Viglius.  B1.480/1-482/3
Ferdinandus  de  Gonzaga  verspricht  Philipp  “omnem  assistentiam
obedientiam  et  fidelitatem  pro  consequenda  (“ae  retinenda’  fügt
Viglius  hinzu)  pacifica  eiusdem  status  .  .  possessione’;  mit  einigen
Correeturen  des  Viglius.  Bl.484  Regiae  Maiestatis  (Ferdinandil)
confirmatio  super  investitura  ducatus  Mediolanensis,  Ratisp.  1546
19  Jul.,  mit  Correeturen  des  Viglius.

B1.489—498  drei  Erlasse  (niederländisch)  betr.  die  IIerrn  von
Brederode:  B1.489  Karl  (der  Kühne)  9  März  1475;  B1.493  Karl(V)
6  Oct.  1530;  B1.496  Philipp  II  20  Sept.  1557.  B1.507—512  Concepte
des  Präsidenten  L.  van  Schore  betr.  Befestigung  der  Plätze  im
Herzogthum  Geldern  und  ihre  Belegung  mit  Garnisonen.
        <pb n="214" />
        208  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

(Histor.657)  Band  VI  1  +  529  Blätter

‘Divers  traictes  et  tiltres  concernans  les  pays  de  Brabant,
l’universite  de  Louvain,  prelatz  dudiet  Brabant,  l’office  du  grnier
et  des  villes  Louvain,  Bruxelles,  Auvers,  Boisleduc,  Maestricht
et  l’estat  du  grand  veneur  dudiet  Brabant”.

Bl.1  Jehan  de  Heynsberch  evesque  de  Liege,  Vertrag  mit  dem
Herzog  von  Burgund,  15.  12.  1431:  Vidimus  der  Stadt  Gent  1431.
Bl.11  Charles  duc  de  Bourg.,  Beilegung  der  Streitigkeiten  zwischen
dem  verstorbenen  Loys  de  Bourbon  evesque  de  Liege  et  ceulx  de
la  cite,  villes  et  pays  de  Liege  et  de  Loz,  Liege  28.  11.  1467.
Bl.26  °.  .  Paix  faiet  entre  mons.  le  duc  de  Zasse  comme  Jlieuten.
gen.  du  roy  des  Rom.  et...  V’archidue  d’Austrice  d’un  coste  et  les
deputes  de.  .  Liege  d’aultre”  (1489).  Bl.28  Vertrag  der  Vertreter
der  “trois  estaz  des  pays  de  Liege,  duchie  de  Buillon  et  eonte  de
Loz’  mit  den  Gesandten  des  Königs  Karl  von  Spanien  (dessen
Vollmacht  inserirt  ist),  12.11.1518.  Bl.32  (=  Bl.125)  “Extraict
van  een  acte  verleent  bij  mijn  vrouwe  den  staten  van  Brabant.  .’,
Mechelen  14.5.1530.   B1.33  "Conclus  au  conseil  d’estat  praesentibus
Regina  et  Duce  pen.  Martii  1555  ante  pascha’,  betr.  den  Vertrag
auf  B1.28.  Bl.35  Schreiben  der  Kirche  von  Lüttich  an  den  Papst
“super  certa  jurisdietione  ecel.  et  seculari  in  dioec.  Leodiensi’,  und
päpstliche  Bestätigung  Bononie  5  kal.  maij  auno  nono.  Bl.5%
Carolus  (V)  electus  Rom.  imp.,  Bestätigung  der  von  seinen  Commissaren
  am  18  Aug.  1541  mit  Bischof  und  Capitel  zu  Lüttich
vereinbarten  Artikel  betr.  Jurisdietion;  am  Schluss  Weisung  der
Königin  Marie  an  den  Kaüzler  von  Brabant,  Brux.  1542.  Bl.  47
Charles  (V),  Bestätigung  des  Contracts  zwischen  Marie  und  George
d’Austrice  evesque  de  Liege,  betr.  Befestigung  von  Pont  a  Fresne
und  Abtretung  der  Jurisdietion  über  Herstal  an  den  Bischof  (Brux.
4.8.1548),  Brux.  26.  2.  1548  (1549);  inserirt  ist  ein  anderer  Contract,
Byns  6.5.1548  und  Beschluss  der  Stände  von  Brabant,  Bruessel
13.  6.  1548.  Bl.53  Carolus  (V),  "deelaratio  de  non  preiudicando
pro  episcopo  Leodiensi’,  Aug.  Vind.  11.  7.  1548  (darauf  von  Viglius’
Hand  'misi  ad  praesidem  Schoranum  ult.  Jul.  1548”),  und  (BIl.54)
der  Vertreter  des  Bischofs  an  den  Kaiser.  Bl.57  Karl  V,  Privilegium
  super  immmnitate  et  exemptione  novorum  teloneorum  pro
terris  inferioris  Germaniae,  Brussl  14  des  monats  Aprilis  1550.
Bl.59  Wencelaus  Rom.  rex,  “donatio  de  ducatu  Brabantiae  et
castris  Lucemburgensibus’  für  Herzog  Anton,  Prage  25.8.1411.
Bl.61  Richardus  Rom.  rex,  frz.  Übersetzung  der  bei  J.  F.  Willems,
Rymkronyk  van  Jan  van  Heelu  (1836,  Coll.  de  Chr.  Belges)  8.  394
gedruckten  Urkunde,  Cambray  16.  8.  (1268);  desgl.  der  bei  Butkens,
troplees  de  Brabant  I  preuves  S.102  gedruckten,  Cambray  20.  9,
1268;  Bl.62  Rudolphus  Ron.  rex,  Erstein  3.  2.  1284,  frz.  Übersetzung:
  Bl.62b  Adolphe  comes  de  Monte  RudolphoRom.  regi,  (29  Mai)
1287,  frz.  Übersetzung.  Bl.65  Carolus  V,  “bulla  aurea  Brabantiae’,
Augusta  1.7.1530;  inserirt  sind  Privilegien  von  CarolusIV,  Aquisgrani
  25.  8.1349;  Sigismundus,  Budae  6.1.  1424;  Maximilianus,
Franckf.  5.3.1512;  am  Rande  Inhaltsangaben  von  Viglius.  B1.84
Kaerle  (V)  roomsch  keyser  ende  Philips  prince  van  Spaengen,
Loeven  5.7.1549,  Privilegium  für  Brabant  bei  der  Huldigung
        <pb n="215" />
        Histor.  657,  Band  VI  209

Philipps  II.  Bl.103  Philips  hertoge  vau  Bourgoingnen,  Privilegium
  für  Brabant,  Loven  5.10.1430;  B1.107  Anleihe  bei  den
Ständen  von  Brabant,  Bruessel  20.9.1451;  Bl.111  Bestätigung  eines
Privilegs  für  Brabant  (Bruessel  20.9.1451),  28.  11.  1457.  B1.119
Kaerle(V)  prince  van  Spaignen,  Anleihe  bei  den  Ständen  von
Brabant,  Ghent  12.  4.  1515.  Bl.123  =  Bl.  32.  Bl.125  Chambre
des  Comptes  a  Bruxelles  an  die  Königin,  Br.  23.  4.  1549.  Bl.  127
Über  ein  von  Maximilian  gegebenes  Privileg,  französ.  Concept.
Bl.129  “Sommaire  des  doleances  par  les  trois  estatz  du  pays  de
Brabant  baillez  a  la  Mte  en  l’an  1531,  et  sur  lesquelles  ...  sa  MW  a
faict  response,  sur  laquelle  lesd.  estatz  ont  baille  autres....  doleances,
..  sur  lesquelz...  a  este  demande  l’advis  de  eeulx  de  Brabant.  ..
B1.139  “Assiette  pour  l’ayde  de  300000  4  en  Brabant’;  Vertheilung
dieser  Summe  auf  die  einzelnen  Stände  m  den  4  Quarticren:  B1.140
Loeven,  Bl.148b  Bruessel,  Bl.156b  Antwerpen,  Bl.161b  Bossche.
Bl.168  ‘L’acte  des  estatz  de  Brabant  pour  la  renouvellement  de  la
hertellinghe’,  Bruessel  16.  10.  1548,  niederl.  Bl.173  Kaerle,
imposten  up  alle  wijnen  ende  vrempde  bieren,  Brucssele  15.  3.  1548
(1549).  Bl.181  Philips,  Bruessel  1.10.1561;  inserirt  die  “Acte
van  consente’  der  Stände,  30.  3.1560,  betr.  75  000  Pfund  “tot  betalinge
  ...  van  3500  voetknechten  van  .  .  herwertsovere’.  Bl.185
Kaiserliches  “placeaet”  betr.  Lehengüter,  Brucssel  30.  6.  1530.
Bl.187  Johann  (III)  hertoghe  tot  Cleve,  Vollmacht  für  4  Procuratoren
zur  Vertretung  seiner  und  seines  Sohnes  Willem  Rechte,  7.3.1528,
nach  einer  Copie  “1527  voer  paesschen  stilo  Brabant.”.  B1.190
“Concept  d’ordonnances  (de  l’empereur)  pour  la  court  de  Genape’:
19  Artikel;  am  Schluss  fehlen  die  ‘salaires  des  hommes  et  aultres
officiers  de  la  eourt  de  Genape’.  B1.195  “Extraet  vanden  ondermeijrijen,
  vorsterijen,  sergeanterijen  ende  clerckscapen,  daeraf  die
vander  cameren  vanden  Reckenn.  in  Brabant  bi)  huere  acte  bij
provisien  versien  ende  geeontinueert  hebben,  ende  dat  zindert  der
publicatie  van  zeckeren  placate,  dwelck  was  16  Junij  1557  daermede
geordineert  es  eenige  vanden  voirser.  officien  meer  te  verpachten”.
Bl.199  “Die  Baingneryen  vanden  hertoghe  von  Brabant  in  leene
gchouden’  (nach  der  “Cronycken  von  Brabant”).  B1.201°Herrlicheyden
ende  hooghe  gerichten  .  .  boven  die  ghene,  die  (de  greffier  vanden
leenen)  te  voiren  .  .  uuyten  leenboecken  van  Brabant  gegeven
heeft’.  B1.203  “Speeification  .  .  des  seignenries  et  demaines  du
roy  au  pays  de  Brabant  et  Oultremeuze  vendues  et  engaigees  en
la  chambre  des  comptes  ete.  a  Bruxelles  despuys  que  Vhuyssier  .  .
Jehan  de  Coninck  est  venu  au  dict  office  .  ,  mit  Angabe  der  Verkautstage,
  1558/61.  Bl.205  °.  .  Naemen  ...  vanden  heeren  ende  vrouwen,
die  vander  Co.  Mat  als  hertoghe  van  Brabant  houdende  zyn  die
hooghe  heerlicheyden  hier  nae  volgende’.  Bl.209°  Leenen  gehouden
vanden  hertoghe  van  Brabant’  aus  Registern  von  1312,  von  Jo.
Stoet  (14  Jalırlh.)  und  von  Clas  Specht  (15  Jahrh.).  Bl.221  "Barones
Brabantiae’,  von  Viglius  gesehrieben,  1  Seite;  B1l.223  ein  anderes  Verzeichnis.


Bl.225  Karolus  dux  Burg.,  “ordinationes  et  constitutiones’  für
die  Universität  Loewen,  3.1.  1476.  31.238  Philippe  rov  de
Castille,  11.  12.1556,  mit  eingeschalteten  Beschluss  der  Stände  von

14
        <pb n="216" />
        210  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Brabant  (niederl.)  27.2.  1554;  betr.  Anleihe  bei  dem  Kloster  St.  Pierre
in  Gent  und  Verwendung  eines  Theils  der  Summe  für  die  Universität
Loewen.  Bl.244  Concept  (von  L.  de  Schora),  Antwort  auf  “la
requeste  ...  envoyee  a  ceulx  du  conseil  en  Brabant  pour  la  visiter...,  et
aussi  pour  adviser,  siau  lieu  de  ce  que  demandent  ceulx  de  l’universite
de  Louvain,  ce  que  s’ensuit  leur  pourroit  bien  estre  accorde.   BI.250
“Pro  parte  rectoris,  doctorum,  magistrorum,  scholasticorum  et  suppositorum
  univ.  Lovaniensis  unicae  tuae  filiae  exponitur  tuae  maiestati..
  .',  ohne  Datum  (nach  1532).   B1.254  Charles  roy  de  Castille,
bestätigt  der  Univ.  Louvain  eine  eingeschaltete  Urkunde  von
Maximilian  roy  des  Rom.  (Brux.  6.  8.  1495)  "touchant  la  judicature’,
Brux.  20.  4.1518  (=  1519).  Bl.260  Charles  emp.  des  Rom.  bestätigt
  der  Univ.  Louvain  die  eingeschalteten  Urkunden  von  Johannes
dux  Lotharingie  (Brux.  7.11.1426)  und  Philippus  dux  Burg.  (Brux.
18.  8.1460),  Brux.  Nov.  1531.  Bl.269  (zu  B1.283—  335  gehörig)
Vidimus  über  (12)  “litteras  et  chartas  ecel.  S.  Nicasii  Remensis
confeetas  super  jure,  quod  habet  dieta  ecelesia  in  Birbacensi  eccl.:
von  Theodericus  oder  Thierrieus  de  Birbaco,  4  Schreiben  von  1234,
darunter  Bl.270b  Georgio  (d.  h.  Gregorio  IX)  summo  pontifiei;  dann
von  Johannes  Leod.  episcop.,  2  von  1234  und  1  von  1236;  ausserdem:
Gregorius  (IX)  abbati  et  conv.  S.  Nicasii  Rem.  12.  kal.  maii  pontif.
anno  nono  (1235);  W.  de  Brulec  (?)  can.  Antoniensis  1237:  darin
Gregorius  IX  Rudolpho  de  S.  Quintino  et  Nicolao  de  Antwerpia
can.  Tornacensibus,  Interamnii  3  kal.  mart.  pontif.  a.10  (1236);  Gaufridus
  dec.  et  cap.  ecel.  Byrbacensis  1239;  Henricus  dux  Lothar.  1235;
Balduinus  de  Vallibus  archid.  Leod.  1234.   B1.275  “Articles  conceuz
et  accordez  sur  le  fait  des  nominations  de  Vuniversite  de  Louvain’,
Gandavi  10.  5.  (15)80  (oder  1531),  B1.277  Kaerle  roomsch  keijser,
“Placet  sur  la  nomination  de  la  faculte  des  ars  a  Louvain’,  Ghendt
12.5.  1531.

B1.283  °..  Van  Corweyden  van  Brabant,  van  diensten  van  waghene,
die  de  clooster  hoeven,  goidshuyse  ende  ander  gasthuysen  ...  schuldich
zijn  te  doene  .  ..  Bl.285  “Articles  concluz  entre  les  prelatz  et
prelatesses  de  Brabant  1535”.  Bl.293  "Privileges  et  muniments
des  prelatz  de  Brabant  touschant  les  elections  des  abbayes’:
Bl.293  Orateurs  et  chappelains  les  prelatz  de  l’ordre  des  Premonstrez
a  la  royne;  B1.293b  Charles  roy  de  Castille,  18.2.1516  et  de  noz
reignes  le  premier,  mit  eingeschalteter  Urkunde  von  Philippe  archidue
(’Austrice,  Anveıs  6.  12.  1504;  Bl.296  Philippe  archiduc  d’Austrice,
8.  12.  1504;  B1.296b  Kaerle  romsch  keyser,  Bruessel  12.  2.  1531;
51.300  Charles  empereur  (an  die  Regentiu  Margaretlie  und  den  geheimen
  Rath  der  Niederlande),  Validolit  20.8.  (15)27;  Bl.300b  Eglise
et  monasteres  de  Brabant  an  die  Regentin,  Gand  18.  8.  1527.
B1.305—  308  =  B1.296b  —  302.  Bl.314  Friderieus  Rom.  imp.,
Mechlinie  2.  10.  1488.  Bl.324  Marie  hertoginne  van  Bourgoingnen,
“copie  van  den  ottroye  ende  privilegie  verleent  den  prelaten  ende
prelatessen  van  Brabant’,  Loeven  29.  5.  1477.  B1.330  Philips
coninck  van  Castille,  Brucsssel  27.  1.  1557,  “de  corweiis  seu  angarlis’;
eingeschaltet  sind  Urkunden  von  Kaerle  prince  van  Spaengnien,
Ghendt  Apr.  1515;  Joannes  dux  Lothar.,  Brux.  24.  10.  1333;  Joannes
dux  Lothar.,  fer.  3  post  festum  b.  Remigii  1312.
        <pb n="217" />
        Histor.657,  Band  VI  211

Bl.  336  (vgl.  Bl.353)  “Dit  zijn  de  rechten  toebehoirende  den  warantmeester
  inden  name  van  mijnen  ghened.  heere  op  die  cloosteren
inden  lande  van  Brabant’,  38  Artikel  (auf  Bl.341b  bezeichnet  als
“instruction  anchienne  pour  "Voffice  du  sruyer  de  Bı  'abant  ).  B1.343
Kaerle  eoninck  van  Castillen,  Bruessel  28.  8.1515,  “instruction  de  la
sruyerye  en  Brabant’,  33  Artikel.  B1.353  “Copie  van  der  ouder
instructie  berustende  inder  eamer  vander  rekenninge  van  Brabant’
—  Bl.336,  am  Sehluss  "gegeven  .  ..  1464.  B1l.363  Kaerle  roomsch
keijser,  Maestricht  28.2.1545  (1546),  office  van  warantmeester  van
Brabant,  33  Artikel.  B1.373  dasselbe.  B1.381  Kaerle  coninek
van  Castillen,  Bruessel  16.  10.  1517,  Bestätigung  an  die  warantmeester,
“van  wegen  der.  .  bruederscap  van  S.  Annen..  binnen...  Brussele  ..
ende  die  vanden  geselseape  gemeynliek  hanterende  dexereitie  van
pluvieren  to  vangen  .  .,  deren  Vertrag  von  1516  inserirt  ist.

Stadtprivilegien.  Bergen  op  Zoom:  Bl.386  Charles  (V)
erklärt  auf  Bitten  der  Stadt  Berghes  sur  le  Zoom  für  ungültig  “ce
que  pourrait  estre  mesfait’  in  ihren  während  des  französisehen
Waffenstillstands  mit  La  Roehelle  gesehehenen  Verhandlungen,  Brux.
14.  6.  1539.  B1.389  Philips  eertshertoghe  van  Oistenrijck,  Privilegium
  für  die  Jahrmärkte,  auf  Bitte  von  Jan  heere  van  Berghen
up  den  Zoom  ertheilt,  Mechelen  10.  3.  1494.  Antwerpen,  Copien
aus  dem  Privilegienbuche  der  Stadt:  B1.393  Philips  hertoge  van
Bourg.,  Loeven  21.10.1455;  Bl.395b  ‘litera  sigillata  de  eadem  data’;
B1.398  —  Bl.  393;  B1.404  Vertrae  zwischen  den  englischen  Kaufleuten
und  denen  von  Antwerpen  (lat.),  8.  1.  1501  (1502).  Brüssel:
Bl.408  Maximilien  rooms  coninek,  tverlaeten  vanden  supperintendent
ende  rentmester  ende  dafsetten  vanden  maelgeldt’,  Br.  18.  8.  1507;
und  Bl.409b  betr.  "assisen  en  ander  impositien”  und  ‘Densionaris”,  Br.
12.5.1509.   Bl.413b  Margarete  van  Oistrijek,  "acngaende  den  gheeommitteerden’,
  in  den  Haghe  2.7.1509;  mit  Beilage  ‘...  punten,  daerop
de  9  goede  mannen  sheeoren  bijde  9  nacien  der  stadt  van  Bruessel
om  metten  thienden  man  oick  gheeoren  van  sheeren  weghen  uuijten
sheschleehten  voortaen  tregement  te  hebben  .  .  hueren  eedt  doen
zullen  .  .;  Bl.415  Erklärung  der  Regentin  “opten  staet  den  thien
Sheeommitteerden  verleent’,  Brussele  5.  9.  1510;  Bl.417b  Kacrle  (V),
Meehelen  18.  6.  1528  und  Bl.  422)  Antwerpen  16.  4.  1582  nacr
paessehen.  51.426  Kaerle  (V)  bestätigt  ein  eingeschaltetes  Privilegium
  von  Philips  hertoge  van  Bourg.  (Ri  jssel  19.  11.  1436),  Bruessel
1.  1531.  J,oewen:  11.439  Kaerle  eoninek  van  Castillien,
Bruesselle  2.  11.  1519,  betr.  Unemigkeit  unter  den  “vier  leeden  van
onser  stadt  van  Loeven’.  Bl.443  “Seutentia  .  .,  qua  eondemnafi
fuerunt  Lovanienses  ob  transgressum  sum  priv  leginn  in  eincein  Prozess
mit  Jehan  Gordian,  Brux.  28.  4.  1460  (franz.).  “Papiers  coneernans
la  loy  et  autres  affaircs  de  la  ville  de  Boisledue  Cs  /lertogenbosch):
Bl.454  Maximiliaen  ende  Marie  hertoge  ende  hertoginne  van
Visterijeke  betr.  Geldzahlung  an  Gerard  van  Gnle  ende  vanden
Berghe,  10.  8.  1478,  Vidimus  der  seabini  et  consules  opidi  de  Buscodueis.
  31.461  Philips  hert.  v.  Bourg.,  “van  der  dispositie  deser
stadt  en  van  div  ersche  offieten  van  den  mijnen,  vanden  vysch,  vanden
secretarisscappe  .  .  ,  Bruesel  21.9.  1458.  Bl.466  Kaerle  hert  v.
Bourg.,  Utrecht  30.5  .  1472,  Y  idinus  der  Kirche  in  ’s  Hertogenboseh.
        <pb n="218" />
        212  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.471  Stadt  van  ’s  Hertogenbosch,  betr.  “lasten  vanden  ruytern
knechten  ende  volek  van  wapenen  teghenwordichlijek  ontrindt...  ’sH.
tot  onser  beschermenisse  ligghende’,  1.9.1525.   Aluesericht:  B1.475
Carolus  V,  “priv.  de  non  appellando’,  Spirae  10.  6.  1544.  B1.479
Stadt  Maestricht  bestätigt  eine  inserirte  Urkunde  von  Kaerle  (V)
und  Georgius  bussehloup  van  Ludijek  (Nov.  1546),  21.  12.  1546;
Bl.485  die  im  vorigen  inserirte  Urkunde  Nov.  1546.  Bl.489  Erklärung
  des  Kaisers  auf  die  Eingabe  der  Stände  von  Brabant,
Bruessele  23.  10.  1559.

Bl.497  Erlass  betr.  eine  kaiserl.  Verordnung  über  den  Eid  der
Beamten  vor  der  Rechenkammer  zu  Brüssel,  Malines  4.  5.  1527.
B1.499  Margueriete  übersendet  das  vorhergehende  Stück  an  Chancellier
  et  gens  des  eomptes  ...  en  Brabant,  Malines  15.  5.  1527.
B1.500  Sehreiben  der  “Fiscalen  von  Brabant.  DBl1.504  Verordnung
“bij  den  keijser  ende  .  ..  regente  .  .  in  den  seereten  rade’,  Mechelen
14.  5.  1530.  Bl.508  Protokoll  des  Rathıs  von  Brabant,  21.2.  1561
st.  curiae  (1562).  Bl.510  desgl.  betr.  eine  Eingabe  von  Jan  de
Raijmakere  und  andern  Uuterthanen  an  den  Kanzler,  14.2.1561
(1562).  Bl.512  desgl.  betr.  eine  Bittschrift  von  Peeter  van  Halle
an  den  Kaiser,  13.  11.  1539.

Bl.514  Philippe  (I),  olne  Datum  (Brux.  25.4.  1556  apres  pasques),
  betr.  “estat  du  grant  veneur  de..  Brabant’.  Bl.516  Charles  (V)
Brux.  25.  10.  1546.  Bl.518  Charles  (V),  Brux.  28.  10.  1540.

B1.520  “Instruetie  voor  den  drossart  van  Brabant’,  1.1.  1468  (1469)
an  Jehan  conte  de  Nassouiwe.  Bl.524  Karl  V  ‘a  notre  gruyer  de
Brabant’  (vgl.  B1l.336ff),  Brux.  16.  11.  1550.  Bl.527  Kaerle  (V)
setzt  einen  “prevost  generael’  für  Brabant  ein,  ’s  Hertogenbossche
12.  7.1539.

(Histor.657)  Band  VII  549  Blätter

Traictes  avee  les  Roys  de  Dennemarhe,  Sueden,  la
soeiete  de  Hanse,  Polonie,  Hungrie,  Bavire  et  les  fraternitez
de  la  maison  de  Saxen  et  Hessen  ensemble  aucuns  aeeords
des  Marquis  de  Brandenbourg,  15  und  16  Jahrh.

Bl.1  “Rostockischer  Abscheidt?  in  Sachen  Dänemarks  Polens
und  Lübecks  gegen  Erielh  XIV  von  Schweden,  30  Juli  1564;  B1.12
Kaiser  Ferdinand  I,  Instruction  für  seine  Abgesandten  zu  den
Unterhandlungen  in  Rostock,  Wien  10  April  1564.   B1.23—71  Schriftstücke
  betr.  den  Vertrag  Kaiser  Karl’s  V  und  Christian’s  III  von
Dänemark  zu  Speyer:  bl.23  Fürschlag  durch  Herrn  Heinrichen
(den  Jüngern)  von  Brunswyk,  wie  die  Sache  mit  Dennemareh  moechte
verglichen  werden  .  .,  Speyer  12  Apr.  1544;  Bl.34  Vertrag  der
dänischen  und  kaiserlichen  Gesandten  (darunter  Granvella  und
Viglius),  Speyer  23  Mai  1544,  mit  einzelnen  Correeturen  des  Viglius
(gedruekt  Du  Mont,  Corps  diplomatique  ...  IV,2,  p.247);  Bl.46
Christian’s  IIT  und  der  Herzöge  Johann  und  Adolf  von  Schleswig-Holstein
  Ratification  des  Speyrer  Vertrags,  Bl.49  vollständiges  Friedensinstrument
  derselben:  beides  Flensburg  1544  Montages  nach  Viti;
Bl.61  der  Vertrag  zu  Speyer  in  lateinischer  Fassung,  mit  Correeturen
des  Viglius;  B1.70  Beschluss  der  Gesandten  betr.  die  Unterthanen,
“so  ainer  Herschafft  mit  Aydenn  unnd  Pflichten  verwannt  und  wider
dieselben  unnd  ir  aigen  Vatterland  der  andern  Herrschafft  daruber
        <pb n="219" />
        Histor.657,  Band  VII  213

zuegezogen’,  Speyer  23  Mai  1544,  mit  wenigen  Correeturen  des  Viglius.
Bl.72  Instruction  pour  vous  Ph.  d’Orley  ..  de  ce  que  aurez  a
faire...  avecque  les  deputes  du  duc  de  Holstain  qui  se  dit  esleu
roy  de  Dennemarcque  et  de  Noorweghe..  .  en  la  ville  de  Breme.  .,
Malines  le  14  d’avril  1542  aprez  pasques.  Subsigne  “Marie.
Bl.82  Que  nos  Christianus  (ID...  ad..  Henrieum  ..  VIIL..
regem  verbotenus  proferenda  Petre  Suavenio  .  .  commisimus,  ...  ex
arce  Gottorum  20  Jan.  1535.  bl.90  Kar!’s  V  Bestätigung  des  am
14  Apr.  1540  zwischen  Maria  von  Ungarn  und  Christian  III  zu  Gent
abgeschlossenen  einjährigen  Vertrages,  Gent  30  Apr.  1540;  B1.94
Verlängerung  des  Genter  Vertrags  auf  6  Monate,  Regensburg  31  Mai
1541,  niederländisch.  B1.100  Tresves  de  Dennemarque  (mit  Maria
von  Ungarn)  pour  troix  ans  commenches  le  3  jour  de  mai  1537,
niederländisch;  dabei  Bl.105b  Copie  vande  procuratie(Christian’s  III),
Donnerstag  nach  Letare  1557.  B1l.108  Beglaubigungsschreiben  der
dänischen  Bischöfe  und  Reichsräthe  für  den  zu  Maria  von  Ungarn  zu
entsendenden  Franz  Trebbaw,  Alburg  Montags  nach  Judica  1535.
Bl.110—114  (-B1.125—128)  Vertrag  zwischen  Maria  von  Ungarn  und
Melchior  Rantzan,  Abgesandten  des  Herzogs  von  Schleswig-Holstein,
Gent  9  Sept.  1533,  niederländisch.  Bl1.117  Instruction  pour...  George
d’Austrice  evesque  de  Brixe..  deputez  de  la  Royne...  de  Honguerie
..  pour  eulx  trouver  a  la  journee  prinse  a  Hambourg  le  15  de  fevrier
prouchain  sur  les  invasions  et  emprinses  de  guerre  faictes  par  ceulx
de  Lubecque  sur  les  subgectz  de  ladiete  maieste  imperiale,  4  Febr.
1533(mit  eigenhändiger  UnterschriftMaria’s).  B1l.125/8  vgl.Bl.110.
Bl.130ff  Karl’s  V  Bestätigungen  der  von  Maria  am  9  Sept.  1533  zu
Gent  geschlossenen  Verträge  mit  Christian  und  den  Reichen  von
Dänemark  und  Norwegen,  Montson  28  Nov.  1533,  niederländisch.
Bl.141  Friedrich  I  von  Dänemark,  Vollmacht  für  Knut  Güldenstern
  ete.  betr.  die  Führung  des  Kriegs  in  Norwegen  gegen  Christian  II,
Koppenhagen  1532;  Bl.141b  Geleitsschreiben  der  Abgesandten
Friedrich’s  für  Christian  II,  1  Juli  1532.  Bl.149  Recess  zwischen
Herzog  Christian  (III  von  Dänemark)  und  Lübeck,  18  Nov.  1534.
Bl.155  Transumptum  transactionis  inter  Joannem  regem  Danorum
et  gubernatores  comitatus  Dithmarsiae  (Freitag  nach  Jubilate  1500),
8  Juli  1545.  Bl.162  Vertrag  zwischen  Denemarck  (Christian  III)
und  die  von  Lubeck  sampt  ire  Mitverwanten,  14  Febr.  1536.   Bl.171
Vertrag  zwischen  Maria  v.  Ungarn,  dem  Abgesandten  Herzog
Christian’s  (III)  Melchior  Rantzan  und  den  Abgeordneten  der  dänischen
Stände  Otto  Krimppen  und  Wolf  van  Uuytenhove,  Gent  9  Sept.  1533
(vgl.  Bl.110).  Bl.173  Karl  V,  Vollmacht  für  seine  nach  Kopenhagen
  zu  schiekende  Gesandtschaft  betr.  Schlichtung  von  Streitigkeiten
  zwischen  holländischen  Unterthanen  und  solchen  Friedrich’s  1
von  Dänemark,  Brügge  4  Juni  1532.   BI.176/7  vgl.  B1.207.   BI1.180
Trausactio  inter  Friderieum  (D  et  Christiernum  (ID)  eohaereditarios
Norwegiac  ete.  et  incolas  comitatus  Ditmarsiensis.  feria  seeunda  post
Palmarum  a.  1523  (deutsch).  b1.184  Kaiser  Friedrieh  Ill,  Mandatum
  eum  inserta  citatione  ad  Christiernum  (T.  #22  Mai  1481)  regem
Danorum  pro  cassatione  impetratae  infendationis  eomitatus  Ditlimarsiensis,
  Wien  30  Juni  1481  (deutsch).  B1l.187  Friderieus  (ID)
imperator,  Fundation  und  gulden  Bulle  uber  das  Furstenthumb  Hol-
        <pb n="220" />
        214  Goetlingen,  Universitäts  -Bibliothek

stein,  Rotemburg  supra  Tauber  die  14  Febr.  1474.  BI1.190  Christian  I
von  Dänemark,  confirmatio  super  quibusdam  privilegiis  per  comites
Holsatiae  Ditmarssis  concessis,  Rendessborch  am  Dingestage  negest
na  .  .  Oenli  1479.  B1.193  Verzeichnis  der  Bischöfe  und  Equites
aurati  in  Dänemark.  Bl.195  Waldemar  (III)  von  Dänemark,
Schwedische  Erbvorschreybunge  (auff  die  Hertzoge  von  Mechelburg),
Alholm  1366  Dingstags  nlıa  Sunte  Jacobs  thage.  Bl.197,  198,  203
drei  Erlasse  Gustav’s  I  von  Schweden  betr.  Verträge  mit  den
Niederlanden,  Stockholm  18  Apr.  1527,  12  Mai  1526,  27  Apr.  1526
(niederländisch);  dazwischen  BI1.200b  ‘Margaretha  von  Savoyen,
Traetaet  gemaect  te  Gendt  .  .  metten  gedeputeerden  van  den  gecooren
Coninck  ...  van  Zweden  .  .,  21  Juli  1527.  Bl.207/8  (=  Bl.176/7)
Friedrich  I  von  Dänemark,  Bestätigung  cines  „(eing  ‚eschalteten)
Erlasses  Karl’s  V  (Mecheln  20  Mai  1525)  betr.  “eynen  gutlichen
Fredestandt’  zwischen  Dänemark,  Lübeck  ete.  einer-  und  den  Niederlanden
  andrerseits,  18  Jan.  1526;  B1.208b  Vertrag  zwischen  den
niederländischen  Gesandten  und  Friedrich  I,  Kopenhagen  9  Juli  1532;
Bl.210  Karl’s  V  Bestätigung  des  am  17  Aug.  1525  zwischen  den
niederländischen  und  schwedischen  Gesandten  vereinbarten  Vertrages,
Grenaden  den  19  Sept.  1526.

Bl.214—  225  Privilegia  a  Ludovico  XI,  Carolo  VII  ac  Franeiseo  I
Gallorum  regibus  Anzae  Theutonieae  coneessa:  BIl.216  Karl  VII
bestätigt  das  (eingeschaltete)  Privileg  Ludwig’s  XI  (Montiliis  by  Tours
im  Augustmant  1483),  Ambise  imme  September  1483;  Bl.  220b
Karl  VIU,  10  Ang.  1489;  Bl.223b  Franz  I,  Paris  25  Jan.  1536  (alles
in  niederdeutscher  Sprache;  die  lateinische  bezw.  französische  Fassung
dieser  Stücke  findet  sich  Bl.259—265).  B1.226  und  251  Philipp  I
von  Spanien,  Bestätigung  zweier  der  deutschen  Hansa  verlienenen  Privilegien
  Herzog  Johann’s  III  von  Brabant,  in  festo  Sim.  et  Judae  1315
(B1.241—249)  und  Herzog  Anton’s  von  Brabant,  Brüssel  30  Apr.  1409
(B1.227—239);  Bl.252  und  257  desgl.  des  Privilegs  Philipp’s  des
Guten  von  Burgund  vom  2  Jan.  1454  (Bl.254/5):  beide  Bestätigungen
datirt  Brüssel  15  Jan.  1561.  Die  beiden  ersten  Privilegien  sind  öfter
gedruckt,  auch  ihre  Bestätigung.  Uber  das  Datum  der  letzteren
vgl.  Sartorius,  Gesch.  d.  Hanseat.  Bundes  III  2.665.   BI1.259—265
ddie  Aktenstücke  von  Bl.  214/25  in  lat.,  bezw.  französischer  Fassung.
B1.266—333  “Statnta  des  Cünthors  zu  Lünden  in  Engellandt  ete.,
Lübeck  16  Juli  1554;  gedr.  z.  B.  in  Lünig’s  Reichsarchiv  Part.  spec.
Contin.  IV,  2  Fortsetzung  p.59f.  (vgl.  dazu  Haeberlin,  Analecta  medii
aevi  p.  151).

B1.338  Keisers  Caroli  (V)  Bestetigung  uber  die  Regalien  und
eantz  Privilegia  dess  Ertzstifts  Bremen,  Esslingen  am  6  Aug.  1524.

B1.343  Testameutum  Bonae  (Sfortiae)  reginae  Poloniae,  17  Nov.
1557.   Bl.349  Heinrich  (VII),  Sohn  Kaiser  Friedrich’s  II,  Constitutio
contra  confoederationes  civitatum,  apud  Wormatiam  a.  1231  X  Kal.
Febr.  (-Böhmer-Ficker  5  n0.4183).

B1.351  Traetatus  pro  regno  Hungariae  inter  Ferdinandum  (D)
Romanorum  et  Joannen  regem  Hungariae,  Wratislav.  10  Juni  1538.
B1.365  Ratificatio  Ferdinandi  ..  super  articulis  per  status  regni
Hungariae  conclusis,  datum  in  arce  Peseniensi  22  Nov.  1548.
B1.379  Conventus  inter  regem  Poloniae  et  Magistrum  ac  ordinen
        <pb n="221" />
        Histor.657,  Band  VII

19
pe
on

Teutonieum  super  proteetione  Livoniae  contra  Moschovitas,  1559
Vilnae.

B1.385  Coneordia  super  iure  suecessionis  inter  Albertum  (IV)

et  Wolfgangum  duces  Bavariae,  “beschlossen  zu  Munichen  .  .  an
Mitichen  nach  sand  Ulrichstag  1506’;  vgl.  Buchner’s  Gesch.  v.  Bayern
VI,  1840,  5.595.  B1.393  Maximilian  I,  Achtbrief  gegen  Pfalzgraf
Rup  recht  (23  Apr.  1504).  Bi.  395  “Wirtembergisch  Acht”.
Bl.  398.  Abschriftt  des  Tailbriefs  zwischen  (den  Pfalzgrafen  und
Herzögen  in  Bayern)  H.  Rueprechten  (I)  unnd  Rudolfen  (ID  ..  an
ainem  unnd  Khaiser  Ludwigen  .  .  annderstails  .  .,  gegeben  ze  Pavie
an  dem  Freitag  vor  Osvallden  1329.  B1.408—411  Bestätigungen
der  bairischen  Ländertheilung  von  1329,  dureh:  BIl.408  Johann
von  Böhmen,  Frankfurt  am  Mitwochen  nach  Nieolai  1333;  B1.408b
und  409  Rudolf  (I)  Herzog  zu  Sachsen,  Frankf.  Mitwochen  nach
Nicolai  1333  und,  Koblentz  an  St.  Egiditag  1338;  Bl.409b  Markgraf
Ludwig  (den  Alteren)  von  Brandenburg,  Frankf.  Freitag  naelı
Larentzi  1338;  Bl.410  Heinrich  (v.  Virnberg),  Erzbischof  von  Mainz,
und  Bl.411  Balduin  (von  Luxemburg),  Erzbischof  von  Trier,  Frankf.
an  unser  Frauen  abent  19340.

B1.413  Erzbischof  Erich  von  Magdeburg,  Erlass  betr.  das  Burggrafenamt,
  1294  des  negsten  Sondages  vor  Pingesten  (=  Mülverstedt,
Regesta  Archiepisc.  Magdeb.  III  n0.817).  Bl.414  De  Burggraviatu
Magdeburgensi.  Bl.416  Albert  (II)  Herzog  zu  Saehsen,  Engern
und  Westfalen  resignirt  auf  die  Würde  der  Burggrafschaft,  in
campo  iuxta  ı  claustrum  Ploske  a.  1294  pridie  Kalend.  Julii  (so  hier
statt  Juni;  =  Regesta  III  n0.815).

B1.418  "Herzog  Albert  von  Sachsen,  Vertheilung  der  Länder
unter  seine  Söhne  Georg  (den  Reichen)  und  Heinrich  (den  Fromnıen),
Mastrieht,  Montages  nach  .  .  Invocavit  1499;  Bl.425b  Maximilian’sI
Bestätigung  des  (eingeschalteten)  Vertrags  (Leipzig,  Freitag  nachı
S.  Urban  1505)  der  Herzöge  Georg  und  Heinrich,  Cöln  27  Juni
1505;  Bl.431  "Anweisungsbrief”  Herzog  Heinrich’s  (an?),  Leipzig,
Dornstags  nach  Assunıptionis  1505.   BI1.434  Friedrich,  Balthasar
und  Wilhelm  (D,  Landgrafen  von  Thüringen  und  Markgrafen  zu
Meissen,  Vertrag  mit  den  Landgrafen  Heinrich  und  Hermann  von
Hessen,  Eschwege  1373  am  Dorustag  inn  der  heiligen  Pfingst  Wochen;
Bl.436  Bestätigung  desselben  durch  Kaiser  Karl  IV,  Prag  1373  an
Sant  Lucien  Tag.

Bl.442  Magdalene,  Markgräfin  zu  Brandenburg,  geborene
Herzogin  zu  Sachsen,  Verziehtbrief  betr.  sächsische  Erbausprüche,
Dr  esden  am  Mittwochen  nach  Leonardi  1524.  B1.444  Albrecht
(Achilles)  und  Johann  (Cicero),  Markgrafen  zu  Brandenburg,  Bestätigung
  des  (eingeschalteten)  Verziehtbriefes  von  Johann  Cieero's
Gemahlin  Margarethe  von  Sachsen,  Weymar  am  Dornstat  S.  Sebastiani
  tag  1467  (so);  BI.445b  Verzichtbrief  der  M  argaretlie  in
lat.  Sprache.

BI.  448  Fraternitas  Sigismundi,  Friderici  (11).  Ienrici,  Vilhelmi
  (Il)  et  Prideriei  (des  Einfältigen)  dneum  Saxonine  ex  una
et  Lodoviei  (IT)  Lantgravii  Hassiae  ex  altera  partibus,  Rotenbergiae
a.1433:  Bl.451b  Confirmatio  ct  investitura  Sieismundi  (aesaris
pracdietae  fraternitatis,  Ulimae  1433  feria  quarta  proxima  post  festum
        <pb n="222" />
        216  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

S.  Jacobi.  Bl.454  Brucderlich  Vortrag  Hertzog  Moritzenn  unnd
Augustenn  zu  Sachsenn,  Leipsick,  6  Mai  1544.  B1.460  Doringisch
taill  (für  Herzog  Ernst)  und  BI1.466  Meissnisch  Thail,  so  Hertzog
Albrechten  von  Saxen  zugestanden  in  der  bruderliche  Thailung
zwischen  Hertzog  Ernsten  Churfürsten  und  Hertzog  Albrechten  im
Jar  1485  (Veneris  post  Bartholoimaei).

Bl.472  Maximilian  I,  Gepot  und  Declaration  in  die  Aberacht
wider  Phallentzgraf  Philips»,  Churfürstn,  1503.  B1.474  Concordia

.  inter  Fridericum  (den  Alteren)  Marchionem  Brandenburgensem
patrem  et  Casimirum,  Albertum,  Johannem  et  alios  filios  suos,  Mitwoch
  nach  sant  Dionisius  Tag  1507.  Bl.498  König  Ludwig  von
Ungarn,  Erlass  betr.  die  Succession  in  den  Herzogthümern  Oppeln
und  Ratibor,  Ofn  am  Montag  nach  Galli  1524.   B1l.503  Ferdinand  (I)
und  Markgraf  Georg  von  Brandenburg,  Vertrag  betr.  Oppeln  und
Ratiıbor,  Prag  17  Juni  1531.  Bl.519  Compromissum  Brandenburgense,
  zwischen  den  Markgrafen  Georg  und  Albrecht,  Regenspurg
23  Juli  1541.  Bl.537  Testament  des  Markgrafen  Georg  mit  Abschrift
  der  notariellen  Beglaubigung  5  Jan.  1543.

(Histor.657)  Band  VIIL  IV  -+482  Blätter  (davon  54  leer)

Bl.1  “Vertzaichnus  der  Fürstenthümber  unnd  Herrschaften  in  ober
unnd  nider  Schlesien,  auch  was  für  Stedte  unnd  Fleckhen  zu  ainem
ieden  Fürstenthumb  gehören  .  ’.  BI.6  “Oppida  omnia,  quae  complectitur
  charta  Silesiae,  item  castra  pagi  et  coenobia.   BI.12—21
fehlen.  BI.23  Taxatio  omninn  beneficior  uni,  quae  subsunt  Romano
Pontifici.  Bl.29  “Nota  de  li  Rebelli  del  Regno  de  Napoli,  quali
se  pretende  haver  conmesso  la  Rebellion  nel  anno  1528  ..  et..
intrate  de  li  beni  loro...   Bl.42  “Beschreibung  der  Stett,  Schlösser
und  Clöster  gelegen  am  Rhein,  Mosel,  Nahe,  sambt  des  Wassaws,
Westerreichs,  Elsas,  an  dem  Neckher  und  darumb  gelegen,  durch  Hn.
Hainrichen  Hass  etwa  k.  Mt.  Hoffrath’.  Bl.61  Beschreibung  der
Mark  Brandenburg;  voran  Bl.  63—65  °.  .  wie...  Johans  unnd  .
Albrecht  der  lannde  anff  dem  Birge  unnd  zu  Franneken  von  jrem
vatter  Marggrave  Friedrichen  sel.  mit  einander  gethailt  sein.  ..
Bl.72  "Stend  der  Herschafft  Nuburg  (Neuburg  nnd  Sulzbach)  in
Bayın’  1545.   DBI.79  “Vertzeichnus,  was  die  key.  Commissarien  im
Lanudt  zu  Hessen  und  .  .  Catzenelenpogen  ...  vor  geschütz  unnd
andere  ding  zur  Artalarey  gehörig  inventirt  haben.  Beschehen  durch
Hans  Georg  Schaden,  Chr.  de  la  Foentene  unnd  Jacoben  de  Telex
1548°,  vgl.  Bl.  107.  Bl.86  Anschläge  (4)  des  Ertrages  der  Herrschaft
  Dietz.  Bl.107  °.  .  was  der  Key.  Mt.  Commissarien  uss  .  .
Hessen  ...  an  Geschutz  .  .  hinweg  genomen  ...  haben  .  .  1547’,  vgl.
Bl.79;  Bl.117  "Summarie  yeder  gattung  des  geschutzes  .  .  1548’
(zu  Bl.79).   B1.120  “Alle[r]  Ampt,  Stedte,  Flecken  unnd  Vorwergk
„u  sampt  den  Dorfischafften  yn  der  Herischaft  Graff  Gunters  von
Schwarezburgk,  auff  befhelich  .  .  des  Churfurstenn  zu  Sachsen  ..
durch  uns  !  .  vor  aideth  .  .  Actum  (15)47’.  Bl.130  °.  .  Zöll  auf
dem  freyen  wasserstrom  des  Mayns  von  Bamberg  aus  bis  gen
Franckfurt,  denen  allen  durch  die  Maintzische  ...  abpruch  geschicht”.
Bl.132  Verzeichnis  von  Hansestädten.  Bl.134  Beschreibung  der
Stett  und  Schlösser  des  Stift  Maintz,  der  Pfaltz  .  .  und  andern...
herschafften  zwischen  dem  Rhein  und  Musel  gelegen,  durch  Hn.
        <pb n="223" />
        Histor.657,  Band  VIII  217

Heinrich  Has,  k.  Hofrath.  DBI.150  “Les  grans  seigneurs  et  princes
de  Castille  et  leur  rentes’,  darin  Bl.151  “Les  royaulmes  suceedes  a
mr.  le  prince  de  Spaigne  par  la  mort  ..  du  roy  d’Arragon”.
Bl.154  °.  .  noms  des  royaumes  .  .  et  dominations  principalles
appartenans  &amp;amp;..  Charles  (V)..  Bl.157  °..  noms..  des  prineipaulx
vassaulx...  du  roy  (Charles  V)’.   BI.161°..  ordres  et  conmmanderies
de  Castille  &amp;amp;  la  disposition  du  roy’.  Bl.167  "Les  noms  ct  estat
des  princes  et  barons  de  Naples’.  Bl.177  "Grandeur  et  rondeur
dud.  royaulme  de  Naples’.   DB1l.188  "Nomina..  Baronum  titulatorum
Regni  Sieiliac  eitra  Farum’.   DBI.190  "Garnisons  de  Piedmont’  etc.
Bl.192  "Les  estats  de  la  Normandie  1553.  Bl.194  "Les  villes..
de  Bourgogne.   DBI.196  "Rhemensis  archiepiscopatus  et  que  sub  eo
sunt  de  imperio’  (1538).  Bl.200  “Extrait  d’une  letire  eseripte  en
alleman  a  mr.  l’archidue  par  mr.  George  de  Fransburg  (Frundsberg)...
  de  la  bataille  faitte  devant  Pavie  .  .  1524’;  Bl.201  “Copie
de  la  lettre,  que  le  roy  ...  (Franz  I)  estant  prisonnier  a  eseript  a
Mme.  la  regente  sa  mere’.  Bl.202  “Memorie  aen  mijnen  heeren
den  president  van  der  vestinghe  ende  sterekicheijt  des  landts  van
Valckenborch’”.   BI.205  “Advertissement  et  memoire  &amp;amp;  mr.  le  viceroy
de  Naples...  touchant  son  ofliee..  et.   BI.217—226  =  Bl.  176  bis
184.  Bl.230  Prälaten,  Ritterschaft  und  Städte  in  Meissen  und
Thüringen  mit  Angabe  der  geistlichen  Kleinodien.

Bl.254—341  betr.  Reichsgrenzen  gegen  Frankreich;  vgl.  Calmet,
hist.  de  Lorraine  II  (1728),  wo  die  Kaiserurkunden  gedruckt  sind:
Bl.  254  “  Dessoevre  de  l’empire  et  du  royaulme  de  France’  (Grenzen).
Bl.261  “Copie  des  (2)  lettres,  par  lesquelles  appert  que  Bar  et  l’abbaie
de  Beaulieu  sort  en  lempire.   B1.266  Kaiser  Rudolph,  Kiburgk  IH
kal.  Mai)  Regni  a.15;  ernennt  Commissäre.  B1.269  "Relation  .  .
dess,  so  Nielas  von  Könritz  (Könneritz)  ...  in  sachen  ..  Reichs
Grentzen  gegen  Franckreych  .  .  und  .  .  der  Irrunge  zwischen  dem
Bischoff  und  dem  Radt  zu  Verdhun  belangende  .  .  verrichtet  hat’
(1549).   B1.283  “Extrait”  daraus,  französisch.  B1.286  “S’ensuyvent
les  tiltres  ...  que  le  chasteaul  de  Clermont,  Varennes  et  Vienne  ..
sont  tenus  de  l’empire  en  arrierefief.   BI.288  de  Bassom  pierre
a  mr.  l’evesque  d’Arras,  24  d’aoust  (1548),  Orig.   BI.290  Urkunden
in  Absehriften,  meist  beglaubigt  1546,  von:  (B1.290)  Conradus  (II)
Imperator,  Noviomago  7  kal.  mai  1031;  (296)  Estienne  Bourgois  abbe
de  S.  Venue  de  Verdun,  12  Nov.  1438;  (298)  Johanne  de  Chymy,
Contesse  de  Bar,  an  den  Bischof  Jaque  von  Verdun  1294;  (300)
Rene  roy  de  Jherusalem  29  Nov.  1436;  (302)  Henricus  II  imperator
Noviomago  1015;  (308)  Thierry  de  Lenoneourt,  bailly  de  Victry,
sentence  contre  ceulx  de  Rareeourt  16  Sept.  1497;  (313)  Anthonnie  de
Serieres  abbe  de  S.  Venne,  7  Nov.  1450;  (316)  “Sentence  de  la  court
dde  parlement  pour  Rarecourt”  22  Jun.  1532;  (320)  Lovs  de  Harocourt
evesque  et  conte  de  Verdun,  26  Jung  1449;  (322)  Loys  de  Seroncourt
abbe  de  S.  Venne  15  Sept.  1488;  (324)  Robert  due  de  Bar  a  l'evesqne
de  Verdun,  18  Mars  1403;  (326)  Henris  euens  de  Bar,  2  May  1337:
(328:  Eddouard  euens  de  Bar  huldigt  dem  Bischof  v.  Verdun)
Notariatsprotokoll  22  März  1322;  (330)  Adolphus  Rom.  rex,  Witzenburg
  6  id.  Apr.  regni  a.7  und  (334)  Witzemburg  6  id.  Apr.  regni  a.  3;
        <pb n="224" />
        218  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

(336:  Inhaltsverzeichnis  der  Stücke  Bl.  79-—119);  (339)  Albertus
Rom.  rex,  apud  Tullum  8  id.  Dec.  1299.

Bl.342  “Sommaire  d’aucunes  choses  passees  dois  le  mois  de  Janvier
1532’  bis  1539,  Coneept.

Bl.344—392  Streit  zwischen  dem  Bisthum  Münster  und  der
Grafschaft  Oldenburg  wegen  Delmenhorst:  Bl.344  “Informatio’,
deutsch,  naeh  1538;  Bl.356  "1482...  castrum  Delmenhorst  ab  ep.
Hinrico  occupatum  est’;  61.358  Urkunden  (6)  der  Bisehöfe  von
Münster  und  der  Grafen  von  Oldenburg  1482—99,  beglaubigte
Copie;  (B1l.366—371  leer);  B1.372  ‘Copienn  des  Munsterschen  und
Oldenborgeschen  Verdrages,  der  Graven  Vhedebreiffs  unnde  anderer
sehriffte  de  viantlige  handelung  betreffen’  1538,  beglaubigte  Copie;

Bl.  381  “Urteil  Informationis  qualiter  eastrum  .  .  Delmenhorst  .  .
expugnatum  sit’;  (8385—389  leer);  DBIl.390  Wyleken  Stedinek
an  den  Bischof  von  Münster  Franz  (von  Waldeck).

Bl.393  “Articule  und  HoffOrdenunge  des  konninngs  to  Munster
(Johann  von  Leyden)  a.  1535”.  Bl.401  “"Memorabilium  .  .  annotatio
  ...  tempore  quo  Nicolaus  Holtmann  praepositus  vixit  .  .,  1516
bis  1529  (auf  Bl.412  der  Titel  “Historia  N.  Holtmanni  praep.  Monasteriensis
  trans  aquas’).  Bl.413  Ereignisse  unter  der  Regierung
des  Bischofs  von  Hildesheim  Johann,  1504—31,  und  Eintheilung  des
Stifts.   BIl.423  "Copey  des  Kaufsbriefes  uber  Oppenhaym’  von  König
Rupreeht,  Haydelbergh  24  Aug.  1402,

Bl.429  “Diss  sind  die  Copien  der  Brieff  so  der  Grave  zu  Hanauw
unnd  herr  zu  Mintzenberg  uber  die  Landtvoigtey  jnn  der  Wedderaw
bej  jm  gehabt  hat,  welcher  rechte  Original  noch  vorhanden  sind’:
B1.429  und  447/8  Zeichnung  des  Siegels  Karls  IV.  BI1.430/6  Karl  IV:
(430)  Breslau  14  Febr.  1559  =  Böhmer,  Cod.  dipl.  Moenofr.  I  662
(nieht  19  Nov.);  (432)  Prage  an  S.  Elsbeten  der  hl.  Jungfrawen  tag
(18  Juni)  1363  =  Baur,  hess.  Urkunden  I  8.927;  (434)  Budissin  1  Mai
1364  =  Baur  I  928;  (435)  Budissin  1  Mai  1364  =  Böhmer  Cod.  Moen.
692;  (436)  Prage  3  März  1360,  vgl.  Böhmer,  Regesta  imperli  8  (1877)
S.252  (Huber  no.  3088).  Bl.437  Gotze  Beyer  der  sehultheiss  die
sceffen  und  der  rath  von  Franckenfurt,  Fr.  1303  =  Böhmer,  Cod.  dipl.
Moenofr.  349.  B1.438b  “Dise  volgende  zween  Brieff  sind  von  den
Meusen  zerbissen  worden;  Sovil  aber  noelı  vorhanden  wirt  her  nach
angezeigt  .  ..  (beide  fehlen  bei  Böhmer,  Regesta  imp.):  Karl  IV
Prage  (18  Juni)  1363  und  1  Mai  1564  (Zoll  in  Wetzlar).  B1.449
Verfassung,  Eintheilung,  Adelsgeschlechter  der  Wetterau,  “18  Januarü
1548?°,

Bl.457  Prospect  der  Mosel  bei  Thorn  (Kr.  Saarburg)’;  auf  Bl.458
steht  ‘Dr.  Keck  touchant  Thorn’;  vgl.  Bd.  XV  Bl.  124/58.  Bl.  459
Quaedam  (4)  commmunieationes  de  pace  componenda  inter  Carolum
imperatorem  et  regem  Galliae  intercedentibus  summo  pontifiee  et
aliis;  in  Form  von  (fingirten)  Protokollen  von  4  Sitzungen.

Voran  geht  dem  Bande  Bl.I—IV  ein  gleiehzeitiges  Register.

(Histor.657)  Band  IX  II  und  318  Blätter

“Les  consultations  tenues  sur  le  faiet  des  monnoyes  es  Pays
d’embas  a.  1550  pendant  la  diete  imperiale’,  vgl.  Band  Il.

Bl.1—75  Brief  der  Königin  Marie  au  den  Kaiser  1550  (Bl.5),  mit
Beilagen  (voran  BL.II  ein  Index):  Bil.1  “L’advis  des  generaulx  (des
        <pb n="225" />
        Histor.657,  Band  IX  219

monnoies)  presente  a  la  royne  le  10.4.  15-49  avant  pasques’  (-1550).
Bl.5  “Minute  de  la  lettre  escripte  a  l’empereur  par  la  royne,  3.  11.  1550,
sur  le  faiet  des  monoyes’.  B1.20  “Anltre  advis  des  seneranlx  et
d’auleuns  deputez  sur  le  reces,  ediet,  ordonnance  et  "mandement
dressez  par  les  deputez  des  estatz  de  P’empire  (13.  10.  1549/1550)  a
Spiers’,  Anfang  “Pour  satisfaire’,  B1.49  Recueil  sur  le  precedant
advis,  commenchant  “Et  les  diffieultes.   B1.58  Aultre  reeueil  faict  par
le  proeureur  gen.  de  Malines,  commeneant  "Pour  sommierement”.

Bl.  66  Response  des  generaulx  sur  aulcuns  queriturs,  comm.  “Sur  ce
que‘.  Bl.71  Diffeultez  touchant  le  besoingne  d’Allemaingne  au
fait  de  la  monnoye’.

B1.76  “Extimacie  vanden  gouden  gulden’  ete.  B1.78  “La  minute
du  procureur  general’  27.10.  1550.  b1.82  “L’advis  des  generaulx
sur  la  minute  des  lettres  a  l’empereur  (oben  Bl.5),  presente  le  dernier
  d’oetobre  1550”.

B1.87  Münzordnungen:  (B1.87)  Maximilian  roy  des  Rom.  et
Phelippe  archidue  d’Austrice,  ducz  de  Bourgoingne,  Broda  14.  12.
1489;  (BI.  113)  Phelippe,  Bruxelles  13.8.1499;  (Bl.123)  "De
sroote  ordinantie’:  Charles  V  Bruxelles  29.  11.  1520.

Bl.144  “Instruetion  pour  eommunicquer  sur  le  faiet  des  monnoyes
avecq  les  deputez  de  France  apres  la  paix  de  Cambray  ,  conseil  de
Brux.  19.  4.1531  apres  pasques.  B1.148  “Discours’,  Auf.  "Les  choses
en  quoy”.  Bl.154  “Ordinatio  de  moncta  ab  Locumtenente  Caecs.
May.  et  12  prineipibus  Imperii  ad  hoc  deputatis  in  civ.  Esslinga
10  Nov.  a.  1524  constituta?  (nieht  vollständig).  b1.161  “Instructie
van  weegen  .  .  des  r.  keysers  voer  Marek  Ackart,  partieulier
meester  vander  munten  van  Vlaendren’,  Antwerpen  12.1.1524.
Bl.171  “Ordonnance  de  la  royne  (Marie)  pour  mectre  ordre  aux
monnoyes  d’Overyssel’,  inden  Haghe  27.  8.  1539.  Bl.175  Anthonie
Carlier,  m.  des  monoyes,  a  la  royne,  betr.  Unordnung  des  Münz-\vesens
  in  Geldern,  Ütrecht  und  Overyssel.  Bl.177  Karl  V,
“privilegie  voer  die  munters  van  Brabant’,  Bruessel  März  1515.
Bl.187  Marie,  “Ordonannce  sur  les  pieces  de  20  patars  ou  Carolus
d’argent’  (Febr.  1542,  vgl.  Ordonnantien  .  .  van  Vlaendren  1  1662
S.507).  Bl.194  “De  par  ’empereur.  Ordonnance  sur  les  pieces  de
4  partars  9.  8.1536’  (Liste  chronol.  des  edits  et  ord.  des  Pays-Bas,
1885,  8.209  unter  dem  11  Aug.).  B1.198  “Touchant  Pesen  d’or
(au  soleil)  monnoye  es  Pays  d’embas’  (1539/40),  2  Stücke,  das  erste
mit  eigenh.  Unterschriften  “Thomas  Mulier’  ete.   Bl.204  “A  mons.
Parchidue’  ‚  (Philipp)  von  Colart  und  Ph.  vanden  Berghe,  betr.  den
Kurs  der  ‘deniers  d’or  et  d’argent,  qui  seroient  forgiez  en...  Liege’.
B1.208  “Ordinancie  vander  munten,  alzoe  zij..  1520...  geordineert
is  geweest,  ende  noch  ter  tijt  geobserveert  wort.  .,  über  den  Werth

der  einzelnen  Münzen,  von  Jan  vander  Parre  cte.,  0.D.  B1.210
Charles  V,  betr.  einen  Process  von  Jelhan  Lefevre  gegen  (die
‘tailleresses’  der  Münze  von  Flandern,  Malines  31.1.  1526.  B1.214
"L’advis  des  generaulx  touchant  le  pris  des  Joachimdalers’.   B1.216
"Touchant  la  Yaluation  des  batzes  ’Alemaigne”.  B1.215  “L’avantaige
  que  le  maistre  des  monoyes  prend  sur  les  materiaulx,  le  on
luy  delivre’.  Bl.220  Thomas  Mulier  a  la  royne  “sur  ee  qu'il  estoit

  charge  d’avoir  afine  et  chimente  llor  et  faiet  rompre  la  vieille
        <pb n="226" />
        220  Goettingen.  Universitäts-Bibliothek

monnoy  pour  forger  la  nouvelle’;  B1.222  (eigenh.)  a  mons.  le  president
  Loys  de  Schore,  Anvers  9  Sept.  (0.J.).   Bl.223  Jaspar  Doucy
a  la  royne.  B1.225  “Reduction  du  marck  de  Cologne  au  marck
de  Troye  et  des  deniers  d’Allemaigne  aux  deniers  des  Pays  d’embas’
(niederländisch).  B1.227  “Reduction  de  la  monnoye  de  France  a  la
monnoye  des  Pays  d’embas’.

B1l.231—306  Plusieurs  ordonnances  et  instructions  de  la  monnoye;
voran  (Bl.231/2)  ein  “Inventoire’;  lauter  beglaubigte  Abschriften:
bBl.231  Aelbrecht  palensgrave  bijden  Rijn,  Middelburch  4.  3.
1367;  bestätigt  von  (Bl.235)  Willem  palensgr.  bijden  Rijn,  Haegensteijjn
  23.  10.  1405  und  (Bl.236)  Johan  palensgr.  opten  Rijn
22.10.  1420.  Bl.237  Philips  hertoghe  van  Bourgoingen,  20.11.
1425  und  (Bl.238)  21.4.1429.   DBI.239  Maximiliaen  R.  ceoninck,
Brugghe  17.  3.  1486.  Bl.242b  Philips  eertshertogh  van  Oistenrijek,
  int  Haeghe  7.8.  1504.  Bl.248b  Kaerle  (V),  inden  Haeghe
4.6.1517;  (B1.257)  "Confirmatie  .  .  gegeven  den  sermenten  vanden
  munten  van  Brabant  ende  van  Hollant’,  Bruessele  22.  6.  1542,
mit  inserirter  Urkunde  Philipp’s,  28.  4.  1439;  (B1.262)  “Mandement
  verleent  bijden  cancellier  van  Brabant  .  .,  Bruessele  4.  10.
1542;  Bl.269b  Urtheil  in  Sachen  Johan  van  Halle  etc.  g.  Johan
van  Ermeghen  ete.,  Bruessel  11.9.1543.  BI.284  Vier  Instructionen
im  Namen  des  Kaisers  aus  einem  Register  der  Reekencamer  van
Hollant:  (Bl.284)  von  Th.  Mulier  etc.  "voer  den  perticulier  meester
vander  munten  ..  te  Dordrecht  Willem  Blasius’,  5.  11.1541;  (B1.300)
“voir  den  wardeijn’;  (Bl.302)  “voir  dassaijeurs  particuliers’;  (Bl.303b)
“voir  de  ysersnijders’.  B1.305  “Instructie  voer  ...  W.  Blasius’  von
Th.  Mulier.

B1.307  Th.  Mulier  an  “mons.  la  garde  (de  la  monnoye)’,  Anvers
3  mars  (olıne  J.).  Bl1.309  Jehan  Martin,  garde  de  la  monnoye  de
Flandres.  B1.312  “Omme  te  verstaende  de  glhelegentheden  en
natuere  vander  munte  der  k.  Mt.  gheordineert  jn  Vlaendre  ende
residerende  the  Brugshe  .  ..

Andre  Hss.  zur  Münzgeschichte  der  Niederlande  sind  angeführt
im  Compte-rendu  des  seances  de  la  Commiss.  r.  d’hist.  I  (1844)  340.

(Histor.657)  BandX  389  Blätter

“Privilegia  et  alia  nonnulla  colleeta  per  d.  Viglium
Zuichemum,  assessorem  judieii  camerae  imperialis’.

Bl.1b—2a  Index.

Bl.3  Karl  V  stellt  dem  Erzbischof  zu  Mainz  als  Erzkanzler  die
Kanmergerichtskanzlei  mit  aller  Administration  zu,  Mantua  10.11.
1532.  Bl.8  Notiz  von  Viglius  zu  Bl.9.  Bl.9  “Neuwe  Cammergerichts
  Ordnung  zw  Speyer  publieirt’  28.11.  1527,  mit  Notizen  von
Viglius  über  spätere  Abänderungen  einzelner  $$  bis  1536;  Bl.15b
“Nachvolgende  mengel  (der  Ordnung)  .  .  sollen  Chamerkichter
unnd  beysitzer  muntlich  angezeygtt  werdenn’.  B1.19  “Instruction,
welcher  massen  die  gesanten  des  k.  Camergerichts  ire  werbung  an
..  Key.  Mt.  Stathalter,  die  verordente  Commissarien  und  andere
Stend  itz  zu  Augspurg  versamel(t)  thuen  sollen’,  zum  theil  von  Viglius
geschrieben,  zum  theil  mit  Randnoten  von  ihm.  Bl.36  “Abschied
der  Visitation  des  k.  KG’s  zu  Speier’  21.5.  1533,  mit  Bemerkungen
von  Viglius;  vgl.  Jurid.110  S.1.  Bl.42b  “Ordnung  wie  es  mit
        <pb n="227" />
        Histor.  657,  Band  X  221

den  acht  Doctoribus  gehalten  werden  sol  in  referirung  der  alten
Acten  laut  des  Abschiedts  iungst  gehalten  Reychstags  zu  Augspurg’,
von  Viglius  geschrieben  und  (nach  seiner  Angabe  Bl.43b)  von  (Fr.
Schenk)  von  Tautenberg  am1.8.1531verfasst.  Bl.44Maximilianl,

“Abschiedtt  zu  Augspurg  a.  1510  contra  Venetos’.  Bl.53  Reichsanschlag
  zu  Ross  und  zu  Fuss.  Bl.61  “Abscheid  der  Ringerung’

(der  Anschläge),  Speyer  5.  4.  1533.  B1.69  “Cadawische  oder
Wiertenbergische  Vertrag’,  Cadaw  28  Juni  1534,  zwischen  König
Ferdinand  und  Johann  Friedrich  von  Sachsen,  geschlossen  von  Erzb.
Albrecht  (von  Mainz)  und  Georg  von  Sachsen.  51.80  “Abschiedt
der  vier  Churfürsten  am  Rhein,  auch  der  reinischen,  niederlendischen
und  westvelischen  Kreyss  Stenndtt  .  .  der  Munsterischen  Wiedertauffischen
  handlung  halber  .  .,  Coblenntz  (13  Dee.)  1534;  mit  (B1.91)
Verzeichnis  der  Theilnehmer  und  (Bl.93b)  Anschlag  der  genannten
Kreise.  Bl.96  “Wormbsche  Abscheid  belangend  die  Munstersche
krieg  1535  Quasimodogeniti’;  Bl.119b  Verzeichnis  der  anwesenden
Gesandten.  Bl.125  “Anschlag  des  hilffgelts  dem  Confirmirten
zw  Munster  uff  denn  tag  zw  Wormbss  bewilligt  a.  (15)35”.  B1.134
“Wormbsche  Abscheidt  belangend  die  Munstersche  krieg  1535  Marsarethae’;
  Bl.142b  Verzeichnis  der  Gesandten.  BI1.146  “Wormbsche
Abscheidt  belangend  die  Stat  Munster  1535  Omnium  Sanetorum’;
B1.157b  Verzeichnis  der  Gesandten.  B1.162  “Von  der  Beschwerung
Teutscher  Nation  vom  hl.  Stull  zw  Rome’,  Montags  nach  Jubilate
(0.  J.).  Bl.  172  Karl  V,  “Ediet  wieder  Martliin  Luther,  Bucher
unnd  Lere  .  .  8.5.1521;  gedr.  Luthers  Werke  24  (Erlangen  1830)
S.213.  B1.186  “Die  Abscheidt  zu  Nurnbergk’,  (23.  7.)  1532.
Bl.191  Karl  V  an  das  RKG,  Mantua  6  Nov.  und  3  Dee.  1532;
Bl.192b  Antwort  des  RK@’s,  "Speier  8.12.1532;  Bl.196  Karl  V,
Bononien  26.1.1533;  Bl.199  Camera  Caesari,  Speyr  5.7.1535.
bBl.205  König  Ferdinand  an  das  RKG,  Wien  6.1.1535;  B1.206
Instruetion  für  die  Gesandten  von  Kurfürst  Johann  Friedrich  von
Sachsen  und  Landgraf  Philipp  von  Hessen  an  Ferdinand,  10.12.
1554  und  (Bl.211)  Schreiben  dieser  beiden  protestantischen  Fürsten
an  Ferdinand.  Bl.213  Kurfürst  Johann  Friedrich,  Herzog
Ernst  zu  Br.-Lün.  und  Landgraf  Philipp  an  das  RKG,  Schmalkalden
  2  Juli  1533,  nebst  Instruktion  für  ihre  Gesandten.  61.229
Karl  V  an  den  Kurfürsten  von  Sachsen,  Neapolis  1.12.1535,  und
(Bl.230b)  an  das  RKG,  Neap.  31.11.1535.  Bl.232  L.  Hierter
und  J.  Helffman,  Advocaten  des  RKG’s,  substituiren  die  Gesandten
der  prot.  Stände,  30.1.1534;  B1.234  Aufforderung  dazu  von  Johann
Friedrieh  und  Philipp,  Schmalk.  2.7.1533;  Bl.234b  die  substituirten
  Anwälte  der  prot.  Stände  an  das  RKG.  B1l.249  Landsraf
  Philipp,  “Reecusation  widder  das  Cammergericht,  betr.  das
Kloster  Kauffungen’,  Cassell  26.  5.1537;  inserirt  (B1.249b)  Mandat
des  RKG’s,  Spier  5.  3.  1537.  51.2607  Karl  V,  “Versieherung  .  .
stilstandt  halb  der  gericht  in  sachen  des  glanbens’,  15306/1.
B1.270  Das  RKG  an  den  König  (Ferdinand  D  Speir  1.5.1595;
31.275  Landgraf  Philipp  an  das  RKG,  Cassell  2.  11.1534:  Bl.  375)
Stadt  Lübeek  an  Philipp  (17.  10.)  1534,  und  an  das  RKG  (24.  7.)
1534;  B1.278  KarlV  au  das  RKG,  Bareinona  5.4.  1535  (Antwort
auf  ein  Schreiben  vom  14.  Jan.).  'Bl.279  “Dem  konig  zuschreven
        <pb n="228" />
        2322  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

von  Hertzog  Hansen  fan  Saelısen’  (betr.  Lehre  Luthers,  Melanclıthons,
  Pomeranus,  ete.)  von  geistl.  pollieeien,  menschensatzungen,
beicht,  ger  echtmachung,  mess,  heiligen  ehrung,  gelobten  und  enthaltung
  “der  priesterehe;  am  Schluss  ‘so  sich  der  Bapst  in  diesen
.  Artieuln  weisen  liess,  sagen  sie  das  in  den  ubergen  leichtlielh

mit  ime  vergleicht  mocht  werden’.  bBl.281  °Supplicatio  der
Colnische  Glerisey  contra  hertzog  zu  Gulich’  an  das  RKG;  B1.284
Mandat  des  RK@G’s  darauf,  13.  i1.  1529;  BI.286  “Reeusation  .  .  des
hertzogen  zu  Cleve,  Gulch  und  Berge  contra  die  Olerisey  zu  Collen’.
B1.291  Fridericus  II,  Privileg  für  Aachen,  Aug.  1244  mit  einserücktem
  Privileg  von  Friedrieh  I  (1166)  und  Karl  dem  Gr.  (Böhmer,
Reg.  V  1,  1881,  n.  3438).   BI1.300  Karl  V,  “Freihait  und  Exemptionn
das  Haus  Österreich  betr.,  Augspurg  8.  9.  1530.  Bl.310  Karl  V
an  das  RKG  in  causa  episeopi  Leodiensis’,  Augsb.  28.  10.  1530;
Bl.311  Erardus  van  der  Marck,  Bischoff  zu  Luttieh,  an  den  Kaiser.
Bl.312  Karl  V  an  das  RKG,  Praesentation  von  Friedrich  Schenk
zu  Tauttenperg,  Augsb.  15.  11.  1530.  Bl.313  KarlV  in  causa
Goslariensi’,  Augsp.  8.  10.  1530  (2  Schreiben).  Bl.318  Karl  V,
“Privilegium  eirea  appellationis  summam  ducunm  Bavariae’,  Wormbs
15.  2.(1521);  Bl.  323  "Confirmatio  privilegiorum  episeopatus  Eystetensis’,
  Wormbs  25.2.1521;  Bl.326  “Investitura  regalium  episcopatus
Eystetensis’,  Wormbs  28.  4.  1521,  mit  Bemerkung  von  Viglius  über
cin  Urtheil  des  RK@’s  1536.   BL329  Karl  V  "bestätigt  die  Privilegien
  von  Besangon,  Esslingen  5.  2.  1526;  inserirt  sind  die  Urkunden
von  Maximilian  1502,  Sigismund  1434,  Wenzel  1398,  Friedrieh  Ill
1442,  Karl  IV  1364;  am  Sehluss  Beglaubigung  von  Viglius.
Bl.  359  Sigismun  d,  Privilegium  für  Hamburg  (niederdeutsch)
1421.  Bl.360  “Priv.  Philippi  imp.  datum  Henrieo  dueci  Brabantiae’,
  Confluentiae  12.  11.1204;  Bl.361  “Priv.  Frederici  I,  apnd
Worsele  2.  9.  1214.  B1.363  “Investitura  eomitum  de  Archo’:  Friderieus
  II,  10.  3.1453;  (Bl.364b)  Carolus  V,  15.2.1521;  (B1.367)
“Sententia  quedam’  (mit  Urkunde  Ferdinand’s  ‚  Ynsprugk  1.8.  1525)
Yısprugk  27.  8.  1523.  B1.372  “Privilegium  Marx  Sittich  von  Emps’
von  Karl  V,  Wormbs  15.  5.1521.  Bl.378  “Breve  Pauli  II.
ad  Ferdinandum  regem  .  .’,  Romae  22.7.  1535.  B1.380  Constitutio
procuratoris  facta  per  Carolum  (V)  imp.  tanquam  ducem  Brab.  et
Burg.  coram  judieio  Camerae  imp.,  Brux.  12.8.  1535.  B1.382
‘Forma  literarum  conservatorialium  Sy  nodi  Basiliensis’:  “Sacrosancta
syn.  Bas...  dil.  filiis  S.  Ludgeri  mon.  s.  Patrocli  Susatiensis  .  .”,
Basilee  10.  6.  1434.   BI.387  Carolus  V,  Privilegium  für  die  Kirche
in  Besancon,  Wormatia  17.2.1521;  inserirt  ist  eine  Urkunde  von
Friderieus  (I)  Rom.  imp.,  Dobae  2  non.  Nov.  1225.

(Histor.657)  Band  XI  129  Blätter

“Eulogium  seu  testimonium  irrefragabile  de  origine  Frisiorum
ct  nominis  corundem  per  Reynerum  Doceumanum  alias  Bogherman
legum  doetorem  .  .  eolleetum.  Eiusden  Reyneri  de  loquela  Frisonica
  „Adagiorum  appendix  .  ..

Bl.3  “Nomina  Frisoniea  ...  in  2.  parte  huius  hibri’;  Bl.7  “tituli
3.  partis‘;  B1.8/9  leer.  Bl.10  Widmung  von  R.  Bocherman  ..
civitatis  Campensis  a  consilio  secreto  pPensionarius.  "BL10b  Ad
lectorem.  Bl.13  Prima  pars  de  origine  Plırysonum.  Bl.19  ‘De
        <pb n="229" />
        1
0

Histor.657,  Band  XI  und  XII

nominibus  Frysiorum  pars  II’,  unter  Wiggli  (B1.96b)  sagt  der  Verfasser
  "Ego  novi  quendam  Wiggilium  sen  Viglium  Zwy  chemum  .  .
nepotem  .  .  Boccatii  seu  ut  ipse  maluit  vocari  Bernardi  Busso  decali..
  Hagensis  une  Bl.97  “Appendix  seu  tertia  pars...  de
loquela  frisoniea’:  Sammlung  westfriesischer  Sprichwörter  nebst
Parallelen  aus  der  Bibel  und  aus  lat.  Schriftstellern.

Auf  Bl.1  Notizen  (18  Jahrh.)  über  den  Verfasser:  er  habe  1551
sein  Werk  verbessert,  dieses  verbesserte  Exemplar  habe  J.  F.  M.
Herbell  besessen  und  es  befinde  sich  in  der  Bibliotheca  Publica  Ordinum
Frisiae  zu  Leeuwarden;  E.  Wassenbergh  habe  es  benutzt  zu  seinem
Tractat  über  friesische  Namen  in  seinen  Taalkund.  Bijdragen  tot
den  frieschen  tongval  (1807).  Aus  letzterem  Werke  hat  B.  Brons,
Friesische  Namen  (1878),  für  das  Verzeichnis  westfriesischer  Namen
geschöpft.

(Histor.657)  Band  XII  474  Blätter

‘Investitures  des  Pays  d’embas,  de  la  duche  de  Milan
avec  les  traietez  et  partaiges  de  la  maison  d’Austrice  et
plusieurs  aultres”.

Bl.1und?7  Ferdinand  I,  Bestätigungen  zweier  Erlasse  Karl’s  V
(vom  14  Apr.  1550  und  26  Juni  1548)  betr.  Privilegien  der  Niederburgundischen
  Erblande,  Wien  30  Apr.  1560;  B1.15  desselben  “Investiturao
  pro  serenissimo  rege  Hispaniarum  super  statu  Mediolanensi’,
Viennae  13  Febr.  1560.  Bl.19  Capitulation  zwischen  Philipp  ıl
und  Cosimo  di  Medici  betr.  Siena,  3  Juli  1557  (gedr.  bei  Du  Mont,
Corps  universel..  T.  V,  1,  p.10).  B1.27  Fiünfjähriger  Neutralitätsvertrag
  zwischen  Herzogthum  Bourgogne  und  Freigrafschaft  Burgund,
Baden  11  Juli  1555,  französisch.

B1.57—62  Drei  Erlasse  Karl’s  V,  Brüssel  1555  (lat.):  Bl.37  erneuerte
  Übertragung  des  Vieariats  von  Siena  an  Philipp,  24  Sept.
(dabei  Bl.39  lat.  Gutachten  “De  vicariatu  Senensi’),  Bl.45  Ubertragung
  des  Generalvicariats  von  Italien  an  Philipp,  19  Sept.;  B1.47
betr.  Philipp’  s  Belehnung  mit  Geldern,  Zütphen  ete.  u  25  0ct.   BI.64
Ferdinand  I,  Bestätigung  eines  Erlasses  Karl’s  V  (August.  Vindel.
7  Mart  1551)  betr.  Philipp’s  Belehnung  mit  Geldern  cete.,  in  eivitate

.  Vienna,  4Apr.1551.   BlI.69  Karl  V,  Erlass,  Ratisp.  7  ‘  Jun.  1546
(von  der  Hand  des  Viglius.).

Bl.71  Sigismund  August  von  Polen,  Erlass,  “in  eivitate  nostra
Cracoviensi  feria  seeunda”  post  festum  purifie.  ..  Mariae  a.  1550°:
verspricht  den  (eingeschalteten)  Vertrag  mit  König  Ferdinand  (2  Juli
1549)  zu  halten;  Bl.80  Karl’s  V  Bestätigung  jenes  (auch  hier
eingeschalteten)  V  ertrages,  Bruxellis  die  (Tag  und  Monat  nicht  ausgefüllt)
  a.  1549.  Bl.94  Karl  V  und  Ferdinand,  Contractus
matrimonialis  inter  Maximilianum  archidueem  Austriae  et  Martam

infantem  Hispaniarum  conceptus  per  Viglinm  pe.  Martii  a.  1548

Angustae  (zum  Theil  von  Viglins  selbst  geschrieben).  Bl.  99
Charles  (V),  Consentement  pour  la  vente  de  4000  flor.  pour  la
princesse  d’Oranges,  Augspurg  24  Mai  1548.  Bl.103  114  (zum

grössten  Theil  noch.  einmal  B1.256—261)  Philipp's  TI  Bestätigung
des  (eingeschalteten)  Vertrags  Maximilian’s  I  mit  den  Schweizern
(Badhen  7  Febr.  1511,  gedr.  Du  Mont  IV  1,  p.133;  deutsche  Fassung
des  Vertrags  Bl.2641F  dieses  Bandes),  G  Gand  le  +  Sept.  1556.  Bl.  115
        <pb n="230" />
        224  Goettingen,.  Universitäts  -Bibliothek

Karl’s  V  Erlass  betr.  den  Burgundischen  Kreis,  Augsburg  26  Juni
1548  (vgl.  BI.”7).  Bl.125  Vertrag  zwischen  Karl  V,  Ferdinand
und  Herzog  Wilhelm  (IV)  von  Bayern,  Ratisp.  1  Jun.  1546  (von
der  Hand  des  Viglius),  vgl.  Druffel,  des  Viglius  v.  Z.  Tagebuch
S.283.   Bl.141  (-Bl.146)  Karl  V  und  Bl.142  (-Bl.144f.)  Franz]
von  Frankreich,  Ratification  de  la  neutralite  de  Bourgogne,  Montson
18  Sept.  und  Moutpellier  12  Oct.  1542.  Bl.149  Vertrag  zwischen
Karl  V  und  Muley  Alhacen  von  Tunis,  6  Aug.  1535;  diese  französische
Fassung  ist  ausführlicher  als  die  spanische  (4  Aug.)  bei  Du  Mont
T.  IV  2  p.128.

Bl.155  Heirathsvertrag  zwischen  Dorothea  von  Dänemark  (Tochter
Christian’s  ID  und  Friedrich  II  von  der  Pfalz,  Brüssel  18  Mai  1535.
Bl.163  desgl.  zwischen  Christine  von  Dänemark  (Tochter  Christian’s  II)
und  Franz  II  Sforza  von  Mailand,  Brüssel  12  Oct.  1533  (vgl.  Du  Mont
IV  2,  p.96).   BI.186  Papst  Clemens  VIL,  Bestätigung  des  zwischen
den  päbstlichen  Gesandten  und  KarlV  am  29  Juni1529  abgeschlossenen
Vertrages  von  Barcelona,  Romae  a.1529  IX  kal.  Aug.  Bl.  197
Ratifieatio  matrimonii  inter  Alexandrum  de  Medieis..  et.  .  Margaretam
de  Austria,  23  Juni  1529.  Bl.206—211-Bl.212—216  Clemens  VI,
Bulla  apostolica  super  translatione  dominii  temporalis  episcopatus
Traiectensis,  Romae  a.  1529  XIII  Cal.  Sept.  (vgl.  Bd.  V  BIl.363).
Bl.217  —228  =  Bl.229—237  =  B1.239—246  Verschreybung  und  Verwilligung
  des  newen  erwellten  Romischen  Konigs  Karoli  (V)  gegen
dem  heiligen  Reich,  3  Juli  1519.  Bl.248  Karl  (V),  Erlass  “a  notre
ame  et  feal  .  .  conseillier  et  garde  de  nos  chartres  de  Flandres  Mess.
Guill.  de  Uballe’,  Validoly  le  12  jour  de  mars  1518.

Bl.250  MaximilianI,  Bestätigung  des  Heirathsvertrages  zwischen
Christian  I  von  Dänemark  und  Isabelle  von  Österreich,  Enns  die
29  mens.  Apr.  1514.  B1.256—261  und  264—271:  vgl.  zu  Bl.103/14.
B1.272  Testament  Philipp’s  I  von  Spanien,  Bruges  le  26  jour  de
decembre  1505;  dabei  Bl.276  ein  Originalschreiben  vom  12  März  1553,
mit  dem  die  Chambre  de  lez  comptes  a  Lille  jene  Abschrift  des
Testaments  an  Karl  V  übersendet.  Bl.277  Lighe  d’entre  le  roy
de  France  (Louis  XI)  et  Sigismunde  archidue  d’Austrice  d’une  part
et  les  lighes  d’autre  part,  du  11  de  jung  1474  (lat.).  Bl.286  bis
288  =  B1.290/1  =  Bl.294—296  Kaiser  Friedrich  III,  Belehnung
Maximilian’s  und  seiner  Gemahlin  Maria  von  Burgund  mit  Brabant,
Lothringen,  Burgund,  Hollaud  ete.,  Grez  19  Apr.  1478.  Bl.  297
=  BIl.312.

B1.298—  474  "Quarante  deux  lettraiges  concernans  les  partaiges
  et  droictz  de  la  maison  d’Austriche’  (Bl.301—303  Verzeichnis
  der  Urkunden;  einige  sind  in  doppelten  Abschriften  vorhanden):
  B1.306  Kaiser  HeinrichIV,  4  Non.  Oct.  1058;  vgl.  Druffel,
des  Viglius  v.  Z.  Tagebuch  (1877)8S.7*.   B1.309  Kaiser  Friedrich,
15  Kal.  Oct.  1156.  Bl.312  Kaiser  Friedrich  II  1225,  “ex  libro
epistolarum  Petri  de  Vineis’  (lib.  VI  26).  B1.314/5  =  316/7  Mainhardus
  et  Albertus  fratres  comites  Goriziae  ac  Tirolis,  4  Mare.
1271.  B1.318/9  =  320/1  König  RudolfI,  1  Juni  1283.  „_  BI.322
Karl  V  8  Sept.  1530.  Bl.334  Herzog  Albrecht  (II)  von  Österreich
25  Nov.  1355.  Bl.336  Herzöge  Rudolf  IV,  Albrecht  (IID  und
Leopold  (der  Fromme),  Montag  vor  St.  Elisabethentag  1864.
        <pb n="231" />
        Histor.657,  Band  XIII  225

Bl.342—373  Herzöge  Albrecht  (III)  und  Leopold  (der  Fromme),
St.  Jacobstag  1373,  Sonntag  vor  Pfingsten  1375,  Prehentag  1376,  Montag
vor  St.  Michelstag  1379,  Phinztag  nach  St.  Ulrichstag  1379,  Montag  vor
St.Michelstag  1379,  Sonntag  vor  St.Michelstag  1379.  B1.374  Herzöge
Albrecht  (III)  und  die  Söhne  Leopold’s,  Mittwoch  vor  St.  Colmanstag
1386.   B1.378  Herzöge  Wilhelm  und  Leopold  (derDicke),  Antlastag
1396.   BI.382  Herzöge  Leopold  (der  Dicke)  und  Albrecht  (IV),
Montag  vor  St.  Jorgen  1404.   BI:384  Herzöge  Leopold  (der  Dicke),
Ernst  (der  Eiserne)  und  Friedrich,  Bl.390  Albrecht(IV),  Freitag  vor
Palmtag  1404.  Bl.894  Herzog  Ernst  (der  Eiserne)  betr.  die
Vormundschaft  für  Albrecht  V,  Phinztag  nach  St.  Nicolas  1407.
Bl.396  Kaiser  Sigismund,  Freitag  vor  Allerheiligen  1411.  B1.406
Herzöge  Ernst  und  Friedrich,  Circumeis.  1417.  Bl.412  Albrecht
  (V),  St.  Urbanstag  1435.  Bl.420  Herzog  Albrecht  (VI),
St.  Oswaldstag  1439.  Bl.421  Herzog  Friedrich  (=  Kaiser
Friedrich  III),  Freytag  nach  St.  Andreas  1439.  Bl.425  Herzog
Albrecht  (VD),  St.  Gillgentag  1444.  Bl.429  Kaiser  Friedrich  II,
Freitag  nach  Judica  1446.  BI.431  Herzöge  Ernst  und  Friedrich,
Sonntag  nach  St.  Michael  1416.   B1.433  und  441  Kaiser  FriedrichlIll
und  Herzog  Albrecht  (VI),  St.  Erhardstag  1453  und  Montag  vor
St.  Bartholomaeus  1458.  Bl.445  Herzöge  Albrecht  (VI)  und
Siegmund  (der  Einfältige),  Montag  nach  dem  Palmtag  1461.
Bl.447  und  451  Georg  (Podiebrad)  König  von  Böhmen,  Phinztag  vor
St.  Barbara  1462  und  St.  Bartholomaeus  1463.  Bl.453  Kaiser
Friedrich  III  und  Herzöge  Albrecht  (VI)  und  Siegmund,  Mittwoch
nach  Judica  1446.  Bl.458  Herzog  Siegmund,  Erichtag  nach
Oculi  1490.

(Histor.657)  Band  XIII  361  Blätter.

“Varia  collectanea  rerum  Germanicarum’,  meist  Privilegien.
  Viele  Stücke  sind,  wie  es  scheint,  nur  als  Formeln  gesammelt.

Bl.1  Karl  ((V),  Privilegium  für  seine  Räthe  Raimund,  Anton  und
Jheronimus  Fugger,  Augsp.  14.  11.1531  (sonst  1530;  gedr.  in  Lünig’s
Reichsarchiv  XI  447).  Bl.19  Formeln  für  kaiserl.  Schreiben,
darunter:  “Tornir  mit  verenndrung  und  pesserung  wappen’,  (20)
“Nobilitacio’,  (21)  Aufforderung  eine  Urkunde  zu  vidimiren,  “Lehenbrief
  uber  vor  empfangen  lehn’.  DBI.25  Ferdinand  überlässt  Mattlı.
Ziemermann  die  Stadtsteuer  zu  Kaufbeuren,  Augsp.  1.  10.  1530.
Bl.27  Karl  V  überlässt  U.  Echinger  die  Stadtsteuer  zu  Ravenspurg,
Valledolid  31.  8.  1527.  Bl.31  Maximilian  I  an  Eberhart  Grafen
zu  Königstein,  Augsp.  20.9.1518  (betr.  Dorf  Heimbach).  Bl.33
Karl  V  an  Erzb.  Reichart  zu  Trier  und  Eberhart  Grafen  zu  Königstein
  und  Philipp  Grafen  zu  Solins,  Wormbs  27.4.1521,  betr.  Heimbach,
  Weiss  und  Gladbach  gegen  Wicd.  B1.35  Sigismundus,
“Executoriales  .  .  in  Sachen  Lucas  Raseck  Possnaviensis  &amp;amp;.  Joh.
Plathner  de  Norimberga,  in  eiv.  Vilen.  (Lituan.)  fer.3  post  Letare  1529;
B1.37  Carolus  V  ad  regem  Poloniae,  Brux.  8.1545  in  derselben
Dache.  Bl.39  Carl  V,  “Vidimus  eyns  freiheits  Marcks  Sittichs  von
Emps,  de  non  evocando  et  de  facultate  recipiendi  bannitos’,  Worms
15.5.1521.   BI.45  Karl  V,  “Privilegium  de  non  appellando  .  .  concessum

  dueibus  Bavariaec’,  Wormbs  15.2.1521.   BI.55  Karl  V,  Privilegium
  für  Bremen,  Regensb.  20.7.  1541.  B1.59  Karl  V  bestätigt

15
        <pb n="232" />
        296  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

die  der  Stadt  Münster  von  dem  Bischof  gegebenen  Privilegien,  Brüssel
26.6.1553.  BI.64  ‘Copia  aliquarum  clausularum  testamenti  quondam
Philippi  Nicholai  de  Hout  pro  conventu  fratrum  cruciferorum  Namurcensis
  et  Goessensis  oppidi’  (in  Zeeland).  Bl.67  Charles  (V)
eınp.  des  Rom.,  Brux.  Nov.  1531,  Privilegium  für  die  Universität  zu
Louvain;,  inserirt  ist  eine  Urkunde  von  Johannes  dux  Lotharingiae
  etc.,  Brux.  7.11.1426,  und  eite  von  Philippus  dux  Burgundiae,
Brux.  18.  8.  1460;  vgl.  Bd.  VI  BI.260.  Bl.74  Wilhelmus  Eychstettensis
  ecel.  episcopus,  Protocoll,  Aichstat  11.11.1467,  betr.  Canonicat
in  Eychstett  für  einen  lector  theologiae  in  Ingolstadt;  inserirt  sind
Urkunden  von  Pabst  Paul  II  und  Johannes  von  Heltburg;  gedr.  bei
Mederer,  Ann.  Ingolstadiensis  Acad.  IV  (1782)8.25.  Bl.81  KaerleV,
Bruessel  14.  4.  1543  nae  paesschen,  “om  de  hoochschole  ..  van  Bruesele
te  restituerende'.  BI.90  Kurfürst  Johans  Fridrick  Hz.  zu  Sachsen,
Consens,  dass  Geldern  und  Zütphen  bei  dem  Reiche  bleiben  sollen,
Brunschweigk  Sonnabendz  nach  Letare  1538.  Bl.93  KarlV,
“Wappenbrief’  für  Seb.  Hultz,  Speir  4.  3.  1544.  Bl.96  Karl  V,
Privilegium  für  Hans  Jacob  Fugger  betr.  Erbe  seiner  Töchter,
Regensp.  31.  7.1546;  vgl.  Druffel,  des  Viglius  v.  Z.  Tagebuch  (1877)
S.22*,  Bl.100  Garolus  (V),  Ernennung  von  Jo.  Keck  de  Treveri
zum  Pfalzgrafen,  Bononie  20.  2.1530.  B1.104  Karl  V,  Schutzbrief
für  Hans  Paungartner  von  Paungarten  und  Matthias  und  Chr.  die
Mänlich  zu  Augspurg,  Regensp.  11.7.  1546.  Bl.108  Carolus  V,
Ernennung  von  Ge.  Loxanus  zum  Pfalzgrafen,  Nov.  1547;  zum  theil
Concept  von  Viglius.  Bl.113  Carolus  V,  Erhebung  von  Sev.
Feyta  (Frisius)  in  den  Adelsstand,  Brux.  15.2.1545.   Bl.115  Karl  V
bessert  auf  Vorstellung  von  M.  Helt  dessen  Schwager  Val.  Bock  das
Wappen  und  bestätigt  seine  Adelsfreiheiten,  Mantua  9.  11.  1532.

Bl.119  Carolus  V  ernennt  Ausonius  ab  Hoxvyer  zum  eques  aurei
velleris,  Trai.  5.1.1546;  Bl.120b  desgl.  Sixtus  a  Dekema  und  Petrus
Dekema  (nur  Auszüge).   DBl.121  Ferdinandus  ernennt  Jo.  Kneller
zum  Pfalzgrafen,  Vratisl.  15.  6.  1538.  Bl.124  Kaiser  Friderich
verspricht  Veit  v.  Wallenrode  ein  Lehen,  “in  unserm  velt  bei  Gent’
23.  6.  1481.  B1.127  Karl  V  erhebt  Peter  v.  Benewitz  gen.  Apianus
von  Leyssnickh,  ord.  Leser  .  ..  zu  Ingelstadt,  in  den  Adelsstand,
Regensp.  20.7.1541,  und  ernennt  ihn  (Bl.131)  zu  seinem  Mathematicus
seu  Astronomus  familiaris,  Ratisp.  24.7.  1541.  Bl.133  Henriecus
de  Veringen  und  Eberhardus  de  Nellenburg  verkaufen  die  Stadt
Ysni  an  Jo.  Dapifer  de  Waldtpurg,  3  non.  Sept.  1306.  Bl.135
Karl  V  für  sich  und  Ferdinand,  Vertrag  mit  Landgraf  Philipp  zu
Hessen,  Regensp.  13.  6.  1541.  Bl.158  “Ediet  du  roy  (Francois  ]),
contenant  la  grace  et  pardon  pour  ceulx,  qui  par  cydevant  ont  mal
senty  de  la  foy’,  Amboise  mars  1559,  publie  au  parl.  de  Paris  le
11.  3.  1559.  Bl.140  Henry  II  roy  de  France,  Ediet  gegen  die
Seeräuber;  Bl.142  dasselbe  mit  Anderungen  und  Zusätzen  (nach
1551).   Bl.146  Jehan  duc  de  Bourg.,  Privileg  für  die  Stadt
Bruges,  Bruges  30.9.  1414.  Bl.148  Philippe  duc  de  Bourg.,
Ediet  “a  cause  des  rebellions’  ete.  in  Bruges  und  Dam,  Arras  22.  4.
1438.  Bl.150  Papst  Julius  Il,  Rom  bey  sant  Peter  12.  10.  1504
(Bann  gegen  die  Ketzer,  Ablass),  Concept  der  deutschen  (ad  instantiam
  dni  Bernardi  baronis  et  capitanei  gemachten)  Übersetzung.
        <pb n="233" />
        Histor.657,  Band  XIII  227

Dann,  von  derselben  Hand  geschrieben,  Bl.152  Formeln,  sämmtlich
päpstliche  Schreiben:  (B1.152)  ‘Exemplar  brevis  ...  ad  Üaesarem
Maximililanum’,  Romae  20.1.1504;  “Philippo  sen.  com.  Palat’,  R.
20.1.1504;  ad  archiep.  Colon,  R.  20.  1.1504;  (152b  und  155a)
“Exemplar  bulle’,  R.  4.1.1509;  (155a)  “Mariano  de  Bartolinis’,  R.
4.1.1504;  auf  Bl.153—154  die  deutschen  Übersetzungen  dieser

Stücke,  ebenfalls  mit  vielen  Correeturen.  Bl.156  Karl  (V),
Bestätigung  der  Privilegien  der  „Stadt  Hamburg,  Bengspurg  Mai
1541.  Bl.158  Carolus  V,  "mandatum  .  .  contra  praesidia

militum,  pro  civ.  Virdunensi’,  Oeminonte  16.  11.  1551.  B1.160
CarolusIV  Amadeo  com.  Sabaudiae,  Prage  12  Cal.  Aug.  1356.
Bl.162  Gerardus  Mercator  Antonio  Perrenoto  (de  Granrvella),
Lovanii  pridie  Matthie  1546:  “de  ratione  magnetis  circa  navigationem’.
  Bl.164  Sigmundt  erlaubt  dem  Erzb.  Dietrich  von
Köln  die  Lösung  von  Schloss  und  Zoll  zu  Kayserswerde,  Nuremberg
  1431  freyttag  vur  dem  hl.  palmtag.  Bl.166  “Solimannus
.  Turcarum  imp.  et  Henricus  Valesius  II...  contra  Carolum  V.

his  .  .  verbis  foedus  inierunt’.  Bl.168  Sultan  Suleiman  ..
imperatori  Carolo  (V),  Constantinopoli  o.  J.  Clitterae  ..  per  Gerardum
Westwyck  allatae  a.  1547  mense  Augusto’).  Bl.170  “Sultan
Suleiman  ..  a  vos  Ferdinando  rey  de  Romanos  .  ’,  12.7.1532,
span.  Übersetzung.  Bl.172  Ferdinandus  Rom.  rex,  "procuratorium
ad  Turcam  pro  tractanda  pace  vel  induciis’  29.  12.  1544,  von  Viglius
geschrieben.  Bl.174  Carolus  V,  “Baronatus  pro  dom.  Grandvellano’,
  Spirae  ohne  D.;  "nescio  an  expeditum’.  Bl.178  Karl  V,
Schutzbrief  für  Michl  Vassl  von  Schwatz,  Speyr  28.3.  1544.
Bl.180  Vertrag  zwischen  Erzbischof  Wilhelm  etc.  wegen  des  ganzen
Capitels  zu  Riga  und  der  Stadt  Riga,  ohne  Dat.,  betr.  Anerkennung
des  Erzbischofs  nach  der  Reformation.  Bl.194  Karl  V  widerruft
die  dem  Pfalzgrafen  Ottheinrich  gegebene  Erlaubnis,  sein  Land  zu
veräussern,  ohne  D.,  zweimal.  Bl.198  Karl  V,  Freyhait  und
Indult  für  Johann  Born,  Burger  zu  Cölln,  Lützelburg  4.  1.  1541.
Bl.200  Karl  V,  ‘privilegium  datum  ep.  Spirensi  contra  Judeos’,
Regensp.  25.  5.  1541.  Bl.202  Karl  V,  “tutorium  weil.  Hz.  Ernsten
zu  Br.  und  Lin.  nachgelassenen  unmundiee  Sone  und  Dochter’,
Aungsp.  März  1548,  mit  vielen  Zusätzen  von  Viglius;  vgl.  auch
Bl.291.  Bl.  207  ‘Forma  confirmationis  (Caroli  V)  pro  d.  Granvellano
  immunitatis  in  urbe  Bisuntina’,  Aug.  Vind.  1548.  B1.212
Obligation  von  Ottheinrich  und  Philipp,  Pfalzgrafen,  für  die
Schwestern  OÖ.  8.  Franeisei  zu  Bamberg,  1538.  31.217  Karl  (V)
“bewilligung  Hertzog  Ott-Hainriehenn,  Yerkauffens  halb  Land  unnd
Leutth  betr’  26.  4.  1544  (vgl.  BI.  199);  darauf  einige  Bemerkungen
von  Viglius.  Bl.219  Carolus  V,  Ernennung  zum  equcs  aurei
velleris,  Concept  eines  Formulars.  Bl.  221  Charles,  “ercetion  de
fief”,  für  den  spanischen  Kaufmann  Blasius  Vertar  in  Bruges.
B1.222  Maximilian  bestätigt  dem  Grafen  Ludwig  zu  Leenstein  (?)
die  den  geächteten  Wormsern  Scnommenen  Besitzungen,  Nurmb.
21.1.1502;  B1l.224  hebt  die  Acht  über  Worms  auf,  31.1.1502.
Bl.227  Karl  V,  betr.  Ablösung  der  Erbzinsen  in  Frankfurt  a.  M.,
Regensp.  12.7.  1541.  B1.232  Carolus  (V),  Belelnung  von  Jo.
A.  Falletus  mit  Benevelli  in  marchia  Montisferrati,  Saviliani  8.7.

15  *
        <pb n="234" />
        228  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

1536;  Bl.234b  Gerichtsprotocoll  4.  1.1537  wegen  dieser  Sache.
Bl.236  Karl  V  betr.  Juden  und  Wucher  im  Stift  Speer,  Reg.  25.5.
1541.  Bl.240  Ferdinand  (I)  betr.  Verbot  des  Eintritts  in  den
Dienst  fremder  Potentaten,  Nurnberg  10.3.  1543.  Bl.242  Karl  V
an  Moritz  von  Sachsen  und  seine  Unterthanen,  Regensb.  1.  8.  1546.
Bl.248  “Ungeverliche  verzeichnus  einer  ainigung,  so  die  vonn  der
Ritterschafft  des  lannts  zue  Franckenn  fürzun(em)en  bedacht  seienn’.
Bl.258  Maximilian,  Privilegium  für  Zmden,  Antwerpen  4.11.
1494.  Bl.260  Maximilian,  Reichsacht  über  Worms,  Nurmberg
Eritag  des  hl.  Creuztag  Exaltationis  1501  (vgl.  BI.222).  Bl.262
Maximilian  an  den  Bischof  zu  Lüttich  betr.  Vereidigung  des
Abtes  Wilhelm  zu  Stabel  nach  Verleihung  der  Regalia,  Insprug
mittw.  nach  Exaudi  1502,  mit  Eidesformel;  Bl.263  Leheneid  und  andere
Eidesformeln  (8),  darunter  mit  Namen  der  Eid  der  Abtissin  von
Gernradt  1532  und  der  (von  Viglius  geschriebene)  der  Stadt  Nürnberg
  2  Dec.  1520.  bB1.268  Schreiben  von  Ulrich  von  Wirtemberg
und  Philips  zu  Hessen  an  die  einzelnen  Reichsstände  (betr.  Wiedereinsetzung
  Ulrichs  in  sein  Fürstenthum),  Cassel  mittw.  nach  Quasimodog.
1534,  nebst  den  an  Karl  V  und  Ferdinand  I  abgesandten  Bittschriften.
  Bl.274  Albrecht  (Achilles)  Marggraf  zu  Brandenburg
erkennt  eine  Urkunde  des  Kaisers  Albrecht  (Brespurg  1439  montag
nach  S.  Philippi  und  Jacobi)  an,  Nuremberg  freytag  vor  Simonis
und  Jude  1480,  betr.  Burggrafenthum  zu  Meissen.  Bl.276  Inhalt
dreier  dem  Herzog  Anthon  von  Lothringen  verliehener  Urkunden,
Brux.  7.  3.1522.  Bl.277  Karl  V,  Privil.  für  den  Burggrafen  zu
Meissen  Haynnrich  Grafen  zu  Hartenstein  Herrn  zu  Plauen,  Regensb.
22.7.1541.  Bl.2739  Maximilian,  Privil.  für  Emden,  Antw.  4.11.
1494  =  BIl.258.  Bl.282  Maximilian,  Privil.  für  Vecheln,  Bruxelles
9.7.1490.   BI1l.287  Maximilianus,  "revocatio  omnium  actorum  et
agendorum  per  comites  Palatinos  in  comitatu  Sabaudiae’,  Ymbst  15.  10.
1503.  Bl.289  Carolus  IV,  “literae  vicariatus  perpetui  pro  comite
Amadeo  Sabaudiae’,  Chamberiaci  4  id.  Majı  1365.  Bl.291  Elisabet
  geb.  Marggrafin  zu  Brandenburgk  und  Herzogin  zu  Br.-Lün.,
Joachim  von  Brandenb.,  Philips  von  Hessen,  “Recessus  tutorum
relictorum  liberorum  Erici  ducis  Brunsv.  cum  statibus  provinciae
super  exoneratione  aeris  alieni’,  Pattensen  Letare  1542;  vgl.  Bl.202.
Bl.297  Fridericus  imper.  schenkt  “eastrum  Stadii  et  Burgum  cum
ministerialibus  .  .  ecelesiae  Dremensi’,  apud  Erbfordiam  16  Kal.  Dee.
1180;  Bl.298  Philippus  II,  Confirmatio,  apud  Hildenshem  14  Kal.
Febr.  1190.  Bl.301  Friderieus  (III)  imper.,  Priv.  für  Alecheln,
erhebt  “oppidum  NMechliniense  et  eius  distrietum  ...  in  nobilem  et
perpetuum  comitatum’,  Lynnez  10.1.1490.  Bl.302  Heinricus  (III)
Rom.  rex  Johanni  duci  Brab.,  Columbariae  4  Cal.  Nov.  1039.
Bl.305  “Vorbunt  unde  ssone  ..  tuschen  ...  Sybet  tho  Rustringen
unde  Ostringe  hovetlinge  unde  alle  gude  mans  unde  menheit  uth
Rustringen,  Östringen  ...  van  der  eine  syt,  unde  .  .  richters  unde
menheit  in  Overledingen,  Morimer,  Lengener  .  ..  Herlinger  lande’,
1432  in  festo  b.  Viti  mart.  Bl.307  Philips  (ID),  Wappen  für
Jan  Berenbach  van  Antwerpen,  Bruessele  12.7.1560.  B1.309
Kaiser  Fridrich  (III),  Belehnung  für  Ulrich  herr  zu  Oistfriesslandt,
zu  der  Newenstadt  Montagh  nach  S.  Michels  dagh  1454.  Bl.318
        <pb n="235" />
        Histor.657,  Band  XIII—XV  229

Guillaumes  cuens  de  Haynnau  et  Jehans  de  H.,  Urtheil  in  einem
Streite  des  Bischofs  von  Lüttich  mit  Johann  von  Lothringen  und
Brabant  (u.  a.  betr.  Herstall),  Duras  8(?).  8.1343  (vgl.  Cartulaire
des  comtes  de  Haynaut  ...  par  Devillers  I  1881  5.208).  Bl.317
“Ordinaciones  et  statuta  de  Herstallio°  von  Johannes  comes  de
Nassouw,  22.11.  1467.  Bl.323  KarlV  als  Hz.  von  Luxemburg
und  Graf  zu  Chiny,  Gerichtsordnung  für  ‚das  Rittergericht  des  Herzogthums
  Luxemburg,  Augsp.  13.  3.  1548;  “missum  ad  reginam  ..  24.3.
1548”.  Bl.343  Wenceslaus,  Privil.  für  die  Kirche  zu  Utrecht,
Prage  12  Kal.  Maii  1382.  Bl.  347  Wenceslaus,  Belehnung  für
Wilhelmus  comes  Namurcensis,  Lucemburgae  21.  2.  1398,  und  B1.348
gleichlautende  Urkunde  von  Karolus  IV,  Aquisgrani  15  Kal.  Jan.
1362.  Bl.349  Ludovicus  regis  quondam  Franc.  filius  .  .  gubernator
  ducatus  Lutzemburgensis,  Bestätigung  von  Conventionen  mit
der  Stadt  T’rier,  Contiati  19.  3.  1503.  B1.353  Stadt  Trier  bestätigt
eine  inserirte  Urkunde  von  Charles  due  de  Bourg.  (10.  10.  1467),
20.11.1467;  französisch.  Bl.355  Philips,  Erzhz.  von  Österich,
bestätigt  das  Bündnis  zwischen  Luxemburg  und  Trier,  Brussel  2.  1.
1497.  Bl.360  “Extraiet  ut  den  tractaet  bynnen  den  graeven
semaickt  a.  (13)36°’;  Reijnolt  greve  van  Gelre  1336/7  (3  Urkunden),
(Bl.360b)  Adolph  hertoge  van  Gelre  1466,  (Bl.361)  Kaerlle  hert.
van  Gelre  1515:  sämtlich  betr.  die  Stadt  Deventer.

ea  Band  XIV  I--300  Blätter  (Bl.173  —  200,  240,  246
—  289  leer

“Livre  contenant  pluysieurs  lettres  d’adviz  faiz  et  despeschees  la
pluspart  en  la  chambre  des  comptes  a  Lille,  escript  en  !’an  1539”.

Voran  Bl.1—2  ‘la  maniere  de  former  et  escrire  des  epistres’;
dann  folgen  Briefe  vom  2.  2.  1538  —  26.  5.  1539  (zum  Theil  undatirte),
mit  wenigen  Ausnahmen  ’escript  en  la  chambre  des  comptes  a  Lille’,
die  übrigen  (darunter  einige  von  der  Regentin  Marie)  wohl  sämmtlich
an  die  Kammer  gerichtet.  Darunter  Bl.81b—85  "Une  epistre  addreschee
  a  certain  josne  homme  son  amy  qui  alla  demourer  en  court
(contenante  la  maniere  de  vivre  en  court)’,  Lille  30.  4.  1539.
Bl.201  Briefe,  meist  unterzeichnet  “Les  gens  du  eonseil  de  mons.  le
due  d’Austriee  conte  de  Flandres  ordonnez  en  Flandres’,  Lille
9—16  Mai  1539.  bB1.241  Titulaturen  und  Formeln.

Auf  Bl.I  steht  “doen  binden  den  18  van  mey  1539’.

(Histor.657)  Band  XV  454  Blätter

Nouveaux  etancienstraictestiltreseteseriptz  concernans
les  pays  de  Luxemburg,  Namur,  Haynault  et  Arthois.

Bl.1—205  Urkunden  und  Schriftstücke  zur  Geschichte  Luxemburgs.

bl.1—13  und  22—53  Urkunden  betr.  die  Abte!  S.  Masxıimin?  bei
Trier,  mit  wenigen  Ausnahmen  (Bl.12-26b  Privileg  Philipp’s  des
Guten  von  Burgund,  Brüssel  18  Sept.  1462;  B1.29  Privileg  Philipp’s
von  Burgund,  Sohnes  Maximilians  I,  Br  üssel  7  Dee.  1503)  :  sämtlich  gedruckt
  bei  N.  Zyllesius,  Defensio  Abbatiae  8.  Maxinimi,  1698,  Pars  3
oder  in  Hontheim’s  Historia  'Trevirensis  diplomatiea.  Dazwischen
Bl.15  Prepositus  decanus  et  capitulum  ecelesiae  metropolitane  Treverensis,
  Bestätigung  des  (eingeschalteten)  Vertrags  zwischen  Maria
von  Ungarn  und  Erzbischof  Johannes  von  Trier  (1$  Jan.  1551),  Treveri
28  Febr.  2.1550  more  seribendi  in  eivitate  et  dioec.  Trevirensi;  B1.19
        <pb n="236" />
        230  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Urkunde  des  Erzbischofs  Johannes  betr.  einen  Vertrag  mit  Maria  von
Ungarn,  Auguste  3  Juni  1548.

Bl.35—59  und  73—79  Urkunden  betr.  das  Kloster  Echternach:
Bl.35  Kaiser  Heinrich  Il,  2  Kal.  Jun.  1005  (vgl.  Beyer,  Mittelrhein.
Urkundenbuch  U  p.640  n0.320);  Bl.37  Karl  V,  Bruxell.  14  Aug.
1516;   B1.39  (=  517)  Heinrich  Ill,  17  Kal.  Jun.  1056  (-Hontheiml
n0.255);   Bl.41  und  43  Karl  V,  Spirae  25  Mai  und  14  Juni  1544;
Bl.45  (-55)  Papst  Paul  IIl,  Romae  1539  VII  Id.  Jun.  ;  Bl.47—52
Schreiben  der  niederländischen  Räthe  Karl’s  V  an  die  Stände  des
deutschen  Reichs,  an  die  Mainzer  Kanzlei  am  3  Juni  1549  übersandt,
mit  Correeturen;   BIl.53  Pippinus  rex  Francorum,  data  3  Non.  Maii
752  (=  Böhmer,  Reg.  Karolorum  n0.2);  Bl.54  Otto  I,  2  Non.  Ang.
948  (-Monum.  Germ.  Histor.,  Dipl.  imp.  Germ.I  n0.93);  BIl.55
und  57  vgl.  Bl.45  und  39;   Bl.59  Heinrich  IV,  1065  Radanaspona
prima  die  Kal.  Maii  (=  Böhmer  Reg.  n0.1790);   B1.73  Heinrich  VI,
Wizenouue  9  Kal.  Sept.  (-Böhmer  Reg.  n0.2785);  Bl.75  Otto
(Aachen  1  Juni  980  =  Böhmer  n0.562);   Bl.77  Maximilian  I,  Trev.
2  Apr.  1512.  Dazwischen  andern  Inhalts:  Bl.61  Verzeichnis  der
im  Jan.1547  nach  Cöln  zusammenberufenen  Stände  des  Erzbisthums
Cöln;  Bl.69  Entwurf  eines  Vertrages  zwischen  Carolus  Boisoth
und  Viglius  de  Zuichem  als  abgeordneten  Räthen  des  Kaisers  einerseits
und  den  Vertretern  des  Grafen  Dietrich  von  Manderscheit  andrerseits
betr.  dessen  Luxemburgische  Lehen,  Antwerpiae  die  28  Nov.  1545
(vgl.  Bl.189);  mit  Bemerkungen  in  lat.  und  deutscher  Sprache.

Bl.81  Uber  Philipp’s  des  Guten  von  Burgund  Anwesenheit  in
Ivoix  am  3  Nov.  1461  (Ussen  dem  alten  Rittergerichte  geschrieben’)
und  B1l.82  Erlass  Philipp’s  von  demselben  Tage  (“Extrait  hors  du
viel  livre  des  nobles  au  pais  de  Luxembourg”).  Bl.86  Karl  V,
Ordnung  für  das  Rittergericht  des  Herzogthums  Luxemburg,  Brüssel
16  Febr.  1548  (=  1549).  Bl.113  Bündnis  zwischen  Erzbischof
Dietrich  von  Cöln  (1414—1463)  und  Philipp  von  Burgund.  DBI.121
Philipp  Il  von  Spanien,  Erlass  betr.  das  Gerichtsverfahren  im  Hzth.
Luxemburg,  Brüssel  12  Apr.  1566,  mit  eigenhändiger  Unterschrift  der
Margarethe  von  Parma.

Bl.124—158  Uber  den  Inhalt  des  Archives  zu  Luxemburg:
Bl.124  Ducatus  Luccemburgensis  .  .  tabellarium  et  archivum  per
Joannem  Keck  iuris  doctorem  et  dominum  in  Thorn  .  .  ex  diversis
in  aliquot  volumina  redactum  (Inhaltsangabe  der  21  Bände),  DBI.127
Praeterea  sunt  in  hoc  Luccemburgense  tabellarıinm  ex  Archivo  Brabantiae
  missa  duo  volumina,  quorum  alterum  exempla  litterarum
a.1542  Vilvordiam  ex  archivo  Luccemburgensi  custodiae  caussa  transmissarum
  utique  continet  his  sub  inseriptionibus  ...  (Bl.127),  alterum
vero  volumen  .  .  habet  vasallos  atque  feuda  Luccemburgensia
tempore  .  .  Joannis  regis  Bohemiae  .  .  recognita  cum  acquesitis
quibusdam  aliis  (Bl.128—134).  Bl.137  Inventarium  eorum  munimentorum,
  quae  Nicolaus  a  Naves,  Majestatis  suae  ...  ab  archivis
Luccemburgensibus,  post  obitum  in  membranis  atque  papiris  reliquit.
Tradidit  autem  haec  omnia  Joannes  &amp;amp;  Naves  praedicti  praesidis
filius  Joanni  Haussmanno  ...  custodienda  ..,  denique  Joannes  Keck...
archivo  Luccemburgensi  praefectus  est  adeoque  sequentia  nec  plura
recepit  (Bl.137—144).  Bl.148—156  Repertorium  voluminis  terti
        <pb n="237" />
        Histor.657,  Band  XV  231

in  archivo  Luccemburgensi.  B1.157  Originalschreiben  des  Joh.Keck,
mit  dem  er  die  vorangehende  Beschreibung  des  Luxemburger  Archivs
dem  Viglius  übersendet,  Luccemburgi  altera  regum  a.1556  more
Trevirensi.

Bl.159  Denombrement  des  villes  et  villaiges  des  quartiers  de
Luxembourg,  d’Ardene  et  l’Eyfle  avec  autres  parties  .  ..  faict  par
Claude  de  Lely,  prevost  de  Bitbourg.  Bl.189  Dietrich  Graf  von
Manderscheit  bestätigt  den  (eingeschalteten)  zwischen  seinen  Abgesandten
  und  Maria  von  Ungarn  am  19  Nov.  1546  zu  Brüssel  geschlossenen
  Abschied,  28  Jan.  1547  (vgl.  B1.69).  Bl.195  CharlesV,
Instruction  für  den  “Conseil  de  Luxembourg’,  Bruxelles  le  20  nov.
1551.   BI.205  Resolution  de  la  ducesse  (Margarethe)  de  Parme..
sur  auleuns  diffieultez  meuz  concernant  le  conseil  de  sa  Ma  a
Luxembourg,  Bruxelles  le  3  jour  de  Juing  1564.

B1.208—367  Schriftstücke  und  Urkunden  zur  Geschichte  von  Namur,
Hennegau,  Artois  und  Flandern:

B1.208—219  Verzeichnis  von  51  Urkunden  zur  Geschichte  von
Flandern,  Namur  und  Hennegau  mit  genauer  Beschreibung  des
Ausseren  der  Urkunden  und  mit  Inhaltsangabe.  Es  sind  fast  lauter
Kaiserurkunden:  no.1  Balduin  1204;  no.2  Philipp  1204;  n0.3—5  Wilhelm
(=  Boehmer-Ficker  2.1249  n0.4977  4976  4975);  dann  24  von  Rudolf
1276—1287;  4  von  Adolf  1294/5;  7  von  Ludwig  d.  B.  1313—1340;
3  von  Karl  IV  1363  und  1370;  3  von  Wenzel  1384  und  1396.  Da
die  Originale  von  n0.3—5  sich  in  Mons  befinden  (vgl.  Neues  Archiv  II,
1877,  8.279),  so  ist  das  Ganze  wohl  eine  Beschreibung  der  Kaiserurkunden
  im  Archiv  von  Mons.  Bl.226  Erlass  Rudolf’s  von  Habsburg,
  Non.  Aug.  1281  (-Böhmer,  Reg.  n0.604).  Bl.233  und  243
Philippus  (I)  filius  B(alduini  ID)  imperatoris  Constantinopol.,  2  Erlasse
1262  die  lune  ante  ramos  palmarum;  B1.234/6  Kaiser  Balduin  II,
3  Erlasse  Parisiis  1262  in  octavis  beati  Dionysii:  über  den  Verkauf
von  Namur  etc.  an  Guido  von  Dampierre,  Grafen  von  Flandern.
Bl.239  und  B1.245  Vertrag  zwischen  Guillaume  cuens  de  Haynaut
und  Jehans  de  Flandres  cuens  de  Namur,  Mons  le  10  d’aupril  1307.
Bl.241  Kaiser  KarlIV,  Aquisgrani  1362  XV  Kal.  Jan.;  Bl.242  Kaiser
Wenzeslaus,  Luxemburgae  1398  die  21  Febr.:  Bestätigungen  der
Privilegien  der  Grafen  von  Namur.  Bl.243  und  245  vgl.  zu  Bl.233
und  239.  Bl.249  und  251  zwei  Erlasse  Karl’s  V  an  den  "grantbailly
  de  Haynnau’,  Bruxelles  24  Nov.  1542  und  8  Aug.  1556.   BI.253
Wilhelm  (D  Graf  von  Namur,  Vertrag  mit  Erzbischof  Engelbert  von
Lüttich,  1359  le  23  jour  de  fenal,  “copie  extraiete  horz  du  second
livre  aux  chartres  de  la  venerable  eglise  de  Liege’.

51.257  Prelas  nobles  et  bonnes  villes  d’Arthois  a  mander  aux

estaz.   B1.262  Declaration  des  villaiges  ..  et  maisons  contribuables
aux  tailles  et  aydes  d’Artois  .  .  B1.292  Deeclaration  des  villes  et

villaiges  de  la  conte  de  Namur  sans  y  comprendre  la  ville  et  banlieuve
  de  Namur  .  .;  Bl.304  Ce  sont  les  villaiges  estans  pardela  le
riviere  de  Meuze  soubz  le  conte  de  Namur  .  .;  Bl.308  S’ensuyt  les
villaiges  de  la  banliewe  de  Namur.  B1.313  Le  vielz  estat  de  la
conte  de  Namur  avesques  ces  appertenances  “On  treuve  ez  archivez
du  chastel  de  Namur  comment  ...  ’empereur  Baulduin  .  .:  historische
Auseinandersetzung,  deren  Gerippe  Urkundenauszüge  bilden,  und  die
        <pb n="238" />
        232  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

mit  folgenden  Urkunden  abschliesst:  B1.323b  Henrieus  comes
Namuri  schenkt  “Balduino  Hanoviensi  nepoti..  omnia  allodia’  ete.,
1  Apr.  1184;  B1.324  Copia  litterarum  Rodulphi  episcopi  Leodiensis
de  guerpitione  comitatus  Navercensis,  mense  Aprili  1184;  B1.325
Copia  litterarum  (Nycholai  .  .  Cameracensis  et  Johannis  ..  episcopi)
de  eadem  materia  (darin  eingeschaltet  2  Erlasse  des  Henricus  comes
Namuri);  Bl.326  Walramnns  dux  de  Lembourch,  comes  de  Lucembourg
  (littera  de  pace  comitis  Philippi  et  comitis  Walramni’),  feria
seecunda  post  Invocavit  1222;  B1.327  Ermensendis  comitissa  Barrensis
  et  Lucemburgensis,  1200  mense  Novembri;  Bl.327b  Guys
cuens  de  Flaudres  et  Ysabeau  sa  compaigne,  litterae  fundationis
Capellae  in  vico  Vinorum,  1296  au  moy  de  marche.

Bl.331  Ordonances  du  conseil  a  Namur,  ...  donne  a  Borghes  le
18  de  janvier  1529  stil  de  Liege.  Bl.355  Ordonances  premieres
du  conseil  a  Namur,  ..  donne  a  Namur  le  26  de  juillet  1491.

Bl.369—  454  Urkunden  und  Schriftstücke  betr.  Stadt  und  Bisthum
  Cambray,  darunter:  Bl.369  Philipp  (VI)  von  Frankreich,
Paris  1339  en  mois  de  Novembre.  Bl.371  Carl  VII  von  Frankreich,
  Paris  le  24d’octobre1448.   B1.375—381  und  388—392  Schriftstücke
  betr.  das  den  Kirchen  von  Cambrai  auferlegte  gavalum  (gaveur);
darunter  Bl.381  ein  Originalbrief  des  Capitels  an  Anthoine  d’Aymeries
et  de  Lens  ...  chancellier  de  Bourgongie.  BI1.382  Wenceslaus,
Pragae  1396  in  festo  sanetorum  Innocentium.   BI.386  Kaiser  Karl  IV,
Pragae  1370  XIII  kal.  Dec.   BI.392  Philipp  von  Flandern  1189.
Bl.394  Papst  Benedict  (XII),  Avin.  V  Id.  Nov.  pontificatus  anno
septimo.  Bl.395  Papst  Clemens  (VI)...  Johanni  de  Flandria
comiti  Namurcensi  .  .  Dat.  Avion.  V  kl.  Julii  anno  quinto.  B1.402
Konrad  III  1146  tertio  kl.  Jan.  Aquisgrani  (-Böhmer,  Reg.  n0.2251).
Bl.407  Johannes  et  Balduinus  de  Avesuis,  filii  Margarete  (II)
Flandrie:  beschwören  eine  (eingeschaltete)UrkundeKönig  Ludwig’sIX
von  Frankreich  (1248  mense  Januario),  1257  mense  Novembri  in  die
beate  Cecilie;  Bl.415  Jehans  d’Avesnes  et  Bauduins  frere  .  .  1248
le  mois  de  jenvier;  Bl.417  Papst  Bonifatius  (VIII),  Anagniae  kl.
Octobr.  pontificatus  anni  primi,  darin  eingeschaltet  die  Urkunde  von
B1.407ff.  des  Joannes  de  Avesnis  ete.,  1257  mense  Nov.  in  die
beatae  Ceciliae,  jedoch  an  einer  Stelle  hier  ausführlicher.  BI.434
Concept  de  ce  que  se  pourroit  proposer  aux  estatz  de  l’empire  de
la  part  de  cenlx  de  Cambray  contre  le  roy  de  France  a.  1544.
Bl.441  Karl  V,  in  oppido  Bruxellensi  13  Maii  1550  (“concernant

l’erection  de  la  eitadelle  de  Cambray’).  Bl.446  Instructiones  pro
depntatis,  qui  nomine  .  .  ceivitatis  Cameracensis  ..  habent  comparere
ad  dietam  Imperialem  nuper  Spirae  designatam...  Bl.449  CarolusV,

in  oppido  Valenchiennes  1  Dec.  1540.

(Histor.697)  Band  XVI  II-+495  Blätter

“Divers  traictez  ..  de  Bourgoingne  avec  Angleterre”.

Bl.1  “Ediet  d’Augleterre’,  Windsor  3.3.1563  (-1564)  “par  la  royne’,
betr.  “Vanchien  entrecours  des  marchandises’  zwischen  England  und
den  spanischen  Niederlanden.  Bl.4  Verordnung  “par  le  roy’  an
den  “conseil  provincial  en  Artois’,  von  Margarita  durch  den  prive
conseil’  veröffentlicht  Brux.  7.  12.  1563.  Bl.9  Bericht  aus  England
betr.  den  Tod  Eduard’s  VI,  beginnend  “Samedy  le  1.  jour  de  julet
        <pb n="239" />
        Histor.657,  Band  XV  und  XVI  233

l’an  1553”.  Bl.14  “Traittie  avecq  Escosse  fait  a  Byns  le  15.  de
dec.  1550’  zwischen  den  Gesandten  Karls  V  (Ludovieus  de  Flandria
dom.  de  Praet,  Johannes  de  S.  Mauricio  und  Viglius)  und  der  Königin
Maria  (Thomas  Erskin)  geschlossen;  die  Vollmachten  der  Gesandten
sind  inseritt.  Bl.22  Concordatum  inter  regis  Angliae  legatos
Th.  Smethe  etc.  et  commissarios  reginae  Ungariae  Lud.  de  Schore  etc.
ad  sedandas  controversias  inter  gubernatores  et  mercatores  nationis
Anglicanae  ex  una  et  magistratum  opp.  Antwerpiensis  ex  altera
parte,  Mechliniae  Aug.  1548.  Bl.25  Carl  V,  “declaratio  tractatus
Anglicanı  facta  in  Veteri  Traiecto  a.  1546  d.  16  Jan.’,  Trai.  31.  1.  1546
(1547),  gedr.  Rymer,  FoederaXV118.  BIl.30  HcnricusVIlIl  Angliae
rex,  Grenewiche  26.4.  1546’,  “exhibita  fuit  hec  copia  per  oratorcs
Angliae  in  Binchio  16.  5.  1546”.  Bl.32  “"Traetatus  Gallorum  cum
Anglis’  zwischen  den  Gesandten  Heinrichs  VIII  und  Franz’,  prope
villam  Camp  7.6.1546,  mit  inserirten  Vollmachten.  Bl.42  Ubereinkommen
  zwischen  den  Gesandten  Karls  V  und  Heinrichs  VOII
über  die  Waaren,  die  während  des  Krieges  mit  Frankreich  nicht
dorthin  ausgeführt  werden  dürfen,  6.4.1545.   B1l.44  HenricusVIIJ,
Vollmacht  für  seine  Commissäre  zur  Verhandlung  mit  Karl  V  betr.
Handel,  Westm.  30.  4.  1545.  Bl.46  Karl  V  (an  seinen  Gesandten
in  England),  Worms  16.7.1545.  Bl.52  Henry  VIU,  betr.  Handel
der  Niederlande  während  des  Krieges  mit  Frankreich,  Westm.  10.  4.
1544,  B1.54  Originalschreiben  der  Gesandten  Eust.  Chapuys  und
de  Montmorency  an  Maria,  Londres  en  haste  22.  10.  1542  (1543),
von  ersterem  geschrieben.  BI.56  Vertrag  zwischen  den  Gesandten
Karls  V  und  Heinrichs  VIII,  geschlossen  Londini  11.  2.  1542  (1543),
mit  deren  Vollmachten;  die  Artikel  bei  Rymer  XIV  768.  B1.70
"Traiete  et  capitulation  faicte  a  Antoncourt”  zwischen  den  Gesandten
Karls  V  und  Heinrichs  VII  betr.  Angriff  auf  Frankreich,  ohne  die
Vollmachten,  1542  (“Copie  ...  pour  la  royne”).  Bl.72  “Diffieultes
trouves  sur  les  articles  du  traietie  faict  en  Angleterre  .  .,  Concept
von  L.  de  Schore,  8.  6.  1542.  Bl.77-Bl.56.  B1.89  Accord
zwischen  der  Königin  Marie  und  dem  schott.  Gesandten  Jchan
Campbell,  Binch  29.  2.  1540  (1541).   Bl.92  “Acte  de  commendement
faict  a  Westmoster  le  16.  de  nov.,  l’an  du  regne  30  du  roy  Henry  VIIL,
1538”.  Bl.94  Kaerle  (V),  Mechelen  8.  4.  1535  voer  paesschen
(1536),  Antwort  auf  eine  Supplicatie  betr.  Schiffsabgabe  (trecht  van
ancraige).  Bl.103  Jacobus  (V)  rex  Scotorum  betr.  Verhandlungen
von  Joh.  Campbell  mit  Margaretha  von  Oesterreich,  Stirling  25.  5.
1531;  Bl.104  Charles  (V),  Brux.  24.7.1531;  Bl.105  Charles  V  an
den  König  von  Schottland,  Brux.  9.  8.  1531.  Bl.108—116  und
118--125  Carolus  V  bestätigt  den  von  seinen  und  Heinrichs  VI
Gesandten  Cameraci  5.8.1529  geschlossenen  Vertrag,  Gemue  29.8.
1529,  mit  den  Vollmachten;  2  Abschriften;  vgl.  B1.379.  Bl.126
(vgl.  Bl.365)  Henrieus  (VIII)  rex  Angliac  “Confirmation  .  .  des
alliances  d’entre  les  roix  de  France  ct  d’Angleterre  (London  2.10.
1518  geschlossen,  gedr.  bei  Rymer  XTI  624,  vgl.  auch  Bl.166)  et
comme  led.  roi  d’Angleterre  y  admeect  P’empereur  comme  principal
contractant‘,  London  19.  3.1518  (1519).  Bl.156  CGarolus  V,  Bestätigung
  des  (inserirten)  am  17.1.1522  (1523)  mit  Heinrich  VII  durch
Ge.  de  Temsic  und  Jher.  Dorpius  geschlossenen  Vertrages,  Mechlin.
        <pb n="240" />
        254  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

10.  3.1522  (1523),  mit  den  Vollmachten.  Bl.142  und  150  zwei
Verträge  zwischen  Karl  V  und  Heinrich  VIII,  von  Karl’s  Gesandten
ausgefertigt,  beide  London  11.4.1520,  mit  den  Vollmachten;  Heinrich’s
Ausfertigung  des  ersten  Vertrages  ist  gedr.  bei  Rymer  XIII  714.
Bl.160  Kaerle  (V)  "Ordonnantie  roerende  den  Ingelschen’,  Loeven
4.  10.  1520.  Bl.166  “Foedus  Londinense’,  London  2.10.1518,  von
Heinrichs  VIIL  Gesandten  veröffentlicht,  ohne  die  Vollmachten;  andere
Ausfertigung  derselben  Artikel  bei  Rymer  XII  624.  BI1.172°  Traietie
d’entre  ’empereur  Maximillian  (I)  et  le  roy  Henry  (VIII)  d’Angleterre’
von  Maximilians  Gesandten  ausgefertigt,  Londini  29.  10.  1516  (Ausfertigung
  der  engl.  Gesandten  bei  Rymer  XIII  556).  Bl.182  (vgl.
Bl.423)  “Intereursus’,  Brux.  24.1.1515  (1516),  ausgefertigt  von  den
Commissarien  Karl’sV,  ohne  die  Vollmachten  Karl’s  und  Heinrich’s  VII
(Confirmatio  desselben  gedr.  bei  Rymer  XIII  539);  BI.183  und
196  derselbe  ausgefertigt  von  Heinrich’s  Bevollmächtigten,  das  erste
Exemplar  (51.188)  mit  den  Vollmachten.  Bl.202  Henry  VIII,
Westm.  18.  1.  1513  (1514),  “touchant  le  transport  d’artillerie  hors
d’Angleterre”.  BI.204  Vertrag  der  Bevollmächtigten  Heinrich’s  VII
mit  denen  Maximilian’s  und  Karl’s  V,  von  ersteren  ausgefertigt,
ohne  die  Vollmachten,  Calesie  21.  12.  1507.  Bl.218  Vertrag  der
Gesandten  Heinrich’s  VII  und  Philipp’s  I  von  Spanien  1506;  etwas
andere  Ausfertigung  bei  Rymer  XII  132.  Bl.226  Henricus  (VID)
rex  Anglie,  Vertrag  mit  Philipp  I,  Windesore  9.  2.  1505  (1506),  gedr.
Rymer  XIH  123.  Bl.232  Stadt  Middelbourg  en  Zellande,  Vertrag
mit  den  schottischen  Kaufleuten  daselbst,  5.  11.1525.  BI.236  Vertrag
  der  Gesandten  Heinrich’s  VIL  von  England  mit  denen  Philipp’s
Erzherzogs  von  Oesterreich,  ohne  die  Vollmachten,  Calesii  25.  4.  1499
(vgl.  Bl.408);  gedr.  Rymer  XII  713.  Bl.242  Maximilian  I  roy
des  Rom.  bannist  les  draps  d’Angleterre,  Malines  8.  4.  1494  apres  p.
Bl.246  Henricus  VII,  Vertrag  mit  Maximilian  I  und  dessen  Sohne
Philipp  v.  Oest.,  Westm.  12.  12.  1488;  gedr.  Rymer  XII  361.  BI.  250
Edwardus(IV)  rex  Anglie,  veröffentlicht  die  von  seinen  und  Maximilians
  Bevollmächtigten  zu  Lille  12.  7.  1478  in  suspenso  gelassenen
Puncte  und  (Bl.266)  den  daselbst  geschlossenen  Vertrag  (gedr.
Rymer  XII  67),  ohne  die  Vollmachten,  Westm.  6.  9.  1478.  B1.274
Vertrag  der  Gesandten  Eduard’s  IV  mit  denen  des  Herzogs  Karl  von
Burgund,  in  opp.  Brugensi  6.  12.  1476,  ohne  die  Vollmachten.
B1.300  Stadt  Brugghe,  Vertrag  der  schottischen  Kaufleute  mit  dem
“ambochte  vanden  sciplieden  binnen  der  stede  van  Brugghe’,  14.4.
1469  voor  pacsschen  (1470).   B1.304  Charles  due  de  Bourg.  bestätigt
den  schottischen  Kaufleuten  ein  (inserirtes)  Patent  Herzog  Philipp’s
von  Burgund  (Leyde  6.  12.  1427),  Bruges  mars  1469  av.  p.  (1470).
Bl.308  “Inventaire  ..  de.  .  lettres  patentes  obtenues  du  roy  d’Angleterre
  tant..  sur  le  fait  de  l’entrecours  de  la  marchandise,  pescheries
de  la  mer,  treves  seur  estat  et  abstinence  de  guerre  entre  les  royaulme
d’Engleterre,  seigneurie  d’Irlande  et  marches  de  Calais  d’une  part  et
les  pays...  de  mons.  le  due  d’autre,  comme  touch.  le  mariaige  (Karls  des
Kühnen  mit  Margarethe).  ,  20.  9.  1467  —  18.  7.  1468  (16  Nummern).
Bl.312  Philippe  due  de  Bourg.  bannist  les  draps  d’Angleterre,  Lille
26.  12.1464;  vgl.  B1l.420.  Bl.316  Vertrag  der  Gesandten  Jacob’s
von  Schottland  mit  denen  Philipps  von  Burgund,  mit  den  Vollmachten,
        <pb n="241" />
        Histor.657,  Band  XVI  235

Brux.  1.4.1448  ante  p.  (1449).  Bl.322  Philippus  dux  Burg,.,
Vertrag  zwischen  dem  “theolonarius’  zu  Antwerpen  und  den  englisehen
Kaufleuten  daselbst,  Brux.  6.  8.1446:  Vidimus  der  Stadt  Antwerpen
12.8.1446.   Bl.332  Philippus  dux  Burg.,  Leyde  6.  12.  1427,  Vertrag
  in  Streitigkeiten  der  Einwohner  Flanderns  mit  sehottisehen  Unterthanen:
  Vidimus  eines  Vidimus;  dann  (Bl.334b)  weitere  Forderungen
des  sehottischen  Gesandten.  DB1.336  Jaques  (I)  roy  de  Scoee,  betr.
“Je  dixieme  denier’  von  Waaren  in  Flandern,  Rouen  17.  9.  1420.
Bl.358  Wilhelm  palsgrave  up  de  Rijn,  Privileg  für  die  sehott.  Kauflente,
  in  den  Haghe  1.8.1416.  B1.340  Vertrag  der  Bevollmäehtigten
von  Robertus  filius  regis  Seotie  dux  Albanie,  gubernator  regni  Scotie,
eum  gubernatoribus  et  reetoribus  ville  Brugensis,  nomine  dietae  villae
et  aliarum  villarum  prineipalium,  11.5.1407.   Bl.342  Stadt  Brügge,
Vertrag  mit  den  sehott.  Gesandten  wegen  ihrer  Klagen  gegen  die
“receptores  theolonii’,  April  1400  ante  p.  (1401).

B1.346—389  “Traietes  d’Angleterre’:   BI1.346  Henrieus  VII  bestätigt
  den  zwisehen  seinen  Gesandten  und  denen  des  Erzherzogs
Philipp  von  Oesterreieh  gesehlossenen  Vertrag,  London  24.2.1495  (1496;
gedr.  Rymer  XII  578),  ohne  die  Vollmachten,  Westm.  26.  3.  1496
(1497).  Bl.358  Vertrag  der  Gesandten  Heinrich’s  VII  mit  denen
des  Erzherzogs  Philipp,  1506;  gedr.  bei  Rymer  XIII  132  mit  Bestätigung
vom  30.  4.  1506.  Bl.365  Henrieus  VII  (1519)  =  Bl.  126.
Bl.373  Henrieus  VIII  bestätigt  den  von  seinen  und  Karl’s  V  Gesandten
  gesehlossenen  Vertrag  vom  11.  14.  1520,  mit  den  Vollmaehten
der  Gesandten  (gedr.  bei  Rymer  XIII  714),  London  8.5.  1520.
Bl.379  Carolus  V  (1529)  =  Bl.108.

Bl.390  Vertrag  der  Gesandten  Heinrich’s  VII  mit  denen  Erzherzog
Philipp’s,  ohne  die  Vollmaelhten,  London  7.7.  1497  (impost  sur  les
draps  d’Angleterre).  Bl.393  vol.  Bl.434)  Henricus  (VII)  bestätigt
  den  von  seinen  Gesandten  mit  denen  Philipp’s  (deren  Vollmachten
  inserirt  sind)  London  24.  2.1495  (1496)  geselilossenen
Vertrag,  Westm.  26.3.  1496.  Bl.408  Vertrag  1499  =  BI.236;
Bl.413b  “Petitio  mercatorum  Flandriae’;  Bl.414b  “Responsio  oratorum
regis.  Angliae’;  Bl.415b  ‘Replica  mereatorum’;  Bl.416b  “Dupliea’
und  ‘Responsio  oratorum’,  Bl.420  Philippe  1464  =  BI.312.
Bl.423  Intereursus  1515  =  BI.182.  Bl.428  Maximilian  I  1494  =
B1.242.  Bl.434  Henrieus  (VID)  1496  =  BI.393.  Bl.446  “Instruetion
  pour  mess.  Guill.  de  Lalaing  .  ..  de  ee  qwilz  auront  a
faire  .  .  pour  parvenir  a  V’entretenement  du  cours  de  la  marchandise
entre  le  royaulme  d’Angleterre  et.  .  Calais  d’une  part  et  les  pais
de  Brabant,  Flandres...  Malines  d’autre’,  a  la  Haye  26.  3.  1438.
Bl.454  Edouart  (II)  roy  d’  Engleterre,  Calais  24.  10.  1360  (betr.
den  Vertrag  von  Bretigny,  keine  der  bei  Rymer  VI  219#f.  gedruckten
Urkunden).  Bl.462  Edwardus(IV),  Privileg  für  die  Unterthanen
Karl’s  von  Burgund  betr.  Handel,  Westminster  14  Nov.  anno  regni  7,
(1467).  Bl.465  Eduard  III  ‘Statnt  faiet  .  (23  Sept.)  1353;
translate  de  Yengloix’  (betr.  “Vestaple  des  laines,  euirs,  peaux,
toisons’  in  England).  B1.485  Philippe  filz  de  rov  de  Pranec
bestätigt  eine  Urkunde  von  Loys  III  contes  de  Flandres  vom  29.  11.
1359,  Lille  Aug.  1394;  B1.487  Privileg  für  die  schott.  Kaufleute,
Bois  le  Due  Juni  1387.  Bl.489  Eduardus  (I)  betr.  Handel,
        <pb n="242" />
        236  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Windesore  1.2.1304  regni  31.  Bl.493  Willelmus  comes  Hannoniae,
  betr.  schottische  Kaufleute,  Dordraco  die  beati  Petri  ad  vinc.
1323,  Copie  eines  Vidimus.  Bl.494  Edward  (I)  roy  d’Engleterre,
betr.  Handel  mit  Flandern,  Cypewyz  lendemein  de  la  Tyffeyne
(7  Jan.)  1296  (1297),  gedr.  Rymer  TI  740.

(Histor.697)  Band  XVII  580  gezählte  Blätter  (Bl.1—3,  127
—134,  150/1  fehlen)

Aktenstücke  betr.  die  Niederlande  (1154—1562),  besonders  die
Bildung  des  Burgundischen  Kreises  (1548)  und  sein  Verhältnis
zum  Reiche.

Bl.4  “Le  bien  et  le  mal  que  pour  sa  majeste  et  le  Pais  d’embas
pourroit  proceder  par  la  submission  aux  ordonnances  de  la  paix
publieque  de  l’empire,  comme  l’empereur  requiert  par  ses  lettres
datees  en  mars  dernier”.  Bl.18  “Memoire  pour  la  prochaine  diete
imperialle’  (nach  1559).  Bl.26  ‘Actus  der  beschehener  Wall  und
Romischer  Cronung  zu  Franefurt  a.M.  Nov.  und  Dee.  .  .  (15)62.  ..
Bl.38  "A  sa  ma).  imp.:  trois  poinets  concernans  ses  Pays  d’embas’,
aus  einer  Remonstration  der  Reichsstände  20.  8.  1550.  Bl.41
Ferdinandus  imp.,  betr.  Belehnung  des  Königs  Philipp  von  Spanien
mit  Cambray,  und  (Bl.47)  mit  Geldern,  Zütphen  und  Utrecht,  beides
Vienna  13.5.  1560.  Bl.52  (Granvella)  an  die  Königin  Marie,
Brux.  7.9.1550  über  B1.38/9,  Copie.  Bl.57  Anschlag  des  Burgundischen
  Kreises  (1547).  Bl.  59  Zwei  Instructionen  (Philipps  ID)
für  Jehan  de  Ligne  conte  d’Aremberghe,  Felix  Hornung  und  Ph.
Cobel  zum  Reichstage  zu  Augsburg,  Brux.  24.1.1558.  Bl.72
Karl  V  an  Sebastian  Ertzbischoven  zu  Maintz,  Brussel  15.  3.  1549.
Bl.74  Anschlag  des  Oberländischen  und  Sächsischen  Kreises  auf
dem  Reichstage  zu  Worms.  Bl.76  “Ettlich  alte  des  Reichs  anschleg’
  (1430—91)  für  Rodenmach.  Bl.78  Kreisabschied,  Cellena
17.  2.  1549.  Bl.82  Anwalt  der  Königin  Marie  an  das  RKGericht,
mit  Verzeichnis  der  Praelaten,  der  Grafen  und  Herren,  die  zu  den
Niederlanden  gehören  und  der  Reichsjurisdietion  nicht  unterworfen
seien.  Bl.90  Vollmachten  für  Wolfgang  Breyning,  Advocaten  am
RKGericht,  von  (90)  König  Philipp  II  1556;  (92)  König  Ferdinand
1549;  (94)  Wilhelm  Frh.  zu  Waltpurg,  Erbtruchsess  1549;  (96)
Egenolph  zu  Rappoltstein  1549;  (98)  König  Ferdinand  1549;  (100)
Freilandrichter  und  Urtheilsprecher  des  Landgerichts  in  Schwaben
1543;  (104)  Godtfridt  von  Aspermont,  Abbt  zu  Echternach:  mit
Correeturen  von  Viglius®’  Hand,  voran  (102)  Brief  des  Abtes  an  den
Kaiser,  Copie;  (107)  Sebastian  Erzb.  zu  Mainz  1549.  Bl.111  "Instructie,
  wes  .  ..  Joest  grave  tot  Broncekhorst  end  heer  tot  Borckelloe

.  den  erentfesten  Berndt  van  Hackfort....  ende...  Viglio  van  Zwychen

.  furtodragen  begeert  .  ’;  Bl.113  “Instructie  voir  den  Greven
vanden  Berge  alleene’;  Bi.117  "Grave  van  Bronchorst  sampt  die
Bevelhebberen  des  onmindigen  Graven  vanden  Berg’  an  die  Königin,
presente  a  Zutphen  14.  10.  1549.

Bl.120b  steht  folgender  Titel  (für  Bl.120b—210)  “Lyache  des
pieces  servant  pour  les  proces  et  differences  pendantz  en  la  chambre
imperiale  d’entre  le  fiscal  de  l’empereur  et  le  procureur  du  roy  chatholieque
  touchant  Pexemption  d’aucuns  platz  et  seigneuries  (?)  des
Pays  d’embas  quant  aux  contributions  et  aydes  dudiet  empire”.
        <pb n="243" />
        Histor.657,  Band  XVII  237

Bl.121  “Proeurator  (Breyning)  ...  ex  mandato  ...  Mariae  ..  respondendo
ad  replicam  et  conelusionem  7  et  19  Mareii  a  procuratore  fiscali  .  .
productam,  super  proeessibus  contra  quosdam  Inf.  Germanie  praelatos
ac  dominos  ratione  .  .  contributionis  pro  sustentando  Jud.  eam.,  pro
muniendis  limitibus  Hungariae,  proque  habenda  pecunia  prompta  in
imperio,  “vorratl’  dieta,  motis’,  an  das  RKG  ‘6°  Sept.  1551  missum
ad  d.  Wolfg.  Breyning’.  Bl.135  “Concept  d’une  instruction  pour
le  conseiller  Viglius’  (“passant  par  Spieres’).  Bl.137  Karl  V,
Brüssel  15.  3.  1549,  Entwurf  mit  Anderungen  von  Viglius.  B1.140
Jac.  Huckel  dominae  Annae  ab  Egmont  eomitissae  in  Horne,  Spira
20.  12.  1543.  Bl.143  Maria  an  Breyning,  2  Entwürfe  mit
Anderungen  von  Viglius,  Brussel  26  und  (Bl.144)  25  Jan.  1550.
Bl.148  Verzeichnis  einiger  Schreiben  (Breyning’s).  bl.152  Diethreich
  Graff  zu  Manderseheidt  an  Marie,  Bitte  ihn  durch  Breyning
vertreten  zu  lassen;  Bl.153  Dietrich  Graf  zu  Manderscheit,  Vollmacht
  für  Breyning,  Entwurf  mit  Anderungen  von  Viglius;  Bl.157
Coneept  eines  Briefes  an  Maria,  Juli  1545.  Bl.158  “Artieles,  sur
lesquelx  conviendra  prendre  resolution  pour  dresser  l’instruction
de  celluy,  qui  aura  eharge  de  communiequer  avec  le  duc  de  QOleves
et  autres  estatz  du  kreysz  de  Westfale’,  mit  Gutachten  zu  einzelnen
Artikeln.  Bl.162  “Bericht  der  Kö.  Mait.  zw  Hunngern  (Maria’s)
..  gesanndten,  belangend  die  fiscalische  process  ...  productum  14  Nov.
1542  ...  Spirae  .  .  per...  Weiriehum  baronem  de  Kriiehingen
ete.  et  Viglium  de  Zuichem  .  .'.  Bl.171  (=  Bl.471)  Promemoria
“que  ceulx  de  l’empire  soubz  correetion  ne  samblent  estre  fondez
de  vouloir  faire  contribuer  la  duchie  de  Brabant  .  .  en  la  guerre,
que  presentement  ilz  peuvent  avoir  eontre  le  Turc’,  theils  französisch,
theils  lateinisch.  Bl.180  Karl  V,  Vertrag  mit  den  Reichsständen
(betr.  das  Verhältnis  der  Niederlande  zum  Reich)  auf  dem  Reichstage
  zu  Augsburg  26.  6.  1548  und  (Bl.189)  besonderer  Artikel;  deutseh
(vgl.  Bl.235)  und  (Bl.191)  französisch.  Bl.200  Sebastian  Erzb.
zu  Mainz  an  den  Kaiser,  Maintz  Jubilate  1549  (gegen  den  Vertrag)
und  (Bl.202)  Bartholomaei  1548.  Bl.205  Historischer  Bericht
(lateinisch)  über  die  Zusammensetzung  des  Burgundisehen  Kreises.
Bl.211—580  "Aeta  in  Comitiis  Augustensibus  a.1548  super  traetatu
statuum  inferioris  Germaniae  eum  statibus  sacri  Romani  imperii
dirigente  Viglio  Zuichemo,  Caes.  M.  consiliario,  cum  aliis  plerisque
seriptis  tam  in  predietis  comitiis  translatis  et  eonceptis  quam  iis,
que  in  precedentibus  imperii  conventibus  super  codem  negocio  acta
et  tractata  fuerant’:  Bl.215  “Les  poinctz  prineipaulx  venants  en
consideration  a  eause  du  traicte  de  l’union  faiete  entre  Vempire  et
les  pays  patrimonialz  de  l’empire”.  Bl.218  Die  Stände  an  den
Kaiser,  praes.  25.5.  1548  Angustae;  Bl.221  “Exhibitum  statibus  imp.
11.5.  1548’.  B1.225  Antwort  der  Stände,  praesent.  19.  5.  1548.
51.227  Responsum  Statuum.  B1.229  Notizen  von  Viglius.
B1.232  (von  Viglius  Hand)  “Artieuli  ex  deeretis  et  ordinationibus  imp.,
qui  vulgo  allegantur  eontra  domum  Burgundiae  ad  ostendendum  cam
ad  contribntiones  et  collectas  adversus  Turcam  et  alias  cum  eacteris
Imperii  Statibus  teneri”  (1495—1524).  B1.235  “Exhibitum  Caesari
25.6.1548  et  ita  conclusum  eodem  die  per  Caes.  Me”,  et  sequenti
die  per  ep.  Atrebatenscın  et  Viglium  Caesaris  (Karl  V)  conelusio
        <pb n="244" />
        238  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

renuneiata  archiepiscopo  Mog.  et  deinde  cum  titulis  et  caeteris  manu
mea  Viglii  adscriptis  expeditum  in  cancellaria  Mog.’,  vgl.  Bl.181.
Bl.245  Sebastian  Erzb.  zu  Mainz  an  Viglius,  Montags  nach  S.  Margar.
(23?  Jul.)  1548,  Orig.  Bl.246  Maria  an  Sebastian,  Brussel  28.5.
1548.   BI.248  Sebastian  an  den  kaiserl.  Secretär  Joh.  Obernburger,
Maintz  7.2.1549  (Orig.).  Bl.250  Charles  V,  Augsp.  26.  6.  1548
—  Bl.291.  Bl.258  "Exhibitum  Caesari  25.  6.1548:  Decuplica  et
extrema  seriptura  statuum’.   B1.264  “Articul  belangend  vergleichung
des  Burgundischen  kreiss,  um  in  den  abscheid  zu  setzen,  ubergeben
den  stenden  22.  6.  1548°.   BI.266  ‘9  plica  Caesaris’  22.  6.  1548.
Bl.272  Karl  V,  “Notul  der  Burgundischen  vergleichung  mit  dem  hl.
reich  ...  den  stenden  ubergeben  .  .  12.  6.  1548’,  mit  Bemerkungen
von  Viglius.  Bl.286  Septuplica  Caesaris,  12.  6.  1548,  mit  Bemerkungen
  von  Viglius.  Bl.288  “Der  stend  notel,  le  pouriect  des
estaz  du  traictie,  exhib.  Aug.  7.  6.  1548°.  Bl.296  Sextuplica  statuum
7.6.1548.  BI1.300  Protocoll  3.6.1548.  B1.302  Quintuplica  Caesarıs
  26.5.1548.   BI.308  Quadruplica  statuum  19.  5.  1548.   DBI.310
Triplica  Caesaris  10.  5.  1548.  Bl.314  Dnplica  statuum  5.5.  1548.
Bl.318  Replica  Caesaris  26.  4.1548.  BI.324  “Mittel  unnd  fürschlag
zwischen  kay.  Mat.  .  .  und  dem  Hertzog  von  Clef  .  .  under  anderm
Geldern  betr...  Nurmberg  1543’.  Bl.326  Aus  Reichstagsprotokollen
(betr.  den  Burgund.  Kreis)  Speier  1544,  Worms  1545,  Nürnberg  1523.
B1.330  Erzb.  Albrecht  von  Mainz,  Aschaffenb.  26.6.1544,  und  (B1.333)
der  Reichstag  zu  Speier,  7.  6.1544,  an  das  Fürstenthum  Geldern  und
dieGrafschaft  Zütfen.  B1.336  Auszüge  aus  Reichsbeschlüssen  1450  bis
1544.  B1.354  "Statuum  responsum  16  Apr.  1548°.  Bl.362  Antwort
des  Kaisers,  “oblatum  statibus  28.  3.  1548  per  d.  Georgium  Seld’.
Bl.366  Antwort  der  Stände  auf  den  Bericht  auf  B1.368,  Augsburg  1548.
Bl.368  Bericht  der  Räthe  der  Königin  Maria,  Wormbs  23.7.
1545.   BI.372  Memorial  der  Gesandten  Maria’s:  “le  troisiesme  escript
touch.  le  ceircle  de  Bourgoigne  ...  a  la  fin  de  la  journee  imp.  de
Nuremb.  1543”.  Bl.375  Die  Gesandten  Maria’s  an  die  Stände,
Wormatiae  1545.   B1.380  “Translation  de  certain  escript  exhibe  au
roy  des  Rom...  a  Nuremberge  l’an  1543  par  le  baron  de  Crehanges
et  le  conseiller  Viglius  ...  deputez  de  la  royne  (Marie)  .  .  (“second
escript).  BI1.384  “Furtrag’  derGesandten  Marias,  (“le  premier  escript’)
10.  2.  1543.  Bl.394  “Memoire  de  ce  que  suyvant  les  lettres  de
l’empereur  ..  du  20...  mars  (vgl.  Bl.398b)  l’on  pourroit  mander  a
Jehan  van  Lyere  sr.  de  Berghem,  commis  de  l’empereur,  a  la  journee
de  Ulme  .  .’,  Bruges  3.4.1546  av.  p.  (=  1547).  Bl.398  Marie,
Brief,  Bruges  3.  4.  1546  (-1547)  mit  “Extraiet  des  lettres  de  l’empereur
  a  la  royne  du  20.3.1546  (1547)’,  vgl.  B1l.394.  Bl.405
Antwort  auf  ein  “escript  baille  par  les  depputez  des  estatz”.
Bl.411  “Les  gens  du  conseil  d’estat  de  l’empereur’  an  Maria,  Antwort
auf  ein  Schreiben  vom  11  Nov.,  Brux.  20.  11.  1547.  Bl.415  Drei
Erklärungen  auf  Schreiben  der  Reichsstände  an  den  Kaiser  (sur  les
remonstrances  faictes  ausdiets  estatz  de  la  part  de  la  royne  d’Hongrie..
a  la  diete  de  Wormes).  B1.429  “Concept  d’accord  pour  les  Pays
d’embas  avec  les  estatz  de  l’empire  1548’.  Bl.441  Resolution  des
Kaisers  auf  das  Project  des  Vertrages  an  die  Stände,  21.  6.  1548.
Bl.443  “Secunda  declaratio’  des  Kaisers  an  die  Stände  betr.  die
        <pb n="245" />
        Histor.657,  Band  XVII  und  XVIII  239

Remonstrances  reiterees  der  Königin  (vgl.  B1l.415).  Bl.447  Inhalt
des  von  den  Ständen  coneipirten  Vertrages,  “Caesari  placuit  ..

10.  6.1548°.  BI.449  “Summaria  eontenta  eorum  quae  in  eomitiis..
1542  die  26  Aug.  Nurembergae  conelusa..  fuerant’;  "exhibui  praesidi..
mense  Sept’.   B1.453  "Artiele  hors  l’instruetion  de  mons.  de  Creihanges

  et...  Viglius  a.1543  pro  seeunda  dieta  Nurembergensi”.
Bl.461  =  Bl.232;  Abschrift.  Bl.465  Maria  an  Ferdinand,  Namur
18.  9.  1542.  Bl.469  ‘A  la  prochaine  journee  imp.  .  .  a  Nornberg
le  14  Nov.’  (Agenda).  Bl.471-Bl.171  "super  exemptione  ducatus
Brabantiae’.  Bl.479  “Instruction  touchant  les  eontributions  de
V’empire’  von  Seiten  des  Burgundischen  Kreises.  Bl.486  “Article  touehant
  les  contributions  de  l’empire  hors  de  Yinstruetion  de  mons.  de
Bersele  et  Viglius  a.1542  mense  Julio  pro  prima  dieta  Nuremberg.’.
B1.508  “Inquisitie...  aengaende  den  Edelen  Residerende  jnden  lande
van  Limbourch,  Valekenborch  ende  Daelhem  .  .,  die.  .  hebben
experiencien  in  feijten  van  oirloghen,  ..  achtervolgende  den...  ordinaneien
  van  .  .  Ingelbrechten  vanden  Dale  heeren  van  Leefdale  ..
cancellier  van  Brabant  .  .  bij  mi)  Christiaen  Baers  seeret.  .  ..  des
keijsers  jn  Brabant”  (Verzeichnis)  1541.  B1.515  “Van  differentie
tusschen  die  herlicheit  van  Kerpen  ende  Hemmersbach’.  Bl.517
Limburgsehe  Lehen.  Bl.521  °.  .  Gesandten  (Maria’s)  Bericht  von
wegen  des  Burgund.  Kreysz  unnd  Utrieht’  (second  eseript’),  übergeben
17.4.  1543.  Bl.527  "Aengaende  der  vochdijen  des  hartoegen  van
Brabant  vanden  Romschen  Rijek  vereregen’:  Urkunden  von  (B1.528)
Conradus  II  Rom.  rex;  Urbanus  papa,  Veronae  8  id.  Sept.  1186;
Godefridus  dux  Lothar.;  (B1.529)  Henrieus  Leodiensis  ep.  etc.,
15  kal.  Jul.  1154;  (Bl.530b)  Hugo  Leod.  ep.  und  Henrieus  dux
Brab.,  “jura  et  instituta  oppidi  Trajeetensis’  1220;  (Bl.531b)  Auszüge
“aengaende  de  vochdijen  van  Maestrecht’;  (Bl.533)  Adolphus  Rom.
rex,  14  kal.  Dec.  1293;  Theodricus  dom.  de  Valkenborch,  1267
d.  nativ.  b.  virg.;  (Bl.534)  Seulteti..  opp.  Traieetensis  16.  3.  1334.
Bl.537  Die  Reichsstände  an  die  Schweiz,  Spirae  3.4.  1544  betr.
Türkenkrieg.  Bl.539  Die  Eidgenossen  an  die  Reielisstände  betr.
Wahl  eines  röm.  Kaisers,  Zürch  4.  4.  1519  (Eidgen.  Absehiede  III  2,
1150).  Bl.545  Paulus  papa  III  an  die  Reichsstände,  Romae
26.2.1544,  “d.  21.  3.  leeta  Spirae”.  Bl.547  Ferdinand  ],  ‘propositiones
  in  comitiis  Spirae  21.  2.  1544°.-   B1l553  “Propositio
CaroliV..  im  eom.  Spir.  20.  2.  1544”.  Bl.559  Die  Reichsstände
an  die  Schweiz,  Spirae  2.4.1544.  Bl.561  “Der  protestirend  stend
antwort  auff  der  kay.  Mt.  proposition  27.2.  1544.  B1.568  "Quadrupliea’
  und  “Responsum’  der  Stände  an  den  Kaiser  (franz.),  Speier
1944,  Bl.575  “Responsio’  (franz.)  der  Stände  an  den  König
(1544).  Bl.577  KarlV,  “secunda  seriptura  ad  status’  (franz.),
18.  3.  1544.

(Histor.657)  Band  XVILL  555  Blätter

“Livre  eontenant  Vestat  advise  pour  la  reine  Marie  a  son  advenue
au  Pays  d’embas  et  le  proces  d’entre  ladiete  reine  etle  roy  Ferdinande(lI)
son  frere  avec  le  traiete  faiet  entre  eulx  et  les  inventoires  des  lettraiges
et  testament  dieelle  dame  semblablemeut  auleuns  iettraiges  de  la  reine
Leonora  de  France”.

Bl.2  “Estat  de  la  royne’:  verschiedene  Verzeichnisse  des  11of-
        <pb n="246" />
        240  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

staates  der  Königin  Marie  (Witwe  KönigLudwigsll  von  Ungarn,  F1558),
und  der  Kosten  desselben;  einige  Entwürfe  mit  Bemerkungen  oder
Abstimmungen  über  die  Zulässigkeit  der  einzelnen  Positionen,  um
1531.  Bl.65  Marie,  “Instruction  ..  sur  la  conduiete  de  ses  finances
  .  .’,  Concept.  Bl.67  Gutachten  der  Juristenfacultät  zu  Heidelberg
  betr.  den  Rechtsstreit  der  Königin  Marie  gegen  ihren  “Camergravius’
  Bernardus  Bohemus  (a  Fridsheim)  wegen  Untreue  in  der
Vermögensverwaltung,  Haydelbergae  1.12.  1542,  nebst  (B1.90)  Brief
derselben  an  Marien’s  Rath  Johann  Spölin  31.  12.  1542.  Bl.94
“"Appellatio  ab  sententia  lata  in  causa  Reginae  contra  Camergravium
ex  parte  praefatae  Reginae’  Viennae  23.2.  1543,  Notariatsprotocoll.

Bl.102  "Explanatio  compendiosa  .  .  juris  quod  ..  .  Ferdinando  ..
Regi  ..  ad...  regnum  Hungariae  competit,  Beato  Widman  Jurisconsulto
  Praefecto  Horbense  auctore’,  Myeringen  nono  Kal.  Sept.
1531;  voran  (Bl.101)  Widmungsbrief  an  seinen  Bruder,  “‘Ambrosio
Widman,  JCto,  Praep.  ecel.  Tubingensis’,  5  Kal.  Sept.  1531.  BI.133
Maximilianus  archidux  Austriae  betr.  den  Streit  zwischen  Maria
und  Ferdinand,  Aug.  Vind.  8.3.1548.  Bl.134  Rechtsgutachten  zu
Gunsten  Ferdinands  mit  Widerlegung  von  Viglius,  Abschrift.

Bl.147  “Brevis  et  suceincta  deductio...  ad  allegatıum  jus  et  actionem,
que  ..  Maria  .  .  pretendit  habere  adv.  Imperatorem  occasione  dotis
paterne  sibilegate.  Bl.154  “Responsio  praesidis  Schorani’  in  derselben
  Sache,  Entwurf.  BI.160  “Minute  de  la  lettre  de  la  royne  Marie
au  roy  de  Romains  touchant  la  pretension  de  son  dot  contre  Yempereur’,
  Concept  von  Schoore.  Bl.161  "Pro  responsione  in  causa
inter  Caesarem  et..  Reginam  .  ,  Concept.   BI.164  "Memoire  pour
affaire  de  la  royne  .  .  touchant  les  200000  escus  qu’elle  demande  a
l’empereur’,  darauf  steht  “Ceste  minute  n’est  grossi  ni  envoyee’.

Bl.171  “Extrait  hors  du  partaige  d’entre  Pempereur  et  le  roy  des
Romains  du  7.  2.  (15)22  stilo  Romano’.  BI.174  “Sommaire  et  briefve
reponce  pour  la  royne  ..  sur  certaine  information’  (auf  BI1.178),
Concept.   BI.178  “Briefve  et  suceincte  information  .  .,  Übersetzung
von  Bl.147.   BlI.186  “Deelaratio  jurium  reginae’;  Bl.188  (Schoore),
“Breves  annotationes  in  responsionem  serenissimi  Regis  Rom.',  bezeichnet
  “Pour  la  royne’,  Concept.  Bl.196  “Minute  de  la  lettre  de
la  royne  Marie  au  roy  des  Romains’,  Concept  mit  Correceturen  von
Viglius.  Bl.198—  201  “Abgeredte  und  vergleichte  Artickl  zwischen
Ro.  Khayserlicher  und  Kung.  May.  und  frawen  Maria  Khungen  zu
Hungeren’,  Gent  11  May  1540,  deutsch  und  (B1.200)  franz.   BI.202
s.  B1.244.  Bl.230  Notizen  zum  folgenden  von  Viglius.  Bl.231
bis  243  “Responsum  deputatorum  senatus  Mecdiolanensis  super  controversia
  inter  Reginam  Mariam  et  Regem  Rom.  Ferdinandum’  von
Jacobus  Philippus  Sacensis  und  vier  andern  Commissarien,  an  Ferdinand.
  B1.244—  253,  220—229,  202—219  (verbunden)  ein  anderes
Responsum  derselben,  einige  Jahre  später  als  das  vorige.  BI.254
“Summarius  extraetus  actorum  et  consiliorum  pro  informatione  judieis
ex  parte  reginae  Mariae  productorum,  quibus  probatur,  quod  ...  Mariae
ce  milia  scutorum  in  testamento  regis  Philippi  ei  relietorum  debeantur’,
  zum  Theil  Auszug  aus  den  folgenden  Originalen.  BI1.276
Originalgutachten  an  die  Königin  Marie:  (Bl.276)  von  Marianus
Sozinus  Senensis,  Bononie  jura  eivilia  legens;  (B1.309)  Andreas
        <pb n="247" />
        Histor.657,  Band  XVIII  241

Alciatus,  mit  Zustimmungserklärung  (Bl1.315)  von  Ludovicus  Catus
JCtus  Ferrariensis  und  Ludovieus  de  Silvestris  J.  U.  D.  Ferrariensis;
(Bl.315b)  Augustinus  Berous  JCtus  Bononiensis;  (B1.328)  Jo.  Lud.
Bovius,  Bononiae;  (Bl.344)Nicolaus  ab  Armis  J.U.D.  Bononiensis.

Bl.  348  “Petitiones  Reginae  adversus  regem  et  Regis  ex  adverso  contra
reginam’  1545.  Bl.357  “Summaria  explanatio  juris  .  .  regine  .  .',
Concept  von  Schoore;  auf  BIl.360  bezeichnet  “Schoore  Informacio
transmissa  domino  Olao’.  Bl.361  “Consilium  praesidis  et  aliquot
selectiorum  consiliariorum  senatus  superioris  Mechliniensis  in  c.  Regsinae
  Mariae  contra  regem  Rom...  Bl.369  “Artieuli  quidam  diversimode
  translati  ab  regis  et  reginalibus  advocatis’;  deutsch  und
lateinisch.  Bl.371°Casus.  ...   B1.375  ‘Summarium  processum  ...
Bl.377  "Supplicatio  ad  Caesarem  .  .  super  propositis  mediis  Ratisponae
  exhibitis  per  reginales  consiliarios1546  19  Juli)’  (französisch).
Bl.380  “Concept  en  franchois  du  traiete  entre  le  roy  de  Romains  et
la  royne  Marie  1548  1  Martii’.  Bl.386  und  396  Carolus  V,
Vertrag  zwischen  Ferdinand  und  Marie,  Aug.  Vind.  7.3.1548,  2  Abschriften.


Bl.411  “Resolution  du  president  Schore  sur  aucuns  queriturs  concernans
  l’auctorite  de  la  Royne  en  sa  terre  de  Bins  et  l’expedition
des  lettres  sur  le  transport  dicelle  terre.  B1.414  “Declaracion  des
ornemens  de  la  chappelle  de  sa  Mt.  Mariemont  et  autres  meubles
receuz  et  delivrez  (nach  der  Abreise  der  Königin  nach  Spanien).  .
a  mons.  le  gouverneur  de  la  terre  de  Binst”  mit  dessen  Empfangsbescheinigung
  28.  3.  1556  avant  p.  (-1557).  BI.416  Papst  Paul  Ill
an  Marie,  Romae  17.2.1546,  “touchant  les  benefices  de  Binchs’,
Bl.420  Maria,  in  Binchiensi  oppido  5.  5.  1546,  “touchant  Ja  prebende
moniale  de  Binchs.  DBI.422  “I  se  trouve  par  le  registre  des  despeches
  de  la  Royne,  qu’elle  a  charge  sur  Binchs  et  Tournhout  les  parties
  suyvantes”.  DBl1l.424  und  431  “Inventoire  faict  au  mois  d’aoust
1550  a  l’ordonnance  de  la  Royne.  .  de  tout  ce  que  a  este  trouve  en
ses  maisons  de  Bins  et  Mariemont.  Et  premierement  librairie’:
Verzeichnis  von  75  Büchern  (wohl  zum  grössten  Theil  Handschriften),
mit  Angabe  der  Aufstellung,  2  Abschriften;  vgl.  Bl.457.  Bl.435
"Lettre  de  ’abbe  deLobbes(Guillelmus  Caulier  abbas  mon.  Lobbiensis)
de  consentement  de  nomination  pour  ses  quatre  mois  des  benefices  de
Binchs’.  B1.437  Cancellarium  et  seeretarium  Consilii  Brabantiae
posse  sigillare  litteras  donationis  factae  per  imperatorem  ut  duceni
Brabantiae  Reginae  Hungariae  de  dominio  castro  et  territorio  Tournoutensi.
  B1.448  “Inventoire  de  la  reste  des  meubles  trouvez  au
chasteau  de  Turnhout  .  .  nach  der  Abreise  der  Königin  nach  Spanien,
mit  Bescheinigung  von  Martin  de  Malines,  28.  11.  1556.  Bl.457
“Inventoire  des  livres  da  la  feue  royne  dHongrie,  qu’elle  a  faiet
mcner  cn  Espaigne’;  72  Bücher  enthaltend,  2  Abschriften:  fast
dasselbe  Verzeichnis,  wie  auf  Bl.424  und  431  (7  Nummern  jenes
Verzeichnisses  fehlen,  4  sind  mehr  vorhanden).  Ein  Verzeichnis  der
Bibliothek  der  Königin  Marie  in  Turnhout  ist  gedr.  in  Compte-rendu
des  scances  de  la  comm.  roy.  d’histoire  X  (1845)  8.226;  dort  ist
(8.243)  bei  n0.272)  L’arbre  des  batailles  angemerkt  “Il  ne  se  treuve,
car  la  Royne  Ya  porte  en  Espaigne’;  in  diesen  Verzeichnissen  ist  zu
diesem  Werke  (B1.460)  zugesetzt  “La  Royne  a  mande  ce  livre  apres

18
        <pb n="248" />
        242  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

qu’elle  a  este  en  Espaigne’;  vgl.  auch  eine  Bemerkung  auf  B1.455.
Von  den  übrigen  Werken  des  Verzeichnisses  kommt  keins  in  dem
gedruckten  vor.  Bl.465  “Remonstrance  de  la  Royne  Marie  a
l’empereur  pour  pouvoir  remploier  les  deniers  de  Naples  en  achapt
des  terres  de  pardeca.  DBI.468  “Ordonnances  sur  le  fait  et  conduicte
des  officiers  de  Binchs  et  Turnhout,  que  la  Royne  .  .  veult  estre
observees  et  entretenues  pendant  son  absence  des  pays  de  pardeca’,
Brux.  28.7.1556.  Bl.481  Marie  überträgt  die  Aufsicht  über  die
Niederlande  während  ihrer  Abwesenheit  an  Lalaing,  Viglius  ete.,  Gand
25.8.1556;  B1l.483  Instruction  für  dieselben,  Gand  25.8.  1556.
B1.488  und  493  “Inventoire  des  lyaches  des  lettres  de  l’empereur,  du
Roy  des  Romains  et  de  mess.  de  Grantvelle  et  d’Arras,  avecq  les
mynutes  et  copies  de  la  Royne  a  eulx,  avecq  aussi  les  pieces
ordonnees  d’y  estre  Joinetes’,  2  Abschriften.  Bl.498  “Inventari
kön.  Ma‘  OriginalVerschreibunge,  so  in  der  grossen  vierecketenen
beslagnen  kuffer  ligen.  BI1.502  “Inventoire  des  chartres  et  lettraiges,
que  la  Royne  delaisse  en  garde  a  son  secretaire  Rombault  Loets,
touchant  ses  affaires”.  B1.505  “Copie  du  testament  de  la  feue
Royne  Marie.  .’,  mit  Bescheinigung  der  Übergabe  3.  12.  1555;  Bl.511
dasselbe  spanisch;  B1.520  “Codieille',  Brux.  3.  12.  1555.  Bl.524
“Inventoire  des  papiers  et  lettraiges  de  la  Royne  delivrez  a  mons.
le  president  (Viglius)”.

Bl.526  Leonor  royne  donairiere  de  France  überlässt  an  Gaspar
Schet,  banequier  demeurant  en  Anvers,  auf  6  Jahre  ihre  Einkünfte,
Brux.  2.6.1551;  Bl.532  dieselbe  setzt  Viglius  und  Viron  bei  ihrer
Abreise  nach  Spanien  zur  Verwaltung  des  Landes  ein,  Flexinghen
5.9.1556;  B1.534  Instruction  für  den  Conseil  in  Paris,  Flexinghen
13.9.1556;  B1.537  dieselbe  bevollmächtigt  Viglins  und  Viron  über
ihre  Rente  zu  quittiren,  Flex.  Sept.  1556.  Bl.538  Schreiben  über
“Ja  ratification  que  .  .  veult  donner  mons.  le  dauphin  pour  le  dot...
de  la  royne  treschrestienne’  und  anderes,  zum  Theil  chiftrirt.  BI1.541
Henry  fils  aisne  du  Roy  (1545);  B1.542  derselbe  Joyville  25.  3.  1551;
Bl.543  "Aultre  depesche  subsecutif’,  Sedan  29.  6.  1552.  B1.546
"Testament  de  .  .  la  fene  Royne  douaigiere  de  France’  Leonore,
Brux.  10.8.1556,  mit  2  Codicillen;  Bl.554  “Copia  Codicilli  Reginae
Leonorae  Franeiae’.

(Histor.657)  Band  XIX  XI-+  402  Blätter  einiges  aus  dem
15  Jahrh.

“Anciens  traictes  de  Luxembonrg  et  Treves,  Lorain  etc.
(802  bis  1542).

Die  meisten  auf  Luxemburg  bezüglichen  Urkunden  sind  von  Würth-Paquet
  in  den  Publications  de  la  section  hist.  de  lV’institut  royal...
de  Luxembourg  14  (annde  1858)  ff.  verzeichnet;  eine  grosse  Anzahl
von  Urkunden  ist  daselbst  vollständig  abgedruckt,  von  vielen  andern
sind  Drucke  angegeben:  diese  Regesten  sind  bei  der  Beschreibung
dieses  Bandes  durchgängig  eitirt,  und  zwar  nach  Band,  Seitenzahl
und  Nummer  der  Urkunde.  In  Bd.29  (1874)  jener  Publications
und  in  den  folgenden  ist  eine  grössere  Anzahl  von  Stücken  aus
diesem  Bande  der  Zuichemiana  veröffentlicht.  Die  Sprache  der
Urkunden  ist  hier  bezeichnet  durch:  Kateinisch),  f(ranzösisch),
d(eutsch),  n(iederländisch).

Bl.1  Wencelaus  roy  des  Rom.  1409  (f):  =  Publications  Bd.25,
        <pb n="249" />
        Histor.657,  Band  XVIII  und  XIX  243

Seite  139  n0.533;  Bl.5  Inhaltsangaben  von  3  Urkunden  (f):  0.J.;
1409:  25,  138  n0.531;  1411:  25,  154  n0.588.  Bl.6  Weneeslaus
(f)  1411:  25,  153  n0.582;  1412  (3  Urkunden):  25,  167  n0.639;  25,
153  n0.583;  25,  167  n0.641.  Bl.11  Sigismund  roy  des  Rom.
(f)  1417:  25,  222  no.811;  1420:  26,  5  no.6  und  26,  4  n0.5.
Bl.15  Jehan  conte  Palatin  1422  (f):  26,  17  n0.61.  Bl.19  Elisabetlı
  von  Görlitz,  um  1449  (f):  29,  84  n0.203  und  29,  105,  wo
diese  Göttinger  Hs.  eitirt  ist;  (B1.23)  1441  (f):  28,  63  n0.125,  nach
der  inserirten  Urkunde  28,  57  no.116  folgt  noch  die  notarielle  Beglaubigung;
  (Bl.29)  1441  (f):  28,  68  n0.127;  (Bl.31)  1442  (D):  28,
79  n0.146;  (B1.35)  1441  (f):  28,  63  n0.124.  Bl.36  Philips...
Hertzog  zu  Burgoingien,  Chalon  26.  3.  (1442,  d  und  f);  (Bl.39)  1446
(f):  29,  56  n0.98.   BI.42  Stadt  Brüssel  1446  (f):  29,  56  n0.97.
Bl.44  Elisabeth  von  Görlitz  1446  (n):  29,  58  n0.106;  (Bl.45)  1446
(f):  29,  62  n0.126;  (B1l.46)  4  Juni  1433  (d):  26,  317.  Bl.47  Stadt
Luxemburg,  22  Febr.  1437  more  Treverensi  (1435).  Bl.49  Elisabeth,
ohne  Tag  1443  (11  Jan.  1444,  |),  bestätigt  den  Vertrag  vom  29  Dee.
1443:  =  28,  179  n0.252;  B1.56—-83  Ratificationen  desselben  Vertrages
(ohne  Inserat  des  Textes,  D):  (B1.56)  1444:  29,  9  no.15;  (BI1.60)
Philippus  dux  Burg.  1444:  29,  23  n0.25;  (Bl.63)  Friderieus  et
Wilhelmus  duees  Saxonum  1444:  29,  25  no.27;  (Bl.63)  Friderieus
rex  1444:  vgl.  29,  25  n0.27.  Bl.63b  Jaeobus  archiep.  Treverensis
(1)  bestätigt  die  Hinterlegung  der  Urkunde  auf  B1l.64  bei  ihm.
Bl.64  Ysabel  dueissa  Burgundie  (1444  ?,  1):  29,  4  n0.7.  Bl.69
Elisabeth  1439  (d):  27,  29  n0.5.  Bl.71  Anna  Hertzogyn  zu
Sachsen  (d),  verziehtet  auf  die  österr.  Lande,  o.  D.  Bl.72  König
Friederich  III  1441  (d):  28,  44  n0.101.  Bl.75  Elizabeth  1439
(f):  27,  29  no.5;  vgl.  BI.69.  Bl.76  Anna  (f)  =  Bl.71  übersetzt.
  Bl.77  Notariatsinstrument  1444  ():  29,  37  no.4l.
Bl.84  Philippe  (f)  “Copie  des  lettres  de  mons.  le  due  de  la  condempnaeion
  de  Luxembourg’,  o.  D.;  (Bl.85b)  1444  (f}:  29,  4  n0.9;
(B1.89)  o.  D.  (1444,  f):  29,  4  n0.8;  (B1.92)  1444  (1):  29,  7.  no.10.
Bl.93  “Ceux  quy  sont  venus  a  la  journee  a  Thyonville  ...  mars...
1441  (1442).  Bl.95b  “Ceux  qui  receurent....  le  due.  .  a  Florehaignes
  .  .  1443’.  Bl.98  Instruetion  für  die  Burgundischen  Gesandten
  zu  ihrer  Gesandtschaft  an  den  Erzbischof  von  Trier  und
an  den  Kaiser  nach  Nürnberg,  betr.  Luxemburg,  30  Oct.  1443  (f).
B1.106  Instruetion  für  Symon  de  Lalaing  zu  dem  Tage  in  Trier  (f).
B1.110—112  Ausgaben  des  Herzogs  Antloine  de  Brabant  für  Luxemburg
  1407—1417  (f).  Bl.115  Von  Johanna  von  Brabant  wiedergewonnene
  Orte  Luxemburgs  (f).  Bl.116  “Ce  sont  les  draps
achetez  aux  noepces  du  due  Anthoine’(f).   BI.117—121  Charle(IV)
empereur,  Erbtheilung,  Taingermonde  dimanche  aprez  le  Jour  S.  Galle
1377  (f).  Bl.125  Wenceslaus,  Prage  24.  2.  1388  (l).  B1.126b
Jodocus  marchio  Moraviae,  Prage  23.2.1388  (1).  B1.125  Ludovieus
  regis'  quondam  Jraneorum  filius,  18.  8.  1402  (D).  Bl.131
Wenceslaus,  Ehevertrag  zwischen  Elisabeth  von  Görlitz  und  Karl,
ältestem  Sohn  Ludwig’s  von  Orleans,  apud  Ywodium  16.3.1398  ().
B1.133  Johannes  dux  Burg.  et  Anthonius  dux  Brab.,  Ratifieation
des  Ehevertrags  zwischen  Anton  und  Elisabeth  von  Görlitz,  Gandavi
20.7.1408  (l).  DI.  138--144  leer.  Bl.145  Anthoine  betr.

16*
        <pb n="250" />
        244  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Witthum  für  seine  Gattin  Elisabeth  von  Görlitz,  Brüx.  29.  11.  1409
(f).  Bl.145b  Anthoine  1409  (f  und  n):  25,  145  n0.550.
Bl.149  König  Wentzlaw  1411  (d):  25,  152  n0.576;  (Bl.150)  an
Hugart  van  Eltern,  1.7.1411  (d);  (Bl.150b)  an  die  Stadt  Durbuy
1.7.1411  (d),  vgl.  25,  152  20.576.  Bl.151/3  Anthonis  1412  (d):
25,  165  n0.630.  Bl.155  Robert  conte  de  Virnemberch  1425
(f):  26,  26  no.116  und  117.  Bl.157  Philippe  comte  de  Liney
1425  (f):  26,  26  no.115.  Bl.159  (Ruprecht  von  Virnemburg)
1435  (f):  26,  78  n0.367.  Bl.161—164b  Urkunden  (6  d,  1  n)  von
Anthonis  Hz.  zu  Brab.  und  Ruprecht  von  Virnemburg  betr.  Belehnungen
  des  letztern,  April  1413.  Bl.165  Anthonis,  Landfriedensvertrag
  mit  Reynalt  hertoge  van  Gülich,  1.5.1413  (d);
(Bl.165b)  Sühne  zwischen  beiden  betr.  Batenborch,  1.5.1413  (d);
(Bl.166b)  beide  übergeben  Batenborch  an  Otto  van  der  Leck  etec.,
1.5.1413  (d).  Bl.169  Instruetion  für  die  Burgundischen  Gesandten
1454  (f):  30,  53  n0.89.  Bl.192  Stipulation  des  Ehecontracts
zwischen  Anton  von  Brabant  und  Elisabeth  von  Görlitz  1409  (d,  und
B1.208  1).  Bl.222  Beschluss  der  Gesandten  Philipp’s  von  Burgund
(1455,  )):  380,  126  n0.168.

Bl.230  Karl  (IV),  Meintz  11  Nov.  1374  (d),  betr.  Zoll  des  Erzbischofs
  Cuno  von  Trier  auf  der  Mosel.  Bl.232  Carolus  (IV)
für  Erzb.  Balduin  betr.  Lehen,  Mog.  8.1.  1354  (1),  und  Bl.234  wegen
des  Moselzolls,  Mog.  8.1.1354  ().  Bl.236  König  Friederich
für  Erzb.  Jacob  betr.  Landzoll,  Strassb.  26  Aug.  1442  (d);  (die
Originale  der  Urkunden  B1.230—237  sind  in  Coblenz).  B1.238
(und  273)  Maximilianus,  Wormat.  1.  9.  1495  (1),  und  Bl.  240
Carolus  (IV),  Bacharach  31.5.1377  (1),  Bestätigung  der  Privilegien
und  Besitzungen  für  den  Erzbischof  von  Trier.

Bl.244  Henri  euens  de  Luccemburg  betr.  Belehnung  seines  Sohnes
Walram  mit  Roussy;  dann  (-Bl.290)  Wallerans  de  Luccemburch
(1287,f):  16,  72  no.104.

Bl.246  Privilegia  Treverensia  et  Luccemburgensia:  Bl.  247
Priv.  Caroli  Magni  802  ():  Beyer,  Urkundenb.  z.  Gesch.  der  mittelrh.
Territ.  1S.45.  Bl.247b  Otto  II  973  ():  Beyer  I  S.294.  Bl.248
Maximilianus  für  Jacob  von  Trier,  0.  D.  (l);  darin  inserirt:  (Bl.248b)
Karle,  0.D.  (d);  Carolus  (IV)  1354:  Hontheim,  hist.  Trev.  II  (1750)
S.177,  und  (1376):  Hontheim  II  S.265—  266;  (Bl.251)  Adelbero  prepositus
  1037  (D):  Beyer  18.361.  Bl.253  Carolus  IV  1357  (1356,  ]):
24,  44  n0.176.  Bl.254b  (und  Bl.269  und  279)  Wernherus  archiep.
Trev.  1404  (1):  25,  119n0.441.   B1.258  Otto  (IV)  1212  ()):  Beyer  ll
S.317  n0.281  und  282;  B1.259  Conradus  IV  1242  (I):  ebenda  II
S.567  n0.751.  Karl  IV  1354  (d),  1355  (d);  Bl.261  Ruprecht
1403  (d);  Bl.262b  Sigmund  1417  (d);  (die  Originale  der  Urkunden  auf
B1.259—  263  sind  in  Trier).  Bl.269  =  Bl.254b;  Bl.273  =  Bl.238;
B1.275  “Apoinctement  entre  les  deputez  de  l’empereur  et  ceux  du  duc
de  Lorraine’;  Bl.277  Guillaume  conte  de  Jullers  1334  (f):  20,  15
n0.1040  und1039.  B1279-Bl.254b.  BI.283  Philips  1497(-1498,
d):  37,  60  n0.175,  und  (Bl.287)  1461  (f):  31,  78  n0.1386.  B1.290
Renualdus  deFaukemont1306  (1):  17,122  no.  442;  Walram  =  Bl.  244.
Bl.290b  Johannes  de  Ryferscheit  1306  (D:  17,  121n0.489.   BI.291
Egidius  de  Duna  1337  ():  20,  49  n0.1178.  Bl.291b  Henricus
        <pb n="251" />
        Histor.657,  Band  XIX  245

de  Dune  1224  (1):  14,  82  n0.82.  Bl.292  Geffroys  d’Aix  1266  (f):
15,  107  n0.318.  Bl.292  Theodericus  Lossensis  Chinicensis  comes
1340  (D):  20,  85  n0.1368.  Bl.294  Henris  cuens  de  Bar  1342
(-1343,  f):  21,  17  n0.1565.  Bl.294b  Conradus  abbas  ..  Mediolanensis
  (Metlach)  1324  (D):  19,  18  n0.533.  Bl.296  Walramus
de  Valkenburch  1260  (D):  15,  87  n0.195.  Bl.297  Garsilaus  et
Hermannus  de  Berghes  fer.  3  ante  pascha  1241  (1):  14,  104  n0.232.
Bl.297b  Henri  de  Malberch  1338  (f):  20,  64  n0.1260.  Gilles
de  Rodemae  1302  (f):  17,  103  n0.342.  B1.298  Notiz  von  Viglius
von  Zuichem.  B1.299  Loys  (XD)  1462  (f):  31,  126  n0.203.
B1.302  Wilhelmus  dux  Sax.  et  Anna...  dueis  consors  1462  ():
31,  120n0.195.  Bl.314  Anthoine  duc  de  Callabre  de  Lorrayne  etc.
restituirt  Karl  V  die  1501  (vgl.  37,  129  n0.396)  verpfändeten  Herrschaften,
  Luneville  20.  2.  1518  K.  Bl.317  Jehan  roy  de  Boheme
et  conte  de  Lux.  1342  (-1343,  f):  21,  18  n0.1569.   Bl.318  Henry
cuens  de  Bar  1343  (-1344,  f):  21,31  n0.1643.  BI.319  Jehan  roy  de
Boheme  1342  (-1343,  f):  21,  17n0.1564.   B1.321  Henry  euens  de  Bar
1343  (-1344,  f):  21,  31  n0.1642,  und  (Bl.321b)  1342  (-1343,  f):  21,  17
no.1565.  BI.331  Jehanne  contesse  de  Los  1228  (f):  14,  87  no.  116.
Bl.332  Loys  ceuens  de  Chiney  erkennt  Chiny  als  Lehen  des  Grafen
Thibaut  v.  Bar  an,  10.4.1278  (f).  BI.333  Loy  s  de  Los  euens  deChiney
überweist  Marguerite  de  Lorraine  ihr  Witthum,  30.8.1313  (f).   BI.336
Henry  Pflug  gouv.  du  duchie  de  Lux.  1387  (f):  25,  36  n0.126.
B1.338  Arnous  cuens  de  Los  et  de  Chisny,  Lehensrevers  Febr.
1241  (f).  Bl.339  Henry  conte  de  Bar  1342  (-1343,  f):  21,  17
n0.1565,  -Bl.321b.  BI.339b  Thieris  contes  de  Los  1344  (f):  21,36
n0.1662  und  (B1.340)  n0.1661.  Bl.342  Arnoulz  sires  de  la  Roche
ch.  a  Salus  nimmt  Lehen  von  Edouard  de  Bar,  4  Dee.  1324  (f).
Bl.347  Lodoicus  comes  de  Chygneio  1204  (1):  14,  74n0.23.  BI1.347b
Arnous  euens  de  Loux  et  de  Chiney  1227  (f):  14,  87  no.113.
Bl.349  Rene  roy  de  Jherusalem,  Allianztraetat  mit  Philipp  v.  Burgund,
  Lille  7.2.1436  (-1437,  f),  Vidimus  der  echevins  de  Lille
1436  (-1437);  (Bl.353b)  Revers  wegen  seiner  Burgundischen  Lehen,
Lille  4.  2.1436  (-1437,  f),  Vidimus  Lille  1436  (-1437);  (Bl.355b)
Freundschaftsvertrag  mit  Philipp  v.  Burgund  (vgl.  Bl.349  andere
Fassung),  Lille  7.  9.1436  (-1437,  f).  Bl.359  Charles  duc  de
Bourgoingne  und  Rene  duc  de  Lorraine,  Vertrag  1473,  veröffentlicht
von  Jehan  conte  de  Salmes  (Salines?)  ete.,  Vidimus  1473  (f):  34,
102  n0.413.

B1l.364  “Les  tiltres,  dont  se  fait  poursuyte  de  par  l’empereur  a
cause  de  sa  duchie  Luxembourg  envers  mons.  le  duc  de  Lorraine’:
Bl.365  Thiebault  cuens  de  Bar  1262  (f):  15,  93  n0.235.  BI1.366
Henry  cuens  de  Luxembourg  1270  (f):  15,  129  n0.435.  B1.368
Joffrois  sire  d’Aixe  1277  (f):  15,  153  n0.569.  B1.369  Thibault
c.  de  Bar  1277  (D):  15,  153  n0.564.  Bl.370b  Roberts  Sires  de
Bezu  1297  (f):  17,  82  10.236.  Bl.372  Jehan  d’Aspremont  1564  (f):
24,  92  n0.429;  1334  (f):  22,  38  10.2064.  B1.374  “Extraiet  d’ung

anchien  registre  touchant  la  place  de  Pierrefort”.   B1l.374b  Charles
duc  de  Bourgogne  1475  (f):  34,  148  n0.630.  Bl.  376  “Extraiet
d’ung  anchien  registre  des  fiefz  de  Luxembourg”.  Bl.376b  Reynaus

de  Bar  (21  Juni)  1268  (f):  15,  116  n0.366.  Bl.377b  Einkünfte  des
        <pb n="252" />
        246  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

due  de  Bar  in  Marville  und  Arreney.  Bl.378b  Agnes  ducissa
Lotharingie  1222  (l):  14,  81  n0.77.  B1.379  Edouars  cuens  de
Bar  1318  (f):  18,  61  n0.275.  b1.379b  Henry  c.  de  Bar  1337  (f):
20,  51  n0.1190.  Bl.380b  loland  de  Flandres  contesse  de  Bar
1545  (f):  21,  58  n0.1764.  Bl.381b  Thibanult  c.  de  Bar  1271  (f):
15,  138  n0.474.  B1.382  Ferry  duc  de  Lorraine  1264  (f):  15,  100
n0.  274.

Bl.3854  Karolus  IV,  Bestätigung  der  Privilegien  des  Hochstifts
Verdun,  Metis  28.  12.  1356  (1);  inserirt  ist  die  Urkunde  Friedrichs  I
vom  17  Aug.  1156.  Bl.389  Philippe  archidue  d’Austrice  1501  (f):
37,  129  20.396.  Bl.394  Anthoni  Hz.  zu  Lottringen,  Nansey  14.9.
1542  (d):  inserirt  Urkunde  des  Königs  Ferdinand,  Nüeremberg  26.  8.
1542.  Bl.401  Vertrag  zwischen  Henris  ec.  de  Luxembour  und  Trier
1302  (f):  17,  102  no.341.

Voran  Bl.II—IX  ein  Register  vom  Archivar  Goerz  in  Coblenz  1874
geschrieben.

(Histor.657)  Band  XX  I1-+-459  Blätter

“Placartz  de  l’empereur  Charles  le  V.  pour  ses  Paysbas,
et  (Bl.448ff)  auleuns  de  l’empereur  Maximilien’,  1497—1555
in  umgekehrter  Folge  (niederländisch  und  französisch).

Diejenigen  Stücke,  deren  Regesten  in  der  “Liste  chronologique
des  Edits  et  ordonnances  des  Pays-Bas.  Regne  de  Charles-Quint’
Brux.  1885,  oder  im  Supplement  1890  (diese  sind  hier  mit  *  bezeichnet),
  verzeichnet  sind,  werden  im  folgenden  nur  nach  dem  Datum
aufgeführt.  Die  Jahreszahlen  beziehen  sich  auf  den  Jahresanfang
mit  dem  1  Januar.

1555:  Bl.1  Oct.5;  Bl.3  Sept.  26  betr.  “oistersche  terwe  ende
rogge  .  .  nae  Spaingnien  .  .’;  BI.7  Sept.25  über  dasselbe;  BI.
Sept.  17  “touchant  les  pyonniers’;  Bl.11  Juli  31  “over  het  visschen
inder  Zuyderzee’;  Bl.13  Juli  30;  Bl.15  Juni  15;  Bl.21  Mai  25;  B1.23
Mai  3;  Bl.25  April16;  Bl.27  Febr.  17  “sur  le  fait  des  vivres  au  pays
de  Liege’;  Bl.29  Febr.  14;  siehe  auch  BI1.45.  1554:  Bl.31  Dee.  4;
Bl.34  Dec.;  Bl.41  Nov.9;  Bl.43  Aug.  10;  Bl.45  Jan.25  (1555,  irrthümlich
  hier  eingereiht);  B1.49  Juni  1;  Bl.51  Nov.  26;  BIl.53  Mai  27;
Bl.55  Mai  29  “touchant  les  pyonniers’;  B1l.57  Mai  15  ‘pour  l’aide  de
Zelande’;  Bl.59  Juni  20;  Bl.61  Apr.  4;  Bl.71  März  13;  Bl.73  März  5;
Bl.75  Febr.  15  betr.  “schade...  inde  couynen  van  onse  duynen  ende
wildernisse’;  B1.79  Febr.  9;  B1l.83  ohne  Schluss  “contre  les  vaccabondes’;
  Bl.91  Febr.  20;  B1.95  Febr.  23.  1553:  Bl.97  Nov.  25;
Bl.99  Oct.  27;  B1.103  Oct.  27;  Bl.111  Oct.  22;  Bl.115  Oct.  8  Verbot
der  Getreideausfuhr  aus  Artois;  Bl.117  Oct.  5;  Bl.119  Aug.  30(-Bl.  144);
Bl.123  Aug.  30  “contre  les  anabaptistes  en  Frise’;  B1l.125  Juli  26;
Bl.  127  Juli  20;  Bl.129  Juli  9;  Bl.131  Juni  25  ‘pour  conduicte  des
sens  de  cheval’;  Bl.133  Juni  23  Vollmacht  für  den  Gouverneur  Grafen
von  Aremberg;  Bl.135  Mai  30;  B1l.137  Mai  28  “contre  le  tumulte  a
Bruxelles’;  Bl.143  Mai  21  “contre  les  vacabondes  en  Zeeland’;  Bl.144
(-Bl.119)  Aug.  30  “deffense  de  point  emmener  marchandises  .  .
venantes  de  France,  de  pays  neutraux  ou  äultres  tenans  parti  contraire’
  mit  eigenhändiger  Unterschrift  der  Königin  Marie;  B1.149
Mai  12;  Bl.151  Mai  2;  Bl.153  Apr.  28;  Bl.156  März  23,  Druck  4  Bl.4°;
Bl.157  Jan.  12  (auf  BI.160  steht  ‘il  est  imprime  en  Anvers’);  Bl.161
        <pb n="253" />
        Histor.657,  Band  XX  247

Jan.  12  ‘sur  le  fait  des  vivres’”.  (Andere  Erlasse  vom  Nov.  s.  B1.309,
Aug.  22  s.  Bl.348).  1552:  Bl.163  Dee.  22;  Bl.165  Dec.  19;  Bl.167
Dee.  15  "placcart  depesche  pour  don  Loys  Caranajal,  admiral  de
la  flotte  de  Biscaye  arrivee  en  Zelande’;  Bl.171  Sept.  "pour  amener
vivres  au  camp  de  Metz’;  Bl.173  Juli  26;  Bl.175  Apr.  20;  B1l.177
ohne  Datum  “touchant  les  pionniers’,  Bl.  178  Bemerkung  von  Viglius;
Bl.179  März  19;  Bl.181  März  5.  1551:  Bl.183  Deec.9;  BI.185
Nov.  15;  Bl.  187  Nov.  (22);  Bl.190  Oct.  24;  Bl.192  Oct.  29  (du  demy
centiesme)):  Bl.194  Oct.  16;  B1.196  Oct.  (30)*;  Bl1.198  Oct.  7  "touchant
l’esquipaige  de  la  navigation  en  Espaigne’;  B1.200  Sept.  21;  BDI.202
Sept.  19;  Bl.205  Sept.  12  “contre  le  transport  des  grains’  (wohl  Sept.  15
der  Liste’);  Bl.209  Oct.  9;  Bl.214  Oct.  24=  Bl.190;  Bl.216  Aug.  10
“touchant  les  vivres’;  Bl.219  April  23  “touchant  la  chasse  ct  vollerie
en  Brabant’;  B1.222  Mai  30  (1550,  irrthümlich  hier  eingeschaltet);
Bl.223  Mai  27  "touchant  les  nouveaux  Chrestiens”.  1550:  B1.226
Dee.  3;  Bl.230  Nov.  17  “Bois  de  Soigne,  touchant  les  bestes’;  B1.232
Aug.  11  “touch.  les  boutefeuz;  ;  Bl.  234  Jan.  16  Verbot  des  Verkaufs
von  “filletz  de  cuyvre  et  d’aultre  metal  d’orre  et  argente’  (mit  vielen
Correeturen  von  Schore,  der  auch  das  Datum  durchstrichen  hat).
(Andere  Erlasse  von  Mai  30  s.  Bl.222,  Jan.  19  s.  Bl.  244).  1549:
Bl.238  Nov.  22;  Bl.240  Dee.  19  “deffence  du  transport  des  bleez  hors
du  pays  d’Artois’;  BI.242  Dee.  6;  Bl.244  Jan.  19  (1550,  Liste  chron.
8.3826:  Jan.9;  Druck  von  5  Bogen  4°);  B1l.245  Sept.  18;  B1.249
Jan.  11.  (1548  s.  B1.263).  1547:  Bl.261  Dec.  10;  Bl.263  Jan.  31
(1548,  “touchant  religieulx  et  religieuses  au  pays  de  Luxembourg
eulx  absentans  hors  leurs  celoistres’).  (Andere  Erlasse  vom  Febr.  27
s.  Bl.269,  Jan.  24  s.  Bl.  273).  1546:  B1.265  Juli  12;  Bl.267  Maı  12;
Bl.269  Febr.  27  (1547,  "touchant  les  grains  de  Frize  ):  Bl.270  Juli  20
über  dasselbe;  BI.273  Jan.  24  (1547,  irrthümlich  hier  eingeordnet).
(Andere  Erlasse  vom  Apr.15  s.  Bl.  289:  Oct.29  s.  BIl.359).  1545:
Bl.277  Dee.  12;  B1.279  Mai  11;  B1.281  Mai  15  “touchant  les  chevaulx
et  transportz  dieeulx  ..  pour  Haynnau’;  B1.285  Oct.5;  Bl.289  April  17
(1546)  mit  dem  Zusatz  “istud  alias  reperitur  expeditum  Bruxellae
6  Maij  a.1545  ;  Bl.293  März  7;  (Exlass  vom  Mai  8  s.  Bl.346).  1544:
B1.295  Mai  2*:  Bl.297  Aug.  16,  dabei  B1.298  Concept  einer  Verordnung
  von  Schore’s  Hand;  B1.301  Aug.  31  "touch.  les  sectes  au
pays  de  Groeningen’;  B1.303  Mai  19  “tonch.  les  anabaptistes’;  B1.305
Mai  17  “deffence  a  une  chacun  en  Anvers  d’aller  armez  couvertement’:
B1.307  Apr.  15  “touch.  les  espyes  et  trahisires’;  B1.309  Febr.  1  “de
non  emendo  butyro  ...  nisi  in  publico  mercatu;  renovatum  in  Hollandia
mense  Nov.  1553  ex  jussu  reginae’.  1543:  Bl.311  Juli  23  "touchant
les  pouldres  de  canon  et  salpietre”,  Concept  von  Schore;  B1.313
Febr.  9  "touch.  les  saufconduytz’.  1542:  Bl.315  Sept.  3;  B1.317
Mai  4.  1541:  Bl.331  Nov.  28  (Druck,  10  Bl.4%);  B1.332  Dee.  10;
Bl.334  Oct.  31;  B1.338  Dee.  14  “contre  les  vacabondes  ;  Bl.340  Oct.  19
“touch.  les  blasphemateurs”.  1540:  B1.342  Mai  4  ‘  pour  Termonde,
sur  le  fait  des  grains  .  ;  Bl.344  Apr.  15  “saulfeonduyt  en  forme
de  placcart  tonchant  ung  anabaptiste  (Pieter  van  Hocerne)  de  venir
a  Campen’;  BIl.346  und  368/9  Mai  8  (1545?,  irrthümlich  hier  eingereiht,
  “touchant  la  chasse  en  Flandres’);  Bl.348  Aug.  22  (1551,  irrthümlich
  hier  eingereiht);  Bl.354  Apr.  22;  B1.359  Oct.29  (1546,  irr-
        <pb n="254" />
        248  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

thümlich  hier  eingereiht)  mit  vorangehendem  Erlass  des  Raths  von
Flandern  vom  9  Nov.;  B1.368  s.  Bl.346;  B1.370  Apr.  14;  B1.372  März  12
“touch.  le  transport  des  chevaulx’;  B1.373  Febr.  11  “touch.  Flandres
et  les  gens  de  guerre  y  menez  pour  la  garde  de  sa  ma).’,  Concept.
1539:  Bl.375  Oct.  21  "vacabonden’;  Bl.377  Sept.  26  "aengaende  de
predicanten  in  Hollandt’;  (Erlass  vom  Febr.  26  s.  B1.401),  1538:
Bl.379  Dec.  3  "transport  vanden  coren’;  B1l.385  ohne  Tag  "placcart
des  monnoyes  t.  le  nouveau  cescu  1538;  appartient  a  mons.  le  tresorier’;
Bl.399  Sept.  20  “t.  la  chierte  des  grains’;  Bl.401  Febr.  26  (1539),
gegen  die,  die  David  Joris  oder  andere  Wiedertäufer  herbergen.
1557:  Bl.403  Juli  20  “touch.  les  anabapt.  en  Frize”.  1536:  Bl.405
Juli  21  (Seeräuber);  Bl.407  Juni  2  (=  Juni  1  in  der  “Liste’?);  BI1.409
“Relatie  vanden  deurwairder’,  Juni  9,  betr.  Publication  einer  kaiser!l.
Verordnung  in  Dordrecht  ete.  1534:  Bl.411  Mai  6  “touchant  les
Lutheriens’;  Bl.415  ohne  Tag  “touch.  les  anabaptistes’,  Concept;
Bl.416  Juni  betr.  Wiedertäufer;  B1l.421  Jan.  24  “touch.  la  police  sur  le
fait  des  bleez’.  (1529  März  12  s.  Bl.433).  1528:  BlL.431  Dee.  7;
Bl.433  März  12  (1529)  “touch.  la  chasse  en  Haynnaut’;  Bl.435  Dec.  24,
Verordnung  für  die  Schiffer.  1526:  Bl.441  März  7*.  1518:  Bl.443
Aug.  31*;  Bl.445  Nov.5  “touchant  les  chevaulx  et  jumens’.

1517:  B1.448  Sept.  25  Maximilian  “pour  le  fait  de  la  chasse  a
Namur’.  1513:  Bl.451  Dec.1  Max.  und  Karl  “touch.  les  chevaulx’.
1509:  BI.454  Dec.  13  Max.  und  Karl,  “publie  le  26  jour  de  jenvier
1509,  touchant  volilles  et  chacheries”.  1508:  B1.457  März  23*.
1498:  Bl.459  März  12  (Philipp)  "touchant  les  chevaulx”.

(Histor.657)  Band  XXI  448  Blätter

Placartz  faictz  du  temps  du  roy  Philippe  Catholique
pour  ses  Pays  bas:  etwa  130  Erlasse  Philipp’s  IL,  die  sich  durchweg
  auf  die  innere  Verwaltung  der  Niederlande  beziehen  und  sich
der  Zahl  nach  ziemlich  gleichmässig  auf  die  Jahre  1555—1566  vertheilen,
  in  französischer  oder  niederländischer  Sprache.  Die  meisten
sind  beglaubigte  Abschriften  der  Originale.  Die  Ordnung  ist  im
allgemeinen  chronologisch,  jedoch  auch  hier  von  der  späteren  Zeit
zur  früheren  hinaufsteigend.

Sehr  viele  der  Erlasse  tragen  am  Schluss  einen  Vermerk  wie
“President  du  prive  conseil,  nous  vous  ordonnons  faire  sceller  lettres
patentes  de  placcart  selon  la  mynute  cydessus’  mit  nachfolgender
Unterschrift  der  Statthalterin  Margaretha  von  Parma  (eigenhändig
die  Unterschriften  auf  Bl.5b,  101b,  171,  180,  182,  258,  261,  271b,
279b),  des  Statthalters  Emanuel  Philibert  von  Savoyen  (eigenhändig
  die  Unterschriften  auf  Bl.286b,  292,  307b,  309b,  342b,  352,
366b,  371b,  386)  oder  Philipp’s  II  selbst  (eigenhändig  die  Unterschriften
  Bl.431b,  446,  447  b).

(Histor.657)  Band  XXII  V-+538  Blätter

“Nouveaulx  traictez  de  la  maison  de  Borgongne  avecgq
France’,  in  rückläufiger  Zeitfolge.

Bl.1  Le  traicte  de  paix  faiet  au  Chasteaul  en  Cambresiz  entre
les  Roys  Philippe  d’Espaigne  et  Henry  de  France  3.4.1559,  mit  den
Vollmachten  von  Philipp  11.10.1558  und  Henry  (I)  6.10.  1558;
(gedr.  bei  J.  Du  Mont,  Corps  universel  diplomatique  V,  1  8.34—42);
‚das  ganze  von  Philipp  (II)  veröffentlicht  Bruxelles  7.  4.  1559.
        <pb n="255" />
        Histor.657,  Band  XXI  und  XXII  249

Bl.32  Traiete  partieulier,  Cambresis  3.4.1559  (gedr.  bei  Du  MontV,  1
S.44/5),  veröffentlicht  von  Philipp,  Bruxelles  7.4.  1559.  B1.40
Henry  II  ratificirt  den  Accord  mit  dem  Kaiser  "touchant  les  marchandises
  non  defendues  trouvees  avecq  les  defendues’  1.5.1550;
Karl’sV  Ratification  ist  gedr.  bei  Du  MontIV,  38.4  Bl.42Henryll,
Verbot  der  Weinausfuhr,  Fontainebleaulx  3.1.1549.  Bl.44  Charles
(V)  empereur,  entsendet  eine  Commission  betr.  “la  deterioration  advenue
  per  les  guerres  en  la  conte  de  St.  Pol’,  Brux.  2.3.  1548.
Bl.46  Henry  (II)  an  seinen  Minister  M.  Tambonneau  und  den  bailly
d’Amiens,  (Bl.46)  19.3.  und  (Bl.47)  4.  6.  1547.  Bl.50  Traicte  de
Grepy,  18.9.1544  (zwischen  Karl  V  und  Franz  J);  gedr.  bei  Du
Mont  IV,  2  8.280/6.  Bl.78  Anthoine  duc  de  Calabre  etc.  et
Francoys  de  Lorraine  duc  de  Bar,  son  fils  aisne,  verzichten  zu
Gunsten  des  Königs  von  Frankreich  auf  Sathenay,  16.  11.  1541  und
(B1.80)  13.  12.  1541.  Bl.86  Accord  zwischen  Franz  I  von  Frankreich
  und  der  “royne  douhairiere  de  Hongrie  et  de  Boheme’  (Marie)
zu  La  Fere,  23.  10.  1538  (betr.  den  Waffenstillstand  von  Nizza);
Bl.102  “Copie  du  traictie  de  la  Fere’,  23.  10.  1538.  Bl.106  “La
tresve  de  dix  ans  faite  a  Nyce  (Nizza),  18  Junii  1538,  mit  dem
Separatartikel  betr.  Geldern;  gedr.  Du  Mont  IV,  2  8.169/71;
vgl.  Bl.481.  Bl.112  Carolus  V  imp.,  Vollmacht  (lat.)  (für  die
Unterhandlungen)  über  die  Ausführung  des  Vertrages  von  Cambray
mit  Franz  I,  Bononie  21.1.1530.   DBI.113  Franeoys  (]),  Vollmacht
für  Loys  .  .  de  Praet  betr.  Auslieferung  seiner  Söhne,  Dijon  6.  2.
1529.  Bl.119  Carolus  V,  Vollmacht  für  Margarethe  Erzherzogin
von  Oesterreich  zur  Unterhandlung  mit  Heinrich  VIII  von  England,
Barcinona  30.  6.  1529;  (Bl.120)  bestätigt  den  “in  eivitate  .  .  Cameracensi’
  15.  8.1529  geschlossenen  Bund,  Genua  29.  8.1529;  (Bl.121b)
an  den  König  von  England,  Genues  29.8.1529;  (Bl.122)  au  den
Cardinal  von  Yorck,  Genues  29.  8.1529.   Bl.123  Vollmacht  Karl’sV
für  Margarethe  von  Oesterreich,  Sarragossa  8.4.1529,  und  Franz’I
für  Luise  von  Savoyen,  Romorantin  2.  6.  1529,  mit  Unterschriften  von
Margarethe  und  Luise,  Cambray  5.  8.1529,  gedr.  Du  Mont  IV  (1726)
2  8.15—17;  Bl.129  “le  traicete  de  Madrid,  14.  1.1526,  gedr.  Du  Mont
IV,1  S.399—412;  B1.163  Franz  I  setzt  Luise  als  Regentin  ein,
Gien  12.8.1523,  gedr.  Du  Mont  IV,1  S.389—391;  8.166b  Ratification
  Franz’  I,  Paris  20.  10.  1529,  bei  Du  Mont  IV,  2  8.  20  und  19.
Bl.170  Franz  I  bestätigt  den  von  Karl  V  Caesaraugusta  14.1.
1519  (gedr.  Du  Mont  IV,  1  5.266—269)  ratifieirten  Londoner  Vertrag
einer  Liga  zwischen  Franz  I  und  Heinrich  VII  gegen  die  Türken
vom  2.10.1518,  Parisius  18.1.1519.

Bl.181  (vgl.  Bl.522)  “Lettres  de  l’union,  que  avoit  faict  le  roy
Jehan  de  France  a  son  royaulme  et  a  la  couronne  de  la  duce  de
Bourgoingne  .  ,  in  castro  nostro  de  Lupa  prope  Parisius  Nov.  1361.
Bl.182b  “Lettres  de  donation  que  feist  Je  roy  Jehan  de  France  du
duce  de  Bourgoingne  a  son  filz  Philippe  le  Hardy’,  Cermiginare
supra  Materna  6.  9.  1363;  Bestätigung  dieser  Urkunde  gedr.  Du  Mont,
Corps  univ.  dipl.  IT,  1(1726)  8.42.  Bl.185  Charles  aisne  filz  du
roy  de  France  duc  de  Normandie  bestätigt  diese  Schenkung,  Amyens
Dec.  1363.  Bl.186  Ludoviecus  (XII)  Francorum  rex  bestätigt  die
Liga  von  Cambray,  Bituris  14.  3.  1508;  Maximiliau’s  (gleichlautende)
        <pb n="256" />
        250  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bestätigung  ist  gedr.  bei  Du  Mont  IV,1  8.109.   -Bl.198  Charles
roy  de  Castille  (Karl  V)  bestätigt  den  (bei  Du  Mont  IV,  1  8.224  gedruckten)
  Vertrag  von  Noyon,  Bruxelles  29.  10.  1516  (mit  Vollmachten
  Karls  Br.  22.  7.1516  und  Franz’  Lyon  8.7.  1516).  Bl.216
Franchois  (1)  bestätigt  den  Vertrag  mit  Karl  wegen  seiner  Vermählung
  mit  Renata,  Paris  23.4.1515:  der  Vertrag  vom  24.3.1515
(gedr.  Du  Mont  IV,  1  S.199—  203),  dann  (S.229)  “la  teneur  des  procuracions’
  (mit  den  Vollmachten  von  Franz,  Compiegne  5.2.,  und
Karl,  23.1.1515)  vom  31.3.1515.

Bl.234  “Le  traiete  de  paix  faict  a  Cambray’,  Bituris  14.  3.  1508,  =
Bl.186.  Bl.247  “Traetatus  de  /lugenaw‘  von  Maximilian  gegeben,
Hag.  7.4.  1505,  betr.  Investitur  Ludwigs  XII  mit  Mailand;  nicht  die  bei
Du  Mont  IV,  1  8.60  gedruckte  Urkunde.  Bl.251  “Traictie  de
Paris’  von  Loys  (XII)  gegeben,  P.  23.7.1498;  mit  Inserirung  einer
Urkunde  von  Philippe  ..  archiduc  d’Autrice,  Bruges  6.5.1498
(betr.  Rückgabe  dreier  Städte  auf  Grund  des  Vertrages  von  Senlis).
Bl.260  “Traictie  de  Senlis’,  von  Charles  VIII  ausgestellt,  8.23.  5.
1493,  gedr.  Du  Mont  III,  2  S.303—308.

B1l.272  Urkunde  Philipp’s,  Arras  1.7.  1499.

B1.275  “Traictie  de  Francfort’,  Veröffentlichung  des  (bei  Du
Mont  III,  2  S.237/8  gedruckten)  Vertrages  durch  die  beiderseitigen
Gesandten  (Jehan  evesque  de  Lombetz  etc.),  mit  den  Vollmachten  von
Charles  (VIID,  6.5.1489,  und  Maximilian  6.  7.1489,  Franequefiort
10.7.1489.

Bl.291  “Traictie  d’Arras  de  Y’an  1482’,  veröffentlicht  von  Loys
(XI);  gedr.  Du  Mont  IIL,  2  S.100—107.

B1.331  “Traictie  de  Peronne’,  veröffentlicht  von  Loys  (XD),  14.  10.
1468;  gedr.  Du  Mont  IH,  1  S.394—402.

B1.355  “Traittie  de  Conflans’,  veröffentlicht  von  Loys  (XD,  Paris
5.10.1465  (gedr.  Du  Mont  II,  1  S.335—7),  Copie  eines  Vidimus
von  1469.

Bl.361  “Traictie  de  Crothon’  (mit  dem  König  von  Frankreich),
veröffentlicht  von  Charles  duc  de  Bonrgongne,  Croton  3.  10.  1461.

Bl.373  “Lettre  du  Cardinal  (Nicolaus)  de  St.  Croix  legat  en  France,
laquelle  est  escripte  en  parchemin  .  .  et  contient  la  confirmation  ..
de  la  ste.  paix  d’Arras  (gedr.  Du  Mont  II,  2  S.310—-315,  vom
21.9.1435)  .  .,  in  mon.  St.  Vadasti  Atrebat.  21.9.  1435.  b1.392b
“Lettres  ..  de  Loys  aisne  filz  du  roy  de  France  .  .  conten.  la  ratifieation
  .  .  de  la  sainete  paix  d’Arras  .  .',  Bruxelles  28.  1.  1456  (muss
heissen  1436),  gedr.  Du  Mont  II2  S.217—8.  B1.395b  “Instrument
des  parolles  dietes  au  nom  du  roy  de  France  a  feu  mons.  le  bon  duc
Philippe  touchant  la  mort  de  feu  duc  Jehan  son  pere  pour  partie  de
reparacion  honnorable  ens.  le  traicte  d’Arras’,  21.  9.  1435.

B1.397—487  "Copie  de  tous  les  traietes  faictz  d’entre  les  princes
de  pardecha  et  lesroys  de  France.  .  1435—1544’:   BI.397  ‘Le  traictie
d’Arras’,  Ratification  der  französ.  Gesandten  (Charles  due  de  Bourbonnois
  et  d’Auvergne  etc.),  deren  von  Charles  VII  gegebene  Vollmacht,
  Amboise  6.  7.1435,  inserirt  ist,  Arras  20.9.1435  (Philipp’s
Ratification  ist  gedr.  bei  Du  Mont  II,  2  S.309—315;  vgl.  oben
Bl.373).   DBl.412  “Traictie  de  Madırzd’  vom  14.1.1525:  der  Vertrag
mit  den  Vollmachten,  der  bei  Du  Mont  IV,  1  S.399—412  gedruckt
        <pb n="257" />
        Histor.657,  Band  XXII  Histor.  660  251

ist,  dann  noch  (B1.447)  Vollmacht  Franz’  I  für  die  Regentin  Luise
11.8.1523,  mit  Bestätigung  des  Parlaments  vom  7.9.  1523;  das  Ganze
von  Charles(V)  veröffentlicht,  Tolledo  12.  2.  1526  stil  de  Spaigne.
Bl.454  “Traietie  de  Cumbray’  5.8.1529,  gedr.  bei  Du  Mont  IV,  2
S.7—17,  jedoch  ohne  den  Eingang  und  die  Vollmachten.  B1.477
"Tresve  de  Bomy’,  Bommy  30.7.1537,  und  (Bl.479)  Artikel  zur  Ausführung
  des  Waffenstillstands,  Cambrai  3.  11.1537,  beides  gedr.  bei
Du  Mont  IV,  2  S.153/4.  Bl.481  “Tresve  de  Nyce’  =  BIl.106.
Bl.485  "Accordt  fait  a  La  Fere’,  23.  10.1538,  gedr.  Du  Mont  IV,  2
S.171/2.

Bl.488  “Vidimus  (vom  20.  2.1435)  de  certaines  lettres  du  roy
Charles  (VII)  de  France  du  fournissement  d’aulcunes  art.  du  ste.
traittie  d’Arras’,  Chinon  2.  2.  1435.  Bl.496  “Traittie  de  la  paix
entre  Charles  filz  du  roy  de  France..  et..  Jehan  duc  de  Bourgoingne’,
  prez  de  Polly  le  fort  11.7.1419,  gedr.  Du  Mont  II,  2
8.133.  Bl.499  “Traittie  ..  en  la  ville  de  T'royes  (21.5.1420)  .  .
entre  Charles  lors  roy  de  France  et  Henry  lors  roy  d’Engleterre  .  .,
von  Karl  VI  gegeben,  gedr.  Du  Mont  IL,  2  S.142/5;  Veröffentlichung
von  Robert,  garde  du  scel  royal.

Bl.506  "Ce  que  ms.  le  duc  de  Bourgongne  a  besoignie  sur  le  fait
de  la  paix  avec  le  sr.  de  Morveil  et  maistre  Jelıan  de  Bailli  precident
..  ambaxeurs  du  Roy’:  B1.506  Charles  (VD),  Paris  31.8.  1415
(2  Briefe),  gedr.  Du  Mont  IL,  2  S.47;  B1.508b  "Reponsez  .  .  par
ms.  dluc  de  Bourgongne  aux  requestes,  que  lui  ont  faictes  les  dessusdits
ambaxeurs  au  mois  de  sept....  1415’;  Bl.512  “Requestez  et
supplicacions  que  ms.  le  duc  de  Bourgongne  fait  humblement  au
roy..’;   Bl.513b  Jehan  due  de  Bourgongne,  Argilly  24.9.  1415;
Bl.514b  ‘Reponses  ..  par  ms.  le  duc  de  Bourgongne  aux  requestez
  .  .’;  Bl.515  Jehan  duc  de  Bourgongne  an  den  König,
Arsilli  24.  9.  1415.  Bl.518b  "Lettres  que  les  nobles  de  la  duchie
de  Bourgongne  escripvent  au  roy’,  und  (B1.520)  dieselben  an  den
Herzog  Argilly  24.  9.  1415.  B1.522—--526  “Touchant  la  duche  de
Bourgongne  et  comme  elle  est  venue  a  Philippe  le  Hardi  1361’:
=  Bl.181—185.

B1.532  Six  copies  touchant  les  venditions  des  fiefs,  traiete  entre
R.  Conte  d’Arras  et  Comitem  Pontin);  Urkunden  ausgestellt  von
(B1.532)  Philippus  (IV)  Fr.  rex,  apud  Britolum  1.9.1291;  (533)
Ludovicus  (IX)  Fr.  rex,  in  Egypto  in  castris  juxta  Mausoram  mense
Mart.  1249;  (534)  Philippus  (III)  Fr.  rex,  Par.  mense  Jan.  1278;
(535,  536)  Matheus  comes  Pontinii  Oct.  1244  und  apud  Espinolium
1244  die  Jovis  post  festum  b.  Jacobi  ap.;  (537)  Ludovicus  (IX)  Fr.
rex,  Parisiis  Nov.  1244.

Voran  BlL.I—V  ein  Index,  wohl  vom  Schreiber  des  Viglius  verfasst,

Histor.660  234Bl.  zu  33:21'1/%,  em  niederländische
Schrift  von  1640

Bl.3  “Ine.  Chroniea  Alberiei  monachi  Trium  Fontium  Leodiensis
dioecesis’;  Bl.95  “Pars  posterior’  (1000—1241);  Bl.215  “Finis  Chronice
  Alberiei  a.  1640.  26  Maij’.  Herausgegeben  von  P.  Scheffer-Boichorst
  in  den  Monumenta  Germaniae,  Seriptores  23  (1374)  8.631
bis  950  als  “Chronica  Albriei  mon.  Triun  Fontium  a  monacho  novi
        <pb n="258" />
        252  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

monasterii  Hoiensis  interpolata’,  wo  er  diese  Hs.  8.672  bespricht.
Bl.217  “Ex  Cronicis  Hannoniae  recollectis  per  mag.  Balduinum  de
Avennis.  DBl.231  “Ex  Chronica  Monasterij  S.  Huberti  in  Ardenna.

Dureh  Fr.  Ch.  Butkens  1640  veranlasste  Abschrift  derHs.  des  Philipp
de  Gomiecourt  (jetzt  in  Lille),  die  1627  aus  einer  Hs.  der  Kapuziner
in  Arras  (jetzt  in  Hannover)  abgeschrieben  ist.  Mit  letzterer  Hs.
sind  nachträglich  einige  Stellen  in  unserer  Hs.  verglichen.  Vgl.
Butkens’  Notizen  auf  Bl.1  der  Hs.  und  Monumenta  Germ.  23  S.672.

Bl.233b—234b  Stammtafel  von  Karl  Hz.  von  Niederlothringen
(7  997)  bis  zu  den  Kindern  von  Thiery  Sire  de  Fauquemont.

Auf  Bl.1  ist  ein  Wappen  gemalt,  darunter  “Per  tot  discrimina
rerum.  F.  C.  v.  Butkens  1640’.  Darüber  stehen  noch  folgende
Besitzernotizen:  “Voor  dit  MS.  is  aan  den  Baron  de  Roy  betaald
fl.250°;,  “Ex  libris  MSS.  C.  v.  Alkemade  1698’;  “P.  van  der  Schelling’.
  1753  aus  der  Auktion  Fr.  P.  Gomar’s  im  Haag  für  11  Gulden
erkauft.

Histor.661  54Bl.  zu  151),  :10  cm  1689/90

“Memorie  de  ce  qu’il  c’est  passe  dans  le  Consistoire  depuis  mon
second  service,  commence  le  9  Janv.  a.  (16)89°:  Tagebuch  eines
‘diacre  de  l’Eglise  Walonne  de  Leyden’  über  seine  amtliche  Thätigkeit,
  Ende  1688  (Bl.2/4),  1689  (Bl.4—52),  1690  bis  Ende  Februar
(B1.52b—54).

Histor.662  22Bl.  zu  36!/,:24cm  nach  1631  holländische
  Schrift

Schriftstücke  betr.  die  ostindische  Compagnie.

Bl.1  “Zeyn  brief,  daer  naer  hun  alle  scheepen  inden  dienst  vande
vereenichde  Oostindische  Comp.  sullen  hebben  te  reguleeren,  soo
langhe  de  selve  by  den  anderen  sullen  weesen’.  Bl.2b  “Memorie..
om  spoedich  soo  wel  van  hier  door  de  Linie  als  van  daer  aen  de
Caep  de  bon  Esperance  en  soo  voorts  tot  Bantam  te  geraecken  ..’.
Bl.3b  “Memorie  om  by  den  zeynbrieff  te  voegen  vande  Mousson,  datt
is  vande  deurgaende  winden  inde  zee  en  eylanden  vant  zuyden
wayen’.  Bl.5b  “Breede  Raedts-Instructie  naer  de  welcke  hun  alle
scheepen  vande  Oostindische  Comp.  .  .  sullen  reguleren  .  .,  17  Sept.
1627.   BI.7b  "Scheeps  Raedts-Instructie,  daer  naer  sick  den...  raedt
van  elck  schip  int  administreeren  vande  justitie...  sal  hebben  te
reguleren  .  .‘,  Amsterdam  17  Sept.  1627.  bl.8b  "Lyste  vande
victualien  ende  rantsoenen  ter  vergaderinge  vande  Seventienen  in
July  A.1627  in  gestelt  .  !,  17  Sept.  1627.  Bl.10  “Verelaringhe
van  diversche  plaetsen  gelegen  op  de  cust  Cormandel”.  Bl.11b
“Verhael  van  diversche  sorteringe  van  cleeden  voor  Indijen  .  ..
Bl.12b  “Instructie  dienende  tot  kennis  vande  beste  witte  fyne  rouwe
Chineesche  zyde'.  Bl.13b  “Instructie  dienende  tot  kennisse  vanden
  goeden  Indigo’;  Bl.14  “Proeven  vanden  Indigo  .  .;  Bl.14b  “Ordre
tot  den  incop  van  Indigo’.  Bl.15b  “Ordonnantie  gemaecktt  op  de
ladinghe  ende  stouwaghe  vande  scheepen,  die  uyt  Indyen  .  .  naert
vaderlandtt  gesonden  sullen  werden’.  Bl.16b—22  Copien  von
Briefen:  Bl.16b  Jan  Pietersen  Coen,  gouv.  geenerael,  an  einen  Beamten
  in  Siam,  Battavia  25.7.1628;  Friedrich  Heinrich,  Fürst
        <pb n="259" />
        Histor.  661  —  740  253

v.  Oranien  und  Graf  v.  Nassau  an  den  König  von  Siam,  15.  11.  1627
nebst  (Bl.17b)  dessen  Antwort  und  (Bl.18)  einer  Antwort  an  Coen.
Bl.19  Übersetzung  von  6  japanischen  Briefen  an  “Heer  Neyenroode’
1629,  von  dem  Gouverneur  von  Firando  Matzura  Figen  oder  ın
seinem  Namen.  DBI.20  Schreiben  von  Jaques  Speex,  Battavia  17.7.
1631.

Histor.663  276  Bl.  zu  271/,:20  cm  1539,  holländische
Schrift  Lederband  mit  Goldpressung

Kempo  van  Martena,  Annael  ofte  Landboek.

Dies  Werk  ist  von  Martena  selbst  bis  zum  Jahre  1530  geführt;
bis  hierhin  ist  es  gedruckt  in  Schwartzenberg’s  "Groot  Placaat  en
Charter-boek  van  Vriesland’  II  (1773)  S.1—203,  vgl.  daselbst  S.78
der  Vorrede  und  S.203.  Von  1530  an  ist  es  von  Anderen  fortgesetzt
  und  die  Hss.  weichen  in  diesen  Fortsetzungen  von  einander  ab.

Bl.1  “Prologe  van  acten  byden  gemeene  stemmen  van  Vrieslant
op  tstuck  van  een  annael  ofte  landboeck  te  doen  maeken.  Bl.212b
schliesst  das  Jahr  1530,  es  folgt  die  Fortsetzung  Bl.213  "Van  den
Jaere  XV°  eenendedartich’”.  Auch  von  diesem  Theile  des  Werkes  ist
vieles  im  Charterboek  II  ‘uit  verscheidene  afschriften  van  Martena
Land-Boek’  gedruckt,  so  z.B.  der  Anfang  des  Jahres  auf  S.579  bis
984.  B1.267b  beginnt  das  Jahr  1536,  das  letzte  der  Hs.  B1.274
“Van  die  provisie  .  ..  voertijdts  bij  die  gemeene  westerlanden  gemaeet
  ...  Riucht  endt  reedt  .  ..  von  1488.  Bl.275  "Wie  taeche
zijll,  lempster  zijll,  die  sluijse  toe  staveren  .  .  ende  die  zijll  bij  elaerecamp
  to  commen’.  Bl.276  am  Schluss  die  Zahl  1539,  in  den
Buehstaben  G.P.  (?).

1784  aus  der  Bibliothek  des  Oberappellationsratls  v.  Gustedt  zu
Celle  erkauft  (Bd.  II  S.589  n0.706  des  Auctionskatalogs).  Eine
Abschrift  dieser  Hs.  befindet  sich  in  der  k.  Bibliothek  zu  Hannover
(Bodemann  8.305).

Histor.740  (früher  Histor.664)  Pergament  223  Bl.  zu
261/,:22  cm  2  Spalten  auf  der  Seite  (ausser  B1.222f.)  wahrscheinlich
  in  England  geschrieben,  Bl.1—221  von  3  Händen  im
XIV/XV  Jahrh.  (Bl.1—32b  von  1.,  Bl.32b—221  von  2.,  die  rothen
Überschriften  von  Bl.17  an  von  3.  Hand);  B1.222/3  im  Jahre  1445,
die  Randnoten  um  1654  Bl.1a  ist  schr  abgerieben  und  unleserliech

Englische  Reim-Chronik  in  11  Büchern  (zusammen  39674  Versen)
in  nordenglischem  Dialecte.  Da  über  der  ersten  Seite  von  späterer
Hand  geschrieben  steht  "Thomas  Castelford’,  so  wird  diese  Chronik
gewöhnlich  zugeschrieben  dem  Thomas  Castelford,  einem  Mönch  im
Benedietinerkloster  zu  Pontrefact  nm  1320.  Sie  beginnt  mit  der
ältesten  sagenhaften  Geschichte  und  schliesst  mit  der  Thronbesteigung
Eduard’s  III  (1327),  mitten  im  Verlauf  der  Thatsachen  abbrechend.
Vgl.  die  Göttinger  Dissertation  von  M.  L.  Perrin,  über  Thomas
Castelford’s  Chronik  von  England,  Boston  1890,  worin  die  llft  beschrieben
  und  eine  Ausgabe  nach  dieser  einzigen  Hft  für  die  Early
English  Text  Society  angekündigt  wird.
Bl.1  Rothe  Uberschrift  des  1.  Capitels  “Her  may  men  her
        <pb n="260" />
        254  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

all  and  sum  |  Howe  this  land  was  fyrst  namy  Albyon’.  Anfang
“In  the  noble  land  of  Surrey’.  Am  Rande  stehen  von  Absehnitt
zu  Abschnitt  kurze  Inhaltsangaben,  die  Bl.1b  beginnen  “Breviary
of  this  history  by  N.  Johnson  1654’.  Eine  andre  Hand  (nicht
Johnson,  wie  Perrin  p.9  sagt)  hat  einzelne  Verweise  auf  Camden’s
Britannia,  Ausgabe  von  1594,  am  Rande  notirt.

Bl.221b  Von  einer  Hand  des  17/8  Jahrh.  “in  ecelesia  S.  Petri
Westmonasterii:  Hie  rex  Seberte  pausas,  haec  eondita  per  te,  |  Haec
loca  lustravi,  demum  lustrando  dicavi’;  vgl.  Perrin  S.9.  Darunter
der  Anfang  einer  engl.  Schenkungsurkunde  in  der  Sehrift  des
17  Jahırh.  Bl.222  und  223  (am  unteren  Rande  stark  besehnitten)
Bruchstück  aus  einem  Protocoll  der  Sitzungen  des  Court  of  Arches
in  London;  es  enthält  die  Verhandlungen  vom  21.  10.—22.  12.  (1444)

und  die  Überschrift  zur  nächsten  “Sessio  proxima  .  ..  die  Veneris
14.  mensis  Jannarii  ao.  ...  1445  .  .  ın  ecelesia  B.  Marie  de  Areubus
(St.  Mary-le-Bow)  Londonensi’.  Auf  einer  Auktion  in  Hannover

1786  gekauft.

Histor.750—756  2Drucke  und  5  Handschriften  bis  zu
23:18Sem  1842—1871

Collationen  und  Notizen  zu  Beda’s  Historia  ecelesiastica  gentis
Anglorum,  nebenher  auch  zu  einigen  anderen  seiner  Schriften,  von
F.  L.  A.  Sehweiger,  Prof.  und  Bibliothekar  in  Göttingen  (7  1872).

20.750:  (von  verschiedenen  Händen,  51  Bl.  und  1  Druckbeilage):
Sammlung  von  Notizen  Schweigers  und  Mittheilungen  andrer  über
Hss.  und  Ausgaben  der  Schriften  Beda’s,  besonders  der  Historia
eceles.  Darunter  Bl.23  Brief  von  K(arl)  Bernhardi  an  Schweiger,
Kassel  5.  12.  1853,  über  den  Cassellanus  theol.  in  4°  n0.2.  Bl.28
Abschrift  aus  Cod.  S.  Galli  254  9.252—256  (Beda’s  Vita  etc.).
Bl.34  ausführliche  Beschreibung  einer  Hs.  der  Historia  aus  der
bischöflichen  Ordinariatsbibliothek  zu  Augsburg,  mit  genauer  Copie
des  Briefes  des  Daimbertus  Pisanus  von  1100  (Martene  Thes.  Anecd.  I
281).  B1.38  ausführliche  Beschreibung  des  Cod.  theol.  f.46  zu
Würzburg  von  Anton  Ruland  und  Schweiger,  nebst  einer  sorgfältigen
Abschrift  der  in  derselben  Hs.  enthaltenen  sogenannten  Annales
Juvavenses,  mit  Verbesserungen  zu  der  ineorreeten  Ausgabe  in
Monum.  Germ.  Seript.I  S6  und  III  122.

n0.751:  (37  Bl):  Collation  der  Gothaer  Hs.  (membr.  I  n0.63).
n0.752  (43  Bl.):  Collation  der  Bamberger  Hs.  E  III  14.  n0.  753
(54  Bl):  Collation  eines  cod.  Weissenburgensis  (in  Wolfenbüttel,
wahrseheinlich  n0.34).  Alle  3  Hiten  sind  mit  Stevenson’s  Ausgabe
1833  vergliehen.  .

n0.754:  Hussey’s  Ausgabe  von  1846  mit  Collationen  von  cod.
Parisinus  5226  (1),  Sorb.  285  (2),  Wirceburgensis  membr.  th.  fol.  118
und  einem  Aug(ustanus,  A),  der  wohl  identisch  ist  mit  dem  zu  cod.
Histor.750  erwähnten.

n0.755:  Hussey’s  Ausgabe  von  1846  mit  Collationen  der  codd.
Parisini  5229  (5)  und  5230  (4),  eines  dritten  unbezeichneten  Parisinus
(3)  für  Buch  1—3,  des  Cassellanus  theol.  in  4°  n0.2  für  Buch  4  und  5,
des  cod.  Sorbonnensis  285  (jetzt  Parisinus  16078  ?  s.  zu  cod.  Histor.  754)
für  das  Ende  des  5.  Buches.
        <pb n="261" />
        Histor.  750  —  760  255

10.756  (222  Bl.):  enthält  zu  Histor.  ecel.  Buch  1—2  cap.13  eine
(unvollständige)  Zusammenstellung  der  Varianten  (von  der  Ausgabe
1722)  aus  allen  in  den  übrigen  Bänden  enthaltenen  Collationen,
dazu  die  Lesarten  eines  Sangallensis  (wahrscheinlieh  n0.247,  vgl.
cod.  Histor.750  Bl.31)  und  mehrerer  Ausgaben.

00d.755  ist  1873  gekauft,  die  übrigen  sind  1883  vom  Reehtsanwalt
  Schrader  in  Göttingen  geschenkt  worden.

Histor.760  103  Bände  zu  361/,:24  cm,  jeder  Band  bis
zu  10  cm  diek  saubere  Reinsehrift  von  versehiedenen  Händen
um  1715  bis  1737

Lords  Journals  (Rückentitel).  Saubere  Abschrift  der  Sitzungsprotokolle
  (Journal  Books)  des  House  of  Lords  vom  12.1.1509  bis
9.  12.  1728.  Gedruckt  unter  dem  Titel:  Journals  of  the  House  of
Lords,  s.  a.,  vol.1—23  p.296;  doeh  finden  sich  in  der  Hs.  einige  ungedruekte
  Stücke,  z.  B.  Bd.26  p.207—216  (Sitzung  vom  30.1.  1643)
der  Wortlaut  der  im  Druck  vol.6  p.399  unter  no.5  aufgeführten
Declaration  of  the  Kingdoms  of  England  and  Seotland,  joined  in  arms

for  the  vindieation  .  .  of  their  relieion  .  .  aerainst  the  Pon»ish  .  .
..  oO  %  oO  l  ..  &amp;amp;
party.  In  den  ersten  Bänden  stehen  zwischen  dem  Text  häufige

Zusätze,  theils  sachliehe  Erklärungen,  Mittheilungen  über  Gewohnheiten
  des  englischen  Parlaments,  Verbesserungen  von  Versehen  des
Protocolls,  theils  Bemerkungen  über  die  Gesehichte  und  Überlieferung
der  Protoeolle  selbst  und  zur  Ergänzung  der  fehlenden  Sessionsberiehte
  einige  wenige  Notizen  aus  anderen  Parlamentsaeten,  so  Bd.1
p.215—217  und  p.296f.,  Bd.3  p.”—12.  Für  das  33.  Regierungsjahr
Heinrieh’s  des  VIII  giebt  es  2  Protoeolle,  die  oft  wörtlich  übereinstimmen,
  oft  von  einander  abweichen  und  sieh  ergänzen  (s.  darüber
Bd.1  der  Hs.  p.XLIUHf;  577f);  beide  sind  im  Druek,  nieht  ohne
Kritik,  zu  einem  Ganzen  verarbeitet,  in  der  Hs.  aber  sind  die
2  Fassungen  streng  von  einander  gehalten.  Brauchbar  sind  auclı
die  (nachträglieh  in  Göttingen  angefertigten)  Indiees,  theils  zu  den
einzelnen  Bänden,  theils  veremigt  im  103.  Bande  für  das  Jahr  1680,
dann  (S.17—727)  für  die  Jahre  1689—1722/23  und  (S.729—103+)
für  1723/24—1736/37,  also  über  den  jetzigen  Bestand  der  Sammlung
hinaus.  Bd.1  8S.I—  XXI  °‘..  modus  quomodo  parliamentum  ..
tenebatur  temporibus  regis  Eduardi  filii  Ethelredi  regis,  qui  modus
reeitatus  fuit  per  diseretiores  regni  eoram  Willelmo  Conquestore  .  .
hoc  praeeipiente  ae  per  ipsum  approbatus  .  .’.  Daneben  am  Rande
ist  bemerkt  “Reperi  ita  seriptum  esse  in  vetusto  exemplari”.

In  jeden  Band  (ausgenonmnen  den  Indexband)  ist  ein  in  Uhncialsehrift
  gedruektes  Blatt  eingeklebt,  wonach  diese  Sammlung  ein  Geschenk
  von  Tlıomas  Pelham  Holles,  duke  of  Neweastle  (1693—  1768)
ist,  der  1748  die  Doctorwürde  von  der  Göttinger  Juristenfacultät
annahm.  Dies  war  bei  Gelegenheit  des  Besuchs  Georgs  II  ın  Göttingen;

  vgl.  (J.  L.  v.  Mosheim)  Beschreibung  der  .  .  Feyer.  die  bey
der...  Anwesenheit  ...  George  des  Andern  .  .  in.  .  Göttingen  .  .

1748  .  .  begangen  ward,  p.212—220;  hier  wird  auch  (p.219)  dieser
Schenkung  Erwähnung  gethan.  Pelham  hat  wohl  die  Sammlung  selbst
veranstaltet:  wenigstens  ist  (in  Bd.65)  em  Revisionsvermerk,  wie  sich
solehe  aus  den  Jahren  1715—1727  am  Iinde  der  meisten  Bände  finden,
unterzeiehnet:  "I(homas?)  P(elham?).
        <pb n="262" />
        256  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Histor.768  Druck

Gottf.  Cohen,  Grundzüge  der  parlamentarischen  Verfassung  Englands,
  1847,  durchschossen  und  von  Cohen  selbst  mit  vielen  Nachträgen
  versehen.

Histor.769  Pergament  31Bl.  zu  23:15  cm  die  Anfangsbuchstaben
  mit  Gold  gemalt  auf  rothem,  gelbem  oder  blauem
Grunde  (1!/,  cm  im  Geviert)  nach  1559  über  den  Einband  siehe
unten

Bl.2  “The  statutes  and  ordinaunces  of  the  most  noble  order  of
Saint  George  named  the  Gartyer,  reformed,  explayned,  declared  and
renued  by  .  ..  Hyenr  the  VIII®.  .  king  of  England  .  ..  Gedruckt
bei  Ashmole,  institution  .  .  of  the...  order  of  the  Garter,  1672,  im
Appendix.  B1.28—Ende:  Nachträge,  und  zwar:  Bl.23Eid  “You  being’
(Appendix  n0.39);  Bl.28b  “The  kings  highness’  und  Bl.29  "And  the
same  daye’,  2  Kapitelbeschlüsse  zu  Windsor  (5  Aug.  1554,  gedr.
p.  194,5  und  im  Auszug  p.300);  Bl.29  die  4  Investiturformeln  “To  the
lawd’  (p.300),  “Take  this  robe’  (p.351),  "Take  this  mantell”  und  “To
the  encrease’  (p.357);  B1.30b  Kapitelbeschlüsse  “The  nynth  daye  of
October’  (1554,  Auszug  p.244),  dann  ‘At  a  chapter  holden  at  saint
Jeames’  und  “It  was  further  ordred  also  the  same  daye’  (12  Febr.
1559;  der  2.  in  latein.  Sprache  “Decretum  est  si’  gedr.  p.287),

Auf  dem  braunen  Leder  des  Einbandes  ist  von  Goldlinien  umrahmt
  das  altenglische  Königswappen  (Löwen  und  Lilien)  mit  Gold
eingepresst,  dazu  die  Buchstaben  E  und  R.  Diese  führen  darauf,  dass
dieses  Buch  für  die  Elisabeth  Regina  gebunden  worden  ist;  auch
die  Zusätze  (Bl.30b)  gehen  bis  a.1559.  Da  im  Deckel  eingeklebt
war  der  Druck  ‘1588  A  Prognostication  serving  for  this  yeere..  by
John  Dade  .  .  London,  Rich.  Watkins  and  James  Robertes’,  so  ist
das  Buch  wohl  kurz  nach  1588  gebunden  worden.

Schwierigkeiten  bereiten  die  2  schön  gemalten  Wappen  auf  dem
1.  Blatt.  Das  obere  ist  das  Königswappen,  das  Jacob  I  geschaffen  hat,
genau  so  gross  und  so  geformt,  wie  das  bei  Ashmole  p.247  (mit  Weglassung
  der  Stickerei).  Darunter  das  Wappen,  welches  in  "Les  noms,
surnoms  .  .  armes  et  blasons  de  tous  les  princes  ...  de  l’ordre  .  .
de  la  Jartiere  .  .,  Paris  1645°  auf  B1.379  401  419  als  Wappen  der
Prinzen  Stuart,  duc  de  Lennox  ete.  abgebildet  ist  (Ashmole  p.716
n0.394  415  und  432  giebt  dasselbe  nur  verstümmelt);  darüber  ein
Helm  mit  Hermelinmantel  und  Krone,  aus  der  ein  schwarzer  feuersperender
  Büffelkopf  sich  erhebt.  Daraus  folgt,  dass  diese  Hft,
welche  zuerst  für  die  Königin  Elisabeth  gebunden  war,  dann  in  den
Besitz  des  Königs  Jakob  überging,  welcher  das  von  ihm  geschaffene
Königswappen  und  sein  Stuart’sches  Familienwappen  einmalen  liess.

Am  innern  Deckel  fand  sich  unter  dem  weissen  Deckblatt  auf
Dade’s  Prognostication  aufgeklebt  das  Ex-libris  von  “Mr.  William
Hamilton  of  Wishaw’”.  Gekauft  aus  der  Versteigerung  von  Th.  Osborne
in  London  1754,  Catalog  Vol.I  p.3373.

Histor.770  6Bl.  zu  241%,  :19cm  um  1748

“Harangue  et  vers  ä  Ja  louange  de  S.M.  le  roi  de  la  Grande
Bretagne  sur  la  signature  des  preliminaires  de  paix  &amp;amp;  Aix  La  Chapelle
        <pb n="263" />
        Histor.  768—  773  257

par...  Ant.  Rougemont  ..  .  professeur‘.  .  de  Gottingue.   Reinschrift,
  hie  und  da  abweichend  von  dem  Druck  fast  gleichen  Titels
(1748)  p.1—12.

Histor.7%1  1Bl.in  fol.  (J.D.  Gruber’s)  Bericht  über
die  letzten  Tage  der  Königin  Caroline  von  :England,  Gemahlin
Georg’s  II  (7  1  Dec.  1737),  datirt  London  26  Nov.  17357,  aber  fortgeführt
  bis  zum  29  Nov.  Sehr  verwandt  mit‘.  .  Staats-  und  Lebens-Geschichte
  Georg  des  Andern  .  .’  I.  Th.  1761  p.302—304.

Histor.7%2  83Bl.  zu  191%,  :161/%,  cm  1779—1783

Abschrift  eines  englischen  Tagebuchs  geführt  in  Gibraltar  vom
21.  6.  1779—  31.5.1783  während  der  Belagerung  durch  die  Spanier;
mit  statistischen  Notizen  über  die  Verluste  der  Besatzung,  über  die
zum  täglichen  Wachtdienst  verwendeten  Mannschaften,  die  Zahl
der  von  beiden  Seiten  abgegebenen  Schüsse  etc.  Drinkwater’s
History  of  the  late  siege  of  Gibraltar,  3.  ed.  1786,  ist  in  der  ganzen
Anlage  sehr  ähnlich;  doch  ist  das  vorliegende  Tagebuch  eine  durchaus
selbständige  Arbeit;  auch  die  andern  bei  Sayer,  History  of  G.  1862,
eitirten  Tagebücher  sind  verschieden.  1811  aus  Schlözer’s  Bibliothek.

Histor.773  186  Bl.  zu  19:151/,cm  1659

Sammlung  von  Gedichten  und  Prosastücken  in  irischer
Sprache,  geschrieben  1659  im  irischen  Collegium  zu  Prag  von  dem
Franziskaner  Anton  O’Conor;  vgl.  unten  no.XIV  BI1.108.

I  Am  Deckel  und  auf  Bl.1  Notizen  und  Verse,  zumeist  religiösen
Inhalts.  Anfänge  der  Gedichte  und  einzelnen  Strophen:  Deckel:
Tig  na  chearthar  uäir  eile,  4  Zeilen.  Fäidh  bregach  an  segal  sna
htimhluidhe  dhö:  3x4  Zeilen.  Bl.1:  Mairig  dar  compänach  an
cholann,  7x4  Zeilen.  Is  trüagh  don  duine  nach  tuigenn  a  chürsa
fein,  4  Zeilen.  Däna  dhamh  gan  bheith  mo  thosd,  3X4  Zeilen.
Bl.1b  Is  feasach  dhüin  a  athali]r  na  ceümhacht,  4  Zeilen.  Non
licet  in  hac  vita  a  bheith  parcus  duäirc,  4  Macaronische  Zeilen.

II  Bl.2  Eöghan  ruadh  m°  an  bhaird  ce.  (Eoghan  Ruadh  [der
rothe],  Ward,  cecinit):  34  vierzeilige  Strophen  auf  S.  Franciscus.
Anfang  "Ane&amp;amp;  std  an  criost  ceadna’,  Schluss  "nam  saör  thall  le
tröcaire”.  Kommt  nicht  vor  bei  O’Reilly,  Jr.  Writers  no.  187  und
246.  III  Bl.3:  21  vierzeilige  Strophen  auf  S.  Franciscus,  Anfang
“Loerann  chtiig  solas  sainet  Proinsiäs’,  Ende  “fearg  righ,  na  eruinne
nir  chlö.  IV  Bl.3b:  Dies  irae  dies  illa  ete.  a  ndän,  Über-setzung
von  “Dies  irac’,  24  vierzeil.  Strophen;  Anfang  “Borb  an  lä,  la  na
breithe’,  Ende  “sna  bi  san  blırath  Iinn  lanbhörb”.

V  Bl.4b  Dän  do  rinne  an  brathair  bocht  d’örd  S.  Phroinsiäs
Bonanentüra  o  Hocödhasa  gardiän  bhrathar  neirionnach  Lobhain
d’fiorcharaid  aridhe,  do  thuit  a  neiriecacht  le  mearghräadh  an  tshaöghail
7  ainmhian  a  cholna  (Gedicht  das  der  Bettelmönch  ord.  S.  Franeisei
Bonaventura  O’Hussey,  Guardian  der  irischen  Mönche  zu  Löwen  —
bei  Edw.  O’  Reilly,  a  chronolog.  account  of  Irish  writers,  n0.264,  4  —,
gediehtet  hat  für  einen  Freund,  der  in  Ketzerei  verfallen  war  aus
Liebe  zur  Welt  und  Lust  des  Fleisches),  89  vierzeil.  Strophen,  denen
eine  Inhaltsaugabe  vorangcht;  Anfang  “Trüagh  liomsa  a  chompäin
do  chor’,  Ende  “mairfidh  so  tre  bhiofha  sior”.

17
        <pb n="264" />
        258  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

VI  Bl.7b  “A  fir  iarrus  go  ciallmhur  do  shaoradh’,  4  Zeilen  die
zur  Weltflucht  auffordern.  VlI  Bl.8:  29  vierzeil.  Strophen  zum
Preise  Gottes,  Anfang  "Geall  re  maoine  molamh  de’,  Ende  “tri  shäaor
chnaöi  as  aön  chräöibh  ngeig’.  VII  Bl.9:  15  vierzeil.  Strophen  auf
Maria,  Anfang  “Tuile  när  thräigh  teisd  Muire’,  Ende  “teisd  na  mnasa
as  mörthuile’.  IX  Bl.9b  H(y)mnus  DB.  Virginis  ad  matutinum,  6  vierz.
Strophen,  Anfang  “An  ti  moltar  riu  go  leir’,  Ende  “tr  gach”  saoghal
sempiordha.  Amen’.  X  Bl.9b  Ad  Laudes  eiusdem,  4  vierz.  Strophen,
Anfang  ‘A  bhaintriath  ghleaghal  gllörmhur’,  Ende  7  gheinnte  ad  ciu
fuasgailte’.

XI  Bl.10  Deörchaöineadh  na  hEirionn.  Semus  Carthün  brathair
bocht  d’ord  S.  Phroinsiäs  ann  a  gheibhionuibh  cc.  (Irlands  Klage.
James  Carthün  Bettelmönch  ordinis  S.  Franeisei  in  seiner  Gefangenschaft
  cecinit),  145  Zeilen,  Anfang  “Gan  bhrigh  faraör  ata  mo  cheatfa’,
Ende  ‘sbiadh  slän  ar  namhad  go  brach  fa  Eire’.  XII  Bl.  11
“Irlands  Lamentation’,  dasselbe  in  14  vierzeiligen  englischen  Strophen,
Anfang  "My  sense  benummd  my  spirits  dead’,  Ende  ‘if  God  for  us,
and  man  gainst  us,  all  our  aftayres  shall  thriue’.  XUT  Bl.12
“Lamentatio  Hiberniae,  dasselbe  in  28  Distichen,  Anfang  “"Languidus
emorior,  lachrymosas  curro  per  undas’”,

XIV  Bl.13—164  Ag  so  dionbhrollach,  no  brollach  cosnamh  foras
feasa  ar  Eirinn:  mar  a  bhfuil  suim  seanchuis  Eirionn  go  cumair  ata  ar
na  thiomsughadh  7  ar  na  thionol  a  bprimhleabhruibh  seance[hJuis  Eireann
7  a  hiliomad  d’ughdartibh  baräntamhla  coiceriche  le  Sethrün  Ketin
sagairt  7  doetuir  diadhachta  ...  (Hier  folgt  die  Vorrede  zu  ‘Foras  Feasa
ar  Eirinn’,  d.  i.  eine  kurze  Summa  der  Geschichte  Irlands,  gesammelt
und  zusammengestellt  aus  den  Hauptbüchern  der  irischen  Geschichte
ınd  aus  einer  grossen  Anzahl  von  zuverlässigen  ausländischen  Autoren
durch  Geoffrey  Keating,  Priester  und  Doctor  der  Theologie):  Keating’s
Geschichte  Irlands  vom  Anfang  der  Welt  bis  König  Heinrich  II.
Bl.13  Vorrede,  Bl.27  Buch  I,  Bl.109  Buch  II.  Über  Ausgaben  s.
d’Arbois  de  Jubainville,  Essai  d’un  catalogue  de  la  litterature  Eepique
de  VIrlande  p.144ff,  und  den  Anfang  bei  P.  W.  Joyce,  Keatings
History  of  L.,  I  Part  1,  Dublin  1880.  Bl.26b  Notizen  in  Vers  und
Prosa,  meist  chronologischen  Inhalts.  Bl.108b  die  Schreibernotiz:
Finis  don  chead  leabhar  ar  na  sgriobhadh  leis  an  mbrathair  bocht
d’ord  S.  Proinsias  fr.  Antonje  a  Conchabhair  a  gcolaisde  na  mbrathar
neirionach  a  bPräga  san  Bohemia,  an  bliadhain  d’aois  an  tighiarna
1659,  an  dara  lä  do  dhecember  (Ende  des  1.  Buches,  geschrieben
von  dem  Bettelmönch  ordinis  S.  Franeisei,  Frater  Anton  O’Conor
im  Collegium  der  irischen  Mönche  zu  Prag  in  Böhmen,  im  Jahre  des
Herrn  1659,  am  2  Dez.).

XV  BI.164  Ag  so  an  lion  econndz  ata  i  nEirinn  do  reir  Gall,
amhail  cuircas  Camden  na  croinie  ar  Eirinn  sios  &amp;amp;  (Zahl  der  Grafschaften
  in  Irland  nach  den  Engländern,  wie  sie  Camden  in  seiner
Chronik  Irlands  verzeichnet).  XVI  Bl.164b  Ag  so  lion  airdeasbace
ata  i  nEirinn  7  an  mheid  d’easbaccaibh  ata  futha  sin  do  reir  Camden
na  croinic  ar  Eirinn  (Aufzählung  der  Erzbischöfe  und  Bischöfe  in
Irland,  nach  Camden’s  Chronik).

XVII  Bl.165  Ag  so  mar  deir  doctuir  Ceitinn  ag  criochnughadh
chräobhsgaoileadh  7  ghabhlughadh  chloinne  Milidh  Easpainne  ann  so
        <pb n="265" />
        Histor.  773  259

(Also  spricht  Dr.  Keating  beim  Abschluss  der  Stammbäume  der
Kinder  des  Milesius  von  Spanien):  Irische  Genealogien.

XVI1II  B1l.175b  Ag  so  nuimhir  naömh  sleachta  Mileadh  Easbainne,
do  reir  feilire  ui  Ghormhäin,  do  rinneadh  le  Maol-Muire  o  Gormäin  a
naimsir  Ruadhri  m°®  Toirrdhealbaigh  mhoir  ui  Chonchobhair  do  bheith
na  righ  Eireann  (Zahl  der  Heiligen  aus  dem  Geschlechte  Milesius’,
von  Spanien,  nach  dein  Heiligen-Kalender  O’  Gorman’s,  der  von  Maol-Muire
  O’Gorman  verfertigt  wurde,  zur  Zeit,  da  Ruadhri  (Roderick)
O’  Conor  (7  1198),  Sohn  Torrdelbach’s  (Thorloch’s)  des  Grossen,  König
über  Irland  war);  die  Zahl  der  irischen  Heiligen  beträgt  411.

XIX  Bl.175b  Ag  so  sios  reimh  rioghraidhe  shil  Eireamhoin  ria
gcereidiomh  arna  cummadh  do  reir  an  üirdsi  le  Flaithri  ua  Maölchonuire
  bratlir  bocht  d’örd  S.  Phroinsiäs,  ardeasboe  Tuama  7
priomhsheanchaidh  na  n  Eirionnach  san  aimsir  dheighdhionaigh  (die
Reihen  der  Könige  aus  Eireamh’s  Samen  vor  dem  Glauben,  in  diese
Ordnung  gebracht  von  Flaithri  O’Mulconry  Bettelmönch  ord.  S.  Frane.,
Erzbischof  von  Tuam  und  Hauptalterthumsforscher  der  Iren  in  der
letzten  Zeit):  Stammeszugehörigkeit  der  irischen  Könige  bis  1637.

XX  BIl.177  Duäin  ar  ionarbadh  Ghaoidheal  a  hEirinn  (Gedicht
über  die  Vertreibung  der  Gälen  aus  Irland),  30  vierzeil.  Strophen,
Anfang  “Anocht  as  uäigneach  Eire’,  Ende  “eäit  ar  ghabhadar
Gäoidhil’.  XXI  Bl.178  Fearflatha  o  Glinimh  ce  (ceeimit),  Gedieht
  über  die  Bedrängnis  der  Iren  durch  die  Engländer,  21  vierzeil.
Strophen,  Anfang  “Mothruäighe  mur  taid  Gaöidhil’,  Ende  “ni  clär
doighre  no  diarmho’.  O’Reilly  n0.198.  XXI  BI178b:  3  vierzeil.
Strophen,  Anfang  ‘Ni  leir  d’aoineach  a  locht  fein’;  wohl  von  Angus
O’Daly  Fionn;  vgl.  O’Reilly  n0.203,4.

XXIII  Bl.179  Notizen  über  irische  Grammatik  und  Poetik,  lateinisch
  und  irisch;  Haupttitel:  Bl.179  Brevis  instructio  in  grammatica
Hibernica,  Bl.181  Caput  unicum  de  poesi  Hibernica,  Bl.182  Rudimenta
grammaticalia.

XXIV  BI1l.183  Irische  Verse  und  Gedichte  verschiedenen  Inhaltes;
Bl.183:  7  vierzeil.  Strophen  “A  mhacaöimh  amhäoidhios  do  thshlad’;
Bl.183b:  4  vierzeil.  Strophen  ‘An  bräthair  nach  ttig  a  chrios’;
"Df[onnchadh]  o  Däluigh  ce’,  4  Zeilen  “Beg  a  brigh  acht  mead  a
mairce’;  dann  “Idem  ec’,  4  Zeilen  “Fuacht  na  talmhan  dom  tholladh’;
2  vierzeil.  Strophen  “A  dtänig  tu  a  nEirinn’;  Bl.184:  4  Zeilen  "A
righ  na  eruinne  bheir  loinnir  san  ngrein  go  moch’;  6  vierzeil.  Strophen
"Triür  ata  ag  bratliı  ar  mo  bäs’,  von  Bonaventura  O’Hussey  (oben
Bl.4b)  nach  O’Donovan,  A  grammar  of  the  Irisch  language  8.429.

XXV  BI.184  Sequitur  Tarrionngire  Choluim  Cille  ar  Eirinn,  mar
do  chain  (Es  folgt  Colum-Kille’s  Prophezeiung  über  Irland,  wie
er  sang),  28  vierzeil.  Strophen,  Anfang  “Tiuefa  aimsir  Bhrenwnn’,
Ende  "gac  line  da  dtiacfis’;  die  fünfte  der  von  O’  Curry  besprochenen
sog.  Prophezeiungen  S.  Columb»’s  (Leetures  on  the  manuseript  materials
of  aneient  Irish  history  p.409  und  626).

XXVI  BIl.186b  6  vierzeil.  Strophen  an  einen  Musiker  A  fir
iomthusa  an  aois  tcad’,  Ende  “do  beithdis  na  tteduibh  umha’.

Auf  der  innern  Seite  des  Einbands  steht  “Fr.  Ludovieus  Nouaky
Confessarius’,  weiter  unten  “Ant.  Conoroeus”.  1799  aus  der

17*
        <pb n="266" />
        260  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bibliothek  des  Professors  G.  A.  Will  in  Altdorf  erkauft  (gedrucktes
Auctionsverzeichnis  n0.6988).

Histor.774  IL+  6788.  zu  36:231%,  cm  1727

Historia  rerum  Danicarum  qua  continentur  res  gestae  sub  regibus
e  domo  Oldenburgica  ab  excessu  Christophori  Bavari  (1448)  ad
obitum  usque  Frideriei  II  (1588)  auctore  Joh.  Isacio  Pontano.
Tom.II  (der  1.Bd.  erschien  Amstelod.  1631),  quem  ad  exemplar
quod  reservatur  in  bibliotheca  publica  universitatis  Hauniensis
deseribi  euravit  J.  H.  (?)  Voss  ao.  1727.  Gedruckt  nach  einer
Abschrift  derselben  Kopenhagener  Hs.  bei  Westphalen,  Monumenta
inedita  rerum  Germanicarum  Bd.2  (1740)  p.713—1230;  vgl.  p.  Al  ff.
Aus  Voss’  Bibliothek  in  Kopenhagen  1752  gekauft.

Histor.7%5  I-+171S.  zu  191%,  :16  cm  1700  auf
dem  Deckel  als  Wappen  ein  Todtenkopf  mit  Gold  gepresst

Theatrum  funebre  .  .  exhibens  epitaphia  antiqua  et  nova...  in
templis  fere  omnibus  .  .  Hauniae  ...  erecta..  1700,  mit  Index.
Die  (im  Wortlaut  mitgetheilten)  Grabinschriften  sind  nach  den  Kirchen
geordnet  und  kurze  Beschreibungen  der  Grabmonumente  und  biographische
  Notizen  hinzugefügt.  Sehr  viele  von  den  Inschriften  sind
gedruckt  in  P.  J.  Resenius,  inscriptiones  Haffnienses,  1668  und  in
E.  Pontoppidanus,  marmora  Danica  Bd.  1,  1739.

Histor.775m  245  Bl.  zu  33:20!/,cm  18Jahrh.

Relation  über  die  Reise  des  Grafen  Waldemar  Christian  (Sohn
des  Königs  Christian  IV  von  Dänemark)  naclhı  Moskau,  wegen  seiner
Vermählung  mit  der  Tochter  des  Czaren  Irina  Michaelewna,  die,
weil  er  sich  weigerte  die  griechische  Religion  anzunehmen,  nicht  zu
Stande  kam  (vgl.  D.  E.  Wagner,  Allg.  Weltgesch.  XVI,  3  5.589  ff).

Der  Band  bildet  eine  Sammlung  der  Schriftstücke,  die  in  dieser
Sache  ergangen  sind,  beginnend  mit  der  Instruktion  für  den  russischen
Gesandten  Petrus  Marselius  vom  10  Jan.  1643;  alle  diese  Schreiben
sind  von  einer  Canzlistenhand  geschrieben.  Dann  ist,  auf  andern
Blättern  und  meist  von  einer  andern  Hand,  eine  fortlaufende  Relation
hinzugefügt,  die  Bl.181  mit  der  Rückkehr  des  Grafen  und  seiner
Ankunft  in  Warschau  am  26  Oct.  1645  schliesst.  Diese  Relation
scheint  ursprünglich  die  Aktenstücke  als  Anhang  gehabt  zu  haben,
in  der  Hs.  sind  sie  ihr  aber  an  den  entsprechenden  Stellen  eingefügt,
  und  daher  sind  die  Schlussworte  vor  jedem  Aktenstück  etwas
geändert.  Die  Relation  ohne  die  Beilagen  ist  in  Büsching’s  Magazin
f.  d.  neue  Historie  und  Geogr.  X  (1776)  S.214  nach  einer  im  Anfang
unvollständigen  Hs.  gedruckt,  eine  der  Beilagen  daselbst  VII  (1773)
S.331.  Angehängt  sind  die  Verhandlungen  über  den  Religionswechsel:
  Bl.182  “Ein  kurtzer  bericht  von  Vnser  Religion  .  .,  welcher
den  Reussen  auf  ihr  anhalten  verfasset  worden’;  Bl.211  “Veste  und
unwiederlegliche  Argumenta  .  .,  dass  die  tauffe  durch  die  Aspersion
..  eben  eine  so  ..  vollenkommene  tauffe  sey,  als  die...  durch  Eintauchung
  .  .  1645  .  .;  BI.223  Relation  über  die  “dritte  Conferentz

in  Religionssachen’  am  3  Juni  1644.
        <pb n="267" />
        Histor.774  —  781  261

Histor.776  6Bl  zu  32:19),  em  1739

(J.  D.  Gruber),  “Rationes,  warum  S.  K.  M(ajestät)  in  D(änemark)
besser  gerathen,  wenn  sie  mit  Grossbritannien  lieber  als  nıit  Frankreich
  in  Alliantz  tretten’.  Abschrift  eines,  nach  einer  Notiz
von  Gruber’s  Hand  vom  19.1.1739,  an  Münchhausen  abgegebenen
Gutachtens.

Histor.777  12Bl.  zu  20:15%Y,cm  um  1790

Noyagtig  Efterretning  om  Udfaldet  paa  Sagerne  angaaende  den
ved  det.  .  Danske  Asiatiske  Compagnie  1783  opdagede  Cassa  Mangel
(Nachricht  über  den  Ausgang  des  bei  der  D.  A.  C.  entdeckten  Kassendefects).
  Darin  Commissionsbeschluss  vom  8.  4.  1789,  gezeichnet:
F.  W.  B.  v.  Wedel,  N.  Stabel;  dann  Bericht  an  den  König,  datirt
Kiobenh.  27.  5.  1790,  gezeichnet:  Skibsted.  Cramer.  Erichsen.  Fix.
Abschrift  von  derselben  Hand  wie  Cod.  Histor.779  und  780.

Histor.778  19Bl.  zu  20:151/),  cm  um  1791

Commissions  Dom  afsagt  den  29.  4.  1791  udi  Sagen:  Directeurerne
for  det  Danske  Asiatiske  Compagnie,  ..  Cramer,  Lunding,  samt
Agenterne  .  .  Zinn...  Erichsen  .  .  contra  dets  forrige  Directeurer  .  .
(Commissions-Urtheil  ...  in  Sachen  der  Directoren  der  D.  A.  C...
gegen  die  vorigen  Directoren).  Abschrift.

Histor.779  18Bl.  zu  21!%,:17  em  um  1791

Ansögning:  Interessenternes  i  det  Asiatiske  Compagnie  til  Kongen
om  nogle  Forandringer  i  det  (14.10.1791)  approberede  Udkast  til
en  nye  Octroy  (Gesuch  der  Interessenten  in  der  A.  C.  an  den  König
wegen  einiger  Abänderungen  in  dem  genehmigten  Entwurf  zu  einem
neuen  ÖOctroi),  datirt  Kiöbenh.  8.  12.  1791  und  mit  vielen  Unterschriften
  versehen.  Abschrift  von  derselben  Hand  wie  Cod.  Histor.  777
und  780.

Histor.7?80  15Bl.  zu  22:17!1/,  cm  um  1792

Ansög(n)ing  Directeurernes  for  det  Asiatisk  Compagnie  til  Kongen
(Gesuch  der  Directoren  der  A.  C.  an  den  König)  om  adskillige
Forandringer  i  det  (14.10.1791)  approberede  Udkast  til  en  nye
Octroy  for  Compagniet,  datirt  Kjöbenh.  10.  3.1792  und  gezeichnet:
Dkibsted.  Cramer.  Erichsen.  Fix.  Folgt  ein  Pro  Memoria,  mit  demselben
  Datum  und  denselben  Unterschriften,  an  das  Kgl.  General
Land  Oeconomie  og  Conimerce  Collegium.  Abschrift  von  derselben
Hand  wie  Cod.  Histor.  777  und  779.

Histor.78S1  7Bl.  zu  31:20  cm  1732

(J.  D.  Gruber),  Actenmässige  Erörterung  der  Frage,  ob  und  in
was  Maasse  S.  K.  Maj.  von  Grossbritannien,  falls  dem  Kürstl.  Hausse
Hollstein-Gottorp  für  seinen  (im  Nordischen  Kriege  an  Dänemark
abgetretenen)  Antheil  dess  Hertzogthums  Schlesswich  etwas  zuzuwenden
  seyn  möchte,  zu  solcher  Satisfaetion  zu  coneurriren  gehalten?
Zwei  Gutachten  an  Münchhausen  in  Reinsehrift,  am  22.1.  und  3.2.
1732  abgegeben,  nebst  (Bl.6)  Beilagen  über  die  Verhandlungen  von
1715.
        <pb n="268" />
        262  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Histor.78S3  V-142S.  meist  zu  19:  1517,  cm  von  verschiedenen
  Händen  1720—1747  weisser  Pergamentband  mit  zierlichen
  goldenen  Ornamenten

(Heinr.  Sigism.  Backmeister,  später  fürstlich  ostfriesischer  Resierungsrath,
  s.  Wiarda,  ostfries.  Geschichte  Bd.8  p.274  und  Bd.9
p.247)  Disquisitio  historiea  de  legibus  successoriis  regni  Sueciae,  ubi
neque  modernae  reginae  (Ulrike  Eleonore)  neque  duci  Holsatiae  (Karl
Friedrich)  regnum  haereditario  iure  deberi  ostenditur.  1720.  Mit
5  Beilagen  aus  den  Jahren  1544—1627.  Diese  Schrift,  veranlasst
durch  die  naclı  dem  Tode  Karl’s  des  XII.  entstandenen  Streitigkeiten
betreffs  der  Nachfolge,  sucht  den  Beweis  zu  führen,  dass  das  fürstliche
  Haus  Ostfriesland  das  erbliche  Recht  auf  die  Krone  von  Schweden
habe  und  schon  nach  der  Abdankung  der  Königin  Christine  zur  Nachfolge
  berechtigt  war.  Abschrift  von  2  Händen  (8.  1—66,  67—136),
von  Backmeister  selbst  zum  Druck  fertig  gemacht.  Zwischen  8.2
und  3  ist  in  eigenhändiger  Abschrift  eingefügt:  Epistola  autoris  ad

.  vieecancellarium  .  .  Frisiace  Orientalis  E.  R.  Brenneysen,  rationem
instituti  exponens,  Argentorati  20.  10.  1719,  mit  der  Bitte  um  Druekerlaubnis.
  Die  Vorrede  ist  von  23.  12.1719  datirt,  die  Widmung
an  Georg  Albrecht  von  Ostfriesland  vom  12.  4.  1720.  Der  Druck
der  Schrift  wurde  verhindert:  S.2  (von  Backmeister’s  Hand)  “Elaborata
  Argentorati  hace  disquisitio  commissa  est  ipsis  Januarii  Calendis
  a.  1720  censurae  privatae  Boeeleri,  iuris  publiei  professoris,  deinde
vero  ad  eiusdem  consilium  publicae  Joh.  Bapt.  de  Klinglin,  regii
ibidem  praetoris.  Ab  hoc  transmissum  est  opusculum  Lutetias
Parisiorum,  ubi  denegata  censura  fisco  addietum  originale.  Accessit
postmodum  Basileae  et  tandem  Amstelodami  repulsa  preli,  eum  consensu
  aulae  Ostfrisicae  tentati’”.  Vgl.  den  S.I  von  Backmeister  mitgetheilten
  Auszug  eines  französischen  Briefes  an  ihn,  datirt  Paris
18.1.1732  °...  quoyquw’on  ait  defendu  de  V’imprimer  en  Suede  .  .”.
Darunter  ein  Fürstlich  Ostfriesisches  Deeretum  vom  16.  1.  1743,  Backmeister
  solle  Vorschläge  machen,  wie  der  Fürst  seine  Rechte  auf
Schweden  geltend  machen  könne.

Dabei  in  besonderem  Umschlag  ein  Brief  Baekmeister’s  an  Münchhausen,
  Aurich  1.12.1747:  er  vertheidigt  seine  Schrift  gegen  die
von  M.  ihm  brieflich  geäusserten  Bedenken;  dann  ein  Schreiben
Münchhausen’s  (wohl  von  1747),  mit  dem  er  die  ihm  vom  Autor
(am  8.  11.  1747)  überreichte  Schrift  “als  eine  Curiositaet”  der  Göttinger
Bibliothek  überweist  und  seine  Bedenken  auseinandersetzt.

Histor.787_  5Bl.  zu  33!1/,:20  em  18Jahrh.

Copie  eines  “Memoire.  Il  s’agit  ici  d’une  question  politique,  s’il
est  de  l’inter&amp;amp;t  de  Sa  Majeste  de  touttes  les  Russies  d’avoir  un
ministre  acereditE  &amp;amp;  la  Diötte  Generale  de  l’empire  et  aupres  des
Cercles  assoeies,  qu’on  a  coutüme  d’appeller  les  Anterieures’.  An
den  Grosskanzler  Grafen  von  Bestouchef  gerichtet.  Bl.4  Derselbe
Verfasser  (vielleicht  G.  H.  von  Büttner  1756)  an  einen  nah  verwandten
Grafen  in  östreichischen  Diensten,  er  habe  dem  Grafen  Bestouchef

den  obigen  Plan  vorgelegt  und  wünsche  jene  Gesandtschaft  selbst
zu  übernehmen.
        <pb n="269" />
        Histor.  783  —  793  263

Histor.78SS  84S.  zu  31:20em  2.Hälfte  des  18  Jahrh.

“Kurze  Nachricht  von  einigen  Diensten...  des...  General-Lieutenant
..  George  Wilhelm  de  Hennin  (7  1750),  welche  Selbiger  in  45  Jahren
bey  der  Artillerie  und  Fortification,  dem...  Berg  und  Hütten  Wesen
wie  auch  bey  der  ..  Gewehr  Fabrique  von  1698  .  .  bis...  1743...
dem  Russischen  Reiche  geleistet,  aus  seinen  Memoires  gezogen,  und
mit  einigen  curieusen  Remarques  (über  die  Sibirischen  Eisen-  und
Kupferhütten,  S.73—84)  vermehret’.  Einige  biographische  Mittheilungen
  über  Hennin,  zum  Theil  aus  einer  eigenen  Hs.  Hennin’s,
macht  Bergmann,  Peter  der  Grosse  VI  p.318—320.

Histor.789  Pergament  (2—12)  und  Papier  17  Bl.  zu
401/,:31!,  cm  1663  schwarzer  Lederband  mit  reicher  Goldpressung;
  dazu  noch  eine  bemalte  Mappe

Adelsdiplom  des  Russischen  Generallieutenants  Nicolaus  Baumann
von  Schönlauenbaum,  ausgestellt  von  Claudius  Reinaldus  de  Speville
baro  in  Mirdora,  römisch  kaiserlichem  Hof-  und  Pfalzgrafen  und
Generalrevisoren  der  Stammwappen,  daftirt  Novo  Sloboddae  1  Jan.
1663.  Das  lateinische  Original  mit  dem  verliehenen  farbig  gemalten
Wappen  Baumann’s  und  der,  Unterschrift  Speville’s  auf  Pergament
(Bl.2—12),  nebst  deutscher  Übersetzung  auf  Papier.  Das  Siegel
fehlt.  Laut  einer  Notiz  Heyne’s  geschenkt  von  dem  Advocaten
Brandes,  der  es  von  Herrn  v.  Wissel  erhalten  hatte.

Histor.7890o  Druck

Libor.  Bergmann,  “Fragment  einer  Urkunde  der  ältesten  Livländischen
  Geschichte  in  Versen’,  1817:  mit  Collationen  der
Rigaer  und  der  Heidelberger  Handschrift  und  mit  textkritischen  Bemerkungen
  (15  Bl.)  von  Leo  Meyer,  beides  in  dessen  Ausgabe  der
“Livländischen  Reimchronik’,  1876,  verwerthet.

1891  von  Leo  Meyer  geschenkt.

Histor.?90  12Bl.  (nach  einer  älteren  Zählung  p.313

bis  336)  zu  32:20),  em  um  1745

“Kurtzer  Entwurf  des  ritterlichen  Teutschen  Ordens  und  des
heyl.  römischen  Reichs  auf  Liefland  und  Curland  auch  Semigallen

hergebrachter  und  annoch  .  .  competirender  jurium’:  Gutachten,
nebst  Bitte  an  den  Kaiser,  die  Rechte  des  Reichs  geltend  zu
machen.  Mit  5  Beilagen,  darunter  Brief  Sigismund’s,  Königs

von  Polen,  an  Kaiser  Ferdinand,  Vilnae  23.9.  1559,  und  die  Antwort
des  Kaisers,  Viennae  19.10.  1559.

Histor.791  11Bl.  zu  32:21lem  18Jahrh.,  nach  1721

Accords  -  Puneta  der  Ehstländischen  Ritterschafft  a.  1710  den
29  September.  Abschrift.  Eine  andere  Copie  ist  Cod.  Achenw.  56
n0.  62.  Gedruckt  in  Landratli  Wrangell’s  Chronik  von  Ehstland

.  In  Druck  gegeben  von  .  .  Paucker,  1845,  p.199—  213.

Histor.793  32  Bl.  zu  26:18  cm  1743  oder  1744
Carl  Daniel  Fuchs  (patrieius  Elbingensis),  ius  Poloniarum  in
ducatum  Curlandiae  et  Semigalliae  cum  materiis  connexis  demonstratum...
  Dantisci  1743  (aus  1744  corrigirt)  apud  Georg.  Mare.  Knoch.
        <pb n="270" />
        264  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Mit  vielen  Correeturen  von  einer  andern  Hand,  die  am  Ende  bemerkt
  hat:  Legi  VD  S(acrae)  R(egiae)  Maj(estatis).  In  den  Druck
scheint  die  Schrift  nicht  gekommen  zu  sein,  trotz  der  Angaben  auf
dem  Titel.  1785  aus  der  Bibliothek  von  Heinr.  Gottl.  Franck,
Professor  in  Leipzig,  gekauft.

Histor.794  93Bl.  zu  33:21  em  18Jahrh.

Bl.1  "Vita  divi  presulis  Cracoviensis  Stanislai  ex  veris  cronieis
Polonorum  per  Dominum  (Benedietum)  Posnaniensem  a.  1520
transsumpta’.  Nach  einer  Mittheilung  von  Klose  (bei  Stenzel,  Seript.
rer.  Silesiac.  III  390)  ist  in  einer  Breslauer  Hft,  welche  dieselben
4  Vitae  enthält,  der  Name  “Benedietus’  überliefert;  vgl.  über  diesen
Benedietus,  den  Verfasser  dieser  und  der  3  folgenden  Vitae,  Heyne,
Gesch.  d.  Bisthums  Breslau  III  460,  und  Klose  bei  Stenzel  p.389.
Diese  Vita  ist  ein  Auszug  aus  dem  1.  Buche  von  Diugosz,  Vita
Stanislai  (Opera  I,  1887,  p.8—92),  nur  der  Bericht  über  den  Tod
des  Königs  Boleslaus  weicht  ab  und  folgt  der  in  den  Acta  sanctorum,
Maii  tom.  II  (1866)  p.237  BC  erwähnten  Version.  Ungedruckt;
die  von  Heyne  p.461  über  einen  Druck  dieser  Schrift  gemachten  Angaben
  beruhen  auf  Missverständnis  einer  Mittheilung  Klose’s  (bei
Stenzel  p.  390)  über  den  Druck  einer  völlig  verschiedenen  Vita
Stanislai.

Bl.42  “Historia  S.  Adalberti  Pragensis  episcopi  et  alia  scitu  digna
ex  veris  cronicis  Polonorum  et  Bohemorum  recollecta’.  Eine  Zusammenstellung
  aus  Dlugosz,  historia  polonica  Buch  2  und  3.

Bl.73—86  und  91—93  “Historia  sive  cronica  Petri  comitis  ex
Dacia  septuaginta  septem  ecclesiarum  fundatoris”.  Aus  Diugosz
und  andern  kompilirt;  vgl.  Klose,  Von  Breslau  I  p.217,  denselben  bei
Stenzel  p.390  und  Grünhagen  in  der  Zeitschrift  des  Vereins  für
Gesch.  Schlesiens  XII  p.31.  Aus  dieser  und  der  folgenden  Schrift
druckt  Klose,  Von  Breslau  I  p.199—265,  zahlreiche  Stellen  ab  nach
der  Breslauer  Hs.

Bl.87  “Historia  sive  cronica  Petri  Wlasezyk  sive  ut  alii  Wlast
(comitis  de  Kszansch  ad  differentiam  Petri  Daci  —  fügt  die  Breslauer
  Hs.  zu)  comitis  Skrinensis  ipsius  contemporanei’.  Wörtlich
aus  Dlugosz,  historia  polonica  Buch  4  (opera  X,  1873,  p.549f  und
551—554).

Histor.795  47Bl.  zu  31:20  cm  1773

“Le  soidisant  Conseil  Patriotique  de  Varsovie  demasque
aux  yeux  de  l’Europe  par  la  voye  d’un  citoyen  libre  et  vrai  patriote
polonois”.  Die  Handschrift  war  eine  Beilage  des  am  22  Apr.  1773
abgesandten  Berichts  vom  Regensburger  Reichstage  in  cod.  Jurid.  300
Bd.  VI.  Der  Verfasser  des  Berichtes  übersendet  sie  mit  folgenden
Worten:  “Dahier  roulieret  abschriftlich  eine  französische  Piece,  die
Pohlnischen  Angelegenheiten  betreffend,  unter  dem  Titel:  Le  soidisant
  .  ..  Es  soll  selbige  auch  im  Druck  erschienen,  aber  confisciret
worden  sein’.

Histor.796  63Bl.  zu  31:20cm  um  1746

Anmerckungen  über  sammentliche  in  dem  Königreich  Hungarn
befindliche  Comitater  cum  annexis  provinciis,  mit  Vorstellung,  wie
        <pb n="271" />
        Histor.  794  —  800  269

weit  ein  jeder.  .  sich  erstreckt,  dann  was  es  mit  eines  jeden  Erträglichkeiten,
  Naturalien,  Politieis  und  Religion  der  Unterthanen  vor  eine
Beschaffenheit  habe.  Beschrieben  a.  1746.  Aus  Wien  im  August
1750  übersandt.

Histor.797  I-+-  409Bl.  zu  33:20cm  von  2—3  Händen
geschrieben  Reinsehrift  von  1765?

Acta  comitiorum  incliti  regni  Hungariae  et  partium  eidem  annexarım
  ..  in  diem  17  Junii  1764...  in  civitatem  Posoniensem  indietorum,
Posonii  1765  die  24  Marti  finita.  Sitzungsberichte  und  (B1.257)
Anlagen.  Stammt  aus  Wien.

Histor.798  I-+  2768.  zu  33:20em  Reinschrift  von
2  Händen  geschrieben  (8.I—230  mit  zahlreichen  Correcturen  der
2.Hand,  S.231—275)  1740

(Carl  Christoph  Graf  von  Schmettau)  “Journal  dans  lequel  on
trouve  la  guerre  de  Hongrie,  entre  l’empereur  Charles  VI  et  le  sultan
Achmet  IV  depuis  1737—1739...  Mit  23  Tafeln  bis  zu  43:58  cm
(‘Ordres  de  bataille’,  Pläne  und  Ansichten),  sämmtlich,  bis  auf  eine
Skizze  und  2  Kupferdrucke,  in  farbiger  Zeichnung  ausgeführt  und
von  verschiedenen  Händen  mit  meist  dentschen  Erklär  ungen  ver  sehen.
Die  Tafel  bei  S.101  ist  1740  datirt.

Der  Druck  “Memoires  secrets  de  la  guerre  de  Hongrie  .  .  par
le  Comte  de  Sehmettau’  1771  ist  offenbar  aus  dieser  Fassung  gekürzt.
  Denn  ausser  4  Ordres  de  bataille  (zu  S.14  152  198  und  199
der  Hft)  fehlen  im  Druck  sämmtliche  Tafeln;  ferner  sind  viele
kleinere  und  grössere  Stücke  weggelassen:  so  der  Schluss  von  S.273
ab,  dann  8.112  und  139  Bemerkungen,  dass  die  Tagebücher  über
die  Operationen  des  Prinzen  von  Hildburghausen  und  des  Grafen
von  Khevenhüller  (S.104—140  des  Druckes)  von  anderen  dem  Grafen
Schmettau  mitgetheilt  sind.  Von  einer  andern  Hand  ist  naclıträgliceh
  eingeschrieben:  8.261  “Voicy  de  quoi  Mr.  de  Neuperg
convint  en  cor  avee  le  grand  Vizir.  Nella  maniera  ehe  a  ministri  .  .,
Vertrag  vom  7  Sept.  1739;  dann  8.275  ein  Programma  “Ceci  fut
fait  sur  la  perte  de  Belgrad.  Siste  Viator  Christianus  .  .

00a  aus  der  Bibliothek  des  Fürsten  Gallitzin  in  Braunschweig
erkauft.

Histor.799  54Bl.  zu  37:23em  von  3  Händen  geschrieben
  (Bl.1—20,  21—50,  51—54)  um  1774

Bl.1  Die  Augsburgische  Confession  in  Ungarn  an  Maria  Theresia
(1774).  Bl.21  “Instantia  ab  lHelvetiae  confessioni  addictis  .  .
Hungariae  ...  1773  porreeta’.  Bl.51  Die  Protestanten  und  Reformirten
  an  Maria  Theresia,  in  lateinischer  Sprache,  (1773);  deutsch
bei  Gross-Hoffinger,  Joseph  IL,  Bd.4  8.18—26.

Geschenk  des  Consistorialraths  Walch.

Histor.S00  459  Blätter  zu  34:22  enı  Reinschrift  des
18  Jahrh.

Micae  historico-chronologicae,  Evangelico-Pannonicae  oxeayoagıxs
colleetae  .  .  opella  .  .  Joh.  Burii  .  .  tunce  P(astoris)  G(ermaniei)
C(arponensium),  nunc  J.  C.  E.  duodecennis,  a.  .  .  1685  et  in  seqq.
        <pb n="272" />
        266  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

in  ordinem  redigi  coeptae.  Eine  Geschichte  der  Protestanten  in
Ungarn,  in  chronologischer  Form,  von  der  Mitte  des  1  Jahrh.  bis
1681,  nebst  einem  Nachtrag  über  die  Jahre  1685—1688.  Die  sehr
ausführlich  behandelte  Geschichte  seiner  Zeit  erzählt  Burius  nach
eigenen  Erlebnissen,  eigenen  Erkundigungen  und  urkundlichem
Material,  aus  dem  viele  Stücke  im  Wortlaut  mitgetheilt  werden.
Sonst  berult  das  Werk  meist  auf  Auszügen  aus  einer  allerdings
srossen  Zahl  gedruckter  Bücher,  und  nur  hier  und  da  auf  hftlichem
Material,  z.  B.  Bl.273b  “Series  virorum  elarorum  et  orthodoxe  piorum,
uti  eorum  nomina,  anni,  menses  et  dies  ..  obitus  assignati  in
calendaris  a  b.  meo  parente  Joh.  Burio  ab  an.  1634  ad  1670.  .;
auch  finden  sieh  Erinnerungen  persönlicher  Art,  z.  B.  Bl.269  eine
kurze  Biographie  des  Vaters.  B1.384  “Additamentum  Joh.  Burii
sen.  (d.  h.  des  Verfassers  dieser  Geschichte);  darin  Abschriften
von  Aktenstücken  aus  den  Jahren  1685—1688  und  ein  Bericht  von
Burius  über  kirchliche  Streitigkeiten  im  Jahre  1687  und  1688.
B1.398  Verzeichnisse  der  1672  und  in  den  folgenden  Jahren  ausgewiesenen
  evangelischen  Pfarrer  (darunter  Burius  selbst,  Bl.412b),
nebst  Mittheilungen  über  ihre  weiteren  Schicksale.  Vielfach  sind
zu  späterer  Ergänzung  Lücken  offen  gelassen.  BI1.432b  einige  Zusätze
  von  Joh.  Burius  dem  jüngeren.  DB1.452b  “Catalogus  pastorum
ecelesiae  Vallis  Dominorum  a.  .  Adamo  Brestovino  eiusdem  loci
ministro  ...  mihi  communicatus’  (1527  —1669).  Bl.455  "Catalogus
ministrorum  ecclesiae  et  scholae  Bartphensis  a...  Jacobo  Zablero

.  mihi  communicatus’;  am  Ende  über  eine  dort  befindliche  von
Sev.  Scultetus  1595  geschriebene  Hs.,  Briefe  von  Luther  und  Melanchthon
  “in  archivis’  und  Synodalakten.  BI.456  ähnliche  Mittheilungen
über  andere  Kirchen.  Bl.456b  Catalog  gelehrter  Ungarn,  unbekannter
  Zeit.

Der  Schluss  des  Werkes  scheint  gedruckt  in:  Joh.  Burii  micae

historiae  evangelicorum  in  Hungaria  ab  a.  1673  usque  ad  1688.  Ex
autographo  Posoniensi  ed.  P.  Liehner.  Presburg  1864.

Histor.800e  150  Bl!  zu  21:  131/,  cm  in  Italien  geschrieben
  15/16  Jahrh.  alter  Holzdeckel

(Thomae,  archidiaconi  Spalatensis,  historia  Salonitanorum  pontificum
  atque  Spalatensium.)  Die  Hs.  ist  überschrieben:  De  cosmografia.
  Gedruckt  in  Jo.  Lucius,  de  regno  Dalmatiae  et  Croatiae,
  1668,  p.310—370;  daraus  in:  Seriptores  rerum  Hungaricarum
..  eura  Jo.  G.  Schwandtneri  III  p.532—639.  1883  von  Calore  in
Venedig  gekauft.

Histor.801  2Bände:  Bd.I  Druck,  davor  5Bl.  geschrieben;
Bd.  II  Hs.  von  I+1098-+  107  Seiten  18  Jahrh.,  spätestens  1774

Ba.I:  “Wolfgangi  comitis  a  Bethlen  prioribus  sec.  XVII.  annis
cancellarii  aulici  Transylvaniae  historiarum  Pannonico  -Dacicarum
libri  X  a  clade  Mohacsiensi  1526  usque  ad  finem  seculi.  In  arce
Kreusch  (dem  Sitz  der  gräflichen  Familie  Bethlen)  Transylvaniae
typis  &amp;amp;  sumtibus  auetoris®.  Dieser  Titel  nebst  der  darauf  folgenden
Widmung  an  den  Fürsten  Michael  Apafı  und  der  Vorrede  ist  geschrieben.
  Dann  folgt  gedruckt  Buch  1—11  bis  zu  den  Worten  "in
        <pb n="273" />
        Histor.  800  --—-805  267

pagis  erat  reper  —  (in  der  Ausgabe  von  J.  Benkö  Bd.  V  1.30).
Dieser  Druck  von  8328.  ist  von  dem  Bruder  des  Verfassers  nach
dessen  Tode  veranstaltet,  er  wurde  nie  weiter  geführt  und  ist  selten.

Band  II  enthält  S.1—1098  Fortsetzung  und  Ende  von  Bethlens  Werk,
mit  den  Worten  “tum  imo  et’  an  den  alten  Druek  unmittelbar  anschliessend;
  unten  stehen  Noten  von  Prof.  Gottfr.  Schwarz  in  Rinteln,
  theils  von  des  Schreibers  Hand,  theils  von  Schwarz  selbst  geschrieben.


Dann  folgt  (S.1—107)  "Sententia  eonsiliaria  (anonymi)  in  eausa
pacis  cum  Hungaris  exeunte  Februario  1606°.  Dies  Stück  stand
deutsch  am  Ende  der  nachher  zu  erwähnenden  Hft,  die  Sehwarz
besass;  er  übersetzte  es  ins  Lateinische  und  liess  die  Übersetzung  hier
beischreiben.  Als  Verfasser  vermuthet  Schwarz  den  Geh.  Rath  des
Kaisers  Rudolph,  Zacharias  Geitzkoffler.

Prof.  Gottfr.  Schwarz  in  Rinteln  besass  eine  aus  Presburg  stammende
  Abschrift  des  nicht  gedruckten  Theiles,  von  der  er  in  seiner
“Anzeige  von  des  H.  Grafen  W.  de  Betlilen  Historiarum  .  .  libri  XVI
als  einem  nach  dem  gedruckten  ersten  und  ungedruckten  andern
Theil  zum  Verlag  ganz  ausgefertigt  liegenden  Werk’  Lemgo  1774
(aus  den  Rintelischen  Anzeigen  von  1768)  handelt.  Diese  Presburger
Copie  sammt  seinen  Noten  liess  Schwarz  sich  sauber  abschreiben
sammt  der  erwähnten  lateinischen  Übersetzung.  Diese  Reinschrift,
die  Schwarz  in  seiner  Anzeige  (8.20)  erwähnt  und  in  welche  er
mit  eigener  Hand  weitere  Noten  eingetragen  hat,  liegt  hier  vor.

Lies  Exemplar  wurde  1787  aus  der  Bibliothek  von  Schwarz  erkauft


Histor.8S03  139  Bl.  zu  221/,:18  em  1776

Statistische  Nachrichten  von  Siebenbürgen,  der  Königl.  Deutschen
Gesellschaft  zu  Göttingen  bey  dem  Ansuchen  der  Aufnahme  in  dieselbe
  .  .  vorgelegt  von  Petr.  Carl  von  Bruckenthal  aus  Herrmannstadt...
  1776.  Eine  gut  geordnete,  auf  Grund  gedruckter  Quellen
und  eigener  Anschauung  des  Verf.  zusammengestellte  Übersicht  über
Siebenbürgens  Geschichte,  Geographie  und  Staatsrecht,  sodann  über
seine  kirchlichen  Verhältnisse  und  zuletzt  über  die  Nationalität  der
Bewohner.  Fehlt  in  dem  Verzeichnis  der  Schriften  Bruckenthal’s
bei  Trausch,  Schriftsteller-Lexieon  der  Siebenbürger  Deutschen  I
p.  183.  Stammt  aus  der  Bibliothek  der  Deutschen  Gesellschaft  zu
Göttingen.

Histor.804  13Bl.in  fol.  im  17  Jahrh.  in  Italien  geschrieben


Lega  perpetua  inter  sanetissimum  dominum  nostrum  Papam  Pium  V,
serenissimum  regem  eatlıolicum  et  illustrissimam  rempubliecam  Venctam
  eontra  Turcam  1571;  Anfang  "Cum  sanetissimus  dominus  noster
accepto  nuntio  .  .;  am  Ende  ‘Publieata  die  25  Maij  1571’.

Histor.805   8Bl.  im  fol.  1730
(J.  D.  Gruber),  Bericht  von  der  Verwahrung  und  Auferziehung
der  Brüder  und  jungen  Vettern  eines  Türckischen  Sultans  nebst  einer
kurtzen  Beschreibung  der  vornehmsten  Merck  würdigkeiten  derResidenz
        <pb n="274" />
        268  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Constantinopel;  12  Dee.  1730.  Wie  aus  den  Schreiben  des  Cammer-Secretarius
  J.  H.  Heiliger  an  Gruber  anf  Bl.7  und  8  hervorgeht,  ist
der  Bericht  für  den  Cammer-Präsidenten  von  dem  Busch  in  Hannover
angefertigt.

Histor.807  562  Seiten  zu  21!1/,:17  em   Reinschrift  des
18  Jahrh.

Jo.  Jac.  Reiske,  “Primae  lineae  historiae  regnorum  Arabicorum
et  rerum  ab  Arabibus  medio  inter  Christum  et  Muhammedem-  tempore
gestarum”.

Nach  dieser  Abschrift  herausgegeben  von  F.  Wüstenfeld  (Göttingae
  1847);  das  Original,  das  sich  in  J.  B.  Köhler’s  Bibliothek  befand
  (Wüstenfeld  S.V),  ist  verschollen.  1776  gekauft.

Histor.808  4Bl.fol.  18Jahrh.

Bl.1  “Ineipit  epistola  presbyteri  Joannis,  Indie  regis,  Emanueli
regi  Grecorum  missa  et  a  Fryderico  Imperatore  directa  etc”.  Bl.4
“Eadem  manu  in  tergo  huius  chartae  .  .:  Vna  nux  prodest  .  ..

Die  Abschrift  des  Briefes  hat  in  $33  und  69  die  Lücken,  die
unter  den  von  Zarncke,  de  epistola  quae  sub  nomine  presbyteri
Johannis  fertur  1874,  besprochenen  Handschriften  nur  der  Harlejanus
hat  (vgl.  S.21);  ferner  fehlen  die  sämmtlichen  von  Zarncke  mit  BCD

bezeichneten  Zusätze;  jedoch  weichen  die  Überschrift  und  manche
Lesarten  ab;  vgl.  Histor.61  S.255  und  303.

Histor.809  VIII+138  Bl.  zu  291),:20  em  BLIIH  und
132  blattgrosse  Wappen  1572  in  Peru  rein  geschrieben  der  ursprüngliche
  Einband  (rothe  Seide,  darunter  gepresstes  grünes  Leder)
war  in  Spanien  für  den  König  gefertigt  (vgl.  Cod.  Jur.160b  im  Nachtrag);
  er  ist  jetzt  durch  einen  modernen  Einband  ersetzt

Bl.Ha  Titel  (in  Zierschrift  und  umgeben  von  ÖOrnamentrand):
Segunda  parte  de  la  historia  general  llamada  yndica,  la  qual  por
mandado  del  ex”°  S.  don  Fran“  de  Toledo  virrey  gobernador  y
cap!  general  de  los  reynos  del  Piru  y  mayordomo  de  la  casa  real
de  Castilla  compuso  el  cap!  P°  (Pedro)  Sarmiento  de  Gamboa.

Die  Einleitung  (Bl.1)  giebt  die  “Division  de  la  historia’:  “Esta
general  historia  .  .  sera  divisa  en  tres  partes.  La  primera  sera
historia  natural  destas  tierras  .  ..  En  la  segunda  parte  que
es  la  presente  se  eseribiran  los  antiquissimos  y  primeros  pobladores
desta  tierra  yn  genere  (Bl.1—11a,  besonders  über  die  Insula  Atlantica
  nach  Platon)  y  descendiendo  a  particularidades  escribire  la  terrible
  y  envegecida  tirania  de  los  yngas  Capacs  destos  reynos  hasta
el  fin  y  muerte  de  Guascav  ultimo  de  los  yngas  (Bl.11b—131).

La  tercera  y  ultima  parte  sera  de  los  tiempos  de  los  Hespaüoles  .  ..
Der  1.  und  3.  Theil  dieses  Werkes  scheinen  von  Sarmiento  nicht  geschrieben
  worden  zu  sein.  Der  2.  Theil  galt  bis  jetzt  für  verloren.
Er  liegt  hier  in  einer  Reinschrift  vor,  die  in  Peru  angefertigt,  dann
nach  Spanien  geschiekt  und  dort  gebunden  wurde,  um  dem  König
Philipp  überreicht  zu  werden.

Bl.Ia  enthält  das  Wappen  von  Leon  und  Castilien,  BIL.IIIb  das
spanische  Königswappen  mit  einem  Distichon  “Barbariei  fasces’;  Bl.IIa
        <pb n="275" />
        Histor.  807  —  812  269

den  oben  ausgeschriebenen  Titel;  BI.IV—VII  die  Vorrede  an  Philipp,
datirt  Cuzco  4  März  1572  und  eigenhändig  unterschrieben:  el  capitä
p  sarmi’  degäboa.  Mit  der  oben  ausgeschriebenen  Division  de  la
historia  beginnt  Bl.1  der  Text,  welcher  Bl.131a  endet.  Bl.132a
ist  gefüllt  mit  einem  Wappen  (des  Franc.  de  Toledo?)  und  mit
2  Distichen  “Maxima  Toledi  proregis’.

Bl.133—138  enthalten  mit  anderer  Schrift  und  unter  dem  Titel
“Fee  de  la  provanca  y  verificacion  desta  historia’  eine  Notariatsurkunde,
  dass  “el  cap.  Pedro  Sarmiento  cosmografo  general  destos
reynos  del  Piru’  am  29  Febr.  1572  den  Vicekönig  gebeten  habe,  die
Richtigkeit  seiner  Historia  bezeugen  zu  lassen,  und  dass  dann  42  Peruaner,
  deren  Namen,  Herkunft  und  Alter  angegeben  ist,  die  Richtigkeit
der  Angaben  beschworen  hätten.  Diese  Urkunde  ist  eigenhändig
unterzeichnet  von  El  doctor  Loarte  und  von  dem  Notar  Alvaro  Ruiz
Denavamuel,  welch  letzterer  auch  in  dem  Texte  (Bl.1—131)  hie  und
da  Besserungen  vorgenommen  und  beglaubigt  hat.

Die  Hft  ist  1785  aus  Abr.  Gronov’s  Nachlass  ersteigert  worden;
vgl.  Bibliothecae  Gronov.  pars  reliqua,  1785,  S.7  n0.60.  Über  die
Hft  hat  ausführlicher  gehandelt  W.  Meyer  in  den  Nachrichten  v.  d.  K.
Gesellschaft  d.  W.  in  Göttingen  1893  no.1.

Histor.810  346  Seiten  zu  32  :20!/,  cm  Reinschrift,  nach
1706  rother  Lederband

(Ge.  Ev.  Rumphius),  “De  Generale  lant-beschrijvinge  van  het
Ambonsche  Gouvernement  en  wat  daar  onder  begrepen  zij,  misgaders
een  Summaris  verhaal  vande  Tarnataanse  en  Portugese  Regering
en  hoe  de  Nederlanders  eerstmaal  daarin  gecomen  zijn’;  21  Capitel.

Am  Schluss  auf  eingelegten  Blättern  von  andrer  Hand:  S.330
“"Lijste  der  Ambonschen  Gouverneurs  .  .  1605  bis  1706;  S.333  “Register
  off  Bladtwijser”  (ohne  Zufügung  der  Seitenzahlen).  Vgl.
Histor.811.

Über  Rumphius  vgl.  Leupe  in  den  Verhandelingen  der  kon.
Akademie  van  Wetenschapen  XII  (Amst.  1871),  8.35.

1784  aus  van  Dammen’s  Auktion  in  Amsterdam  erkautft.

Histor.Ss11l  279  Seiten  zu  421/,:27  em  Reinschrift,  nach
1721

(Ge.  Ev.  Rumphius),  “De  Generale  Landt-Beschryving  van  het
Ambonsche  Gouvernement  .  .,  vgl.  Histor.810.  Am  Schluss  steht
der  (in  Histor.810  fehlende)  Satz,  den  Leupe,  G.  E.  Ruunphius  (Verhandelingen
  d.  k.  Ak.  v.  Wet.  XII)  S.36  anführt.

Am  Rande  sind  die  Seitenzahlen  der  Vorlage  1—175  zugefügt.
Am  Schluss  8.269  “Lijste  der  Ambonschen  Gouverneurs  .  .  1605
bis  1721;  S.271  “Register”  mit  Angabe  der  Seitenzahlen  der  Vorlage.

1784  aus  van  Dammen’s  Bibliothek  in  Amsterdam  erkauft.

Histor.8sI2  XIILBl.-+191  Seiten  zu  43:27  em,  ausserdem
  15  eingeschaltete  Abbildungen  von  grösserem  Format  Reinschrift,
  nach  1657

Levinus  Bor,  ‘Jaar-Bocken  van  D’Amboinse  oorlogen  Door  Arnould
Devlaming  van  Outshoorn  Als  Superintendent  oven  D’Oosterse  ge-
        <pb n="276" />
        270  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

westen  oorlogaftigh  ten  Eind  gebracht.  In  Batavia  1657’.
6  Bücher.

Die  eingeschalteten  Abbildungen  stellen  die  eroberten  Gebiete
oder  Schlachten  dar.

Voran:  Bl.II  Alphabetisches  Register.  Bl.X  “Segen-Sang
over  Arnold  de  Vlaming  van  Oudshoorns  heerlik  bevochte  victorien
in  D’Oosterse  Gewesten’,  am  Schluss  “Alvenlisen  de  Winik’  (?).
BI.XII  “Opdragt  aen  ..  Cornelis  de  Vlaming  van  Oudshoormn  ..
Borgemeester  der  Stad  Amsterdam’  von  Livinis  Bor  1657.

Einen  Druck  dieses  Werkes,  Delft  1663,  erwähnt  van  der  Aa,
biogr.  woordenboek  14  (1867)  8.284.

1784  aus  van  Dammen’s  Bibliothek  in  Amsterdam  erkauft.  (Die
Hs.  hat  den  gleichen  Einband  wie  Histor.811).

Histor.sS13  351  Bl.  zu  32:21cem  von  mehreren  Händen
geschrieben  Ende  des  17  Jahrhunderts  rother  Lederband

Schriftstücke  über  Java.

Bl.1  “Het  Coninckrijek  Jaccatra  door  .  .  Jan  Pietersen  Coen
verovert  .  .  1619,  .  .  beschreven  .  ..  door  J.  Camphuijs  .  .  1667’,
gedruckt  bei  F.  Valentijnn,  Oud  en  Nieuw  Ost-Indien  IVa  (1726)
S.421;  vgl.  auch  Van  der  Chijs,  de  Nederlanders  te  Jakatra  (1860)
Vorrede  S.  VIH.   DBI.156  Zusatz  dazu.  DBI.158  Uber  Batavia  und
die  davor  liegenden  Inseln.  Bl.160  "Genealogie  of  afkomste  der
Princen  van  Cheribon’,  nicht  übereinstimmend  mit  der  bei  de  Jonge,
de  opkomst  van  het  nederl.  gezag  ...  XI  (1883)  S.180,  gedruckten;
dazu  Bl.161  Rothstiftskizze  “De  Seribouse  bergh  met  het  Graff  van
Astana’.  Bl.165  °“Memorie  van  de  Bantamse  Coningen  .  .
(1668).  Bl.167  “Extract  nijt  de  brief  door  ’s  Comp.  Gesanten
aenden  Sousouhounangk  Mataram  .  .  Rijeklof  van  Goens  ende
Petrus  Andreas  .  .’  1652,  und  andre  Auszüge  1652—77;,  zwei
davon  sind  Theile  der  bei  De  Jonge  VII,  79  und  166  gedruckten
Aktenstücke.  Bl.183  “Corte  Teneur  uijt  de  contracten  aangegaan
met  den  Sousouhounang  Mattaram  mitsgaders  de  Privelegien,  octroijen
etc.  door  den  selven  van  tijt  tot  tijt  aan  de  E.  Compagnie  verleent’,
Javas  OostCust  1677/8.  Bl.196  "Beright  aan  ...  Gouv.  gen.  J.
Camphuijs  ende  de  Raden  van  India’,  Batavia  25.4.  1684,  mit
eigenh.  Unterschriften  von  Jo.  van  Hoorn  und  Jac.  Couper.
Bl.204  “Dagregister  gehouden  door  den  lantmeter  Bartel  van  den
Valk  van  sijne  reijse  door  de  Chirrebonse  bovelanden’,  11.8.  bis
23.  11.  1688,  Batavıa  29.11.1688;  Bl.314  “Beschrijvinge  van  zekere

binnenzee,  gelegen  ...  aande  Zuijtkant  van  .  ..  Groot  Java,  mitsgaders
  hoe  .  .  de  schelpen  .  .,  uijt  welkers  oester  .  ..  de  stamp

peerlen  gecregen,  aldaar  gevist  werden’,  nebst  B1.320  Ergänzung
dazu  von  anderer  Hand  (eine  zugehörige  Karte  fehlt).  Bl.321
“Opstellingh  uijt  de  dagelijkse  aentekeningh  en  het  mondelingh
verhael  vanden  Nederlandsen  sergeant  Cornelis  Bogaerd  en  inlandsen
Lieutenant  Mathijs  Jansz.  van  Batavia,  beijde  van  Batavia  landwaerd
  in  gesonden  nae  seker  geberghte  gelegen  int  Z.  O.  van
deselve  stadt  .  ,  11.—  22.8.1690;  besonders  Beschreibung  der
Elephantenhöhle  (Goewa  Gadjalı)  in  dem  Berge  Karang  und  der
Gewinnung  der  Vogelnester  (vgl.  Veth,  Java  III  94),  mit  3  grossen
        <pb n="277" />
        Histor.  813  —  814  271

farbigen  Bildern  (je  etwa  29cm  hoch,  40  breit).  B1.342  “Extract
uijt  de  dagelijxe  aantekeningh  gehouden  door  den  Capt.  luijtenant
Jan  Barvelt  en  luijt.  Jan  Franken,  beijde  .  .  aan  den  Sousouhounang
  Balemboangen  .  .  gesonden  .  .  Julij  1691”.  B1.346  “Onder
vinding  van  ’t  geberghte  Goenang  Parang  .  .  door  Fredrieq  Wilhem
Broeckhuijz,  Sergiant  ...,  1693’,  mit  sauberer  Zeichnung.
B1.348  “Oost  Indische  Gouverneurs  Generaal’  bis  Joannes  Camphuijs
van  Amsterdam  (1684).

Vielleicht  ist  die  Hs.  von  J.  Camphuijs  gesammelt  und  es  stammen
die  Randnoten  und  Correeturen  sowie  S.320  von  seiner  Hand.

1784  aus  van  Dammen’s  Auktion  in  Amsterdam  erkauft.

Histor.814   233Bl.  zu  32:22cm  17  Jahrh.,  Copien
von  verschiedenen  Händen

Aktenstücke  betr.  den  Handel  der  Niederländer  in  Ost-Asien,
  1620—1640.

Bl.2  ‘.  .  Verhael  van  den  .  ..  differenten,  die  tusschen  de  Nederlanders
  ende  Japanse  Natie  om  den  Chineessen  Handel  ontstaan
sijn’,  bis  1633.  Bl.18  “Discours  van  tegenwoordigen  stant  ende
Generaele  Comp.  best  voegende  gelegentheijt  in  Japan,  te  presenteeren
Aan..  Henrick  Brouwer,  Gouv.  Gen.’,  von  Joost  Schouten  1633.
Bl.22  “Considerative  Dissertatie  .  .,  ofte  de  .  .  negotie  niet  bequamelyeker
  ...  in  Nangasacquy  als  Firando  can  geschieden’,  von  Victor

Nuytts  an  Brouwer,  Firando  1633.  Bl.31  "Demonstrantie  .  .
omme  een..nieuwen  aanvanglı  van  negotie  te  vercrijgen  op  het  rijek
Goudt  en  Silver  Eijlant  .  .  in  de  Zuijt  Zee  .  .,  von  Wilhem
Zeghen  (?)  an  Brouwer  1635.  Bl.33  “Corte  Beschrijvinge  van
de  Regeeringe,  Macht,  Traffijcken  ...  van  Japan’,  von  Jan  Coen
1636.  Bl.46  “Naerder  verhael  op  mijne  voor  afgesonden  advijsen

„.  ’wijt  Japan  A.  1635  .  .,  von  Nie.  Couckebacker  1636.  B1.55
Über  den  Japanischen  Handel  1634—36,  von  opper  coopman  Hendrick
Hagenaer,  Batavia  1637.  Bl.67  “‘Nootwendich  discours,  omme
den  Chineeschen  handel  tot  vordeel  der  v.  Compangnie  te  trecken...
1620’,  von  A.  Eysels.  B1.78  “Demonstrantie’  betr.  Hebung  des
Handels  in  China,  an  den  Gouv.  Gen.  1633.  Bl.86  “Memorie  .  .
bi)...  Hans  Putmans  op  sijn  vortreck  van  Teijouan  naer  Batavia

inhanden  van  ..  Johan  van  der  Burch  gelaeten,  ...  vervattende  in
wat..  manieren  de  .  ..  Teijouansche  commertie  sal  dienen  gevordert,

mitsgaeders  den  vreede  onder  d’  inhabitanten  vant  Eylant  Formosa
  .  ’,  und  (B1.99)  “Ampliatie’  dazu,  1636.  B1.129  "Corte
verelaeringhe,  in  wat  vougen  ende  manieren  den  .  .  Chineesen  ofte
Teijouansen  handel  .  .  sal  dienen  gepreserveert  .  /,  von  IHans  Putmans
  an  van  Diemen,  Batavia  1637.  Bl.141  “Instructie  voor
Carel  Hartsineg  coopman  .  .  seijllende  van  hier  over  Teijouan  naer
Tonquijn’  von  Nie.  Couckebacker,  Firando  1637,  und  (B1.155)
“Ampliatie?  von  Joan  vander  Bureh,  Teijouan  1637.  1.160
“Memorie  .  .  aan...  A.  van  Diemen,  over  gepasscerde  saceken  in
Quinam’,  1637.  Bl.169  “Cort  verhael  vanden  stant  «der  negotie
in  Siam’,  von  Joost  Schouten  an  J.  P.  Coen  1829.  B1.175  “In-Sstructie
  voorden  opper  Coopman  P.  Croock  .  .  gaende  naer  Siam’,
Batt.  1630.  Bl.181  “XNotitie  vande  Situatie  .  .  ende  andere
        <pb n="278" />
        272  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

remercquable  saecken  des  Coninckrijek  Siam’,  von  Joost  Schouten
1632;  dann  Bl.191  desselben  Vorschläge  zur  Hebung  des  Handels
in  Japan  und  Siam,  und  Rapporte  an  Brouwer  und  van  Diemen,
1633—36  (7  Stücke).

Vorn  ein  Ex-libris  ohne  Namen.  Geschenkt  1741  von  ‘Jo.  Henr.
Stuss  Gymn.  Goth.  reetor’.

Histor.815  167  Seiten  zu  38:  241/,  cm  zwischen  1782
und  1789

“Carl  August  Schlegel’s,  Lieutenant  beym  1l4ten  Regimente,
Versuch  einer  militärischen  Geographie  des  Carnatiks  in  seinem
gegenwärtigen  Zustande,  von  ihm  in  englischer  Sprache  verfasst  und
nun  ins  Deutsche  übersetzt’.

Erwähnt  wird  die  Hs.  von  dem  Bruder  des  Verfassers,  A.W.  Schlegel,
Gedichte  (1800)  S.IV—V.  Die  ebenda  erwähnte  Karte  des  Carnatic
befindet  sich  im  Britisı  Museum;  vgl.  Catalogue  of  Maps,  Prints,
Drawings  .  .  [(1829)  8.207.

1798  vom  Superintendenten  Schlegel  zu  Göttingen  geschenkt.

Histor.s15f  56  Bl.  zu  331/,  :  201/,  cm  1831—40

“Diverse  Brieven  en  andere  officielle  stukken  betrekkelijk  de
residentie  Sambas  (auf  Borneo)  van  1831—40,  afkomstig  uit  het
Archief  van  den  Assistent-Resident  aldaar’.

Bl.1  Schreiben  des  Gouvernements  an  (R.  Bloem)  den  Assistent-Resident
  von  Sambas  (Originale)  und  Bloem’s  Antworten  (Concepte),
und  ein  Schreiben  des  Resident  ter  westkust  van  Borneo  D.  J.  van
Dungen  Gronovius  an  das  Gouvernement  (Orig.),  1831—40.  Mehrere
Schreiben  betreffen  die  Reise  von  James  Brooke  1840.  BI.7  und
8  Briefe  in  malayischer  Schrift.  Von  diesen  Schreiben  sind  mehrere
gedruckt,  die  meisten  von  den  übrigen  besprochen  in  van  Hoövell’s
Tijdschrift  voor  Nederlandsch  Indie  1849  1IS.66ff.  Bl.31  P.de  Perez,
Assistent-Resident  van  Benkoelen  (auf  Sumatra),  an  den  Gouv.
Gen.,  11.  5.  1836  (über  seine  Reise  von  B.  nach  Palembang,  Topographie).


1872  von  M.  Nijhoff  im  Haag  erkauft.

Histor.8SI5i  2  Bände  zu  33:20  em  1837

BandI  (108Bogen)  P.  de  Perez,  Assistent-Resident  van
Benkoelen,  “Algemcen  verslag  van  de  Adsistent  Residentie  Benkoelen
over  de  jaren  1834  1835  en  1836’,  Benk.  11.  8.  1837  (Concept).

Bandll  (etwa  200  Bl.  zum  Theil  von  grösserem  Format)
“Bijlagen’  zu  Bandl.

1872  von  M.  Nijhoff  im  Haag  erkauft.

Histor.sSl6  191Bl.  zu  361%,:23  cm  Reinschrift  des

17  Jahrh.
Bl.1  “Corte  aenteeekeningh  der  grootte  ende  gelegenheijt  des  Lants
van  Japan,  mitsgaders  de  voornaemste  Provintien  daer  inne  begrepen

etc’.  Bl.6b  “Ontledinghe  vande  deucht  en  werckinge  des  wortels
Ninsin,  weleke  gewonnen  wort  int  Coningh-Rijeke  Corea  .  ..
Bl.7  “..  vande  deuchden  ..  van  den  Varcken-Steen  ofte  Pedro

Poreo’,  unterzeichnet  Albertus  Polonus.  BI.8  “Memorie  der  cleeden,
        <pb n="279" />
        Histor.  815  —  819  273

hoe  deselve  in  ende  omtrent  Paleacatte  op  de  cust  Choromandel
voorde  Compaingie  behooren  geweven  ende  geschildert  te  worden’  etc.

Bl.10b  “Rekeninge  van  het  goudt”.  BI.12  “Memorie  van  alle  waeren,
die  in  Oost  Indien  meest  gecocht  worden  tot  dienste  vande  Comp.  .  .

Bl.16  “Journael  ofte  daeghlijekse  Aenteeckeningh  van  het  gepasseerde
  ..  op  den  Tocht  ende  voijagie  door  ..  Antonio  van  Diemen,
Gouverneur  Generael  .  .,  met  adsistentie  van  .  .  Antonio  Caen  ende
Joan  Ottens  .  .,  1637  tot  straffe  ende  dempingh  vanden  Rebelligen
ende  wrevelmoedigen  Quimelaha  Leliatte  ende  desselffs  Adherenten
inde  fortresse  Luciella  opde  Custe  van  Ceram  gedaen  .  .:  Bl.16
“December  (wesende  Dingsdagh  30)  A.  1636  Int  Schip  Leyden’  bis
“Juli  A.  1637’;  Bl.117b  “finis”.  Bl.118  “Vervolch  vant  voorstaende
Journael  wegen  het  gepasseerde  op  den  Tweeden  aengevangen  Tocht..
20  Jan.  bis  4  Juli  1638;  B1.169a  “finis’.  Eingeschaltet  sind  Briefe,
Urkunden,  Ordinantien.

Bl.170  “Wegh-Wijser  ofte  Corte  Verelaringhe  hoemen  uijt  Gamron
ofte  de  plaets,  daer  d’Oost  Indise  Comp.  haer  residentie  in  Parsia
omtrent  Ormus  is  houdende,  overlandt  nae  Constantinopolen  reijsen
sal’  und  zu  anderen  Reisen,  zum  theil  mit  Angabe  der  Handelsartikel
  e  BI.178  "Instructie  voor  alle  Opper  ende  Onder  Coopluijden
ende  alle  de  gene,  welcke  Reeckeningen  vant  volck  opde  vereenighde
Oost  Indische  Comp.  Schepen  Jachten  ende  Fluijten  houden,  waernaer
hun  voortaen  int  formeren  haerder  Boucken  opde  nijtreijse,  yant
Patria  nae  India  als  mede  int  lant  sullen  hebben  te  reguleren’,  mit
Beispielen  doppelter  Buchführung,  um  1642.  Bl.191  “Translaet
vant  Mandament  des  Coninges  van  Atchin  aen  sijne  groote  ofte
Gouverneurs  van  Indrapura‘.

1777  aus  einer  Auction  im  Haag  erkauft.

Histor.818  II+22Bl.  zu  31:21lem  17  Jahrh.

“Thomas  Harriot’s  American  papers’.

Bl.I  Porträt  von  Walter  Ralegh,  Kupfer;  dann  kurzes  Excerpt
über  sein  Leben  und  (Bl.ID)  über  Harriot  von  J.  F.  Blumenbach.
Nach  BI.II  ein  Druck.  Bl.1  Punkte  an  der  Ostküste  der  vereinigten
Staaten  vom  484.  Breitengrade  bis  zur  Meerenge  von  Panama,  dann
Fortsetzung  an  der  Westküste  von  dort  bis  zum  40.  Grad,  mit  Angabe
der  Entfernungen  und  der  Breitengrade:  wohl  Excerpt  aus  einem
spanischen  Reisewerke.  B1.5  Ortsnamen  aus  der  Reise  des  Ferdinando
  de  Soto  nach  Florida,  mit  Hinzufügung  der  Entfernungen
und  Himmelsgegend.  Bl.8  “Notes  of  the  booke  of  Virginia’,  Excerpte.
  Bl.11  “The  discovery  of  Don  Ferdinando  de  Soto  .  .
Excerpte  aus  dem  englischen  Druck.

Dass  diese  Excerpte  Bl.1—22  von  Harriot  geschrieben  sind,  dafür
  fehlt  in  der  Hs.  jeder  Anhalt;  der  Titel  der  Is.  im  alten  Kataloge
der  Bibliothek  scheint  auf  Blumenbach  zurückzugehen.

1839  von  Blumenbach  geschenkt.

?

Histor.819  39Seiten  zu  32:21lem  17  Jahrh.  (1643)

“Een  Corte  Beschrijvinge  vant  Leven,  Seden  ende  Manieren  der
Chilesen’.  Voran  geht  S.1—1S  Beschreibung  des  Landes.
Darin  folgende  Karten:  S.5  Golfo  de  Ancnd  und  Golfo  de  los

18
        <pb n="280" />
        274  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Poronados,  ähnlich  der  Karte  in  ‘A  Collection  of  voyages  and  travels’
I  (1704)  S.  509;  8.11  “La  ceiudad  de  Castro  en  la  isla  de  Chilue’;
S.15  die  Küste  bei  Valdivia;  8.38  Valdivia  mit  den  holländischen

Befestigungen.

Da  als  Gouverneur  von  Oastro  auf  B1l.35  Fernando  d’Alverado
genannt  wird,  so  muss  diese  Beschreibung  während  des  Zuges  von
Hendrik  Brouwer  nach  Chile  1643  gemacht  sein.

1775  aus  einer  Auktion  im  Haag.

Histor.820  2Bl.  in  fol.  19Jahrh.

Schreiben  der  “Cancellaria  directorialis  Abyssinica’,  “dietatum
Constantinopoli  die  10  Sept.  1837  per  Abyssinicum’,  betr.  Beilegung
der  Streitigkeiten  “inter  Mexicanum  et  Peruvianum  imperatores  de
successione  in  Californicum  regnum’  durch  Zweikampf,  mit  Beilage
(ob  Satire?).

Histor.Ss21  20Bl.  in  fol.  18  Jahrh.

Bl.2—8  Drucke  von  1749  und  1750  und  Bl.9  ein  dazu  gehöriger
Brief  von  Luther,  Frankfurt  7  Mai  1750  (an  Münchhausen).
Bl.10  “Nachrichten  auss  Pensylvanien  in  America’:  Briefe  (Abschriften)
  von  (Bl.10)  Joh.  Chr.  Sauer,  Germandon  1.  12.  1724,
(Bl.18b)  Joh.  El.  Hoffman  ohne  D.  und  (Bl.19b)  H.  Matth.  Otte,
Philadelphia  1725,  an  ihre  Verwandten  in  Deutschland.

Histor.822  83  Bl.  zu  22:15  cm  zweite  Hälfte  des
15  Jahrh.

Ludolphi  rectoris  ecelesiae  parochialis  in  Suchem  (de  Sudheim)
de  itinere  terrae  sanctae  liber  (herausgb.  von  Deycks  in  der  Bibliothek
d.  litt.  Vereins  zu  Stuttgart  XXV;  vgl.  Röhricht,  Bibliotheca  geogr.
Palaestinae  1890  8.76).

Bl.1  Titel  fehlt.  Anfang:  (C)um  multi  de  partibus.  Schluss

Bl.82b  “Haec  sunt  itinera  terrae  sanctae  ..  (Bl.83)  et  hoc  ad
ductionem  et  reverenciam  ..  Baldewini  de  Stenvordia  Paderburnensis
ecel.  episcopi  ...  conseripsi  ..  .  Amen’.  Die  Hs.  weicht  in  manchen

Einzellieiten  vom  Drucke  ab.  Vgl.  Histor.61  S.132.
Aus  der  Bibliothek  J.  W.  Huber’s  in  Basel  1789  gekauft.

Histor.823  I+132Bl.  (die  ersten  Blätter  etwas  beschädigt)
  zu  28:  20'/,  em  zwei  Spalten,  rothe  Initialen  und  Überschriften,
  alles  von  einer  Hand  geschrieben  1470

Bl.1  Johannes  von  Mandeville,  Reise  zum  heiligen  Grabe;
deutsche  Übersetzung  von  Michel  Velser.  Überschrift,  ‘Ich  Hans
von  Montevilla  ritter  wol  ob  ich  sein  nicht  wirdig  bin  gebornn  erzogen
  in  Engenlandt  in  ainem  dorff  sand  Alam  hat  dits  buech
gemacht  in  frantzoyscher  zung’.  Anfang  “Do  ich  von  haym  ausfuer”.
  Bl.49b  nennt  sich  der  Übersetzer  “Mich  Micheln  Velser
dunckt  .  &amp;gt;  (vgl.  Barack,  die  Hss.  .  .  zu  Donaueschingen  8.328

10.483).  Bl.72  “Ich  Johans  von  Montevilla  fuer  von  meinem
lande  .  .  drewtzehen  hundert  jar  und  zbay  und  zbaintzig  iar..  und
was  enhalb  mers  untz  .  .  drewtzehen  hundert  und  lij  .  .  das  ebig

leben.  Amen’.
Bl.72b  “Hie  hebt  sich  an  die  materi  von  den  heyligen  dreyn
        <pb n="281" />
        Histor.820  —823i  275

künigen,  wie  si  got  ir  opferr  bracht  habennt’,  Schluss  Bl.95  "wann
das  pillich  ist  das  man  sy  ere  und  lob  ...  Das  verleich  uns  got  der
vater  und  der  sun  und  der  heilig  geist  Amen.  Deo  gracias’.

Es  ist  eine  Übersetzung  des  Werkes  Johann’s  von  Hildesheim
ohne  dessen  Vorwort;  der  zu  Grunde  liegende  lat.  Text  weicht
sowohl  von  der  kürzeren  als  von  der  längeren  Fassung  bei  Horstmann
  (Early  English  Text  Society  n0.85)  oftmals  ab.  Die  gleiche
Übersetzung,  die  nach  Barack  nicht  mit  der  der  alten  Drucke
übereinstimmt,  findet  sich  in  der  Hs.  n0.451  in  Donaueschingen,
vgl.  Barack,  die  Hss.  ..  zu  Don.  (1865)  8.308.

Bl.99  “Hie  hebt  sich  an  das  Schachzagell.  Ich  brueder  Jacob
von  Casallis  prediger  ordenns  bin  überwunden  von  der  brüeder
gepet  ...  die  mich  haben  hören  predigen  das  spil  das  da  haist
schachzagel  .  .  und  ich  han  es  gehaissen  das  puech  menschlicher
sit  und  ain  ambt  der  edeln  .  ..  Dieselbe  deutsche  Übersetzung,
die  1477  (von  G.  Zainer)  gedruckt  worden  ist.

Bl.132  (roth)  “Finitus  est  liber  iste  per  me  Conradum  Blannckhen
de  Kyemsee  tunc  temporis  in  hospitali  prope  Ortemburg  ex  ijussu
Erhardi  Karel,  iudieis  ibidem,  feria  quarta  post  Letare  a.  d.  1470.

Auf  Bl.I  ‘Liba  libens  libo  libendus  libentius  ibo  Hunec  puto
grammaticum  qui  construat  versum  istum’.

1801  in  Arolsen  erkauft.

Histor.823b  Perg.  60  Blätter  zu  181/,:12'/,;,  cm  rothe

Initialen  und  roth  durchstrichene  Buchstaben  niederländische  Sehrift
des  XV  Jahrh.

Johannes  von  Mandeville,  Reise  zum  hl.  Grabe;  niederländische
  Übersetzung  (unvollständig).

Bl.1  Anfang  “Egipten  is  een  lant  niet  te  breet’  =  cap.  14  in  der
Ausgabe  “Die  wonderlijeke  Reyse  van  Jan  Mandeuijl  .   Thantwerpen
  0.  J.  Dann  folgt  die  Fortsetzung  bis  zu  cap.  52.  Bl.56b
schliesst  sich  das  erweiterte  cap.1  “Nu  suldi  horen’  an,  dann  folgt  der
Schluss  von  cap.2.  Schluss  Bl.60b  “.  .  Herines  die  wise.  finis”.
Der  Text  scheint  also  aus  einer  in  Unordnung  gerathenen  IIs.  abgeschrieben
  zu  sein.  Er  weicht  von  dem  genannten  Druck  öfter  ab,
besonders  in  c.1  und  2.

Nieht  erwähnt  bei  Röhricht,  Bibliotheca  geogr.  Pal.  S.81f.
Aus  einer  Auktion  in  Leyden  erkauft.

Histor.823i  (früher  830)   161Bl.  zu  20  :  141/,  cm

16  Jahrh.

“Reysen  na  Jerusalem  ende  Jordaau  ete.  gedaan  door  Jan  Goverts,
priester  van  Gorkum  .  ..  1525,  door  hem  zelve  beschreeven’  (Titel
von  einer  Hand  des  17  Jahrhunderts).

Bl.2  Aufang  “Ter  ceren  gods  .  .  doer  bede  ...  van  mijn  medebrocderen
  ende  susteren,  dat  ick  doch  soude  achtervolgen  ende  beseriiven
  die  .  .  pellegromagie  des  heijlich  graefs  .  .  ick  Jan  Goverts

priester  van  Goreum  en  vicarius  in  sinte  Ypolitus  kereke  tot  Delft...
Bl.17b—19  “Dit  zyn  die  nacmen  van  den  pelgroms  van  den  hevligen
&amp;gt;

landen  int  iaer  1525.  Rev.d.d.  Rycomanus  ep.  Venefranus  .  ..
Bl.134  wird  ausführlich  berichtet,  wie  17  zu  Rittern  des  hl.  Grabes

15*
        <pb n="282" />
        276  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

seschlagen  werden.  B1.158b  ‘Hier  eynde  die  reijs  van  Jerusalem.
Per  me  R.  W.  C.(?)'.   B1.159  “Die  Jordaensche  reys  ...  uuijt  die
boecken  van  den  genen,  die  daer  in  person  geweest  zijn  ..  .”.

Diese  Hs.  erwähnt  Röhricht,  Bibliotheca  geogr.  Palaestinae  (1890)
S.179;  der  bei  L.  Conrady,  Vier  rheinische  Palaestina-Pilgerschriften
(1882)  S.232  erwähnte  Jan  van  Goreum  ist  wohl  nicht  mit  Jan  Govers

identisch.  1777  aus  einer  Auction  im  Haag  erkauft.

Histor.824  186  Bl.  zu  20:  161%),  em  16  Jahrh.

Bl.1  ‘Eine  Beschreibung  der  Raiss  So  Ich  Andreas  Strobelio
von  Nördlingen  auss  (1589)  gehn  Wien  .  ..  zue  landt  nach  Venedig,
durch  Itallia  Biss  gehn  Neappolis  gethon  .  ..   DBI.106  “Der  Anderthail
  oder...  Schiffart,  So  Ich  Andreas  Strobelio  (1595)...  mit...
Ferdinando  de  Medice  di  Fiorenz  in  Toscana  von  ...  Livorno  .  .  gethon
  In  die  Inselen  Corsica,  Sardinia,  Sieillia,  Malta,  in  Affrica,  Barbaria,
  Levante  .  .  Creta,  Oypern,  in  Graecia  und  Syria  .  .  biss  gehn
Joppa  .  ..  Bl.143b  Rückreise  (1596)  über  Livorno  nach  Nördlingen.
  Bl.183  Notizen  Strobelio’s  (geb.  20  Nov.  1568,  +  6  Mai  1631
als  Oberrichter)  über  sein  ferneres  Leben;  B1.184  Verzeichnis  des
Raths  von  1696.  Verzeichnet  ist  diese  Hs.  bei  R.  Röhricht,  Bibliotheca
  geographica  Palaestinae  (1890)  8.216.

Vorn  ist  eingeklebt  das  Bücherzeichen  von  Joh.  Laur.  Löelius
1681.  1776  aus  einer  Auction  in  Ansbach.

Histor.825  I+280  Bl,  9  cm  hoch  und  14  cm  breit
1609  bis  1612  Pergamentband  mit  Wappen  und  dem  Namen
“Constantinus  Drachstedt’

Reisebuch  des  Constantinus  Drachstedt.

Bl.1  “Descriptio  itineris  mei  brevisque  designatio  vernae  egressionis
nostrae  ex  patria  Hallensi  in  Academiam  Tubingensem  .  .  1609’;
Bl.18  23  26b  42  44  61b  Reisen  von  Tübingen  aus  1609  —  1610;
Bl.67  “De  ducatu  Wirtenbergensi  generalia  quaedam’.  Bl.70  Reise
von  Tübingen  nach  Altorf  1610;  BI1l.77  von  Altorf  nach  Nürnberg
  und  Bl.101  von  da  ins  Fichtelgebirge.  Bl.105  Reise  von
Nürnberg  und  Altorf  durch  Baiern  ‘und  Rückreise  nach  Halle
1611.  Bl.137b  “Compendiosa  enarratio  itineris  nostri  e  finibus
patriae  in  Acad.  Coloniensen!’  1612;  Bl.166  “Summaria  itineris  Belgiei
collectio  et  methodica  per  singulas  provincias  et  civitates  descriptio’
1612.  Bl.258b  Reise  von  Cöln  "per  Trevirensem  episcopatum  et
Lotharingiae  ducatum’  nach  Strassburg  1613.

Histor.S?7  144Bl.  zu  21:16em  17  Jahrh.

Christian  Ludwig  von  Schönbergk,  “Kurtze  reisebeschreibung,
was  an  den  ohrten  wohin  ich  von  meinen  herrn  vatter  geschicket
worden,  so  woll  was  die  raritäten,  antiquitäten  undt  andere  sachen
angehet,  als  auch  was  den  Statum  jeder  Stadt  undt  Republique  betrifft,
  zusehen  gewesen’.  |

Bl.2  ‘.  .  reise  von  Wolffenbuttel  nacher  Heidelbergk’  1671  (Reise
der  Prinzessin  Wilhelmine  Christine  von  Dänemark  nach  Heidelberg;
Abreise  von  Elisabetlı  Charlotte  v.  d.  Pfalz  nach  Chalons;  Offiziere,
adeliche  und  fremdländische  Studenten  in  Heidelberg),  und  BI.12
        <pb n="283" />
        Histor.  824—828  377

Rückreise  1673.  Bl.13  “Beschreibung  meiner  reise  von  Wolffenbuttel
  durch  Oberdeutschland  undt  Franckreich’  1673:  Nürnberg
(Rathhaus,  Zeughaus,  Privathäuser),  Regensburg,  Landshut,  Alt-Öttingen,
  Salzburg,  München,  Augsburg,  Ulm,  Tübingen  (Verfassung),
Brisach,  Basel,  Solothurn,  Bern,  Murten,  Genf.  Bl.44b—63  “Von
dem  Regiment  der  Schweitzer’,  Auszug  aus  Jos.  Simler’s  Werke.
Bl.66—72  “Von  den  Römischen  Antiquitäten  so  noch  hin  und  wieder
in  Geneve  zu  sehen’;  26  antike  und  5  neuere  lat.  Inschriften  mit
Ortsangaben.  Die  ersten  6  ausgeschrieben  aus  "Le  Citadin  de  Geneve’
(von  Joh.  Sarasin),  Paris  1606  5.25—27.  Dann  die  beiden  von
S.328  und  329.  Hierauf  folgt  Bl.67b  (unten):  Imperator  Caesar
Nerva  Ulpius...  (wohl  =  Mommsen  n0.321  in  Mittheilungen  d.
antiqu.  Ges.  in  Zürich  X  1854);  hierauf  Bl.68  =  Corpus  Inser.  Lat.
XII  n0.2616  2612  2609  2636  2620  2628  2617;  (B1.69)  2627  2606;
auf  Ansegisus  =  Spon,  Histoire  de.  .  Geneve  n0.52;  dann  Corp.
Inser.  5538  “Devant  la  maison  de  Mr.  Corn.  Ministre  Alemand’  (im
Text:  P.  P.  |  ET  IMP  und  VIBIO...IO  GAL  LO);  2592  “Sur  le
puis  de  four  a  la  tour  de  fer  rne  punaise’;  2621  2635;  (BI1.70)
2591;  falsae  no.195  “Aux  mars  de  la  ville  eitante  Grutero  P.898’
(Citadin  p.370);  dann  die  beiden  “Citadin’  p.32  gedruckten;  endlich
(Bl.70Ob)  die  modernen  aus  dem  Citadin  p.31/2,  136/7,  373/5  und
375/6  genommenen.  Das  oben  zu  n0.5538  und  2592  Ausgeschriebene
beweist,  dass  diese  Abschriften  aus  keiner  der  Quellen  genommen
sind,  welche  im  Corpus  Inscriptionum  Lat.  XII  benutzt  sind;  andererseits
  sind  die  Ortsangaben  und  der  Text  nahe  mit  Spon  verwandt.
Wahrscheinlich  ist  ein  —  jetzt  verschollener  —  Druck  ausgeschrieben,
den  auch  Spon  benutzt  hat.  Bl.73  “De  statu  reip.  Genevensis’;
Bl.86b  Leben  in  Genf.  Bl.90  “Die  Reise  von  Geneve  nacher
Pariss’:  Grenoble,  Chartreuse,  Lyon,  Orleans,  (Bl.103ff.)  Paris  und
Umgebung.  Bl.123  “Von  Lion’,  wohl  aus  einem  Drucke;  BIl.124
bis  126  “Von  den  antiquitäten  der  Stadt  Lion’,  mit  antiken  Inschriften.
Dieselben  stimmen  fast  alle  in  den  Ortsangaben  und  in  den  Lesarten
mit  Paradin,  Memoires  de  /’Histoire  de  Lyon  1573.  Es  sind:  Paradin
5.426  n0.3.  416  no.  1.  BI.124b  “Auff  dem  kirchhoff  der  Priorie  des
heil.  Irenaei  ist  eine  Seule  von  Jaspis  mit  dieser  überschrifft  zu
schen:  D.M.  ET  MEMORIAE  AETERNAE  CUAIN  CESNY’.  Paradin
433,  2.  426,  2.  Dann  3  bei  A.  de  Boissieu,  Inscriptions  ant.  de  Lyon
1854  gedruckte:  p.529  III,  p.86  und  p.529  VII.  Daun  Paradin
424,  1.  424,  2.  417,  1.  417,  2.  BIl.126  “Nechst  bey  diesen  beiden
Taffeln  (Claudii)  ist  ein  schwartzer  Marmelstein?  mit  Par.  441,  3.
429,  2.  439,  3.  Bl.129  “Von  den  Ertz-  und  Bischopfthümern  in
Frankreich’  und  Namen  der  Gouverneure  der  einzelnen  Provinzen.
Bl.139  “Von  unser  rückreise  von  Paris  durch  Lothringen  nacher
Strassburg,  Stutgardt  .  .  (der  Schluss  fehlt).

Vorn  in  dem  Bande  hat  sich  ausser  dem  ursprünglichen  Besitzer
ein  anderer  v.  Schönberg  in  Helmstedt  1697  eingeschrieben.  1786
aus  der  Bibliothek  J.  A.  v.  d.  Hardt’s  erkautft.

Histor.8238  2  Bände  mit  zusammen  924  Seiten  zu  2+:
191,cem  1751  oder  später
Reise  von  England  durch  Frankreich  nach  Italien  und  Rückreise
        <pb n="284" />
        278  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

über  Wien,  Prag,  Dresden,  Berlin,  Hannover  durch  Holland  und
Belgien  1750—51,  beschrieben  von  einem  Engländer,  der  am  2  Febr.
“in  company  of  one  of  the  kings  ministers’  nach  Calais  abreiste;
nach  seinen  Tagebüchern  zusammengestellt  für  einen  Hannoveraner,
wahrscheinlich  für  J.  F.  Mejer,  aus  dessen  Nachlass  die  Hs.  wohl
stammt.

1821  von  Prof.  Böhmer  geschenkt,  zugleich  mit  Histor.107d.

Histor.831  XV  Bl.  +  287  Seiten  zu  21:16cm  Anfang
des  18  Jahrh.

“Trevennot  der  Getreue  Reise-Gefehrte  nach  Ost-Indien  und
wiederum  zurück.  Welcher  Jedermänniglich,  vornehmlich  aber  denen,
welche  sich  als  Soldaten  bey  der  E.  E.  Ost-Indischen  Compagnie  der
vereinigten  Niederlande  engagiren,  .  .  nützliche  Nachricht  giebet.

Der  Verfasser  giebt  (Bl.Xb  und  S.12)  an,  dass  er  1710  mit  dem
Capitän  Abr.  v.  Stellingwerff  auf  dem  “General-Frieden’  nach  Indien
gefahren  sei.  S.167—170  eine  ‘Arie’,  8.286  “Sonnet’  und  $.209
malayisches  Vaterunser.  Das  Werk  ist  wohl  von  dem  Verfasser
selbst  geschrieben  und  war  für  den  Druck  bestimmt.

1774  aus  der  Bibliothek  Ge.  G.  Richter’s  in  Göttingen  erkauft,
vgl.  Bd.  II  S.81  n0.1039  des  Auctionskatalogs.

Histor.832  21Bl.  zu  211),:161/,  em  1664

“Aentekeninge  van  het  gedenckwaerdighste  ..  op  myn  vojagie
uyt  Hollant  naer  Smirne  ende  van  daer  weder  jn  Hollant,  tsedert
den  23  May  1663  tot  den  (14  Junius)  1664,  (Bl.21:)  gelouden  by  my
Jan  Teunissen  van  Sunder  nopende  myn  reyse”.

Auf  Bl.2  “Ex  Legato  cl.  Franc.  Hesselii  P.  van  der  Schelling”.
1771  aus  St.  A.  Westerhovius’  Bibliothek  im  Haag  erkauft.

Histor.833  1Bl.+  233  Seiten  zu  21:  16!/,  em  17  Jahrh.

“Caspar  Schmalkalden’s  (nachherigen  Gothaischen  Canzlisten)
West-  und  Ost-Indianische  Reisebeschreibung’;  Concept.

Sch.  reiste  1642  in  holländischen  Diensten  nach  Brasilien,  1643
mit  Admiral  Heinr.  Brouwer  um  Staatenland  herum  nach  Chile.

Vgl.  über  die  Hs.  J.  F.  Blumenbach  im  Göttingischen  Magazin  der
Wiss.  u.  Litt.  I,  6  (1782)  8.409.

1839  von  Blumenbach  geschenkt.

Histor.835  1Bl.+  157  Seiten  zu  31:  181),  em  vor  1698

Joh.  Mich.  Wansleben  “Beschreibung  des  Egypten  Landes  nach
dem  Zustand  des  Jahres  1664.  Von  einem  reysenden  Teutschen  in
Teutscher  Sprach  beschrieben’.

Auf  Bl.157  “Ist  collationirt  mit  dem  original  in  4°,  so  Wansleb
eigenhändig  geschrieben’.

Auf  Bl.1  und  S.1  stehen  Bemerkungen  von  Hiob  Ludolf  besonders
  über  das  Verhältnis  dieser  Hs.  zu  der  italienischen  Ausgabe.
  Am  Rande  stehen  einige  Zusätze  Ludolf’s.

Herausgegeben  ist  diese  Hs.  (mit  Ludolf’s  Zusätzen)  von  J.  D.
Reuss  in  Paulus’  Sammlung  der  merkwürdigsten  Reisen  in  den  Orient
III  (1794)  S.1—123,  doch  ist  oft  der  Ausdruck  geändert.

1774  von  Ch.  W.  Büttner  geschenkt.
        <pb n="285" />
        Histor.  831  —  839  279

Histor.836  44  Seiten  zu  33:  201),  em  18  Jahrh.

“Relation  d’un  voiage  fait  (1687—88)  &amp;amp;  la  Coste  des  Cafltes,
par  feu  Mr.  Lojardiere,  colonel  d’un  regiment  d’infanteric,  decede
a  Magdebourg  A.  1732’;  fehlerhafte  Abschrift.

Deutsche  Übersetzungen  davon  sind  mehrfach  gedruckt,  zuerst
Franckf.  1748;  in  dem  Abdruck  in  Archenholz’  Litteratur  und  Völkerkunde
  IV  (1784)  Heft  4  und  5  heisst  der  Verfasser  V’Aujardiere.

1778  aus  R.  A.  Fabrieius’  Bibliothek  zu  llelmstedt  cerkanft.

Histor.837   1Bl.  (Perg.)  +  275  Seiten  zu  33  :201/,  cm
1605

"Journael  ofte  dagelixe  memorien  van  het  acnmerckelickste,  ’t
geene  op  d’expeditie  na  S!®  Helena,  Bresilien,  West-Indien  etc.  is
gepasseert  onder  ’t  commandement  van  den  General  Pauwels  van
Caerden.  Gehouden  by  my  J(?).  Wieringen  1605’.

Über  diese  Reise,  die  Ende  1603  begann,  scheint  nichts  bekannt
zu  sein;  vgl.  A.  J.  van  der  Aa,  biogr.  woordenboek  III  8.9.  Der
Reisebeschreibung  sind  die  Copien  vieler  Briefe  van  Caerden’s  eingefügt.


1775  auf  einer  Auktion  im  Haag  erkauft.

Histor.838  164Bl.  zu  27:201/,cm  Reinschrift  1810

Ph.  Tidyman,  "Letters  (25)  of  an  American  Traveller,  cont.  a
Sketch  of  the  most  remarkable  places  in  various  parts  of  the  Un.
States  and  the  Canadas  with  some  account  of  the  Character  and
Manners  of  the  People;  written  during  an  exeursion  ..  1810.  To
which  is  affıxed  a  Route  Comprising  several  thousand  miles  .  2.

Auf  Bl.1b  “To  Professor  Blumenbach  The  following  Letters  are
respectfully  inseribed  in  Token  of  Friendship  and  Respect,  from  his
most  Ob!  Serv'  Philip  Tidymann’.

1840  aus  J.  F.  Blumenbach’s  Auktion  erkautft.

Histor.839  III+-75  gezählte  Bl.  (nach  69  folgt  691)  zu
281/,:21  cm,  von  &amp;amp;iner  Hand  geschrieben  französische  Schrift,  rote
Initialen  und  Überschriften,  ey  blattgrosse  farbige  Bilder  1464

Bl.1  Honor&amp;amp;  Bonet  (“  Tonnore  Bonnet,  humble  prieur  de  Sallon
ct  docteur  en  deeret”),  l’arbre  des  batailles.  Voran  auf  BL.IIIb  Abbildung
  des  Arbre  des  batailles.  Eine  neue  Ausgabe  dieses  in
vielen  Hss.  und  mehreren  alten  Drucken  verbreiteten  Werkes  ist
1883  von  E.  Nys  besorgt.  Die  Litteratur  verzeichnet  Chevalier,
Repertoire  des  sources  hist.  du  moyen  age  (1877—86)  S.330  und  Suppl.
(1888)  8.2478.

Bl.70  Über  gerichtliche  Zweikämpfe.  Anfang  "S’ensieut  la
chartre  de  gaige  "de  bataille.  Charles  (VI)  par  la  srare  .  .  savoir
faisons  que  comme  ca  en  arricre  pour  nos  gaiges  ‚  Parys  le  mercredi
  apres  la  trinite  Dan  de  grace  mil  ccce  et  six’  (mit  darauf
folgenden  Erläuterungen);  der  erste  der  folgenden  Abschnitte.  B1.71
"Chi  s’ensieut  le  propos  que  le  advocat  doibt  faire  pour  le  demanleur’,
  beginnt  “Messeigneurs,  jay  a  proposer  par  devant  vous
contre  mons.  tel  que  ie  voy  la’;  Schluss  BI.T+4b.  VYoran  Bl.69t  Ahbildung
  einer  Gerichtssitzung  und  am  Schluss  Bl.75  die  eines  Zweikanpfes.
        <pb n="286" />
        280  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.74b  ‘...  sceripsy  (!)  cestui  livre,  de  tout  peceiet  dieu  le  delivre.
Commenchant  ’an  1464  le  xvı  iour  du  mois  de  Julle  et  parfinant  le
darrain  jour  dud.  moi’  nebst  Signatur  des  Schreibers.  Einige  Worte
am  Anfang  und  daneben  sind  unlesbar  geworden.

Darunter  stelt  von  anderer  Hand  “Ce  present  livre  appartient  a
Jehan  le  Monnier(?)  de...  en  Flandres.  Signe  du  signe(?)  Dicolm’,
links  davon  “Multoris®  (ebeuso  auf  Bl.69  unter  dem  Text),  rechts
“Nahommer’  (?).

1778  aus  R.  A.  Fabrieius’  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Histor.840  14Bl.  in  fol.  18  Jahrh.

Schriftstücke  betr.  die  vor  Aufnahme  eines  Adeligen  in  den
Deutschen  Ritterorden  zu  erfüllenden  Bedingungen  und  Formalitäten;
  darunter  2  Gutachten  (Bl.  3—6  vom  29  Sept.  1743;  Bl.7—10
unterzeichnet  von  H  agemeyer,  Luklum  d.  1  Oet.  1743)  und  (Bl.11
bis  14)  "Ohnmassgebliche  Anweisung  ..  über  den  von...  Henr.
Albr.  v.  Reden  als  Aspiranten  in  dem  .  .  Teutschen  Ritterorden  producirten
  Stammbaum  ..’  (Luklum  d.  30  Nov.  1735).  Aus  Gebauer’s
Bibliothek  ersteigert.

Histor.8s41  Perg.  31Bl.  zu  20:141),cm  sorgfältige
Schrift;  goldene  Initialen  auf  blauem  Grunde,  rothe  Überschriften
nach  1551  gepresster  schwarzer  Lederband,  Goldschnitt

“Statuta  elarissimi  ordinis  Velleris  Aurei  e  gallico  in  latinum
versa,  subiunetis  additionibus  et  declarationibus  nonnullis  per  eiusdem
Ordinis  Supremos  et  Proceres  successive  editis”.

Bl.1  Index  zu  den  Statuta.  Bl.3  Statuta,  46  Capitel,  “Philippus
dei  gratia  ...  dat.  in  nostro  Insulensi  oppido  a.  d.  1431  m.  Nov.  die
27°.  Bl.24  Additionum  index.  Bl.25  Additiones  1—13,  Anfang
“Magnanimus  et  pot.  princeps  Philippus  cognomento  bonus  eiusdem
ordinis  institutor’;  no.11  von  Karl  V  “in  sua  Tornacensi  eivitate”  1531.

Andere  Übersetzung  als  die  in  P.  A.  Gundl’s  (und  Seb.  Insprugger’s)
Disputation  “Vellus  aureum’  1728  S.34ff.  gedruckte.

Auf  dem  innern  Deckel  stehen  vorn  einige  Sprüche,  zum  Theil
in  holländischer  Sprache,  hinten  eine  Notiz  eines  Besitzers  über
gekaufte  Bücher.

Von  Th.  Osborne  in  London  1752  erkauft.

Histor.842  Perg.  1Bl.,  32cm  hoch,  48cm  breit
1807

Pabst  Pius  VII  an  den  Professor  Joh.  Dom.  Fiorillo  in  Göttingen,
Romae  apud  S.  Mariam  Maiorem  .  .  die  5  Junii  1807:  Ernennung
Fiorillo’s  zum  Mitgliede  des  Christus-Ordens.  Original.  1822  von
einem  Sohne  Fiorillo’s  geschenkt.

Histor.843   2Bl.  +  579  Seiten  zu  23'/,:18cm  1694
oder  bald  darauf  Lederband  mit  Goldpressung  und  Goldschnitt;
innen  Papier  mit  Goldmuster  “In  Augsp.  zu  finden’

“Relatione  Curiosa  Della  Maniera,  che  tenne  Giuseppe  Pignätta
per  fuggir  dalle  Cärceri  dell’  Inquisitifne  Di  Roma  La  Notte  dei
9  Nov.  1693’  bis  zur  Ankunft  in  Hannover  am  29  Juli  1694.
        <pb n="287" />
        Histor.840—846  Mapp.i  281

Voran  Bl.2  Widmung:  All’  Altezza  Ser.  Di  Giorgio  Guglielmo  Duca
Di  Brunsnich  e  Luneburgo  Cell’.

Das  in  französischer  Sprache  zu  Cöln  1725  gedruckte  Werk
‘Les  aventures  de  J.  Pignata  .  .  ist  nur  eine  Übersetzung  oder  Unıarbeitung
  dieses  Originals.  Nach  der  französischen  ist  dann  auch
eine  englische  Übersetzung  gemacht  (Hann.  1794).

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliotliek.

Histor.844  1Bl.  +  36  Seiten  zu  33:21cm  18Jalırh.
“Geschichte  des  Grafen  von  Cagliostro  während  seinem  Aufenthalt
in  Biel’,  um  1788.

Günstig  für  C.  (vgl.  dagegen  Berl.  Monatsschrift  X  S.449  Nov.
1787).

Histor.3s45  8Bl.zu19:16cem  17  Jalırh.

Vorstellung  der  Kurfürstin  von  der  Pfalz  Charlotte  an  den  Kaiser
Leopold  (Heidelberg  21.7.1661),  nur  das  erste  Drittel.

Die  vollständige  Schrift  steht  in  französischer  Übersetzung  in
‘La  vie  et  les  amours  de  Charles  Louis  .  ..  Cologne  1692  S.117—190,
woher  die  obige  Datirung  entnommen  ist.  Uber  die  4  darin  enthaltenen
  lateinischen  Briefe  des  Kurfürsten  Karl  Ludwig  und  der
Luise  von  Degenfeld  vgl.  Aretin’s  Beyträge  z.  Gesch.  u.  Lit.  II,  3
(1804)  8.77.

Histor.s46  3Bl.fol.  17/18  Jahrh.

“Prophetische  offenbahrung,  welche  Phil.  Theoplirastus  Paracelsus
nach  seinem  Tode  hinterlassen,  in  Vaticin.  1540  et  1546’.  Anfang
“Es  schreibet  .  .  Paracelsus  ab  Hohenheim  ..  dass  Er  drey  Schätze
auf  Gottes  befehl  verborgen  habe  .  ..

Karten.

|  ———  ib

Ausser  den  hier  beschriebenen  Karten  finden  sich  viele  unter
Asch’s  Nachlass.

Mapp.l  Karte  auf  Leinen  aufgezogen  und  mit  Rollen,
245  cm  hoch  und  345  cm  breit,  in  zwei  Farben  gemalt  nach  1789

“A  map  of  the  world  with  the  discoveries  and  voyages  of  tlıe
most  renowned  navigators  delineated’  (daneben  französischer  Titel).
Rechts  unter  dem  Titel  steht  der  unleserlich  gewordene  Name  des
Zeichners  “W.  Per(k..  ).

Weltkarte  in  Mercator’s  Projeetion;  auf  dem  Acquator  sind  die
Längengrade  von  dem  Meridian  von  London  bezeichnet,  rechts  und
links  “Latitude  (70°  südl.  Br.  bis  S0°  nördl.  Br.),  Climate  and  length
of  the  longest  day’.  Dice  Namen  sind  englisch.  Eingetragen  sind
        <pb n="288" />
        282  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

in  vielen  Ländern  die  Jahreszahlen  der  Entdeckung;  ferner  sind  viele
Reisen  eingezeichnet  mit  genauen  Angaben  der  Jahre  und  Tage,  vor
allen  Dingen  die  Reisen  Cook’s.  Das  späteste  Datum  ist  1789.

Mapp.2  1Bl.,  701),  em  hoch  und  100  cm  breit  1739

Karte  der  Ostküste  von  Vorderindien:  1)  “Cust  Cormandel’  (bis
“Masula  Patnam’),;  2)  “Orixa’  (Orissa)  bis  “Pie  Palmeris’.  Beides  ungefähr
  im  Massstabe  1:  900000.  Darauf  steht  “Matthys  de  Haas
Den  12  Junij  a.  1739’.

Diese  und  die  folgenden  Karten  (no.2—6)  sind  nur  Küstenkarten;
im  Meere  nahe  der  Küste  sind  die  Sandbänke  eingezeichnet  und  die
Meerestiefen  durch  Zahlen  angegeben;  die  Küsten  sind  mit  verschiedenen
  Farben  gemalt.  Die  Karten  sind  sämtlich  von  Niederländern
  gezeichnet  und  in  gleicher  Weise  ausgeführt.  -

Mapp.3   L1Bl.,  100  cm  hoch  und  70  cm  breit  18  Jahırh.

Küste  von  Bengalen  von  “Pt  Palmeris’  (also  Fortsetzung  von
n0.2)  bis  zur  Mündung  des  Ganges;  ungefähr  im  Massstabe  1:270000.
Als  Nebenkarte  der  Unterlauf  des  Ganges,  ungefähr  im  Massstabe
1:  165000.

Mapp.4  1Bl.,  107  cm  hoch  und  101  cm  breit  18  Jahrh.

Karte  der  Küste  von  Ceylon  und  der  gegenüberliegenden  Südostküste
  von  Vorderindien;  ungefähr  im  Massstabe  1:  750000.

Mapp.5  1Bl.,  68!/,  cm  hoch  und  104  cm  breit  18  Jahrh.

Karte  der  Südküste  der  Insel  Madura  und  der  Küste  des  nordöstlichen
  Theils  von  Java  mit  Bezeichnung  der  Tiefe  des  dazwischenliegenden
  Meeres;  ungefähr  im  Massstabe  1:500000.  Darauf  steht
‘I  Lüdden  Batavea  den  15  Dez.  1738’.

Mapp.6  1Bl.,  75cm  hoch  und  73cm  breit  18Jahrh.

Küstenkarte  von  Mauritius,  ungefähr  im  Massstabe  1:  218000.
Sandbänke  und  Tiefen  des  Meeres  sind  fast  nur  an  der  Südostküste
bezeichnet.

Mapp.?  Karte  auf  Seidenpapier,  95cm  hoch,  61  cm  breit
1763

Carsten  Niebuhr,  Karte  von  Yemen.  Rechts  unten  in  der
Ecke  steht  “per  C.  Niebuhr  1763’;  doch  ist  die  Karte  wohl  nur  nach
einem  Original  Niebuhr’s  durchgezeichnet.  Sie  deckt  sich  weder  mit
seiner  ebenfalls  1763  gezeichneten  “Tabula  itineraria  sistens  illam
partem  terrae  Yemen  .  in  Niebulir’s  Reisebeschreibung  nach  Arabien,
noch  auch  völlig  mit  seiner  Karte  “Terrae  Yemen  maxima  pars  .  .
in  seiner  Beschreibung  von  Arabien.

1815  aus  dem  Archiv  der  Göttinger  Societät  der  Wissenschaften
überwiesen.

Mapp.8  Karte  auf  Pergament  Grösse:  Westen-Osten
etwa  140,  Norden-Siüden  64cm  1596
Küstenkarte  des  Mittelmeers  und  des  übrigen  Europa’s  (bis  Norwegen),

  gezeichnet  von  Joannes  Oliva  .  ..  in  nobile  urbe  Messane
a.  1(5)96°.
        <pb n="289" />
        Mapp.  2  —13  283

Während  die  Küsten  mit  Namen  von  Städten  bedeckt  sind,  fehlt
im  Innern  der  Länder  jede  Eintragung  von  Namen.  Es  ist  statt
dessen  ausgefüllt  mit  bunten  Darstellungen  von  Städten  (Häuser  mit
Flaggen),  mit  Abbildungen  der  Herrscher  der  einzelnen  Länder  und
in  Afrika  mit  Bildern  von  Thieren  und  Bäumen.  Sämtliche  Abbildungen
  sind  so  eingezeichnet,  dass  bei  Orientirung  der  Karte
Westen  oben  ist.  Von  den  6  eingetragenen  Kompassrosen  ist  die
grösste  im  Innern  (14!1/,  em  Durchmesser)  durch  eine  Weltkarte
ausgefüllt.  Am  Kopfende  (Westen)  eine  Darstellung  von  Jesus  am
Kreuze.

1845  von  Prof.  Sartorius  v.  Waltershausen  geschenkt.

Mapp.9  Karte  auf  Pergament  Grösse:  Norden-Süden  70,
Osten-Westen  etwa  90cm  am  linken  Rande  ist  ein  Streifen  abgeschnitten
  16  Jahrh.

Küstenkarte  des  Mittelmeeres  und  des  übrigen  Europa’s,  im
16  Jahrh.  in  Italien  gezeichnet.  Uber  Verfasser  und  Jahr  der  Verfertigung
  findet  sich  keine  Notiz.  Die  Eintragung  der  Städtenamen
  an  der  Küste  erstreckt  sich  im  Norden  bis  zur  Scheldemündung;
  im  Innern  der  Länder  sind  nur  wenige,  zugleich  durch
Thürme  bezeichnete  Städte  eingetragen.  Dagegen  finden  sich  auch
Flüsse,  Gebirge  und  Wälder  eingezeichnet.  In  politischer  Beziehung
sind  die  Länder  durch  Darstellung  ihrer  auf  Sesseln  sitzenden  Herrscher
gekennzeichnet.  An  den  Rändern  sind,  von  blauen  Wolken  umgeben,
  die  blasenden  Köpfe  der  Winde  eingemalt,  mit  beigeschriebenen
Namen  (der  Kopf  des  “Poninte’  ist  mit  weggeschnitten).

Sämtliche  Bilder  sind  in  bunten  Farben  und  mit  Gold  ausgeführt.

Mapp.10  1Bl.,  52cm  hoch,  58  cm  breit  erste  Hälfte  des
18  Jahrh.

Bemalte  Karte  vom  Züricher  See  und  Umgegend.  Darüber  getuschte
  Ansicht  von  Zürich.

Mapp.11  1Bl.,53em  hoch,  72cm  breit  farbigeZeichnung
auf  Leinwand  gezogen  18  Jahrh.

“Ober  unde  Nider  Beyern  sampt  als  theils  Schwaben  und  Francken
an  ein  ander  Stossentt’,  genaue  und  fein  gezeichnete  Specialkarte  von
derselben  Hand  wie  Mapp.  14.

Mapp.12  Druck

Vorarbeit  zur  Karte  n0.94  des  Homannischen  “Atlas  Germaniac
specialis’  1753:  Territorium  seculare  episcopatus  Spirensis  ...  cX
delineationibus  Bloedneri  .  .  desnmtum.  Hier  ist  die  ganze  Titelecke
  noch  leer.  Oben  stehen  mit  dem  Datum  “8  Jun.  1747’  4  Fragen:
1)  Bey  Regulirung  derer  Territorial-Gränzen,  welehe  man  aus  fremden
Carthen  und  meistens  aus  des  Sangre  seiner  genommen,  wird  angefragt,
  ob  etc.

Mapp.13  1Bl.,  52cm  hoch,  44  cm  breit  farbige  Zeichnung
  1748

“Geographischer  Entwurf  der  beyden  Freyen  Reiehs-Herrschatten
DSulzbürg  und  Pirbaum  (in  Franken),  samt  ihren  auch  incorporirten,
        <pb n="290" />
        284  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

in  anderer  Ständen  Territorio  aber  liegenden  (roth  unterstrichenen)
Dorfsehaften  und  Unterthanen’,  bezeichnet  “Leve  par  Tob.  Maier,
de  la  Soc.  geogr.  &amp;amp;  Norimberg  1748’.  Die  Karte  ist  durchgepaust
worden  und  ist  wahrscheinlich  Vorlage  der  1748  von  Tob.  Mayer
bei  den  Homannischen  Erben  herausgegebenen  Karte  der  beiden  Herrschaften
  (vgl.  Büsching  Erdbeschreibung  II,  1761,  8.1654).

Mapp.14  2Bl.,  das  eine  Druck,  das  andere  Federzeichnung,
25  cm  hoch,  36  cm  breit  18Jahrh.

Urbis  Crusiae  eiusdemque  distrietus  et  vieiniae  delineatio.  Feine
Zeichnung,  nebst  einer  Ansicht  der  Stadt  Creussen;  von  derselben
Hand  wie  Mapp.11;  darin  Correeturen  mit  rother  Tinte.  Der  Druck
ist  halb  so  gross  und  ziemlich  kunstlos.

Mapp.15  1Bl.  auf  Leinwand,  159cm  hoch,  145  em
breit  farbig  gemalt;  die  Namen  der  Berge  sind  meist  auf  schmale
aufgeklebte  Streifen  geschrieben  Anfang  des  18  Jahrh.

Spezial-Karte  des  Fürstbisthums  Würzburg  und  angrenzender
Stücke.

Mapp.16  1Bl.  auf  Leinwand  aufgezogen,  80cm  hoch
und  75cm  breit  17/18  Jahrh.

“Eigentliche  delineation  theil  des  Furstendumbs  Cleve,  wie  dasselb
met  seinen  durchgehenden  g(r)ossen  wasserstreumen,  flussen,  rivieren,
leygraben,  slaussen,  lantwehren,  slagbeum,  pessen  und  gemeynen
lantstrassen  gelegen’,  ungefähr  im  Massstabe  1:  10000.

Mapp.17  auf  Leinwand  gemalt,  106  cm  hoch,  162  cm
breit  die  Benennungen  sind  auf  schmale  aufgeklebte  Papierstreifen
geschrieben;  ein  Theil  davon  ist  verloren  17  Jahrh.

Karte  von  Thüringen.  Das  Terrain  ist  rothbraun  oderschwarzgrau,
die  Wälder  grün  gemalt.  Die  Grenzen  sind  folgende:  südöstlich
Inselsberg,  in  den  Süden  verlegt  die  vordere  Rhön  und  die  Werra
(von  Brachfeld  an),  die  zuerst  von  Osten  nach  Westen  fliessend  an
der  rechten  Seite  der  Karte  sich  nach  Norden  wendet  und  bis  in
die  Gegend  des  ‘Hellersteins’  (Heldrasteins)  verfolgt  wird;  im  Norden
das  “Haynich’  und  ein  Stück  Unstrut  (bei  Herbsleben),  im  Osten
bis  zum  “Eyttersberg”  (Ettersberg)  und  “Feymar’  und  fast  in  gleicher
Höhe  liegend  die  Umgegend  von  Gotha.  Links  oben  in  der  Ecke
das  Sächsische  Wappen  von  2  Genien  gehalten.

Mapp.1S  1Bl.,  74cm  hoch,  52  cm  breit  1754

Pars  media  Salae  fluv.  (von  Ziegenrück  bis  Weissenfels)  continens
prineipatum  Vinariae  et  partem  oceidentalem  principatus  Altenburgi,
huic  adiunctae  sedes  ducum  Saxoniae  ..  nec  minus  rudera  castellorum
ad  Salam  .  .  exstructorum  iam  desolatorum  iussu  .  .  Rudolpbi  I
Habspurgensis  a.  1290  .  ..  designata  a  J.  D.  F.C.  C.  C.  1754:  farbig
gemalte  Karte.

Mapp.19  1Bl.  auf  Leinwand,  60  cm  hoch,  82  cm  breit
ziemlich  fein  mit  der  Feder  gezeichnet  und  farbig  gemalt  1623
Daniel  Han,  genaue  Karte  eines  Stückes  von  Niedersachsen,  und
        <pb n="291" />
        Mapp.14—  25  285

zwar  ‘nova  episcopatus  Halberstadensis  deseriptio  und  das  Erzstift

Magdeburg  mit  Theilen  der  angrenzenden  Gebiete:  Braunschweig-Lüneburg,

  Thüringen,  Mansfeld,  Anhalt,  Halle,  Meissen  und  die

Mark.  Die  Ansichten  der  Schlösser  und  Städte  scheinen  zum  theil

nach  der  Natur  gemacht  zu  sein.  Mit  der  Widmung  ‘.  .  Curd

Abel  von  Kriesheim  ..  Hauptmann  zu  Grüningen  ..  dedieiret  a.1628’.
1786  von  Hamberger,  Bibliothekar  in  Gotha,  geschenkt.

Mapp.20  1DBl.  auf  Damast,  60'/,  em  hoch,  85  em  breit
mit  der  Feder  gezeichnet  und  farbig  gemalt  um  1628

(Daniel  Han),  Karte  eincs  Stückes  von  Niedersachsen  von  derselben
  Hand  und  ziemlich  in  derselben  Ausdehnung  wie  die  vorige,  in
minder  feiner  Ausführung,  aber  mit  genauerer  Verzeiehnung  der  Ortschaften,
  gewidmet  ‘.  .  Carl  von  Britzken,  ...  Hertzogh  Ernst  zu
Weimar  Hern  Stallmeister  .  /,  mit  farbig  gemaltem  Wappen.

1786  von  Hamberger,  Bibliothekar  in  Gotha,  geschenkt.

Mapp.21  1Bl.  auf  Leinwand,  61  cm  hoch  und  78!/,  em
breit  Federzeichnung  17  Jahrh.

“Ein  Stück  von  Niedersachsen’,  Spezial-Karte,  begrenzt  im  N.
von  der  Aller,  im  W.  von  der  Weser  von  Münden  bis  Hoya,  im  S.
von  Helme  und  Unstrut,  östlich  bis  Sangerhausen,  Aschersleben.

1786  von  Hamberger,  Bibliothekar  in  Gotha,  geschenkt.

Mapp.22  2DBl.,  je  55cm  hoch,  79cm  breit  mit  Bleistift
  und  Feder  gezeichnet  und  farbig  bemalt  um  1700

Spezial-Karte  des  Herzogthums  Sachsen-Lauenburg  mit  dem
Stift  Ratzeburg  und  dem  Amt  Neuhaus,  nebst  angrenzenden  Theilen.

Mapp.23  1Bl.,  28!1/,  cm  hoch  und  22  cm  breit  18  Jahrh.

Karte  von  Mecklenburg-Schwerin,  im  18  Jalırh.  gezeichnet.
1793  vom  Geh.  Kammer-Secretär  Werner  geschenkt.

Mapp.24  auf  Leinwand  gezogene  Karte,  851/,  cm  hoch,
112!/,  cm  breit  1672

Dueatus  Brunsvicensis  fereque  Lüneburgensis  cum  vieinis
nonnullis  regionibus  ac  territoriis  noviter  delineatus  ab  Henningo
Groskurt  Mathem.  Stud.  1672  Die  Karte  ist  ziemlich  ausführlich;
  sie  geht  im  Norden  etwa  bis  Celle,  im  Süden  bis  Münden.
Den  einzelnen  Namen  sind  Zeichen  beigefügt,  die  “Fortalitium’,
“Civitas’,  Pagus',  "Coenobium’,  "Academia,  Pracdiun’,  “Hüttenwerck’,
“Arx’,  ‘Salina’,  ‘Fodina”  bedeuten.

Mapp.25  44  gezählte  Blätter  (32'/,  em  hoch,  23cm  breit)

oder  Doppelblätter  um  1700
Joh.  Mellinger’s  Specialkarten  (42)  von  den  Lüncburgischen,
Dannenbergischen  und  Hoyaschen  Acmtern  von  1600.  Sauber  in
bunten  Farben  ausgeführte  Copieen.  Voran  Register  und  Erklärung
der  Zeichen.  Auf  dem  Vorsetzblatt  bemerkt  Joach.  II.  v.  Bülow,
aus  dessen  Besitz  die  Hs.  stammt,  “Dass  rechte  Original  hievon  ist
im  königl.  Archivo  zu  Hannover  vorhanden,  so  ein  gewisser  Joh.
Mellinger  a.  1600  an  Herz.  Ernest  zu  Br.  und  Lüneb.  mit  der  Feder
        <pb n="292" />
        286  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

gerissen  gedediciret  hath;  wie  ich  dan  solches  in  anno  1717  selber  hiemit
  collationiret  und  .  .  in  allen  gantz  gleich  befunden  habe  .  ..

In  anderer  Ausführung  sind  angefügt  die  Karten  43  “Das  Ambt
Ehrenburg  1694’  und  44  “Das  Ambt  Zell’.

Mapp.26  auf  Leinen  aufgezogen,  981/,  cm  hoch,  99  cm
breit  sauber  in  Farben  ausgeführt  1675

Spezial-Karte  des  Herzogthums  Bremen  und  Verden.  Links
in  der  untern  Ecke  ‘1675.  P.H.”.

Mapp.27  1Bl.,  41  em  hoch  und  31'/,  em  breit  1774

“Königliches  Amt  Hoya  1774’,  ungefähr  im  Maassstabe  1:50000.
Dazu  2  Bl.  in  4°  "Erklärungen  einiger  Zeichen  auf  angeschlossenem
Risse’  (es  sind  besonders  unterschieden:  kgl.  Gestütweide,  Siebenmeierhof,
  Adeliches  Gut,  Flecken,  Kirche,  kgl.  Forst).

Mapp.28  1Bl.  auf  Leinwand  gezogen,  98cm  hoch  und
105  cm  breit  18Jahrh.

Ausführliche  Karte  der  Elbinseln  des  Lüneburgischen  Amts
Wilhelmsburg,  im  18  Jahrh.  gezeichnet.  Unten  rechts  in  der
Ecke  steht  "Geomt.  Gemessen  durch  Joh.  Reinh.  Schildtknecht’.  Die
Karte  ist  sehr  genau:  jedes  Haus,  jede  Kathe  ist  mitsamt  dem  Namen
des  Besitzers  eingetragen.

Mapp.29  1Bl.,  97  em  hoch  und  99  cm  breit  1766

“Plan  der  Kgl.-Churf.  Residenz-Stadt  Hannover.  Nebst  den
umliegenden  Gegenden’;  ungefähr  im  Maassstabe  1:  11500.  “Auf
Allerhöchsten  Befehl  im  Jahr  1766  neu  aufgenommen  durch  den
Ingenieur-Lieutenant  C.  G.  F.  Pape’.  Mit  Bleistift,  Feder  und  Tusche
fein  ausgeführt.

Mapp.30  1Bl.,  43  cm  hoch  und  68  cm  breit  1748
‘Plan  von  der  Stadt  Quackenbrück  mit  zugehörigen  Ländereyen’,
ungefähr  im  Maassstabe  1:  18000.  Unten  steht  “Nach  dem  Original,
welches  wohl  ehr  J.  H.  Bötticher  nach  Anweisung  der  HHn.  Deputirten
  aus  dem  Rahte  .  .  1725  verfertiget,  hat  hievon  eine  Copey
genommen  J.  H.  Meuschen  1748  .  !.
        <pb n="293" />
        Hist.  nat.  1—3  287

Naturgeschichte  und  Medizin.

a

Hist.  nat.1  Druck

Poyal  Innoxgarovg  ex  libro  I  de  diaeta...  &amp;amp;5  TO  pas  noonyuevar
ac  disputatae  a  Jo.  Matthia  Gesnero  .  .  et  Carolo  Philippo  J.  M.  F.
Gesnero  ..  1737...  Gottingae.  Am  Rande  und  auf  beigelegten  Zetteln
sind  von  Johann  Matthias  Gesner  Bemerkungen,  Verbesserungen  und
Nachträge  beigesehrieben.

Hist.  nat.2  251  Bl.  zu  141/,:10cm  1467  und  (Bl1.199)
1505

Bl.4a—198b  ‘Liber  afforismorum  divini  Yppoeratis  cum  dommento
Galieni  optimi  interprete  a.  1467  2°.  die  mensis  Juli’.  Es  ist  eine
zu  Padua  nach  Vorlesungen  geschriebene  lateinische  Übersetzung
einer  arabischen  Bearbeitung  von  Galen’s  Commentar  zu  den  Aphorismen
  des  Hippocrates,  mit  häufiger  Benutzung  des  Commentars  des
Jacobus  Foroliviensis  (Haeser,  Gesch.  d.  Mediein  I  1875  706).  Mit
Aphorismus  60  des  7.  Buches  (Kühn’s  Med.  graeei  XVII,  1  p.  175)
hört  der  Commentar  auf,  mit  n0.69  die  Aphorismen  selbst.

B1l.200a—251b  Nachträge  zum  Galen,  dann  Sammluugen  der
verschiedensten  Art  über  Krankheiten  und  ihre  Beliandlung.  BI.248a
steht:  “Et  sie  est  finis  huius  rapiarıı  a.(14)67  prima  die  mensis
Augusti”.

Schreiber  und  Sammler  ist  Johannes  Finck  aus  Würzburg.  Er
sagt  Bl.3b:  "hoc  opusenulum  seripsi  per  totum  manu  propria,  dum
essem  Padue  in  studio  floridissimo  successive  de  leetione  ad  leetionem
a.  (14)67.  nulla  tunc  erat  impressura’;  dann  Bl.199a  "non  verbum
in  isto  libello  est,  quin  ipsum  manibus  propris  scripsissem  Johannes
Finck,  tune  scolaris  medicine’.  B1.199  enthält  von  ihm  selbst  im
Jahre  1505  geschriebene  Angaben  über  sein  Leben:  er  studirte
1467—1471  in  Padua;  hielt  sieh  dann  in  seiner  Vaterstadt  Würzburg,
hierauf  in  Rom  bei  Nieolaus  von  Arimini,  Leibarzt  Sixtus’  IV,  auf;
als  Doctor  kehrte  er  heim,  lebte  in  Nürnbere,  Amberg,  15  Jahre  in
Eichstädt,  zuletzt  als  Leibarzt  des  Herzogs  Georg  des  Reichen
in  Landslıut.

Hist.  nat.3  Druck

Hippoeratis  onmmia  opera,  Venet.  1526,  das  Tlandexemplar  des
Janus  Cornarius  aus  Zwickau,  in  dem  er  von  1529  ab  Vorarbeiten
„u  der  Baseler  Ausgabe  des  Hippocı  rates  (1538)  gesammelt  hat.  Am
Rande  stehen  Conjeeturen,  theils  des  Cornarius  selbst  theils  anderer,
und  viele  Varianten,  die  aus  Galen,  dem  Münchner  Cod.  grace.  zı
und  aus  zwei  anderen  Hippocrates-Hss.  geschöpft  sind,  zumeist  von
der  Hand  des  Cornarius,  einige  wenige  von  einer  2  .  Hand  (vgl.  Kühlewein
  im  Hermes  27,  1892,  P.302  Anm.  3;  dann  Darembere,  Ocuvres
choisies  d’  Hippoerate  1885  p.C  Ann.  2).
        <pb n="294" />
        288  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Auf  dem  Titelblatt  stehen  die  eigenhändigen  Eintragungen:
1)  TZavög  Kopvaoıos  6  Zovixxaßıedg  taroög  1529  mense  Aprili,  Basileae
accepi  ex  offieina  Frobeniana  dono  datum.  2)  Joannes  Schröter  .  .
1570.  3)  die  verstümmelte  Notiz:  E  bibliotheca  Schroeteriana  Jenae
per  D.  Joh.  Nesterum  med.  Rochliciensem**

Hist.  nat.4  Druck

Hippocrates..  ..  libri  omnes  Basil.  1538.  Handexemplar  des
Joh.  Opsopoeus,  an  dessen  Rand  Bemerkungen,  Conjecturen  und
Lesarten  eingetragen  sind,  Vorarbeiten  zu  der  von  Opsopoeus  besorgten
  Ausgabe  von  Hippocrates’  Jus  iurandum,  aphorismorum
sectiones  VIII  etc.  1587.  Von  den  handschriftlichen  Lesarten,
welche  zu  einigen  Schriften  von  Kithlewein  untersucht  sind  (vgl.
Hermes  29,  1892,  8.303),  stammen  die  wenigen  mit  M  bezeichneten
ans  einer  unbekannten  Hft,  die  sehr  vielen  mit  m.  oder  manuser.
bezeichneten  höchst  wahrscheinlich  aus  der  Hft  des  M.  Cordaeus
(vgl.  S.528  und  670f  der  Ausgabe  von  1587),  die  vielen  mit  P  bezeichneten
  aus  dem  Parisinus  2146.  Die  mit  m.  oder  manuser.  bezeichneten
  Lesarten  sind  nur  zum  Theil  in  die  Ausgabe  aufgenommen.

Auf  dem  Titel  stehen  die  eigenhändigen  Besitzvermerke:  1)  Joannis
Opsopoei  emtus  Parisiis  96  assibus.  2)  Barth.  Keckermanni  Dantiscani
(1571—1608)  Heidelb.  ex  bibliotheca  Obsopoei  emtus.  3)  Dono  B.
Keckerm.  nunc  Joach.  Olhafıi  (1570—  1630).

Hist.  nat.5  117Bl.  zu  31:19em  17  Jahrh.

.GE0piiov  WYLA0odpov  E&amp;amp;nynoıs  els  ToTis  INNOXEETOVG  dpopLoUoUS
mit  zahlreichen  am  Rande  beigeschriebenen,  durch  al.  (alias)  eingeführten,
  handschriftlichen  Varianten.  Bl.1a  steht  von  alter
Hand  ‘Adolfi  Vorstü,  Ever.  fili  (1597  —  1665),  Codex  MS.  qui
illum  aere  suo  sibi  comparavit.  Descriptus  autem  est  e  MS.  Bibliothecae
Regis  Galliarum  Parisiis,  et  collatus  cum  altero  MS.  ut  ex  margini
adseriptis  patet.  Solutum  pro  deseriptionis  opera  Librario  quadraginta
quinque  florenorum  pretium,  procurante  id  in  mei  gratiam  Illustri
viro  Cl.  Salmasio,  amico  non  e  multis  et  a  multis  nunc  annis,  Anno
1698°.  Da  Adolf  Vorstius  1663  starb  und  Salmasius  1653,  so  scheint
die  Hs.  die  Abschrift  jener  zu  sein,  die  Vorstius  besass.  1780
aus  Burmann’s  Bibliothek  gekauft.

Hist.  nat.6  13SBl.  zu  19:9!%,  cm  1670

“Simplieium  facultates  medicae  ex  antiquis  (Dioscoride),  opera  et
studio  G.  H.  V.  (Georg  Hieronymus  Welsch)  1670’.  Die  Heilmittel
sind  aufgeführt  nach  den  alphabetisch  geordneten  lateinischen  Namen
1)  der  betr.  Krankheiten  “angina’  —  “uteri  suffocatio’  (B1.3—69),
2)  ihrer  Wirkungen  “absorbentia’—  vulneraria’  (Bl.70—138).  Die
Citate  sind  meist  in  griechischer  Sprache  aus  Dioscorides,  nur  wenige
in  lateinischer  aus  anderen.  1784  aus  G.  W.  Zapf’s  Bibliothek
in  Augsburg  gekauft.

Hist.  nat.”  II  -+70Bl.  zu  23:18t/),cm  1790

G.  H.  Nöhden,  lectionis  varietas  in  schol.  Nicandri  ex  cod.  ms.
Gottingensi  (Philol.  29)  eum  edit.  Gorraei  (Paris.  1557)  collato.
        <pb n="295" />
        Hist.  nat.  4—11  289

Sehr  genaue  Collation;  ein  grosser  Theil  der  Randscholien  und
sämmtliche  Interlinearscholien  sind  abgeschrieben;  dazu  einige  Conjeeturen
  und  eine  Vorrede  über  Cod.  philol.  29.  Vgl.  den  Nachtrag
über  jene  Hft  in  Bd.  I  S.586.

Hist.  nat.”h  6Bl.  zu  26:20'!/,cm  die  Titel  roth  1838
Tsooptlov  60YL0T0V  El  TOOpmv  dvvausov  xixlos  zaF  Exactov
unva.  Ö6noloıs  dET  yagudxoıs  yonodaı  za  nolov  aneysodaı  zo).
Abschrift  aus  Cod.  Vindob.  medie.  graee.  XXVIII  (Lambecii  Comment.
lib.VI,  1780,  p.283{£.).  Am  Schlusse  steht:  Ad  codieem  exegi  et
correxi  Custos  Kopitar  die  22  Nov.  1838.  Vindobonae.

Hist.  nat.8S  Druck

Celsi  de  medicina,  Amstel.  1687;  am  Rande  Anmerkungen  aus  dem
Ende  des  17.  Jahrh.  und  bis  Buch  II  cap.  5  Lesarten  von  3  Hften:
Jannoetii  (=  Mediceus  73,17),  Ven(etus),  P(-Parisinus?).

Hist.  nat.9  Druck

Caelii  Aureliani  .  .  liber  .  ..  passionum,  1533;  in  4°  durchschossen.
  Zu  Bl.4—23  sind  auf  hinten  angehefteten  30  BL.,  zu
Bl.24—Ende  auf  nebengehefteten  Bl.  die  Varianten  der  Ausgabe  von
1569,  einige  (noch  nieht  benutzte)  kritische  und  viele  erklärende  Bemerkungen
  beigeschrieben.  Auf  dem  Titel  steht  “Sum  bibliotheeae
Joach.  Morsii’  (1593—.c.  1642),  von  dem  wohl  die  hftlichen  Stücke
herrühren.  1810  von  F.  B.  Osiander  in  Goettingen  erkauft.

Hist.  nat.  10  90  Bl.  +  9  gedruckte  Bl.  zu  21:17  em
und  kleiner  17  Jahrh.

“Caelii  Aureliani  .  .  tardarum  passionum  libri  V?_  Bl.3—51  enthalten
  den  Text  von  Anfang  bis  I,  4,  112  'corpus,  et  succorum’  (p.312
ed.  Amman  1754)  in  der  Gestalt,  wie  ııın  die  Ausgabe  von  1529
bietet,  mit  den  Varianten  und  Bemerkungen,  wie  in  Hist.  nat.9.

B1l.53  “De  Caelii  Aureliani  patria,  vita,  eruditione,  stilo’.  Bl.56
“Auctorum  (neuerer)  de  Caelio  testimonia’.  B1.64—73  Vorarbeiten
zu  einer  Vorrede.  Bl.74—90  Index  der  Ausgabe  von  1569  mit
Zusätzen.

Alles  ist  von  derselben  Hand,  wie  H.nat.9,  also  wohl  von  J.  Morsius
  geschrieben  und  gearbeitet.  Ebenfalls  1810  von  Prof.  F.  B.
Ösiander  erworben.

Hist.  nat.11  II+243  Bl.  zu  201/,:14  cm  um  1500
in  den  Niederlanden  geschrieben  LHolzdeckel,  der  mit  gestempeltem
Leder  bezogen  ist

Die  Hs.  enthält  ausser  den  Traetaten  von  genannten  Verfassern
viele  Tractate,  welche  nur  aus  Excerpten  bestehen.  Allen  diesen
Traetaten  sind  nachher  von  derselben  lland  umfangreiche  Scholien
am  Rande  beigeschrieben,  welche  ebenfalls  fast  nur  aus  Exeerpten
bestehen.  Ilie  und  da  spricht  der  Zusammensteller  in  eigener  Person
7.  B.  225b  “pulvis  quem  feeimus  dno.  marchioni  Palenesino’  oder
“pulvis  Palenesinus  quem  ego  nuperrime  confecr”.  Der  Hauptstamm
dieser  Excerpte  ist  den  Compendien  der  medieinischen  Scholastiker
Italiens  und  Frankreichs  aus  dem  13.—15.  Jahrh.  entnommen;  be-19
        <pb n="296" />
        290  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

sonders  stark  benutzt  sind  Bertrueius  (Nic.  Bertuccius  7  1347)  und
das  (1418  beendigte)Philonium  des  Valescus  de  Taranta,  nächstdem  am
meisten  Arnoldus  de  Villanova,  Bernardus  de  Gordonio,  Guil.  de
Salieeto,  Guil.  de  Varignana,  Petrus  de  Tussignano;  aus  dem  15.  Jahrh.
Mich.  Savonarola,  Antonius  Guanerius  (Guaineri  +  1440),  Bartol.  de
Montagnana  (7  1470)  und  Sillanus  de  Nigris  (Ende  des  15.  Jahrh.).
Von  den  älteren  Medieinern  sind  Rhazes,  Avicenna  und  Mesue  am
meisten  genannt.

Bl.II  Inhaltsübersicht  des  Bandes.  Bl.1—82b  Das  9.  Buch,  der
von  Rhazes  verfassten  und  el-Mansur  Ibn  Ishak  gewidmeten  Übersieht
  der  Mediein  ;  Bl.82b  “Hie  Almansoris  nonus  liber  explieit  iste’.
Bl.83  “Recepte  ..  Petri  de  Tussignano  super  Nono  Almansoris”.
Bl.1—150  stimmen  mit  dem  Druck  von  1518.

Bl.150  erst  im  Text,  dann  von  Bl.151b  an  am  Rande  fortgesetzt:
wörtliche  Excerpte  aus  verschiedenen,  bes.  über  "cura  variolarum
et  morbillorun”  und  Frauenkrankheiten  ;  'Bl.151b  (im  Text)  Recepte.
Bl.155  Anfang  "Cyrurgieus  ar  tifieialiter”.  Dann  verschiedene  Recepte.

Bl.163  Traetatüber  Fiebermitder  Überschrift:  "TraetatusM.  Arnoldi
de  Villa  Nova  de  febribus’;  jedoch  schon  Bl.163a  unten  steht:  “in  fine
docet  Arnoldus’.  Am  Ende  Recepte.  Bl.171  "De  brevibus  (so!)
aliqua  breviter  colleeta’:  über  Fieber;  am  Ende  Reeecpte.

Bl.179  "De  regimine  infantium  et  egritudinibus  eorum’;  Bl.190b
“finitum  est  opus  hoc  editum  per..  Paulum  Bagellardum  a  Flumine
ad  ducem  Veneciarum  .  .’;  die  Vorrede  des  Druckes  von  1487  felılt
in  der  Hs.,  welehe  auch  sonst  vom  Drucke  abweicht.  Bl.191
Excerpte  über  Hautkrankheiten  nebst  Recepten.  Bl.211  Eine  Liste
von  Heilmitteln  (Eleetuaria,  syrupi  n.  s.  w.),  mit  der  Angabe,  in
welchen  Krankheiten  und  Dosen  sie  zu  nehmen  sind.  Bl.219  ausführliehere
  Excerpte  über  Heilmittel  und  ihre  Bereitung.  B1.235
Exeerpte  über  Fieber  nebst  Recepten.  In  einer  Notiz  über  die  Herkunft
  der  Hs.  auf  dem  1.  Vorsetzblatt  ist  noch  die  Angabe  “Dordraei”
  zu  lesen.  1785  aus  Abrah.  Gronov’s  Bibliothek  erkautft.

Hist.  nat.132  Pergament,  nur  die  (XIII)  Vorsetzblätter
Papier  XUI+  213  Bl.  zu  271%,  :19em  2  Columnen  mit  rothen  und
blauen  Initialen  wohl  in  Italien  im  XIV  Jahrh.  geschrieben  Holzdeckel
  mit  gepresstem  Lederüberzug

Bl.  I—  XII  ‘In  librum  hune...  index  per  meChuonradumPeutinger
Aungustanum  eonlectus’:  Inhaltsübersicht,  dann  Sachregister.

Bl.1  Matthaeus  Platearius,  de  simpliei  medieina,  gewöhnlieh
Circa  instans  genannt.  Bl.1  “Platearius”.  Bl.48b  “Explieit  circa
instans  deo  gratias  ct  est  magistri  .  .;  die  folgende  Zeile  ist  ausradirt;
  auf  der  Rasur  fährt  eine  andere  Hand  des  14/15  Jahrh.  fort
“Petri  de  Sala  et  costitit  sibi  tribus  franchis  a  Stephano  bossuge  loei
de  vicano.  Et  in  hoc  volumine  eontinentur  isti  libri:  praetica  Rogerii
Circa  instans  sieut  apparet  .  .’,  es  folgen  die  Titel  der  übrigen  Schriften.
Darnach  sind  2  Zeilen  ausradirt.  Der  Text  weicht  von  den  Drucken
oft  ab;  z.B.  3  neue  Abschnitte  (Bl.9b  de  bedegare,  Bl.45b  de  salice,
Bl.48  de  urticella)  und  am  Ende  das  Distichon  “Hactenus  archanum
Salerni  diximus  urbis  littera  iam  lasso  police  sistat  opus”.

B1.49  “Practiea  magistri  Rogeri  de  Barone’  und  Bl.88b  “Parva
        <pb n="297" />
        Hist.  nat.  Ii—13  291

summa  Rogeri  .  .;  Bl.96  “Explie.  Rogerina  magna  (B1.49)  et  parva”.
Bl.97  “Summa  magistri  Giraudi  (Gerardi  Cremonensis)  de  modo
medendi  et  ordine,  unde  corpus  sit  purgandum  et  quando’.  Bl.118b
“Explieit  parva  summa  magistri  Giraldi  de  modo  medendi”.  Bl.119
Ohne  Titel:  das  Antidotarium  des  Nicolaus  Praepositus  mit  dem
Commentar  des  Matthaeus  Platearius.  Anfang:  “Ego  Nicholaus  rogatus”.
  B1.168  “Explieit  antidotarius  N(icolai)  et  liber  iste’;  an  den
untern  Rändern  Hexameter  über  die  Eigenschaften  der  einzelnen
Antidota.  Gedruckt,  ohne  die  Verse,  vielfach  abweichend  in  “Opera
Jo.  Mesue’  1541  fol.229ff;  die  Verse  sind  aus  einer  Breslauer  Hs.  des
Nicolaus  gedruckt  bei  Renzi,  collectio  Salernitana  I  p.  472  ff.  Bl.168
"Secundum  (autem)  quod  vult  Avicenna..  et  in  antidotario  Nicholai
de  quo  ad  praesens  est  intentio’:  ein  Commentar  zum  Antidotarium
des  Nicolaus  Praepositus  mit  einigen  versus  memoriales.

Bl.184b  “‘Pomum  ambre’,  Anfang  “Pomum  ambre  est  duplicatum’:
ein  Antidotarium  über  Pulver,  eleetuaria,  de  pillulis,  de  sirupis,  de
emplastris,  de  unguentis;  BIl.189b  wird  Stephanus  Salemitanns
citirt;  amı  Ende  sind  von  anderen  Händen  einige  Recepte  beigeschrieben.
  Bl.191  “Liber  virtutum  medieinarum  simplieium’;  am
Rande  "Joannes  de  S.Paulo’;  dessen  Namen  trägt  die  Schrift  auch
im  Cod.  Hist.  nat.40  Bl.19  (vgl.  Renzi  Coll.  Salern.  V120  und  Steinschneider
  in  Virchow’s  Archiv  37,  1866,  p.396  und  401),  dagegen  im
Cod.  lat.  Monac.  7653  den  des  Ysaac  Ismahelitae  filii  Salomonis  und
in  den  Opera  des  Ysaac  Lugd.  1515  1.186  den  des  Constantinus
Africanus.  Der  Schluss  (Hoc  itaque)  ist  der  Vorrede  angehängt  und
am  Ende  theilweise  wiederholt.  B1.195  “Tabula  Salerni’;  nach
abweichenden  Hften  gedr.  bei  Renzi,  Coll.  Sal.  V231  und  IL419.

B1.199b—200b  “Practica  puerorum’;  Anfang  “Curam  puerorum
tractaturi’.  Bl.200b  “Flores  dietarum’,  von  Bernardus  Gordonius,
vielfach  mit  besseren  Lesarten  als  in  “Gordonii  lilinm  medieinae’  1574
p.  948—  963.  Bl.206  “Flebotomia  magistri  G’.  Anfang  “(P}resentis
negotii  est  propositum’.  B1l.209  “Contenta  (in  urinis)  magistri
G.(alteride)  Aguillo(ne)’.  Vgl.  den  Katalog  der  Hss.  .  .  zu  Dresden
I  9.307  und  Cod.  lat.  Monac.  267  f.68.

Von  verschiedenen  Händen  smd  am  Rande  Bemerkungen  und
Bl.168  190b  194b  205  211—213  Recepte  und  etliche  Hexameter  beigeschrieben.


Über  frühere  Besitzer  vgl.  zu  BLI—XIUH  und  Bl.48b.

Hist.  nat.  13  2  Bl.  ZU  28  :  1917,  em  von  3  Händen
scschrieben  15  Jahrh.

Bl.2  ‘Liber  Johannitii  introductorius  in  medieinam’.  Weicht
vielfach  ab  von  dem  Druck  1507.  Bl.11  Liber  urinarum  seeundum
Theophilum  et  Ysaac.  Anfang:  “Urina  est  colamentum  non  tantum
sanguinis  sed  quatuor  humorum’”.  B1.19  Uber  den  Puls;  Anfang:
(P)ulsus  est  nuntius  qui  non  mentitur’,  Bl.21b  steht  "aggregavı
supra  librum  vener.  .  ..  Egidii  de  pulsibus”.  Danach  ist  vielleicht
Gentilis  de  Fulgineo,  der  einen  Commentar  zu  Aecgidius  sehrieb,
der  Verfasser  auch  dieses  Tractats.  In  dem  Abschnitt  (B1.22
(D)ecem  sunt  genera  pulsuum’  ist  die  Eintheilung  des  Acgidius  zu
Grunde  gelegt.

19*
        <pb n="298" />
        292  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.27  Von  einer  zweiten  Hand  ohne  Titel  "Sciendum  quod  sanitas
non  est  nisi  .  .,  ein  kurzes  Compendium  der  Mediein:  eine  Einleitung
  über  die  Bildung  des  Arztes  (unter  den  Autoren,  deren
Studium  empfohlen  wird,  sind  Arnoldus  de  Villa  Nova,  Bernl.  de
Gordoniis  und  Petrus  de  Tussignano  die  Jüngsten);  dann  Bl.28b  ein
“Antidotarium’  (wohl  Excerpt)  mit  einigen  versus  memoriales;  dann
B1.37—43  über  die  Krankheiten  und  ihre  Heilmittel,  davon  Bl.37”—41b
ein  Excerpt  aus  dem  Antidotarium  des  Nicolaus  Praepositus.  Unmittelbar
  darauf  folgen,  vielleicht  dazu  gehörig,  Bl.44  allgemeine
  Anweisungen  für  Anwendung  der  Heilmittel  und  Recepte.
Am  Ende  über  die  pillulae  imperiales,  “quas  fecit  magister  Arnoldus
de  Nova  Villa  et  reperte  sunt  intra  thezauros...  Petri  de  Columpna’.

Bl.48  Von  einer  dritten  Hand  ohne  Titel  “(Dn  descriptione  receptarum
  querentium  congrue  nono  Almansoris  ordo  observetur’.

Es  ist  ein  Auszug  aus  dem  Anfang  der  Receptae  Petri  de  Tussignano
super  nono  Almansoris  bis  zum  tractatus  nonus  (in  der  Ausgabe  des
Almansoris  liber  nonus  1518  BI1.74—176).

Bl.54b  Von  der  1.  Hand  sehr  fehlerhaft  geschrieben  “"Compendium
nobilissimi  ceuius  auctoritas  et  tenor  sunt  dieta  perfecta  Hebemesue
et  per  mag.  Johannem  de  Parma  hum.  usui  abreviata’;  Bl.59b
“Explieit  doetrina  brevis  et  utilis  in  medieinis  dandis  tam  simplieium
quam  etiam  compositarum’;  Anfang  ‘(Q)uoniam  quidem  (quidam)  de
melioribus  amieis  meis’.  Vgl.  cod.  lat.  Mon.  3073  f.292  und  8808  f.42.
Diese  Sehrift  ist  nicht  aus  Mesue  direct  geschöpft,  sondern  eine  Bearbeitung
  der  “Receptae  Petri  de  Tussignano  super  nono  Almansoris’,
der  seinerseits  Mesue  benutzte,  und  zwar  ist  es  nur  der  vielfach  gekürzte
  Anfang  (Almansoris  liber  nonus  1518  B1.74—76  Spalte  1
2.12).  Bl.59b  “Incipiunt  quantitates  determinatae  medieinarum
laxativarum  secundum  mag.  Johannem  Staphani’  (Stephani?).

Bl.60b  Alles  folgende  ist  von  der  2.  Hand  geschrieben.  Bl.60b
die  Eintheilung  der  Gewichte  im  medieinischen  Gebrauch  “in  Almania’,
nebst  den  dafür  gebräuchlichen  Schriftzeichen  und  versus  memoriales.

Bl.61  Aus  Mesue,  Arnoldus  de  Villa  Nova  u.  a.  excerpirte  Recepte
gegen  die  Krankheiten  des  Menschen,  vom  Kopf  beginnend;  Anfang:
“Sı  materia  fuerit  colerica,  purgetur”.  Bl.73  Traetat  ohne  Titel;
Anfang  “Cum  eirca  medicinas  laxativas  .  .  quantum  unaquaeque
medieinarum  ducere  debeat,  in  praesenti  tractatu  breviter  enarrabo’.
Bl.74b  “Ineipit  tractatus  de  gagis’.  Anfang:  “Colagagum  ad  purgandam”,
  Bl.77b  Item  de  gagis.  Bl.78  "Sequitur  de  seciatica,
artetica,  podagra,  scabie,  lepra,  cancro,  fistula,  paralisi,  spasmo  ete.’;
hauptsächlich  Recepte..  B1.82  "Traetatum  bonum  de  reumate  quatuor
capittulis  distinguimus  .  .  Reuma  cum  sit  materia  multorum  et  maxime
in  Almania  de  ipsa  diligenter  est  seribere’.

Auf  dem  Vorsetzblatt  befindet  sich  die  Eintragung:  Liber  Bibliothecae
  Beverinae  Hildesiensis.

Hist.  nat.14  15Bl.  zu  19%,  :16em  17  Jahrh.

“Haupt-Schlissel  der  Paracelsischen  Arcanen  oder  das  zehende
Buch  der  Archidoxen  Dr.  Philippi  Theophrasti  Paracelsi  Bombast
von  Hohenheim  nach  einem  ulıralten  Exemplar  corrigirt”.  Die
Schrift  ist  von  dem  10.Buch  der  Archidoxa  des  Paracelsus  (gedruckt
        <pb n="299" />
        Hist.  nat.  13  —  21  293

Strassburg  1574)  völlig  verschieden,  sie  giebt  sich  vielmehr  in  der
“Vorrede  Philippi  Theophrasti  von  Hohenheim’  als  ein  Schlüssel  zu
den  “vornehmsten  Schrieften  und  Areanen  der  Artzney’  für  solche,
die  diese  nicht  zu  verstehen  vermögen.  Diese  wohl  untergeschobene
Schrift  hat  10  Capitel:  de  separationibus  elementorum,  de  quinta
essentia,  de  magisteriis,  de  primis  entibus,  de  arcanis,  de  arcano
lapidis  s.  coeli  metallorum,  de  arcano  Mercurii  vitae,  de  composito
magno  seceretorum  nostrorum  in  medieina  maximo,  de  balsamo  corporali
  seu  mercurio  salis,  de  compositione  balsamıi  spiritualis  et  balsami
coagulati  corporei.

Hist.  nat.15  758.  (davon  22  leer)  zu  32:20  cm  17/18
Jahrh.

S.1  “Abreg&amp;amp;  d’anatomie  (des  Menschen),  accommode  aux  arts  de
peinture  et  de  sculpture  avec  de  magnifiques  desseins  d’anatomie  par
feu  Mr.Brandon  fameux  peintre’.  Es  ist  vermuthlich  der  1716  ın
Utrecht  verstorbene  Johann  Heinrich  Brandon  (vgl.  van  der  Aa  unter
Brandon).  Zwischen  dem  Text  stehen  9  Tafeln  mit  fein  ausgeführten,
3lcm  hohen  Bleistiftzeichnungen  von  Skeletten  und  Körpern.

Hist.  nat.16  Druck

Joh.  Friedr.  Blumenbach’s  .  .  Geschichte  und  Beschreibung  der
Knochen  des  menschlichen  Körpers,  1786.  Darin  viele  Nachträge
von  Blumenbach,  die  zum  grössten  Theil  für  die  2.  Ausgabe  desselben
  Werkes  verwerthet  sind.  1840  aus  Blumenbach’s  Bibliothek.

Hist.  nat.17  Druck

Dasselbe  Werk,  2.  Ausgabe  1807  (doch  fehlt  Titel  und  S.I—XXT),
in  4°  durchschossen.  Mit  Nachträgen  von  Blumenbach’s  Hand,  aus
dessen  Bibliothek  das  Buch  1840  gekauft  wurde.

Hist.  nat.18  1Bl.  +  9148.  zu  211%,  :161/,  cm  1765
“Bernhardi  Siegfrid  Albini  collegium  physiologieum  1765’;  S.914
“Finis  physiologiae  hominis’”.  Abschrift  eines  Collegienheftes.  Auf
(lem  Vorsetzblatt  steht  von  alter  Hand:  “ex  bibliotheea  J.  J.  van  Daalen
necici  Haagensis  -  batavi  celeb.’.  1840  aus  Blumenbach’s  Bibliothek.


Hist.  nat.19  Druck

Albrechts  von  Haller...  Erster  Umriss  der  Geschäfte  des  körperlichen
  Lebens  .  .  übersetzt.  Berlin,  1770;  in  2  Bänden  und  durehschossen.
  Am  Rande  und  auf  den  eingehefteten  Blättern  zahlreiche
Bemerkungen  von  Joh.  Fr.  Blumenbach,  aus  dessen  Bibliothek  die
Hs.  1840  gekauft  wurde.

Hist.  nat.21  110Bl.zu20:  141%,  cm  15  Jahrh.

Bl.1  Liber  urinarum  Isaack’.  B1.110b  "finitus  est  liber  urinarum
Ysaack  scriptus  per  Angelum  filium  Ghysberti  de  Yeerseken’  (in  der
niederländischen  Provinz  Zeel  and).  Es  ist  die  von  "Constantinus
Affricanus  Cassianensis  monachus”  angefertigte  lateinische  Übersetzung
ddes  von  Isaac  Judaecus  arabisch  v  erfassten  Trastats  über  den  Urin.

Der  Text  stimmt  mit  dem  Druck  in  Isaae’s  opera  omnia  1515  fol.  156  ff.
        <pb n="300" />
        294  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

überein,  nur  dass  im  einzelnen  der  Ausdruck  oft  abweicht  und  der
Commentar  fehlt.

Hist.  nat.22  15Bl.  zu  301),  :19em  um  1632

“De  urinis’,  106  Thesen.  Anfang  “Andabatarum  certamen’,  Schluss
“non  fit  iniuria’;  eitirt  wird  Sennert  (1572—1637).  Wohl  Abschrift
eines  Druckes.  Bl.14  ein  kurzes  Excerpt  “Ex  lib.D.H.V.H.  de
wrina’.  Bl.15  der  Anfang  von  John  Gaddesden’s(Johannes  Anglicus)
‘Rosa  angliea  pract.  mediecinae”.  War  früher  mit  H.  nat.  50  zusammengebunden
  und  ist  von  demselben  Schreiber  geschrieben.

Hist.  nat.24  2DBl.  zu  22!/%,:18%,cm  1788  und  1761
oder  1762

(Carsten)  Niebuhr,  Meldorf  23  Sept.  1788,  Brief  an  Heyne,  womit
er  die  von  “Baurenfeind  auf  dem  Landgute  eines  Kahirinischen  Aga
nach  der  Natur’  gefertigte  Zeichnung  der  Genitalien  eines  “beschnittenen
  egyptischen  Bauernmädchens’  (vgl.  Niebuhr,  Beschreibung
von  Arabien,  Kopenh.  1772,  8.80)  der  Goettinger  Bibliothek  übersendet.
Bl.2  enthält  aufgeklebt  diese  farbige  Zeichnung  (das  Original),  unterschrieben
  von  Baurenfeind,  beglaubigt  von  Niebuhr.  Besprochen

und  abgebildet  von  Blumenbach,  de  generis  humani  varietate  nativa,
1776,  S.74f.  und  Tab.1I  Fig.4.

Hist.  nat.25  353  Bl.  zu  19'),:16  cm  1618—1622
G.  Andreas  Fabricius,  paedagogiarcha  (gymnasii  Gottingensis
a.  1612—1626  und  1633—1645):  Bl.1  Anthropologica  institutio  ..
dietata  et  incepta  a.  15  Aug.  1618  (hier  wie  überall  sind  die  Jahre
dureh  einige  Chronogramme  angegeben);  Bl.126  Astronomia  ..  incepta
  20  Oct.  1622;  Bl.192  Arithmetiea  institutio  ..  a.  1621;
B1.239  Ratio  disputandi  ..  ineepta  11  Mart.  1622;  Bl.285  Oratoria
praecepta  ..  (hier  ist  der  Name  des  Fabricius  weggelassen).  (Geschrieben
  von  Joh.  Friedr.  Steutzel  aus  Speyer.  Aus  der  Bibliotbek

des  Gymnasiums  zu  Göttingen,  welche  die  Hs.  seit  1729  besass.
Bl.1  “Bibl.  Gymn.  Gotting.  1729”.

Hist.  nat.26  VIL+49S.  bis  zu  23:19em  178

Edward  Fryer,  ‘An  essay  on  the  vitality  of  the  blood  with  a
view  to  determine,  if  any  of  the  operations  of  the  animal  machine
are  to  be  accounted  for  otherwise  thau  by  admitting  the  vital  principle
  throughout  the  system  of  tlıe  solids  and  fluids’  (BI.VII  und
S.1—46).  Bl.I—  VI  und  S.47—49  zwei  Briefe  desselben  an  Blumenbach,
  1787  wohl  in  Goecttingen  geschrieben,  mit  denen  er  Blumenbach
  die  Schrift  vorlegt.  Auf  der  Auction  von  Blumenbach’s
Bibliothek  1840  gekauft.

Hist.  nat.27  7DBl.,  131/,  em  hoch  :  181/,  cm  breit  vor
1799

“Ova  incubata’,  7  in  natürlicher  Grösse  fein  ausgeführte,  farbige
Zeichnungen,  welche  die  Entwicklung  des  Hulhns  im  Ei  veranschaulichen,
  mit  kurzen  Bemerkungen  von  Joh.  Friedr.  Blumenbach.
Bl.4  ist  benutzt  in:  "Abbildungen  naturhistorischer  Gegenstände  hrsg.
von  Blumenbach’  7.  Heft  (1804)  n0.64;  BIl.7T  abgebildet  ebenda  im
        <pb n="301" />
        Hist,  nat.  22  —  3is  2395

4.  Heft  (1799)  no.  34.  Auf  der  Auction  von  Blumenbach’s  Bibliothek
1840  gekauft.

Hist.  nat.29  16Bl.  zu  19:  13!/,  em  und  kleiner  1786
bis  1812

Enthält  Abbildungen  von  menschlichen  Embryonen  in  den  verschiedenen
  Stufen  ihrer  Entwicklung,  davon  8  Tafeln  in  den  Jahren
1786—1812  für  Joh.  Fr.  Blumenbach  nach  der  Natur  gezeichnet
(besonders  fein  Taf.  5  und  14;  Jene  in  den  Commcentationes  Gotting.  IX,
1789,  p.128  Fig.I  abgebildet,  diese  in  Blumenbach’s  Institutiones
physiol,  1787  8.384  Anm.  besprochen).  Die  übrigen  Zeichnungen
sind  aus  Druckwerken  entlehnt.  Uberall  stehen  Noten  von  Blumenbach’s
  Hand,  aus  dessen  Bibliothek  die  Hs.  1840  gekauft  wurde.

Hist.  nat.30  Pergament  17Bl.  zu  17!%,:11em  und
kleiner  XII  Jahrh.  von  verschiedenen  Händen

Bruchstücke  von  3  Handschriften:

1)  BL.1—7:   DBl.1  allgemeine  Regeln  bei  Anwendung  von  Purgirmitteln.
  Bl.2  de  laxativis  simplieibus  und  Bl.3  de  laxativis  compositis;
  Bl.4  de  opiatis;  Bl.5  de  oleis.  Bl.6  über  Krankheiten  und
Bl.7  über  Krankheiten  der  Frauen  nebst  Schönheitsmitteln;  am  Ende
steht:  explieit  Trotula.  Bl.7  verschiedene  Recepte  von  anderer
Hand.

2)  Bl.8—13b,  darin  besonders  BL.Sb—10b  über  medicinische  Ole;
Anfang:  “Inter  cetera  quae  ad  usum  medieine  competunt”.  Bl.11
bis  12b  "Quales  eibi  debeant  dari  infirmis:  De  cibis  et  potibus  praeparandis
  infirmantibus  febre  acuta’.

3)  Bl.14—17b  “Introducendis  ad  practicam  de  medieinis  laxativis...
  quoniaın  de  dieta  in  libro  dietarum  satis  dietum,  in  praesenti
hac  pro  compendio  praetermissa  de  laxativa  medicina  agamus’.

Hist.  nat.3l  17Bl.zu21:151/%,  cm   BIl.1—5  und  16/17
von  deutscher,  Bl.6—16  von  italienischer  Hand  beschrieben
16  Jahrh.

Bl.1—5  und  16b  verschiedene  deutsche  Recepte,  z.B.  Bl.3  gegen
die  Pestilenz,  “welches  die  Regirer  im  Spittal  zu  Gemff  brauchen’;
Bl.5b  “M.  Hansen  von  Pariss  rotte  Heilsalben’.  B1.6—16)  Gedicht
von  77  Ottave  rime;  eine  Alte  gibt  der  Laura  Reecpte  zu  Schönheitsmitteln;
  Anfang  (wohl  unvollständig):  "Disse  la  vecchia  Io  fo  una
aqua  che  schatia’.

Hist.  nat.31s  59  Bl.  verschiedener  Grösse  16  und
17  Jahrh.

Einem  Drucke  (Euch.  Rhodion,  Kreutterbuch,  Frankfurt  1535)
sind  Blätter  angcheftet,  welche  T)  hauptsächlich  Reeepte  in  deutscher
Sprache,  von  Verschiedenen  geschrieben,  enthalten.  Schr  viele  derselben
  sind  über-  oder  unterschrieben:  Johaun  Magennbuch  Doctor
(B1l.8  "zw  Nürenberg’);  vgl.  Will,  Nürnberg.  Gelehrten-Lexieon  1991.

/u  nennen  sind:  31.3  D.  Joh.  Sehumel.  Stadtmed.  zu  Newnmarckt,
  gegen  den  Stein.  1.6  Für  den  preehen  (Seuche),  von

Magenbuch;  vielleicht  gleich  dessen  gedrucktem  Regiment  gegen  die
Pestilenz  1532.  Bl.S  Braunwasser  für  die  Pestilentz  gemacht  zw
        <pb n="302" />
        996  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Paris  dem  Herzog  von  Sachsen  und  Kayser  Karolo,  zw  welche
ich  Wolfg.  Schnetter  probiert  hab  zw  Kempten  im  21.  Jahr.

Bl.9  Verschiedene  Recepte  (auch  aus  Paris  1529)  gegen  die
neue  (englische)  Schwayssucht.  Von  anderer  Hand  Bl.42
Maister  Gumprecht  zw  Neckersulm  1547,  Art  und  beschreibung
der  newen  .  .  hispanischen  Sucht.   BI.47  Ludw.  Saur,  Pfleger  im
Kayshaimer  Hof  zu  Augsburg:  Augenwasser.  B1.49  (Deckel)  2  Tintenrecepte;
  no.2  “Paulsen  Fischers  Nürnberg.  Cancellisten  des  schonen
buchstab  Schreibers”.  Bl.51  Brief  und  Recept  des  Doctors  Joh.
Chunrad  Rhumel,  22  Aug.  1619  Bl.52  Aehnliches  Schriftstück  von
Joh.  Ingolstetter  (?),  21  Febr.  1620.  Bl.53  Brief  (einer  Magdal.
Deublingerin  geb.  Glüsselbergerin  an  Anna  Mar.  Weickersreutterin,
29  Nov.  1635),  dessen  Ränder  mit  Notizen  über  die  Edelsteine  angefüllt
  sind.  Bl.54  Remedium  contra  caleulum  autore  Philippo
Melanthone  (Affirmant  exemplis  confirmatum  esse,  sedari  eruciatus
et  pelli  caleulum,  si  foris  tantum  in  loco  doloris  imponantur  in  lacte
caprino  calefacta  poma  cynosbati  contusa  hagenbutten).  Bl.55:
6  Dist.  "Qui  eupis  Italiae  populos  urbesque  videre’.

II)  Bl.4  Prognosticum  Fratrum  rosae  Crucis  (Rosenkreuzer)  in
2.1622  °  EXsCInDet  JehoVa  PapatVM’.  Dann  Adressen  an  geistliche
Behörden  (Süddeutschlands).  Bl.5  Epitaphia  in  B.  Petri  Coemiterio
Heidelbergensi:  Danielis  Tossani;  Hieronymi  Zanchii  MDCII.

Hist.  nat.32  278Bl.  zu  331/,:20  cm  1613/5  und  1645/9

Bl.1—58,  277/8  Uber  das  Wesen  und  die  Heilung  der  verschiedenen
  Krankheiten,  meistens  lateinische  Excerpte.

B1.59—  276  Receptenverzeichniss  (im  Anfange  wohl  unvollständig)
aus  den  Jahren  1614  und  (Bl.121)  1615.  Nach  genauer  Angabe  der
Person  und  ihrer  Krankheit  folgen  die  einzelnen  Recepte  mit  Angabe
der  Tage.  Es  sind  unzweifelhaft  die  von  Dr.  Hermann  Conerding
in  Bückeburg  verordneten  Recepte,  von  einem  Andern  (vielleicht  von
dem  Apotheker  oder  von  einem  gelehrten  Famulus  Conerding’s)  zusammengeschrieben;
  demnach  werden  viele  Kranken  aus  Bückeburg,
Stadthagen,  Rinteln  u.s.w.  genannt.  Der  Sammler  hat  oft  Bemerkungen
über  den  Verlauf  der  Krankheit,  Schreiben  des  H.  Conerding  (vgl.
bes.  Bl.59  68  96  118  183  218  260),  Bemerkungen  über  Conerding
selbst  (Bl.110b  132  204b  212b  226b)  und  B1.69  Consilium  collegii  med.
Patavini  pro  Clawes  a  Marenholtz  zugesetzt.  Später  eingesetzt  sind:
Bl.72—  78,  148--152  mit  Schreiben  von  Arzten  (Martin  Gosky  1645,
3  von  Samnel  Stockhausen  Goslar  1645/7,  2  von  Laur.  Maenius
Wolfenb.  1645/8);  Bl.242/3  von  1621;  Bl.258  von  Ad.  Luchten  1614.
B1.92—95  (in  8°)  enthalten  Concept  eines  Gedichtes  und  ein  Ausgabenverzeichniss.


Hist.  nat.33  16Bl.  zu  24:18!/),  cm  nach  1798

Bl.1  (von  jüngerer  Hand):  "Apergus  sur  un  ouvrage  inconnu  sur
la  classifieation  physiologique  des  maladies  diverses  En  France
a.  1790”.  Das  Jahr  1790  ist  unrichtig  angegeben,  da  Bl.9  “Desgenette,
  medecin  en  chef  de  l’armee  d’Egypte’  (1798/9)  erwähnt
wird.  Anfang:  “Cet  ouvrage  qui  contient  un  grand  nombre”.
Von  dem  Autor  jenes  Werkes  selbst  verfasst.  Aus  dem  Nachlasse
des  Hofraths  Konr.  Heinrich  Fuchs  (7  1845)  in  Göttingen.
        <pb n="303" />
        Hist.  nat.  332  —  37  29

Hist.  nat.34  3068.  zu  20:16cem  1711/12

S.1—205°  Hermanni  Boeravii  traetatus  medico-chimieus  ab  ipsomet
dietatus’  1711/2.  Eine  Nachschrift  dieser  Vorlesung,  welche  als
“operationes  chemicae’  den  2.  Bd.  seiner  "Elementa  chemiae’  1732
bildet.  8.206—306  (von  andrer  Hand)  folgt  eine  am  Anfang  unvollständige
  Nachschrift  der  im  1.  Bd.  der  “Elementa  chemiae’  enthaltenen
  Vorlesung  Boerhaave’s  über  “historia  et  artis  theoria”.
Aus  der  Bibliothek  J.  H.  v.  Bülow’s.

Hist.  nat.35  148Bl.  zu  29:21cem  in  Italien  gemalt
im  15  Jahrh.  und  (Bl.131—148)  um  1627

Bl.1  auf  verschlungenem  Band:  “Qesto  libro  sison  (?)  de  le  vertu
de  tute  le  erbe:  MCC.CLXXIIT’,  vor  dem  letzten  C  ist,  wie  ces  scheint,
ein  anderes  Ö  ausradirt.  Darüber  auf  einem  aufgeklebten  Streifen  von
der  zweiten  Hand:  "Herbario  colorito  antiquo  con  la  similitudine
delle  radiei’.  Bl.1b—130  folgen,  je  1  auf  einer  Seite,  farbige,  ungefähr
  18!/,;,  cm  hohe  und  14  breite,  einfach  gemalte  Abbildungen
von  Pflanzen,  mit  ihren  Wurzeln;  besonders  sind  Ahnlichkeiten  der
Wurzeln  mit  Menschen,  Thieren  etc.  hervorgehoben.  Meist  ist  der
lateinische  Name  der  Pflanze  und  die  Zahl  ihrer  Kräfte  augegeben,
z.  B.  Bl.3b  “Tanigoria  et  habet  XLIII  virtutes’.

Bl.1351—148  von  2.  Hand  in  italienischer  Sprache:  Bl.131  “Indice
et  aggionta  al  libro  intitolato  herbario  colorito  antiquo  ..  1627’,  B1.132
enthält  ein  Vorwort,  Bl.133—136  das  alphabetische  Verzeichniss  der
Namen  der  im  “Herbario’  abgebildeten  Pflanzen;  bei  einzelnen  ist
die  abweichende  Benennung  nach  Matthiolus  beigeschrieben.  B1.137
“Aggionta  di  cose  curiose,  si  rittrovano  nel  studio  di  me,  Andrea
Vendramino’:  farbige  Abbildungen  von  seltsam  gestalteten  Wurzeln,
Blättern  und  anderen  Curitositäten  (Bl.145b—147  “Frutti  diversi  delle
Indie,  che  io  mi  attrovo’,  Bl.148  "Questa  bacchetta  &amp;amp;  dell’  albero
che  Moise  taglıö  la  verga,  che  percosse  la  pietra”).

Auf  die  Titelblätter  sind  3  Wappen  (vermuthlich  des  venet.  Geschlechts
  Vendramini)  aufgeklebt  (Bl.1  und  131)  oder  aufgemalt
(Bl.137).  Auf  den  inneren  Deckel  des  Einbandes  ist  ein  alter  bemalter
  Holzschnitt  eingeklebt,  die  Passionsblume  darstellend.

Hist.  nat.36  I-+73S.  zu  241%,:19cm  1788

(Joh.  Fried.  Westrumb),  "Chemische  Untersuchung  der  Pyrmonter
Mineral  Quellen’,  und  zwar  S.1—55  des  Trinkbrunnens,  S.57—13
des  grossen  Bade-  oder  Brodel-Brunnens.  Reinschrift.  Vorgcheftet:
  ein  Brief  vom  Prof.  Mart.  Heinr.  Klaproth  in  Berlin  vom
17  Jan.  1783  (über  chemische  Analyse  des  Pyrmonter  Wassers)  und
2  Briefe  von  Westrumb,  Hameln  19  Aug.  und  10  Sept.  1788,  mit  deren
ersterem  er  diese  und  die  folgende  Hs.  dem  unbekannten  Adressaten
übersendet.  Beide  IIss.  enthalten  Vorarbeiten  zu  Westrumb’s  1789
gedruckter  Beschreibung  der  Mineralquellen  zu  Pyrmont.

Auf  einer  Göttinger  Auktion  1828  erkauft.

Hist.  nat.37  3458.  (im  Anschluss  an  die  vorige  Ils.  als
8.75—109  gezählt)  zu  241,  :19cm  1788
(Joh.  Fr.  Westrumb),  Fortsetzung  der  vorigen  Hs.:  Chemische
Untersuchung  des  Säuerlings,  des  Augenbrunnens  und  des  alten
Badebrunnens  in  Pyrmont.
        <pb n="304" />
        298  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Hist.  nat.33  I-+118.zu25:19em  um  1788

(Joh.  Friedr.  Westrumb),  "Bemerkungen  die  Dunsthöhle  zu  Pyrmont
betreffend’.  In  erweiterter  Gestalt  gedruckt  in  Westrumb’s  kleinen
phys.-chem.  Abhandlungen  II  (1788)  S.207  ff.  Copie  von  derselben
Hand,  wie  die  beiden  vorigen  Hften.  In  Göttingen  1828  ersteigert.

Hist.  nat.39  44Bl.  zu  31:21cm  2  Spalten  auf  der
Seite  Ende  des  15  Jahrh.

Uber  Gifte.  Prolog  “Greei  primi  medicine’,  Text  “Propter  quid
est  quod  venenum  ex  toto’.  Im  Prolog  “sub  forma  probleumatum
in  scientia  venenorum  conpilabo’.  Hauptquellen  sind  Avicenna  und
Rhazes.  Der  Verfasser  war  ein  Italiener  des  14/15  Jahrh.’s;  vgl.
Bl.17b  "ego  vidi  puerum  in  Floreneia’  und  Bl.28b  “ego  vidi  rusticam
ce  comitatı  Ravennae”.  Aus  des  J.C.  Olearius  Nachlass  1781  erauft.



Hist.  nat.40  171  Bl.zu29'1/),:21em  Papier  und  Pergament
  2Columnen  auf  der  Seite,  wenn  nichts  anderes  bemerkt
wird  15Jahrh.  und  (Bl.58—Ende)  1331

In  diesem  Bande  sind  3  verschiedene  Handschriften  vereinigt:

1)  Bl.1—34  (14/15  Jahrh.):  3  Vorsetzblätter  von  Verschiedenen  beschrieben
  mit  technischen  und  medieinischen  Recepten  (lat.  und
deutsch),  z.B.  Bl.3  ad  conservandum  vinum,  “a  fratre  Nicolao  Coco
dominorum  in  Carthusia  montis  saneti  Johannis  in  Hassia’,  “a  relig10s0
  in  Erbach’,  “a  domino  Comite  de  Katzenenbogenn’.  Bl.4b  über
“pondus  medieinale’,  mit  den  Zeichen  dafür.  B1.5—11  "Nomina
aegritudinum  cum  regulis  urinae  et  sic  de  aliis  que  ad  infirmos  pertinent‘;
  im  Anfang  viele  deutsche  Ubersetzungen,  die  sich  meistens
auch  in  Diefenbach’s  Novum  Glossarium  1867  finden;  Anfang:  Cephalaigia
  est  passio  capitis;  darin  Verse  über  die  Farben  des  Urins,
Bl.6b  Regulae  generales  Theophili  (über  Urin);  am  Schluss  de
flebotomia  (mit  regimen  in  quolibet  mense).

Bl.11—14  (am  Ende)  Explieiunt  Petri  contenta  probata  magistri;
Anfang:  Quoniam  seecundum  Avicennam  viginti;  über  die  Bedeutung
der  Farben  des  Urins.  Bl.14  “Ad  quid  valet  urina’;  Anfang:  Urina
est  mordicantia  quia  ut  dieit  Egidius;  handelt  über  den  Urin  als
Heilmittel.

Bl.14b  “Versus  Egidii  de  urinis’;  17  Verse  mehr  als  in  “Aegidii
carmina  medica’  rec.  L.  Choulant  1826  p.4ff.;  doch  fehlt  das  Prooemium
  und  am  Schluss  v.343—352.

Bl.16  Excerpte  über  die  Bedeutung  der  Farben  des  Urins.
B1.17b  lateinische  und  deutsche  Recepte,  besonders  über  Juniperus.

Bl.19  “Practica  vel  liber  de  simpliei  medieina  secundum  Johannem
de  Sancto  Paulo’;  am  Schluss  “Expl.  liber  virtutum  medieinarum”.
Dieselbe  Schrift  wie  in  Cod.  hist.  nat.12  Bl.191.  Am  Ende  einige
Recepte,  darunter  8  Hex.  “Qui  tremulis  membris’  über  Salbei.

Bl.24  “Pronostica’,  Vorzeichen  von  Tod  und  Krankheiten.

Es  folgen  von  andrer  Hand  Anweisungen,  Gefangene  zu  befreien  und
Diebe  zu  entdecken.  Bl.25  “Notandum  de  urina”.  Bl.25b  “Sinonima’,
  alphabetisches  lateinisch-deutsches  Verzeichniss  von  etwa
600  Pflanzen;  Anfang:  Ayson  huszworez.  Angula  ryngele.  Bl1.27
        <pb n="305" />
        Hist.  nat.  38—  42  299

Lateinische  und  deutsche  Recepte;  darunter  24  Verse  “de  minucione:
Versiculo  signa’;  de  aqua  vitae  “Ego  magister  Hypocras’.  Bl.34b
steht:  “a.1444  mense  Junii  ego  Johannes  Schingkeberg  veni  ad  Erfordiam
  ..  et  misi  me  intitulare  .  .;  folgen  noch  Mittheilungen  über
Vorlesungen  (vgl.  Geschichtsquellen  d.  Provinz  Sachsen  VIII,  1  p.199).

2)  B1l.35—57  (von  verschiedenen  Händen):  “Traetatus  de  creatione
quatuor  elementorum’.  Anfang:  Phisiea  dieitur  a  phisis  quod  est
natura.  Darin  Bl.40b  “Item  quaedam  fiunt  in  aere  quae  vulgus  appellant
  dracones  et  teutonici  herbrant”.  Bl.56b  über  monstra,  besonders
  nach  Albertus  Magnus;  dann  Auctoritates  aus  des  Aristoteles
Metaphysik,  daun  über  den  Satz  des  Aristoteles  “Puer  in  prineipio
suae  creationis  est  tamquam  tabula  rasa’;  unvollständig.

3)  Bl.58  (Pergament)  “Lilium  magistri  Bernardi  de  Gordonio”.
Bl.168b  “a.1331  completus  est  iste  liber  in  die  translationis  sancte
Marie’.  Am  Schluss  der  Vorrede  steht  in  der  Hs.  “Inchoatus  autem
est  liber  iste....  a.1303°  (im  Druck  von  1496:  2.1305).  BI.169,  von
verschiedenen  Händen:  Recepte;  eine  Anweisung,  die  Zukunft  vorauszusagen,
  mit  Figur  “Hanc  figuram  deseribit  Apuleus  de  quacunque
re  de  qua  seire  volueris  .  .;  16  Hex.  de  generatione  embryonum
“Cum  recipit  matrix”.

Vom  Prinzen  Georg  von  Waldeck  1798  geschenkt.

Hist.  nat.41  Pergament  8S.+65  Bl.  zu  211/,:15cm
Holzdeckel  XV  Jalırh.

Bl.1  “Hie  ineipit  thezaurus  pauperum’;  Anfang:  “Quoniam
membrorum  po  curationum’.  B1.64b  “Hie  est  finis  thezaurus  pauperum’.
  Auf  der  Aussenseite  des  Einbanddeckels  steht  von  alter
Hand:  “Medicinale  Joannis  Hispani’.  Voran  S.1  Register  der  tituli.

S.5  eingeschalteter  Tractat  mit  der  Überschrift  “Ineipit  quid
pro  quo’;  Anfang:  Pro  aloes  hiein  (?)  vel  sucus  centaurec’”.  Eine
Anweisung,  fehlende  Arzneien  durch  andere  zu  ersetzen;  öfters  übereinstimmend
  mit  dem  im  Anhang  zu  “Mesuae  opera’  1602  fol.236
gedruckten  “Traetatus  quid  pro  quo’,  der  wohl  identisch  ist  mit  dem
von  Haeser,  Gesch.  der  Mediein  I  (1875)  p.667  vermuthungsweise
dem  Nicolaus  Praepositus  zugesehriebenen  Traetatus.

Der  dem  Petrus  Hispanus  zugeschriebene  Thesaurus  pauperum
weicht,  verglichen  mit  der  Ausgabe  von  1576,  nieht  allzuschr  ab;
nur  sind  oft  einzelne  Recepte  oder  ganze  Stücke  ausgelassen;  ferner
ist  die  Vorrede  stark  gekürzt  und  besonders  am  Anfang  die  Capiteleintheilung
  geändert;  der  Schluss  (von  Cap.65  des  Druckes  an)  ist
schr  abweichend.

B1.64b--65b  folgen  noch  einige  Recepte  gegen  Krankheiten.

Aus  der  Bibliothek  Walther  van  Doeveren’s,  Prof.  der  Medizin  in
Leyden,  1784  erkauft.

Hist.  nat.  42  86  Bl.  zu  161%,  :  ll  em  rothe  UÜberschriften

  vor  1525
Bl.1  (rotl):  “Das  ist  die  erezney  des  pabst.  (schwarz):  Der  hoch
meister  Petter  arczt  der  scider  darmach  pabsi  ward  und  geheissen
der  fünft  Johannes  der  machet  dis  puch  ...  und  hat  es  gcheissen
der  armen  hort  ..  ...  wollen  wir  anfahen  an  dem  haupt  und  dar-
        <pb n="306" />
        300  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

nach  von  glidern  zu  glidern.  Dies  Receptbueh  giebt  sieh  als  der
dem  Petrus  Hispanus  (später  Pabst  Johann  XXI.)  zugesehriebene
Thesaurus  pauperum,  ist  aber,  besonders  aueh  in  der  Anordnung,
völlig  abweiehend;  nur  die  Vorrede  ist  ähnlieh,  wenn  aueh  stark
gekürzt.  Am  Ende  der  einzelnen  Absehnitte  sind  sehr  viel  Zusätze
zugefügt,  z.  B.  Bl.12  und  öfters  “vom  Uttinger’,  Bl.20b  von  “kaspar
greden’,  Bl.21b  “hans  ernst’,  B1.26b  “die  kroerin’,  Bl.53b  und  54
“die  hubnerin‘,  Bl.46  “hans  pader  zu  memingen  im  mittel  pad’,  B1.35
“mester  hans  zu  gopingen.  BI.68  “die  hernach  gesehriben  pill  ale
hat  docktor  Jeronymus  dem  sebolt  naehtigall  gemacht”.   B1.74—76b
Reeepte,  Farben  und  Tinte  zu  maehen,  ‘davon  das  papier  nitt  durchschleeht
  und  dünckt  mieh  kein  peszere  und  ist  des  pernhardt
walthers  dintten  darmit  sie  in  der  fehlem  geselsehaft  sehriben’;
B1.77—78b  Anweisungen,  “wie  mon  das  Golt  sol  sehun  maehen  auf
den  mesz  Gewantten  .  ..

Ein  naehträglieh  von  andrer  Hand  hinzugefügtes  Recept  (B1.82b)
ist  1525  datirt.  B1l.86b  ist  das  Jahr  1542  und  der  versehlungene
Namenszug  C,  HL  eingetragen.

Hist.  nat.43  Ill  und  219Bl.  zu  20:16  cm  Ende  des
16  Jalırh.  Holzdeckel  mit  gepresstem  Leder,  auf  dem  steht  “A.  Z.R.
Z.W.  1607°  in  böhmischer  Spraehe

Sammlung  von  Reeepten  in  2  Büchern.  Die  Grundlage  des
1.  Buehes  (Bl.1—173)  ist  der  von  Jungmann,  böhmische  Literaturgesch.
  no.III  277,  beschriebene  Jadro  z  mnohyeh  lekaiskych  knih
wybrane.  Neu  zugesetzt  ist  dann  (von  anderer  Hand)  hier  ein  2.  Buch
(B1.173—  203),  dem  verschiedene  Hände  weitere  Recepte  zugefügt
haben.

Hist.  nat.44  _  72Bl.  zu  21:16  em  15/16  Jahrh.
saubere  Reinschrift  in  Holzdeekeln

(Bartholomeus  Aulon,  Regimen  des  Uffenthalts  vor  der  pestilentz;
vgl.  Bl.1b  und  72b).  Vorrede  “Dem  Fürsiehtigen  unnd  Strenngen
Herren  Hern  Johann  Langmannteln  Burgernmaistern  zu  Augspurg...
embuit  ieh  Bartholomeus  aulon  Doetor  .  .’;  er  lässt  ihm  dureh  seinen
Adoptivsohn  Mag.  Cristoferus  die  Sehrift  überreichen.  Anfang  “Galienus
an  dem  End  des  ersten  buchs’.  Die  in  4  Abschnitte  getheilte  Schrift
betrifft  wohl  die  Lustseuche,  welehe  1495,  als  Hans  Langmantel  zum
9.  Mal  Bürgermeister  war,  in  Augsburg  zum  ersten  Mal  auftrat.
Vielleieht  ist  dies  das  Dedications-Exemplar.  1784  aus  der  Bibliothek
von  G.W.  Zapf  in  Augsburg.

Hist.  nat.44a  V-+1138.  zu  20:15),  em  1710

“Memoriale  loimieum  oder  kurtze  Verzeichniss  dessen,  was  in  .
Danzig  bey  der  daselbst  a.  1709  hefftig  grassirenden  Seuche  der
Pestilentz  sich  zugetragen.  Nach  einer  dreyfaehen  Nachrieht  aus
eigner  Erfahrung  aufgesetzet  ..  von  Johann  Christoph  Bottwald,
med.  doct.  in  Danzig  1710’.  Ist  das  zum  Druck  bestimmte  Manuseript
(vgl.  S.111,  aber  wohl  nielıt  erschienen)  und  enthält  in  3  Capiteln
einen  historischen  Berieht  (S.17  über  Gabriel  Groddeek’s  Tod),  eine
Untersuchung  über  das  Wesen  der  Pest  und  ihre  Heilung.
        <pb n="307" />
        Hist.  nat.  43  —  50  301

Hist.  nat.45  5Bl.  zu  19:15  em  17  Jahrh.

“Julii  Fischeri  med.  et  phil.  kurtze  Beschreibung  der  Pest  oder
Contagion  (in  Braunschweig)  1626  et  1657’.  Mit  ärztlichen  Rathschlägen
  zur  Verhütung  und  Heilung  der  Pest.

Hist.  nat.46  12Bl.  zu  201/,:17  em  am  Ende  unvollständig
  um  1709

“L’histoire  de  la  peste  de  Dantsick  en  l’an  1709’.  Emthält  in
Form  eines  Dialogs  zweier  Hamburger  Arzte,  Chremes  und  Menander,
eine  scharfe  und  witzige  Kritik  des  Verhaltens  der  Bürgerschaft  und
der  Arzte  von  Danzig  zur  Zeit  der  Pest.

Hist.  nat.47_  26Bl.  zu  19:151%,  cm  1712

“Kurtzer  Unterricht,  wie  man  .  .  der  anitzo  grassirenden  gefährlichen
  Contagion  pracservative  et  curative  begegnen  könne  mit  Untermischung
  dessen,  was  in  der  Pest  zu  Brinckum  bey  Bremen  observiret.
  Daselbst  entworffen  von  Johan.  Heinr.  Hilbrandt  med.  d.
a.  1712  mens.  Octobr.”.  Dazu  Bl.22"Medicamenta  varia  in  tempore
pestis  ordinata  a...  Hilbrandt  .  .  1712  mens.  Oct...  deseripta  a
pharmacopoco  pestilentiali  a  Son  Alt.  El.  de  Br.  et  Lüneb.  Martin
Hennig  Schoenfeld’.

Hist.  nat.48  12Bl.  zu  19:151%,  em   Bl.1-—11la  Ende
des  18  Jahrh.,  der  Rest  von  Joh.  Friedr.  Blumenbach’s  Hand

“Nachricht  von  der  Pest,  wie  sie  zu  erkennen,  zu  curiren,  bald
möglichst  zu  dämpfen,  und  wie  man  sich  .  .  praeserviren  könne;
geschrieben  im  Lager  bey  Bender  a.  1770  den  16  Juli.  Zusätze  (aus
dem  Jahre  1771)  in  Kiew’,  von  J(oh.)  J(ae.)  Lerche.  Abschrift  des
Auszuges  aus  der  Denkschrift  Lerche’s  über  die  Pest,  welehe  er  beide
dem  General  Grafen  Peter  Iwanowitsch  Panin  im  Lager  bei  Bender
überreichte  (vgl.  Bl.10b  der  Hs.  und  Lerche’s  Lebens-  und  Reise-Gesch.
  1791  S.404).  1824  von  Blumeubach  geschenkt.

Hist.  nat.49  I-+15Bl.  zu  21:17em  1858
“Aphrodisiacus  sive  de  lue  venerea.  Tomus  quartus;  quos  tum

,
Aloysius  Luisinus,  quum  cel.  Gruner  (Aphrodisiacus,  3  Bände  1728  bis
1789)  temere  omisit  seriptores  et  medicos  et  historicos  conseripsit
Conr.  Henr.  Fuchs  prof.  Gotting.”  Enthält  44  Nachweise  1493—1600.
Auszug  aus  dem  1858  in  Göttingen  versteigerten  Original,  geschrieben
  von  Prof.  L.  Schweiger.

Hist.  nat.49h  30Dl.  zu  22:13,  em  1868

Bl.1a  “Methodus  cognoscendi  exstirpandique  excerescentes  in  collo
vesicae  caruneulas  Andrea  Lacuna  Segobiensi  authore.  Romae  1551’.
Aus  dem  in  der  Sapienza  in  Rom  befindlichen  Exemplar  1868  für
Dr.  B(enedict)  Stilling  in  Cassel  abgeschrieben.  Uber  diese  Schrift
des  Lacuna  s.  Stilling,  die  rationelle  Behandlung  der  Harnröhren-Strieturen
  (1870)  S.110  und  2561.  Von  Dr.  B.  Stilling  1869  geschenkt.


Hist.  nat.50  136  Seiten  zu  301%,  :20cm  1032
“Johannis  Fernelii  Ambiani  archiatri,  doctoris  Parisiensis,  consiliorum
  liber,  cui  accesserunt  responsa  quacdam  elarorum  medi-
        <pb n="308" />
        302  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

corum  Parisiensium’.  Ausser  Consilia  Fernelii  (S.1—104  und  125  bis
134)  noch  Joh.  Capellani  (8.105/8),  Tagaultii  ete.  (S.108/9),  Sim.
Petraei  (S.109—116),  euiusdam  (S.117—124).  Alle  Stücke  finden
sich  gedr.  in  Joh.  Fernelüi  .  .  consiliorum  liber,  freilich  in  der  Ausgabe
von  1589  in  anderer  Ordnung.  $.134  “Absolvi  Embricae  (Emmerich)
pridie  cal.  Sept.1632  st.  Greg.  Vgl.  H.  nat.22.

Hist.  nat.50h  I-+650  Bl.  zu  201/,:161/,  cm  18  Jahrh.

(Georg  Albrecht?)  “Fried’s  prof.  art.  obstetr.  zu  Strasburg  Vorlesungen
  über  die  Entbindungskunst  nach  Anleitung  Joh.  Timmi
vermehrtem  und  erläutertem  Dionis  oder  dessen  Tractat  von  Erzeugung
  und  Geburth  der  Menschen.  (Frankf.  und  Lpzg.)  1753°.  Ein
Collegienheft.  B1.642b  einige  Recepte,  von  derselben  Hand.
1862  aus  der  Bibliothek  der  kgl.  Entbindungsanstalt  in  Göttingen.

Hist.  nat.51  1-+334  gezählte  Bl.  (Bl.7  fehlt;  Bl.21',
1511,  1571,  2141  sind  eingeschaltet)  zu  131/,:91/,  cm   (B1.214/21
230/7  sind  schon  vor  der  alten  Zählung  des  Rubricators  an  verkehrter
  Stelle  eingebunden)  wohl  von  einer  Hand  geschrieben;
roth  rubrieirt  1528  alter  Holzband  mit  gepresstem  braunen  Leder
überzogen

Medicinische  Sammelhandschrift;  niederdeutsch.

Bl.1  Eucharius  Röszlin  (Rhodion),  der  schwangern  Frauen  und
Hebammen  Rosengarten:  Niederdeutsche  Ubersetzung  des  hochdeutschen
  Drucks  o.  O.  u.  J.,  die  wie  dieser  Maximilians  Privilegium
gegen  Nachdruck  (Cöln  24  Sept.  1512),  die  Widmung  an  "Katerina
gebarn  van  Sassen,  hertogin  to  Brunswyek  vnde  Lunenborch’  (Wurms
20  Hornung  1513)  sowie  die  Abbildungen  enthält.

Bl.63b  Recepte,  meist  gegen  Krankheiten;  Anfang  "Item  karden
sat  sal  men  seygen  up  den  horvest’;  darin  (Bl.64b)  "De  macht  unde
kraft  der  wortelle  Angelica  .  .  alse  uns  bescrift  .  .  mester  Rabanus
  .  ..  Bl.75  “Van  varıen’;  Anfang  “Tho  groner  varıve  nym
blywit’;  gegen  Ende  treten  auch  einige  medieinische  Recepte  auf,
so  Bl.90b  "tycgen  de  peste’;  weniges  ist  lateinisch.  BIl.93b  “Van
menegerleye  salven  volget  hyr  na.  Int  erste  van  deme  grawen
plastere’,  dann  auch  andere  Recepte,  darunter  (Bl.101b)  "Remedium
to  ryme  von  der  pestilencien’,  25  Reimpaare  "Den  gayen  doet  marsz
de  planete;  BI1.106  (ohne  Überschrift)  Mittel  gegen  äussere  Krankheiten
  (Verrenkungen,  Wunden,  Geschwüre  etc.)  “De  vorruckeden
kenneback  wedder  to  bryngende  yn  de  rechte  stede.  Wen  J  minsche
to  sere  lachchet  .  ..

Bl.134b  “Eyn  meysterlick  ut  gelesen  bokeken  van  der  medieinen...
  dorch  Johannen  Tollat  van  Vochenberch  jn  der...  universiteten
  Wyne  by  deme  alderervarensten  manne  der  arstedye
doctoris  Serick’:  wohl  die  Übersetzung  eines  der  hochdeutschen
Drucke.  Am  Schluss  Bl.167b  “finitus  in  vig.  b.  Marie  virg.  Rostock
anno  Mdxxviij”.

Bl.168  Recepte,  meist  für  äussere  Krankheiten  “Swulst  alderbest
to  vordrivende.  Sud  witten  swervel  .

Bl.178  “Hyr  hevet  an  j  bokeken  Johannisz  de  Furia  unde  leret
jn  erste  dat  har  aff  bringen...  Nym  nyen  kalk  .  .:  jedenfalls  über-
        <pb n="309" />
        Hist.  nat.  50h—  Si  303

setzt  aus  dem  “tractatus  de  decoratione  et  primo  de  capillis’  des
Johannes  de  Fusia  (de  Parma),  der  von  Pezzana  in  der  Fortsetzung
  von  Affo’s  mem.  d.  scerittori...  Parmigiani  V1,2  (1827)  S.99
angeführt  wird.  Dann  folgen  verschiedene  medicinische  Recepte.

B1.185  “Salven  to  makende  menigerleye.  Apostolieum  makt  men
also.  Nym  swart  peek.  ..   B1l.191b  "Modi  ponderum’.  BI.192b
“Tho  der  hovet  syke:  wen  j  minsche  kranek  isz  .  .  und  anderes,
meist  gegen  innere  Krankheiten.

Bl.200b  “Hyr  hevet  syck  an  eyn  kleyne  van  den  olyen  der
medieinen;  unde  de  mynslike  nature  .  .  (Übersetzung  des  Tractats
im  Cod.  Vindob.  1634  B1.98b?);  Bl.203b  °.  .  volghen  de  gemeyne
syrope’;  BI.205b  °.  .  klystere  effte  eristere  .  .’;  B1.207  “pyllen’;
Bl.207b  “Electuaria’.  Bl.211  "geendiget  to  Rostock  anno  Mdxxviij
amme  guden  dunredaghe  na  myddage  .  .  dorch  my  Johannen
Krancker  (?)  in  der  wedeme  to  unser  leven  vrowen”.

Bl.211—  214,  222—229,  238—241b  "Van  den  plasteren’,  Salben
und  andre  Recepte  aller  Art.

Bl.2141  °..  Dat  bokeken  Cosme  unde  Damiani  genant,  unde
synt  vele  stucken  ut  mengerleye  meysteren  boken  genamen  unde  m
dat  korteste  settet,  unde  men  mot  hyr  sere  de  apoteken  bruken’;
Anfang  “Aurea  Alexandrina  isz  gud  to  allen  suken  .  .

Bl.218b—  221,  230—237  "Van  de  gemeinen  kruden’;  Anfang
“"Artemesia  het  byvot  unde  ys  eyn  moder  aller  krudere’;  (B1.222—229
siehe  zu  Bl.211)  Schluss  Bl.231  “Zinziber  ..  Constantinus  de  kloke
mester  beseryvet  van  alleı  kruden  .  .  dat  ys  unsz  genoch”.

Bl.231b  “Hyr  na  volgen  ex(e)Jerpta  Ipocratis  unde  Bartolomei,  unde
de  rechte  name  des  bokeken  heten  Introduetiones  mag.  Ipocratis
unde  Bartolomei  efte  Praetica  Ipocratis’:  Bl.231b  "Van  dem
krude  Iserhart’;,   BI.233  van  menegerley  suken  wedder  to  stande,
unde  in  dat  erste  van  deme  hovede  .  .;  Schluss  B1.237  “so  wasse
dar  neine  brauen  mer’.  B1.238—241b  siehe  zu  Bl.211.

Bl.241b  ‘De  wise  to  seryvende  jn  der  arstedyen’  (Apothekergewichte):
  mit  den  Rubriken  “Latin,  Caracter,  Dudesk’.

Bl.242  “Naturlike  arstedye  to  ynwendigen  leden’,  Anfang  “Van
arstedyen  tho  hope  settende.  Van  den  hovede  to  wermende’.
Bl.245b  “Du  salt  merken  dat  die  olden  meystere  den  dyngen  hebben
namen  gegeven  de  dar  ut  dryvende  synt,  unde  hebben  se  dosen  genant
  .  ..  Bl.246b  "Dat  hovet  to  purgeren’  etc.  Bl.247  Eigenschaften
  einiger  Mittel  “Aloe  heft  an  syek’.  B1.249  "Wen  de
mynsche  wert  krank  van  boser  arstedyen’,  und  wie  man  Arznei
nchmen  soll.  B1.251  “Van  purgaeien  to  ghevende  .  ..

Bl.251  “Van  der  nutbarlıcet  der  apotekeschen  komposicien’,  alphabetisch:
  “Aurea  Allexandrina’  bis  “Ungentum  apostolieum’;  B1.261b
"Hyr  hebbe  eyn  ende  de  eonfeetiones,  de  ghemenliken  bruket
werden  ...  a.  Mdxxvüj  to  Rostock  des  dages  Vitalis  na  paschen’.

Bl.261b  “Makelen  under  deme  angesichte  tho  vordrivende  .  ..
B1.263b  Erklärung  medieimnischer  Termini:  “Apoplexia  vs  de  slach
efte  gaye  dot”.  B1.264b  Mittel  gegen  llautkrankheiten.

B1.265b  °.  .  Van  alehemye  unde  varwen  to  bernende.  Int  erste
wo  men  kopper  sal  kaleineren  unde  reynegen  ...   Bl.276b  °..  Van
pagenerende  unde  varwen  to  bereydende  to  settewerke  myvt  den
        <pb n="310" />
        304  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

stotken  up  lynwant  zardock  efte  ledder”.  Bl.278  °.  .  Wo  men  de
varwe  tempereren  sall,  ock  fundamente  to  sulvere  unde  to  golde
wen  men  setten  wyl  up  dock  efte  ledder,  ock  susz  andere  varwe  to
makende’.,

Bl.280b  “Van  bosenn  beynen,  voten...”  und  anderes  dergleichen;
darin  Bl.281b  “figura  aspectuum  planetarum’,  zu  der  bemerkt  ist
“uxor  mag.  Michahelis  Rostock.  docuit  tempta  sepius’.

Bl.285  °.  .  Underrichtynghe  der  namen  düdesk  unde  latin  nach
dem  alphabete,  dwelk  sere  nutte  ysz  to  wetende  deme,  de  den
arstedyen  wyl  volghen’,  Anfang  "Appel  van  Alexandrien,  dodesword
coloquintida;  atrament  dolit’,  Schluss  "yserhart  verbena”.

Bl.291  "Wedder  alle  wedage  des  herten’  und  andre  Recepte.
Bl.294b  “Juniperi  heten  wachandellen;  de  beren  gekowet  .  ,  dann
wieder  verschiedene  medicinische  Recepte.

Bl.304b  “Arstedye  van  den  perden.  Welk  pert  den  vot  vorkluft
heft  .  .;  B1.307  leer.

Bl.308  “Vor  de  rose,  anders  genometh  dat  hillige  dynck’  und
andre  Arzneimittel.

Bl.310b  "Van  den  varwen.  Wiltu  make(n)  varwe  nach  der  romeschenn
  wyse’;  dann  Bl.313  wieder  medicinische  Recepte.

B1.322  “Res  necessaria  in  qualibet  apoteka,  et  primo  de  seminibus.
Semina  sunt  Iusquiami  .  .  (Verzeichniss);  am  Schluss  Bl.328b  "Explieit
  tractatus  iste  d.  Soldini  de  Esculo  .  ..

B1.328b  "Sunderlike  underrichtynghe  der  doget  der  eynberen.
Men  sal  de  wachandellen  beren  breken  nach  der  lere  Alberti  van
Florens  .  .’;  Bl.330b  “Wultu  planten  nach  heydenscher  wise,
unde  begerest  dubbelde  rosen  .  ..  Bl.331b  Recepte  aller  Art.

Auf  Bl.I  einige  Recepte.  Am  innern  Deckel  je  ein  Pergamentblatt
  (XIV  Jahrh.)  aus  einen  theol.  Tractat.

Hist.  nat.52  6Bl.in4°  nach  1740  Christian  VL,
betr.  Stiftung  und  Einrichtung  eines  Collegii  mediei  regii  in  Copenhagen,
  Friderichsberg  d.  9  Apr.  1740;  Abschrift.

Hist.  nat.53  Il+1538S.  zu  151/),:9cm  1699

“Recept  Büchlein  einiger  Recepten  so  nützlieh  zu  gebrauchen,
a.1699  d.  3ten  Augustii.  Johann  Jürgen  Tappen’.  Mit  Register.

Hist.  nat.54  157  Bl.  bis  zu  20:15  em  1762—1772

Bl.1  “Fragmens  composes  en  differentes  occasions  par  mr.  ).  e.
Gilibert  pf.  md.  pour  les  annees  1762.  63.  64.’:  Concepte  von  der
Hand  Jean  Emmanuel  Gilibert’s;  BIl.71  ist  von  1765,  B1l.92  von
1772  datırt.

Bl.2  Liste  von  Heilmitteln.  Bl.10  “ce  cayer  appartient  a  mes
extraits  de  chimie  du  cours  de  venel’.  Bruchstück  eines  Collegienheftes
  (Ende  der  43.  bis  Anfang  der  53.  Stunde)  von  einer  Vorlesung
Gabriel  Frane.  Venel’s,  Prof.  in  Montpellier,  wo  Gilibert  bis  1763
studirte.  Verheftet:  B1.32—45  gehören  vor  Bl.  10ff.  Bl.46,  47,  51
bis  53  Liste  von  chemischen  Substanzen  und  Bl.48—50  von  Heilmitteln.
   DB1.54  Rede  über  die  Reformen  des  medicinischen  Studiums
in  Frankreich,  vor  Studenten  bei  einer  Preisvertheilung,  wohl  in  Lyon,
gehalten.  Bl.62  über  Giorgio  Baglivi;  Fragment.  Bl.63b  Ent-
        <pb n="311" />
        Hist.  nat.  51—-57  305

wurf  eines  Memoires,  in  dem  die  Einrichtung  eines  botanischen
Gartens  in  Lyon,  eines  Cursus  der  Geburtshülfe  und  eines  Instituts
zur  Ausbildung  der  Hebammen  auf  dem  Lande  befürwortet  wird.
Dasselbe  in  etwas  veränderter  Fassung,  mit  der  Anrede  “Monseigneur’,
Namensunterschrift  und  Datirung  8  (12)  Sept.  1772  kehrt  B1.88—92
wieder.  B1l.70  3  Krankheitsgeschichten  (eine  von  1765),  1  Bericht
über  eine  Section  vom  15  Mai  1765.  Bl.74  eine  Rede  über  das
Studium  der  Botanik,  wohl  alsEinleitung  zu  einer  Vorlesung  darüber.
bBl.88:  siehe  zu  Bl.63b.  Bl.93b  “Memoire  addresse  a  monseigneur
’intendant’,  über  ein  neues  Mittel  gegen  Flechten.  b1.98  Excerpte
aus  Albr.  Haller.  Bl.107  "Pensees  sur  ’administration  medeecinale
des  hopitaux’.  Bl.110  Einleitung  einer  Vorlesung,  über  die  Aufgaben
  der  praktischen  Mediecin  speciell  für  Lyon  und  Umgegend.
Bl.11&amp;amp;  56  Bemerkungen  über  Botanik,  zuerst  eine  “biblioteque
botanique’,  dann  über  die  verschiedenen  Pflanzensysteme.  Am  Ende
unvollständig;  verheftet:  Bl.  142—146  gehören  vor  Bl.  127,  Bl.  147—157
vor  133.  Aus  Georg  Forster’s  Bibliothek  1797  erkauft.

Hist.  nat.55  180Bl.biszu21:16  cm  1626—1645

Sechs  Schriften  Caspar  Hofmann’s  (1572—1648).  Bl.1  “Natales
et  vita  Casp.  Hofmanni  ad  ..  Guidonem  Patinum,  medieum  .  .  Gallorum
  regis  primarium  et  professorem  Lutetiarum  ab  authore  paulo
ante  obitum  suum  perscripta’.  Darunter  von  anderer  Hand:  “Edidit
hosce  Natales  Grunerus  in  Programmate  Jenae  1780  4°.  Es  folgt
der  Text  in  sauberer  Reinschrift  einer  3.  Hand.

Die  5  übrigen  Schriften  sind  von  Hofmann’s  eigener  Hand:
bBl.10  °Demonstratio  Galenum  fuisse  peripateticum’.  Bl.23  "Theses
in  quibus  Aristotelis  doctrina  de  anima  opponitur  Galeni  doctrinae’;
gedr.  in  Hofmann’s  Opuseula  medica  II  p.43ff.  Bl.30  "De  anatomia
  vivi  animalis’.  Bl.34  “Commentarii  in  libb.  Gal.  de  differentiis
  morb.,  causis  morb.,  diff.  et  caus.  symptomatum.  Inchoati
17  Julii  1626°.  Bl.110b  “Finiti  7  Mai  1627.  Iterum  11  Nov.  1645’.
Bl.111  “Commentarii  in  libros  Galeni  de  locis  affeetis.  Inchoati
25  Aug.  1629.  Iterum  inchoati  3  Dee.  1635’.  Bl.180  “Absolvi  11  Nov.
1636’.  1795  von  Prof.  Baldinger  in  Marburg  erkauft.

Hist.  nat.57  4Bändezu20:16em  1791—1816

Bd.1  (I  +  1808.)  “Miscellanien,  d.  i.  Auszüge  denkwürdiger
Stellen  aus  den  mir  heuer  vorkommenden  fremden  Büchern,  Journalen
  p.  medieinischen,  physicalischen,  oekon.  histor.  p.  Inhalts  zusammengetragen
  von  Dr.  Fried.  Benj.  Osiander  in  Kirchheim  unter
Teck  von  Anf.  1791  bis  Ende  Oct.’.  Bd.2—4,  die  gleichfalls  “Miscellen’
  enthalten,  sind  in  Göttingen  geschrieben,  und  zwar  Bd.2
(I  +  159  Bl.)  “Anfang  Octob.  1808  bis  dahin  1809’,  Bd.3  (344  8.)  in
den  Jahren  1813—Aug.  1815,  Bd.4  (I  +  3588.)  mit  dem  Titel  “Miscellen
  ..  oder  wissenschaftlicher  Binenkorb’  von  Oct.  1815  —ungefähr
Sept.  1816.  Aus  dieser  bunten  Sammlung  von  Lesefrüchten,  Anccedoten
  und  Notizen  des  täglichen  Lebens  scheinen  einige  Osiander
selbst  betreffende  bemerkenswerth,  so  Bd.1  8.1  und  80;  in  Bd.3  und  4
viele  Excerpte  über  die  Politik  und  Kriegsgeschichte  von  1813—15,
öfters  mit  persönlichen  Bemerkungen  (z.B.  DI  8.146,  191,  318

20
        <pb n="312" />
        306  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

derb  humoristisch,  S.180  3  lateinische  und  S.344  6  deutsche  Verse
von  Osiander  auf  N  apoleon’  s  Verbannung  nach  Elba  und  St.  Helena).

Bd.1  S.141—144  "Auszug  aus  einem  Brief  des  H.E.  G.  Paulus  in
Jena  an  H.  v.  P(alm)  in  Kirchheim  unter  Teck)  d.  20  Sept.  (17)91’
(siehe  Paulus,  Skizzen  1839  S.116)  über  den  Besuch  des  Prinzen
(Friedrich  Christian)  von  Holstein-  Augustenburg  bei  Reinhold  in
Jena  und  bei  Wieland  in  Weimar.  Bd.1l  auf  einer  Göttinger
Auction  1863,  Bd.2—4  aus  Osiander’s  Bibliothek  1855  gekauft.

Hist.  nat.60  und  61  n0.60:  5  Bände  zu  91,  85,  87,  85,
0Bl.  10.61:  Bandi—8,  10—12  zu  91,  91,  86,  88,  84,  86,  86,  88,
81,  15,  34Bl.  21:17  cm  von  Vielen  1835—1843  geschrieben

Conrad  Heinrich  Fuchs,  Leiter  der  Kliniken  von  Würzburg  und
(1835—1845)  von  Göttingen:  Sectionsberichte  und  Krankheitsgeschichten
  aus  den  Kliniken  von  Würzburg  und  Göttingen.

n0.60  (4  Bände  und  ein  Band  mit  ausführlichem  Register):
Berichte  über  Leichenöffnungen  (572  Nummern),  welche  datirt  sind
von  Würzburg  Jan.  1333  —  März  1837  (Bd.1—2  Bl.47),  von  Göttingen
Nov.  1838  —  Dec.  1843  (Bd.2  Bl.48—Bd.+),  fast  sämmtlich  von  Fuchs
eigenhändig  geschrieben,  von  Bd.3  ab  auch  nach  eingelieferten  Berichten
  seiner  Schüler,  mit  Namensnennung  der  Berichterstatter.

n0.61:  Krankheitsgeschichten:  datirt  Würzburg  Jan.  1834  —  März
1837  (Bd.1—8  Bl.36b;  dazu  ausser  dem  fehlenden  Bande  9:  Bd.10
Bl.1—12  vom  Nov.  1836  —  April  1837),  und  Göttingen  Oct.  1838  —  Juli
1842  (Bd.8  Bl.37  —  Ende  und  Bd.12;  dazu  noch  Nov.  1838  —  Mai  1842
in  Bd.10  Bl.12b—  Ende).  DBd.11  enthält  ein  Register  zu  Bd.1—10.
Von  Fuchs  selbst  sind  nur  wenige  geschrieben,  die  Mehrzahl  von
seinen  Schülern,  mit  den  Unterschriften  der  Namen.

Von  den  Seetionsberichten  ist  auf  die  betr.  Kr  ankheitsgeschichte
verwiesen  und  umgekehrt.  Der  Bibliothek  am  9  Dec.  1856  von  A.  und
M.  Pesurun  (stud.  med.  aus  Curacao  in  Westindien)  geschenkt.

Hist.  nat.75  66Bl.,  Bruchstücke  aus  3  verschiedenen
Hss.:  Bl.32—49,  ce)  Bl.50—66;  in  4°  gebunden
XIV/XVJahrh.  alter  Holzband  mit  eiserner  Kette

Alchemistische  lateinische  Schriften,  besonders  aus  dem
Arabischen  übersetzte.

a)  Bl.2—31,  mit  alter  Zählung  84—113,  zu  18:12'/,  cm,  roth
und  blau  (oder  grün)  rubricirt:  Bl.2  “In  hoc  libro  meo  dieam
quomodo  lapides  abluuntur  et  quomodo  extrahuntur  spiritus  ex
corporibus  et  quomodo  quedam  corpora  extrahuntur  ex  quibusdam
  .  .’;  Bl.3  ‘In  altero  autem  libro  dicam  de  sublimatione  sulphuris
  .  &amp;gt;.  Bl.3  “Ine.  liber  alteracionum  70  preceptorum  liber
Rasis  philosophi  in  elquimia:  Liber  divinitatis  qui  est  primus  de  70.
nach  Wüstenfeld,  die  Übersetzungen  arab.  Werke  (Abhandlungen  d.
Gött.  Ges.  d.  W.  XXILS.  74),  von  Geber  und  übersetzt  von  Gerardus
Cremonensis;  vgl.  auch  z.  B.  München  Clm.  25113  £.10.  Bl.10  ‘Ine.
1.  Albubacaris  (Abu  Bekr?)  vel  de  doetrina  secretorum  Geber  et
Mahometi  filii  Zereni  Arrazi:  Liber  iste  dividitur  in  3  partes  .  ..
Bl.12  “Ine.  1.  Alchelat  de  corporibus  et  spiritibus:  Dicam  de  preparatione
  salis  maris  .  ,  32  Kapitel.  Bl.13b  “Inc.  congelarü  qui
        <pb n="313" />
        Hist.  nat.  60-75  307

fit  multis  modis  cum  sublimatione  et  sine  sublimatione  et  mortificatione
  .  ..  Bl.14  °.  .  Compositio  libri  maioris  operis  ad  solem
et  ad  lunam’.  Bl.14b  “Ine.  1.  de  albesi  .  .’.  Bl.15  “Liber  ponderum’
  “fornacum’  “de  aqua  mercuriali”  und  mehrere  andere  kurze
Stücke.  Bl.16b  ‘Nota  de  archelat  de  7  experimentis  pro  expensis
operis  alkimie:  Recipe  sanguinem  draconis  .  .;  vgl.  Bl.32.   BI17
verschiedene  Recepte  “De  auratura:  Aloc  lib.1  bulliat  .  ..  B1.18
“Ine.  liber  magistri  Mikaelis  Scoti  de  arte  (?)  alkimie:  Sceundun
quod  in  diversis..’;  Bl.18)  verschiedene  kleinere  alchem.  Stücke.

Bl.19b  “Liber  ecommutationum:  Ut  ex  antiquorum  .  !.  Bl.20  "Ad
quartum  aceipe  de  aqua  alkali’.  Bl.21b  “‘L.  P.M.  Cum  studii  sollertis
  indagine  ..  ad  componendum  album  et  r(ubeu)m  elixir’,  vom
Verfasser  des  Lumen  lum.  (Bl.30b);  B1.27  Liber  IV  "de  componendis
ixiris,.  B1.27b  Liber  Avicennae  de  aquisitione  artis  alkimie  qui  sequitur:
  Pertractata  sunt  inter  me  et  Hascendi  .  .,  12  Kap.  Bl.30))
“Lumen  luminum’  (vgl.  Wüstenfeld  n.67?):  "Preparatio  ad  A.:  Aceipe
salem  communem..’.   Delibro  5  vasorum  in  summa  colleetorum.

bBl.31  °Si  vis  affinare  metallum  .  mit  Zeichnungen  der  Fenerungseinrichtungen;
  darin  “Dealbatio  magistri  S.  (oder  F.)  Leodiensis”.

b)  Bl.32—49,  zu  17:12  em,  in  Frankreich  zweispaltig  geschrieben,
nicht  rubrieirt:  Bl.32  Der  Anfang  des  Werkes  fehlt;  das  erste
vollständige  Stück  ist  “Modus  eibandi  ar.  vi.  cum  limatura  stagni
vel  plumbi  tam  ad  solem  quam  ad  lunam  .  .,  dann  “Liber  et
modus  Craeiboli  quod  dieitur  Cacia  .  ..  Bl.32  “Liber  7  experimentorum
  .  .  pro  expensis  hominum  in  hae  saer.  arte”  =  Bl.16b;
am  Schluss  Bl.33  “Explicit  Alkimia  Peregrini  philosophi  (vgl.  Dresden
J  345  B1.367  Pelegrino  Romano)  Amen’.  B1.33b  "De  sublimatione
lapidis:  Seiendum  est  primo  ..  ;  dann  allerlei  Recepte:  oleum  eapillorum,
  ad  ambra  faciendum,  compositio  atramenti  ete.;  Bl.34  unter
"alumen’:  sieut  mag.  Franko  dieit.  Bl.34b  “Augmentatio  solis?.
Bl.35  Traetat  über  Alchemie  “Alchemici  medullam  operis  in  hoc  brevi
volumine  duodeeimo  .  .  tibi  pando  amice  .  .’;  Bl.36b  “Alchimie
medullam  ideirco  superfluo  cortice  gustare  volentibus  .  .  brevi  sermone
deseribimus  .  ..  B1.38  °.  .  librum  lapidum  istius  philosophi  invenies
in  uno  parvo  libello  vel  quaterno.  Explieit  Alkimia  nova  12  lih..
Die  beiden  wenig  sachlichen  Traktate  sind  bemerkenswerth  dureh
ihre  Formen:  jeder  besteht  aus  ziemlich  gleich  langen  Absätzen,
deren  Anfangsbuchstaben  das  Alphabet  bilden.  BI.38  Summa  interpretationis
  verborum  Hermetis  in  Alkimia  “"Quonian  ca  que  M  atque
ceteri  .  ..  bl.38b  Uber  das  Auflösen  von  Edelsteinen  ete.,  am
Schluss  “vide  librun  sinonimorum  de  ista  materia”.  Bl.39  "Compositio
  4  spceierum  ct  primo  pieis’;  B1.39b  “Explieit  iste  liber
seriptor  sit  erimine  liber’.  B1.39b  ‘Liber  et  modus  ignis  ct  hoc
pondus  .„  =  Bl.15;  dann  verschiedene  technische  Recepte  (über
Salze,  Glas  u.s.  w.),  die  wohl  in  Montpellier  (B1.40b  apotheearıi  de
Monte  pessulano;  vgl.  Bl.41a)  zusammen  geschrieben  sind;  darunter
Bl.39b  “Fornaces  sunt  4°  =  Bl.15b;  11.40  Saponem  gallieum  hoc
ımodo  facias;  Bl.41b  Dixit  doctor  Geber  benegen;  Bl.43a/b  einige
Worte  und  Bl.43b  ein  Reeept  in  französischer  Sprache  (Prendes
orine  bien  despumec);  B1.44)  “ista  aqua  reperitur  in  experimentis
romanis  (-Latinis)  seriptis  ab  Ostone’.  Am  Sehlusse  eine  Notiz
20%

ad
        <pb n="314" />
        308  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

‘seeundum  Nicholaum  Seotum  et  Albertum  de  Naseciui  (?)  Lombardum’.
  Bl.46b  Erklärung  aleliemistischer  (meist  arabischer)
Wörter,  alphabet.  Verzeichniss  “Amatura  id  est  petra  Maura’;  am
Schluss  Recepte.  Bl.48b  Anderes  Wörterverzeichniss  “Alkali  id  est
sal  qui  fit  de  Senda..’  (alphabetisch).  Bl.49  Uber  die  Entstehung
verschiedener  Naturgegenstände  “Exposnimus  hee  omnia  tam  ex  terrenis
quam  ex  maritimis  adunata  elimatibus.  .;  unvollständig.

c)  Bl.50—66,  zu  131/,  :  10!/,  em,  roth  rubricirt:  Bl.50  Alehemistische
  Recepte,  Anfang  “Ablusio  stanni.  Funde  stannum  et  proice
in  aqua’;  scheint  nur  der  Schluss  eines  grösseren  Werkes  zu  sein;
B1.53b  "sieut  docetur  in  libro  LXX°  (?)  de  ablutione’,  Bl.57a  “hoe  est
quod  Helenus  oceultavit  in  suis  libris  (?)  in  seereto  ereationis  et  naturae’;
  Bl.61  modus  conficiendi  album  yspanicum.

Hist.  nat.77  Il  und  405  Seiten  zu  21:16  cm  Pergamentdecke
  1713

“Liber  I  oder  das  erste  Buelı  (8.257  L.II  oder  das  andere  Buch)
von  den  chymischen  Experimenten’;  “D.  Beuter’s’  setzt  Bl.II  und
S.257  eine  andere  Hand  hinzu,  und  auf  Bl.I  steht  von  dritter  Hand
“n0.9  Chimische  Experimenta  aus  der  Bybliothee  von  dem  Churfürsten
von  Sachsen.  In  zwey  Theile  abgefasst”.  Diese  Sammlung  von  Recepten
  verschiedener  Alchimisten  ist  frühestens  1648  (vgl.  S.184)
semacht,  also  nicht  von  Dav.  Beutlher,  vielleicht  von  dem  8.85  genannten
  Dan.  Caesar.  Am  Rande  Noten  von  2  Händen  (8.37  bemerkt
die  eine  “in  meinem  Chaosabul  siehe  .  .).

Genannt  werden  besonders  folgende  Alehimisten:  S.83  Alexander
Sydonius.  8.84  Ed.  Kelleus.  8.85  Johann  Tustani  Process  so.  .
IhroR.K.Maj.  Rudolph  IH...  mir  Daniel  Caesar  17  Juli  1607  dieses
bueh  selber  zu  lesen  gegeben.  5.92  Probatum  von  Pater  Gregorio
von  Loehau.  8.112  “Von  Hauptmann  Schillinger  ..  °  “habe  ihn
derowegen  in  dieses  Buch  mitt  eingesetzt.  Geschehen  a.1642°.  S.122
“Tinetur  Philip  Jacob  Justenhofer’s..  so  er  von  dem  Mönche  Joan
Friedrieh  Julius  von  Botzen  bekommen  hat’.  8.149  Dav.  Beuter.
S.152  Von  Alexander  Plinekel,  welchen  Graf  Tsurzo  in  Ungarn  ..
hat  richten  lassen.  8.152  Von  Frater  Alex.  Sebastian  eines  Benedietiner
  Mönchs.  8.159  Proeess  ..  von  Basilins  Valentinus,  welchen
Jo.  Tholden  (Thölde),  der  seine  übrige  Schrifften  in  druck  befördert  ist
gesupprimirt  gewest  (so):..  an  J.Il.von  Nordhausen  gecommunieiret..  .,
von  welehen  ich  ihn  bekommen  8  Mai  Cothenis  ...  2.1624.  S.163
Vom  Organist  von  Olmütz.  8.181  Von  Lazaro  Erekern  R.K.  Ma).
Quardein  und  geheimen  Probirer  (vgl.  Dresden  J  353).  S.184  Pater
Albreeht’s  zu  Eger  Process  ..  so  er  dem  Herrn  Hertel  gegeben  ..
Probirt....  2.1648.  8.202  Graff  Ludwigs  von  Öttingen.  S.218  Von
Fr.  Albertus  Bayerius  (vgl.  Dresden  J  189b).  S.251  Von  einem  Juden
nahmens  Alexander.  Bueh  IH:  S.266  und  269  Gregor  Behm.
S.268  Dav.  Beuters  Process.  S.280  Aus  einem  alten  Buch  Cornelio
Agrippae  dedieirt.  8.283  Werck..  dem  Hertzog  von  Würtemberg
Friedrich  gegeben.  8.287  Process  des  Abten  von  Breitingen  in  der
Graffschaft  Henneberg  (genaunt  sind  noch:  Franz  von  der  Herde,
Daniel  Arnholt,  Vollhart  Graf  von  Mansfeld,  Pfaltzgraf  Reinhart
zu  Summern).  8.304  Ernsten  Herz.  in  Beyern  und  Bischoff  zu  Köln
        <pb n="315" />
        Hist.  nat.  77  —  80  309

gegeben.  S.309  Aus  dem  grossen  Buche  des  Münchens  zu  Braunau
ausgeschrieben,  im  163  blat...  geschehen  a.1598  in  beywesen  .  ..  Herrn
Peter  von  Schwanberg  und  Herrn  Schmirzitzky.  8.311  Johann  Marin
1422  und  Andreas  Grisandus  a.1546.  S.312  Lampertus  de  Alba.
S.320  und  324  Jodocus  von  Reh  (“Rehr’  Dresden  J  454).  8.329
Friederich  Reichens  Process.  S.335  a.1607..  Werck  ..  zu  Weissenberg...
  von  H.  Tobias  Scharffenberg.  9.348  Gräfin  von  Mansfeld.
5.363  Christian  Schmalckring’s  (ex  secretis  Herrn  Jacobi  Alberti
a.1546)  Kunst,  damit  er  sein  Kloster  von  Grund  auft  gebauet  hat.
S.365/8  Figuren.
1820  aus  L.  F.  F.  v.  Crell’s  Bibliothek  erkauft.

Hist.  nat.79  25  Bl.  zu  321/,  :201/,  cm  1769

Phil.  Peter  Guden,  “Vorschlag  zu  unschädlichen  Versuchen,  um
die  Gewitter  von  einer  Stadt  oder  Dorfe  abzuleiten  und  die  Hagelwetter
  zu  vertreiben’.  BReinschrift,  von  Bl.12  an  von  Guden’s  Hand,
ddatirt  Hannover  3.  6.  1769.  Vgl.  Guden,  Von  der  Sicherheit  wider
die  Donner-Stralen  1774  p.168—170.  1769  von  Guden  geschenkt.

Hist.  nat.8S0  3  Bände  zu  18:  151/),  em  17/8  Jahrh.
(1666?)

"Cabbala  nigra  et  alba’  (Titel  auf  dem  Rücken  der  Einbände).
BandlI  (280  Seiten,  die  bis  252  von  alter  Hand  gezählt  sind).
S.1  ‘Der  Erste  Theil  dieses  Buchs  Handelt  von  der  Nigramandia
oder  Van  de  Cabula  nigra  et  alba  wie  auch  Van  Magia  naturalis
et  innaturalis’;  S.2  “Das  I.  Capitul  Handelt  wie  Mann  die  Geister
vor  sich  fordern  ..  Mich  Faust  kam  .  .  grosse  Noth  zu  handen  ..
dadurch  kalım  mir  gelegenheit  zu  Handen,  dass  ich  ein  Buch  von
dden  Caldeeren  bekommen  könnte  .  .  Cabula  Nigra  ...  und  wie  ichs
von  meinen  Herrn  bekomnien,  ich  es  auch  in  Druck  bringen  lassen’;
S.91  schliesst  das  22.  Cap.  S.92  “Das  andere  Theil  handelt  von
Doctor  Johannis  Faustens  Kurtzweil  Cabula  Nigramantia’,  8  Cap.;
auf  S.93  “Gedruck  zu  Londen  1489’.  S.121  °D.  Joh.  Fausty  sua
Cabula  Nigramantia  Innaturalis  Letztes  Testament.  Cum  Litteris
Gantzionij.  Londen  1489’,  40  Cap.;  8.252  “Gedruckt  zu  Londino  ..
1489”.  S.253  “Befehl  an  alle  höllische  Geister”.  S.269  “Cingsulum

  Salomonis’,  Schluss  fehlt.

BandII  (123  Bl.)  Bl.1  ‘Scala  Cabalistieum  das  ist  Cabula
Nigra  et  Alba  Ein  Zwang  der  Hollen  und  aller  bösen  Geister,  benebst
  nötligen  unterricht  wie  sich  ein  Exoreist  zu  verhalten  .  .
DIaboLVs  eX  Cantans’  (666  =  1666?).  Das  Vorwort  Bl.2  "Wie
cin  Mensch  in  allen  dingen  .  .  ist  unterzeichnet  “D.  J(oh.)  F(aust).
B1.121  “Der  rechte  Geistliche  gezwanck  der  Höllen’.

BandIll  Kapsel  in  Buchform.  Darin  liegen  5  Pergamentblätter
  (15:15  em)  mit  magischen  Figuren;  5  schmale,  lange,  aufscrollte
  Pergamentstreifen  mit  lat.  Beschwörungen,  deren  Worte  in
weiten  Zwischenräumen  stehen;  1  Riemen  von  Pergament  (103  em
lang  6!/,;  cm  breit)  mit  Schnalle  zum  Umschnallen,  mit  magischen
Worten  und  Zeichen;  ein  aufgerolltes  Papier  (etwa  465  em  lang
und  91/,  em  breit),  auf  der  einen  Seite  mit  Beschwörungen  beschrieben,
auf  der  andern  mit  magischen  Kreisen.
        <pb n="316" />
        310  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

In  BandI  und  H  finden  sich  viele  magische  Figuren.

Diese  Hs.  ist  nieht  erwähnt  bei  K.  Engel,  Zusammenstellung  der
Faust-Schriften  (1885),  scheint  aber  mit  der  Weimarer  Hs.  (Engel  n.
321)  verwandt  zu  sein.

1748  von  einem  Pastor  aus  dem  Bremischen  geschenkt.

Hist.nat.83  51Bl.zu20:16cm  Bl.1—32  rothe  Überschriften;
  gemalte  Bilder  18  Jahrh.

Bl.1  “Almodellum  Salomonis  oder  Magia  Pneumatica  Von  den
XII  Choren  der  Engel  in  den  über-himlischen  Wassern.  TS  (verschlungen)’:
  Bl.2  “De  angelorum  qualitate  .  .’;  Bl.3b  “Modellus
Salomonis  .  .  mit  Abbildung  auf  Bl.6;  Bl.6b  Die  12  Chöre  der  Engel,
jeder  mit  einer  gut  gemalten  farbigen  Abbildung.

Bl.  33  “D.  J(oh.)  F(austen)  practieirter  Geister-Zwang  ...  nach  dem
zu  Passaw  a.1605  gefundenen  Original...  nachgeschrieben  von  Pat.
Michael  Drausen  Colon.  Agrip.  O.  Carmelit’.  Anfang  Bl.33b  “Ohne
Creyss  lies  mich  nicht  laut”.  Diese  Verse  sowie  die  Nachricht  an
den  Leser  stimmen  ziemlich  genau  überein  mit  dem  Anfang  von
D.  Joh.  Faustens  Miracul-Kunst  in  Scheible’s  Kloster  II  8.853—855,
das  übrige  weicht  ab.  Diese  Hft  ist  nicht  erwähnt  bei  K.  Engel,
Zusammenst.  der  Faust-Schriften  (1885).  1749  erworben.

Hist.  nat.8S6  24Bl.zu  291/,:21em  15/6  Jahrh.

Bl.1  “Ine.  liber  octavus  de  mundo  et  corporibus  celestibus:  Postquam
  auxiliante  deo  tractatum  est  de  divinis  nominibus,  de  angelorum
  proprietatibus  neenon  de  homine  et  eius  partibus.  .  restat  ut
ad  proprietates  mundi  sensibilis,  quantum  datur  nobis  desuper,  manus
apponamus  .  .”.  Citirt  werden  auch  Araber.  Schluss  Bl.23  “De
tenebra  c.45  .  .  nutrit”.

Bl.24  Über  den  Nutzen  des  Astrolabiums  (Schluss  fehlt):  “Quam
plurimum  (plurimi?)  ob  nimiam  .  .  utile  erit  non  novas  sed  priores
canonis  utilitates  Astrolabii  declarantes  ad  formam  modico  longiorem..redigere,
  et  si  qua  sunt  propter  brevitatem  omissa,  illa  hic

3

supplentur  .  ..

Hist.  nat.S?  32  Bl.  zu  331/,  :  20%,  em  und  klemer  1747

"Schriften  das  Gespenst  auf  dem  Carolino  zu  Braunsehweig  betreffend
  1747”.

Bl.2—  18  Relation  von  Joh.  W.  Seidler,  Prof.  d.  Weltweissheit  am
Coll.  Carolino,  Br.  28.3.  1747.  Bl.1,  19—23  und  32  Drei  Briefe
von  (P.G.)  Werlhof,  15—29  April,  an  v.  Münchhausen.  Bl.25
bis  31  "Anmerkungen’  (von  Fr.  E.  v.  Pufendorf),  Abschrift,  die  an
Münchhausen  mit  dem  Briefe  (von  D.  G.  Strube)  Bl.24  übersandt
wurde.

Hist.  nat.88  VI  +  207  Bl.  (Schluss  fehlt)  zu  291,  :
20'/;cm  zweispaltig  mit  rothen  Initialen  und  Überschriften  von
zwei  Händen  geschrieben:  a)  Bl.I—31b  und  Bl.73—117b,  b)  das
übrige  15  Jahrh.  alter  mit  hellem  Leder  überzogener  Holzdeckel
mit  Messingbuckeln

Konrad  von  Megenberg,  das  Buch  der  Natur  (bairischer  Dialekt).
Bl.I  ‘Das  Register  des  puechs  genant  liber  rerum’  (nur  bis  “130°
        <pb n="317" />
        Hist.  nat,  83—  91  all

mit  Blattzahlen  versehen).  DBl.1  "Das  ist  das  puech  von  den  naturlichen
  dingen  zu  tawtsch  gemacht  von  Maister  Chunraden  Mäegenberger
  Et  cetera’;  dann  der  poetische  Prolog  “Ain  wirdig  weibes
chron’.  Bl.1b  Anfang  “Got  weschueff  den  menschen’.  BI.  207
die  letzten  Worte  lauten  “in  den  landen  uber  mer  das  hat  er’  =  494,
10  der  Ausgabe  von  Fr.  Pfeiffer  (1861),  also  fehlt  vom  Texte  nur
wenig.

Auf  dem  innern  Deckel  steht  unter  der  Jahreszahl  ‘1524’  eine
Priamel  “Peter  Nikl  valbe  ros’;  B1.207b  ‘1553  Dis  Buech  gehort
Endres  Wolff  zu  Regenspurg’.

Hist.  nat.89  4O0Bl.zu  34;  201),  cm  von  2  Händen  geschrieben
  um  1802

“Glossarium  botanico-mineralogieum  secundum  exemplar  cod.
mscpti  Helmstad.  (n0.363,  15  Jahrh.)  accurate  descriptum’.  Ein
Lexicon  der  synonymen  lateinischen,  arabischen  und  griechischen
Benennungen  von  Mineralien  und  Pflanzen  mit  plattdeutscher  Ubersetzung,
  nebst  einem  Index  der  plattdeutschen  Namen  (B1.38b—40),
von  2.  Hand.  Einzelne  spätere  Nachträge  im  Original  sind  in  der
Copie  von  einer  anderen  Hand  besonders  bezeichnet.  Eine  anschauliche
  Beschreibung  der  Helmstedter  Hs.  und  ein  Abdruck  des  plattdeutschen
  Index  (aber  in  veränderter  Anordnung)  findet  sich  bei  Bruns,
Beyträge  zu  den  deutschen  Rechten  des  Mittelalters  p.  42—54,  einzelne
Notizen  aus  dem  “Helmstädter  Wörterbuch’  bei  Anton,  Gesch.  der  teutschen
  Landwirtbschaft  I  p.236—  243.  449  --452  und  öfters.  Vgl.
cod.  Lüneb.5  Bl.199.

Hist.  nat.90  Druck

Dioscoridis  opera  1598,  darin,  wie  es  scheint,  von  der  Hand  Joh.
Gramm’s  (1685—1749),  der  sieh  auch  auf  dem  Titelblatt  eingetragen
hat,  “variae  lectiones  .  .  exerptae  .  .  ex  codice  vetusto  bibliothecae
S.  Johannis  Neapoli’,  einer  Bilderhft  des  5.  Jahrh.,  seit  1717  in  Wien
(vgl.  Lambecius  supplem.  I  Sp.  343ff.).

Hist.  nat.91  Pergament  6  Bl.  zu  28:21  em,  und
kleiner  2Spalten  zu  26—28  Zeilen,  farbige  Initialen,  rothe  Überschriften
  am  Kopfe  fast  aller  Blätter  sind  1—2Zeilen  we  sgeschnitten,
von  BIl.6  ist  eine  Spalte  abgerissen  langobardische  Schrift  des
IX  Jahrh.,  fast  durchweg  von  einer  anderen  Hand  nachgezogen,  wodurch
  die  alte  Schrift  oft  völlig  verdeckt  wird;  auch  durch  zahlreiche
  Rasuren  ist  diese  beschädigt  oder  völlig  getilgt

Fragmente  der  lateinischen  Übersetzung  des  Dioscorides,  die
auch  in  Cod.  lat,  Monae.  337  erhalten  und  in  dem  Druck  zu  Colle
1478  (Hain  6258)  in  alphabetischer  Ordnung  verarbeitet  ist  (vgl.  Teuffel
Bd.1I®  $S498  4  und  Sittl  in  Bursians  Jahresber.  Bd.43  S.90f).
Bl.1—4  enthalten  Buch  III  cap.22  Schluss  bis  33  Anfang  (=  Diose.  ed.
Sprengel  cap.22—38),  Bl.5:  IV  cap.64  Schluss  bis  66  Anfang  (=  ce.  69
bis  71  Sprengel),  Bl.Ga  V  cap.  73—76  Anfang,  Bl.6b  cap.79  Ende
bis  82  Anfang  (=  c.61—64,  68—  71  Spr.).  Der  Text  ist  fast  gleichlautend
  mit  der  Münchener  IIs.,  ist  aber  dureh  die  Hand,  die  die
alte  Schrift  nachzog,  vielfach  fehlerhaft  geworden.  Zwischen  den
        <pb n="318" />
        312  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Zeilen  stehen  Glossen  (mit  ‘sive’  eingeführt)  und  ein-  paar  Varianten
(mit  “al.”  eingeführt).  Vielleieht  verwandt  mit  den  Bruchstücken
in  Bern  A  91,7.

Hist.  nat.92   90Bl.  (Bl.28  Perg.)  zu  451/,  :  32'/,  cm  und
kleiner  Anfang  des  18  Jahrh.

Claude  Aubriet  (7  1742),  Sammlung  von  90  Abbildungen  seltener
ausländischer  Pflanzen;  eine  neuere  Hand  hat  ein  kurzes  Verzeichniss
voran  geschrieben.  Der  Name  Anbriet’s  steht  auf  jedem  Blatt,
jedoch  rühren  die  Bezeichnungen  von  2  Händen  her,  einer  ausgesprochen
  französischen  Hand  und  einer  anderen,  die  sowohl  den
Namen  auf  mehreren  Blättern  als  auch  auf  allen  Blättern  die  lateinischen
Benennungen  der  Pflanzen  und  Verweise  auf  die  Beschreibungen  in
botanischen  Werken  Tournefort’s,  Commcelin’s,  Plumier’s  und  anderer
in  Schönschrift  eingesetzt  hat.  Die  schr  sauberen  und  deutlichen
Zeiehnungen,  durchschnittlich  ungefähr  36  em  hoch,  34  em  breit,  sind
entweder  ganz  getuscht  (63)  oder  ganz  farbig  (4)  oder  theils  in  Tusche
und  theils  in  Farbe  (23)  ausgeführt.  Ofters  stellen  mehrere  Blätter
eine  Pflanze  dar.  Eine  Ordnung  der  Sammlung  ist  nieht  erkennbar;
doch  heben  sich  einzelne  Gruppen  heraus,  z.B.  Bl.2—14  Arten  von
Aloe.  Dieses  Werk  wird  in  Jul.  Meyer’s  Künstlerlexikon  I  p.  375
erwähnt.

Hist.  nat.93  7BI  zu  64:50  cm  vor  1856

(Alb.Schumann,  Universitäts-Kupferstecher  zu  Göttingen),  Farbige
Abbildungen  von  7  einheimischen  Formen  der  Nymphaea  alba  L.  in
natürlicher  Grösse,  aus  Georg  Friedr.  Wilh.  Meyer’s  (7  1856)  Nachlass,
wohl  bestimmt  zur  Veröffentlichung  in  dessen  “Flora  des  Königreichs
Hannover’,  für  die  Schumann  die  meisten  Tafeln  gemalt  und  gestochen
hat.  Die  Abbildungen,  auf  aufgeklebten  Blättern  von  ungefähr
53  cm  Höhle  und  40  cm  Breite,  sind  fast  alle  gleichmässig  angeordnet:
je  eine  Knospe,  eine  halbgeöffnete  und  eine  entfaltete  Blüthe  und
zwei  Früchte  liegen  auf  zwei  Blättern,  von  denen  das  eine  in  natürlicher
  Grösse  die  Vorderseite  zeigt,  das  andere  in  verkürztem  Massstabe
  die  Rückseite.  Die  Ausführung  ist  sehr  sorgfältig  und  getreu.

Histor.  nat.93b  4  Bände  (274,  233,  331,  230  Bl.)  zu  33:

201,,  em
G(eorg)  F(riedr.)  W(ilh.)  Meyer  (7  1856,  Professor  in  Göttingen),
Flora  Gottingensis.  Mit  ausführlicher  Beschreibung  der  Familien,
Gattungen  und  Arten  (oft  älinlich  wie  in  Meyer’s  Flora  Hanoverana
excursoria  1849);  die  Angaben  über  die  Standörter  fehlen  meistens.

Histor.  nat.94  XXI  Bände  nıeist  in  fol.

Nachlass  des  Pflanzenmalers  Franz  Andreas  Bauer;  dabei
(Bd.  XXI)  ein  Band  mit  Zeichnungen  seines  Bruders  Ferdinand
Lucas  Bauer.

Franz  Andreas  Bauer  (gewöhnlich  ‘Francis  B.’  gezeichnet),  geboren
den  14  März  1758  zu  Feldsberg  in  Niederösterreich,  kam  1788  nach
England  und  wurde  dort  Hofmaler  Georg’s  III  und  Zeichner  am
botanischen  Garten  zu  Kew.  Seine  Abbildungen  von  Pflanzen  haben
nicht  allein  hohen  künstlerischen  sondern  für  die  damalige  Zeit
        <pb n="319" />
        Hist.  nat.  92—  94  Band  VI  313

auch  wissenschaftlichen  Werth.  Besonders  Bd.I—VII  zeigen
deutlich,  dass  Bauer  wissenschaftlich  zu  arbeiten  verstand  und  unter
Benutzung  des  Mikroskops  die  ausgedehntesten  Untersuchungen
anstellie.  Später  wurde  er  auch  auf  das  Gebiet  der  physiologischen
und  anatomischen  Zeichnung  geführt,  und  zwar  durch  Sir  Everard
Home,  für  dessen  Abhandlungen  in  den  Philosophical  Transactions
Bauer  die  Zeichnungen  anfertigte.  Er  starb  am  11  Dee.  1840.   Vorn
in  Bd.  XVII  sind  eingeheftet:  1)  “Request”,  Kew  24  Oct.  1840,  in
dem  Bauer  den  Wunsch  ausspricht,  sein  Nachlass  an  Zeichnungen,
optischen  Instrumenten  und  mikroskopischen  Präparaten  möge  in
London  durch  Mr  W.  Pamplin  zur  Versteigerung  gelangen.  2)  "Contents
  and  Index  of  Mr  Bauer’s  Portfolios’;  ziemlich  genane  Angabe
seines  Nachlasses  an  Zeielinungen  von  ihm  selbst  und  seinem  Bruder
Ferdinand.  Aus  dem  Verzeichnisse  ergiebt  sich,  dass  etwa  nur  die
Hälfte  desselben  nach  Göttingen  gekommen  ist.  Eine  schöne  Sammlung
seiner  Malereien  soll  sich  im  Britischen  Museum  befinden.

Lukas  Ferdinand  Bauer,  der  jüngere  Bruder  von  Franz  Bauer
und  berühmt  als  Pflanzenmaler,  Kupferstecher  und  Botaniker,  starb
schon  1826.  Von  ihm  sind  die  Zeichnungen  in  Ba.XXI.

Der  nach  Göttingen  gekommene  Theil  des  Bauerschen  Nachlasses
ist  ein  Geschenk  des  Königs  Ernst  August  von  Hannover,  November
1841  (‘zu  Erinnerung  meines  dortigen  Aufenthalts’)  und  Jan.  1842.

A.  Zeichnungen  und  Manuscripte  Franz  Bauer’s  (Bd.I  -XX).

Ba.  I—III  Drei  ziemlich  starke  Fascikel  einzelner  Bogen  oder

Blätter:  wissenschaftliche  Manuseripte  Bauer’s  über  Krankheiten
des  Getreides.  Es  sind  eigenhändige  Entwürfe  in  englischer
Sprache  mit  vielen  Correcturen,  meist  in  mehrfacher  Fassung.
I  Uber  einzelne  Krankheiten  des  Getreides  (Puceinia  graminis,  Uredo
graminis,  Uredo  foetida  etc.);  dabei  ziemlich  eingehende  Berichte
über  wissenschaftliche  Versuche  zur  Ergründung  derselben  sowie  Erläuterungen
  zu  den  Zeichnungen  in  Bd.IV  und  V.  I  Erklärungen
zu  den  Zeichnungen  in  Bd.IV  und  V.  Dabei  meteorologische  Tabellen:
Kew  Green,  Jauuar—  Aug.1826.  III  Auszüge  aus  Schriften  anderer
über  Krankheiten  des  Getreides  sowie  eigene  Beobachtungen  und
Erläuterungen  zu  den  Zeichnungen  in  Bd.IV  und  V.

Bqd.IV  und  V  Zeichnungen  zu  den  in  Bd.I—II  enthaltenen
Manusecripten  über  Krankheiten  des  Getreides.  Bd.IV  16  Tafeln,
neben  einzelnen  Tuschzeiehnungen  durchweg  Bleistiftskizzen.   Bd.V
67  Tafeln  verschiedenen  Formats,  meist  in  bunten  Farben  schön  ausgeführt.
  Nur  wenigen  ist  ein  Datum  (meist  1805)  beigeschrieben.

Bd.VI  Abhandlung  über  den  rothen  Schnee,  in  Form  eines
Briefes  “to...  Sir  Joseph  Banks’,  Kew  Green  7  May  1820;  in  doppelter
(8+17  Bl.)  eigenhändiger  Niederschrift.  Sie  ist  gedruckt  in  den
Philosophical  transaetions  of  the  Royal  Society  1820  p.165  ff.
Ausserdem  3  Schreiben:  Colonel  York  übersendet  an  Bauer  eine
ähnliche  Substanz  zur  Untersuchung,  6  Febr.;  Bauer’s  Antwort,  Kew
Green  8  Febr.,  Entwurf;  Antwort  des  Colonel  York  23  Febr.  1837.

Am  Schluss  des  Bandes  5  Tafeln  mit  schön  ausgeführten  farbigen
Abbildungen  (1819/20  und  1831),  von  denen  die  erste  derjenigen
sehr  ähnlich  ist,  die  Franz  (nicht  Ferdinand,  wie  Wurzbach,  Biogr.
Lexikon  I  184  angiebt)  Bauer’s  Microscopical  Observations  on  the
        <pb n="320" />
        314  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Red  Snow  (Quarterly  Journal  of  Literature,  Science  und  the  Arts  VII,
1819,  S.222ff.)  beigegeben  ist.  Dagegen  entspricht  die  dritte  Abbildung
  der  Tafel,  die  der  Abhandlung  Bauer’s  in  den  Philosophical
Transactions  angehängt  ist.

Bqa.VvII  Abbildungen  über  das  Keimen  und  Wachsthum
des  Weizens:  40  Tafeln,  meist  in  bunten  Farben  sorgfältig  und
schön  ausgeführt.  Voran  kurze  Erläuterungen  zu  den  Tafeln.

Ba.  VII  14  Tafeln  mit  Abbildungen  zur  Veranschaulichung
botanischer  Formen  und  Kunstausdrücke:  Taf.1—4  verschiedene
Arten  des  Wurzelstocks  (Zwiebel,  Knolle,  Lathraea  squamaria  etc.);
Taf.5—8  Blattformen;  Taf.9  Blüthenköpfehen  von  Helianthus  annuus;
Taf.10—14  Früchte  (Pfirsich,  Weintraube,  Pomeranze),.  Sämmtliche
Abbildungen  sind  in  bunten  Farben  gemalt  und  von  hoher  künstlerischer
  Vollendung  (vgl.  besonders  1,  2,  11—14).

Bqd.IX  22  Tafeln  mit  Abbildungen  von  Blüthen  und  Früchten:
in  bunten  Farben  fein  ausgeführt.

Bd.X  12  Tafeln  mit  Abbildungen  von  Rosen:  schöne  Ausführung
  in  bunten  Farben,  jedoch  zum  Theil  nicht  vollendet.

Bd.XI  Fascikel  von  etwa  100  beschriebenen  Blättern:  Excerpte
  und  Verzeichnisse  über  Orchideen,  den  Werken:  Jacquin’s,
A.  v.  Haller’s  u.  a.  entnommen.

Bd.XII  29  Tafeln:  schön  colorirte  Copieen  aus  Jacquin’s  Flora
Austriaca  (Taf.  1—13)  und  Selectarum  stirpium  Americanarum  historia
(Taf.14—29),  besonders  Orchis-  und  Epidendrum-Arten.

Ba.XIll  22  in  bunten  Farben  ausgeführte  Tafeln:  Plants
(Örehideous)  found  near  Port  Jakson,  New  Holland,  by  Captain
Paterson.  Am  Schluss  ein  Blatt  mit  Notizen  über  Grösse,  Blüthezeit
  ete.  der  einzelnen  Pflanzen.

Ba.XIV  19  Tafeln:  Abbildungen  von  Erica-Arten,  in  bunten
Farben  prächtig  ausgeführt.

Bd.XV  60  Tafeln:  Kupferstiche  von  Erica  mucosa  und  Erica
sexfaria,  von  Bauer  prächtig  mit  der  Hand  colorirt.  Jeder  Stich  in
30  Exemplaren.

Ba.XVI  17  Tafeln  mit  Abbildungen  zur  Erläuterung  der  Fortpflanzung
  der  Farnkräuter:  meist  nur  mit  Bleistift  angelegt  und
nur  selten  mit  bunten  Farben  ausgeführt.

Ba.xXVıl  Druck  Sammelband  von  Sir  Everard  Home’s
anatomischen  Abhandlungen  aus  den  Philosophical  Transactions
1816  -1830  nebst  den  von  Franc.  Bauer  gezeichneten  Kupfern  (in
schwarzem  Abdruck).

Bd.XVIII  (59  Tafeln;  als  n.6  sind  fälschlich  2  Tafeln  bezeichnet)
und  XIX  (62  Tafeln):  Baner’s  Zeichnungen  zu  E.  Home’s  anatomischen
Abhandlungen  aus  den  Philosophical  Transactions  in  prachtvollen
farbigen  Kupferstichen  (also  keine  Handmalerei  Bauer’s).  Hie  und
da  finden  sich  jedoch  zwischen  den  bunten  Kupfern  auch  Stiche  in
schwarzem  Abdrucke.  Im  dem  Bd.  X  VIII.  vorgehefteten  Verzeichniss
von  Bauer’s  Nachlass  wird  über  diese  Sammlung  farbiger  Stiche  gesagt:
  “This  is  the  only  copy  of  that  work  in  existence  and  for  wich
the  late  Professor  Williams  of  Oxford  was  negotiating  with  M*  Bauer
to  purchase  it  for  the  Bodleian  Library,  but  the  Professor  was  taken
ill  and  died  before  the  bargain  was  coneluded’.  Uber  die  vorn
        <pb n="321" />
        Hist.  nat.  94  —  97  315

in  Bd.XVII  eingehefteten  Schriftstücke  vgl.  oben  das  Allgemeine.

Bd.XX  48  Tafeln  mit  (bunten  oder  nur  mit  Bleistift  angelegten)
Zeichnungen  aus  der  menschlichen  und  vergleichenden  Anatomie.
Vielfach  sind  es  Skizzen  und  Vorarbeiten  zu  den  Stichen  in  Bd.XVII
und  XIX.  Taf.1  Kopf  und  Augen  von  Cobitis  anapleps..  2  Durchschnitt
  des  menschlichen  Auges.  3—11  Darstellung  der  Blutkügelehen
  nebst  Angabe  einer  Methode,  sie  zu  messen.  12  Haut
eines  Negers.  13—18  Mikroskopische  Darstellungen  von  Haaren.
19—40  Zeichnungen  zur  Anatomie  von  Ornithorhynehys  Hystrix  und
Lumbrieus  terrestris.  _  41—44  Abbildungen  verschiedener  Käfer.

45  Abbildung  von  Vespertilio  auritus.  46  Menschliches  Ovum.
47  Menschlicher  Foetus  im  Ovarium.
B.  Zeichnungen  Ferdinand  BDauer’s.

Ba.XXI  16  Tafeln,  meist  etwa  32  cm  hoch  und  48  em  breit:  Ansichten
  aus  Griechenland,  in  braunrother  Tusche  höchst  vollendet
ausgeführt.  Nach  dem  Verzeichniss  vorn  in  Bd.XVII  sind  sie  von
Ferdinand  Bauer  angefertigt  “on  the  spot  in  1781—1785°.  Taf.lund2
Athena-Tempel  auf  Sunion;  Taf.3  wohl  Megara;  Taf.4  (Alt-JKorinth
und  Akrokorinth;  Taf.5  Athen  (Rhede  von  Phaleron)  vom  Meere  aus;
Taf.6  Odeion  des  Herodes  Attieus;  Taf.7  ?  (Reste  eines  dorischen
Tempels,  10  Säulen);  Taf.8—10  Theseion;  Taf.11  Denkmal  des
Philopappos;  Taf.12  Olympieion;  Taf.13  Hadriansbogen,  vom
Olympieion  aus;  Taf.14  Panorama  von  Athen  und  Umgegend  vom
Lykabettos  aus;  Taf.15  Korinth;  Taf.16  Gruppe  von  Antiken,  darunter
  die  Stele  von  Orchomenos.

Hist.  nat.95  30Bl.  meist  zu  26  :311/,  cm  in  braunem
gepresstem  Lederband  mit  Umschlag  und  Mappe  von  grünem  Leder
1826—  28

Bl.1  “Icones  plurium  fungorum  russicorum  eximia  arte  prineipis
Vladimiri  Lvoff  pie  defuneti  ad  naturam  adcurate  pietas  librorun
Georgiae  Augustae  thesauro  .  ..  addidit  .  ..  universitatis  .  .  Gottingensis
  .  .  doctor  societatisque  scientiarum  sodalis  Just.  Christian.  a
Loder.  Mosquae,  cal.  Aug.  1830°  (vielleicht  von  Loder’s  Hand).
Auf  dem  Einband  ist  eingedruckt  “A  son  Exec.  Mr.  de  Loder  dedie
par  la  reconnaissance.  Dessine  d’apres  nature  par  le  prince  Vlad.
de  Lvoff  pendant  les  annees  1826,  27  et  23.  A  Moscon  ce  24.12.
1829”.  Enthält  auf  24  Tafeln  mit  Wasserfarben  nach  der  Natur
fein  gemalte  Abbildungen  von  106  russischen  Pilzen,  davon  die  meisten
in  mehrfacher  Ansicht,  offenbar  schr  naturgetreu.  Dazu  (Bl.2—6)
eine  russisch-französische  Vorrede  und  russisches  Inhaltsverzeichniss
in  einer  Copie  von  der  Hand  des  älteren  Sohnes  des  Fürsten,  Vladimir.

Hist.  nat.96  I-+  858.  zu  201),  :161/,  em  1766-1776

“Catalogus  plantarum  in  pracfeetura  Wildeshausen  (in  Oldenburg)

et  proxime  adiacentibus  sponte  nascentium,  1766—1776°  mit  einzelnen

  späteren  Zusätzen.  Das  Verzeichniss  ist  nach  Linne  geordnet

und  enthält  Angaben  über  Blüthezeit  und  Standörter  der  einzelnen
Pflanzen.

Hist.  nat.97  II  +  1358.  zu  171),  :  101%,  em  1734—1736
“Plantas  offieinales  exoticas  ac  aliquot  indigenas  rariores  a.1734
        <pb n="322" />
        316  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

lıorto  privato  .  .  coluit  .  .  P(aul.)  H(enr.)  GCer.)  Moelring,  Jevera-Friso
  ..,  mit  Nachträgen  von  1735  und  1736.  Die  Pflanzen  sind
nach  ihrem  Standort  verzeichnet  und  kurz  beschrieben.

Hist.  nat.98  IL+  1798.  zu  161%  :10cm  1736

“Indicem  plantarum,  quas  im  horto  privato  a  tribus  annis..
coluit,  ...  amieis  tradit  Paul.  Henr.  Gerard.  Moehring  .  .  Jeverae
Frisonum  1736’.  Alphabetisches  Verzeichniss  der  Pflanzen,  mit
kurzen  Beschreibungen  und  einem  Grundriss  des  Gartens;  darauf
beruht  der  Druck:  Primae  lineae  horti  privati  .  .  extructi  &amp;amp;..
Moehring  .  .  1736.

Hist.  nat.99  A41Bl.zu31:20em  18Jahrh.

“Hortus  Chffortianus  manu  ..  Chr(istian.)  WAGlh.)  Büttneri  (1716
bis  1801)  scriptus’:  cin  ausführlicher  Auszug  oder,  wie  es  in
Schlichtegroll’s  Nekrolog  Bd.1  p.232  heisst,  “fast  wörtliche  Abschrift
  von  Linnaei  hortus  Cliffortianus.  1813  von  Blumenbach
geschenkt.

Hist.  nat.100  I-+55  und  17  Bl.  (Beilagen),  bis  zu  23:
17cm  1785

(Georg  Forster),  Bl.1  °Hortus  botanicus  Vilnensis  inde  ab
a.1785°.   Bl.2  Apparatus  (659)  seminum  mecum  allatorum’,  welche
er  von  A.  Murray  in  Goettingen,  Pohl  in  Leipzig  und  J.  R.  Forster
in  Halle  erhalten  hatte.  Bl.52  “Index  plantarum  systematicus
sistens  hortum  botanicum  a  (J.  E.)  Gilibert  mihi  derelietum.  Maio
1785’.  Von  den  Beilagen  enthalten  no.4  und  5  ein  Verzeichniss
der  1785  im  bot.  Garten  zu  Mantua  vorhandenen  Samen  (von  anderer
Hand).  1797  aus  Georg  Forster’s  Bibliotliek  gekauft  (Vgl.  H.  nat.54).

Hist.  nat.101  10S.zu32:201/,  cm  1810

Tourreau,  ‘notice  sur  la  plante  appellde  Arachide  ou  pistache
de  terre  (arrachis  hypogea  L.),  plante  originaire  d’Amerique’.  Datirt:
Gottingue  1.1.1810.  Geschenk  des  Verfassers.

Hist.  nat.  102  22  Fascikel  in  2  Bänden  (Fase.  1—6,
7—26)  von  vielen  Händen  geschrieben  17/18  Jahrh.

Schriftstücke  aus  Joh.  Ssvammerdam’s  (1637—1680)  Nachlass,
nebst  einer  Sammlung  von  Briefen  über  seine  dem  Melchis.  T’hevenot
vermachten  Manuscripte;  von  Herm.  Boerhaave  erworben  und  in
‘Swammerdammii  Biblia  naturae’  1737/8  verwerthet.  Boerhaave’s
Bemühungen  um  diese  Ausgabe  bezeugen  mehrere  von  ihm  geschriebene
Blätter,  zahlreiche  Verbesserungen  und  redactionelle  Notizen  und  die
Druckcorrocturen  von  vielen  der  in  ‘Bibl.  nat.  enthaltenen  Kupfertafeln.
  Von  Swammerdam’s  Nachlass  sind  einige  Stücke  eigenhändige
Originale,  was  jedesmal  besonders  bemerkt  werden  wird,  das  Meiste
Abschriften  von  anderen  Händen.  Das  in  Fasc.1  befindliche  Inventar
über  den  Nachlass  weist  mehr  Stücke  auf  als  hier  vorliegen.

Fase.1:  14Bl.;,  darunter  “Inventarie  .  .  de  Swammerdam,  que
Mr.  (Jos.)  du  Verney  a  revue  sous  Mr.  (Mare)  Guitton  pour  moy’
Abschrift  von  Boerhaave’s  Hand  (vgl.  Svammerdams  Leben  in  “Bibl.
nat’).  Dann  über  Leben  und  Schriftstellerei  Svammerdams,  dar-
        <pb n="323" />
        Hist.  nat.  98—102  317

unter  (4  Bl.)  Excerpte  aus  den  m  Fasc.2  und  25  enthaltenen  Briefen,
angefertigt  von  Boerhaave.

Fasc.2:  (65  Bl.)  Das  Testament  Swammerdams  vom  25.1.1680,
beglaubigte  Copie  des  holländischen  Originals  mit  französischer  Übersetzung.
  41  Briefe  Swammerdams  an  Thevenot,  zum  Theil  sehr
beschädigt,  die  meisten  undatirt,  die  datirten  aus  den  Jahren  1665  bis
1678,  hauptsächlich  wissenschaftlichen  Inhalts.  Ein  Inhaltsverzeichniss
von  Boerhaave’s  Hand  liegt  bei.  Bl.63  “Deux  lettres  de  Guenellon
tonchantes  la  maladie  fatale  &amp;amp;..  Swammerdam’,  an  Thevenot,  stark
beschädigt.

Fasc.3:  (12  Bl.)  “L’histoire  naturelle  de  la  seiche  .  .  mit  6  Taf.,
französische  Übersetzung  der  in  “Bibl.  nat.,  Expl.  tab.  p.117—124
gedruckten  holländischen  Erklärung  von  Taf.  50—52.  Fasc.4:
(4Bl.)  ‘..  Ver  qui  se  trouve  dans  le  fromage’  mit  6  Taf.,  französische
  Erklärung  von  Taf.43,  etwas  abweichend  von  “Expl.  tab.’
p.96—  100.  Fasc.5:  (4Bl.)  ‘L’historie  naturelle  du  cousin  .  ,
von  mehreren  Händen,  französische  Erklärung  von  Taf.31  und  32,
etwas  abweichend  von  "Expl.  tab.  p.75—77.

Fasc.6a—c:  6a  (78  S.)  “"Tractaat  van  de  beyen’,  Original,  in  etwas
veränderter  Fassung  in  “Bibl.  nat.”  p.367—538.  6b  (96  Bl.)  Eine
andere,  hie  und  da  lückenhafte,  am  Ende  unvollständige  Fassung  in
französischer  Sprache,  entsprechend  “Bibl.  nat.”  p.367—549  (bis  zu
den  Worten:  ovaalagtig  ront  vertoonden),  Abschrift  eines  französischen
Originals,  nur  das  beigelegte  Bl.80  ist  von  Svammerdam  geschrieben.
Auf  BI.96  “Maniere  pour  voir  distinetement  faire  la  cire  des  abeilles’,
wohl  ungedruckt.   6e  (31  Bl.)  "D’histoire  naturelle  des  abeilles  .  .’
mit  3  Taf.,  französische  Erklärung  von  Taf.17—26,  abweichend  von
“Expl.  tab.  p.36—58.

Fasce.7:  (5Bl.)  ‘..  Papillon  qui  volle  le  jour.  .  mit  5  Taf.,  französische
  Erklärung  von  Taf.  34—36,  entsprechend  “Expl.  tab.’  p.79  bis

8.  Fase.$8:  (8  Bl.)  “...  L’asilus  musca  .  !  mit  5  Taf.,  französische
Erklärung  von  Taf.39—42,  etwas  abweichend  von  “Expl.  tab.’  p.89  bis
96.  Fasc.9.:  9  Taf.  zur  "anatomie  des  limacons’.  Fase.10:

(II  +60-+248.)  ‘.  .  Historia  scarabaei  nasicormis  .  .‘  mit  7  Taf.,  die
französische  Übersetzung  eines  holländischen  Originals,  entsprechend
dem  Druck  in  “Bibl.  nat.  p.300—347  und  “Expl.  tab.”  p.59—74.
(20  Bl.)  Eine  andere  französische  Erklärung  der  Tafeln.

Fase.11:  (12  Bl.)  "L’anatomie  du  pou’,  an  Thievenot  gerichtet.
Fasc.12:  (9  Bl.)  ‘..  D’ephemere’  und  eine  französische  Erklärung  von
Taf.13—15  (vgl.  “Expl.  tab.’  p.29--34),  eine  von  der  gedruckten
verschiedene  Fassung.  Fasc.13:  (9Bl.)  “Explication  des  figures
de  l’histoire  des  grenouilles’,  mit  7  Taf.,  am  Ende  unvollständig,  entspricht
  “Expl.  tab’  p.110—116.  (2  Bl.)  Eine  andere  lateinische
Erklärung.  Fase.14:  3  Taf.  (no.44  und  45).

Fasec.15:  (20Bl.  in  12%  “Brief  von  Joh.  Swammerdam  .  .  van
de  ecancellus  ...  aan...  Thevenot  .  .,  Original  (-{|Bibl.  nat.”  p.  194
bis  208  und  “Expl.  tab.’  p.26—28).  (3  BL.)  Eine  andere  französische
Erklärung  der  Tafeln.  Fase.16:  "Les  semences  de  la  fougere’,
2  Tafeln  von  kleinerem  Format  als  die  übrigen,  die  eine  mit  eigenhändiger
  französischer  Erklärung  Swammerdams  (vgl.  "Expl.  tab.’
        <pb n="324" />
        318  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

p.124)  nebst  (1  Bl.)  Abschrift  von  andrer  Hand.  Fasc.17—24  des
Inventars  fehlen.

Fase.24a:  (20  Bl.  in  12%  “De  vinger  Gods  getoont  in  de  anatomie
van  een  luys...  aan...  Thevenot  .  .,  Original,  etwas  abweichend
von  “Bibl.  nat’.  p.67—8.

Fase.25:  Eine  Sammlung  von  holländischen,  französischen  und
lateinischen  Briefen  aus  den  Jahren  1679—1684,  sämmtlich  (bis
auf  einen)  an  Thevenot  gerichtet,  betreffend  den  Nachlass  Swammerdams,
  im  besondern  dessen  dem  Thevenot  vermachten  Manuseripte
und  die  von  diesem  gegen  Herm.  Wingendorp  angestrengte  Klage  anf
Herausgabe  der  von  ihm  verwahrten  Papiere  (vgl.  Boerhaave  im  Leben
Swammerdams).  Von  den  Briefen  sind  2  von  Guenellon  geschrieben,
(Bl.5)  15  von  Daniel  de  Hoest  (Dr.  med.  in  Leyden),  (Bl.38)  1  von
Le  Moyne,  (Bl.40)  2  von  J(oh.)  Ortt  de  Nyenrode,  (Bl.44)  14  von
Burcher  de  Volder,  (Bl.70)  1  von  Wingendorp  an  Nyenrode  (Copie),
(B1.72)  3  von  unbekannten  Personen.  Als  Beilagen  (Bl.8,  13,  18)
3  Copieen  von  den  Protokollen  mehrerer  Gerichts-  und  Notariats-Verhandlungen
  in  Sachen  des  Testaments,  Leyden  6.  und  9.  8.,  23.  10.,
3.  12.  1681.  Bl.37  Ein  nicht  hierher  gehöriger  holländischer  Brief
des  Ant.  von  Leeuwenhoek,  Delft  23.9.1688,  mit  dem  er  seine
Bemerkungen  über  die  Circulation  des  Blutes  an  Thevenot  übersendet.


Fasc.26:  35  Tafeln  aus  “Bibl.  nat.’

Aus  der  Bibliothek  des  Prof.  von  Doeveren  in  Leyden  1784
gekauft.

Hist.  nat.103  10Bl.  zu  261/,:19!/%,  em  um  1749

“Betrachtungen  über  die  Beschreibung  der  Fossilien  nach  äusserlichen
  Kennzeichen’.  .

Hist.  nat.104  353  Bl.  zu  20:16'1%  em  1679

Engelb.  Kämpfer  (1651—1716),  Collectaneen  über  die  drei  Naturreiche.


Bl.2  “Physiologia  speecialis  de  eorporibus  naturalibus  perfeete  mixtis
ab  E.  Kaempfero,  dum  Regiomonti  studeret,  consareinata’;  Nachschrift
einer  Vorlesung  über  Mineralogie;  Bl.139b  ‘ad  finem  .  .  est  perducta
d.  14.  7.  1679”.  Bl.140  Excerpte  über  “Gummi,  resinae  lachrymae
etc.”  Bl.159  “Zoologia”.  Bl.218  “Phytologia’  oder  (Bl.219)
“Medieamenta  quae  ex  plantis  offieinalibus  prostant  a  meth(odo)
Schröd(eri)’,  durchschossen;  wohl  Nachschrift  einer  Vorlesung,  in  der
Joh.  Schröders  Pharmacopoeia  medico-chymica,  liber  IV  (Phytologia)
classis  I  zu  Grunde  gelegt  ist.  Aus  der  Bibliothek  des  Prof.  Giseke
1798  auf  einer  Auction  in  Hamburg  gekauft.

Hist.  nat.105  16  Bl.  zu  211%,  :18  em  in  braunem

Ledereinband,  auf  dem  in  Golddruck  steht:  J.  D.G.  A.  1.2.2.M.S.
1749

Joh.  Gottlob  Lehmann  Dresdensis,  de  generatione  galenae  verae
et  pseudogalena  .  .  1749.

Hist.  nat.105k  Druck

Alb.  Ritter,  collegii  Ilfeldensis  ...  proreetoris  et  senioris..,  supplementa
  seriptorum  suorum  historico-physicorum  .  .  1748,  dureh-
        <pb n="325" />
        Hist.  nat.  103—  108  819

schossen  und  23  Bl.  angebunden,  mit  sehr  vielen  Naehträgen  von
Ritter,  einigen  wenigen  Mittheilungen  von  andrer  Hand  gesehrieben
oder  aus  Briefen  an  Ritter  entnommen,  21  Tafeln  (Zeichnungen  von
Ritter  und  anderen,  und  Kupfer),  1  Druckbeilage.  Die  Nachträge
enthalten  grösstentheils  Excerpte,  Litteraturangaben  und  eigene
Beobaehtungen  über  naturhistorische  Gegenstände,  besonders  über
Mineralien  und  Curiositäten,  dann,  mehr  oder  weniger  zur  Sache
gehörig,  Aneedoten,  Recepte,  Alterthümer,  viele  Notizen  über  den  Harz
und  besonders  iiber  die  Klosterschule  von  Ilfeld  (bei  der  Widmung,  bei
S.13,  14;  ferner  bei  S.12  und  14  Zeichnungen  von  Ilfeld  und  Umgegend
der  Schule,  bei  S.16  und  Anhang  BI.17  Excerpte  aus  den  in  der
Kloster-Registratur  befindliehen  Tagebüchern  Michael  Neanders).
Auf  dem  Titelblatt  hat  sich  W.  C.  E.  v.  Willen),  Ilfeldiseher  Amtmann,
  eingetragen.

Hist.  nat.106  48Bl.  zu  201),  :171%,  cm  1785—1792

(Georg  Forster),  “Diarium  faunae  floraeque  Vilnensis’,  in  den
Jahren  1785—1787  geführt,  worin  er  die  von  ihm  bei  Wilna  nachgewiesenen
  Thiere  und  Pflanzen  verzeichnet  und  zum  Theil  ausführlich
  beschreibt.  Bl.48  Anfang  zu  einem  ähnlichen  Tagebuch
in  Mainz  1792.  Aus  Forsters  Bibliothek  1797  gekauft.

Hist.  nat.107  978S.zu  32:20  cm  18Jahrh.

Bl.1  “Index  to  Mr.  de  Brisson’s  Ornithologie’;  nebst  Angabe  der
Benennungen  nach  Linne.  Bl.38  folgen  gleiche  Verzeichnisse  zu
den  Abbildungen  von  Buffon,  Catesby  nat.  hist.  of  Carolina,  Edwards
hist.  of  birds,  Gronovius  zoophylaeium,  den  Werken  über  Inseceten
von  Geer,  Frisch,  Roesel,  Geoffroy,  Albinus,  Wilkes,  Drury,  und
d’Argenville  eonchyliologie.  Aus  Georg  Forsters  Bibliothek  1797
gekauft.

Hist.  nat.108  10  und  104  Bl.,  291/,  cm  hoch,  33  cm  breit
1717

Farbige  Copie  der  Hft  no.326  in  Hannover,  welche  die  von  Samnel
Falours  in  Indien  gemalten  Bilder  von  Fischen  des  Indischen  Meeres,
besonders  der  Molukken  enthält;  dazu  (B1l.9)  ein  “Avertissement’
J.H.v.  Bülow’s  über  die  Entstehung  des  Hannoversehen  Originals  und
der  Göttinger  Copie.  Aus  der  Hannoverschen  Hft  hat  (Louis)  Renard
im  2.  Band  seines  Werkes  “Poissons  .  .  des  isles  Moluques’  etwa
250  Bilder  wiedergegeben.  Die  Göttinger  Hs.  ist  eine  getreue
Copie  der  Hannoverschen,  welche  1717  für  J.  H.  v.  Bülow  angefertigt
wurde.  Sie  enthält  auf  101  Tafeln  cbenso  wie  das  Original  434  Abbildungen.


Voran  gehen  2  Briefe  Renard’s  (Amsterd.  5.  und  19.  11.  1715)
über  seine  Ausgabe.  Dann  Bl.4—”7  ein  Memorial  (vergleichendes
Verzeichniss  der  im  Drucke  und  in  der  Hs.  vorkommenden  Abbildungen)
  und  (Bl.6b  und  8)  eigenhändige  Bemerkungen  Bülow’s
dazu.
        <pb n="326" />
        520  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Theologie.

Theol.1  Pergam.  2Bände:  Band  I  von  299  Bl.  zu  41:
29cm,  Band  II  von  305Bl.  zu43:30cm  2Spalten  rothe  Uberschriften,
  rothe  und  blaue  Initialen  zu  Anfang  jedes  einzelnen  Buches
eine  grosse  mit  bunten  Farben  und  Gold  fein  ausgeführte  Miniatur,
die  sich  meist  auf  den  Verfasser  des  Buches  bezieht,  oder  an  ihrer
Stelle  ein  grösserer  roth  und  blau:  verzierter  Anfangsbuchstabe
XIV/XV  Jahrhundert  alte  mit  gepresstem  Leder  überzogene  und  mit
Schliessen  versehene  Holzdeckel,  auf  denen  die  Jahreszahl  1566  steht

Biblia  (lateinisch),  mit  dem  Prolog  an  Paulinus,  mit  den  Prologen
  zu  den  einzelnen  Büchern  und  mit  den  Capitula  zu  vielen
Büchern.

Bd.I:  Pentateuch,  Josua,  Richter,  Ruth,  Könige  I—IV,  Propheten,
Hiob.

Bd.1I:  Voran  Bl.1°Sex  prohibent  peccant  .  .‘,  die  oft  vorkommenden
Metra  registri  bibliae,  und  Bl.4b  Ordo  librorum  et  numerus  capitulorum
  byblie  "Gen.  exo.  levit..  .’,  10  Hexameter.  Dann  Psalterium;
am  Ende  die  polnische  Unterschrift  "kmotrze.  kupsukny.  yuzgest.
czass’.  Der  Rest  dieser  Lage  ist  leer,  während  sonst  Buch  an  Buch
schliesst.  Proverbia,  Ecclesiastes,  Cantica,  Sapientia,  Sirach,  Paralip.
  I.  .,  Esdra,  Neemia,  Tobias,  Judith,  Esther,  Machab.  I.  II;  dann
das  neue  Testament  (Actus  Apostolorum  hinter  dem  Hebräerbrief).
Bl.264  “Explicit  liber  apokalipsis  b.  Johannis  apostoli  nec  non  totus
liber  biblie  domni  Johannis  plebani  ecelesie  sancte  Marie  Magdalene
in  Vgezd  sub  monte  petrino  finitus  feria  sexta  post  salus  populi  per
manus  Vene  de  Meronicz’.  B1.264b  "Ineipit  oratio  Salomonis  que
debet  esse  in  fine  ecclesiastiei:  Et  declinavit  Salomon  genua  sua  .  ..
Bl.264b—305  Interpretationes  Hebraicorum  nominum  "Az  (so
hier  statt:  Aac)  apprehendens  vel  apprehensio’:  gedruckt  unter  den
Werken  des  Beda,  Tom.III  (Colon.  Agripp.  1688)  col.  371ff,  dagegen
im  Cod.  theol.2  Bl.608  und  sonst  (vgl.  Oudin,  Commentar.  de  scriptor.
eccl..1  1693)  bezeichnet  als  Werk  des  Remigius  (Autesiodorensis).

Theol.2  sehr  dünnes  Pergam.  660  Bl.  zu  14:10  cm

zwei  Spalten  rote  und  blaue  Schnörkelbuchstaben  zu  Anfang
der  Bücher  kleine  Miniaturen  in  bunten  Farben  und  Gold  französische
  Schrift  des  XIV  Jahrhunderts  Goldschnitt  moderner
schwarzer  Lederband

Biblia  (lateinisch).  Beginnt  mit  dem  Prolog  an  Paulinus,
dessen  Schluss  nebst  dein  Anfang  von  Genesis  cap.l  durch  Blattausfall
  verloren  gegangen  ist.  Jedoch  ist  letzterer  von  jüngerer  Hand
auf  einem  eingelegten  Pergamentblatt  (Bl.7)  nachgetragen.
Zwischen  Bl.489  und  490  ist  durch  Blattausfall  der  Schluss  von
II  Machab.  cap.15  und  der  Anfang  des  Matthäusevangeliums  ausgefallen.
  Die  Actus  apostolorum  stehen  vor  dem  Jacobusbrief.
        <pb n="327" />
        Theol.1i—4  321

B1.608  Interpretationes  (nominum  Hebraicorum)  Remigii;  vgl.
Cod.  theol.1  Bd.II  BIl.264b.

Bl.652b  (von  jüngerer  Hand)  Verzeichniss  der  Lectionen  für  die
einzelnen  Sonn-  und  Festtage.

Notizen  über  Besitzer:  Bl.2  “Iste  liber  est  ex  dono  dompni  Johannis
(hierauf  folgen  2  Reilien,  die  nicht  mehr  zu  lesen  sind)  de  Radyng.
Quem  quicumque  alienaverit  vel  de  eo  fraudem  fecerit,  anathema
sit.   DBl1i  "William  Duncomb  me  iure  tenet  A.  D.1675’.   BlI.3b
“Liber  R.  Warfilde  ex  dono  Johannis  Bullocke  amieissimi”.  Nach
Göttingen  kam  die  Hs.  1796  aus  der  Bibliothek  des  Zollschreibers
Süllow  in  Hameln.

Theol.3  Pergam.  419Bl.  zu  22:16!/,  cm  (Bl.260  ist
herausgerissen)  rothe  Überschriften,  rothe  und  blaue  Schnörkelbuchstaben,

  zu  Anfang  der  einzelnen  Bücher  grössere  Initialen
XIV  Jahrh.  Lederband  des  18  Jahrh.

Biblia  (lateinisch.  Beginnt  mit  dem  Prolog  zum  Pentateuch;
die  Actus  Apostolorum  stehen  hinter  dem  Hebräerbrief.

B1.417b  Verschiedene  in  England  gemachte  Eintragungen,  darunter
über  diese  Hs.  ‘.  .  Guillelmus  Coppere  de  Gymbornemynstre  presbyter
(donavit?  .  .)  bibliotecam  ordini  fratrum  praedicatorum  (de)liberans

eam  priori  et  conventui  de  Fyscherton  iuxta  Sarum  (Salisbury)  sub
tali  condieione  quod  dicti  fratres  perpetu(o)  rogent  pro  animabus
domini  Gillelmi  de  Middeltonn  et  dieti  Gillelmi  Coppere  presbyterorum’;
dann  von  andrer  Hand  “Et  dicti  fratres  concedunt  dietam  bibliotecam
domino  Johanni  de  Austye  (?)rectori  ecelesie  de  Litteltone  ad  terminum
vite  sue  et  post  decessum  dieti  domini  Johannis  dieta  biblioteca
revertetur  dieto  ordini  fratrum  pracdieatorum  de  Fisscherto  in  perpetuum’.
  Ferner  über  Rob.  Jlolcot  folgende  Zeilen  “Holkot  erat
cursor  Sarum’  und  darunter  “lector  etiam  fuit’;  neben  diesen  2  andere
Zeilen  “1336  salutacio  mea  manu  pauli  the*  in  introitu  sententiarum’
und  “1349  ob  iusti  me  the®’.  Darunter  “Haec  acccepit  Marcellius  de
libello  Holkot  in  conventu  Norhampton.  propria  manu  ipsius  scripto’
und  “Doctor  profundus  s.  Bradwardynus  erat  contemporaneus  eius
ibidem’.  Ferner  eine  Notiz  über  die  1290  erfolgte  Ausweisung  der
Juden  aus  England  ‘1290  iudei  relegati  sunt  numero  32000  (16511
nach  anderen  Quellen;  vgl.  Pauli,  Gesch.  von  E  ngland  IV,  1855,  8.33f.)
inter  festum  micaclis  et  omnium  sanetorum  .  Bl.419  "Shefftonie’
und  darunter  die  Namen  von  5  “domine  abbatisse’  und  4  “priorisse”.

Bl.1  “Ex  libris  Caesaris  de  Missy,  Londini  a.1746°.  Der  Göttinger

  Bibliothek  wurde  die  Hs.  1776  von  Jo.  Reinh.  Forster  geschenkt.

Theol.4  dünnes  Pergam.  TL+605  Bl.  (Bl.422  und  591
sind  halb  weggerissen)  zu  141/  :91/,;,  cm  zwei  Spalten  zu  Anfang
der  Capitel  rothe  und  blaue  Schnörkelbuchstaben,  zu  Anfang  der
Bücher  kleine  Miniaturen  XIV  Jahrhundert  alter  lederüberzogener
Holzdeckel  mit  Schliesse

Biblia  (lateinisch).   Bl.1  fehlt  Jetzt;  Bl.2  beginnt  in  dem  Prolog
ad  Paulinum.  Ebenso  fehlt  B1.524  (Schluss  des  Iebräerbriefs  und
Anfang  der  Actus  Apostolorum).

B1.552b  Hie  ineipiunt  interpretationes  (nominum  Ilcbraicorum

21
        <pb n="328" />
        522  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Remigii;  vgl.  Cod.  theol.1  Bd.II  Bl.264b).  B1l.590  (von  andrer
Hand  zugefügt)  Inhaltsangabe  von  Pentateuch,  Josua,  Judieum  und
Regn.  I-IV;  dann  Bl.599  Verzeiehniss  der  Leetionen  für  die  einzelnen
Feiertage.

Bl.I  einige  Eintragungen  um  1400  über  Mitglieder  der  Familie
Theronde.  Von  anderer  Hand  “Hune  librum  eoncessit  Dns.  Hugo
Leye  Dompno  Hugoni  benedieto  monaeho  monasterii  Winchecombensis
  (Benediktinerabtei  in  Gloueestershire)  a.  d.1512°.  Bl.IbundlI
ein  Index  aus  dem  Jahre  1407.

Bl.IIb  “Ex  libris  Caesaris  de  Missy  Londini  a.  d.  1746”.  Der
Göttinger  Bibliothek  schenkte  die  Hs.  1776  Joh.  Reinh.  Forster.

Theol.5  feines  Pergam.  465  gezählte  Bl.  zu  161/,  :  101/,
cm  XIN/XIVJahrh.  französische  Sehrift,  in  2  Spalten  rothe  und
blaue  Schnörkelbuehstaben  zu  Anfang  der  einzelnen  Bücher  kleine
ziemlich  gut  gemalte  Miniaturen  mit  Bezug  auf  den  Inhalt  oder  Verfasser
  des  Buches

Biblia,  lateinisch.  Beginnt  mit  des  Hieronymus  Brief  an
Paulinus.  Die  Aetus  Apostolorum  stehen  zwischen  dem  Hebräerbrief
  und  dem  Jacobusbrief.  Am  Schluss  “Laus  tibi  rex  Christe
quoniam  liber  explieit  iste’”  und  “Seribam  rege  poli  promissis  fallere
noli,  Qui  seit  cuncta  sciat  si  fraus  promissio  fiat’.

Bl.433  “Humilitas  est  ex  intuitu  proprie  condicionis  vel  conditoris
voluntaria  inelinacio,  Caritas  est.  .’:  längeres  Verzeiehniss  von  Tugenden
und  Lastern  mit  Erläuterungen.  Zwischen  B1l.434  und  435  sind
6  Blätter  von  einer  Hand  des  15  Jahrh.  mit  einer  Concordanz  der
Capitel  der  vier  Evangelien  beschrieben.

Bl.435  Verzeiehniss  der  Leetionen  für  die  einzelnen  Sonn-  und
Festtage.

Bl.438  (B1.437  fehlt)  Ineipiunt  interpretationes  hebraieorum
nominum;  vgl.  Cod.  theol.1  Bd.II  Bl.264b.

Aus  der  Bibliothek  von  Joaeh.  Heinr.  v.  Bülow,  der  es  erhalten
hatte  als  “Monuwovvov  C.(?)  A.  Sehlüteri”  (vgl.  die  Innenseite  des
Vorderdeekels).

Theol.6   Pergam.  281  Bl.  zu  34:  241),  em  zwei

Spalten  rothe  Uberschriften,  zu  Anfang  der  Bücher  ziemlich  gute

bunte  mit  Gold  verzierte  Miniaturen,  zu  Anfang  der  Capitel  rothe  und

blaue  Schnörkelbuchstaben  1887  alter  lederbezogener  Holzdeckel,
einst  mit  Schliessen

Biblia  (lateiniseh);  enthält  nur  die  ersten  Bücher  des  Alten

Testaments  bis  zum  Buche  Ruth  einsehliesslieh.  Voran  die  Prologe
an  Paulinus  und  an  Desiderius.  Vor  jeden  Buche  ein  Verzeichniss

der  Capitula;  Angabe  der  Verszahlen  am  Schluss  von  Genesis  (3700),
Levitieus  (2300),  Numeri  (3000),  Josua  (1200)  und  Judieum  (1250).
Am  Schluss  ‘A.  domini  1387  finitus  est  liber  feria  sexta  post  festum
sanete  Dorothee  martiris  ac  virginis  speeiose.  Amen’.

Auf  Bl.1  und  11  ist  ein  Wappen  ausradirt  (Querbalken,  darüber
2  Kugeln,  darunter  eine).  Auf  dem  Vorsetzblatt  steht  "Emptum
Viennae  1795  praetio  36  Flor.”.  Nach  Göttingen  kam  die  Hs.  1801
durch  Kauf  aus  Arolsen.
        <pb n="329" />
        Theol.5—19  323

Theol.?  Pergam.  464  Bl.  zu  46:32  em  in  zwei
Spalten  rothe  Überschriften  zu  Anfang  der  Bücher  und  Capitel
bunte  Initialen  Bi.3b  (Schluss  des  Prologs  zum  Pentateuch)  Miniatur
in  bunten  Farben  und  Gold  (14/5,  :  161/,  cm):  Hieronymus  einem  Löwen
den  Dorn  aus  dem  Fusse  ziehend  1411  alter  mit  Leder  bezogener
Holzband,  einst  mit  Schliessen  und  Buckeln

Biblia  (lateinisch).  Beginnt  mit  der  Epistola  ad  Paulinum
“Frater  Ambrosius’.  Die  Actus  Apostolorum  stehen  vor  der  Apocalypse.
  Verszahlen  sind  notirt  zu  Genesis:  MDCO,  Exodus:

tria  milia,  Leviticus  IICCC.  Bl.464b  “Explicit  liber  apokal.  anno
domini  1411’.
Kam  1803  in  die  Bibliothek.

The0l.10  5Bl.  zu  351),  :21'%  em  18Jahrh.

Textus  Versionis  LXXviralis  prophetarum  Oseae  Habacue
Jonae  Nahum  Michae  prout  habetur  in  Codice  Ms.  Bibliothecae
Universitatis  Argentinensis,  qui  inseribitur  OzopvAaztov  LONLERLOXKONOV
Boviyagias  Eönynas  eis  Tors  Öwdexa  noopmtas,  collatus  cum
textu  eiusdem  versionis,  qui  exhibetur  in  editione  Breitingeriana,
Tiguri  1732,  T.IU.  Über  die  (jetzt  wohl  verbrannte)  Strassbureer
Hs.,  deren  Collation  hier  vorliegt,  wird  (Bl.1)  angemerkt  “Codex
noster  est  chartaceus  satis  eleganter  seculo  XIV  aut  XV  exaratus.
Emtus  esta.  0.1585  a  Lazaro  Zeznero  bibliopola.  Fuerat  autem  olim
codex  Andreae  Darmarii  Epidaurii’  (d.  h.  wohl,  A.  Darmarius  hatte
auch  diese  Hs.  geschrieben;  er  starb  um  1587).

Theol.14  2  Bände;  I:  Druck  in  fol.;  II:  etwa  900  Bl.  zu
34:21!)  em  18Jahrh.

Band  I:  Biblia  (niederdeutsch),  Magdeborch  1545,  Druck;  am  Rande
sind  von  O.  Riepenhausen  (in  Göttingen),  der  vom  "17  Dec.  1783’
eingeschrieben  hat,  nur  die  Verszahlen  zugesetzt.

Band  Il:  des  Senators  O.  Riepenhausen  Vergleichung  dieser  Bibel
mit  der  hochdeutschen  zu  Lüneburg  1653  in  12°  gedruckten;  die
einzelnen  Stellen  sind  von  1—21296  gezählt,  der  Schluss  von  II
Timoth.1,  12  an  fehlt.

1855  von  Dr.  Müldener  m  Göttingen.

Theol.18  Perg.2Bl  XJahrh.

Doppelblatt  eines  im  10.  Jahrh.  schön  geschriebenen  lateinischen
Psalterium  triplex.  Drei  Spalten  enthalten  die  translatio  GALL.
ROM.  HEBR.  von  Psalm  50,5—51,11.  Jeder  Vers  beginnt  in  neuer
Zeile  mit  grossem  Buchstaben;  die  Überschrift  von  Psalm  51  ist  roth.
Die  Textseite  ist  25  cm  hoch  und  20  breit.  Vom  ersten  Blatt  ist
der  äussere  Rand  weggeschnitten,  so  dass  in  der  translatio  Ilebr.
von  Ps.50,  5—13  die  2.  und  in  der  Gall.  von  50,  13—20  die  1.  Hälfte
der  Zeilen  fehlt.  Die  innerste  Spalte  des  2.  Blattes  bildete  früher
den  Rücken  eines  Einbandes,  so  dass  die  obere  llälfte  (transl.  Gall.
von  50,  21—23  und  transl.  Hebr.  von  51,  4—6)  zum  Theil  fehlt.

1891  von  Prof.  H.  Sauppe  geschenkt.

Theol.19  (früher  50)  201  Bl.zu  91%,  :6Y/,  cm  17Jahrh.

brauner  Lederbaud  mit  Goldpressung
21*
        <pb n="330" />
        324  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

‘Dass  Buch  dehr  Lobe  oder  dehr  Weissagunge  dess  Propheten
Davidss’,  nach  Bl.3  “auss  einer  uralten  version’.

Deutscher  Psalter,  in  der  Fassung,  welche  die  gedruckten
Bibeln  von  1483—1518  bieten;  vgl.  W.  Walther,  die  deutsche  Bibelübersetzung
  des  Mittelalters  III  (1892)  Sp.705,  wo  diese  Hs.  besprochen
  ist  (die  Bibeln  von  1485,  1507,  1518  sind  wegen  der  Sp.112
aus  ihnen  angeführten  Lesarten  ausgeschlossen).

.  Theol.21_  234Bl.  zu  29:201/,cm  2Spalten  rotlhe
Überschriften  und  Initialen  15  Jahrh.

Biblia  (lateinisch):  Proverbia,  Eeclesiastes,  Cantica,  Sapientia,
Ecelesiastieus,  die  Propheten  und  die  Bücher  der  Maceabäer.

1789  in  Speyer  ersteigert.

The0l.23  Pergam.  147Bl.zu26:16!/),  cm  XIIYXIV
Jahrh.  alter  mit  gepresstem  Leder  iüberzogener  Holzband  mit
Schliessen  und  Kette

Jesaias,  lateinisch.  An  beiden  Seiten  des  Textes  und  zwischen
den  Zeilen  ein  meist  aus  Hieronymus  geschöpfter  Commentar.

Die  Hs.  wurde  der  Bibliothek  1765  durch  G.  A.  v.  Münchhausen
überwiesen;  eine  Abschrift  seines  hierauf  bezüglichen  Schreibens  ist
hinten  eingeklebt.  Vorher  gehörte  sie  dem  Archiv  zu  Stade  an,
wohin  sie  wohl  aus  dem  Archiv  des  Erzbischofs  bezw.  Domeapitels
von  Bremen  gelangt  war.  Auf  der  Rückseite  des  Vorsetzblattes
von  einer  Hand  des  18  Jahrh.  “Videtur  quoque  esse  ex  donatione
Hartwiei  archiepiscopi”.

Theol.28  (früher  55)  Pergam.  173Bl.2u25:17cm
vielfach  rothe  Uberschriften,  zu  Anfang  der  Evangelien  goldene
blaue,  rothe  und  goldene  Initialen  zu  Anfang  der  Evangelien  Ornamente
  in  Gold  und  bunten  Farben  (byzantinische  Malerei)  BIT7b,
54b,  84b,  133b  blattgrosse  Bilder  der  Evangelisten,  fein  in  bunten
Farben  auf  Goldgrund  ausgeführt  im  Jahre  1006  geschriebeu
Lederband  mit  Holzdeckelu

Die  vier  Evangelien  (griechisch).
Zwischen  Bl.1  und  2  sind  mehrere  Blätter  ausgeschnitten;  B1.2/3
(Bl.2b  stark  verwischt,  Bl.3  zum  Theil  ausradirt)  enthalten  Stücke

eines  Verzeichnisses  der  Leetionen.   DBl.3  Erceßiog  Kaprıava  nebst
den  Canones  des  Eusebius  in  bunter  Einrahmung  (=  Nov.  Testan.
graece...  ed.  Tischendorf,  ed.8  maior,  III  p.145).  Den  einzelnen

Evangelien  gehen  in  rother  und  blauer  Schrift  voran:  Yrodeoıg  (Kara
Martsaiov  sbayyElıor  Erıyeygarraı  U.8.W.),  Keyalaıa  und  folgende
Verse:  Bl.6b  Martalov  tode  Eoyov  .  .  4  Hexam.,  Bl.53  'Ooa  neoi
Xoıcroio  ..  4  Hexamı.  und  "Zoyor  doıngertc  .  ..  1  Distichon,  Bl.83b
Aovxzag  Nnıödvuog  .  .  5  Hexam.,  Bl.134  Boovrisıs  Yeopwrvos  .  .
4  Hexam.;  alle  diese  Verse  sind  gedruckt  in  A.  &amp;amp;.  Gehle’s  unten  zu
erwähnender  Beschreibung  dieser  Hs.  S.39ff.  und  meist  auch  in  Chr.
Fr.  Matthaei’s  Ausgaben  der  entsprechenden  Evangelien  p.9,  8,  11,7.

Bl.8  beginnt  nach  der  Überschrift  Aoyuarıodevre.  To  xara
üyıov  slayy£iıov  Matdatov  (die  Umstellung  der  Wörter  ist  wohl  nur
eine  Folge  der  Raumverhältnisse,  wie  sie  dem  Schreiber_innerhalb
einer  Verzierung  zu  Gebote  standen),  Kvaaxı  roö  Trgs  Agıoror
        <pb n="331" />
        Theol.21—29  325

yevvnocog  der  Text  des  Matthaeus.  Schluss  des  Johannesevangeliums
Bl.170b:  Bıßiia  &amp;amp;unv  (roth:)  TERog  ToV  xara  Imarınv  dylov  ebayysklov.
rinoo0ag  eine’  döga  001  6  Heöog  dumv..  böga  001,  TO  TEIELOTN  Nav-TO»
  TOV  xaAo»  yoLorög  TEeleı  au»  und  in  grösserer  aber  gleichzeitiger
  Schrift:  Aroıe  I1600  yoıore  viE  ToV  HEov  EAEnoor  ue  Tov
duagTw10v  Avrwrıov  Töv  Maiaxn.(blau:)döge  ooı  6  Yeög.  dunv.  Am
Rande  des  Textes  sind  die  Zahlen  der  Capitel  und  Canones  des
Eusebius  notirt;  die  Capitelüberschriften  stehen  in  rother  Schrift  am
unteren  Rande.  Die  Lectionen  sind  nicht  nur  am  Rande  sondern
auch  im  Text  (durch  &amp;amp;oxr)  und  r&amp;amp;iog)  angegeben.  Im  ersten  Theile
des  Matthaeus  finden  sich  am  Rande  hie  und  da  sachliche  Bemerkungen
  einer  etwas  jüngeren  Hand.

Bl.171  (zu  Anfang  ein  Stück  ausradirt,  dann  von  erster  Hand:)
Erepoı  orlyoı  eig  Todg  elayyelıoraz,  or  ol  usr  laußoı,  ol  Prowızot,
Eyovrss  obTog  Karvng  aykaodg  ulotag  xal  Aoyoyoapovg  |  Matsaiov
Maoxov  Aovxar  xar’Iwarrnv  |  ..  Evravda  ovvayeıga  TeTEvyog  X00@  |
&amp;lt;X0L0T&amp;gt;0P0005  Üorarog  Tov  uovoroöron»,T  schlechte  iambische  Trimeter,
abgedruckt  bei  Gehle  S.41f.  Dann:  Ol  jowıxot:  Kolpavos  Öpıucdav
HeEod  viög  abToyevunTwg  |  ’ES  0boavov  doTegosvrog  En’  alav  dv@govoe|..
Ob  dn  Enea  oaöußowra  EEE  dypditaom  oroudtew  |  Terra,  rıwvrov  dia
YA0000P  XVQLPIOYYov  Önadar  |  Ovuss  Luegoevrı  TAnuav  Ovvdyeıga  de
tersag  |  Koıotopooos  rabıpalav  NE  Aevıram  ÖÜoXEnoTos  äyar|..
Aaße  Öt  nEoag  nvxridı  Ev  ESacı  yulıadaor  |  ’Ereov  xo0uoysneiag,
dexadı  TE  noög  TEosapoı‘  |  IIevraxocioıs  9  Aue,  Er  indixto  teraory,
14  schlechte  daktylische  Verse.  Darnach  ist  die  Hs.  von  dem  genannten
  Christophoros  im  6514  Jahre  der  Welt  (Aera  von  Constantinopel),
  in  der  4  Indiction,  d.h.  im  Jahre  1006  n.  Chr.  geschrieben.

Das  Vorsetzblatt  ist  einer  griechischen  Hs.  entnommen  (Xov-000Tou0g
  AeEpl  ns  Evoagxov  olxoroulas  ist  beigeschrieben);  ebenda
und  auf  Bl.1  Bemerkungen  und  Kritzeleien  verschiedener  Hände
(bis  zum  15  Jahrh.),  zum  grossen  Tlieil  verwischt.   B1.7  Eine  längere
Notiz  (wohl  in  russischer  Sprache),  faesimilirt  bei  Matthaei,  Evang.
sec.  Marcum,  Taf.?2  unten.  B1.171—173  von  verschiedenen  Händen
(bis  zum  13/14  Jahrh.)  eine  Reihe  von  kurzen  Gebeten,  in  denen
auch  Namen  von  Familien  genannt  werden.

Die  Hs.,  in  der  viele  Wachsflecken  auf  lange  Benutzung  beim
Gottesdienst  hinweisen,  erhielt  im  Jahre  1728  A.  G.  Gehle  (7  1773  als
Reetor  in  Stade)  von  dem  ihm  befreundeten  Griechen  Damianıs
(Parascevas)  Sinopeus  zum  Geschenk;  vgl.  des  letzteren  auf  Bl.2b
cingeklebte  Dedieation.  Gelile  beschrieb  die  Hs.  und  gab  Auszüge
daraus  in  der  kleinen  Schrift  "A.  G.  Gehlii  codex  quatuor  evangeliorum
ms.  in  lueem  prolatus,  Francof.  et  Lips.  1729’.  Eine  ausführlichere
Beschreibung  und  Collation  der  Hs.  veröffentlichte  dann  Chr.  Fr.
Matthaei  in  seiner  Ausgabe  des  Marceusevangeliums  (1788)  8.272—  318;
auch  eine  Schriftprobe  des  “Codex  Gehlianus’  ist  dort  gegeben.

Die  Hs.  ist  erwähnt  bei  Tischendorf,  Edit.8.  maior,  III  S.486  unter
10.88.
Die  Bibliothek  erstand  die  Hs.  1773  aus  Gehle’s  Nachlass.

Theol.29  Persam.  143  Bl.  zu  161,  :121,  em   rothe
Initialen  zu  Anfang  der  Evangelien  des  Mareus,  Lucas  und  Johannes
        <pb n="332" />
        326  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

(der  Anfang  des  Matthäus  fehlt)  ein  quer  über  die  Seite  laufender,  blau
roth  und  schwarz  gemalter  Zierstreifen  XII  Jahrh.

Die  vier  Evangelien  (griechisch).

Der  Anfang  vom  Matthäus  fehlt  infolge  Blattausfalls;  das  jetzige  Bl.1
beginnt  mit  re]lydeis  Baoılets  To»  iovdelov  (Matth.2,  2).  y  Bl.39b
am  Schluss  des  Matihäus:  Krayysiıov  xara  uar$atov'  0T0ı  BI  To
xara  uardalor  EebayyEilıor  EEedod9n  Ün’  abtov  Evispovoainu  era
1o0Rovs  0XTO  TNG  ToV  Xu  dvalmpeos  (vgl.  den  cod.K  bei  Tischendorf).


Bl.39b  Tod  xara  udoxov  ecayyeilov  Ta  xepalara  (u).  Dann
Bl.41  T6  xara«  Mapxov  Äyıom  evayyEiıov  xVpLaxov.

B1l.67  To  xata  Aovxar  Äyıov  EvayyElıov  XVOLAXOn.

Bl.110  Tov  xara  ’Iwarı'nv  sdayyeiiov  ra  xepalaıa  (1).  Bl.111
15  xara  lwarrnv  Ayıov  ebayyElıov  xvpLaxor.  Bl.143  Teiog  0%»
9:0  ts  BiBAov  Tavıns  um  lovito  xL.

Die  Inhaltsangaben  der  Kapitel  sind  mit  rother  Schrift  am  unteren
oder  oberen  Rande  verzeichnet.

Aus  einer  von  jüngerer  Hand  Bl.40b  eingetragenen  Bemerkung
scheint  hervorzugehen,  dass  die  Hs.  einst  besass  “Kouveon  yırn  Tot
UAXAENTOV  URVOVAOV  TOV  vNXO  ...  Bl.142b  oben  ein  Stempel
(die  Umsehrift  ist  nicht  mehr  zu  entziffern).  1887  von  einem
Göttinger  Antiquar  gekauft.

Theol.33  Pergam.  46-65  Seiten  zu  271/,:20  em
in  zwei  Spalten  beschrieben  XVJahrh.

Griechisches  Lectionarium  aus  der  Apostelgeschichte  und  den
Episteln.  S.1  der  ersten  Zählung  Doasas  To»  anoorolov.  S.1  der
zweiten  Zählung  Ta  caßßara  xal  xzuoraxal  AN6  TNG  NEVTNKOOTMG  Eoog
to  ueya  oaßßarov.  Genaue  Beschreibungen  der  Hs.  und  ihres
Inhalts  geben  J.  D.  Michaelis,  Oriental.  und  exeget.  Bibliothek  XI
S.182ff.  (vgl.  auch  seine  Einleitung  in  die  Schriften  des  neuen  Bundes,
I  Theil,  4  Aufl.  S.612)  und  Chr.  Fr.  Matthaei  in  seiner  Ausgabe  der
Briefe  an  die  Thessalonicher  und  Timotheus  (Rigae  1785)  S.281—305,
woselbst  auf  der  letzten  Tafel  auch  eine  Schriftprobe  gegeben  ist.

S.1  am  obern  Rand  steht  von  einer  Hand  des  16  Jahrhunderts
“  Kaotauovırn  19’;  die  Hs.  befand  sich  damals  also  in  dem  vovaoznoıov
tot  Kaotauoritov  auf  dem  Athos.  S.46  der  ersten  und  8.65  der
zweiten  Zählung  “Ex  libris  Caesaris  de  Missy  Berolinensis,  Londini
a.  dom.1748’;  aus  de  Missy’s  Nachlass  erwarb  die  Hs.  Joh.  Reinh.
Forster,  der  sie  1776  der  Bibliothek  schenkte.

The0l.37   Pergam.  163  Bl.  zu  24:  171/,  em  X/XI

Jahrh.  rotle  Initialen;  zu  Anfang  eines  jeden  Evangeliums  grössere
rot,  gelb  und  grün  gemalte  Buchstaben

Die  vier  Evangelien  (lateinisch).

Bl.1—7  gehen  die  10  Canones  evangeliorum  voran,  umrahmt  von
buntbemalten  Säulen  mit  Rundbogen.

bBl.8  Capitula  in  evangelium  Matthei  evangelistae;  der  Anfang
fehlt  (ebenso  die  Praefatio),  da  vor  Bl.8  ein  Blatt  ausgefallen  ist.
Bl.9b  Inieium  sancti  evangelii  secundum  Mattheum.
        <pb n="333" />
        The01.29  —  38  327

Bl.52  Praefatio  secundum  Marecum.  Bl.52b  Capitula.   Bl.54b
Evangelium.

Bl.73  Argumentum  evangelii  secundum  Lucam.  Bl.73b  Capitula.
  Bl.77b  Evangelium.

Bl.121  (Praefatio  zum  Johannes-Evangelium).  B1.121b  (Capitula).
  Bl.122b  Evangelium.

Am  Rande  des  Evangelientextes  ist  die  alte  den  Canones  auf
Bl.1ff.  entsprechende  Eintheilung  in  Abschnitte  angegeben.  Jeder
Zahl  sind  die  Parallelstellen  aus  den  drei  übrigen  Evangelien
hinzugefügt.   BI.Y9b,  54b,  123  Abbildungen  der  schreibenden  Evangelisten
  Matthäus,  Marcus  und  Johannes  in  Federzeichnungen  mit
srüner  und  rother  Farbe.

Bl.152  Ineipit  breviarium  super  evangelio  ‘In  vigilia  natali
domini  secundum  Matheum  cap.IIl..  ..

Bl.1  “Mente  pia  librum  donavit  presbiter  istum  |  Ecelesie  sancti
Sygebertus  Bartholomei  |  Abstulerit  quis  eum  pereat  maledietus  in
evum”.  Bl.51  (von  einer  Hand  des  13  Jahrhunderts)  Hec  sunt
religquie  que  continentur  in  ista  ecelesia.  Darunter  werden  aufgeführt
“Reliquie  sancti  bartholomei  patroni  nostri.  Von  Jüngern  Händen
auf  Bl.3b  “Anno  domini  1372  pestulencia  erat  (?)  in  opidi  Roden’
und  auf  Bl.120  “Nota  redditus  ecelesie  in  roden’  (Verzeichniss  in
niederdeutscher  Sprache).  Eine  Vereinigung  dieser  Notizen  ergiebt
als  sicheres  Resultat,  dass  die  Hs.  Eigenthum  der  St.  Bartholomäuskirche
  in  Rhoden  (Waldeck)  war;  vgl.  Zeitschrift  für  vaterländische
Geschichte  .  .  herausgeg.  von  dem  Verein  für  Geschichte  Westfalens
Bd.41,:1883,  2.  Abtheilung  S.191  und  195.  Der  Göttinger  Bibliothek
wurde  die  Hs.  1799  vom  Fürsten  Friedrich  von  Waldeck  geschenkt.

The0l.38  Pergam.  202  Bl.  zu  291),  :23cm   zweispaltig
  schöne  Schrift  des  X  Jahrh.  rothe  Initialen  und  Uberschriften
  grössere  bunte  mit  Gold  verzierte  Initialen  auf  Bl.1,  41,
87b,  121,  171  alter  mit  gepresstem  Leder  überzogener  Holzdeckel
von  1550,  einst  mit  Schliessen

Die  vier  Evangelien  (lateinisch).

Voran  gehen  Bl.1—28  theologische  erklärende  Schriften  des
Sedulius  Scottus  (vgl.  Traube,  O  Roma  nobilis  S.44):  BI.1  Expositio
  Sedulii  Scotti  in  epistolam  Iheronimi  presbiteri  ad  Damasım
papam  de  explanatione  quatuor  evangeliorum.  Bl.10  (ohne  Überschrift)
  “Eusebius  fratri  Carpiano  salutem  in  domino]  In  superioribus
b.  Iheronimi  in  decem  canones  evangeliorum  argumentationes  ut
potnimus  breviter  explanavimus,  nune  .  ..   BI.13  Prologus  quatuor
evangeliorum  (d.h.  vielmehr  des  Sedulius  Erklärung  dazu),   DBiI.15
&amp;lt;In&amp;gt;  argumentum  seeundum  Matheum  Sedulii  Scotti  expositio.
Bl.19  Eiusdem  explanatiuncula  de  breviariorum  et  capitulorum  canonumque
  differentia  et  conexione  deque  eorum  et  aequalitate  ct  inacqualitate
  speculatio..   BIl.20b  In  argumentum  sceundum  Marcum
einsdem  Sedulii  expositiunenla.  B1.25  Eiusdem  in  argumentum
sceundum  Lucam  (beginnt  hier  mit  einer  Einleitung  “In  argumentis
evangelieis  hace  praceipuc  ..  gazas  reserantes  dominieas‘),.  Sämmtliche
  Stücke  mit  Ausnahme  der  Erklärung  zu  des  Eusebius  Brief  an
Carpian,  die  ungedruckt  und  nicht  bekannt  zu  sein  scheint,  sind  aus
        <pb n="334" />
        328  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

dem  Vatic.-Palat.242  saec.XI  (vgl.  Traube  S.61)  zuerst  gedruckt  im
IX  Bande  von  A.  Mai’s  Spicilegium  Romanum  bezw.  im  IX  Bande
seiner  Scriptor.  vet.  nova  collectio  und  darnach  wiederholt  bei  Migne
Bd.103;  jedoch  weicht  die  Göttinger  Hs.  vielfach  und  sehr  stark  von
dem  Texte  Mai’s  ab.  Bl.285b  Prologus  in  Johannem  evangelistam
‘Johannes  evangelista  unus  ex  .  .’  (ohne  Commentar  des  Sedulius;
ein  solcher  fehlt  auch  in  der  von  Mai  benutzten  Handschrift,  sowie
in  der  Einsiedler  Hs.132,  über  die  zu  vergleichen  sind  Wiener
Sitzungsber.  Bd.55  8.259).

Bl.28b  Imeipiunt  (73)  Capitula  evangelii  secundum  Matheum;
Bl.29b  (48)  secundum  Marcum;  B1.30  (77)  secundum  Lucam;  Bl.30b
(36)  secundum  Johannem.

Bl.31  Breviarıum  secundum  Matheum.

B1.33—40  Die  10  Canones  evangeliorum.  Die  sie  umgebenden
Säulen  mit  Rundbogen  sind  ebenso  wie  die  über  ihnen  dargestellten
Evangelisten  bezw.  Thiere  der  Evangelisten  in  bunten  Farben  und
Gold  und  Silber  gemalt.

Bl.41  Ineipit  evangelium  secundum  Matheum.

Bl.85b  Prologus  evangelii  secundum  Marcum;  Bl.86  Breviarium
seenndum  Marcun.  DB1l.87b  Ineipit  evangelinm  secundum  Marcum.

Bl.115  Prologus  evangelii  secundum  Lucam,  BIl.115b  Capitula
(Bl.121  “Explicit  breviarium’).  Bl.121  Ineipit  evangelium  secundum
  Lucam.

Bl.168  Prologus  super  Johannen;  Bl.168b  Breviarınm.  BI.171
Ineipit  evangelium  secundum  Johannem.

Am  Rande  des  Textes  der  Evangelien  ist  die  alte  den  Canones
auf  Bl.33ff.  entsprechende  Eintheilung  in  Abschnitte  angegeben.
Jeder  Zahl  sind  die  Parallelstellen  aus  den  übrigen  Evangelien  hinzugefügt.
  Bl.88,  120,  170b  blattgrosse  Bilder  der  schreibenden
Evangelisten  Marcus,  Lucas  und  Johannes;  in  bunten  Farben  und
mit  Gold  und  Silber  ziemlich  roh  ausgefühhrt.

Auf  dem  Deckel  “Defelt  1550”.  1811  aus  dem  Nachlasse  von
H.  P.  C.  Henke  in  Helmstedt  erkautft.

The0l.43  1  Blättchen  Birkenrinde  10cm  breit,  6  cm  hoch;
darauf  ist  mit  feiner  griechischer  Schrift,  welche  jener  des  15/6  Jahrhunderts
  ähnlich  ist,  geschrieben  Evangel.  Johannis  1  v.1—14
(griechisch).  1786  vom  Bibliothekar  Hamberger  in  Gotha  geschenkt.


The0l.47_  Pergam.  49Bl.zu  21!/,:16cem  rothe  oder
mit  roth  verzierte  blaue  Initialen  XIV  Jahrh.  alter  Holzband  mit
gepresstem  Leder,  früher  mit  Schliessen

Actus  apostolornm  (lateinisch;  in  die  28  Capp.  eingetheilt).
Voran  (mit  rothen  Buchstaben)  “Lucas  medicus  Anthiocensis  greeci
sermonis  non  ignarus  sceripsit  evangelium  sectator  Pauli  et  comes
peregrinacionis  eius.  hie  alind  volumen  edidit  quod  titulo  actuum
apostolorum  praenotatur.  cuius  hystoria  usque  ad  biennium  Rome
commorantis  Panli  pervenit  id  est  ad  quartum  Neronis  annum.  Ex
quo  intelligimus  in  eadem  urbe  hune  librum  esse  compositum’.

Auf  dem  Vorsetzblatt  von  anderer,  doch  alter  Hand:  Post  festum
        <pb n="335" />
        Theol.38—  51  329

Penthecostes  remittite  michi  si  vixerimus  ambo  tunc  deo  donante
illuminabo  et  ligabo  inter  duos  asseres  (betrifft  wohl  diesen  Band).

Bl.1b  “Liber  monasterii  sanete  Marie  Magdalene  extra  muros
Hildensem’.  1758  in  Hildesheim  ersteigert.

The0l.49  Pergam.  150Bl.zu  31:22cm  rothe  und
blaue  Initialen  XII  Jahrh.  alter  Lederdeckel  mit  Klappe

Die  Briefe  des  Paulus  (lateinisch),  mit  Commentar.  Die  Erläuterungen
  (Anfang  zum  Römerbrief  “Pro  altercatione  seribit  apostolus
Romanis’)  stehen  in  2  Columnen  links  und  rechts  vom  Text  sowie
zwischen  den  Zeilen  des  Textes.  Am  Schluss  Bl.150  (ohne  Commentar)
  Epistola  ad  Laodicenses.

Bl.1  “Liber  magistri  Tideriei  Canoniei  sancte  Marie  in  Hildenesheim’
  und  “Hune  apostolum  contulit  magister  Tiderieus  ecelesie
Hild..

The0l.50  Pergam.  193Bl.zu27:18cm  XIIVXIV

Jahrh.  blaue  und  rothe  Initialen  grüner  goldgepresster  Lederband
des  18  Jahrh.

Die  Briefe  des  Paulus  (lateinisch).  Die  Hs.  war  darauf  berechnet,
  links  und  rechts  von  der  Mitteleolumne  und  zwischen  den
Zeilen  derselben  einen  Commentar  aufzunehmen;  in  Wahrheit  ist  er
nur  beigeschrieben  zum  Römerbrief  (von  cap.l  v.14  an)  und  zum
I  Corintherbrief  (Anfang  des  Commentars  Bl.35b  "Hanc  epistolam
seribit  Paulus’)  bis  zum  Anfang  von  cap.9.  .

Bl.191  und  192  (23:  16cm,  XIV  Jahrh.,  rothe  Überschriften  sowie
rothe  und  blaue  Initialen;  von  einem  Buchdeckel  gelöst  und  später
in  diese  Hs.  eingeheftet)  Bruchstücke  aus  der  Aurora  des  Petrus
de  Riga:  Bl.191b  und  191a  aus  der  Recapitulation  des  alten
Testaments  =  Pol.  Leyser,  histor.  poetarum  medii  aevi  (Halae  1721)
p-  708  v.93  bis  p.717  v.292.  Bl.192b  und  192a  aus  dem  neuen
Testament,  beginnend  mit  “Natus  nata  nurus  .  .  aus  dem  Abschnitt
“De  verbis  domini:  quinque  erant  in  una  domo  .  .  und  endigend
mit  dem  Abschnitt  “De  ydropico  eurato’.

Bl.1  “Ex  libris  Caesaris  De  Missy,  Londini  a.1743°;  1776  von
Reinhold  Forster  aus  London  zum  Geschenk  übersandt.

Theol.51  306Bl.  zu  30:21em  rothe  Initialen  und  Überschriften
  von  verschiedenen  Händen  des  15  Jahrh.  geschrieben
alter  mit  Leder  überzogener  Holzdeckel,  einst  mit  Schliessen

Bl.1—91  Die  Briefe  des  Neuen  Testaments,  lateinisch.
Nach  dem  Hebräerbrief  ist  Bl.68  die  Apokalypse  des  Johannes
eingeschoben.  Bl.91b  Actus  apostolorum,  lateinisch.

Bl.114b  (von  späterer  Hand)  “Quaeritur  utrum  corpus  Christi
attineat  matri  sue  .  .,  kurzer  Tractat.

Bl.116  Streitschrift  zu  Gunsten  des  päpstlichen  Ablasses  u.  del.,
wohl  in  Magdeburg  (vielleicht  von  Math.  Döring)  bald  nach  1491
verfasst  und  besonders  gegen  den  Magdeburger  Domherrn  Ileinr.  Toke
(vgl.  über  ilın  besonders  E.  Breest  in  den  Geschichtsblättern  für
Magdeburg  1883  S.43tff.,  97  ff.)  gerichtet,  dessen  Bestrebungen  gegen
die  Verehrung  des  heiligen  Blutes  in  Wilsnack  auch  in  dieser  Schrift
Erwähnung  finden.  Anfang  ‘Jubileum  annum  scilicet  quinqua-
        <pb n="336" />
        330  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

sesimum  a  divino  decreto  ortum  sumpsisse  non  dubitamus’.  Dann
“Nune  autem  statutum  quoddam  novum  in  civitate  Magdeburgensi
de  a.  dom.1451  non  ut  puto  ex  intentione  rev.  dom.  cardinalis  tituli
S.  Petri  ad  vineula  per  Almaniam  legati  (d.  i.  Nicolaus  von  Cusa)
sed  suggestione  magistri  Hinriei  Taken  dieitur  emanasse,  quod  videlicet
sacramentum  eukaristie  debeat  in  eunetis  ecelesiis  sibi  recludi”.

Ende  (Bl.  120)  “ut  et  ipse  Take  falsus  et  mendax  propheta  inveniatur.
Amen’,  woran  sich  noch  anschliesst  “‘Nune  sequitur  quedam  quaestio
deseisa  et  determinata  de  remissionibus:  Utrum  contribuentes  ad
cistam  indulgentiarum  .  ..

Bl.121  Ineipiunt  concordantie  sententiales  biblie  que  alio  nomine
intitulantur  Exempla  sacre  seripture:  Cap.l  (De  miraculis  divina
potestate  factis)  "Creacio  rerum  fuit  ita  mirabilis  quod  eius  noticia’;
Cap.2  De  apparicionibus  sanctis  temporibus  antiquis  “"Ante  peccatum
loeutus  est’  u.  s.  w.  Am  Ende  (Bl.212)  “Registrum  in  opus  praecedens’.
  Es  ist  das  bekannte  Werk  des  Nicolaus  de  Hanapis.
Die  fälschlich  unter  dem  Namen  des  Bonaventura  gedruckte  “Biblia
pauperum’  giebt  nur  einen  alphabetisch  geordneten  Auszug  aus
diesem  Werke.  Dasselbe  Werk  findet  sich,  jedoch  mit  stark  veränderter
  Reihenfolge  der  Capitel,  im  Cod.  theol.148  Bl1.2

Bl.213b  Predigt  "Ascendam  in  palmam  et  apprehendam  fructus
eius.  Cant.  ultimo.  Palma  ista  est  vita  spiritualis  .  .'.

Bl.215  Lumen  anime  “Philosophus  in  6°  animalium  libro:  in
cunetis  quidem  morituris  aut  mortuis  pectus  altius  solito  elevatur  .  ..
Voran  ein  “Registrum’  der  166  Abschnitte.  Vgl.  Theol.126.

Bl.262  Concordantie  figurarum  et  naturarum  de  temporibus  et
sanctis  (vgl.  ‚B1.293).  Der  Anfang  fehlt.

B1.293b  "Cirea  inicium  vieiorum  capitalium  scilicet  superbia.  De
qua  primo  est  notandum  .  .  (Bl.295)  Et  sic  est  finis  illorum  trium
viciorum.  Si  volumus  ad  eradus  perfectionis  ascendere  tunc  debemus
per  septem  gradus  ascendere  .  ..

B1.296  Die  Visio  Tundali;  ohne  Überschrift  und  Prolog,  Anfang
“Igitur  Ybernia  insula’,  am  Schluss  “Explicit  Tündalus  et  visio
cniusdam  militis  hiberniensis  ad  edificationem  multorum  conscripta,
Amen’.  Die  Hs.  ist  den  von  Albr.  Wagner,  Visio  Tnugdali  (Erlang.  1882)
S.Xff.  aufgezählten  hinzuzufügen.

1779  aus  der  Versteigerung  der  Schoeber’schen  Bibliothek  in  Gera.

The0l.52   Pergam.  105Bl.  zu  22:  15!/,cm  rothe
Überschriften  und  blaue  und  rothe  Initialen  XIV  Jahrh.
Die  Briefe  des  neuen  Testaments,  lateinisch  und  in  der
heute  gebräuchlichen  Capiteleintheilung.  Der  Colosserbrief  steht
hinter  dem  2.  Brief  an  die  Thessalonicher.  BI1.101  Verzeichniss  der

Lectiones.
Bl.2b  Bild  des  Paulus  mit  Feder  und  Federmesser  in  bunten
Farben:  “Paulus  magister  gentium  in  fide  et  veritate”.  Ebenda

“Prae  eunctis  dominum  digne’,  4  gereimte  Hexameter,  und  “In  eassum
corpus  in  leiuniis  maceratur  Si  non  voluntas  a  malieia  retrahatur”.

Bl.1  “Liber  monasterii  sanete  Marie  Magdalene  prope  Hilden.
Pro  Christi  laude  librum  lege  postea  claude”.  1758  in  Hildesheim
ersteigert.
        <pb n="337" />
        Theol.51—6i  33l

Theol.57  (früher  63)  10Bl.  zu  291),  :201/,  em  zweite
Hälfte  des  15  Jahrh.  schwäbischer  Dialekt

Bl.1—9a  Offenbarung  Johannis:  Deutsche  Übersetzung  der
Textes-Worte  eines  Holztafeldrucks.

Anfang  Bl.1  ‘(Die  pekerten  von  den  abtgötteren  durch  das
predigen  s.  Johannis  Drusiana  und  die  andren’  (vgl.  dazu  den  lat.
Text  der  ersten  Tafel  des  Holztafeldrucks  bei  Sotheby  Prineipia
Typogr.Il,  Tafel  LXV:  Conversi  ab  ydolis  per  predieacionem  b.  Johannis
Drusiana  et  ceteri).  Schluss  Bl.9a  “Nach  dem  und  s.  Johannis  sein
gebet  volprauch  hett  ..  das  noch  heüt  pey  dissem  tag  sicht  auff
wallen  deo  gracias”.  Die  Heidelberger  Hs.  Pal.  Germ.  34  (Bartsch,
Die  altd.  Hss.  n0.26)  enthält  auf  Bl.42bff  einen  Holztafeldruck  der
Apocalypse,  dem  handschriftlich  eine  deutsche  Umschreibung  des  lat.
Textes  zugesetzt  ist  (auch  in  München  befindet  sich  dieselbe  Umschreibung,
  vgl.  Massmann  im  Serapeum  II  1841  8.292);  die  Göttinger
Hs.  enthält  eine  andere  Übersetzung,  die  Reihenfolge  scheint  mit
dem  bei  Heinecken,  Idee  generale  (1771)  8.335  beschriebenen  Blockbuche
  übereinzustimmen.  Kurz  erwähnt  ist  die  Hs.  bei  W.  Walther,
die  deutsche  Bibelübersetzung  des  Mittelalters  III  (1892)  Sp.556.

Bl.9b  Sprüche,  28  mal  je  4  Verse  (Reimpaare  oder  gekreuzte
Reime)  mit  darüber  geschriebenen  Namen  ‘Salmon’,  “Jeronimus’,
“Gregorius’  .ete.;,  Anfang  “Aller  weisshait  fundamend”.  5  Sprüche
haben  die  Überschrift  “Freidanck’,  von  ihnen  ist  einer  =  1,  7—10
(Grimm),  einer  umschreibt  1,  12.  Dann  mit  der  Überschrift
“Explicit  ain  end’:  3  Reimpaare  “Vil  hör  und  wenig  sag’,  und  “Der
hailig  gaist’:  ein  Reimpaar  und  dreifacher  Reim  “Der  mensch  sich
selber  strauffen  sol  ...  vor  helle  grund.  Amen’.

The01.60  2  Bände  Druck,  durchschossen  und  in  gross  4°
gebunden

Ulfilas  gothische  Bibelübersetzung  .  .  nach  Ihre’ns  Text...  von
F.K.  Fulda  .  ,  das  Glossar  umgearb.  v.  W.F.H.  Reinwald  .  .  hsgeg.
v.  Joh.  Christian  Zahn,  Prediger  in  Delitz  an  der  Saale  ..  1809.

Handexemplar  des  Verfassers  mit  zahlreichen  Nachträgen  für  eine
zweite  Ausgabe  oder  einen  dritten  Theil.  Die  Nachträge  zur  Ausgabe

  selbst  (in  Bd.I)  beziehen  sich  auf  das  Verhältniss  des  gotischen
zum  griechischen  Texte.

In  BandI  nach  der  Vorrede  ein  Brief  von  M.  Grau,  Leipzig
6.10.1809,  Band  I  nach  S.60  Briefvon  dem  Buchhändler  G.J.Göschen,
Leipzig  26.7.  1803.

1820  aus  Zahn’s  Nachlass  erkautft.

Theol.61  etwa  120Bl.  zu  211/,:18  cm  in  einerKapsel
19  Jahrh.

Joh.  Chr.  Zahn’s  Sammlungen  zu  seiner  Ulfilas-Ausgabe.  Meist
bibliographische  Notizen  und  Exeerpte  aus  Druckwerken,  die  bereits
in  seiner  Ausgabe  benutzt  sind.

Darin  “Sammlung  litt.  Notizen  vom  Ulphilas,  abgeschrieben  von
den  mir  vom  Hn.  Hofratlı  (J.C)  Adelung  in  Handschrift  mitgetheilten
Bemerkungen  .  ’,  ferner  ein  Brief  von  dem  Bibliotheksekretär  Chr.
Semler,  Dresden  16.  10.  1802.

1820  zusammen  mit  Theol,60  gekaultt.
        <pb n="338" />
        332  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

The0l.62  Druck  in  4°

Parrıgior;  Ev  olxelg  AAdov  ohne  Jahr.  Mit  vielen  Randnoten
von  einer  Hand  aus  der  zweiten  Hälfte  des  16  Jahrh.;  auf  dem  Titelblatt
  Abschrift  eines  (ungedruckten)Epigramms  von  Phil.Melanchthon
(an  Christus)  “Fleete  precor’,  4  Distichen.

Auf  dem  Titelblatt  steht  “Hoc  walterium,  quo  olim  Philippus
Melanchton  usus,  ut  marginales  manu  Melanchtonis  scriptae  (diese
Angabe  ist  irrig)  notae  docent,  emi  ex  bibl.  b.  (J.  E.)  Busmanni
(7  1692  als  Prof.  theol.  zu  Helmstedt),  qui  Wittebergae  .  .  illud  sibi
comparavit’;  auf  dem  Vorsetzblatt  "J.  C.  Böhmer  1717’  (Prof.  zu
Helmstedt).

The0l.63  375  beschriebene  Seiten  zu  331/,:20  cm
17/18  Jahrh.

“Biblia  in  nummis’:  Beschreibung  von  Münzen,  die  entweder
Scenen  aus  der  Bibel  darstellen  oder  Bibelsprüche  als  Aufschrift
tragen  oder  sonst  irgendwie  mit  Bibelstellen  in  Zusammenhang
stehen.  S.1—326  (Altes  Testament)  und  S.363—375  (Evangelien)
Text;  5.238  und  8.331—362  viele  Reproduktionen  von  Münzen,
darunter  auch  solcher,  die  mit  der  Bibel  offenbar  in  keinem  Zusammenhang
  stehen,  meist  in  Abdrücken  auf  Fischblase.  Das  Manuseript,
das  Entwurf  ist  und  viele  Correeturen  und  Nachträge  aufweist,
stammt  aus  dem  Nachlass  von  J.  D.  Koeler,  rührt  jedoch  sehwerlich
von  ihm  selbst  her.

The0l.64  Druck

Joh.  Gottfr.  Eiehhorn,  Einleitung  in  das  Alte  Testament  I,  3.  Ausg.,
Leipz.  1803;  mit  ganz  vereinzelten  handschriftlichen  Nachträgen  des
Verfassers,  die  zumeist  in  die  4.  Ausgabe  (Götting.  1823)  aufgenommen
sind.  1828  in  Göttingen  ersteigert.

The0l.65  24  Seiten  zu  21:17em  1785

Th.  Chr.  Tyehsen,  Oratio  habita  in  auspieando  munere  prof.
Theol.  extraord.  in  Aeademia  Goettingensi  die  16  April  1785  "Quibus
finibus  regi  debeat  studium  critieum  in  interpretandis  sacris  libris’;
eigenhändige  Niederschrift  mit  Besserungen.

1875  von  Prof.  Wüstenfeld  gesehenkt.

The01.67  441Bl.  zu  201/),:16!),  cm  17  Jahrh.

H  aoıoronorıreia  sive  de  optimo  reipublicae  statu  tam  ad  principem
quam  eivem  bonum  informandum  didaoxailaı  exegematis  in  quatuor
Resum  libros  explicatae  auctore  Georgio  Remo  Augustano.  In
Wahrheit  enthält  das  Werk  nur  Erklär  ungen  zu  Samuelis  I  und  I:
vgl.  die  Beschreibung  in  J.  Brueker’s  Miscellanea  historiae  philosophicae
  ..  (1748)  p.  474.  Bl.2  ‘Ad.  .  Gulielmum  Widae  eomitem
Roncaliae  et  Isenbergi  dominum  ..  Georeüi  Remi  Praefatio’,  datirt
“ex  arce  tua  Dirdorpio  a.  d.  VIII  Kal.  Sextil.  a.1593°.  Am  Schluss
der  Noten  zum  1  Buch  Sam.  steht  (B1.286)  "20  Jan.  a.(1)595”.

Die  Göttinger  Hs.  ist  eine  Abschrift,  die  1784  aus  der  Bibliothek
von  G.  W.  Zapf  in  Augsburg  erworben  wurde.  Das  Autograph  war
im  Besitz  Brucker’s.
        <pb n="339" />
        The0l.62—  71  333

Theol.68  68a  68b  3  Bände  von  74,  61,  225  Bl.  zu
23:17  em  17  Jahrh.

Erklärungen  und  erläuternde  Abhandlungen  zu  Schriften  des
Alten  und  Neuen  Testaments,  in  lateinischer  Sprache.  Als  Verfasser
ist  auf  dem  Rückentitel  der  Einbände  Ludovieus  Cellotius  (Soc.  Jesu,
1588—1658)  angegeben,  von  dem  sie  eigenhändig  niedergeschrieben
zu  sein  scheinen.

n.68:  In  librum  Psalmorum  brevis  commentarius  (zu  Ps.  1—535).
n.68a  Commentariorum  in  Danielem  prophetam  libri  VI.  n.685b
Quaestiones  fusius  disputatae  in  Evangelia  (17  Quaestiones,  jede  in
eine  Reihe  von  Paragraphen  getheilt).

1773  ım  Haag  ersteigert.

The0l.69  II  Bl.+  321  Seiten  zu  271%,  :181/,  cm  1826/7

“Die  vier  Evangelien  erklärt  von  Dr.  (Joh.  Ge.)  Reiche.  Georgia
Augusta  Wintersemester  1826/7°.  S.321  "Geschlossen  am  17  März

1827°,  Die  Vorlesung  ist  nachgeschrieben  von  L.  Schweiger,  aus
dessen  Nachlass  die  Hs.  1883  in  die  Bibliothek  gelangte.

The0l.70  55Bl.  zu  25:22em  19  Jahrh.

Commentar  zum  Römerbrief,  in  lateinischer  Sprache.  Geschrieben
  von  der  Hand  L.  Schweiger’s  (Nachschrift  eines  Collegs?).
  1883  aus  Schweiger’s  Nachlass.

The0l.71  104Bl.  zu  20'%,:16Y  cm  18  Jahırh.

Hermann  v.  d.  Hardt,  Abhandlungen  und  Briefe  zur  Erklärung
der  Bibel;  alles  in  lateinischer  Sprache.

Bl.1  Danielis  cap.  VII.  Symbolum  captivitatis  Babylonieae,  LXX
annorum,  reditus,  et  ecelesiae  Christianae  instaurandae.  Bl.9
Recensio  philologica  Psalmi  XVI  iuxta  fontium  tenorem;  am  Schluss
“H(elmstedt)  d.  10  et  11  Febr.  1712.  H.v.  d.  Hardt’.  B1.27  Demonstratio
  Niniven  apud  Jonam  csse  symbolum  Samariac.  Bl.35
Schreiben  Hardt’s  an  das  Herzogl.  Braunschweigische  Consistorium,
d.  7  Oct.  1720,  eigenhändig  (über  den  Betrieb  der  hebräischen  Studien
an  der  Universität  Helmstedt).

Bl.39  (Chph.  A.  Heumann)  an  P.  Berul.  Pez,  bittet  um  Nachricht
iiber  einige  Manuscripte,  besonders  eine  Reihe  von  Sermones;  am
Ende  hat  Bernh.  Pez  einige  Zeilen  hinzugefügt,  mit  denen  er  das
Schriftstück  (an  Leop.  Wydemann)  weitersendet.  Die  Antwort
Wydemann’s  an  Pez  (vgl.  Zeit-  und  Geschieht-  Beschreibung  der
Stadt  Göttingen  Buch  IV  S.180)  findet  sich  B1.19/20  (besonders  über
Dermones  PapstClemens’  VD);  dabei  (B1.18)  ein  Zettel  “Ad  (Joh.  Burkh.?)
Menkenium’  (Mellieii  15  Apr.  1725),  mit  dem  Pcez  Wydemann’s  Bericht
absendet.  Vgl.  cod.  Thecol.125.

Bl.40  Epistolae  ad  loeum  Petri  H  Pet.  1,  19—21:  Bl.+41  Die
tneolog.  Facultät  zu  Wittenberg  an  Hardt,  Wittembergae  VI  Id.
Oct.  1708.  B1.43  Antwort  Tlardt’s,  IHelmstadi  1708  d.  18  Dee.
B1.59  “Epistola  theologi  amiei  D.  P.L...  an  Hardt,  2  Aug.  1709.
B1l.63  Hardt’s  Antwort,  Helmst.  17  Aug.  1709.

Aus  der  Bibliotiek  des  Göttinger  Gymnasiums.
        <pb n="340" />
        354  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

The01.72  141  Seiten  zu  22:171/,cm  17  Jahrh.

Jean  Bapt.  Cotelier  (1629  —  1686),  “Excerpta  ex  bibliothecae
regiae  graecis  mss.  Ipsius  Cotelerii  manu  scripta’.  Aus  theologischen
Hften,  theils  Abschriften  grösserer  Stücke,  theils  einzelne  Notizen,
besonders  viele  stichometrische  (zur  Bibel),  auch  einige  Inhaltsangaben
  von  Hften  und  Collationen.  Ein  Theil  ist  schon  von
Cotelier  selbst  verwertliet,  hauptsächlich  in  den  Monumenta  ecelesiae
graecae  und  Patres  aevi  apostolici,  andres  von  Magnus  Crusius
(1697  —-1751),  aus  dessen  Besitze  die  Hs.  stammt.

Theol.?3  IDH-+  135  Bl.  zu  31:  20!/,  em  und  kleiner
zwischen  1630  und  1638

Jean  Filesac  (docteur  en  Sorbonne,  f  1638),  Extraiets  des  oraisons
de  St.  Grögoire  de  Nazianze  (or.  1—6,  8—28,  31,  32,  39,  46)  de  V’impression
  de  Paris  ...  1630  (eigenhändig  in  französischer  Sprache),
avec  la  table  (Bl.126---133,  von  anderer  Hand)  et  un  supplement  de
la  table  (Bl.134/5)  de  la  main  de  feu  M’deM.  Aus  der  Bibliothek
von  Magnus  Crusius;  vgl.  Auktionskatalog  S.11n.194.

Theo0l.74  173  Seiten  zu  32!/,:17cm  18  Jahrh.

Tatian’s  Evangelienharmonie  lateinisch  und  althochdeutsch,
Cap.76—153  (der  in  der  Oxforder  Hs.  und  in  Palthen’s  und  Schilter’s
Texte  fehlende  Theil).  Abschrift  aus  Cod.  Sangallensis  56;  vgl.
Bragur  IV  (1796)  8.180.  Siehe  unten  Theol.81.

1772  von  (C.  W.)  Büttner  geschenkt,  vgl.  E.  J.  Koch’s  Compendium
der  d.  Literaturgesch.  2  Aufl.  (1795)  8.30.

Theol.75—81  7  Bände  19  Jahrh.

Joh.  Chr.  Zahn,  Prediger  in  Delitz  an  der  Saale,  Vorarbeiten  zu
einer  Ausgabe  des  lateinischen  nnd  althochdeutschen  Tatian.

Auf  diese  Hss.  hat  P.  de  Lagarde  in  den  Gött.  gel.  Anzeigen
1882  I  S.322  aufmerksam  gemacht.  Sievers  verzeichnet  sie  in  seiner
zweiten  Ausgabe  (Bibliothek  der  ältesten  d.  Literatur  V)  1892  S.XIV.

1820  aus  Zahn’s  Nachlass  erkantt.

n0.75   XVIBl.  +  342  Seiten  zu  39V/,  :  24!/,  cm

"Tatiani  Diatessaron  aut  si  mavis  Diapente  Latine  et  Francice
ex  codice  St.  Gallensi  accuratissime  deseriptum’”.  Ausserordentlich
sorgfältige  Facsimile-Abschrift  des  Sangallensis  56,  von  Ulrich  Schlatter
für  Zahn  hergestellt.

Voran  BIl.UI---IH  “Noten  über  den  Codex  .  .;  Bl.V  Schriftprobe,
Durchzeichnung  von  8.25  und  67.  Bl.VU—XVI  Briefe  über
die  Herstellung  dieser  Abschrift  von  Kautonsarchivar  C.  Meyer,
St.  Gallen  29.1.1811;  Müller-Friedberg,  St.G.  30.1.1811;  Archivadjunkt
  Fr.  J.  Real,  St.G.  28.6,  14.11.  und  16.  12.  1811  (mit  Rechnung).


n0.76.  66  Bl.  zu  35  :  211/,  cm.

“Lateinischer  und  altfränkischer  Text  der  Tatianischen  Evangelien-Harmonie’,
  von  Zahn  auf  Grund  der  Hs.  n0.75  für  die  Ausgabe
  geschrieben  (Seiten  und  Zeilen  denen  der  Hs.  entsprechend).
Der  Text  reicht  nur  bis  cap.91.

20.77.   IT+84Bl.  und  einige  eingeschaltete,  zu  22:17  cm
        <pb n="341" />
        The01.72  —  82  839

“Tatian’s  Evangelien-Harmonie  .  .  in  lateinischer  und  altfränkischer
  Übersetzung  aus  der  St.  Galler  Handschrift  hsge.  .
von  Joh.  Chr.  Zahn  .  .;  Historisch  -kritische  Einleitung’.  Druckmanuscript.


Genauere  Inhaltsangabe  dieses  Bandes  giebt  Zahn  in  Keil  und
Tzschirner’s  Analekten  f.  d.  Studium  d..  ,  Theol.  Il  (1814)  S.164,  und
druckt  daselbst  II,  1  S.166—210  den  $  2,  dann  III,  2  (1816)  S.  9-27
ein  Stück  des  8  9  der  Hs.  ab.

n0.78  39Bl.  zu  18:  121),  cm

“Anhang  enthaltend  19  Beilagen’,  Druckmanuscript.

Bl.3  ‘das  erste  und  letzte  Kapitel  unserer  Evangelien  Harmonie  in
arabischer  Uebersetzung  aus  der...  vatikanischen  .  .  Handschrift’,  von
Ackerblad  1813  geschrieben  (nnd  von  Silvestre  de  Sacy  an  Z.  übersandt),
  mit  lat.  Übersetzung  von  Roscenmüller,  die  in  Keil  und
Tzschirner’s  Analekten  II,  1,  184  gedruckt  ist.  Alles  übrige  Excerpte
  aus  Drucken,  die  von  Zahn  a.  a.  0.  II,  1,167  Anm.  verzeichnet
sind.

n0.79  etwa  130  Bl.  zu  20:17  em  in  Kapsel

Zahn,  zur  Critik  des  Tatian  nebst  einigen  grammatischen  Anmerkungen.


Vergleichung  zweier  Hss.  in  Leipzig  und  der  Ausgaben  zum  lat.
Texte;  wenige  Bemerkungen  zum  deutschen  Texte;  einige  grammatische

Paradigmata.
n0.80  etwa  100Bl.  zu  20:17  cm  in  Kapsel
Zahn,  zur  Literär-Geschichte  des  Tatian.  Voran  geschriebene

Pränumerationsanzeige,  worin  auch  ein  dritter  Band  des  Ulfilas  angekündigt
  ist.

86  daraus  ist  gedruckt  in  Thı.  Heinsius’  Sprach-  und  Sittenanzeiger
der  Deutschen  1817  8.1981.  .

Darin  2  Aufsätze  für  Zeitschriften  “Uber  das  Alter  und  die
Beschaffenheit  des  vorhandenen  Textes  der  Tatianischen  Evangelien
Harmonie’  und  "Bemerkungen  über  das  lat.  Exemplar  der  Tatianischen
Ev.-H.,  welches  der  altfränkische  Übersetzer  vor  sich  gehabt  hat‘,
letzterer  unvollendet.  Am  Schluss  Brief  von  Zahn  mit  Antwort
aus  Rom  über  eine  lat.  Tatianhs.  in  der  Vaticana.

no.81  IIBIl.+173Seiten  zu  28:21  em  1808

Abschrift  von  Theol.74,  für  Zahn  in  Göttingen  angefertigt.
Darin  einige  Bemerkungen  von  Zahn.

Voran  Bl.I—III  2  Briefe  an  Z.  vonT.  C.  Tyehsen,  Gött.  3.  1.  1807
und  22.5.1808,  der  die  Abschrift  vermittelte.

Theol.82  ,  Perg.  157  Bl.  zu  151/),:11em   rothe  und
blaue  Initialen,  rothe  Überschriften  XV  Jahrh.

Leben  des  hl.  Hieronymus  in  der  deutschen  Übersetzung  des
Bischofs  Johannes  (VII)  von  Olmütz  (Johann,  von  Neumarkt)

Bl.1  Johann’s  Widmung  an  Elisabetli  von  Öttingen.  Bl.1b
‘Daz  ist  der  erste  brief  den  s.  Eusebius  Damaso  .  .  und  Theodonio  ..
gesendet  hat.  .’,  in  112  Capiteln.  B1.66b  “.  des  Bischots  Jahansen
des  keysirs  Cantzler  von  Olomuncz  vorrede’,  B1.67b  “.  .s.  Augustinus
episteln  .  .  ezu  s.  Cirillus  .  ?,  24  Capitel.  B1.82  ‘Des  Bisschoves
von  Olomunez  vorrede’,  B1.83°.  .s.  CirillusE  ‚pisteln..’,  112  Cap.
        <pb n="342" />
        336  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.155b  “Daz  ist  des  Bischofs  von  Olomunez  rede,  damit  endet  er
diez  puch’.  Schluss  Bl.156  “Alhie  hat  ende  Jeronimus  ein  auserweltis
gutis  puch”,

Herausgegeben  ist  dies  in  vielen  Hss.  verbreitete  Werk  von
A.  Benediet  als  Bd.Ill  der  Bibliothek  der  mhd.  Litt.  in  Böhmen
(1880);  die  vorliegende  Hs.  war  dem  Herausgeber  unbekannt.

Auf  Bl.157,  einem  zur  Hälfte  abgeschnittenen  Blatte,  steht  “Disz
buch  gehort  broder  Cristman’.  Ein  niederdeutscher  Besitzer  hat
Bl.144b  und  sonst  Verweisungen  für  die  damals  verbundenen  Blätter
der  Hs.  eingesetzt.  Von  G.W.Lorsbach  sind  auf  2  nicht  gezählten
Papierblättern  am  Schluss  Notizen  über  Johann  v.  O.  und  Elisabeth
zugefügt.

1817  aus  dem  Nachlasse  von  G.  W.  Lorsbach  in  Jena  erkauft.

Theol.83  Perg.  188Bl.  zu  33:24  cm   zweispaltig
geschrieben;  fast  jedes  Wort  hat  einen  Accent;  B1.178  beginnt  eine
neue  Hand;  das  vorige  ist  vielleicht  von  &amp;amp;inem  Schreiber  geschrieben,
doch  wechselt  die  Schrift  einigemale  (z.B.  Bl.123a,  127)  XII  Jahrh.

Bl.1  Effrem:  De  compunctione  cordis  “Ine.  institutio  s.  Effrem
dyaconi:  Dolor  me..’;  (Bl.19)  "de  indicio  dei  et  resurrectione  .  .:
Gloria  omnipotenti  .  .';  (Bl.25b)  "de  penitencia  (de  luctamine  spi-&amp;gt;



rituali,  de  die  judieii):  Dominus  noster  .  ..  Es  sind  dieselben
Werke,  die  als“  Libri  S.  Effrem  De  Compunetione  .  .  s.  1.  et  a.  zusammen
gedruckt  sind.

Bl.36b  “Ine.  omelie  (10)  s.  Cesarii  ep.  ad  monachos,  qualiter
vel  audiri  debeat  verbum  dei  vel  desiderari:  Inter  reliquas  .  .'.

Bl.56  Liber  de  diversis  virtutibns  (so  auf  Bl.Ib  genannt;  in
München  Clm  6174  Bl.130  “Admonitiones  ad  monachos’,  in  dem  Druck
Vitas  patrum,  Venet.  1508,  B1l.257  "De  virtutum  laude  et  effectu‘);
voran  ein  Index  über  die  18  Capitel.  Anfang  Bl.56b  “Tue  non
immemor  petitionis  .  .;  e.16—18  scheinen  ursprünglich  selbständige
Tractate  zu  sein;  e.18  ist  “Epistola  b.  Macharii  ad  monachos:  In
primis  quidem  si  ceperit..,  nur  der  Anfang  des  unechten  in  Floss’
Ausgabe  S.196  gedruckten  Briefes.  Darauf  folgen:  BI.73  "Admonitio
  ad  monachos:  Frequenter  diximus  semper  .  .’;  Bl.74b
“De  laude  karitatis:  Karitas  patiens  est.  .;  Bl.74b  “Item  ad
monachos:  Dominus  dieit  in  evangelio  cum  voveris  votum  .  ..

B1l.75b  “Sermo  b.  Augustini  de  defunctis:  Apostolica  lectio  .  .,
gedr.  Opera  ed.  Migne  VI  1341.  Bl.76b  “Epistola  b.  (Pseudo-)
Hieronimi  consolatoria:  Diversa  opprobria  .  .,  gedr.  Opera  ed.
Vallarsi  XI  264.

Bl.80  (Ambrosii  Antperti)  “Libellus  de  conflietu  virtutum  et
vitiorum’  =  Theol.200i  Bl.170.  Dann  BI1.88b  Altare  dei  mens
est...

Bl.88b  “Exhortatio  renuntiantium  mundo  ex  verbis  Pafnutii:
Hune  igitur  senem  ..”.  B1.89b  "Exemplum  ad  cohortationem  elemosinarum:
  Rem  vobis  refero  fratres  .  ..

Bl.91b  “Sermones  exhortatorii  de  diversis  virtutibus.  De  Sapientia:
  Primo  omnium  querendum  est  homini.  .’;  Schluss  “De  castitate:,.
  ..  in  populo  exemplis”.  Bl.98b  Homilien  des  Basilius  in
der  Übersetzung  des  Rufinus  (vgl.  Theol.92  Bl.  164)  “Omelia  s.  Basilii
        <pb n="343" />
        Theol.82  —  86  837

ep.  de  psalmo  I:  Omnis  scriptura  .  ;  es  sind  no.1,  2,3,  8  der  Ausgabe
von  Garnier  (tom.  II,  Paris  1722,  8.713ff),  dann  (Bl.116)  "Sermo
de  jeiunio  septimi  mensis’  (gedr.  Zenonis  Sermones,  Veronae  1739,
S.345),  (117b)  “Sermo  de  eodem:  Habeant  fortassis  aliquid  diffieultatis
  .

Bl.120b  (roth:)  “Libellum  istum  Smaragdus  abbas  de  diversis
virtutibus  collegit  et  ei  nomen  Diadema  Monachorum  imposuit  .  .’
(gedr.  bei  Migne,  Cursus  patrol.  lat.  102  8.594):  Prolog  “Hunc
modieum  .  ,  Bl.121  Capitula  (I—100),  Bl.121b  Anfang  ‘Hoc  est
remedium’,

B1.188  ‘..  Ut  caute  de  monachis  agatur:  Omnibus  in  Chr.  fidelibus
cavendum  est’.

Auf  Bl.1b  steht  “Ego  frater  Geroldus  prepositus  monasterii  s.  Marie
Magd.  apud.  muros  Hild(esie)n(ses)  hune  libellum  comparavi  conventui
iam  supra  scripto  ...  M°  cee  ix  .  .  Auf  Bl.1a  °Hee  bona  ..
emit  pater  noster  Ghe(roldu)s  eeclesie  nostre  .  .,  1!/,  Spalten  (Ortschaften
  bei  Hildesheim).

Theol.s4£  Pergament  61Bl.  zu  191),  :131/,  cm  rothe
Titel  und  2  kleine  gemalte  Initialen  XV  Jahrh.

Bl.2  ‘Liber  St.  Johannis  (Chrysostomi)  episeopi  Constantinopolitani
  de  cordis  conpunetione  ad  Demetrium’;  Bl.41  “Ineipit  liber
seeundus  eiusdem  ad  Sceletum’.  Am  Rande  Bemerkungen  und
Lesarten.  Der  Text  stimmt  am  meisten  mit  dem  von  Wilh.  Schmitz
in  den  “Monumenta  tachygraphica’  II  herausgegebenen  überein.

Bl.1  und  wieder  aın  Ende  steht  folgende  alte  Eintragung:  “Liber
domus  praesbyterorum  et  elericorum  zo  Wydenbach  aput  St.  Panthaleonem
  in  Colonia’.  Auf  einer  Auction  in  Cöln  1804  gekauft.

Theol.85  1:101,11:2138.zu151/,:10em  um  1670  (vgl.S.28)

I.  Aßb&amp;amp;  Aw00%E0v  didaoxariaı  diayogoı  NOÖg  Toig  Eavrov  uadn-Tas.
  Beginnt,  ohne  die  Einleitung,  gleich  mit  Acd.1;  der  Schluss
von  Aıd.4  von  den  Worten  xat  öuos  an  (in  Galland’s  Bibliotlieca
veterum  patrum  XI  p.395D)  fehlt.  Der  Text  ist  in  Capitel  eingetheilt
  und  hergestellt  unter  Benutzung  der  Ausgabe  Nie.  Le  Due’s
in  dessen  Auetarinm  bibliothecae  patrum  Bd.I,  Paris  1624.

II.“Maxaolov  tov  Alyvariov  Öuıklaı  wevuatızal..  NEgL  TS  OpEL-Aousvng
  xal  ORovVdaLoufung  Tols  yoLWwTıaroig  TEAELOTNTOS.  In  einer
bei  der  Hs.  befindlichen  Notiz  sprieht  Heinr.  Jos.  Floss  die  Vermuthung
  ans,  dass  dieser  Text  eine  Copie  der  Ausgabe  des  Zachıı.
Palthenius  von  1594  oder  einer  späteren  sei;  Jedenfalls  hat  er  die
von  Palthenius  herrührenden  Überschriften  der  einzelnen  Homilien.
Dagegen  ist  in  der  Hs.  der  Text  in  Kapitel  getheil.   Floss  erwähnt
diese  Hs.  in  seiner  Ausgabe  von  Macarii  Aegyptii  epistolae,  homiliarım
  loei,  preces  8.234,  wo  er  sie  irrthümlich  ins  16  Jahrh.  setzt.

Aus  der  Bibliothek  Joh.  Georg  Olbers’  1773  in  Bremen  gekauft.

The0l.86  Druck

Caecilii  Cypriani  .  .  opera  .  .,„  Romaec  1563  apud  Paulun
Manutium.  Zu  p.1—216  sind  am  Rande  von  einer  Iland  des
17  Jahrhunderts  die  Lesarten  verschiedener  Tandschriften  notirt,
nämlich  eines  Neapolitanus,  vier  Vaticanischer  Handschriften  und

99
        <pb n="344" />
        338  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

vor  allem  die  des  berühmten,  jetzt  verlorenen  Veronensis.  Vereinzelt
  stehen  auch  Conieeturen  am  Rande,  denen  ein  “Lat.”  beigeschrieben
  ist  (vgl.  z.  B.  p.111,  113,  115).  Besonders  hieraus  hat
Hartel  mit  Recht  geschlossen,  das  wir  in  den  Randbemerkungen  des
Göttinger  Exemplars  eine  Abschrift  der  Collationen  des  Latinius
vor  uns  haben;  vgl.  Hartel’s  Praefatio  im  3.  Bande  seiner  Ausgabe
des  Cyprian,  p.  X  XIII,  woselbst  er  auch  eine  Erklärung  der  den
Lesarten  beigesetzten  Abkürzungen  giebt.

Auf  dem  Vorsetzblatt  steht  “1737  Di  Giaco  Soranzo’;  auf  der
Innenseite  des  Vorderdeckels  ist  eingeklebt  das  Ex-libris  von  “Joseph
Smith  British  Consul  at  Venice’.  1774  im  Haag  aus  dem  Nachlasse
  van  Neck’s  ersteigert  (vgl.  Bibliotheca  Neckkiana  p.3  n.40).

The01.87_  Druck

Iuvencus..  evangelice  legis  maiestatem  ..  versibus  coneludens  ..
0.0.  und  J.  (Hain  9725),  mit  hftlichen  Varianten  dreier  Ausgaben  und
einer  unbekannten  Hs.,  die  mit  dem  von  Huemer  in  seiner  Ausgabe
benutzten  Helmstadiensis  553  verwandt  ist.

Theol.8s8  I-+188Bl.  zu  211/:14em  roth  rubrieirt
in  Niederdeutschland  geschrieben  Mitte  des  15  Jahrh.

Bl.1  Opus  theologieum  duodeeim  speculorum  intitulatum  "Quia
sola  theologia  est  seientia  prae  aliis  altissima  .  .’;  B1.S8  “Gracias  ago
summo  creatori  meo,  qui  de  me  nichilo  aliquid  fecit  ...  De  a.  d.
Meceexxxvii)  inceptum  et  completum  ipso  die  b.  Laurenci)  martiris
Osnaburgis  per  rubearum  litterarım  eapitalium  ostensorem  a.  d.  1450
seriptum”.  Diese  Schrift  scheint  also  1438  verfasst,  1450  abgeschrieben
  zu  sein;  andere  Abschriften  derselben  waren  nicht  aufzufinden.
   Bl.88  "Nota.  quaeritur  utrum  penitens  teneatur  confitert
proprio  sacerdoti  .  .  secundum  Richardum  .  ..

Bl.88b  Ambrosius  de  fuga  saeceuli  (-ed.  Benedietina  1686
vol.I1  417).   Bl102b  (Pseudo-)  Augustinus  de  honestate  mulierum
(-ed.  Migne  V  2301;  wird  Caesarius  zugeschrieben).  Bl.104b
(Pseudo-)Augustinus  de  contemptu  mundi  ad  clericos  (=  ed.  Migne  VI
1215).  Bl.107b  Exemplum  de  s.  cruce  “Legitur  in  libro  miraeulorum
  s.  cerucis  de  quodam  ditissimo  merecatore  .  ..

Bl.109  “Ine.  Narratio  de  spiritu  quodam  in  villa  Meyerick
iuxta  opidum  Duysbach  ducatus  Clivensis  apparentis  a.  d.  Meecexxxvij
in  vigilia  b.  Martini  ep.  sub  mense  novembris  usque  ad  diem  ascensionis
  donini  .  .’,  40  Capitel;  am  Schluss  heisst  es  “Sed  de  post

a.  Meceexliii  Arnoldus  (Bossman)  haec  conscripsit  et  in  notam
1edegit:  quia  ante  hoc  tempus  Arnoldus  seribere  neseivit  ...  In  latinum
autem  translata  est  de  spiritu  narratio  per  fratem  J  ohannem  de
Essendia,  s.  theol.  prof.,  conv.  Wesaliensis  ord.  predicatorum  a.  d.
Meecexlii)  ipso  die  Martini  ep..  Andere  Abschriften  waren  nicht

aufzufinden.  B1.129  “Determinatio  quorundam  dubitabilium  circa
acta  seu  dieta  per  spiritum  in  Meyerick,  quam  deeidit  fr.  Johannes
de  Essendia  .  .,  Anfang  “Reetum  est’;  eine  andere  Hs.  befindet

sich  in  Coblenz,  vel.  Quetif-Echard,  Seriptores  ord.  Praed.  I  830  und
791.   BI.135  Notiz  über  die  Schliessung  des  Klosters  Hertzebroke
1462  und  des  Klosters  S.  Egidii  in  civ.  Mon(asteriensi)  1468.
        <pb n="345" />
        Theol.87—-90  339

Bl.135b  "De  eonceptione  b.  Katlıerinae  et  eius  eonversione’,
Anfang  “Legitur  in  gestis  Grecorum,  quod  fuerat  quidam  rex  nomine
Costus”.

B1.137  Johannis  Chrysostomi  de  laudibus  Pauli  ap.  sermones  VII
(=  Bedae  opp.  Colon.  1688  VI  824),  am  Schluss  Bl.161b  “Seriptum  in
mon.  s.  Egidii  confessoris  a.  1451’.

Bl.162  “Liber  epistularum  Annii  Senece  ad  amieum  suum  Lueillum’,
  28  Briefe:  zuerst  der  liber  de  moribus,  dann  ep.1—8;  10;
9,  6ft;  9,  13,  9,  20ff;  13,  124f;  14;  16—27.  Am  Schluss  Bl.187b
“.  .  seripte  in  mon.  s.  Egidii  in  eivitate  Mon(asteriensi)  2.1451  in
profesto  Ambrosii  .  ..

Bl.187b  Exeerpt  “ex  seeundo  libro  Apü  ea.  36’,  theologisch.

Auf  Bl.I  (Pergamentblatt  mit  einem  Bruchstücke  eines  Commentars
  zum  Buche  Baruch)  steht  “Liber  monasterii  Campi  s.  Mariac
vulgo  Suntemarienvelde.  Servanti  benedietio”.

Aus  der  Bibliothek  des  Gymnasiums  zu  Göttingen,  vgl.  Zeit-  und
Geschieht-Beschreibung  d.  St.  G.  (1734)  IV  Buch  8.179f.

Theol.8s9   187Bl.  zu  31:22em  von  4  Händen  geschrieben
  (1—98,  99—134,  135—158,  159—187)  15  Jahrh.

Enthält  unter  dem  Namen  des  Ambrosius  folgende  Schriften:
Bl.1  In  Exameron,  6  Bücher.  Bl.7Ob  De  paradiso.   BI.88b  De
sacramentis  “De  moralibus  eotidianum’;  dies  ist  die  sonst  “de  mysteriis’
betitelte  Schrift.  Bl.94  “Sermo  eiusdenm  b.  Ambrosü:  De  sacramentis
  quae’,  und  Bl.96  “Alius  sermo  .  .  de  saeramentis’;  dies  ist
Buch  1  und  2  der  Sehrift  “de  saeramentis”.  Bl.39  De  officiis,
3  Bücher,  mit  Verzeiehnissen  der  Capitula.  Bl.153b  Sermo  ..
qui  et  pastoralis  dieitur:  Si  quis  fratres  oraeuli.   B1.157b  “Sententia
Ambrosii  ad  hominem  penitentem  qui  in  seeulo  conversatur’;  die
dem  Hieronymus  zugeschriebene  epist.33  (Patrol.  lat.30  p.249).
bBl.159  De  bono  mortis.   BI1.170b  De  resurreetione  mortuorum.
Aus  der  Bibliothek  Ant.  Jul.  von  der  Hardt’s,  Prof.  in  Helmstedt,
1786  gekauft.

The0l.90  II-+83Bl.  zu  20:14em  in  arehaisirenden
Schriftarten  vielleieht  von  einem  und  demselben  Sehreiber  im  15  Jahrh.
geschrieben  bald  1,  bald  2  Colunınen  rotliıe  Überschriften

27  Briefe  des  Hieronymus:  Bl.1  Ieronimi  ad  Pammachium
et  Öceanum  .  .  "Qui  Ethiopem’  =  Vallarsi  (2  Ausg.)  XI  2  p-  311;
Bl.2  Ieronimi  ad  Theodosiun  .  .  "Quam  vel(lyem  nune’  =  Vall.l
n.2;  Bl.2b  Ieronimi  ad  Florentinm  .  .  “In  ca  mihi  parte’-Vall.]
1.9  1.8.  W.  Die  beiden  letzten  Stücke  sind:  BI.82  leronimi  ad
Castricianum  “Sanctus  filius  meus  Tleraclius’=  Vall.I  n.68;  Bl.82b
leronymi  ad  Abigaum  Ilyspanım  "Qnamgnam  mil’:  Vall.  1n.76.
Die  beiden  Briefe  al  Augustinum  Vallarsiln.14+1l  (COmni  quidem
tempore’)  und  142  (Multi  ntroque  elaudieant‘)  erscheinen  auch  hier
nur  als  ein  einziger.

Zwischen  die  "Briefe  ist  eingeschoben:

Bl.43  -  64b  Liber  beatissimi  Hieronimi  ad  Pamachinm  eontra
Johannen  Hierosolimitanınn  episcopum  et  Rufinum  episcopum  Origenis
assertores  “Si  iuxta  apostolum  Paulum’=  Vall.II  p.407.

22%
        <pb n="346" />
        340  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.64b  Pogii  Florentini  episto)la  ad  Marchionem  Mantuae  pro
filii  discessu  ...  “Pogius  Florentinus  .  .  Johanni  Franeischo  Marchioni
Mantuae  salutem  plurimam  dieit.  Johannes  Cassianus  vir  religiosus’;
Bl.69  Pogius  .  .  Vietorino  Feltrensi  “Licet  non  antea  mi  Victorine’,
Bononiae  die  XIllNov.:  übersendet  den  vorhergehenden  Brief  zur
Beförderung  an  den  Adressaten.

Bl.71  Epistola  beati  Cypriani  Cartaginensis  episcopi  ...  ad  Donatum
  .  .  “Bene  adınones’  =  ed.  Hartellp.3;  Bl.74b  Ciprianus
Demetriano  imperatori  contra  ydolatras  “Oblatrantem  te’  =  Hartell
p.351;  B1.79b—80  Cyprianus  Moysi  et  Maximo  ..  “Et  cunctos  vos
pariter”  =  Hartel  II  p.576.

Bl.I  “Bibliothecae  Georgiae  Augustae  ex  paterna  intulit  Christ.
Guil.  Frane.  Walchius  d.  16  maii  1775’.

Theol.W%e  Perg.  1Bl.  zu  291/,  :20  cm,  zweispaltig  beschrieben

  im  XI  Jahrh.
Bruchstück  von  Hieronymus’  epistola  (123)  ad  Ageruchiam  "adolescentulas
  viduas—  sed  in  vepribus’  =  Migne  22  Sp.  1049  med.  —  1052.

Theol.90k  9Bl.  zu  34:21'/;,  em  und  kleiner  von  verschiedenen
  Händen  geschrieben  1725/6

Joh.  Matth.  Gesner,  varia  lectio  und  einige  kritische  Bemerkungen
zu  Hieronymus’  epist.70  ad  Magnum,  nebst  den  für  Gesner  angefertigten
  Collationen  mehrerer  der  ältesten  Ausgaben  und  Hften
dieses  Briefes,  darunter  ein  Quedlinburger  Druck  und  Ms.  (wohl
no.112  und  8  bei  Tob.  Eckhard,  eodices  mss.  Quedlinburgenses)  verslichen
  von  Tob.  Eckhard,  und  ein  Cod.  Ulmensis  bibliothecae
publicae,  verglichen  von  Joh.  Ge.  Schelhorn.  Stammt  aus  Gesner’s
Bibliothek.

Theol.91  .  165  Bl.  zu  11:  7!/,  cm  (Text  7:41),  cm)  mit
rothen  Initialen  und  Überschriften  1476

Gebetbuch  (schwäbisch).

Bl.1  “Dis  ist  die  bychte  S.  Augustins  .  .',  Anfang  “Empfach
aller  gütigoster  herre”.  Bl.9b  “Dise  nachgeschribne  gebette  hat
semacht  .  .  Babst  Vrbanus  IV..,  und  hat  die...  8.  Bernhart
nachmals  gewittert  ...  und  ist  hie  zu  grosser  abelaus  geben  .  .:
Gebete  auf  jeden  Tag  der  Woche,  jedesmal  von  Got  dem  vater,
vom  sune,  von  dem  h.  gaiste,  von  d.  h.  tryfaltikait,  von  unser  lieben
frowen,  von  engeln,  von  S.  Johanne;  Anfang  “  Almcchtiger  vater  ewiger

got,  desz  tugent  gantze  macht  ist”.  Bl.135b  “Disz  .  .  gebet  hat
S.  Augustinus  selbs  ...  usz  der  h.  geschrifft  zetütsch  gebracht  .  .,

Anfang  “Herre  allmechtiger  gotte,  der  du  bist  tryfaltig  und  ainig”.
Bl.146  °..  als  man  zalt..  1459  jare  an  S.  Katherinen  tag  zu  Mantawe
ist  disz  nachgeschriben  gebete  gebracht  worden  für...  babst  Pyum
den  andern  .  .,  als  offt  man  es  spricht,  also  offt  git  sin  hailikait
hundert  tag  ablaus  .  .  für  die  selen  .  .,  Anfang  “Min  lieber  herre
Jesu  Christe,  erbarme  dich  uber  die  selen‘.  BlI.148  Gebet  “in  ainer
krufft,  oder  so  du  uber  ain  kirchoff  gast’  und  3  andre  Gebete  für  die
Seelen.  Bl.152  am  Schluss  roth:  “Albrecht  Birchtel  von  Stutgart
1476’.
        <pb n="347" />
        Theol.  90  e  —  92  341

Von  einer  zweiten  Hand  (15  Jahrh.)  ist  zugefügt:  Bl.152b
Gebete  bei  der  Messe.   DBl.162b  Gebet  an  Maria  "O  Maria  snadenryche
  ..  und  jr  ..  .  nothelffer  ...  helfent  mir  armen...  sünderin  .

1850  aus  einer  Göttinger  Auction.

Theol.92  226  Bl.  (Bl.115,  119  —  122,  126  Pergam.)  zu
28:21lcm  rothe,  seltener  grüne  Initialen  und  Überschriften
2  Spalten  von  verschiedenen  Händen  geschrieben  1489  alter
mit  gepresstem  Leder  überzogener  Holzdeckel  mit  Schliessen

Bl.1—102  Schriften  des  Augustinus:  Bl.2b  De  octoginta
tribus  quaestionibus;  voran  das  betr.  Capitel  der  Retractationes
(126).  Bl.37  Liber  XXI  sententiarum.  bl.42  De  praedestinatione
  libri  II  (am  Schluss,  Bl.66b,  “Preleeto  libro’,  3  Schreiberverse,
Hexameter  mit  Innenreim).  Bl.66b  Sermo  b.  Augustini  in  die
ordinacionis  sue  “Omni  quidem  die  et  omni  hora’;  scheint  bei  Migne
zu  fehlen.  BI.67  Eiusdem  alius  sermo  unde  supra  “Hodiernus  dies
fratres  admonet  me’  =  Migne  V  1480.   Bl.68b  Liber  A.  de  pastoribus
  =  Sermo46,  Migne  V  270.  DBI.78b  Liber  de  ovibus  =  Sermo  47,
Migne  V  239.  Bl.87  De  bono  coniugali.  Bl.35  Ad  Julianam
famulam  Christi  de  viduitate.

Bl.103  Liber  beati  Ambrosii  episcopi  de  paradiso  “De  paradiso
nobis  adoriendus  sermo”.  .

Bl.115—163  Predigten  des  Gregor  von  Nazianz  in  der  Übersetzung
  des  Rufinus,  dessen  “Prefacio  in  libros  Gregorii  Nazianzeni
ad  Apronianum:  Proficiscenti  mihi  ex  urbe  mag  gnopere  imiungebas  .
vorangeht.  Bl.115  Apologeticus  b.  Gregorü  .  .  gQuem  super  füga
sua  dum  celigeretur  episcopus  reversus  in  Scelesia  dixit.  Bl.130b
De  Epiphaniis  sive  de  natale  domini.  Bl.135b  De  communibus
vel  secundis  Epiphaniis.  Bl.141  De  pentecoste  de  spiritu  sancto
dieta  in  ecclesia  Constantinopolitana.   BI.145b  Liber  in  semet  ipso
de  agro  regressus.   DBI.150  De  Jeremia  dicta  praesente  imperatore
apud  quem  et  intercedit  pro  quadam  pereclitante..   BlI.153  De  reconciliacione
  monachi.  _  BIl.158  De  grandinis  vastacione  cum  pater
episcopus  reticeret.  Uber  andere  Handschriften,  welche  dieselben
oder  fast  dieselben  Stücke  des  Gregor-Rufin  enthalten,  vgl.  W.  Meyer
in  den  Abhandl.  der  bayer.  Akad.  d.  Wissensch.,  Philos.-philol.  Ulasse,
Bd.XVII  (1886)  S.401.

Bl.164—181  Sechs  Homilien  des  Basilius  in  der  Übersetzung
des  Rufinus.  Voran  geht  des  Rufinus  Prefacio  an  Apronianus,
hier  mit  dem  von  den  Ausgaben  etwas  abweichenden  Anfang  "Sanecti
Basilii  Cesaree  Cappadocie  episcopi  aliqua  tibi  in  latinum  verti”.
Dann  folgen  die  Homilien  "De  psalmo  primo‘,  "De  eo  quod  seriptum
est:  adtende  .  -,  De  eo  quod  seriptum  est  in  evangelio:  hominis
cuiusdam  divitis  .  ,  “De  fide’,  “Ad  virginem  lapsam’,  “De  psalmo  LIX’,
also  die  Nummern  1—3  und  6—8  der  Ausgabe  Garnier's  (Basilii
opera,  Tom.Il,  Paris  1722,  8.713—726  und  739—744).

B1.182  Ineipit  Liber  Rathberti  Paschasii  abbatis  Corbevensis
ordinis  s.  Benedieti  de  sacramento  enkaristie.  Beginnt  gleich  mit
dem  Prolog  an  Placidius  “Dileetissimo  filio  et  viee  Christi  praesienti
  .  .  Novit  igitur  nee  ambige”.  Am  Sehluss  "Explieit  liber
hominis  dei  de  sacramento  corporis  ct  sanguinis  Christi”.
        <pb n="348" />
        342  Goettingen,  Un  iversitäts  -  Bibliothek

Bl.211—219b  Schriften  des  Bruno  Astensis:  Bl.211  “Ineipit
venerabilis  episcopi  (Brunonis)  sermo  ex  eo  beati  Leonis  loco  ubi
magnis  auctoritatibus  Symaniaci  (so!)  feriuntur’.  Der  Traetat  beeinnt
  “Bruno  Signiensis  episcopus  omnibus  fidelibus  et  chatolieis
universis.  Gracia  vobis  et  pax  a  deo  patre  nostro  et  domino  Jesu
Christo.  Psalmista  loquitur  dieens  .  .  und  bringt  so  die  Einleitung
zu  Bruno’s  Vita  Leonis  IX  (Migne  Tom.  165  col.  1109)  bis  zu  den
Worten  “qui  vel  Symoniaci  erant  vel  a  Symoniaeis  ordinati  erant’
(Migne  col.1111  Zeile”).  Dann  wird  jedoch  fortgefahren  “Quibus
nune  respondendum  est,  postea  vero  ea  que  cepimus  prosequamur.
sed  prius  qui  sint  Symoniaci  et  unde  dieantur  dicere  oportet  .  .,
worauf  fast  die  ganze  Auseinandersetzung  folgt,  die  als  “Responsio
ad  eam  quaestionem:  eur  corruptus  tune  temporis  ecelesiae  status’
bei  Migne  col.1121ff.  gedruckt  ist,  und  zwar  von  col.1122  Zeile  8
von  unten  bis  “poena  tamen  eadem  est’  (col.1136,  drei  Zeilen  vor
Sehluss).  Bl.214b  Ineipit  sacramentorum  liber  exposicionis  eximi
episcopi  ac  venerabilis  Brunonis  .  .;  voran  geht  das  dazugehörige
Schreiben  an  Galterius  (Migne  Tom.165  c0l.  1089).  Der  letzte  Abschnitt
  der  Drucke  ‘De  eonsecrationibus  episcoporum  ’  (Migne  col.  1108)
fehlt  in  der  Hs.

bl.219b  Exceerptum  ex  epistola  saneti  Teronimi  presbyteri  ad
Nepoci(an)um  de  vita  elericorum  “Petis  a  me  Nepociane”.  Einleitung
  und  Schluss  sind  in  völlig  freier  Erfindung  umgestaltet.

B1.221  Ein  Tractat  über  Privilegien  von  Kirchen  und  Klöstern,
Frevel  gegen  Geistliche  und  die  dar  auf  stehenden  Strafen  und  dgl.
Derselbe  ist  besonders  durch  die  vielen  grösseren  und  kleineren
Excerpte  aus  (meist  unechten)  Karolingercapitularien  und  älteren
Papstdecretalen  bemerkenswerth.  Der  Anfang  scheint  zu  fehlen,
denn  der  Traetat  beginnt  jetzt  mit  einem  langen  Citat  “Pervenit  ad
nos  quod  quaedam  ecelesiae  .  .”  =  Benediet.  Levita  I  279  (Pertz,
Leges  II  Anhang  S.61).  Dann  fährt  der  Verfasser  fort  “Perspieuum
ergo  excelleneie  diserecionis  vestre  ex  praecedenti  capitulo  esse  non
dubitamus  omnia  loca  .  ’.  An  wen  der  Tractat  gerichtet  ist,  lässt
sich  aus  ihm  selbst  nicht  ersehen.

Bl.224  Zwei  kurze  Excerpte  aus  dem  (unechten)  Schreiben  Papst
Johannes’  III  an  die  Bischöfe  von  Germanien  und  Gallien  (Migne  72,
13ff.)  und  ein  kurzes  Excerpt  aus  Augustin  (de  symoniacis).

Bl.224  b  De  sacrifieio  “Saerifieium  dieitur  quasi  saerum  faetum  .  ..
Bl.226  Queritur  utrum  mali  sumant  corpus  Christi.

Der  erste  Theil  der  Hs.,  Bl.1—114,  hat  am  Ende  der  einzelnen
Schriften  eine  Reihe  von  Subseriptionen,  nach  denen  dieser  Theil
im  Jahre  1489  geschrieben  ist.  Ein  Schreiber  nennt  sich  am  Ende
der  Schrift  des  Ambrosius  Bl.114b  “Explieit  liber...  finitus  a.  d.  1489
per  fratrem  Johannem  de  Segen  monachum  huius  eenobii  Spanhem
ordinis  s.  Benedieti”.  Von  andrer  Hand  ist  dort  dann  noch  zugefügt
“Codex  monasterii  in  Spanhem.  Jo.  Tritemius  abbas  signavi  1496.
Die  letztere  Bemerkung  scheint  auch  in  den  (von  erster  Hand  geschriebenen)
  Buchstaben  am  Schluss  der  Subseriptionen  auf  Bl.37
(J.0.A.S.),  Bl.86b  (J.T.  A.  S.),  Bl.94  und  102b  (J.  A.  S.)  entlıalten
zu  sein,  so  dass  von  Bl.I—114  Johannes  de  Segen  vielleicht  nur
Bl.  103—114,  alles  andere  aber  Tritemius  selbst  geschrieben  hat.
        <pb n="349" />
        Theol.92  —  94  343

Die  Blätter  115—181  sind  sicher  an  demselben  Orte  geschrieben.
Bl.1  folgende  Eintragung  "Codex  monasterii  in  Spanhem.  Jo.  Tritemius
seripsit  1496°;  dann  von  andrer  Hand  ‘Liber  Canoniei  S.  Pancratü
Mart.  in  Hamersleben’.  Auf  dem  Vorsetzblatt  “Bibliothecae  patriae
cultor  devotissimus  Geo.  Guil.  Boehmer,  Goettingae  M.  Jan.  1814”.

.  The01.93  158  Bl.  zu  311/,:22  cm  in?2Columnen  rothe
Überschriften  15  Jahrh.

Kleine  Schriften  des  Augustin.  Bei  sämmtlichen  ist  in  der
Überschrift  Augustin  ausdrücklich  als  Verfasser  genannt.
Bl.1  De  doetrina  Christiana.  Voran  geht  das  darauf  bezügliche

Capitel  der  Retractationes  (II  4).  Bl1.48  Excerpt  De  ordine
Il  cap.  8.  Bl.49  De  fide  ad  Petrum.  Bl.61  De  conflietu  vitiorum
et  virtutum.  Bl.66b  Liber  meditationum  (-De  diligendo  deo);

Schluss  “etsi  differentibus  meritis  adinvicem  distabunt,  tamen  omnibus
erit  ineffabilis  gloria.  Amen’,  vgl.  ed.  Migne  VI  864.

Bl.74b  Tractatus  de  fnga  mulierum  “Nemo  dicat  fratres’  -Serm.  293,
Migne  V  2301.  Bl.76  Tractatus  de  continencia  "Quando  castitatis
bonum’  =  Serm.289,  MigneV  2291,  mit  grosser  Lücke  etwa  von  Ende
des  5.  bis  zum  Schluss  des  6.  Capitels.  Bl.76b  Libellus  de  contemptu
  mundi  “Audite  fratres  karissimi  salutiferam’  (Migne  VI  1215).

Bl.78b  De  ecclesiasticis  dogmatibus  hoc  est  de  symbolo  "Credimus
unum  esse  deum’:  gedruckt  als  Gennadius  Massiliensis  de  ecclesiasticis
  dogmatibus  bei  Migne  Patr.  Lat.  58,  979;  vgl.  Maassen,  Gesch.
d.  Quellen  des  canon.  Rechts  I  p.351  $362.  Hier  ist  die  Schrift  in
48  capp.  getheilt;  es  fehlen  capp.22—51  und  60—62  des  Drucks.
Schluss  “mobilitate  et  mutabilitate  peccatrieis  animae’  (cap.86  des
Drucks).

Bl.82  De  agone  Christiano,;  voran  als  “Prologus’  das  betreffende
Capitel  der  Retractationen  (I  3).  Bl.90  De  videndo  deum  “Cum
petisses  ut  de  invisibili’  =  epist,  147  (nach  Migne);  Schluss  “quod
videre  possint  oculi  corporales’  (Migne  IL  622).   Bl.95b  Ad  Probam
de  adorando  deum  =  ep.130.  Bl.101b  Liber  ...  de  vera  et  falsa
penitencia,  quem  fecit  ad  preces  Redilinde  sororis  snae.  Bl.110b
De  spiritu  et  anima.  Schluss  “quem  cernere  finis  cst”  (Migne  VI  816
gegen  Ende  von  cap.50).  Bl.130  Liber  soliloquiorum.  Bl.148b
Speculum  peccatoris.  Bl.151b  Traetatus  de  concordia  fratrum
-&amp;gt;Serm.211,  Migne  V  1054.   Bl.153  Liber..  de  manuali  verbo  dei
intitulatus  alias  de  salute  anime  in  se  continens  etiam  libellum  de
dulei  ammonicione  anime:  enthält  (oft  mit  starken  textlichen  Abweichungen)
  eap.  1—24  des  Drucks  Migne  VI  951ff.,  jedoch  in  anderer
Abtheilung  als  Particulal—15;  als  Partienlal6  folgt  dann  “Anima
mea  si  vis  amari,  require  de  verbo  ad  verbum  de  dulei  ammonieione

anime  &amp;amp;  prineipio  usque  ad  finem’,  womit  die  IHs.  abbricht.
“Ex  Biblioth.  Ant.  Jul.  van  der  Hardt  d.  3  Oet.  1786’  (BL1).

Theol.94  239  Bl.  zu  21:141/),  em  im  15  Jahrh.  von
verschiedenen  Händen  geschrieben  zum  Theil  rothe  Überschriften  und
Initialen

Bl.1  Sanımlung  von  Citaten  der  Kirchensehriftsteller  (auch  mittelalterlicher)
  über  Augustin.  B1.17  Beati  Augustini  liber  de  natura
        <pb n="350" />
        344  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

boni  (nur  bis  zum  Schluss  von  cap.13).  Voran  als  Prologus  Retraectat.
11  9.  Bl.19b  Eiusdem  de  misera  vita  corporis  et  anime  =  Migne
VI  13352,  Serm.49.

B1.22  Tractatus  euiusdam  de  veritate  et  pace,  capitulum  primum
“Veritas  ponenda  est  in  medio  tamquam  pulerum’;  moralischer  Tractat
in  21  Capp.,  im  Inventaire  des  Manuserits  von  Brüssel  unter  n.2301
angeführt  als  "Gingonis  .  .  Meditationes’.

Bl.42  Ineipit  liber  beati  Cipriani  episcopi  et  mar  tyris  de  duodeeim
abusiva  (so!)  saeeuli  “Duodecim  sunt  abusiva  seculi’.

Bl.49  “Flecto  genua  mea  ad  patrem  domini  mei  Jesu  Christi  a
quo’,  im  Index  (Bl.238b)  bezeichnet  als:  Liber  Bonaventure  de
quattuor  exereiciis  qui  dieitur  ymago  vite.

Bl.85  Ineipit  liber  beati  Bernardi  (Claraevallensis)  super  “Ecce
nos  religquimus  onmia  ete.”  qui  liber  colloguium  Symonis  et  Jesu
dieitur.  Anfang  “Ut  tibi  dileetissime  praesentes  exhortationis  sedulas
destinarem’.

Bl.108  Viridarium  consolacionis  ex  dietis  sanetorum.
Dieser  Titel  ist  dem  Index  entnommen.  Im  Text  fehlt  der  Schrift
der  Anfang  (vor  Bl.108  ist  ein  Blatt  herausgerissen;  jetziger  Anfang
auf  BI.108  ‘in  suo  agro  serit  prima  spinas’)  und  das  Ende  (sie  bricht
infolge  Blattausfalls  in  cap.81  ‘de  praedicatione  sacerdotis’  ab).  Im
ersten  Theile  der  Schrift  (cap.  1—29)  wird  über  Laster  und  Sünden
(cap.1  De  peccato  in  genere,  cap.2  de  superbia,  cap.ö  de  invidia
1.8.  w.),  im  zweiten  über  Tugenden  etc.  (cap.30  De  virtute  in  genere,
cap.31  de  fide,  cap.32  de  spe  u.  s.  w.)  gehandelt.

Bl.143  Incipit  liber  de  trinitate,  de  creacione  rerum,  de  angelis,
de  situatione  mundi,  de  bene  morientibus..  de  officio  Jlamentacionum
etc.  Anfang  ‘(De  trinitate  hoc  tenendum  est  quod  in  una  substantia’;
vgl.  Cod.  Lat.  Monac.  3334  Bl.  116.  B1.152b  “Explieit  summula  super
diversis  bonis  ete.”.

Bl.  153  Ineipiunt  decem  Draece  pta,  secundum  quae  beatus  Augustinus
exponit  ommia:  Sapiens  est  qui  scit  dampnum  suum  praecavere  ..

Bl.163  Juliani  Toletani  Prognosticorum  libri  ILL.

B1.197—  220,  228—237  Gesta  Romanorum  (im  Index  B1.238b
bezeichnet  als:  Exempla  aliqua  ex  Gestis  Romanorum).  Genaue
Inhaltsangabe  dieses  Stückes  der  Hs.  in  der  Ausgabe  von  Oesterley
S.12.

B1.221—227  (von  jüngerer  Hand,  zwischen  die  Gesta  Romanorum
eingelegt)  Bruchstück  der  Acten  eines  Alinoriencontents  zu  Lüneburg.
  Am  Schluss  Bl.227  “Datum  et  publicatum  anno  dom.
millesimo  quadringentesimo  nonagesimo  (nono  getilgt)  quarto  feria
quarta  post  Reminiscere  Luneborch  in  synodo  generali  apud  fratres
minores  ibidem  celebrata’.  B1.239  Index  zu  einem  Arzneibuch
(niederdeutsch).

B1.238b  Index,  mit  der  Überschrift  “Liber  domus  sancti  Johannis
baptiste  in  Volekerdinchusen  (Volkhardinghausen  in  Waldeck).
1799  vom  Fürsten  Friedrich  zu  Waldeck  geschenkt.

The0l.95  Pergam.  94Bl.  zu  20:13!1/;,  cm  deutsche
Schrift;  rothe  Überschriften  und  rotle  und  blaue  Initialen  XV  Jahrh.

Epistolae  LeonisIpapae.  Die  Hs.  enthält  die  von  den  Ballerini,
        <pb n="351" />
        Theo1.94  —  98  345

Leonis  opp.Ip.551  $  XXII,  beschriebene  Sammlung  von  56  Briefen
dieses  Pabstes..  Auf  diese  folgen  (Bl.91b)  3  Schreiben  des  Pabstes
Hilarus,  nämlich  das  hier  “sub  die  XV  Kal.  Novembr.’  datirte
Synodale  decretum  (Thiel,  Epp.  Rom.  Pontif.  9.159;  die  Namen  der
Bischöfe  am  Anfang  fehlen;  Schluss:  “Paulus  notarius  reeitavit  et
statutum  est  ne  quid  ultra  huiusmodi  a  sacerdotibus  praesumatur’,
vgl.  Thiel  p.  162  n0.5)  und  die  Briefe  “Postquam  litteras’  (Thiel  p.165)
und  “Divinae  eirca’  (Thiel  p.169)  an  Ascanius  von  Tarragona.
Bl.1b—2b  Index.

1785  aus  dem  Nachlasse  von  Hemmo  Arn.  Werumeus  in  Groningen
erkauft  (Auctionscatalog:  Codd.  Manuser.  in  4°  F),

Theol.96  Pergament  38Bl.  zu  171/,:12em  2  Spalten
französische  Schrift  des  XII  Jahrh.

Die  Briefe  des  Apollinaris  Sidonius,  Buch  I—IX  6,  nieht  ohne
grössere  Lücken.  Die  Hs.  gehört  in  die  4.  von  Lütjohann  aufgestellte
  Hss.-Klasse  und  ist  den  10  Hss.  anzureihen,  die  er  S.XVIU
seiner  Ausgabe  aufzählt.e  Titel,  viele  Überschriften  und  die  Initialen
der  einzelnen  Briefe  fehlen.  B1.37  Excerpt  aus  Gregorii  Turonensis
historia  Franeorum  über  Sidonius  (lib.Il  cap.  22—  24).  Bl.35  am
Rande  “explieit  Sydonius’.

Bl.38  Zwei  Reden  in  Sachen  von  T’homas  Decket  gegen  Heinrich  II.
von  England.  Dieselben  stellen  sich  dar  als  gehalten  im  November
  des  Jahres  1164  vor  Papst  Alexander  Ill.  zu  Sens,  sind
jedoch  in  Wahrheit  nur  rhetorische  Deelamationen.  In  der  ersten
(Anfang  “Inpunita  improborum  protervitate”)  sprieht  ein  Anhänger,
in  der  zweiten  (Anfang  "Si  quiequam  liceret’;  der  Schluss  fehlt
infolge  Blattverlustes)  ein  Gegner  des  Thomas.  Beide  Reden  sind
besprochen  und  nach  dieser  Hs.  abgedruckt  von  O.  Günther  in  den
Nachrichten  von  der  kgl.  Gesellschaft  der  Wissenschaften  zu  Göttingen,
1893,  8.231ff.

The0l.9Y  29Bl.  zu  21:15em  15  Jahrh.

Epilogus  regularis  breviter  digestus.  Anfang:  Quwia  ergo  constat
sanctam  ecelesiam  predietorum  patrum  exempla  sequi  debere.  Also
offenbar  der  Schlusstheil  eines  grösseren  Werkes  über  die  Diseiplin
der  Mönche.  Nach  dem  Prolog  folgtIsidor  de  offieiisI  cap.  19—  23;  später
werden  noch  Hieronymi  epistolae  ad  Nepotianun,  ad  Paulinum  pr.  und
ad  Rustieium  excerpirtt.  1785  auf  einer  Göttinger  Auction  gekauft.

Theol.98  Pergament  und  Papier,  8Bl.,  verschiedene  Bruchstücke
  in  fol.  gebunden
bl.1—4  (Perg.  XI  Jahrh.,  2  Spalten  je  25  em  hoch,  7!%  em  breit)
Bruchstücke  aus  des  Paulus  Diaconus  historia  miscella,  und  zwar  IX
12  praesertim  Alexandria  —  X  3  ita  administravit  (nach  der  Zählung
der  Hs.  Buch  VIII  und  IX),  X  18  Imie  Mareia  —  23  opus  Romaec
egre,  (Bl.3  und  4)  XX  25  pervenit.  Rursusqne  —  37  Jamuartarım
perve.  Bl.5  (18  Jahrh.)  Abschrift  von  BL.4.
Bl.6  (Perg.  noch  Il  em  hoch  und  16  em  breit;  der  untere  "Theil
ist  weggeschnitten  zweispaltig  beschrieben;  abgesetzte  Verszeilen;
der  Anfangsbuchstabe  jeder  Zeile  steht  allein  und  ist  roth  dureh-
        <pb n="352" />
        346  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

strichen;  rothe  Initialen  Anfang  des  XIV  Jahrh.)  Bruchstück
einer  niederländischen  Bearbeitung  von  Barlaam  und  Josaphat  des
Johannes  Damascenus,  noch  88  Verse  (Reimpaare).  Das  Fragment
ist  bisher  unbekannt;  es  begiunt  “Ende  peinsde  wel  alsoe  hi  couste
Dat  hi  ommer  sterven  moeste’  (entsprechend  dem  Texte  bei  Migne,
Cursus  Patr.  Gr.  96  S.902C)  und  schliesst  “Daer  ic  ghistren  omme
beette  up  deerde’  (Sp.903C).

bl.7  und  8  (Text  15'/,:91/;  em,  15  Jahrh.)  Bruchstücke  mit  der
Seitenüberschrift  “Liber  quintus  quaestio  3a’,  wohl  über  die  Physik
des  Aristoteles.

The01.99  Perg.  242  Bl.  zu  26:18  cm  schöne  Schrift
des  IX/X  Jahrhunderts  die  Spalten  sind  durchsehnittlich  18  em  hoch,
10—11  breit  schöne  mit  Tinte  gezeichnete  Schnörkelbuchstaben  (etwa
9:9  cm)  finden  sich  Bl.1b,  4a,  31;  die  Überschriften  sind  meist  mit
Uneialbuchstaben  geschrieben  und  wie  die  Anfangsbuchstaben  rotlı

Voran  (2  Bl.)  Inhaltsübersicht  von  Dr.  Kunz.  Bl.1a  “In  hoc
volumine  continentur  ..  .,  mangelhafte  Inhaltsübersicht  aus  dem  12  Jahrhundert.


Bl.1—54  Alenin  de  fide  s.  trinitatis  I—III  und  Quaestiones  de
s.  trinitate.  Bl.1b  Epistola  Alchuini  ad  Carolum  imperatorem.
Bl.4  In  hoc  codiee  continentur  de  fide  scae  trinitatis  et  de  incarnatione
Christi  lib.IIL;  folgt  Buchl;  Bl.14b  die  Capitula  von  Buchll,  die  von
cap.12  ab  bis  zum  Ende  des  1.  Capitels  des  Textes  (consideranda  est)
ausgefallen  sind;  Bl.30b  BuchIIl,  das  Bl.49a  schliesst  “euius  nullus
est  finis.  Gratia  et  pax  a  deo  patre  et  filio  eins  Jesu  Christo  domino
nostro  sit  ista  confitenti.  IN  @MNIA  CCAA  CCÄ@PVM  ANHN.  Die
Invocatio  (bei  Froben],  II  p.  737)  fehlt;  es  folgt  (Bl.49b)  ohne  Titel
“Credimus  sanetam  trinitatem’  mit  dem  Schluss  “beatitudo  et  gloria’.
Dann  folgt  (Bl.50b)  Eyistola  donni  Alchuini  ad  Fredegisum  diseipulum
suum,  dann  Bl.51a  Interrogatio  (und  Resp.  de  8.  trinitate).

Bl.55—96  Excerpte  aus  Ambrosius  de  offieiis:  De  taciturnitate
ex  libro  offieiorum  Ambrosü  (in  Sehnörkelschrift);  nach  Krabinger’s
Ausgabe  1857:  BuchI$5  seriptum  —  $22  quasi  senserit.  Bl.59b
De  offieiis,  ex  supra  dieto  libro:  $25  legimus  igitur  offitium  diei  a
nobis  posse.  Nam  eum  Zacharias  —  $26  omnibus.  $35  Primum  —
837  habere.  Bl.60  De  verecundia,  ex  eodem  libro:  $65  Est  igitur
—  89  adnuntiet.  Bl.66b  De  iracundia,  ex  eodem  libro  $S90  —  S110
sedulus.  $112.  $114  —  $115  defuit.  Bl.71b  De  quatuor  virtutibus:
  S115  Primo  loco  —  $S116  astutia.  $119  —  S120  censebat.
Bl.72b  De  prudentia,  liber  primus.  $126  Primus  —  apud  deam.
8122.  sS124—125  adpropinquare.  Bl.74  De  iustitia,  ex  libro  1°
offieiorum,  $142  Fundamentum  —  iustitia  est,  $136  magnus  —  137
amisimus,  $127,  $135  prospera,  $132  natura  omnia  —  fecit
privatum,  $137  quomodo  —  140  fides.  Bl.76  De  fortitudine,
eiusdem  ex  libro  supra  dieto:  $175  —  $187  stipendia  fortitudinis,
8190  fortis  ergo  —  evenire,  $188  igitur  si  consilio  —  189  profuturos,
$190  denique  —  194  usurpata,  $196,  198,  S200  spectemus  —  invenit,
8205—207  naturam,  8209.  Bl.82  De  temperantia  eiusdem,  ex
eodem  libro:  $S210—219  est  decet,  $222—223  contra  naturam,  $224
bis  231  instruunt;  $248  de  castimonia  —  249  ministrare,  $251,  $256
        <pb n="353" />
        Theo1.99  347

bis  259  benedictionis  inveniat.  B1.87  Eiusdem  de  liberalitate:
$143  non  enim  satis  —  150  redimas  tua.  Dann  in  der  Zeile  fort:
aus  Buch  II)  $103  Commendat  plerosque  —  108impenditur,  SI10O—111
superfluat;  $121  enitendum  —  126  obtulit.  sk  Qualis  consiliarius
esse  debeat:  (Buch  II)  $86—87  imitandum,  583  talis  —  consulentes;
860  in  adquirendis  igitur  —  66  in  vita  ua.  51.93  De  amieitia
eiusdem:  (aus  Buch  IT)  $  $125  Ea  enim  amieitia  —  139  vos  probatis.
Finit.

Bl.96a  Uber  animae  mortuorum,  11  Zeilen  "Sive  nobiles  fuerint
sive  ignobiles  non  intelligit’.

Bl.96b—97b  “Fortasse  dieant  anditores  eeclesiae:  melius  fere
agsebatur  cum  antiquis  .  .;  Ende  “si  in  peceatis  fucrit,  remittentur
ci.  Amen’:  aus  Origenes’  homilia  II  in  Levitieum  (nach  Rufin’s
Übersetzung)  p.190/1.  (=  Migne  Patr.  Gr.  12,  417).

Bl.97b  Sermo  S.  Ambrosii  de  lapsu  virginis  eonsecratae:  Audite
me  nune  qui  prope  estis,  gedr.  Migne16  1.883  (vgl.  Opera,  Mailand
1879,  IV  p.385  und  401);  mit  den  Absehnitten:  B1.106  Ad  corruptorem
ipsins  virginis:  De  te  autem,  und  Bl.107  Lamentatio  super  eis:  Quis
consoletur,  (vgl.  Opera  IV  9.385  not.).

Bl.109b  De  statu  penitentiae  et  reconeiliationis.  Dileetissimo  fratrı
Theodoro  Foroinliensi  Leo  (Magnus)  episeopus:  Sollieitudinis  quidem
(epist.108,  Ballerini);  Ende  “instruantur’.

Bl.  112  Confessio  vere  fidei  beati  Faustini  ad  Theodosium  i  imperät.:
Sufficiebat  fides  (vgl.  Migne  Patrol.  13  und  56  p.582),  mit  einigen
guten  Lesarten.

Bl.112b  Sermo  S.  Augustini  ad  paenitentes:  Si  estis  paenitentes
et  non  estis  irridentes  mıutate  vitam  vestram:  Augustini  sermo  393,
doch  mit  starken  Abweichungen.

Bl.114b  Videamus  auid  agit  anima  quae  audit  vocem  iuramenti
et  testis  est;  dann  hauptsächlich  Erklärung  der  Worte  “Si  videris
fratrem  tuum  peccare,  argue  eum  inter  te  et  ipsum  solum.  Si  te
audierit,  lueratus  es  fratrem  tuum.  Quod  si  te  non  audierit,  adhibe
  tecum  alios  duos  vel  tres.  Quod  si  nee  sic  Ipsos  audierit,  die
ceelesiae.  Si  vero  nee  ecelesiam  andierit,  sit  tibi  sieut  ethnieus  et
publicanus’,  d.  h.  Math.18,  15—17  in  vorhieronymianischer  Übersetzung
  (die  bei  Sabatier  nicht  notirt  ist).

Bl.115b  Verba  Leonis  papae.  Tres  sunt  qui  testimonium  dant,
spiritus  aqua  et  sanguis.  Leo  papa  in  epistola  ad  Flavianum  cepiscopum
  Constantinopolitanum  inter  cetera  sie  dieit:  epist.28  p.831
Beati  quoque  ..  833  humanitate  divinitas.

Bl.116  Verba  S.  Ambrosii:  (de  Spiritu  S.III  e.X  $S  66)  Ergo  eum
dubitari  non  debeat  —  ($  68)  testificationis  aequalitas.

Bl.116b  Ein  wnbekanntes  Stück:  Tntieins  etiam  Constantinop.

urbis  ep.  de  resurreetione  in  tantum  cerravit  .  .  Gregorius  papa
quondam  .  .  eum  praefato  Entieio  de  hac  re  in  conspeetn  Tiberii
Constantini  imp.  habuit  eertamen,  veluti  .  .  commemorat  in  X1TlImo

libro  Moralium  Job  .  ..

BI.  116b  Ein  unbekanntes  Stück:  Quacrendum,  antem,  eum  seriptum
sit  “caro  et  sanguis  regmum  dei  non  possidere  non  possunt”.  qua
ratione  eredendum  est  resurgere  veraciter  earmem  ..
        <pb n="354" />
        348  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.117  Hieronimus  eontra  illos  qui  iuramentum  parvi  pendent:
(Comment.  in  Ezech.17,  19)  "Sententia  saecularis....  fuerat  peieratum”
und  (Comm.  in  Jer.  4,  2)  "Iusiurandum  hos  habet  ...  sed  periurium’.

Bl.118  Liber  S.  Augustini  epi.  de  videndo  deum  ad  Paulinam
clarissimam  (=  epist.  147),  Bl.149  Epistola  S.  Augustini  ad  Italieam
(=  epist.92);  Schluss  “molior  explicare’.  Bl.  152  Commonitorium
s.  epi.  Augustini  ad,  Fortunatianum  (=  epist.148).

Bl.1G1b  Ohne  Überschrift  ‚Faciamus  hominem  .  .  Tanta  dignitas
humanae  eondicionis  .  .;  dieses  Stück  ist  im  Anhang  des  Ambrosius
(p.611)  gedruekt,  doch  fehlen  in  der  Hft  die  Worte  “Et  ideo  dileetissime
  ...  ipse  appellatur’;  aueh  unter  dem  Namen  Augustin’s  oder
Aleuin’s  ist  das  Stück  gedruckt.

Von  späteren  Händen  (X1  Jahrh.)  sind  Bl.163a—164b,  196b  und
197  a  und  242b  etliche  Stücke  geschrieben:  Bl.163b  in  Sehrift
aus  dem  Ende  des  XI  Jahrhunderts:  29  Hexameter  mit  zweisilbigen
Reimen  "Aestimo  iam  nosse  vel  adhue  te  diseere  posse  ..  Qui  tamen
hi  (eloquii)  sint  flores,  qui  sint  memoremus  odores  .  ..  Bl.164a
(19)  kurze  theol.  Sprüche  “Ciborum  parsimoniam  ventris  ingluvies
gravat’;  alle  endigen  auf  at  oder  it.

bBl.163a,  196b  und  242b  4  wahrscheinlieh  zusammen  gehörige
Stüeke  mit  Neumen;  jedes  bestehend  aus  R(esponsorium)  und  V(ersus)
und  mit  dem  Gloria  geschlossen:  Bl.163a  R.  Ave  festiva  fereuli
Salemonis;  Bl.196b  Salve  nobilis  virga  Jesse  salve  flos  eampi  Maria;
Bl.242b  zuerst  R.  Quae  est  ista  quae  descendit  (-Cant.3,  6),  dann
Ave  domina  mundi  Maria  ave  caelorum  regina.  Auf  Bl.164b  und
197a  zwei  jedenfalls  zusammen  gehörige  und  mit  vielen  Neumen  versehene
  Stüeke;  dieselben  sind  durehaus  zusammengesetzt  aus  Stellen
des  hohen  Liedes;  nur  nach  dem  Anfange  “Osculetur  me  osculo  .
unguentis  optimis’  “et  odor  .  .  omnia  aromata’  (Cant.1,  1  und  4,  10)
folgen  3  Hexameter  mit  zweisilbigem  Reim  "Sunt  tibi  eara  genae  pro
sede  ruboris  amenae’  (vgl.  eod.  lat.  Monae.  17195  BIl.30).  Am  Rande
sind  durch  Neumen  musikalische  Absätze  notirt,  so  dass  das  Ganze
(wie  die  obigen  4  Stücke)  eine  kunstreiehe  musikalisehe  Composition
zu  sein  scheint.

Bl.165  Verba  S.  Hieronimi  de  epistola  ad  Demetriadem:  Auszüge
  aus  epist.  130  cap.  ”—12  und  14,  Anfang  "Tu  autem  quae  seculum
reliquisti’.  Bl.168  Eiusdem  de  epistola  ad  Rustieum  monaehum:
aus  epist.125,  cap.7,  9—20;  Anfang  “Tu  vero  si  monachus’,  Ende
“exeludatur  a  sponso’.  B1.175b  Eiusdem  de  epistola  ad  Nepotianum:
aus  epist,  52  cap.  5—7,  9—16;  Anfang  “Igitur  elericus  qui  Christi
servit’,  Ende  “qui  sibi  'nichil  servat”.

Bl.181  Verba  S.  Augustini  de  libro  de  agone  Christiano:  “Coronae
vietoriae  .  ..  Bl.190  ‘Augustinus  de  beatitudinibns  secundum
Matheum  in  natale  virginis  martyris  euius  nomen  tacetur:  Sollempnitatem
  sanetae  virginis  quae  testimonium  .  .”  (sermo  53,  Migne  38
p-  364).  Bl.196b  und  197a  vgl.  zu  Bl.164b.

Bl.197b  ‘Liber  S.  Augustini  de  vera  innocentia:  Innocentia  vera
est.  &amp;gt;;  es  ist  die  unter  dem  Namen  des  Prosper  Aquit.  gedruckte
Sammlung  von  Sententiae  ex  omnibus  operibus  Augustini;  nur  bis
n0  324  sind  die  Nummern  und  Inhaltsangaben  roth  beigeschrieben.
        <pb n="355" />
        Theol.99—101  349

B1.232b  ‘Liber  B.  Augustini  epi.  Cs.  in  regulis  54  ad  aedificationem
  ecelesiae:  Credimus  unum  deum  esse...  Es  ist  des
Gennadius  Massil.  liber  de  ecelesiastieis  dogmatibus;  Schluss  “praevarleatrieis
  naturae  Expl.’=  cap.86  (Hamburg  1614).

Bl.241b  Aus  Augustin  de  doetrina  Christiana  III  $  16  “earitatem
voeo  —  augetur’,  dann  aus  de  eivitate  dei  IX  17  “Incommutabili  deo
—  cupidior’.  B1l.242a  noeh  7  Sentenzen,  von  denen  die  3  ersten

mit  A,  die  letzte  mit  Ag,  die  4.  mit  Cass.  bezeielinet  sind.  Über
Bl.242b  vgl.  zu  Bl.163.

Die  Hft.  ist  1856  in  einer  Auction  in  Frankfurt  (Kettembeil)  gekauft.
  Dass  sie  schon  früher  am  Rhein  sich  befand,  beweist  das
Bruehstück  einer  Urkunde  (XV  Jahrh.),  das  hinten  eingesetzt  ist  und
worin  ein  eanonicus  ecelesiae  S.  Severini  Coloniensis  genannt  wird.

The01.100   Pergam.  34  Bl.  zu  171,  :  111,  cm  in
zwei  Spalten  XIVXIUH  Jahrh.

Super  fabulis  Ovidii  Metliamorphoseon  “Fuit  in  Egypto  vir  ditissimus’:
  der  dritte  vatieanische  Mythograph  (Leontius,  Alberieus),
mit  Zugrundelegung  dieser  Hs.  herausgegeben  von  Bode,  Seript.  rer.
mythie.  latiniı  tres  Bd.I  p.152ff.  Es  fehlt  in  der  Hs.  ein  Stück
aus  cap.8,  nämlich  nach  den  Worten  “Horum  lapidum  naturas  et
typos  Remigius  exponit’  (vgl.  Bode  p.203,  14)  die  ganze  Darstellung
bis  “inundare  solent”  (Bode  p.205,  20),  ausserdem  am  Schluss
eap.  10—15.  Die  Hs.  ist  von  einer  gleichzeitigen  Hand  nach  einer
Vorlage  durcheorrigirt.

Die  Hs.  war  einst  zusammengebunden  mit  Cod.  philol.  164  (Martianus
Capella)  und  Cod.  philol.170  (Archipocta)  und  im  Besitz  von  J.C.
W.  Diederiehs,  aus  dessen  Nachlass  sie  1787  m  Hameln  ersteigert
wurde.  Vgl.  Göttingisehe  gelehrte  Anzeigen  1833  5.89  und  zu  Cod.
philol.  170.

„  Theol.101  246  Bl.  zu  30  :21!/,  cm  rothe  Initialen  und
Übersehriften  2Spalten  15  Jahrh.  alter  lederüberzogener  Holzdeckel
  mit  Schliessen

Expositio  domini  Brunonis  (Astensis)  episeopi  super  quatuor
evangelia  (alter  Titel  vorn  auf  dem  Einband).  Zu  Anfang  und
Schluss  der  Hs.  fehlt  em  kleines  Stück  infolge  Blattverlustes;  sie
beginnt  im  Commentar  zu  Matthacus  mit  den  Worten  “Abrahe  et
David  Christus  dominus’  (Migne  Tom.  165,  eol.71  Zeile  11)  und
schliesst  im  Johanneseommentar  mit  “quod  essent  aquilis  veloci(ores)’
(Migne  col.604,  Zeile  2).

Auf  dem  innern  Pergamentüberzug  des  hinteren  Deckels  von
einer  Hand  des  15/16  Jahrh.  «drei  niederdeutsche  Sprüche:  “Drinek
und  etlı,  Godt  nicht  vorgett”  (3  Zeilen);  "Wyn  und  Byr  ist  myn
Begyr,  |  Wo  ist  myn  Leff,  wolt  Goft  wer  ick  by  yr’;  “De  dut  schreff,
dem  was  dat  left,  |  Unde  de  yt  list,  de  yss  eyn  Deff”.

Kam  1812  aus  dem  Kloster  Riddagshausen  (als  n0.53)  in  die
Bibliothek.
        <pb n="356" />
        350  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Theol.101i  V-+-101  Bl.(darunter  16  Perg.)  zu29:211/,cm
zweispaltig  geschrieben;  rothe  Blattzahlen  und  Überschriften,  rothe
und  blaue  Initialen  XV  Jahrh.

Petrus  Damiani,  “Sermones,  tractatus,  ympni,  rigmi  et  epistole’,
am  Schluss  unvollständig.

Bl.Ib  2  Excerpte  über  Leben  und  Werke  desP.D.  BI.II  Register
der  Rubriken  auf  Bl.1—102  (dies  Blatt  102  fehlt  jetzt).  BlIII
Hymnen;  es  sind  17,  die  im  4.  Bande  der  Opera  (Paris  1663)  gedruckt
  sind.  Bl.1  Sermones,  12,  die  in  den  Opera  (ausser  BI.12
"Libet  fratres”)  gedruckt  sind.  Bl.26  Epistolae  (und  Opuseula);
darunter  auch  (BIl.76)  eine  Predigt.  Gedruckt  ist  alles,  und  zwar  24
Stücke  unter  den  Epistolae  (vol.I  der  Opera),  18  unter  den  Opuseula
(vol.  III  der  Opera).  Einige  Stücke  sind  nicht  ganz  vollständig;  bei
einigen  weichen  die  Namen  der  Adressaten  von  dem  Drucke  ab,  so
Opp-  III  343  “Tanered’,  III  157  “Goslevo  Auxiniano  ep.’,  II  85
“"Aldrado  Bremee..

1873  in  Bonn  gekantft.

The0l.102  CXVII+188Bl.  zu  311/,  :20Y%,  cm  1484
und  (Bl.185—188)  1513

“Pars  sermonum  b.  Bernhardi  de  tempore  (BL.I—CXV)  et
de  sanctis’  (Bl.1—108)  nebst  Index  (BI.CXVI—CXVI)  BII  De
tempore:  “Hora  est  iam  nos  de  somno  surgere.  Somnus  noster  torpor’.
Bl.1  De  sanctis:  “In  illo  tenıpore  dixit  Symon  .  .  Audite  fratres
quam  confidenter'.  Von  diesen  Predigten  finden  sich  nur  7  (BI.45,
92—102)  in  älteren  Ausgaben  und  in  den  Xenia  Bernhardina.

Bl.108b  “Bulla  ...  concilii  Basileensis  de  festo  visitacionis  .  .
Marie  .  .,  “datum  in  sessione  nostra  publica  .  .  1.7.1441’;  gedr.  in
Labbei  et  Cossartii  coneilia  XII  Sp.648.  DB1l.110  “Bulla  Bonifacii  X.
de  visitacione  .  .  Marie”.  Bl.113—-150  “Joh.  Kanneman,  passio
conscripta  seenndum  eoncordaneiam  quattuor  evangelistarum  ..  exarata
per  fr.  Hermannum  Juneborch  a.  1484’;  Anfang  “Egredimini  filie
Sion...  Verba  ista  euilibet”.  Wohl  gedruckt  in  dem  bei  Hain,  Rep.
bibl.  no.  9759  beschriebenen  Drucke;  vgl.  Gesner,  bibliotheea  universalis
(1545)  B1.429b.  Bl.151  °Sermo  reeitatus  per  .  .  Joh.  Palcz
(Paltz,  7  1511),  ordinis  heremitarum  St.  Augustini  (in  Erfurt)’;  Anf.
“Ad  laudem  ..  trinitatis,...  Marie..  nee  non  ad  singulare  preconium
huius  alme  nostre  universitatis  sermonem  facturus  in  hoc  matorum
meorum  iussa  impleturus  assumo  thema...  Plantaverat  autem  dominus..
Ita  seribitur  genesis  2...  et  assumitur  in  huius  congregacionis  exaltacione
  ..  thematisaliter”.   BI1.160  “Sermo  factus  in  capitulo  annalı  .  .’;

Anf.  "Spiritu  ambulate  .  ..  Reverendi  in  Christo  patres  .  .  Sermonem
brevem’.  Bl.166b  Sermo  de  dignitate  sacerdotum  “Quasi  stella

matutina...  Proprietates  huius  stellae  .  ’,  Schluss  “non  habet  modum’;
das  Werk  heisst  sonst  Stella  clericorum  (vgl.  Theol.140  B1.77),
von  den  Drucken  weicht  die  Hs.  an  einigen  Stellen  ab.  Bl.175
“Sermo..  Augustini  de  eonversione  St.  Pauli’  (Migne  Bd.39  Sp.  2098)
und  Bl.176b  ‘de  St.  Johanne  Baptista’  (ebenda  Sp.2113).  Bl.177b  bis
185b  “Sermo  synodalis.  In  nomine  sanete...  trinitatis...  Amplissimi
viri,  princeps  altigenite  primas  et  patriarcha  Alemannie  pontifex  et
caput  nostre  metropolis.  ..   Bl.185b  von  anderer  Hand  “Sermo  de
        <pb n="357" />
        Theo1.101i—-105  351

laudibus  b.  Benedieti  abbatis:  Dileetus  deo  et  hommibus  iustus
(ecclesi.45).  In  laudem  et  commendationem’.  Bl.188  "Explicit...  a.1513°.

The01.108  Pergament  98Bl.  zu  19!/),:14cm  Holzdeckel
  mit  braunem  Ledereinband  einige  bunte  Initialen  XV  Jahrh.

Bl.1  B.  Bernardi  abbatis  libri  V  de  consideracione  ad  Eugenium
papam.  B1.68  Augustinus  de  singularitate  elericorum:  “Miseram
quidem  vobis’.

Am  hintern  Deckel  steht  “Iste  liber  pertinet  ad  domum  presbyterorum
  et  elericorum  in  Wydenbach  Colonie  apud  St.  Panthalionem’;
dazu  gehört  wohl  die  alte  Nummer  “B10’  auf  dem  Vorderdeckel.

Auf  einer  Auktion  in  Cöln  1804  gekauft.

The01.104  Pergament  140Bl.  zu  24:17  em  1471
alter  gepresster  Lederband  mit  Holzdeckeln,  Schliessen  und  Buckeln

Sermones  aestivales  de  tempore  et  de  sanctis  b.  Bernardi  abbatis,
“finiti  a.1471  in  die  St.  Nicolai...  per  me  fr.  Gherhardum  de  Almelo
primum  professum  huwus  domus  sub  ..  priore  fr.  Lamberto  de
Buren’.  Anfang  “In  die  sancto  Pasche...  Vieit  leo  de  tribu  Juda.
Vieit  plane  malieiam’  (Xenia  Bernardina  I  p.329).  Sämmtliche
Predigten  sind  in  den  Xenia  Bernardina  und  in  den  Opera  Bernardi
Lugd.  1515  gearuckt,  mit  Ausnalıme  einiger  wenigen,  die  auch  in  der
Hs.  von  späterer  Hand  als  nicht  dem  hl.  Bernhard  zugehörig  bezeichnet
  sind.

Bl.1  ‘Liber  domus  St.  Johannis  baptiste  in  Volckardinchusen’
(Volkhardinghausen  in  Waldeck).  Vom  Fürsten  Friedrich  zu  Waldeck
1799  geschenkt.

"Theol.  105  Perg.  46Bl.  zu  16!1/,:11em  abgesetzte
Verszeilen  mit  vorgerückten  Anfangsbuchstaben  rothe  Initialen  und
Überschriften  XIII  Jahrh.

Bl.1—36b  Bernardus  (Morlacensis)  de  contemptu  mundi.
Anfang  fehlt,  auf  Bl.1  steht  als  erster  Vers  “In  Iue  pertulit  ex  lue
sustulit  a  lue  lavit”  (bei  Flacius,  Varia  doctorum  ..  de  corrmpto  ecel.
statu  poemata  1556  8.259).   Bl.12b  Buchll.   DB1.28  Buch.
Bl.36b  (rotlı:)  “Explieit  Bernardus  de  contemptu  mundi.  (schwarz)
Laus  tibi  sit  Christe,  labor  et  liber  explieit  iste’.  B1l.37  "Omnipotens
  Marcus  [argentum]  Romanos  coneutit  arcus  .  ’,  3  Tlex.;  über
den  Namen  der  Evangelisten  steht  ihre  Bedeutung.

Bl.37  "Treni  Troiae.  Pergama  flere  volo  .  .:  der  “Planetus  troianae
ddestruetionis’,  der  dem  Bernardus  Floriacensis  zugeschrieben
wird  und  zuletzt  nach  mehreren  IIss.  herausgegeben  ist  bei  Iluemer,
Mittellat.  Analekten  (Progr.  Wien  1882)  S.11—16;  Schluss  (B1.35)
“femina  feta  malis’.

B1.38b  Memorialverse  für  den  Kalender  “J.  m.  m.  0.  sex’,  3  Ilex.
zur  Berechnung  des  röm.  Kalenders;  “Est  granum  nisi  bos’,  3  Hex.;
“Quinque  bis  inde’,  1  Hex.  Daun  “Termini  regulares.  None  Aprilis
norunt  quinos:  V.  Octone  kal.  assim  depromunt:  I.  Idus  .

Bl.39  “Me  miserum  quid  agam  porto  sub  peetore  plagam  .  .’,
45  leoninische  ITIex.  (fortlaufend  geschrieben);  auch  in  München
C1m  10157  Bl.62  und  12513  Bl.32  als  “Oratio  poenitentis  saepe  lapsi”.
        <pb n="358" />
        352  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.39b  “Altercatio  yenmis  et  aestatis.  Phebus  libram  perlustrabat
media  temperie  .  .’;  110  Strophen  zu  je  4  Reimzeilen  (bald  Fünfzehnsilber,
  bald  Vagantenzeilen);  scheint  ungedruckt  zu  sein.

Bl.46b  “Ermafroditus.  Dum  mea  me  mater  .  ’,  5  Dist.;  gedr.
beiRiese,  Anthol.lat.  n0.786  v.1—10.  Rätlisel"Nexusovembinam  ..”,
2  Dist.  (gereimt).  Erklärung  des  hebräischen  Alphabets  “Aleph  .ı.
doctrina.  Beth  .i.  confusio  .  .,  abweichend  von  Hieronymus’  Erklärung
(bei  Lagarde,  Onomastica  sacra  1887  S.191).  Dann  “Iste  liber  est
(Name  ausradirt)  elerici  .  ..

1794  von  dem  Stadtschultheissen  Avenarius  in  Hameln  geschenkt.

The01.105k  I-+110Bl.  zu  283:21em  15  Jahrh.

Briefe  des  Petrus  Blesensis.

Die  Hs.  vereinigt  2  Sammlungen  ausgewählter  Briefe  (Bl.1—50,  51
bis  110),  nämlich  die  ersten  150  Briefe  der  Ausgabe  Giles’  mit  wenigen
Ausnahmen,  gegen  30  von  den  späteren  Nunımern  und  einige  der  am
Ende  des  2.  Bandes  gedruckten  "Opuscula’  in  Briefform.  In  der  ersten
Sammlung  stehen  die  Briefe  meist  inderReihenfolge  wie  beiGiles,  in  der
zweiten  in  ganz  andrer  Ordnung.  In  der  2.  Sammlung  werden  8  Briefe,
die  schon  in  der  1.  Sammlung  vorkommen,  wiederholt;  jedoch  Brief  no.  57
(bei  Giles  I  p.168—170),  in  der  1.  Sammlung  (B1.29)  am  Ende  unvollständig,
  ist  in  der  zweiten  vollständig  und  hat  am  Ende  auch  die  “Cantilena
  de  lucta  carnis  et  spiritus:  Olim  militaveram’(Bd.IV  8.  337—339).
Es  finden  sich  auch  sonst  noch  unvollständige  Briefe;  von  Brief  3  und  4
(Bl.1b)  sind  nur  die  Argumenta  aufgenommen  mit  den  Zusätzen  “et
continet  versus  numero  113°  und  ‘..  114’  (vgl.  Bl.16b),.   B1.104—110
5  Stücke,  darunter  4  Briefe,  die  bei  Giles  fehlen,  jedoch  steht  nur
beim  2.,  woran  sich  das  3.  als  Fortsetzung  schliesst,  der  Name  des
Petrus  Blesensis  als  Verfasser:  Bl.104  Ende  eines  Tractats  de  vita
religiosorun;  B1.107  "Pe(trus)  ad  Jo.  An.  super  statu  adolescentis
luxuriosi.  (D)e  adolescente  tuo’..;  Bl.108  “Ad  eundem  super  statu
luxuriosi  senis.  (D)issimilem  prime  .  .;  BI1.108  “Revocatio  amiei  a
perieulosis  amoribus.  (V)erba  mihi  nune  .  .;  Bl.109b  “Ad  amicum
indigentem’.  Quam  pauyer  quamque  sis  dives  nescio  loqui  de  arceula.  ..

Auf  dem  Vorsetzblatt  steht  “Dit  Handschrift  heeft  toegehoord
aan  de  Gebroeders  Gasparoli  te  Antwerpen  en  is  op  de  Verkooping  ..
3.7.1823  (vgl.  Catalogno.86)  toegemezen  aan...  van  Bomberghen  .  ..

In  Leipzig  1873  gekauft.

Theol.106  Pergament  182  Bl.zu  31:22cm  2  Spalten
mit  Seitenüberschriften,  am  Anfange  jedes  Propheten  ein  grün  und

roth  gemalter  Buchstabe,  die  Textesworte  rot  unterstrichen  saubere
Schrift  des  XIV  Jahrh.

(Stephanus  de  Langton,  archiepiscopus  Cantuariensis,  commentaria
  in  XII  Prophetas  minores).  Bl.1  Die  Initiale  ist  ausgeschnitten;
so  ist  noch  zu  lesen  “Incipit  prologus  domni  Stephani  eanthuafriensis).
  .  prophe)tas.  (O)ssa  (d)uode(e)im  prophe(t)arum  .  ;
die  3  letzten  Worte  bezeichnet  als  Anfang  der  Schrift  auch  Oudin,  de
scriptor.  eccelesiae  antiquis  II  Sp.  1699.  Bl.182  ein  Hellebardist,
Federzeichnung  des  16  Jahrhunderts.
        <pb n="359" />
        The01.105k  —  108  858

Theol.107  Pergament  167  Bl.  zu  23:15  cm  die  Überschriften
  rot,  die  Anfangsbuchstaben  der  Verse  abgerückt  1  Spalte,
nur  Bl.115/9  2  Spalten  saubere  französische  Schrift  des  XIII  Jahrh.

Petrus  de  Riga  (7  1209),  Aurora,  mit  den  Zusätzen  und  Verbesserungen
  des  Aegidius  Parisiensis,  die  ebenso,  wie  in  der  von
Leyser  historia  poetarum  medii  aevi  p.695  erwähnten  Wolfenbütteler
Hs.,  mit  =  am  Rande  bezeichnet  sind.  Bl.1  "Prologus  .  .  P(etri)
Rige  .  .,  dann  “Prologus  illius  (Aegidii),  qui  hune  librum  correxit
et  suppletiones  de  suo  apposuit’,  beide  in  Prosa.  Bl.2b  “Ineipit  hie
Rige  bibliotheca  Petri”.  Bl.120  “Explicit  vetus  testamentum,  incipit
  prologus  super  novum  .  ..  An  den  Rändern  stehen  von  verschiedenen
  Händen  Noten  und  Varianten.  Auf  Bl.1  steht  “L(üder)
Kulenkamp  1777’,  aus  dessen  Bibliothek  die  Hft  1796  erkauft  wurde.

Theol.107r  Perg.  169Bl.  zu  27:18em  in  England
sauber  geschrieben  zweispaltig  (Bl.la  vierspaltig,  Bl.  100b—114b
in  einer  Spalte)  Inhaltsverzeichniss  (Bl.  1a)  und  Überschriften  roth
bis  Bl.98b  rothe  und  blaue,  sowie  verzierte  bunte  Initialen,  letztere
oft  mit  grotesken  Figuren  (Menschen,  Ungeheuern,  Vögeln  ete.);  von
da  an  sind  die  Initialen  nur  mit  kleinen  Buchstaben  (schwarz)  angedeutet
  auf  Bl.Ia  unten  rechts  ein  Schild  mit  nicht  mehr  erkennbarem
  Wappen  XIV  Jahrh.

John  of  Lindbergh,  Cursor  mundi.
Bl.1  Verzeichniss  der  Capitel.  Bl.1b  Prolog,  überschrieben
.is  pat  men  cals  cursor  mundi’  (Bl.3a  “Coursur  of  pe  werld
men  au  it  call)  DBlI.3b  “Here  endis  pe  prolouge  of  Pis  boke  hat
es  cald  overrener  of  pe  werld.  Here  bigines  of  pe  trinite  and  of
be  making  of  all  pe  worlde’.  Auf  Bl.114b  nennt  sich  (nur  in
dieser  Hs.)  der  Verfasser,  vgl.  das  Facsimile  der  Seite  in  der  Ausgabe.
  BI.169  bricht  mit  v.25766  ab,  der  Schluss  des  Gedichtes  fehlt.
Das  Werk  ist  aus  4  Hss.,  unter  denen  sich  die  vorliegende  befindet,
buchstabengetreu  abgedruckt  und  mit  Ergänzungen  aus  weiteren
6  Hss.  versehen  in  Early  Englislı  Text  Society,  Original  Series,  vol.57,
99,  101;  59,  62;  66,  68;  (Cursor  mundi  1.2.3.,  London  1874—93).
Vorn  ist  das  Bücherzeichen  von  C.  J.  Sullow  eingeklebt.  1786
aus  einer  Auktion  in  Hannover.

c

Theol.108  Perg.  56Bl.  zu  221/,:16em  rothe  Überschriften
  XIII  Jahrh.

Vita  des  h.  Domimicus  von  Constantinus  Urbevctanus.

Bl.1  Rev...  fr.  Johanni  magistro  ord.  Praed.  fr.  Constantinus  .  .;
dieser  Brief  ist  citirt  in  den  Acta  Sanctorum  Bolland.  4.  Aug.  S.360.
Bl.2  “Prologus  in  legenda  b.  Dominiei  ...  compilata  per  fratrem  Constantinum:
  Multipharie  multisque  modis’”.  B1.2b  “Venerabilis  igitur
pater  beatus  Dominieus’.  Diese  Vita  ist  (olıne  den  Brief)  gedr.  bei
Quetif-Echard,  Seriptores  ord.  Praed.I  25—37.

B1.37  “De  miraculis  post  hee  in  diversis  loeis:  Tam  ad  aliqua
quac  post  hee  in  diversis  locis..  ..  In  dieser  kleinen  Einleitung  heisst
cs  “primum  libet  ad  ca  stilum  convertere,  que  in  Ungaria  facta
sunt’;  es  folgen  die  Wunder,  welche  Quetif  S.60  als  n0o.28—47  und
(mit  einigen  Verschiedenheiten)  die  Acta  Boll.  S.613  als  n0.324—  336

23
        <pb n="360" />
        354  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

gedruckt  haben.  Bl.43  folgen  mit  dem  Titel  “De  miraculis  que
in  provineia  Lombardie  contigerunt’  die  bei  Quetif  S.58  als  no.1—27
gedruckten  Wunder,  doch  in  wortreicherer  Fassung.  Bl.49  folgen
die  in  den  Acta  Boll.  8.617  ff  als  n0.351/2  337  338  gedruckten  Wunder,
endlich  Bl.50b  ein  kurzes  Nachwort  “Multa  quidem  et  alia  tam  in
vita’,  ähnlich  wie  bei  Theodericus,  Acta  Bolland.  S.612  n0.316.

Bl.52b  “Heec  est  littera  canonizationis  b.  Dominiei:  GregoriusIX..
Fons  sapientiae  verbum  patris  .  .  dat.  Spoleti  quinto  kal.  Sept.  anno
octavo.  Deo  gracias’,  also  =  Theodericus  in  Acta  Boll.  S.621;  bei
Potthast,  Regesta,  n0.9489  (13  Jul.  1234).  Bl.55b  Alexander  IV
archiepiscopis  ..  Deum  in  sanctis  „  .  Dat.  Neapoli  duodeeimo  Kl.
Febr.  anno  primo;  bei  Potthast  n0.15647  (21  Jan.  1255).

Diese  Hft  bildete  früher  mit  den  von  verschiedenen  Händen
geschriebenen  Hften:  Theol.  109,  Theol.109b  und  A.  1it.  10,  einen
Band.  Diesen  Band  besass  noch  ungetheilt  J.  F.  Reimmann;  vgl.
Catalogus  bibliothecae  Reimm.  II  1739  S.814—818.  Kulenkamp  scheint
4  Bände  daraus  gemacht  zu  haben;  denn  auf  dem  ersten  Blatt  jedes
Bandes  steht  “L.  Kulenkamp  1784’;  1796  kamen  die  4  Bände  in  die
Bibliothek.

The01.109  Perg.  34Bl.  zu  221/,:16cm  blaue,  rothe
und  grüne  Initialen  AlI/YXIV  Jahrh.

Leben  des  h.  Dominicus,  gekürzt  aus  der  Fassung,  welche  dem
Humbertus  de  Romanis  zugeschrieben  wird.  Humbertus  hat  die
von  Constantinus  verfasste  Vita  Dominiei  umgearbeitet  und  erweitert.
Die  Anderungen  und  Zusätze  Humberts  sind  bei  Quetif-Echard,  Scriptores
  ord.  Praed.  I  S.25—37  unter  dem  Texte  des  Constantinus  zum
grossen  Theile  abgedruckt.  Diese  Hft  beginnt  “Multifarie  multisque
modis’  und  hat  in  diesem  Prologe  die  Zusätze  Humberts;  die  Vita
selbst  beginnt  Bl.2b  "Beatus  Dominicus  dux  et  pater  inclitus’;  der
Text  stimmt  mit  Humbertus,  nur  ist  er  oft  gekürzt.  Bl.25  bricht
er  mit  “emolliunt  aut  inclinant”  ab  =  Humbertus  cap.45  (S.  36
Note).  Nach  einer  Rasur  von  5  Zeilen  folgt  “Sane  divina  non  defuere
miracula’  bis  “tramite  pertingere  mereamur’  ete.,  wohl  =  Humbertus
cap:48.  Dann  Bl.26a/b  fährt  die  Hft  mit  “Ne  autem  filios’,  gleich
Humbertus  cap.45,  weiter  bis  “"bono  et  annos  in  gloria”.  Dann  fügt
sie  sofort  an  “"Eadem  die  eademque  hora  defunctionis  (cap.46);
nach  “visio  celestis  apparuit’  schliesst  sie  “dei  famulum  obisse  et
animam  beatissimi  patris  nostri  Dominici  de  presentis  incolatu  miserie
separatam  in  ubertaten  domus  dei  felieiter  introductam’,  weicht  also
gänzlich  ab  von  Constantin,  steht  aber  Humbert  sehr  nahe.

Bl.28  folgen  ohne  Titel  die  Wunder,  welche  bei  Quetif  S.58  als
no.  1—-27  (doch  oft  in  kürzerer  Fassung)  gedruckt  sind;  hieranf  folgt
das  kurze  Nachwort  “Multa  quidem  et  alia  tam  in  vita’;  dieser  Theil
ist  also  gleich  Theol.108  B1.435—49  und  BIl.50b.

Bl.34b  (von  anderer  Hand  des  XIH/XIV  Jahrhunderts)  Officium
des  h.  Dominicus,  verschiedenartige  Verse  “Irrigata  celi  rore’.

Uber  die  Herkunft  vgl.  Theol.108.

Theol.109b  Perg.  40Bl.  zu  221,,:16cm  in  2  Spalten
mit  rothen  Überschriften  im  Anfang  des  XTV  Jahrhunderts  geschrieben
        <pb n="361" />
        The01.109  —  110  399

Bl.1  Leben  des  h.  Dominieus  von  Theodoricus  von  Apolda.
Voran  Mandatum  magistri  ordinis  (Munio)  ad  fr.  Theodericum  und
Epistola  fr.  Theoderici  de  Appoldia  ad  magistrum  ordinis  (Nicolaum);
beide  gedr.  bei  Quetif-Echard,  Scriptores  ord.  Praedie.  I,  1719,  p.453;
ein  Theil  des  2.  Briefes  ist  aus  dieser  Hft  gedr,.  in  “Bibliotheca
historiae  lit...  h.  e.  Catalogi  bibl.  Reimmannianae’  H  1739  S.816.
Dann  ‘Prohemium  in  legendam  p.n.  S.  Dominiei  confessoris:  Multifarie’
  ete.,  die  Capitula,  der  “Prologus  in  vitam  S.  p.  Dominici:  Karitas
de  corde‘’;  dann  die  Vita  selbst  “"Dominicus  humilis  servus  Jesu
Christi”.  Dies  Werk  des  Theodericus  ist  gedr.  in  Acta  Sanctorum
Bolland.  Aug.  I  p.562—625  "depingitur  atramento’.  Mit  Recht  fehlt
das,  was  bei  den  Bollandisten  folgt.

Bl.32  “Ineipit  prologus  in  legendam  b.  Jordani:  Venerabilis  ac
vere  sancti  patris  nostri  Jordanis’..  Explieiunt  revelationes.  Ineipit
vita  ven.  p.  n.  fratris  Jordani  secundi  magistri  fratrum  ord.  Praedicatorum:
  Successit  in  fratrum  ordinis  praedicatorum  magistratu;  die
ersten  Abschnitte  haben  die  Rubriken  "De  bona  conversatione  eius
ante  introitum  ordinis’,  “de  receptione  eius  ad  ordinem’,  “quomodo
interfuit  primo  capitulo  generali’;  die  letzten  “de  priorissa  sanata  per
ipsum’,  “de  infantulo  a  morte  suseitato’  (no.46  und  48  bei  den
Bollandisten).  Viele  Stücke  dieser  Vita  stimmen  oft  wörtlich  überein
mit  dem  4.  Buche  der  Vitae  fratrum  Ord.  Praedicatorum,  das  gedruckt
ist  in  den  Acta  Sanctorum  Boll.,  13  Febr.  S.726—732;  doch  ist  die
Fassung  und  die  Reihenfolge  der  Stücke  verschieden.

Bl.37  De  fr.  Henrico  priore  Coloniense  viro  valde  venerabili  quem
sanctus  Jordanus  sic  commendavit:  (Anfang)  Sanctus  pater  noster
Jordanus  in  libello  suo  quem  de  initio  ordinis  composuit  sic  dieit:
Venerabilis  pater  Reynaldus  apud  Parisius  preter  duos  ad  professionem
  ordinis  non  suscepit’  etc.  Was  auf  Bl.37—38b  folgt,  ist  gedr.
bei  Quetif-Echard  I  S.93a  unten  bis  95a.  Ende  “sensibus  reddita
est’.  Dann  in  der  Hft  “Explicit  de  fratre  Henrico  priore  Coloniense.

Bl.38b  folgen  Wunder  über  den  Dominicaner  Orden:  “De  monaclıo
Premonstratensi  a  morte  suscitato:  Tempore  imperatoris  Friderici’.
Bl.39  “De  milite  nobili  in  Polonia  (namens  Zrame)  a  morte  suscitato'.
“De  priore  fratrum  Praedieatorum  (Arnolpho  sacerdote)  in  Hamburch;
dann  Bl.39b  “Hie  Ditmarsiam  et  Kedingiam  visitans  dum  prior  esset
in  Hamburch’..  “De  fr.  Friderico  eiusdem  conventus’.  “De  infirma
curata  &amp;amp;  B.  Dominico:  In  provineia  Anglicana  fuit  vir  .  .  B1.40
“De  conflietu  et  vietoria  mirabili:  Ea  tempestate  cum  in  predieta
provincia”.  “De  fratre  Johanne  priore  Magdeburgense:  Cum  moreretur
  Johannes”.

Bl.40b  roth:  Explicit  liber  de  vita  reverendi  patris  sancti  Dominiei
Et  multorum  aliorum  patrum  ordinis  Predicatorum.  Dann  ist  von
auderer  Hand  noch  ein  Wunder  beigeschrieben  “In  partibus  Florentinis
fuit  quidam  cecus’.

Früher  in  Reimmann’s  und  Kulenkamp’s  Besitz;  vgl.  zu  Thcol.  108.

Theol.110  287  Bl.  zu  28!/%,:20cm  15  Jahrh.

(Thomas  Aquinas,  summa  theologica,  Theil  3,  in  den  Opera  cd.
Parmens.  IV  p.6—434.).  Olıne  Titel.  Stammt  aus  der  Bibliothek
in  Riddagshauscen.

93+
        <pb n="362" />
        356  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

Theol.111  10Bl.zu  20:13cem  14  Jahrh.,  Bl.1  ergänzt
im  15  Jahrh.

Bl.10b  “Explieit  liber  de  quatuor  editus  per  b.  Thomam  de
Aquino  O.P?.  Es  ist  die  sonst  “De  vitiis  et  virtutibus’  genannte
Schrift  (in  den  Opera,  edit.  Parmens.,  XVII  p.317),  aber  am  (ergänzten)
  Anfang  unvollständig;  sie  beginnt:  Quatuor  sunt  virtutes  cardinales
  seilicet  iusticia.  Bl.1  (am  Kopfe)  "Ne  faciam  vanum,  duc
pia  virgo  manum”.

Theol.112  183Bl.  zu  201/,:15'/,cm  rothe  Überschriften,
rote  und  blaue  Initialen  15Jahrh.  alter  mit  Leder  überzogener
Holzband

Vitae  Sanetorum.

Bl.1  Vita  beati  Fruncisci  ceonfessoris  a  beato  Bonaventura  conseripta
  (Opera  Tom.  V  Venet.  1754  p.478);  Bl.1  und  2  mit  dem  Anfang
des  Prologs  sind  ausgerissen.  Bl.93  (Bonaventurae)  miracula  de
sancto  Francisco  post  mortem  eius  mirabiliter  ostensa  (ebenda  p.530).
1  Blatt  mit  dem  Anfange  ist  ausgerissen.  Am  Ende  folgt  ein  Absatz,
der  in  dem  Drucke  fehlt  “Multa  quidem  et  alia  signa  fecit  Iesus
per  sanctum  suum  Franeiseum  .  ..  nbi  plura  leguntur  quae  hie  non
seribuntur’.

Bl.126  Revelacio  nova  itineris  et  passionis  undeeim  milium  virginum:
  das  erste  Buch  der  dem  Hermann  Joseph  beigelegten  Steinfelder
  Revelationen,  betr.  die  h.  Urswla  und  ihre  Begleiterinnen  (Acta
Sanctorun,  Octob.IX  p.173ff.).  Voran  die  “epistola  ad  virgines
Christi  universas’.

B1l.159  Vita  beati  Galli  abbatis;  Anfang  “Cum  preclara  sanctissimi
viri  Columbani’:  eine  bedentend  gekürzte  Bearbeitung  der  Vita  des
Walafrid  (Mitteilungen  zur  vaterl.  Geschichte  XXIV,  St.  Gallen  1891),
statt  deren  jedoch  in  den  Stücken  gleichen  Inhalts  vielfach  die  Vita
Magni  (Act.  Sanct.  Septemb.II  p.735ff.)  benutzt  ist.  Schluss  “plurimas
dominus  virtutes  pie  querentibus  exhibuit”  (Mitteil.  z.  vaterl.  Gesch.
XXIV  S.41,  13).

Bl.168  Vita  b.  Othmari;  Anfang  “Othmarus  in  provineia  Almannie
natus  atque  nutritus  est’:  schliesst  sich  im  allgemeinen  an  die  Vita
des  Walafrid  an,  jedoch  unter  Benutzung  auch  anderer  Quellen.

Bl.173  Vita  beati  Magn?  eonfessoris;  Anfang  “Cum  beatissimi
confessores  Columbanus’:  ein  Auszug  aus  der  bekannten  Vita  des
Magnus  (Act.  Sanctorum  Sept.II  p.735ff..,  Am  Schluss  infolge  von
Blattausfall  unvollständig.

1830  in  Göttingen  ersteigert.

Theol.113  IIBl.+763  Seiten  zu  311/,:21cm  _  rothe
Initialen  2Spalten  um  1461  (vgl.  S.630)  alter  mit  gepresstem
Leder  überzogener  Holzdeckel,  einst  mit  Schliessen

S.1  Albertus  Magnus,  De  virtutibus  et  de  earum  diffinieionibus
effeetibus  et  gradibus.  Dieser  Titel  erscheint  nur  in  dem  alten
Index  der  Handschrift,  der  sich  auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels
befindet.  Im  Text  selbst  fehlt  sowohl  der  Name  des  Verfassers  wie  ein
scmeinsamer  Titel  der  Schrift;  vielmehr  erscheinen  vier  einzelne
Bücher,  die  nur  an  dem  oberen  Rande  der  Blätter  als  “Liber  primus,
        <pb n="363" />
        Theol.111—  113  897

secundus,  tertius,  quartus’  gezählt  sind:  S.2  De  virtutibus  (öfter
gedruckt,  z.  B.  in  der  Gesammtausgabe  des  Albertus  von  Jammy,
Lugd.  1651,  Tom.  XXI).  S.36  De  diffinieionibus  et  effeetibus  virtutum
  (Anfang  "Doce  me  facere  voluntatem  tuam  .  .  Desiderandum
est  nobis”).  S.59  De  pecceatis  (Anfang  “In  nomine  domini  nostri
Iesu  Christi.  Si  dixerimus  quia  peccatum  .  ..  dieit  Johannes’).

S.69  De  gradibus  virtutum  (Anfang  “Accedite  ad  eum  et  illuminamini.
Ius  hominis  est’;  gedruckt  unter  den  Schriften  des  Bonaventura
Tom.  XIL,  Venet.  1756,  p.208,  jedoch  fehlt  in  der  Hs.  der  letzte
Absatz  des  Druckes  p.222  "Propterea  nos  hortatur  Augustinus  .  .).

5.80  “Registrum  super  libro  de  supersticionibus  ab  eximio  magistro
Nicolao  Magni  de  Balbu  sacre  theologie  professori  anno...  1415
edito  .  ..  Die  Schrift  selbst  beginnt  S.82  mit  dem  Prooemium
“Quoniam  lumbi  mei  impleti  sunt  .  .  constat  fiden’.  Uber  den
Verfasser  vgl.  zu  Theol.119  B1.292,  wo  die  Schrift  ebenfalls  vorkommt.


S.130  “Utrum  iudex  peecet  condempnando  ad  mortem  quem  .
scit  innocentem,  si  probatum  est  coram  eo  ipsum  fore  nocentem’:
Auszüge  aus  Augustinus  de  Ancona  und  Nicolaus  de  Lyra.  Vgl.
cod.  Theol.119  B1.169.

S.133  Collecte  seu  summarii  psalmorum  (so  bezeichnet  in  dem
oben  erwähnten  Index).  Anfang  “Beatus  vir  .  .:  Effice  nos”.

S.145  Tripartitum  morale  Conradi  de  Halberstadt.  Für  die
3  Bücher,  deren  einzelne  Artikel  alphabetisch  nach  Schlagwörtern  geordnet
  sind,  ergeben  sich  aus  den  Indices  aufS.429—432  folgende  Überschriften:
  I  De  philosophorum  et  poetarum  dietis  notabilibus,  hauptsächlich
  aus  alten  Schriftstellern;  die  Tibulleitate  stimmen  mit  den  von
Baehrens  (Ausg.1878)  mit  “Par.”  bezeichneten,  so  dass  vielleicht  die
bei  Baehrens  S.XII  genannte  Hft  in  Mailand  (P140  sup.:  auetoritates
philosophorum  et  poetarum  seeundum  ordinem  alphabeti)  dasselbe
Werk  enthält.  IL  (8.216)  De  antiquorum  factis  et  exemplis  memorabilibus,
  hauptsächlich  aus  Historikern.  III  (8.363)  De  poetarum
fabulis  ad  morum  correctionem  utilibus  et  curiosis,  darin  viele  Fabeln
des  Aesop.  Anfang  des  I.  Buches  “Sieut  dieit  Seneca  in  epistola
ad  Lueillium‘.  Uber  eine  Magdeburger  Hs.  desselben  Werkes  vgl.
Oudin,  Comment.  de  seript.  ecel.  ant.III  1023.

S.433  Jacobus  Magni,  Sophilogium.  Im  Gegensatz  zu  den
Drucken  (Hain,  Rep.10467—80)  hier  in  3  Bücher  zu  2,  4  und  4  Tractaten
  getheilt.  Am  Schluss  (S.630)  mit  rothen  Buchstaben  "1461
Lipzk”.

S.632—672  Sieben  lateinische  Predigten.  Anfang  der  ersten
“Cantabant  canticum  novum  seriptum  est  Apoc.’;  am  Schluss  der
letzten  (Anfang  S.668  “"Faciamus  hie  tria  tabernacula  Matth.XVTI  et
in  evangelio  hodierno’)  “Explicit  sermo  factus  per  d.  mag.  Allexium
ord.  fratrum  min.  .  .  in  £.  ceonsilio  Constaneiensi  a.  d.  1416  die
15  Mareii  .  ..  i

S.673  De  diseretione  peccatorum;  in  25  Capiteln,  deren  UÜbersicht
  vorangeschickt  ist.  Anfang  der  Vorrede  “Qui  atteneius  dei
omnipotentis  erga  genus  humanıum  elemeneiam  perpenderit”.
Derselbe  Traetat  findet  sich  auch  Cod.  lat.  Monae.  12247  B1.317.
        <pb n="364" />
        398  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

5.691  “Quando  castitatis  donum  fratres  karissimi’:  (Augustin
Serm.289,  vielfach  abweichend  von  dem  Druck  bei  Migne  V2291).

S.694  Ad  habendum  materiam  in  thematibus  proceditur  X  modis:
primus  modus  per  diffinicionem  vel  desceripeionem  .  .

5.697  Johannes  capellanus,  Aureum  confessionale:  “Venerabili
patri  domino  Hildebrando  dei  gratia  et  apostolice  sedis  episcopo
Arethino  (1289—1305)  Johannes  capellanus  unus  vester  ex  minimis
subiectionem  et  reverentiam  tam  debitam  quam  devotam.  Cura  pastoralis
  officii  quam  sit  laboriosa  .  ..  Am  Schluss  (S.751)  “Explieit
aureum  confessionale’.

S.751  Hexameter  (5)  "Si  quis  ad  altare”.

S.752  Quaestiones  breves  de  papa  et  eius  potestate  et  officio
(Titel  aus  dem  oben  erwähnten  Index):  73  Fragen,  meist  mit  nachfolgender
  Antwort.  Anfang  "Queritur  primo  utrum  super  episcopos
sit  aliquis  .  ..  Am  Schluss  (S.758)  “Praescriptum  est  extractum
de  tractatu  magistri  Johannis  de  Turreeremata  (Torquemada)
quem  fecit  in  consilio  Basiliensi  a.  d.  1437’.  5.758  De  duobus
gladiis:  An  papalis  dignitas  et  imperialis  potestas  sint  potestates
coeque  a  domino  deo  inmediate  dependentes  ..   $8.760  An  episcopi
  et  sacerdotes  non  viventes  secundum  legem  dei  possint  sacra
Christi  conficere.  S.762  Uber  den  Satz  "nullam  esse  sceripturam
recipiendam  nisi  in  canone  bibliae  sint  contenta’;  weiterhin  wird
Joh.  Wickeleff  eitirt.

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht,  wohl  von  derselben
Hand,  die  den  mehrfach  erwähnten  Index  geschrieben  hat,  “1483
Memoria  magistri  Petri  Roden’.  Bl.I  und  II  ein  anderer  Index,
geschrieben  und  unterzeichnet  von  “J.  F.  Reimmannus,  Superintendens
Hildesiensis  1727°  (vgl.  Bibliotheca  histor.  litt...  hoc  est  catalogi
bibl.  Reimmannianae  Tom.I,  Hildesiae  1739,  p.808  ff.).  Für  Göttingen
  wurde  die  Hs.  1783  in  Hildesheim  erkauft.

.  Theol.114  83  Bl.  zu  14'1/,:10!/,  cm  rothe  Initialen  und
Uberschriften  1462  und  1463  (vel.  Bl.18  und  29,  dann  BI.83)

Bl.1b  “Contenta  huins  libri”.

Bl.2  Itinerarium  seu  speculatio  domini  Bonaventure.  Anfang
“Cum  omnis  seiencia  gerat  trinitatis  insigne”.  Als  “Trinarius’
enthalten  im  Cod.  lat.  Monac.  15311  f.  137.

Bl.24  Seneca  (vielmehr  Martinus  Dumiensis)  de  quatuor  virtutibus
  cardinalibus,  ohne  den  Prolog.

Bl.29  “Proverbia  Senecae:  Omne  peccatum  actio  est”.  Am
Schluss  verschiedene  Sprüche,  die  in  Wölffliv’s  Ausgabe  des  Publilius
Syrus  p.136ff.  daselbst  fehlen.

Bl.33b  Quedam  pulchra  moralisatio  metrice  composita  contra
superbiam  et  imvidiam  “Fama  fuisse  duos  testatur  frivola  fratres’:
der  “Rapularius’,  in  2  verschiedenen  Recensionen  herausgegeben  von
Mone  im  Anzeiger  f.  Kunde  der  teutschen  Vorzeit  VIII  (1839)  561  ff.

Die  Göttinger  Hs.  giebt  in  der  ersten  Hälfte  des  Gedichts  die  Recension
(der  Wiener  Hs.  wieder  und  ist  häufig  besser  als  diese;  in  der  zweiten
Hälfte,  etwa  vou  dem  Verse  an  “His  iuramentis  homo  magne  simplieitatis’
  (Mone  p.567  v.293),  zeigt  sie  jedoch  bald  diese,  bald  die
Recension  der  Heidelberger  Handschrift,  und  zwar  so,  dass  öfter
        <pb n="365" />
        Theo1.113  —  118  399

2  Hexameter  bezw.  2  Pentameter  nebeneinander  stehen,  von  denen
der  eine  dieser,  der  andere  jener  Recension  entnommen  ist.  Eine
andere  Hs.  ist  in  München  der  Cod.  lat.  Mon.  237  (B1.109).

Bl.43  Libellus  Annii  Senece  ad  Gallionem  amicum  suum  de
remediis  fortuitorum.

Bl.48b  Libellus  Aunii  Senece  de  Grecia  nati  continentissimi  viri
qui  Paulo  apostolo  misit  epistolas  et  Paulus  ei.  Vor  diesen  Briefen
die  Bemerkung  des  Hieronymus  darüber  aus  dem  Liber  de  viris
illustribus.

Bl.53  Praefacio  (und  Meditationes)  super  septem  psalmos  poenitenciales
  edita  a  domino  Petro  de  Eliaco  (Alliaco),  episcopo  Cameracensi
  S.  Chrisogoni  presbitero  eardinali.  Anfang  “Penitencia  vera
velud  scala’.  Gedruckt  z.B.  in  der  Orthodoxograplia  theologiae  sanctae,
Basileae  1555,  p.1330ff.

Theol.115  20Bl.  zu  281,  :21cem  1440

Ineipit  Traetatus  contra  Aleharanum  legem  mendacissimam  Saracenorum
  compilatus  a  fratre  Petro  de  Pennis  ordinis  fratrum  predicatorum
  etc.  "Quia  praediecatorum  ordo  evangelicus  .  .”.  In
15  Capiteln;  vgl.  Quetif-Echard,  Script.  ordinis  praedieat.  I  569.
Bl.20b  ‘Et  sie  est  finis  huius  tractatus.  Sub  anno  domini  1440  XXX
die  Mareii  etec.”.

Bl.1  ‘Ex  Biblioth.  Ant.  Jul.  van  der  Hardt  d.  3  Oct.  1786”.

Theol.116  Pergam.  46Bl.  zu  211),:151/;,  cm  rothe
Initialen  zweispalig  XIV  Jahrh.  alter  Lederband  mit  Klappe

Speculum  beatae  Mariae  virginis  (Commentar  zum  Ave
Maria).  Anfang  "Quoniam  ut  ait  Ieronimus  nulli  dubium  est”.

In  vielen  Hss.  erhalten,  zum  Theil  unter  dem  Namen  des  Johannes

de  Saxonia  (Brüssel  n.2395,  vgl.  lat.  Mon.  7976  £.  48)  oder  Bonaventura
  (gedruckt  in  8.  Bonaventurae  opera,  Tom.  XIII,  Venet.  1756,

p.261ff).
Am  Schluss  von  andrer  Hand  hinzugefügt  “liber  monasterii  sancte
Marie  Magdalene  prope  et  extra  muros  Hildensem‘.  1758  in  Hildesheim

  er  steigert.

Theol.117  276  Bl.  (Bl.11,  93,  94,  197,  198  Pergament)
zu  23:21em  15Jahrh.  rothe  und  blaue  Initialen  alter  Holzband

ConflatusFraneiseideMayronis.  Als“Frane.Maronis  ordinis  minorum
  seriptum  primi  sententiarum  qui  alias  conflatus  intitulatur”  gedruckt
Basilee  per  Nicol.  Keller  a.1489.  Vor  Bl.1  ist  ein  Pergamentblatt,
welches  den  mit  grosser  Initiale  verzierten  Anfang  enthielt,  herausgerissen;
  das  jetzige  Bl.1  beginnt  mit  “verifieatur  simplieiter  licet  non
omni  modo  quo”.  B1.273tf  Verzeichniss  der  Tituli  quaestionum.

1816  aus  der  Schulbibliothek  zu  llildesheim  überwiesen.

Theol.118  383  Bl.  zu  39:29  em  im  15  Jahrh.  in  2  geglätteten
  Spalten  geschrieben  rothe  Initialen  und  Inhaltsangaben
(BI.  199  1467  illuminabatur  ')

Wilhelm  von  Ockanm:
Bl.I1  Super  quattuor  libris  sententiarum  (Petri  Lombardi).
Gedruckt  Lugduni  a.1495.  Die  “Dubitationes  addititie’  des  Druckes
fehlen  in  der  Hs.
        <pb n="366" />
        360  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.324  Quodlibetum.  Gedruckt  Argentine  a.1491;  jedoch  giebt
die  Hs.  an  manchen  Stellen  mehr  (Buch  I:  17,  I:  18,  III:  14,  IV:  13,
V:  29,  VI:  24,  VII:  31  quaestiones).

Theol.119  331  gezählte  Blätter  (in  der  Zählung  hier
und  da  Versehen)  zu  301,  :21em  2Spalten  rothe  Überschriften
und  Initialen  von  verschiedenen  Händen  und  zu  verschiedenen
Zeiten  geschrieben,  jedoch  durchweg  bald  nach  1450  (vgl.  die  Subscriptionen
  auf  Bl.266b,  317b)

Bl.12  Riehardus  de  Bury,  Philobiblon.  Überschrift  “Ineipit
tractatus  greco  vocabulo  philobyblon  amabiliter  nuncupatus  de  conservacione
  librorum’;  Unterschrift  (Bl.31b)  “Explieit  philobyblon  id  est
dde  conservacione  librorum  et  conscripsione  illorum’.  Die  Hs.  ist
nicht  erwähnt  von  E.  G.  Vogel,  Scrapeum  IV  (1843)  S.140f.,  und
felilt  auch  unter  denjenigen,  die  der  neueste  Ierausgeber  E.  C.  Thomas
(The  Philobiblon  of  Riehard  de  Bury,  London  1888)  p.LXVff.  zusammengestellt
  hat.  Am  Schluss  nach  der  Subseriptio  (Bl.31b)  “In
liberariis  scribatur:  Hac  sunt  in  cella  doctorum  grata  libella,  Que
stillant  mella,  radiant  pariter  quasi  stella”  und  einige  andere
Bibliotheksverse.

Bl.32  Magnmi  Basilii  a  Leonardo  Aretino  translato  (!)  ad  iuvenes
religiosos  de  studiis  litterarum  epistola;  voran  des  Aretin  Prefacio
ad  Colutium  Salutatum  “Hune  librum  Coluti  .  ..

Bl.37  Exhortacio  d.  Johannis  de  Gersona  cancellarii  praeclari
studii  Parisiensis..  facta  ab  eo  in  concilio  Constantiensi  tempore  scismatis
a.1415  die  concepcionis  beate  virginis.  Anfang  “Dominus  dabit  vobis
signum.  ecce  virgo  coneipiet  .  .  Nune  quoad  secundum’.  Vgl.  Cod.
lat.  Monac.5194  f.281.  Gedruckt  in  Joannis  Gersonii  opera  Tom.l,
Paris.  1606,  Sp.199f.  Am  Rande  und  auf  Bl.41b—43b  viele  und
lange  Nachträge  von  alter  Hand;  der  Schreiber  derselben  klagt  Bl.41
über  die  Mangelhaftigkeit  der  Vorlage  “Ecce  quantum  malum  est
non  plene  exemplare  libros  sed  certa  seribere  quae  placent  et  alia
dimittere.  sieut  paret  fuisse  exemplar  illud  a  quo  hic  praesens  tractatus
excmplatus  est.  ..  In  dem  Druck  fehlen  die  Zusätze.

Bl.49  De  vero  iudieio  et  providencia  dei  et  ipsius  gubernacione
hominun  et  rerum  huius  mundi  libri  octo  beati  Salviani  episcopi  ad
sanetum  Salonium  episcopum:  eine  von  F.  Pauly  (Wiener  Sitzungsber.
Bd.98,  1881,  S.3ff.)  nieht  erwähnte  Hs.  der  besonders  durch  den
cod.B  vertretenen  Classe.e  Am  Rande  von  alter  Hand  hier  und  da
Correceturen.

B1.97  (Jacobus  Carthusiensis),  Tractatus  de  erroribus  et  moribus
Christianorum  moderuorum;  vgl.  cod.  Theol.129  Bl.151.  Am  Schluss
(B1.131)  “Explicit  planetus  enormitatum  Christianorum  ...  conscriptus
per..  Jacobum  ..  ord.  Carthusiensis  in  Erfordia  a.  d.  1452  regnante
Theuero  in  Constantinopoli  per  eum  lucrato  (!)  necatis  Christianis
proch  dolor,  eodem  tendente  Romam,  ubi  Nicolaus  papa  adhuc  tenet
monarchiam”.

Bl.131  Tractatus  de  sanetificatione  sabbati,  praecipue  circa  opera
molendini,  conscriptus  per...  Jacobum  (Carthusiensen)  .  .;  vgl.  Cod.
theol.129  B1l.139.  Am  Schluss  bezeugen  4  andere  Professoren  der
Theologie:  Gotschaleus  Gosemunt  (Gresemunt)  de  Meschede,  Fredericus
        <pb n="367" />
        Theo1.119  361

Schoen,  Henrieus  Ludowiei  und  Joh.  Gudermann,  dass  sie  mit  dem
Inhalt  des  Tractats  einverstanden  sind.

Bl.135b  Additiones  de  inchoatione  festorum  et  de  vectoribus  etc.
eiusdem  doetoris  (Jacobi  Carthusiensis);  vgl.  Cod.  theol.129  B1.145.

Bl.138  De  causis  multarum  passionum  et  remediis  earundem  et
praeeipue  de  mitigatione  passionis  iraeundie  .  .  "Cum  efirenatam
numerositatem  humanarım  passionum’;  am  Schluss  Bl.151  "Explieit
tractatus  .  .  per...  Jacobum  .  .  ordinis  Carthusiensis  in  Erffordia
haeec  finita  sunt  et  exemplata  a.  d.  1454  quinta  martil...  Gedruckt
in  B.  Pez’  Bibliotheca  ascetica  VII  389,  und  verschieden  von  dem
Tractat  in  cod.  Theol.131  B1.134.

Bl.151b  Traetatus  de  veritate  dicenda  editus  per..  Jacobum..
ord.  Charthusiensis  Erfford.  “Sepenumero  pulsatus”.  Einen  alten
Druck  führt  an  Hain,  Repert.  n.9336.

Bl.169  “Utrum  iudex  peccet  condempnando  ad  mortem  quem  in
hoe  casu  seit  innocentem,  si  probatum  est  coram  co  ipsum  fore
nocentem:  Auszüge  aus  Augustinus  de  Ancona  und  Nicolaus  de  Lyra;
vgl.  eod.  Theol.113  8.130.  B1l.171—173  fehlen  jetzt.

Bl.174  Tractatus  de  eontraetibus  reempeionum  et  ad  vitam  compilatus
  a  venerabili  patre  ord.  Cartusiensis  Erphordie  ..  Jacobo...
“Post  multiplieia  insignium  doctorum”.  Alte  Drucke  führt  Hain
n.9342—  9344  an.  Vgl.  cod.  Theol.133  BI1.150.

Bl.181  (bis  181e)  Tractatus  eiusdem  doetoris  (Jacobi  Carthusiensis)
de  recepcione  monialium  et  vita  carum  atque  proventibus  et  ceteris
(am  Ende  “de  ingressu  et  vita  religiosorum  preeipue  monialium  ct.  .)
“Omne  quod  plurimorum  se  offert  oculis’.

Bl.182  “In  Christo  sibi  dileeto  Pyrio  de  Bunis  de  Tremonia  viro
utique  nobili  et  devoto  frater  vester  Franeiscus  de  Perusio  ordinis
fratrum  Minorum  salutaris  profeetus  laudabile  inerementum.  Devocionis
  vestre  sineeritas  michi  dudum  .  ;  am  Schluss  (Bl.188b)
“Explieit  traetatus  Francisei  eurialis  et  optimus  de  septem  peccatis
mortalibus  et  corum  speciebus  et  remediis.  Deo  gracias  anno  55”.
Dann  B1l.188b  2  andere  Tractate:  “Nota,  septem  sunt  vieia,  quorum
duo  sunt  carnalia  .  ,  besonders  Vergleiche;  Bl.193  “Est  via  que
videtur  homini  reeta’,  7  sermones  (Verfasser  Henricus  de  Frimaria?,
vgl.  Cod.  lat.  Monac.  7334).

B1.207  De  concertatione  super  ceruore  in  Wilsnak  (B1.218  “traet.
‘de  sanguine”)  doctoris  Jacobi  Carthnsiensis  “In  materia  hostiarum
transformatarum’;  vgl.  E.  Breest  in  den  Märkisehen  Forschungen  XVI
(1881)  S.250ff.  Ausser  den  dort  erwähnten  Hss.  enthält  den  Tractat
aueh  noch  der  cod.  Theo1l.134  B1.32.

Bl.218b  Contra  eruores:  .  .  Ad  tangendum  eultum  deo  debitum  .  ..
Im  Index  auf  Bl.I  bezeichnet  als  “Contra  indebitos  eultus  eruorum
miraeulosorum  et  de  erroribus  ceorum  magistralis  cdiecio  doctorum
universitatis  Erffordiensis’  und  ebenso  ist  Bl.225b  von  alter  Hand
am  Rande  eingeschoben  “Explieit  tractatus  doetorum  Erffordensium
contra  vocatum  eruorem  in  Wilsnak’”.  In  Wahrheit  ist  der  Verfasser
vielmehr  der  Propst  Eberhard  Waltmann;  vgl.  E.Breest  in  den
Märkischen  Forschungen  XVI  8.236  und  254  sowie  seinen  der  Hs.
vorgchefteten  Bricf.  B1.225b  "Notanda  de  adoratione:  Invaluit
perniciosa  consuetudo  in  pluribus  loeis  .  .:  aus  einem  Schreiben
        <pb n="368" />
        562  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Eberh.  Waldmann’s  an  Capistrano  (16  Oet.  1452),  vgl.Breest,  Märk.
Forsch.XVI  258f:.  Bl.226b  Aus  einer  ‘littera  elausa’  des  Eberh.
Waldmann  an  Capistrano,  Ende  Oct.1452;  nach  Breest  (Märk.
Forsch.XVI  262)  nur  in  dieser  Göttinger  Hs.  erhalten.  DBI.231  Des
Eberhard  Waldmann  sog.  Clarificatio;  Anfang  “De  adoratione  quantum
  concernit’.  Vgl.  über  diese  Schrift  Breest  S.266ff.  Der  darin
eingeschaltete  Brief  an  Capistrano  (Bl.231)  hat  eine  andere  Einleitung
  als  der  auf  BI.225b  beginnende.

Bl.255  (De  absolutione  sacramentali)  Artieuli  magistri  Henrici
de  Oyota  (Oyta,  Eyta):  Primus  artieulus  “Lapsus  in  peceatum  mortale
  .  ..  Am  Schluss  Bl.253b  “Hec  propositiones  praemisse  ...  coram
domino  Gregorio  papa  XI  et  cetu  cardinalium  per  praedietum  mag.
Hinricum  de  Oyta  fuerunt  ...  probate  et  deducte  propter  accusacionem
  cuiusdam  Alberti  de  Bohemia  scholastice  ecclesie  Pragensis  ..
suspicantis  in  ipsis  heresim  contineri  .  .  Acta  sunt  haec  a.  d.  1371
indic.9  die  24  mens.  april.  .  .  atque  in  publicam  formam  instrumenti
reducta,  colleeta  autem  ex  eodem  instrumento  per  religiosum  fratrem
Hermannum  de  Rene  ordinis  canonicorum  regularium  ete’.

Bl.259  Regula  christianorum  omnium  a  qua  nullus  talium  excipitur
  “Religio  munda  et  inmaculata  .  .;  gegen  Ende  (Bl.266)  “Haec
sunt  puneta  religionis  Christiane  collecta  per  magistrtum  Thomam
Yberniecun  (d.  ı.  Thomas  Palmeranus,  vgl.  Cod.  lat.  Mon.  915  und  12389)
a.d.1316°;  am  Schluss  (Bl.266b)  “Explicit  colleetum  breve  ...  de
tribus  punctis  essencialibus  christiane  religionis.  Finitus  sub  a.  d.  1455
tereia  feria  ante  festum  corporis  Christi  .  ..

Bl.266b  “Vita  christiani  hominis’,  kurzer  Absatz,  am  Ende  mit
rother  Schrift  “in  rapulario  domini  Hinr.  Taken’  (Toke).

Bl.267  Jacobus  Carthusiensis,  De  potestate  demonum,  arte  ma-8ica
  etc.,  vgl.  cod.  The0l.129  B1.211,  134  B1.55,  Luneb.40  Bl.178.  Am
Schluss  Bl.291b  “a.  d.  1452  autorisante  ...  Nicolao  papa  quinto  supradietus
  tractatus  katholice  conscriptus  est.  ideo  commendo  et  in
Christo  diligo  colleetorem  ipsius  ego  frater  Hinrieus  Lod  sacre  theologie
  professor  ordinis  Augustinensis  ete.  immeritus”.

Bl.292  Registrum  super  libro  de  superstieionibus  ab  eximio  magistro
Nicolao  Magni  de  Balbu  sacre  theologie  professori  a.  a  nativitate  salvatoris
  1415  edito  .  ..  Vgl.  Theol.113  5.80.   BI1.292a  und  292b
sind  2  von  jüngerer  Hand  vor  Bl.292  eingeschobene  Blätter,  die  den
Index  und  den  Anfang  des  Prooemiuns  enthalten.  Auf  Bl.292  begsinnt
  dann  die  Schrift  wiederum  mit  dem  Prooemium  (“Quoniam
lumbi  mei  impleti  sunt  ıllusionibus  .  .  constat  fidem  veram’).  Von
alter  Hand  ist  hier  beigeschrieben  “Ineipit  tractatus  de  supersticionibus
compositus  ab  eximio  magistro  Nicolao  Magni  de  Balbu  sacre  theologie
  professore  a.  d.  1415’,  dem  eine  gleichfalls  alte  Hand  hinzufügt
“ymmo  doctor  Jacobus  de  Carthusia  eum  composuit  ut  omnes  seiunt”.
Sonst  geht  dieser  Tractat  unter  dem  Namen  des  Heidelberger  Professors
  Nicolaus  (Magni)  de  Jauwer  (Jauer),  mit  dem  jener  Nicol.
Magni  de  Balbu  sicherlich  identisch  ist.  Vgl.  z.B.  Cod.  lat.  Monac.
291,  5338,  5867,  11582;  Brüssel  Hs.  n.2148.  Am  Schluss  (Bl.317b)
"A.d.  1452  in  vigilia  nativitatis  gloriose  virginis  matris  Marie  explieit
liber  iste  per  Andream  scholarem.  Doctor  Thomas  Hertzhorn  (dann
sind  2  oder  3  Worte  ausgestrichen)  vir  huius  indubius  possessor”,
        <pb n="369" />
        The01.119—123  363

.  Bl.318  Jacobus  Carthusiensis,  De  apparicionibus  animarum  separatarum
  “Rogamus  vos  ne  terreamini’.  Vgl.  Cod.  theol.129  Bl.  267.
Hier  ist  nach  dem  Datum  ‘a.  1455  anctorizante  Nicolao  papa  quinto’
von  alter  Hand  hinzugefügt  "Traetatus  iste  compilatus  est  a  venerabili
  viro  ...  ordinis  Carthusiensis  Erffordie  domino  Jacobo  .  .  ad  instantiam
  episcopi  Merseburgensis  qui  requisitus  a  fratribus  minoribus
in  Liptzk  propter  quendam  spiritum  in  eorum  monasterio  vagantem‘.

Bl.I  und  1/2  zwei  Indices,  der  erste  von  alter  Hand,  der  zweite
von  dem  Superintendenten  J.  F.  Reimmannus  in  Hildesheim  (1727),
aus  dessen  Nachlass  (vgl.  Bibliotheca  histor.  litterariae  .  .  hoc  est
Catalogi  Biblioth.  Reimmanianae  tom.Il  p.796ff.)  die  wohl  in  Erfurt
geschriebene  Hs.  1788  nach  Göttingen  kam,

Theol.120  2Bände  von  277  und  234Bl.  zu  32  :  21!/,  cn
zweispaltig  14/15  Jahrh.

Postille  super  Lucam  secundum  fr.  Hugoncm  de  St.  Jacobo  (auch
Hugo  de  St.  Caro  genannt);  gedr.  in  dessen  Opera  VI  (1621)  Bl.125b  bis
217.  Die  Bandtheilung,  die  mitten  durch  den  Text  geht,  ist  alt;
der  1.Band  war  im  alten  Katalog  der  Bibliothek  dem  Hugo  de
St.  Neoto  zugeschrieben.

Die  4  Bände  Theol.120,  122  und  128  sind  1816  aus  der  Schulbibliothek
  in  Hildesheim  eingeliefert  worden;  sie  sind  in  Grösse  und
Ausstattung  einander  so  ähnlich,  dass  ihr  Ursprung  ein  gemeinsamer
sein  muss.

Theol.122  225  Bl.+3  Bl.  Pergament  (XIV  Jahrh.),  stark
beschnitten  und  abgerieben,  zu  291),  :2lcem  in  2  Spalten
14/15  Jahrh.

Bartholomacus  de  St.  CGoncordio,  summa  de  casibus  conscientiac.
  Bl.224  "Consumatum  fuit  hoc  opus  in  eivitate  Pysana
per  fratrem  Bartholomeum  de  St.  Concordio  ordine  .  .  pracdicatorum,
doctorem  deeretorum  a.1338  die  7  Dee.  .  .  Praedietus  autem  fr.
Bartholomeus  .  .  obiüit  a.1347.  2.  die  Julii’.  Darunter  die  Inhaltsangabe.
  Vgl.  Theol.  120.

Theol.123  167  beschriebene  Bl.  (davon  14  Pergament,
meist  die  innern  der  Lagen)  zu  14!/,:  10!/,  cm  rothe,  zuweilen  mit
grün  verzierte  Initialen  von  4  Händen  geschrieben,  die  Bl.1,  127,
149,  155  beginnen  15Jahrhı.  Holzdeckel  mit  rothem  gestempelten
Leder  überzogen  mittelfränkischer  Dialekt

Bl.i  Leben  des  Heinrich  Suso  (Scuse);  (verfasst  von  Elsbetlı
Stagel  zu  Töss).  Anfang  "Eyn  prediger  was  in  dutschem  lande
van  geburde  eyn  swaffe’;  am  Schluss  des  ersten  Absatzes  steht  “also
bleif  dat  na  volgende  stucke,  (doch  han  ich  dat  beste  her  usz  gesehreven
mit  kurtzen  worten’;  Schluss  Bl.104  “und  gefestiget  in  eyme  heilgen
leven’  =  Cap.47  in  der  Ausgabe  von  Denifle,  die  deutschen  Schriften
des  sel.  H.  Sense  I  (1880)  8.221.  Cap.8  dieser  Ausgabe  felılt  der
Hs.,  im  einzelnen  weicht  sie  oft  stark  ab.

B1.105  “ITe  geit  an  dat  boch  des  heilgen  vaders  s.  Bernhardes
ober  de  contempliren  der  passien  unseren  Jhesus  xps  der  siben
gezide  des  dages’,  Anfang  “Sieben  werff  han  ich  dir  loff  gesait.  du
        <pb n="370" />
        364  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

hais  mich  gebeden,  dat  ich’.  Übersetzung  von  Beda  de  medit.
pass.  Christi  (opp.  Col.1688  VIII,  955);  eine  andere  deutsche  Übersetzung
  ist  in  Heidelberg  Pal.  Germ.  All  (Bartsch  no.229)  Bl.53a.

Bl.127  Zwölf  Rathschläge  der  Evangelien  Tsint  xij  raede  der
heilichen  evangelien  .  .  Der  irste  raet  is  willich  armode  .  ,  vgl.
auch  die  Heidelberger  Hs.  Pal.  Germ.  567  (Bartsch  no.278)  Bl.  44a;
Schluss  Bl.148  “nit  unachtsam  syn  eleynre  gebrech.  Deo  gracias’.
Darunter  ein  Spruch  von  anderer  Hand.

B1.149  Passionsandacht  “(Dn  dem  hilgen  avent  essen  da  du  vil
lever  here  ...  dynen  jungeren  hattes  gewesschen  ir  fusse,  do  hoves
du  uff  dine  heilge  ougen  .  ..  und  spereches:  vader  mach  clair  dinen
son...  Am  Schluss  Bl.155  “och  1  ave  Maria  vor  eynen  armen
sunder  durch  got”.

B1.155  Predigt  “(A)dolescens  tibi  dico  surge  (Luce.  7,  11).
overgaynde  kunst  syner  mynnen,  van  der  s.  Paulus  spricht  jn  deser
jntgegenwordiger  epistelen’.

Bl.163  Beichte  “In  dem  namen  ..  Ich  komen  hude  zo  bicht  gode
dem  almechtigen  .  .  sy  mir  alle  leit  unde  biden  genade”.

Theol.124  235  Bl.,  die  zum  Theil,  besonders  am  Schluss,
von  Nässe  stark  beschädigt  sind,  zu  28:  201/,  cm  zweispaltig,  ausser
101—127  von  verschiedenen  Händen  geschrieben,  die  Bl.1,  44  (von
Bl.  44  —  217  wechselt  die  Schrift  öfter,  es  scheint  aber  alles  von  demselben
  Schreiber  herzurühren),  218,  226  beginnen  ausser  Bl.62—100
und  218--235  roth  oder  roth  und  schwarz  rubrieirt  14Jahrh.
Holzdeckel  mit  rothem  Leder

Bl.2  “Utlegentibus  et  studere  .  .:  über  die  “breviatura  tam  librorum
legaliıum  quam  canonum  iuris’,  vgl.  Jurid.  158  Bl.5  (abweichend).
Dann  folgenBl.2b  "Nota  quod  registr  um  sequens’  weitere  Abkürzungen,
die  Bl.6—35  vorkommen.  Bl.6  Alphabetisches  Register  zu  verschiedenen
  Rechtsbüchern  ‘Abigeis  C.  9.37.  A.ff.  47.  14.  id  est  de
raptoribus  pecorum.  Abolieionibus  .  .,  die  Stichworte  sind  1—1320
gezählt,  die  bei  dieser  Zählung  ausgelassenen  1321—1630;  B1.35
ergänzendes  alphab.  Register  “Abigeus  id  est  raptor  pecorum  titulo
primo.  Aboliecio  .  ,  mit  niederdeutschen  Glossen.

Bl.44  “Ineipiunt  conelusiones  super  Sententias  fratris  Johannis
de  Fonte  :  ’,  nur  der  Anfang  (dist.1—3);  bricht  unten  auf  Sp.1
mitten  im  Satze  ab.  Bl.44  Spalte2  beginnt  ein  Commentar  zu
Buch  1-4  der  Sentenzen  des  Petrus  Lombardus,  der  bei
Jeder  Distinetio  ihre  Eintheilung  und  ihren  Inhalt  in  Prosa  giebt,
und  darauf  dasselbe  in  paarweise  gereimten  Versen,  meist  Vagantenzeilen,
  wiederholt.  Anfang  "Cupientes  aliquid.  Ineipit  prologus  in
lihbro  sententiarum  primo.  Liber  iste  sententiarum  dividitur  in  tres
partes  prineipales,  nam  Primo  prologus  premittitur  ad  nos  disponendum
  ..,  dann  (vorher  sind  schon  einige  reimende  Sätze  eingeschaltet)
die  Verse  “Parvitas  seientie  non  vult  ut  assumam.  Spes  dei  elementie
dieit  ut  assumam  .  ..  Am  Schlusse  des  ersten  Buches  B1.48b
folgen  ‚  positiones  in  quibus  magister  sententiarum  communiter  non
tenetur’.  Schluss  Bl.60  “Non  plus  habui  de  isto”.

Bl.62  Anfang:  Utrum  habitus  caritatis  quo  diligitur  deus  et  proxi-
        <pb n="371" />
        Theo1.124  369

mus  per  opera  meritoria  augeatur.  Es  sind  theologische  Quaestiones:
Bl.77  "finitur  materia  de  dilectione  dei’,  dann  beginnt  materia  (auclı
“reportata’  genannt)  B1l.83  de  eukaristia,  Bl.86  de  beatitudine,  B1.87
de  peccato,  Bl.90  de  creatione;  sie  scheinen  ein  grösseres  Werk  zu
erläutern,  denn  es  finden  sich  die  Seitenüberschriften  Bl.68  Dubia
super  secundum,  (B1.69)  tertium,  (Bl.80b)  quartum  librum.

Bl.91b  Zehn  auf  enter  reimende  Verse  "Ad  quid  venisti  rogo  meditare
  frequenter’.

bB1.92  "(Guilelmus)  Ockam  super  physicorum  circa  litteram:  In
scientiam  naturalem  sunt  aliqua  necessario  premittenda  ..  Quoniam.
ineipit  prologus  .  .;  am  Schluss  ein  Register.  (Wohl  dasselbe  Werk,
das  1491  und  1506  gedruckt  worden  ist).

Bl.97  “Speculum  manuale  sacerdotum  mag.  H(enrici)  de  Vrimaria
  ord.  fr.  Heremitarum  S.  Aug.:  Materia  baptismi  debet  esse
aqua  .  .;  als  Verfasser  wird  in  der  Münchner  Hs.  Clm  3762  B1.53
Hermannus  de  Westfalia,  innı  Clm  16475  Bl.94  Hermannus  de  Seildice
  genannt  (Schilditz,  vgl.  Hain,  Rep.  n.14516—23).  Am  Schluss
“Ora  pro  Joh.  de  Corbac  lectore  qui  hec  et  alia  collegi  et  scripsi”.

Bl.101  “Expedit  ut  terminorum  acceptio  .  .  (syntaktischen  Inhalts).
Bl.102  (Alberti  Magni)  Summa  naturalium  “Philosophia  dividitur  .  .,
mehr  mit  dem  Druck  Summa  Philosophie  Naturalis  AlbertiM.’  (Leipzig
1513)  übereinstimmend,  als  mit  dem  im  21.  Bande  der  Opera  (Lugd.
1651),  wo  das  Werk  “Philosophia  pauperum  s.  isagoge  in  libros
Aristotelis  .  .‘  heisst;  mit  Randscholien.  Am  Schluss  steht  “Explicit
summa  naturalinm  Erfordie  seripta  per  manıs  N  ete.  Qui  te  furetur
mox  proinde  suspendetur”.

Bl.128  (Profatius  Indaeus  de  Marsilia,  tract.  de  quadrante  translatusapudMontempessulanım
  a.1290;  vgl.  Cod.  Amplon.  F394  B1.130,
Q316  Bl.56)  “Quoniam  scientia  artis  astronomicae  .  .,  16  Capitel;
vgl.  Bl.135b.   BIl.133b  “Utilitates  novi  quadrantis  breviter...  Si  vis
scire..,  -Amplon.  @  386  Bl.  115  und  Gott.  Philos.42  m  (in  Nachtrage)
B1.33.  Bl.135b  Anmerkungen  zu  Bl.128ff  (unvollständig)  “Circa

capitulum  2.  notandum:  Pone  filum  .  ..  Bl.137  “Interrogatio  de
infirmo  utrum  morietur  an  non  .  ./,  am  Schluss  “Et  sie  est  finis
illius,  si  non  vis  credere  tempta”.  Bl.138  (Profatius  Iudaens,

compositio  novi  quadrantis,  vgl.  cod.  Amplon.  @  386  Bl.102  und  Cod.
Gott.  Philos.  42m  im  Nachtrage)  "Compositurus  novum  quadrantem  ..,
Bl.138b  “invenies  ..  finis  huius  compositionis  quadrantis’;  dann  (BI.  139)
Länge  und  Breite  von  27  Fixsternen  (mach  Graden  und  Minuten);
“Postea  formabis  dorsum  instrumenti”  mit  3  Tabellen  (Bl.139b
“Tabula  regionum’  mit  Länge  und  Breite  in  Graden  und  Minuten);
(B1.139b)  "Ad  faciendam  figuram  celi  ..  .  Finis  eanonum  de  practica
  figure  ccli,  et  sequitur  figura  celi  cum  eius  tabulis’;  in  dieser
steht  “Figura  celi  inventa  ...  a.  d.  M°cce°  Ivo.  &amp;gt;;  (Bl.140)  “Tabula
ascensionum  signorum’,  (Bl.141)  T.  elevationiss’.   Bl.143b  “Astrolabium
  ita  eonstrnitur:  Aceipe  rotulas  .  .’,  BL.145b  “Explieit  compositio
  astrolabii  eum  aliquibus  notabilibus”.  Bl.145b  "Nomina
instrumentorum  sunt  hee:  primmm  est  armilla  suspensoria  .  2,  “Ad
faciendum  almueancarach  .  &amp;gt;;  (Bl.146)  "Ad  eomponendum  horologium
fae..;  Ad  seiendum  altitudinem  .  5;  "Ad  faciendum  instrumentum  .  .

Bl.146b  “Ineipiunt  operaciones  astrolabit:  Cum  volueris  seire  gradum
        <pb n="372" />
        866  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

solis  .  ..  (der  Schluss  steht  BIl.143a).  Bl.148b  Jahre  des  Mondeirkels
  12932—  2033.  Bl.149  Kalendarium,  enthaltend  Mondeirkel,
Sonntagsbuchstaben  und  Cisiojanus.

Bl.152  "Praetiea  logiee:  Seribit  Aristotylis  primo  eleneorum
syloysmus  sophystyeus  .  .;  Sehluss  B1.158  Explieiunt  sophismata
Erfordia  sceripta  a.  d.  M°  cee®  sexaiesymio  4°  Amen’.  B1.158
Memorialverse  für  die  Vorlesungen  der  Bücher  des  Alten  Test.  in
der  Kirche  "Dogmata  que  doeuit’,  mit  Tabelle.  B1.158b  “Traetatus

de  signis:  Cunı  igitur  luna  fuerit  in  ariete  .  /;  B1.159  “Explieit  .

Erfordie’.  Bl.159  Herrsehaft  der  12  Zeichen  über  die  einzelnen
Körpertheile;  dann  Iudieium  sanguinis  "Sy  eruor  est  albus  .  .
(26  Verse).

Bl.160  “Probleumata  Aristotelis’.  “Primo  de  temporibus...  Inc.
prima  partieula  probleumatum:  Propter  quid  magne  superhabundancie

egritudines  graves  eurant?  Ratio  eius  est.  .  suffocando.  Quare
superhabundaneias  excessivas  .  ..  Dieselbe  Ubersetzung  auch  in

Münehen  Clm  4710  Bl.261  und  12021  Bl.118;  die  bei  Jourdain,
recherches  (1843)  S.432  allein  angeführte  (mehrfach  gedruckte)
Übersetzung  weicht  ab.  Schluss  B1.197  “Explieiunt  probleumata
Erfordye.  Anno  d.  Myllesymo  0°  C°  Ce  5°  4°  (1364)  Omnia  dat  dominus
sed  non  dat  per  eornua  yreum  .  .’  (3  Schreiberverse).

Bl.199  Nieolai  Claudieantis  Summa  dietaminis  "Regina  Saba
venit  eum  magnis  operibus  .  .  Horum  eongeries  verborum  .  .;  darin
Urkunden  z.  B.  des  Friderieus  Misnensis  marchio  (1300  ete.)  und  der
arbitratores  eivitatis  Dresden.  Nur  ein  Theil,  vgl.  die  Untersehrift
B1.213b  “Explieit  summa  dietaminis  Maystri  Nyeolay  Claudiäs  naeione
Mysnensis  Erfordie  eolleeta  qui  pro  tune  ibi  fuit  Rethorum  optimus  sed
non  est  hıye  ex  toto  quia  alias  illa  habeo  et  ideo  ommisy  et  est  finita
per  N.  Bl.213b  Geometrie  “Geometria  est  disciplina  magnitudinis
  et  formarum.  Geometria  diseiplina  primum  ab  Egyptis  .  .,
(nicht  das  bei  Lachmann,  Gromatici  lat.  I  393  gedr.  Werk  mit  den
gleichen  Anfangsworten);  Schluss  Bl.215b  "Explieit  geometria  bona  et
brevis.  Erfordye  sceripta  per  Nyeolaum  a.  d.  Myllesimo  CCC  Sexayesymo
  4°.  B1.215  Virtutes  lapidum  (30)  "Adamas  est  in
eolore  modieum  obseurior  eristallo  .  ?,  Schluss  Bl.217  “contra  artetyeam
passionem.  Explieinnt  virtutes  lapidum  Erfordye  seripta.  Amen’.
Bl.217b  Tafel  der  Herrschaft  der  12  Zeichen  des  Thierkreises.
B1.218  “Autoritates’  (librorum  Aristotelis),  im  Theol.  126  “Flores  parvi’
philosophiae  genannt;  Anfang  (Prolog  fehlt)  "Omnes  homines  naturaliter
seire  desiderant.  Sensus  visus  .  .,  Sellluss  fehlt.  Bl.226  Bruchstück
  eines  theol.  Commentars;  der  letzte  grössere  Abschnitt  beginnt
“Cirea  distinetionem  37  usque  ad  finem  libri,  in  quibus  magister
quaerit  de  lege  ewangelica  .  .”.

Auf  Bl.i  steht  “Liber  fratrum  minornm  in  Gottingen.  J.lI
(oder  11)’.  1859  von  Dr.  Weingärtner  geschenkt.

Theol.125  125Bl.  zu  171,  :12em  Pergament,  dann
(B1.30—125)  Papier  XV  Jahrh.
Bl.1b  “Sermones  domini  Rothomagensis  eardinalis’  (Petrus
Rogerius,  seit  1337  Cardinal,  1342  Pabst  Clemens  VD),  Anfang  der
1.  Predigt  t  (de  St.  Petro  et  Paulo):  Prineipes  populorum  congregati
        <pb n="373" />
        Theo1.124—  126  367

sunt  cum  deo  Abraham,  Ps.  46.  Videtur  michi.  Bl.60b  "Sermo
quem  fecit  dominus  Rothomagensis  coram  rege  Francie  et  eius
concilio  volente  auferre  iuris  dietionem  virorum  ecclesiasticorum’;
Anfang  "(Q)uia  Dns.  Petrus  de  Cuhems  (verschrieben  für  Cnigneriis)
pridie  proponendo’:  gehalten  in  Paris  1329,  vgl.  Oudin,  de  seriptoribus
ecelesiae  antiquis  III  Sp.  932.  Bl.75b  “Sermo  .  .  super  indietione
passagii.  Postulatur  autem  a  vobis..  (A)  me  decretum  est  .  .’

Die  Hs.  ist  Abschrift  eines  incorrecten  und  lückenhaften  Originals,
wie  der  Schreiber  selbst  öfter  bemerkt.  Aus  der  Göttinger
Gymnasialbibliothek;  vgl.  Zeit-  und  Geschichtbeschreibung  d.  St.
Göttingen  Buch  IV  S.180  und  cod.  Theol.71  BI.19.

Theol.126  1I+194  Bl.  (Bl.157  Perg.)  zu  30:21  em,  zum
Theil  durch  Feuchtigkeit  stark  beschädigt  zweispaltig  geschrieben  ;
von  verschiedenen  Händen,  die  Bl.2,  13b,  66b  (?),  91b,  98,  123,  146,
147  beginnen  roth  rubrieirtt  14/15  Jahrh.

Bl.2  ‘Lumen  anime.  Primum  cap.  de  amore:  Philosophus  in
li  vi°  animalıım  In  eunctis  quidem  mortuis  .  ..  Nicht  die  Bearbeitung
  des  Matthias  Farinator,  sondern  dasselbe  Werk,  wie  im
Theol.51  Bl.215  und  127  Bl.1,  aus  antiken,  mittelalterlichen  und
arabischen  Autoren  excerpirt.  Bl.66  “Explieit  lumen  anime  conseriptum
  ex  tribus  libris’.

Bl.66b  Jacobus  de  Cessolis,  liber  de  moribus  hominum  et  offieiis
nobilium  “Ego  fr.  Jacobus  de  Tessilonia  ord.  Praedicatorum  .  ..
Schluss  Bl.91  “Explieit  ludus  scakorum’.

Bl.91b  Alphabetisch  geordnete  Bibelsprüche  mit  Angabe  der

Stellen  "A  a  a  domine  deus  nescio  loqui  .  .  Abieiamus  opera  tenebrarum
  .  .';  mit  lat.  Worterklärungen.  Am  Sehluss  Bl.97b  “Explieinnt

  proverbia’.

B1.98  (Speculum  sapientiae  b.  Cirilli  ep.,  alias  Quadripartitus
apologeticus  vocatus).  Bl.98  Prolog  “Seeundum  Aristotelis’;  dann
Capitelverzeichniss.   B1.I8b  Anfang  “Vulpes  decrepita”.  Schluss
B1.122b  “Explieit  brevis  tractatulus  quadripartitum  morale  intitulatns
pulcherrimus”.  Grässe  in  der  Bibliothek  d.  litt.  Ver.  in  Stuttgart
n.148  (1880)  5.285  kennt  diese  Hs.  nicht.

Bl.123—-145  “Avianus  et  Aesopus’  (so  auf  Bl.1  bezeichnet):
zwei  seltene  Fabelsammlungen,  die  in  Theol.  140  wiederkehren.
Bl.123  “Rustieca  quedam  habuit  ..  ,  im  Theol.140  B1.66  als  “liber  fabularum
  Aviani’  bezeiclinet;  vgl.  Hervieux,  les  fabulistes  lat.,  IIT(1893)
p.171;  von  den  Fabeln  jener  Hs.  Theol.140  (vgl.  Hervieux  I  599)
finden  sich  hier  n.1—14,  dann  (Bl.125)  n.26.  31.  32.  35.  36.  33.  34.
40.  42,  (Bl.126)  n.15.  16.  17.  Bl.126b  Acsopus  (Romulus)  =
Theol.  140  Bl.37;  Prolog  “Graceia  diseiplinarum’,  Werk  “Gallus  dum
escas”.  Von  den  bei  Iervienx  IL  498  gedruckten  Fabeln  finden  sich
hier  n.1—-35.  37—64.  71.  65--70.  72.  73.  75—97.  121.  122.  124.
126—130.  133.  134.  136.  100—102.  104.  107.  111.  116.  120.  Weder
Oesterley  (Romulus  8.31)  noch  Hervieux  TI  (1884)  haben  diese  Hft  benützt.
  Auf  den  Rändern  von  Bl.123—127  steht  ein  Commentar,  der
aber  durch  Feuchtigkeit  zum  grossen  "Theil  unleserlieh  geworden  ist.

Bl.146b  Stammbaum  der  Künste.   BI.147  Flores  parvi  (philosophiae),
  Excerpte  aus  den  Büchern  des  Aristoteles  (nach  der
        <pb n="374" />
        368  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Ordnung  der  Bücher)  und  aus  andern  (aueh  in  Münehen  Clm  15136  B1.234
und  15567  Bl.1).  Anfang  "Cum  omnem  nostrum  appetitum  movere...
Omnes  bomines  naturaliter”  (vgl.  Theol.124  B1.218);  Sehluss  B1.188
“Et  in  hoe  sit  finis  autoritatum  communi  breviorum  et  ut  pote  pro
parte  utiliorum  quam  plurimorum  librorum  physiee  loyeeque  Aristotelis
  ...  nee  non  quorundam  aliorum,  Platonis  videlicet  et  Boecii,
Senece,  Porphirii  ac  Apulei...,  earum  delectacio  et  utilitas  occasionem
eis  dat  vocandi  flores,  et  quod  quantitatis  sunt  non  magne  pereipiant
eciam  nomen  parvorum’.  Am  Rande  und  zwischen  den  Zeilen
vielfach  Commentar.  B1.189—194  Commentar  zu  Aristoteles’  Ethik.

Auf  Bl.1  steht  “Istum  librum  legavit  düs  Johannes  Krage  plebanus
eecl.  s.  Bartolomei  ad  librariam  ecel.  s.  Johannis  (in  Göttingen)  a.  d.
millesimo  quingentesimo  primo  altera  die  nativ.  Joh.  Bapt.”.  1809
von  Spangenberg  geschenkt;  vgl.  dessen  Brief  Bl.L

Theol.127  253  Bl.  zu  50'1/,:21'/,cm  zweispaltig  geschrieben,
  wohl  alles  von  einer  Hand,  doeh  in  wechselnder  Schrift
und  mit  verschiedener  Dinte  geschrieben;  zum  Theil  roth  rnbrieirt
1474/81

Bl.1  “Philosophus  in  Iibro  VI  animalium  in  eunctis  .  .:  der  Anfang
  des  Lumen  animae  (=  Tlıeol.126  Bl.1—  25a).  Auf  Bl.1
steht  “(Seri)psi  ego  Rodolphus  montis  Sti  Georgi...  1481  confirmatus
ipsa  die  Gertrudis’  (vgl.  Bl.219).

Bl.12  Deelaratio  Missae  (vgl.  Luneb.15  Bl.124):  Widmung
“Venerandi  patres  et  domini.  Cogitanti  michi  erebrius  .  .  quid  utilitatis
  pro  felici  ineremento  novelle  plantationis  illustrium  prineipum
dn.  marchionum  Misenensium  .  .  nostre  universitatis  Lipsensis  facere
possem  .  ..  Bl.12b  Prolog  “Ad  honorem  igitur  benedicte  et  individue
  trinitatis  ...  in  tres  libros  divido.  ..   Bl.13b  Buch  I‘Cap.1
tangens  eausas  quare  theologia  saera  sit  studenda:  Quantum  ad  primum
  .  ..  Bl42b  Buch  U;  B1l.77b  beginnt  Traet.  3  Kapitel  3  ‘De
eanone’,  das  nicht  zu  Ende  geführt  ist  (es  fehlen  dann  noeh  Cap.4
und  5  sowie  das  ganze  dritte  Buch),  Nach  Bl.116  sind  3  Bl.  leer
geblieben.

Bl.117b  Die  Anfänge  der  Psalmen.  DBl.118  Summarium  Biblicum
  (des  Alexander  de  Villa  Dei;  vgl.  Fabrieius,  Bibl.  lat.I  1858
S.64)  in  220  Hexametern  (Gedächtnissversen),  zum  Theil  mit  kurzem
Commentar;  vgl.  Luneb.16  Bl.l.

B1l.127b—253  Predigten,  darunter:   Bl.131  (—158?)  Sermones
de  tempore  “Dieite  filie  Sion:  Eece  rex  tuus  .  ..  Epistula  manifeste
cum  ewangelio  econcordat.  .;  in  München  Clm  9594a  Bl.160  ist  eine
ebenso  beginnende  Sammlung  bezeiehnet  “Ineipit  Mendicus’.
Bl.167  Diseipulus  (Joh.  Herolt),  Sermones  dominicales  super  epistolas
  (auch  in  München  Clm  15182  Bl.235):  “Fratres  scientes  quia  hora
est  jam  .  .  Hora  est  jam  nos  de  sompno  surgere.  Cirea  initinm
Diseipuli  super  epistulas  dominicales  verba  proposita  assumuntur
originaliter  .  ,  bis  zu  n0.50  gezählt,  doeh  stehen  (Bl.201)  zwischen
n0.39  und  46  nur  2  Predigten.  Schluss  Bl.219  “Explieit  Discipulus
super  epistulas  dominieales  per  me  Rodolphum  Becker  canonieum
regularem  monasterii  8.  Georgii  a.  d.  M°ccec°  Ixxiilj°  ipsa  die  Agnetis’,
  Bl.220  Predigten  über  die  Sonntagsepisteln  von  Ostern  bis
        <pb n="375" />
        Theo01.127  —129  369

zum  24  Sonntage  nach  Pfingsten  “Expurgate  vetus  fermentum  ..
Ista  epist.  seribitur  primo  Corinteorum  quinto  et  legitur  ..  ’,  und
Bl.253b  Predigt  auf  den  ersten  Advent  "Scientes  quia  hora  est...
Epistula  seribitur  ad  Rom.  13°  et  saneta  mater  ecclesia  .  ,  die
unten  auf  der  Seite  abbricht.

Auf  B1.201  sind  als  Übersetzung  einige  niederdeutsche  Worte
zugefügt.

1786  aus  der  Bibliothek  A.  J.  von  der  Hardt’s  erkauft

Theol.123  416  Bl.  zu  301/,  :20!/,;,  cm  in  2  Spalten  geschrieben
  15  Jahrh.  rothe,  hier  und  da  mit  blau  verzierte  Initialen
  DBl.1a  jetzt  fast  ganz  unleserlich

Petrus  de  Candia  (der  spätere  Papst  Alexander  V;  vgl.  Wadding,
Seriptor.  Ord.  Minor.  p.6;  Oudin,  Comment.  de  scriptor.  ecel.  antiquis
  III  1141),  Leetura  super  IV  libros  sententiarum.  Bl.  327  (vor
dem  3  Buch  der  Sententiae)  steht  die  Unterschrift  “Explieiunt  quatuor
  prineipia  venerabilis  magistri  Petri  de  Candia  cum  aliquibus
questionibus’,  welche  sich  wahrscheinlich  auf  Bl.  307  b—327  mit  dem
Anfange  “Stetit  ante  me  in  veste  candida  .  ..  Venerabiles  patres  ...
ut  in  prineipio  declaratum’  beziehen.  Bl.416b  Explicit  lectura
super  sententias  (Petri  Lombardi)  venerabilis  magistri  fratris  Petri
de  Candia  ordinis  minorum  a.  domini  1350  compilata  tempore  quo
Parisius  legebat  sententias,  quam  de  verbo  ad  verbum  ut  iacet  suis
scolaribus  in  scolis  antedieti  ordinis  perlegebat,  cui  deus  pro  labore
solacium  tribuat  et  refrigerium  caritatis.

1816  aus  der  Schulbibliothek  zu  Hildesheim  überwiesen;  vgl.
Theol.  120.

.  Theol.129  I-+  314  Bl.  zu  20!,),:14cm  rothe  und  blaue
Überschriften,  rothe  Initialen  um  1514

Schriften  des  Jacobus  Carthusiensis  (zum  grossen  Theil  ungedruckt).


Bl.1  Traetatus  doctoris  Jacobi  Carthusiensis  de  malo  seculi
“Organo  apostolicae  vocis’;  vgl.  cod.  Luneb.  40  B1.27.

Bl.101  Traectatus  ven.  doctoris  Jacobi  Cartliusiensis  in  quo  applicat
  septem  sigilla  apocalipsis  ad  status  mundi  “Recumbens  olim
super  duleissimum  pectus’.  Am  Ende  (Bl.138b):  Tetrastichon  in
opus  de  7  sigillis  “Qui  veteris  mundi”  (diese  und  ähnliche  Verse
über  einzelne  Schriften  des  Jacobus  rühren  wohl  durchweg  von  dem
Theoderieus  monachus  her,  der  cod.  Theol.131  Bl.2,  11;  theol.132
Bl.1b,  141  genannt  ist).  Es  findet  sich  dieser  Traetat,  von  dem
nur  der  zweite  Theil  (Bl.121  “Sequitur  seeunda  pars  eiusdem  tractatus”)
  in  Chr.  W.  F.  Walch’s  Monimenta  medii  acvi  II  S.23ff.  gedruckt
ist,  auch  cod.  Thcol.134  Bl.9,  wo  er  den  Titel  führt  “De  septem
statibus  mundi’  und  wo  der  zweite  Theil  überschrieben  ist  “De
septem  statibus  ecelesie  in  apocalipsi  deseriptis  ct  de  auctoritate
ecelesie  et  eius  reformatione  1449”.

B1.139  De  sanetifieatione  sabbatı  circa  molendina  "Quoniam  circa
observaneiam’;  am  Ende  (Bl.145)  “Currente  a.  d.  1448  per  magistrum
Jacobum  in  theologia  editus  ete..  Vgl.  cod.  Theol.134  B1.SO  und
besonders  cod.  Thcol.119  Bl.131.

24
        <pb n="376" />
        370  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.145  Sequuntur  Addiciones  de  inchoatione  festorum  et  de  vectoribus
  “Cum  animadverterem  inter  quosdam’.  Am  Schluss  “A.d.
1451  auctorisante  .  .  Nycolao  papa  quinto  ete.  editor  horum  doctor
Jacobus  Cartusiensis”.  Vgl.  cod.  Theol.  134  Bl.83  und  cod.  Theol.119
Bl.  135.

Bl.151  De  erroribus  et  moribus  Christianorum  "Spiritus  sanctus
per  organum  divini  prophete  Jeremie’;  schon  1488  gedruckt  “In
Cesarea  civitate  Lubicensi”  (in  Göttingen,  fehlt  bei  Hain).  In  der
Hs.  geht  voran  (Bl.150)  Exastichon  ad  lectorem  “Flebilibus  lector’;
am  Ende  (Bl.209)  steht  “Faustus  adest  finis,  merces  sit  gratia  Christi’.

Bl.211  De  potestate  demonum,  arte  magica,  superstitionibus  et
illusionibus  eorundem  “Doctrinis  variis  et  peregrinis  nolite  abduci  .  .
Haec  doctrina  apostolica’.  Voran  Bl.210:  In  tractatum  de  divinationibus
  demonum  tetrastichon  "Ne  eircumveniat  te”.  Vgl.  cod.
Theol.119  B1.267,  Theol.134  B1.55  und  cod.  Luneb.  40  BI1.178.

B1.267  Tractatus  de  apparitionibus  animarun  post  exitum  earum
a  corporibus  et  de  earundem  receptaculis  editus  in  Erfordia  ab  excellentissimo
  viro  Jacobo  de  Jutterbuck  ordinis  Carthusiensis  pagine
(sacre  um  Rande  nachgefügt)  professore  doctissimo  "Rogamus  vos  ne
terreamini’.  Vgl.  cod.  Theol.119  B1l.318  und  Cod.  lat.  monac.9105
Bl.  141.  Schon  im  15  Jahrh.  unter  dem  Titel  “Tractatus  ...  de
animabus  exutis  a  corporibus  .  .'  öfter  gedruckt  (vgl.  Hain  n.9345
bis  9351).  Am  Schluss  (Bl.298b):  Ogdoastichon  in  librum  dni.  Ja.
de  apparitionibus  animarum  “Quisquis  rite  cupit’.

Bl.299  Ein  Tractat  (de  gratia)  ohne  Überschrift,  Anfang  “Sciendum
  quod  gratia  secundum  Thomam  est  quaedam  participatio”.

Bl.T  steht  “Liber  monasterii  sancti  Johannis  baptiste  in  veteri
Ultzen  Verdensis  dioc.;  vgl.  die  Beschreibung  von  cod.  Theol.  132
am  Ende.

.  The01.130   414Bl.  zu  201/),:14cm  rothe  und  blaue
Überschriften  um  1514

Liber  questionum  domini  doctoris  Jacobi  Cartusienss.  Anfang
des  Prologus  “In  nomine  domini  nostri  Jesu  Cristi  amen.  Ad  mandatum
  et  beneplacitum.  Bl.1  geht  voran  Ogdoastichon  in  librum
questionum  “Qui  eitus  ad  portum’.  Bl.403  “Notandum  est  quod
sequens  (precedens  übergeschrieben)  liber  conpilatus  est  a  venerabili
doctore  Jacobo  Carthusiense  in  Erford  qui  floruit  circa  annum  a
nativitate  domini  1460  et  distinguitur  in  29  questiones..’;  es  folgen
Indices.  Unter  andrem  Titel  steht  die  Schrift  im  cod.  Theol.  134  BI1.86.

Bl.1  steht  “Liber  monasterii  sancti  Johannis  in  veteri  Ultzen’;
vgl.  die  Beschreibung  von  cod.  Theol.132  am  Ende.

Theol.131  253  Bl.  zu  20!/,:14cm  rothe  Überschriften
und  Initialen  um  1514  von  verschiedenen  Händen  geschrieben

Schriften  des  Jacobus  Carthusiensis  (zum  grössten  Theil  ungedruckt).


Bl.2  Apologeticus  religiosorum  doctoris  Jacobi  Carthusiensis.  Prolog
“Paulus  egregius  divini  verbi  relator”.  Am  Schluss  der  Schrift

(Bl.10b)  “Et  sie  est  finis,  sit  laus  et  gloria  trinis  |  Nec  non  devoto
qui  eudit  seripta  Jacobo.  |  Anno  milleno  quingenteno  quoque  deno  |
        <pb n="377" />
        Theo1l.129  —  132  371

Hos  praeter  tacitus  dum  quartus  labitur  annus.  |  Et  liber  est  claustri
vetus  Ulsen  rite  vocari  |  Quod  solet  a  populis  illius  honore  Joannis  |
Fundati,  fuidis  qui  Christum  lavit  in  undis”.  Voran  (bl.2)  von
andrer  Hand:  Distychon  fr.  Theoderici  ordinis  s.  Benedieti  in
sequentem  tractatum  “Ne  vos  claustrales”.

Bl.11  Tractatus  doctoris  Jacobi  Carthusiensis  de  oceultis  peccatorum
  vulneribus  “David  regius  propheta  licet  multorum’.  Voran
(Bl.11)  von  anderer  Hand:  Tetrastichon  in  liprum  Theoderieci  “Hic
sapiens  medicus’.

Bl.62  Traetatus  doctoris  Jacobi  de  arte  curandi  vitia  tam  quo  ad
alios  quam  ad  se  ipsum  “Isaac  sanctus  patriarcha  olim  legitur”.
Voran  (Bl.62)  von  anderer  Hand  "Pastores  anime’,  3  Disticha.
Einen  Druck  dieses  Tractats  führt  an  Hain  n.9337.

B1.87  De  profectu  in  vita  spirituali  tractatus  eiusdem  Jacobi
Cartusiensis  “Spiritualis  vir  omnia  diiudicans’.

B1.98  Solutiones  quorundam  dubiorum  et  prineipaliter  de  anno
iubileo  “Visum  est  quibusdam  devotis”.  Schluss  “Haec  mihi  visa
sunt  sine  praeiudicio  aliorum.  currente  a.  d.  1449”.

Bl.106b  Tractatus  eiusdem  de  cognitione  eventuum  futurorum  vel
influxu  “Spiritus  sanctus  per  organum  suum  seilicet  Amos  prophetam’.

Bl.134  Tractatus  eiusdem  de  causis  multarum  passionum  et  de
remediis  earundem,  item  eciam  intitulatur  de  bono  morali  “Cum
effrenatam  et  numerosam  hominum  multitudinem’.  Am  Ende  (Bl.169b)
“A.  d.  1452  autorizante  .  .  Nicolao  papa  quinto  praedietus  tractatus
fuit  editus’.  Der  Tractat  ist  durchaus  verschieden  von  der  den,
gleichen  Titel  führenden  Schrift  des  Jacobus,  die  im  cod.  Theol.119
Bl.133ff.  enthalten  und  in  B.  Pez’  Bibliotheca  ascetica  VII  389  ff.  abgedruckt
  ist,  dagegen  wohl  identisch  mit  dem  von  H.  Kellner  in  der
Tübinger  Theologischen  Quartalschrift  1866  S.322  unter  n.10  erwähnten
  Tractat  “De  bono  morali’  einer  Freiburger  Handschrift.

Bl.170  Tractatus  doctoris  Jacobi  de  cautelis  diversorum  statuum.
Anfang  des  Prologus  “Vas  electionis  Paulus  dum  adhuc'.  Am
Schluss  (B1.220)  “  Explieit  tractatus  ven.  doctoris  Jacobi  Chartusiensis
compilatus  a.  d.  M°CCCC°C  (?)  (dann  ist  etwas  Platz  frei  gelassen)
tempore  Calixti  papae  Tertii  pontificatus  sui  anno  primo’  (d.h.  also
im  Jahr  1455).

Bl.220  Tractatus  eiusdem  Jacobi  Cartusiensis  qui  dieitur  igniculus
devotionis  (sive  de  sterilitate  anime  fügt  eine  andre  Hund  hinzu)
“Dormitavit  anima  mea’.  (BI1.236—239  sind  später  eingeschoben).

B1.250b  (von  jüngerer  Hand)  “Hace  quae  sequuntur  fuerunt  omissa
in  tractatu  supra  (Bl.70)  qui  intitulatur  de  arte  curandi  vieia..  ..

Über  Herkunft  der  Hs.  vgl.  die  Beschreibung  von  cod.  Theol.132
am  Ende.

Theol.132  300  Bl.  zu  201/,:14  em  rothe  Überschriften
und  Initialen  um  1514
Schriften  des  Jacobus  Cartlhusiensis  (meist  ungedruckt).
Bl.2  Quotlibetum  statuum  humanorum  Jacobi  Cartusiensis.  Anfang
  des  Prologus  “Ezechiel  sanctus  dei  propheta  in  saera  visione’.
Vgl.  Theol.133  B1l.I  und  Luneb.  40  B1.128;  einen  alten  Druck  führt
au  Hain  n.9335.   Voran  (Bl.1b):  Epigramma  Theoderieci  monachi
ad  lectorem  “Quisquis  in  ecelesia  lotus”.
24%
        <pb n="378" />
        372  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.128b  Tractatus  doetoris  Jacobi  Carthusiensis  ordinis  de  statu
securiori  incedendi  in  hac  vita  “Istis  nostris  infaustis  diebus”.
Vgl.  n.1147  der  Hss.  in  Brüssel.  Am  Ende  ‘.  .  scripsi  a.  d.  1450
Nicolao  V  papa  autorisante  Doctor  Jacobus  in  Cartusia”.  Voran
(B1.128)  “Turgida  vesani  salvus’,  2  Disticha.

Bl.142  Speculum  de  restitutionibus  “Attollens  mentis  oculos  in
latissimum  alveum  totius  orbis’.  Am  Ende  (Bl.299b)  “Currente
a.  d.  1450.  apicem  summi  apostolatus  gubernante  Nicolao  quinto”.
Dann  “Aspiratus  adest  finis.  leetor  mihi  dones  |  Invisus  calamo  si  se
commiscuit  error’.  Voran  (Bl.141):  Tetrastichon  ad  lectorem  fr.
Theoderici  ‘Fur  raptor’.

Bl.300  von  jüngerer  Hand  Index  der  Capitula.

Bl.1  steht  “Liber  monasterii  sancti  Johannis  baptiste  in  veteri
Ultzen’.  Die  Hs.  gehört  eng  zusammen  mit  codd.  Theol.  129—131.
Diese  4  Handschriften,  die  gleiches  Format  haben  und  zum  Theil
von  denselben  Händen  geschrieben  sind,  sind  angefertigt  in  dem
Kloster  “Vetus  Ultzen’,  d.  i.  Oldenstadt  in  der  Nähe  des  heutigen
Ulzen  (vgl.  K.  Janicke,  Gesch.  d.  Stadt  Uelzen,  1889,  S.1ff).  Sie  sind
alle  um  dieselbe  Zeit  geschrieben;  eine  Subscriptio  in  cod.  Theol.131
(Bl.10b)  giebt  das  Jahr  1514  an.  Die  Hss.  blieben  dann  eine
Zeit  lang  in  jenem  Kloster,  vgl.  die  Aufschriften  auf  den  ersten
Blättern  von  codd.  Theol.129,  130  und  132.  Nach  Göttingen  kamen
sie  1786  aus  der  Bibliothek  von  A.  J.  v.d.  Hardt  in  Helmstedt.

Theol.133  I+158Bl.  zu  304,:21  em  rothe  Überschriften
  in  2  Spalten  geschrieben  15  Jahrh.

Schriften  des  Jacobus  Carthusiensis  (meist  ungedruckt).
Bl.I(Quodlibetum  statnuum  humanorum.)  Vgl.  Theol.132  Bl.2.
Am  Schluss  (B1.78)  “Anno  dominice  incarnationis  1452  autorizante...

Nicolao  ...  papa  .  !.

Bl.78b  Ineipit  tractatus  de  statu  personarum  ecclesiasticarum
“Osyas  rex  sanetus  iuda  divine  legis”.

Bl.144b  (ob  von  Jac.  Carthı.?)  De  contractu  revendicionis  et
reemptionis  sub  pacto  duplex  positio  “"Fama  referente  non  sumitur
in  quibusdam  terris’;  vgl.  Cod.  lat.  Monac.  3596  BI1.264.  Hierauf
Bi.150  des  Jacobus  Traetat  De  eontractibus  reemptionum  eic.  “Post
multiplicia  insignium’;  vgl.  cod.  Theol.119  Bl.174.

Bl.158  von  jüngerer  Hand  “A.  d.  1552  18  die  Junii  Matthias  Flacius
Ilyrieus  ...  Onoltzbachii  nobiscum  fuit.  altero  die  post,  quo  Norimberga
  obsidione  soluta  est,  rursus  abiit”.  Die  Hs.  kam  nach  Göttingen
1786  aus  der  Bibliothek  A.  J.  v.  d.  Hardt’s.

The01.134  274  Bl.  zu  301/,  :  21'!/,  cm  rothe  Überschriften
und  Initialen  bald  1,  bald  2  Spalten  von  verschiedenen  Händen
geschrieben  zum  Theil  a.1473  alter  mit  gepresstem  Leder  überzogener
  Holzband

-  Schriften  des  Jacobus  Carthusiensis  und  Johann  Nider  (fast
alle  ungedruckt).

Bl.1  Traetatus  magistri  Jacobi  Cartusiensis  de  negligentia  praelatorum
  “Quis  dabit  capiti  meo  aquam  .  .  In  istis  verbis  Jeremias
spiritu  prophetico  mystice  deplorat’”.  Gedruckt  in  Walch’s  Monimenta
        <pb n="379" />
        The01.132  —135  373

medii  aevi  ll  2  S.67  ff.  Am  Schluss  (Bl.8):  Pentastichon  ad  lectorem
  “Quisquis  nephande  und:  Item  tetrastichon  alterius  fratris  in
precedentem  tractatum  “Ut  tu  grexque  tuus”.

Bl,9  Traetatus  doctoris  Jacobi  Carthusiensis  intitulatus  de  septem
statibus  mundi  “Recumbens  olim  super  duleissimum’.  Am  Schluss
(Bl.25b)  "Editus  est  hie  tractatus  a.  d.  1449  auctorisante  .  .  Nicolao
papa  quinto”.  Vgl.  cod.  Theol.129  B1.101.

Bl.26  Traetatus  ven.  doctoris  Jacobi  Charthusiensis  de  causis
deviacionis  religiosorum  ac  remediis  necnon  qualitate  susceipiendorum
ad  religionem  “Novit  ille  quem  cordis  secreta  non  latent”.

Bl.32  “In  materia  hostiarum  transformatarum  .  .:  des  Jacobus
Traectat  De  concertatione  super  cruore  in  Wilsnak;  vgl.  cod.  Theol.  119
BIl.201.

Bl.38b  “Tractatus  de  serupulosis  eirca  regulam  sancti  Benedicti
per  .  .  Jacobum  Carthusiensem  .  .  editus  a.  d.  1454  in  Erfordia  "Quadam
  die  cum  venissent  filii  dei’.

Bl.41  Traectatus  eiusdem  contra  instabiles  “(V)ideor  mihi  ut  certum
accepi’;,  am  Schluss  “Explieit  tractatus  .  .  Jacobi  Carthusiensis  in
Erfordia  .  .  de  transitu  a  monasterio  ad  monasterium’.

Bl.42  Traetatus  doctoris  Jacobi  Carthusiensis  de  arte  bene  moriendi
  “"Omnes  morimur’  (Cod.  lat.  Mon.15181  Bl.178);  einen  alten
Druck  verzeichnet  Hain  n.9339.

Bl.55  Traectatus  de  potestate  demonum,  arte  magica  e£c.,  vgl.  cod.
Theol.  119  B1.267,  129  Bl.211,  Luneb.40  B1.178.  Hier  am  Schluss  Bl.74
‘A.d.1452  autorisante  domino  nostro  Nicolao  pape  quarto  (!)  supradietus
tractatus  .  .  conscriptus  est  et  editus  a  Jacobo  Carthusiensi’.

Bl.77  De  celebracione  missarum  pro  animabus  ‘“Filia  euiusdam
laici  nuper  defuncta’;  unter  dem  Titel  “Jacobus  C.  de  valore  et  utilitate
  missarum’  gedruckt,  vgl.  Hain  n.9341.

Bl.80  Jacobus  Carthusiensis,  De  sanctificatione  sabbati  circa  molendina,
  und  B1.83  Addieiones  de  inchoatione  festorum  et  de  vectoribus;
  mit  denselben  Unterschriften  wie  in  cod.  Theol.129  B1l.139  ft.
und  145  ff.

Bl.86  Soluciones  diversorum  dubiorum  domini  doctoris  Jacobi
Poloni  Carthusiensis  ordinis:  dieselbe  Schrift,  die  cod.  Luneb.36  und
unter  anderm  Titel  der  cod.  Theol.130  enthält.

Bl.195  "Rogatus  sum  a  te  pater  mi,  qui  reformacionis  officio  in
tuo  collapso  ordine  insistis  .  .‘,  am  Schluss  (B1.273)  “Explieit  tractatus
  Johannis  Nyder  de  reformatione  status  cenobitiei,  finitus  ad
dei  laudem  et  honorem  per  me  Johannem  Klar  in  Ebbek.  scolar.
anno  domini  1473  altera  die  Blasii  .  ..  Vgl.  Cod.  lat.  Monac.  5829
Bl.115  und  Cod.  lat.  Monac.8183  Bl.1.

Bl.273b  (später  hinzugefügt)  “°O  Her  Jesu  Christe  wy  bidden  di’,
Gebet  in  niederdeutscher  Sprache.

1786  aus  der  Bibliothek  A.J.  v.  d.  Hardt's.

The0l.1355  113Bl.  zu  30:21cm  2Spalten  15  Jahrh.

Antonius  de  Bitonto,  Dialogus  vel  quadragesimale  de  vitiis.
Gedruckt  als  Sermones  quadragesimales  dde  vitiis;  vgl.  Hain,  Repert.
8223.  Wie  in  dem  Drucke  gehn  auch  im  der  Is.  voran  die
4  Schreiben,  die  sich  darstellen  als  gewechselt  zwischen  Antonius
        <pb n="380" />
        974  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

und  dem  Religiosissimus  Princeps  (Guidantonius  Urbini  ac  Durantis
comes).  Mit  dem  ersten  derselben  (Anfang  “Dubitari  a  quibusdam
sepe  numero’,  in  welchem  die  Frage  cur  deus  humanam  naturam
peccabilem  fecit”  behandelt  wird,  ist  wohl  der  von  Mazzuchelli,
Serittori  d’Italia  II  1287  unter  n.VII  als  selbständiges  Werk  angeführte
  Traetat  identisch.  Der  letzte  der  Sermones  (Bl.100  Anfang
“O  vos  omnes  qui  transitis  per  viam’)  trägt  als  besondere  Überschrift
den  Titel  “Ineipit  ‚passio  domini  nostri  Jesu  Christi  eiusdem  fratris
Anthoni  Bittontini”  (vgl.  Mazzuchelli  1288  n.IX,  dessen  Vermuthung,
der  Tractat  gehöre  zu  den  Fastenpredigten,  also  richtig  ist).

Die  Hs.  wurde  des  schadhaften  Einbandes  wegen  von  dem  1816
aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesenen  Cod.  Jurid.161
losgelöst.

The0l.136  Pergam.  104Bl.  zu  25:17  cm  zu  Anfang
der  einzelnen  Bücher  und  des  Prooemiums  ‚grössere  reichverzierte
Initialen  in  bunten  Farben  und  Gold  sowie  Überschriften  mit  Goldbuchstaben;
  Bl.1  ausserdem  von  einem  mit  Amoretten,  Vögeln  u.  dgl.
ausgeschmiückten  Ornamentrahmen  umgeben,  dessen  untere  Leiste  in
der  Mitte  ein  Wappen  (2  Felder  mit  je  3  goldenen  Lilien,  2  mit  je
1  weissen  Adler)  zeigt  1450  in  Florenz  geschrieben  (Humanistenschrift)


Ad  Nicolaum  papam  quintum  Poggii  Florentini  de  varietate  fortune.
  DBl.1  Proheminm,  Bl.3  Liber],  Bl.26b  LiberlI,  Bl.55b  LiberlIl,
Bl.81b  LiberIV..  Am  Schluss  (Bl.  104)  "Poggü  Florentini  de  varietate
  fortune  libri  quatiuor  expliciunt.  seripti  per  me  Gherardum
Johannis  Ciriagi  civem  et  notarıum  Florentinum  de  annol450  die
17  Junii’.

Die  Hs.,  welche  oft  besser  ist  als  der  ebenfalls  1450  geschriebene
cod.  Ottobonianus,  aus  dem  die  Schrift  1723  von  J.  O.  Rhodiginus
zum  ersten  Male  ganz  veröffentlicht  wurde,  gehörte  dem  Dr.  med.
G.  E.  Barnstorf  in  Göttingen,  der  sie  (vor  1725,  vgl.  Theol.137)  aus
Italien  mitbrachte  und  auf  dem  ersten  Vorsetzblatt  1750  seinen
Namen  eingezeichnet  hat.  Aus  seinem  Besitz  erwarb  sie  die  Bibliothek
1756;  vgl.  die  Eintragung  J.  W.  Feuerlein’s  auf  dem  zweiten  Vorsetzblatt.


The01l.137  9Bl.  zu  191,:16  cm  1725

Poggius,  De  varietate  fortunae:  Collation  der  Hs.  Theol.136
mit  der  Ausgabe  des  J.  O.  Rhodiginus  (Lut.  Par.  1723),  dabei  hier
und  da  Coniecturen.  Alles  °1725°  geschrieben  von  J.  M.  Gesner.

Theol.138  306  Bl.  zu  31!/,:21'!%,  cm  zum  Theil  mit
rothen  Initialen  2Spalten  von  verschiedenen  Händen  geschrieben
1467  alter  mit  Leder  bezogener  Holzband

Lectura  doctoris  egregi  fratris  Nycolay  Takeman  circa  (Petri
Lombardi)  sententiarum  librosI—IlI  (Titel  nach  der  Subseriptio  auf
B1.100  am  Ende  von  Buchl).  Anfang  "Cupientes  aliquid  de  penuria

Liber  ille  sententiarum  dividitur  in  tres  partes”.  Am  Schluss
(BI.  306)  "Et  sie  est  finis  huius  opusculi  per  me  Hermannum  Yulpis
dietum  de  Steynnach  sub  a.  d.1467  septima  die  mensis  Mareii.
        <pb n="381" />
        Theo1.136  —  140  375

Am  Einband  liturg.  Pergamentfragmente  mit  Noten  und  ein  deutscher
Brief  an  einen  Borgermester  (15  Jahrh.).
1816  aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesen.

The0ol.139  III-+251  +26  Bl.  zu  29'/,:21  cm  rothe
Initialen  meist  in  2  Spalten  von  Verschiedenen  geschrieben  im
15  Jahrh.  alter  mit  gepresstem  Leder  überzogener  Holzband,  einst
mit  Buckeln  und  Schliessen,  auf  der  Innenseite  beklebt  mit  Pergamentblättern
  (Liturgie  mit  Noten,  XIV  Jahrh.)  die  Ränder  sind  modrig

Bl.  1—169und  171—  250  “Distincetiones  magistri  Grönert’  (Groinert,
Gromert?):  theologischen  Inhalts  und  alphabetisch  geordnet.  Anfang
des  ersten  Artikels  “Abissus  sunt  peccata  mea,  quia  inconprehensibilia
sunt’,  Anfang  des  letzten  “Zelus  in  sacra  scriptura  quinque  modis”.
Weder  Verfasser  noch  Werk  gelang  es  sonst  nachzuweisen.
Bl.169b  (später  nachgetragen)  Omelia  beati  Ambrosii  episcopi  "In
illo  tempore  ait  Maria:  magnificat  anima  mea”.

Bl.1—26  (zwischen  Bl.170  und  171  der  Distinetionen)  “Nomine
Floretus  liber  ineipit  .  :  mit  vielen  Erklärungen  zwischen  den
Versen  und  am  Rande.  Alte  Drucke  des  Gedichts  unter  dem
Namen  des  Bernhard  von  Clairvauıx  bei  Hain,  Repert.2912—  2917.
Vor  dem  Beginn  des  Gedichts  ist  eingeklebt  das  Schreiben  eines
früheren  Besitzers  der  Hs.  (aus  dem  18  Jahrh.)  mit  litterargeschichtlichen
  Notizen  über  das  Gedicht,  seinen  Verfasser  etc.

Bl.I  steht  “Liber  sancti  Thome  in  Bursfeldia”.  Dann  ‘Pro
Anastasio  Engelharto  Brenll  Leuchtenaviensi  Hesso  a.  Chr.1635  ex
donatione  Martini  Albrechts  Civis  L!.

Theol.140  271  Bl.zu  29:21cm  zweispaltig  geschrieben,
von  verschiedenen  Händen,  die  Bl.1,  36,  74,  77,  84,  217,  240,  248,
(-84),  260  (-240)  beginnen  zum  Theil  roth  rubrieirt  15  Jahrh.

&amp;gt;

Bl.1  “Ineipiunt  Gesta  Romanorum,  et  primo  de  milite  .  .’;
den  Inhalt  dieses  Theiles  der  Hs.  verzeichnet  H.  Oesterley  in  seiner
Ausgabe  (1872)  S.9.

Bl.36—73  Dieselben  beiden  Fabelsammlungen,  wie  in
Theol.  126:  Bl.36  “Registrum  Esopi  in  librum  fabularum’;  B1.37
“Registrum  fabularum  Aviani’.  Bl.37  "Prologus  Esopi.  .:  Greeia
diseiplinarum  .  ?,  der  Text  in  135  (statt  134)  gezählten  Capiteln  beginnt
  “Gallus  dum’;  vgl.  Theol.126  Bl.126b.  BI.60b  steht  (mach
cap.111)  “Hactenus  Esopus,  quod  sequitur  addidit  rex  Affrus’.  Schluss
Bl.65b  ‘Explicit  liber  fabularum,  quas  Esopus  Grecus  homo  ingeniosus
studiosecollegit’.  Oesterley,  Romulus(1870)besprichtS.XXXI-  XXXV
diese  Hs.  und  druckt  S.88—-121  viele  Stücke  daraus  ab.  Vgl.  auch
Hervieux,  les  fabulistes  latins  I  598;  von  der  bei  Hervieux  II  498
gedruckten  Sammlung  fehlt  hier  n.7und  n.60.   B1.66  “Liber  fabularum
Aviani’  in  42  gezählten  Capiteln,  Anfang  "Rustieca  quedam’;  vgl.
Theol.126  Bl.123.  Schluss  Bl.73  "Et  cetera.  Et  sie  est  finis  sit
laus  ct  gloria  trinis.  Die  Sammlung  druckt  Hervieux  IIL  1893,
S.319ff  nach  dieser  Hft  ab.

Bl.74  “Domum  tuam  decet  sanctitudo  ...  Verba  proposita  pro
nostra  edificatione  possunt  duplieiter  exponi  .  ..

Bl.77  “Ineipit  Stella  Clerieorum:  Quasi  stella  .  .  (=  Theol.  102
        <pb n="382" />
        376  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.166b)  Schluss  “est  iacere  ete.  (in  dem  Drucke  Lyptzck  1494  auf
Bl.b  B6  oben).  Die  Hs.  weicht  zuweilen  von  den  Drucken  ab;
ihre  Schlussworte  finden  sich  im  Theol.102  auf  Bl.174b,  es  folgt
dort  noch  ein  Absatz  “Item  debet  esse  festina  confessio  .  ..

Bl.84  (Johannes  Gobii,  Scala  coeli),  Anfang  ohne  Prolog  “Abstinentia
  multa  bona  facit.  Primo  enim  faciat  (l.  satiat).  Legitur  in
vitas  patrum’;  vgl.  Quetif-Echard,  Scriptores  Ord.  Praed.  I  (1719)
633.  Bl.215  Mirakel  an  dem  hl.  Sacrament  in  Waterlere  (  Wasserleben)
  "In  nomine  domini  .  ..  Dominus  noster  ..  Anno...  1231  in
villa  Waterlere  Halbr.  dyoc.  ..  Fuit  in  dieta  villa  W.  vir  quidam
nomine  Conradus  de  Arnesten  ..  ..  Bl.216  Index  zu  B1.84—215a.

B1l.217—239  Mirakel  und  Exempel  (auch  aus  Valerius  Maximus,
Petrus  Alfonsus  ete.),  gezählt  2—90,  mit  Register;  Anfang  “Quidam
puer  Iudeus  cum  Christianis  pueris  ludere  solebat”.  Darin  ist
Bl.218ff  als  n.11—37(?)  ein  zusammengehöriges  Werk  eingeschaltet
“Ineipit  Breviloqnuium  de  virtutibus  prineipum  et  plıilosophorum:
Quia  miscricordia  et  veritas  custodiunt  regem  .  .  Prov.20.  Ymmo
4  virtutes  cardinales  .  ..

Bl.240  ‘Libellus  de  artieulis  fidei  et  sacramentis  ecclesie  per
s.  Thomam  (de  Aquino)  editus  in  sinodo  provinciali  Maguntinensi  et
aliis  sinodis  diocesanis  publicatus,  multum  utilis  pro  curatis  presbiteris:
Postulat  ame..;  gedr.  Statuta  provincialia  vetera  et  nova  (Moguntina)s.l.eta.Bl.eIIl.
  Bl.248  Viridarium  consolationis  (auch
in  München  öfter,  z.  B.  Clm  5979  Bl.1)  "Quoniam,  ut  apostolus
Petrus  ait,  spiritu  sancto  afflati.  .;  Schluss  B1l.259  “Expl.  Viridarium
consolationis  in  quo  traetatur  de  viciis  et  virtutibus  etc..  Bl.  260
Verschiedenes,  besonders  über  das  Verhalten  der  Priester:  B1.260
“Nota  quod  canones  instruunt  in  generali.  ’.  BI.264  “Fundamenta..
muri..  Unde  ista  verba’,  über  die  12  Steine.  BI.265:°42  casus,  in
quibus  abstinendum  est  a  sacramento:  Ex  quo  non  mundus  .  ..
Bl.268b  “Ex  utraque  parte  fluminis  lignum  vite  .  .  22°  Prov.  Introdnetor
  illorum  verborum  .  /.  Bl.270b  “Fratres  carissimi,  oportet
nos  timere  penas  inferni  et  amare  delicias  paradisi,  que  ostense
sunt  Paulo  .  .;  vgl.  die  Brüsseler  Hs.  4776  “Bernardi  (?)  Visio
Pauli  ap...

1816  aus  der  Schulbibliothek  zu  Hildesheim.

Theol.141  Pergam.  132Bl.  zu  191),  :13!/,cm  zu
Anfang  der  einzelnen  Bücher  rothe  Überschriften  und  Initialen
XII  Jahrh.

De  speculatione  summi  boni,  in  5  Büchern.  Voran  geht,
von  einer  Hand  des  XIV/XV  Jahrh.  nachgetragen,  die  Praefatio  (Anfang
“Personam  tuam  mi  pater  et  domine  abba  e  longo  iam  agnoscens
tempore’),  in  welcher  der  Verfasser  (ein  Mönch,  vgl.  Bl.2  in  ocio
mei  monasterii)  von  sich  sagt,  er  habe  früher  astronomische  Studien
getrieben,  sich  aber,  da  diese  des  Abtes  Tadel  gefunden,  nunmehr
“seposita  wazalcora  eiusque  pedissequa  astrolabii  quadra’  (Bl.2b)  zur
Philosophie  gewandt.  Uber  den  Inhalt  dieser  Schrift  “De  speculatione
summi  boni’  sagt  er  dann  “deum  summe  bonum  immo  et  summum
bonum  .  .  probare  et  demonstrare  contendi’  (Bl.2b).  In  der  That
steht  die  Schrift  auf  rein  christlich-theologischem  Standpunkt,  ohne
        <pb n="383" />
        Theo1.140—  143  BXK|

irgend  welche  Berührung  mit  alter  Philosophie  zu  zeigen.  Bl.4
(von  derselben  jüngeren  Hand)  Übersicht  des  Inhalts  der  einzelnen
Bücher:  I  De  dei  bonitate  .  .,  II  Secundus  liber  auectoritatibus
ewangelieis  praecedentis  libri  dieta  comprobat..  .,  III  De  bono  divine
misericordie  .  .,  [IV  Summum  bonum  deum  nostrum  ex  conlacione
cunctorum  investigatur  ab  ipso  conditorum  bonorum,  V  Liber  quintus
quasdam  non  modo  perfectioni  verum  et  noticie  fidelis  hominis
triplicitates  exequens  in  summa  que  homini  viventi  est  possibilis
perfecetione  terminatur,  Bl.5  beginnt  dann,  von  der  alten  Hand
geschrieben,  Buch  I  “Speculatio  summi  boni  speculatio  dei  est,  deus
quippe  summum  bonum  est”.  Es  gelang  nicht,  die  Schrift  in  der
Litteratur  nachzuweisen.

Auf  dem  Vorsetzblatt  steht  “L.  Kulenkamp  1776’;  aus  seinem
Besitz  kam  die  Hs.  1796  in  die  Bibliothek.

The0l.142  171+64Bl.  zu  30:201/,  cm  2  Spalten
15  Jahrh.  alter  mit  Leder  überzogener  Holzdeckel

Figure  moralizate.  Dieser  Titel  steht  auf  einem  Pergamentstreifchen,
  das  auf  die  Vorderseite  des  Einbands  geklebt  ist.  Es
ist  eine  Sammlung  von  Bibelstellen,  die  der  Verfasser  in  anderem,
meist  allgemeinerem  Sinne  erklärt.  Voran  gelıen  die  Bibelworte,
dann  folgt,  meist  mit  “ubi  sciendum  quod  per...  intellegi  potest  .  .
eingeleitet,  die  Deutung.  Anfang  ‘Apoc.6  ubi  sie  dieitur:  Vidi
cum  aperuisset  sigillum  sextum  ..  Ubi  tangit  generaliter  solis  obscurationem,
  Bl.  169—171  alphabetischer  Index.

Bl.  1—64  der  zweiten  Zählung  folgt  noch  einmal  ein  Theil  des
vorhergehenden  Werkes,  jedoch  an  vielen  Stellen,  wo  dort  zusammengezogen
  zu  sein  scheint,  hier  viel  ausführlicher.  Anfang  “Figura
Genes.  29  ubi  dieitur  sententialiter  quod  Jacob  venisset  ad  terram
orientalem  .  .  Ubi  seiendum  quod  per  Iacob  intelligi  potest  .  .  (vgl.
Bl.82  der  ersten  Zählung).  Bl.64  alphabetischer  Index.

1816  aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesen.

Theol.143  243  Bl.,  oben  durch  Feuchtigkeit  beschädigt,
zu  29:21lcm  rothe  Initialen  2Spalten  im  15  Jahrh.  von  verschiedenen
  Händen  geschrieben  alter  mit  Leder  überzogener  Holzband,
  einst  mit  Schliessen  vorn  ist  ein  altes  Stück  Pergament  mit
(unvollständigem)  Index  aufgeklebt  auf  den  Innenseiten  des  Deckels
2  Pergamentblätter  des  XIV  Jahrh.  (Commentar  zu  einem  Werke  de
sphaera  oder  ähnlichen  Inhaltes)

Bl.1  Preceptorium  incompletum:  weitläufige  Erläuterungen  zum
Dekalog.  Anfang  "Et  nune  Israel  audi  praccepta  .  .  ita  seribitur
Deuter.  4cap.  et  quia  nisi  adiuti’;  am  Schluss  unvollständig,  da
nach  Bl.91  Blätter  herausgerissen  sind.

B1.92  Traetatus  dereparationc  hominis.  Anfang  “Formarit  igitur
dominus  hominem  de  limo  terre.  Postquam  suprema  sapientia”.

Am  Schluss  (Bl.120b)  “Explieit  tractatus  de  reparacione  bonus  et
notabilis  seriptus  pro  maiori  parte  per  fratrem  Thomam  Nasscrowen
lectorem  prineipalem  Lwuneburgensen  sub.  a.  d.  1425  sequenti  die
post  festum  eireumseisionis  scu  in  octava  s.  Stephani  prothomartiris”.
B1l.120b  “Tune  videbunt  fillum  hominis  venientem  in  nubibus
        <pb n="384" />
        318  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

celi  ...  pro  introductione  dicit’;  Bl.123b  “Tu  es  qui’  venturus  es...
Bernardus:  Nemo  adventum  iudieis’:  wohl  2  Predigten.

Bl.124  Tractatus  de  contractibus  quem  collegit  S.  Bernhardinus
fr.  ord.  minorum.  Anfang  "Vade  et  amplius  noli  peccare  ..  a
earitate  quidem  labitur.  Am  Schluss  (Bl.224b)  “Explicit  tractatus
de  contractibus  et  usuris  secundum  fr.  Bernardinum  de  Senis”.
Vgl.  Cod.  lat.  Monac.  4707  BI.105.  Bl.224b  Auszüge  aus  den
Quodlibeta  des  Henricus  de  Gandavo.  Bl.227b  Tractatus  d.
Andrce  praedicatoris  viri  multum  eruditi  et  sancte  vite:  über  eine
Art  von  Contract.  Der  Tractat  beginnt  mit  einer  Urkunde  von
“Udo  Gusko  de  Guratz,  Johannes  de  Ach  ..  et  ceteri  consules  et
iurati  cives  maioris  civitatis  Pragensis’;  dann  beginnt  Andreas
“Magna  et  litigiosa  dissencio  est  de  isto  contractu’.  Am  Schluss
(Bl.231)  “finitus  est  ille  tractatus  a.  d.  1467  in  vigilia  nativitatis
Johannis  baptiste  in  civitate  Hild(esheim)”.  Bl.231b  Dynus
archiepiscopus  Januensis  (1336—1342),  Urkunde  betr.  emptio,  venditio
  u.  dgl.

Bl.232  Passio  Cristi  collecta.  Anfang  "Ecce  quomodo  moritur
iustus  et  nemo  est  qui  recogitet  in  corde;  verba  ista  seribuntur
Ysahye  57  et  nune  assumuntur  .  ..  Am  Schluss  unvollständig,

da  nach  BI.243  viele  Blätter  herausgerissen  sind.
1816  aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesen.

Theol.144  44Bl.  zu  31:21'1/,;cm  rothe  Überschriften
2  Spalten  15  Jahrh.

Bl.1  (Matthaeus  de  Cracovia)  tractatus  de  squaloribus  curiae
Romanae.  Prolog  “Moyes  sanetus  est  et  tamquam’.  Am  Schluss
“Expl.  tract.  de  squaloribus  romane  curie  portugal  antiquitus  intitulatus’.
  Das  Werk  ist  gedruckt  bei  Walch,  Monimenta  medii  aevi
I,  18.1;  vgl.  8.  XU.

Bl.18  Aureum  speculum  de  tytulis  per  modum  dyalogi  Petri  et
Pauli.  Prolog  “Reverendissimis  in  Christo  patribus  et  dominis  ..
Petrus  minimus’.  Walch,  der  auch  diese  Schrift  in  den  Monimenta
II  1S.67  gedruckt  hat,  hält  Alb.  Engelstet  für  den  Verfasser.  In
der  Göttinger  Hs.,  die  1786  aus  der  Bibliothek  A.  J.  v.  d.  Hardt’s
erworben  wurde  (vgl  Walch  S.LII)  steht  (Bl.44)  im  Gegensatz  zu
Walch  (8.216)  folgende  Datirung  “praesidente  romane  ecelesie  MartinoV
rectore  romano  generis  Columpniensis  anno  suo  xıv  Hussitis  perfidis
Alemaniam  defastare  (!)  debachantibus’;  vgl.  noch  cod.  lat.Monac.  11586
Bl.  22.

The01.145  72  Seiten  zu  201/),:141/,cm  15  Jahrh.

S.1  Eine  Rede  gegen  Misstände  in  Kirche  und  Geistlichkeit
(symonia,  incontinentia,  avaritia  ete.).  Der  Anfang  ist  weggerissen.
S.3  spricht  der  Verfasser,  der  seine  Zuhörer  oder  Leser  mit  “patres
et  fratres’  anredet,  von  einer  conclusio,  “quam  eciam  olim  audivi
allegare  per  famosum  .  ..  magistrum  Theodericum  de  Monasterio  in
quadam  synodo  Coloniensi’.  Schluss  “Quod  vobis  et  mihi  concedat
qui  benedictus  in  secula  regnat.  Amen’.

S.70  (mit  viel  kleinerer  Schrift)  Minus  speeulum  peccatorun:  beati
Bernhardi  abbatis.  Anfang  “Redite  praevaricatores  ..  O  ineffabilis
  dominice  bonitatis  misericordi&amp;amp;’.
        <pb n="385" />
        Theo1.143—  147  319

Theol.146  175  Bl.  zu  151/;  :  101/,  em  rothe  oder  roth
unterstrichene  Überschriften  u.  dgl.  1521  vorn  und  hinten  je  ein
Pergamentblatt  aus  einer  Hs.  des  XII  Jahrlı.,  kanonistischen  Inhalts

Bl.1  Alphabetum  trinitatis  habet  24  litteras  et  72  virtutes  et
tot  vicia  eis  opposita  .  .:  alphabetische  Tabelle  derselben  nebst  Erläuterung
  an  einigen  Beispielen,  wie  für  mancherlei  Fragen  aus  der
Tabelle  Antwort  zu  erhalten  sei.

Bl.4b  Dispositionen  und  kurze  Inhaltsangaben  für  die  Behandlung
  einer  Reihe  von  Predigttexten,  in  lateinischer  Sprache.
Anfang  “Tres  unum  sunt,  Johannes  ultimo’.

Bl.40  Capitula  totius  bibliae  secundum  ordinem  alphabeti.

In  den  ersten  Worten  der  Inhaltsaugaben  der  einzelnen  Capitel
kehren  innerhalb  eines  jeden  Buches  der  Reihe  nach  die  Anfangsbuchstaben
  A  bis  U  wieder.  Voran  geht  eine  kurze  Einleitung
“Vas  eterne  eleetionis,  sacrarium  divinae  sanctificacionis’.  Am
Schluss  (Bl.66b)  “Expliciunt  capitula  tocius  biblie  seeundum  ordinem
alphabeti  per  fratrem  Gallum  Frisch  de  Campidona  a  d.  1521  in  die
inveneionis  sancte  erucis  ante  prandium’.  Daran  direkt  anschliessend
  und  ohne  besondere  Überschriften  Gebete  (zum  Theil
deutsch),  Predigten,  Recepte  (Contra  morpheam,  Contra  pestem)  u.  dgl.

B1.96  Opus  trivium  perutilium  divisionum  (für  Predigten)  de  tempore
  cum  concordanciis  biblie:  mit  Advent  beginnend  (“Evangelio
hodierno  pro  nostra  instruccione’);  Bl.128  opus  trivium  de  sanctis;
Bl.168  commune  sanctorum  et  primo  de  viduis;  am  Schluss  (Bl.175b)
“Explieit  commune  sanctorum  per  fr.  Gallum  Frisch  de  Campidona
ord.  minorum  in  conventu  Moguntino  feria  3  sub  octava  corporis
Christi  anno  (die  Zahl  fehlt)’.

1789  in  Speyer  gekauft.

The01.147   228Bl.  zu  21:15cm  von  7  Händen  geschrieben:
  a)  Bl.I—2,  13b—23;  b)  Bl.3—13a;  c)  Bl.24--144b;
d)  Bl.144b—157;  e)  157—159b;  f)  160—  181;  g)  183  —  228
15  Jahrh.

Bl.1  ‘Die  uszfart  als  Moyses  die  geslechte  von  Israhel  furt  in
das  gelobte  lant’  (von  Marquard  von  Lindau).  Anfang  “Noli
timere  sed  descende  in  Egiptum  .  .  Also  stet  geschriben  in  dem
ersten  buech  der  alten  ee’,  Schluss  Bl.42  “und  auch  mich  blinden
man  in  dem  selben  zille  findest,  das  uns  das  bieden  wiederfare.
Das...  heilige  geist.  Amen’.  Die  Schrift  hat  die  Form  eines
Gespräches  zwischen  Meister  und  Jünger.  Gedruckt  ist  sie  in  dem
unter  Geiler’s  von  Kaisersperg  Namen  gehenden  “Buch  Granatapfel’,
das  1510  zuerst  erschien;  vgl.  Ch.  Schmidt,  histoire  litt.  de  P’Alsace  II
(1879)  8.379£.;  hier  ist  jedoch  die  Gesprächform  beseitigt  und  auch
sonst  zeigen  sich  manche  Abweichungen.  In  den  Handschriften  ist
häufig  der  Traetat  von  den  zehn  Geboten  (siehe  unten  auf  BI.42b)
in  dieses  Werk  eingeschoben;  so  z.B.  in  den  unten  angeführten
niederdeutschen.  Auch  die  vorliegende  Hs.  geht  auf  eine  solche
Recension  zurück:  B1.16  heisst  es  nämlich  “Der  Junger.  Nu  wist
ich  gern,  was  synnes  die  zehen  gebot  in  jn  selber  trügen  .  .  Der
meister.  Dar  umb  ..  so  wil  ich  dir  die  gebotte  .  .  bescheiden  .  .’;
dann  folgt  aber  nicht  diese  Auslegung,  sondern  der  Text  fährt  fort
        <pb n="386" />
        380  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

“Nu  han  ich  dir  geseit  ...  wie  die  zehen  gebotte  geben  würden  .  ..
Andere  Hss.  sind  in  München,  z.B.  deutsche  Cgm  838,  lateinische
Cim  9003  Bl.99;  ferner  in  der  v.  Arnswaldtschen  Sammlung  2  niederdeutsche,
  vgl.  Jahrbuch  d.  Ver.  f.  niederd.  Sprachf.X  (Jahrg.  1884)  S.  21
und  XI  (Jahrg.1885)  8.106.

Bl.42b  (Marquard  von  Lindau,  oder  Marcus  von  der  Lindauwe),
Buch  von  den  zehen  Geboten  in  Form  eines  Gespräches  zwischen
Meister  und  Jünger,  deutsch.  Von  diesem  Werke  giebt  es  zwei
Recensionen,  vgl.  Geffeken,  Bildercatechismus  I  (1855)  8.42ff.  Die
vorliegende  ist  dieselbe,  die  E.  Ratdolt  in  Venedig  1483  gedruckt
hat.  Anfang  “Der  Junger:  Ich  begere  an  dine  mynne  das  du  mir
die  ziehen  gebotte  gottis  me  und  beclerlicher  wisest,  dan  du  es  hast
vor  zijten  anderen  luten  gethan’.  Uber  die  andere  Fassung  vgl.
zu  Theol.285  Bl.4b.

Bl.144b  Von  der  Kunst  des  Sterbens  “Wanne  der  gang  des  todes
usz  dysem  ellende’  ,  Übersetzung  des  auf  Bl.160  folgenden  Werkes;
dieselbe  Übersetzung  in  Heidelberg  Pal.  Germ.226  (Bartsch  no.  122)
Bl.209a.  Die  Gebete  im  6.  Theile  fehlen;  an  ihrer  Stelle  steht
Bl.159b  nur  ein  Gebet  ‘Ich  mane  dich  mymniclicher  vatter  der
grossen  mynne  und  liebe  die  dein  gotlich  hereze  darzu  zwang”.

Bl.160  (Dominieus  Capranica)  “tractatus  de  arte  moriendi  .  .';
Anfang  "Cum  de  presentis  exilii  miseria’;  am  Schluss  nach  den
Gebeten,  die  sich  auch  in  dem  Drucke  s.].  et  a.  (Hain  4391)  finden,
“Oratio  b.  Augustini  ep.:  Deus  meus  deus  meus  .  &amp;gt;.

Bl.177  “Solacium  impugnacionis  ,  Anfang  ‘Nota  quod  inter  duo
mala  minus  malum  est  eligendum”.  Bl.180  Warnung  vor  weltlichem
  Leben  “Obseero  te  Pauline  karissime  ut  multitudines  hominum
et  salutationes  et  convivia  ...  fugias  .  ..

B1.183  “Divisiones  operis  subsequentis’;  B1.185  "Ineipit  prologus
devotus  in  librum  nihilominus  devotum  et  perutilem  contra  vicium
proprietatis  qui  potest  intitulari  pauper  monachus’,  Anfang  “Si
vis  perfectus  esse’,  48  Capitel;  Bl.218  “Explicit  tr.  contra  vieium  proprietatis
  a  quodam  monacho  ordinis  s.  Bernhardi  editus  Wyenne’;
auch  in  München  Clm  4396  BI1.128.

Bl.218  "Epistola  cuiusdam  egregii  magistri  Parisiensis  de  viecio
proprietatis  .  .  ad  quendam  canonicum  regularem’,  Anfang  "Christus
Jhesus  dei  eterni  filius’;  auch  in  München  Clm  4396  BL.212.

Bl.220b  "Opus  bonum  super  dominicam  orationem.  Vorrede
“Reverendo  in  Christo  patri  ...  Johanni  .  .  archiep.  Magunt.  ..
Johannes  de  Benshaim  prepositus  ecel.  b.  Mariae  in  campis  extra
muros  Magunt.  ..  suum  quod  ex  culusdam  doctoris  sceriptis  abbreviando
  collegit  devotum  pater  noster;  Anfang  (Bl.  221b)  “Pater
noster  q.  e.  inc.  Pater  in  quem  credimus  per  fidem’.  BIl.224b
“Alia  expositio’,  Anfang  “Pater  noster  excelsus  in  creatione,  metuendus’;
  eine  ähnliche  Erklärung  in  München  Clm  16036  Bl.1.

Bl.228b  (16  Jh.)  Reimgebet  an  Maria  ‘Ir  rosen  in  dem  himell  taw’,
9  Reime.

1789  aus  einer  Auktion  in  Speyer.

Theol.148  193Bl.  (das  innerste  und  äusserste  Doppelblatt
  jeder  Lage  aus  Pergament)  zu  30:21  cm  rothe  Überschriften
        <pb n="387" />
        Theo1.147  —  150  381

2Spalten  15Jahrh.  alter  mit  Leder  überzogener  Holzdeckel,  einst
mit  Buckeln  und  Schliessen

Bl.2  (Exempla  seripturae  sacrae).  Cap.1  De  miraeulis  divina  potestate
  factis  “Creacio  rerum  fuit  ita  mirabilis  quod  eius  noticia’;  Cap.2
De  provideneia  dei  et  occeultis  iudieiis  "Faciebat  dominus  hominem’.
Es  ist  im  wesentlichen  dasselbe  Werk  (des  Nicolaus  de  Hanapis),
das  im  cod.  Theol.51  Bl.121  enthalten  ist,  jedoch  mit  oft  stark  abweichender
  Reihenfolge  der  einzelnen  Capitel.  Voran  ein  Verzeichniss
  der  Capitel  (vorn  unvollständig,  da  Bl.1  fehlt);  am  Schluss
ein  alphabetisches  Register.

Bl.116  Auszug  aus  dem  Alten  Testament  (Pentateuch,  Jos.,  Judie.,
Ruth,  Regn.I—IV,  Daniel,  Judith,  Esther,  Machab.,  Tobias),  hier  und
da  mit  erweiternden  Erläuterungen.  Anfang:  De  creacione  celi
empyrrei  et  quatuor  elementorum  “In  prineipio  creavit  deus  celum
et  terram.  In  prineipio  seilicet  temporis,  coeva  enim  sunt  mundus
et  tempus”.

Bl.178b  (Petri  Alphonsi  Diseiplina  clericalis)  “Dixit  Petrus
Aufunsus  .  ..  Infolge  von  Blattausfall  fehlt  am  Schluss  ein  kleines
Stück;  die  Hs.  bricht  ab  mit  den  Worten  “de  unaquaque  plus  poscebat’
  (Migne  Patrol.  Lat.157,  c01.705  Zeile9).

1816  aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  (alte  Nummer  510)
überwiesen.

Tne01.149  352  Bl.  zu  29:21  em  rothe  Initialen
2  Spalten  von  verschiedenen  Händen  geschrieben  15  Jahrh.

Bl.1—-96  Commentar  zur  Apokalypse  des  Johannes;  vorn  unvollständig,
  beginnt  mit  den  Erläuterungen  zu  Cap.9  v.7.  Am  Schlusse  der
Quaestiones  war  Raum  gelassen;  in  diesem  hat  eine  andere  Hand
Erläuterungen  zugesetzt,  die  mit  “primus  punetus  .  .  beginnen  und
oft  auf  eingesetzten  Blättern  weitergeführt  werden.  Bl.1b  unten  steht
“Erenfridus’.

Bl.97—104  Vier  kurze  Predigten  oder  Tractate  in  lat.  Sprache.

Bl.105  Sammlung  von  etwa  60  lateinischen  Predigten.  Vor  der
ersten  (“Eece  rex  tuus  venit  tibi.  inquit  Aristoteles  omnia  inferiora  .  .)
ist  von  derselben  oder  gleichzeitiger  Hand  bemerkt  “Sermones  per
annum  dominicales  et  quorundam  sanctorum  satis  boni  per  fratrenm
Olrieum  Poppen  de  Eldaghesen  colleeti”.

Bl.228  Erklärung  der  IV  libri  sententiarun  des  Petrus  Lombardus.
  Anfang  "Cupientes  aliquid  de...  Liber  sententiarum,  quem
prae  manibus  habemus’.  Am  Schluss  “Explieit  hoe  opus  per  manus
Hynriei  Cunradi  (hierauf  ist  ein  Wort  durchgestrichen  und  nicht  mehr
zu  lesen)’.

1816  aus  der  Schulbibliothek  zu  Hildesheim  überwiesen.

The01.150  72Bl.  zu  211/,:15  cm  (zum  Theildureh  Feuchtigkeit
  beschädigt)  zweispaltig  geschrieben  (ausser  BI.71b  und  72);  die
ersten  Zeilen  der  einzelnen  Absätze  mit  grosser  Schrift;  rot  rubrieirt
1368

Bl.1  Commentar  zu  dem  Liber  acquivocorum  (des  Johannes  de
Garlandia).  Anfang  der  Vorrede  “Nigra  sum  sed  formosa  .  .  Ista
propositio  seribitur’;  Bl.2  Anfang  des  Textes  “A  nomen  trahitur  signat.
        <pb n="388" />
        882  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Liber  iste  cuius  nomen  est  expositio  dietionum  equivocorum”.  Es
ist  ein  Commentar  zu  dem  alphabetisch  geordneten  Gedichte,  welches
2.  B.  der  Druck  Hain  7482  enthält  (nicht  das  unter  demselben  Titel
veröffentlichte  Gedicht,  welches  beginnt  "Augustus  ti  to’  und  zu  London
1518  gedruckt  ist).  Bl.44  “Explieiunt  dieta  eguivocorum  deo  laus’.

Bl.44b  Commentar  zu  Theobaldus’  Phisiologus  “Ineipit  liber  phisologus
  et  in  hoc  libro  sunt  quinque  inquirenda  sc.  que  materia  .  .';
Anfang  des  Textes  "Tres  leo  naturas.  Et  merito  a  leone  incipitur”.
Bl.47b  “Explieit  dieta  phisologi  a.  d.  M°cec°  Ixvilj°  dnica  die  post
Bartholomei  apostoli  ete.”.

Bl.48  “Tractatus  b.  Ysidori  ad  institutionem  bonae  vitae’,  Anfang
“Dilecte  fili’;  gedr.  in  Ambrosii  opp.  (1686)  app.  S.488  und  unter
dem  Namen  des  Valerius  abb.  bei  Migne  87,  457,  vgl.  auch  cod.
Luneb.2  Bl.145.  Am  Schluss  “Explieit  .  .  M°ccc°  Ixviij®  in  vigilia
Michaelis  archangeli’.

Bl.5l1  Commentar  zum  Laborintus  des  Eberhardus  Bethuniensis
(hier  “Coloniensis’  genannt)  ‘Aristotiles  in  primo  posteriorum  dieit:
Nichil  perfecte  cognoseitur  .  .’;  Anfang  des  Textes  “Exhorret  natura  etec.
Hic  exseguitur  intentum’.  Am  Schluss  (Bl.71)  “Explieiunt  dieta
laborinti  conpleta  a.  d.  M°cec®  Ix°  viij°  in  die  Silvestri  papae.  Deo  laus.
Qui  rapit  hec  dieta  Sathanas  mala  det  sibi  multa.  Finis  adest  vere
precium  vult  scriptor  (habere)”.

Bl.71b  “Oratio  optima  de  domina  nostra:  O  clementissima  domina
  et  duleissima  virgo  ..  ..  Bl.72b  Federproben,  darunter  “Qui
rapit  hune  librum  demon  frangat  sibi  collum’;  ferner  “vnsen  vrutliken’,
was  die  Herkunft  der  Hs.  aus  Niederdeutschland  beweist.

Theol.151  Perg.  64Bl.  (8  gezählte  Quaternionen)  zu
2717%,:19  cm  zweispaltig  geschrieben;  roth  rubrieirt,  Bl.2  eine  blaurothelnitiale
  1371  Holzdeckel  mit  rothemLeder  überzogen;  Messingbuckel
  aussen  Pergamentschild  “orologium  sapiencie  L.VI.’

(Henricus  Suso)  Horologium  sapientiae.

Bl.2  Prologus  “Sentite  de  domino’;  Bl.3b  Capitula;  Bl.3b  Anfang
“Hanc  amavi’.  Schluss  Bl.64  “Explicit  orologium  sapientie  divine.
Qui  me  scribebat  non  nullum  nomen  habebat.  Finitus  est  presens
opus  in  vigilia  nativ.  .  .  Marie  sub  a.  d.  Millesimo  ccec°  Ixx°  primo.
Orate  pro  me”.

Vorn  befindet  sich  ein  Pergamentblatt,  hinten  2  (XIV  Jahrh.)  aus
einem  Commentar  zum  Doctrinale  des  Alexander  de  Villa  Dei  (aus
Pars  II  cap.8),  z.  B.  “Est  obliquorum  regimen  etc.  Postquam  autor
dixit  de  regimine  nominativi  .  ..

Auf  Bl.1  steht  “Hune  librum  procuravit  huic  librarie  fr.  Joh.
Menezer  anno  domini  1402  (0  unsicher)  a  fratre  Cistereiense  in
ambitu  nostro”.

Theol.152  338  Bl.  (Bl.2—11  leer)  zu  311/,  :  21cm
zweispaltig  geschrieben;  roth  rubrieirt  zweite  Hälfte  des  15  Jahrh.
Holzdeckel  mit  gepresstem  rothem  Leder  überzogen;  Schliessen  und
Ecken  von  Messing;  Blattweiser  von  Pergament

Bl.12—82  (Bl.1  derselbe  Predigtanfang  wie  Bl.13)  Sermones
de  tempore  ab  adventu  domini  usque  pasche,  35  Predigten  mit
        <pb n="389" />
        The01.150—  153  383

vorangehendem  Index  (auf  Bl.12b):  Bl.13  “Cum  appropinquasset...
Non  solum  opera  .  .’,  Homilie  von  Haymo  von  Halberstadt;  dann
folgen  Predigten,  die  in  den  Rubriken  theils  Gregorius  theils  Beda
zugeschrieben  werden.  BI.83  Sermones  de  Sanctis,  17  Predigten,
S.  Andreas  bis  Benedietus  abbas;  sie  werden  Gregorius,  Beda,
Augustinus  (Bl.93b)  und  Rabanus  (Bl.89b)  in  den  Rubriken  zugeschrieben.
  Die  erste  (von  Beda)  beginnt  "Tanta  ac  talis  est”.

Bl.111  Psalterium  feriatum:  DBl.111  Calendarium  (mit  Cisio-Janus);
  am  Schluss  bei  den  ersten  3  Monaten  Anweisung  für  die
Lectionen,  z.B.  beim  Januar  “Nota  post  octavam  epiphanie  imponuntur
  epistulae  Pauli  (vgl.  Bl.193)  et  legentur  usque  ad  dominicam
Septuagesime’.  Bl.114b  Psalterium;  die  Antiphonen  sind  nur
durch  das  Anfangswort  bezeichnet;  am  Schluss  die  Cantica,  das
Symbolum  Quicungue  und  “Letania’.

Bl.148b  Leetionarium  de  tempore,  Advent  bis  Ostern;  darin
Jesaias,  Epistulae  Pauli,  Genesis,  Jeremias  (c.1—29)  mit  Threni  und
Oratio  Jheremiae,  alles  mit  den  Prologen  des  Hieronymus.  Ferner
sind  darin  enthalten  Predigten  von  Augustinus,  Isidorus,  Leo,
Fulgentius,  Maximus.  Bl.272  Lecetionarium  de  Sanctis,  Andreas
bis  Ambrosius  (4  April);  Legenden  (Bl.306  de  S.  Karolo  rege);  darin
bB1.308  eine  Predigt  des  Ambrosius.

Bl.325b  Hymni  de  tempore,  Advent  bis  Ostern.  Bl.  328
“Collectae  de  tempore  ab  adventu  domini  usque  pasche’;  B1.333b
“Colleetarius  de  Sanctis’,  Andreas  bis  Ambrosius.  Bl.335b  Lectionen
"feria  4.  in  4  temporibus  post  Cineris”.  Bl.338a  “Antiphone,
Versieuli,  Responsoria,  Invitatoria,  Suffragia’.

1820  von  G.  W.  Böhmer  geschenkt.

Theo1.153  II+220  Bl.  zu  29:21  cm  BI1.2—81,  86—  97,
159—220  zweispaltig  geschrieben  DBl.2,  86-97,  159—220  roth
rubricirt  (Bl.  159—220  sind  die  Überschriften  roth,  und  jeder  Anfangsbuchstabe
  der  abgesetzten  Verszeilen  ist  roth  durchstrichen,  Bl.2  mit
der  Feder  roh  gezeichnete  Initiale)  15  Jahrh.

Sammelhandschrift,  lateinisch  und  niederdeutsch.

Bl.1  siehe  BI1.82.

Bl.2  (Johannes  abbas  Nivicellensis)  “Autoritates  Biblie  ad  Decretum:
  In  prineipio  creavit  deus  celum  ct  terram  et  sequitur  firmamentum
  in  medio  aguarum  xxlii  q.  v  c.  quod  ergo.  .’;  am  Schluss  Bl.81
“Explieiunt  Concordaneie  Biblie  cum  Decreto’.  Das  Werk  ist  in
mehreren  Incunabeldrucken  vorhanden.

Bl.81  “Responcio  regis  Anglie  (Heinrich  VI)’,  für  Papst  Eugen  IV
gegen  Felix  V,  also  1439  oder  später.  Anfang  "Perlegimus  literas
ex  parte  domini  vestri  se  Felicem  papam  nominantis  per  vos  heri
nobis  presentatas’.  Bl.81b  Künstliches  Gedicht  auf  das  Schisma
1440,  25  Langzeilen  (ABC...  Z,  dann  Et  und  Con),  von  denen  je  4
eine  Reimstrophe  bilden;  die  Form  der  Zeilen  ist:  (Anfang)  “Anno
Christi,  quo  seripsisti  me  quater  xl,  pater  mundi  inpugnatur’  oder
“Galeata  et  armata  vineit  prima  jacet  yma  prostrata  cum  merore’;
unten  2  später  zugesetzte  (Censur-)Verse  "Confundatur  .  ..

Bl.82  “De  materia  successionum’;  Anfang  "Lt  evidencius  ct
perfecte  successionum  materia  habeatur  ab  intestato’;  von  derselben
        <pb n="390" />
        384  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Hand  stehen  auf  Bl.1  Notizen  über  Erbrecht  “An  filius  ex  sorore
naturali  .  ..  (darin  ein  niederdeutscher  Satz).  Bl.85  leer.

Bl.86  “Evangelium  Nichodemi:  Factum  in  anno  decimo
imperii  ;  am  Anfang  und  Schluss  steht  von  andrer  Hand  ‘legi’.

Bl.98  “Sermo  magistri  Johannis  de  Segobia  s.  theol.  prof.
factus  coram  elector.  imp.  in  Maguncia  et  nuper  lectus  in  generali
congregacione’,  Anfang  “Ut  omnibus  evidenter  constet  sententiam
pridem  videlicet  7  kal.  Julüi  a.  d.  1439  per  s.  s.  Basil.  conc.  adversus  ..
Eugenium  papam  IV  latam  esse  iustissimam’.  Am  Schluss  “Explicit
sermo  Jo.  de  Zago’.  H.v.d.  Hardt,  Rerum  Const.  conc.  tomus  VI
Prol.  S.14,  druckt  aus  einem  Werke  des  Johannes  de  Segovia  ‘de
Justificatione  s.  Bas.  cone.’  einen  Abschnitt  ab,  dessen  letzter  Absatz
(S.16)  in  dieser  Hs.  Bl.98  vorkommt.

Bl.113  “Lectura  circa  arbores  (consanguinitatis  et  affinitatis)’;
Vorwort  “In  nomine  ...  De  licentia  (?)  quodammodo  consultiva  (?)
honorabilium  virorum  iur.  facultatis  dominorum  meorum  doctorum
arborem  cons.  et  aft.  declaraturus  .  .  glosam  Joannis  Andreae  prosequar
  .  .',  Anfang  “Cirea  leeturam  arboris.  Dividitur  hec  lectura’
und  (Bl.124)  "Ad  arborem  affınitatis.  Ista  est  secunda  pars”.

Bl.130  “Disputacio  de  conceptione  b.  Marie’:  (B1.130)  “Tota
pulera  es  amica  mea..  Originaliter  Can.  iiiJ°  c°  et  transumptive  autem
ad  commendacionem  celebritatis  hodierne  in  presenti  sermone  .  .’;
(B1.137)  "Sapieneia  aperuit  ora  ...  Sap.  v%  De  conceptione  immaculate
virginis  Marie  queritur,  utrum  in  originali  peccato  .  .  (wie  es  scheint
auch  in  Brüssel,  Inventaire  n.  3469).  Bl.147b  “Explieit  disputacio
de  conc.  Marie”.  Beide  Predigten  enthalten  sehr  viele  Citate  und
sind  wohl  auf  dem  Baseler  Coneil  gehalten  (1436  oder  1439).

Bl.148  “Bulla  de  translatione  Concilii’,  Anfang  “Sacrosancta  gen.
syn.  Basil.  ...  Grande  periculum’  (um  1440);  vorn  und  am  Schluss
steht  “legi”.

Bl.156  “De  collacione  bonorum:  Collatio  est  rei  de  bonis.  .,  von
Jo.  de  Mareschone  legum  doctor  Aurelianus.

Bl.159  Sunte  Marien  wortegarde  (auf  Bl.159  von  späterer  Hand
als  Viridariun  b.  virginis  bezeichnet),  niederdeutsches  Gedicht  des
Pfaffen  Konemann,  bis  jetzt  unbekaunt.  Der  Dichter  nennt  sich
auf  Bl.195b  und  210a.  Das  Gedicht  ist  wie  der  “"Kaland’  Konemann’s
in  Abschnitte  mit  dreireimigem  Schluss  getheilt.  Anfang  (roth:)
‘(O)  sapientia  que  ex  ore  altissimi  prodisti  .  .,  (schwarz:)  °(O)  du
srundelose  wysheyt.  ..  Schluss  Bl.210  “Dusse  breff  scal  heten  |
Sunte  Marien  wortegarde  |.  .  Des  bidde  wy  allensamen  |  An  Jhesu
Christi  namen  |  (Bl.210b)  Alle  sprecket  hir  amen’.  Dann  “(Dit  bok
wart  vullenbracht  |  An  sunte  Mathias  nacht  |  Naclhı  godes  bort  dat  is
war  |  Dritten  hundert  unde  ver  Jar  |  An  der  statt  to  Goslar.  (roth:)
Explieit  iste  liber  sit  seriptor  erimine  hiber.  (schwarz:)  Les  unde  love
mek  |  Johannes  screff  mek  .  .  (noch  8  Schreiberverse)  Amen’.

Bl.211  (roth:)  °“C(D)e  plenitudine  tua  .  .  (schwarz:)  Dat  sprikt
Maria  van  diner  vollicheyt.  ..  (10  Verse,  Schluss  fehlt),  Dann  (roth:)
“Wo  Theofilus  wart  irlost’;  192  Verse  von  Brun  van  Schonebeke,
der  sich  Bl.212  nennt.  Anfang  (Bl.211)  "Wol  om  wol  om  wol’;
einzelne  Verse  stimmen  überein  mit  der  Erzählung  von  Theophilus’
Erlösung  in  Brun’s  Hohem  Liede.
        <pb n="391" />
        The01.153  —  154  385

Bl.212  (roth:)  “Van  der  almissen’;  Anfang  “(M)oge  wy  dat  iummer
krigen  |  Dat  wy  hen  na  gode  stigen  |  Jacob  sach  eyne  ledderen
stan’,  213  Verse,  von  der  Kraft  des  Almosens  und  (v.  135ff.  “Wy
lesen  dat  Ninive  de  stat.  .)  ein  Beispiel  von  der  Kraft  des  Gebets.
Bl.214  (roth:)  “Ego  sto  ad  hostium  et  pulso’,  Anfang  “Dat  sprikt  ik
sta  vor  der  dore  .  ‚Ik  sage  van  der  mynnen  als  Tk  las  |  In  vitas
patrum  id  sereven  was”,  137  Verse;  Schluss  (Bl.215)  “Ik  han  van
der  mynne  noch  seyt  |  Ik  gripe  weder  de  barmherticheyt’:  aber  ein
Abschnitt  über  die  Barmherzigkeit  folgt  nicht.   Bl.215  folgt  ohne
Überschrift  (und  ohne  Anfang)  (Got  beyde  vleen  unde  bitten  |

.  irlosen  roke  |  Ik  las  nest  an  eynen  boke  |  Van  der  missen  .  ;
116  Verse.  Möglieherweise  sind  die  Stücke  von  Bl.  212—215b
Theile  eines  grössern  Gedichtes  über  die  guten  Werke.

Bl.  215b  Gedicht  über  die  7  Seligpreisungen,  (roth:)  “Beati  pauperes
spiritu  .  .,  Anfang  "(G)ot  sprak  so  du  hordest  nu  |  Beati  pauperes
spiritu’,  530  Verse;  das  Gedieht  ist  unvollständig,  denn  es  bricht
am  Schluss  der  vierten  Seligpreisung  ab  mit  dem  Verse  “Jo  scal  by
rechte  syn  der  barmherticheyt’.

Bl.219b  Gedicht  von  der  Natur  des  Menschen,  (roth:)  “Nudus
egressus  sum  .  .,  Anfang  “Ik  kam  naket  van  myner  moder  live’,
133  Verse;  handelt  zuletzt  vom  Streit  des  Leibes  und  der  Secle;
eitirt  werden  Aristoteles  und  Boetius.  Schluss  (v.  128)  "Hir  heft  dat
dichte  eynen  ende...  (v.133)  De  uns  van  dem  duvele  hat  irlost”.

Voran  BI.I—II  ein  Brief  von  Jae.  Christian.  Hersenius  (wohl  an
Herm.  von  der  Hardt),  in  Acad.  Julia  2  Oct.  1736  “Redit  ad  te...
Viridarıum  illud  Konemannianum  B.  Mariae  Virginis  (oben  BI1.159),
cujus  delineandi  copiam  tua  ..  humanitas  mihi  eoncedere  voluit..  ..

Auf  Bl.2  ein  kleines  farbiges  Wappen  (Ziegenbock  in  blauem
Felde),  dabei  von  einer  Hand  des  15  Jahrliunderts  “Orate  pro  Gherwino
de  Hamelen  (dann  von  anderer  Hand:)  datore’;  vgl.  Theol.172.
1786  aus  der  Bibliothek  A.  J.  v.  d.  Hardt’s,  vgl.  S.27  n.123  des
Auktionskatalogs.  Vorher  besass  die  IIs.  jedenfalls  Herm.  v.  d.  Hardt,
der  viele  Hss.  hatte,  in  denen  Acten  des  Baseler  Concils  vorkommen.

Theol.154  VI-+  309  Bl.  zu  21%,  :14em  Bl.1—18  roth
rubrieirt  15  Jahrh.

Sermones  de  tempore  et  de  sanctis,  ‘colleeti  a  quodamı
Cartusiensi  conventus  Leodiensis’.

Bl.1  "Videbunt  filium  hominis  ..  In  gestis  regum  in  die  legitur  .  .’
(für  den  2.  Advent),  BI.27  “Dominica  prima  adventus  ffratris)  C.:
Nune  propior  est...  Vix  enim  est...  Als  Verfasser  der  Predigten
  werden  genannt:  cin  prior  Carthusiensis  (schr  oft)  und
f.  Eseulanus;  ferner  einige  nur  mit  dem  Anfangsbuchstaben  bezeichnete
  Fratres.

Die  Predigten  sind  nicht  streng  nach  dem  Kirchenjahr  geordnet;
ein  Index  auf  Bl.301b-—304a  theilt  sie  den  einzelnen  Sonntagen  und
Heiligentagen  zu.

Auf  Bl.I-VI  und  305  —309  Excerpte  und  Bruchstücke;  z.B.
Bl.305b  “Questio  movetur,  utrum  b.  Maria  Magdalena  post  amissamı
virginitaten)  reenperaverit  .  pristinam  dignitatem  .  .;  die  damn
@l.  308)  folgenden  Abschnitte  sind  als  8.  und  ).  meımbrum  bezeichnet

25
        <pb n="392" />
        386  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

und  auf  Bl.II  und  III  steht  10.  11.12.  membrum.  Auf  Bl.11  sechs
niederdeutsche,  zum  Theil  verstümmelte  Verse  “De  nyt  en  haed  und
haven  moet  De  werd  selden  sorge  boed  .  ..

Aus  der  Göttinger  Gymnasialbibliothek;  S.28  n.21  des  1729  gedruckten
  Katalogs.

Theol.155  317  Bl.  zu  281/,  :  201/,  cm  rothe  Initialen
2  Spalten  15  Jahrh.

Bl.1  (Des  Simon  von  Cremona  sermones  super  epistolas  dominicales).
  Anfang  der  ersten  Predigt  “Abiciamus  ergo  opera  tenebrarum
  .  .  doctor  egregius  et  doctorum  speculum  Augustinus’.

Bl.165  Sammlung  lateinischer  Predigten  über  Evangelien  und
Episteln,  von  Septuagesima  bis  Dominica  infra  octavam  ascensionis.
  Mit  Ausnahme  der  ersten  (Anfang  “Simile  est  regnum
celorum  homini,.  .  In  hac  sacra  dominica  septuagesime  triplex  similitudo’),
  deren  Überschrift  nicht  ausgefüllt  ist,  sind  in  der  Überschrift
alle  Predigten  numerirt,  und  zwar  von  27  bis  61.  Zwischen  BI1.306
und  307  ist  eine  Anzahl  von  Blättern  herausgerissen.

Auf  Bl.165  steht  der  Name  (des  Besitzers?)  “"Coradus  Geilnhusen’.
Die  Hs.  wurde  1789  in  Speyer  ersteigert.

The01.156  254  Bl.  (mit  alter  Zählung)  zu  22:14  cm;
Bl.239—254  sind  oben  beschädigt  roth  rubrieirtt  15  Jahrh.
Holzdeckel  mit  gelbem  Leder  überzogen

Sermones  de  tempore.  Anfang  Bl.1  “Nune  propior  est  nostra

salus  .  .  Videmus  ad  oculum  .  ..  So  beginnen  im  Münchener  Clm
15182f.  1  Sensati  sermones.  Schluss  Bl.248b  "pacem  nobis  concedat
  Christus’.  Bl.249  Registrum  huius  libri  “"Notandum  si  alicui

placeret  predicare  .  .'.
Im  innern  Einbande  Pergament  mit  Liturgie  und  Noten  (XIIlJahrh.).

Theo1.156a  Pergam.  178  Bl.zu1l5:10!),cm  vereinzelt
rothe  und  blaue  Initialen  im  XIII/XIV  Jahrh.  in  Italien  geschrieben
alter  mit  Leder  überzogener  Holzband

Exempla  und  Sermones.

Bl.1—27b  Sammlung  von  Exempla,  meist  aus  des  Petrus
Alfonsus  Disciplina  cleriealis  und  den  Vitae  Patrum  entnommen.
Dazwischen  Bl.25b—20  Zusammenstellungen  aus  der  Bibel  (B1.26
Plage  Egypti  “Prima  rubens  unda’,  5  Hexam.);  Bl.27  Sermo  sacerdotis
  novi.

B1.28—31  Einige  Sermones  (de  tempore).

Bl.32—173  (mit  besonderer  alter  Paginirung)  Sammlung  von  Sermones,
  von  Bl.61b  an  de  sanctis.

Auf  manchen  Seiten  finden  sich  Bemerkungen  und  Nachträge
späterer  Hände.  Auch  die  Sermones  auf  Bl.174—178  (zweispaltig)
sind  von  späterer  Hand  geschrieben.

1889  in  Mailand  gekauft.

Theol.156e  113Bl.(Bl.30—39  Pergam.)  zu  13'/,  :  10cm
im  15  und  16  Jahrh.  von  verschiedenen  Händen  in  Italien  geschrieben

Sermones  pro  defunetis  und  Anderes.
Bl.1  Nonnulla  prineipia  anteponenda  praedicationibus,  sermonibus
        <pb n="393" />
        Theo1l.155  —156h  387

seu  disputationibus  ad  libitum  applicanda.  Bl.4—29  zwölf  lat.
Sermones  bezw.  Skizzen  dazu,  die  ersten  zehn  für  Verstorbene  (z.B.
Bl.4  Pro  muliere  nupta,  Bl.9b  Pro  uxorata,  Bl.14  Pro  vidua  nobili),
ausserdem  B1.27  Pro  solemni  prandio  facto  a  sotiis  sacramenti  conceptionis
  V.  Mariae  10  Junii  1515,  BIl.28  Collatio  pro  novello  sacerdote.

  Verschiedene  dieser  Stücke  haben  Subscriptionen:  als  Ort
“Comi’,  als  Zeit  die  Jahre  1515—1517.
Bl.30  Sermo  ad  fratres  in  nocte  nativitatis  domini.  Bl.31b

Sermo  pro  sacerdote  novello.  Bl.33  De  sancto  Francisco.

Bl.37  Regula  confratrum  sanctissime  conceptionis,  quam  manu
propria  ego  frater  Nicolaus  Rabalius  minor  sceripsi  eo  tempore,  quo
praedicabam  in  oppido  Boschi  1509  9  Aprilis  (siehe  B1.39):  in
italienischer  Sprache.

Bl.40—67  Fünf  Sermones  pro  mortuis.

B1.68  Distinetio  brevis  tocius  decreti  (Gratiani):  viele  Gedächtnissverse
  über  das  Decretum  (“Discite  quid  sit  ius..’)  nebst  kurzen  Erläuterungen

  in  Prosa.  Anfang  “Decretum  Gratiani  monaci  eruditissimi
  ordinis  s.  Benedicti  in  monasterio  s.  Felicis  Bononie  compillatum’.


Bl.75b  Sermo  de  b.  Francisco  (21  Apr.  1509);  B1.77b  Sermo  pro
mortua  muliere.

Bl.78b  "Ave  de  celi  imperatrice  he  sancta’,  italienisches  Sonett;
die  Anfangsworte  der  Verse  ergeben  “Ave  Maria  Gratia  Plena.  .’.
Bl.79  “Mieto  cum  la  mia  falce  Ihumana  sceme’,  21  Verse  auf  den  Tod.

Bl.80  (Joh.  de  Rupescissa),  Liber  quintae  essentiac:  “Dixit
Salomon  in  libro  sapientiae  .  .  Deus  dedit  mihi’.  Andere  Hss.
z.  B.  in  München.  (Hierauf  ein  Ineunabeldruck:  Disputatio  mgri.
Nycolai  de  lira  ...  contra  perfidiam  iudeorum,  ohne  Ort  und  Jahr).

Bl.102—112  drei  Sermones  in  festo  omnium  sanctorum  pro  defunctis.


Bl.78b  steht  “Pertinet  mihi  fratri  Niecolao  Rabalio  de  Rhotomagro  (?)
ordinis  minorum’  (vgl.  die  oben  angeführte  Subseriptio  auf  B1.39).
Von  des  Rabalius  Hand  scheint  mehreres  geschrieben  zu  sein;  vielleicht
  ist  er  auch  der  Verfasser  von  den  meisten  der  in  dieser  Hs.
enthaltenen  Sermones.

1889  aus  der  Bibliothek  C.  Morbio’s  (n.554  des  Katalogs  von
1889)  gekauft.

The0l.156h  328  Bl.  zu  20'/,:131/,  em  rothe  und  grüne
Initialen  von  verschiedenen  Händen  des  15  Jahrh.  in  Norddeutschland
  geschrieben  alter  mit  gepresstem  Leder  bezogener  Holzband  mit
Messingbeschlag

Sermones  und  anderes.

Bl.1  ‘Primo  quaeritur  quae  sit  canonica  portio.  Respondetur
secundum  Monaldum  .  ..  Am  Schluss  (Bl.5b)  Explieit  breve  dietamen
  de  quarta  obrupte  eollectum  pro  iInformacione  et  defensione
aliquali  privilegiorum  fratrum  minorum  contra...  nitentes  fratrum
privilegia  infringere  et  sequitur  (Bl.6)  addicio  notabilium  aliquorum
de  sepulturis  a.1464.

Bl.10  ‘Fratres  minores  et  praediceatores  ad  offieium  audiendarum
confessionun  .  .;  am  Schluss  (Bl.12)  "Hee  conelusiones  posite  sunt

25*
        <pb n="394" />
        388  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

per  reverend.  patrem  fratremJohannem  Kerberch  lectorem  principalem
protune  in  Brunswik’.

Bl.12  Sequitur  modo  quedam  questio  Erfordie  disputata  et  descisa
  ...  “Utrum  quivis  sacerdos  virtute  elavium  sibi  traditarum  in
ordinacione  vere  absolvat  penitentem  .  ..

Bl.29  und  37  zwei  Sermones.

Bl.41b  Über  die  Einrichtung  des  Festes  Visitation?s  Mariae  (besonders
in  der  Dioecese  Prag).  Anfang  ‘Maria  virgo  pia  dei  genitrix  gloriosa
dum  de  spiritu’;  am  Schluss  (Bl.52b)  "Has  visiones  festum  visitacionis
b.  Marie  concernentes,  modum  et  qualitatem  institucionis  illius,  miracula
  festum  concomitancia  et  alia  hie  praescripta  dispersa  sine  ordine
modo  et  forma  sub  multa  confusione  intelligencie  inimica  repperit,
quae  hie  in  unum  sub  certo  ordine  forma  et  modo  bona  fide  colligenda
studuit  frater  Nicolaus  Lakeman  sacre  theologie  professor  fratrumque
minorum  provineie  Saxonie  minister  instante  visitationis  Marie  festo
a.  d.  1467,  illo  utique  fine,  ut  devoti  verbi  dei  seminatores  per  (les  pro)
exeitanda  vulgi  devocione  in  hoe  festo  sieut  in  aliis  eiusdem  virginis
festis  aliquid  utile  ad  manıum  habeant,  quod  populo  rudi  et  indocto
annuneciare  valeant  .  ..

Bl.53  und  71  zwei  Sermones.

Bl.77  De  sancta  Appolonia  “Tempore  Iuliani  inperatoris  fuit  quidam
vir  nobilis  in  urbe’,  gedruckt  Acta  SS.  Febr.  II  280.  Am  Schluss
(B1.80)  eine  historische  Bemerkung  ‘Nota.  Extra  muros  civitatis  Pragensis
fuit  capella  in  honorem  dei  et  b.  Appolonie  consecrata.  volens  igitur
Ernestus  archiepiscopus  .  ..

Bl.  80,  89,  93b,  101  Sermones;  am  Schluss  des  letzten  (Bl.112)
“Explieit  sermo  colleetus  per  venerabilem  patrem  fratrem  Johannem
Parcham  (?)  lectorem  principalem  Bremensem  ordinis  minorum  ad
laudem  atque  honorem  dei  ac  b.  Anne  ..  nec  non  favorabiliter  ab
eodem  mihi  accommodatus  cum  suus  inutilis  eram  ibidem  secundarius
lector  a.  d.  1471’.  Hieran  anschliessend  Bl.112  "Sequitur  quoddam
miraculum  (S.  Annae)  quod  invenitur  in  vulgari  sed  transtuli  in  latinum,
videlicet:  In  eivitate  quadam  magna  regni  Ungarie..  .  (andere  Fassung
Acta  SS.  Juli  VI  261).

Bl.113b—  328  Sermones  verschiedensten  Inhalts  und  verschiedener
Länge,  von  mehreren  Händen  geschrieben;  darunter:  Bl.160  De
sancto  Barwardo  Hildesiensi;  Bl.164  "Qualiter  sancti  patres  naturali
linea  consanguineitatis  descenderunt  ab  ipso  Adam  usque  ad  David’;
Bl.171b  Sermo  (de  conceptione  Mariae),  am  Schluss  (B1.178)  “Hec
frater  Johannes  Bremensis  (vgl.  oben  zu  Bl.112)  Erphordie  a.  d.
1424  primo  secundariatus  sui  ibidem’;  Bl.231—249  Sermo,  am
Schluss  “Explicit  de  sancto  Franeisco  ‚raptum  per  me  fratrem  Franeiscum
  de  Moersa’”.

Auf  dem  Vorsetzblatt  ist  von  einer  Hand  des  15  Jahrh.  eingetragen
“In  Brunswick  habeo  Petrum  de  Aquila  depositum  apud  Heynricum
Lyneken  secundarium  ibidem’.  Die  Hs.  wurde  1891  von  einem

Leipziger  Antiquar  gekauft.

Theol.157  Perg.  noch  17  Bl.  zu  31:20  cm  (viele  Blätter
sindausgeschnitten)  Bl.2—16  roth  rubrieirt  XIVJahrh.,  Bl.1  und  17:
XV  Jahrh.;  von  mehreren  Händen  Holzband  mit  sestempeltem  Leder
überzogen:  Messingschliessen  und  lederne  Bänder;  oben  eiserne  Kette
        <pb n="395" />
        .   Theol,156h—158  389

Bl.2—9  Sermones  de  tempore:  Bl.2  Dom.5  post  pentee.,
nur  der  Schluss;  dann  dom.6  “Omnis  qui  iraseitur  fratri  suo...  In
hoc  ewangelio  duo  .  .,  bis  dom.10,  dann  Bl.5  dom.17—19.   BI6
Schluss  von  dom.1  adventus;  dann  dom.2  “Erunt  signa  .  .  S.  Lucas
seripsit  nobis  .  .’,  bis  dom.2  post  Epiph.,  die  Hälfte  von  Bl.9b  ist
leer.  Am  Rande  eine  aus  geraden  und  Kreislinien  bestehende  Figur,
darunter  “Nota  preces  ad  mat(utinas):  Ego  dixi.  ..  Oben  auf
Bl.9b  steht  "1360  finivi  eirca  festum  corporis  Christi,  et  tunc  ipse
iussit  me  abire,  cum  secum  fuissem  in  Fosendal”.

Bl.10  Uber  das  jüngste  Gericht  “Tre.L.  Convolute  sunt  ...  Item
laborant  sine  fine  .  .”  (der  Anfang  scheint  zu  fehlen).  Bl.11  ‘Si
linguis  hominum  .  .  Praesens  epistula  consistit  .  ..  Bl.12b  “Cum
jejunatis  ...  In  ew.  praesenti  .  ..  Bl.13b  De  dedie.  ecel.  “Dedicatio
  ecel.  inter  alias  festivitates  .  ..;  auch  in  München  Clm  12208
Bl.381  und  3752  Bl.117   Bl.14  De  S.  Mathia  “Et  cecidit  sors  .  ...
Bl.14b  Uber  die  zehn  Gebote  Seriptum  legimus  in  libro  Esdre,
quod  filiis  Ysrael  .  .’,  dann  “Primum  praeceptum  est:  Non  adorabis
deum  alienum,  id  est  non  debes  recipere  .  .;  brieht  Bl.16b  im
9.  Gebote  ab.

Bl.1  ist  der  linke  Theil  einer  Pergamenturkunde,  ausgestellt  von
“Hartungus  d.  gr.  abbas  monasterii  M.  .’,  betr.  “proventus  certorum
bonorum  agrorum  et  ortorum  in  campis  et  pagis  de  prope  Eynbeck’,
144]  "die  vero  Mercurü  .  ..  Septembris  .  ..  Bl.17  ist  der  untere
Theil  einer  Appellationsschrift  gegen  den  Dekan  Johannes  van  dem
Rode  an  den  Erzbischof  Theodericus  von  Mainz,  ausgestellt  von
Johannes  Grymeselle  clericus  Hildensemensis  publieus  imp.  auct.
notarius,  “lecta  ...  in  opido  Gotingen  Magunt.  dioc.  in  ecel.  parochiali
S.  Albanı”.  Im  innern  Einbande  Synodalbeschlüsse;  genannt  ist
das  Jahr  1312.  Von  spätern  Händen  (17  und  18  Jahrh.)  sind  auf
mehreren  Blättern  Notizen  über  Einnahmen  und  Ausstände  eingetragen.


Vorgeheftet  ist  ein  Brief  von  C.  J.  Helmkampf,  Keula  12  Jan.
1775,  mit  dem  er  die  Hs.  der  Bibliothek  schenkt  und  worin  er  angiebt,
  sie  stamme  aus  dem  ‘l1/,  Stunde  von  hier  belegenen  Guth
Utte(n)rode’,  welches  "ehedem  dem  ausgerotteten  Tempel-Herren
Orden  gehöret”  habe.

Theol.158  Perg.  106Bl.  zu  32:21!/),  cm  zweispaltig
geschrieben;  rothe  Überschriften;  rothe  und  blaue  Initialen  1459
Holzband  mit  gestempeltem  braunem  Leder  überzogen;  Messingschliessen


(Gallus,  abbas  eoen.  Aulae  Regiae  prope  Pragam,  0.  Cist.),
Malogranatum,  Buch  Il.

Bl.2  “Registrum  in  primum  librum  Malogranati”.  Bl.2b  “Prologus
  in  libros  Malogranati  tractantes  de  tripliei  statu  religiosorum:
Notandum  quod  opus  subsequens  .  ..  “Ine.  liber  Malogranati  primus
tractans  de  statu  ineipientium  .  ..:  Sancta  trinitas  .  ..  B1.106b
‚Explieit  primus  liber  Malogranati  tractans  de  statu  ineipientium.  Deo
aus’.

Auf  Bl.1b  eine  ausradirte  Notiz  des  Klosters  Mariac  Magdalenae
prope  Hildensem  über  den  Schenker  des  Buches  “habemus  ex  testa-
        <pb n="396" />
        390  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

mento  Brunonis  Warendorpes  quondam  proconsulis  in  Lubeck  .  .’;
Bl.1a  ‘a.1459  ..  seriptus  et  datus  est  praesens  liber  sororibus  b.
Marie  Magdalene  extra  muros  Hilden.  Orate  pro  hiis  a  quibus  est
datus..  ..  Darunter  ‘.  .  comparabat  Bibliotheca  (Name  ausradirt)
ex  auctione  B.  M.  Magdalene  13  imp.  13  gr.  1758”.  1845  aus  Fr.
Bergmann’s  Bibliothek  erkauft.

The01.159  120Bl.  zu  21:141/,cm  14  Jahrh.

(Hugo  de  Argentina),  Compendium  theologicae  veritatis.

Bl.1  Tituli  der  7  Bücher.  Bl.3b  Anfang  “Veritatis  theologice
sublimitas”.  Bl.119b  Schluss  "secundum  merita  recipiet  sine  fine.
Explicit  iste  liber’.  Dann  14  gereimte  Hexameter  über  die  Laster
und  Tugenden  “Carnis  alo  fluxum  .  ..

Auf  Bl.120b  steht  “Liber  iste  spectat  ad  ecclesiam  s.  Petri  Valliswinppinensis

  (Wimpffen  im  Thale)’.  1789  in  Speyer  erkauft.

The01.160  Perg.  118Bl.zu  201/,:15cm  zweispaltig

geschrieben;  roth  und  blau  rubrieirt;  rothe  Überschriften  XVJahrh.

Catena  patrum  über  Cantica  Canticorum  Cap.I—U,  in  28  Capitel
eingetheilt;  niederländisch.

Bl.1  ‘Dit  is  dat  eerste  stuce  van  Cantica  Canticorum’.   BI.2  ‘Sinte
Johan  sach  in  apocalipsi  een  boece  in  des  gheens  hant,  die  op  den
troen  sat.  .".  Bl.3  “Hier  beghint  dat  eerste  capittel  van  cantica
canticorum  ende  daer  op  der  leeraersen  glose’,  Anfang  “Hi  cusse  mi
mitten  cussen  sijns  selfs  monde.  Barnardus,  Salomon  heeft  drie
boeke  ghemaect’;  Bl.7  ‘na  enen  anderen  sin’,  Anfang  “Hi  cusse  ..
monde.  Vercellensis.  Na  dat”.  BI.76  (Anfang  von  Cap.II)  Hier
na  volghet  datX  VIII  capittel  “Also  als  die  lelie  is  onder  die  doerne  .
Schluss  Bl.118b  “Hier  eynden  twee  die  eerste  capittele  wt  cantica
canticorum’,

Citirt  werden  Ambrosius,  Anselmus,  Augustinus,  Beda,  Bernardus,
Cassianus,  Dionysius,  Gregorius,  Hieronymus,  Hugo,  Isidorus,  Lyneonus,
Örigenes,  Richardus,  Seneca,  Vercellensis.

Eine  niederdeutsche  Handschrift  desselben  Theils  dieses  Werkes
mit  dem  Titel  "Bedudinge  op  Cantica  Canticorum’  befindet  sich  in
der  Arnswaldtschen  Sammlung,  vgl.  Jahrbuch  des  Ver.  f.  niederd.
Sprachf.  X  (Jahrg.  1884)  S.13.

Auf  Bl.1b  steht  “Dit  boec  echt  den  susteren  regulierissen  tot  sinte
Dyonys  in  Aemstelredam’.  Aus  der  Bibliothek  der  deutschen
Gesellschaft  zu  Göttingen.

Theol.161  99  beschriebene  Bl.  zu  37:23em  17  Jahrh.

“Miscellanea  rerum  ecelesiasticarum  illustrium,  magna  ex  parte
domini  (J.)  de  Filesac  Doct.  theol.  Par.”  Dieser  Titel  ist  von
jüngerer  Hand  vorgesetzit.  Die  Hs.  enthält,  von  verschiedenen
Händen  geschrieben,  meist  in  Reinschrift,  eine  grosse  Anzahl  kleiner
Aufsätze  und  Bemerkungen  kirchengeschichtlichen  oder  kirchenrechtlichen
  Inhalts  in  lateinischer  oder  französischer  Sprache.  Die  behandelten
  Materien  sind  sehr  verschieden;  nur  einiges  mag  daraus
hervorgehoben  werden:  Bl.2  Historia  schismatis  Donatistarum.
Bl.6  Quaestio  de  regionibus  et  ecelesiis  suburbicariis.  Bl.8  De
appellationibus  transmarinis.  Bl.10  De  translatione  imperii.
        <pb n="397" />
        The01.159  —  162  391

Bl.12  De  primatu  summi  pontifieis.  bl.27  Des  rescripts,  bulles,
signatures  et  expeditions  en  cour  de  Rome.  Bl.30  Droict  de  la
reserve  des  huicts  mois  au  pape  et  quatre  aux  ordinaires  en  Bretagne.
  Bl.32  De  patriarcharum  origine.e  BI.35  Des  droiets  des
archevesqunes  et  metropolitains.  bBl.38  Memoire  pour  l’institution
des  prelats.  Bl.41  Traetatus  de  audientia  episcopali.  Bl.  56
De  origine,  authoritate  ac  iurisdietione  curatorum  et  religiosorum.
Bl.66  An  heretiei  sint  puniendi.  Bl.73  Histoire  des  trois  temples
de  Jerusalem.  Bl.81  De  origine  usu  ac  mutatione  offieii  divini.

In  den  gedruckten  Schriften  Jean  Filesac’s  (7  1638)  findet  sich  keines
dieser  Stücke;  eine  Vergleichung  der  Schriftzüge  mit  denjenigen
des  cod.  Theol.73  ergiebt  kein  sicheres  Resultat.

Die  Hs.  stammt  aus  der  Bibliothek  von  Magnus  Crusius  (Hamburger
Auktionskatalog  S.10  n.175);  ihr  Inhalt  ist  genauer  verzeichnet  in
W.cCh.J.  Chrysander’s  Prolog  zu  dem  Orusiug’schen  Auktionskatalog
(Mindae  1751)  p.9ff.

Theol.162  446  Bl.  zu  31:22cm  (manche  Blätter  sind
leer)  Mitte  des  16  Jahrh.  Holzdeckel  mit  Rücken  von  gepresstem
weissem  Leder,  noch  1  Messingschliesse

Varia  scripta  ad  historiam  ecelesiasticam  pertinentia,  1418
bis  1552,  meist  1550/1;  auf  dem  innern  Vorderdeckel  steht  “Collecta
haec  ita  sunt  partim  a  Mathia  Flacio  Illyrico,  partim  ab  ejus
successore  In  conjugio  H.  Petreo  J.U.D.  etaliis.  Justus  von  Dranszfeld
1701’.

Bl.1  Alexander  Ales(ius),  “Oratio  habita  Lipsiae  in  promotione
quatuor  Doctorum  Theologiae’  (zwischen  1541  und  1565);  B1.6—10
leer.  Bl.11  ‘De  Synodis.  Quod  cognitio  de  Doctrina  pertineat  ad
delectos,  pios  et  doctos,  tum  Sacerdotes  tum  Laicos’;  am  Schluss
steht  “Per  Phil.  Melanch(thonem)’  und  ein  Distiehon  anf  ihn.

Bl.  13  Kirchengebet,  "manus  M.  Georgii  Coelestini’”.  Bl17  Etliche
tröstliche  vermanuugen  in  sachen  des  heiligen  Gotlichen  wortts,  aus
D.  Luthers  schrifften  zusamen  getragen’;  BI1.22  Icer.  B1.23/4
“Warer  bericht,  wan  wie  unnd  warumb  die  Predicanten  ..  zu  Augspurg
  auss  befelch  kay.  Mat  durch  den  Bischoff  von  Arras  (Granvella)
und  Doctor  Scelden  sindt  enturlaubet  und  der  Stadt  vorwiesen
worden  a.1551’,  “manus  Joh.  Fr.  Coelestini’;  Bl.27/8  "  Ausstzugk
aus  dem  Beschlus  des...  Landtags  zu  Leiptzigk  in  Weynachten  1549’,
Druck.  Bl.30  “Epitaphium  der  ..  Matronen  Elizabet  Sultzin’,
27  Reimpaare,  1550  von  ihrem  Manne  verfasst.  Bl.32  “Formula
Deelarationis  her  Laurenntzenn  vorgestellet’,  aussen  bezeichnet  "1551.
Der  prediger  handlung  zu  Lucweck’  (niederdeutsch),  Bl.36  “Forma
audiendi  confessiones”.  Bl.38  ‘Primum’  und  B1.38b/40  “Seeundum
  decretum  quartac  sessionis  Tridentini  eoncilii,  8  Apr.  1546  celebratae’;
  gedr.  bei  Le  Plat,  Canones  et  deereta  .  .  eone.  Trid.  (1779)
S.18—22.  Bl.42  Stadt  Magdeburg  an  den  Reichstag  zu  Augsburg,
15  Oet.  1550;  B1.43b/46  Stadt  Bremen  an  denselben,  13  Oet.  1550.

Bl.  48  Propositionen  des  Kurfürsten  (Moritz)  von  Sachsen  auf  dem
Landtage  zu  Torgau,  28  Oct.  und  3  Nov.  1550;  B1.50b  die  Verordneten
  von  Donicapitel  und  Ständen  des  Erzstifts  Magdeburg,  Grossensaltza
  5  Nov.  1550;  Bl.52b  der  Landtag  an  den  Kurfürsten;  B1.54
        <pb n="398" />
        392  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Landtagsabschied  1550.  Bl.56  Erklärung  (Karl’s  V)  über  die  Antwort
  der  Reichstände  auf  die  ihnen  gethane  Proposition,  “vorlesen
den  7  Sept.  a.50”.  Bl.64  Karl  (V),  betr.  Tuchhandel,  Bergen  in
Henigaw  (23?)  Aug.  1549;  Bl.65/6  leer.  b1.67/8  “Kurtzer  begriff,
was  die  kay.  Mat.  Gemainen  Reichsstenden  proponirt’.  B1.70/3
KarlV  setzt  “in  provineiis  inferioris  Germaniae.  .  certos  inquisitores
hereticae  pravitatis’  ein,  Bruxellae  31  Maii  1550.   BIl.75  (Karl  V),
“Proposition  auff  dem  Reichstag  Auspurgk  a.1550’.  Bl.83  “Ex
libro  propheciarum  rev.  M.  Reynaldi  ÖOxoniensis,  qui  mortuus  est
Constantiae.  A.  d.  1422’,  68  leoninische  Hexameter  (die  Päpste  betreffend)
  “Demon  regnarvit”.  51.85  “Eynn  bedencken,  wie  key.  Ma.
solt  tzw  antıvortenn  sein,  gestalt  tzu  Pogaw,  da  fürst  Georg  von  Anhalt,
Julius  Pflug,  der  bischoff  tzw  Meissen  undt  Philippus  Melanthon  sindt
beyeinander  gewest  den  20  Aug.  a.1548’.  Bl.87  ‘Eyn  frag,  ob
eyner  mit  guttem  gewissenn  fur  gott  muge  mehr  ehefrawenn  haben
alss  eyne  .  ..  Bl.95  KarlV,  Vorschläge  wegen  “Friedens  und
Rechtens’,  die  Religionsfrage  auf  dem  Reichstage  betr.  Bl.  101
“Ursprung  der  Graven  von  Nassauw  .  ..  Datum  .  .  1418’;  B1.105/8
leer.   Bl.109  Antwort  der  Eidgenossen  an  die  Reichsstände,  Baden
in  Ergaw  29  Apr.  1544,  “leetum  Spire  ..  6  May  a.4+4’,  vgl.  Sammlung  der
eidgen.  Abschiede  IV,  1,  d(1882)S.371.  Bl.113KarlV,  Antwort  auf
das  Bedeuken  der  Reichsstände  wegen  der  Religionssachen,  12  Juli
(1541).  Bl.116Caspar  cardinalisContarenus,  ‘de  his,  quae  in  negocio
religionis  tractata  sunt  inter  collocutores  Catholicorum  et  Protestantium’.
   DBl.117  Johan  Knebel,  zeitungsartiger  Bericht  an  den  Pfarrer
zu  Hanan,  an  Erasmus  Sarcerius  und  andere  in  Hessen-Nassau  (Bl.  113
bis  116  waren  Beilagen  dazu),  12  Juli  (15)41,  Concept.  Bl.119
“Artieuli  indutiarum  .  .  Niceae  14  Cal.  Juli)  1538’  (französisch  im
Histor.657  Bd.22  BI1.106).  Bl.121  "Ad  Caes.  maiestatem  et  ad
omnes  Ohristiani  nominis  reges  ac  principes:  De  bello  Christiane
gerendo  .  .  commonitio  ..  .’,  von  Gerardus  Virgineus  (in  ecel.  cathol.
minister  verbi  dei).  Bl.126  “Epistola  divi  Hulderichi  Augustensis
ep.  (7  900),  adversus  constitutionem  de  cleri  coelibatu,  plane  referens
apostolicum  spiritum’:  Abschrift  aus  Chronicum  abbatis  Urspergensis
1537  8.436/9.  Bl.128  “In  causa  inquisitionis  coram  nobis  Petro
Curtio  plebano  ecel.  S.  Petri  Lovaniensis  .  .’:  Urtheil  gegen  fr.  Petrus
Alexandri  s.  Theol.  Prof.  wegen  Irrlehre  (Verbrennung  seiner  Bücher),
Brux.  2  Jan.  1544  more  Gallicano.  Bl.132  Phil.  Melanthon,  “die
Elisabethae  conterraneae  tuae’  (19  Nov.  1549);  gedr.  nach  dieser  Hs.
im  Corpus  Reformatorum  VII  (1840)  Sp.507.   Bl.134  “Aulae  Caesarianae
  consideranda  hoc  tempore’,  3.1549  mense  Julio.  Bl.136  Jo.
Calvinus  über  ein  im  Druck  erschienenes  Bild:  “Dis  ist  die  bildtnus
und  controfeitung  eines  heiligen  mans  .  .  zu  Mömpelgart..  1549...
Ist  feil  zu  Paris.  .,  deutsch;  B1.138/40  leer.  Bl.141  “Grüntlicher
bericht  der  vorigen  und  jezigen  ergangnen  handlungen  von  den
Adiaphoris  und  mitteldingen’,  voran  eine  Vorrede;  (Bl.149  ist  der
Anfang  des  bei  de  Wette,  Luthers  Briefe  V  S.751  gedruckten  Briefes
von  Luther,  die  Magdalenae  1545,  eingeschaltet).  BI.171  Entwurf
einer  Schrift,  dass  die  defensio  (gegen  die  Obrigkeit  in  Sachen  der
Religion)  recht  sei,  und  dass  jedermann  schuldig  sei  sich  zu  hüten,
dass  er  nicht  helfe  Abgötterei  und  andere  Sünden  zu  stärken;  Bl.185/91
        <pb n="399" />
        Theo1.162  893

leer.   B1.192  “Philippi  Melanchtonis  bedencken  des  Interims  halb
H(erzog)  Moritz  zugeschickt  a.1548’.  Bl.196  “Disputatio  de  conditionibus
  pacis  permittendae  Lutheranis  ut  speratur,  sed  frustra’,
am  Schluss:  (Alex.)  Alesius.   DBI.199  “Lueifers  Klag  das  sein  Kind
Interim  nit  genesen  mag’,  71  Reimpaare  “Ich  armer  Teuffel  muss
beklagen’,  im  Schlussverse  nennt  sich  als  Verfasser  “Hans  Gnista
prediger  in  Gottland’.   B1.202  “Merlini  vetus  vatieinium:  Gallorum
levitas  .  .,  10  Hex.,  =  cod.  Luneb.  2  Bl.144a;  “Abbas  Joachimi  in
fine  comm.  in  Jeremiamseripti  ad  filiam  Barbanissae:  Veniet  aquila.  ..
“In  Genesin  Phil.  Me(lanchthon)’,  “In  historias  Regum’,  “In  prophetas’,;
  Bl.203  “De  Moise  pereutiente  petram:  Qua  regione  Arabum  ..’:
4  Gedichte,  alle  gedr.  im  Corpus  Reformatorum  X  S.650,1  und  624.

Bl.  205  “Instruction,  damit  das  Interim  unther  den  Graven  publieiret”.
Bl.207  Abschied  der  am  25  Sept.  1548  zu  Dillenbergk  versammelten
Synode  über  das  Interim  (mit  Verzeichniss  der  Theilnehmer).
Bl.211b  Casus  episcopi  Datiae  capti  et  liberati  postea,  descriptus
carmine  a.1532°.  Erzählung  des  “antistes  Johannes  Feionianus’  (Jens
Andersen  Beldenak,  vgl.  Dansk  Biogr.  Lexicon  udg.  af  Bricka  I  242)
über  die  ihm  von  Christoph  Rantzau  zugefügten  Misshandlungen  ‘Mille  et
quingentis  annis  binisque  triginta’,  68  Hex.;  ein  anderes  Gedicht  von
ihm  desselben  Inhalts  (in  Distichen)  ist  gedr.  in  Langebek’s  Seriptores
rer.  Dan.  VIIL  (1834)  8.527.  Bl.213  Vorhaltungen  von  den  Rätlen
des  Kurfürsten  von  Sachsen  an  die  Prediger  der  alten  Stadt  Magdeburg,
  13  Nov.  1551,  und  deren  Antwort  darauf.  B1.220  Vergleich
zwischen  Greger  Forberger,  Burgermeister  zur  Mitweide,  und  Urban
Kirpach,  seinem  schwager,  betr.  das  Vermögen  des  Nickel  Bauersangk,
Dornstag  nach  Omnium  Sanetorum  (15)44,  Orig.  mit  Siegeln,  nebst
Bl.  224  “Inventirung  der  farendenn  hab.   BlI.226  “Keyser  Karols(V)
Jurament..  denn  Churfürsten  sampt  dem  gantzenn  Reich...  gethann’,

3  Julii  1519.  B1.234  “Quaestio,  utrum  nostri  homines  ad  Synodum
Tridenti  indietam  accedere  debeant,  cum  id  sine  maximo  periculo
nequeant”.  Bl.238  (Sebastian  Besselmeyer)  “Kurtzer  bericht,  was

nach  der  Belagerung  Braunschweig  ...  sich  .  .  für  Magdeburg  und
der  selbigen  Belagerung  zugetragen  ...,  auch  von  den  vornemesten
Scharmützeln  ...,  jhm  jahr  der  Mindern  Zal  50  und  51...  Der
.  .  .  .  .  -  c  Tr  &amp;gt;,  °

Bericht  stimmt  im  allgemeinen  mit  dem  Druck  von  1582  “Warhafftiger
Bericht,  Des  Magdeburgischen  kriegs...  Durch  S.  Besselmeyer”  überein,
  während  der  (ältere)  Basler  Druck,  der  bei  Hortleder,  Handlungen
und  Aussehreiben  II  (1645)  S.1194ff,  wiederholt  ist,  abweicht;  die
Is.  schliesst  B1.259  “Dienstagk  den  17  Nov...  nach  Erfurth  gezogenn’,
  hat  also  wenige  Zeilen  mehr  als  der  Druck  von  1582.

Bl.260  Prognostication,  “Ein  gemeine  vorrede  dieser  prognostication.
Deutschland  wird  acht  iare  kein  ruhe  haben  .  ..  Bl.262  Julius
papa  III  Henrico  iun.  et  Carolo  vietori  duceibus  Brunsv.  et  Lun.,  Romae
apud  S.  Petrum  sub  annulo  piscatoris  17  Fehr.  1551  (Absolution).

B1.264  “Pontificalis  ordinis  liber..  /,  nur  Inhaltsverzeichniss.  Bl1.267
Joannes  (Aepinus?)  Philippo  Melanchtoni,  IHamburgae  10Dee.  (1551):
“Dux  Prussiaeus  confessionen  Osiand..  B1.268  “Wie  ein  Briff  gefundenn
  ist  wordenn  pei  Ileidensheim  von  einer  offenbarung.  Dieser
Briff  ist  funden  wordenn  in  der  Cappelun  bei  Heinsheim  der  dishalb
auff  der  hoeh  gen  Nurnberck  wer...  in  dem  Ixxxvii)  und  xiij°  Jahr  ..
        <pb n="400" />
        394  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Ich  bruder  Sigwalt  ein  werntlicher  priester  .  .;  Bl.269  “Hie  hebt  sich
ahn  eine  Erscheinung  und  offenbarung”.  Bl.273  Jo.  Bugenhagen,
Jo.  Forsterus,  Paulus  Eberus,  Brief  über  Melanchthon’s  judieium
de  Osiandro,  Witembergae  d.  conv.  Pauli  ap.  (25  Jan.)  a.1552.
B1.277  “Doctrina  de  sacrifieio  Missae  .  ’,  Praefatio  und  Anfang  von
Cap.1;  =  Bl.379.  B1.278  Schmähgedicht  von  1552  auf?,  13  Reimpaare
  ‘Christus  wort  hat  er  vor  bekanndt  lauter  und  klar  Als  man
zalt  1529  jar  nach  und  vor  Sein  puchle  vom  zorn  und  guete  gotts
zaigt  das.  ..  B1.280  Phil.  Melanthon  (nicht  eigenh.),  Zeugniss
für  Jo.  Meilerus,  Noribergae  13  Febr.  1552,  nach  dieser  Hs.  gedr.  im
Corpus  Ref.  VII  943.   BIl.281  Epigramme  auf  Magdeburg  “Sturmii:
Paedopolis  fueram  .  .,  3  Distichen,  "Sapidi:  Ante  quidem  .  .,
2  Dist.,  "Aurelii  Vergerii:  Multa  quidem  .  ’,  3  Dist.;  am  Schluss
steht  °M.  Jo.  Th.  Hausnerus  eivis  Magdeburgensis  ..  Friderico  abbati
S.  Egidii  Norimb...  a.52  manu  propria  depinxit’.  B1.282  "Seriptum
d.  Philippi  (Melanchthonis)  in  causa  excommunicationis’  “an  Fürst
Wilhelm  von  Hennenbergk  (Febr.)  des  iars  1552  Noribergk’;  gedr.
nach  dieser  Hs.  im  Corpus  Ref.  VII  957.  B1.282b  (von  derselben
Hand)  “Osiandri  Fundamenta  ..  Ex  libello  Osiandri  Wider  den
liech(tJflüchtigen  Nachtraben.  10  Januarii  auf  Königspergk’.   BI.283
“Pronostieationes  Johannis  Bavarij  Dr.  Med.  ab  a.(15)51  usque  ad
70’  (deutsch),  am  Schluss  “Getruckt  zu  Krackow  .  .,  also  Abschrift
aus  dem  Druck.  Bl.286  “Ferdinandus  (D,  Instructio  earum
rerum,  quas  rev.  Georgius  ep.  Zagraviensis  nec  non  nobilis  D.  Didacus
Lassus  de  Castilia  nostri  consiliari  .  apud  .  .  Julium  III...  summum
pontificem  ..  tractare  et  expedire  debent’,  in  arce  nostra  regia  Brachi
2  Jan.  1552,  “aus  einem  incorrecten  Exemplar  abgeschribenn’.
Bl.302  Philippus  Melanchthon  (Friderico  abbati  Norimb.),  Wormatiae
  27  Nov.  1540,  gedr.  Corpus  Ref.  III  1174.  Bl.303  Philippus
Melanthon  (nicht  eigenhändig),  Zeugniss  für  Leonartus  Semerus,
Noribergae  in  die  natali  imp.  Caroli  Quinti  (24  Febr.)  1552;  aus  dieser
Hs.  gedruckt  im  Corpus  Ref.  VII  953;  Bl.304/5  leer.  B1.306  Martinus
Luther  magistro  Simoni  (Wolferino)  pastori  apud  S.  Andream  Eislebie,
  feria  4°  post  Petri  et  Pauli  (4  Juli)  1543;  gedr.  bei  de  Wette,
Luthers  Briefe  V  (1828)  8.572.

Bl.308  "Die  Würtenbergische  Rethe  und  Gesandten,  nemblich
Balthasar  vonn  Gutling,  Lodwig  vonn  Frawenberg  unnd  D.  Johan
Fessler  sein  uff  sambstag  nach  Trium  regum  a.(15)47...  zu  Heilbron
vor  k.  Mt.  erscheinen  .  .  unnd  geknyhet.  .  biss  nachfolgende  fürtrege
beschehen  .  ’.   BI.312  Ulrich  Hz.  zu  Würtemberg  an  den  Kaiser,
Ballingen  20  Dec.  1546”  (praes.  22  Dec.  1546).  Bl.314  Karl(V)  an
das  Fürstenthum  Würtemberg,  Rotemburg  an  der  Tauber  14  Dee.
(15)46;  inserirt  ist  Karl’s  V  Schreiben  an  Herzog  Ulrich  v.  W.  von
demselben  Datum.

Bl.318  Johann  (IV)  Ludewig  Erzbischof  von  Trier,  Pallzell
Mittwochs  nach  Kiliani  a.(15)43.

Bl.320  Johannes  Funck  an  Joachim  Morlin,  7  Nov.  1551.

Bl.  323  Responsio  doctoris  Wittenbergensis  Jochimi  Morlini  ad  literas
Funcken  Johannis,  im  Kneiphoff  9  ‘Nov.  1551  (“diesen  meinen  brief
wollet  yr  neben  den  euern  schreiben,  wan  yr  den  aus  gebet;  ich
wils  auch  thuen’).  B1.327  Andreas  Osiander  Joachimo  Morlin,
        <pb n="401" />
        The01.162  395

19  Apr.  0.  J.  und  27  Apr.  1551.   B1.327b  “In  Philippomastiga  Regiomonta(num),
  (d.  i.  Osiander):  Zoilus  eximii’  16  Distichen,  unterzeichnet
  “Joan  Melantophilus  Antosiander’;  Bl.228b  ‘Alius  pasquillus:
Laudibus  eximii  dignus  Poliander  honoris’,  4  Dist.;  “In  Zoilum:  En
tibi  Mome’,  7  Dist.;  “Jocus:  Quisquis  ades’,  7  Dist.;  “Epigramma:
Omnibus  ut  pedibus’,  5  Dist.;  alles  von  derselben  Hand,  wie  Bl.327.
Bl.329  D.  Johan  Pfeffinger  und  5  andre  (lutherische)  Capläne  an
einen  Fürsten,  Leypzigk  Sontagk  nach  Nativ.  Marie  (15)46.

Bl.335  Akten  vom  Tiridentiner  Goncil  (jedenfalls  für  die  kursächsischen
  Abgesandten  abgeschrieben;  der  Wortlaut  stimmt  nicht
immer  mit  dem  der  angeführten  Drucke  überein,  bei  den  Verhandlungen
  sind  die  Namen  der  Redner  nur  selten  zugesetzt):  B1.335
“Deeretum  de  reformatione’,  Prohemium  und  Canon  1—13  (sessio  14)
—Le  Plat,  Canones  et  deereta  (1779)  8.153—162.  B1.339  “Decretum
  de  sacramento  eucharistiae,  publicatum  in  sessione  (13)  11  Oct.
1551’  =  Le  Plat  S.111—121,  jedoch  vielfach  abweichend.  Bl.341b
“Modus  .  .  in  pronuneiandis  sententis  .  .,  abweichend  gedruckt  bei
A.  Theiner,  Acta  genuina  ..  Coneilii  Tridentini  ..  ab  A.  Massarello  ..
conseripta  I  (1874)  8.489.  Bl.342  "Licentia  rev.  legati’,  gedr.
Theiner  S.489.  “Artieuli  de  Sacramento  Eucharistiae  per  D.  Theologos
  examinandi  an  sint  haeretici  .  .,  gedr.  Theiner  8.488.
“Deeretum  prorogationis...  publicatum  .  .  11  Oct.  2.1551’  =  Le  Plat
S.126.  Bl.342b  “Salvus  conductus’  =  Le  Plat  S.127.  Bl.343

“Instrumentum  salvi  conductus  promulgatum  .  .  11  Oet.  1551’,  am
Schluss  “Ego  Angelus  Masarellus  .  .  subseripsi  .  .,  ego  Nicolaus

Driel  ...  pracsens  .  .  confeei  instrumentum  .  ..   DBl.345  “Canones’
(25  Nov.)  und  Bl.347b  “Doctrina  de  sacraımento  poenitenciae  et  extrema
  unctione  .  =  Le  Plat  S.148—  152  und  133—148.  B1.355
Disputationen  auf  dem  Coneil  (über  Messe  und  Priesterweihe)  vom
14,  17,  10,  11,  12,  9,  10  Dec.  1551  (vgl.  den  Inhalt  bei  Theiner  I
602—624).   B1.379  (vgl.  Bl.277)  “Doetrina  de  sacrificio  Missae  confecta
  cx  sentenciis  Theologorum,  examinanda  per  patres’,  gedr.  bei
Le  Plat,  Monumentorum  ad  hist.  Conc.  Trid.  .  .  colleetio  IV  (1784)
8.389-—395,  doch  lautet  das  4  Capitel  völlig  anders.  B1.387/8  leer.

Bl.389  Disputationen  über  die  Messe  vom  8,  19,  20,  22,  23,  29  Dee.
1551.  Bl.415  Leon.  Badehorn  Ph.  Melanchtoni,  Tridenti  3  Febr.
(1552),  aus  dieser  Hs.  gedr.  im  Corpus  Ref.  VII  934;  Bl.415b  Wolff
Koller  und  L.  Badehorn  (Abgesandte  des  Kurfürsten  Moritz  von
Sachsen)  an  die  von  dem  Kurfürsten  von  Sachsen  “verordenten  .  .
Theologen  zu  deme  Coneilio  gegen  Triendt’,  Triendt  2  Febr.  1552,
aus  dieser  Hs.  gedr.  ebenda  932;  Bl.417  Kurtzer  Bericht  derselben
über  die  jüngsten  Ereignisse,  aus  derselben  Zeit  (unvollständig);
Bl.413  Joan.  Sleidanus  Ph.  Melanchtoni,  Trid.  3  Febr.  1552,  gedr.
aus  dieser  Hs.  im  Corpus  Ref.  VII  934;  über  jedem  dieser  Briefe  steht
“10  Feb.  hora  6°.  Bl.419  Episcopus  Atrebatensis  (Granvella)  an
Koller  und  Badehorn,  Ynspruck  23  Jan.  (15)52  (als  Beilage  erwähnt
in  dem  Briefe  Bl.415b).  Bl.421  Koller  und  Badehorn,  “Model
eines  priefis  an  di  Herren  von  der  Regierung  zu  Yspruck’:;  B1.422
dieselben  an  die  von  dem  Kurfürsten  von  Sachsen  verordneten  Theologen
  zu  Augsburg  (Melanehtlion  ete.),  Trient  30  Jan.  1552.   Bl.424
Kurfürst  Moritz  an  Koller  und  Badehorn,  Dresden  3  Jan.  (15)52.
        <pb n="402" />
        396  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.425  Karl  V,  Aufforderung,  besonders  an  die  Prötestanten,  zur
Theilnahme  am  Coneil  von  Trident,  nebst  Zusicherung  freien  Geleits,
Augspurg  23  Martii  1551.  Bl.428  Reiseroute  der  kursächs.  Räthe
von  Augsburg  nach  Trient  (Beilage  zu  Bl.422).  DBI.429  “Das  vortragen
  zu  Trent’  von  den  kursächsischen  Abgesandten;  Bl.435  “Propositio
  Latina’  derselben,  gedr.  bei  Le  Plat,  Mon.  Collectio  IV  464;
Bl.441/2  leer.   BI.443  "Salvus  conduetus  ipsius  Coneilii  Tridentini’
5  Jan.  1552  (der  bei  Le  Plat,  Canones  et  decreta  S.164/6  gedruckte
Salvus  conduetus  ist  inserirt),  am  Schluss  “Ego  A.  Masarellus  .  .
subscripsi’  ete.,  vgl.  Bl.  343.

Auf  dem  innern  Vorderdeckel  steht  ein  kurzer  Index.  Von  einer
Hand  (Flacius’?),  die  Bl.260  und  282  geschrieben  hat,  finden  sich  zu
einigen  Stücken  Verbesserungen  am  Rande.

Theol.163  II  Bl.  +  202  Seiten  zu  201/,  :  151/,  cm  1829

“Ergänzungen  zu  W.D.  Fuhrmann’s  Handwörterbuch  der  christl.
Religions-  und  Kirchengeschichte  (1.—3.  Band,  Halle  1826—  29)  von
demselben  gesammelt’.

Nach  der  aus  Hamm  1829  datirten  Vorrede  sind  es  diejenigen
Artikel,  die  von  dem  Herausgeber  des  Wörterbuchs  A.  H.  Niemeyer
verändert  oder  wegen  ihrer  geringeren  Bedeutung  ausgeschieden
worden  waren,  vgl.  Allgem.  deutsche  Biographie  VIII  191.

1842  aus  dem  Vermächtniss  des  Verfassers.

Theol.163d  384  Seiten  zu  251/,:21lem  19  Jahrh.

(August)  Neander  (7  1850)  Kirchengeschichte  I.  Nachgeschriebenes
  Collegheft,  am  Schluss  unvollständig.

1881  aus  der  Bibliothek  des  Repetentenstifts  zu  Göttingen  geschenkt.


Theol.163h  437  Seiten  zu  28:  191/,  cm  1827/8

(H.  G.)  Tzschirner,  Kirchengeschichte  (bis  zur  Mitte  des
16  Jahrh.).  Collegheft,  von  L.  Schweiger  in  Leipzig  1827/8  nachgeschrieben.


1883  aus  Schweiger’s  Nachlass  geschenkt.

Theol.163m  3  Kapseln  mit  je  etwa  400Bl.  zu  22:  17cm
19  Jahrh.

G.Ch.  F.Lücke,  Vorlesungen  über  Kirchengeschichte,  sauberes
Concept.

Band  I  Einleitung  und  ältere  Kirchengeschichte  bis  auf  Karl  den
Grossen  (zuerst  in  Bonn  1822  gelesen);  Bd.  II  mittlere  800—1517,
Bqa.III  neuere  Kirchengeschichte  (zuerst  1825/6  gelesen).  ZUweilen,
  besonders  in  Band  I,  sind  einzelne  Stücke  in  mehreren
Fassungen  vorhanden.

1888  von  Frau  Geh.-R.  Bertheau  in  Göttingen  geschenkt.

Theol.164  243  Bl.zu  21:17em  1720

Jo.  Fr.  Buddeus,  Vorlesung  über  die  neueste  Kirchengeschichte
von  1689  ab,  in  Jena  1720  gehalten,  Nachschrift.  Am  Rande  ist
einigemale  das  Datum  bemerkt.
        <pb n="403" />
        The0l.163—169  397

The0ol.165  228Bl.  (nach  BI.228  sind  mehrere  Blätter
ausgerissen)  zu  201/,  :141/,  cm  zweispaltig  geschrieben;  rothe  und
blaue  verzierte  Initialen,  rothe  Überschriften  15  Jahrh.  Holzdeckel
  mit  braunem  gestempeltem  Leder  überzogen;  Blattweiser  von
farbiger  Seide

“Dat  bouch  dz  leuens  vnsers  lieuen  heren  Jhesu  Cristi’;  Ubersetzung
  der  vita  Christi  des  Bonaventura  (jedoch  der  Anfang  ist
aus  den  meditationes  vitae  Christi  genommen),  in  mittelfränkischer
Mundart  von  Ludolphus  de  Saxonia  Carthusiensis.

Uber  die  verschiedenen  mittelalterlicehen  Bearbeitungen  des  Lebens
Jesu  vgl.  W.  Moll,  Johannes  Brugmann  Il  (1854).  Eine  andere  Hs.
derselben  Über  setzung  (vom  J.1470  aus  dem  Kloster  Wenau)  befindet
sich  in  Namur;  der  Anfang  daraus  ist  abgedruckt  bei  F.  J.  Mone,
Quellen  und  Forschungen  ..  1(1830)  8.475,  es  zeigen  sich  meist
nur  dialektische  Abweichungen;  eine  niederländische  Hs.,  deren  Anfang
  mit  unserer  Hs.  übereinstimmt,  beschreibt  Moll  II  263;  je  eine
niederdeutsche  befindet  sich  in  der  v.  Arnswaldtschen  Sammlung,
vgl.  Jahrbuch  d.  Ver.  f.  niederd.  Sprachf.  X  (Jahrg.1884)  S.33,  und  in
Prag,  vgl.  Zeitschr.  f.  deutsches  Alterth.  19  (1876)  8.93  ff  und  471.

Anfang  Bl.2  “Keyn  ander  fundament  in  mach  nyemant  setzen’;
der  Anfang  bei  Mone  findet  sich  in  unserer  Hs.  erst  auf  BI.3  Dit
leven  sal  der  sunder..  Wan  als  der  sunder  oirtel  gyt  obir  sich  selver
overmitz  bichte  sich  selber  roegende.  ’..   BI.228  bricht  ab  in  dem
Capitel  “Dit  is  eine  vergaderunge  van  allen  dusen  offenbarungen’
—]le.81  des  lateinischen  Drucks;  es  fehlen  also  noch  e.82—89.

Auf  dem  innern  Einbande  steht  ‘Ex  musaeo  Hiegliano  J.M.L.
1724’,  darunter  das  Bücherzeichen  von  Jo.  Mich.  a  Loen.

Theol.166  1Seiteinfol.  16Jalırh.  ‘Has  duas  sententias
  .  .  a  Pontio  Pilato  ..  in  Christum  .  .  latas  ego  Georgius  a
Boyneburgk  in  Lengsfeldt  ...  1549  ..  in  vetusto  quodam  marmore
templi  incisas  reperi  et  bona  fide  descripsi”.
1776  von  Colom  du  Glos  aus  einem  Drucke  herausgenonmen.

The0l.167  S8SBl.  zu  20:17em  1827

L.  A.  Graf  Mellin  “Nachricht  von  einem  bei  Joppe  in  Syrien  gefundenen
  merckwürdigen  Grabstein  (des  Apostels  Petrus)  .  .  aus
dem  Französischen  übersetzt’:  enthält  die  Erzählung  eines  1814  in
Riga  anwesenden  Kapitains,  der  nach  Mellin’s  Erinnerung  Turnonvillier
  hiess;  Riga  im  May  1827.

1828  von  Mellin  geschenkt.

The01.168   S.97—1197  und  mit  neuer  Zählung  1-  688
zu  21:  161),  cm  17/18  Jahrh.

Historia  Eutyehiana.  Ausführliche  Darstellung  der  Gesehichte
des  Eutyehes  und  seiner  Lehre;  in  lateinischer  Sprache.  Zu  Anfang
und  am  Ende  unvollständig.  Die  Hs.  wurde  1811  aus  dem  Nachlasse
  von  H.  Ph.  C.  Henke  in  Helmstedt  gekauft.

T’heol.  169  56  Bl.  zu  331,  :22  em  Reinschrift  des
18  Jahrh.

Schriftstücke  betr.  die  gegen  J.  Hardouin’s  Ausgabe  der  Coneilien
        <pb n="404" />
        398  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

von  Seiten  der  Censur  eingeleitete  Untersuchung:  Bl.1—4b  Auszüge
aus  den  Registres  du  Parlement  1715--1722;  Bl.4b  Avis  donne
par  Denis  Leger,  Pierre  le  Merre  et  Nice.  Bertin....  sur  le  livre
intitule  “Coneiliorum  collectio  .  ..  Über  Drucke  dieser  Schriftstücke
  vgl.  A.  de  Backer,  Biblioth.  des  &amp;amp;crivains  de  la  Compagnie
de  Jesus  T.II  (1872)  col.40  n.55.

Aus  dem  Nachlass  von  Magnus  Crusius  ersteigert.

The01.170  III  +  534  Bl.  zu  37:  241/,  cm  saubere  Reinschrift
  des  18  Jahrh.

Remarques  sur  les  conciles,  par  le  Pere  Louis  Thomassin.
Der  Titel  dieses  noch  ungedruckten  Werkes  ist  von  der  Hand  Magnus
Crusius’  geschrieben,  aus  dessen  Bibliothek  die  Hs.  stammt;  vgl.
Chrysander’s  Prolog  zu  Crusius’  Auktionskatalog  p.14.  Bl.II/III
Table’.

Theol.171  120Bl.  zu  28:19  em  saubere  Reinschrift
des  17  Jahrhunderts  auf  Vorder-  und  Rückseite  des  Lederbandes  in
Gold  gepresstes  Wappen  (3  gekrönte  Leoparden  übereinander)

Commentarius  eorum,  quae  in  celebri  illo  conventu  priore  Nicaeae
in  Bithynia  habito  dieta  et  acta  sunt  interprete  Jacobo  Goupylo
(Goupil  F  1560)  medico.  Ad  illustrissimum  et  reverendissimum  D.  Cardinalem
  Castillionium  patronum  suuın  benignissimum.  Schon  Magnus
Crusius,  aus  dessen  Nachlass  die  Hs.  stammt,  hat  gesehen  und  auf
Bl.1  bemerkt,  dass  das  vorliegende  Werk  nichts  anderes  ist  als  eine
lateinische  Übersetzung  von  des  Gelasius  Cyzicenus  To»  xara
tv  &amp;amp;v  Nixaia  ovodon  roeyHevrov  otvrayua  (BuchlundID);  vgl.
auch  Chysander’s  Prolog  zu  Crusius’  Auktionskatalog  p.12.

Theol.172  514Bl.  zu  30:19  cm  15Jahrh.  Pergamentband
  des  18  Jahrh.

In  nomine  sancte  et  individue  trinitatis  amen.  Hiec  liber  continet
ordinationes  statuta  constitutiones  decreta  et  alia  acta  et  gesta  in
gsenerali  Constantiensi  concilio  presidente  ..  Johanne  divina
providencia  papa  XXIII,  recollecta  visa  et  ordinata  per  nos  prothonotarios
  notarios  et  scribas  infra  seriptos  ad  id  per  eundem  dominum
nostrum  papam  .  .  deputatos  sub  annis  domini  pontificatu  mensibus
diebus  inferius  annotatis.  Anfang  "In  nomine  domini  nostri  Jesu
Christi  anno  ab  eius  incarnatione  1414  die  lune..  3  Handschriften
mit  gleicher  Überschrift  und  gleichem  Anfang  standen  Herm.  von  der
Hardt  für  sein  grosses  Werk  über  das  Constanzer  Concil  aus  deutschen
Bibliotheken  zur  Verfügung  (vgl.  darüber  besonders  Tom.IV  Prolog.
p.14  und  Tom.IV  Parsl  p.5ffl.).  Unsere  Hs.  stimmt  durchweg  mit
seinen  “Brunsvicensis’  aus  der  Bibliothek  des  Herzogs  Rudolf  August
von  Braunschweig,  vgl.  z.  B.  Bl.483  der  Hs.  mit  v.  d.  Hardt  IV  S.  1432,
B1.492b  ‘Videtur  quod  ante  ingressum’  mit  IV  S.1470,  B1.505  mit  IV
S.1550.  Da  dieselbe  ausserdem  aus  Helmstedt  stammt  (sie  kam  1811
aus  dem  Nachlass  von  H.  Ph.  C.  Henke  in  die  Bibliothek),  so  ist  es
nieht  unwahrscheinlich,  dass  wir  in  ihr  eben  jenen  ‘Brunsvicensis’
von  der  Hardt’s  vor  uns  haben.  Die  Zählung  der  Sessiones  weicht
von  der  Ausgabe  Hardt’s  etwas  ab.  Die  Sitzung  vom  3  Sept.  1417
        <pb n="405" />
        The01.170—  176  399

(v.  d.  Hardt  IV  1402)  ist  als  “Sessio  XLI’  bezeichnet.  Bis  zu  Schluss
dieser  Sitzung  geht  die  alte  Foliirung  der  Hs.;  die  (B1.482)  noch
folgenden  Sessionen  (den  Schluss  macht  die  vom  22  Apr.  1418;  Ende:
‘pontificatus  nostri  anno  primo’  -v.  d.  Hardt  IV  1559  Zeile  43)  sind
nicht  mehr  gezählt.  B1.508—514  folgt  dann  noch:  Sermo  tempore
conclavis  de  electione  papae  ‘In  Jhesu  Christi  nomine  etc.  Eligite
meliorem.  Tam  ruinam  universalem  .  ..

Bl.1  am  untern  Rande  Rest  eines  bunten  Wappens  (Ziegenbock
in  blauem  Felde),  dabei  die  Worte  (15  Jahrh.)  “Orate  pro  Gharwino

de  Hamelen  (Datore)’;  vgl.  Theol.153.

The01.173  50Bl.  zu  etwa  321/,:20  cm  17  Jahrlı.

Schriftstücke  betr.  das  Coneil  von  Constanz.

Bl.2  Joh.  Ulr.  Pregitzer,  Unterthänigste  Relation  von  einigen
Actis  Coneilii  Constantiensis,  Stuttgardt  d.  26  May  1696.  Original.
Pregitzer,  herzogl.  württembergischer  Rath,  war  zur  Erstattung  dieser
Relation  aufgefordert  vom  Herzog  Rudolf  August  von  Braunschweig
und  zwar  im  Interesse  der  das  Constanzer  Concil  betreffenden  Studien
Herm.  von  der  Hardt’s.  In  v.  d.  Hardt’s  Constantiense  Coneilium
T.I  Prolog.  S.8ff.  ist  der  Bericht  Pregitzer’s  auch  abgedruckt,  jedoch
nicht  ganz  vollständig.  Als  Beilagen  liegen  der  Relation  bei:  BI1.8
Excerpta  ex  codice  manuscripto  Curiae  Constantiensis  de  Concilio
Constantiensi;  Bl.9  Contenta  manuscripti  codieis  beatae  Mariae  in
Salem;  B1.35  Schediasma  de  Coneilio  Constantiensi  Jo.  Christophori
Rumetschii  antehac  rectoris  Gymmasii  Spirensis.

Bl.44  Bulle  Martin’sV,  Constant.  22  Febr.  1418,  gedr.  Schelstrate,
Tractatus  de  sensu  .  .  deeretorum  Const.  Coneilii  p.  274.

.„  Die  Hs.  waren  einst  im  Besitze  H.  v.  d.  Hardt’s,  der  auch  die
Überschrift  auf  Bl.44  geschrieben  hat.  Iu  die  Göttinger  Bibliothek
kam  sie  1854  aus  dem  Nachlasse  J.  K.  L.  Gieseler’s.

Theol.174  335  Seiten  zu  33:20  em  Ende  des  17  Jalhırh.

(Stanislaus  de  Zuoyma),  Schrift  gegen  Joh.  Huss,  Anfang  “Ubi
sana  fides  non  est,  non  potest  esse  .  .';  vgl.Cod.lat.  Monac.  5835  BI.110.
Die  Abschrift  wurde  offenbar  für  Herm.  v.  d.  Hardt  angefertigt,  der
in  der  Hs.  viel  unterstrichen  und  manches  corrigirt  hat.

1854  aus  dem  Nachlass  von  J.  K.  L.  Gicseler.

The01.176  2Bände,  meist  zu  etwa  32:22cm  etwa

1545  bis  1563
Akten  zur  Geschiehte  des  Coneils  von  Trient,  1536—1563.

Die  systematisch-chronologisch  geordnete  Sammlung  enthält  durchweg
  Originalakten,  da  auch  die  Abschriften  aus  der  Zeit  des  Coneils
selber  stammen  und  gewissermassen  einen  officiellen  Charaeter  tragen.
Dass  die  Sammlung  den  Beständen  der  kaiserlichen  Canzlei  entstammt,
  ergiebt  sich  daraus,  dass  alle  an  Karl  V  oder  Ferdinand  I
gerichteten  Schreiben  in  den  Originalreinschriften,  die  meisten  von
ihnen  ausgehenden  Schriftstücke  dagegen  in  stark  durcheorrigirten
Concepten  vorhanden  sind.  Gegen  vierzig  der  in  den  beiden
Bänden  enthaltenen  Stücke  hat  G.  J.  Planck  in  einer  Reihe  von
Göttinger  Universitätsprogrammen  (1791—1818)  veröffentlicht,  ein
Verzeichnise  über  diese  ist  vorn  in  Band  I  eingeheftet.
        <pb n="406" />
        400  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bd.I  (236  BIl.).

Bl.1—  94  Correspondenz  Ferdinand’s  I:  Bl.2,  7,  9,  11,  15,  20,
23,  25,  28,  31,  36,  44  (-417),  52  (-51),  55  (-49),  65:  Berichte  der
von  Ferdinand  zum  Tridentiner  Coneil  geschickten  Gesandten  Franc.
de  Castelalto  und  Sigism.  von  Thun,  bezw.  Anton.  Quetta  an
Ferdinand,  vom  8  Apr.  1545  bis  zum  13  April  1546;  fast  alle  in
lateinischer  Sprache  und  im  Original.  Bl.6,  14,  18,  19,  22,  42
(-39),  89,  93:  Entwürfe  zu  Schreiben  Ferdinand’s  an  seine  Gesandten,
  23  Apr.  1545  bis  29  Jan.  1546  sowie  15  und  25  Mai  1563.
Ausserdem:  51.33  “Stathalter,  Regenten  und  Reth  der  oberosterreichischen
  Lannden’  an  Ferdinand,  Insprugg  15  Jan.  1546,  Original.
Bl.40  und  62  Christophorus  (Madrutius)  Cardinalis  Tridentinus  an
Ferdinand,  Trient  19  Jan.  1546  und  6  Febr.  1552,  Originale;  B1.38
Entwurf  zu  einer  Antwort  Ferdinand’s,  Wien  26  Jan.  1546.
Bl.58  Der  (niederösterreichischen)  Regierung  guetbedungken  belanngendt
  die  Session  der  Rö.  Kö.  Mt.  Orator  auf  vorsteendem  Concile,
Wien  2  Febr.  1546.  B1.66—68  (-69—70)  ‘Primum’  und  “‘Secundum
  deceretum  quartae  sessionis  Coneilii  Triden.  8  Apr.  1546  celebratae’.
  Bl.72  (Paulus  II)  episcopus  Zagrabiensis  an  Ferdinand,
Tridenti  25  Apr.  1552.  Bl.74  Entwurf  zu  einem  Schreiben  der
Gesandten  Ferdinand’s  an  das  Concil  bei  dessen  Wiedereröffnung.
Bl.76  ‘An  die  Regierung  zu  Innsprugg  von  Doctor  Zasyen  (Joh.
Ulr.  Zasius,  Vicecanzler  Ferdinands  ]D),  7  Jan.  1562;  B1l.81  Georg  Graf
zu  Helffenstain  an  die  Regierung  zu  Innsbruck,  Ydenhaim  3  Jan.
1562.  Bl.83  Die  Regierung  von  Oberösterreich  an  Ferdinand,
Insprugg  13  Jan.  1562,  Orig.  Bl.91  Ferdinand  an  Erzherzog
Ferdinand  von  Oesterreich,  Inspprugg  die  16  mensis  Maii  1563.

Bl.95  —  147  Correspondenz  Karl’s  V  von  März  1551  bis  Februar
1552  (sämmtliche  Schreiben  Karl’s  sind,  soweit  nicht  anderes  bemerkt
ist,  Entwürfe  mit  vielen  Correeturen;  die  wenigen  an  ihn  gerichteten
Briefe  sind  Originale):  Bl.96  Erlass  Karl’s,  Augspurg  23  März
1551,  Druck  mit  Siegel;  Bl.97  Entwurf  dazu.  Bl.100  Karl  an
den  Kurfürsten  Moritz  von  Sachsen,  Augsp.  8  Apr.  1551.  Bl.102
desgl.  an  alle  Erzbischöfe,  Augsp.  5  Juni  1551  (Bl.103  dasselbe  in
Reinschrift  mit  eigenhändiger  Unterschrift  Karl’s).  B1.105  Instruction
  für  Graf  H.  von  Montfort  inbetreff  des  Coneils,  Ausgsp.  15  Juni
1551.  Bl.106  Die  Kurfürsten  Sebastian  zu  Mainz,  Johannes
zu  Trier  und  Adolf  zu  Cöln  an  den  Kaiser,  1  Juni  1551;  BIl.112
Antwort  Karl’s  darauf,  Augsp.  29  Juni  1551  (Bl.114  dieselbe  in  etwas
veränderter  Reinschrift),.   Bl.115  Karl  an  den  Bischof  zu  Passau,
Augsp.  27  Aug.  1551.  Bl.116  desgl.  an  eine  Anzahl  von  Eırzbischöfen
  und  Bischöfen,  Bl.119  an  das  Capitel  zu  Schwerin,  B1.120
an  Salzburg  ete.,  sämnitlich  Augsp.  3  Oct.  1551.  Bl.121  desgl.  an
Graf  H.  von  Montfort,  Bl.123b  an  den  Erzbischof  von  Cöln,  B1.124
an  die  Erzbischöfe  von  Mainz  und  Trier,  sämmtlich  Augsp.  6  Oct.
1551.  Bl.125  “In  negotio  Parmensi  Graff  Haugen  vonn  Montfort
zu  schreyben  .  .  6  Oct.  1551.   DBI.128  Michael  Bischof  zu  Merseburg
  an  Karl,  Merseburg  14  Dec.  1551;  dabei  Bl.131  Originalattest
seiner  Arzte.   BIl.133  Kurfürsten  Sebastian  von  Mainz,  Johannes
von  Trier  und  Adolf  von  Köln  an  Karl,  Trient  21  Dee.  1551  (dabei
Bl.135—139  Berichte  und  Schreiben  über  Kriegsvorbereitungen  in
        <pb n="407" />
        The01.176  401

Deutschland);  Bl.140  Karl’s  Antwort  darauf,  Insprugk  3  Jan.  1552.
Bl.146  Karl  an  dieselben  3  Kurfürsten,  Inspr.  4  Jan.  1552.  Bl.147
desgl.  an  Kurf.  Moritz  von  Sachsen,  Inspr.  5  Febr.  1552.

Bl.148—  191  Correspondenz  des  Curdinals  Joh.  Moronus,  Praeses
des  Goncils  (Abschriften):  Bl.149  Summarium  eorum  quae  inter
sacram  Caes.  Maiestatem  et.  .  Cardinalem  Moronum  acta  fuerunt.
Bl.153—156  =  157  —  160  Cardinalis  Moroni  Replica  ad  Caes.  Mtis
responsum  in  materia  concilii  (12  Mai  1563).  Bl.161  Copia  ultimi
seripti  Card.  Moroni  .  .  pronuntiati  per  nuncium  apostolicum  post
discessum  ciusdem  Cardinalis,  Oeniponti  12  Maii  1563.  Bi.  164
Moronus  an  den  Kaiser,  Motterae  die  13  Maii  15658.  B1l.177—191
(dasselbe  unvollständig  Bl.  166—176)  Schrift  des  Kaisers  an  Moronus
“Sacra  Caes.  Mat®%s.  .  benigne  audivit  ea  quae..  Cardinalis  Moronus
exhibitis  .  .  credentialibus  admodum  prudenter  ac  cleganter  proposuit
  .  ..

B1.192—236  Correspondenz  etc.  des  Friedrich  Nauseu,  Bischofs  von
Wien:  Bl.195  Friderici  episcopi  Viennensis  super  tam  de  sacrificio
  missae  quam  de  sacramento  ordinis  articulis  sententiae,  Abschrift;
  dabei  B1.208  Abschrift  der  Articuli  de  sacrificio  missae  et
sacramento  ordinis  (vgl.  Theiner,  Acta  genuina  concil.  Trid.I  p.  602).
Bl.212,  215,  221,  225,  231  Friedrich  Nausea  an  König  Ferdinand,
lat.  Originalschreiben,  ex  Tridento  7  und  12  Oct.  1551,  1  und  30  Jan.
sowie  5  Febr.  1552.  Zu  BIl.215  ist  Beilage  B1.218:  Decretum  prorogationis
  definitionis  4  articulorum  decreti  de  sacramento  cucharistiae
  ...  publicatum  in  sessione  II  11  Octobr.  Bl.234  Frideriei
Nauseae  .  .  super  praemissis  (Bl.233)  13  canonibus  sententia.

Bqa.Il  (154  Bl.).

Bl.1—27  “Bullae  et  Breves  Papurum’:  Bl.2  Paul  IIL,  IV  Non.
Jun.  1536;  hier  und  da  besser  als  der  Druck  im  Bullarium  Romanum
(Taurinensis  editio)  VI  p.224.  DBl6  Paullll,  XIKal.  Jun.  1542:
Druck  mit  Siegel  und  Unterschrift  der  Canzlei.  Bl.14  Julius  II
Frederico  epise.  Viennensi  ‘In  eo  libro  quem  nuper..  .,  12  Dec.  1551;
dabei  Bl.15  Joannes  Cardinalis  Moronus  an  den  Pabst,  Romae  Non.
Dec.  1551.  Bl.16  Julius  III  Federico  episc.  Viennensi  “Quas  ad
nos  dedisti  litteras  .  .,  13  Nov.  1550.  Bl.17  Pius  IV...  Antonio
episc.  nuper  Viennensi  in  archiepiscopum  Pragensem  electo  “Romani
pontificis  quem  pastor  ille.  .’,  Non.  Sept.  1561.  Bl.19  Pius  IV  an
denselben  ‘Exigit  pastoralis  offieii  debitum  .  ,  11  Dee.  1561.
Bl.22  Pıus  IV  an  die  protestantischen  Fürsten  “Motas  jamıpridem
de  religione  .  .,  3  Dec.  1560;  B1l.24  desgl.  Augusto  duci  Saxoniae
"Cum  pro  commisso  nobis  offieio’,  4  Dee.  1560;  B1.26  desgl.  ad  prineipes
  Germaniae  protestantes  ‘Cum  pro  commisso  nobis  offieio’  (dem
vorigen  sehr  ähnlich)  5  Dec.  1560.

B1.28—47  Deereta  et  canones  sancti  conerlir:  B1.29  Canones  de
sacramentis  penitentiae  et  extremae  unetionis  publicati  in  scssione
habita  29  novembris  1551.  Bl.31  Deeretum  de  reformatione.   Bl.35
Artienli  de  sacramento  eucharistiae,  1  Sept.  1551;  Bl.36  Deeretum
sessionis.  .  calendis  sept.  1551.   B1.37  Canones  de  sacriticio  missae.
Bl.37b  De  sacramento  ordinis.  B1.389  Deeretum  21  Jan.  1552.
Bl.40  Salvus  conduetus  datus  a  s.  synodo  protestantibus  .  .  25  jan.

26
        <pb n="408" />
        402  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

1552.  DBI.43  S.  Tridentinae  synodi  ad  seripta  .  .  Francorum  regis
responsio  ‘Cum  ex  proxima  sessione  maximam  haec  ..  ..  Ä
B1.48—154  Acta  varia  concilii:  DBI.49  Oratio  ..  habita  25  Jan.
1552  per  .  ..  Jo.  Bapt.  Campegium  epm.  Maioricensem  ‘Quod  erat
optandum  .  ..  Bl.57  Traduetio  seripti  ab  ordinibus  sacri  imperii
Caesar.  M#  in  conventu  Augustano  a.1559  exhibiti  in  negocio  coneilii;
  Entwurf,  am  Ende  ‘5  Junii  1559.  BI1.62  Seriptum  pro  pontifice
in  negocio  concilii  una  cum  Caes.  M#is  discursu  nuncio  apostolico  exhibitum,
  20  Jun.  1560;  Entwurf.  B1.65  Traductio  seripti  a  Caes.  M#e
commissarlis  archiepiscopi  et  episcoporum  Saltzburgensis  provinciae
exhibiti  1560;  Entwurf.  Bl.71  Discursus  Sacrae  Caes.  Mtis  in
negocio  coneilii  nuncio  apostolico  exhibitus,  20  Jun.  1560,  Reinschrift
mit  vielen  Correcturen  verschiedener  Hände.  Bl.92  Seriptum  pro
nuncio  apostolico  in  negocio  redintegrandi  concilii  Tridentini,  20  Jun.
1560.  Bl.95  Joannes  Franeiscus  (Commendone)  Bischof  von
Zacynthus  nebst  zwei  andern  apostolischen  Nuntien  an  den  Kaiser,
“in  negotio  coneilii  prineipibus  Germaniae  intimandi’  7  Jan.  1561;
Original.  Bl.97  Capita  der  Werbunng  so  die  bäbstliche  Nuntii
den  Churfürsten  .  .  anbracht  haben  zur  Naumburg,  Mittwochenns
den  5  Febr.  1561  (lateinisch).  B1.99  Seriptum  legato  Cardinali
Warmiensi  et  domino  (Joh.  Frane.)  Canobio  nuncio  apostolico  4  Maii
1561  praesentatum;  Entwurf.  Bl.103  Responsun:  nuntiis  pontifieiis
  Nauburgi  a  prineipibus  datum  7  Febr.  1561.   DB1.105  Seriptum
exhibitum  per  (Jo.  France.)  Canobium  in  negocio  coneilii,  2  Maii  1561;
wohl  Original.  Bl.107  Sigmund  von  Thun  an  den  Kaiser,
Ynnsprugg  4  Jan.  1562  (entschuldigt  sich  der  legation  halben  auf
das  Coneilium,  schlecht  Hern  Nielasen  von  Madrutsch  für’);  Bl.109
Statthalter  Ambtsverwalter  Regenten  und  Räte  Oberösterreichischer
Lannde  an  den  Kaiser,  Insprugg  7  Jan.  1562;  beides  Originale.
Bl.111  Responsum  pro  nuneiis  apostolieis  de  vocandis  ad  coneilium
ordinibus  imperii  Augustanae  confessionis;  Entwurf,  am  Schluss
“praesentata  .  .  a  Caes.  Mte  nunciis  apostolieis  die  8  Jan.  1561’.
Bl.114  Antonius  Erzbischof  von  Prag  und  Sigmund  v.  Thun  an
den  Kaiser,  Trient  3  Mai  1562;  Bl.116  Postmeister  Joh.  Bapt.  Bordogna
von  Taxis  an  den  Kaiser,  Triendt  4  Mai  1562;  beides  Originale.
Bl.118  Gutachten  über  die  Frage  "an  Ferdinandus  Hungariae  et
Boemiae  rex  ..  et.  .  futurus  imperator  praecedere  debeat  in  hoc
concilio  Tridentino  omnes  alios  reges  .  .,  mit  Siegel  und  eigenhändiger
  Unterschrift  des  Joannes  Quintana;  BIl.125  Entwurf  zu
einem  dieselbe  Angelegenheit  betreffenden  Gutachten  in  deutscher
Sprache.   Bl.133  (=  Bl.131)  Copia  sermonis  habiti  eum  rev.  Cardinale
  de  Monte  per  commissarios  regiae  Mts  super  sessione;  dabei
in  Abschrift  “Constitutio  Ludoviei  Baiovari  imperat.  de  imperii  iuribus
et  excellentia’.  BI.137  Summarium  certorum  argumentorum  quibus
eonsiliarii  et  legum  periti  regi  Romano  asserunt  M#  suae  regiae  prae
Gallorum  et  aliis  omnibus  regibus  praecedentiam  deberi:  1)  Entwurf,
2)  Abschrift  mit  Correceturen.  DB1.146  Oratio  per  praelatum  dicenda,
qui  Caesari  ensem  ac  pileum  tradet  ‘Solent  Romani  pontifices’.
Bl.148  Instructio  magistri  ceremoniarum:  Rdus  d.  Canobius  portans
ensem  et  pileum  benedietos  servabit  ut  infra  videlicet  ...   B1.150
Nova  ex  aula  Caesaris,  Venetiis  et  Romae  (1560).  Bl.152  Auszug
        <pb n="409" />
        The01.176  Band  II—  177  403

was  an  unnsern  ..  Herrn  der  römischen  Praetigken  halben  ...  weiters
mundtlieh  unnd  schrifftlich  gelanngt  ist.
1776  vom  Amtsrath  v.  Sehrader  zu  Essel  geschenkt.

Theo01l.177  213  Bl.  und  579  Seiten  zu  28:19!/,cm  im
17  Jahrhundert  in  Italien  von  verschiedenen  Händen  gesehrieben

“Lettere  diverse  e  negotiato  (!)  in  materia  del  sacro  coneilio  di
Trento  concernenti  a  tutti  i  preneipi  e  potentati  del  mondo’.

Wie  die  aus  Uffenbach’s  Besitz  stammende  Münchner  Handschrift
Ital.104  geht  aueh  diese  ziemlich  fehlerhafte  Absehrift  auf  die  alte
Venezianer  Handschrift  zurück,  von  der  Foscarini,  Della  letter.  Venez.
(1752),  P.352f  spricht,  und  die  sich  damals  in  Privatbesitz  befand.
Da  von  dem  reichen  Inhalt  dieser  Sammlung  inzwischen  so  gut  wie
nichts  veröffentlicht  ist  und  Foscarini  über  denselben  nur  sehr  im
allgemeinen  berichtet,  so  soll  er  hier  etwas  genauer  angegeben  werden.
Vor  allem  sind  4  Hauptmassen  von  Briefen  zu  unterscheiden:

I  Schreiben  an  den  Cardinal  Carl  Borromeo:  1)  32  der  päbstlichen
  Legaten  beim  Tridentiner  Coneil,  aus  den  Jahren  1562  und
1563.  2)  1  des  Cardinals  (Lud.)  Simoneta  (Bl.12b,  ohne  Dat.).

3)  6  des  Cardinals  (Hieron.)  Seripando  aus  den  Jahren  1562  und
1563.  4)  4  des  Cardinals  Jo.  Morone  aus  den  Jahren  1563  und  1564.

IlSehreiben  an  die  päbstlichen  Legaten  beim  Coneel:  1)4  des  Cardinals
Carl  Borromeo,  Mai  1562  —Febr.  1564.  2)  1  des  Pabstes  Pius  IV
(Bl.56)  11  Jan.  1563.  3)  1  des  Cardinals  Lorena  (Bl.119)  9  Nov.
1562.  4)  1  Kaiser  Ferdinand’s  I  (Bl.177b)  20  Febr.  1563.

III  Schreiben  an  Carl  Visconti,  Bischof  von  Ventimiglia:

1)  4  des  Paulo  Giovio  von  Nocera,  Jan.—  Apr.1562  und  Jan.  1563.

2)  14  des  Carl  Borromeo,  Juli—Dee.  1562,  zum  Theil  ursprünglich
in  elffra’  gesehrieben,  hier  aber  aufgelöst  (eine  Anzahl  von  Schreiben
des  Visconti  an  Borromeo  ist  von  Mansi  in  Baluzius’  Miscellanea  III
433ff.  veröffentlicht).  3)  1  des  Cardinals  Hercules  (Gonzaga)  von
Mantua  (Bl.60)  28  Jan.  1563.  4)  1  des  Erzbischofs  von  Siponto
(Barthol.  de  la  Cueva)  17  März  1562  (8.37).

IV  38  Schreiben  ohne  Unterschrift  des  Absenders,  geriehtet  an
eine  (namentlich  nicht  genannte)  hochstehende  Persönlichkeit  in  Rom
(nicht  Borromeo)  über  die  Vorgänge  auf  dem  Concil,  fast  alle  aus
dem  Jahre  1562  (8.98—  297).

Ausserdem  mögen  angeführt  werden:  BL1  Philipp  II  von  Spanien
‘al  Marchese  die  Pescara‘,  ohne  Dat.  Bl.4  Conte  di  Luna  al  Hercole
Pagnano  .  .  tradotta  di  Spagniolo,  10  Dee.  1562.  31.6  Kaiser
Ferdinand  I  an  Pius  IV,  Aeniponti  8  Id.  Mart.  1562.  B1.  61
Card.  di  Loreno..  al  Bertone  agente  suo  in  Roma,  olıne  Dat.
Bl.120b  Risposta  dei  legatı  al  Car  dinal  di  Lorena,  'Trento  li  11  di  Nov.
1562  und  Bl.121b  Considerationi  ..  fatte  dalli  .  .  legati  al  Card.  di
Lorena.  BI.125  und  137b  Die  Legaten  an  Pius  IV.  26  Dee.  1562
und  6  Jan.  1563.  B1.183  Ambaseiatore  Suizzero  ai  padri  del  eoncilio,
  ohne  Dat.  B1.192b  Nuntio  (Zaech.)  Delfino  al  Cardinale
Morone  a  di  I1  Ottobre  1563.  B1.199  (Plilippus  Geri),  veseovo
d’Ischia  al  Sgn.  D.  Giovanni  Manriquez,  Trento  14  nov.  1563.

S.3  Pius  IV  al  unko  del  r&amp;amp;  cattolico  "Noi  eredemo  ehe  habbiate’
6  Dec.  1564.  31  (Borromeo?)  im  Auftrage  des  Papstes  an  einen

26*
        <pb n="410" />
        404  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Staat,  dessen  “buona  vieinanza  et  antica  amicitia’  erwähnt  wird,  9  März
1560.  S.76  Relatione  di  Monsgn.  Commendone  e  di  Monsgn.
Visconte  ai  legatı.  8.468  und  472  Carolus  (IX)  Gallorum  rex  ad
patres  in  Trident.  synodo  eongregatos,  2  Schreiben  von  1562,  das  zweite
vom  18  Febr.  S.477  I  re  diSpagna  (PhilippII)  all’  ambasciatore
Vargas  in  Roma,  22  März  1562  (spanisch).  5.503  Copie  di  lettere
del  padre  Canisio,  de  Ispruch  de  12  et  14  di  Giugno  1563.  8.563
Oratione  del  seren.  Morone  fatta  nel  suo  ingresso  al  coneilio.
S.569  Julii  Pogiani  de  Tridentini  coneilii  (!)  disputatio.

Nicht  direkt  mit  dem  Tridentiner  Coneil  hängen  die  Schriftstücke
auf  S.298—468  zusammen,  welche  die  Verhältnisse  der  katholischen
Kirche  in  Polen  in  den  Jahren  1555  und  1556  betreffen,  besonders
ihre  Bestrebungen  gegen  die  Lutheraner  und  die  Beziehungen  des
Bischofs  Joh.  Drojowski  zu  letzteren:  5.298  Luigi  Lippomano,
Bischof  von  Verona  und  päbstlicher  Legat  in  Polen,  an  Johannes
(Drojowski)  Bischof  von  Wladislavia,  Vilnae  1  Dec.  1555.  5.304
Joh.  (Drojowski)  an  Lippomano,  Velbone  25  Dec.  1555.  3.330
Lippomano  an  Pietro  Contarini,  di  Lovitio  8  Apr.  1556.  3.347
Lippomano  an  den  Vicekanzler  von  Polen,  Lovitii  20  Aug.  1556,
Auszug.  S.355  Lippomano  an  Pabst  Paul  IV,  Lovitii  27  Apr.
1556.  S.357  PaulIV  an  Lippomano,  24  Dec.  1555.  3.360
Lippomano  an  Paul  IV,  Lovitii  18  Juni  1556.  5.363  Joh.  (Dro-Jowski)an
  Paul  IV,  Hyessulkouvy  20  Juni  1556.  8.371  Lippomano
al  duca  di  Palliano,  di  Lovitz  li  22  di  Sett.  1556.  S.404  Formula
  .  .  catholicae  fidei  tradita  in  s.  synodo  provinciali  Lovitii  celebrata
  2.1556  die  XI  Sept...  S.414  Nicolaus  (Dzierzgowski)
Bischof  von  Gnesen  an  Paul  IV,  Lovitii  21  Sept.  1556.  S.416—462
Responsiones,  Statuta,  Auszüge,  und  dgl.  S.462  Stanislaus  (Hosius)
episc.  Wermensis  an  Paul  IV,  in  castro  Heilsberg  prid.  kal.  Apr.  1556.

Vorn  ist  das  Ex-libris  von  “Daniel  Comte  de  Schulenburg  Cheval.
Teuton.’  eingeklebt.  1812  der  Bibliothek  durch  den  damaligen
Staatsrath  J.  C.  v.  Leist  geschenkt.

The01.178  102Bl.  zu  281/,:20cm  Anfangdes18Jahrh.
in  Italien  geschrieben

Bl.1  Relazione  di  Pietro  Basadonna  ambaseciatore  per  la  serenissima
  Republica  di  Venezia  appresso  la  santita  di  nostro  Sign.  Papa
Alessandro  VII.  Anfang  "Quello  che  oceorse  in  Roma  al  tempo  di
Alessandro’.  Basadonna  war  1661—1663  in  Rom.  Zwei  andere
Relationen  von  ihm  sind  gedruckt  im  2.  Bande  (1878)  der  Relazioni
di  Roma  (Relazioni  .  .  lette  ...  dagli  ambasciatori  Veneti,  Serie  III).

B1.69  “Conelave  fatto  per  la  sede  vacante  di  papa  Innocenzo  XI
da  Como,  nel  quale  fu  creato  pontefice  il  Cardinal  Pietro  Ottobono
Veneziano,  che  ha  preso  il  nome  di  Alessandro  VIII  (1689).  Pone
domine  eustodiam  labiis  meis  .  ..  Dann  Anfang  ‘L’esito  del
conclave  nel  quale  &amp;amp;  stato  assunto.

Vorn  auf  dem  Innendeckel  das  Ex-libris  von  ‘Daniel  Comte
de  Schulenburg  Cheval.  Teuton'.  1812  von  dem  damaligen  Staatsrath
  J.  C.  v.  Leist  in  Cassel  geschenkt.
        <pb n="411" />
        The01,177  —  181  405

The01.179  in  fol.  1774/5

Diarium  über  die  Abstimmungen  des  zur  Wahl  Pius’  VI  (Braschi)
führenden  Concelaves  1774/5.  Gedruckte  Tabellen  der  Namen  der
betheiligten  Cardinäle,  je  eine  für  die  beiden  (“mane’  und  ‘vespere’)
Abstimmungen  eines  jeden  Tages.  Hinter  den  einzelnen  Namen  ist
durch  Striche  die  Anzahl  der  auf  den  Betreffenden  gefallenen  Stimmen
angemerkt.  Diese  Tabellen,  die  dem  Gebrauch  irgend  eines  der
betheiligten  Cardinäle  gedient  haben  (vgl.  G.  Philipps,  Kirchenrecht  V
5.884),  umfassen  die  Abstimmungen  vom  6  Okt.  1774  bis  31  Jan.  1775,
sind  also  nicht  vollständig.

1826  von  Geh.-Rath  Freiherr  Frz.  Ludw.  Wilh.  v.  Reden,  ehemaligem
  hannoverschen  Gesandten  in  Rom,  geschenkt.

The01.180  108Bl.zu  26!/,  :19Y/,cem  Endedes17Jahrh.
in  Italien  geschrieben

Il  nipotismo  di  Roma  o  sia  relazione  delle  ragioni  che  muovono
li  Pontefici  all’  aggrandimento  de’  nepoti,  del  bene  e  male  che  hanno
recato  alla  Chiesa  dopo  Sisto  IV  sino  al  presente,  delle  difficulta  che
incontrano  i  ministri  de  prineipi  nel  trattare  con  loro  ed  insieme  il
rimedio  opportuno  per  liberarsi  da  tali  diffieulta,  finalmente  della
causa  perche  le  famiglie  de’  Pontefici  non  sono  durate  lungo  tempo
in  grandezza..  In3  Theile  getheilt;  verfasst  unter  Papst  Alexander  VII
(1655  —1667),  vgl.  Bl.86b  “Alessandro  VII,  che  vive  e  regna  al  presente‘.


Vorn  eingeklebt  das  Ex-libris  von  “Daniel  Comte  de  Schulenburg
Cheval.  Teuton...  1812  von  dem  damaligen  Staatsrath  J.  C.  v.  Leist
geschenkt.

Theol.181  349  Bl.  zu32:22em  im  17  Jahrh.  in  Italien
geschrieben

Vitae  paparum  und  flugblattartige  Schriftstücke  zur  Geschichte
  der  Päpste  im  16  und  17  Jahrhundert,  besonders
Urban’s  VII.

A  Bl.1  Vita  die  Leone  X:  ‘Giovanni  de  Mediei  di  13  anni  fü  Carinale
  .  ..

Bl.6  Vita  di  Sisto  V:  ‘Egli  era  ben  di  dovere  che  alla  scandalosa
  piacevolezza  di  Gregorio  .  .'

Bl.10  Vita  d’Urbano  VII:  ‘Giambattista  Castagna  additato  da
Sisto  per  successore  .  .”.

Bl.11  Vita  di  Gregorio  XIV:  ‘Nicolö  Sfondrato  Milanese  hebbe
miglior  ventura  .  ..

Bl.12  Vita  d’Innocentio  IX:  ‘Per  una  profonda  e  singolar  peritia
  .  ..

Bl.13  Vita  di  Clemente  VIII:  “Ippolito  Card.  Aldobrandini  huomo
de  talenti  non  inferiori  .  ..

Bl.17  Vita  di  Leone  XI:  ‘Alessandro  Card.  di  Firenze,  Prineipe
di  Casa  de  Medici,  di  poco  valore  .  ..  B1.18  Relatione  del  Conclave
  fatto  dopo  la  morte  di  papa  Leone  Xl  nel  quale  fu  assonto  al
pontifieato  il  Card.  Camillo  Borghese  detto  Paolo  V:  “Se  mai  nelle

tenebre  delle  confuse  operationi  humane  .  .
        <pb n="412" />
        406  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.35  Vita  di  Paolo  V:  “Stanchi  e  confusi  i  Cardinali  del  Conclave
  .  ..

Bl.39  Vita  di  Gregorio  XV:  ‘I  Card.  Ludovisio  entrö  un
gi0MO  .  ..  Bl.41  Relatione  del  Conclave  fatto  doppo  la  morte  di
Papa  Gregorio  XV  nel  quale  fu  assonto  al  pontificato  il  Card.  Maffeo
Barberino  detto  Urbano  VIII:  “Passano  talvolta  gl’  intestati  commandamenti
  .  ..

Bl.57  Vita  d’Urbano  VIII:  ‘Maffeo  Barberino  Gentilhuomo  di
Firenze...   BI.65  Discorso  sopra  il  presente  Conelave  d’Urbano  VII:
‘Io  voglio  pur  credere  .  ..  Bl.88  Raguaglio  d’aleune  cose  piü
notabili  seguite  doppo  la  morte  di  Papa  Urbano  VIIl  con  un  breve
discorso  sopra  li  eardinali  papabili:  “Venerdi  mattina  29  luglio
1644  .  .  Bl.  95—124  Schmähgedichte,  Satiren  ete.  betr.  den  Tod
Urban’s  und  die  Wahl  seines  Nachfolgers:  Bl.95—96  "Giubila  il
buono’,  “Morte  che  fai’,  “"Restar&amp;amp;  rapito’,  3  Sonette;   DBI.96b  ‘Deh
per  far  a  S.  Pietro  un  gran  favore’,  13  vierzeilige  Strophen;
Bl.98  “Vita  morte  e  miracoli’,  Sonett;   BI.98b  Risposta  d’  Urbano  VII
al  Sonetto  del  popolo  Romano  ‘L’alma  di  papa  .  .;  Bl.99  Marforio
e  Pasquino  “Di  Pasquin  fratello  carnale’,  Zwiegespräch;  B1.100b
Verse  betr.  die  bei  der  Pabstwahl  in  Betracht  kommenden  Cardinäle;
   DBI.104b  “Hor  che  in  Roma  di  Pier  vaca  la  sede’,  19  TerzANen;
  Bl.106  Lamento  d’  un  soldato  riformato  ‘Da  un  vettorin
destriero',  128  Verse;   Bl.108b  Urbani  VIIL..  defensio;  Bl.109b
“Hor  che  il  sacro  collegio  in  Vaticano’,  17  Stanzen;  Bl.111  und
111b  ‘Contrario  &amp;amp;  Christo’  und  “Quanti  perdoni’,  2  Sonette;   BI.113
bis  117  Fingirte  Lateinische  Grabinschriften  für  Urban;  Bl.117b
“O  Papa  Gabella’,  24  vierzeilige  Strophen  mit  dem  Refrain  °O  Papa
Gabella’;  Bl.120)  Lettera  scritta  da  N.N.  al  sign.  N.N.  “Papa
Urbano  VIII  &amp;amp;  morto’;  Bl.123  Urbano  VIII:  kurze  tadelnde  Aufzählung
  seiner  Thaten,  in  lat.  Sprache.  B1.125  Discorso  sopra  il
Conclave  di  Urbano  VII,  dove  si  discorse  della  natura  et  adherenze
de  gli  tre  Cardinali  Barberini,  et  aleune  notitie  de  Cardinali  detti
Papabili  “Urbano  VIII  doppo  ventiuno  anno...   BIl.157—169  Verschiedene
  Gruppen  von  Versen  auf  die  sog.  “Cardinali  papabili'.
Bl.170  “Al  strepitar  delle  squittanti  trombe’;  am  Ende  der  Strophen
erscheinen  der  Reihe  nach  die  Worte  des  lateinischen  Vaterunser.
Bl.172b  "Qui  giace  papa  Urban’,  Sonett.   B1.173—213  Avviso  per
li  ministri  del  re  cattolico  nel  Conclave  d’  Urbano  VIII  con  incluso
breve  racconto  dell’  ordinaria  inclinatione  de  Papi  et  del  passato
governo  Barberino,  mit  einem  Vorwort,  di  Roma  li  4  Agosto  1644.
Bl.214  Conclave  fatto  per  morte  di  Urbano  VIII  nel  quale  fi  assonto
al  Pontificato.  il  Cardinale  Gio.  Batt.  Panfilio  nominato  Innocentio  X
‘Se  mai  sedevacante  6  conclave  sia  stato.  .'.  Bl.222  Capitula  ab
emin.  .  .  Cardinalibus  in  conclavi  iurata  .  .  ante  electionem  .  .  Innocentii
  X,  1644:  “Nos  universi  et  singuli  .  ..

B1.230  Vita  d’InnocenzoX:  “Giambattista  Panfilio  gentilhuomo
Romano  fü  dal  tribunal  .  ..  B1.251  Discorso  sopra  gli  presenti
affari  del  Conelave  ‘Facciasi  quanto  si  vuole..  ”  und  BI1.259  Risposta
darauf,  Anfang  ‘Roma  ch’e&amp;amp;  un  ristretto  .  ’.   BI1.269  Dialogo  tra
li  Cardinali  Francesco  et  Antonio  Barberini,  dove  politicamente  discorrono
  qual  soggetto  da  loro  si  debba  nominare  per  eleggerlo  in
        <pb n="413" />
        Theol.  181-182  407

sommo  Pontefice.  Bl.279  Diseorso  se  il  beneficio  ricerea  gratitudine,
  quanto  ingrati  i  Barberini  e  come  debba  pratticarsi  da  Cardinali
  nell’  elettione  del  futuro  Pontefice  ..  ‘Fatieai  come  vasallo
della  eorona  cattoliea  .  ..

Bl.340  “  Actuante  Sigismundo  imperatore  super  rebus  ecelesiae  ..
in  eivitate  Costantia  quidam  Statista  habuit  a  quodam  Arabe  quasdam
  imagines  pontifieum,  super  quibus  erant  adnotati  sequentes  versus”.

Bl.346  “Del  non  aggiongerc  il  nome  d’altri  Santi  al  Canone  della
Messa’,  in  Form  eines  Antwortschreibens  an  einen  Prineipe.

Die  Hs.,  in  die  vorn  das  Ex-libris  von  ‘Daniel  Comte  de  Schulenburg
Cheval.  Teuton.’  eingeklebt  ist,  wurde  1812  von  dem  damaligen  Staatsrath

  J.  Chph.  v.  Leist  in  Cassel  geschenkt.

The01.182  43Bl.  301/;,  cm  hoch,  21  breit  geschrieben
und  gemalt  in  Böhmen  in  der  2.  Hälfte  des  15  Jahrh.  Holzdeckel
mit  noeh  6  Eisenbuckeln

Zreadlo  wsseho  kfestianstwa  (Spiegel  der  ganzen  Christenheit):
  wie  dies  Werk  in  der  Jenenser  Handschrift  betitelt  ist.

Bis  jetzt  sind  nur  2  Exemplare  dieses  wichtigen  böhmischen
Werkes  zum  Vorschein  gekommen;  das  eine  liegt  in.  Jena  Ms.  Elect.
f.50b,  wozu  gehört  Ms.  Elect.  f.50c,  deutsche  Übersetzung  des
böhmischen  Textes  von  no.50b  durch  W.M.  Wlokka  Jena  1821  mit
Randnoten  von  F.  B.  Mikowee  1849  und  Andern.  Über  dies  Exemplar
haben  Viele  geschrieben:  besonders  die  Jenenser  Bibliothekare  Strure
in  den  Observationes  Halenses  IV,  1701,  S.179—182  und  Joh.  Christ.
Mylius  zuerst  1743  in  den  Noten  zu  Wilh.  Seyfridi  Commentatio  de
Hussi  vita  p.44—47,  dann  in  seinen  Memorabilia  bibl.  Jen.  1746,
S.324—327.  Jungmann,  literatury  Ceske,1849,S.102  n0.732;  (8.40
n0.145).  Lehfeldt,  Bau-  und  Kunstdenkmäler  Thüringens  I  S.  144.
Das  Göttinger  Exemplar  ist  nur  äusserlich  beschrieben  von  Jaroslav
  Goll  im  Casopis  Museum  1873  S.207—  209.  Eine  Beschreibung
dieser  Handschrift  ist  nur  möglich  bei  fortwährender  Vergleichung
der  Jenenser.

Das  Jenenser  Exemplar  enthält  viele  nieht  zu  dem  Spiegel  gehörige
  Stücke;  so  S.61a—6lq  2  sehr  seltene  Lagen  aus  dem  Drucke
des  Passionals  von  1495;  vgl.  Jungmann  8.40  n0.145;  8.633  —63i
undS.  105—120  andere  Traktate  hussitischen  Inhaltes.  Von  den  übrigen
Blättern  sind  die  Pergament-Doppelblätter  S.62  und  63  (Abendmahl
mit  dem  Kelch;  Schlacht  zwischen  Böhmen  und  dem  Kreuzheer),
5.87  und  88  (nackte  Mönche  und  Bademädcehen;  der  nackte  Laurentius
auf  dem  Rost),  S.10  und  11  (urbs  terrena,  urbs  coelestis)  sicher
spätere  Zusätze;  aber  diese  Miniatur-Gemälde  sind  ganz  vorzügliche
Erzeugnisse  der  böhmischen  Kunst.  Die  2  übrigen  Pergamentblätter
9  und  12  bilden  den  Anfang  des  böhmischen  Textes  (des  Spiegels;
allein  sie  sind  sicher  von  anderer  Hand  gemalt  als  der  auf  Papier
ausgeführte  übrige  Spiegel.  Voran  geht  eine  Lage  von  Papier  (S.2—7)
mit  demselben  Wasserzeichen,  welches  der  ganze  Spiegel  hat  (Krone
mit  Kreuz).  Diese  Bilder  haben  lateinischen  Text  und  sind  sicher
in  Böhmen  gemalt.  Ihr  Inhalt  ist  dem  des  Spiegels  schr  verwandt
(S.7  Ziska  im  Himmel);  aber  es  ist  doch  nicht  wahrscheinlich,  dass
sie  ursprünglich  zum  Spiegel  gehören.  Auch  das  Blatt  (8.8)  mit
        <pb n="414" />
        408  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

böhmischem  Texte  über  den  Gebrauch  des  Kelches  hat  nichts  mit  dem
Spiegel  zu  thun.  Es  bleiben  also  für  den  böhmischen  Spiegel
S.9  und  12  auf  Pergament;  dann  8.13—58,  S.64—86,  S.90—99b
auf  Papier.  Auf  S.59  ist  gemalt  ein  Mann  der  predigt  (Huss?);
S.59  und  60  je  ein  Mann  mit  Ketzermütze  am  brennenden  Holzstoss,
daneben  Geistliche  und  Reiter,  also  wohl  Huss  und  Hieronymus.
Diese  5  Bilder  sind  gewiss  auch  nur  spätere  Zusätze  auf  leeren  Seiten.

Der  Spiegel  im  Jenenser  Exemplar  besteht  also  aus  folgenden
alten  Lagen  8.138—32,  33—57,  58—61,  64—86,  90—104.  Im
Göttinger  Exemplar  ist  das  1.  Blatt  ausgerissen.  Dieses  und  Bl.1—11
bildeten  die  erste  Lage;  dieser  folgen  Bl.12—25,  26—39  (40  und  41,
42  und  43?),  alle  mit  dem  gleichen  Wasserzeichen  (Wage  im  Kreis).
Leider  ist  diese  Hft  schlecht  erhalten;  besonders  von  den  BI.7  17
18  39  42  43  ist  unten  rechts  ein  grosses  Stück  weggerissen.

In  dem  Spiegel  soll  der  Gegensatz  zwischen  Christus  und  den
Seinen  gegenüber  dem  Pabste  und  seinem  Anhange  dargestellt  werden
durch  Bilder  und  durch  begleitende  Stellen  aus  der  Bibel,  aus  den
Kirchenvätern  und  neueren  Canonisten;  dazu  kommen  auch  eigene
Erklärungen.  Abgebildet  ist  (Jen.  S.86,  Goett.  Bl.39a)  ein  Priester,
der  ein  Kind  mordet,  welche  Unthat  Zdeniek  Kostka  1463  im  kgl.  Hof
zu  Prag  erzählt  haben  soll,  und  welche  (nach  dem  Zusatz  in  Jen.)
zu  Brozaneck  auf  dem  Gute  des  Herrn  Borsse  von  einem  Hradscher
Priester  verübt  wurde.  Darnach  kann  dieser  Spiegel  nicht  vor  1463
verfasst  sein.

Nach  einer  alten  Sage  erregten  in  Prag  um  1405  Wand-Gemälde,
welche  das  Leben  Christi  und  im  Gegensatz  das  des  Pabstes  als
des  Antichristes  darstellten,  grosses  Aufsehen;  vgl.  Struve.  Dann
haben  Huss  und  andere  böhmische  Theologen  Vieles  über  den  Antichrist
  geschrieben.  Es  ist  nicht  wahrscheinlich,  dass  diese  Bilder
auf  jene  Wandgemälde  zurückgehen;  aber  die  Entstehung  des  Spiegels
begreift  sich  so  leicht.

Die  Bilder  geben  viele  Schablonfiguren,  welche  die  eitirten
Schriftsteller  darstellen.  Daneben  aber  finden  sich  viele  culturhistorisch
  interessante  Scenen;  z.  B.  S.66  (Goett.9a)  Auszug  einer
Pfarrerhaushaltung;  S.68  (Goett.10a)  Tanzvergnügen  von  Geistlichen;
S.76  (Goett.  34a)  Buhlerin  als  Lockspeise  für  Geistliche;  S.78
(Goett.35a)  2  Bäume,  aus  denen  Nonnen  sich  Mönche  schütteln  und
umgekehrt;  S.81  (Goett.36)  Apostel  im  Block;  8.83  (Goett.37b)
Apostel  am  Schandpfahl;  S.84  (Goett.38a)  Ziska  an  der  Spitze  seines
Heeres;  das  Jenenser  Blatt  ist  in  der  böhmischen  Ausgabe  von
Tomek’s  Ziska  beim  Titel  photographirt.  Dazu  kommen  apokalyptische
Bilder  S.36  70  75  90  (Goett.29b  17a  33b  7a).

Das  Werk  zerfällt  nach  der  Vorrede  (Jen.  S.11)  in  9  Abschnitte:
1)  Leben,  2)  Armuth,  3)  Geduld,  4)  Gehorsam  Christi  und  der  Seinen
auf  der  einen,  des  Pabstes  und  seiner  Leute  auf  der  andern  Seite,
5)  Simonie,  6)  ungerechtes  Gericht,  7  und  8)  Christi  Demuth  und
les  Pabstes  Hochmuth,  9)  verschiedene  Sünden  der  Päbste  nach
den  Weissagungen  der  h.  Schrift.  Dann  solle  man  innerhalb  jedes
Abschnittes  die  Nummern  beachten,  mit  denen  die  Reihenfolge  der
Citate  gegeben  sei.  Anfang  und  Ende  der  Abschnitte  sind  in  den
beiden  Handschriften  leider  nicht  bezeichnet;  die  Zahlen  vor  den
        <pb n="415" />
        Theo1.182  409

einzelnen  Citaten  stehen  im  Jen.  Exemplar  nur  auf  S.12—35,  39b—52;
im  Goett.  stehen  solche  Citatennummern  nur  auf  Bl.17b  18ab,  ein
Beweis,  dass  hier  wirklich  der  Anfang  des  Spiegels  ist.

In  der  Reihenfolge  der  Tafeln  gehen  die  beiden  Exemplare  stark
auseinander.

S.12—59  des  Jenenser  Exemplars  sind  gleich  Goett.  Bl.17b  bis
3la.  Jen.  8.39b  —51  =  Goett.  Bl.10b—16b.  Jen.52  =  Goett.
41b.  Jen.  S.53—55  =  Goett.  Bl.39b—40b.  Jen.  S.56  =  Goett.
6a.  Jen.  S.64--68  =  Goett.  8a—10a.  Jen.  S.69  hat  den  gleichen
Text  und  fast  die  gleichen  Bilder  wie  S.51  (=  G.16b).  Jen.
S.71—86  =  Goett.31b—39a.  Jen.  S.90  =  Goett.7a.  Jen.  S.92  bis
93  =  Goett.  1  und  2a.  Jen.  S.95—99b  =  Goett.  2b—5b.  Der
böhmische  Text  von  Bl.1_  und  2a  des  Göttinger  Exemplars  ist  abgedruckt
  von  Goll  im  CGasopis  Museum  1873  8.207.  Mehr  hat
das  Jenenser  Exemplar  folgende  im  Goettinger  fehlende  Seiten:  S.9
Titel.  8.12a  nur  Text:  Vorrede.  8.57  und  58  (fast  nur  Text):
Prophezeiungen  auf  den  Antichrist.  Die  zweimal  vorkommende
Seite  51  =  69  findet  sich  in  Goett.  nur  einmal  (16b).  S.91:  nur
Text;  vielleicht  Vorrede  zum  9.  Buch  oder  Schluss  des  Ganzen.  S.94
nur  Text.

Das  Goettinger  Exemplar  hat  mehr:  Bl.41a  (Judas  küsst  Christus)
allerdings  fast  ohne  Text,  doch  passender  Gegensatz  zu  40b  (Pabst
küsst  Nonne).  Ferner  Bl.42b  Stammbaum  der  aus  dem  Hochmuth,
Bl.43a  der  aus  der  Demuth  erwachsenden  Laster  und  Tugenden  (in
böhm.  Sprache),  wohl  nicht  zum  Spiegel  gehörig.

Die  Ordnung  der  Tafeln  ist  also  in  beiden  Exemplaren  verschieden;
im  Goettinger  Exemplar  ist  sie  meistens  falsch,  aber  auch  die  des
Jenenser  ist  nieht  überall  richtig;  z.  B.  S.56—58  gehören  nicht  an
diese  Stelle.  Die  obige  Feststellung  der  Blätterlagen  zeigt,  dass
diese  Fehler  und  Verschiedenheiten  nicht  durch  Umstellung  von
Lagen  oder  Doppelblättern  geheilt  werden  können,  dieselben  müssen
vielmehr  schon  aus  den  betreffenden  Vorlagen  stammen.

Jedes  der  beiden  Exemplare  ist  also  von  dem  andern  unabhängig
  und  hat  seinen  besondern  Werth.  Die  Bilder  sind  im
Jenenser  viel  geschickter  und  sorgfältiger  gemalt  als  im  Goettinger,
z.  B.  die  Tracht  ist  oft  charakteristisch,  der  Faltenwurf  gut  und
viele  Bilder,  z.  B.  das  Abendmahl  S.67  und  der  Tanz  S.68,  verrathenbeträchtliches
  Talent  desMalers.  Die  Zeichnungen  des  Goettinger
Exemplars  sind  derb,  aber  kräftig,  wie  die  Holzschnitte  jener  Z  eit;
die  darauf  gesetzten  Farben  sind  kaum  zu  rechnen.  Der  Unterschied
beider  Exemplare  tritt  in  2  Bildern  besonders  hervor.  Im  Gocttinger
Exemplar  ist  Bl.1lb  oben  Maria  mit  Jesus  in  der  Krippe  klein,
dagegen  unten  der  h.  Martin,  der  vor  2  Bettlern  seinen  Mantel  zerschneidet,
  grösser  dargestellt;  im  Jenenser  S.41  ist  Maria  mit  dem
Kinde,  in  der  andern  Eeke  eine  kniende  und  anbetende  Gestalt  in
der  Tracht  eines  Apostels  gemalt,  über  der  steht  "Swaty  Martin  biskup',
zwischen  beiden  endlich  ein  breites  altarähnliches  Gestell  mit  weissem
Tuch  und  Kelch;  zu  dem  Texte  aber  passen  nur  die  2  Seenen  des
Gocttinger  Exemplars.  Im  Goettinger  Exemplar  Bl.30b  treibt
Jesus  die  Weehsler  aus  dem  Tempel,  31a  nimmt  ein  Geistlicher
Geld  von  Laien  ein;  dagegen  im  Jenenser  war  die  Rückseite  des
        <pb n="416" />
        410  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Blattes,  auf  welcher  die  Vertreibung  der  Wechsler  hätte  gemalt
werden  sollen,  schon  mit  anderm  Text  beschrieben;  desshalb  sind  die
Bilder  und  Belegstellen  der  beiden  Seiten  des  Goettinger  Exemplars
(30b  und  3la)  in  dem  Jenenser  ungeschickter  Weise  zu  einem
einzigen  Bilde  verschmolzen.

Auch  im  Text  zeigen  sich  diese  Verschiedenheiten;  z.  B.  S.36
des  Jenenser  und  Bl.29b  des  Goettinger  Exemplars  ist  der  apokalyptische
  Reiter  mit  der  Wage  dargestellt;  als  Gegenstück  (Jen.  S.37
und  Goett.  Bl.30a)  hält  ein  Geistlicher  eine  Wage,  an  welcher  die
Schale  mit  dem  päpstlichen  Recht  steigt,  die  mit  dem  göttlichen
sinkt.  Der,  welcher  die  Wage  hält,  ist  im  Jen.  ein  Bischof,  heisst
“magister  Albi’  und  spricht  einen  Gallus  an;  im  Goett.  ist  es  ein
Kardinal,  der  einen  magister  Krawin  anspricht;  an  der  Schale  des
göttlichen  Rechts  stehen  hier  Pala  und  Rokyezan.  Sonst  hat  öfter
die  eine  Abschrift  Textstücke,  welche  in  der  andern  fehlen.  Demnach
  ist  keine  von  beiden  das  Original,  aber  jede  werthvoll.

Auf  dem  Vorsetzblatt  des  Jenenser  Exemplars  steht:  Bohuslaus
De  xx  sue  causa  memorie  manu  propria  me  fecit.  Darunter  von
einer  Hand  des  16  Jahrhunderts:  Antithesis  Christi  et  Antichristi.
Odpornost  kristowa  s  Antikryston.  Schon  Struve  sah  diesen  Bohuslaus
als  Urheber  des  Ganzen  an;  Graf  Caspar  von  Sternberg  hob  die
Worte  hervor,  welche  im  Jenenser  Exemplar  unter  das  Lied  von
Ziskas  Heer  geschrieben  sind  “hec  deosolemnisa  de  Üzechticz’;  da
Deosolemnisa-Bohuslaus  sei,  so  sei  das  ausradirte  Wort  auf  dem  Vorsetzblatt
  darnach  zu  ergänzen  und  der  Urheber  unseres  Buches  heisse
Bohuslaus  de  Czechtiez;  vgl.  Safarik  bei  Jungmann  8.102.  Allein  dieser
Bohuslaus  mag  den  Spiegel  und  vielleicht  andere  Stücke  der  Jenenser
Handschrift  abgeschrieben,  vielleicht  auch  den  Spiegel  nachgemalt
haben;  sicherlich  aber  hat  er  weder  den  Text  noch  die  Bilder  des
Spiegels  ersonnen.  Der  Urheber  dieses  böhmischen  Spiegels  ist  demnach
  noch  unbekannt.

In  der  Antithesis  figurata  vitae  Christi  et  Anti-Christi  hat  Lucas
Cranach  3  Bilderpaare  gegeben,  welche  denen  des  Spiegels  sehr
ähnlich  sind:  Christus  wäscht  den  Aposteln  die  Füsse:  der  Pabst
lässt  sich  die  Füsse  küssen  (vgl.  Jen.  S.53.  54);  Christus  trägt  das
Kreuz:  der  Pabst  wird  in  einer  Sänfte  getragen  (Jen.  S.12  und  13);
Christus  peitscht  die  Wechsler:  der  Pabst  nimmt  Geld  in  Empfang
für  Privilegien  (Jen.  S.39  =  Goett.30b,  31a);  dazu  finden  sich  die
Bilder  eines  4.  Paares  auch  hier  (Christus  mit  der  Dornenkrone:  dem
Pabst  wird  von  Konstantin  die  Tiara  aufgesetzt;  Jen.  8.43  und
40),  auch  Christus  in  der  Krippe  und  der  Pabst  zu  Ross  findet  sich
hier,  wenn  auch  mit  andern  Gegenbildern  (Jen.  5.41  und  42).  Dann
hat  Luther  1536  4  Hussbriefe  und  den  Brief  der  Herren  von  Böhmen
und  Mähren  in  deutscher  Übersetzung  herausgegeben,  welche  sich
in  dem  Druck  finden,  der  in  das  Jenenser  Exemplar  eingeschoben
ist.  Dazu  kommt,  dass  der  Titel  Antithesis  e£c.  sowohl  in  der  Jenenser
Handschrift  als  bei  Cranach  steht.  Da  nach  Struve  und  Mylius  der
Churfürst  Johann  Friedrich  diese  Handschrift  besass,  so  ist  die  Annahme
  jener  Gelehrten,  dass  Luther  und  Cranach  aus  diesem  Jenenser
Bilderwerk  geschöpft  hätten,  durchaus  wahrscheinlich.
        <pb n="417" />
        Theo1.182  —  184  411

Am  Vorderdeckel  und  auf  Bl.2a  des  Goettinger  Exemplars  sind
Notizen  (ebenfalls  in  böhmischer  Sprache)  von  Besitzern  aus  dem
Jahre  1521  und  1575,  der  letztere  nennt  sieh  Gindrich  Wolbram
z  Stiekrze  a  na  Skalici  nad  LuZniei  (beide  Orte  im  Kreise  Budweis).

1776  vom  Bürgermeister  Schoeber  in  Gera  erkauft,  der  die  Hft
aus  der  Bibliothek  von  Gf.  Thomasius  gekauft  hatte.

Theol.183  21Bl.  zu  19:14cm  16  Jahrh.

‘Die  Strebekazze’.  Wohl  Abschrift  eines  Drucks.  Die  prosaische
  Einleitung  sowie  die  4  Schlussverse  des  (bei  Schade,  Satiren

und  Pasquille  III,  112  wieder  abgedruckten)  Druckes  s.  I.  et  a.  fehlen.
Aus  Gebauer’s  Bibliothek.

Theol.1854  1BlI-+  181  Seiten  zu  21:16cm  18  Jahrh.

Reformatorenbriefe  (34),  1523—81;  Abschrift.

Diese  Briefe  sind  sicher  copirt  aus  einem  Bande  abgeschriebener
Briefe,  die  ehemals  Z.C.  von  Uffenbach  und  seit  1734  J.  Ch.  Wolf
besass.  Wolf  beschreibt  diesen  Band  seiner  Bibliothek  in  seinem
Conspectus  supellectilis  epistolieae  et  lit.  (1736)  8.224;  er  enthält
77  wahrscheinlieh  von  M.  Malleolus  gesammelte  Briefe,  also  ist  die
vorliegende  Sammlung  nur  ein  Auszug.  Ausser  den  Briefen  sind
auch  Bemerkungen  von  Uffenbach  und  P.Medmann  mit  abgeschrieben.
Jetzt  befindet  sich  jener  Band  mit  den  übrigen  Briefsammlungen
Wolf’s  in  der  Hamburger  Stadtbibliothek.

Die  Hs.  enthält  Briefe  von  folgenden:

Bucerus:  8.49  resp.  adB.  Wolfhardi  et  fratrum  Augustanorum  epist.
(S.41),  2.1532  sub  finem  Maji;  S.106  Alberto  Hardenbergo  22  Oct.
1549  und  S.108  Excerpt  1546;  S.117  Martyri,  Cantabr.  1549;  8.160
Catharinae  Zelliae  (dentsch)  mit  Nachschrift  (lat.)  für  M.  Lucas  (Hackfurt?).
  Jae.Fabricius:  S.151  Heinr.  Schirmero,  Misenae  15  Aug.
1566,  am  Rande  5  Verse  auf  Sturmius  von  G.  Fabr(icius).
Franciscus  Franc.  rex  (8.4)  Melanchthoni  1535  =  C.  R.1I,  879.

M.  Luther:  S.109  Capitoni  1537  =  de  Wette  V  70;  S.111  ad  conv.
ecel.  Argent.  1535  =  de  Wette  IV  636;  8.113  Bucero  1559  =  de  Wette
V  210;  8.139  (an  Caspar  Borner  1522)  =  Enders  III  375.  Mart.
Malleolus  senatoribus  et  gymn.  Argent.  praefectis:  8.165  (mit
Lingelsheim  und  Huebner)  "1563  Julii  30  oblata  est  Carolo  Miego';
S.172  25  Jan.  1560;  8.173  Argent.  pridie  Non.  Junii  1563;  5.176
Notiz  zu  einem  Briefe  von  P.  Sturm  1563.  Petrus  Martyr  Vermilius:
  S.115  Bucero,  Oxonii  15  Jun.  1549;  8.152  Conr.  Huberto,
Oxon.  8  Mart.  1551  (Auszug  bei  J.  W.  Baum,  Capito  und  Butzer  1860
8.567).  Ph.  Melanchthon:  8.5  Franeisco  Frane.  regi  1535  =
C.R.II  913;  S.15  ad  regem  Poloniae,  Anfang  “Clementer  acceperunt';
S.132  ad  filium  Landgravii  (an  Wilhelm)  =  C.R.X  12;  8.1585  ad
Sturmium  1535  =  C.  R.II  917.  Jac.  Sadoletus:  S.1  Melanchthoni
1587  =  Ü.R.Ul  3%.  Mart.  Schaelling:  S.143  Mattlı.  Zellio,
Wolfachi  10  Sept.  1541.  Jo.  Sturmius:  8.5  ad  regsem  Daniaec
(Friedr.  ID)  1562;  8.91  “ratio  pacandae  ccelesiac’,  Anfang  “Petrus
Clarus’;  S.134  doctori  Zancho,  17  Mart  1563;  S.i35  ad  regem  Daniae
“In  literis  quas  17  Aprili’;  8.147  ad  electorem  Ottonem  lleinriecum
        <pb n="418" />
        412  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Pal.,  Arg.  15  Febr.  1557  (gedr.  Wolf,  Consp.  S.224);  8.156  adolescenti
  Jo.  Brun  Witebergae,  Arg.  24  Jul.  1562;  8.164  Petro  Sturmio
29  Jun.  1563;  8.170  ad  amicum  sc.  Dasypodium,  Northemii  10  Oct.
1581.  Petrus  Sturm:  S.176  M.  Malleolo,  (Argent.)  17  Jun.  1563.
Bon.  Wolfhardus  (Lycosthenes):  S.41  Capitoni,  Bucero  .  .  et  aliis,
Augustae  12  Maji  1532.

S.11  ‘Il.  prineipum  responsum  ad  legatum  pontificium’;  S.23
N.N.  ad  Guilielmum  Hassiae  Landgrafium  ‘Si  de  celsitudinis’;  S.  167
N.N.  Jo.  Sturmio,  Tiguri  Cal.  Sept.  1579.

Am  Schluss  S.177  “Contenta  huius  libri’;  dann  S.180  von  andrer
Hand  (aus  derselben  Handschrift)  ein  Spruch  von  Jo.  Sturmius  (1562)
und  ein  Zeugniss  desselben  für  Th.  Lingelsheim  1564,  endlich  S.181
bibliographische  Notizen  über  einige  Briefsammlungen,  nach  1748
geschrieben.

Theol.185  335  Bl.  zu  33:201/,cm  Reinschrift  des
18  Jahrh.  in  Frankreich  geschrieben

Schriftstücke  zur  Geschichte  (vornehmlich  Kirchengeschichte)
  Frankreichs  im  16  und  besonders  in  der  ersten  Hälfte
des  17  Jahrhunderts.

Bl.1  Extraiet  des  Registres  du  Parlement  touchant  la  bulle  contre
’heresie  de  Luther,  19  Dec.  1533.  Bl.18  Articles  et  seurete  promise
  a  ceux  de  la  R.P.R.  par  le  roy  CharlesIX  .  .  11  Oct.  1567;
Bl.20  Propositions  d’articles  de  paix  de  ceux  de  la  religion  de  la
part  du  roy  de  Navarre  et  prince  de  Cond6,  et  le  roy  CharlesIX...
fait  au  Camp  de  Bassy  le  21  Juin  1570.  _BI.29  Extraict  des  Articles
du  synode  national  tenu  a  Montpellier  le  25  May  1598.

Bl.29b  Lettre  du  roi  (HenrilIV)  a  Mons”  de  Nevers  en  faveur
de  ceux  de  la  religion  a  Chalons  .  .  “Mon  neveu,  depuis  que  vous
m’avez  represente’,  de  Fontainebleau  le  7  Oct.  1599  (fehlt  in  "Recueil
des  lettres  missives  de  HenrilV’  Tom.V).  Bl.31  (HenrilV)  a
Mons"  de  la  Vieuville  (Gouverneur  des  ville  et  eitadelle  de  Mezieres),
“I  est  aujourd’huy  le  16  de  ce  mois’,  Montmelian  le  16  Nov.  1600;
Bl.32  ‘Pour  le  roy’  an  denselben,  Montmelian  le  16  Oct.  1600  (beide
Schreiben,  die  Ubergabe  von  Montmelian  betreffend,  fehlen  ebenfalls
in  dem  ‘Recueil’).  B1.33  Articles  pour  la  guerre  et  paix  de
Savoye  .  .,  Paris  le  27  Fevrier  1600.  Bl.40  Ordonnances  et  loix
de  guerre,  que  M.  le  Prince  de  Conde  ..  en  son  armee  veut..
estre  ...  gardees  ...  Faict  au  Camp  le...  jour  de...  1575.

Bl.44  Relation  au  vray  de  ce  qui  a  este  dit  et  copie  de  ce  qui
a  este  baille  par  escript  par  M"  de  la  Barde  &amp;amp;  Mons”  le  Nonce  Seotti
dans  Dijon  le  dernier  aoust  1639  touchant  la  promotion  du  Sieur
Mazarin  au  cardinalat.  Bl.45b  Extraiet  touchant  la  diffieulte  de
prier  pour  ’ame  de  Mons"  le  Cardinal  de  la  Valette  tir&amp;amp;  d’une  lettre
du  Marechal  (Frang.-Annibal)  d’Estree  du  2  Nov.  1639.  Bl.  46
Memoire  pour  M.  l’evesque  de  Leon:  Deeision  notable  soubs  Justinien.
  Bl.48  Sommaire  du  proces  pendant  au  conseil  d’estat  entre..
le  cardinal  de  Lyon  et  le  Sieur  Payen  pour  raison  du  prieure  de
la  Charite;  unterzeichnet  ‘Mons"  de  la  Marguerie,  Rapporteur’;
nach  1645.

B1.58  Contre  les  entreprises  de  ceux  de  Geneve  1641:  Memoire
        <pb n="419" />
        Theo01.185  413

a  Monseign.  le  Chancelier  touchant  l’estat  du  pais  et  bailliage  de
Gets...   Bl.64  Memoire  des  habitans  de  Mareuil  en  Poictou  faisans
  profession  de  la  religion  pour  en  avoir  libre  exercice,  1642.
Bl.66  Advis  montrant  pourquoy  il  ne  faut  pas  permeittre  la  tenue  du
Synode  de  ceux  de  la  religion  en  la  ville  de  Montpellier,  1643.
bBl.72  Touchant  ceux  de  la  religion  des  Cevennes,  1643.  BI.74
Touchant  l&amp;amp;  droit  de  confirmer  les  evesques  par  le  metropolitain,  par
le  S"  (Pierre)  de  Marca,  1643.  Bl.81  Remonstrances  de  ceux  de
la  St®  chapelle  du  palais  contre  l’eschange  et  suppression  de  leur
droit  de  regale.  Au  roy  et  a  la  reyne  regente,  1643.   B1.93  Discours
  pour  montrer  comme  le  droict  des  indults  s’est  introduit  en
France  en  faveur  de  messieurs  du  Parlement,  1643.  BI.97  Contestation
  touchant  les  droiets  de  regale  et  d’indult  en  la  province  de
Bretagne  (verschieden  von  der  auf  Bl.209).  Bl.101  ‘L’evesque  de
Soissons,  qui  se  dit  doyen  .  .’,  Gutachten  betr.  die  Ansprüche  desselben
  ‘de  sacrer  les  roys  .  .  quand  le  siege  de  Reims  est  vacquant
ou  pendant  l’absence  de  l’archevesque’.

Bl.107  Response  du  Sieur  de  Marca  aux  nottes  faictes  par
M*  Morel,  docteur  de  Sorbonne  (über  Marca’s  Schrift  De  concordia
sacerdotii  et  imperii).  Bl.119  Que  l’evesque  ne  peut  deffinitivement
  estre  Juge  que  par  le  pape.  bB1.124  Discours  sur  le  sujet
de  la  demission  des  evesques.  Bl.133  Discours  du  droit  ecelesiastique
  touchant  les  causes  maienres.

Bl.145  Proces  verbal  et  Actes  du  Synode  Nationnal  des  Eglises
reform&amp;amp;es  de  France  assemble  par  la  permission  du  roy  a  Charenton
le  26  decembre  1644  et  jours  suivans.  Berichterstatter  ist  der  Vertreter
  des  Königs,  Abimelech  de  Cumont,  Sieur  de  Boisgrollier,
conseiller  du  roy.

Bl.193  Motifs  de  l’advocat-general  du  parlement  de  Bretagne
touchant  un  arrest  pour  la  cure  d’Auray;  ou  est  a  la  fin  (Bl.202b)
l’extraict  de  la  regle  de  chancelerie  touchant  les  mois  reservez  par
le  pape  en  Bretagne  pour  la  collation  des  benefices;  1644.  _BI1.205
Estat  de  lV’affaire  de  l’evesque  de  Leon,  1644.  B1.209  Contestation
touchant  les  droits  de  regale  et  d’indult  en  la  province  de  Bretagne
(verschieden  von  der  auf  B1.97).  Bl.214  Memoire  touchant
V’establissement  d’un  Seminaire  de  Missionaires  dans  l’abbavc  de
St.  Meen,  Diocese  de  St.  Malo,  1645.  B1.230  Memoire  pour  les
annexes  de  Provence,  1645.  Bl.235  Memoire  de  la  part  du
S’de  Rieux  contre  le  S’  Cupif,  1646.  B1.237  Sentence  de  VofficialitE
  de  Paris  contre  l’abb&amp;amp;e  de  Portmorant  avec  suppression  du  livre
par  luy  fait  intitule  “la  famille  Chrestienne  sous  la  eonduitte  de
St.  Joseph’,  27  mars  1646.  FExtraicet  des  registres  de  TVofftieialite
de  Paris.

Bl.241  Memoire  touchant  l’evesque  d’Alby,  1649.  B1.253  La
liberte  de  l’eglise.  Au  clerge  de  l’an  1650.  B1.301  Pour  la  collation
  des  bencfiees  du  prince  de  Conty  1652  et  1653.  11.305
Memoire  du  S’  (Daniel)  de  Priezae  sur  les  empeschements  des
Inariages.  B1.307  Discours  sur  les  desordres  qui  naissent  des
mariages  elandestins.  B1.317  Diseours  sur  la  regle  des  20  jours
par  M.  Priezae,  pour  empescher  la  suecession  des  benefices  et  touchant
  V’usage  qui  en  est  praticque  ez  eglises  de  Mets,  Toul  et  Verdun,
        <pb n="420" />
        414  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

suivant  la  regle  du  concordat  Germanigue.  61.322  Raisons  de  la
chambre  des  comptes  pour  la  conservation  des  droits  de  regale  au
proffit  des  roys.

1811  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  H.  P.  C.  Henke  in  Helmstedt.

Theol.1856  136  Bl.  zu  33:22cem  16/17  Jahrh.

Aktenstücke  zur  Reformationsgeschichte,  1524—1608;  meist
Copien,  einige  Concepte.

Bl.1  Lat.  Ubersetzung  der  1529  abgefassten  Schwabacher
Artikel  (nur  15,  da  n.11  und  15  ausgelassen  sind)  und  von  Luther’s
Vor-  und  Nachrede  zu  “Zwey  Keyserliche  uneynige  und  wydderwertige
  gepott...  1524’,  voran  ein  Brief  ‘Sacratissime  rex  et  domine..
Ex  ea  obedientia.  .’;  Concepte  einer  Hand,  nach  einer  Randbemerkung
derjenigen  Spalatin’s:  doch  weicht  das  Autograplı  Sp.’s  in  ‘Die  Männer
der  Ref.’  (1859)  5.56  beträchtlich  von  dieser  Schrift  ab.  Bl.7  "Wes
sich  D.  Martyn  Luther  ete.  mit  Huldrichen  Zwinglin  ete.  .  .  vorglichen
  ..  zu  Marpurgk  denn  dritten  tag  Octobris  1529’:  Abschrift
der  15  Marburger  Artikel,  deren  Original  1847  von  H.  Heppe  im
Facsimile  herausgegeben  worden  ist.   Bl.11  Henricus  VIII  Angliae
et  Franeiae  rex  nobili  viro  N.,  Westmon.  30  Marcij  1531.  Bl.13
und  13a  “De  modo  puniendi  rebelles  in  fide’,  Concept.  Bl.  14
Wolradt  Grave  zu  Waldegk  unnd  die  Auditoren  und  Collocutorn  der
Augsp.  Confession  verwandten  an  Julius  Pflug  und  Friderichen  Graven
zum  Heiligenberg,  Werdenberg  und  Fürstenberg,  Lanndtgraven  inn
Bar,  Regenspurg  Reminiscere  1546.  Bl.15  Antwort  darauf  von
Julius  (Pflug)  ep.  Numburgensis  und  F.  Graf  zu  Fürstenberg,
1546.  DBlI.17  Auditores,  Collocutores,  Adiuncti  Conf.  Aug.  ad  colloquium
  designati  Mauritio  ep.  Aichstetensi,  Julio  Pflugk  et  Friderico
com.  Furstenbergk,  1546  betr.  das  Regensburger  Colloquium.   Bl.21
Julius  (Pflug)  ep.  Numburgensis  und  Fridrich  Gr.  zu  Fürstenberg
an  König  Ferdinand,  Regensb.  23  Martii  1546.

Bl.23  FerdinandI  an  Karl  V,  deutsch,  “also  hatt  die  kön.  Mt.
kay"  Mt.  frantzösisch  geschriben’  (1550?)   DBI.26  “Tibingae  haeec
leguntur  in  scholis  et  docentur  in  ecelesia:  1.  Sola  fides  iustificat  .  ..

Bl.  27  “Der  Reichs-Stennde  erstes  bedengkhen  in  puncten  der  Religion,
uberanntwort  den  20  Dec.  a.(15)96’.  Bl.29  Die  Protestanten  auf
dem  Reichstage  zu  Regensburg  an  König  Ferdinand  (praes.  22  Dec.
1556°  nach  einer  Aufschrift  Rössler’s).  Bl.34  Ferdinand’s  I
Resolution  an  die  Stände,  24  Dec.  (15)56.   B1.36  “Der  Geistl.  Churund
  Fürsten  Antwort  der  Religion  halben,  praes.  d.  5  Jan.  (15)57’.

Bl1.40  ‘Der  Reichs-Stennde  annder  übergeben  Bedengkhen  der  Religion
halben’,  praes.  d.  27  Jan.  a.(15)57.  B1.49  Resolution  Ferdinand’s  1
29  Jan.  1597.  Bl.51  Der  katholischen  Reichsstände  “Vermelden  des
Religions  Pımeten  und  Colloquium  halben,  ubergeben  den  5  Febr.
a.(15)57’,  “hierauff  ist  dureli  die  kü.  Mt.  nichts  schrifftlichs  geanntwort
  worden’,  Bl.54  ‘Ro.  kön.  Mait  antwort  uff  der  Augsp.  Confession
  verwandten  stend  .  .  ersuechen  von  wegen  der  gaistlichen
freistellung  gegeben  .  .  5  Febr.  (15)57’,  Concept,  Antwort  auf  das
Schreiben  BI.29.  Bl.58  Antwort  darauf  an  Ferdinand.  Bl.64
“Der  Reichs-Stännde  drittes  Bedengkhen  der  Religionsachen  nund
vorhabennden  Colloquiums  halben,  ubergeben  den  23  Febr.  a.(15)57',
        <pb n="421" />
        Theo1.186  —  187  415

und  BI.71  derselben  Erklärung,  25  Febr.  155.   BIl.73  Ferdinand’s
Resolution  auf  das  Bedenken  auf  Bl.64,  25  Febr.  1557,  Concept.
Bl.77  Ferdinand’s  Antwort  an  die  Stände  ‘der  freistellung  halben’,
27  Febr.  1557,  Concept.  Bl.79  ‘Der  Reichs-Stännde  Viertes  bedengkhen
  .  .,  Ende  Febr.  oder  Anfang  März  1557;  es  sind  darin
die  “zum  Colloquio  verordnete  Personen  nambhaflt  gemacht’.
Bl.84  Ferdinand’s  Resolution  darauf,  10  Martii  1557,  Concept.
Bl.86  ‘Der  Stennde  der  Allten  Religion  bedengkhen  von  wegen  der
Colloquenten  .  .,  (März  1557).  Bl.90  Die  prot.  Stände  an  den
König  ‘der  freistellung  halben’,  12  Martii  1557.  Bl.93  “Bairisch
bedenekhen’  (1556).  Bl.97  Pfalzgraf  Friedrich  (II)  Churfürst,
Instruction,  was  seine  Gesandten  dem  Kaiser  (Karl  V)  mitzutheilen
haben  (1556);  nach  Bl.101  “dem  Hertzog  zu  Bairn’  übersandt.

Bl.102  "Der  Kay.  Mt.  (Maximilians  II)  Resolution  auff  der
Augsp.  Confession  .  .  Stendte  Supplication  weyl.  Kayser  Ferdinandt
2.95  gegebne  declaration  des  Religionfridens,  auch  ettliche  gemaine
unnd  sonderbare  gravamina  betreffenndt’,  praes.  Ratisb.  2  Aug.
(15)76.  Bl.104  “Der  Rom.  Kay.  Mayt.  (Maximilians  I)...  Resolution
  uff  der  Evangelischen  Steud  den  9  Sept.  uberreichte  ..
Supplieationschrifft'.   BIl.108  Maximilian’s  II  ‘Erelerung..  auf  der
Catholischen  Stenndt  bericht  und  Pitt  ubergeben  den  27  Aug.  (15)76
zu  Regenspurg'.  Bl.110  Die  Reichsstände  an  den  Kaiser,  betr.
den  3.  und  4.  Artikel  der  kaiserl.  Proposition  (Friede  in  Religionund
  Prophan-Sachen;  Justiz),  (1576).  Bl.124  Lorenz  Schrader,
“Memorial  in  der  Münsterischen  Sach’,  28  Oct.  1581,  “Hu.  Trantsen
zu  behanden’.  B1.126  Supplication  der  katholischen  Bürger  “dieser
Statt  Aach’  an  den  Rath,  ‘verlesen  im  grossen  Rath  alım  22  Junii
a.(15)80°.   B1135  Christian  U  Hz.  zu  Sachsen,  Churfürst,  an  den
Kaiser,  Morizburg  15  Oct.  1608.

1811  aus  der  Bibliothek  H.  Ph.  C.  Henke’s  in  Helnıstedt  erkauft.
Damals  waren  mit  dieser  Hs.  andere  Stücke  vereinigt,  so  Hlistor.  116,
Philos.  116,  122,  137.  Diese  Hs.  ist  von  Rössler  abgetrennt  und
ihre  Stücke  chronologisch  geordnet.

The01.186a  15Bl.in  4°  18  Jahrh.

Abschriften  der  Stücke  auf  Bl.14,  21,  17,  13  (mit  Auslassung
vieler  Wörter)  in  Cod.  theol.186.

Theo0l.187  92  Seiten  zu  23:18  em  18Jahrh.

"Synodi  Erdödenses  geminatac:  prior  generalis  a.  1545,  altera
partialis  2.1555,  a  protestantibus  verbi  divini  ministris  in  Erdöd  ..
celebratae’.

5.3  ‘Generalis  synodus  .  .  atque  confessiv  ibidem  ALT  articulis
conelusa,  nune  primum  ..  typis  evulgata  studio  Josephi  Benkö,
nobilis  Siculi  Közep-Aitensis  de  Arkos'.  S.47  “"Synodus  partialis..
eiusque  confessio  XX  artieulis  expressa  ...  cura  Jos.  Benko’.  S.75
Auctarium  .  .:  Chronologieae  consienationes  de  .  .  Dragfiorum
familia  .   1383—1555,  mit  2  Urkunden  von  1521  und  1526  (zum
Theil  ungarisch).

Die  vollständigen  Artikel  der  ersten  Synode  zu  Erdöd  sind  nach
J.  Borbis,  die  ev.  -Iuth.  Kirche  Ungarns  (1861)  8.13  unbekannt.  Benkö
        <pb n="422" />
        416  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

giebt  in  einem  inhaltreichen  Prooemium  an,  dass  er  sie  aus  einer
Hs.  mittheile,  die  er  1763  aus  seines  Oheims  Joseph  Dienes  Hermannyi
Nachlasse  erworben  habe,  und  worin  sie  von  Stephan  Desi  1624  eingetragen
  worden  seien.  Die  Artikel  der  zweiten  Synode  verdankte
er  Samuel  Bodosi  de  Köpetz.

1798  von  J.  Benkö  geschenkt.

Theol.188  Druck  in  8°,  durchschossen

Kurtzgefaszte  Nachricht  von  den  wegen  des  Interims  vor  200  Jahren
.  .  vorgefallenenen  Begebenheiten  .  .  von  Jo.  Ge.  Kirchnern.  Halle
1748.  Mit  vielen  Zusätzen  (von  G.  Th.  Strobel?).  Aus  Gieseler’s
Bibliothek.

Theol.189  95  Bl.  zu  24:17  cm  und  kleiner  mit  Druckbeilagen
  um1730  in  braunem  Ledereinband

“Alphabetum  fortunae  in  secundum  in  academia  Julia  Augustanae

confessionis  iubileun  ...  (ab)  Hermanno  von  der  Hardt  septuagenario  ..
hodie  superstite  2.1730  die  25.  Junii  .  .,  auch  mit  dem  Titel  (Bl.13)
“Alphabetum  fortunae  Tuscum,  in  Augustanae  confessionis  jubileum’.
Im  erste  Theile  dieser  Schrift  (Bl.15)  werden  verschiedene  Ereignisse
aus  dem  Leben  von  Moses  symbolisch  auf  Ereignisse  der  Reformationsgeschichte
  gedeutet,  im  2.  Theile  (Bl.83)  allgemeine  Vorgänge  des
menschlichen  Lebens  als  Symbole  für  die  Segnungen  der  Reformation
erklärt.  Die  zu  Symbolen  benutzten  Vorgänge,  25  an  Zahl  oder  ein
Alphabet,  sind  in  sauberen  Tuschzeichnungen  bildlich  dargestellt,  der
erläuternde  Text  ist  nur  zu  einigen  dieser  Bilder  vorhanden  Bl.5
bis  12  acht  in  Tusche  gemalte  Porträts  von  den  4  “Tusci”  Dante,
Petrarca,  Bocacecio,  L.  Aretino,  von  Rud.  Agricola,  Erasmus,  Reuchlin,
Greg.  Pontanus:  wohl  Copieen  der  Porträts  in  Hardt’s  Historia  literaria
reformationis  (Hs.  in  Hannover  no.  228,  vgl.  Busch  in  den  Hannov.
gel.  Anzeigen  1753  Zugabe  Sp.136f£.).  Bl.40—55  ‘Joh.  de  Vesalia
(Rucherath)....,  tractatus  de  valore  indulgentiarum,  ex  .  .  academiae
Helmstadiensis  mseto  in  honorem  iubilei  Augustanae  confessionis  .  .
resurgens’,  nach  der  (in  der  Hannoverschen  Hs.  n0.228  befindlichen)
Abschrift  der  Helmstedter  Hs.  (vgl.  Hannov.  Anzeigen  Sp.149)  abgedruckt
  von  Walch  in  Monim.  medii  aevil,  1  S.111—156.

Aus  der  Bibliothek  H.  Ph.  C.  Henke’s,  Prof.  in  Helmstedt,  1811
gekauft.

Theol.190  30Bl.  verschiedener  Grösse  in  4°  gebunden
18  Jahrh.

Schriftstücke  die  Quäker  betreffend.

Bl.1  Isaac  Furnerius,  Ein  ruf  an  alle  menschen  auss  dem  Teufel
in  Gott,  beschrieben  auss  Befehl  Gottes  den  21  Sept.  1656.  Bl.5
George  Fox  to  the  Pope  and  his  counsel,  London  1  Sept.  1661,  (BI1.9)
to  the  Rulers  in  Hamburgk,  London  16  Sept.  1661.  Bl.19  “Mysticalische
  Landtaffel  Paul  Gröbener’s’  (auf  der  Rückseite  stehen
niederd.  Briefeoncepte  von  1649  und  1633).  Bl.20  Cornelis  Roeloff
an  Pieter  de  Voss,  Febr.  1669.  Bl.22  “‘Mnemonica  instructio  Aug.
Confessionis'.  Bl.23  Druck  “Admonition  (von  Anne  Marie  nee...
de  la  ville  de  Baugency)  aulx  Parlaments  de  France,  et  depar  iceulx
        <pb n="423" />
        Theo1,188  —  192  417

interine  au  Premier  President  de  celuy  De  Paris...  1662’,  am  Rande
theilweise  deutsche  Übersetzung.

Vorn  ein  Inhaltsverzeichniss  von  J.  F.  Reimmann,  in  dem  diese
Stücke  als  12—16  und  11  bezeichnet  sind;  die  übrigen  daselbst  verzeichneten
  Nummern  (wohl  Drucke)  fehlen  in  der  Hs.

Aus  J.  F.  Reimmann’s  Bibliothek,  vgl.  den  gedruckten  Katalog
(1731)  8.681.

Theol.191  6Bl.  in  fol.  18  Jahrı.

“Epistola  de  nova  secta  Quaerentium  sive  serutatorum  vulgo  Seekers
in  Anglia  exorta”.  Abschrift  von  Reuss’  Hand  aus  der  Wolfenbütteler
  Hs.  Extravag.  No.32  (1)  23.  Gedruckt  nach  dieser  Abschrift
  von  H.  Planck  als  Göttinger  Pfingstprogramm  1814.  1859
aus  Planck’s  Nachlass.

The01.192  390  Seiten  (gezählt  69—188,  219—  224,  233
bis  238,  241—411,  414—449,  452—482)  zu  341/,  :  201%  em  18  Jahrh.

‘Acta  Zinzendorfiana’,  meist  1734.  Abschriften.

S.69  Abt  (Joh.  Adam)  Steinmetz  an  Aug.  Gottl.  Spangenberg,
über  seine  Reise  nach  Halle  und  die  Urtheile  der  dortigen  Theologen
über  Spangenberg,  ferner  seine  Bedenken  über  die  Herrenhuther,
1733.  S.77  Antwort  auf  diesen  Brief  von  dem  Grafen  Nic.  L.  v.
Ziuzendorf,  Herrenhuth  1  Sept.  1733.  5.105  Hildebrand  (in
Augsburg)  an  ?,  ‘die  Hallische  Affaire  mit  Hn.  Spangenberg  betr.’,
35  Punkte;  8.112  Spangenberg’s  Antwort  darauf;  S.121  Anmerkungen
  über  die  Antwort;  8.147  Brief  Zinzendorf’s  naclı
Ebersdorf,  Herrenhuth  24  Dee.  1753;  5.149  "Extraect  Briefes  von  22  Oct.
1734’:  alles  betr.  Spangenberg.

S.151  Peter  Sixt  Chr.  Krause  an  einen  Prof.  über  Zinzendorf’s
Aufenthalt  in  Stralsund,  Stralsund  10  Dee.  1734.  S.155  Sanı.
Urlsperger  an  Zinzendorf  in  Stuttgart,  Augsb.  24  Dec.  1125  und
(5.156)  an  Geh.  Rath  v.  Bonin,  Augsb.  27  Dec.  1734;  8.157  Zinzendorf
  an  den  Kanzler  in  Tübingen,  Tüb.  20  Dee.  1734;  S.159  “Extraet
von  einem  mährischen  Bruder:  alles  betr.  Mission  in  Georgien.
S.160  Bericht  über  Z.’s  Aufenthalt  in  Tübingen,  Tüb.  22  Dee.  1734.
3.163  ‘Copia  Schreibens  aus  Stuttgart.  5.164  Schreiben  über  eine
Predigt  Z.s,  Tüb.  19  Dee.  17354.  8.165  F.  C.  Oettinger  an  Jungfer
Oatlırine  Liesse.  S.167  Programm  der  theol.  Face.  zu  Tübingen
1734,  Abschrift  eines  Drucks  (wiedergedr.  Büdingische  Sammlung
1  458).

ir  5  Anfang  einer  Selbstbiographie  Zinzendorf’s,  überschrieben
‘Lieber  Bruder’;  brieht  S.188  in  seiner  Schulzeit  zu  Halle  ab.

S.219  (Fr.  Chr.)  Steinhöfer  an  J.  P.S.  Winckler,  20  Martii  1754,

der  Anfang  fehlt;  S.224  Anfang  der  Antwort  darauf.  5.233  (Superintendent)
  Orlich  an  einen  Ilofprediger  über  Steinhöfer’s  Anzugspredigt
  in  Ebersdorf,  Lobenstein  15  Marti  1734.  S.230.5  Anfang

eines  andern  Briefes.

S.241  Joh.  P.  S.  Winekler,  Hofprediger  in  Ebersdorf.  Bericht
über  die  Aufgabe  seines  Amtes  nach  Berufung  von  Steinhöfer;  der
Anfang  fehlt.  Eingeschaltet  sind  viele  Briefe:  Bl.241  Wine  'kler
an  den  Grafen  (Reuss-Ebersdorf),  olne  Datum,  und  8.252  an  Prof.

27
        <pb n="424" />
        418  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Zimmermann,  Ebersdorf  24  Martii  1734;  8.269  Benigne  Renata  (Comtesse
  Reuss-  -Ebersdorf)  an  David  Nitschmann:  S.  974  Winekler  an
den  Grafen,  Eb.  8  Sept.  1734,  und  S.281  an  den  Sup.  (Orlieh);  S.321
Heinrich  XXIX  Reuss  an  Winckler  bei  seiner  Entlassung.

S.326—411  ‘Einige  Nachrieht  von  denen  Böhmischen  Brüdern
und  deren  Anstalten  in  Herrenhutl  1731  mense  Aprill’.

S.414—449  “Ebersdorfisches  Protoeoll  vom  3  Aug.  1733’,  unterzeichnet
  von  dem  Rath  Anton  von  Geusau;  betr.  Lehre  von  Steinhöfer,
  Liekefett  und  Sehilling.  S.452—482  “Il.d.a.  Zinzendorff
etc.  Colloguium  Theologieum  habitum  eum  Theologis  infra  seriptis
Sundii  1734  d.  18  April.  et  seqgq.’  (die  Namen  der  Theologen  fehlen),
und  Thesen,  in  ipso  pasehatis  festo  (25  April)  1734.

1811  aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek  gekauft.

Theol.193  56  Bl.  zu  22:16!/,  em  18  Jahrh.

(Bl.1—28)  "Analeeta  ad  historiam  Davidis  Georgii  (D.  Joris  oder
Johann  von  Brügge)  ex  codice  msto  bibl.  aead.  Basileensis  a  el.  Iselio
deseripta  1733".  4  Briefe  von  1559:  Bl.2  Henr.  a  Schor  Ruremundensis
  Joa.  Jungio,  3  Apr.  1559.  Bl.5b  Mart.  Duneanus  Jo.
Aeronio  Frisio  in  univ.  Bas.,  Delphi  jussu  magistratus  16  Cal.  Dee.
1559.  Bl.11  Theologisches  Gutaehten  über  Joris’  Lehre  (an  die
Stadi  Basel),  one  Datum.  DBl.22b  Gutaehten  der  theol.  und  jur.
Faeultät  (zu  Basel,  an  die  Stadt),  ohne  Datum.

B1.29—56  Briefe  von  1542  betr.  die  Frage,  ob  der  Koran  ‘im
Druek  under  einer  1.  Statt  Basel  namen’  in  Übersetzung  erseheineu
dürfe,  wohl  ebenfalls  aus  einer  Hs.  in  Basel  abgeschrieben:
B1.29'  Bon.  Amerbach,  Gutachten  im  Namen  der  Universität  Basel,
26  Aug.,  und  (Bl.41)  2  Briefe  an  Caspar  Hedio  und  Mart.  Bueer  in
Strassburg,  Bas.  7  Cal.  Oet.  und  ohne  Datum.  DBl.44  Conr.  Pellieanns
  an  Amerbach,  8Aug.   Bl.48b  Bueer  an  Am.,  Arg.  13  Sept.
mit  Nachschrift  (Bl.51)  von  Hedio.  Bl.51b  Hedio  und  Bueer
an  Am.,  Arg.24  (der  Monat  ist  ausgelassen).

Theol.194  7Bl.zu20:16!/,em  1715

“Bericht  von  Gottfr.  Wincklers  Visionibus  in  Nürnberg  1715”.
Über  die  Anfdeckung  des  Betrugs  vgl.  ‘Coburg.  Zeitungs-Extract  aufs
Jahr  1721’  S.91ff.  Aus  der  Göttinger  Gymnasialbibliothek.

The01.195  TI  -+  122Bl.zu  30:2lem  1627

Adriano  de  las  Cortes,  Relaeion  de  China.

Adr.  de  las  Cortes,  1578  zu  Tauste  in  Aragonien  geboren,  trat
1595  in  den  Jesuitenorden  ein,  der  ihn  auf  die  Philippinen  entsandte.
1625  unternahm  er  von  dort  eine  Reise  nach  Macao,  litt  jedoch  unterwegs
  Sehiffbruch  und  wurde  an  die  chinesische  Küste  verschlagen,
wo  er  in  die  Gefangenschaft  der  Eingeborenen  gerieth.  Als  er  dann
nach  Manila  zurückkehrte,  verfasste  er  den  vorliegenden  Berieht
über  China,  der  in  2  Theile  getheilt  ist:   (Bl.1)  Primera  parte  de
la  Relaeion  que  ceserive  el  Padre  Adriano  de  las  Cortes  de  la  compania
  de  Jesus  del  viaje  naufragio  y  eaptiverio  que  con  otras  personas
  padecio  en  Chaucheo  Reyı  no  de  la  gran  China...   (Bl.74)
Segunda  Parte  de  la  relacion  en  la  qual  se  ponen  en  Pinturas  yen
        <pb n="425" />
        Theo1.193—  196  419

Plantas  las  cosas  mas  notables  que  scan  dicho  en  la  primera  parte..
Die  mit  Tusche  ausgeführten  Abbildungen  stellen  Kleidungsstücke,
Waffen,  sowie  die  verschiedenartigsten  Sitten  und  Gebräuche  der
Chinesen  dar,  ausserdem  eine  Reihe  von  Plänen  zu  Gebäuden.

Am  Schluss  des  Berichts  steht  als  Datum  “En  el  Collegio  de  la  compafia
  de  Jesus  de  la  ciudad  de  Manila  24  de  Junio  de  1627’.  Cortes
starb  in  Manila  1629.

Bl.1—73  sind  offenbar  (im  Orient)  lithographirt,  ebenso  der
Schluss,  mindestens  von  Bl.109  an;  zweifelhafter  erscheint  es  bei
Bl.  74108.

1770  aus  der  Bibliothek  von  R.  Ouwens  (Auctionscatalog  S.147)
ersteigert.

The01.196  Perg.  79Bl.  zu  21'/,:  14cm  (Bl.13,  18,  44
sind  kleinere  zur  Ergänzung  eingeschaltete  Blätter)  roth  rubrieirt
X11/XIll  Jahbrh.  Holzdeckel  mit  gepresstem  braunem  Leder  überzogen


Martyrologium  (Bl.9—15b,  18—78b  in  Missalschrift),  mit  vorausgehendem
  Calendarium  ecclesiasticum  mit  Hexametern  (Bl.2b
bis  8a).  Am  Schluss  BIl.78b  (roth)  “Merces  scriptoris  sit  summi
palma  decoris’,

Ausserdem  enthält  die  Hs.  folgendes:  Bl.1(XVIJahrh.)  3  Lectiones.
  Bl.1b  (XIV  Jahrh.)  Leetio  in  vigilia  nativitatis  Christi’  (ganz
auf  ausradirte  Verse  geschrieben).  Bl.2  (XIII  Jahrh.)  ‘O  dulees  Christi
sponse  .  .,  17  Hex.;  “O  decus  o  flos  .  .,  21  Hex.,  die  Fortsetzung
(noch  7  Hex.)  auf  Bl.1b  ist  ausradirt;  Bl.1b  noch  ein  Gedicht  in
10  Hex.,  von  denen  die  beiden  ersten  ausradirt  sind.  Diese  Gedichte
sind  unter  dem  Titel  ‘Nonnenliebe’  von  F.  Vogt  aus  dieser  Hs.  gedr.  in
Paul’s  Beiträgen  z.  Gesch.  d.  d.  Sprache  XVI  465.  Bl.8b  “Huc
accedenti  .  .,  12  Hex.,  Nachruf  auf  einen  Helengerus  “qui  doctis
manibus  librum  contexuit  istum’;  gedr.  ebenda  9.467.  Bl.16
"Heinrieus  monachus  istam  collegit  tabulam  .  zur  Berechnung
des  Anfangs  der  Fastenzeit;  auch  in  München  Cim  13087  B1.288.
B1.16  “Notieia  huius  tabule  cst  in  primis  litteris  et  ultimis  singularum
dietionum  per  terminatam  in  m  litteram  Martio  paschalem  diem  per
eeteras  in  Aprili.  Gratum  operi.  Abissum  tibi  klio  favum  prope
gestans  ....  (Memorialverse).  BI.17  Über  die  7  Planeten  ‘Luna  est
primus  planetarum  et  infima  stellarunı,  huius  corpus  est  globosum  .  .’;
dann  über  die  Wolken  ‘Venti  suo  spiramine..  .,  die  Erde  “Terre
forma.  .,  Regen,  Thau,  Sternsehnuppen,  endlich  über  den  Donner
in  den  einzelnen  Monaten  (nur  bis  März)  “Si  in  mense  Jan.  tonitrua
conerepant  .  .  (vgl.  Jurid.391  Bl.143b).  131.79  Uber  die  Weltalter
(nur  Anfang)  “Anni  novem  nonaginta  centum  quinque  milia  usque
ad  tempus  in  quo  venit  qui  ereavit  omnia  .   (trochäische  Fünfzchnsilber).
  Bl.79b  Liturgisches.

1773  aus  der  Bibliothek  von  IT.  Gockinga  in  Utrecht  erkauft;  die
Hs.  stammt  wahrscheinlich  aus  den  Niederlanden  (vgl.  Vogt  a.  a.  O.),
bei  einer  Ausbesserung  des  Einbandes  ist  ein  Fragment  mit  niederländischer
  Schrift  von  1691  benutzt.

27*
        <pb n="426" />
        420  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Theol.  19%  116  Bl.  zn  32:21  cm  Reinschrift  in  verzierter
  gotischer  Schrift,  verzierte  Initialen,  roth  rubrieirt  1509
schwäbischer  Dialekt

Bl.1b  Fast-  und  Feiertage.   Bl.2  ‘Hienach  standen  die  tag  der
stacion  mit  anderm  ablasz  der  hl.  stat  Rom  ete:  Item  alle  sambstag’,
am  Schluss  Bl.5  ‘1513  .  .  16  Novembri’.

Bl.6  Martyrologium.  Stimmt  mit  dem  zu  Strassburg  von
Joh.  Prüsz  1484  gedruekten  ‘Martilogium  der  heiligen  noch  dem
Kalender’  (ausgenommen  den  Dialekt)  vollständig  überein;  auch  hier
steht  am  Schluss  der  Vorrede  ‘.  .  zue  tisch  &amp;amp;cmacht  .  .  zuo  Wyssenburg
  in  dem  Barfuesser  orden  und  eloster  von  den  gaistliehen

vattern  .  .  M.ecec.  und  in  dem  Ixxxii).  Jar  umb  den  advent  .  .'.
Voran  (Bl.  6b)  5  Kreise  mit  dem  Namen  ‘Ilıs’,  einmal  mit  Umsehrift
“In  dem  namen  .  .‘.  Am  Schluss  steht  “Geschriben  von  mir

Johannes  Kraeler  von  Kempten  an  S.  Bamabas  tag  xv°  vili)  Jar”.

Auf  Bl.6  hat  W.  v.  Zell,  dessen  Wappen  in  Holzschnitt  ebenda
eingeklebt  ist,  geschrieben  “Disz  puech  genant  Martirilogium  gehort
den.  .  schwestern  zue  Mindelhaym  in  der  stat  genant  in  der  Clawssen
an  s.  Steffans  pharkirchen  s.  Franeziscen  ordens  der  tritten  regel  .
ynen  gegeben  .  .  von  Wilhelmen  von  Zell...  1513’.  Von  ibm  sind
wohl  auch  Bl.1—5  geschrieben,  ferner  Bl.6b  “Der  gros  nam  Thetrasramaton
  ...  Vietor  von  Carben  vorzeiten  ain  jud,  yez  ain  eristenlicher
  briester’,  und  am  Rande  an  verschiedenen  Stellen  Familienscdenktage.


1784  aus  G.  W.  Zapf’s  Bibliothek  in  Augsburg  gekauft.

The01.198   101Bl.  zu  201/5:13!1/,  cm  mit  Abbildungen
1585  brauner  Lederband  mit  Goldpressung
Emblemata  diversa  de  Nativitate,  Annuneiatione  et  Assumptione
Beatae  Virginis,.  Romae  1585’;  am  Sehluss  “‘Joannis  Baptistae

Gardoni  ad  Leectorem  admonitio’.
Auf  jedem  Blatte  ist  ein  Bild  (selten  2)  in  einem  Kreise  von
81/,  em  Durchmesser  mit  Farben  gemalt,  worauf  dann  1—9  Distichen

folgen.  Anfang  Bl.3b  “Liber  ad  Leetorem:  Nascentem  canto  .  .
(1  Dist.);  Bl.4  “De  Nativitate  B.  Virginis.  Satan:  Lueifer  ut  miro..
(4  Dist.).

Auf  Bl.1  steht  ‘"Emi  Romae  1682  .  ..  Aus  J.  H.  v.  Bülow’s
Bibliothek.

Theol.199  25Bl.zu15:11lem  rotheTnitialen  ;  abgesetzte

Verszeilen  mit  roth  durchstrichenen  Anfangsbuchstaben  15Jahrh.
mappenartiger  Pergamentumschlag  mit  Messingverschluss

Bl.1  Marter  der  hl.  Margarethe,  728  Verse;  Anfang  ‘Et  scholen
alle  frouwen  Die  martir  gerne  schouwen’.  Niederdeutsche  Umschrift
  eines  mitteldentschen  Textes;  vgl.  Vogt,  Über  die  Margaretenlegenden,
  in  Pauls  Beiträgen  zur  Geschichte  d.  d.  Spr.  I  8.266  ff,
wo  diese  Hs.  eingehend  besprochen  wird.  Benutzt  ist  die  Handschrift
  in  Stejskal’s  Ausgabe  “Büchelin  der  hl.  Margareta’  1880,  wo
sie  S.4  unter  f  aufgeführt  wird.

Bl.23  ‘Vota  ad  partum  mulieris  ut  pariat  absque  gravi  dolore',
Segen  für  “hanc  famulam  dei  Annam’.   BI.24b  'S.  Johannis  ewan-
        <pb n="427" />
        The01.197  —  200  421

gclium’  (ec.  I.  v.  1—14)  in  niederdeutscher  Ubersetzung  “In  deme
ambegin...  Dorch  dat  ewangelium  vorgeve  uns  got  alle  unsze  miszdath.
  Amen’.

Der  Hs.  war  chemals  beigebunden  der  Druck  ‘Diss  sint  die
passien  der  vier  haubtiückfrawen.  Katherine.  Barbare.  Margaretlıe
vnd  Dorothee’  Leipzig  1508,  der  dieselbe  Margarethenlegende  enthält.

Vorn  hat  sich  J.  G.  Olearius  eingeschrieben.  1781  aus  einer
Auction  in  Arnstadt.

Theo1.200  372  Bl.  (Bl.1  und  14,  152  und  163  Perg.)  zu  21:
14!/,  em  von  verschiedenen  Händen  geschrieben;  Bl.356—  367  zweispalig
  rotlie  Überschriften,  rothe  und  blaue  Initialen;  auf  Bl.1  eine
grosse  verzierte,  auf  BI.1b  cine  goldene  Initiale  zum  Theil  1456  geschrieben;
  stammt  aus  Köln  oder  dessen  Umgegend  Holzdeckel  in
braunem  Leder,  mit  Lederriemen  zum  Verschluss

Heiligenlegenden  in  mittelfränkischem  Dialekt.

Bl.1—202  Leben  des  hl.  Augustinus  und  andre  Stücke,  die  sich
auf  ihn  beziehen.  Bl.1  “Dit  is  die  bedudunge  des  seiligen  namens
Augustinus.  A.  wirt  gesaet  van  augustus.  ..  Bl.1b  Vorrede  “Magnus
dominus  laudabilis  valde.  Grois  is  der  here  ..  Den  bidden  ich,
dat  he..  verlenen  wille....  also  zo  schriven,  dat  unse  eirwirdige
susteren  da  yune  gebessert  unde  verblijt  mogen  werden,  ...  want
ich  dat.  .  schryven  wil  so  as  ich  it  in  wairheftigen  bucheren  vinden
obe  van  wairhefftigen  preidegeren  der  wairheit  gehoirt  hain  .  ..
Dann  beginnt  das  Leben  Augustin’s  “Dit  is  van  synre  geburt:  In
den  (tyd)en,  do  der  alre  glorioste  unde  vroymste  keyser  Theodosius
regneirde.  Im  Anfang  ist  cs  im  wesentlichen  eine  gute  Übersetzung
des  ersten  Theils  der  anonymen  Vita  Augustini,  die  beginnt  “Adninistrante
  rem  publicam  Theodosio’  (hsg.  v.  A.  G.  Cramer,  Kiliae
1832);  doch  sind  sehr.  zahlreiche  Stellen  aus  Augustins  Confessiones,
zuweilen  auch  anderswoher  eingeschaltet.  Dann  werden  (etwa  von
Bl.21  an)  Charakterzüge  und  Ereignisse  freier  behandelt  und  dureh
zahlreiche  Übersetzungen  aus  Augustins  Schriften  erläutert.  Darunter
sind  zu  erwähnen  Bl.33b  ein  grosser  Theil  der  Schrift  de  beata
vita  (=  Migne  32,  962),  Bl.38  de  quantitate  animae  (=  Migne  32,  1035;
statt  Evodius  tritt  darin  Adeodatus  auf);  einzelnes,  was  selbst  gelehrten
Leuten  zu  schwer  sei,  ist  ausgelassen.  Ferner  eine  Anzahl  Briefe
von  Augustin:  Bl.49  Valerio  (Migne  33,  88  n.21),  64  Paulino  (M.  33,
107  n.27),  71  Audaci  (M.  33,  1076  1.261),  85  Novato  (M.  33.  294
1.84),  90  Pascentio  (M.  33,  1051  n.241);  Briefe  an  Augustinus
von:  Bl.62  Paulinus  (Migne  33,  101  n.25),  68  Severus  (M.  33,
418  n.109),  70  Audax  (M.33,  1075  n.260),  89  Pascentius  (M.  33,

1051  n.240).  B1.138  Gebet  “Groisse  vader  Angustine  .

B1.139  Mirakel  und  Exempel  ‘Man  liest  in  der  historien  des  ertschen
bisschofs  Sigesberti  .  ..  Bl.144b  Predigt  “In  translatione  .  .  Augustini
  .  .:  Sol  refulsit  .  .  Dese  wort  .  .  Sent  Augustinus  spricht  in
deme  boiche  de  doetrina  ehristiana  .  5;  B1L150  IExempel.  31.152
Predigten  über  Augustinus,  jedenfalls  Übersetzung  der  im  eod.
Bruxell.860  enthaltenen  lateinischen  Predigten:  (Bl.152)  “die  sermone,

  de  gedain  is  van  meister  Ferrando  van  Hispanien  eyn  bischofl
in  Avinionem  in  intgegenworficheit  alle  der  eardinaile  in  den  iaren
        <pb n="428" />
        422  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

uns  heren  M.  cce  und  li)  jare',  Anfang  ‘Spiritus  domini  locutus  est
..  Dese  Wort  sprechen  zo  duytschem  ..  Alre  eirlichste  wirdichste’;
(Bl.163)  ‘Dit  sint  die  (8)  sermon  meister  Jordanus  (von  Quedlinburg)
  des  ordens  der  heremiten  Augustynre,  und  sint  van  sent  Augustynus’,
  Anfang  des  ersten  “Vos  estis  sal  terre  Mathei  I.  Dit  hl.
ew.  leist  man...  Am  Schluss  B1.201  “finitus  est  liber  presens
a.  d.  Mille  quadringentesymo  quinquagesimo  sexto  ipso  die  Beatorum
martirum  Prothi  et  Iacincti  .  ’;  auf  Bl.201/2  noch  zwei  Zusätze  über
Augustinus.

Dann  folgen  andere  Legenden,  die  zum  theil  aus  Jacobus’  de
Voragine  Legenda  Aurea  übersetzt  sind  (im  folgenden  mit  LA  bezeichnet):
  Bl.202  Bernardus  (LA).  B1.208  Ambrosius  (LA).
Bl.213  Johannes  Chrysostomus  “It  was  eyn  baist  zo  Rome  gesessen,
der  solde  eyn  mals  ryden  .  ..  B1l.223  Gertrud  "Sent  Gerdrut,  na
stade  der  werlt  was  sy  van  grossem  und  hohem  geslicht  .  ..
Bl.227b  Aldegunt  ‘Sent  Aldegunt,  der  vader  was  kristen  und  gode
seir  innich,  genant  Gaubert  .  ..  Bl.231  Marcus  (LA).  B1.233b
Lucas  (LA).  Bl.235  Martha  (LA).  B1.238b  Muriu  Magdalenu
‘O  susse  selige  gemaele  gotes  ..  Maria  M.  heisz  Maria  und  Magd.
was  ir  zo  name...  Bl.253b  Anastasia  (LA).  B1.255  Paula
(LA).  Bl.258b  ‘Sent  Peter  van  Meynlayn  (vgl.  Stadler,  Heiligenlexicon
  IV  S.798):  Petrus  der  nuwe  marteler  vas  van  der  prediger
orden  .  ..  Bl.262  Trmotheus  (LA).  Bl.262b  “Dat  sint  de  iüij
gecrointe  steyne’  (LA).  Bl.262b  ZDLumbertus  (LA).  Bl.263b
Dominicus  (LA).  B1.274  Vitus  “Man  begeit  hude  den  dach  S.
Vitus  .  ..  Bl.275b  Paulus  und  Johannes  ‘Dese  heren  waren  van
Rome  burtich  .  ..  Bl.276b  KAilianus  “Man  begeit  hude  .  !.
B1.279°S.  Quirin  der  veir  marck  schalek  einer:  Allexander  der  heilige
baist  besasz  .  ..  Bl.286b  'S.  Severynus  eyn  bischoff  zu  Collen:
Der  aller  selichsten  Severynus  na  dem  grade...  Bl.299  8.  Conbertus
  (Cunibertus)  ein  bischoff  zu  Collen:  ‚Iz  in  ist  vil  na  neyman
der  neit  in  wisze,  we  seir  zemeliche  .  ”  (Übersetzung  der  Vita  bei
Surius  VI  273).  Bl.303  Petrus  ap.  ‘Da  sent  Peter  zo  Anthiochien
predigete,  da  sprach  Theophilus  .  ..  Bl.304  Perpetua  und  Felicitas
“Saturnen  hatte  eynen  broder,  heisz  Satirus  .  ..  Bl.305b  Thomas
Cantuar.  (LA).  B1.308  °S.  Clara  de  hl.  aptissen  des  Claren  ordens:
Do  de  werlt  veraldet  was  .  ..  (zusammengezogen  aus  der  Vita  in  den
Acta  Sanctorum  Aug.  U  754).

..  Bl.327  Johannes  von  Hildesheim,  Historia  trium  regum;  andere
Ubersetzung,  als  die  im  Histor.823  Bl.72b:  "Dit  Buch  ist  van
dryen  heige  konyngen  und  saget  uns  fier  und  sechtzich  capittel,  in
dem  eirsten  van  eynre  vurreden  .  .';  Anfang  der  Vorrede  “Loff  ere  und
wirdicheit  der  heylger  dryer  konynek  hait  erfult  de  heilge  cristenheit
  van  offgange  der  sonnen  .  .,  Anfang  des  Textes  “In  dem  anfange
  ist  zo  wissen,  daz  eyme  heidenschen  prister,  hisz  Balaam,  in
siner  prophecien  de  er  rette:  Es  geit  off...  Bl.354  “und  den  xij
dag  begeynt  sy  gar  kostlichen,  und  we  sy  dat  dunt,  daz  worde  zo  lanck
z0  schryven  und  dar  umb  so  lassen  wir  it  underwegen’:  es  wird  alles,
was  in  Horstmann’s  Abdruck  der  lat.  Legende  (Early  English  Text
Society  85)  von  8.277—304  steht,  ausgelassen.  Dann  (B1.354)
“In  Indeen  lant...  da  vyndet  man  vil  dynge  schreven’  (=  Horstmann
        <pb n="429" />
        Theol.200  —200i  423

S.304  “In  omnibus  ceiam  partibus’  bis  S.307  “et  honore’),  und  Bl.  355  b
ein  Nachwort  “Des  frauwe  dich  Collen  .  .  de  ye  rait  ader  dayt  dar
zo  hant  gedayn,  dat  yn  ir  here  Jasper  genonıen  wart.  Amen’.

Bl.356  Legende  von  Zlisabeth  in  Thüringen  “Diese  heilige  frauwe
s.  E.  waz  van  hoer  geburt.  .,  Schluss  felılt.  Übersetzung  des  im
Appendix  zu  Jacobus’  de  Voragine  L.  A.,  Nurnb.  1478  Bl.247b  gedruckten
  lateinischen  Textes.

Bl.368  Inhaltsverzeichniss  (roth)  über  den  ganzen  Band.

Bl.369  Sermone  uff  dat  ewangelio  van  dem  riche  der  hemel
“S.  Matteus  beschribet  uns,  das  unszer  here  sprach  Suchet  tzu  dem
ersten  das  ryche  godes.  Nu  myrceket,  das  yn  dem  hemel...

Im  Einband  Bruchstück  einer  deutschen  Pergamenturkunde  (15
Jahrh.)  betr.  die  Herzöge  von  Jülich.  Vorn  hat  J.  M.  a  Loen
sein  Bücherzeichen  eingeklebt  und  eingeschrieben  “Ex  musaeo  Hiegelliano
  ad  me  prof.  1724’.

The01.200i1  254  Bl.  zu  21:15  cm;  rothe  Initialen  1517;
mit  alterthümlicher  Schrift  Holzband  mit  gepresstem  weissem  Leder

Bl.1  (Dietrieh  von  Apolda)  Vita  S.  Elizabeth  in  der  Reinhardsbrunner
  Bearbeitung.  Bl.1  Prologus  "Cum  de  vita  et  moribus..,
der  Verfasser  nennt  sich  “Theodericus  sacerdos,  frater  ordinis
predieatorum  .  .  natione  Thuringus’;  Bl.3  Vita  "Eo  tempore  quo
Philippus  .  .,  in  8  Büchern;  B1.83b  “Epilogus  brevis’.  Bis  hierher
ist  die  vita  gedruckt  in  H.  Canisii  leetiones  antiquae  (Thesaurus
monumentorum  ecel.  et  hist.  ed.  Basnage  IV  1725  8.114—152);  die
Zusätze  der  Reinhardsbrunner  Bearbeitung  (vgl.  Wenck,  die  Entstehung
  der  Reinhardsbrunner  Geschichtsbücher  1878  S.11;  Mielke,
zur  Biographie  der  hl.  Elisabeth  1888  8.39;  Wattenbach,  Geschichtsquellen
  5.  Aufl.  II  S.336)  sind  in  Mencken’s  Seriptores  rer.  Germ.Il
(1728)  Sp.  1987—98  aus  zwei  Hss.  nachgetragen.  Den  letzten  läugern
Zusatz  dort  “De  puella  mortua  .  .’  enthält  unsere  Hs.  nicht.  Der
von  Heydenreich  in  Ermisch’s  N.  Archiv  f.  Sächs.  Gesch.  XIII  (1892)
S.97  aus  einer  Schneeberger  Hs.  abgedruckte  Absatz  “Matrona  quedam’
  steht  auch  in  unserer  Hs.  (Bl.75),  der  dort  S.98  gedruckte
Absatz  “Gavisi  sunt”  lautet  anders  und  ist  kürzer  gefasst.  Bl.  84
"Exemplar  epistoledom.Gregorii  pape  noni  decanonisationeb.  Elizabeth’,
gedr.  bei  Kollar,  Analeeta  monnmentorum  ..  Vindobonensia  I  (1761)
Sp-.888;  B1.87  “Littera  d.  pape  Innocentii  IV  de  translatione  eiusdem’,
gedr.  Kollar1  893;  B1.88  “Item  de  translatione  b.  Elizabeth  vidue’,
gcedr.  Kollar  I  894;  B1l.89  “Explieit  legenda  b.  Elizabet  regine  ac
vidue‘.  Bl.89  Notiz  über  das  Alter  der  Elisabeth  “Colligitur  ex
legenda’.  Bl.89b  °B.  Elizabeth  in  omni  vita  sua  vestigia  salvatoris
  sequebatur  .  .,  mehrere  Züge  aus  ihrem  Leben.   B1.90  "Proelivi
  evi  temporis  refulsit  vespertino’,  14  Langzceilen  zu  8  +7  Silben
mit  Reim  nach  jeden  Tlalbvers.

Bl.9]  “Ineipit  libellus  de  regularibus  disciplinis’,  31  Capitel  und
Epilogus,  Anfang  “Primo  semper  eonsiderare  debes’;  gedr.  in  Magna
Bibliotheea  veterum  patrum  tom.13  Colon.1618  S5.415—425  als  erster
Theil  der  Formula  novitiorum  des  David  de  Augusta  (in  abweichender
  Fassung),  vgl.  auch  Migne,  Cursus  Patrol.  184  Sp.1189.

Bl.109b  “Tabula  que  in  armarıo  Cistartii  habetur,  quomodeo  se
        <pb n="430" />
        424  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

habeant  monachi  omni  tempore.  Que  tabula  debet-esse  in  armario
livrorum  et  debet  affıgi  in  quadrata  tabula’.  Anfang  “Si  quis  igitur
emendatioris’;  gedr.  als  “"Arnulfi  monachi  de  Boeriis  speculum
monachorum’  bei  Migne,  Cursus  patr.  Lat.184  Sp.1175  in  etwas
kürzerer  Fassung.

Bl.112  “Sermo  de  vestigiis  J.  Christi  .  .  Quoniam  omnes  ereature
serviunt’;  vgl.  die  Brüssler  Hs.,  Inventaire  .  .  n0.1529.

Bl.119b  “Epistula  fratris  Humberti  quinti  magistri  O.  Pred.  de
tribus  substantialibus  religionis  et  quibusdam  virtutibus  missa  ad
singulas  provineias:  Filiis  gratiae’,  57  Capitel.

Bl.155  "Tractatus  de  arte  moriendi:  Quamvis  sec.  philosophum  .  .’;
stimnit  überein  mit  dem  Drucke  “Ars  moriendi’  (Landshut  1514).

Bl.166b  "Augustinus  de  pugna  anime:  Quotquot  spiritu  dei
aguntur’;  ist  in  den  neneren  Ausgaben  die  2.  Hälfte  des  sermo  128
(Misne  39  p.715)  “Audivimus  verba’.  BI.170  ‘Liber  b.  Augustini..
de  conflietu  vitiorum  et  virtutum’,  Anfang  “Apostolica  vox  elamans  per
orbem’,  Schluss  “fidem  prebeto’,  26  Capitel;  gedr.  Migne,  Cursus
Patr.  Lat.40  (Augustinus  VI)  Sp.1091,  und  83  (Isid.)  Sp.1131.  In  der
Münchener  Hs.  Clm  13080  mit  dem  Titel  “I.  (Ambrosii)  Autperti
presbyteri  missus  ad  Landefredum  presb.  et  abbatem  in  Baioaria
constitutum’,  Bl.187b  ‘Liber  s.  tractatus  Augustini.  .  de  quattuor
virtutibus  caritatis”.  Bl.196b  “Claustri  qui  replicas’,  10  leoninische
Hexamcter;  auch  in  München  Clm  4423  Bl.119.  "Ut  corpus  redimas’,
  ein  Hexameter  und  2  Pentameter.  Bl.197  Augustinus  de
opere  monachorum  ad  Aurelium.  Bl.226b  “Laudes  abstinentie’,
Horaz  Sat.2,  2,  70—81.  B1.227  “Familiarissimum  b.  Bernhardi
communiloquium  cum  B.V.  Maria  ac  Jhesu  ...:  Ave  puer  parvule’,
gedr.  Milchsack,  hymni  et  seq.I  (1886)  S.  114,  vgl.  Xenia  Bernardina  IV
(1891)  n0o.258;  die  Hs.  hat  am  Schluss  noch  eine  Strophe  “Vale  daque
canticum’  mehr.  Bl.229  “Duleiloquium  b.  Bernardi  abbatis,
Ave  virgo  speciosa,  super  onmes  gloriosa’,  24  (Ave)  +  24  (Salve)
+  23  (Gaude)  Strophen.  Die  achtletzte  Strophe  beginnt  “Gaude
sedens  in  decore’,  vgl.  Mone,  Hymnen  II  S.256.  Bl.235b  Gebete
(8)  von  Augustin  nnd  von  Thomas  Aquinas,

Bl.236  “Psalterium  Augustini  .  .  quod  matri  sue  Monice  composuit’,
  gedr.  Migne  40  (Aug.VI)  Sp.  1135.  Bl  240b  "Augustinus
de  obedientia  et  humilitate’  und  Bl.243  (Valeriani  Cymelensis)
de  bono  diseiplinae  “Multi  sunt’;  beides  gedr.  Migne  40  (Augustin  VI)
Sp.1221  und  Sp.1219.  Bl.250  Tabula  de  modo  regendi  curam
animarum  “Ars  artium  est  regimen  animarum.  Hine’.  Bl.252
Tabula  quedam  de  celebrationibus  missarum  ‘Libet  aliqua  speculari
quomodo‘.   BI1.254  Sprüche  und  Verse  (‘Cade  Venus’  und  “Femina
fax  Sathanae’).  Ä

Bl.253b  “.  .  scriptus  fuit  liber  iste  in  Magdeburg  in  loco  habitationis
  domini  Nicolai  Kothen  apud  fratres  predicatores  per  fr.
Johannem  Twehusz  de  Alen  inutilem,  qui  ibidem  tune  in  servitio
fuit  ...  Gregorii  (Kirchhof,  Abt  v.  Ammensleben  bis  1518)  nostri
monasterii  abbatis  ibidem  tune  fere  ad  tria  quartalia  anni  detenti
ob  gravis  infirmitatis  causam,  licet  non  fuerit  sanatus..,  1516  usque
ad  partem  anni  1517  tempore  pestilentiali  .  ..

Auf  dem  innern  Deckel  steht  (von  derselben  Hand)  ein  Inhalts-
        <pb n="431" />
        Theol.  200i—  20i  425

verzeichniss  über  diesen  Band  (bei  einigen  Stücken  ist  von  späterer
Hand  “legere’  oder  "non  legere’  beigeschrieben).  Darunter  “Liber
Monasterii  beatorum  Petri  et  Pauli  ap.  in  (Ammen)sleue  ord.S.  Benedieti
abb.  (Magdebur)gensis  dioecesis’.  Am  Schluss  des  Bandes  steht
“Liber  monasterii  jn  A’  das  übrige  ist  weggerissen,  darunter  von
anderer  Hand  ‘Ludgerus  Werdenensis’.

1830  aus  einer  Göttinger  Auction.

Theol.201  249Bl.  zu  21:141/,cem  von  melıreren  Händen
geschrieben,  die  Bl.1,  5,  57,  201  beginnen  B1.57—200  in  2  Spalten
geschrieben  rotlı  rubrieirtt  15  Jahrh.  wrsprünglicher  Lederband
mit  seltenen  Stempeln

Verschiedene  theologische  Stiicke  in  mittelfränkischem  Dialekt.

Bl.2  “Hie  hebet  sich  an  das  leben  der  hl.  frauwen  und  widıyn
Birgitten:  8.  Birgitta  ist  geboren  von  dem  koniglichem  stam  vom
Gotlant  und  ist  gewest  eyn  eliche  frauwe  her  Ulfon  von  Ulfason  .  ..
Bl.3b  ‘Eyn  gebet  von  8.  Birgitten:  Gegruset  sis  du  .  ..

Bl.5  Buch  von  dem  Glauben  und  den  zehn  Geboten.  Anfang
  “Dye  wile  isz  also  ist,  alsz  uns  schrijffet  der  apostel  Pauwelsz
zu  den  hebreyschen  kynden  in  dem  xi  capittel,  dat  it  unmogellich
ist,  daz  yemant  behegellich  moge  werden  gode  ain  den  glauffen,  und
die  wile  der  glauffe  doit  ist  ain  die  wercke...  synt  unsz  noyt  zwey
dynck,  daz  irszte  ist  erkennunge  der  (12)  poncte  ..  desz  hl.  glauffens,
daz  zweyte  ist  follenbrenginge  der  gleufflichen  wereke..  ’.  Es  folgen
(Bl.5)  zuerst  die  12  Artikel  ‘na  der  zayl  der  hl.  xij  apostellen,  want
ir  icklicher  hayt  eynen  artikel  gesatzt’  (vgl.  Theol.282),  dann  (Bl.  10)
die  zehn  Gebote  ‘In  dem  irszten  ponetgen  han  wir  gehort  gar  kortzliehen
  die  artikel  ..  Nu  in  dijszem  zweyten  ponetgen  sollen  wir
horen  und  vernemmen  die  wercke  desz  hl.  glauffens  ...  (Bl.10b)  Czu
sollicher  gotllicher  leiffden  brengent  uns  zwey  dinck,  dat  irszte  synt
die  gchode  godes,  daz  zweyte  daz  synt  die  redde  der  hl.  ewangeliken
leren...  (Bl.11)  Dasz  irszte  geboyt  ist  daz:  Du  salt  nyt  fremde  gode
anbeten,  sonder  du  salt  alsz  dich  der  herre  leret  in  dem  heyligen
ewangelio  Mathei  in  dem  iii)  cappittel  dynen  got  und  dynen  herren
anbeden  .  .’.  Dieses  Werk  ist  Geffeken,  der  in  seinem  Bildereatechismus
  des  15  Jalırh.  1(1855)  die  Werke  über  die  zehn  Gebote
zusammengestellt  hat,  unbekannt  gewesen.

Bl.57  ‘Hie  begynnen  die  ıxv  artikelen  van  der  passien  uns  heren  ..:
Inspice  et  face...  Sich  jnwerts  und  doy..  Christus  is  in  der  heilger
schr(i)fft  eyn  berg  geheissen  .  ..  Deutsche  Ubersetzung  der  Schrift
des  Jordanus  von  Quedlinburg  ‘artieuli  de  passione  domini’,  die
lateinisch  in  den  Münchener  IIss.  Clm  7842  Bl.2  und  5395  B1.235  steht;
andere  dentsche  Hss.  sind  in  München  Cam  515  Bl.131  und  CGgm  638
Bl.60  und  in  der  Arnswaldtschen  Sammlung  (vgl.  Jahrbuch  d.  Ver.  £.
niederd.  Sprachf.  X  Jahrg.  1884  5.41).

Bl.176  Predigt  am  ersten  Sonntage  in  der  Fasten  “Du  salt  anbeden
  eynen  got  und  salt  eme  alleyn  dienen.  Was  nu  anbeden  sv,
dat  hait  ir  dieke  gehört...   B1.183  “Ein  Sermon  van  den  adevent:
Dese  wort  sprach  unser  lieber  here  zo  her  Moses  dem  propheten:
Itzunt  nn  komen  ich  zo  dir  jn  eyme  vynsteren  wolcken  .  .  (über  «das
Gewissen).
        <pb n="432" />
        4926  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.193b  “Eygenschaft’  (vom  Eigenthum  der  Klosterleute):  ‘Es
ist  zo  wissen  dat  alle  geistliche  orden  als  vil  irer  sint.  .  (Bl.194
‘Meister  Heynrich  van  Halle  Begrift  sine  broder  in  dem  stalle’).
Bl.197b  ‘Eyn  gnde  lere  (vom  Gebrauch  des  Sacraments):  Umb  dat
de  geistlichen  kynder  na  sent  Bernhardus  worten  etwen  betwenget
werden  mit  overflussiger  vorten  .  .  Andechtige  kynder  ich  ermanen
uch  dat  ir  vest  sten  willet  .  ..

Bl.201  “He  begynnet  der  susteren  geistlike  apteke,  da
mencherley  heilsam  krut  jnne  is:  Susteren  alle  sementlich  gemynte
in  Christo,  der  allmechtge  got  willende  uns  deilhefftich  machen  .  ..
Der  ungenannte  Vefasser  sagt  im  Vorworte  “So  is  mir  jn  gefallen,
dat  jch  uch  eit  schryven  solde  van  den  seven  doitsunden  ..  Her
umb,  uff  dat  dit  boich  eynen  namen  heve,  so  mach  man  it  heissen
der  susteren  aptecke’;  das  Werk,  in  Form  eines  Gesprächs  zwischen
der  Schwester  und  dem  Vater,  beginnt  (Bl.202)  “Geistlicher  vader
ich  hayn  begunnen  gode  zo  dyenen  jn  eyner  geistlicher  vergaderungen’.

Im  Einbande  des  Buches  fand  sich  ein  Bruchstück  einer  auf  St.
Andreas  in  Köln  bezüglichen  Papsturkunde  und  ein  Blatt  mit  Versen
über  lat.  Grammatik.

Auf  Bl.249  steht  “Maria  Heilgen  von  Lorich  (?)  M.  H.  Ist.  Z.  P.
D.  A;  auf  Bl.1  "Ex  musaeo  Hiegeliano  J.  M.  L.  1724’;  vorn  das
Bücherzeichen  von  J.  M.  a  Loen.

Theol.202  343  Bl.  (die  ersten  Blätter  durch  Feuchtigkeit
beschädigt)  zu  32  :211/,  cm  zweispaltig  geschrieben,  roth  rubricirt
1469  Holzdeckel  mit  gepresstem  schwarzem  Leder  überzogen;  lederne
Blattweiser

Revelationes  8.  Birgittae.

Bl.1  Buch  I:  Verzeichniss  der  Capitel  "Ad  lıonorem  summi  patris...,
dann  (Bl.3)  ‘prologus  in  librum  revelacionum  celestinm  domine  Brigitte
de  Sweecia  ..  editus  per...  magistrtum  Matheum  de  Swecia  (can.
Lincopiensem):  Stupor  et  mirabilia  .  ..  Bl.45b  Buch  LD.  B1.75
Buch  HI.  BI.100  Buch  IV.  BI.179  BuchV.  BI.201  BuchVl
B1.256  BuchVIl.  Bl.272b  “Epistula  dom.  Alphonsi  quondanı  ep.
Gebenensi  (Giennensis),  qui  dimisso  episcopatu  factus  est  heremita,
quam  proposuit  libro  S.  Brigitte  ad  reges..:  Serenissimi  reges..'.
B1.282  “Prologus’  und  ‘Rubrieae  in  librum  celestis  imperatoris  ad
reges  revelatum  divinitus  b.  Brigitte  .  .’;  Bl.284b  Anfang  ‘Vidi
pallacium'.  Bl.317  “Explieiunt  librı  revelacionum  b.  Brigitte  nove
sponse  Cristi  de  regno  Swecie  principisse  Nericie’.

Bl.317  “Vita  sive  legenda  eiusdem:  Sient  legimus  de  s.  Jo.  Bap**®
et  de  s.  Nicolao  multociens  cooperantur  merita  parentum  .  .;  nicht
dieselbe  vita,  die  in  den  Drucken  steht,  sondern  eine  ausführlichere,
wie  es  scheint  sonst  nicht  bekannte.  Schluss  Bl.330  "Agnes  de  Concessa...
  sanata  est’  (vgl.  Acta  SS.  Oct.  IV,  539).  Darin  auch  "Cedula
quam  misit  comes  de  Nola  (Nicolaus  de  Ursinis)  domino  Alfonso’
(gedr.  Acta  SS.  Oct.  IV,  541).

Bl.330b  ‘Sermo  angelieus  ..  de  laude...  virginis  b.  matris
domini  nostri  Jhesu  Cristi,  dietatus  ab  angelo...:  Cum  beata  Brigitta
prineipissa  ..  Summae  trinitati.  ..  Verbum  de  quo  .  ..  Bl.  343

“Explieit  sermo  .  ..  et  sie  consequenter  finis  est  totius  huius  libri
        <pb n="433" />
        Theo1.202  —  205  427

celestium  revelationum  .  .  qui  et  a.  d.  M°ecce  Ixix°  altera  die  post
asceneionis  domini  exstitit  terminatus  .  .'.

Die  ‘Regula  Salvatoris’  und  die  “Revelationes  extravagantes’  der
Drucke  fehlen  in  der  Hs.

Vorn  ist  eine  Inhaltsangabe  der  Hs.  eingeheftet;  Bl.343  Inhaltsangabe
  von  J.  F.  Reimmann  in  Hildesheim  1727  geschrieben.
1788  aus  Reimmann’s  Bibliothek;  vgl.  den  gedruckten  Katalog  I

(1739)  794.

The01.203  81  Bl.  zu  201),  :13!/,  em  zweite  Hälfte  des
16  Jahrh.,  Reinschrift  Pergamentband  mit  Goldpressung,  Goldschnitt

‘Von  dem  Wunderbarlichen  und  Heiligen  Leben  und  Miraculen
der  Heiligen  Jungfrawen  Cathrina  von  Senis’.

Reimpaare  des  16  Jahrh.,  2562  Verse,  Anfang  "Ungleublich  wirdt
es  seheinnen  dennen  Die  Gottes  Liebt  nitt  recht  erkennen’.  Der
Verfasser  giebt  als  seine  Quelle  an  (Bl.1b)  ‘Raimundt  ein  Heiliger
Bischoff  zwaer  Der  prediger  Generall  Meister  waer’,  also  Raimundus
de  Vinea  Capuanus,  dessen  Werk  in  deu  Acta  Sanctorum  Aprilis  III
(1866)  862  gedruckt  ist  und  in  deutscher  Übersetzung  in  München
(Cgm  755)  liegt.

Theol.204  67  Bl.  (zum  Theil  durch  Nässe  beschädigt)
zu  201/,  :14!/,cm  rothe  Initialen  auf  Bl.1  und  53,  sonst  fehlen
sie  15  Jahrh.,  an  einen  Druck  angebunden  niederdeutsch  Holzdeckel
  mit  gestempeltem  rothem  Leder  überzogen,  Lederriemen  mit
Messingsehliesse

Bl.1  Klosterspiegel.  Vorrede  “In  nomine  patris  ..  Welk
mynsche,  de  wisliken  don  wil,  de  sehal  sek  wol  vorbedenken  ..
Dar  umme  wil  ik  diek  eyn  bock  seriven  van  geystliken  luden,  dat
schal  heten  de  eloster  spegel  .  .,  Anfang  des  Werkes  “Abbat  Pastor
sprack  aldus:  So  we  tornich  is,  de  en  is  neyn  monick’.  Der
Sehluss  scheint  zu  fehlen,  die  letzten  Worte  (B1.47)  lauten  "steyt  he
dar  na,  dat  he  se  hindere  wor  he  mach’.

Bl.48b  Übersetzung  des  Cordiale  de  IV  novissimis  "Memorare
novissima  tua  .  ..  Hir  beginnet  sick  dat  bok  van  den  veer  utersten
dat  is  van  den  ver  lesten  des  mynschen  ..  gedencke  dyner  lesten  .  .'.
Der  Text  ist  sehr  gekürzt.

Bl.65b  ‘(B)y  twelf  tekenen  schaltu  bekennen  ift  du  m  der  gnade
und  in  der  leve  godes  sist.  Dat  erste  .  .  Horestu  gherne  alle  tyd
godes  word  .  .'.

..  Voran  geht  der  niederdeutsche  Druck  von  Johannes’  von  Ohmütz
Übersetzung  des  Lebens  des  hl.  Ilieronymus,  Lübeck  1484  (Main
6723).  Im  innern  Einbande  Pergament  mit  Litwgie,  XV  Jahrh.

Vorn  ist  eingeschrieben  “Liber  s.  Marie  virginis  sanctique  Maurieij
in  Meding’.

Theol.205  179Bl.  zu  211/,:15!/,  cm  von  4  Iländen
geschrieben,  die  Bl.2,  111,  160,  175  beginnen  roth  rubrieirt
15  Jahrh.  Holzdeekel  mit  hellem,  gestempeltem  Leder  überzogen;
Ecken  und  Schliessen  von  Messing

Bl.2  “Libellus  statutorum  Cysterciensis  ordinis,  illorum
videlicet,  que  ad  regularem  observanciam  correetionen  morum  vite-
        <pb n="434" />
        428  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

que  disciplinanı  pertinere  noscuntur’.  Voran  ein  Verzeichniss  der
Capitula,  dann  das  in  12  distinetiones  eingetheilte  Werk,  welches  mit
der  “carta  caritatis’  (gedr.  bei  Henriquez,  Regula,  constit.’et  priv.
O.  Cist.  5.35)  beginnt.

B1.88  Excerpta  libri  usuum’,  in  drei  besonders  gezählten  Reihen
von  S$;  Anfänge  "Quando  festum  xij  lectionum  in  aliquo  sabbato
adventus  domini  celebratur’  (99  SS),  Bl.98  ‘De  octava  s.  Joh.  bapt.:
Infra  octavam’  (75  $$),  Bl.106b  “Quo  ordine  dicantur  ad  chorum
misse  in  adv.  dom.:  Per  adventum  domini  dominieis  diebus  utraque
missa  erit’  (9  $$).  Betrifft  die  Gottesdienste;  nicht  aus  cod.  Theol.206,
aber  aus  einem  ähnlichen  Werke  ausgezogen.

Bl.111  Privilegien  (109)  des  Cistereienserordens,  1152—1475.
Bl.111—114a  Alphabetisches  Register,  nach  den  Päpsten  geordnet,
nur  Bl.114—168a  umfassend.  Dann  folgen,  in  8  Tituli  eingetheilt,
deren  jedem  eine  “Tabula  tituli  (1—8)  privilegiorum  gen.  O.  Cist.
sieut  in  Cistereio  continentur’  vorangebt,  chronologisch  geordnet  die
einzelnen  Privilegien,  von  Eugenius  III  bis  Bonifacius  VIII.  Bl.168
folgen  dann  noch  9  weitere  Privilegien;  die  letzten  beiden  Bl.175
(von  andrer  Hand)  von  1475.

Im  Anfang  (Bl.2)  und  Schluss  (B1.179)  dieselben  Eintragungen
wie  in  Tlıeol.206.  1812  aus  Riddagshausen.

.  The01l.206  190  Bl.  zu  21:14cm  rothe  Initialen  und
Überschriften  15  Jahrh.  Holzdeckel  mit  hellem  gestempeltem  Leder
überzogen

“Liber  usuum  Ordinis  Cisterciensis’  (Titel  von  einer  Hand
des  18  Jahrh.).

Anfang  Bl.2  ‘In  adventu  dommi  prima  dominiea  Ysaias  incipiatur
ad  vigilias  et  deinceps  totus  legatur  per  adventum’.  Es  ist  eine
Art  Regel,  die  in  Capitel  eingetheilt  ist  (bis  Bl.160  sind  105  gezählt,
  dann  hört  die  Zählung  auf).  Sie  handelt  zuerst  hauptsächlich
über  das  Verhalten  beim  Gottesdienst  durch  das  ganze  Jahr,  dann
auch  über  andere  Dinge,  so  besonders  über  die  Verwaltung  der
Amter.  Anm  Schluss  (Bl.189b)  stehen  Versus  memoriales,  gereimte
  Hexameter:  zuerst  4°Ordo  sum  dietus,  qui  me  tenet  est
benedietus,  Permanet  invietus  .  .';  dann  16  “Ungens  ter  pulsat’;
dann  3  “Ne  corrumpatis  usus”.

Im  Einbande  befindet  sich  vorn  ein  Bruchstück  mit  Abendmahlsliturgie,
  hinten  ein  Blatt  aus  einem  Zinsregister.

Auf  Bl.190b  steht  “Dut  bock  hort  thon  hilgen  eruce’  (Nonnenkloster
  Heiligenkreuz  vor  Braunschweig),  auf  Bl.1  die  Signatur
“D4’,  auf  Bl.2  ‘Liber  accomodatus  est  ex  momlali  collegio  S.  Crucis
prope  Brunschwick  eonventui  in  Riddershusen  a.1567'.  1812  aus
Riddagshausen.

The01.207   38Bl.  zu  30:21em  16Jahrı.  Einband
Pergamentblatt  (Liturgie  mit  Noten)  des  XV  Jalırh.

De  origine  eruciferorum  ordinis  beate  Marie  Hospitalis
Almanorum  et  quomodo  in  Polonian  et  Prussianı  sunt  suseepti  et
de  bellis  eorundem.  Anfang  ‘Anno  domini  1190  de  partibus  Almanie
Conradus  archiepiscopus  .  .’
        <pb n="435" />
        Tne0l.206—209  4929

Es  ist  eine  Ordenschronik  bis  zum  Thorner  Frieden  von  1466,  deren
Verfasser  dem  Orden  feindlich  gesinnt  ist.   Eingelegt  sind  folgende
Aktenstücke:  Bl.2  PrivilegFriedrich’s  IL  (März)  1226  =  Böhmer-Ficker
Regesten  no.1598;  Bl.5  Bulle  Clemens’  V,  Avinione  XII  Kl.  Jul.  1311
(statt  1309),  gedr.  im  Cod.  diplom.  Polon.  t.  V  (Vilnae  1759)  n.37;
Bl.15b  Friedensschluss  von  1404,  gedr.  Cod.  dipl.  Pol.  t.  IV  n.73;
Bl.17  Frieden  von  1436,  gedr.  ebenda  n.97;  Bl.23b  Frieden  zu  Thorn
1466,  gedr.  ebenda  n.122.

Bl.34  von  jüngerer  Hand  nachgetragen:  Frieden  zu  Krakau  .  .
Sabbato  vigil.  Palmarum  1526  (statt  1525),  gedr.  Cod.  dipl.  Pol.  t.  IV
n.168.

Vorn  eingeklebt  ist  das  Ex-libris  von  H.  O,  Tschammer  v.  Osten;
vgl.  Hist.614.  Gekauft  wurde  die  Hs.  aus  dem  Nachlasse  J.  D.
Koeler’s  (7  1755).

Theol.208  XII-+181  Seiten  zu  331/,:22  em  1734

S.I  De  origine  et  institntis  fratrum  Christianorum,  qui  sunt  in
Prussia  Polonia  Bohemia  et  Moravia,  Iloannis  Lasitii  Poloni  commentarius.
  A.  d.  1568.  Anfang  des  $1  “Est  in  Prussia  Polonia’.
Die  Darstellung  bricht  in  $  33  ab.  S.I  ist  von  erster  Hand  beigeschrieben
  ‘Haee  videtur  esse  pracfatio  Lasitii  ad  sequentes  libros
de  fratribus  Bohemicis  .  .,  sowie  ferner  “Potius  videtur  esse  primum
illud  historiae  Lasitianae  specimen,  quod  auctor  iam  a.1567  ad  Bezam
miserat,  de  quo  vid.  excerptum  ex  epist.  dedie.  ad  Bar.  Zerotinium
subiunetum  libro  VIII  Lasitii  edito  Lesnae  1649  p.183'.

S.1  Johannis  Lasitii  de  origine  et  rebus  adversis  (als  Variante
von  1.  Hand  gestis  beigeschrieben)  fratrum  Bohcmorum  libri  octo.
Enthält  in  Wahrheit  nur  Buch1  S.1  von  der  IIand  J.  L.  Moshein’s
  “Deseribi  curavi  1734  Berolini  ex  exemplo  D.  D.  Jablonsky’;
ausserdem  von  erster  Hand  ‘Exemplum  D.  D.  J(ablouskii)  deseriptum
fuit  cx  exemplari,  quod  in  Archivo  Unitatis  adservatur  aevique  est
Lasitiani,  quocum  Dn.  Possessor  apographum  suum  alias  perquam
vitiose  deseriptum  diligenter  contulit  et  errores  eX  Ipso  correxit”.
Diese  von  dem  Abschreiber  mit  abgeschriebenen  Corrceturen  sind
meist  mit  “Ms.  Archiv.’  oder  "Ms.  bezeichnet.  S.2  ebenfalls  von
erster  Hand  ‘Deseripsit  exemplar  illud,  ex  quo  pracsens  rursus  deseriptum
  est,  ex  alio  Archivi  Unitatis  auspieiis  .  .  J.  Chr.  Beemanni
prof.  tlı.  Franeofurtani  Fr.  Dan.  Gleinig  ..qw  Dostea  eonreetor  gyninasli
Lesnensis  obiit  eirc.  an.1689  .  Gedruekt  ist  von  dem  Werke
nur  Buch  8  und  Exeerpte  ans  1—7  (1649).

S.165  Observationes  in  historiam  Dom.  loann.  Lasicii  de  fratribus.
Von  erster  Hand  ist  beigeschrieben  “Anetorem  harum  observationum
esse  Sim.  Theoph.  Turnovium  ex  observatione  ad  pag.18  infra  patet.
Is  enim  auetor  est  libri  ibi  allegati  Zwiereiadlo”.

Mheol.209   SSBl.  zu  271,  :20  em  wohl  1769
“Annales  provinciae  Bohemiae  socictatis  Jesu  ad  anımum  1768”.
Offizieller  Bericht  in  21  Capp.  über  die  Thätigkeit  des  Ordens  in
Böhmen  im  J.  1768.  Voran  (Bl.1)  geht  ein  “Ordo  domieiliorum’,  bei
denen  dies  Exemplar  eireulirt  hat;  hinter  jedem  ist  das  Datum  des
Einlaufs  und  Abgangs  eingetragen.
        <pb n="436" />
        430  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Theol.210  ABl.ıin4°  17  Jahrh.

Jesuitica.  Bl.1  Directores  .  .  regni  Bohemiae  .  .  Jesuitis  in
Collegio  5.  Clementis  Veteris  Pragae  degentibus  .  .  Actum  in  consilio
areis  Pragensis  prima  Juni  1618.  Ausweisungsdeeret,  dem  Inhalte
nach  identisch  mit  der  französischen  Fassung  (le4de  Juin),  die  gedruckt
ist  in  den  Annales  de  la  societe  des  soi-disans  Jesuites  II  p.655;  Abschrift.
  Bl.3  Oratio  legati  regis  Galliarum  ad  senatum  Venetum
pro  Jesnitis  Christianissimi  regis  legatione  mea  expedita’  und  Bl.öb
Procuratoris  S.  Marci  Venet.  responsio.

Theol.211  10Bl.  in  fol.  1721

Bemerkungen  der  theologischen  Faeultät  zu  Hallebetr.J.  H.Boehmer’s
dem  3.  Bande  seines  Jus  ecclesiasticum  (Halae  1723)  vorauszuschickende
Dissertatio  praeliminaris  de  iure  liturgiarım  ecclesiastico.  Davor
ein  Schreiben  des  Decans  der  Faecultät  J.  D.  Herrnscheid  an  Böhmer,
Halle  10  Juli  1721.  Abschrift.

Theol.212  geglättetes  Papier  121Bl.  zu  14:91/,  em
rothe  Überschriften  und  Initialen  im  16  Jahrh.  geschrieben,  mit  Nachträgen
  späterer  Zeit  byzantinischer  Einband  aus  gepresstem  Leder,
mit  :  Klappe;  vorn  und  hinten  in  Goldpressung  Darstellung  einiger  Heiligen
  in  Form  einer  mit  griechischer  Umschrift  versehenen  Medaille

Liturgica  varia  graeca,  darunter  besonders:

Bl.  1—  14  Verschiedene  Gebete,  Hymnen  u.dgl.;  Bl.  1b—  —4  Axgootıyig
KATa  aApaßıToP:  Arvuvotuev  Tov  viör  ..  Bl.4  IJoooxvvoruer  zei
Tuu@usv  xul  Turoruer  TOV  OTavgor  cov.  Bl.6  Erepa  Tooraote.

Bl.17—32  Ilivag  ci»  He  Tov  napörrog  vouiuov  (Index  zu  Bl.50b
bis  106).

B1.33—50b  Confessionale:  rituelle  Vorschriften  über  die  Beichte.
Anfang  Novdsoia  eis  nrevuarıröor  markga  za  dopareıa'  0  deyöuevog
TOUÜc  Aoyıouods  To  dv  gro  etc.  Dann  (Bl.  34b)  Aoxi  TS
£SouoAoynoswe’  Elop£osı  6  nYeVuaTtırög  NaTNo  Tov  uEelkovrta  ES0u0-Aoyn9paı
  .  .  (ähnlich  wie  Theol.212  b).

B1.50b—  106  Kavöveg  ovvodıxol  zal  AROOTOALXOl  xal  Tov  neychor
BaöıRslov  xal  Er&amp;amp;oom  aylom.  Anfang  ‘O  yapoTovov  rag  tvoolav  .

Bl.116b—120  Eöy  ATS  Eyerar  nad  doyısokwg  I  xal  ÜNO  AVEv-HATIXOV
  NATEIOG  ERL  TOTG  ESouoAoyovusrovg  xal  uellovrag  ueralaßeln
To»  dElo»  UVoTnglom.

Von  späterer  Hand  Bl.  109b—  115  ExYeoıs  ARAOVOTEOR  TE  xal
GVVTOUDTEOL  OVUPTEFEIOA  Tg  Tov  ueyarov  Xaotopvras  TS  ueyaans
Ex  Anolas  xuvglov  MavovnjA  .  .  Exdodeloa  ÖgLOU®  TOV  RAVAYLOTÄTOV
Nuav  abHEVToV  ...  TOV  OLKOUUENLXOÖ  ratoLdoyov  xvolov  Tegsulov:
über  die  5  Arten  der  ovyy&amp;amp;vera;  am  Schluss  Arbores  affinitatis.

Bl.  108  und  121b  haben  sich  Besitzer  des  17  Jahrh.  eingeschrieben
(Toaxiu  6  Türtbıhıavog,  Muytooparng  Toırötiıavog  u.a).   Erworben
1796  aus  dem  Nachlasse  L.  Kulenkamp’s.

Theol.212b  70  Seiten  zu  13:14cm  rothe  Überschriften

und  Initialen  neugriechische  Schrift  des  18  Jahrh.
Confessionale  Graecum;  darin  unter  anderm  folgende  Überschriften:
  S.  1  Eoortiuara  nEol  TG  ESOWOAOYTGEOS  .  Eiogegor  ö  APEUuatızög
  nartıyo  TovV  ueilklopra  ESouoroyndrvar  Evn000der  Tg  aylas
        <pb n="437" />
        Theol.  210—  215  431

elxövog  Tov  xgıozov  u.8.w.  (vgl.  Theol.212  Bl.34b).  S.4  Tov
aylov  Ivavov  Tov  VLOTEVTOV  _dtaxglocıg.  3.25  Kavövss  ovrodızoı
xal  ANoOToALxOV  (so!)  xal  Tov  ueyalov  Baoeıllov.  Anfang  Ilvevuatıxöv
  AEyorran  ol  xUvolwc.

Theol.213  Perg.  12Bl.zu21:15cm  rothe  Initialen
XIII  Jahrh.

Fragmente  einer  griechischen  Handschrift  liturgischen  Inhalts.

Bl.1—9  Fvvasapıov,  mit  September  beginnend.  Zwischen  Bl.4
und  5  fehlt  der  Schluss  vom  November,  der  December  und  der
grösste  Theil  des  Januar.  BlLYb  T.  ERog  TOV  unvoAoyiov,.

Bl.10  Ein  Verzeichnis  mit  der  (rothen)  Überschrift  Zvstunoig  .
AROCTOA0G  &amp;amp;ic  Eyxalvıa  PaOr.

Bl.11b—12  Zwei  Antiphonen,  davon  die  erste  Eis  Tv  Aeıtovoylar
To»  xorsrovyevvov  (Anfang  ’ESouoloyncouel  001  xUoLe).

Theol.214  Perg.  270  Bl.  zu  171%,  :13  cm  (Bl.265—  270
kleiner,  da  die  Ränder  abgeschnitten  sind);  auf  Bl.8a  ist  die  Schrift
getilgt  rotlıe  Überschriften  und  Blattzahlen;  rothe  und  blaue  Initialen
  auf  Bl.7,  36,  54b,  73,  91,  112b,  136,  187,  farbige  Initialen
auf  Goldgrund  mit  Randleisten  XV  Jahrh.  Holzband  mit  weissem
Leder  überzogen,  mit  Resten  der  Messingschliessen;  Goldschnitt;
ledernes  Lesezeichen

Psalter,  deutsch.  Vgl.  W.  Walther,  die  deutsche  Bibelübersetzung
  des  MA.  Sp.624.

Bl.1  Heiligen-Kalendarium  (deutsch).  Bl.7  “Hie  ist  der  pselter
von  latine  in  dutsche  gemachet,  uf  daz  in  die  ungelarten  zu  basz
versten  ...  Selig  ist  der  man,  der  nit  ist  gegangen  in  den  rat  der
bosen  .  ..  Bl.157  am  Schluss  von  Ps.108  “Hie  sint  uz  diesze
salme  die  man  leset  an  den  nachten  .  ..  Bl.157b  Ps.  117.
Bl.159  “Metten  von  der  drivaldikeit’.  Bl.161b  Te  deum.
B1l.163  Benedieite  omnia.  Bl.164  Ps.148.  Bl.166  “Ymnus:  O
du  war  licht  .  !.   DBl.166a  Lobgesang  Zacharias.  DBI.168  folgen
weitere  Psalmen  etc.  für  die  einzelnen  Gebetsstunden  und  fiir  andere
Gelegenheiten;  darunter  manche  Psalmenanfänge,  auf  deren  vorangehenden
  vollständigen  Text  mit  ‘suche  in  der  zal’  verwiesen  wird.
Uber  die  Reihenfolge  siehe  W.  Walther  Sp.  624  (die  letzten  3  Psalmen
fehlen).   B1.263  Gebet  an  den  hl.  Erasmus.   B1.265  “Vader  unser  .  .’;
Ave  Maria;  Credo  (mit  den  Namen  der  12  Apostel);  B1.266  Salve
regina,  deutsch.  B1l.266b  Gebeit  von  den  hl.  dryn  koningen  ‘O  ir
heiligen  dry  koninge.  ’.   B1.268b  ‘Orate  pro  seriptore’.   B1.268b
Sequenz  “Avc  pracclara’  in  deutschen  Reimen,  ‘lech  gruisze  diel
gerne  ineres  sterne,  den  heiden  .  .’,  gedr.  nach  einer  abweichenden  Ils.
im  Jalhırb.  f.  niederd.  Sprachf.  16  (1890)  8.71.

Nach  Bl.270  zwei  von  Gebauer  geschriebene  Blätter,  mit  genauem
Inhaltsverzeichniss  der  Hs.  von  B1.157b  an.

Vorn  ist  das  Bücherzeichen  von  J.  M.  a  Loen  eingeklebt,  der  eingeschrieben
  hat  "Ex  musaeo  Iliegeliano  .  .  1724’;  ferner  ein  kleiner
Kupferstich  "Mater  dolorosa  in  Eberhardi  Clusä  .  ..

Theol.215  159  Bl.  zu  21'/,:14'/,  cm   roth  rubrieirt,  die
erössern  Initialen  oft  mit  blau  verziert,  BL.1b  farbiges  Bild  zweite
        <pb n="438" />
        432  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Hälfte  des  15  Jahrh.  Holzband  mit  gestempeltem  braunem  Leder
überzogen

Bl.2  Psalter  ‘Her  hift  sich  an  der  dutsche  selter,  den  der  edel
konninck  David  selver  gode  tzo  loeve  unde  tzo  eren  hait  gemacht:
Selich  is  der  man  der  neit  aff  in  geinck  in  denn  rade  der  boeser.....
Die  Psalmen  stehen  in  der  Reihenfolge  der  Bibel;  oft  ist  in  der  Überschrift
  vermerkt,  wann  man  den  Psalm  lesen  soll.  Die  Psalmenübersetzung
  dieser  Is.  bespricht  W.  Walther,  die  deutsche  Bibelübersetzung
  des  MA.  Sp.645  und  698.

Bl.134b  Cantiea  “Confitebor  (Jes.XID)  Ich  sal  dir  bichten  .  ..
bBl.144b  Das  athanasianische  Glaubensbekenntniss  "Beatus  Anastasius
feeit  hune  simbolum  ..:  Wer  wil  sin  behalden..  ..   B1.147  Litanei
‘Beir  erbarme  dieh  over  uns...  Bl.149  Gebete,  darunter  Bl.  151
bis  157  ‘de  hilge  vegilee’  und  BIl.159  ein  gereimtes  Gebet  an  Maria
‘O  Maria  mageit  goit.  .  (22  Reime).

Auf  Bl.1b  stehen  “Ewalt  van  Bachrach  und  Evegyn  van  Degelen
sin  elege  huesvrawe’  gemalt,  mit  ihren  Wappen  und  ihren  Schutzheiligen
  S.  Johann  und  S.  Catherina.  Auf  Bl.la  “Dit  buch  is  suster
Eisgyn,  Ewals  dochdee  van  Bahen,  wonaffdych  in  der  celusen  gen
Bobart  ober,  und  man  in  sal  is  nemen  versagen  zo  lyen.  Daselbst
hat  J.M.  v.  Loen,  dessen  Bücherzeichen  vorn  eingeklebt  ist,  vermerkt
“ex  musaco  Hiegeliano  1724.

The0l.216  15Bl.zu21:16cm  Bl.2  und  5b—15  zweispaltig
  Ende  des  15  Jahrh.

Expositio  hymnorum.  Anfang  “Iste  liber  prima  sue  divisione
  potest  dividi  in  tot  partes'.  Vorhanden  sind  Erklärungen  zu
11  de  tempore  geordneten  Hymnen:  Conditor  alme  siderum,  Veni
redemptor  gentium  u.  s.  w.;  die  Erläuterung  des  elften  (Dies  absoluti)
ist  infolge  von  Blattverlust  am  Ende  der  Hs.  unvollständig.  Mitten
in  die  Erläuterungen  eingeschoben  ist  BlL.3—5a  der  Text  von  7  jener
Hymnen,  mit  paraphrasirenden  Erklärungen  über  den  Zeilen.

Theol.217  Pergam.  282  Bl.zuil:8cm  rothe,  blaue,
selten  goldene  Initialen  bunte  mit  Gold  verzierte  Miniaturen  (meist
Darstellungen  von  Scenen  aus  dem  Leben  von  Jesus,  Maria  u.  dgl.)
auf  Bl.21b,  54b,  76b,  97,  118b,  144b,  169,  172b  und  195b,  woselbst
auch  die  untern  Ränder  mit  älhnliehen  Darstellungen  oder  bunten
Ranken  verziert  sind  auf  dem  untern  Rande  vieler  Blätter  kleine
Federzeichnungen:  Figuren,  Kirche  (Bl.30)  u.  dgl.  XV  Jahrh.
alter  lederbezogener  Holzband,  einst  mit  Schliesse;  vorn  ist  die  Taufe
Jesu,  hinten  die  Opferung  des  Isaac  eingepresst

Psalterium.

Bl.1b  Kalender:  Heiligenkalender,  dann  Tabellen  für  Aureus
numerus  etc.  mit  Erklärungen,  die  mit  “Si  vis  seire’  beginnen.  Vielleicht
  Bearbeitung  des  Kalenders  des  Johannes  von  Gemünd.

Bl.21b  Psalterium  feriatum;  am  obern  Rande  oft  Antiphonen  mit
Noten  nachgetragen.  Nach  den  Cantiea  folgen  das  Symbolum  Athanasianum,
  die  Aller-Heiligen-Litanei  und  einige  Gebete.  Der
Schluss  fehlt.

1799  in  Hannover  gekauft.
        <pb n="439" />
        Theol,215  —  220  433

Theol.218  Pergam.  127Bl.  zu  171%,  :131/,cm  rothe
und  blaue  Initialen  in  bunten  Farben  und  Gold  ausgeführte  Miniaturen
auf  Bl.7  (David  mit  der  Harfe)  und  24  34b  44  44b  80b  91b  und
Initialen  Bl.54b  66b  79  116  die  ersten  Blätter  durch  Feuchtigkeit
beschädigt  XII  Jahrh.  alter  mit  Leder  überzogener  Leinwanddeckel


Psalterium.  Bl.1  Kalender  mit  einigen  nekrologischen  Notizen.

Bl.7  Psalterium  feriatum;  au  den  Rändern  sind  von  späterer  Hand
Invitatorien,  Antiplonen  und  Versus  nachgetragen.  Auf  die  Cantica
folgt  das  Symbolum  Athanasianum  und  die  Aller-Heiligen-Litanei.
Am  Schluss  verstümmelt.  Als  Vorsetzblatt  Stück  einer  Urkunde
(15  Jahrh.),  worin  Baddekenstedde,  Holle  und  Woldenberghe  (südöstlich
  von  Hildesheim)  genannt  werden.  Die  Hs.  wurde  1758  in
Hildesheim  ersteigert.

Theol.219  240Bl.  zu  22:15  cm  rothe  Überschriften,
rothe  und  blaue  Initialen  15  Jahrh.  alter  mit  gestempeltem  Leder
überzogener  Holzband  mit  Schliessen  und  Ecken  von  Messing

Psalterium,  Hymnarium  und  Cantica.

Bl.1  Kalender;  in  den  Überschriften  neben  den  lateinischen  auch
deutsche  Monatsbezeichnungen,  7.  B.  "Januarius  de  harde  Macn  habet
dies  XXXT’.  Unter  dem  4.  Mai  “Dedicatio  ecclesiae  nostrae’.
Bl.10  Psalterium  feriatum  cum  ordinario  offieii  de  tempore;  an  die
Cantiea  schliesst  sich  Bl.180  die  Fides  catholieca  (Symbolum  Athanasianum),
  dann  Bl.183b  Hystoria  de  transfiguratione  domini.

Bl.192)  Hymnarium:  Bl.192)  Proprium  de  tempore,  mit  Advent
beginnend,  darin  auch  die  einfallenden  Hymni  Sanctorun;  Bl.221b
Commune  sanctorum.

Bl.227  Cantica  domimicalia,  B1.229  de  festis,  B1.237  communia.

Im  Einband  Stücke  einer  Prozessurkunde.  Die  Hs.  stammt  aus
dem  Kloster  Riddagshausen.

.   The0l.220  Pergam.   67Bl.  meist  zu  151%,  :11  em
rothe  Überschriften,  rothe  und  blaue  Initialen  XV  Jahrh.

Liber  liturgieus:  Anfänge  der  Gesänge  “ad  magnificat’  und
“ad  benedietus’,  mit  Noten  auf  5  Linien.   DBil.1  Proprium  de  tempore,
mit  Advent  beginnend.  Bl.37  Commune  de  tempore.  Bl.41
Commune  sanetorum;  darunter  auch  für  die  Tage  der  einzelnen
Heiligen.

Bl.57  ein  Pergamentblatt  zu  15'/,:15'/  em,  oben  sowie  am  linken
und  reehten  Rande  durchbrochen  mund  mit  einem  Pergamentstreifen
durchzogen:  darauf  die  Worte  der  Messe  “Iloc  est  enim  corpus  mem.
Hic  est  enim  calix  sanguinis  .  .  im  remissionem  peceatormm’  nnd
“Placeat  tibi  saneta  trinitas  obsequium  .  .  in  vitam  eternam  Amen‘.

Bl.58—67  (zu  14:10  cm)  von  andern  Händen:  B1.55b  Absolutio.
  B1.59  Ordo  ad  visitandum  infirmmm.

Bl.1  ‘Lud.  Alb.  Gebhardi  emi  Luneb(urgi)  1761’.  Auf  einem
der  Vorsetzblätter  (Pergam.,  Liturgie)  bemerkt  Gebhardi  “Reperi  in
hoc  olim  eodiee  indulgentiarum  Hitteras  1455  datas  Gofrido  Beeker
presb.  Luneburgi  (dies.Exemplar  ist  in  der  Göttinger  Bibliothek),  qui

-)
        <pb n="440" />
        454  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

hocce  Mseptum  forsan  possedit’.  Scheint  nach  einer  andern  Notiz
von  Ebeling  1804  in  die  Bibliothek  gekommen  zu  sein.

Theol.221  VII-+51Bl.  zu  34:20  cm  1787

Evangeliarium  in  mitteldeutscher  Ubersetzung.

Bl.1  De  tempore  “In  der  zeit  du  Jhesus  begonde  neen  Jherusalem
unde  quam  zeu  Betphage  ...  get  in  das  kastel,  das  kegen  uch  ist
unde  ZU  hant  vindet  ir  ein  nozchen  gebunden,  "unde  sin  Jungis  mit
ime.  Bl.40  De  Sanetis.   Bl.44b  Commune  Sanctorum;  Schluss
Bl.51  ‘Wer  desin  seriber  schelde  .  .  6  Verse,  dam  Explicit  per
manus  Hertwiei  de  Bessingen  sub  anno  ..  M?°ccee°  Ixvii  in  vigilia
vincula  Petri  erit  (!)  completus  hora  nona’.

Sehr  sorgfältige  Abschrift  der  Hs.  von  1367  in  Corvey,  geschrieben
für  die  Göttinger  Bibliothek  von  Phil.  Fr.  v.  Spittael,  Dohm-Kapittular
des  Fürstl.  Stiffts  zu  Corvey  und  Lehn-President.  Voran  BIL.I—VII
Briefe  von  Spittael,  2  an  Heyne  und  einer  an  den  Buchhändler
Dieterich,  1787,  diese  Abschrift  betreffend.

Theol.222  a)  265,  b).39  Bl.  zu  16:  91/,  cm  sauber  geschrieben,
  mit  Noten  meistrothe  Überschriften  Initialen  (zuweilen
mit  Figuren)  mit  rother,  grauer  (ursprünglich  wohl  blauer)  und  brauner
Farbe  verziert;  die  braune  Farbe  ist  überall  an  der  gegenüberliegenden
Seite  angeklebt  um  1613  Holzdeckel  mit  gepresstem  Pergament

a)  Bl.1  Psalmen  (lat.)  für  die  canonischen  Stunden  (Anfang  fehlt),
ohne  Noten.  Bl.4b  Antiphonen,  Responsorien,  Invitatorien  und
Introitus  (auch  einige  Sequenzen)  für  das  Kirchenjahr,  (alles  lateinisch).
  Bl.217  Lat.  Hymnen  für  die  Feste,  mit  Responsorien
und  Lectionen;  darunter  auch  (Bl.235b)  Melanchthon’s  ‘Aeterno
gratias’.  Bl.242  "Psalmus’  (nur  einzelne  Verse)  auf  die  Feste  und
(B1.254)  “Quotidiana’.  Bl.254b  Drei  "Sanetus’  und  ‘Agnus  dei’:
"summum’,  “minus  summum’  und  eins  ohne  Überschrift.   B1.257  ‘Te
deum’.  Bl.259  “Das  deutsche  Te  deum:  O  Gott  wir  loben  dich,
wir  bekennen  dich  einen  herren  .  .‘  (nicht  gereimt).  DBil.263  ‘Credo’
und  Bl.264b  "Gloria  ad  omnes  tonos’.

b)  Deutsche  Kirchenlieder  und  anderes  (Psalmenverse  und  dergl.);
nicht  von  Wackernagel  benutzt.  Es  sind  folgende  Lieder  (nach
Band  und  Nummer  von  Wackernagel’s  Kirchenlied,  2.  Aufl.  186411):
III  16;  573a;  1689  (Str.1,  2,  4,  3);  UI17;,  9,  Bl.4  “Puer  natus’
lat.  und  deutsch  10  Str.  (II  904  Str.  1—4;  906  Str.  4—8;  909
Str.12);  III  23;  161;  620;  V  1394  (Str.7  verändert);  III  12;  Bl.8
“Surrexit  Christus’,  5  lat.  Verse,  die  ersten  4  mit  deutscher  Übersetzung,
  die  von  W.  II  958  ete.  abweicht;  B1l.8b  “Erstanden  ist  der
h.  Christ”  (V  1442  Str.  1  5,  dann  12  andere  Strophen);  II  935;  968;
III  13;  11976,  II5;  14;  28;  24;  22;  23;  41;  43;  10;  Bl.  16  “Ascendit
Christus  hodie  Sursum  M  patr  em  eloriae’,  9  Str.  mit  deutscher  Übersetzung
  “Gefaren  ist  der  H.  Christ  Zum  Vater  des  alle  ehre  ist’;
Bl.17  ‘Aliud  in  eodem  tono:  Ascendit  Ch.  hodie  super  caelos  rex
gloriae’,  6  Str.  mit  Übersetzung  “Christ  ist  heut  gen  Himel  getan
cin  konig,  von  got  auserkorn’;  III  504;  B1.18  "Spiritus  sancti  gratiz’,

6  Str.  mit  Übersetzung  “Des  heiligen  veistes  snace  STOS  °  (Umschreibung
des  niederd.  Textes  bei  W.  V48);  IM  617;  5;  70;  203;  31;  49;  890;
112  (Str.  1—7%9);  IV  1  (Str.  1—12).
        <pb n="441" />
        Theol.  221-—-225  435

Hinten  steht  ‘Anno  1613  bin  ich  Henning  Heiseler  bei  das  Seilerhantwerck
  gekomen  act.  Michaelis  [habe  das  buch  selber  gemakett]';
dann  ‘Jakob  Froschtt  a.1628°,  der  die  vorher  eingeklammerten  Worte
zugesetzt  hat;  endlich  ‘Joh.  Dan.  Arends  a.1632°.

Aus  der  Göttinger  Gymnasialbibliothek;  S.28  n.25  des  Katalogs.
Angebunden  war  der  von  Wackernagel  nicht  erwähnte  Druck  ‘Zwey
schöne  Geistliche  Lieder.  Das  Erste  .  .  Erschienen  ist  der  Herrlich
Tag  ..  Das  Ander..  Nu  frewt  euch  Gottes  Kinder  all.  .’,  Hildeszheimb
  1620.

Theol.223  79  Bl.  zu  31!/,:20  em  rothe  Überschriften
der  Titel  (Bl.1)  von  verzierten  Säulen  etc.  (Tuschzeichnung)  umgeben
  saubere  Reinschrift  1705  Goldschnitt

Liturgiae  sive  orationes  Eucharist.  Habessinorum  in  administratione
  S.  Coenae  prolegi  solitae  e  manuscripto  Aethiopico  Latinitate
donatae  et  bibliothecae  ad  d.  Mariae  dicatae  a.  M.  Christoph.  Schlichting
  Hamburgensi,  Hamburgi  2.1705.  Enthält  die  10  Liturgien  der
Abessynischen  Kirche:  1)S.  Iohannis  evang.,  2)  CCCXVIlLorthodoxorum,
3)  S.  Epiphanii,  4)  S.  Iacobi  Serugensis,  5)  S.  Iohannis  Chrysostomi,
6)  Domini  nostri  Iesu  Christi,  7)  Apostolorum,  8)  Cyriaci,  9)  S.  Gregorii,
10)  S.  Dioscori.  Inder  voraufgehenden  Widmung  dedieirt  Schliehting
“hoe  literarium  manuscriptum  alias  semel  tantum  per  totam  Europamı
repertum,  cuius  textus  Aethiopiecus  ex  legatione  domini  Tobi  Ludolfi
p.  m.  in  bibliotheca  Guelpherbitana  asservatur”  dem  Domcapitel.

1784  aus  der  Bibliothek  des  Hamburger  Domkapitels.

Theol.224  Perg.  123Bl.  zu  29:20  em  in  Quaternionen

(nach  BI1.8  fehlt  der  zweite)  rothe  Rubriken,  rothe  und  schwarze  Initialen
  Noten  auf  5  schwarzen  Linien  XII  Jalırh.  Holzdeckel  mit
hellbraunem  gestempeltem  Leder  überzogen  ;  reicher  gothiselier  Messingbeschlag
  mit  je  5  starken  Buckeln  auf  den  Deckeln;  an  verzierten
Riemen  von  rothem  Leder  2  Messingschliessen,  die  auf  dem  Vorderdeckel
  einen  Stift  auf  vergoldeter  Rosette  fassen

Antiphonarium,  pars  hiemalis.

Bl.1  Proprium  de  tempore;  einzelne  lleiligentage  sind  eingeschaltet.
  Bl.90  Proprium  de  sancetis.

Manches  ist  ausradirt;  am  Rande  im  16  Jahrh.  geschriebene  Inhaltsanzeigen.


1799  von  dem  regierenden  Fürsten  zu  Waldeck  geschenkt.

.  Theol.225  186  Bl.  zu  211%,  :16  cm  rothe  und  goldene
Überschriften  und  Initialen  zu  Anfang  der  Hauptabschnitte  rothe,
jetzt  stark  verblichene  Oruamentleisten  grosse  Schrift  mit  breiten
Rande  1552  alter  Band  von  Holzdeckeln,  die  mit  gepresstem
Leder  bezogen  sind,  mit  Buckeln,  einst  auch  mit  Schliessen

Litureiea  Gracea.
te)

BL2  Y  dia  Aerrovoyla..  Iowarrov  Aoyuerı6xörov  Korotartıud
  yr  =  [4  |  =  2  .
vOVHOAEWg  Tot  Agvooorouor.  Anfang:  Hey)  0.  9.  Tot  dtuzortx00.

  Meilom  6  1EgeÜg  Asttovgynoaödar  ÖOyeilet  AVOyYovulrws  year
elonPP  UETA  rar»...
Bl.635  U  9ela  2ertovoyla  ..  Baoılstov  Tor  Weyalov.   Beginnt
25  *
        <pb n="442" />
        436  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

mit  der  Eöyn  ng  noo9Eoeos:  ©eös  Ö  Yeös  Nuav'  ö  ToV  olodvıov
&amp;amp;orov...  Nach  dem  Schluss  Bl.100b  mit  kleinerer  Sehrift,  aber
wohl  von  erster  Hand  Tov  weyarov  Baoılelov  eöyn  omıodaußwvog
Exgorovu£vn:  Polar  alvEOEmS  .  ..

B1l.102  H  9ea  Aeırovoyia  Tor  roonyıaousrov.  Anfang:  ’Evdvoduevog
  6  legetg  nv  Änacav  legarızyv  OTOANV  .  ..

Bl.124  Der  sog.  Akatlistus  des  Sergius  von  Constantinopel  (Pitra,
Analecta  Sacra  I  250ff.)..  Der  Titel:  Ol  oixoı  tig  Heoröxov  xard
dipaßnrov.  nolmua  SDeoylov  natoıaoyov  Kovortavrırovnoisog  steht
nach  dem  Prooemium.

B1.138  AxoAovdia  Tov  ueyalov  ayıaouov.  Anfang:  Mera  de  vw
orıödaußovor  EÜYNV  ESE0YOuEcIa  NAVTES  .  .  Mit  dem  Drucke  in
Goar’s  Euchologion  (Paris.  1647)  p.453ff.  stimmt  der  Text  nur  bis
xal  eis  Tols  alwrag  Tor  aluorwr  (B1.147  =  p.456  des  Druckes,  Ende
des  mit  ‘m’  bezeichneten  Abschnittes)  überein.

Zu  Beginn  der  einzelnen  Abschnitte  folgende  blattgrossen  Bilder
(Federzeichnungen  oder  Darstellungen  in  bunten  Farben):  Bl.1b
Xovoöorouog,  Bl.62b  BaotAsıos,  Bl.101b  ‘O  Ayıos  ['onydoros  6  dısiloyos
(so):  sämmtlich  in  ihrer  vollen  geistlichen  Tracht  dargestellt.
Bl.123b  O0  sdayysiccuös,  Darstellung  der  Verkündigung:  links  6
Goxayyerog  Taßoını,  rechts  Mntno  #eor.  Bl.137b  ist  ein  Bild
nur  schwach  vorgezeichnet,  aber  nicht  ausgeführt.

Am  Schluss  der  Hs.  (Bl.181b)  von  erster  Hand:  ’Ert  Erovg  Tor  (?)
‚SE  tvdırtiovos  9,  d.  1.1552  n.  Chr.  Von  späterer  Hand  ist  nachgetragen
  Bl.136  Eryr  rs  Öregaylas  Heoroxov:  AEXov  AaPsvusreostaTtı
ravayla  bEONoWwa  .  ..

Namenseintragungen  vieler  Personen  besonders  auf  Bl.47,  60b
(aus  dem  Jahre  1713),  Bl.182—186  (17  bis  19  Jahrh.).

1887  von  einem  Göttinger  Antiquar  gekauft.

Theol.225e  142  Bl.  zu  141,  :  91/,  em  rothe  Überschriften
und  Initialen  15/16  Jahrh.  durch  Feuchtigkeit  besonders  im  Anfang
  beschädigt

Bl.1—91  Ritual  beim  Begräbniss  eines  Mönches,  Bl.129b  und
135b  eitirt  als  dxoAovd#Ha  Tor  uorazyar.  Der  Titel  ist  unleserlich,
doch  der  Anfang  "Eredar  rıs  TOP  uorajor  noog  xÜgıov  Exdnunon],
0  det  Aovesdaı  TO  0wua  alrtor  ..ıst  gleich  dem  in  Goar’s  Rituale  1647
p.544.  Die  Fassung  dieses  Rituals  weicht  von  jenem  Drucke  stark
ab.  In  der  Hft  sind  unter  Anderm  viele  Hymnen  zu  finden,  deren
Anfangsbuchstaben  Akrosticha  bilden.  So  Bl.25  ra  otıynoa  Tatra
Tod  xvolov  Imarrov  Tod  Aauacxyrov  mit  dem  Anfang  Dola  Tov
Biov  tovgpn,  vgl.  Bl.129a/b,  Goar  p.574;  B1.29  Idıoweia  mit  dem
Akrostich  ödvowös,  Bl.34  mit  Akrostich  negaxalo,  38  mit  zero,
41  mit  oixtos;  B1.45  ldıöusia  Or  1)  AaxoooTıyls  TETEAOVAAaßoc  Tor
dAgpaßıtov,  d.h.  6  Strophen  werden  vou  je  4  verschiedenen  Langzeilen
  gebildet,  welche  mit  «8  yd  dann  e&amp;amp;  7%  u.sw.  beginnen,
Anfang  Aoyn  uoı  xal  Inooraoıc,  vgl.  Goar  P.577.  BI.4Tb  Ereoa  tor
AÜTOV  V  7)  dxpootıyls  alyos,  50  mit  xAauduöc.  BI.56  wieder  alphabetisch
  und  zergaotARaßog  mit  den  Anfang  Auefronros  Indoyeı  (bei
Goar  p.578).  Bl.62  folgt  auf  die  Strophe  Altos  uoros  inaoyeıs
(Pitra,  Analecta  Sacra  I  p.212)  mit  dem  Titel  Tod  rareıyov  Pouc-
        <pb n="443" />
        Theo01,225  —  226  437

vov  waruög  das  Gedicht  des  Romanos  Tors  tov  PBiov  teorrots  (bei
Pitra  5.44),  doch  so,  dass  am  Schlusse  die  Strophen  für  oörog,  wie
oben  im  Akrostich,  fehlen  und  die  Strophen  no.22  23  26  30  (bei
Pitra)  schliessen.  BI1.73:  16  Troparia,  von  denen  die  6  ersten  mit
Asvre  beginnen  (vgl.  Goar  p.535  und  553).

B1.92—138  Tagıs  xal  dxoAovdla  eis  Televrnoavras.  Anfang:
Tot  leo&amp;amp;ng  noımoarrog  Adyor  doyöousde.  Vielfach  verwandt  mit  der
AxorovdHa  vexgoıuog  eig  lepea  Telsvrnoarta  bei  Goar  p.561;  vgl.
besonders  die  bei  Goar  von  p.566  ab  stehenden  9  "dat  des  zaror,
deren  erste  beginnt  Yor  &amp;amp;  erepydry;  darunter  Bl.I16  oL  oixoı  av
7  axgootıyis  Araotaociov  Tov  Tareıror  rooıag  (das  geben  auch
die  Anfänge  der  letzten  Strophen,  die  sowohl  von  Goar  als  von
Pitra  Anal.  S.I  247  abweichen),  Anfang  At’rös  uöros.  Gegen  Sehluss
Bl.131  wieder  13  Strophen  von  Aedre  reisvraror,  vgl.  oben  BI.73.

1887  von  einem  Göttinger  Antiquar  gekauft.

Theol.225f  158Bl.  zu  291%,  :20cm  16  Jahrh.

Liber  liturgieus  Graecus,  durehweg  mit  Noten.
Bl.1  Menologium:  Januar  bis  März;  vor  Bl.1  ist  ein  Blatt  mit

dem  Anfang  verloren  gegangen.  Bl.72b  schliesst  der  März  ab;
der  Anfang  des  April,  der  den  Rest  der  Seite  füllt,  ist  später  durchgestrichen.
  Bl.73  ein  Blatt  aus  dem  Januar  (nicht  der  vor  Bl.1

ausgefallene  Theil).

Bl.74  Aoxn  o0v  9m  dyio  Tov  ToLwdlor  nege£yorros  ta  ldıoueia
TAVTA  LOXOUEVOV  ARNO  TOO  TEAOVOV  xal  Tov  paoıoalov.  Am  Ende
unvollständig.

Als  die  Hauptsache  an  der  IIs.  erscheinen  die  Noten;  der  Text
ist  zum  Theil  wohl  von  erster  Hand  beigefügt,  zum  Theil  von  jüngerer
Hand  nachgetragen,  zum  Theil  fehlt  er  ganz.

1887  von  einem  Göttinger  Antiquar  gekauft.

Theol.226  V  und  131Bl.  zu  50  :361/),  em  Decke  von
weissem  gepresstem  Leder

Fünfstimmige  Compositionen  protestantischer  Kirchenlieder  von
Andreas  Raselius  (und  Paulus  Homberger).

Bl.I  ‘Geistliche  Psalmen  und  Lieder  so  in  der  Neuen  Pfarr  zu
Regensburg  durchs  gantz  Jar  ublich  mit  fünff  stimmen  gesetzt  durch
And.  Raselium  Cantorem’.  Bl.II  ‘Opus  hocce  .  ..  gratae  mentis
dlocumentum  reliqui  A.  Raselius’;  IIb  “In  eantionale  artis  manusque
Raselianae’:  9  Distichen  "Consona  divinis’,  unterzeichnet  von  Christoph
Donaverus  Ratisb.  Ecel.  patriae  minister  poeta  laureatus;  gedr.  bei
Auer  (s.  unten)  8.40.  BI.TII  Register.

Bl.IVb  80  Zeilen  ‘Diss  Cantional  mit  sonderm  fleiss  .  ,  gedr.  bei
Auer  8.41.

Bl.1—131  enthält  die  Compositionen,  denen  oft  die  Entstehungszeit
  beigeschrieben  ist;  auf  leeren  Blättern  wurden  später  einige
Compositionen  seines  Nachfolgers  Paul  Homberger  eingetragen.
Die  Compositionen  Rasels  scheinen  von  ihm  selbst  geschrieben
zu  sein.

Bl.1  ‘Ach  Gott  vom  Himel’  14  Sept.  1597.  1.2  Es  spricht  der
unweisen’.  Bl.3  “Ein  feste  burck’.  Bl.5  ‘Es  wöll  uns  Gott’,
        <pb n="444" />
        438  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

17  Sept.  97.  (1623.  17  Juni).   BI.7  ‘Der  Herr  ist  mem  getr.’,  18  Sept.
97.  Bl.9  "Wo  Gott  zu  hausz’.  Bl.10  "Wo  Gott  der  Herr’.
Bl.12  ‘Es  ist  das  heil’,  15  Oct.  1600.  Bl.15  ‘Durch  Adams  Fall’,
17  Sept.  97.  Bl.17  Ich  ruff  zu  dir”.  Bl.19  ‘In  dich  hab  ich’,
Mich.  vesp.  97.  Bl.21  ‘Nun  welche  hie  ihr’;  dabei  ein  5.  Textesvers.
   Bl.23  ‘Mag  ich  unglück.  BI.25b  Melodie,  ohne  die  Worte
des  Druckes  8.73.  Bl.27  ‘An  wasserflüssen’  17  Sept.  97,  decantatus
  primo  16  Oct.  97  eum  organo  .  alternis.  Bl.30  Melodie,  ohne
die  Worte  des  Druckes,  8.83.  Bl.33  ‘Herr  Christ  der  einig’
17  Sept.  97.  Bl.35  ‘Nun  lob  mein  sceel’  14  Sept.  97.  18  Oct.  97
primum  decantabatur.  Bl.38  ‘Mein  Seel  erheb  den’,  Pauli  Hombergeri
  1605  m.  Jul.  Bl.40  “Da  Jesus  an  dem  Creutze  stund’,
decant.  16  Apr.  1606  autore  P.Hombergero.  BlI.42  ‘O  herre  Gott
dein  göttl’,  canebatur  Cal.  Nov.  1617  eantore  Paul.  Homberg.  Wolfg.
Alb.  Keczelius  seripsit  23  Oct.  1617.  B1.45/46  leer.

Bl.47  ‘Aus  tieffer  notl.  Bl.49  “Erbarm  dich  mein’,  13  Oct.
97.   Bl.51  ‘O  herre  Gott  begnade.  Allein  zu  dir  herr  Jesu’.
Bl.58  ‘O  Gott  Vatter  im’;  dazu  ‘Gib  das  keyserlich  Maiestat’.
Bl.62  “Nun  bitten  wir  d.  heil.  geist”.  Bl.63  ‘Erhalt  uns  herr  b.
deinem  wortt”.  Bl.65  “Verley  uns  frieden’.  Bl.66  “Wer  Gott
nit  mit  uns’  15  Oct.  1600.   BI.67  ‘Disz  sind  “die  heilgen  zehen’.
Bl.68  ‘Mensch  wiltu  leben’.  (Catechismus)  Bl.69  “Wir  glauben  all
an.  BlI.72  “Vatter  unser  im  himelreich.   DBI.76  ‘O  Welt  ich  musz
dich  lassen’,  die  Noten  felılen.  Bl.77  "Gott  sey  gelobet  und
geben.”.  (Festlieder,  Advent)  Bl.80  ‘Nun  kom  der  heiden’.
(Weilinacht)  Bl.82  ‘Der  Tag  der  ist’.  B1.85  "Gelobet  seistu  J.  Chr.
das.   BI.87  “Von  himel  kam  der  engel  schar’;  dazu  ein  6.  Vers.
Bl.88  All  Ehr  und  lob  sol’,  decant.  primo  in  festo  Nat.  1604  autore
P.Hombergero.

(Fastengesang)  B1.90  ‘Christe  der  du  bist’  15  Oct.  97.  Bl.93
“OÖ  mensch  bewein’  8  0ct.97.  (Ostern)  B1.100  “Christ  lag  in  Todes
banden’  (C.  O.T.  A.  1630).  (Ostern)  Bl.101  ‘Christ  ist  erstanden’.
Bl.103  “Jesus  Chr.  unser  heil.  der’.  (Himmelfahrt)  Bl.104  "Nun
frewt  euch’.  Bl.106  “Auf  disen  tag  bedencken”.  (Pfingsten)
Bl.108  “Komm  heiliger  Geist”.   (Trinitatis)  Bl.114  “Gott  der  Vatter
wohn  uns  bei’,  vom  Text  nur  der  1.  Vers;  26  Febr.  9.  (Te  deum)
Bl.122  “Herr  Gott  dich  loben’.

In  dem  Druck  “Regenspurgischer  Kirchen-Contrapunet  ...  durch
Andr.  Raselium’  1599  sind  die  Compositionen  von  Bl.1—120  (mit
Überschriften)  gedruckt.  Doch  fehlen:  die  Compositionen  Hombergers
(B1.35—44  und  88/89),  dann  der  Text  von  B1.76/77  und  die  Composition
  des  Rasel  Bl.122—131.  Dagegen  hat  der  Druck  mehr:  auf
S.73  und  83  die  Texte  zu  Bl.25  und  30;  dann  die  Compositionen
auf  S.91—94,  101—112,  188—191,  217—220  (das  jedoch  im  Index
der  Handschrift  aufgeführt  wird)  und  das  Gebet  S.167.  Die  Einleitungen
  des  Druckes  und  der  Handschrift  sind  durchaus  verschiedene.
Rasel  hat  nach  dem  Druck,  als  er  den  Ruf  nach  Heidelberg  annalım
  (1599),  sein  Handexemplar  mit  neuen  Widmungsgedichten  dem
Gymnasium  geschenkt;  der  neue  Cantor,  Homberger,  hat  dann  in
dasselbe  einige  Compositionen  von  sich  eingeschrieben.  Vgl.  Mettenleitner,
  Musikgeschichte  der  Stadt  Regensburg,  1866,  8.221.
        <pb n="445" />
        Theol.  226  —  229  439

Die  Handschrift  stammt  aus  Gebauer’s  Bibliothek,  der  sie  wohl
von  dem  Regensburger  Serpilius  gekauft  hatte  (vgl.  cod.  Hist.lit.  171).
Erwähnt  ist  die  Hft  in  den  Göttinger  Gel.  Anzeigen  1868,  I  5.510
von  E.  Krüger,  dann  von  A,  Quantz,  "die  Musiıkwerke  der  Un.  -Bibl.  ın
Göttingen,  3.  Beilage  zu  den  Monatsheften  f.  Musikgesch.  1883  (8.47);
genauer  beschreibt  sie  J.  Auer  ebenda  1892  S.23/5  und  40/3.

Theol.227  _  26Bl.  zu  30:21  em  _rothe  Überschriften;
rotlie,  seltener  blaue  und  grünelnitialen  ;  grössere  buntverziertelnitialen
zu  Anfang  der  Hauptabschnitte  15  J  ahrh.

Bl.1  Cantica  dominicalia  quando  agitur  de  communi  temporis.
Bl.2  Cantiea  dominiecalia  tertii  noeturni.

Bl.6b  Ymnarius;  Noten  auf  5  Linien;  öfter  sind  erklärende
Glossen  überschrieben.  Bl.22b  Offieium  defunetorum;  mit  Noten
auf  5  Linien.

Theol.227a  35  Bl.  zu  29:21  em  rothe  Überschriften
und  Initialen  15  Jahrh.

Liturgische  Handschrift  völlig  desselben  Inhalts  wie  Theol.227:
Bl.1  Cantiea  dominicalia  quando  agitur  de  communi  temporis.
Bl.1b  Cantiea  dominicalia  (tertii  nocetumi).  Bl.5b  (Hymnarius):
Noten  auf  5  Linien;  in  dem  Proprium  Sanetorum  sind  nicht  nur
die  Anfänge,  wie  in  Theol.227,  sondern  die  ganzen  Hymnen  mit
Noten  versehen.  Bl.30b  Offieium  defunetorum,  mit  Noten  auf
9  Linien.

Bl.35b  (von  andrer  Hand  nachgetragen):  De  saneta  Anna  ymnus
“Solempnitas  fidelium’,  mit  Noten.

.  Theol.228   Pergam.  97Bl.  zu  24:16),  em   rothe
Überschriften,  rothe  und  blane  Initialen  DBl1.7  hübsche  Initiale  in
bunten  Farben,  mit  Ranken  saubere  Schrift  1511

Colleetarins.  Bl.1  Kalender.  Bl.7  Capitula|  und  Orationes
für  Laudes,  Horae,  Vesperae  und  Completorium:  Bl.7  Proprium  de
tempore,  mit  Advent  beginnend;  Bl.41  In  festo  dedieacionis  ecelesiac;
Bl.42  Proprium  s  sanetorum;  B1.89  Commune  sanetorum.

Am  Schluss  (B1l.96)  “A.  d.15ll  Soror  Margaretha  Hentz’.  Dann
folgen  von  anderer  Hand  nach  der  Überschrift  Anno  ut  supra.  Ego
frater  L.  S.  feei  corpora  (-Buchstaben?)  magna’  mit  diekeren  Buchstaben
  geschrieben  Capitula  und  Oratio  “In  festo  beati  Joseph’.

1789  in  Speyer  ersteigert.

.  Theol.229   Pergam.  S8  Bl.  zu  221/,:15  em  _  rotlıe
Überschriften  und  Initialen   ALIV/XV  Jahrl.  alter  Tederbezogener
Holzdeekel  mit  Buckeln,  einst  mit  Schliessen  stark  benutzt

Psalterium.

Bl.1  Kalender,  darin  Eintragung  der  Toodestage  vieler  Hildesheimer
  Bischöfe.

B1.7  Specielle  liturgische  Anweisung  für  das  Kloster,  dem  die  Ils.
angehörte  "Nota  post  festum  trinitatis  ommi  sabbato  ita  erit  eantandum
  post  vesperas  in  descensu  ad  monasteriun  .  ..  Als  Patroni
werden  angeführt  Godehardus,  Epiphanius  und  Ber(n)ward,  die  Is.
stammt  also  aus  dem  Kloster  St.  Godehardi  in  Hildesheim.
        <pb n="446" />
        440  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.10  Allgemeine  Anweisungen  über  Psalterium  und  Verwendung
einzelner  Psalmen.  Anfang  “Psalterium  non  exteriori  sed  interiori
homini  loquitur‘.

Bl.11  Psalterium  feriatum  eum  ordinario  offieii  de  tempore;  B1.83b
die  Cantica,  von  denen  das  Te  deum  infolge  von  Blattausfall  am  Ende
unvollständig  ist.

Aus  der  Hildesheimer  Schulbibliothek  überwiesen.

Theol.230  VBl.+299  Seiten  zu  20:151/,  em  18Jahrh.

Caeremoniaesacrae.  In  3  Theilen:  Pars  I  Exeerpta  ex  caeremoniali
  episcoporum  et  praxi  Romana  cirea  offiecium  divinum,  quod
per  pontifieem  fit’;  Pars  II  beginnt  mit  "Observationes  eirea  sacras
caeremonias’;  Pars  III  “De  pontificali  officio  missae  confeetione  .  .'.

Am  Rande  vielfaeh  Verweise  auf  Buch  I  und  II  einer  ähnlichen
Schrift,  B1.299  auf  Gavant’s  Commentaria  in  rubricas  Missalis  Romani.

The0l.230a  30Bl.zu  16:11  cm  rothe  Überschriften
und  Initialen  15  Jahrh.  das  Papier  ist  zum  Theil  von  der  Tinte
durehfressen  eingebunden  in  ein  Pergamentblatt  des  XIII  Jahrh.
(Liturgie  mit  Neumen)

Rituale  coronationis  virginnm.  Anfang:  Inter  ‘Credo  in
unum  deum’  ordinent  se  coronande  in  medio  chori.  Bei  den
Gesängen  Noten  auf  5  Linien.

1862  von  Dr.  E.  Volger  geschenkt.

Theol.231  Pergament  256  Bl.  zu  34:27  em;  eigentlich
33  Lagen  von  je  4  Doppelblättern;  von  beschriebenen  Blättern  sind
verloren  gegangen  ein  Doppelblatt  zwischen  Bl.3  und  4,  ein  anderes
zwischen  Bl.40  und  41  über  die  äussere  Ausstattung  dieser  prächtigen
  Hs.  siehe  unten  XJalhrh.  neuerer  brauner  Lederband

Saeramentarium  aus  der  Kirche  8.  Salvatoris  zu  Fulda
(vgl.  Bl.111b).

Die  Grundlage  des  Textes  bildet  der  Liber  Sacramentorum  des
Gregorius  (gedr.  bei  Muratori,  Liturgia  Romana  vetus  1748  vol.II
Sp.1ff),  besonders  in  dem  ersteu  Theile  (Bl.1—134);  von  da  au  ist
der  Text  sehr  stark  durch  Zusätze  erweitert,  indem  namentlich
grössere  Abschnitte  aus  dem  Sacramentarium  Gelasianum  (gedr.
Muratori  I  Sp.493ff)  aufgenommen  sind.  Andre  Hss.  von  Sacramentarien
  bespricht  Delisle  in  den  Memoires  de  YInstitut  nat.  de
France,  Acad.  des  Inseriptions  32,  1  (1836)  S.57—423.

Bl.2  Titel  mit  goldener  Uneialsehrift  auf  Purpur  “In  xpi  nomine
ineipit  liber  sacramentorum  de  eirculo  anni  a  sco  Gregorio  papa
Romano  editus,  qualiter  missa  Romana  celebratur,  hoe  est  in  primis
introitus  .  ..

Bl.3—9a  auf  Purpurgrund  mit  goldener  Uneialsehrift  “Praefatio’
und  Kanon  der  Messe  (dessen  Anfang  fehlt,  da  zwischen  Bl.3  und  4
zwei  Blätter  ausgefallen  sind);  Bl.9b  Orationes,  am  Schluss  Bl.10
“Oratio  pro  ebdomadario  refectorii  leetore’,

Bl.11—134  (135  leer)  Gebete  der  Messe  dureh  das  ganze  Jahr,
vom  Weihnachtsabend  bis  zum  Schluss  der  Adventszeit,  mit  Einschluss
  der  Heiligentage.  Die  erste  Rubrik  (auf  Bl.10b)  "VIII  Kl.
        <pb n="447" />
        The01.230  —  231  441

Jan.  in  vigil.  nat.  domini  stat.  (statio)  al  s.  Mariam’;  die  letzten
(B1.134)  ‘Dom.I  ante  nat.  domini’,  “"Aliae  orationes  de  adventu  domini”.
  Unter  dem  1.  Nov.  heisst  cs  Bl.1l1b  “Eodem  die  dedieat.
basilicae  s.  salvatoris  in  monast.  Fuld.”.

Bl.  156-184  Verschiedene  Messen,  zuerst  “de  s.  trinitate’,  zuletzt
(Bl.183b)  "pro  illo  qui  febre  continetur”:  (Bl.154  ‘Exoreismus  salis
et  aquae  contra  fulgura’).

B1l.185—249  Rituale  für  verschiedene  Amtshandlungen  des
Priesters:  BI.185  Unctio;   Bl.186°Ordo  ad  dandum  penitentiam  u
darin  Bl.187  “Confessio:  Ih  uuirdu  gote  almahtigen  bigihtig  .  .,  die
Fuldaer  Beichte  (Denkmäler  deutscher  Poesie  und  Prosa  hse.  .  von
Müllenhoff  und  Scherer,  3  Ausg.  I  S.241,  IIS.3855);  BI.  1885  “Ordo
ad  visitandum  et  unguendum  infirmum’,  darin  B1.188
Litanei  und  Bl.195b  der  Hymnus  “Christe  caelestis  medieina  patris’;
Bl.197  “In  agenda  mortuorum’  und  pro  defunetis;   B1.210b  “Actio
nuptialis’;  Bl.212b  “Missa  pro  sterilitate  mnlierum’  und  213b  in
natale  in  genuinum’;  Bl.214  "Denuntiatio’  und  “Ordo  serutinii’;
Bl.222b  “Ordo  baptisteri’,  darin  Bl.225  eine  Litanei;  B1.229
Benedictiones  und  Orationes  (B1.241/2  wird  gebetet  “in  capella  abbatis.
  in  ecelesia  senum.  in  dormitorio  fratrum  in  capella  australi.
in  capella  oceidentali.  in  ccelesia  rotunda.  in  capella  regis.  in  ccelesia
hospitum.  in  superiori.  in  ecelesia  egenorum’:  vielleicht  Theile  des
alten  Fuldaer  Domes  oder  Klosters).  Bl.244  “Missa  in  elecetione
episcopi  vel  abbatis’  und  andere  Messen;  Bl.  249  Vier  Praefationes,
die  erste  “in  natale  virginnm’.

B1.250—256  Kalendarinm.  250b  Kalenderbild  (s.  nachlıer);  auf
Bl.251/6  steht  über  jeder  Monatstafel  die  Bezeichnung  des  Monats
auf  hebräisch  und  griechisch,  und  je  1  Hexameter  über  “die  Himmelszeichen
  (die  jedem  Monat  beigemalt  sind)  in  den  12  Monaten  Principium
  Jani  .  .

”,  unten  je  1  Hex.  über  die  dies  Aegyptiaci  “Jani
prima  dies  .  ,  ausserdem  kurze  computistische  Bemerkungen  cte.
(vgl.  die  Kalender  bei  Hampson,  Medii  acvi  Kalendarium  I  1841
3.397  ff).  Die  Rubriken  enthalten  a)  griech.  Datum,  b)  goldne
Zahl,  ce)  Buchstaben  von  A—O  in  einer  Gruppe  von  je  27  oder
28  Tagen  immer  dem  ersten  von  zwei  Tagen  beigeschrieben,  d)  Sonntagsbuchstaben,
  e)  Lunarbuchstaben,  f)  röm.  Kalender,  g)  als  Hauptrubrik
  die  unbeweglichen  Feste  mit  den  Namen  schr  vieler  Heiligen,
z.B.  im  Scptember  “In  territorio  Fuldensi  depositio  s.  Liobaec  virg.’
(der  Name  des  Bonifatius  ist  hier  wie  in  den  Litaneien  mit  Gold  geschrieben),
  h)  Eintritt  der  Sonne  in  die  12  Zeichen.

Die  Ausstattung  der  As.  ist  prächtig:  die  mit  Purpur  grundirten
Seiten  (etwa  29)  sind  mit  goldener  Uncialschrift  beschrieben,  alles
rot  oder  golden  Geschriebene  besteht  ebenfalls  aus  Uneialbnehstaben  ;
Jene  Prachtseiten  und  das  Kalendarium  sind  einspaltig,  der  cewölhnliche

  Text  ist  zweispaltig  geschrieben.  Die  Überschriften  sind  rotlı
oder  (Bl.136—184  und  sonst  zuweilen)  golden;  die  erste  Textzeile
oft  golden.  Die  kleinen  und  einfachen  Initialen  sind  auf  B.9—134

abw  reehselnd  rothı  und  grün,  selten  golden,  auf  B1.136—  240  golden.

Grössere  Initialen  sind.  477  vorhanden;  im  Anfange  meist  im  Durchmesser
  von  Tem,  werden  sie  Bl.  90-131  kleiner  (meist  4cm  bis
herab  zu  21/,  cm),  B1.136—249  sind  sic  meistens  d—5  em  gross.  Auf
        <pb n="448" />
        442  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

blauem  oder  grünem  verziertem  Grunde  ist  goldenes  (auf  Bl.76—134
auch  farbiges)  Riemenwerk  gemalt,  das  mitunter  in  Blattornamente
übergeht;  hie  und  da  finden  sich  Thierköpfe  und  dergl.  (z.B.  Bl.35b
und  180b  Drache),  selten  Figuren  (Bl.94b  und  95a:  Petrus  und
Paulus,  dann  Benedietus).  Der  Grund  vieler  Initialen  ist  noch  weiss,
d.h.  sie  sind  nicht  fertig  gemalt.

Der  Hauptschmuck  der  Hs.  sind  die  zahlreichen  Bilder  mit
Figuren;  die  Kunstweise  ist  der  irischen  noch  nahe  verwandt.  Viele
dieser  Bilder  sind  wie  alle  die  mit  Purpur  gefärbten  Seiten  links
und  rechts  mit  Säulen  eingerahmt  (an  diesen  Säulen  Bl.4b  2  Arbeiter,
Bl.6b  2  Affen).  Die  Bilder  sind,  wenn  nicht  Anderes  bemerkt  wird,
6—9  em  hoch  und  etwa  17  cm  breit.  Sie  stellen  dar:

Bl.1b  in  3  Streifen:  Opferung  Isaaks  (daneben  Lamm  und  Kelch);
2  schreibende  Figuren  (Gregorius  dietirend  und  sein  Schreiber?)  in
Medaillons  (7  cm  Durchmesser);  4  Figuren  (Gregor  lässt  durch  den
Schreiber  sein  Buch  2  Priestern  bekannt  geben).  Bl.J  In  den
4  Ecken  Medaillons  (31/,  cm)  mit  den  Sinnbildern  der  Evangelisten;
in  der  Mitte  (5  cm)  Agnus  Dei,  dessen  Blut  die  Ecclesia  (7  cm  hoch)
im  Kelch  auffängt.  Bl.11b  Christi  Geburt.  bl.14b  Stephanus’
Steinigung.  Bl.15b  Johannes  in  das  Grab  steigend.  Bl.16b
Kindermord.   BI1.17b  (7  em  breit)  “Parentes’  mit  dem  Jesuskinde.
Bl.19  Drei  Könige  und  Hochzeit  zu  Kana;  darunter  (71/,  cm  breit)
Taufe  Jesu.   Bl.24b  (7  cm  breit)  Darstellung  im  Tempel.  BI.30
(7  cm  breit)  Verkündigung.  Bl.54  Einzug  in  Jerusalem.  BlI.58b
Abendmahl  und  Fusswaschung.  Bl.60  oben  (14!/,  em  hoch)  Christus
am  Kreuz;  unten  (7  cm  hoch)  Christus  vor  Pilatus.  Bl.64  Kreuzabnahme
  und  Begräbniss.  Bl.65b  Frauen  am  Grabe  und  im
Garten.  B1.79  (12cm  hoch,  7  breit)  Himmelfahrt.  B1.82  Ausgiessung
  des  hl.  Geistes.  B1.87  Bonifatius  taufend  und  sein  Tod.
Bl.90b  (12cm  hoch)  Zacharias  im  Tempel;  Namengebung  Johannes’.
Bl.93  (9'1/),  em  hoch)  Martyrium  von  Petrus  und  Paulus.  B1.98

Martyrium  des  Laurentius.  Bl.111  Chor  der  Heiligen;  in  der  Mitte
Agmıs  Dei  (wie  auf  BIl.9).  Bl.113  Martinus  den  Mantel  theilend,
und  Christus  ihm  erscheinend.  Bl.116  Andreas  am  Kreuz.

bB1.136  (14em  hoch)  Christus  und  zwei  Engel.  Bl.185  (10  cm
hoch)  Geistliche  gehen  in  das  Haus  eines  Kranken.,,  BIl.187  (10  cm
hoch)  Beichte.  Bl.192b  (12  em  hoch)  Letzte  Olung.  Bl.214
Katechese.  Bl.250  Kalenderbild  (24:20  em):  zwischen  Säulen  auf
Purpurgrund  eine  Scheibe  (16'/,;  em),  in  deren  Innerm  der  Annus
sitzt,  die  Köpfe  von  Nox  und  Dies  in  den  Händen  haltend;  in  dem
nächsten  Ringe  sind  die  4  Brustbilder  der  Elemente,  in  dem  äussersten
die  4  Brustbilder  der  Jahreszeiten  und  zwischen  diesen  die  der
12  Monate  mit  Abzeichen.  Bl.251—6  die  12  Himmelszeichen
(3—5  cm).

Theol.232  Pergam.  6Bl.zu18Y/,:13cm  rothe  Überschriften
  und  Initialen  französische  Schrift  XIIYXAIV  Jahrh.

Fragment  einer  liturgischen  Handschrift  oder  eines  Gebetbuches:

  Bl.1  Le  chapelet  de  Jesus  et  de  la  vierge  Marie  "Ave
Maria  gratia  plena’,  Bl.3b  Hore  de  passione  Christi.  BI.6
        <pb n="449" />
        Theol.  231  —  234  443

Symbolum  Anastasie  (!)  "Quicumque  vult  salvus  esse’  (am  Schluss
unvollständig).

1889  aus  der  Bibliothek  C.  Morbio’s  (aus  n.365  des  Katalogs
von  1889).

Theol.232a  dünnes  Pergam.  209  Bl.  zu  16'/,:11  em
prächtig  geschrieben  rothe  Überschriften  und  Ritualangaben  viele
bunte  Initialen  auf  Goldgrund  (zu  2:2  cm),  verziert  mit  Blumen,
Schmetterlingen  und  dgl.;  zahllose  kleinere  Initialen  zu  L:1lcm  auf
Goldgrund  oder  zu  1/:1,  em  in  Gold  auf  rotlıem  oder  blauem
Grund  1544  neuerer  Lederband

Breviarium.
Bl.1  Regulae  generales  (11)  ad  instructionem  officii  divini.  Regula
prima:  Quomodo  dicendae  sint  horae  ..  Ante  omnia  sciendum  est

quod  omnes  horae  ..

Bl.10  Index  invitatoriorum  et  hymnorum  qui  dieendi  sunt  per  totum
annum.

Bl.11  Psalterinm  dispositum  per  hebdomadam.

Bl.164  Breviarium  totius  anni.  Proprium  de  tempore,  mit  Advent
beginnend.  Die  Reihenfolge  ist  vielfach  gestört,  zum  Theil  durch
Irrthüämer  beim  Einbinden;  jedoch  scheinen  einige  Verschen  schon
dem  Schreiber  zuzuschreiben  zu  sein.  BI.  194  Commune  sanctorum.
  Bl.201b  Letania.  Septem  psalmi  poenitentiales.  Officium
defunetorum.

Aus  der  Versteigerung  der  Bibliothek  von  Rud.  Ant.  Fabrieius  in
Helmstedt  1776.

.  Theol.233  530Bl.  zu  14:10  cm  rothe  (auch  grüne)
Überschriften,  Initialen  und  Textstücke  zu  Anfang  derHHauptabschnitte
grössere  in  rother,  blauer  und  grüner  Farbe  ausgeführte  Initialen
15  Jahrh.  mit  gepresstem  Leder  überzogener  Holzband  von  1535

Meditationes  und  Gebete  in  lateinischer  Sprache  (miederdeutsche
  Stellen  auf  B1.147—149,  326),  zum  Gebrauch  in  einem
Nonnenkloster.  Dieselben  sind  nach  den  Hauptfesten  geordnet:
Bl.1  Nativitas  domini,  Bl.40b  S.  Stephanus,  Bl.41b  In  die  S.  Johannis
apostoli  et  patroni  (vgl.  Bl.180b  “patroni  nostri  duleissimi  Johannis‘,
Bl.401  “De  .  .  patrono  nostro  Johanne  evangelista”),  Bl.49  Circumcisio,
  Bl.  57  Pascha  u.  s.  w.  Zwischen  Nativitas  Mariae  (Bl.376)
und  S.  Michael  (B1.482)  ist  B1.381—481  eingeschoben  "De  dedieatione
  ecelesiae”.  Den  Schluss  bildet  B1.522  Ommium  Sanetorum.

Auf  dem  Vorsetzblatt  “Religiosa  virgo  Maria  Werners  Cantrix  et
professa  in  monasterio  Beate  "Mariae  Magdalenae  (in  Hildesheim)
dono  dedit  Religiose  Virgini  Adelheiden  Petersonns  etiam  ibi  professae
  in  perpetuam  sui  memoriam  a.  d.  1582’;  fast  die  gleiche  Dedication
  am  Schluss  der  IlIs.  1758  auf  einer  Auktion  zu  Hildesheim
eckauft.

Theol.234   31S  Bl.  zu  21:  15'/  em   rotlie  Überschriften
und  Initialen  grössere  blau,  rot  und  grün  verzierte  Imitialen  zu
Beginn  der  grösseren  Abschnitte  1475  alter  mit  weissem  gepresstem
Leder  überzogener  Holzband
        <pb n="450" />
        444  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Breviarium.

Bl.5  Der  Kalender  des  Johannes  von  Gmünd;  schwarz  und
rotlı  geschrieben.  Jeder  Monat  hat  10  Columnen  (1  Syllabe  dierum  =
CisioJanus,  2  Numerus  dierum,  3  Littere  feriarum,  4  Numerus  Kalendarum
  yduum  et  nonarum,  5  Feste,  6  Gradus  solis,  7  Littere  signorum,
$S  Quantitas  dierum,  9  Ortus  solis,  10  Occasus  solis);  auf  der  gegenüberstehenden
  Blattseite  steht  jedes  Mal  eine  Tabelle  der  Coniunctiones
  und  Oppositiones  nach  4  Cyklen:  1439,  1458,  1477,  1496.
Die  Erklärung  des  Kalenders  beginnt  Bl.17b  ‘Si  vis  sceire  aureum
numerum’.  Am  Sehluss  (Bl.21b):  "Explieit  Kalendarium  reverendi
magistriJohannis  de  Gmünd  sacre  theologie  baccalaurei  formati  editum
ab  eodem  a.  d.  1439.  Seriptum  vero  per  fratrem  Vitum  ad  S.  eruceni
Augustae  professum  a.1475  ipso  die  Leonhardi’.  Vgl.  cod.  Philos.  42m
(Nachträge)  Bl.1  und  Ersch  und  Gruber’s  Eneycelopädie  H  22  (1843)
S.189.  Unter  den  einzelnen  Monatstabellen  hat  eine  etwas  jüngere
Hand  hexametrische  Sprüche  verzeichnet,  die  über  die  einzelnen
Monate  handeln,  so  bei  Januar  “Escas  per  Janum  calidas  est  sumere
sanum,  Ante  cibum  vina  tibi  sumas  pro  medieina’.  Dieselbe  Hand
notirt  unter  März  “A.  d.  1507  in  vig.  annunciacionis  marie  obyt  frater
Johannes  räd.  scpultus  in  mutershof”.

Bl.22  Psalterinm  feriatum;  von  Bl.54  an  die  Psalmen  der
Vesper;  B1.64  die  Cantica,  deren  Reihe  nach  dem  Canticum  Zachariae
abgeschlossen  wird  durch  “Canticum  Augustini  et  Ambrosii”.   BI.69b
Orationes,  Capitula,  Collectae,  Preces.

Bl.74  Hymnarium:  DBl.74  De  tempore,  beginnend  mit  “Ymnus
ad  nocturnum  dominico  die  in  impositione  historiarum’,  dann  Advent
bis  Corpus  Christi;  Bl.81  De  sanetis  (von  S.  Stephani  bis  S.  Nicolai);
Bl.86b  De  dedicatione  ecclesiae;  B1.87  Commune  sanctorum.

Bl.89  Breviarium:  DBI.89  Regule  de  adventu  domini.   BI.92
Pars  hiemalis  de  tempore  (Advent  bis  Vigilia  Pentecostes),  mit  eingeschobenen
  Tagen  der  Heiligen.  Bl.286b  In  dedicatione  ececlesie.
  bB1.289b  Commune  de  sanctis.  Bl.306  Historia  de  beata
virgine;  Bl.308b  Legenda  de  beata  Maria  virgine;  Bl.312b  Historia
praesentacionis  virginis  gloriose;  Bl.313  Lecciones  que  servantur  in
civitate  et  dyocesi  Treverensi  de  festo  praesentacionis  gloriosissime
virginis  Marie  .  ..

Bl.1—4  und  317—3183  spätere  Nachträge  liturgischer  Art;  vorn
auf  dem  Innendeckel  gereimter  Spruch  an  Maria  “O  Maria  du  müter
gotes  pils  grüst  me  dann  tusent  stundt  .  ..

Die  oben  erwähnte  Subseriptio  auf  Bl.21b  sowie  eine  Bemerkung
auf  Bl.312  “Post  octavas  assumpfionis  Marie  usque  ad  adventum
domini  in  (nostro  getlgt)  monasterio  (hoc  est  getilgt)  sanctae  erucis
August.  agitur  ut  ec.  beweisen,  dass  die  Hs.  in  dem  Kloster  S.  Crueis
in  Augsburg  geschrieben  ist  und  dort  in  Gebrauch  war.  Die  “ecclesia
Kathedralis  August.  wird  B1.307  erwähnt.  Nach  Göttingen  kam
die  Hs.  1784  aus  der  Bibliothek  von  G.  W.  Zapf  in  Augsburg.

The01l.235  Pergam.  279  Bl.  zu  101/,:7  cm  rothe  Überschriften
  und  Initialen  1486  alter  Lederband  mit  Schliesse
Breviarıium.
Bl.1  Kalender.
        <pb n="451" />
        Theo1.234  —  236  445

Bl.7  Psalterium  dispositum  per  hebdomadam  (Bl.7  für  Matutinum,
Bl.17b  Horae,  Bl  33b  Vesperae,  Bl.49  Laudes)  mit  Anhängen  (Preces,
Suffragia,  Capitula  etec.).

Bl.99  Breviarium  totius  anni,  Proprium  de  tempore,  mit  Advent
beginnend.  B1.196  Proprium  sanctorum.  Anfang  "Nota:  si  dies
beati  Andree  sabato  eveneritt.  Am  Schluss  (Bl.276b)  "Completum
a.  d.  1486  in  profesto  Marie  Magdalene’.

.  Theol.235a  Pergam.  312Bl.zull:7'/,em   rothe
Überschriften,  rothe  und  blaue  Initialen;  goldverzierte  Miniaturen,
Bl.158  206  und  235  mit  Darstellungen  von  Heiligen;  viele  Blätter
scheinen  der  Miniaturen  halber  ausgeschnitten  zu  sein  XIV/XV
Jahrh.  Lederband  mit  Schliessen

Breviarium  totius  anni.   DBl.1  Kalender.  Bil.8  Proprium  de
tempore,  mit  Advent  beginnend  (das  erste  Blatt  ist  ansgeschnitten).
Bl.121b  De  sanctis.  B1.263  Psalterium  dispositum  per  hebdomadam
  cum  ordinario  offiecii  de  tempore:  beginnt  mit  Ps.21  v.15,  dann
Ps.22—25  und  92;  hierauf  (Bl.270b)  die  Psalmen  der  Horen  und
(Bl.284b)  der  Vespern.

1868  in  Celle  aus  der  Bibliotiek  von  E.  P.  F.  Pape  erworben,  der
sich  (1845)  vorn  eingezeichnet  hat.

Theol.235e  Pap.undPerg.  169Bl.  14cm  hoch,  1Obreit
im  XV  Jalırh.  von  verschiedenen  Händen  geschrieben  aufBl.l  einfach
  gemalte  Ranken  alter  gepresster  Lederband  mit  llolzdeckel
Brevier,  Wintertheil:  Bl.1—131  de  tempore,  B1l.132—  169  de
sanctis.
(Voran  ein  Druck:  Breuwariu  södm  ordine  regularium  |  capituli

windechimensis  |.  Bild:  David  und  Bundeslade.  18Bl.  (Einleitung
und  Kalender),  darin  die  Kustoden  bb3  und  bbV;  daun  72Bl.  in
9  Lagen  A—F  und  L—.N.  Dieses  sehr  unvollständige  Exemplar

ist  abgesehen  vom  Titelblatt  und  den  Kustoden  identisch  mit  dem
Druck  von  Gerardus  Leeu,  Antwerpiae  1488,  im  Haag,  das  von
Campbell,  Annales  d.  la  typogr.  Neerl.  S.99  beschrieben  ist.  Die
Typen  der  Unterschrift  bei  Holtrop  Monumens  pl.126,  d?  sind  dieselben.
  Der  Titel  des  Exemplars  im  Haag  (Holtrop  pl.126,  dY  ist
mit  grösseren  Typen  gedruckt  als  der  des  Göttinger  Exemplars;  darnach
  scheint  dieses  ein  wenig  älter  zu  scin).

The0l.236  Pergam.  131  Bl.  zu  181%,  :1)cm   rothe
Überschriften  und  Initialen;  auf  Bl.83—107  rothe  und  blaue  Initialen
XIV  Jahrh.  Holzband  mit  weissem  gepresstem  Leder  überzogen

Bl.1  Homiliarium,  beginnend  mit  “In  primo  sabbato’  und
endigend  mit  “In  sabbato  XXVII;  darunter  Bl.S  Bernardi.  B1.-45
Manrilii  archiep.  Rotlomag.

Bl.56  Ein  Complex  von  Hymnen  anf  den  h.  Franeiscus,  mit
Noten.  Anfang  “Praneiseus  vir  eatholieus.  Von  dem  Druck  bei
Dreves,  Analecta  hvmnica  medii  aevi  V  1751l.  weicht  die  Fassung
insofern  ab,  als  zwischen  “Franeiseus  vir  eathelieus’  und  “O  stupor
et  gaudium’  (Dreves  S.176)  noch  eingeschoben  ist  "Proles  de  eelo
prodiit”  (=  Mone,  Lat.  Ilymnen,  III  8.  308).  Vor  "Sanetus  Franeiseus
        <pb n="452" />
        446  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

previis’  (Dreves  S.177),  womit  hier  das  Ganze  abschliesst,  erscheinen
die  Responsorien  “Sex  fatrum  pater  (so!)  septimus’  (Dreves  178),
jedoch  infolge  von  Blattausfall  unvollständig  (bis  “interminum’  in  R  3).

Bl.69b  Igitur  beatus  Dominieus  fanta  morum  honestate  .  .:  aus
einer  Messe.  Am  Schluss  (B1.71)  “Virgo  parens  Christi’,  4  Hexameter
  mit  Innenreim,  und  “Ave  stella  matutina,  peccatorum  medieina’
(10  Verse).

Bl.72  Lectionen  für  Sexagesima  und  Quinquagesima,  mit  Noten.

Bl.79b  "Requiem  eternam’:  Todtenmesse,  mit  Noten.

B1.82  “Iam  lucis  orto  sydere  deum  precemur  supplices’  (=  Daniel,
Thesaur.  hymnol.I  56)  mit  Noten.

Bl.83  Hymnarium  mit  Noten:  Bl.83  De  tempore,  BIl.88b  De
sanctis.  Am  Ende  der  beiden  Abschnitte  eine  Übersicht  der  Anfänge
  der  Hymnen  (mit  Noten)  nebst  der  Angabe,  wann  sie  gesungen
werden.

Bl.96  "Gloria  patri’  in  8  toni  mit  Noten.  Bl.96b  Invitatoria
de  7  tonis  cum  suo  Venite,  mit  Noten.

Bl.108—  181  Liturgische  Ordnung  (Directorium)  für  ein
Nonnenkloster  (ord.  S.  Dominici,  vgl.  BL.123),  in  mitteldeutscheni
Dialekt;  sehr  ins  Einzelne  gehend.  Anfang  "Wan  di  swestere  solen
cumen  zu  chore,  so  sal  man  luden  zwei  zeichen’.

Bl.71b  von  einer  Hand  des  15  Jalhırh.  “Iste  liber  est  (folgt  eine
Rasur)  ultra  Hasenphul  extra  muros  Spirenses’;  Bl.1  von  einer  Hand
des  17/18  Jahrh.  “Closter  Sancta  Maria  Magdalenä  yber  Hasenpful
ordinis  St.  Dominiei’.  Auf  der  Innenseite  des  Deckels  ein  Stück
einer  Urkunde  oder  unkundenartigen  Zusainmenstellung  von  Privilegien
  “ordinis  ultra  Hasenphul’.  Die  Hs.  wurde  1789  in  Speyer
ersteigert.

Theo0l.237  90-+106Bl.zu  21:16  cm  rothe  Überschriften
und  Initialen  15Jahrh.  alter  lederbezogener  Holzband  mit  Eckbeschlag
  und  Schliesse

Lecetionarium.  Bl.1  der  ersten  Zählung:  Proprium  de  tempore,
  von  Dominica  sanete  Pasche  bis  Advent.  Am  Schluss  (Bl1.75)
“Leetionarius  trium  leetionum’  für  Omnium  Sanetorum.  Bl.1  der
zweiten  Zählung:  “Pars  estivalis  de  sanetis”.

1830  in  Göttingen  gekauft.

Theol.238  273Bl.  zu  291/,:20cm  in  2  Spalten  geschrieben
  rothe  Überschriften  und  Initialen  15  Jahrh.

Breviarium,  Pars  aestivalis,  von  Ostern  bis  Advent.  Bi.1  Proprium
  de  tempore.  B1.95  De  sanctis.   BI.227  Commune  sanctorum.
   Bl.263  “Sequntur  Impni’.

1831  aus  der  Bibliothek  des  ehemaligen  Alexanderstifts  zu  Einbeck.

The01.239  222  Bl.  zu  31:21cm  in  2  Spalten  geschrieben
  rothe  Überschriften  und  Initialen  15  Jahrh.

Breviarium,  pars  hiemalis.  Bl.1  De  tempore,  von  Advent
bis  Vigilia  Paschae  (der  Anfang  fehlt  infolge  von  Blattausfall).
Bl.143  “De  sanetis  per  adventum  usque  ad  festum  pasche”.  BI.192
Commune  sanetorum;  am  Schluss  davon  Bl.209b  De  sancto  Felice,
Bl.210  De  sancto  Antlionio  (hierin  Bl.211—215  spätere  Einlage),
        <pb n="453" />
        The01.236  —  241a  447

Bl.216b  De  sancto  Policarpo.  B1.218—  222  Verschiedene  Nachträge;
  Bl.222  Ympnus  de  S.  Dorothea  “Festum  nune  celebre  servet

gens  credula  .  ..
1831  aus  der  Bibliothek  des  ehemaligen  Alexanderstifts  in  Einbeck.

...  Theol.240  Pergament  215  Bl.  zu  141/,:10!/,  em
rothe  Überschriften  und  Initialen  XV  Jalırh.  alter  mit  gepresstem
rothem  Leder  überzogener  Holzband,  einst  mit  Schliessen

Breviarium,  pars  hiemalis.   Bl.1  Proprium  de  temporc,  von
Advent  bis  Vigilia  paschae.  Bl.146  °Pars  hiemalis  de  sanctis’,
am  Schluss  nicht  ganz  vollständig.

1801  aus  Einbeck  erhalten.

Theol.241  Pergam.  206  Bl.  zu  32:23  em  rothe  Überschriften
  und  Initialen  Noten  auf  5  Linien  (1  rotlı,  1  gelb)
XIV  Jahrh.  alter  mit  Leder  überzogener  Holzband

Antiphonarium.  Bl.1  De  tempore.  Bl.108  De  sanctis.
Bl.130  Commune  sanctorum.

Bl.149b  Kyrie  eleison  und  Gloria  in  verschiedenen  Modulationen.

Bl.154  Eine  Sammlung  von  Sequenzen  (meist  von  Notker),
sännmtlich  mit  Noten.  Sie  enthält  folgende  Stücke  (Nummern  nach:
Kehrein,  Lateinische  Sequenzen):  6  10  11  711  402  24  3854  217  81
92  79  83  60  408  114  124  125  139  150  351  394  729;  hierauf  (Bl.173b)
De  sancto  Alexandro  “Regi  regum  imbilantes’  (fehlt  bei  Kehrein);
dann  Kehrein  n.368  846  549  543  (der  Text  bei  Kehrein  ist  aus
dieser  Hs.  an  einer  Reihe  von  Stellen  zu  emendiren)  623  247  352
192  167  172b  335  646  800  813  398  369  443  445  474  254  208  202
15  264  866  211  771  465.  Dazwischen  einige  liturgische  Stücke
anderer  Art:  Bl.196b  De  corpore  Christi  “Cibavit  eos’,  Bl.197b  In
rogationibus  “Surgite  saneti  de  mansionibus”.  Dann  von  späterer
Hand:  Bl.199  De  visitacione  Marie  "Gaudeamus  omnes  in  domino’,
B1.200  Alleluia  de  beato  Thoma  ete.;  am  Schluss  Bl.204bff.  Sanetus,
Pro  pestilentia  offieium,  Kyrie,  Gloria.

Gehörte  einst  den  S.  Alexander-Stift  in  Einbeck.

.  Theol.241a  372  Bl.  zu  151/,:10  cm  rothe  Initialen
und  Überschriften  Anfang  des  16  Jahr.  Dolzband  mit  braunem
gepresstem  Leder  überzogen,  mit  Messingschliessen;  auf  dem  vordern
Deckel  “B.  O.—P.  I.  M.,  hinten  °1586’

Gebetbueh  für  Nonnen,  in  mittelfränkiseher  Mundart.

Bl.1  "Disz  gebeder  sult  vr  lesen  ix  dage  vur  sent  Mychaell.  Pater
noster.  O  Ir  Eyrwerdyge  Engelen  und  cdelc  ıvttere.  ,   BI6b  Gebete
  an  den  10  Tagen  vor  Äller  lleiligen.  Bl.13  Gebete  zu  Mar1a.
  Bl.20b  Gebete  an  8.  Johannes;  B1.29  “Dyt  synt  die  xij  vivheiden,
  da  uns  lieff  her  Sent  Johannes  Ev.  mıyt  hait  begarfit  .  2.

B1.33  “Geystliche  und  andechtijge  ubungh  dureh  dat  gantze  Jair,
begyunende  den  eyrsten  Sondach  ynı  Advent  .  2;  Anfang  “Lofl  ehre
frende  selijeheit  schoynheit  und  kraflt  ummeissvge  elorie’  .  Es  sind
schr  zahlreiche  Andachtsübungen  und  ‘wehedizer’  darnnter  auch
Hymnen  etc.  ın  Prosaübersetzung  (z.  B.  DI.  3  0  eloriose  fra’
=  Mone,  Hymnen  1I  8.129).  31.3305  steht  “Gedenekt  ouch  der
        <pb n="454" />
        448  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

schryverschen  um  gotzwillen’;  dann  folgt  noch  “eyn-  geystlich  truwe
zo  unsen  lieven  heren’,  Schluss  Bl.337  “goderteyrenheit  und  gotlieher
selicheit  allersoiste  Jhesu  Criste  Amen’.

B1.337b  "Hernaich  volgen  die  gebeder  van  den  hoyehtzyden  Marye,
zom  yrsten  van  dem  fest  Visitationis:  Verfruewe  dych  gloriose
Jonffer...;  Schluss  Bl.371b  “wilchen  wyr  hnde  loven  und  gebenedyden.
Amen’.

B1.372  "Dysz  boijeh  hait  geschreven  S(uster)  Maria  Stoekem  zo
loff  und  eren  der  h.  Dryveldyeht  (!)  Marien  der  moder  gotz  und  aller
lieffer  hylgen  und  zo  andacht  S.  Ceeilia  Nee  zo  Maryenforst  (Kloster
im  Kreise  Bonn).  Laus  Deo’.

Theol.242  332  Bl.  zu  141/,  :10  cm  (B1.266—283  Papier
mit  Pergament  abwechselnd)  von  mehreren  Händen  gesehrieben,  theils
mit  rother  Farbe  farbige  zum  Theil  vergoldete  Initialen,  mit  Verzierungen
  2.Hälfte  des  15Jahrh.  Holzband  mit  rothem  gestempeltem
Leder  überzogen

Niederdeutsche  Kirchengebete  für  Nonnen,  für  die  Feste
vom  1  Advent  bis  Mariae  Lichtmess  (2  Febr.).

Anfang  Bl.2  “Van  unser  leven  vrouwen  also  se  entfanghen  wart.
Dallinghe  heft  de  here  deme  dorstighen  volke  opent  synen  schat”.
Bl.15b  “Des  ersten  sondaghes  in  deme  advente.  Merke  o  du  leve
minsche  dat  desse  advent  beghan  wert  dor  veer  sondaghe  .  ..
Sehluss  B1.332  “dat  ik  na  dessen  levende  nummer  mote  van  dy
scheden  werde  amen  Amen  Amen’.  |

Im  innern  Einbande  Pergament  (XV  Jahrh.)  mit  Liturgie.

Auf  Bl.1  steht  “Ex  liberali  donatione  ...  Abbatissae  Medingensis
possidet  Dan.  Eberh.  Baring  a.  1722”.

Theol.242i  a)  1+29Bl.,  b)  95  Seiten,  e)  186  Seiten,
d)  1Bl.+86  Seiten,  e)43Bl.  (mancheBlätter  sind  leer)  zu  14:9'!/,  cm
1648   gepresster  weisser  Pergamentband

Verschiedenes,  meist  erbaulichen  Inhalts,  von  einem  Benediktinermönch
  geschrieben.

a)  Bl.1  “Calendarium  Religioso  -  Catholieum  .  .  ex  traetatu  de
Imitatione  Christi  Jo.  Gersen  abb.  O.  S.  B.  colleetae  a.1648  ..  a
F.  0.  A;  Bl.22/3leer.   Bl.24  “Alphabetum  Religiosi.  Discipnlus:
Vias  tuas..  Magister:  Ama  nesciri..  .’,  wird  sonst  Thomas  a  Kempis

zugeschrieben.  Bl.28  “Exereitium  boni  Religiosi’,  14  Distichen
“Te  signa”.  B1.29  “Oraculum  quod  Summa  Veritas  S.  P.  Benedicto
de  eius  familia  dedit”.  Bl.29b  Zahl  der  Ordensmitglieder,  “haec

Nie.  Vernulaeus”.

b)  S.1  “Traetatus  de  ingressu  in  religionem’.  8.28  "Doeumenta
quae  suggerenda  sunt  novitiis  eirea  tentationes’;  8.33/48  leer.
S.49  “.  .  media,  quibus  ..  novitius  ad  abnegationen  sui  ipsius  disponitur’.

  8.81  “Kraftzeltlein,  mit  welichen  du  dich  magst  erquikhen,
so  offt  du  wirst  ausz  deiner  Zell  gehn  .  ..
c)  S.1  “Meditationes  in  Regulam  .  .  Benedieti:  Auseulta  ...  Qui

&amp;gt;

artis  .  ”  und  andere  Meditationes.
d)  8.1  “Doeumenta  debitae  dispositionis  ad  accessum  exereitiorum
  ..  P.O0.A!  S.49  “Meditationes  VII  de  variis  miseriis  vitae
        <pb n="455" />
        Theol.242—246  449

humanae  et  quatuor  novissimis’  (dasselbe  steht  unvollständig  vorher
ce  8.155):  “Hac  die  poteris’,  und  anderes.

e)  Bl.1  ‘(Chronologia?)  suceineta  in  annos  B.  V.  Mariae’  und  anderes
auf  die  Verehrung  Maria’s  bezügliche;  darunter  Bl.24  “Litaniae  ..
ex  SD.  Patribus  collectae’,  B1.34  ‘Brevis  instructio  de  s.  scapulari
B.  Virginis  de  monte  Carmelo:  Cum  aliquando  Simon  Stockh  Gen.
Ord.  Carmelit.  .  ..  Bl.37  Indulgentiae  a...  Gregorio  XV  concessae
  COTonis,  rosarlis,  imaginibus  .  .;  Bl.  40  ähnlicher  Indulgenzbrief
  Innocenz’  X  (deutsch).  Bl.42  °.  .  contra  pestem  preces,  a
S.  Zacharia  ep.  Hierosolymitano  ante  aliquot  eentenos  annos  collectae”.

Auf  Bl.1  steht  “Mon(aster)ii  S.  Viti  eis  Rotham’  (im  Bisthum  Salzburg
  in  Niederbayern).  1875  in  Regensburg  gekauft.

The0l.243  Perg.  12Bl.zu  12:91),  em  Missalschrift;
blaue  und  rothe  Initialen;  auf  dem  untern  Rande  kleine  Abbildungen:
Bl.3  Pfau,  Bl.4  “nachtegale’,  "kuckuc  kuc’  und  andere  Thiere,  Bl.5
Engel,  Bl.6  Matthäus  (?),  Bl.7  Anna  mit  Maria  und  Jesus,  Bl.Sb  zur
Sonne  fliegender  Adler  XIV/XV  Jahrh.

Niederdeutsches  Gebetbuch.

Bl.1b  Das  Alphabet.  Das  Vater  unser.  Bl.2b  "Grotet  sistu
Maria...   Bl.3  Apostolisches  Symbolum  “Ik  love  in  god  vader..  ..

Bl.5  “Van  dy  engele:  Ghegrotet  sistu  hilge  enghel..  &amp;gt;.  Bl.5  “Van
sunthe  Matheus:  O  werdighe  apostel  .  ..  Bl.6b  “Van  s.  Annen:

O  du  werdighe  vrouwe  .  .'.  Bl.7b  Psalm  50  “Got  vorbarme  dy
over  my”.

Auf  dem  Pergamentumschlage  liturgisches  Bruchstück  (XIV  Jahrh.)
über  S.  Sebastianus,  mit  cay.13  der  Acta  Sebastiani  auctore  S.  Ambrosio
  episc.  (Acta  Sanctorum  Jan.  tom.  1I  8.642).

1799  aus  einer  Auktion  in  Hannover.

Theol.24  128Bl.  in  4°  1830

(Georg)  Hermes,  Prof.  der  Dogmatik  in  Bonn,  philosophische
Einleitung  (in  die  christkatholische  Theologie)  im  Auszuge;  I.  Theil.
Oollegheft,  Winter  1830.  Der  1819  erschienene  Druck  ist  ausführlicher.


1849  aus  einer  Kölner  Auktion.

Theol.245  228  Seiten  in  fol.  1826

Georg  Hermes,  Einleitung  in  die  christkatholische  Theologie;
11.  Theil  “die  positive  Einleitung”.  Colleghett,  Sommerhalbjahr
1826.  Stimmt  bis  S.134  inhaltlich,  zuweilen  auch  wörtlich,  mit
dem  im  ganzen  ausführlicheren  Druck  (1829)  überein.

1849  aus  einer  Auktion  in  Köln.

Theol.246  47  Bl.zu  321/%,:20cm  17  Jahrh.

“Der  Vierdte,  Sechste  und  Zwantzigste  Artikel  Augsspurgischer
Confession  Von  der  Rechtfertigung  und  “Guten  Wereken’;  am  Rande
steht  “aufgesetzt  von  J.  Sauberto,  Prof.  Theol.  et  LL.  Or.  in  Acad.
Julia,  contra  Theologos  Witteb.,  da  die  Faeultas  Theol.  wider  dieselbe
        <pb n="456" />
        450  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

ein  gross  scriptum  Apologet.,  welches  aber  hernach  unterblieben,  heraus
geben  wolte”.
1811  aus  der  Bibliothek  H.  Ph.  C.  Henke’s  in  Helmstedt  gekauft.

Theol.247   I1+235  Bl.  zu  32:20  em  16  Jahrh.

Concordienformel  ‘Algemeine  lautere  richtige  und  endtliche
widerholung  und  erclerung  etzlicher  artickel  Augspurgischer  Confession
  .  ..  Bl.1  Die  Solida  deelaratio;  Bl.189  Jac.  Andreä’s
Epitome,  actum  Berga  vor  Magdeburgk  den  29  (May)  a.  1577.

Bl.Ib  hat  H.  Ph.  C.  Henke  bemerkt:  Diese  Hs.  ist...  die..
Formula  Concordiae,  jedoch  ist  der  in  gedruckten  Exemplaren
hinzugekominene  Summarische  Begriff  hier  nicht  voran,  sondern  hinten
nachgesetzt  unter  dem  Titel  “Extraect  aus  der  Form.  Concordiae’
(B1.189).  Auch  findet  man  hier  zweymal  die  Namen  der  sechs  Gottesgelehrten,
  welche  die  F.  C.  im  Kloster  Bergen  unterschrieben  und
vollzogen  haben,  mit  dem  J.1577.  Es  scheint  eine  ächte,  gleichzeitige
  Abschrift  des  ersten  Klosterbergischen  Original-Exemplars  zu
seyn,  welche  Achatius  von  Veltheim  auf  Harbke,  der  sich  viel  mit
tlıeol.  Händeln  abgab,  für  sich  selbst  verfertigen  liess.  Man  findet
hier  auch  verschiedene  Lesarten,  die  nicht  alle  gleichgültig  sind  und
in  den  bisherigen  Abdrücken  nicht  vorkamen.  Vgl.  auch  J.  T.  Müller,
die  symb.  Bücher  (1860)  S.CXI.

Vorn  das  Ex-libris  von  Fride.  Aug.  von  Velthein.  Darunter  steht
“Ex  libris  huius  sub  hasta  venditis  Helmstadii  a.1780  emi.  H.P.C.
H(enke).  1811  aus  Henkes  Bibliothek  gekauft.

Theol.247a  216Bl.  zu  321/,:22!/),  cm  16  Jahrh.

Concordienformel  “Allgemeine  lauttere  richtige  und  endtliche
Widerholung  .  .’  (vgl.  Theol.  247):  Bl.2  “Summarischer  begriff.  .
(Epitome  Andreä’s),  actum  Berg  den  29  May  a.1577;,  Bl.41  die  Solida
declaratio;  beide  Theile  mit  Unterschriften  wie  im  Theol.247,  nur
sind  die  6  Theologen  nach  Ländern  bezeichnet  “ChurfürstlicheSächsische
Theologen’  ete.

1873  in  Leipzig  gekauft.

Theol.250  5  Bände  zu  34:21  cm  (manche  Blätter  sind
leer)  16  Jahrh.

“Acta  autographa  Selneeceriana  Form.  Concord.  concernentia’,
  1521—1583.

Diese  Bände  enthalten  ausser  einigem  Material,  das  Nie.  Selnecker
zur  Geschichte  der  Augsburgischen  Confession  gesammelt  hat,  hauptsächlich
  Briefe  und  Akten  zur  Geschichte  der  Concordienformel,  an
deren  Zustandekonımen  Selnecker  hervorragend  betheiligt  war,  und
deren  Apologie  (1582)  von  ihm  mitverfasst  worden  ist.  Selnecker’s
Sehriftstücke  sind  meist  Concepte,  zuweilen  Abschriften;  die  Briefe
an  ihn  sind  meist  Originale,  das  übrige  ist  fast  alles  in  Abschrift
vorhanden.

Über  diese  theol.  Streitigkeiten  und  Einigungsversuche  ist  zu  vergleichen
  J.  N.  Anton,  Gesch.  der  Concordienformel  (1779).  Benutzt
sind  die  Göttinger  Manuseripte  von  G.  J.  Planck  in  seiner  Geschichte
der  Entstehung,  der  Veränderungen  und  der  Bildung  unseres  prot.
        <pb n="457" />
        The0l.247—250  BandlI  451

LehrbegriffsV,  2  (1799)  und  VL  (1800),  (-Gesch.  d.  prot.  Theologie  II,  2
und  III);  ferner  von  Heppe,  Gesch.  des  deutschen  Protestantisnius  III
(1857)  und  IV  (1859),  endlich  von  Wagenmann  in  Herzog’s  Real-Eneyklopädie
  f.  prot.  Theol.  XIV  (1884)  S.76—88,  der  weitere
Litteratur  eitirt.  Die  Samnılung  ist  1797  erkauft  aus  der  Bibliothek
des  Pfarrers  an  der  ev.  Kirche  zu  St.  Ulrich  in  Augsburg,  Mattlıias
Jac.  Ad.  Steiner.

BandI  I-416Bl.  ‘“Tonm.T.

Bl.I—-40  Concordienformel,  Theil  I  (Epitome),  actum  Berg  den
29  Mai)  a.1577,  mit  den  Unterschriften,  wie  in  Theol.247a;  auf
Bl.40  “Der  Statt  Kempten  Kirchen  und  Schneldiener’:  4  eigeuh.  Unterschriften.


Bl.46  Johannes  Andronieus  senior  an  einen  ungenannten  (gegen
Selnecker;  über  ein  Gespräch  mit  Flacius),  17  Sept.  1561  (Basel?),
Abschrift.  Bl.48  N.  Selneecerus,  Concept  eines  Briefes,  um
1561.  Bl.49  Brief  (gegen  Jacob  Andreae),  Anfang  “Mir  ist  vor
etzlicen  wochen  ein  disputation,  so  zu  Tibingen  gehalten,  de  duabus
nafturis  in  Christo,  zugeschicket’.  B1l.55  Selmecker,  tagebuchartige
  Zusammenstellungen  von  Ausserungen  vieler  Theologen  über
die  Lehre  vom  Abendmahl,  1556—71;  ein  Citat  daraus  bei  Planck  V,  2
S.  496.

Bl.55—”78  Sendung  S.’s  zum  Kurfürsten  August  von  Sachsen  und
Auseinandersetzung  mit  den  Wittenberger  Theologen  1570:  Bl.55
Herzog  Julius’  Instruetion  für  S.  bei  seiner  Sendung  nach  Dresden,
16  Juli,  Copie;  vgl.  Planck  V,  2  8.560.  B1.59—69  Schrift  der
Theol.  Fac.  zu  Wittenberg  über  die  Unterredung  mit  Selnecker,
3l  Juli,  Orig.  mit  Siegel;  vgl.  Planck  V,  2  8.567.  Bl.71  “Kurze,
runde  und  einfeltige  bekentniss  der  kirchen  und  schuel  zu  Wittenberg,
  von  der  persönlichen  vereinigung  zweier  naturen  in  dem  herru
Christo,  auch  von  der  Communicatione  idiomatum  und  vom  abendmal
  des  herrn’,  Copie,  grösstentheils  von  Selnecker’s  Hand,  Wittenb.
3l  Juli  1570;  vgl.  Planck  V,  2  8.561  und  567.  Bl.76  Hz.  Julius
von  Br.  (an  den  Grafen  Günther  von  Schwarzburg),  Wolffenb.  29  Aug.
1570,  Concept  Selnecker’s;  vgl.  Planck  V,  2  8.5067.

B1.80  -147  Streit  über  den  WMättenberger  Catechismus  (1571):
Bl.80  N.  Selnecker  an  Günther  von  Schwarzburg,  Wolftenbüttel
9  Juni  1571,  Copie.  Bl.83  Heinrich  Julius  (?)  von  Br.-Lün.  an
die  Kurfürstin  von  Sachsen,  Anfang  eines  Concepts,  nur  1  Seite.
Bl1.86  Bericht  an  den  Herzog  (Julius)  von  Braunschweig,  datum
Wulffenbuttel  bey  der  Heinriehs  Stadt  den  3  Mai)  a.d.  1571,  mit
eigeuhändigen  Unterschriften  (Bl.99b—101)  von  allen  Therrm  Abbates,
Patres  und  Superintendenten  Eeclesiarum  Jhm  ganzen  Fürstenthumb
Braunschweig  Wulffenbuttlischen  theils’,  au  erster  Stelle  von  Nicolaus
Selneecerus;  vgl.  Planck  V,  2  S.577.   Bl.105  (vgl.  121b)  "Kurtze
und  einfeltige  bekentuns  aller  Kirchen  im  Fürstenthumb  Braunschweig
  Wolff.  theils,  von  der  Maicstet,  Auflart  und  Abentmal  unsers
Ierrnn  Jesu  Christi’,  mit  (BI.  108a—  110a)  denselben  eigenh.  Unterschriften

  (nur  die  letzte  fehlt);  vgl  Planck  V.2  8.577.  BUND
Friderieus  Widebramus  an  S.,  Witeb.  29  Maij  1571;  vel.  Planck  V,  2

8.576.  Bl.115  “Kurtze  Einfeltige  Warnung,  Grundfest  und  Bekentnuss
  D.  Nicolai  Selneeceri  von  der  Maiestat,  Auffart  und  Abent-
        <pb n="458" />
        452  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

mal  unsers  hern  Jhesu  Christi,  den  29  Junii  a.(15)71  einkomen  zu
Wolffenbuttell’,  Abschrift  mit  Zusätzen  von  8.s  Hand;  BlI.121b
“Kurtze,  ware  und  einfeltige  Bekantnuss  D.  Nie.  Selnecceri  .  :
Abschrift  von  Bl.105ff,  mit  Zusätzen  von  S.’s  Hand.  BI.127  M.
Christophorus  Fischer  an  einen  Fürsten  (Herzog  Julius?),  Schmalkaldenn
  15  Junii  (15)71,  Copie.  Bl.133  Lucas  May  an  S.,  ex
Rudelstadio  10(?)  Cal.  Aug.  (ohne  Jahr).  Bl.136  Herzog  Julius
an  den  Kurf.  v.  Sachsen,  Copie  mit  vielen  Zusätzen  von  Selnecker
und  einer  andern  Hand,  Wolf.  2  Oct.  1571;  vgl.  Planck  V,  2  8.585
und  587,  Bl.140  N.  Selnecker  an  den  Kurf.  v.  Sachsen,  Wolf.
3  Oct.  1571,  Copie;  vgl.  Planck  V,  2  8.585.  Bl.144  Steph.  Notnagel
  an  S.,  Onoldinae  4  Nov.  1571;  mit  Beilage  (Bl.146/7  Briefauszüge).


Bl.150  N.  Selnecker  an  den  Kurf.  v.  Sachsen,  Wolf.  21  Dec.
1571,  Copie  mit  eigenh.  Verbesserungen;  vgl.  Planck  V,  2  S.587  und
600.  Bl.154—176  “Schreiben  der  Sechsischen  Kirchen  wegen  der
beschuldigung  der  Confession,  so  der  Dressnischen  solte  entgegen
gesezt  sein  a.  (15)71.  Geschrieben  ad  Julium  prineipem,  a  quo
missum  est  hoc  responsum  Electori  Saxoniae  ad  demonstrandam
innocentiam  Chemnieii  et  Selnecceri’;  vgl.  Planck  V,  2  S.598.

B1.180—251  Briefe  1570—74:   B1.180  Seb.  Boetius  superintendens
  Halensis  Marco  Meningo  past.  Calbensi,  ex  Salinis  22  0ct.1570,  und
(B1.184)  Sigfrido  Saero  pastori  eollegii  Magdeb.,  ex  Salinis  26  Juli  1570;
Copien.   BI.186  Joh.  Petreius  an  S.,  21  Juni  1570.   BI.188  Jac.
Andreae  an  S.,  Tubingae  21  Dec.  1570.  Bl.191  Lucas  Osiander
an  S.,  Stutgardiae  in  die  Joh.  Ev.  1570.  Bl.193  Jac.  Andreae
an  S.,  Esslingae  3  Sept.  1571.  B1.195  Selnecker’s  “Excerpta  ex
epistula  Liemairi  (?)  ad  M.  Nieolaum  praeceptorem  comitis  a  Lippa’.
Bl.196  David  Socrus  an  S.,  Burgellis  die  Galli  (15)71.  Bl.198
bis  203  Brief  an  S.,  Orig.  (die  Unterschrift  ist  ausradiert),  Witebergae
19Junii.   BI.204  Dan.  Graeserus  an  S.,  Draesdae  6  Aug.  1571.
Bl.206  Bas.  Unger  an  S.,  Bartholomaei  1571.   BI.208  Jac.  Andreae
an  S.,  Stutgardia  17  Jan.  1571.  Bl.210  Fr.  Widebramus  an  S,.,
Witeb.  18  Jan.  1571.  bl.213  Jac.  Andreae  an  S.,,  Tub.  11  Febr.
1571.  Bl.215  Seb.  Boetius  an  S.,  ex  Salinis  Sax.  7  Oct.  ohne
Jahr.  Bl.217  Christophorus  Fischer,  servus  Christi  in  Hennenbergin.
  ditione,  an  S.,  Meiningae  3  Dec.  1571.   Bl.219  Jac.  Andreae
an  S.,  Esslingae  16  Nov.  1571;  (Bl.221)  Tub.  29  Martii  1571,  vgl.
Planck  V,  2  8.587.  bB1.223  Dan.  Graeserus  an  S.,  Dresen  26  Nov.
1571.  Bl.225  Christopherus  Vischer  der  Elter  an  einen  Fürsten,
Schmalkalden  17  Julii  (15)71,  Copie.  Bl.  229  Joh.  Petreius,  pastor
superattendens  ecel.  Mulhusinae  in  Thuringia,  pridie  Palmarum  1572.
Bl.231  Huld.  Mordeisen  an  S.,  Dresde  8  Apr.  (15)72.  Bl.233
Dan.  Graeserus  an  $.,  Dresen  am  Ostermontack  1572;  vgl.  Planck  V,
2  8.6093.  B1.235  Jac.  Andreae  an  S.,  Esslingae  2  Febr.  1572.
Bl.237  Dan.  Greyserus  (Graeserus)  an  S.,  Dressdae  16  Apr.  1574;
(Bl.238)  Dr.  9  Febr.  (1574),  vgl.  Planck  V,  2  8.620;  (B1.239)  Dr.
28  Jan.  1574.  Bl.240  Ben.  Thalman  “studiosis  theologiae  s.’,
Witeb.  in  festo  Michaelis  1573  die  29  Sept.  Bl.244  Hector  Frideriei
an  S.,  Cellae  16  Nov.  1573.  Bl.246  Dan.  Greyser  an  S.,  Dresen
28  Apr.  1574.  Bl.248  N.  Selneecerus  “Magnifice  d.  Rector’,  ad
        <pb n="459" />
        Theol.250  BandI  453

candelam  Lips.  20(?)  Febr.  1574,  Abschrif.   BI.250  Dan.  Greyser
an  S.,  Dressen  3  Apr.  1574.

B1.252  Verhandlungen  zu  Torgau  mit  Widebram  ete.,  5—7  Juni
1574,  Concept  S.’s.  B1.254—258  Selneccerus  an  den  Kurf.  v.
Sachsen,  Leiptzig  11  Junii  1574,  Copie.

B1.262—274  “Fundamentum  doctrinae  de  communione  idiomatum  .
Lipsiae  21  Jan.  1574,  Concept  von  Selnecker.

BI.  277  Erklärung  der  “Oberlendischen  unnd  Schwebischen  Kirchen
Theologi’,  dass  sie  sieh  dem  Abschiede  des  Convents  von  Zerbst
(1570)  anschliessen,  mit  zahlreichen  Unterschriften  auf  B1.282—293,
Copie;  am  Schluss  stimmt  N.  Selneccerus  ‘suo  et  snorum  superint.
et  pastorum  omnium  nomine’  der  Erklärung  zu  (eigenh.),  Wolferbyti
10  Dee.  1571.  Bl.293b  —296  Copien  von  derselben  Hand:  B1.293b
“Aus  der  Nottel  des  Vertrags  zwischen  M.  Görg  Kargenn,  Super.  zu
Alınspach,  unnd  den  Predigern  in  der  Margraffschafft  daselbstenn,
den  31  Oet.a.  (15)70  auffgericht’,  mit  vielen  Unterschriften:  B1.294b
Marggraff  Hans  zu  Brandenburg  an  Jae.  Andreae  1  Jan.  (15)71,  Auszug;
  Bl.295  Rup.  Dürr  Jacobo  Andreae,  Phorrae  5  Sept.  0)  1571;
Bl.295b  Hartm.  Beyer  Jacobo  Andreae,  Francoford.  3  Oet.  1571.

Bl.296b  N.  Selneecerus  Jacobo  Andreae,  Lipsiac  19  Jan.  1577,
Concept,  eine  Seite.

B1.302—341  .  Akten  vom  Convent  zu  Lichtenberg:  B1.302—  304
Augustus,  Churfürst  (von  Sachsen),  “Propositio’  an  die  (zu  Lichtenberg)
  versammelten  Theologen,  Annaburgk  13  Febr.  (15)76,  Original
mit  Siegel;  vgl.  Planek  VI  (1800)  S.439.  B1.307  "Excerpt  aus  der
Chur-  und  Fursten  wechselschrifften’  (aus  Briefen  von  Kurf.  August
von  Sachsen,  Johann  Georg  von  Brandenburg,  Markgraf  Georg
Friedrich  von  Brandenburg,  Landgraf  Wilhelm  von  Hessen,  Graf
Georg  Ernst  zu  Henneberg,  1576),  von  S.  geschrieben;  vgl.  Planck  VI
446.   BI.309b  “Summa  votorum’  der  in  Liehtenberg  bis  zum  18  Febr.
1576  versammelten  Theologen,  Protokoll  von  S.s  Hand;  ausführlich
wiedergegeben  bei  Heppe  T1  85,  vgl.  auch  Planck  VI  444.  Bl315
“Originale  protocollum  des  ersten  schreibens  (der  in  Lichtenberg  versammelten
  Theologen)  an  Churf.  Durchl.  zu  Sachsen’,  (Tebr.  157  6),
Concept  von  Selnecker’s  Hand;  vgl.  Planck  VI  444.  B1.324  und
Bl.326  zwei  gedruckte  Programme,  das  erste  von  dem  Reetor  acad.
Witeb.  Johannes  Bugenhagius,  in  natali  Christi  1576,  das  andere  (zu
Bl.328  gehörig)  von  Paulus  Or  ellius,  2  Martii  1576.   BIl.328  Die  zu
Lichtenberg  versammelten  Theologen  an  den  Kurfürsten,  17  Febr.  1576,
Concept  Selnecker’  s;  B1.330  Copie  davon,  darunter  von  S.’s  Hand
die  Namen  der  Theologen.  B1.334  Schriftstück  ohne  Sehluss,  mit
Correeturen  von  Selnecker.

B1.342—361  Akten  der  Commission  in  Torgau  zur  Untersuchung
der  Lehre  B.  Freihub’s,  Professors  in  Leipzig:  Bl.342  “Judieium
(P.)  Crellii  de  dietatis  Freyhufii’,  Torgae  9  Mai  15706.  31.350
P.  Crellius  und  4  andere,  darunter  S.  an  den  Kurfürsten,  Torgau
)  Maii  1576,  ebenfalls  über  Freihub’s  Dietate.  51.353  Binigung
derselben  Theologen  mit  Andreas  Freihufius,  mit  6  Unterschriften,
Concept  Selneeker’s.  B1.356  Kurfürst  August  an  die  Theologen
in  Torgau,  Annaburg  11  Maii  1576,  Antwort  auf  B1.350,  Copie.
        <pb n="460" />
        454  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.358  Andreas  Freyhuebe  an  den  Kurfürsten,  Leipzigk  23  Mai  1576,
wohl  Abschrift.

B1.364—416  Akten  vom  Convent  zu  Torgau  1576:  Bl.364  bis
406  Excerpte  aus  Luther,  den  Bekenntnissschriften  ete.,  grossentheils
von  S.’s  Hand,  wohl  für  den  Convent  in  Torgau  1576  zusammengeschrieben.
  Bl.408  Proposition  des  Kurfürsten  August  für  den
Convent  in  Torgau,  28  Mai  1576,  Copie  vonS.   BI.410  Die  Theologen
in  Torgau  an  den  Kurfürsten,  7  Junii  1576,  Abschrift,  am  Schluss  sind
von  S.  die  Namen  der  Unterzeichner  nachgetragen.  Bl.414  "Qui
sacro  nostras  .  .,  14  Distichen  an  Christus,  (Juni  1576).  Bl.415
Die  Theologen  an  den  Kurfürsten,  Torgaw  7  Junii  1576,  Copie,  die
Unterschriften  von  S.  geschrieben.

BandII  Tom.  Pars  1’  =  Bl.1—314.

Bl.1  Inhaltsangabe  für  BandII  und  IH,  von  Selnecker’s  Hand.

B1.2—81  “Literae  ad  conventum  Erfordensem  1581’  (Copien,  wenn
nichts  anderes  angegeben  ist):  Bl.2T.Kirchner,  N.  Selneccerus
und  M.  Chemnitius  an  die  drei  weltlichen  Kurfürsten  (Pfalz,  Sachsen,
Brandenburg),  ohne  Datum;  die  Unterschriften  von  S.s  Hand.
Bl.8  Dieselben  an  den  Kurfürsten  (von  Sachsen),  Erfurt  8  Dec.
1581.  Bl.10  Excerpte  aus  den  Kirchenvätern  über  Maria’s  Jungfräuliche
  Geburt  “Lutherus  ergo  non  est  auctor  huius  sententiae’,
Bl.12  Augustus  Churfürst  an  S.,  2  Jan.  1581,  Orig.  Bl.15  Die
kursächs.  Abgeordneten  (in  Jena)  Jul.  Myeillus,  Joach.  Wahl,  T.  Kirchnerus,
  Jac.  Andreae,  M.  Kemnitius  an  die  Kurfürsten  (von  Sachsen
und  von  der  Pfalz?),  31  Nov.  1580.  Bl.20  August  von  Sachsen
an  Kurpfalz,  Dresden  16  Jan.  1581.  Bl.22  Augustus  v.8.  an  S,.,
15  Juni  1581,  Orig.  Bl.23  Extraet  aus  des  Kurf.  von  der  Pfalz
(Ludwig  VJ)  Schreiben,  Embs  7  Maii  1581,  und  aus  August’s  Antwort,
  Dresden  18  Junil  1581.  Bl.26  Kurf.  Augustus  an  S.,  Weyda
4  Sept.  1581,  Orig.  Bl.29  “An  Pfalzgraffen  Ludwigen  Churf.  bey
Rhein  inn  beider  Churfursten  Sachsen  unnd  Brandenburg  Nahmen’,
31  Maii  1581.  Bl.35  Kurfürst  Ludwig  von  der  Pfalz  an  Kursachsen,
  Heidelb.  30  Junii  1581;  (B1l.38)  an  Sachsen  und  Brandenburg,
  Heidelb.  18  Julii  1581,  und  (Bl.42)  Antwort  von  August  und
Johann  Georg,  Colditz  31  Aug.  1581.  Bl.47  Ludwig  an  Kursachsen,
  Friedrichspuhell  23  Sept.  1581,  und  (Bl.51)  an  die  Kurf.  von
Sachsen  und  Brandenburg,  Neuenschloss  30  Sept.  1581.  B1.54
Kurf.  Augustus  an  S.,  Dresden  13  Oct.  1581,  und  (Bl.56)  Dresden
1  Nov.  1581,  Originale.  Bl.57  Herzog  Julius  von  Braunschweig
an  die  Kurf.  von  Sachsen  und  Brandenburg,  Heinrichsstadt  3  Oct.
1581.  bBl.61  Schreiben  eines  Fürsten,  29  Nov.  1581.  B1.66
Herzog  Ludwig  von  Württemberg  an  Ludwig  Kurfürsten  bei  Rhein,
Stutgartten  4  Juli)  1581.  Bl.70  Kirchner,  Selnecker  und  Chemnitius
  an  den  Kurf.  von  Sachsen,  Erfurd  9  Nov.  1581,  Concept
Selnecker’s.  Bl.71  Kurf.  Augustus  an  Kirchner,  Selnecker,
und  Chemnitius,  Libenwerda  18  Nov.  1581,  Orig.  Bl.72  Derselbe
an  Stadhalter  und  Rethe  zu  Weimar,  Libenw.  18  Nov.  1581.   BI.73
Kirehner,  Chemnitius  und.  Selnecker  an  dieselben,  Erfurd
1  Dec.  1581,  Abschrift  Selnecker’s.  Bl.74  Stadthaltter  und  Räthe
zu  Jena  (unterz.  Johan  Stromer)  an  Selnecker,  Kirchner  und
Chemnitius,  Jhena  2  Dec.  1581,  Antwort  auf  Bl.73,  Orig.  B1.80
        <pb n="461" />
        Theol.250  Band  II  455

Selnecker  und  Chemnitius  an  die  Kurf.  von  Sachsen  und  Brandenburg,
  Erfurt  8  Dee.  1581,  Concept  S.’s.

B1.82—154  "Quae  in  illo  (conventu  Zrfordens?)  notata  sint,  et  in
Apologia  manu  mea  scripta’,  lauter  Concepte  von  8.’s  Hand.
Darunter  Bl.133—1383  “Ex  autographo  D.  Frid.  Myeonii:  Actio  de
Concordia  cum  Concionatoribus  superioris  Germaniae  qui  Witebergae
convenerunt  a.1536,  21  (—25)  Mai”.  DB1.142/4  Regesten  aus  Briefen,
besonders  die  Vereinigung  zwischen  Lutheranern  und  Zwinglianern
betr.,  1529—34.

Bl.155  Leonh.  Fritzsch  an  S.,  Weimar  28  Dec.  (nach  1570).

Bl.  157—297  “Ex  cancellaria  Vinariensi,  varia  et  bona’,  zum  Theil
mit  kurzen  Bemerkungen  S.’s  verschen;  vielfach  ist  über  Namen
“N.N.’  gesetzt,  so  dass  es  scheint,  als  ob  diese  Stücke  für  den  Druck
bestimmt  gewesen  seien:  Bl.  157  "Ermahnung  M.  Buceri  an  seine
Gesellen,  das  sie  sich  der  Formulae  Conecordiae  2.1536  underschreiben
sollen’,  “Witebergae  geschehen”.  Bl.159  “Copei  des  Hn.  Phil.
Melanchtonis  schrifft..  an  einen  vom  Adel.  .  von  dess  hern  Nachtmahl...
  ex  vero  originali.  .’;  unvollständig  (aus  einem  Druck)  gedruckt
  im  Corpus  Ref.IIl  619.  BI.161  “Philippi  (Melanchthonis)
bedencken,  wie  dem  Röm.  König  zu  antworten’;  gedr.  aus  dem
Weimarer  Archiv  im  Corp.  Ref.Il  781.  Bl.163  Kurfürst  Johann
Friedrich  von  Sachsen  an  König  Ferdinand,  Torgaw  28  Aug.  1539
(aussen,  BI.168b,  1534)  "von  wegen  der  Zwinglischen  Secten  .  ..
Bl.171  Ph.  Melanchthon  an  Herzog  Johann  Friedrich  von  Sachsen,
des  Kurfürsten  Sohn,  Witeb.  (14  Mai  1529);  gedr.  Corp.  Ref.I  1064
aus  dem  Weim,  Archiv.  Bl.173  “Ph.  Melanthonis  schriftlich  bedencken
  .  .  (1529);  gedr.  Corp.  Ref.I  1066  aus  dem  Weim.  Archiv.
B1.175  Kurfürst  Johann  (der  Beständige)  an  Mel.,  Weimar  (19  Mai)
1529;  gedr.  Corp.  Ref.I  1071  aus  dem  Weim.  Archiv.  Bl  177
“Bekentnus  derer  von  Strassburg  das  Sacrament  betr.”.  Bl.  179
Melanchthon  und  Brentius  an  den  Landgrafen  Philipp,  1530,
“ex  autographo  D.  Philippi’,  wohl  nach  dieser  Abschrift  gedr.  in
(Selnecker’s)  Gründl.  Warh.  Historia  von  der  Augsp.  Confession  (1584)
S.110;  mit  dem  Datum  11  Juni  1530  gedr.  C.  Ref.  II  92,  nicht  aus
dem  Original.  Bl.184  “Extraet  aus  des  Churfürsten  zu  Sachsen
(Johann’s)  Antwordt,  Dienstags  nach  Bartholoney,  den  beyden
Graffen  von  Nassaw  undt  Neuenar  gegeben  1531”.  Bl.187  “Extract
  aus  der  Schmalkaldischen  Bundtstende  Abschiedt  uff  dem  tage
zu  Schmalkalden  den  4  Aprilis  2.1531.  DBI.189  König  Ferdinand
“die  Zwinglische  Seet  belangend’  (an  den  Kurfürsten  von  Sachsen),
Prag  15  Aug.  1534.  Bl.191  “Wie  weit  wir  Prediger  zu  Augspurg
unnd  die  zu  Strasburg  mit  D.  Luthernn  «des  Nachtmals  halben  eins
sein  unnd  wie  weit  nicht’  1533.  B1.  207  Doctor  Martinus  (Luther’s)
schrifft,  darinnen  er  die  Bundtuusz  widerreth”.  Bl.211  "Caesari
seribendum’.  Bl.213  “Copei  Conr.  Pellicani  schrift  1536  de
Buceri  infideli  relatione”.  B1.215  “Copei  des  Churfürsten  (Johann
Friedrich)  zu  Sachsen  schreiben  an  Landgraffen  (Philipp)  des  Coiloquii
  halben  zu  Cassel  mit  Bucero  de  sacramento  gepflogen  1535’,
Wittenbergk  Mitwoch  nach  eonversionis  Panli  a.1545  (statt  1595).
Bl.219  “Copey  Churf.  Befehlichs  an...  D.  Brucken.  3  Mail  15306”.
B1.222  Melanchthon,  “De  potestate  et  primatu  papae';  Bl.231  "De
        <pb n="462" />
        456  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

potestate  et  iurisdietione  episcoporum’  (1536/7);  gedr.  C.  Ref.  III  271
aus  dem  Weim.  Archiv.  Bl.237  “Furhaltung  den  Hn.  Theologen
Ihrer  Uneinigkeit  halben  ete.  in  Beisein  des  Churf.  zu  Sachsen  durch
den  Alten  D.  Brucken  zu  Wittenbergk  geschelien  1537’;  von  S.  bezeichnet
  als  “Electoris  (Joh.  Friedrich’s)  delineatio  quid  ...  cum
Ph.  M(elanchthone),  Crucigero  et  caeteris  in  consilium  adhibendis
Luthero  et  Pomerano,  D.  Pontani  consilium  et  manus’;  gedr.  im
C.  Ref.  III  565  (5  Mai  1537)  aus  dem  Weim.  Archiv  (nach  einer  andern
Hs.  als  dieser  Copie,  wie  der  Titel  zeigt;  auch  ist  ein  Zusatz  in  der
Hs.  gemacht,  der  im  Drucke  fehlt).  Bl.243  Fratres  ecelesiae  Venetiarum,
  Vicentiae,  Tervisii  an  Luther,  Venetiis  6  Kal.  Dec.  1542,  “ex
vero  originali’;  vgl.  Burkhardt,  Luthers  Briefwechsel  (1866)  8.419.
Bl.246  “Zettel  (des  Kurfürsten  Johann  Friedrich)  an  D.  Brugk’
1544.  Bl.249  Gregorius  Brugk  (Pontanus)  an  den  Kurfürsten,
Wittenb.  Dinstags  nach  Anthony  1545;  gedr.  CO.  Ref.V  660  aus  dem
Weim.  Archiv.  Bl.255  “Extract  aus  des  Landgraffen  (Philipp)
schreiben  an  Churf.  1545,  das  man  sol  ein  bündnis  mit  den  Schweizern
machen  .  ..  Bl.257  Kurf.  Johann  Friedrich  an  Bruck,  Lochau
Donnerstags  Elisabet  1545  “des  bevorstehenden  Colloquii  halben;
Buceri  rhat  einigung  halben  mit  den  Schweitzern  wird  getadelt”.
Bl.261  °D.M.  Luther’s  bedencken  uff  Ph.  Melanchtons  und  des
Bucers  underrede  und  handlung  zu  Cassel  das  hoclhw.  Sacrament
belangende  1535.  Ex  vero  originali’.  Bl.263  “Extract  aus  des
Hn.  Philippi  Melancht(hon)  Ratschlag  und  Bedencken  von  den
Streittigen  Religions-Punceten  und  hendeln  ungeferlich  2.1536  in
Franckreich  geschikt’,  wie  es  scheint  nicht  im  Corp.  Ref.  Bl.265
Extract  eines  Schreibens  von  Johann  Friedrich  an  Landgraf  Philipp,
April  1545,  “Zürchische  bucher  nicht  feil  zu  haben  .  ’,  und  (B1.267
und  268)  2  Schreiben  an  denselben  von  1545.  Bl.271  Bedenken
der  Wittenberger  Theologen  (März)  1545  (an  Johann  Friedrich),  gedr.
Corp.  Ref.  V  719  aus  dem  Weim.  Archiv.  Bl.277  Die  Univ.  Wittenberg
  an  Johann  Friedrich  “D.  Lutliers  wegwendung  halben  von
Wittenberg’,  1  Aug.1545.  BI1.281  Excerpte  Selnecker’s  aus  Briefen,
besonders  1530—61.  Bl.291  Gr.  Bruck  (Pontanus)  an  Johann
Friedrich,  (24  April)  1545,  mit  Beilage;  gedr.  Corp.  Ref.V  739—745
aus  dem  Weim.  Archiv.

Bl.299—312  Briefwechsel  des  Myconius  (Mecum);  Abschrift  des
Cod.  Melıneri  1  in  Gotha,  den  Bretschneider  Corp.  Ref.I  Sp.  XCVU
eitirt,  Bl.1  bis  etwa  17  (wie  aus  den  Citaten  zu  den  Briefen  Melanchthons,
  die  sämmtlich  im  Corp.  Ref.I  und  II  gedruckt  sind,  hervorgeht);
  der  Text  bricht  Bl.312b  mitten  im  Satze  ab.  Es  sind  Briefe
von  Brentius  (1530),  Casp.  Crueiger  (0.  J.),  J.  Jonas  (2:1528  und
1537),  W.Lincus  (1535),  Luther  (9:1525—  37),  Melanchthon
(17:  alle  ohne  Jahr)  J.  Menius  (2:1525  und  1529),  Myconius
(5:1524—42),  Jo.  Spangenbergius  (1530),  Jo.  Stigelius  (2:  1534),
Franeiscus  cancell.  eleetoris  ab  Isenaco  (2:  1535  und  1540)  und  einer
ohne  Namen  (1535).

Bl.313  Die  Geh.  Räthe  zu  Dresden  an  S.,  16  Jan.  1582,  Orig.

BandIII  ‘Tom.  Pars  2°  =  Bl.316  —  583  (Bl.347—350  fehlen).

Bl.316—417  ‘Litterae  ad  conventum  Brunsvicensem  1582’  (wo
T.  Kirchner,  Chemnitius  und  Selnecker  versammelt  waren  im  Auf-
        <pb n="463" />
        Theol,250  Band  II  und  III  457

trage  der  Kurfürsten  von  Brandenburg,  Sachsen  und  der  Pfalz):

Bl.5816  Kurfürst  Augustus  von  Sachsen  an  S.,  Dresden  26  Apr.,
Orig.  B1.320  Derselbe,  zugleich  im  Namen  des  Kurf.  von  Brandenburg,
  an  Hz.  Ulrich  von  Mecklenburg,  Dr.  23  April.  Bl.323  Kurfürst
  Ludwig  von  der  Pfalz  an  Sachsen  und  Brandenburg,  Heidelberg
  19  Febr.  Bl.325  “Observationes  quaedam  in  Apologiam
Formulae  ÜOoncordiae’.  B1.329  Kurfürst  August  an  Hz.  Julius
von  Br.-Lün.,  Dr.  24  Apr.  Bl.335  T.  Kirchner,  M.  Kemnieius,
N.  Selneccerus  an  Herzog  Julius,  Braunschw.  12  Mai,  Concept
Selnecker’s.  Bl.336  T.Heshusius  an  die  3Theologen,  Schoningae
12  Juni.  Bl.338  Die  3  Theologen  an  die  Regierung  in  Braunschweig,
  Br.  15  Juni,  Copie.  Bl.340  Ulrich  Hz.  zu  Meckelnburgk
an  die  3  Theologen,  Wulffenb.  19Mai,  Orig.   Bl.341  Dav.  Chytraeus
an  Ulrich  von  Mecklenburg,  Rostock  12  Mai,  Orig.  Bl.345  Herzog
Ludwig  von  Wirttemberg  an  die  3  Theologen,  Stutg.  20  Mai,  und
Bl  346  deren  Antwort,  Br.  28  Mai,  Copien.  Bl.351  Die  Württemb.
Theologen  Eb.  Bidenbach  und  5  andere  an  die  3  Theologen,  Bebenhusii
  19  Mai,  und  Bl.353b—  354  deren  Antwort,  Copien.  Bl.358
Die  3  Theologen  an  die  Theologen  in  Wittenberg,  Br.  9  Juni,  und
Bl.361b  deren  Antwort,  W.  17  Juni,  Copien.  Bl.363  Augustus
an  ©.,  Dresden  21  Mai.  Bl.365  Die  3  Theologen  an  jeden  der
3  Kurfürsten,  Br.  2  Juli,  Copie.  B1.367—379  "Relatio  von  den
sachen,  so  in  conventu  Brunsvicensi  vom  21  May  an  biss  zu  ende

desselbigen  furgelauffen’,  Braunschweig  2  Juli.  Bl.383  Julius  von
Braunschweig  an  Tim.  Kirchner,  Heinrichstadt  17  Mai.  B1.385

Die  3  Theologen  an  Til.  Heshusius,  Br.  6Juni,  Concept  Selnecker’s.
Bl.387  Schein  von  T.  Heshusius,  7  Juni,  Copie.  Bl.388  Til.
Heshusius  an  die  3  Theologen,  Helmst.  1  Juni  und  (B1l.390)  Schoningae
  12  Juni,  Orig.   BIl.392  Die  3T'heologen  an  Heshusius,  13  Juni,
Concept  Selnecker’s  und  (Bl.393)  Zusatz,  Concept  Kirchner’s.
Bl.394  Aufforderung  der  Braunschw.  Regierung  an  die  3  Theologen,
sich  nach  Helmstedt  zu  begeben,  13  Juni,  Orig.  (Bl.396),  und  deren
Antwort  an  einen  der  Räthe,  Copie  (Bl.394);  vgl.  Bl.404.  B1.398
Herzog  Julius  an  Kirchner,  14  Juni,  und  B1l.400  Kirchner’s  Antwort,
  15  Juni,  Copien.  Bl.404  Antwort  an  die  Br.  Regierung  auf
das  Schreiben  B1.396,  15  Juni,  Concept  Selnecker’s.  B1.406
Polyec.  Leiser,  Ummendorf  22  Juni,  und  BI1.408  Andreas  v.  Meiendorf,
  Johannis  1582,  an  die  drei  Theologen;  Bl.410  deren  Antwort
an  Meiendorf,  25  Juni;  Bl.412  Meiendorf  an  Jac.  Godfridi  in  Braunschweig,
  Ummendorf,  27  Juni:  alles  Copien.  Bl.414  Kireliner
und  Kemnitius  an  den  Kurfürsten,  Br.  olme  D.,  Copie.

B1.418—582  Concept  Selnecker’s  "Quwid  in  historia  Confessionis
Augustanae  scripserim  .  ..  1521  —  Ende  1561.  Entwurf  zu  dem  1584
in  fol.  gedruckten  Werke  “Gründliche  Warhafftige  Historia  Von  der
Angsp.  Confession,  wie  die  Anno  1530.  geschrieben,  Keyser  Carolo
übergeben  .  .  deducirt  bis  zum  ende  desz  1561  Jhars:  .  .  Gestellet
durch  etliche  hiezu  verordnete  Theologen’.  Kingeschaltet  (Copien
von  anderer  Hand):  B1.423/5  Der  Kurfürst  (Johann)  an  Luther,
Jonas,  Pomerauus  und  Melanehthon,  Torgau  (i4  März)  1530:  gedr.
Corpus  Ref.  II  25  aus  dem  Weim.  Archiv,  mit  einer  Nachsehrift,  die
in  dieser  Ns.  fehlt;  Bl.451/8  Fr.  Myeonius  Vito  Diterich  ad
d.  Sebaldum  Nurmbergae  pastori,  Gothac  1536  dom.  Trinitatis.
        <pb n="464" />
        458  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

BandIV  Tom.  HI  P.1’  -Bl.1—466.

Bl.1—257  (ohne  Titel)  Refutatio  Irenae).  Gründlicher  Bericht...
Gestellet  durch  etliche  hierzu  verordnete  Theologen.  .1583.  Copie  mit
einigen  Correeturen  und  Zusätzen  verschiedener  Hände,  die  in  den
Druck  von  1583  (dem  der  obige  Titel  entnommen  ist)  aufgenommen
sind.

B1.260—328  Schriftstücke  über  die  Apologie  des  Concordienbuches,
1582:  Bl.260  Hz.  Julius  an  den  Kurf.  zu  Sachsen  (und  die  andern
beiden  Kurf.),  Heinrichsstadt  29  Aug.   BI.267  Augustus  an  Selnecker,
Lichtenberg  8  Oct.,  Orig.  Bl.269  Kursachsen  und  -Brandenburg
an  Kurpfalz,  8  Oct.  Bl.274  Die  Rostocker  Theologen  an  T.  Heshusius,
  B.  Satler  und  D.  Hofman  in  Helmstedt,  Nov.  B1.280
Augustus  Churfürst  an  S.,  Lichtenbergk  30  Nov.  und  (Bl.  283)
10  Dee.;  Originale.  B1.285  Graf  Johann  Günther  von  Schwarzburg-Sondershausen
  an  S.,  Sondersh.  27  Dec.,  Orig.  B1.289—328
“Bedencken  ..  zum  teil  aus  der  von  Pfalz  ubergebenen  schrifft,  zum
teil  aus  der  Churf.  abgesandten  Votis  zusammen  verfasset,  wie  nemlich
den  Helnst.  Theologen  anff  ire...  Generalnotationes  zu  antworten  .  ..

B1.332—466  Akten  vom  Colloguium  zu  Quedlinburg  1583  zwischen
den  Theologen  des  Hz.  Julius  von  Braunschweig  und  denen  der  Kurfürsten
  von  der  Pfalz,  von  Sachsen  und  Brandenburg;  Copien:
Bl.332—339  Quedlinburger  Abschied,  31  Jan.  B1l.343—368  “Ursachen
und  gründtlicher  beweisz  der  f.  Braunschw.  Theologen,  das...  ein
semeiner  Synodus  unter  den  Theologen  Augsp.  Conf.  ...  zu  rathen
und  zu  befördern  sein’,  praes.  18  Jan.;  eingeschaltet  Bl.361/3  eine
Beilage,  pr.  18  Jan.  Bl.374—424  “Bericht  uff  die  14  Ursachen
(Bl.343  ff)  der  f.  Braunschw.  Theologen  .  .;  und  B1.428  “Bericht  auff
die  Beylage  (Bl.361/3)  .  ..  Bl.435/9  “Ob  der  streit  de  generali
ubiquitate  corporis  Ch.  in  der  Apologia  Form.  Conc.  genugsam  deecidirt
  sey’,  von  den  Braunschw.  Theologen.  B1.445—  450  Resolution
(derselben,  “Ob  wir  wegen  der  Ubignitet...  etwas  desideriren’,  uberschen
  16  Jan.  Bl.455  “Bericht  (der  kurf.  Theologen)  ..  ob  der
streit  de  generali  ubiquitate  Christi  in  allen  creaturen  in  der  Apologia
gsenugsam  decidirt  sei’;  der  Schluss  stelt  im  Anfang  des  nächsten
Bandes.

BandV  °  "Tom.  III  Pars  2°  =  Bl.467—750  (auf  Bl.684  folgt  687).

Fortsetzung  der  Akten  vom  Colloguium  zu  Quedlinburg  zwischen
Kurfürstlichen  (Pfalz,  Sachsen,  Brandenburg)  und  Braunschweigischen
Theologen  1583;  ausser  B1.623—684  Copien.

Bl.467  Schluss  zu  IV  B1l.455  —  466.  B1.473—482  Die  kurf.
Theologen,  “Bericht  auff  die  schrifft  der  f.  Braunschw.  Theologen  ..,  was
sie  an  den  beiden  Articulis  libri  Concordiae  de  persona  Christi  et
sacra  coena  desideriren’,  ubergeben  den  19  Jan.  Bl.487—525  “Antwort
  der  Braunschw.  Theologen  auff  der  Chnrf.  Theologen  ..  Bericht
de  generali  ubiquitate  corporis  Christi  in  allen  creaturen,  praes.  den
27  Jan.’,  die  conv.Panli  (25  Jan...   Bi.530—546  Schriftder  Braunschw.
Theologen,  ubergeben  den  27  Jan.   B1.553—587  Der  Kurf.  Theologen
“Gegenbericht  auff  die  andere  schrifft,  so  die  f.  Braunschw.  Theologi

.  den  27  Jan.  .  .  übergeben’.  Bl.591  Derselben  "Gegenbericht
auff  die  andere  schrifft  der  f.  Braunschw.  Theologen,  in  welcher  sie
sich  abermals  erkleren,  was  sie  an  beiden  articulis  libri  Concordiae
        <pb n="465" />
        Theol.250  Band  IV  —256d  459

von  der  person  Christi  und  h.  Abentmal  fur  mangel  haben,  den
27  Jan...  übergeben’.  Bl.609/10  “De  his  consentiunt  Theologıi
ufriusque  partis?.  B1.612—620  Bericht  der  Kurf.  Theologen  an
die  3  Kurfürsten,  Quedl.  31  Jan.   BI1.623—628  und  647—684  (diese
Bl.  haben  nur  die  halbe  Breite  wie  sonst)  Notizen  aus  den  Verhandlungen,
  Concept  Selnecker’s;  darin  ein  Blatt  (664)  von
anderer  Hand  “Status  adversariorum’.  Bl.687—  750  “Collogquium
inter  trium  Electorum  et  dueis  Julii  Brunsv.  Theologos  Quedlinburgi
a.  Ch.1583°,  zuerst  die  Namen  der  Theilnehmer,  dann  ausführliches
Protokoll  vom  7—12  Jan.  (Schluss  fehlt).

The0l.253  22Bl.zu20:16em  16  Jahrhl.

Schriftstücke  betr.  den  Wittenbergischen  Catechismus  (Ch.  Pezel’s)
von  1571;  Abschriften.

Bl.1  Nie.  Selneccerus  an  Dan.  Greyssern,  Super.  zu  Dresden,
Wolffenbüttel  25  Apr.  1571.  Bl.11  Mart.  Kemnitius,  Super.  in
Braunschweig,  Br.  1  Apr.  1571.  Bl.17  "Index  Cinglianorum  quorundam
  errorum,  qui  in  Catechesi  nova  Witenbergensi  continentur”.

The01.255   68Bl.  zu20:16em  17  Jahrh.

“Jacob  Böhm,  Von  den  h.  Testamenten  unsers  herrn  Jesu  Christi
zwey  Büchlin...  Im  Jahr  1624’;  am  Schluss  (Bl.68)  "Amen  1623’.
(Abschrift).

Mit  dem  Drucke  (Amsterdam  1682)  fast  wörtlich  übereinstimmend.

The0l.256  127  Seiten  zu  17:111/,  cm  17  Jahrh.

S.1  "Major  Catechesis  Racoviana’,  in  der  Fassung,  wie  sie
bei  N.  Arnold,  Religio  Sociniana  (1654)  gedruckt  ist;  die  erste,  dureh
H.  Moscorovius  verfertigte  lateinische  Ausgabe  dieser  Bekenntnissschrift
  war  1609  erschienen.  S.107  "Sunma  Professionis  Doctrinae
de  uno  vero  deo  ...  per  ministros  ecelesiae  Claudiopolitanaec  aliosque
  .  .  pastores  in  Transylvania  et  Hungaria  in  hac  doctrina  .
consentientes.  Claudiopoli  1570°,  wahrscheinlich  Abschrift  eines
Drucks  (vgl.  S.110  “eaım  typis  expressam  hac  de  causa  voluimus’).
S.123  “  Vatieinium  pii  ac  sancti  abbatis  Joachimi  in  7.  concione  super
prophet.  Danielem:  Neglexit  nunquam  coetus  ..,  11  Distichen.
5.124  “Majoris  Catecheseos  Racovianae  Epitome”.

Auf  dem  Vorsetzblatte  steht  “Aus  der  Gudtlerischen  (?)  Auction
erstanden  d.  16  Jun.  1767.  v.E.

Theo0l.256b  92  Bl.zu  20:16'/;,cem  von  zwei  lländen
geschrieben,  deren  zweite  Bl.46b  beginnt  17  Jahrh.

Ernst  Soner,  (socinianischer)  Katechismus.

Bl.1  “Von  dem  Weg  zur  Seligkeit,  das  erste  Buch  des  Catechissmi,
von  dem  erkändtnusz  Gottes  und  dess  Menschen’.  Bl.31b  "Das
ander  Buch  ...  von  dem  Erkentnus  Christi,  oder  Gottes  in  Christo’.

Die  6  letzten  Kapitel  dieses  Katechismus  (B1.781T  der  Ils.)  finden
sich  gedruckt  bei  G.  G.  Zeltner,  Hist.  Crypto-Soeinismi  T  (1729)  8.820
bis  856.

The01.256d  430  Seiten  zu  27:18  em  1828
“Vorlesungen  über  Dogmatik  von  G.  C.  F.  Lücke,  Prof.  in
        <pb n="466" />
        460  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

Göttingen...  Sommersemester  1828’.  Sorgfältige  Nachschrift  von
L.  Schweiger,  aus  dessen  Nachlass  die  Hs.  1883  in  die  Bibliothek  kam.

Theol.256e  etwa  140  Bl.  in  einer  Kapsel  in  4°  1844

G.C.  F.  Lücke,  “Vorlesung  über  die  Einleitung  in  die  Dogmatik’,
Sonmer  1844,  Eigenhändiges  Collegheft;  am  Schluss  “geschlossen
am  6  Sept.  1844’.  1889  von  Frau  Geh.  Rath  Berthean  geschenkt.

Theol.256f  etwa  320  Bl.  in  einer  Kapsel  in  4°  1844

G.C.F.  Lücke,  “Commentar  zu  meinem  Grundrisse  über  die
Dogmatik  .  .  d.  1Nov.  1844’.  Eigenhändiges  Colleghefl.  1889
von  Frau  Geh.  Rath  Bertheau  geschenkt.

The01.257  1Bl.  +  135  Seiten  zu  22:18cem  17/18  Jahrh.

“Mutiani  de  Bath  equitis  Scoti  de  Verae  Religionis  Inventione
et  forma  Libri  VI..  Andraeopoli  in  Scotia  typis  Iodoci  Clasgo  1686’.

Ob  dies  Werk  im  Druck  erschienen  ist,  ist  sehr  ungewiss;  vgl.
J.  Vogt,  Catalogus  .  ..  libr.  rariorum  (1753)  S.75f  und  J.  F.  Reimmann,
Catal.  Bibl.  Theol.  (1731)  8.989  ff.

Aus  R.  A.  Fabrieius’  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Theol.259  I-+  223Bl.  zu  21:171),  em  1722

Michaelis  Serveti  Restitutio  Christianismi:  Sorgfältige  Abschrift
J.  L.  Mosheim’s  aus  einer  Abschrift  des  seltenen  Druckes  von  1553,
die  damals  La  Croze  besass.

Am  Rande  Besserungen  von  Maturin  Veissiere  La  Croze  (in
Abschrift)  und  von  Mosheim.  Uber  die  Vorlage  dieser  Abschrift
vgl.  J.  L.v.  Mosheim,  Anderweitiger  Versuch  einer  .  .  Ketzergeschichte
(1748)  S.344f,  wo  auch  das,  was  S.  Crellius  1720  in  jene  Hs.  eingeschrieben
  hatte  (was  hier  auf  Bl.Ib  copirt  ist),  abgedruckt  ist.
Der  Druck  von  1553  ist  1790  neu  herausgegeben.

Theol.260  IIIBl.  +  73  Seiten  zu20:16cm  18Jahrh.

“Fragment  d’un  ouvrage  de  Geofroy  de  Vall&amp;amp;e  dont  le  titre  est:
Le  flean  de  la  foi  ou  Ars  nihil  credendi’:  wahrscheinlich  Abschrift
aus  cinem  Druck.  Am  Rande  sind  die  Seitenzahlen  der  Vorlage
(97—115)  beigeschrieben.

Voran  Bl.I  und  II  Notizen  aus  Druckwerken  über  Valle&amp;amp;e  (oder
de  la  Vallee)  und  sein  Werk.

1775  von  Pastor  Reibenstein  zu  Isernhagen  geschenkt.

The01.260i  99Bl.zu23:17  cm  von  zwei  Händen  geschrieben
  1758

Cymbalum  mundi.  .  hoc  est  doctrina  ...  de  deo,  spiritibus,
mundo  .  .  superstitioni  paganae,  Judaicae,  Christianae  .  .  opposita.
Editio  secunda  ex  msetis  auctoris  Itali  aucta  ...  Eleutheropoli  1688
(corrigirt  aus  1788,  bei  Reimmann  hist.  atheismi  S.337  steht  1668).
Von  dem  Cymbalum  mundi  des  Bon.  des  Periers  ist  dieses  Werk
durchaus  verschieden.  Reimmann  glaubt  nicht,  dass  es  überhaupt
je  gedruckt  wurde;  auch  Joh.  Vogt  Catal.  libr.  rarior.  S.229f  nennt
keinen  Druck,  sondern  nur  Hften.  Von  der  Hand  Sam.  Chr.
Hollmann’s,  der  einen  Theil  abschrieb  und  die  Seitenzahlen  des
        <pb n="467" />
        Theol.  256  e  —  262  461

Originals  vermerkte,  liegt  eine  Notiz  über  die  Vorlage  dieser  Abschrift
  bei.  Kam  1787  aus  Hollmann’s  Nachlass  in  den  Besitz  Joh.
Beckmann’s  und  wurde  1816  auf  einer  Göttinger  Auktion  gekauft.

Theol.261  1Bl.  +  93  Seiten  zu20:16cem  18Jahrh.

“Msetum  de  Tribus  Impostoribus  Gallico  Sermone  exaratum
adeonorov  dvexdorov  et  longe  rarissimum’.

Es  ist  nicht  die  echte  Schrift,  sondern  die  Fälschung  in  französischer
  Sprache  “les  trois  impostenrs’  (vgl.  De  impostura  religionum  ..
hsg.  von  Genthe  1833  8.16—20;  De  tribus  impostoribus  ..  texte...
du  duc  de  la  Valliere  1861  S.XXX).

Voran  Bl.1b  Notiz  eines  Besitzers.

Andere  Abschriften  des  Werkes  sind  cod.  Hist.  lit.42  Bl.21;  43
Bl.37;  Theol.261e  Bl.1.

Theol.261e  XIVBl.+61  Seiten  zu  25'/;  :  181/,cm  (Bl.  VIII
bis  XIV  kleiner)  18Jahrh.

“Copie  du  fameux  livre  des  Trois  Imposteurs’,  dasselbe  Werk
wie  Theol.261;  am  Schluss  steht  “Permittente  d.  Barone  de  Hogendorf
descripsi  ...  ex  Autographo  Bibliothecae  ser.  prineipis  Eugenii  a
Sabaudia  A.1716°.

Voran  Bl.III  “Dissertation  sur  le  livre  des  Trois  Imposteurs’,  Abschrift
  eines  Theils  der  Reponse  &amp;amp;  la  diss.  de  Mr.  de  la  Monnoye,
die  in  Genthe’s  Ausgabe  "De  imposturis  religionum’  1833  S.30ff
abgedruckt  ist.  Bl.VIIT  ‘La  vie  et  L’Esprit  de  Mr.  Benoit  de
Spinoza  .  .  1719’,  Abschrift  der  ungezählten  Blätter  vor  der  unter
diesem  Titel  angeblich  durch  den  Arzt  Lucas  im  Haag  veranstalteten
Ausgabe  der  Schrift  Des  Trois  Imposteurs.

Auf  B1.I  bibliographische  Notizen,  von  Reuss  aus  dem  Leipziger
Litter.  Anzeiger  abgeschrieben.  1796  “ex  Bibliotheca  Nicol.  Stampeelii
  Hamburgi’.

Theol.262  49  Bl.  zu  201),  :131/,;,  cm  Einde  des  15  Jahrh,

Bl.1b  Epistola  translata  de  arabico  in  latinum  per  fratrem
Alfonsum  Boni  Hominis  Hispanum  ordinis  praedicatorum  que  est
epistola  quam  scripsit  Magister  Samuel  (Maroecanus)  Israelita  oriundus
  de  ceivitate  regis  Marochitani  ad  Rabi  Ysac  magistrum  Sinagoge
quae  est  in  Subiulmeuchta  (Segelmessa)  in  regno  pracdieto  (1339).
Voran  geht  des  Alfonsus  Widmung  "Reverendissimo  ..  Hugoni
Magistro  ..:  Cum  ego  proptcı  parvitatem  mean...   Bl.24  Unterschrift
  des  Schreibers  (aus  dem  Original  mit  abgeschrieben):  “[S]eriptum
per  me  Petrum  Remuldi  de  Confluencia  in  romana  euria  anno  dni
1452  die  vero  macurie  (!)  serta  (!)  deeima  mensis  Novembris’.

Über  das  Werk  des  Samuel  Maroccanus,  Übersetzungen,  Ausgaben
  etc.  vgl.  besonders  Steinschneider,  Cat.  libr.  hebracor.  in  Bibl.
Bodleiana  zu  10.7055.

B1.25  “Quot  sunt  dies  servi  tw  .  .  (Psalm.  118,  84—86)’  verba
sunt  ecelesiae  militantis  .  ..  Streitschrift  gegen  den  Koran
in  16  Capiteln  (Anfang  des  Kap.1  “Primo  igitur  oportet  seire,  qui  sunt
prineipales  errores  quos  lex  Saracenorum  pont‘);  doeh  fehlt  der
Schluss  (Cap.  14  Ende—Cap.  16).  In  der  E  inleitung  (B1.25b)  nennt
sich  der  Verf.  "minimus  in  ordine  pracdieatorum’  und  erzählt  “cum
        <pb n="468" />
        462  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

transissem  maria  et  deserta  et  pervenissemn  ad  famosissimam  eivitatem
  Saracenorum  Saldachim  .  .  ibi  pariter  linguam  et  litteram
arabicum  (so!)  didiei  et  legem  eorum  diligentissime  relegens  .  .  apprehendi
  perversitatem  praedicti  (so!)  legis  et  (so)  coneiperem  eam  in
latinum  transferre  .  ..  Diese  Stelle  ist  dann  (gleichzeitig  mit  der
Abfassung  der  Schrift  selbst?)  benutzt  zur  Anfertigung  einer  zweiten
kleineren  Einleitung,  die  dem  Ganzen  vorangestellt  ist  (Bl.25  oben):
“Venerabilis  et  religiosus  vir  frater  Matheus  de  Remagi  ordinis
praedicatorum  ..  hoc  opusculum  compilavit  ad  manifestandum  errores
ipsorum  inimicorum  etc.  anno  1486  deeima  octava  mensis  februarü
ab  incarnatione  domim”.

Theol.263  112Bl.  zu  15:10  em  1607

Schriften  von  Caspar  Schwenkfeld  und  andern,  von  Dan.  Sudermann
  sehr  sauber  abgeschrieben;  auf  Bl.I  steht  von  Sudermann’s
Hand  “Wass  in  diesem  büchlen  gesammelt,  ist  nit  getruckt”.

Bl.3  “Underscheid  dess  Alten  unnd  Newen  Testaments...  C(aspar)
S(chwenkfeld)’:  jedenfalls  Absehrift  aus  dem  Autograph  Theol.  264
Bl.1.  B1.39  “Erklärung  dess  Spruchs  Gen.  3  .  .  wider  den  Hoffmännischen
  schedlichenIrrthunidb.  1551  (eorrigirt  in  1611)  den  11  Aprilis’
—=  Tlıeol.264  B1.68.  Bl.73  "Vom  geheimnüs  der  Menschwerdung
Jhesu  Christi.  Johannis  Baderi  Pfarrers  zu  Landaw  bekantnüs’;
am  Schluss  B1.78  °1544  den  20  Mertz’.  Bl.79  “Von  der  underscheidung
  des  leibs  des  Herren’;  am  Rand  “V.C).  B1.95  “Allerley
stücklein,  so  herr  Caspar  SCcchwenkfeld)  mit  eigner  handt  in  getruckten
  buchern  uud  sonsten  .  .  uffgezeichnet,  aber  nit  getruckt
worden’,  ferner  Stücke,  die  im  Drucke  ausgelassen  seien  und  einige
Auszüge  aus  Briefen.

Auf  dem  innern  Einbande  und  auf  Bl.2  und  112b  stehen  kurze
Verse  von  Sudermann.

1811  aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Theol.264   103Bl.  zu  15:10!/,  em;  von  zwei  Händen
geschrieben  (Bl.  1—-67,  68—  101),  mit  Zusätzen  von  andern  16Jahrh.
Einband  ein  Pergamentbruchstück  (XIII  Jahrh.)  mit  Liturgie  und
Noten

Bl.1  (Caspar  Schwenkfeld),  “Underschaid  des  Alten  und  Newen
Testaments,  (Bl.22)  von  der  figur  und  waarhait’;  Anfang  “Es  ist  auss
unachtsamkhait’;  darüber  steht  “Caspar  Schwenkfeld  eigne  Handschriftt”.
  Bl.68  “Wider  den  (Melchior)  Hoffmännischen  schedlichen
irthum.  Erklerung  dess  spruchs  Gen.3  von  der  feindschafft  dess  weibs
und  der  Schlangen,  von  der  hochw.  J.  Maria  ..  11  Aprilis  1551’;
auf  dem  Titel  steht  von  anderer  Hand  ‘Diss  buchle  ist  vom  Author
selb  revociert  in  etlichen  stucken’.

Vgl.  Tlıeol.263.  Die  Hs.  war  im  Besitz  Dan.  Sudermann’s,  wie
ein  von  ihm  herrührender  Zusatz  auf  Bl.82  zeigt.  1811  aus  H.  Ph.
C.  Henke’s  Bibliothek  in  Helmstedt  erkautt.

Theol.264m  317  Seiten  (S.59—68leer)  zu  321/,:22'/,  cm
französische  Schrift;  saubere  Reinschrift  mit  vielen  Lücken,  von  denen
nur  ein  kleiner  Theil  von  zweiter  Hand  ausgefülltist  17  Jahrh.
        <pb n="469" />
        The01.263  —  265i  463

Schriften  von  Guilhelmus  Postellus  (F  1581  zu  Paris).

S.1  Praefatio  in  Zoaris  Versionem  Guilelmo  Postello  Interprete
ac  Eephraste  .  .,  1567  ad  Bezeleelis  usque  Tabernaculum  eonduetam
et...  1569  in  die  Transfigurationis  absolutam’;  S.5  "Quis  in
verissimo  et  finali  sensu  sit  Bezeleel,  ad  cuius  opifici)  traetationen
Interpres  intervallum  feeit’;  8.13  “Praefatio  In  Zoharis  seeundariamn
versionem  et  in  caetera  scripta  quae  ad  tantae  doctrinae  explicationem
faciunt,  cum  Apologia  Guilielmi  Postaelli  quum  Interpretis  tum
Autoris”.  S.58  bricht  das  Werk  mitten  inı  Satze  ab  mit  den  Worten
“per  eam  aceiperem’.

S.69  "Zoharis  sive  splendoris  quoad  intelleetum  humanum  consonantia
  cum  Euclidis...  sententijs  .  .,  post  tres  eiusdem  rei  editiones
quarta“.  Eine  der  früheren  Ausgaben  ist  jedenfalls  die  bei  Adelung,
Geschiehte  d.  menschl.  Narrheit  VI  (1788)  S.172  no.8  angeführte,
vgl.  auch  S.192  n0.52.  Auch  in  dieser  praefatio  sagt  er  "opusculum
istud,  titulo  Euclidis  Christiani  iam  ter  a  me  scriptum  et  inseriptum
volui  pro  Alphabeto  ciusdem  doctrinae  interpretatoriae  prodire’.  Der
Schluss  fehlt.

S.133  “Portae  lueis  Zoharinae  id  est  elarissimi  Splendoris  liber
primus,  in  quo  veluti  Elementa  Zoharis  eirea  obieetum  tota  in  Natura
summum  applicantur  .  .;  unter  der  “Praefatio..  ad  Regem  .
steht  °1573  ..  Parisiis  ad  B.  Martini  saeras  aedes’,  auf  B1.175  am
Rande  “die  pentecostes  1573  haeec  sunt  data’;  15  Capitel  und  Epilogus.
  u

An  eine  wirkliche  Übersetzung  des  Buches  Sohar  durch  Postellus,
wie  sie  Th.  Ittig  in  seiner  Exereitatio..  de  G.  Postello  (Resp.  Ch.  G.
Peltzseh  1704)  auf  Grund  einer  Notiz  mn  M.  Neander’s  Sanctae  linguae
  Hebraeae  erotemata  p.438  annimmt,  ist  kaum  zu  denken.
A.  Gelinek  (Jellinek)  in  der  Ubersetzung  von  A.  Franck’s  Buche
“Die  Kabbala  oder  die  Religions-Philosophie  der  Hebräer’  nennt
5.294  bei  den  Übersetzungen  des  Sohar  Postellus  nicht.

1752  aus  der  Auction  der  Bibliothek  des  Generalsuperintendenten
(früheren  Göttinger  Professors)  Magnus  Crusius  zu  Harburg  erkauft;
vgl.  S.34  n.108  des  Auktionskatalogs  und  Chrysander’s  Prologus
dazu  8.17.

Theo1.265  114  Seiten  zu  19:12  em  Reinsehrift  des

18  Jahrh.
“Der  Ungrund  der  Freygeisterey  von  Gotthard  Friederich  Stender
aus  Curland.  Koppenhagen  1765’.  Am  Schluss  (BL.1OT)  Anhang

zweier  Oden,  nach  Brockes’  Beispiel.
Aus  der  Bibliothek  der  deutschen  Gesellschaft  zu  Göttingen.

Theol.265i  IV  Bl.  +  467  Seiten  zu  31:20cm   Reinschrift

  des  17  Jahrhunderts

“Explieationes  locorum  V.  et  N.  Testamenti,  ex  quibus  Trinitatis
dogma  stabiliri  solet.  Auetore  Georgio  Enjedino  ...  Dies  Werk
des  G.  Enyedi  (7  1597)  ist  zweimal  gedruckt  worden;  vgl.  P.  Bod,
hist.  Unitariorum  in  Transsilvania  in  der  Bibliotheca  lHaganaVl,  3
(1777)  8.437.  Verglichen  mit  dem  2.  Druck  0.  ©.  ind  J.  (Groningae
1670)  hat  diese  Ils.  nur  einen  Index  locorum  s.  seripturae  mehr.

1886  in  Augsburg  gekauft.
        <pb n="470" />
        464  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

The0l.266  178Bl.zu  33:21cm  1583/85

“Schrifften,  so  Hr.  Achatius  von  Veltheim  mit  Daniel  Hoffmann
  Prof.  Helmstad.  gewechselt,  super  ubiquitate  Christi  et
aliis  argumentis  theologieis’.

bBl.1—113:  5  Briefe  von  Ach.  v.  Veltheim  (zurückbehaltene
Abschriften;  bei  zweien  auch  die  Concepte,  Bl.20  und  97)  an  D.  Hoffmann,
  Dernburg  und  Harpke  3  Dec.  1583—7  Nov.  1585;  4  Briefe
von  Dan.  Hoffmann  an  A.  v.  Veltheim  uff  Derneburg,  Erbsassen
zu  Harpke  (Bl.6,  30,  64,  75),  Helmst.  30  Dec.  1583  --20  Juli  1584
(Originale);  Bl.70  Mart.  Kemnicius  (Chemnitius)  an  Veltheim,
Braunschw.  27  Juni  1584  (Orig.).

Bl.114—164  Ungeordnete  Concepte  von  Veltheim  über  dieselbe
Sache;  darunter  Bl.114  Brief  “an  M.  Schoppium  belangend  die  disputation
  mit  D.  Hofmann’,  7  Nov.1585,  und  B1.128  ein  latein.  Brief.

Bl.165  “Theses  de  omnipraesentia  hominis  Christi  propositae
a  D.  Egidio  Hunnio”.  Bl.171  Uber  das  “Bedencken  der  Helmstetischen
  de  ubiquitate”,  am  Schluss  “ubergeben  von  den  fürstl.
Braunschw.  Theologis  zu  Quedlingburgk  den  16  Jan.  a.(15)85’.

Auf  Bl.1  steht  “Class.  VIO  Historica  Familiae.  no.  13848’.
ölt  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  H.  Ph.  C.  Henke  in  Helmstedt  gekant.


Theol.267  75Bl.zu33:21em  Ende  des  16  Jahrh.

“Achatii  a  Veltheim  diatribe  de  vera  agnitione  secundae  personae
  divinitatis  ...  Jesu  Christi  .  ..  Concept.

Am  Schluss  (Bl.72)  von  anderer  Hand  (wahrscheinlich  von  Joh.
Wigandus)  “Elenchus  preeipuorum  laborum  meorum’  (diese  knüpfen
oft  an  Werke  des  Flacius  Illyrieus  an),  mit  einigen  Notizen  von
Veltheim  über  Nothwendigkeit  oder  Aufschiebbarkeit  der  einzelnen
Werke.

Auf  Bl.1  steht  “Class.  VIII  Historica  Familiae.  n0.13847°.
öl  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  H.  Ph.  C.  Henke  in  Helmstedt  gekauft.


The0ol.268  1  Bl.  +  394  Seiten  zu  201/,:16cem  18  Jahrh.
S.1  “Revelationes  der  Fr.  Adelheit  Sibyllen  Schwartzinnen  ..

eines  Kunstmahlers  in  Lübeck  .  .  Ehefraw  .  .;  dabei  Briefe  derselben
  an  den  Superintendenten  Aug.  Pfeiffer,  sowie  (S.83)  Verhandlungen
  über  die  Briefe  und  Abbitte  der  Schwartz,  alles  1692.
Dann  folgen  (S.137)  “Bezeuguugen’  verschiedener  chiliastischer
Schwärmer,  1692—93,  aus  verschiedenen  (zum  Theil  fingirten)  Orten
datirt;  darunter  solche  von  Ad.  S.  Schwartz  in  Magdeburg  und  anderen
Orten,  Jul.  Fr.  Pfeiffer  in  L.,  Elisabeth  Annelör  in  Carmel  (8.247),
Claire  Rolaz  du  Rosay  von  Rolle  im  Berner  Gebiet  (8.257),  Joh.
Huberti  Royens  in  Lübeck  (8.261),  Anna  M.  Jahnin  in  Halberstadt
(8.313),  Henr.  Kratzenstein  in  Quedlinburg  (8.321,  vgl.  8.317).
Vgl.  W.  Hossbach,  Ph.  J.  Spener  und  s.  Zeit  II  (1828)  S.21ff.
B1.375  “Von  dem  Ziehl  und  Ende  des  Menschen”.  Bl.  381
Mehrere  Büchertitel.  B1.387  Über  den  Dresdener  Hexenprocess
(1694)  gegen  die  Generalin  Neitschütz  und  deren  verstorbene  Tochter
Sibylla  Gräfin  von  Rochlitz,  Favoritin  Johann  Georg’s  III  (vgl.  Vehse,
        <pb n="471" />
        Theo1.266  —  274  465

Gesch.  der  deutschen  Höfe  V,  Sachsen,  4  8.207ff);  8.391  Grabschriften
  (3)  auf  Sibylle.

1784  aus  der  Bibliothek  des  Predigers  Joh.  Just  Ebeling  zu  Lüneburg
  gekauft.

Theol.269  VIIBI.  +  127  Seiten  zu  221/,  :161/,  em
saubere  Reinschrift  von  1680  Pergamentband  mit  schwarzen  Verzierungen;
  Goldschnitt

“Michaelis  Rittaleri  Modorensis  Hermathena,  Julii  Sperberi  M.
Isagogae..opposita...  Voran  Bl.II  Widmung  ‘Rudolpho  Augusto,
duei  Brunsv.  ac  Lunaeb.’,  Brunsv.  16  Cal.  Jul.  (1680),  unterzeichnet
Michael  Ritthalerus  m.  p.;  diese  fehlt  in  dem  Drucke  Helmestadii
1684,  der  auch  sonst  in  Einzelheiten  etwas  abweicht.

1786  aus  der  Bibliothek  A.J.  von  der  Hardt’s  gekauft.

The01.272  4Bände,  Jeder  etwa  von  300Bl.,  zu  23:  19enı
18  Jahrh.  Lederbände  mit  Goldschnitt

“"Apologie  oder  Schutz-Schrift  für  die  vernünftigen  Verehrer  Gottes
geschrieben  von  (Hermann  Sam.  Reimarus,  Prof.  in  Hamburg)  Hamburg
  1767°.  |

BandI  enthält  Buch  I  bis  IV,2;  BandII  Buch  IV,  5  bis  VI,  5:
sie  bilden  zusammen  den  ersten  Theil  «der  Apologie.  Band  III  beginnen
  die  “Betrachtungen  über  die  Personen  und  Lehren  des  Neuen
Testaments  als  der  zweyte  Theil  dieser  Apologie’,  Buch  I  bis  IV,  2;
Band  IV  Schluss  des  Werkes,  Buch  IV,  3  bis  V,  3  und  (als  Buch  VI
1—3  über  den  Seiten  gezählt)  Bl.168  "Anhang  einer  Historiae  Criticae
Canonis  N.T..  Band  IV  B1.240—308  alphab.  Register.

Dazu  ein  Heft  mit  8Bl.:  Bl.1  Vorbericht  des  Uberlieferers  Joh.
Alb.  Hinr.  Reimarus’  (gedr.  in  Niedner’s  Zeitschr.  f.  hist.  Theologie  20,
Jahrg.  1850,  S.519),  worin  er  die  Hs.  der  Göttinger  Bibl.  schenkt,  den
Namen  des  Verfassers,  seines  Vaters,  nennt  und  ersucht  die  Hs.  nur
“Männern,  welche  man  dazu  geeignet  findet,  mitzutheilen’;  Abschrift
mit  Notiz  von  Ch.  D.  Ebeling,  Hamburg  18  Junius  1814,  der  die  Hs.
der  Bibliothek  übersandte.  B1.4—6  Briefe  über  Benutzung  der
Hs.:  von  Arnswaldt  (2)  1827,  Hemsen  1827,  K.  Goedeke  1875.
Bl.8  Abschrift  aus  der  Leipz.  Lit.-Zeitg.  1827  8.436.

Das  Original  Reimarus’  befindet  sich  in  der  Stadtbibliothek  zu
Hamburg,  vgl.  Klose  in  Niedner’s  Zeitschr.  f.  hist.  Theologie  20,
Jahrg.  1850,  8.  521.  Eine  andere  Abschrift  hat  D.  F.  Strauss,
°H.  S.  Reimarus  und  seine  Schutzschrift  .  .  (1862)  benutzt.

Theol.274  A:  1Bl.+450  Seiten,  B:  1  Bl.  +  123  Seiten
zu  40:26  em  1729

“Johannis  Bodini  Colloquium  Ileptaplomeres  de  abditis  rerum
sublimium  arcanis,  cum  varlantibus  leetionibus  ce.  Acad.  Juliae,
Thomasii,  Molani,  Kochii,  Leibnizii  ete.  et  scholiis  e  schedis  Polycearpo-Leyserianis,
  adjeetis  judieiis  variorum  eruditorum  1729”,

A.  8.1-450  Text;  am  Rande  “varians  leetio’  ohne  Angabe  der
Hss.  (nur  auf  S.1  ist  Koch’s  und  Molanus’  His.  eitird):  sicherlich
Abschrift  der  Hs.  Leyser’s  vom  J.1727  in  Dresden,  vgl.  Falkenstein,
Beschr.  d.  Bibl.  zu  Dresden  (1839)  8.408;  doch  ist  ein  "codex  Frisia-30
        <pb n="472" />
        466  Goettingen.  Universitäts  -  Bibliothek

nus’,  der  nach  Vogel  (im  Serapeum  1840  5.134)  in  jener  Hs.  oft
eitirt  wird,  hier  nirgends  angeführt.  Vgl.  Theol.275—  277,  Luneb.98.

B.  (von  anderer  Hand,  derselben,  die  auch  den  Titel  A.  Bl.
seschrieben  hat)  "Iudieia  variorum  eruditorum  de  Johanne  Bodino,
ejusque  seriptis  editis  et  imprimis  inedito  MSto  posthumo,  Colloquio
Heptaplomeres  ..,  mit  einem  deutschen  Extract..  des  vorstehenden
lat.  colloquii  ...  aus  Chr.  Thomasii  Vernünftigen  .  .  Gedanken  über
allerhand  gemischte  Händel  in  8°  t.  Ip.1—110;  a.1729  eolligiret  .:
von  Joh.  Sigism.  Duven,  Past.  et  Superint.  Speciali  zu  Königslutter’.
  Reiehhaltige  Sammlung  aus  Druckwerken;  nur  wenige
Briefe  sind  nach  Duve’s  Angabe  S.69f  aus  der  Helmstedter  Hs.
ergänzt,  in  der  sie  "geschrieben  unter  Conrings  Hand’  ständen  (nach
Heinemann,  Handschriften  II  S.307  sind  die  im  cod.  Helmst.  924
befindliehen  Briefe  Autographen).  Diese  Iudieia  stammen  (vgl.
Bl.6)  “e  schedis  Pol.  Leyserianis’.  Leyser  plante  eine  Ausgabe
(Recneil  von  allerh.  Colleetaneis  cent.  18  num.68  p.66),  deren  Druck
jedoch  inhibirt  wurde;  nach  seinem  Tode  (1728)  wurde  seine  Bibliothek
1729  versteigert,  und  Duve  giebt  Bl.5  an,  dass  “aus  dessen  collectaneis
  .  .  alles  was  in  margine  des  manuseripti  Bodiniani  steht
senommen,  und  also  dis  Manuseript  ebenfalls  damit  verbessert  worden
2.1729...  Die  Urtheile  sind  von  Pol.  Leyserus,  Chr.  Thomasius,
Joh.  Chapelain,  Herm.  Conringius,  H.  Grotius,  J.  Gillott  a  Sealiger,
(P.)  Colomesius,  Cl.  Sarravius,  Jul.  Hackeberg,  Gabr.  Naudaeus,
Heumann,  D.  G.  Morhoff  (vgl.  Heinemann  zu  cod.  Helmst.  928).

1811  aus  der  Bibliothek  von  H.  Ph.  ©.  Henke  in  Helmstedt
gekauft.  |

Theol.275  3Bl.+845  Seiten  zu  21.  :17  em  17Jahrh.

‘Johannis  Bodini  Colloquium  Heptaplomeres  .  .;  vgl.  Theol.274,
276,  277.

Auf  BL.2‘A.1719  Ex  Bibliotheca  Mastrickiana  Synd.  Brenensis’”.
Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.

The01.276  A.  1Bl.  +  729  Seiten  (17  Jahrh.),  B.  35  Bl.
(15  Jahrh.)  zu  341/,:22  cm

A.  ‘Johannis  Bodini  Colloquium  Heptaplomeres  de  abditis  rerum
sublimium  arcanis’.  Am  Rande  stehen  Citate.

B.  Bl.1  Vergleiehung  dieser  Hs.  mit  der  Hs.  Pol.  Leyser’s  von
Conreetor  Goltermann  in  Celle.   DBIl.12  Pol.  Lyserus  an  J.H.v.  Bülow,
Zelle  27  Oet.1719  (Orig).   B1.14“Remargques  von  Hn.Leyser  selber  .  .
zum  Text  bis  S.219.   BI.20  Varianten,  wohl  von  Bülow  geschrieben.
Bl.26  “Hynınns  in  Christum,  nti  extat  in  Ms.  Gottingensi  (Theil  A  S.603)

.  sie  refigendus’  von  (Ch.  W.)  Mitscherlich;  Bl.27  “Leetio  cod.
Senckenberg.  und  Herstellung  des  Hymnus  von  Ch.  G.  Heyne
1785/77.   Bl.31  Drei  Briefe  von  Ren.  C.  v.  Sencekenberg  an  Heyne
1786/7  über  Benutzung  der  Hs.,  vgl.  Strieder,  Grundlage  zu  e.  hess.
Gel.-Geseh.  14,  269;  Senkenberg’s  Hs.  ist  in  Giessen  und  auf  ihr
beruht  hauptsächlich  die  Ausgabe  von  L.  Noack  (1857),  vgl.  auch
Guhraner,  das  Ilept.  des  Jean  Bodin  (1841)  S.LXXXVI

Aus  J.  H.  v.  Bülow’s  Bibliothek.
        <pb n="473" />
        Theol.  274  —  282  46%

The01.277  IV  Bl.  +  424  Seiten  zu  341/,  :22,cm  1712
“Johannis  Bodini  Colloquium  heptaplomeres  .  .’;  vgl.  Theol.274
bis  276.

Abschrift  eines  Codex  Cochianus  “i.  e.  quem  Cochius  Consiliarius
Hanov.  et  Wolf.  Prineipisque  Elecet.  Hanov.  moderator  ad  nos  misit’,
1711/12;  am  Rande  die  Lesarten  dreier  Hss.:  1)  Leibnitianus,  2)  Conringianus
  qui  est  in  bibliotheca  ac.  Juliae,  3)  Gerardinus  h.  e.  Gerardi
(Molani)  abb.  Loceumonsis  (1  und  3  sind  in  Hannover,  vgl.  Vogel  in
Naumann’s  Serapeum  1840  5.137).

Voran  gehen  Briefe  und  Briefexeerpte  (von  J.  Gillot  a  Sealiger,
IT.  Grotius,  Naudaeus,  J.  Hakeberg,  J.  Capellanns,  H.  Conringius,
c1.  Sarravius)  über  Bodin’s  Werk;  an  deren  Schlusse  steht  (Bl.  IV)
“Ex  Codiee  Conringiano,  quem  bibl.  ae.  Juliae  eustodit,  haee  manu
Conringü  seripta  pleraque  enotavi.  C.D.Koch.  D.P.P.O.d.9.  Aug.
1712’  (von  derselben  Hand,  wie  alles  übrige);  vgl.  zu  Theol.274.

1750  aus  einer  Göttinger  Auktion.

Theol.278  37Bl.  zu  24:19  em  17  Jahrh.

Bl.1  An  apud  veteres  duplex  poenitentia  fuerit,  privata  et  publica’;
bezeichnet  von  der  Hand,  «die  Bl.34—36  gesehrieben  hat,  als  “cerit
de  M.  (Ant.)  Arnaud..  !.  B1.17  “Response  a  un  eerit  touchant
la  penitence  publique’,  darüber  steht  von  derselben  Hand  wie  Bl.34
bis  36  "Extrait  des  lettres  que  jJ’ay  ecrites  a  M.  Floriot  .  .  vers  le
mois  d’oct.  1676  .  ..  Bl.34  “De  la  penitence  publique  response  a
un  eerit  contraire’;  dann  3  Briefe,  12  und  29  Dee.  1676  und  6  Jan.  1677,
“a  mon  neveu’,  über  dasselbe  "Thema.  Im  Catalogus  bibl.  quam  ..
coll.  M.  Crusius  (1751)  8.244,  25  ıst  als  Verfasser  Tlieod.  Baluzius
angegeben.

1752  in  Hamburg  aus  Crusius’  Auktion  gekauft.

The01.279   VBl.-+  248  Seiten  zu  351/,:21%  em  1711

Henning  Huthmann  (Rektor  in  Ilfeld,  71729),  Der  neue  Bund
Gottes  des  Herrn  mit  dem  Menschen.

Bl.II  “Inhalt  des  Teutschen  Tractats‘,  Bl.[V  ‘Vorrede’;  8.1  das
Werk,  am  Rande  "1711.d.  17  Aug;  S.216  alphab.  Register;  B1.2281)
Anhang.  Bl.232  “Woher  man  gewiss  sey,  (dass  man  die  h.  Schrift
recht  verstehe’;  Reinschrift  mit  vielen  eigenhändigen  Zusätzen.

Auf  BLI  steht:  ‘v.  Lilienthal’s  theol.  Bibliothek  P.909.  Dieses
ist  das  Autographum  des  paradoxen  Hutlhmans,  welches  der  Cammer
Ratlı  Hr.  Faber  in  Braunschweig  .  .  geerbet  und  als  Kleinod  aufbewahret’.
  1854  aus  J.  C.  L.  Gieseler’s  Bibliothek.

Theol.280  1DBl.+  175  Seiten  zu  151%,  :10  em  1688
schwarzer  Lederband,  mit  Goldsehnitt

"Das  dureh  den  Mundt  der  hl.  Propheten...  verkündigte  ...  Levden
Jesu  Christi...  nach  anleitunge  des  Apostels  Actor.  II  v.  18...  dureh
M.  C.B.  Wolffenbüttel  a.  1688.  Aus  J.  H.  v.  Bülow's  Bibliotliek.

Thneol.282  17  Bl.zu31:22em  15  Jahrh.
B1.1—2b  Zeichnungen  eoncentriseher  Kreise,  mit  (BIT)  den  vier
Altern,  Jahreszeiten,  Blementen.  Temperamenten  ete.,  (B1.2)  den
30  *
        <pb n="474" />
        468  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Himmelsgegenden,  Welttheilen  ete.,  (Bl.2b)  den  Winden  (z.  B.  “Cireinus
  Bestsudebest’)  und  Ländern  (in  der  Mitte  Jerusalem)  nebst
Versen  “Gloria  dat  osten,  dominns  dat  tibi  besten  .  ..

Bl.3  De  sunımo  bono  Quanquam  omnia  bonum  appetunt,  ut  primo
ethieorum  diecit  Aristotiles’;  am  Schluss  der  Vorrede  heisst  es  “hoc
bonum  non  foreiori  medio  inveniri  potest  nisi  file”  und  es  folgen
zuerst  (Bl.3—12)  Quaestiones  über  das  Apostolicum  in  12  artieuli  a

duodeeim  apostolis  editi,  dann  Bl.13  über  verschiedene  Bibelsprüche.

The0o1.283  227  Bl.  (davon  8  Bl.  leer;  Bl.1,  11,  12,  220
unvollständig)  zu  13:8cm  um  1600  von  mehreren  Händen  geschrieben,
  die  Bl.1,  5,  41,  185,  192b,  207  beginnen  alter  ausschesserter
  Per  «amentband  "mit  Schliessen,  von  denen  nur  die  eine
noch  vorhanden  ist

Niederländisches  Erbauungsbuch,  wohl  Abschrift  eines
älteren  Textes.

Bl.1  Gebet  (Segen)  "O  eeweighe  ghewareglıe  god,  besloten  moet
syn  miin  aerın  siele..  .,  7  Absätze.  BL5  ‘Dese  dry  ghebeden
worden  gheheeten  reepken  .  ./.  Bl.7  “Dyt  is  de  leringhe  vanden
eerwerdighen  pater  Floeres,  dese  seven  nae  volghenden  puinten:
Ten  eersten  aerbeijt.  ”  (unvollständig,  nach  Bl.7  sind  Blätter  ausgerissen).
  Bl.S  ‘  Ghebedt  van  die  hl.  dryvoudicheyt:  O  overhooghe
  h.  dryvuldicheyt  .  *  (Schluss  ausgerissen).  Bl.12)b  “Dese
leerder  die..  Jacop  sach.  .  heeft  onser  cerw  erdighen  pater  Arnoldus
ons  ghepredich  ...:  Dit  is  die  leeder.  Ten  ersten  die  sporten  .  ..
Bl.17  "Dese  Ixxi)  namen  heeft  Maria  den  byscop  van  Slavoenen  ..
sheopenbaert...:  O  Maria  glhıy  syt  een  onbevelehte  maghet  ..’;  B1.30
“Diet  syu  die  xij  steerren  0p  die  eroon:  Weest  gegroet  o  Maria  ster
der  see.  .;  Bl.3lb  “Ten  cersten  een  goni  blome  met  een  onirs
(onyx)...;  Bl.33  °O  Maria  soete  maghet  .  ..  Bl.34  “Diet  ghebet
salmen  lesen  alle  weeken  .  .:  Ingressus  angelus  .  /,  mehrere  Gebete,
die  beiden  ersten  lateinisch.  BI.  41  .O  gewarigen  eewigen  godt,
ick  besluyt,  myn  arm  sondige  siele  ..’,  ähnlich  wie  Bl.1.

Bl.45b  “Een  suy  verlycke  oeffeninghe  van  xxxv  vallen  die  onsen
lieven  heer  in  synder  hl.  passien  heeft  gevallen,...  gedeylt  in  eleken
dach  vander  wecken.  .:  lck  dancke  u  lieve  heere  J.  Ch.  des  jammer-Iycken
  nedervals  op  den  berch  van  oliveten  .  .:  am  Schluss  Bl.  156)
“Dit  is  wt  lieffden  gescereven,  bidt  godt  dat  ickt  oock  mach  beleleven
  (soN.  ‚  ehesereven  ..1601  suster  Clara  Smeyres’.

Bl.158b  ‘Dit  is  een  vertroestinge  van  uwen  lieven  ‚bruydegom:
OÖ  bruyt  Christi  ende  dochter  des  eewigens  coninckx  .  Bl.165
“Dit  syn  somighe  goede  punten  wt  broeder  Dirickx  colatie  .  .:
Alle  dinck  dat  geen  goet  beghin  en  heeft  ..  .‘,  Schluss  Bl.  184  “daerom
die  een  ecestelyck  leven  beeinnen  wil.  .  moet..  arbeyden  om  ..  alle
dese  voorsereven  thien  duechden.  Deo  gracias”.  Bl.185  “Hiere
beghint  die  letanien:  Here  ontfermet  u  onser.  .”.  Bl.192b  “Hier
begynet  xix  punten,  die  sinte  Bonaventura  ghemackt  heeft:  Gheminde
  in  Ch.  J.,  ist  dat  ghy  vruchtbaerlice  den  tyt  overbringhen
wilt..  .  Bl.202  “Die  meester  Johannis  heeft  gemaect  dese  ii)
trostelycke  waerheden  ..  O  god  vader  in  der  eewicheyt,  ick  bekenne...
   Bl.203  “Een  leeringe  om  wel  te  sprekeu:  Inden  spreken
        <pb n="475" />
        Theol.  283-285  469

syn  iii  dinghen  te  mercken  .  Bl.  206  "Dit  sp(r)eeckt  die...  bruydesom
  tot  syn...  bruyt.  N  wil  u  leren,  hoe  ghy  des  avents  sult  op
climmen  xij  trappen  .  ..  (ohne  Schluss).  Bl.207  “Soe  wie  Maria
eyghen  wesen  wil.  Gcbete  zum  Ave  Maria.   Bl.210  Die  15  Paternoster
  Christi,  Bl.  213b  “die  seven  vallen  die  onsen  1.  heer  viel’,
Bl.215  die  7  ‘bloetstortinghe’,  die  7  Worte,  die  12  Ave  Maria.

B1.221  Umfang  und  Entfer  nung  der  Hölle  und  des  Himmels,  Grösse
des  kleinsten  Sterns,  Entfernung,  der  Antipoden  (die  mede  haer
voeten  tegen  ons  ach):  bl.222b  ‚Och  cewich  is  een  cort  wort,  dat
nochtans  eenen  langen  stert  heeft  .  Bl.224  “Diet  sy  die  braceletten
  van  Maria  gebenedyt:  Weest  ghegroet  o  Maria  u  hl.  ooren  .  .’

1888  aus  einer  Berliner  Auktion.

Theol.283m  ctwa  350  Bl.  in  4°  in  einer  Kapsel  erste
Hälfte  des  19  Jahrh.

G.Ch.  F.  Lücke,  Collegheft  über  theol.  Moral,  Concept.  Am
Schluss  hat  L.  die  Daten  angegeben,  waın  er  dies  Colleg  geschlossen
hat  (10  Sept.  1836  bis  9  Sept.  1842).  1885  von  Frau  Gelı.-Ratlı
Bertheau  in  Göttingen  geschenkt.

Theol.234$  11Bl.  zu  19!%,:16  em  zweite  Hälfte  des
17  Jahrh.

“Ratio  Status  in  p.  Vocationis  ad  S.  S.  Ministerium,  d.  i.  Staets
Erklährung,  wie  man  heuttiges  Tages  die  Kirchendienste  und  hl.
Ambter  suchen  müsse,  allen  studiosis  Theologiae  zur  Nachricht
geschrieben  von  Experto  Roberto  A.  1694’.  Scherz;  nach  S.1  in
Hamburg  verfasst.

Aus  R.  A.  Fabrieius’  Bibliothek  in  TIelmstedt  gekauft.

Theol.285  250Bl.  zu  29:2lem  zweispaltig  geschrieben;
roth  rubrieirt  15  Jahrh.  Holzband  mit  braunem  gesteinpeltem  Leder
überzogen

Deutsche  Predigten  und  Traectate.

Bl.1  Drei  Predigten:  (Bl.1)  'S.  Dy  onisius  spricht  von  drey
liechten  die  die  sel  haben  sol’,  (Bl.1b)  “Vidimus  eum  plenum  gratia
et  veritate.  Der  da  vol  an  senaden  ..  Da  von  singet  hew(t)  die
eristenhait:  hwt  sind  die  hy  mel  hoenigfluezzig’,  (Bl.  3)  “Hora  est  jam

Die  zeit  ist  hie  ..  Do  von  die  hailig  eristenhait  die  mant  ir  sün
alle  menschen”.

Bl.4b  (Marquard  von  Lindau  oder  Mareus  von  der  Lindauwe)
Buch  von  den  zehn  Geboten,  in  Form  eines  Gespräches  zwischen
Meister  und  Jünger.  Anfang  "Sepeies  in  die  cadit  iustus...  Also
spricht  der  weys  Salomon:  Siben  stund  an  dem  Tag  so  vellet  gerecht.
Ach  hohe  gruntloze  weishait’;  es  ist  die  Fassung  des  Werkes,  die  in
dem  Grüningerschen  Drucke  Strassb.  1520  vorliegt  (vgl.  J.  Geticken,
(der  Bildercatechismus  des  15  Jahrh.  1  1855  8.43).  Nach  den  Worten
“erwelten  gottes  frewnten’  (B1.59  Sp.4  des  Drucks)  folgt  BL.56  Sp.  3
“Nun  mein  liber  junger  la  dich  hie  mit  benuegen  von  einem  blinden

mayster  .  .  (Schluss  B1.57  Sp.1)  und  auch  mich  plinden  man  an
deiner  hand  die  selben  wege  weysest  jn  ynimerwerender  saclikayt.
Amen’.  Diese  Fassung  es  Werkes  ist  in  IIss.  sowohl  deutsch

(z.  B.  München  Cgm  321  Bl.9L)  als  in  lateinischer  Übersetzung  (z.  B.
        <pb n="476" />
        470  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

München  Clm  9737  Bl.1)  vorhanden;  über  die  andere  Fassung  vel.
zu  Theol.147  Bl.42b.

B1.57  “Trahe  me  post  te..  Also  stat  geschriben  jun  der  minnenden
sele  puoch:  ezewch  mich  nach  dir...  Wir  lesen  lieber  junger’;  bricht
ab  (B1.58)  “aber  gar  dick”.

Bl.59  Passionsgeschichte  mit  Ausdeutung;  Anfang  “Da  der
minnereich  got  unser  lieber  herre  J.  Ch.  got  und  mensch  vil  arbeit
hie...  Do  fuogt  ez  sich  zuo  ainer  tzeit,  daz  unser  herre  kom  zuo
Bethani’;  brieht  BI.  78b  ab  mit  den  Worten  “Unser  herre  sieng  gegen
Judas  .  .  schar  und  wuste”.

B1.78b  “Es  ist  ain  zaichen  geschehen  ...  (Apoe.12,  1)  Dis  erscheinung
  als  sy  geschach  dem  hohen  adler,  der  mit  seinen  lautern
augen  .  .  ‚(allegorische  Ausdeutung  der  12  Sterne).

"BL.S4  ‘Da  unser  altvater  Adam  vil  Jar  gelebet  hett  ..  er  pat
Setl,  daz  er...  im  prächte  daz  öl  der  erbärmde  von  lebentigenn
poume  ...:  Legende  vom  Kreuzholz.  Die  Fassung  weicht  stark
ab  von  dem  bei  W.  Meyer,  die  Gesch.  des  Kreuzholzes  vor  Christus
(Abhandlungen  d.  philos.-philol.  Olasse  d.  k.  bayr.  Akad.  d.  W.XV]L  2
S.101—165)  S.131ff  gedruckten  lateinischen  Texte.  Es  sind  darin
oft  einzelne  Züge  der  Sage  aus  verschiedenen  Quellen  nebeneinandergestellt:
  nachdem  (Bl.  85)  von  den  3  Ruthen  berichtet  ist  (=  Meyer
$12  5.139)  heisst  es  “ditz  schreibet  Rabanus  und  Strabus  .  .;  so
hand  etlich  ander  lerer  gesprochen,  daz  der  engel  neme  ainen  ast’
(=  NMcyer  S.124  aus  Jacobus  de  Voragine),  und  der  Verfasser  fügt
hinzu,  dass  er  die  erstere  Erzählung  “geloeplicher”  findet;  ferner
nachdem  (B1.87)  die  Ankunft  der  Sybilla  erzählt  ist  (=  Meyer  $  27
S.148),  folgt  mit  dem  Eingang  “Also  hand  ouch  etlich  lerer  gesprochen
von  der  küngin  Saba’  eine  andere  Fassung  derselben  Sache.

B1.88  “Es  sind  sechs  stuk,  die  aimen  yeglichen  menschen  tzuo
sehörent  .  .  daz  edel  kind  der  magde  zeempfahen  .  ..  B1.88b
‘Non  turbetur  cor  vestrum.  Es  schreibt  der  adler  Johannes  ..  Nu
tunket  daz  billich  daz  in  dem  hertzen  .  .  B1.91  “Nee  reprehendit
me  cor...  Mein  hertz  hat  mich  ..  Wie  gar  sälig  der  mensch
wäre  .  .;  Bl.96  “Nun  wil  ich  fürbas  sagen,  wie  es  dem  hl.  Job  erging
  ..
Bl.101  (Marquard  von  Lindau)  Auszug  der  Kinder  Israel  in
das  gelobte  Land  “Noli  timere  .  .’,  vgl.  Theol.147  Bl.1;  hier  nur  der
Anfang,  denn  Bl.111b  schliesst  der  Text  "Der  maister.  Darumb  daz
du  und  dein  sälikeit  .  .  durch  die  gebot;  so  vach  ich  an  und  sag
dir  als  verre  mein  bekennen  ist  ete.  (=  Theol.147  Bl.  16).

Bl.111b  "Es  sind  newn  gar  nütz  frage.  Die  erst  ist  waz  gottes
einsprechen  in  der  sele  sey  .  ’,  dann  andere  Excerpte  theologischen
Inhalts,  meist  je  1—2  Spalten  lang,  besonders  aus  Augustinus,  Bernardus
und  Gregorius.

Bl.124  “Sermo  de  ligno  vite  bonus’,  Anfang  “Lignum  vite  erai
in  medio  paradisi  .  .  Der  pom  dez  lebens  ..  Ich  hab  der  für,  daz
daz  kain  mensch  so  tummes  hertzen  sev’.  Bl.  128  “Erunt  sigma  ..
Daz  alles  liecht  der  kunst  .  ..  Bl.129  "Merk  wem  man  gottes
fronleichnam  geben  siülle  .  ..  Bl.130  “Leiden  ist  der  lieblichesten
..  werk  ains  .  ..  Bl.130b  “Guotwilliger  mensch,  bist  du  vil  tzeit
und  vil  jahr  geloffen  .  .  =  Tlıe0l,292  BI.195.
        <pb n="477" />
        Theo1.285  —  289  41

Bl.131b  ‘..  Ain  nütze..  lere  allen...  die  sieh  gerne  mit  gantzem
&amp;gt;

erust  zuo  got  kertent,  und  süllent  cz  all  wochen  einest  lesen  .  .,

Anfang  “In  unserm  lieben  herren  ..  Ach  ir  lieben  .  .  nemet  ewrs
hertzen  und  dez  götlichen  einsprechens  mit  fleis  war”.  Bl.139b
“Tu  es  filius  dei  Luce  4.  Ad  deelarandum  .  .  Du  bist  gottes  sun,

ddaz  ir  daz  wort...

Bl.145  (ohne  Überschrift)  Buch  von  geistlicher  Armuth  "Was
ist  armuot.  Armmnot  ist  ain  geleichait  gottes  .  /;  nach  andern  Tlss.
hısg.  von  Denifle  "Das  Buch  von  geistlicher  Armuth,  bisher  bekannt
als  Joh.  Taulers  Nachfolgung  des  armen  Lebens  Christi’  (1877);
am  Rande  stehen  Buchstaben,  jedoch  andere  und  an  andern  Stellen,
als  in  Denifle’s  Ausgabe.  Am  Schluss  B1l.250  “Pitt  got  auch  für
mich  Saneti  Spiritus  assit  nobis  gracia”.

Auf  dem  imnern  Deckel  ein  Pergamentdoppelblatt  (XI  Jahrh.)  mit
Bruchstück  eines  Commentars  (zu  Aristoteles’  Ethik  ?).

1784  aus  G.  W.  Zapf’s  Bibliothek  in  Augsburg  erkanutt.

Theol.286  IT+7Bl.in4°ineiner  Mappe  18Jalhırl.

7  Predigten  von  Peter  Hinrich  Petersen,  Hanptpastor  an  der
Jacobikirehe  zu  Lübeck  (7  1799).

Die  Predigten  sind  mit  so  kleiner  Schrift  geschrieben,  dass  sie
selbst  mit  einer  Loupe  schwer  zu  lesen  sind  und  dass  eine  über
1  Stunde  dauernde  Predigt  weniger  als  eine  Octavseite  füllt.  XNaclı
einem  vorangehenden  (Bl.  I  —IH  Briefe  seines  Sohnes  J.  F.  Peter  sen,
Lübeck  26  Febr.  1811,  war  das  seines  Vaters  gewöhnliche  Schrift.

Geschenkt  1811  von  Prof.  v.  Villers.

Theol.287  146  Bl.zu21:17em  18  Jahrh.

Predigten  von  Joh.  Aug.  Ch.  Nöbling,  Pastor  zu  St.  Alban  in
Göttingen  (7  1800),  35  Concepte,  die  datirten  von  1784,  1792—8.
Nur  zwei  dieser  Predigten  (B1l.85  und  81)  sind  etwas  umgcarbeitet
in  die  von  Ammon  und  Schlegel  herausgegebenen  Predigten  N.s
(Gött.  1803  S.102  und  125)  aufrenommen.

1555  von  Dr.  Rössler  sekanft.

Theol.288  etwa  250  Bl.  in  4°  in  einer  Kapsel  nach  1823

Gottl.  J.  Planck,  “Auszüge  aus  dem  Amits-Tage-Buch  des  Pfarrers
von  8.,  Il  Abtheilung’:  Fortsetzung  (Concept)  des  1823  erschienenen
Werkes  “Das  erste  Antsjahr  des  Pfarrers  von  8...  Eine  Pastoraltheologie
  .  .’,  deren  Veröffentlichung  laut  einer  letztwilligen  Verfügung
des  Verfassers  untersagt  ist.

1859  von  dem  Enkel  des  Verfassers  W.  J.  Plauck  in  Kiel  geschenkt.

Theol.2S9  13Bl.zu  211/:16em   Reinschrift  von  1649
scpresster  Pappband
“Geistlieh  Balsam  büchslein  Aus  den  letzten  gesetzlein  desz  .  .
Liedes  ...  “Herr  Jesu  Christ  du  höchstes  ent’...  von  M.  Andrea
Steinero  Salfeldensi,  Iiv.  Prediger  (zu  Regensburg)”:  Leichenrede

auf  Maria  Elisabeth,  Zachariae  Beutel's  Bürgers  und  Apothekers  ZU
Regensburg  Hausfrau  (7  10  Juli  1645).  Aus  Gebauer's  Bibliothek.
        <pb n="478" />
        472  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

.  Theo1.290  97  Bl.  zu  20:  14!/,cm  rothe  Initialen  und
Überschriften  15  Jahrh.

‘De  sunderliken  gnade  eynes  geistliken  levendes’;  nieder-(deutsch.


Anfang  ‘De  erste  ys  vorlatynge  pyne  unde  schult’;  Schluss
Bl.97a  “dar  umme  sint  se  vordomlyck  etc.  Explicit’.  Das  Werk
ist  von  einem  Augustiner  verfasst;  die  Citate  gehen  bis  zu  Petrarcha
herunter.  Zwischen  Bl.46  und  47  fehlt  ein  Blatt.

Bl.97  b  von  anderer,  fast  gleichzeitiger  Hand:  Über  Joh.  Capistranus
und  Joh.  Nyder,  die  ebenfalls  über  geistliches  Leben  geschrieben
haben;  dann  mit  Bezug  auf  das  vorliegende  Werk  "wetet,  dat  dusse
materie,  de  hyr  vorsteit,  de  heft  geprediget  de  werdige  mester  ..
de  vicarius  der  Augustiner,  de  under  pawestliken  privileyen  in  der
reformacien  leven,  unde  heft  se  prediget  to  synen  broderen’,  dazu
von  anderer  alter  Hand  “estimo  pater  Johannes  Proles’  (gemeint  ist
wohl  Andreas  Proles).

Aus  der  Helnistedter  Bibliothek.

Theol.291  Perg.  229  Bl.  zu  15'/%,:111,  cm  Vieles
roth  geschrieben;  mehrere  grössere  und  viele  kleinere  verzierte
Initialen  mit  Gold,  Roth  und  Blau;  Bilder  auf  Bl.74  (81/,:8  cm,
Maria  und  Elisabeth),  Bl.99  (61/,:8cem,  Maria  mit  dem  Jesuskinde),
Bl.109  (101/,:11l  cm,  Verkündigung,  Maria,  Einhorn,  Hunde  und
Engel),  Bl.  143b  (5:7  em,  Assumptio  Mariae),  Bl.223  (2:  7  cm,  Heiliger
mit  einem  Beil  und  betende  Nonne,  mit  der  Inschrift  “gloriose  patrone
commendo’)  XIV  Jahrh.,  in  Niederdeutschland  geschrieben

Kirchengebete  für  Nonnen.

Anfang  Bl.1  “Sequenti  die  ascencionis  cogita:  OÖ  sponsa  Christi,
gratia  peracta  et  ascencione,  reversoque  sole  eterno  ad  horologium
suum  ..’;  Schluss  B1.229  “De  omnibus  sanctis  oratio..  Miseremini
mei.  ..ad  eivitatem  supernam.  Amen’.  Die  Gebete  sind  lateinisch;
niederdeutsch  nur:  Bl.163—167  Oratio  Johannis  presbiteri  de...
festo  assumptionis  .  .  Marie:  O  Maria  moder  vul  gnade  .  .,  ferner
Bl.225  (ante  communionem)  °O  here  J.  Chr.  do  de  sulven  barmherticheit
  by  my.  .’,  (Bl.226)  “O  myn  aldersoteste  tertlikeste  brudesham
  .  .,  (post  communionem)  "OÖ  du  leflike  brodegham  der  hilghen
cristenheit  .  ..

Bl.59b  ‘Duleiloquium  b.  Bernardi  abbatis  de  amore  dei’,  Anfang
“Verbum  mihi  est  ad  te  o  rex  celorum  .  .  (wird  verschiedenen  Verfassern
  zugeschrieben).

Auf  Bl.1  steht  “[awsradirt  Emi  Bruxellis  .  .  1693]  Stephanus
Dubravius  Hungarus  verbi  divini  intemerati  apud  Delnicas  copias
minister,  aetatis  29”0°,  1854  aus  einer  Göttinger  Auktion.

The01.292  277  Bl.  zu  10:  7!/,  cm  von  sehr  vielen  oberdeutschen
  Schreiberinnen  geschrieben  roth  rubrieirtt  15  Jahrh.
Holzband  mit  gestempeltem  braunem  Leder  überzogen

Deutsches  Erbauungsbuch  (Excerpte  aus  mystischen  Schriften).

Bl.1  “Merck  was  andacht  sey.  Sanctus  Thomas  spricht:  Andacht
ist  ein  gutter  geperreicher  beraytter  will  .  ..

Bl.8  ‘Ein  gute  nucze  ler  czu  einem  guten  und  seligen  leben  ezu
        <pb n="479" />
        Theo1.290  —  292  473

volpringen’,  Anfang  “Der  sein  leben  von  grunt..   BI.18b  "Es  ist  zu

wissen,  das  die  lerer  mangerlay  ezaychen  setzen’.  DBl.31  “Ein  lerer
spricht:  Den  halt  ich  fur  einen  weysen  menschen,  der  sein  selber
wol  war  nymt  ..  ..  Bl.32b  ’Es  ist  ein  frag,  wals  da  ist  der  will
gotes....   DBl.35  “Es  ist  ein  frag,  war  aufs  kum,  das  alle  menschen
genaigt  sein  ezu  dem  posen  .  ..  B1.40  Excerpt  aus  Augustinus  und
Bernhardus.  Bl.42b  "Es  ist  ein  frag,  ob  man  ein  tugent  mug  gehaben

  on  die  audern’.  Am  Schluss  Bl.43b  “Gedenckt  mein  gegen
got  swester  Regina  .  ..

Bl.44  “Von  leiden  sprieht  der  Thauler:  Es  ist  ein  mirr  dy  got
geit’;  Bl.51  “Es  sprich  der  Thauler  in  einer  predig:  Eya  mynnigelicher
  got...   Bl.55  "Hab  ain  eingetanen  wandel..”  =  Die  deutschen
Schriften  des  Heinrich  Seuse  hsg.  von  Denifle  I  (1880)  8.239.
Bl.56  “Von  leiden.  .,  Anfang  “Der  trit  weg  ...  zu  ainem  armen
leben’  =  Das  Buch  von  geistl.  Armuth,  bisher  bekannt  als  Joh.  Taulers
Nachfolgung  d.  armen  Lebens  Chr.,  hsg.  von  Denifle  (1877)  S.138  bis
144.  Bl.75b  “Got  maint  es  so  in  grossen  trewen  .  ..  B1.77
“Der  mensch  hat  von  natur  .  .  die  zomig  kraft  .  ..

Bl.78  “Wie  man  kumpt  zu  einem  tugentlichen  und  volkumen  leben’;
Anfang  “Seit  das  ist  das  got  den  menschen  .  .  also  yn  ein  freihait
gesetzt  hat’.  Die  Schrift  zerfällt  in  3  Teile,  vgl.  Bl.82b  “Wer  nach
mir  kumen  woil,  der  verlaugen  sein  selbs  ..  Disse  wort  sein  in
drew  theill  unterschiden  und..  mag  man  sie  auch  dreyerley  menschen
geben  und  setzen,  und  dafs  sein  rewer  (Bl.84ff),  wurcker  (Bl.94ff)
und  schawer  (BL.117ff}".

Bl.131  “Von  unzellichen  grofsen  leiden,  da  der  diener  (=  Seuse)
eins  mals  ein  kam’;  Anfang  “Der  dyner  was  eines  mals  fast  in  grossem
leiden’.  Am  Schluss  Bl.136b  "Da  pey  gedenekt  S(ehwvester)
Rossina  .  ..

B1.137b  “Ein  trostlicher  sendprieff,  hat  der  lieb  vater  Heynricus
Sewf[s  gesendet  seiner  lieben  geistlichen  dochter  (Elsbeth  Staglin)  .  .’;
sehr  abweichend  von  dem  Druck  bei  Denifle  I  583.

Bl.147b  °..  Hailsame  ler  auls  dem  Tauler.  .;  Anfang  "Du  solt
wissen,  das  der  mensch  in  grossem  getreng  der  anfechtung’;  dann
andere  Excerpte  über  Leiden.  Bl.154b  “Die  menschen  die  do  offter
und  mer  wellen  zum  h.  sacrament  gen...   Bl.161  “Von  warnemen
sein  selbs,  gezogen  auls  dem  nachvolgen  Christi..  Thomas  Kempis’,
und  Bl.163  “Von  dem  weg  des  krewez’  ebendaher.  Bl.170  “Pit
got  für...  S.  Veronica  Hoffmanıin’.

Bl.171  “Es  sei  drey  frag,  in  den  beschlossen  ist  alles  «das  einem
anfachenden  einem  zunemenden  und  auch  einem  volkummen  menschen
zugehort  .  ..  Bl.175b  “Ain  ander  frag’,  darin  wird  Meister  Zekhart
eitirt.  Bl.176b  “Es  was  vor  unlangen  zeiten  ein  hocher  maister  .  ..
Bl.185b  “Abgeschaidenheit  ist  nit  anderst,  dan  das  der  gaist..  ..
Bl.190b  “Das  h.  sacrament  ist  gesenckt  m  den  gelauben  .  ..

Bl.195  “Gut  wiliger  mensch,  pistu  vil  zeit  und  Jar  umb  geloffen  ...

&amp;gt;

—  Theol.285  Bl.130,  nur  der  Anfang.  B1.197  °S.  Augustinus
sprieht  also:  Als  pald  sich  der  mensch  bekert  .  ..  B1.200b  “Es

spricht  ein  lerer:  kain  ding  ist  dem  liebhaber  spez  lüstlich,  dan.  .’;
am  Schluss  Bl.230  °S.  Birgitta’.   B1.230  “Was  ein  guter  will  ser”.
B1.231  “Eya  du  susse  gymme  du  wunyklicher  paradils  apflel  in  deines
        <pb n="480" />
        414  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

vetterlichen  pluenden  herezen  .  ..  51.230  "Das  ist  ein  geistlicher
sentpriff:  In  nomine  domini,  liebe  swester  in  Chr.,  ewr  anligen  und
klagen  .  ..  Bl.242b  "Merck  gute  stücklein:  Wer  in  dissem  leben

sunderliche  haimligkait  mit  got  haben  wil..  .,  allerlei  Excerpte,
besonders  aus  Kirchenvätern;  am  Schluss  Bl.256b  “Eufrosina’.
Bl.257  “Ein  mensch  ward  gefragt,  wes  im  geprech;  da  sprach
er:  Armuett  ...’;  am  Schluss  B1.275  “Gedenckt  in  gott  swester
Justine”.

Anf  Bl.276  steht  "Das  buechlin  gehert  muoter  Clara  lavin  von
S.  Appolonia  Kastner  ewer  getrewe  S.  ju  Christo”.  1779  aus
Schoeber’s  Bibliothek  in  Gera  ersteigert.

The01.293  106  Bl.  zu  31!/  :  22  em   zweispaltig  geschrieben;
  rothe  Initialen  und  Überschriften  15  Jahrh.  schwähbischer
Dialekt  alter  Holzband,  mit  gepresstem  braunem  Leder

(Bl.  1—57a)  “Diss  tractat  hat  der  erwirdig  lerer  maister  Hans  Geüss
zeteützsch  gemachet,  und  hat  das  gezogen  uss  andern  bewaerten
buechern  der  hailgen  geschrifft,  uss  dem  von  den  hohen  sinnen  und
Dinckelspuehel  (Nicolaus  von  Dinkelsbühl)  und  andern,  do  er
was  ain  beiycht  vatter  der  durchleüchten  hochgeboren  fürstin  fraw
Elssen,  kayser  Sigmunds  dochter,  küng  Albrechts  herezzogen  zuo
Oesterreich  gemahel  und  küng  Ladislaus  muoter,  und  von  ir  bett  und
begerung  hat  er  ander  teiezschn  buecher  auch  gemachet.  ANNO
xlviij’  (so  stelit  roth  auf  dem  innern  Einbande).

Bl.1  “Das  ist  das  pater  noster’;  Anfang  “Vatter  unser  ete.  zu
dem  ersten  sprechen  wir  vatter.  Nach  der  schöpfung’  (vgl.  dieMünchner
Hs.  Cgm514  B1.92?).

Bl.2b  "Das  ist  das  guldin  Ave  Maria.  .,  Anfang  “Ave  got
erüss  dich  raine  magd  |  gross  lob  und  ere  sv  dir  gesagt’:  Reimpaare
(meistens  5)  mit  5  gereimten  Schlusszeilen  zu  jedem  Worte  des  Ave
Maria  (195  Verse).

Bl.4  “Hie  ist  zemercken,  wie  ain  yeglicher  seliger  guoter  eristan
mensch  bychten  sol  sein  schuld’,  Beichtformulare  für  die  Sünden  nach
den  fünf  Sinnen,  den  6  Werken  der  Barmherzigkeit  ete.  (vgl.  die
Münchner  Hs.  gm  776  B1.158?).

Bl.11  ‘Das  buoch  haisst  der  erkanttniils  der  sünden,  das  ist  mit
(ler  hailigen  geschrifft  beweysst  und  beschlossen’;  Anfang  "Unser  herre
ihesus  cristns  der  alle  die  welt.  ,  anı  Schlusse  der  Vorrede  "darumb
han  ich  mir  gedaucht  in  eren...  meins  herren  herezog  Albrechts  zuo
Oesterreich  ettlich  stück  urkünd  und  krafft  diess  schiffes  der  buoss
schreiben  .  .'.  Das  Werk  handelt  erst  von  Busse,  Reue,  Beichıte
im  allgemeinen,  dann  von  den  einzelnen  Sünden.  Schluss  Bl1.57
(roth):  “Hie  hat  das  buoch  der  bekantnüss  der  suend  ein  ende  des
hohen  lerers  maister  Nyelaus  Dinckelspuehels  (und  maister  Hansen
Geüssen  späterer  Zusatz  derselben  land)’.

Bl.57  Conflietus  vitiorum  et  virtutum,  deutsch,  “Misit  rex
Saul  apparitores  ..  Das  stet  geschriben  .  ;  für  Bilder  ist  Raum
gelassen.  Andre  deutsche  Hss.  sind  in  München,  z.  B.  Cgm5l4.

Bl.71  Übersetzung  der  Summa  historiae  bibliae  des  Petrus
Pietaviensis  (vgl.  Luneb.  17  Bl.18b).  “Diss  ist  dü  vorred  der
kurezen  bibli  dü  der  kern  haisset’,  Vorrede  ‘Ich  was  betrachten
        <pb n="481" />
        Theo.  292  —  294  475

die  lengin  .  .  und  haisset  diss  buoch  die  kurtz  bibel  oder  der  ken

der  alten  ee  .  .’;  Schluss  Bl.94.  Dem  Texte  sind  Stammbäume
ete.  eingefügt.  Eine  andere  Hs.  ist  in  München,  C'gnı  564  BI1.99.

Bl.95  “Ain  kurezi  Cronick’;  Anfang  “Die  Cronica  ist  gemachet  in
gottes  namen  den  von  Gmund  im  Augspurper  Bistum  gelegen  und
ist  gemachet  uff  das  allerkürezest  uss  anderen  eronicä  gezogen  darumb
  das  man  von  langer  red  wegen  nit  urtrüczig  werde  darinn  ze
lesen.  doch  ettwas  von  den  römschen  küngen  sunderlich  von  den
die  syder  dem  grossen  keiser  Karolo  zü  dem  römsehen  ı  vch  komen
sind  und  aller  sunderlicheste  von  den  die  von  dem  (?)  herzogtüm  von
Schwaben  des  ersten  gestifit  und  gefryet  ist...  Des  ersten  ist  ze
wissen,  das  nach  anfang  und  schöpfung  der  welt’.  Dies  ist  die
“Gmünder  Chronik’,  welehe  nieht  ohne  Fehler  gedruckt  ist  als  der
2.  Theil  von  Th.  Lirer’s  “Alte  schwäbische  Geschichten’.  Doch  enthält
  Lirer  die  Chronik  nur  bis  zu  der  Stelle  von  den  Judenverfolgungen
unter  Karl  IV.  Alles,  was  Lirer  unter  Kaiser  Rudolf  und  den  folgenden
aus  der  deutschen  Fassung  der  Annales  Stuttgartenses  zug  ‚osetzt  hat
(vgl.  Württ.  Jahrbücher  1  1864  8.  256,  dann  die  bei  Paul  Fr.  Stälin.
Geschichte  Württ.’s  I,  1882,  8.816  angeführten  Schriften),  fehlt  in
dieser  Hft,  dagegen  bietet  sie  über  Kaiser  Karl  IV  und  die  folgenden
bis  zum  Jahre  1451  einen  fortlaufenden,  noch  nicht  vedruckten
Text.  Ani  Ende  stelıt  roth:  geschriben  anno  (14)67°.

Im  Einband  waren  Stücke  von  Urkunden,  in  denen  Hohenahelfingen
  und  Heinrich  Marschalek  von  Pappenheiim  genannt  werden.
1784  im  Augsburg  aus  G.  W.  Zapf's  Bibliothek  &amp;amp;  eck  auft.

The01.294  270  Bl.  zu  20:14em  (von  Bl.111.  120,  198,
350  sind  Stücke  weggerissen)  rothe,  zuweilen  auch  blaue  verzierte
Initialen;  rothe  Über  schriften:  am  Anfang  jedes  Buchs  Randleisten
un?  1500  Holsdeckel  mit  gepresstem  Pergament  überzogen;  innen
Bruchstück  eines  Lectionars  des  XIV  Jahrh.

Bl.1  °Hye  hebt  an  die  gemeyne  furrede  in  das  buch  das  man
heylst  das  eleyn  Empyrreall.  Beattus  quem  elegisti  .  .  David
der  heilige  prophett  schriebet  disze  lattvnischen  Wortte  .  .  “8
selang  nicht,  dieses  Werk  sonst  nachzuweisen.  In  der  Vorrede
sagt  der  Verfasser,  dass  er  auf  Bitten  seiner  “lIiplichen  brudern  und
sehwestern’,  die  “nit  woll  lattyne  kunnen’,  in  diesem  Buche  “usz
der  rechten  tleologia  etliche  matterie  uszgenommen’  habe;  “und  eyn
(locktor  theologie  eutts  lebens  und  groszer  lerre  hat  mir  befolhen,
das  ich  sie  alle  solt  zu  lattvne  setzen,  und  das  gedenek  ich  auch
zu  thune;  und  das  ich  mach  zu  lattyı  .  .  will  er,  das  ich  auch  zu
duytsch  mache;  und  ich  will  gerne  gehorsame  syne,  da  jun  dunckt,
(las  es  den  ley  en  nit  zu  verbergen  sy.  So  byne  ich  auch  gebeden  ..
von  etlichen  geistlichen  closter  unefrauwen  ;  gutter  observantz,  das
ich  disze  vij  bucher  solt  zusamen  setzen  und  nach  eynander
ordenyren  .  .;  er  giebt  ferner  an,  dass  er  sein  latemisches  Werk
“das  gross  Empyrealle’  betitelt  habe,  “dan  alles  das  darin  geschrieben
ist,  helt  von  dem  hymellryche’;  am  Schluss  der  Vorrede  (B1.3)  folgt
eine  Widmung  “Ersamme  frauwe,  edel  mutter  unsers  .  .  herren...
Johannen  (von  Dalberg)  bischofle  und  furst  zu  Wornsz  .  .,  disz  buch
ist  durch  uwern  sone  yetze  genant  beschen,  und  getelt  Jm  also  well.
        <pb n="482" />
        476  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

das  er  es  hat  thune  usz  schryben  das  mane  es  drucken  sol  .  ..
Verfasst  ist  das  Werk  1491,  vgl.  Bl.2b;  jedem  der  7  Bücher  geht
noch  eine  besondere  Vorrede  als  Widmung  voran.

Bl.1  Vorrede.  Bl.4  BuchI  "Von  dem  anbegynne  der  welt’,
Schwester  Elizabeth  gewidmet,  27  Capitel.  Bl.43b  Buch  II  “Erkenttenysze
  der  untugende,  geschrieben  zu  Adriana  closter  jungtrauwen’,
  21  Cap.  bl.74  Bueh  III  “Kurtze  hystorie  vor  Christi
gebortt’,  Bruder  Nycolaus  gewidmet,  23  Cap.  Bl.109b  Buch  IV
“Von  Jhesus  und  Maria  geschrieben  zu  Berthan  der  elusenerin  eynig
beslossen’,  26  Cap.  Bl.158  Buch  V  “‘Kurtze  historie  nach  Christi
sebortt,  geschryeben  zu  Johannens  edele  knechte’,  24Cap.;  am  Schluss
einiges  aus  der  Zeitgeschichte  bis  “1500,  da  wir  ju  leben’  (B1.187b).
Bl.198  Bueh  VI  "Erkenttenysz  der  dugent,  geschriben  zu  Sophian  eyn
edele  frauwe’,  22  Cap.   BI.239  Buch  VII  “Von  dem  ende  der  welte,
geschrieben  zu  Wylhelma  eyn  edele  jungfranwe’,  25  Cap.;  die  letzten
Blätter  sind  ausgerissen,  sodass  dies  Buch  in  Cap.19  abbricht.

Auf  Bl.3  Abbildungen  der  Kronen  der  Engel;  B1.200  Abbildung
einer  rechten  und  (Bl.200b)  einer  linken  Hand,  letztere  mit  daraufgeschriebener
  Deutung  (zu  Cant.  Cantic.  II).

1775  aus  einer  Göttinger  Auktion.

Theol.29i  Druck  mit  IV  ilım  vorangehenden  und  35
(gezählt  als  B1.137  —  171)  ihm  folgenden  beschriebenen  Blättern  zu
13:  91/,  em,  mit  rotheu  Überschriften  und  Initialen  Ende  des
15  Jahrı.  Holzdeckel  mit  gestempeltem  braunem  Leder  überzogen

Bl.1  Druck  "Dyt  sint  sehone  sunerliche  lere,  wie  ein  mynsche
wayl  leu&amp;amp;  ind  wail  steruen  sal’,  am  Schluss  Bl.1357a  "Got  wylle
broder  dederich  geuen  Vur  diese  lere  dat  ewige  leuen  Amen.  Anno
dm.  mı.  ecec.  Ixxxvi.  den.  vij.  dach  in  dem  Mertz’.

Bl.137b  “Dit  nageschreven  gebet  is  zo  Rome  in  Sent  Johannes
kyrehen  ussgehuwen  yn  eynen  steyn...  Here  alre  gnedichste  vader..  ..

B1.139  “Dit  is  eyn  vurrede  van  der  passien  uns  herren.  Dat
leven  ind  de  lere  ind  dat  liden.  ..   DB1l.140b  “Hyr  begint  de  passie  ..
na  der  coneordaneien  der  vier  evangelisten....  in  vij  getzide  gescheiden.
  Mer  dat  mit  rodem  understrichen  is,  dat  en  schrivent  die
evangelisten  nyet”.

Bl.170b  (von  anderer  Hand)  7  Psalmverse,  “Here  erluchte  myne
ougen”.  Bl.171  (16  Jahrh.)  Mariengruss  “Got  grussze  dich’.

Auf  Bl.IIIb  der  Spruch  “Lytd  swyeh  mydt,  all  dynek  hait  syn
tzyt,  laiss  overgayn  woilt  du  altzyt  vryden  hayn’.  Bl.IV  Zwei
Stellen  aus  Bernardus  “Unse  hilge  vader  sent  Bernardus  sprvcht:
O  soisse  Jhesus..  ..

Auf  Bl.II  steht  “Diss  buch  hort  zu  fraw  Gehult,  wer  es  find  der
gib  es  wieder  oder  bock  stus  in  dernider’,  auf  Bl.I  Liber  Bibliothecae
novit.  Carmeli  Colon.’  mit  alten  Bibliothekssignaturen.  1805  aus
einer  Auktion  in  Köln.

Theol.295  Perg.  127Bl.  (Lagen  von  je  6  Doppelblättern)
  zu  91/,:7em   roth  rubrieirt;  auf  Bl.1  Initiale  auf  Goldgrund
  und  gemalte  Blumen  XV  Jahrlı.  Holzdeckel  mit  gepresstem
hellem  Leder  überzogen;  hübsche  Messingschliesse
        <pb n="483" />
        The01.294  —  295i  47

Bl.1  “Die  betrachtung  des  liden  Jhesu  Christi’  (elsässischer
Dialekt);  Anfang  “Ein  guoter  mensch  was  eins  moles  vor  mettin  an
irme  gebette  noch  irme  gewonheit’,  Schluss  Bl.124  "wie  er  mit  ir
gerett  hett.  Hie  endet  sich  die  betrachtung”.

Bl.125  (von  andrer  Hand)  “Item  In  der  legend  Sant  Bernhart
liset  man,  das  der  böse  geist  zu  jm  gesprochen  hab,  das  er  wisst
echt  verfs  jn  dem  psalter  .  .’

Bl.128  "Notiz  von  Daniel  Sudermann  (zeh.  1550),  weshalb  er
(las  Buch,  das  "200  oder  300  jar  alt’  sei,  aufgehoben  habe  (zu  Bl.122).

Auf  dem  Vorsetzblatt  stehen  von  D.  Sudermann’s  Hand  2  Verse
“AN  ding  probier.  .;  auf  dem  innern  Deckel  "A.B.  V.M.F..

Theol.29i  234  Bl.  zu  etwa  14:  101%  em  (ursprünglich
mehrere  selbstständige  Handschriften)  von  verschiedenen  Händen
geschrieben;  neue  Blätter-Lagen  und  neue  Hände  beginnen  Bl.1,  +41,
35,  65,  75,  85,  156  und  212:  innerhalb  der  Lagen  beginnt  eine  neue
Hand  Bl.36,  58b,  74,  155,  199b,  (201b  ?),  209b  15  Jahrh.

Niederdeutsches  Gebetbuch,  wohl  für  ein  Nonnenkloster;
vgl.  B1.65.

Bl.2  ‘Dyt  boekeken  hed  en  werdich  prester  ghenant  her  Bethleem
  bescereven,  de  in  dem  lande  van  Kelosten  bynnen  Ir’m  mennighe
tijjd  ghewant  heft,  unde  heft  alle  de  hilghen  straten  unde  weghe
nouwe  ghemeten  .  .’:  Andachten  für  die  einzelnen  Stationen  des
Leidensweges  Christi  mit  Angabe  ihrer  Entfernung  in  Ellen.
Anfang  nach  der  Vorrede  Bl.5:  “Alse  gv  to  dem  berghe  van  Calvarien
willet  ghan’;  nach  Bl.12  und  19  kleine  Liicken.  Dies  Werk  1st
in  zwei  niederländischen  Drucken  von  1518  und  1520  unter  dem
Titel  "Overwegingen  op  het  lijden  des  heeren  voor  degenen,  die  in
den  geest  de  heilige  plaatsen  willen  bezocken’  bekannt.  Nach  dem
ersteren  ist  es  abgedruckt  in  Bijdragen  voor  de  geschiedenis  van  het
bisdom  van  Haarlem  XI  (1884)  5.324,  wo  der  Verfasser  ebenfalls
“heer  Bethlem’  genannt  wird;  die  Fassung  weicht  von  dem  Texte
der  Hs.  öfter  ab.  Erwähnt  sind  die  Drucke  bei  Röhricht,  Bibliotheea
  gcographieca  Palaestinae  (1890)  S.172,  wo  jedoch  diese  Hs.
nicht  aufgeführt  wird.

Bl.32b  °...  vif  suverlike  unde  ymnighe  bede  myt  vif  paternosteren
  van  den  vif  bedrofenissen  Marien’;  Anfang  "O  myn  aldersoteste
  moder  Maria  eyn  trosterinne  aller  bedroveden  herten’.

B1.36  Vier  Gebete  zu  Jesus  °O  du  sute  Jhesu,  ik  vormane  dy
der  drier  svaren  stote  de  du  haddest  in  der  stunde  dynes  dodes  .  ..

Bl.41  Gedicht  “VO  Anna  sard  to  dusser  vard’,  12  Strophen;  aus
einem  gedruckten  Gebetbuche  von  1507  gedr.  bei  Waekernagel,
Kirchenlied  II  (1867)  8.1017.  Bl.43b  “Eyn  bet:  Grotet  systu  hilee
moder  Anna,  wes  du  unze  hulpe  .  .;  B1.46  “Na  dem  vozenkranze
en  bed.  O  du  vruchtbarge  wortel  des  levendigen  holtes  ...  Anna.
B1.46b  “lliir  anheven  sik  [an  sik]  de  xv  pater  noster’  Anfang
“Vrouwe  dy  o  hilge  moder  Anna’;  Schluss  BI.51  “Desse  voftex  N  pr.
ur.  lis  vofteyn  dage  vor  eren  dren  festen  .  .  Amen”.  Bl.51h
Mirakel  und  Exempel  über  die  Hilfe  der  h.  Anna:  Anfang  “Eyn
ynnich  man  plach  sik”,  131.55  Grüsse  an  die  hl.  Anna  “Ik  grote
dv  o  werdighe  hilghe  frouwe  sunte  Anna  eddele  rosen  blome  .
        <pb n="484" />
        +78  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.57b  ein  Exempel  und  Bl.58  Gebet  an  sie.  B31.58b  Gebete  an
Maria  “Maria  moder  der  barmherticheyt  .  ..  B1l.65  Grüsse  .an
Anna  °O  gy  hochghelareden  chore  der  hilghen  engele  .  .  segget  lof
ere  unde  werdicheyt  vor  my  arme  sunderinne  der  .  ..  moder  sunte
Annen  unde  erer.  .  dochter  Marien  .  ,  “O  du  werdighe  unde  alderhilgheste
  moder  Anna  .  ..  Bl.74  Gebet  an  die  hl.  Anna  ‘O  sote
ley  ‚derinne  unde  luchte  der  ewyghen  clarheyt  .  bB1.75  Grüsse
an  Jesus  “(g)hegrotet  sistu  alder  werlde  heyl,  ehegrotet  sistu  mym
alderleveste  Jhesu  .  .,  am  Schluss  (B1.82)  eine  Collecte.

B1.83  “(H)yr  an  hevedt  de  passie  de  dar  beserift  sunte  Matheus,
de  dar  werdt  ghelesen  an  deme  palme  dage.  (In  der  tijd  sprak
Jhesus  to  sinen  iungeren  .  ..  Bl.105b  °.  .  de  passie  ...  de  dar
bescrift  s.  Merkus.  (Dn  der  tijd  wurden  paschen  &amp;gt;.  BL125b
“An  deme  midweken  de  passio  Luce.  (T)n  der  tijd,  alse  sick  dar

&amp;gt;

nalede  .  ..  Bl.1441,  “(DJe  passio  ...  so  Johannes  beserift  an
deme  stillen  vrigdaghe.  (J)hesus  de  is  uthgheghan  .  ..

Bl.156  Passionsbetrachtung  “Welck  minsche  vruchtbarighen  wil
betrachten  dat  bitter  lident  .  .,  eingetheilt  “in  soven  dage  aver  de
weken,  des  sonavendes  anthohavende,  des  vrigdagles  to  endighende”.

B1.199b  Gebete  an  Maria  für  die  Tage  der  Passionswoche  (0)
Maria  du  sote  moder  mynes  leven  heren  BR  B1.209  Gebet  an
Jesus  (unvollständig).

Bl.212  Passionsandacht  für  Gründonnerstag  und  Karfreitag  (hora  7
bis  hora  9)  nach  den  4  Evangelisten  “In  dem  hilghen  avent  etende
sprekest  du:  myn  sele  is  bedrovet  went  an  den  doet  ..  ..

Auf  Bl.1  steht  "E.L.  hordt  dit  bock’,  dann  "Herman  von  der
Hardt’.  1786  aus  der  Bibliothek  Ant.  J.  v.  d.  Hardt’s  erkauft,  vgl.
S.48  n.294  des  Auctionskatalogs.

Theo1.296  368Bl.  zu  15:91/,  cm  19Deec.1640  beendet

in  böhmischer  Sprache

Valentin  Wudrian’s  Schola  erueis,  ins  Böhmische  übersetzt  von
Georg  Krineczky  aus  Ronow  Exulant.  Bl.1—11  enthalten  die  Vorrede
  Krineezky’s  an  seine  Frau,  datirt  Dresden  31  Dec.  1640  im
13.  Jahre  seines  Exils,  sodass  diese  am  19  Dec.  1640  beendete  Handschrift
  wohl  aus  Kiineezky’s  Besitz  stammt.

1776  aus  dem  Nachlass  des  Bürgermeisters  Schöber  in  Gera  erkauft.


Theol.297  2SBl.zu  34:21em  um  1796

Aktenstücke  von  1795  betreffend  den  Übertritt  der  Prinzessin
Julie  Henriette  Ulrike  von  Sachsen-Coburg-Saalfeld  zur  griechischen
Kirche.  Aus  der  Bibliothek  N.  P.C.  Henke’s,  Prof.  in  Helmstedt,
1811  gekauft.

Theol.298  41Bl.  zu  20:16!/%,  cm  von  2  Händen  gesehrieben
  (Bl.2  um  1705  und  1699

Bl.2  “.  .  Beantwortunge  der  Frage,  ob  jemand  nach  Anführung
der  Gründe,  so  in  denen  “Christlichen  Relieionen  angewiesen  W  erden,
z.  E.  von  der  Ev.-Lutherischen  zur  Catholisehen  oder  viee  versa  übertretend,
  dadurch  die  Seligkeit  verliere’(-Theol.313  Bl.245);  nach  einer
        <pb n="485" />
        Theol.2951—  299  49

eigenhändigen  Bemerkung  J.  H.  v.  Bülow’s  auf  Bl.1,  Abschrift  einer
auf  Veranlassung  des  Herzogs  Anton  Ulrich  zu  Wolfenbüttel  a.1705
verfassten  und  gedruckten  Abhandlung.  B1.19  6  Briefe  eines
Pietisten  an  einen  Freund,  gezählt  als  ‘1.  Theil  45.—50.  Brief”  und
datirt  14.  4.  1699  —  24.  11.  (1699),  vermuthlich  Abschrift  eines
Druckes.  Bl.34b  “Aus  Dr.  (Joh.  Wilh.)  Petersen  Zions  Stimme
ander  Theil,  der  43,  (47.  und  53.)  Psalm’.   B1.19—41  hat  Bülow,
wie  er  selbst  (Bl.15)  bemerkt  hat,  vom  Amtmann  Juxberg  bekommen,
der  sie  “unter  eines  so  genandten  Pietisten  Sachen  .  .  gefunden’,
Aus  J.H.  von  Bülow’s  Bibliothek.

Theo01.299   131Bl.  bis  zu  35:23  em  von  verschiedenen
Händen  geschrieben  um  1683

‘Reunionis  ecelesiasticae  ab  episeopo  Tinensi,  postea  Neostadiensi
Christoph.  Rojas  de  Spinola  (Tr  1695)  tentatae  arta  a  Davide
Christiani  (1610—1688)  professore  olim  Giessensi  ...  colleeta,  quibus
  in  ealce  accessit  proiecti  mstum  Heidelbergense,  quod  olim  hie
episcopus  (Joh.  Ludwig)  Fabrieio  (7  1696)  Heidelhergae  ipse  tradidit,
quaeque  omnia  nublici”  juris  feeit  Joannes  Andr.  Hannesen,  J.U.D.
et  prosyndieus  Göttingensis’  (7  1751).  Abschriften,  zum  Theil  von
Christiani  selbst  geschrieben,  mit  Noten  von  seiner  Hand.  Die  Mehr-„ahl
  der  Aktenstücke  betrifft  die  Verhandlungen  Spinola’s  mit  Sachsen-Eisenach,
  Gotha,  Hessen-Darmstadt  und  Braunschweig-Lüneburg.

Bl.2  Kaiser  Leopold  I.  an  Friedriel  zu  Sachsen-Gotha,  Passau
20.8.1683  (empfiehlt  Spinola).   BI.3  Friedrich’s  Antwort,  Friedenstein
  28.  10.  1683.  Bl.4  Friedrieh  Magnns,  Markgraf  zu  Baden,
an  ElisabetlıaDorothea,  Landgräfin  zu  Hessen,  Carlspurg  5.11.1683.
Bl.6  Johann  Georg  zu  Sachsen,  an  dieselbe,  Eissenach  7.11.  1683,
mit  2  Beilagen:  (Bl.9  Johann  Georg  III.)  Churfürst  von  Sachsen
an  den  Herzog,  Dressden  22.  10.1683,  und  (Bl.11)  dessen  Antwort,
Eisenach  7.11.1683.   Bl.12  Johann  Friedrich,  Markgrafzu  Brandenburg,
  an  die  Landgräfn  Elisabetlia  Dorothea,  Stuttgardt  7.11.  1683.
Bl.14  Friedrich  zu  Sachsen-Gotha  an  dieselbe,  Friedenstein  8.11.
1685.  Bl.18  Churfürst  Johann  Georg  II.  an  die  Consistorialund
  Regierungsräthe  zu  Dresden,  und  Bl.19  deren  Antwort,  Dresden
14.  11.  1683.  B1.23  Landgräfin  Elisabetha  Dorotlica  an  die  tlıcol.
Faeultät  in  Giessen,  Darnıstatt  14.  12.  1683.

Bl.25  (Spinola)  “Regulae  eirca  Christianorum]  omnium  .  .  reunionem,
  ..  pro  faeilitate  pacis  exulantium  et  protestantium  Hungarorum
colleetac  .  .;  Abschrift  von  mehreren  Iänden,  zu  Anfang  von  Christiani
selbst,  mit  einigen  Varianten  aus  einer  zu  lleidelberg  gefundenen
Hs.  (von  Hannesen  zugesetzt,  vgl.  dessen  eigenhändige,  1744  datirte
Bemerkung  auf  Bl.24b;  die  erw  ähnte  Is.  ist  w  ahrscheinlie  hı  identisch
mit  B1.119—131).  Ein  im  einzelnen  etwas  abweichender  Druck  der
“Regulae’  steht  in  Lünig’s  Sylloge  negotiornm  I  p.1092—  1124.

B1.48  (Spinola)  “Media  quibus  nommulli  protestantes  .  .  mufuas
Christianorum  condeimnationes  aliasque  hodiernae  divinae  maledictionis
  causas  a  Germanis  et  Ilungaris  auferri  posse  existimant’  nebst
(11.53)  “Clausulae  prineipales  censurae  distinettoris  .  .  tamı  eiren  .
“Media”  quam  ...  reunionis  "Regulas’..  (beides  gcılruckt  bei  Buder.
Nützliche  Sammlung  p.  217—261)  und  (B  1.55b)  Brevior  ac  generalior
censura  ..  “Mediorum’  ac  "Regularum”  proiceta
        <pb n="486" />
        480  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.57  “Gewisse  Postulata  undt  Praesupposita,  welche  dem  Bischoff
von  Thina  vor  der  Conferentz  vorgelegt  worden’.  bl.62,  64b,  66
Drei  Erklärungen,  gezeichnet  von  Generalsuperint.  Adam  Tribbechor
und  Hofprediger  Heinr.  Fe  ergen,  Gothae  20.,  22.  und  25.  10.  1683.
B1.73  “Eine  Antwort,  welche  der  Bischoff  von  Thina  den  Geheimden
Räthen  hinterlassen  .  .,  mit  dem  Titel  (Bl.74)  "Responsio  ad  sex
prineipalia  obstacula  reunionis  eirca  regimen  et  concilia’;  Anfang:
Primum  est  consensus  et  iura  prineipum.

b1.78--118  "Ad  consultationem  Christophori  Rojas  de  Spinola

.  de  reunione  romano-eatholicorum  et  protestantium  annotata  Dar.
Christiani  .  .,  in  amtlichem  Auftrage  verfasstes  Gutachten.
Bl.78b  (von  Christiani’s  Hand)  Inhaltsangabe  und  die  Approbationen
des  derzeitigen  Reetors  P(hil.)  L(udw.)  Hanneken  und  des  Prof.
Kil.  Rudrauff.  Bl.79  D.  Christiani  responsio  ad  “Projeetum’  et
“Media  pacis’  ete.  episcopi  de  Thina.  Bl.105  Eiusdem  extractus,
von  Christiani’s  Hand,  mit  den  eigenhändigen  Unterschriften  Hanneken’s,
Rudrauff’s  und  Clristiani’s  und  dessen  Siegel.  Bl.108  Gutachten
Hanneken’s.  DBIl.110  Gutachten  Rudrauff’s.  Bl.114  “Copia  eines
Schreibens  .  .  (Friedr.  Ulr.)  Calixti  in  Helmstädt  an  .  .  Abt  (Seb.)
Göbell  zu  Bergen  .  .,  gedr.  bei  Struve,  Historisch  -  Politisches
Archiv  U  2.69.  Bl.115  “Methodus  redueendae  unionis  .  .  inter
Romanenses  et  Protestantes,  ex  speeiali  mandato...  prineipis..  Ernesti
Augusti,  episcopi  Osnabr  ugensis  et  Brunsvie.  ac  Luneb.  dueis..  a  duobus.
  .  theologis  conseripta”,  unterzeichnet  “"Gerhardus  (Molanus)
abbas  Luceensis  (Loccum)’  und  “Herm.  Barchaus  .  .  ecelesiastes
aulicus  Hannoveranus’,  datirt  Hannoverae  30.  3.  1683;  vgl.  zu  Bl.131b;
gedruckt  und  besprochen  von  Pufendorf,  ins  feciale  divinum  p.51l
bis  82;  nach  Struve’s  Vermuthung  (Archiv  I  p.5)  sind  Friedr.  Ulrich
Calixt  und  Gebh.  Theod.  Mayer  aus  Helmstedt  die  Verfasser.

Bl.119—131b  "Manuscriptum  (Jod.  Lud.)  Fabriei,  quod  ego  Dr.
Hannesen  Heidelbergae  1744  inveni’:(Spinola)"Regulae  eirca  Christianorum
  omnium  ..  reuniouenm  ..';  vgl.  zu  Bl.  25.  Bl.131b  Gutachten
über  die  “Regulae’,  Hannoverac  30.  3.  1683,  unterzeichnet  “Gerardus
(Molanus),  abbas  Luccensis’  und  “Herm.  Barchaus  .  .;  vgl.  zu  Bl.115.

The01.300   S-+15Bl.  zu  35:22em  18Jahrh.

(Stock  in  Regensburg)  “Gedancken  eines  fried-liebenden  über
gegenstehende  Dubia  praeliminaria’;  Widerlegung  einiger  Sätze  aus
der  “Dubia  praeliminaria”  betitelten  Streitschrift  des  Georg  Serpilius,
Superintendenten  in  Regensburg,  gegen  Turretin’s  oratio  de  componendis
  dissidiis  inter  protestantes  (1707).  Die  Hs.  scheint  Abschrift
  von  einem  Druck  mit  gleichem  Titel.  Dann  eine  Streitschrift
Stock’s  gegen  Serpilius’  Antwort  auf  die  “Gedancken  eines  friedliebenden’,
  um  1709  verfasst;  Anfang  “Liebet  Wahrheit  und  Friede
Zach.8  v.19.  Es  ist  in  hiesiger  Stadt  bekanndt”.

The01l.301  89Bl.  zu  31:20,  cm  zweite  Hälfte  des
16  Jahrh.
Vertheidigungsschrift  des  Göttinger  Superintendenten  Phil.  Keyser
(Caesar),  Pfarher  bey  S.  Johans,  an  die  Stadt  Göttingen,  betr.  die
Anschuldigung  des  Abfalls  von  der  reinen  Lehre  Luthers.
        <pb n="487" />
        Theol.299  —  306  481

Reinschrift  mit  eigenhändigen  Correeturen  Keyser’s;  ausser  ilın
haben  sich  noch  “Val.  Heilandt  (Salvator)  pfarher  zu  unser  1.  Fr,

und  “Ihm  abwesend  Ehrn  Fr.  v.  Lübeck  ...  Arnoldns  Siegel  Hhu
seinem  Namen’  eigenhändig  unterschrieben.  Die  Schrift  ist  besonders

  gegen  Joachim  Meister  gerichtet,  der  die  synergistische  Lehre
vertheidigte;,  nach  der  Zeit-  und  Geschieht-Beschreibung  der  Stadt
Göttingen  III  (1738)  Buch  4  8.289  hat  Val.  Heiland  in  seiner  Gött.
Chronik  ausführlicher  über  diesen  Streit  gehandelt.

Voran  Bl.2/3  Brief  von  Gebh.  Aug.  Sehmelzer,  fürstl.  Schwarzb.
Cons.-Ratlı,  Frankenhausen  9  Oct.  1778,  an  Heyne,  womit  er  diese
Hs.  der  Bibliothek  schenkt.

The0l.302  16  Bl.  zu  331%,  :21em  nach  1702

(Gerh.  Meyer  oder  Mejer,  Consistorialrath  und  Superintendent  in
Bremen),  "Coneio  .  .  habita  Bremae  d.  31  Dee.  1702,  betr.  die  wegen
des  priesterlichen  Kirchen-Seegens  zu  Bremen  erregten  Controvers”.
Uber  diesen  Streitfall  mit  dem  Prediger  Ulrich  Mente,  der  in  der
Predigt  ausführlich  erzählt  wird,  vgl.  auch  J.H.  Pratje,  Kurzget.
Religions-Geschichte  der  Hzgth.  Br.  und  Verden  III,  2  (1781)  8.42.
Auf  Bl.2  steht  “Ex  Bibl.  Gymnas.  Gotting.  ,.

The01.308  I-+13Bl.  zu  301%,  :19/,cm  17  Jahırh.

“Diseursus  de  pontificia  religione  ...  habitus  in  eivitate  Wimaricnsi
praesentibus  rege  Succo  et  pr  ineipibus  Saxoniac  a  D.  Georgio  Calixto
Prof.  Helmstadiensi  a.1632°  (deutsch).

Über  den  Inhalt  und  das  Verhältniss  dieser  Hs.  zu  den  Drucken
vgl.  Henke,  Calıxtus,  I  (1853)  8.470.

1776  von  C.  W.  F.  Walch  geschenkt,  der  die  Hs.  von  Prof.  Hase
in  Marburg  erhalten  hatte,  vgl.  die  Notiz  Walch’s  auf  Bl.1  der  Is.

The0l.304  250  Bl.  zu  22:161%,  em  17  Jahırh.

Briefe  und  Akten  betr.  die  Verhandlungen  der  Nürnberger  Theologen
  mit  den  beiden  photinianischer  Lehre  ergebenen  Studiosen
Joh.  Vogel  und  Joach.  Peuschel,  1615/6;  Abschriften.  Die  Briefe,
Erklärungen,  Erlasse,  Vertheidigungen  etc.,  darunter  ausser  von
Vogel  und  Peuschel  solche  von  Joh.  Fabrieius,  Joh.  Schröder,
Maith.  Hoe  (Bl.2b),  Nicol.  Dümmler,  Corn.  Marci,  Georg  König
(Bl.250)  u.  a.,  sind  mit  wenigen  Ausnahmen  gedruckt  im  I  Bande  von
G.  G.  Zeltner’s  Historia  Crypto-Soeinismi  (Lips.  1729).   BI1.136—249
Acta  colloquii  inter  ...  Theologos  Noribergenses  et  duos  studiosos
Photiniana  haeresi  infectos  habiti  a.  1616.

Aus  der  Bibliotliek  von  J.  W.  Feuerlein.

The01.305  X  -+  2318.zu  19!/,:16em  nach  1635
Joh.  von  Bissendorff’s  Schriften  =  cod.  Philol.  1981,  1  S.1I—  158;
dann  8.226  Kurtzer  Bericht  und  8.229  Todesurtheil  =  Philol  1981,  11
S.218  und  216.  17854  aus  der  Bibliothek  Joh.  Just  Ebeling’s.
Predigers  in  Lüneburg.
The0l.306  HI  -+55Bl.zu35:21lem  18  Jahrh.
°“D.  Justi  Jonae  .  .  rares  Buch  a.1520  gemacht  und  zu  Wittenberg
  gedruckt  Vom  alten  und  neuen  Gott  Glauben  und  Lehre,  samt

31
        <pb n="488" />
        482  Goettingen,  Universitäts-  Bibliothek

Hartm.  Dulichii  .  .  lateinischer  übersetzung  De  veteri  et  novitio
deo,  ..  auch  ...  gedruckt  zu  Wittenberg  a.1522  .  ..

Dieser  Titel  und  eine  Vorrede  (Ielmstedt  23  Maji  1720)  sind  von
Ilerm.  v.  d.  Hardt  geschrieben,  der  das  ganze  wohl  herauszugeben
beabsichtigte;  dann  folgen  die  beiden  Abschriften  (Bl.1  und  30)  mit
vielen  Correceturen  von  ihm.

Aus  der  Göttinger  Gymnasialbibliothek.

The01.307  4Bl.in4®  17  Jahrh.

"Strigeenla  quam  eradendis  Bartholdi  Nihusüi,  viri  caetera  politi,
strigmentis  Apollo  miseratus  transmisit  Mago  Calobio’.

Sammlung  von  21  Epigrammen  etc.  gegen  Nihusius  und  seinen
Anhänger  Sierstorphius,  darunter  Parodien  Horazischer  Oden;  das
erste  Gedicht  “Quare  Nihusius  Exe.  D.  Calixto  nomen  Andabatae
imponat:  Quaeritis  Andabatam  .  ..

The01.308  128Bl.  zu  35:21cm  Anfang  des  18  Jahrlı.

Akten  in  Sachen  der  Hofprediger  zu  Wolfenbüttel  J.  Niekamp
und  A.  F.  Knopf;  vgl.  Theol.  309.

Bl.1  Aktenstücke  1705/6,  fast  dieselben  wie  im  Theol.  309.
Bl.45  “Vita  Joannis  Atkamper”,  von  Harenberg  geschrieben.
Bl.50  “Historia  unionum  inter  Evangelicos  Lutheranae  et  Reformatae
partibus  addietos..  ;  Cap.I,  1  bisII,  20;  vonll,  7  an  ist  der  Text
deutsch.  Bl.75  Species  Facti  und  Anlagen  A—Y:  dieselben  Akten
wie  im  Theol.  309.

1811  aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek.

The01.309  85Bl.  zu  33:21cem  Anfang  des  18  Jahrh.

Akten  in  Sachen  der  Hofprediger  zu  Wolfenbüttel  Niekamp
und  Knopf,  die  sich  dem  Religionswechsel  der  Prinzessin  Elisabeth
Christine  von  Braunschweig-Lün.  bei  ihrer  Verheirathung  mit  König
Karl  III  (von  Spanien)  widersetzt  hatten  (vgl.  Philos.  137  und  Theol.  308).

Bl.1  Species  Facti.  Bl.9  Anlagen  dazu,  A—Y:  Schriftstücke
von  Johan  Niekamp,  Albrecht  Fiedler  Knopf,  Herzog  Anton
Ulrich,  Klosterrath  J.  H?.  Töpffer,  1705/6;  Bl.37b  ein  Responsum
von  F.  U.  Calixtus.  Von  den  Aktenstücken  ist  einiges  mitgetheilt
in  Moser’s  Patriotischem  Archiv  XI  (1790)  8.62  ff;  vgl.  auch  W.  Hoeck,
Anton  Ulrich  und  Elisabeth  Christine  (1845)  8.94—110.

1811  aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Theol.310  111Bl.  zu  18S!/%,:15  em  1574

“Consilium  oder  colloquium,  in  welchen  von  der  Lutterischen  und
Bebstlichen  lar  dispudirt  .  .,  darinnen  das  Munchen  und  Nonnen
leben  beschriben  ist,  nutzlich  ..  sonderlichen  der  jugent,  so  von  dem
Babstumb  nichts  zulesen  wissen.  Durch..  Johan  Schonbrun  (}  vor
1556)  seliger,  weil.  Diacon  zu  Kemnitz  .  .”.

Bl.2  Widmung  von  Adam  Schonbrun  (dem  Sohne  des  Verfassers),
itzundt  inn  Leipzigk  (15)74,  an  die  Brüder  Aug.  Ludew.  Asche  und
Johan  Ernst  von  der  Assenburg,  die  Brüder  Achacius  und  Mattias
von  Feldtheim,  und  Heinrich  von  Salder,  von  denen  er  die  Mittel  zum
Druck  des  Werkes  erhofft.  Bl.9  Personenverzeichniss.  Bl.10

beginnt  der  Dialog,  der  ganz  in  Reimpaaren  verfasst  ist,
        <pb n="489" />
        The01.307  —-312  483

Am  Schluss  steht  “Burchardt  von  Velthem  bin  ich  genant,  Ach
ach  wie  ist  die  junge  jugendt  So  gar  verderbet  in  untugendt’;  vorn
ist  das  Bücherzeichen  von  “Friede.  Aug.  von  Veltheim’  eingeklebt:
also  ist  die  Hs.  wohl  Dediecationsexemyplar  von  A.  Schonbrun.
1811  aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Theol.311  96  Bl.  zu  161%  :10  cm  16/17  Jahrh.

Praenuneium  De  secuturis  tribus  tubis  Leonis  Praeeipuarunı
S.  Prophetiarum,  De  initio,  ineremento,  (decremento  ...  Papatus..
autore  Dethardo  Horstio  (1546—1618)  ICto’  (in  Helmstedt).
Voran  ‘Ad  Christianos  Magistratus  et  Subditos  Praefatio’,  “Index

Capitum’  und  “Praefatinncula  ad  Lectorem  de  ratione  .  .  operis.  .’;
mit  Zusätzen  und  Besserungen.

Theol.312  97  Bl.  zu  36:  221/,  em  und  kleiner  17  und
18  Jahrh.

Briefe  verschiedenen  Inhalts  (nur  zum  theil  theologisch),  aus  dem
16—18  Jahrhundert;  Originale  und  Abschriften,  von  MH.  Ph.  C.  Henke
gesammelt.

Bl.1  Henrieus  Hilarıius,  4  eigenh.  Briefe  an  Caspar  Calvoerius,
Diäconus  in  Zellerfeld,  Goslariae  12  Mai  1678  bis  12  Dee.  1683,  meist
über  Persönlichkeiten,  Bl.3  über  F.  U.  Calixtus;  Bl.6  als  Beilage:
M.  Anton  Guernerus  Cuno  (Rector  Gymn.  Magdeb.),  Postulata  wieder
die  Magdeburger,  so  er  den  Hn.  Commissariis  zu  Wien  vorgetragen,
nebst  Beschlüssen  darauf,  10  Jan.  1679,  von  Hilarıns  1681  abgeschrieben.
  Bl.10  L’abbe  (Ant.  J.)  Pernety,  Bibliotlieeaire  du
Roı  de  Prusse,  an  Aug.  Schulze,  Recteur  du  college  et  Bibliotleeaire
de  la  Ville  &amp;amp;  Zellerfeld,  Berlin  2  Juillet  1783,  über  den  verstorbenen
C.S.  Ziehen  und  seine  Arbeiten  über  “das  Buch  Chevilla”.  Bl.13
M.  (Jo.  G.)  Dahler,  Göttingen  16  Ilornung  1789;  dabei  Vergleichung
einer  Pariser  Hs.  der  Proverbia  Salomonis,  die  in  den  Annales  literarıi,
  eura  Ch.  A.  Güntheri,  1789  1289  und  385  grösstentleils  gedruekt
  ist.

Bl.17  “Variorum  Eruditorum  Litterae  ad  D.  Mart.  Chemnitium,  ex
autograplıis  desceriptae  ab  E.  C.  Reichardo’,  Abschriften  aus  Philos.99
(darunter  dort  Bl.65  Petrus  Mercator  Coopman  und  BI.69  Rich);
die  3  in  Ann.  lit.  1783  IL  193  gedruckten  Briefe  sind  aus  dieser  Abschrift
  gedruckt.  Bl.22—30  Abschrift  der  Widmung  des  Jo.
Aepinus  aus  dem  Druck  “De  purgatorio  ...  1549”.

Bl.31—42  Schriftstücke  betr.  die  Lehre  der  böhmischen  Brüder-Unität
  (sie  sind  verzeichnet  in  J.  D.  Hoffmann’s  Historia  lit.  collequii
char.  Thorun.  in  den  Preussischen  Zehenden  III  1744  S.73f):   Bl.32  die
Brüderunität  in  Polen  an  die  Geistlichen  der  Augsburgischen  Confession
in  Gross-Polen,  actum  Lesnae(Lissa)  in  convocatione  nostral645  26  Apr.,
Original  mit  Siegel  und  34  eigenhändigen  Untersehriften  (Jo.  Schlichting
  ete.,  darunter  Joh.  Comenius);  einiges  aus  dem  Schreiben  ist  gedruckt
  bei  J.  G.  Elıwalt,  die...  Lehre  der  Böhmischen  .  .  Brüder  (1756)
Vorrede  Bl.d6.  B1.36  Jo.  Schliehting  de  Bukowiee,  Direetor  Conventus
  Lesnensis,  an  die  Wittenberger  Theologen,  Lesnae  25  April
1645,  mit  eigenh.  Unterschrift.  Bl.35  Andreas  Ossowsky  und
Steph.  de  Bojanowa  BoJanowsky  (im  Namen  des  polnischen  Adels

31*
        <pb n="490" />
        484  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Augsburgischer  Confession)  an  die  theol.  Fac.  zu  Wittenberg,  Lesnac
Polonerum  9Ma,)  styli  novi  1645,  Original  mit  eigenh.  Unterschriften.
Bl.41  Dieselben  an  Hz.  Johann  Georg  von  Sachsen,  Lesnae  Pol.
)Ma)  styli  novi  1645,  Copie.  bl.42  Johann  Georg  an  die  Univ.
Wittenberg,  Dresden  12  May  1645,  Copie.

Bl.43  “De  primo  Noachidarum  in  Germaniam  adventu’  4  SS,  nur
eine  Seite  jedes  Blattes  ist  beschrieben.

B1.55  Schema  ventorum  (Zeiehnung);  Bl.56  “De  ventis  veterum’.

Bl.59  (C.  A.  Heumann,  eigenh.)  an  Feuerlein,  Zettel  über  Ant.
Albizius.  51.60  Innocent  XI”®  pape  au  roy  treschretien,  Rome
24  Sept.  1676.  Bl.61  Verzeichniss  der  Werke  von  Jo.  (x.  Eccardus.
 Bl.68  Laur.  Weidenfelder  an  (Jo.  Ben.)  Carpzov,  ad  radices
S.  Michaelis  Montis  Archangeli  1754  mense  Julio,  Original;  dann
folgende  von  ilım  geschriebene  und  an  C.  übersandte  Stücke:
Bl.70  ‘Litterae  armales  imperatoriae  et  prineipales  concernentes
tamiliam  et  domum  Agmnethlerianam  .  .  exsceriptae  studio  Laur.
Weidenfelderi  ...  1754  .  .  (zu  Carpzov’s  "Memoria  M.G.  Agnethler’
1752  4%,  Urkunden  von  1638  und  1603;  Bl.76  “Inscriptio  Koleseriana’,
  Iuschrift  der  Via  Carolina  in  Siebenbürgen  unter  Carl  VI;
Bl.78  “Litterae  ineditae  .  .  eruciatas  illas  pristinas  indigitantes.  Ex
inembranis  .  .  exscriptae  .  .  studio  L.W.’,  Urkunde  von  Johannes,
s.  Rom.  sedis  diaconus  cardinalis,  Budae  1456;  Bl.80  “Litterae
binae  ad  ..  Christianum  Roth...  concernentes  antiquitates  quasdam
Transilvaniae  ...  studio  L.  W.  exaratae  ...  1754’:  Praefatiuneula
17  Kal.  Aug.  und  2  Briefe  15  Kal.  Febr.  und  4  Kal.  Mart.  1754;  wahrscheinlich
  dieselben  beiden  Briefe,  die  (nach  C.  v.  Wurzbach,  Biogr.
Lexicon  53  8.255)  In  der  1796  gedruckten  Sammlung  “A  Magyar
Nyelvmivelö  Tärasäg  Munkäinak  elsö  Daralja’  übersetzt  stehen;  am
Schluss  (Bl.5S6b)  wieder  die  “Inseriptio  Koleseriana’,  vgl.  B1.76;
B1.8S  “Litterae  imeditae  Schurzfleischianae  ad  ..  Joh.  G.  nobilem
de  Reussenfels  ...  asservatae  studio  L.  W./,  von  C.  S.  Schurzfleischius
  1697.

B1.90  “Strieturae  ad  du.  Viti  Ludov.  a  Seckendorff  Christenstaat
m.  Jun.  1684°,  Concept.

1811  Aus  H.  Ph.  C.  Henke’s  Bibliothek  in  Helmstedt  erkauft.

Theol.313  I  +  584Bl.  zu  34:21em  17/18  Jahrh.

“Ein  starkes  Volumen  Responsorum  Theologicorum,  theils
privatim  theils  im  Nahmen  des  Oberconsistorii  zu  Dressden  ausgefertiget
  von  D.  Samuel  Benediet  Carpzov,  Oberhofpred.  und
Kirchenrath  zu  Dressden’.

Alle  in  dem  Bande  vorhandenen  Briefe  an  S.  B.  Carpzov  sind
Originale,  alle  Schriftstücke  von  ıilım  Concepte,  die  übrigen  Copien,
wenn  nicht  ausdrücklich  das  Gegentheil  angegeben  ist.

B1.1—30  betr.  Chr.  Thomasius:   BI.1S.B.  Carpzov,  Gutachten
an  den  Kurfürsten  (Friedrich  August  I  von  Sachsen),  betr.  Chr.
Thomasi  disp.  de  jure  prineipis  circa  adiaphora,  Sept.  1695.
Bl.5  Carpzov,  Bericht  an  den  Kurfürsten  (Johann  Georg  IV)  "wegen
Thomasii  vorhabender  Schrifft  contra  Facult.  Theolog.’  (um  1691);
Bl.7  Johann  Georg  IV  an  den  Kurfürsten  Friedrich  III  von  Brandenburg
  (um  1691)  wegen  derselben  Sache,  Concept  Carpzov’s.
        <pb n="491" />
        Theol.  312  —  313  485

Bl.8  Der  Kurfürst  (Friedrich  AugustI)  an  die  Bücher-Commissarios
„u  Leipzig  (Confiseation  von  Th.’s  disp.  de  jure  prineipis  eirca  haereticos),
  Concept  Carpzov’s  (1697).  Bl.9  Verordnung  des  Königs
Friedrich  August  wegen  der  Augriffe  Th.’s  auf  die  symb.  Bücher,
Concept  Carpzov’s  (1697),  gedr.  in  “Copey  Eines  gnädigsten  Befehligs
dden  8.  RK.  Majest.  in  Pohlen  .  .  abgelien  lassen  .  .  1698  BIl.3.

Bl.10  Excerpte  aus  mehreren  Schriften  Th.’s  (von  Carpzov  ausser
Bl.18/20).   Bl.21  Notizen  für  einen  Bericht  an  den  König  (Friedrich

August),  2  Mai  1698,  Concept,  grösstentheils  von  Carpzov.  Bl.27
Schreiben  an  den  Kurfürsten  (Johann  Georg  IV),  mit  Zusätzen  von
Carpzov.  Bl.29  Christian  Thomasens  ...  Erklährung  .  .  Seiner

Lehre  ...  1690,  Druck,  2Bl.  fol.;  Bl.30  der  zu  BIl.9  eitirte  Druck,
4Bl.  in  4°.

Bl.31—81  Quedlinburgische  Sachen:  Bl.31  Fr.  E.  Kettner,
Superintendent,  an  Carpzov,  Quedlinb.  1  Nov.  1706,  ob  der  Halberstädtisehe
  Pastor  Götze  seiner  vorigen  Frau  Schwester  heirathıen
dürfe,  mit  (B1.33)  Beilage;  Bl.35  Carpzov’s  Bedenken,  1706.
B1.40  Fürstl.  Sächs.  Regierung  zu  Quedlinburg  an  C.,  Quedl.  24  Nov.
1701,  wegen  einer  der  Ähtissin  auferlegten  Aceise:  bl.£2  Species
facti;  Bl.46  Carpzov’s  Responsum,  13  Dee.  1701.  Bl.49  Fr.  E.
Kettner  an  C.,  Quedl.  5  Jul.  1704,  betr.  Succession  im  Stift  Q.:
Bl.50  Carpzov’s  Responsum  1704,  nicht  abgeschickte  Reinschrift.
B1.57  Fr.  E.  Kettner  an  C.,  Quedl.  26  Aug.  1704,  über  dasselbe,  mit
(B1.58)  Speeies  facti;  Bl.59  Carpzov’s  Responsum,  Dresden  2  Sept.
1704.  Bl.62  Regierung  in  Quedlinburg  an  C.,  @.  3  May  1701,  betr.
Voeation  des  Superintendenten  Gerh.  Mejer  naclhı  Bremen;  Bl1.63  König
Friedrich  I  von  Prenssen  an  Gerh.  Mejer,  Schönhausen  16  April
1701;  Bl.65  Gerh.  Mejerus  an  C.,  Witteb.  29  Apr.  1701;  BI.67
Carpzov’s  Responsum,  8  Mai  1701;  Bl.71b  Responsum  der  theol.
Fac.  zu  Helmstedt,  30  Apr.  1701.

B1.74—84  betr.  Einführung  des  exereitii  Catholicae  Religionis  nm
Schweinfurt:  Bl.74  Stadt  Schweinfurt  an  C.,  2  Juni  1692.  Dankschreiben;
  Bl.75  Supplieation  der  Geistliehen  in  Schweinfurt  an
den  Kurfürsten  Johann  Georg  IV  von  Sachsen,  Schw.  24  Martii  1692,
Original  von  Jo.  Wilh.  Barger  und  3  andern  unterzeichnet:  B1.79
dlieselben  an  das  geistl.  Ministerium  zu  Dresden,  Schw.  25  Martii  1692,
Original;  Bl.8s1  Jo.  W.  Barger  an  C.,  Schw.  2  Junii  1692;
B1.82  Carpzov’s  Antwort  auf  das  Schreiben  B1.79,  S  April  1692.

Bl.85  G.  W.  Leibniz  an  C.  (Bl.89  Couvert  dazu),  Berlin  5  Sept.
1702,  räth  den  Druck  eines  Buches  von  Scherzer  zu  suspendiren;
B1.87  Carpzov’s  Antwort,  11  Sept.  1702.

B1.90  Sal.  Fermann,  "Pastor  in  Belmsdorf,  an  C.,  B.  14  April
1694,  betr.  Chr.  Mentzel,  der  sich  in  Auerbachs  Hofe  zu  Leipzig  dem
Teufel  verschrieben  habe,  mit  Beilagen  aus  den  Gerichtsakten;  B1.9S
Garpzov’s  Gutachten,  10  April  st.  vet.  1694.  BL101  ..  Ob  in
Cası,  da  ein  Stieffvater  seines  Stieffsolms  Witti)  heyrathen  wolle,
die  Dispensation  stat  finde’,  mit  Zusätzen  von  Carpzov’s  ITand.
B1.108  Theol.  Far.  zu  Wittenberg  au  den  Kurfürsten,  W.  13  Jan.  1676.
ob  einer  seiner  verstorbenen  Ehegattin  Bruders  Witwe  heirathen  dürfe.

B1.125  —135  Concepte  Carpzov’  S:  B1.125  Instruetion  für  den
Reisebegleiter  des  Kurprinzen,  G.  Ch.  Birubaum,  Diacon  zu  Zwickau,
        <pb n="492" />
        486  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

19  Oct.  1685,  nebst  Gebetsfornmlar.   BI.129  Instruction  derer  Feldprediger,
  so  mit  denen  Chur-Sächs.  .  .  nacher  Ungarn  marchirenden
Trouppen  fortgeschickt  werden  sollen’,  26  Mart.  1686.  Bl.132
“Betr.  die  Verfolgung  in  Ungarn  und  die  Unruhe  der  Kirche  zu  Pressburg’,
  16  Juli  1696.  Bl.135  “Project  eines,  Rescripti  ad  universit.
Theol.Lips.  et  Witteb.  wegen  der  Catechismus-Ubung’,  17  Dee.  1685.
Bl.  136  “Die  Art,  wie  zu  Frauckfurth  a/M.  die  Kinderlehr  in  der  Kirchen
schalten  zu  werden  pfleget”.

Bl.141  “Unvorgr.  Bedencken  über  der  Deputirten  von  der  Priesterschaft
  Requeste  wegen  Abschaffung  der  Cartesianischen  Philosophie’;
dann  ein  gedrucktes  Programm  von  A.  Calovius,  Witteb.  1686  (über
Descartes).

Bl.149  “Joachim  Weickmann’..  an  den  Kirchenrath  zu  Dresden
auf  beschehene  Vocation  zum  Chur.-Sächs.  Ober-Hoffprediger  Amte’,
Danzig  16  Maji  1708,  mit  Beilagen.

Bl.169—200  Betr.  die  durch  das  Reichskammergericht  geforderte
Zulassung  des  “Jacob  -  Böhmisten’  Sebold  zum  Abendmahl  der
Protestanten:  4  Briefe  und  ein  Postseript  des  Superintendenten
Geörg  Wonna,  Regenspurg  17  Jan.  —4  April  1695;  Responsa  der
theol.  Face.  (Bl.187)  zu  Wittenberg,  30  Jan.  1695,  und  (B1.198)  Tübingen,
23  Febr.  1695;  Bl.176  “Informatio’  Carpzov’s  an  das  Ministerium
zu  Regensburg,  30  Jan.  1695.

Bl.201  Carpzov  an  Geh.  Ratlı  Knoch,  26  Jan.  1692,  betr.  Oberhofpredigerstelle.


Bl.202  Joh.  Chr.  Lutherus,  Prediger  beym  GeneralStabe,  an  C.,
Marienburg  20  Nov.  1702,  über  seine  amtliche  Thätigkeit;  B1.205
Carpzov’s  Antwort,  26  Jan.  1703.

Bl.207  Carpzov,  Antwort  nach  der...  im  OConsistorio  beschehener
Verpflichtung  d.  19  Oet.  1691’.

B1.208  Ch.  G.  Gräfe,  Archid.,  an  C.,  Wurtzen  24  Febr.  1702;
Bl.210  Carpzov’s  Antwort,  20  Febr.  1702.  Bl.211  Carpzov  an
Joh.  G.  Schubarth  in  Weigsdorff,  7  Nov.  1681,  betr.  Gilltigkeit  einer
von  dem  abgesctzten  J.Seiboth  geschlossenen  Ehe.  Bl.213  Carpzov,
“Bedeneken  wegen  des  Superint.  zu  Graiz  Dr.  D.  Herings  und  ..
M.  Seidels  in  ihrem  Amt  verübten  Excesse’,  Mai  1707.  Bl.217
Carpzov,  “Bericht  wegen  M.  Sigm.  Baurensprungs,  Past.  in  Tautenhayn’,
  3  Oct.  1703.  B1.225  Theol.  Face.  zu  Leipzig,  Responsum  an
Ulr.  Jer.  Aletophil  in  Grossdorf,  47  Juny  1691,  ein  mit  seinem
Beichtvater  reisender  luth.  Prinz  dürfe  den  ref.  Gottesdienst  nicht
besuchen.

Bl.227  Fr.  Lanckischen  Erben  an  C.,  Leipzig  9  Nov.  1701;
Bl.229  Carpzov,  “Gutachten  über  die  nene  Edition  des  Kirchenbuches,
  so  Lankischens  Erben  in  Verlag  haben’,  25  Nov.  1701.
Bl.231  D.  J.  Alberti  an  C.,  Lips.  10  Jan.  1685,  und  Carpzov’s
Antwort.  B1.233  “Kurtze  Deduction  der  Cammer  —  Weichbilds
Stadt  —  von  Stiffts  und  anderen  dem  Iuri  Patronatus  der  Röm.  Kay.
Mayt.  unterworfenen  Kirchen  in  den  3  Erbfürstenthümern  Liegniz,
Brieg  und  Wolau’.  Bl.239  Frederie  de  Dona(?)  an  C.,  a  Copet  le
75  ’auvril  1686.   DBI.241  Carpzov  an  (Lud.?)  Tronchin,  Dresdae
27  Oct.  st.  vet.  1685.

Bl.245  “Kurze  und  einfältige  Beantwortung  der  Frage,  ob  Jemand
        <pb n="493" />
        Theol.313  487

.  von  der  Ev.-Lutherischen  zur  Catholischen  (Religion)  oder  vice
versa  übertretend,  dadurch  die  Seligkeit  verliehre’  (=  Theol.  298  Bl.2);
darauf  steht  (angeblich  von  Joh.  Ben.  Carpzov’s  zu  Wittenberg  Hand)
“"Typis  publieis  postmodum  exscripta  est  haec  quaestio,  eujus  Autor
creditur  D.  Joh.  Fabrieius  ..  ..  B1.256  Joh.  Barth.  Niemeier,
Acad.  Senior,  Responsum  an  Anton  Ulrich  Hz.  zu  Br.-Lüneb.  betr.
Religionswechsel,  Helmstedt  20  Sept.  1705.

Bl.258  Jo.  Ad.  Müller  an  C.,  Schöneck  11  Jan.  1703,  nebst  (B1.259)
“Species  facti  wegen  desjenigen,  so  der  Kirchen  und  Pfarr  zu  Schöneck
von  Zeiten  zu  Zeiten  entzogen  worden  und  noch  ferner  entzogen  werden
will”  (mit  Beilagen  1491—1701).  BI.287  Sethus  Calvisius  (d.J.)  an
C.,  Quedlinburg  13  Aug.  1694;  nach  B1.287  gedruckte  Quedlinburger
Eidesformulare;  B1.289  Carpzov  an  Calvisius,  27  Aug.  1694.
bl.291  Carpzov,  "Bedenken  wegen  des  Raths  zu  Leipzig  Vorschlag
von  gänzlicher  Abschaffung  der  lat.  Gesänge  aus  den  Kirchen’,  Mai
1702.  B1.295  Protokoll  von  Carpzov,  14  Oct.  1688,  betr.  J.  H.  Kühn;
nach  Bl.297  ein  Druck:  J.  H.  Kühn,  Das  Fürbild  der  heilsamen
Lehre  ...  1688,  95  8.  Bl.298  Gabr.  Rehfeld  Diac.  an  G.,  ohne
Datum.  Bl.298b  Notizen  von  Carpzov  “An  rite  dicatur  Christum
in  nobis  concipi,  nasci  .  ..

Bl.301  “Vortrag  (Carpzov’s)  an  das  Ev.  Ministerium  zu  Budissin
nomine  et  in  praesentia  Ser.  Electoris  in  ipso  conclavi  gethan  amı  20  Aug.
1694  Tags  nach  der  Huldigung”.  B1.302  A.  G.  Sanus,  N.  Heer
und  G.  Edelmann  an  C.,  Lauban  2  Julii  st.  n.  1696  (schlinnme  Lage
der  Stadt).   BI.306  Carpzov,  “Bedencken  in  Sachen  die  entstandene
Irrung  zwischen  dem  Ministerio  zu  Lauban  Hn.  Joh.  Mascovio  und
Rath  daselbst  betr.,  14  April  1686.  Bl.309  Carpzov,  Conciliatio
locorum  2  Reg.24,  8  et  2  Chıron.  36,  9.  Bl.310  Carpzov,  Gutachten
nach  Stralsund  in  dem  Streite  zwischen  M.  Kienast  und  Jac.  Wolff,
31  Aug.  1696.  Bl.314  Carpzov  betr.  Vocation  von  G.  Ch.  Johannis,
1  Oct.  1696.  Bl.316  Carpzov  betr.  Verhalten  eines  Sceelsorgers,
6  Aug.  1690.  Bl.317  A.  v.  Miltiz  (an  C.),  Eschdorff  31  Jan.
1696.  B1l.322  Abschrift  zweier  Briefe  (Carpzov’s?,  über  die  Macht
des  Teufels)  an  Jo.  G.  Mylius,  S.  Theol.  Stud.  in  Halle,  28  Juli  und
15  Nov.  1654.  Bl.325  Responsum  der  theol.  Fac.  zu  Wittenberg
betr.  Chiliasmus,  18  Aug.  1701.  Bl.329  Ernst  Fr.  v.  Döhlau  an  C.,
Hoyerswerda  16  May  1696;  Bl.330  Carpzov’s  Responsum.   B1.333
Carpzov  betr.  Dan.  Kleschens  Schrift,  6  Febr.  1687.  Bl.335
Carpzov  an  den  Kurfürsten  betr.  Feier  der  in  die  Messe  zu  Leipzig
einfallenden  jüdischen  Feste,  16  Aug.  1693.   BI1.337  David  Glado,
2  Briefe  an  C.,  Küstrin  7  und  18  Juni  1698;  dabei  gedruckte  Leichenrede

  desselben  auf  Frau  v.  Schöning.  Bl.341  Responsum  de  observatione
  vel  impletione  legis,  10  Martii  1691.  B1.345  “Exeerpta

litterarum  (Carpzov’s)  ad  J.  G.  Neumannnım  16  Jan.  1698°  (betr.
unrechtmässige  Ehe);  B1.346  J.  G.  Neumannus  an  C.,  Witt.  18  Dee.
1697;  B1.348  Hannekenii  sententia.  B1.349  J.  G.  Neumannus
an  C.,  2  Briefe  11  und  12  Dee.  1697.  B1.351  GCarpzov  an  die  Univ.
Wittenberg,  9  Febr.  1686,  Misbilligung  einer  Deputation  der  Philos.
Faecultät.  B1.352  Ge.  Fr.  Meinhart  an  C.,  2  Briefe,  Sondershausen
1  Oet.  1698  und  21  Nov.  1688  (so);  B1.357  Carpzov’s  Responsum,
11  Oet.  1698.  B1.360  Geh.  Rath.  F.  \.  Pflug  an  C.,  2  Briefe,
        <pb n="494" />
        488  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Warschau  48  Mai  und  31  Mai/10  Juni  1699;  Bl.364  Carpzov  an  Pflug,
20  Febr.  1699  und  8  Juni  1699.  Bl.366  Johann  Beck  an?,  Wien
18  July  1691;  Bl.367  Carpzov’s  Bedenken  betr.  die  Unionsversuche
des  Bischofs  von  der  Neustatt,  26  Juli  1691.  Bl.369  Philipp  Jacob
Breyer  (an  C.),  Pfedelbaeci  20  Majı  1700,  mit  Beilagen  betr.  eine
beabsichtigte  Mischehe  des  Fürsten  von  Hohenlohe-Schillingsfürst.
Bl.375  Carpzov  an  Andr.  Kuhn,  11  Sept.  1693;  B1.378  Andr.  Kulın
an  C..  Gedan.  2  Sept.  st.  n.  1693;  Bl.379  Erlass  von  Johannes  III
rex  Poloniae  (Warsavie  10  Juli  1693)  und  von  Leopoldus  electus
Rom.  imp.,  Vienn.  14  Martii  1693  (betr.  A.  Kulın).  b1.381  Carpzov
an  den  Kurfürsten  betr.  eine  Schrift  Joh.  Jac.  Müller  s,  Dresden
28Mail688.   BI.383  Carpzov’s  Excerpte  aus  F  reylinghausens  Grundlegung
  der  Theologie  1703.

The0o1.314  10Bl.  im  fol.  16/17  Jahrh.

Reehtfertigungsschreiben  einer  Anna  Speekhans  an  einen  Geistlichen
  (wohl  in  der  Nähe  von  Braunschweig)  wegen  ihres  Umganges
mit  Seb.  Hunderstius,  mit  Randbemerkungen  des  Empfängers.

Theol.315  13  Kapseln  in  4°  mitlosen  Blättern  19  Jahrh.

Handschriftlicher  Nachlass  des  Göttinger  Professors
der  Theologie  Heinrich  (Ludwig)  Planck  (geb.  1785  7  1831).

Die  Papiere  enthalten  seine  Colleghefte  und  die  Concepte  seiner
Sehriften;  ausserdem  bibliographische  und  andere  Notizen.  Ausser
einigen  Briefen  ist  alles  von  Pl.  geschrieben.

1859  von  H.  Pl’s  Sohne  Wilh.  Jul.  Planck,  Prof.  jur.  in  Kiel  geschenkt.


no.l1  a-—i  Zur  Dogmatik:  a)  (etwa  90  Bl.)  “Philosophische

Religionslehre’,  andere  Fassung  des  1821  gedruckten  Abrisses;
dazu  2  Briefe  des  Buehhändlers  J.  Danckwerts.  b)  (etwa  130  Bl.)
“Biblische  Theologie”.  ce)  (3  Bl.)  “Über  Offenbarung  und  Inspiration’,
22  Junius  1817  (=  Druck).  d)  (14  Bl.)  Schema  der  Vorlesung  über
Dogmatik,  mehrere  Entwürfe  1815—24;  dann  (Bl.12)  tagebuchartige
Aufzeichnungen  P.’s  über  seine  Arbeit  an  der  Dogmatik  1816  —20.
e)  (etwa  20  BL)  Populäre  Gotteslehre.  f)  (16  Bl.)  "Anmerkungen
zu  Daub’s  Dogmatik’  4  Dee.  1810.  x)  (etwa  60  Bl.)  Analecta,  meist
Excerpte,  7.  B.  aus  Kant.  h)  (17  Seiten)  “Herr  Spec.  M.  Jäger
in  Waiblingen  an  Hn.  Hofkaplan  M.  Rieger  in  Stuttg.  über  die
Schellingische  Philosophie  1803”.  i)  (6  Bl.)  zu  Programmen  von
1812  und  1813.

k}  (etwa  85  Bl.)  Concept  (8  Oet.  1805,  unvollständig)  und  Analekten
  zu  P.’s  Preisschrift  “"Commentatio  de  prineipiis  et  caussis  interpretationis
  Philonianae  allegorieae’  (1806);  dabei  ein  Zettel  von  Jo.
G.  Eichhorn  und  ein  Brief  von  (Th.  C.)  Tychsen  an  P.,  beide  Juni
1805.   D  (etwa  110  Bl.)  Entwürfe  und  Exeerpte  zu  Pl.’s  Habilitationssehrift

  “Q.  Ennii  Medea  comm.  perpetuo  ill.  1807;  dabei  2  Briefe  des
Buehhändlers  Hahn  in  Hannover,  1807,  und  6  Zettel  von  Heyne  mit
Bemerkungen  (zu  den  ihm  übersandten  Correeturbogen),  die  von  Pl.
verwerthet  sind.

no.2  (etwa  300  Bl.)  Einleitung  ins  alte  Testament  (Anfang
fehlt);  mit  einer  von  Pl.’s  späterer  Hand  ganz  abweichenden  Schrift
        <pb n="495" />
        Theol.  314  —  315  489

geschrieben,  derselben,  die  in  der  1803  eingereichten  Preisschrift
(no.7)  auftritt,  also  wohl  sehr  früh  niedergeschrieben;  mit  Zusätzen
in  Pl’s  späterer  Schrift.

n0.3  a)  (etwa  300  Bl.)  “Historisch-kritische  Einleitung  in’s  neue
Testament‘,  gelesen  1809—25;  ein  Abschnitt  (gelesen  1808—9)  ist
bezeichnet  “Einleitung  in  die  Critick  des  N.T..  b)  (etwa  50  Bl.)
Bruchstück  einer  Einleitung  m  das  N.T.,  ın  derselben  Schrift,  wie
n0.2.  ce)  (etwa  70  Bl.)  Geschichte  der  neutest.  Schriften,  1818  und
1824  gelesen.  d)  (etwa  40  Bl.)  Excurse  über  Dämonen.  Messias
(vgl.no.5,  7),  Wunder  (vgl.  n0.5,  15),  hl.  Geist  ete.  ce)  (19  Bl.)  Übersetzung
  des  Er.  Johannis  (unvollständig  ').  In  a)  liegt  ein  Brief
von  (J.  C.  F.)  Saalfeld  1817  und  ein  Zettel  von  A.  Wagemann  1814.

n0.4  Zur  Sprache  des  neuen  Testaments:  a)  (etwa  75  Bl.)
Entwürfe  der  “Commentatio  de  vera  natura  atque  indole  orationis
Graecae  N.T.’  1810,  sowie  der  Progranıme  über  ein  Lexicon  zum
N.T.  1824—1830  (IV;  nur  I—IlI  sind  gedruckt).  Darin  auch
(Gedanken  zur  Vorrede  und  Anordnung  des  zu  veranstaltenden  Wörterbuchs
  (1828);  dessen  Ankündigung  (mit  Druck  1813)  und  Concepte
„weier  Briefe  Pl.’s  an  den  Buchhändler  F.  Ch.  W.  Vogel  in  Leipzig.
b)  (etwa  85  Bl.)  "Analekta  zur  Hermeneutik  des  N.  T.:  Uber  den
Hellenismus  des  N.T.  als  Versuch  einer  Einleitung  in  das  philos.
Studium  der  neutest.  Schriften’,  “ine.  5  Nov.  1808’,  nebst  Abschrift.
c)  (20  Bl.)  “De  fontibus  sermonis  serioris  eorumque  auectoritate
diversa”.  d)  (etwa  40  Bl.)  "Obss.  ad  singula  verba  N.  T..
e)  (etwa  50  Bl.)  “De  syntaxi  sermonis  serioris’.  f)  (etwa  20  Bl.)

“De  dialecto  xow}.  g)  (etwa  30  Bl.)  "De  Aramaeismo  N.T..
h)  (38  Bl.)  Excerpte  ete.
n0.5.  Bibliographisches  und  kleinere  Aufsätze:  l)  (etwa

90  Bl.)  “Litteratura  V.etN.T’.  (etwa  20  Bl.)  "Kirchengeschichte’,
nur  Zeitalter  Christi.  3)  (etwa  80  Bl.)  “Spieilegium  litt.  observationum
  in  singula  loca  librorun  V.et  N.T’.  4)  (16  Bl.)  "Anmerkungen
„u  De  Wette’s  Dogmatik’,  1813  —  16.  5)  (etwa  20  Bl.)  “Analecta
ad  hist.  litterariam  biographicam’,  6)  (etwa  20  Bl.)  "Litteratura
Rabbino-Judaica.  Märtz  1805”.  7)  (etwa  30  BL)  “Miscellanca  ad
theologiam  biblieam”:  Excursus  über  den  Messias  (vgl.  no.3d).
8)  (8  Bl.)  “An  et  quatenus  historico-eritica  interpretatio  N.T.  sit  adhibenda’,
  Oratio  academica  1808  (zweimal).  9)  (17  Seiten)  “Über
die  neueste  Vertheidigung  der  Mosaischen  Ur  sprünglichkeit  _  des
Pentateuchs  und  dessen  hist.  Bedeutung”.  10)  (15  Seiten)  “Über
die  moral.  Nothwendigkeit  einer  rechtfertigenden  Gnade  Gottes  .  .
(1827).  11)  (13  Seiten)  “Über  die  Einheit  und  Verschiedenheit  der
Bestimmung  Jesu  als  Weltheiland  in  den  neutest.  Schriften‘,  gelesen
1818—21.  12)  (24  Seiten)  “Über  die  Identität  des  Erzählers  im
Protevangelium  des  Lucas’,  “Theol.  Gesell.  2  Dee.  1815’  13)
(14  Seiten)  “Wie  verhält  sich  die  so  gerühmte  Consequenz  des  Supranaturalismus
  zu  ihrer  Basis”.  14)  (35  Seiten)  Auszug  ans  Kants
Kritik  der  reinen  Vernunft,  1805/6.  15)  (etwa  20  Bl.)  "Excursus
über  die  Wunder  Christi’  (vgl.  no.Ad).  16,  17,  18,  19)  (etwa  40,
25,  20  und  20  Bl.)  Bibliographische  Sammlungen.

n0.6  a)  (etwa  250  Bl.)  “Historisch-  kritische  Einleitung  ins  A.  T.,
        <pb n="496" />
        490  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

1810/11.  bb)  (etwa  100  Bl.)  "Uber  die  messianischen  Weissagungen’,
publice  1810.

n0.7  a)  (etwa  200  Bl.  fol.  und  4%)  'Theol.  Preisschrift  Planck’s
“Quantum  valoris  ae  momenti  .  .  testimonia  adversariorum  .  .  et
haereticorum  .  .  in  tribus  primis  saeculis  .  .  habeant  .  .:  1)  nicht
gekrönte  Arbeit  1503,  Concept  und  Abschrift;  2)  gekrönte  aber  nieht
gedruckte  Sehrift  1805,  ebenfalls  Concept  und  Reinschrift.  b)  (etwa
90  Bl.)  Pl.’s  Zuhörerverzeichnisse,  1807—28.

n0.8  a)  (etwa  320  Bl.)  “Collegium  in  Libros  Symbolieos  Ecel.
Luth’,  1807/8  und  1812.  b)  (etwa  110  Bl.)  “Fundamentale  hebraicum’,
  Sommer  1807.  c)  (etwa  100  Bl.)  "Bemerkungen  über  den
1.  Paulin.  Brief  an  den  Timotheus  in  Beziehung  auf  d.  erit.  Sendschreiben
  von  Hn.  Prof.  Schleiermacher  zu  Halle.  d)(etwa  120  Bl.
in  4°  und  8°)  Predigten  (13),  von  1803  an;  die  erste  ist,  wie  das
beiliegende  Symbolum  zeigt,  eine  Preispredigt.

n0.9  (etwa  500  Bl.)  Vorlesung  über  die  drei  ersten  Evangelien
(Einleitung  und  Exegese,  erster  Theil  des  Cursus  über  das  N.  T.),
gehalten  1809—27.

n0.10  Vorlesungen  über  die  Johanneischen  Schriften  (gehalten
1829/30)  und  die  Apostelgeschichte  (bildete  mit  Evang.  und  Briefen
des  Johannes  den  2.  Theil  seines  exeg.  Cursus  über  das  N.  T.,
der  z.B.  1817/18  gelesen  wurde):  a)  (etwa  300  Bl.)  Evangelium
Johannis.  bb)  (25  Bl.)  Die  3  Briefe  des  Johannes.  ce)  (etwa  60  Bl.)
Apocalypsis,  als  Publicum  1826  gelesen.  d)  (etwa  150  Bl.)  Apostelgeschichte,
  gelesen  1808,9.

no.1l  (etwa  400  Bl.)  Vorlesung  über  die  12  kleinen  Propheten,
gehalten  1806/7.

n0.12  a)  (etwa  400  Bl.)  Dritter  Theil  des  Cursus  über  das
N.T.:  Einleitung  in  die  Paulinischen  Briefe  (gelesen  1811—-29);
Römerbrief  und  Corintherbriefe.  b)  (etwa  300  Bl.)  Letzter  Theil
des  Cursus  über  das  N.  T.:  “Kleine  Paulinerbriefe’  (gelesen  1816
his  27).  6)  (etwa  40  Bl.)  Hebräerbrief  (gelesen  1817—25).

n0.13  Kleinere  Aufsätze,  darunter:  l)  (4  Bl.)  "Comm.  de
vestigiis  philosophiae  Platoniecae  in  ep.  ad  Hebraeos  nuperrime  detectis’,
  wohl  Entwurf  zu  dem  1810  gedr.  Progranım.  2)  (2  Bl.)
“Prolegomena.  Observatt.  in  Sophoniae  ..  textum  ...  Specimen  S.  V.
Theol.  Ordini  exhibitum’.  4)  (etwa  50  Bl.)  Analekten  zum  N.T.,
"May  1819’,  zum  Theil  schon  um  1303  geschrieben.  5)  (2  BI.)
Ad  Judieum  librum,  1804.  6)  (35  Bl.)  Ad  Philosophiam,  1804,
dahei  Excerpte  aus  Kant.  7)  (8Bl.)  2  acad.  Reden:  “Historia
artis  tragicae  apud  Romanos  ad  Ennium  usque’  1806,  und  ‘De
aifficultatibus  in  antiqua  seriptorum  Lat.  dietione  restituenda  obviis’
1807.  9)  (etwa  35  Bl.)  Concepte  von  5  (gedruckten)  Programmen
1812—1823.  10)  (etwa  35  Bl.)  Apokryphen  des  A.T.,  Febr.  1805.
11)  (etwa  50  Bl.)  “Theolog.  Gesellschaft’:  besonders  Thesen,  dann
Verzeichnisse  der  Vorträge  der  Mitglieder  bis  1828;  Briefe  der  Mitglieder
  an  Planek  (meist  Entsehuldigungen),  darunter  2  von  F.  Lücke.
Dabei  ein  Brief  von  H.Planck,  “Ideen  zur  Vereinigung  einer  tleol.
Ges.’  1812  (Orig).  11)  (7  Bi.)  "Etwas  zur  Critiek  des  Begrifs  einer
göttl.  Sündenvergebung  .  ..,  12)  (8  Bl.)  “Für  die  litterärische  Gesellschaft
  im  Dec.  1806:  Uber  die  richtige  Wahl  und  Bestimmung
        <pb n="497" />
        The0l.315  —  317  Luneb.l  491

des  eigentl.  Standpunetes  unserer  wissensch.  Bildung  in  Bez.  auf
Vielseitigkeit’.
Theol.316  etwa  160  Bl.  in  4°  in  einer  Kapsel  1839
F.  Lücke,  Einleitung  in  das  Studium  der  Theologie;  Gött.  6  Mai

1839.
1888  von  Frau  Geh.-Rath  Bertheau  in  Göttingen  geschenkt.

The01.317  159  +  69  Seiten  zu  27:18cem  _1834/5
Collegienhefte  nach  Vorlesungen  von  G.  H.  A.  Ewall:  I  Erklärung
  der  Psalmen,  (Göttingen)  1  Nov.  1834—  22  März  1835.
Il  Einleitung  in  das  Alte  Testament,  angefangen  (Göttingen)  den
28  April  1834.
1892  in  Wien  gekauft.

Handschriften  aus  Lünebure.

ee  en

Die  Handschriften  des  Klosters  St.  Michacl  in  Lüneburg  gingen
in  den  Besitz  der  Ritterakademie  über;  nachher  wurden  etliche  an-(lere,
  meist  jüngere  Hften  mit  ihnen  vereinigt.  Bei  der  Auflösung
der  Ritterakademie  (1852)  kanıen  manche  Iften  in  die  Linebur  ger
Stadtbibliothek  oder  in  die  kgl.  Bibliothek  in  Hannover  (Martini
n0.23,  42,  61,  120  =  Bodemann  38,  9,  272  10  *1144  184  217,  1919:
dazu  Bod.  102,  256,  282:  Martini  89  ins  kgl.  Staatsarchiv),  w  eitans  die
meisten  aber  in  die  Göttinger  Bibliothek.  Dieselben  sind  fast  alle
im  14  oder  15  Jahrhundert  geschrieben  und  enthalten  besonders  vielen
Stoff  zur  Geschichte  des  Unterrichts,  zumal  an  der  Universität  Erfurt.

Mehrere  Hften  des  Klosters  St.  Michael  hat  Gebhardi  erwälnt  in
seiner  Dissertatio  secnlaris  cocnobii  S.  Mich.  (1755);  einige  von  den
später  beigefügten,  welche  1803  der  Rektor  Nielas  zu  Limeburg  besass,
  sind  beschrieben  in  Bruns’  Beiträgen  zur  krit.  Bearbeitung
unbenutzter  Hften  ...,  III  (1803)  S.314—  320.  Endlich  hat  den  ganzen
Bestand  der  Bibliotliek  beschrieben  A.  Martini,  Beiträge  zur  Keumntniss
der  Bibliothek  des  Klosters  St.  M.  in  Lüneburg  (1827),  freilich  schr
ungenügend  (vgl.  zu  n0.32  Bl.134).  Die  Hften  haben  noch  jetzt  dieselben
  Nummern,  wie  bei  Martini.

Luneb.1   292Bl.  zu  285Y,:21  em  alles  von  einer  Hand;
(lie  Initialen  sind  meist  ausgelassen  um  1500  Pereamentumschlag
mit  Messingschliesse  ;  im  innern  Einbande  ein  Pergamentblatt  (X  Jahrh.)
mit  einem  Bruchstück  theologischen  Inhalts
Sammlung  von  vielen,  meist  poctischen  Stücken,  die  fast  alle
mit  Commentar  versehen  sind;  vielleieht  sind  manche  aus  Drucken
abgeschrieben,
        <pb n="498" />
        492  Goettingen.  Universitäts  -Bibliothek

Bl.1  ‘Jo.  Reuchlin  Phoreensis  Prog  gyımnasmata,  hoc  est  Iudiera
preexereitamenta  ,  mit  Musiknoten;  Commentar  Presens  comedia  uti
quevis  alia’.  Bl.12  ‘Elegia  Hinr.  Bebelii  de  premeditatione  mortis:
Aspice  mortalis  .  .’,  16  Dist.  Bl.13  “Carmen  Seb.  Brant  de
noetivagis:  Jam  satire  .  ,  17  Dist.,  am  Schluss  Noten.

Bl.14  Commentar  zu  eimer  in  Hexametern  verfassten  Prosodik
(enthaltend:  Regule  generales,  de  primis,  mediis,  ultimis  syllabis),
Anfang  “Pandere  proposui  per  versus  sıillaba  qeque.  Metrum  est
eerta  mensura  pedum  .  .”.  Bl.34b  "Distichon  Rodolphi  R.  ad
leetorem:  Si  eupis  ornar  .  ..

Gedichte:  P.Vergilii  M.  de  ludo..  ‚„perne,  luerum..’,  12  Hex.,
und  (Bl.35)  “de  litera  Pitag  gore  y:  Littera  Pitagore  .  ‚12  Hex.  BI.35
“Herm.  Busehii  Pasiphali..  ..:  Piramus  et  Tisbe  .  ‚112  Hex.  aus  Ovid,
Metam.IV55—166.  Bl.37b  ‘Carmen  M.  Laurentii  Corvini  Novoforensis.
  .:  Qui  novus  Aonie  .  .,  23  Dist.  (noch  einmal  BI.151).  Bl.38b
“Carmen  Georgi  Thiphernii..:  Virgo  deeus  caeli  ..  .,  27  Dist.
B1.40  “Carmen  Sapphieum  Jo.  Beusilii  Rotenburgensis  ...:  Laudibus
celsis  .  .,  43  Strophen.  Bl.43b  Ph.  Beroaldi  ad  Hanibalem
Bentivolum:  O  decus  eximium  .  ..,  9  Dist.,  und  Bl.44  de  duobus
amantibus  (de  Gwiscardi  et  Gismundi  amore)  .  ..:  Tancredus  plaeida
  .  .,  159  Dist.

Bl.50  “Liber  himnorum  in  metra  noviter  redactorum.  In  adventu
  d.  ad  primas...;  Ambrosius  auetor:  Conditor  alme  siderum  .  .
Der  Commentar  betrifft  vorzugsweise  die  Metra.

Bl.90  "Tabula  intervalli  et  festorunm  immobilium’,  mit  Erklärung
“Pro  deelaratione  tabule  .  .:  Si  seire  desideras  intervallum  .  ..
Bl.91  Computus  in  Hexametern  (in  der  Münchener  Hs.  Clm15182
B1.59  "Computus  novellus  totius  astronomiae  fundamentum’  genannt)
mit  ausführlichen  Commentar  (nach  1481):  (Bl.91)  Prolog  “Cum  in
omni  clerico  hee  tria  requirenda  .  .,  darin  werden  eitirt  die  Verse
“Clerus  in  ceelesia’  und  “Bremenses  asini’,;  Text  “Mille  quadrigenos
ab  anno  deme  salutis..  .:  Deelaratio  istorum  versuum  .  .’,  in  17  Capiteln
mit  Figuren.

Bl.100  Prudentii  .  ..  liber  historiarum  (sonst  “Enchiridion’
genannt):  Eva  columba  fuit  .  ..  Bl.105h  °.  .  Seneeae  (vielmehr
Martinus  Dnmiensis)  de  formula  honestae  vitae  .  .:  Quattuor  virtutum
  species  .  /  (=  Theol.114  B1.24).  Bl.109b  Tafel  "Tipus

(ierum  et  horarun  coniunctionum’.  Bl.110  Ovidii  Metamorphoseon
  lib.  I;  voran  “Argumentum  .  .:  In  primo  que  massa  ..,
12  Hex.  B1.127b  "Rodolphi  Langii  poetae  laureati  carmen  (capitalia
  erimina)  .  .:  Dilue  sancte  puer..  ’,  7  Dist.  Bl.125  Vergilii
Bucoliea,;  auf  Bl.143  ist  ein  Amor  gezeichnet.  Bl.148  "Enee

Silvei  (in  passionem)  carmen  sapphieum:  Quid  tibi  .  ,  34  Str.,  am
Schluss  eine  Zeile  Musiknoten.  Bl.151-37b.  Bl.152  Vergilii
Moretum.

Bl.155  “Ineipit  Musica  plana:  Pro  brevi  ae  utili  fundamento  ..',
mit  Zeichnung  der  Guidonischen  Hand  und  vielen  Notenbeispielen.

Bl.160  "Ex  philosophorum  congestis  senteneiae  electae  ad  morum
informationen...  Septem  ex  Greeis  philosophis  sapientiores:  Thales.  .,
zum  Theil  nach  Laertius.

B1.163  “P.  Vergilii  Maronis  earmen  endecasillabum  de  livore  et
        <pb n="499" />
        Luneb.i  und  2  493

invidia:  Livor  tabifieum  malis  venenum  .  !,  25  Verse.  B1.164
Baptista  Mantuanus  ad  Sigism.  Gonzagam  contra  amorem  insanum
“Consuluit  pietas  .  ,  67  Dist.  Bl.167  “Sedulii  .  .  exhortatorium

ad  fideles  .  .:  Cantemus  soeii  ..,  54  Dist.   Bl1.169  Vergilius  de
Venere  et  Baccho  “Nee  Veneris  .  ,  8  Dist.  Bl.170  Hinr.  Bebelius
  ad  juvenes  "Disce  bonas  artes.  ’,  13Dist.   B1.170  (Horatius)
"Reetius  vives’  und  “Diffugere  nives’,  mit  einer  Zeile  Musiknoten.
Bl.172  Hesiodi  poetae  Erga  kai  imerai  .i.  opera  et  dies  Georgicon
liber  Nieolai  de  Valle  e  greco  conversio’;  voran  Widmung  “Pio
Seeundo  Pontifiei  .  ..:  Si  vacat  Enea  .  .  (9  Dist.).  Bl.191b  P.
VAürgilii)  M.  Vir  bonus,  26  Hex.

Bl.192  ‘Algoritmus  prosaieus’  in  8  Capiteln,  "Omnia  que  a
primeva  origine  rerum  .  .';  gedr.  als  Joannis  de  Sacroboseo  tr.  de
arte  numerandi  bei  Halliwell,  Rara  matlematiea  (1841)  8.1.

Bl.200b  ‘Epistola  Eneae  Silvei  .  ..  Rettulit  mihi  Nannes.
B1.201b  ‘Jo.  Sulpitii  Verulani..  de  moribus  pnerorum  ..  in  mensa..:

Guos  decet  in  mensa  .  .',  61  Dist.  B1l.204  Tetrastichon  Arnoldı
Wostefeldes  ad  leetorem.  Bl.204b  Bapt.  Mantnani  in  laudem

Joannis  Bapt.  "(Denifer  eterna  .  .,  48  Dist.  Bl.206  Rhetorik  mit
Comm.  ;  ;  Prolog  Ka  Cieeronis  doeumento  .  ;  Werk  (B1.206b),  überschrieben

  "Egregii  .  .  Alberti  Crans  et  theologie  et  iuris  interpretis
epistolae’,  beeinnt  ‘Seholastiei  audlitores  maenifico  suo  praeceptori
S.P.  Multis  quidem  ate”.  B1.214b  “Herm.  Buschii  Monaxteriensis

Sapphicon  ad  divamı  virginem:  Stirps  Palestini  .  .,  8  Str.;  unten  auf
Bl.215a  Schema  der  Winde.  Bl.215b  '..  Bapt.  Mantuani  de
pugna  virtutis  et  fortune:  Ebria  virtutem  .  .,  57  Dist.

Bl.218  "Comedia  Voliscene  per  Leonardum  (Bruni)  Aretinum
congesta’.

B1.233  “Rosarinm  ..  Seh.  Brant.  :  Stirpis  humanae  .  .,  50  sapph.
Strophen  (gedr.  Waekernagel,  Kirchenlied  I  5.226).  BI.  237  Seneca

de  remediis  fortuitorum  “Licet  eunetorum  .  ..  Bl.245b  Bapt.
Mantuanus  ad  virginem  “Ad  tun  confugio  .  .,  37  Dist.  B1.247
Persius’  6  Satiren.  B1.265  “Liber  primus  Galteri  (Insulani)  .  .

de  gestis  Alexandri  magni”.
Bl.277  Augustini  Daei  de  arte  dicendi..  isagoicus  hibellus  minor
sive  novus:  “Si  quis  id  operis  .  .".

Luneb.2  251Bl.  zu  311%  :21!%  em  1470  —  1500  geschrieben
  alter  Ilolzdeekel  mit  Leder

Reiche  und  interessante  Sammelhandschrift,  eingehend  beschrieben
von  K.  B(oysen)  in  der  “Plilologischen  Wochense  hrift”  IT.  1882  2,  n0.48
Sp.  1525  —  1532.

A.  Grössere  Stücke:  Terentii:  Bl.1—22  Andria;  24—80  Kun.
IHeautont.  Adelphi;  82—101  Phorm.;  106—121  Heevra.  Der  Andria
gcht  voran  das  Epigramm  “Natus..  cantus  erit’,  metr.  Argument  wnd
Prolog;  den  andern  Didaskalie,  metrisches  Argument  und  Prolog;  nur  vor
dem  Eunuch  ist  zwischen  Didaskalie  und  metrisches  Argument  dax  prosaische

  “Meretrix  ..  illuditur”  eingeschoben.  Zwischen  und  neben
den  Zeilen  stehen  viele  meistens  schulmässiee  Kirklärungen.  Bl.  101

“Finit..  Phormio  sexta  et  ultima  Comoedia  a.1474’;  also  ist  die  Hft
verbunden.
        <pb n="500" />
        494  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Bl.122  Jacobi  Publieii  (poetae  laureati  oratorisque  praeelarissimi)
  ad  ill.  prineipem  Tharantinum  panagericon  (panegyrieus)  “Nonnullos
  fore  vereor”  und  B1.129  ars  epistolandi  “Non  me  fugit  ill.
princeps’;  am  Ende  Bl.136  “Jacobi...  ars  ep.  quam  met  ipse  in  alma
universitate  Lipezensi  a.1467  in  publicum  dedit’.

Bl.137—141  Marii  Ruffi  de  arte  componendi  libellus  “Cum  nostre
industrie  novi’.

Bl.146b—180  “Historia  de  Catiline  coniuratione  Crispi  Salustii
Romani  senatoris’  mit  introductio  und  vielen  (grammat.)  Erklärungen.

Bl.180b—  182  Interpretationes  rarorum  vocabulorum  (aus  dem
roemischen  Staatswesen)  “Tribunus  vocatur  ex  tribu  quia  praeest
militibus’,

Bl.183—193  Maximianus  (nugax’  am  Ende).  Angefügt  sind
ll  Verse  "Talibus  infeete  deponens  verba  senecte  Scriptus  ab  uricano
Maximiane  Lupo’  bis  “Vincuntur  meritis  flava  Macella  tuis’;  Trümmer
davon  druckt  Bährens  Poet.  lat.  min.  V  p.348.

Bl.194—220  Horatii  epistolae  “emendatae  cum  glossulis  suis
4.1494  die  Stephani  mart.  in  burgo  Cadolfsburg’.

Bl.230—232  "Alanus  poeta  de  fortuna  et  domo  eius:  Quid
fortuna  foret’;  der  3.  Vers  beginnt  "Est  rupes  maris’;  der  letzte  “Turbo
rapit’.  Es  ist  der  Schluss  des  7.  und  der  Anfang  des  8.Buchs  von
Alan’s  Antielaudianus  (Migne  210  9.557  med.).

B1.252—238  "Apocalipsis  (liber  revelationum)  Alani:  In  tauro
fervida’:  das  meistens  Apocalypsis  Goliae  genannte  Vagantengedicht;
  gedruckt  bei  Müldener,  Walther  von  Lille  5.19.

B.  Eine  grosse  Menge  kleinerer  Stücke  in  Prosa  und  Vers,
lateinisch,  seltener  deutsch,  ist  auf  die  breiten  Ränder  oder  auf  besondere
  Blätter  geschrieben.  Diese  Zusätze  scheinen  bis  kurz  vor
1500  herabzugehen.  Die  rein  grammatischen  Schulregeln  sind  bier
kürzer  notirt:

Vorderdeckel:  über  die  verba  nostra  peregrina  etc.  haec  Sil.  E.
(Silvius  Aeneas?)  de  regimine  prineipum  ad  Ladislaum  euius  grammatica
  (?)  habet  tres  partes’.  Bl.22a—23a  Verba  significantia
passiones  “Abuti  misprauchen  .  Ablominari  unmenschlich  leben’.
23a—24a  Pronomina  habentia  speeialem  compositionem  et  declinationem.
  61b  De  cura  infirmitatis  dietae  male  franzosa:  24  Hexameter
  “Planta  surrexit  noctis’;  am  Ende  “hos  versus  fecit  sacerdos
Jaspior  (?)  sed  incorreeta  sunt.  8S0b—81b  Partes  indeelinabiles
(d.h.  Adverbia),  lat.  und  deutsch  “Audacter  kunlich’.

Bl.100b  Griechische  und  geometrische  Alphabete.e.  101b—105b
Verbarius,  alphab.  lat.-deutsches  Verzeichniss  von  Verben  und  ihren
Composita  “"Abhominari  unmenschlig  geparen.  ago  ...  ambigere  ..
abigere  .  .  degere’.  Am  Ende:  explieit  die  assumptionis  in  castro
Cadolfpurg  2.1494.  121b  2  Räthsel  mit  pros.  Auflösung  “Die
quibus  in  terris  ..  Tris  pateat  celi  spacium  non  amplius  ulnis’  und
“Die  quibus  in  terris  inseripti  nomina  regum  Nascuntur  flores’.
Alter  der  Thiere  “Compilatio  mea  1498:  Per  trinos  annos  saepes

saepissime  durant”.  Ein  mit  der  Feder  gezeichneter  Hirsch  mit
der  Unterschrift  (16  Jahrh.)  “Springinsfeld’.  4  Hex.  (eine  subscriptio)
  “Suscipe  completi  laudes  o  Christe  laboris”.  123b  De

senio:  Stat  dubius  tremulusque,  6  Hex.  (aus  Maximian).  128a  Unter
        <pb n="501" />
        Luneb.  2  495

anderen  Versen:  7°Si  tibi  pulchra  domus,  si  splendida  mensa  quid
inde’,  6  Todtentanzdistichen  “Vado  mori  genitus”.  1365  Conelusio
epistolarum  (3  Hex.):  Quot  saneti  Romae  ..  tot  tibi  transmitto
salutes’.  140b  Prophezeiung  (Türken.  Pest.  Krieg),  8  Stabatmater-Strophen
  “Solis  celis  sexmillenis  Sexcentenis  oetodenis  A  creato
mundo  plenis  Prodiet  miseria’.  141a  Papae  Johannis  in  eoneilio
Constantiensi  depositi  (6  disticha)  "Qui  modo’.  Epitaphium
Johannis  Rockeczana  “Acceptus  Petro‘  (1471).  Epitaphium  doct.
Theoderiei  Pockstorff  episc.  Ciezensis  a.1466,  8  Hex.  "Bis  septingeno’.
  De  exustione  Zrtfordiue  a.  1472,  35  Hex.  "Gervasii
festo”.  Bambergae  in  capella  (einer  Stiftung  des  Albertus  de  Eyb
1472)  14  und  4  Hex.  “Est  locıs  iste”.

Bl.141b  Epitaphium  aurei  A,  10  obscoene  Distichen  “Hie  jacet
egregie  meretrix  eultissima  for  mae”.   “Archidiaconi  ecelesiae  Albensis
Tr  anssilvaniae  i  in  Matthiam  regem  Ungariae’,  Ssapph.  Strophen  “I  precor
felix  moderator  orbis”.  Epitaphium  Kazimiri  regis  Poloniae,  6  Dist.
“Mole  sub  hac  iaceo’.  Laurentii  Corvini  Novoforensis  heroicum
hexametrum  editum  in  electionem  Alberti  regis  Pol.,  127  Hex.  “Phebo
per  plaeidum  geminorum  sidus  eunti’.  B1.142b  Desselben  Epicedion

.in  funns  Kazimiri  regis  Pol.,  42  Dist.  "Regia  Sarmatice  resecavit
stamina  gentis”.

Orationes  apud  senatum  Atlieniensem  de  recipiendo  vel  non  reeipiendo
  Alexandro:  Aeschines  "Reminiscor  Athenienses’,  Demas,
Demosthenes;  nach  des  Julius  Valerius  Alexandergeschichte  gearbeitet.
  Schreiben  des  Pabstes  Pius  Il  vom  26  April  1462  an
seinen  Legaten  über  Deutschland,  besonders  über  Albert  von  Brandenburg.


Bl.143b  Tureus  ad  Sixtum  IV  und  Responsio,  je  2  Dist.  “Fata
docent  stellaegque  monent’  und  “Fata  silent  stellaeque  tacent”.
Laudes  Aarimilkani  regis  R.,  5  Dist.  “Ingredere  auspieiis’.  De
Frederico  imp.  8.1248,  4  Hex.  “Amnis  terdenis...  Parma  Frederieum
devieit”.  Versus  (2)  sieilli  einsdem  “Fre  fremit’,  vgl.  Pertz  Archiv  VIL,
1008.  Epitaphium  eiusdem,  3  Tex.  "Si  probitas”.  Unten  au
der  Seite  17  Jahrh.  “Ach  wehe  dem  ist  Der  do  lieb  sucht,  do  keyne
ist.  Denn  lieb  haben  ane  danck  Macht  eynem  die  weyllanck.  Jean
Oppel”.

Bl.144a  Ex  antiquissima  prophetia  Romae  inventa,  11  Hex.;  der
erste  beginnt  “Gallorum  levitas’,  der  3.  “Annis  millenis’  (1490).  Unten
an  der  Seite  13  Hex.;  der  1.  und  2  sind  jenen  gleich;  der  3.  beginnt
"Gallus  suecumbet  aquilae  vietrieia  signa”.  Vatieinium  in  antiquissimo
  libro  repertum  “Volabit  aquila  euius”.  Bericht  des  Comes
de  Croaeia  über  die  Schlacht  gegen  die  Türken  “eirca  castrum  Utfachten
  a.1493°.  3  Verse  "Sum  Magdalena’.  3  Epitaphien  auf
Wenceslaus  von  Böhmen:  8  Ilex.  “Heu  dare  qui’;  4  Hex.  "Dum  septnagenus’;
  3  Hex.  “Christi  post  annos”.

Bericht  über  das  Begräbniss  Casimirs  von  Polen  1492  "Quae  hisee
temporibus’;  unter  dem  Namen  des  Johannes  Ursinus  gedruckt
bei  Caro,  Gesch.  Polens  V,  2,  S.  1004.

Bl.144b  In  horrendum  faeinus  Indeorum  Sternebergen.  (in  ducatu
Meckelberg.  a.1492)  Heinrieus  Bogherer  (Hinrieus  Curvator)  ita
invchitur:  “Convolat  in  montem  stelle  maledietus  Apella’;  50  Dist..,
        <pb n="502" />
        496  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

sedruckt  m  H.  Boger,  Etherologium  Rostock  1506;  vgl.  Jahrbücher
d.  Vereins  f.  meckl.  Gesch.  9  p.  482  und  12  p.210  und  499.   Bl.145a
Sermo  compendiosus  Isidori  de  moribus  et  vita  honesta  “Dileecte  fıli
dilige  lachrimas’;  gedr.  in  Ambros.  opp.,  1686,  app.  p.488  und  unter
dem  Namen  des  Valerius  abb.  bei  Migne  87,  457.  Superscriptio
grammaticorum,  4  Dist.  "Janua  sum  rudibus’.

Bl.145b  Excerpte  aus  Seneca  etc.;  dann  “de  raptu  Caroli  Gallorum
regis  ecarmina  ex  urbe  missa’:  Gedichte  über  den  Raub  der  Anna  von
Bretagne  a.1491;  gedruckt  bei  Struve,  Germ.  Seript.  I  (1726)  und
zwar  'Reginae  voluerum’  und  Jure  tuo’:  Struve  P.  588;  Bl.146a
“Regis  ex  raptu”  Barbaro  stilo  digestum  finit  Spirae.  Edidit  Jacobus
Vympfeling  Sletatens.  ad  Robertum  Gaguinum  Francorum  regis
oratorem  ;  Gaguini  ‘Lilia  frondescunt’:  Struve  p.590;  Responsio
  Vympfelingi  “Cuneta  quibus’  und  “Franciae  regnum’..  finit
Spirae  1492,  Struve  p.592.

Bl.179b  7  Hex.  Plato  in  Thimeo:  “Si  tibi  pulcehra’  =  oben
Bl.128a.  B1.180  Bernardus  ad  Raimundum  de  cura  rei  familiaris
“Doceri  petisti’.  Bl.180a  6  Verse  “Vier  dingk  sein  gar  cleglich’,
gedr.  in  Göttinger  Beiträge  II,  1887,  5.97.  Dann  noch  3  Sprüche.
Bl.180b  “A.  1495  congregavit  Maximilianus  prineipes  et  episcopos  in
Wormatia’,  nebst  Verzeichniss.  4  Verzeichnisse  über  die  Lebenszeit
  der  Thiere  1)  “10  Jaer  ein  kyez’.  2)  7  Verse  “Per  trinos  annos’;
vgl.  Bl.121b  und  233.  3)  “Ein  Feldtzawn  werdt  IH  jaer.  4)  5  Dist.  ‘Per
binos  deciesque’;  vgl.  Gengenbach  hıgb.  von  Goedeke  S.573  und  585.
Bl.181  Distichen  aus  dem  Mainzer  Druck  der  Clementinen  ‘Scema’.
Gedichte  mit  deutschen  Glossen:  22  Hex.  "Hie  volweres  celi  referam  sermone
  fideli’,  vgl  Zeitschr.  f.  d.  Altert.  IX,  390.  13  Hex.  ‘Nomina  paucarum
  sunt  hie  socianda  ferarum'.  18  Hex.  “Ecce  stilo  digna  ponam
silvestria  Zigna’  vgl.  Zeitschr.  f.  d.  Altert.  360.  13  Hex.  ‘Istan
postremo  quae  crescıt  in  arbore  Pono'.  f  Hex.  ‘Hinc  etiam  pesces
et  ecorum  nomina  disces’.  4  Hex.  “Vespa  culex  musca  uel  oester
scaba  cicada’.

B1.182  3  Sprüche  zu  Je  3  Zeilen  "Ein  glock  on  klüpfel  gibt  nit
ton.  “Wem  nach  vil  freunden  hye  ist  not’.  “Wer  yez  kan  streichen
wol  den  hengst’.  Sathyra  sive  inveetiva  contra  Armacenos  “Heu
zephirus  appellio,  diu  diro  bello  pressi’;  so  122  Knittelverse;  dies
wohl  noch  unbekannte  Gedicht  betrifft  den  Einfall  der  Armagnaken
ins  Elsass  im  Herbst  1444.

Bl.220b  Formel:  Rector  ...  der  hohen  schul  zu  N...  an  den
Burgermeister  ...  zu  N.  (der  Baeccalaureus  N.  solle  seine  Schulden
zahlen).  BI1.221  ‘Multi  sunt  presbyteri,  qui  ignorant  quare’,  12  Strophen

zu  4  Zeilen.  “Alias  dum  synodum  clerus  celebraret’,  21  Strophen
zu  4  Zeilen.  221b  ‘Fuge  cetus  feminarum’,  5  Stabatmaterstrophen;
  vgl.  Anz.  d.  germ  Mus.  XVII,  10.  “Baeche  veni  Venerisque

  liquor’  =  Carm.  Burana  238.  52  gereimte  Hex.,  Sentenzen
und  Räthsel.

Bl.222a—223a  Sentenzen,  meist  antik  und  in  Prosa.  Am
Rand:  2  Reimhex.  ‘Vult  sal  .  .  mappas’,  3  über  “Truelgast:  Furpas
decelina’;  dann  von  einer  Hand  des  16  Jahrh.  4  Sprüche  lat.  und  deutsch
“Erieius  fatur  super  omnia  sors  dominatur.  Festinans  contra  celerem
        <pb n="503" />
        Luneb.2  497

(ursum?)  sumens  sibi  eursum:  Glück  walt  als  spil  spricht  man.  do
lieff  der  ygel  den  beren  an’,  ete.

Bl.223a  Lat.  Sprüche  (Hex.):  4  de  eolleetis  “Per  «dominun:  dieat  ;
3  de  "Oredo’;  4  (de  sensibus)  “Quatuor  ex  puris  .  .  Camaleon  talpa  .

8  eonditiones  sanguinei  etc.  "Largus  amans’;  11  siena  mortis  Prina
tibi’;  2  in  ptisicis”  “In  ptisico’;  2  in  apoteca  cara  “Septem  sunt”.

am  Rande:  2  eultellus  “Res  quaedam’;  4  mel  “Diectio  parva’;  4  Zeilen
“Rat  weiser  man  was  ist  das  Ein  toder  auf  einem  lebendigen  sasz’.

Bl.223b:  4  Hex.  de  4  gradibus  “Primus  dieatur’.  2  °Emi  (Emta)
solet  care”.  Seb.  Brant  doc.  utr.  iuris  subseripta  fecit:  Salve
regina  (vgl.  Varia  S.  B.  carmina,  1498,  Bl.g  2);  ad  sacr.  eukaristiae
(ed.  h  3);  de  vita  hum.  instituenda  (ed.  h  2):  elegia  Christi  colaphis

caesi  (ed.  c  4).  Dann  2  Spalten  mit  lat.  Reimhexametern,  Sprüchen
verschiedener  Art;  darunter  2  “Est  Australis  holus,  eomedit  sed
pisa  Bohenmus’,  und  2  “Cantat  Normannus’;  dann  “Schöner  frawen
plick.  Herte  tütlen  und  ersz  diek.  Heyssz  mawtzen  und  mundlen
rot  Dy  bringen  manchen  guten  gesellen  im  not’  und  “Alleluia
hilf  mir  aus  nötten.  Ora  pro  nobis  wil  mich  töten”.  Damm
21/,  Spalten  bis  zum  Schlusse  des  Bl.224  Reimhexameter  gegen  die
Frauen  Femina  sordida  femina  fetida’  (aus  Bernardus  Morl.);  endlich
jene  Reihen  von  Versen,  die  alle  mit  “Femina?”  beginnen.

B1.225—229  Eine  schr  reichhaltige  Sammlung  von  Spt  ichen  (fast
alle  in  gereimten  Hexametern)  jeg  elieher  Art;  am  Ende  “Versus  proverbiales
  in  Burgo  Waldenrod  a.1494’.  Diese  Sammlung  verdient
näher  untersucht  und  veröffentlicht  zu  werden.

Bl.233  Aetas  animalium:  15  Hex.  “Per  trinos  annos’;  vgl.  oben
Bl.180b.  "Sunt  24  diffinitiones  24  philosophorum  deum  diffinientium’.
  Bl.236:  10  Verse  ‘O  mensch  du  solt  dieh  bedencken  lang
Wie  dir  dein  red  aus  deinem  mund  gang’.

Bl.238b  Maximilian  an  Sigmund  Marggrav  zu  Brandenburg,
Wien  Sebastianstag  1493;  der  Kaiser  sendet  den  Landtvogt  zw  Burgaw
und  Jacoben  von  Landaw.

B1.239—251  Eine  Sammlung  von  Briefen.  Die  meisten  sind  verfasst
  von  Johannes  Murman  de  Bayreut  alias  de  Ratispona  “artium
liberalium  magister  sacracque  theologiae  professor  Misnensis  ac  Cziezensis
  ecelesiarum  canonicus  Collegii  maioris  in  Lipezk  collegiatus
Theologieae  faeultatis  decanus  studii  lipezensis  Mersburgensis  dioe.’
(Bl.246a).  Murman  scheint  nicht  nur  diese  Briefe  alle  geschrieben
zu  haben,  sondern  dieser,  der  humanistischen  Rhetorik  sehr  ergebene,
Mann  hat  vielleicht  im  Lauf  von  30  Jahren  die  ganze  Handschritt
zusammengeschrieben.  B1.239  “ex  Lipezk’:  Jemand,  der  “post
adeptum  magisterium’  von  der  Theologie  und  Jurispr  udenz  zur  Mediein
übergegangen,  wird  gewarnt.  Leipzie  7  Dee.  1476  lhat.,  der  Reetor
empfiehlt  den  baccalarius  Joh.  Murnian  de  Bayreut,  der  in  7  Jahren
Alles  getreulich  gethan  habe,  wodurch  die  magistralis  dignitas  erworben
  wird.  "Leipzig  a.1477  Sonntag  nach  Vine.  Petri  (deutse  h):
der  Reetor  bezeugt,  dass  der  Baccalarius  Andreas  Schrufft  von  Sultzbach
  bei  seinem  Magister  Johannes  Mayer  von  Nurmbergk  fleissig

studire.  Quittung  desselben  Schrufft  unter  demselben  Tag,  dass
er  das  Ilern.  Dawnv’sche  Stipendium  (in  Sulzbach)  von  30  Gulden
erhalten  habe.  Leipzig  1471  Tag  vor  S.  Aegidi  (lat):  auf  die
        <pb n="504" />
        498  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Klage  des  Professors  Joh.  Murmann  "plebanus  in  Tumpach’,  dass
ihm  die  Einkünfte  seiner  Kirche  vorenthalten  werden,  bittet  der
Rector,  ehe  er  Klage  stell.  2405  "Intimatio  facta  in  Lipezk  dom.  post
trinit.  1468  quando  fuit  crux  contra  Bohemos  praedicata.  Compilatum
est  per  magistrum  Philippum  Lauruug  de  Kwnigsbergk  nationis
Bavarorum’.

Bl.241a  Lombardus  a  Sicero  (Serico)  ad  Petrarcham  de  vitae
suae  dispositione  “Fervet  animus’.

Bl.242a  Karl  v.  Burgund  an  Adolph  Erzb.  v.  Mainz  “Certiores
factı  sumus’,  ex  castris  contra  Nüssiam  prima  Nov.  (1474);  vgl.  Mittheil.
  aus  dem  Stadtarchiv  Köln,  Heft8  S.11.  242b  Friedrich  II
au  Karl  v.  Burgund  “Nexus  suscepti’,  Frankfurt  3  Dec.  1474  (Chmel,
Regesten  6937).  243b  “De  Colonia  4.  die  Pascae  (30  März)  1475’
Schreiben  eines  Mannes,  der  unter  Albertus  dux  (wahrschemlich  von
Sachsen)  diente.  Dieser  interessante  Brief  ist  wahrscheinlich  von
emselben  geschrieben,  wie  der  folgende.  Bl.244b  Heinricus
Mellerstadt  (Melrichstadt)  deeret.  licentiato  Cristofero  Eckel  (?)  de
Friburga;  er  bezieht  sich  auf  frühere  “tot  seripta  ex  castris  nostris
Misnam  data’;  schildert  dann  den  Krieg  gegen  Karl  v.  Burgund;
“ex  eastris  prope  Zünzig  (Zunz)  die  Ven.  post  Pentec.  (19  Mai)  1475’.
Epitaphium  sepulchri  Christi,  6  Reimhex.  “Vita  mori  voluit”.

Bl.245  a.1473  Schreiben  (Murman’s?)  an  einen  entfremdeten

Freund.  Schwülstige  Vorrede  zu  einem  Werke  “Cum  fulminis
impetus’.  Formeln  zu  Briefen  an  den  Markgraf  zu  Brandenburg.

  Absagebrief,  den  1499  Ludw.  Seyler  velthaubtmann  der
Sweiezer  gen  Feltkirchen  schickte.

Bl.246  Fridericus  ep.  Ratisbon.  an  Joh.  Murmann,  er  solle  einen
Verwandten,  der  die  Leipz.  Universität  besuche,  überwachen.
Recommendatio  theologorum  ab  eorum  decano  (Murman),  Formel;
weicht  beträchtlich  ab  von  der  Formelsammlung  Faber’s  bei  Zarncke,
die  dentschen  Universitäten  im  Mittelalter  I  163.  Bl.246b  Epistola
missa  a  facultate  theologieca  ad  papam  ex  parte  patrum  ord.  S.  Beneddieti
  pro  monasterio  S.  Burekardi  in  Herbipoli;  dies  von  seinen
Mönchen  verlassene  Kloster  solle  wieder  besetzt  werden.  Recommendatio
  Johannis  de  Capistrano  ab  wniversitate  Lips.  per  doctorem
  Ratisb.  edita;  ed.  Cod.  dipl.  Saxon.Il,  XI,  p.124.

Bl.247  Abbati  in  Michelfeldt,  zur  Zeit,  wo  Krieg  um  Nürnberg
tobt.  Susceptio  arengalis  regis  Ladislai  venientis  in  Wratislavianı
(von  Seite  des  Kapitels  der  ecelesia  Wratisl.).  De  universitate  ad
episeopum:  der  Bischof  solle  vermitteln,  dass  “armigeri  quidam
N.  ecelesiae  Herbipolensis  vasalli’  das  Geld  zahlen,  was  sie  einen
Mitglied  der  Leipz.  Universität  schulden.  Ad  amicum:  einst  hätten
sie  zu  Regensburg  (canonicali  eontubernio)  zusammen  gelebt;  “"Dum
apud  nos  in  Lipezk  oppido  non  multun  amplo  morbus  epydimie
tam  atrociter  grassaretur,  ut  in  brevi  tempore  eireiter  septem  milia
mortuorum  cadavera  antris  bustualibus  inferrentur’,  so  solle  er  ihm
schreiben,  ob  in  Regensburg  Freunde  gestorben  seien.

B1.248  Ad  decanum  Bambergeusem,  bei  dem  er  neulich  verweilte
(in  euria  Regniez  in  dote  parrochiali),  Gegen  Verläunder  “Post
humillimam  .  .  Quamgquam  virtus”.  Uber  einen  liederlichen
Studenten  (wohl  an  den  Bischof  von  Regensburg,  vgl.  Bl.246a).
        <pb n="505" />
        Luneb.2  und  3  499

Ad  episcopum  Rigensem,  mit  dem  er  einst  in  Leipzig  studirte.
Bl.249  Recognitio  boni  testimonii  pro  studente,  wenig  verschieden

von  Zarncke,  dl.  d.  Universitäten  I  p.192/3.  Recognitio  testimomil
super  adepto  magisterio  et  completione  biennii.  Ad  abbatem  in

Ratisbona;  cr  solle  Studenten  nach  Leipzig  schicken  (pauci  in  Alemania
  de  monasteriis  S.  Benedicti  ad  generalia  studia  transmittuntur).
249b  Pro  Johanne  de  Capistrano  ad  papam  ex  parte  universitatis;
Schilderung,  wie  er  in  Leipzig  die  Gemüther  erregte.

Bl.250  An  einen  älteren  Freund;  darin  "magister  Thomas  Wernheri
a  euria.  nuper  rediens  mihi  vestras  .  .  litteras  praesentavit”.
Epistola  socialis  et  semihyronica  ad  quendam  magistrum  qui  uxorem
duxit.  Ad  bonum  amieum  (der  früher  in  Regensburg  war).
Ad  doetorem  Mendall  (Mendl):  Audiens  v.  venerabilitatem  in  Italia
insignibus  doctoralibus  sublimatam  et  modo  in  nova  wniversitate
(d.h.  Ingolstadt)  pro  lectore  in  legibus  deputatam.  Ad  magistrum
Cressn,  ex  Lipezk:  er,  der  Mönch  geworden  ist,  solle  sorgen,
dass  seine  Kirche  ein  Magister  N.  erhalte;  dann  wird  eine  daran
sich  knüpfende  Frage  des  Kirchenrechts  “ex  opinione  Bogarldica’
erörtert.

Aus  dem  Besitze  des  Rektors  Nielas  in  Lüneburg,  vgl.  Bruns’
Beiträge  zur  krit.  Bearb.III  (1803)  5.314.

Luneb.3  121Bl.  zu  28!/,:20  cm  rothe  Überschriften
und  Initialen  italienische  Schrift  mit  breitem  Rande  15  Jahırh.

Bl.1  Pomponii  Melle  Cosmographiae  hıbri  I—IIL.

Bl.40b—43  Iter  a  eivitate  Venetiarum  usque  ad  Tanainı.
Anfang  “Fautore  deo  almam  Venetiarum  eivitatem  deserimus,  im
acquor  gradimur’.  Die  Zeit  der  beschriebenen  Reise  ergiebt  sich
7.  B.  aus  den  Worten  auf  Bl.42b  über  Athen  “has  geminas  urbes..
possidet  quidam  Tusceus  nomine  Antonius  de  Aceiaolis  de  Florentia’
(1402—1435).  Es  ist  eine  Küstenfahrt;  hauptsächlich  die  alten  und
neuen  Namen  nebst  vielen  Virgileitaten  werden  gegeben.

Bl.49  Lueii  Annei  Flori  liber  ineipit  felieiter;  ohne  Abtheilung
in  Bücher.

Bl.89  Petri  Diaconi  ovrorrıxa:  Abriss  der  römischen  Geschichte
bis  Traian,  zusammengezogen  aus  der  Historia  Miscella  des  Paulus
Diaconus,  so  dass  der  Name  des  Petrus  Diaconus  vielleicht  nur
auf  einer  Verwechslung  beruht.  Anfang  “Primus  in  Italia  ut  quibusdam
  placet  regnavit  Ianus’;  am  Schluss  “Explieit  Petrus  diaconus’”.
Die  chronologische  Folge  der  Darstellung  ist  öfter  zerstört.

B1.105  ’Erıroun)  seu  ofwowpng  historiarum  seu  deeadum  Titi  Livii
Patavini  elarissimi  historiei:  nur  die  Periocha  von  Buch  I,  fast  bis
zum  Sehluss;  nach  Bl.105  sind  einige  Blätter  ausgeschnitten.

B1l.107  C.  Plinii  Secundi  oratoris  Veronensis  de  viris  illustribus
liber  (=  der  sog.  Aurelius  Victor),  mit  vielen  Correeturen  einer
2.  Hand.

Bl.1  steht  als  Name  des  Besitzers  der  Hs.  “Julii  Maffeı  Volaterrani’.
  Später  besass  sie  (vgl.  P.  J.  Bruns,  Beiträge  zur  kritischen
Bearbeitung  alter  Handschriften,  3.  Stück,  Braunschweig  1803,  5.315)
der  Reetor  Nielas  in  Lüneburg.

RI
        <pb n="506" />
        500  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Luneb.5  Perg.  231Bl.  zu  35:25'/,  cm  zweispaltig
»eschrieben  (Bl.199  und  203  beginnen  andere  Hände)  roth  rubrieirt,
nur  im  Anfang  blaue  Initialen;  die  Bücher  beginnen  mit  grösseren
Initialen  DBl.1—186  alte  Blatt-  und  Spaltenzählung  XII  Jahrh.

Bl.1  S.  Augustini  ep.  de  eivitate  dei  (libri  1—-22):  Bl.1-3
Alphab.  Register,  nur  bis  “Religio’  reichend.  Manche  Blätter  und
der  Schluss  sind  ausgefallen;  BI.186  schliesst  mit  “pie  fideliterque’
(22,  27  Ende).

Bl.187  Cognitio  vitae  (Reimprosa;  in  Hss.  oft  Augustinus  oder
Honorius  Aug.  zugeschrieben);  Prologus  (der  sonst  in  Hss.  nicht
vorzukommen  scheint)  "A  vinee  domini  eultore  infatigabili  .  .;
Tractatus  (Gespräch  zwischen  Magister  und  Fratres)  “Sapientia  dei
que  0s  mutorum  .  .';  die  bei  Migne,  Cursus  Patr.  Lat.40  8.1006  ff
jedes  Capitel  einleitenden  Bibelstellen  fehlen  in  der  Hs.

Bl.195b  Drei  theol.  Fragen,  die  erste  beginnt  “Interrogacio  .  .:
Cum  tota  ecelesia  in  symbolo  de  Christo  dieat  Descendit  ad  inferna.
  .  Bl.196b  Uber  die  dignitas  der  Engel  "Questionem  multis
ut  reor  optabillem  nuper  a  nobis  utennque  solutam  optimum  duxi
indieio  mittere  examinandam.  Duo  in  itinere  .  ..

Bl.199  Alphabetisches  Glossar  naturwissenschaftlicher  Wörter,
hauptsächlieh  Pflanzennamen  enthaltend.  B1.199—  223  enthalten
Iınmer  3  Rubriken:  1)  laufende  Nummer,  bei  jedem  Buchstaben  mit  I
beginnend,  2)  Stichwort  und  darunter  die  Synonyme,  3)  den  nicderdeutschen
  Namen;  am  Anfang  eines  jeden  neuen  Buchstabens  (ausser  A)
wird  auf  die  Synonyme,  die  unter  andern  Buchstaben  eingereiht
sind,  mit  Angabe  der  Nunmer  verwiesen.  Anfang  ‘I.  Albula  Argiofora
  Agemma  Arguofora  Margarita  Perla  Perla  alba  Solem:  Marsarite,
  fyn  perle.  II.  Aurum  .  ..  Bl.224  Alphabetisches  Verzeichniss
  der  niederdeutschen  Wörter  des  vorigen  Glossars,  mit
Rückweisen:  “Alun’  bis  “Ywen  holt’.  Eine  andere  Hs.  dieses
Glossars  ist  Hist.  nat.89.

B1.226b  beginnt  ohne  Titel  ein  Werk  über  das  Pflanzen  der
Bäume,  Behandlung  der  Weinstöcke  und  des  Weins  ete.  Es  ist
dasselbe,  wie  es  scheint  seltene  Werk,  von  dem  Haupt  in  den
Berichten  der  Wiener  Acad.  71  (1872)  8.558  eine  Hs.  anführt;  in
(dieser  Wiener  Hs.2357  wird  das  Werk  in  3  vorangehenden  Distichen
als  Palladii  liber  abbreviatus  per  Gotefridum  bezeichnet;  hier
(Bl.230a)  heisst  es  “propterea  ego  multum  abhorreo  vinum  Herbipolense
  .  .  Scd  eum  ego  Albertus  illius  terre  sim,  semper  coactus
sum  tale  vinum  bibere  .  .  (vgl.  damit  die  bei  Haupt  S.559  ausschobene
  Stelle).  Bei  Petrus  de  Crescentiis  (Basel  1548  S.105)  wird
ein  Albertus  Germanus_  citirt;  vielleicht  ist  Albertus  Magnus  gemeint?
  Bl.226b  Rubriken  (59)  "Traetaius  primus  de  plantacione
arborum.  Quomodo  pomi  et  piri  plantantur  sec.  diversos:  Ar’  bis
“Quomodo  conservatur  vinum  ne  corrunpatur:  Iv.  Gv.;  hier  ist
nieht  wie  in  der  Wiener  Hs.  das  Werk  in  traetatus  eingetheilt,  die
beigefügten  Capitelbezeichnungen  fehlen  im  Texte.   B1.226b  Anfang
“Modus   insereionis  arbores  multiplex  est,  sed  magis  usitatus  .  .,
(B1.230  “De  vino  communiter  in  tue  dilectionis  fervore  tractare  proponens,
  non  subdividam  ut  feeit  Ysaac  .  .),  Schluss  “et  hec  de
conservatione  vini  et  quibusdam  aliis  ad  presens  dieta  suffieiant”  (es
        <pb n="507" />
        Luneb.5  —7  &amp;gt;01

fehlen  also  e.63—77  jener  Wiener  Hs.).  Einige  deutsche  Glossen
sind  (wie  in  der  Wiener  Hs.)  eingeschaltet;  citirt  werden  Plato,
Socrates,  Luxifilus,  Düieus  Affricanus,  Maro,  Isaac.  Uber  deutsche
Bearbeitungen  vgl.  Haupt  8.557  ff  und  oben  cod.  Jurid.391  zu  Bl.115  ff.

Der  erste  Theil  dieser  Hs.  (Bl.1—198)  war  ehemals  in  Besitze
des  Rectors  Niclas  in  Lüneburg,  vgl.  Bruns’  Beiträge  III  316.

Luneb.6  Perg.  336  Bl.zu29:21cm  zweispaltig  geschrieben;
  rot  rubrieirt;  anf  Bl.l1  und  13  vergoldete  Initialen
1435   Holzband  mit  braunem  Leder,  Messingbeschlag  und  Schliessen;
auf  dem  Vorderdeckel  der  Titel  unter  einem  Hornblatte

Bl.1  Robertus  Holkot,  expositio  in  librum  Sapientlae  (lectio  1
bis  211,  im  19  Capiteln):  bl.1  Tabula;  Bl.13  Prologus  “Dominus
petra  mea  .  .;  Bl.15  “Ine.  prima  lectio  M.  Roberti  Holclhıot  ..:  Dilisite
  Iustieiam  .  .'.  Bl.317  (roth):  "Et  sie  est  finis  sit  laus  et  gloria
trinis  Finis  adest  vere  preeium  vult  seriptor  habere’;  dann  (wie  in
den  Drucken)  “Os  iustt  meditabitur  .  ..  B1.318b  (roth)  “.  .  Sub
anno  dni  Mecece°xxxvil).

Bl.318b  (Sermo  de  eompassione  b.  Mariae;  im  Münchener  Clin
17503  Bl.31  dem  Odo  Morimundensis  zugeschrieben:)  “Stabant  Juxta
crucem  .  .  Sieut  ehristianae  religionis  .  .;  am  Schluss  (roth:)  “Sorte
supernorum  scriptor  Iibri  pociatur  Morte  superborum  raptor  libri
moriatur”.

B1.328  “Epistula  b.  Augustini  (vielmehr  Fulgentii  Ruspensis)
de  fide  ad  Petrum’;  am  Schluss  (roth:)  “Hoc  opus  exegi  festum
sepissime  fregi”.

Bl.336b  Übersicht  über  Holkot.

Luneb.?  1-+249  Bl.  zu  30:21lcm  zweispaltig  geschrieben,
  von  4  Händen,  die  Bl.1,  143,  236,  2485  beginnen;  nur  an
wenigen  Stellen  rubrieirt  1339  —66  durch  Feuchtigkeit  beschädigt
Holzband  mit  hellbraunem  Leder  überzogen,  mit  Schliessen

Bl.Ib  Titel:  “"Qnestiones  Buridani  super  8  libros  libri  ethieorum
Aristotelis  eum  expositionibus  et  questionibus  priorum  naturaliumn’.

Bl.1  Joh.  Buridan,  quaestiones  super  octo  libros  ethicorum
Aristotelis  “Bonitatfis  ac  nobilitatis  philosophiae)  .  ..

Bl.143  “Expositiones  (Bl.143—  209)  et  quaestiones  (Bl.  213—  235)
priorum  naturalium’;  der  erste  Abschnitt  der  Expositiones  mit  dem
Titel  (Bl.143)  “Reportata  super  librum  de  sensu  et  sensato’,  beginnt:
"Aristotiles  seribit  oetavo  polliticorum:  Philosophia  habet  varios
flores  .  .;  der  letzte  schliesst:  (31.209)  “Explieiunt  reportata  super
lihbrum  de  substaneia  orbis  completa  per  manus  Conradi  sub  a.  d.
Mocee°xxxix°  in  proxima  sexta  feria  ante  festum  Michahelis  Erfordie’;
unter  einzelnen  vorhergehenden  Büchern  stehen  ähnliche  Unterschriften.
  Dann  Bl.213  Quaestiones,  Anfang  "Queritur  eirea  librum
metlıcorum  primo  utrum  de  rebus  metrolovees  sit  seientia  .  .':  das
letzte  Buch  sehliesst:  (B1.218)  “Explieinnt  questiones  super  librum
de  sensu  et  sensato  completae  in  Arnstede’  (zu  dem  Buche  de  substaneia
  orbis  ist  auf  BI.Tb  bemerkt  "hie  tamen  defieiunt  questiones’).

B1.236  "Summa  naturaliumı  (Alberti  Magni):  Philosophia  dividitur
  in  tres  parfes.  .’.  vgl.  Theol.  12-4  51.102;  B1.248  “Explieit  Summa
naturaliunm  per  manus  et  non  per  pedes  a.  d,  MeceedIxv)®.
        <pb n="508" />
        302  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Bl.248b  Hymnen  °O  felix  saneta  Barbara  quanta  meruisti
ımunera  .  .;  dann  Mone  1009;  “Horae  de  compassione  b.  virginis:
Matutino  tempore  Marie  nuneiatur  ..;  dann  Mone  n0.82.

Auf  Bl.Ib  ein  Inhaltsverzeichniss;  darüber  steht  “"Mgr.  Johannes

Stenberch  dedit’.

Luneb.8  321Bl.  (233—272  leer)  zu  29:21em  Bl.  1—192
zweispaltig  geschrieben;  bis  Bl.68  rubrieirt  15Jahrh.  Holzband
mit  gestempeltem  hellbraunem  Leder  überzogen;  Messingschliessen

Bl.1  Quaestiones  über  Buch  I—5  der  Eihica  des  Aristoteles
“Cirea  libros  ethicorum  movetur  prima  quaestio  talis:  Utrum  de  virtutibus
  moralibus  possit  esse  scientia  .  .,  mit  vielen  Citaten  aus
Albertus  de  Saxonia,  Buridanus  ete.  Bl.69  Joh.  Buridan,  quaestiones
  über  Buch  6—10  der  Ethica  des  Aristoteles  (vgl.  Luneb.”7)
“Ad  explanationem  libri  sexti  nunc  primo  quaeramus  .  .;  Schluss
Bl.191b  “Et  sie  finiuntur  quaestiones  10:  lIibri  ethicorum  ...  Et
scias  quod  hie  liber  incomplete  dimissus  est  quoad  quaestiones.
Rev.  enim  M.  Johannes  Buridani  preventus  morte  non  plures  disputavit.
  Fuit...  scepultus  est  apud  Innocentes  Parisius”.  Bl.192
“Registrum  super  4  (lies  5)  ultimos  libros  ethicorum’,  nach  quaestiones.


Bl.193  Boetius  de  consolatione  philosophiae  mit  Commentar:
Prolog  “Locus  qui  speculatoribus  debetur  .  /,  Text  “Carmina  qui
quondam.  Autor  incipit  librum  suum  ab  interiectione  .  ..   BI.232b
zur  Hälfte  und  B1.233—272  sind  leer;  es  fehlt  hier  die  Hälfte  des
2.  und  das  ganze  3.  Buch.

Im  innern  Einbande  Pergament  mit  lat.  Grammatik  (XIV/XV
Jahrh.).  Auf  einer  ausradirten  Stelle  ist  vorn  eingeschrieben  "Hune
librum  dedit  dom.  Conradus  Hessen  s.  Michaeli  ar(change)lo  in  Lunenborch’.


Luneb.10  444  Bl.  (226—31  leer)  zu  30:21cem  bis
b1.225  zweispaltig  geschrieben;  von  mehreren  Händen,  die  meist  am
Anfang  von  neuen  Lagen  beginnen;  nicht  rubrieirtt  15  Jahrh.  Holzband
  mit  hellbraunem  Leder;  Messingschliessen

“Equivoca  sacre  scripture  secundum  ordinem  alphabeti’.  (Abjectio
  bis  Zopa).

Anfang  Bl.2  “Circa  abiectionem  nota  qualiter  in  seriptura  sumitur.
  Nur  der  Anfang  (bis  “aroma’)  steht  in  der  Münchner  Hs.
Ulm  9614  B1.153.

Auf  Bl.1  steht  “Ven.  domino  Alberto  de  Bovethen  hie  liber
animo  deliberato  locatus  est  in  locum  eiusdem  Summe  Wilhelmi
super  materianı  sententiarum  per  Conrad  Hessen  cum  protestatione
seripture  huius  manus  proprie  a.  Lv°-die  b.  Sixti”.  Im  innern  Einbande
  Pergament  (XIV  Jahrh.)  mit  philosophischen  Quaestiones;  vorn
steht  auf  einer  ausradirten  Stelle  “  Hune  librum  dedit  Conradus  Hessen
s.  Michaeli  ar!°  in  Luneborch’.

Luneb.12  158  Bl.zu  29:21  cm  zweispaltig  geschrieben;

roth  rubricttt  15  Jahrh.  Holzdeckel  mit  hellem  Leder;  Schliessen
Bl.1  “Dyalogus  Petri  cognomento  Alfunsi  ex  Judeo  Christiani

et  Moysi  Judei.  Prefacio:  Uni  eterno  primo  ,.  Amen,  Dixit  sequentis
        <pb n="509" />
        %

Luneb.8—15  303

operis  compositor  .  ..  In  12  Tituli,  wie  im  Druck  (Coloniae  1536,
mit  dem  Werke  auf  Bl.140b  zusammen).  Bl.66b  “finitur  dyalogus
Petri  et  Moysi’.

Bl.68  "Traetatus  contra  Judeos:  Quonianm  s.  ecelesie  fides  est
bonorum  spiritualium  fundamentum  .  .,  in  43  Capiteln;  e.  1  “Universalis
  demonstratio  cath.  veritatis:  Igitur  eirca  s.  trinitatis  malestatem
  .  .,  (e.  42)  “Brevis  epylogus’,  (ec.  43)  “De  usuris  Judeorum’.
B1.139b  “Explieit  traetatus  contra  infidelitateın  Judeorum’,  dann  ein
Register  der  Capitel.

Bl.140b  “Epistola  translata  de  arabieco  ..  per  fr.  Alfonsum
Boni  Hominis  ...,  quam  seripsit  M.  Samuel  Israelita  de  Fez
civitate  oriundus  regis  Marrochitaniı  ad  Rabbi  Ysaae  .  .:  Conservet
te  deus  .  ..  (=  Theol.262  Bl.1b).  Voran  ein  Prolog  “Ego  fr.  Alfonsus
  .  .”.  Am  Sehluss  Bl.156  steht  (statt  des  27  Cap.  des  zu
Bl.1  eitirten  Druckes)  ein  Epilog  “Ut  continentia  et  utilitas  ..
(Bl.158)  ...  per  baptismum.  Explicit  epistula  ..  Mece’xxxix®  .  .;
dann  “Et  quia  vero  omnia  consonant  ...  (Bl.158b)  ...  non  inmerito
consentimus.  Et  sie  est  finis  .  ..

Auf  dem  innern  Hinterdeekel  Pergamentbruchstück  einer  lat.
Grammatik  (XIV/XV  Jahrh.).

Vorn  stelıt  eingeschrieben  "M.  Johannes  Stenberch  dedit’,  darunter
der  Inhalt  des  Bandes;  auf  Bl.153b  “Duodeeim  sexterni  hi  colligati

sunt  pro  magistro  Joh.  Stenberg’.

Luneb.14  195Bl.  zu  29:  21cm,  angebunden  an  einen
Druck  zweispaltig  geschrieben,  rotlı  rubrieirt  1452  MHolzband  mit
braunem  gestempeltem  Leder  überzogen

Sermones  de  temporc.

Anfang  “Cum  appropinquasset  ..  Quia  hodie  saneta  mater  erclesia
  incipit  offieium  divinum,  quo  per  quatuor  solaris  anni  tempora  .  .’;
Schluss  “Et  sie  est  finis  ewangeliorum  cum  postillis  .  .  finita  6'*  feria
post  Dyonisii  et  hoe  anno1452°.

Voran  geht  Guilherini  postilla,  Nurmberge  1481;  auf  deren  erster
leerer  Seite  ist  eine  Bekanntmachung  aller  Ablässe  des  Klosters  Petri
et  Pauli  ap.  in  Regalilutter  (Königslutter)  ©.  S.  Ben.  Halberstad.
ddioee.  eingeschrieben  “Datum  in  nostro  monasterio  die...  Petri  ct
Pauli  a.  d.  Meccelxxxvi).

Luneb.15  256Bl.  (Bl.119—23,  234/5leer)  zu  30:  21'/,  cm
„weispaltig  geschrieben,  zumtheilrubrieirt  Bl.236,  254b,  255  beginnen
neue  Hände  15  Jahrh.  von  Wasser  schr  beschädigt  1lTolzband  mit
braunem  Leder

Bl.1  Petrus  Lombardus,  libri  sententiarum  1--IV  im  Auszuge;
vor  Jedem  Buche  ein  Verzeichniss  der  Tituli.  Anfang  BI.1b  (roth)
“Sequitur  preambulnm.  (schwarz)  Veteris  ac  novi  testamenti  confinentiam
  diligentian  et  indagationem  circa  res  et  signa  divina  eleimentia
precepit  versari  .  ..  Die  Unterschrift  ist  unlesbar  gemacht.  man
erkennt  noeh  “Finitus  .  .  Mecec?  36  .  ..

B1.30  Guido  de  Monte  Rocherti,  Manipnlus  euratorum.
B1.30  Registrum;  Bl.30b  Widmung  “Rev.  .  .  Raymundo  .  .  Guido
(lemonterotery  ..  Dat.  Turoloy  ,.  M°  trieentesimo  treeesino;  BL31
        <pb n="510" />
        304  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Anfang  “Quoniam  seenndum  quod  .  ..  Schluss  -Bl.118  “preves
fundat.  Explicit...  in  vigilia  purif.  ...  Marie  a.1442  .

bl.124  Expositio  super  officinm  missae,  dasselbe  Werk,
was  unvollständig  im  Theol.127  B1.12  enthalten  ist.  B1.124
Widmung  "Reverendi  patres..  Cogitanti  mihi  erebrius..  pro  feliei
incremento  novellae  plantationis  .  marchionum  Mizinensium  videlicet
nostrae  almae  universitatis  Lipsensis  .  .'.  Bl.125  (mit  der  Überschrift
  “sequitur  aliud  thema’)  Prolog  und  Collatio  aus  des  Bernardus
de  Parentinis  Expositio  officii  missae  “Quoniam  elamitat...  deo  dante

et  annuente”.  Bl.126b  Prolog  “lIstis  generalibus  premissis  .  .  ad
ıonorem  benedictae  .  Bl.126b  Anfang  "Quantum  ad  primum’.

Schluss  B1.233  (roth).  “Finis  habetur  hie.  Explieit  exposicio  super
offieium  misse  edita  Lipesch  ut  elaret  in  prineipio  huius’.  Auf

Bl.208b  steht  “Nichil  deficit  sed  est  neglegentia  seribentis.  Iuhonorifieabilitudinacionibus
  et  cetera  eyn  kostert’.

Bl.237  Summa  de  casibus  ‘Nota  sex  casus  tantum  quos  debet
sacerdos  mittere  ad  episcopum  .  .:  Enormes  anathema  cremans
mutatio  voti  .  .',  Memorialverse  mit  ausführlichem  Commentar,
—=  Denis,  Codices  ..  bibl.  Vindob.  IL,  1  S.1083  und  München  Clm  7784
Bl.  17.

Bl.244  "Qui  dieantur  homicide’,  7  reimende  Hexameter  “Cedit
mandando  .  ..  B1l.244  “Traetatus  de  tribus  sacramentis’,  (=  Speenlum
  manuale  sacerdotum  Hermanni  de  Schilditz,  im  Wortlaute
öfter  von  Thcol.124  Bl.97  abweichend)  “Materla  baptismi  .  ..
Bl.247b  (Martini  Dumiensis  formula  honestae  vitae,  auch  in
Luneb.1  B1l.105  und  Theol.114  Bl.24)  “Quatuor  virtutum  species  .  .';
Schluss  “Explieit  iste  liber  sit  seriptor  erimine  liber  ete’.   *Bl.251b
“Proverbia  Senecae’  (Publilii):  Alienum  est  id  omme  .  ..  Auf
die  gewöhnliche  Sammlung  folgt  Bl.253b  eine  zweite  “Avida  est
perieuli  virtus’;  diese  scheint  aus  den  philosophischen  Schriften  Seneca’s
zu  stammen.  Bl.254b  Definitionen  "Predestinatio  est...  ..   BI.255
Hymnen:  =  Daniell  8.227  und  Jubilus  b.  Bernhardi:  Ave  Jhesu
conditor  (vgl.  Mone  I  S.173).

Luneb.16  324Bl.  zu  29:21em  von  Bl.15  ab  zweispaltig
  geschrieben;  von  verschiedenen  Händen,  die  Bl.1,  15,  169,  241,
2593  beginnen  voth  rubrieirt  15  Jahrh.  durch  Feuchtigkeit  beschädigt
  Holzdeckel  mit  rothem  Leder;  Buckel  und  Schliessen  von
Messing

Bl.1  (Summarium  biblieum  des  Alexander  de  Villa  Dei;

—'Theol.127  Bl.118)  “Sex  prohibet  peecant  .  .,  mit  vollständigem
Commentar.  Bl.14  Über  die  10  Plagen  der  Aegypter,  7  Hex.  (roth)
“Prima  rmbens  unda  ranarım  plaga  seeunda  .  .  (die  5  ersten  gedr.
im  “Peniteas  cito’  Colon.  1493  amı  Schluss).  Bl.14b  “Fabula  de
bibulis:  Mellis  stillieidia  in  floribus  .  ..

Bl.15  “‘Quaestiones  et  solutiones  b.  Thome  de  Aquino  circa
quatuor  libros  sententiarum’;  es  sind  vielmehr  die  Conclusiones
Humberti  de  Prulliaco  abb.  Cist.  Anfang  "Quesito  circa  Prologum
  qui  reperitur  eirca  quaestiones  quarti  Libri  in  alio  volumine
(-Luneb.  18),  restat  querere  circa  primam  distinctionem.  Circa  quam
primo  queritur  cuius  actus  sit  frui.  Dicendum  quod  frui  delectationem
        <pb n="511" />
        Luneb.  15  —  18  305

importat  perfeetam  .  .’;  Bl.150  “Conelusiones  ..  circa  quartunı  Iihrun
sent.  reperiuntur  in  alio  volumine  (=  Luneb.18)”.  Bl.151  “Registrum
  predietarum  conelusionum  (lib.I—III)’,  alphabetisch.
Bl.169°Sertum  beatae  Mariae’  (so  aufBl.174  genannt).  BI.169
Register  der  Rubriken;  die  erste  ist  “Continuatio  salutationis  angelicac

  b.  M.  virgini  facte  ad  orationem  dominicam’.  Bl.171  Anfang
“Dignus  et  laudabilis  ac  saluberrimus  in  s.  dei  ecclesia  ınos  inolevit.
  bBl.208  beginnt  der  zweite  Theil  des  Werkes,  eine  fortlaufende

  Erklärung  des  Ave  Maria  ‘Ave.  Iliis  igitur  premissis  restat
videre  que  sit  ista  salutacio  .  .’  Das  Werk  ist  unvollständig  und
bricht  Bi.324  mitten  auf  der  Seite  ab.

-  Luneb.17  273  Bl.  zu  29:20  em   zweispaltig  geschrieben,
nur  zum  kleinen  Theile  rubrieirtt  15  Jahrh.  etwas  durch  Feuchtigkeit
  beschädigt  Holzband  mit  hellem  Leder;  Messingschliessen

Petrus  Comestor,  Historia  scholastica.

Bl.1b  Register  zu  Bl.87bff  (nur  bis  Deuteron.  V);  Bl.4—8  leer.
Bl.9  siehe  Bl.18b.  Bl.12b  “Ter  denis  alta  eubitus  .  .’,  4  Verse,
und  anderes.

Bl.13  (Auszug  aus  den  Werke  des  Isidorus  Hisp.  de  ortu  et
obitu  patrum)  “Adam  protoplastus  .  ..  Bl.15b  —24  und  9--Il
(Petri  Pietaviensis  Galli  Genealogia  et  chronologia  ss.  Patrun,
auch  Summa  historica  bibliae  genannt)  "Considerans  historiac  sacrae
prolixitatem  .  .;  vielfach  von  dem  durch  H.  Zwingli  abgedruckten
Texte  (Bas.1592)  abweichend;  vgl.  auch  Theol.293  B1.71.

Bl.25  beginnt  die  Historia  scholastica  des  Petrus  Comestor,
und  zwar  zuerst  Bl.25  die  Historia  evangelica,  dann  BIl.87T)b  das
alte  Testament.

In  innern  Einbande  “Questiones  Priseiani:  Consequenter  queritur
utrum  grammatiea  sit  homini  necessaria  .  ..

Vorn  ist  eingeschrieben  “Hune  librum  contulit  düs  Conradus  Hesse

s.  Michaeli  archangelo  in  Luneborch’.

Luneh.18  I-+  148Bl.  zu  29:21em   zweispaltig  2cschrieben,
  Bl.121b  beginnt  eine  andere  Hand;  roth  rubrieirt
15  Jahrh.  Holzband  mit  geschwärztem  Leder;  Messingeeken  und
Schliessen

Bl.1  "Questiones  et  solueiones  b.  Thome  de  Aquino  circa  quartum
  librum  senteneiarum’;  es  sind  vielmehr  die  conelusiones  des
Cistereienscrabts  zu  Pruilly  Humbertus.  Bl.1  Prolog  (des  Humbertus)
  “Quoniam  in  paueioribus  via,  ideo  magis  ..  (zum  Prolog  der
Sentenzen)  Primo  igitur  de  subieeto  theologie  .  .  (vgl.  Münchner  Hs.
Clm  3258;  Laude,  Catalogue...  des  ns...  de  Bruges,  1859,  S.  180).
Bl.3  (zum  Text  des  4.  Buches)  “Questiones  eirca  quartum  hbrum  sent.:
Circa  quartum  librum  primo  queritur  quid  sit  sacramentum  .  ..
Bl.104  “Explieiunt  eonelusiones  questionum  b.  Thome  de  Aquino  eirea

quartum  1.  sent.’;  dann  alphab.  Register  über  das  4.  Buch.  Die
Questiones  zu  Buch  I—ULI  finden  sich  im  Luneb.16  Bl.15.
Bl.115  “Epistola  Lueiferi  .  .  ad  potentes  ct  prelatos  .  .  ad

taxillorum  lusores:  Lueifer  prineeps  tenebrarum  .  .  Dudum  siquidem  ..';
viel  ausführlicher  als  der  bei  Walch,  Monimenta  m.  acvil3  8.247
        <pb n="512" />
        306  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

gedruckte  Briet.  Bl.121b  "Quomodo  testum  corporis  Christi  ob
rogationem  b.  Thome  de  Aquino  est  a  papa  Urbano  institutum:
Deeinıo  anno  Riehardi  qui  est  M°ec°lxvij®  sanetissimus  doctor  Thomas
de  Aquino  .  ..

Bl.123  "Summula  theologiea  ceuiusdam  fratris  O.  Pr.  que  vocatnr
Rotulnm  manuale’,  Anfang  “Ad  laudem  Jhesu  Christi  pro  instructione
  jJuvenum  fratrum  O.Pr.,  qui  ob  salutem  animarım  ..
Sacra  theologia  sanetorum  que  tractat  de  deo  .  ..

Bl.136b  Passionspredigt  “Foderunt  manus  meas  ..  In  verbis  istis
duo  tanguntur.  Primmm  est  passionis..  .’;  an  einigen  Stellen  niederdeutsche
  Wörter  und  Sätze.

Vorn  im  Einbande  Perg.  (AIV  Jahrh.)  mit  lat.  Grammatik,  hinten

Perg.  (XIH/XIV  Jahrh.)  mit  Versen  über  lat.  Grammatik.  '

Luneb.19  315  Bl.  von  2  Händen  geschrieben:  a)  BIl.9
bis  147,  152—312a,  mit  rother  Rubrieirung  1458;  b)  BL.2—S,
312a—315,  1489  Holzdeckel  mit  hellem,  gestempeltem  Leder
iiberzogen,  ehemals  mit.  Schliessen

Bl.2—8  und  312—15  “Traetatuins  de  72  interpretibus  et  de
eorundem  ımaxima  sapieneia  ac  nominibus.  Prologus:  (Dheronimus

cnius  ingenium  semper  .  .  Cum  permagni  semper  feceris  .  .  (Text:)
Demetrins  Phalereus  .  ..  Es  ist  der  Brief  des  Aristeas  an

Philocrates  in  der  Übersetzung  von  Mattia  Palmieri;  vielleicht  Abschrift
  des  Exfurter  Drucks  von  1483,  der  gleichen  Titel  hat.
Bl.315b  “finis  1489  die  Sebastiani  martiris’.

Bl.9  Jacobus  de  Vitriaco,  “hystoria  Jherusolimitana  videlicet
terre  sancte’  (vgl.  Röhricht,  Bibliotheca  geogr.  Palaestinae  1890
S.48):   Prologus  “Postquam  (divine  propieiacionis  munificeneia  .  .';
Bl.9b  Capitula  (100).   Bl.11  Anfang  "Terra  sancta  promissionis’”.
Bl.64  “Ineipiunt  exposiciones  nominum  terre  sancte:  Certum  eya
stilum  sumens  .  .”.

Bl.65  Chronik  des  Martinus  Polonus  (von  Troppau),  fortgesetzt
  bis  1342;  die  Imperatores  und  Papae  wechseln  ab.   BI1.65
“Ine.  eronice  fr.  Martini  ord.  fr.  Praed.  et  peniteneiarii  düi  pape:
Quoniam  seire  .  ..  Bl.125  Schluss  der  Kaiser  “remeavit’,  vgl.
Weilands  Ausgabe  in  den  Monumenta  Germ.  Scr.22  8.475.   BI.125
Päbste  Innocenz  I’Y—  Johann  XXI  =  Monum.  p.439—443  (unter  Clemens
  =  codd.7—11  mit  dem  Zusatze,  den  Duchesne,  Liber  Pontificalis
  II  p.456  in  der  Note  gedruckt  hat).  B1.126b  —129  Päbste
Nieolaus  III  und  Martin  IV  =  Monum.  p.476—t81.  Bl.129a/b  Leben
des  Honorius  IV,  ebenso  wie  bei  Duchesne  p.+465/6  (aus  Martinus).
B1.129b—141b  Leben  der  Päbste  Nicolaus  IV,  Coelestin  V  bis
Johann  XXI,  in  der  Fassung,  welehe  Muratori  Seript.IIL,I  p.613
(Nicolaus  IV)  aus  einer  Hft  der  Ambrosiana,  dann  p.669—684  aus
Bernardus  Guido  veröffentlicht  hat;  die  Fassung  bei  Duchesne  p.466
bis  486  stinmt  ebenfalls,  wenn  man  die  Zusätze  bei  Duchesne  in
den  Text  nimmt  (bes.  am  Schlusse  8.485).  Bl.141  Leben  des
Benedict  XH  in  der  Fassung  des  Anonymus,  welche  Muratori  III,  II
p.548—550  aus  Baluzius  gedruckt  hat;  die  Hft  ist  aber  am  Schlusse
vollständig  (mit  Naehriehten  über  Florenz).  Duehesne  glaubt,  die
liften,  welche  die  Zusätze  auf  p.466—486  enthalten,  auf  eine  1357
        <pb n="513" />
        Luneb.  19  —  2i  507

abgeschlossene  Ausarbeitung  zurückführen  zu  müssen;  aber  unsere
Hft  enthält  dieselben  Zusätze  und  hört  schon  vor  1357  auf.
Zwischen  den  langen  Pabstleben  stehen  kurze  Kaiserleben:  BI1.126
Rudolf  (8  Zeilen),  129  Adolf  (6  Z.),  132  Albert  (10  Z.),  138  Heinrich
  VII  (1  Seite).  Am  Schlusse  Bl.143  “Explieit  cronica  Martiniana”.


Bl.143  (Honorii  Augustodunensis)  Imago  mundi  (überschrieben
“Mappa  mundi’).  Als  Einleitung  gelit  ein  Satz  voran  “Ad  instructionem
  (?)  multorum  .  .;  der  Text  "Mundus  dieitur  quasi  .  bricht
Bl.147b  mit  den  Worten  “cardinales  illorum’  (Migne,  Cursus  Patrologiae
  Lat.  172  Sp.136  Cap.54  am  Ende)  ab;  B1.148—151  sind  leer.

Bl.152  “Liber  de  regimine  prineipum  editus  a  fr.  Egidio  Romano
OÖ.  fr.  Herem.  s.  Aug.’:  Bl.310  “Seriptus  a.  d.  Mcecelviii.  Vor
jedem  Theile  der  3  Bücher  stehen  die  Capitula.

Bl.310b—312a  “Epistula  (Psendo-)  Bernhardi  «de  modo  regendi
se  et  familiam:  Gracioso  et  feliei  militi  Raymundo  .

Am  Rande  stehen  vielfach  Bemerkungen  von  späteren  Händen.

Luneb.20  250  Bl.  zu  291/,:22cm  von  Bl.30  ab  zweispaltig
  geschrieben  Bl.31—87  roth  rubrieirt  auf  Bl.2,  32,  81,  10+,
142,  157b,  183,  204,  217b,  225b,  236  schr  eigenthümliche  Initialen
(etwa  14:  10  cm);  drei  davon  sind  nur  rolı  mit  Dinte  und  rother  Farbe
gezeichnet,  die  übrigen  mit  roth,  blau  und  gold;  sie  stellen  meist
sehr  characteristisch  geformte  Ungeheuer  dar  (Bl.228  Dudelsack  blasender
  Esel,  der  einen  Drachen  an  derKette  führt;  Bl.104  Aristoteles)
dder  Hintergrund  ist  meist  ein  goldncs  Tapetenmuster  nicht  alle
Bilder  sind  vollendet,  oft  ist  auch  der  Anfang  des  Textes  nicht  eingetragen
  15Jahrlı.  Holzband  mit  braunem,  gepresstem  Leder;
einst  mit  Schliessen

Bl.2  “Traetatus  de  conceptibus’  (Logik)  mit  Commentar:
Prolog  “Cirea  initium  tractatus  de  conceptibus  seiendum  est  quot(!)  inter
omnes  scientias..  .’;  Text  (Bl.3)“Volente  divina  loyca  que  via  veritas
est  et  vita..  (Commentar)  Tractatus  presens  qui  conmuniter  .  ..

B1.30  Quaestiones  zu  Avrstoteles"  3  Büchern  de  anima,  mit  voranschendem
  Register  (B1.30).  Anfang  31.32  "Circa  inieium  libri  de
anima  queritur  consequenter  ac  seriose  inspieiendum  est:  Utrum
philosophia  naturalis  inter  sciencias....  Pro  illius  deelaracione  .  ..

Bl.104  Quaestiones  zu  Aristoteles’  Physik.  Die  ersten  Worte  sind
ausgelassen;  Anfang  “Unde  hoc  nomen  philosophia  aceipitur..  ..
Bl.105b  Quaestio  2.  “Utrum  philosophia  naturalis  sit  de  omnibus’;
mehrere  Münchener  Hss.  (z.  B.  Clm  5909f  1)  haben  den  Anfang  “Circa
initium  librorum  phys.  quaeritur  I°  utrum  seientia  nat.  sit  de  omnibus...
  Es  sind  im  ganzen  106  quacstiones;  am  Schluss  (Bl.249b)
von  späterer  Hand  ein  Verzeichniss  derselben  (nur  bis  99).

Luneb.21  263  Bl.  zu  29:20,  em   zweispaltig  geschrieben,
  ausser  Bl.1—15  von  verschiedenen  Händen:  a)  Bl.1--  15;
b)  Bl.16—44;  ce)  B1.45—116,  darin  B1.57,  69  und  SO  von  spätern
Händen  ergänzt;  d)  Bl.117—263  (vielleicht  nicht  alles  von  diner
Hand)  nur  einzelne  Blätter  sind  roth  rubrieirtt  15  Jahrh.   11olzdeckel
  mit  braunem  gepresstem  Leder;  Messingschliessen
        <pb n="514" />
        308  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.2  Regimen  sanitatis  (scholae  Salernitanac)“Anglorum  regi
seripsit  tota  schola  Salerni  .  .;  etwa  1100  Hex.

Bl.16  Anfang  und  Inhalt  jedes  Capitels  der  Bibel  “In  prineipio:
de  operibus  sex  dierum  ..;  Bl.44b  Et  sic  est  finis  biblie  recapitulacio
  brevis  digiti”.

Bl.45  “Vocabularius  Engelhusen’  (so  auf  Bl.1  genannt),  d.h.Vocabularıus
  des  Dyderik  Engelhus,  mit  lateinischer  Erklärung  der  Wörter
und  meist  mit  niederdeutscher  Übersetzung.  Vorwort‘Ad  planiorem
huins  libelli  eognieionem  primo  sciendum  quod  in  isto  vocabulario  ..
Extracta  sunt  autem  hec  vocabula  a  Papia,  Catholicon,  Huicione  et
Britone  .  ..  Anfang  (A)  secundum  Ysidorum  primo  etlimoloyarum
in  omnibus  lingwis  prior  est  litterarum  ..  Abactor  et  abactus  infra
abigo.  Abavus.  ..  Schluss  Bl.116  “Zugum  grece  iugum  latine...
coniugatus.  Et  sie  est  finis”.  Benutzt  ist  diese  Hs.  im  niederdeutschen
  Wörterbuch  von  Schiller-Lübben  (vgl.  BdU.IS.XV).

Bl.117  (Jo.  Marchesini),  “Mamotrectus’.  Prolog  “Inpaciens
proprie  .  .’;  Anfang  “Ambrosius  frater’.  B1.258  "Explieiunt  rara
vocabula  tocius  biblie”.  -  Von  den  in  den  Drucken  sich  anschliessenden
  Traetaten  folgen  hier  nur  einige.  Schluss  Bl.263c  “Et  sie
est  finis  huius  deo  gratias”.

Im  Einbande  vorn  und  hinten  Je  1  Pergamentblatt  (XIV  Jahrh.)
mit  philosophischen  Quaestiones.  Vorn  ist  eingeschrieben  “Hune
librum  dedit  dns  Conradus  Hessen  s.  Michaeli  arl°  in  Luneborch’.

Luneb.22  440Bl.(davon  14von  Pergament)zu  30:21em
2  Spalten  rothe  und  blaue  Überschriften  und  Initialen  um  1426
alter,  mit  gestempeltem  Leder  überzogener  Holzdeckel

Bl.1  Commentar  zu  den  Psalmen:  Nach  einem  Verzeichniss
der  Psalmen  folgt  Bl.2  Prologus  in  psalmos  “Omnis  seriptura  divinitus
inspirata’  (=  Rufin’s  Ubersetzung  von  Basilius  de  psalmo  1),  dann
Bl.3°David  cum  floreret  in  sede  regni  sui’,  Bl.3b  “Psalterinm  nomen
accepit  a  psalmi  (!)  grece’  (in  Miinchen  no.  12729  "Glossa  interlinearis
alias  ordinaria  dieta  .  ..  Augustini”);  dann  beginnen  Bl.4  die  Erläuterungen
  zu  den  einzelnen  Psalmen  “Beatus  vir...  Impius  est  qui
peccat”.  Am  Schluss  (Bl.131b)  steht“  Explieit  glosa  cum  psalterio
beati  Ieronimi  vel  seeundum  alios  glosa  interliniaris  finitum  a.d.  1426
in  die  s.  Gregori  hora  2*  post  meridiem”.  Bl.131b  Benignus  et
misericors  deus  qui  revocas’:  mit  den  Psalmen  zu  verbindende  kurze
Gebete.

Bl.132b  Psalterium  de  translatione  LXX  interpretum  emendatum
a  sancto  leronimo  in  novum.  Der  Titel  entspricht  nicht  dem,  was
folgt.  Voran  geht  des  Hieronymus  Prolog  ‘Psalterium  Romae  dudum',
dann  “Alius  Prologus:  David  filius  Yesse  cum  esset  in  regno  suo',
hierauf“De  laude  psalmorum:  Quia  eciam  prophetiae  spiritus‘.  Hieran
schliesst  sich  ein  Commentar  zu  den  einzelnen  Psalmen;  Anfang
“Beatus  vir.  Iste  psalmus  ideo  non  habet  tytulum..  Beatus  dieitur
quasi  bene  aptus  id  est  Christus”.  BI1.248  Cantica  ad  matutinas  (d.h.
vielmehr  Commentar  dazu).   B1.253b  Ahnliche  Gebete,  wie  Bl.131b.

Bl.254  Sermo  de  onmibus  sanctis  “Hodie  virgo  mater  ceclesia
per  totum  orbem’.  Bl.260b  “Nota  de  septem  vieiis  mortalibus  (!)
quando  sunt  mortalia  vel  venialia’;  vgl.  Luneb.26  BI.455.
        <pb n="515" />
        Luneb.21—24b  509

Bl.263  °  Nupeie  faete  sunt  in  Chana  Galilee..  Praesentis  intentionis
est  traetare  de  arbore  econsanguinitatis  et  affinitatis,  quae  ex
nupeiis  trahunt  originem’:  eine  Art  Commentar  zu  des  Johannes
Andreae  Lectura  arboris  consanguinitatis,  deren  Text  von  den  Erläuterungen
  umrahmt  wird.  (Bl.272b—273a  die  Zeichnung  der  arbor).

Bl.281  Expositio  orationis  dominice,  que  ideo  dominiea  dieitur,
quia  Ipse  dominus  diseipulis  suis  eanı  insinuavit.  In  Fragen  und
Antworten;  Anfang  “Pater  noster.  Imterrogatio:  Estne  deus  pater
aliarım  creaturarum  quamı  hominum?’.   Bl.285  Expositiosymboli
fidem  et  credulitatem  christianaın  .  .  continentis  ...  "Simbolum  gracee
latine  signum’.  B1.286  Expositio  sermonis  s.  Athanasii  de
trinitate  euius  inicium  est  Quieumque  vult  salvus  "Ad  veram  beatitudinem
  pervenire  volentibus’.

Bl.294  De  dedicatione  ecelesie  “Post  ordines  quos  in  prima  parte
ecelesie  amministracionis  posuimus,  ad  sacramentorum  consideracionem
transinus’.  Am  Schluss  (B1.295b)  “Explieit  quintus  liber  Hugonis
die  sacraınentis’.

B1.295b  “Psalterinm’:  Commentar  zu  den  Psalmen.  (Prolog)
“Psallam  deo  meo  ..  Reverendi  patres  donimi  et  magistri,  BI.299b
(Text)  Beatus  vir  ...  titulus  talis  est  seeundum  glosam  ordinariam’;
auch  in.  München  2732  und  17222.

Bl.431b  (Expositio  orationis  dominieae),  “Pater  noster  ...  Huie

dominice  orationi  beatus  Gregorius  ...  B1.439])  Sermo  b.  Maximi
episcopi  de  verbis  symboli:  Cwn  apud  patres  nostros,  Bl.439)

Domine  quis  habitabit,  ps.  14  de  ordinibus  bonorum:  Liber  psalmorun
ON  INCONgTUe.

Luneb.24  454  Bl.zu29:2lem  2Spalten  rothe  Initialen
  und  Überschriften  15  Jahrlı.  alter  lederbezogener  Holzband
mit  Messingbeschlag

Nicolai  de  Lyra  expositio  super  Genesim,  (Bl.155b)  Exodum,
(Bl.265)  Leviticum,  (B1.321)  Numeros,  (Bl.389)  Deuteronomiumm.

Die  Hss.24,  25  und  26  sind  zum  Theil  von  denselben  Händen  geschrieben
  und  gehörten  einst  enger  Zusammen.

Luneb.24a  5  beschriebene  Pergamentstreifen,  je  Lem
hoch  und  20  cm  breit,  Bruchstücke  von  2  Doppelblättern  abgesetzte
Verszeilen,  rothe  Initialen  Anfang  des  XIV  Jahrh.

Bruchstücke  aus  der  mittelniederländischen  Legende  vom  Kreuzholze,
  die  von  J.  Tideman  als  “Dboee  vanden  houte,  door  Jacob
van  Maerlant’in  den  Werken  uitg.  d.  de  Ver.  ter  bev.  d.  oude  nederl.
letterkunde  I  2  (1844)  herausg  eeeben  worden  ist;  zusammen  etwa
60  Verse;  der  erste  Vers  ist  368,  der  letzte  604.  Die  Bruchstücke
stehen  der  besten  Is.  S  am  nächsten,  sie  haben  daher  die  Zusätze
nach  v.  498  und  582.  Über  die  Form  der  Legende  vgl.  W.  Mever
in  den  Abhandlungen  der  baver.  Akademie  d.Wiss.  XVI,  2  (ISS2)S.  158.

Aus  dem  Einbande  von  Imnch.24  ausgelöst.

Luneb.24b  6  fast  vollständige  Pergamentblätter,  etwa
14  em  hoch  und  12  em  breit;  BIT  und  6,  3  nd  +  sind  oben  unvollständig,
  von  Bl.2  und5  fehlt  ein  Streifen  im  ersten  Drittel  der  Blätter
rot  rubrieirt  Anfang  des  ATV  Jahrh.
        <pb n="516" />
        510  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bruchstücke  eines  Arzneibuches;  ausser  Bl.1  niederdeutsch.

Bl.1  Lateinische  Recepte,  am  Schluss  ein  niederdeutscher  Satz;
der  untere  Theil  von  Bl.1b  ist  leer.   DBI.2  Heilkräfte  der  Pflanzen;
Anfang  ‘(M)uschate  is  heyt  unde  droge..  .’;  erst  unten  auf  der  Seite
folgt  “‘Komen  ist  heyt.  /,  womit  das  Bruchstück  im  Gothaer  Arzeneibuch
  beginnt  (vgl.  Regel,  Progr.  von  Gotlia  1872  8.3).  Alle
folgenden  Pflanzen  finden  sich  im  Gothaer  Arzeneibuche  in  derselben
Folge  auf  Bl.107a—109a.  Dazwischen  stehen  aber  Heilmittel  gegen
verschiedene  Krankheiten  in  der  Gött.  Hs.,  die  zum  Theil  in  der
Gothaer  Hs.  fehlen;  so  weichen  die  Heilmittel  gegen  den  Stein  BIl.4)b
vollständig  ab  von  den  im  Jahrbueh  d.  Ver.  f.  niederd.  Spr.  1878
S.16ff  aus  der  Gothaer  und  aus  einer  Wolfenbütteler  Hs.  mitgetheilten.


Aus  dem  Einbande  von  Luneb.24  ausgelöst.

Luneb.25  405  Bl.  zu  29:20',cm  2Spalten  rothe

Initialen  und  Überschriften  15  Jahrh.  alter  lederbezogener  Holzband
mit  Schliessen;  vorn  Titelschild  mit  Hornplatte

Nicolai  de  Lyra  postilla  super  Proverbia,  (Bl.55)  Eeelesiasten,
(B1.83)  Cantica,  (Bl.104)  Sapientiam,  (Bl.  142)  Eeclesiasticum,  (Bl.256)
libros  Machabeorum,  (B1.326)  Apocalypsim  Johannis.

Bl.401b  (später  nachgetragen)  Sermo  de  corpore  Cristi  “Aceipite
et  manducate  ..  In  hoc  verbo  tanguntur  .

Luneh.26  461  Bl.  zu  28!/,:20!/,  cm  2Spalten  rothe
Initialen  und  Überschriften  15  Jahrh.  alter  Holzband  mit  Messingbeschlag;
  vorn  Titelschild  mit  Hornplatte

Nicolai  de  Lyra  postilla  super  librum  Iosue  (Bl.1),  Iudieum
(Bl.35b),  Ruth  (Bl.76),  libros  Regum  (Bl.84b),  Paralipomenon
(B1.285b),  librum  Esdrae  (B1.344),  Neemiae  (Bl.360b),  secundum
Esdrae  (B1.379),  Tobiae  (B1.389  1),  Iuditlı  (Bl.405),  Esther  (B1.422).
Zwischen  I  Esdrae  und  Tobias  (B1.389b)  des  Nicolaus  Anrede  an
die  Leser  “Ego  igitur  gracias  ago  deo  meo  qui  dedit  mihi  graciaın
scribendi..  Actum  Parisius  a.d.  1333  X  kal.  April.

Bl.435  “‘Nota  de  septem  vieiis  moralibus  quando  sunt  mortalia
vel  venialia.  R.  seeundum  Angustinum:  peccatum  mortale  est..  .;
vgl.  Luneb.22  BI.260b.

b1.438  Passio  domini  nostri  Jesu  Christi  secundum  quatuor
ewangelistas.  Et  primo  dieitlohannesquod  feria  sexta  ante  ramos...
Bl.448  “Passio  domini  nostri  Jesu  Christi  fuit  ex  passione  amara,  cx
illusione  despecta  .  ..  B1.453  "En  ego  morior  et  deus  erit  vobiseum.
  Spiritualiter  deseribitur  passio  .  .'.

Auf  der  Innenseite  desVorderdeckels  ein  Pergamentblatt  (XIlJahrh.,
Liturgie  mit  Neumen),  auf  der  Innenseite  des  Hinterdeckels  ein  Brief
(Pergam.  XV  Jalırh.)  in  niederdeutscher  Sprache.

Luneb.27  320  Bl.  zu  29!/,  :21!/,  cm  2Spalten  rothe

Initialen  1390  alter  lederbezogener  Holzband  mit  Messingbeschlag
Henrieus  de  Oyta,  Lectura  primi  noeturni  psalterüi.  Anfang
"Exurge  psalterium  ..  Quia  scriptura  liber  psalmorum  seu  ipsum
psalterium’.  Am  Ende  (Bl.320)  “Explicit  leetura  primi  noeturni
        <pb n="517" />
        Luneb.  25  —  31  511

psalterii  edita  et  lecta  ab  excell.  sacre  theologie  magistro  Hinrico
de  Oyta  in  studio  Wienensi  et  ibidem  comparata  per  venerabilem  in
Christo  patrem  dominum  Olricum  de  Bervelde  abbatem  monasterii  s.
Michaelis  in  Luneborch  ordinis  s.  Benedieti  a.  d.  1390  quo  anno  fuit
annus  jubileus  anno  pontifieatus  primo  sanetissimi  patris  nostri  Bonifacıı
  IX’.

.  Luneb.28  284Bl.zu  29:21em  2Spalten  rothe  Initialen
und  Überschriften  15Jahrhı.  alter  lederbezogener  Holzband  mit
Messingbesehlag  und  Schliessen;  vorm  Titelschild  mit  Hornplatte.

Nicolai  de  Lyra  postilla  super  epistolas  ecanonicas  (Bl.1),  Actus
apostolorum  (Bl.41),  epistolas  Pauli  (BI1.94).  Am  Schluss  (B1.284)
“Explieit  postilla  mag.  Nicolai  de  Lyra..  a.  d.  1448  vigilia  eireumseisionis
  a.  45  incipiente  sub  expensis  honorabilis  domini  Iohannis
de  Wensen  karitatoris  monasterii  s.  Miehahelis  in  Luneborch’.

Bl.284  (nachgetragen)  "Heec  sunt  nomina  24  seniorum  quos  elegit
deus  ab  inieio  mundi  per  singulas  etates  usque  ad  nativitatem  Christi
ut  starent  in  eonspeetu  throni  .  ..

.  Luneb.29  349Bl.  zu  28%  :20cm  2Spalten  rotlıe
Überschriften  1463  alter  lederbezogener  Holzband  mit  Schliessen

Nicolai  de  Lyra  postilla  super  epistolas  b.  Pauli  (Bl.1),  super
cpistolas  canonicas  (Bl.244b),  super  Actus  apostolorum  (B1.288b).
Am  Schluss  (Bl.349b)  “Finita  est  postilla  .  ..  a.  d.  1463  sabbato  Invoeavit
  (hierauf  sind  2  Zeilen  unleserlich  gemacht,  in  denen  sieh  wohl
der  Schreiber  genannt  hatte)  .  ..

Auf  den  Innendeckeln  Pergamentblätter  aus  einer  Schrift  über
Logik  (XIV  Jahrh.);  auf  dem  vorderen  die  Eintragung  “Hune  librun
dedit  dominus  Conradus  Hesse  s.  Michaeli  archangelo  in  Luneboreh’.
Eine  andere  Hand  setzt  hinzu  “Et  pater  Antlionius  Grymoldus  tune
prior  mihi  Henrico  Biter  eundem  accomodarvit  eni  et  dedi  sirographum
meum,  eciam  de  post  priori  Ivoni  sirographum.  igitur  (?)  sirographum
et  (luplicatum.  videatur  ne  bis  postulent”.

Luneb.80  213Bl.  zu  291/,:21  em  2Spalten  rotle
Intialen  15Jahrhı.  alter  mit  rothem  Leder  bezogener  Holzdeckel
mit  Buckeln  und  Schliessen

Nicolaus  de  Lyra.

Bl.1  "Propheta  magnus  surrexit  in  nobis  .  .  Quamvis  liber  psalmorum
  ;  am  Schluss  (B1.197)  “Completus  est  liber  iste  psalmorum
cum  glosa  domini  doctoris  Nieolai  de  Lira.  .

B1.198  Utrum  ex  seripturis  a  Judeis  reeeptis  possit  probari  effieaciter

  salvatorem  nostrum  fuisse  deum  et  hominen.  Am  Sehluss
(31.213)  “Explieit  quaestio  de  Christo  edita  a  fr.  Nyeolao  de
Lyra’.

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  “Hune  librum  dedit  dommus
Conradus  ITessen  saneto  Michacli  archangelo  in  Lunenborgh’.

Luneb.3l  865  Bl.zu  29:20  em   25Spalten  rothe  Initialen
  und  Überschriften  um  1362  geschrieben  stellenweise  dureh
Feuchtigkeit  beschädigt
        <pb n="518" />
        512  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Bl.1  Postilla  super  librum  lob  edita  et  conpilata  a  magistro
Nieolao  de  Lyra.  Der  Anfang  des  Prologs  fehlt,  da  vor  Bl.1
ein  Blatt  verloren  gegangen  ist.

B1.93  Isidorus  de  summo  bono  "Summum  bonum  est  deus  quia
incommutabilis  .  .’:  des  Isidor  libri  III  sententiarum,  jedoch  ohne
Abtheilung  in  Bücher.  Am  Schluss  die  Worte  “Hie  est  enim
christianae  miserationis  affectus  .  .  defraudes  (!)  miserieordiam’,  die
Arevalo  (Isidori  opera  VI  362)  anführt  als  Zusatz  der  “vetus  editio’.
Bl.161b  Explieit  liber  s.  Ysidori  Hyspaliensis  archiepiseopi  de  summo
bono  a.  d.  1362  altera  die  Katherine  virginis”.  Bl.162  Registrum.

Bl.164  (Augustinns  de  Ancona,  Lectura  cantici  decem  eordarım:)
  Bl.164  Prologus  decem  eordarum  “Deus  cantieum  novum
eantabo  tibi..  Beatus  Augustinus  dieit  quod  virginis  gloriose  .  ..
Bl.164b  Beginn  der  eigentlichen  Erklärung  "Magnifieat  anima  mea
dominum.  Tria  prineipaliter  intenduntur  .  ..  Bl.200  Registrum
lecture  cantici  decacordi  virginis  Marie  editum  per  magistrum
Augustinum  de  Anclıona’.

Bl.201b  “Dominus  et  deus  noster  misericors  et  miserator  longanimis
  .  :  Augustin,  Sermo  IX  (ed.  Migne  Tom.V  75).

Bl.210  Sanımlung  von  Sermones,  meist  an  eine  bestimmte  Classe
von  Menschen  gerichtet,  so  z.B.  Bl.213b  Ad  cives  rei  publice  vacantes,
  Bl.216  Ad  mercatores,  Bl.2181  Ad  agricolas,  B1.220b  Ad
mechanicos  artifices,  Bl.226b  Ad  virgines  et  puellas,  Bl.241  Ad  ancillas,
  B1.244  Ad  adolescentes,  Bl.254  Ad  iudiees  ct  advocatos  und
ähnliches.  Der  erste  beginnt  “Vidi  eivitatem  sanetam  Apocal.21.
In  epistola  hodierna  dedieacionis  officio  .  ;  dem  letzten,  einer
Predigt  am  Feste  Omnium  sanetorum,  folgt  Bl.276b  eine  kurze  Auseinandersetzung
  “Festum  de  omnibus  sanetis  tribus  de  causis  institutum
  est  .  ..

Bl.277b  Meditaciones  melliflui  doetoris  beati  Bernhardi  abbatis
“Multi  multa  seiunt  et  se  ipsos  nesciunt  .  .

B1.290b  Regula  sacerdotum  secularium  beati  Petri  apostoli  ordinem
profiteneium  ex  varie  scripture  passibus  et  canonum  colleeta.
Anfang  des  Vorworts  “Eece  sacerdos  magnus  .  .  Spiritus  sanetus
saeerdocii  dignitatem  insinuare  volens  .  .'.

B1.294  Liber  (einige  Worte  unleserlich)  dietus  Lumen  anime.
Anfang  ‘Altitudo  mundane  glorie  philosophus  in  6°  animalium  libro
in  cunetis  quidem  mortuis  .  .';  vgl.  Theol.126  Bl.2.  Der  gleiche
Anfang  wie  hier  findet  sich  im  cod.  lat.  Mon.7245f.1.  Am  Schluss
unvollständig.

Luneb.32  297  Bl.  zu  30  :21!/,;,  em  von  mehreren  Händen
geschrieben,  die  Bl.2,  34,  102,  134,  145,  296b  beginnen  Bl.1—153
zweispaltig  15  Jahrh.  durch  Feuchtigkeit  sehr  beschädigt  und
oft  nicht  zu  lesen  Holzdeckel  mit  braunem  Leder;  noch  eine
Messingschliesse

Bl.2  Jacobus  de  Cessolis,  libellus  de  moribus  hominum  et  de
offieiis  nobilium.  Anfang  “Multorum  fratrum  ordinis  .  ..
Schluss  B1.31  “frater  Jacobus  de  Cesulis  ord.  fr.  Praed.  edidit  de
offieiis  nobilium  et  popularium  hune  ludum  .  ’;  dann  ein  Register
(Aculeum  Dis  Zenoerates),  an  dessen  Schluss  (Bl.33b)  steht  "Ex-
        <pb n="519" />
        Luneb,31  —  33  513

plieit  tabula  super  tractatum  ludi  scacorun  moralem’.  Vgl.
Theol.  126  B1.66b.

Bl.34  (Jollannes  de  Tambaco),  de  eonsolatione  theologiae;  nur
Auszug.  Anfang  "(Q)uoniam  sechndum  apostolum  quaceungne
seripta  sunt’,  Schluss  “eustodiam  contra  omnes  antiqui  hostis  insidias
attincti  Amen  et  sic  est-  finis”.

Bl.75  "Materiaim  subnotatam  fr.  Johannes  de  Capistrano  proclamavit
  ad  populum  in  Liptzk  per  triginta  sermones:  Sie  erit  in
consummatione  seculi  Matthei  13%.  Reverendi  pafres  ct  domini
praestantissimi  (vgl.  Bl.101b)..  .  Intendens  nos  .  ;  Schluss  Bl.74a
"Et  hec  quantum  ad  primum  sermonem  iuxta  prenotati  fratris  distinetionem”.
  Bl.74  "Sequitur  de  eontemptu  seenli:  Renovamini  spiritu
mentis  ..  Eplı.4.  Quia  aliquis  apostolus  sentenciosa  verba  .  .;
Schluss  B1.87)b  “de  hoc  eciam  patet  supra  in  prerogativis,  et  in  isto
membro  eoncludit  pater  devotus  sermonem  presentem’.  Bl.87)
“Aceipite  armaturam  dei  .  ..  Eph.3.  Dietum  est  supra  in  deeimo
periculo  (d.i.  auf  Bl.85)  .  .;  dann  noch  5  andere  Predigten.
Anı  Schluss  (Bl.101b)  steht  “Nota  illud  fuit  preambulum  ven.  fratris
Jo.  de  Capistrano  ante  sermones  suos  in  Liptzk  coram  universitate
  et  plebe  universa:  Reverendi  patres  .  ”  (wie  vor  der  Predigt
auf  B1.73).

B1.102  Magistri  Alani  (de  Insulis)  summa  praedicationis  “Vidit
Jacob  scalam..  Scala  ista  est  veri  catholici  profectus’  (=  Migne  210
Sp.111);  Bl.133  Capitula.

Bl.134  "Speculum  regum  ceditum  a  fr.  Alvaro  (Pelagio;  vel.

Bibliotheca  hispana  vetus  .  .  auet.  N.  Antonio  II  1696  S.100ff)  Hyspano
  de  ordine  minorum  ep.  Silvensi  deeretorum  eximio  professore’
(A.  Martini  in  seiner  Beschreibung  dieser  Hft  maclıt  hieraus  2  verschiedene
  Stücke:  d)  Speeulum  rerum  editum  a  fratre  aluano  hyspano
de  ordine  minorum.  Fol.133a.  c)  Epos  Silveii  deeretoris  eximia
professione).  Widmung  “Gloriosissimo  .  .  regi  ..  Alfonso  ..  regnantiin
  anno  d.  Meecerxli®  ct  abinde  felieiter  regnaturo  fr.  Alvanus(!)
  .  .  Colirium  cum  quo  oculos  ..  ungere  valcas..  et  speculum
mentis  ...  in  hoc  libello  ...  tibi  transmitto  .  .”.  Cap.l  beginnt
(Bl.134)  “Felieiter  hiis  diebus  contra  Hismalitas,  Mauros  ct
Arabes  .  ..  Die  Capitel  sind  bis  zum  68.  (B1.248)  gezählt.
Am  Schluss  (Bl.294)  steht  “Finivi  hoe  opus  ego  presul  indignus
Silvensis  fr.  Alvarıs  de  ord.  minorum  de  Algorbio  villa  de  Tavira
a.  d.  1344  mensis  Julii  19  dis  transacta  etc’.   DBI.294b  Zwei  Briefe
eines  Bischofs  (jedenfalls  des  Alvarus  Pelagius)  an  den  König  von
Spanien,  der  erste  undatirt,  der  zweite  “Colimbrie  tertio  die  Junii’:
am  Schluss  “Et  sic  est  finis”.

Bl.296b  “Dit  heft  des  romeschen  konninghes  arste  ghemaket
wedder  de  drose  unde  pestileneien:  In  deme  ersten  weme  se  werden
in  deme  hovede  .  !.

Im  Einbande  vorn  1  Blatt  und  hinten  eine  Spalte  (Perg.  XIV  Jahrh.)
mit  Bruchstücken  philosophischen  Inhalts.

Vorn  ist  eingeschrieben  “Hune  librum  dedit  d.  Conradus  Hesse...

Luneb.33  176  Bl.  zu  30:21  em  von  verschiedenen
Schreibern  lagenweise  geschrieben   Bl.1-—-82  zweispaltig  nur  zum
33
        <pb n="520" />
        514  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Theil  rubrieirt  15Jahrh.  zum  Theil  durch  Feuchtigkeit  und  durch
Feuer  beschädigt  Holzband  mit  rothem  gepresstem  Leder;  Messingschliessen


Bl.1  Bonaventura,  Breviloquium  “Flecto  genua  .  ..  (=  opera  V
Venet.  1754  8.1);  BI.67  “Explieit  tractatus  qui  dieitur  breviloquium
editus  a  Bona  ventura  ordinis  fr.  minorum’.

Bl.67  “Liber  de  originali  peccato  editus  a  fr.  Egidio  Romano

0.  fr.  Herem.  s.  Aug’,  Anfang  “Ego  cum  sim  pulvis”.  B1.75b
Über  biblische  Ausdrücke,  welche  geistige  und  körperliche  Eigenschaften
  Gottes  bezeichnen  “Penitere  dieitur  deus  .  ..  Bl.76

Uber  die  Cometen  und  ihre  Bedeutung  nach  ihrer  Stellung  in  den
Bildern  des  Thierkreises  “Cometa  est  vapor  terreus  habens  partes
gTOSSa8  .  ..

B1.79  “Per  istas  fallacias  possunt  convenire  theologi  et  cachilici  (!)
eum  philosophis  ut  patebit  in  processu  que  conveniencia  esset  valde
utilis:  Sortes  (!)  est  bonus  et  est  rex  .  .’;  gegen  Ende  “Diximus  de
fallacıiis  Raymundi  .  .;  Schluss  B1.81  “Explieiunt  fallacie  Raymundi
[.ulli  deo  gracias  ete’.  °  Bl.81b  Centum  maximae  possibilitatis  et
impossibilitatis:  (1.  Q)uod  est  possibile  per  unum  est  impossibile  per
aliud  unum  .  ..

Bl.83  (Hugo  de  Argentina),  “Compendium  theologicae  veritatis’,
in  7  Büchern.  Anfang  Bl.83  “Cum  veritas  (!)  theoloyce  sublimitas’;
Schluss  Bl.176  “reeipiat  sine  fine  Amen.  Explicit  compendiun  theoloyce
  veritatis  seriptum  per  me  Hinrieum  Staden  sub  a...  M°  ccce°  1j°
in  quarta  feria  post  Iudiea  hora  quarta  .  ..  Das  Werk  wird  verschiedenen
  Verfassern  zugeschrieben;  gedruckt  ist  es  z.  B.  unter
Albertus  Magnus  Namen,  ferner  unter  dem  Bonaventura’s  (opera  VII

Venet.  1755  8.1).

Luneb.34  267  Bl.  zu  350:  20'%,  em  zweispaltig  roth
rubrieirt  1374  Holzband  mit  braunen,  geschnittenem  und  gepunztem
Leder;  Titel  auf  dem  Vorderdeekel  unter  einem  Hornblättchen;  einst
mit  Schliessen

Bl.1  “Ine.  postilla  (studentium)  edita  per  dominum  Kunradum’
(im  Münchener  Clm  12287  heisst  er  plebauus  Pragae  in  lacta  curia;
in  einer  Hs.,  die  Staphorst,  Hamb.  Kirchen-Gesch.  I,  38.380  beschreibt,
Conradus  Soltaw).  Prolog  “Postillam  studeneium  sancte  Pragensis
universitatis  ut  super  ewangelia  domimicalia  que  leguntur  per  annum
per  talem  modum  quo  ipsam  ad  populum  proprio  deelamavi  gutture

conscribere  vellem  .  ..  Anfang  (Bl.1)  “Cum  appropinquasset  ..
Quia  hodie  s.  mater  ecclesia  ineipit’.  Schluss  Bl.267°..Suba...

1374  die  sequenti  post  festum  s.  Viti  patroni  Boemie  martiris  gloriosi.
Sancta  Maria  pro  me  ad  dominum,  s.  Jeronime  ora  pro  me’.

Vorn  ein  Pergamentblatt  (XII  Jahrl.),  Liturgie  mit  Noten  enthaltend.


Luneb.36  218Bl.  zu  29:2lem  zweispaltig  geschrieben
nicht  rubrieirt  1466  Holzband  mit  gestempeltem  hellem  Leder;  noch
eine  Messingschliesse

Bl.1  Jacobus  Carthusiensis,  professor  s.  theologiae,  Quaestiones
cirea  statum  religiosorum.   Bl.1  Verzeichniss  der  (24)Quaestiones.
        <pb n="521" />
        Luneb.  33—  39  515

Vorwort  "In  nomine  ..  Ad  mandatum  .  .  abbatis  de  Claratumba  .  ..
Bl.5  "Queritur  utrum  volenti  ingredi  .  ..  Vel.  Theol.130  und  134
Bl.86.

Bl.159  Jacobus  Carthusiensis,  tractatus  de  temptationibus  ct
consolationibus  religiosorum  (Gespräch  zwischen  Magister  und  Discipulus).
  Bl.159  Verzeichniss  der  (16)  Capitel;  dann  “Ineipit  tr.
mag.  Jacobi  de  magistro  ad  diseipulum’”.  Bl.159b  Vorrede  "Instantibus
  tuis  precibus  .  .;  BIl.160  Anfang  “Nunquam  racionabiliter
  .  ..  Schluss  Bl.218  “Explieit  tractatus  de  temptacione  et
consolatione  per  doctorem  Jacobum  Gartusiensem  et  professum  domus
Cartusie  Erfordensis  in  Ixvi°.  Andere  Hs.  in  München  Clm  4364.

Vorn  und  hinten  im  Einbande  Pergament  (XIV  Jahrh.)  mit  Fragment
  eines  philos.  Commentars.  Vorn  ist  eingeschrieben  “Hune
librum  dedit  dominus  Conradus  Hesse  .  !

Luneb.37  380  Bl.  zu29:21cm  2Spalten  rothe  und
blauelnitialen  15Jahrh.  alter  mit  rotliem  Leder  überzogener  Einband
mit  Messingbeschlag,  Buckeln  und  Schliessen

Sermones  Jordani  (de  Quedlinburg)  eximii  lectoris  operis  Dan
de  sanctis  (B1.369).  Anfang  “Dan  catulus  leonis  fluit  largiter’;
vgl.  cod.  Luneb.38.  Alte  Drucke:  Hain  Repert.  9439  —  9441.
Bl.369b  Alphabetischer  Sach-Index;  B1.378  Registrum  sermonum
operis  Dan.  An  den  Deckeln  Pergamentblätter  (XIII  Jahrh.)  mit
Liturgie  und  Noten.

Luneb.38  225Bl.2u41:28cm  2Spalten  15Jahrh.
alter  lederbezogener  Holsdeckel  mit  Messingbeschlag  und  Schliessen

Jordanus  de  Quedlinburg,  Sermonum  opus  Jor  de  tempore.

Bl.1  Registrum.  Bl.3  Vorrede  “Jordanis  conversus  est  retrossum,
Psalm.  Postquam  dei  opitulante  gratia  completo  opere  postillarum  eun
suis  sermonibus  Jordanis  ripas  alvei  sui  ad  illud  opus  implevit,  cogor
nune  .  .  ad  opuseulum  sermonum  .  .  reverti  .  ...  Wie  der  Jordan
zwei  Quellen  habe,  Jor  und  Dan,  ebenso  (fährt  Jordanus  fort)  wolle
er  sein  Werk  in  zwei  Volumina  trennen,  “quorum  unun  seilicet  de
tempore  Jor  nominetur,  alterum  vero  de  sanctis  Dan’.  Hierauf
folgen  die  Sermones  de  tempore,  mit  Advent  beginnend  (im  ganzen
293).  Bl.217b  Alphabetisch  geordneter  sachlicher  Index.
Während  der  Theil  “Dan’  (Luneb.  37)  öfter  gedruckt  ist,  scheint  dieser
erste  Theil  “Jor’  unbekannt  geblieben  zu  sein.

Vom  Deckel  abgelöst:  Testament  der  Grete  van  der  Heyde  zu
Lüneburg  1436,  mit  Anderungen  von  1439,  Original;  (Pergamentblatt
  zu  39:29  cm).

Luneb.39  107  Bl.  zu  29:21lem  von  verschiedenen
Händen,  dieBl.1b,  2,  14,  22  (-2),  23,24  beginnen  15Jahrh.   Iolzdeckel
  mit  hellem  Leder;  Messingschliessen

Bl.1b  Pro  infirmo  .  .  in  extremo,  Ritual.

Bl.2  Reden  (6),  auf  einer  Universität  bei  Docorpromotionen  gChalten;
  die  erste  beginnt  "Lumen  in  tenebris  amimistrat.  Verba  sunt
canonis  .  .  Vas  elcetionis  et  doctor  gentium  Paulus  .  /.

B1.10  roth:  (eine  Zeile,  wohl  mit  dem  Namen  des  Verfassers,  ist
        <pb n="522" />
        516  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

weggeschnitten)‘.  .  de  celebratione  missarum  et  de  periculis  que  in
ea  evenire  possunt’;  Anfang  "Quia  in  presenti  materia  agitur  de  cel.
miss..  ideo  sciendum  est  .  ..

Bl.14  (Fridericus  de  Senis,  abbas  S.  Galgani;  vgl.  Fabrieius  Bibl.
medii  aevi  1858  II  613),  De  permutatione  beneficiorum  “Quia  circa
materiam  permutationum  ..’;  Schluss  Bl.21b  (rotl)“Explieit  traetatus
bonus  utilis  et  eotidie  practicabilis  de  rerum  permutatione.  Amen’.
Bl.22—23  Notizen  von  3  Händen;  darunter  Bl.23  “Constitutio  vicarli
generalis’  (Formular).

Bl.24  Commentar  zu  Gregorii  IX  Deeretalium  1.  II  bis  tit.27  e.18;
Anfang  ‘De  iudiciis.  Nota  onmia  iudieia  ..  De  Quovultdeo.  quem.
sup®  (?)  aliquem  et  tune  ponitur  pro  quia  Ost(iensis)  et  ibidem  placuit.  ..
Am  untern  Rande  von  Bl.24a  steht:  B  (oder  Ch?)  de  monte.

Im  innern  Umschlage  Pergament  (XIV  Jahrh.)  mit  Bruchstücken
aus  einem  philos.  Commentar;  vorn  ausserdem  der  untere  Theil  einer
Notariatsurkunde,  “datum  in  ecel.  B.M.V.  in  Campo  prope  Rendesborch
nostrae  dioc.  a.  d.-  M°cce°xl  octavo,  fer.  4  post  octavas  Epiphanie
domini”.  |

Luneb.40  337  Bl.  zu  29:20  em  meist  zweispaltig
von  verschiedenen  Händen  geschrieben  15  Jahrh.  alter  lederbezogener
  Holzdeekel  mit  Schliessen

Bl.1  Johannes  de  Deo  Hispanus,  Tractatus  de  dispensationibus
et  primo  de  dispensaeione  domini  pape  “Ineipit  libellus  dispensacionum
in  quo  xIv  eapitula  ponuntur,  primo  .  ..  Am  Schluss  (Bl.24b)
“Explicit  libellus  dispensacionum  ..  a  magistro  Johanne  de  Deo
doetore  decretorun  Hyspano  compositus  ad  honorem  summe  trinitatis..
dominique  Innoeentii  IV  pape,  eui  libellus  mittitur  eorrigendus  prout
in  serie  praenotatur,  alpha  et  O  primus  et  novissimus  alleluia’;  vgl.
v.  Sehulte,  Gesch.  d.  Quellen  ...  des  canonischen  Rechts,  II  96.
Bl1.25/6  leer.

Bl.27  (Jacobus  Carthusiensis),  De  malo  huius  saeculi  "Organo
apostolice  vocis..  .';  vgl.  Theol.  129  Bl.1.  B1.73—77  leer.

B1.78  Oeculus  religiosorum.  Anfang  ‘In  nomine  domini  nostri
Jesu  Christi  Amen.  Multorum  deo  militare  eupieneium  et  militancium’;
nach  dem  alten  Index  auf  Bl.1  ebenfalls  eine  Sehrift  des  Jacobus
Carthusiensis.

Bl.128  (Jacobus  Carthusiensis),  Quodlibetum  ‘Ezechiel  sanetus
dei  propheta  in  sacra  visione’;  vgl.  Thcol.152  Bl.2,  Theol.133  BLI.

B!.178  (Jacobus  Carthusiensis),  De  illusionibus  demonum
“Doctrinis  variis  et  peregrinis  nolite  abduci  .  .  hec  doctrina’;  vgl.
Theol.119  B1.267,  Theol.129  Bl.211,  Theol.  134  B1.55.

B1.199  Anfang  eines  andern  Tractats(desJacobusCarthusiensis?)
“Cum  in  huius  seculi  perituri  latissima  regione’;  derselbe  bricht  mit
Ende  von  Bl.199b  in  Folge  Blattausfalls  ab.

Bl.200  (Compendiunn  librorun  sententiarum)  "Quoniam  velut  quatuor
paradisi  flumina  libri  sententiarum  irrigant  .  .  expedit  ut  illorum
diffusio  compendio  temperetur  .  ..  Vgl.  eod.  lat.  Monac.  5307  Bl.1.

Bl.246  Conradus  Soltow  (de  Soltau),  Lectura  super  eapitulo
‘Firmiter  eredimus’  de  summa  trinitate  et  fide.catholiea(Titel  anı  Sehluss
B1.337).  Anfang  “Firmiter  eredimus  et  simplieiter  confitennr  fiden
        <pb n="523" />
        Luneb,  40  —46  517

ortodoxanı  fidlelium  solidum  et  primum  omnium  virtutum  immobile
fore  fundamentum.  Auctorisans  magister  gentium  Paulus  .  .;  vgl.
Luneb.74  Bl.1.

Bl.1  ein  alter  Index.  Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels
“Hune  librum  dedit  dominus  Conradus  Hesse  saneto  Michaeli  archangelo
in  Luneborch'.

Luneb.41  177  Bl.zu28:21lcm  2spaltig  rothe  Übersehriften
  und  Initialen  von  2  Händen  im  15  Jahrh.  geschrieben
(Bl.1—72,  Bl.73—177),  der  zweite  Theil  im  Jahre  1471  alter  mit
gepresstem  Leder  überzogener  Holzband  mit  Schliessen

Bl.1  (David  de  Augusta),  Liber  profeetuum  religiosorum.
Zuerst  die  Capitula,  dann  (Bl.  2)  “Primus  profeetus:  Profeetus  religiosi
septem  distinguuntur  processibus’”.  Am  Schluss  (Bl.72b)  “Explieiunt
septem  profectus  novieciorum  per  me  Jordanum  Grabow’.

Bl.73  Tractatus  honorabilis  domini  doctoris  Johannis  Nyder  ord.
praed.  de  reformatione  status  cenobitici  "Rogatus  sum  a  te  pater  mi’;
vgl.  Theol.  134  B1.195.  Am  Sehluss  (B1.177)  .  .  finitus  in  Luneborg
per  me  Jacobum  Jorde  ibidem  a.  d.  1471  die  saturni’.

Luneb.45  255  Bl.  zu  29'/,  :20%,  em  zwei  Spalten;  nur
inı  Anfang  rubrieirt  von  Verschiedenen  geschrieben  im  15  Jahrh.
Holzband  mit  hellbraunem,  gepresstem  Leder;  noch  eine  Messingschliesse


Petri  Lombardi  libri  IV  sententiarum;  jedem  Buche  geht  ein
Verzeichniss  der  Distinetionen  voran.

Vorn  und  hinten  je  ein  Pergamentblatt  (XIV  Jahrh.)  mit  philosophischen
  Quaestiones.  Vorn  ist  eingeschrieben  “Hune  librum
dedit  dom.  Conradus  Hesse  S.  Michaeli  in  Luneborch’,

Luneb.46  I-+  218  Bl.  zu  23:20cm  zweispaltig  geschrieben
  von  mehreren  Händen,  die  BLIb  1b  4b  (=  Ib?)  (BLI
bis  11  sind  später  zugesetzt),  12,  157,  181,  196  (=  157)  begimmen
ausser  BI.I—11  roth  rubrieirt  15  Jahrlı.  Holzband  mit  hellen
gestempeltem  Leder;  Messingbuckel  und  Schliessen;  vorn  Titelschild
mit  Hornplatte

Bl.Ib  und  1a  (später  eingeschrieben)  “ITee  sunt  indulgencie  ord.
fr.  minorum.  Extracta  sunt  hee  de  registris  apostolieis  et  habentur
in  sacristia  Asii  (Assisi).

Bl.1b  Drei  Predigten,  «die  erste  “Paratum  panem  ..  Mirabilis
huius  panis  poteneia  .  .;  nach  der  zweiten  theologische  Excerpte.
Bl.4b  Sechs  Predigten;  die  erste  “Quam  terribilis  ...  Non  est  hie
alind’  auch  in  München  Clm  9690  Bl.3.  Am  Schluss  (Bl.11b  rotlh:)
“IMinricus  Mandelsen”.

Bl.12  Gesta  Romanorum.  “Ine.  moralitates  ex  gestis  Romanorum.
  Et  primo  de  virgine  que  cst  C  custodibus  commıssa  per
quam  anima  intelligitur:  Pompeyus  rex  dives  .  ..  Uberscehriften

und  Anfänge  der  49  Capitel  verzeichnet  Oesterley  in  seiner  Ausgabe
(1872)  8.16—18.

Bl.29  Predigten,  2  de  corpore  Christi  und  I  de  dedieatione;
die  erste  beginnt  “Vidi  in  dextera  ,.  Iste  liber  est  corpus  Christi  .
        <pb n="524" />
        515  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

B1.32  Dietionarius  (theologieus):  Aves  quinqüe  sunt  quibus
dominus  comparatur;  primo  enim  comparatur  aquile  .  ..  Die
Ordnung  ist  nicht  streng  alphabetisch.  An  erster  Stelle  dem  Alphabet
nach  müsste  stehen  (Bl.41)  "Abstinencia  duplex  est  quedam  detestabilis
  et  quedam  laudabilis’;  so  beginnt  in  vielen  Hss.  (z.B.  in
München  Clm  13126  Bl.1,  21052  Bl.147)  ein  Werk  mit  dem  ‚Titel
“Guidonis  O.  Pr.  Flos  theologiae’,  auch  “adaptiones  sermonum’  genannt.
  Der  letzte  Artikel  ist  (wie  in  München  COlm  8182  Bl.1)
“de  vita  aeterna”.  Bl.  132  "Explieit  dietionarius  (roth:)  qui  alio
nomine  dieitur  amicus’;  dann  ein  Verzeichniss  der  Artikel.

Bl.133  Predigten  oder.  Entwürfe  dazu:  Bl.133  Sermones  de
tempore,  von  Advent  (Ecce  rex  tuus  .  .  In  istis  verbis  optime  describitur
  incarnatio  .  .)  bis  “in  passione  domini’,  die  letzte  Predigt
unvollständig.  Bl.157  Sermones  de  tempore,  von  Advent  (“Diecite
filie  Syon  .  .  Patribus  antiquis  erat  de  incarnatione  .  .')  bis  Ostern;
Bl.179b  (späterer  Zusatz)  de  s.  trinitate;  (Bl.181)  von  Ostern
(Maria  Magdalena  ..  Summa  huius  evangelüi  .  .’)  bis  zum  Schluss
des  Kirehenjahrs;  am  Schluss  (Bl.  194)  “Explieit  evangeliorum  dominiealium
  cexpositio  et  eorum  trimembris  divisio  cum  sermonibus  ad
hoc  pertinentibus  per  totum  aunum’,  dann  folgen  noch  zwei  Predigten
von  derselben  Hand.  Bl.196  Sermones  de  sanctis;  voran  “de
trinitate”  und  “de  corpore  Christi’,  dann  Barnabas  (11  Juni)  bis
Caeeilia  (22  Nov.).

Bl.217  Notizen  über  Beschwörungen,  “de  emptione  et  venditione’  etc.;
Bl.218  “X  milium  militum  passio:  Adrianus  et  Antonius.  .’;  Bl.218b
über  Pestilenzen  °.  .  post  hoc  incepit  universalis  pestileneia  apud
Christianos  a.  d.  1341.  .  Est  enim  ista  septima  pestilencia  universalis
que  post  mundi  creacionem  evenit..  de  qua  (septima)  etate  revertitur
in  etatem  primam  a.  d.  1461.  ..

Luneb.47  209  Bl.  zu  30:21  em  zweispaltig  ausser
Bl.  194—209;  von  verschiedenen  Händen  geschrieben,  die  Bl.1,  40,  70,
74,  194  beginnen  14Jahrh.  von  Feuchtigkeit  beschädigt  Holzdeckel,
  zum  Theil  noch  mit  Leder  überzogen;  Messingbuckel  und
Schliessen

Bl.1  Ausführlieher  Commentar  zum  Graeceismus  des  Zberhardus
Bethuniensis:  Bl.1  Prolog  "(MJeliora  sunt  dilectte  mi  ubera...

Verba  proposita  seribit  Salomon  .  .  auetor  scientie  hwus  libri  fuit
mag.  Ebrardus  Linconiensis  .  .".  Bl.2b  Anfang  “Quoniam  ignorancie

nubilo  turpiter  ..  (Commentar:)  Hic  ineipit  liber  Ebrardi  Linconiensis
euius  ..,  Bl.73b  “Explieit  expositio  primi  libri  greeismi  deo  gracias”,
  Bl.74  (Buch  Il,  =  Cap.Yff  der  Ausgabe  von  Wrobel  1887)
Prolog  “Dyadema  sapientis”,  Anfang  “Est  pater  hie  cura..  (Comm.:)
Prius  auctor  in  libro  precedenti  ug  Bl.133  (Buch  III  -Cap.14ff
bei  Wrobel)  Prolog  “Quieunque  deser  it’,  Anfang  “Donati  nostri  vestigia,
(Comm.:)  Prius  auctor  expedivit  .  BlL.175b  (BuchIV  -Cap.25ff
bei  Wrobel)  Prolog  “Finis  non  est”,  Anfang  “Viginti  septem  specierum
  (Comm.)  Iste  liber  est  quartus  et  ultimus  .  .;  Schluss  B1.193
“Et  sie  est  finis  quarti  libri  greeismi’  (ähnliche  Unterschriften  unter
den  vorangehenden  Büchern).

Auf  einer  leergebliebenen  Spalte  (Bl.79a)  und  einem  eingelegten
        <pb n="525" />
        Luneb.  46  —  48  519

Zettel  (BI.78)  ist  der  grösste  Theil  des  Gedichtes  de  conıpositione
verborum  (-Luneb.68  Bl.35b)  nachgetragen;  Anfang  fehlt,  die
ersten  Worte  sind  “Persequor  infestat’,  am  Schluss  “Explieit  libellus
de  compositione  verborum'.

Bl.194  Philosophische  Quaestiones  “Quaeritur  utrum  intelleetivam
partem  anime  .  .‘,  Schluss  fehlt.

Auf  Bl.193b  steht  als  Federprobe  “Nos  consules  civitatis  Wernigherode’.


Luneb.48  368Bl.  zu  301/,:21em  baldl,  bald  2Spalten
rothe  Initialen  15  Jahrh.

Bl.1  Alter  Index;  derselbe  auf  BI.  367.

Bl.2  Johannes  Calderinus,  De  interdieto  ecelesiastico.
Bl.30b  Tabula  ipsius  super  antedicto  tractatu  de  ecelesiastico  interdlieto.


Bl.33  (nach  dem  erwähnten  Index)  “Utilis  collacio  domini  Iohannis
  de  Lignano  super  Olementina  Exivi  de  paradiso  situata  sub
rubrica  de  verborum  significacionibus  eum  aliquibus  extravagantibus
Iohannis  XXII  tractantis  de  materia  mendicanceium’.  Zu  Anfang
steht  die  Bulle  Johann’s  XXII  ‘Quia  nonnungnam  quod  conicctura’
(-Extravag.  Johann.  XXI  tit.14  de  verbor.  signific.  cap.2),  dann
geht  es  weiter  “Hoc  autem  opusculum  ordino  in  libros  IV:  primus
de  hereditatibus  que  fratribus  (minoribus)  relinquuntur,  scenndus  de
relietis  singularibus  .  .,  tertius  est  de  exeeneione  ultimarum  voluntatum
  que  fratribus  iniungunfur,  quartus  est  de  hereditatibus...  que
ab  intestato  fratribus  deferuntur”.   Bl.45f  hat  der  Verfasser  einige
Aktenstücke  eingelegt,  besonders  Bl.45  Innocenz’IV  Bulle  "Quanto
studiosius’,  Lugduni  III  Kal.  Sept.  1247  (bei  Potthast  verzeichnet  unter
“XIV  Kal.  Sept’);  Bl.45b  Martin’s  IV  Bulle  “Exultantes  in  domino’
18  Jan.  1283  (-Potthast  n0.21976).

Bl.53b  Johannes  de  Deo  Hispanus,  Liber  poenitentialis  “Ad
honorem  summe  trinitatis  et  individue  wnitatis  .  .  incipit  liber  peniteneialis
  et  moralis  a  mag.  Jo.  de  Deo  editus  .  .  Venerabili  patri  ae
domino  a  divina  provideneia  urbis  Bononiensis.  .’.  Vgl.  v.  Schulte,
Gesch.  der  Quellen  des  canon.  Rechts  II  p.102.

Bl.86  Johannes  de  Buda,  Processus  iudieiarius.  Anfang  “In
nomine  Christi  amen.  Circa  processum  iudieiartum  in  causis  delegatis
  .  .  Am  Schluss  (Bl.126)  “finitus  est  autem  iste  processus
iudieiarius  seeundo  die  festi  b.  Martini  confessoris  per  Thomam  de
Pyeschan  collegii  pauperum  Christi  facti  (!)  per  magistrum  Jo.  de
Buda  archid.  Borsiensem  ct  canonieum  in  ccelesia  Strigoniensi
studentem  primum'.  Unter  den  mit  Weglassung  der  Namen  zur
Erläuterung  eingelegten  Urkunden  sind  einige  datirt;  die  Jüngste
(BI1.86)  ist  aus  dem  Jalhıre  1396.

Bl.126  Johannes  Calderinus,  Tabula  auctoritatum  et  sententiarıum
  bibliae  cum  eoncordantiis  deeretorum  et  deeretaliun  “Serien
huius  tabule  eontinentes  (!)  auetoritates  .  .';  am  Ende  “Summa  J.  C.

Bl.204  Johannis  Calderini  Remissiones  "Ab  aliquando  exeludit
aliquando  ineludit  ut  archyd.:  geht  sonst  nuter  dem  Namen  des
Johannes  de  Lignano  (vel.  v.  Schulte,  Gesch.  d.  Quellen...  II  260
        <pb n="526" />
        920  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

n0.3;  cod.  lat.  Mon.  16186  f.44).  Ohne  Namen  eines  Verfassers
steht  das  Werk  im  cod.  Luneb.52  B1.79.

Bl.300  Henricus  de  Odendorp,  Lectura  super  capitulo  Omnis
utriusque  sexus.  Anfang  ‘Reverendo  in  Christo  patri..  B.  dei
gratia  episcopo  Brisiensi  .  .  Quoniam  nonnullos  .  ..

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeekels  “Hune  librun  dedit  dominus

Conradus  Hesse  s.  Michaeli  archangelo  in  Luneborch’.

Luneb.50—54  5  Bände  von  243,  223,  212,  184,  181  Bl.  zu
etwa50:2lcm  in  Prag  um  1390  geschrieben  alte  lederbezogene
Holzdeckel  mit  Schliessen

Bohuslaus  von  Prag,  Leetura  super  quinque  libros  Deeretalium.

80   Notata  super  primum  librum  decretalium  quem  incepit
doctor  Bohuslaus  deeanus  ecelesie  Pragensis  leetor  ordinarius  a.d.  1390
die  13  mensis  Mail.  Anfang  “Sancte  trinitatis  nomine  invocato  a  qua
omnium  legum  promulgaeiones  dependent”.  Unvollständig;  bricht
ab  in  den  Erläuterungen  zu  19  De  renuntiatione.  |

öl  Reportata  secundi  libri  decretalium.  Ebenfalls  am  Schluss
unvollständig;  bricht  ab  in  den  Erläuterungen  zu  II  20  De  testibus.

52  Ohne  Überschrift;  enthält  Bl.  1—78  Erläuterungen  zu  III  38
De  iure  patronatus  bis  zum  Schluss  des  Buches.  Bl.79  ohne  Überschrift
  des  Iohannes  de  Lignano  (vgl.  zu  cod.  Luneb.48  B1.204)
Concordantiae  juris  eanoniel;  Anfang  &amp;lt;A&amp;gt;  aliquando  exceludit  aliquando
ineludit.  Am  Schluss  “Et  est  finis  remissionum’.

593  Liber  quartus  quem  incepit  Bohuslaus  ordinarius  Pragensis

et  decanus  ibidem  in  castro  a.d.1389  in  vigilia  s.  Johannis  Baptiste.
Am  Schluss  (Bl.178b)  Et  est  finis  notatorum  super  III  libro  reportatorun
  Prage  ab  ordinario  doctore  ibidem  sc.  Bohuslao  decano  castri
Pragensis,  finita  per  Petrum  de  Pyeska  Pragensis  dyocesis  in  die
sancte  Marthe  sub  a.  d.  1390.  B1l.179b  Cristi  nomen  invocans  ad
honoren  ..:  des  Joh.  Andreae  Summa  super  IV  Deecretalium  (vgl.
Jurid.152  B1.310).

594   Notata  quinti  decretalium  &amp;amp;a  doctore  Bohuslao  ordinario
Pragensi  incepta  a.d.1389  ferla  sexta  post  nativitatem  beate  Marie.
Enthält  Erläuterungen  zu  V  tit.1—23.

F.v.Schulte,  Gesch.  d.  Quellen...  des  canonischen  Rechts  II  S.285  f.,
kennt  von  Bohuslaus  von  Prag  nichts  als  die  Lectura  super  IV  et  V
libro  deceretalium  (-n.53  und  54).

An  den  Deckeln  und  unter  den  Heft-Schnüren  dieser  Bände  befinden
  sich  Streifen  von  verschiedenen  hebräischen  Hss.  (z.  Th.  mit
Judendeutsch),  die  wohl  in  Prag  zum  Binden  zerschnitten  wurden.

Luneb.55  -  144  Bl.  zu  301%,:21lem  15  Jahrh.  alter
lederbezogener  Holzband  mit  Buckeln  und  Schliessen

Bl.1  Directorium  iuris  (Titel  auf  der  Vorderseite  des  Einbands;
vgl.  auch  die  alte  Notiz  “Directorium  istud  sumptum  est  de  liberaria
s.  Michaelis  in  Luneburg’  auf  der  Innenseite  des  Hinterdeckels):  ein
alphabetisch  nachı  Schlagwörtern  angelegtes  Verzeichniss  von  rechtlichen
  Bestimmungen,  Thatsachen,  Einrichtungen  u.  dgl.,  mit  Angabe
der  Rechtsquellen  hinter  einer  jeden.  Anfang  ‘A  a  domine  deus  VII
q.1  in  seripturis.  Aaron  post  conflatum  vitulum  in  summum  sacerdotem
        <pb n="527" />
        Luneb.  50  —  57  521

est  consecratus  .  ..  Ursprünglich  Reinsehrift,  ist  das  Verzeiehniss
später  durch  viele  Zusätze  der  ersten  Hand  erweitert.  Vor  Beginn

2  Hexameter  “Divinum  flamen  opus  istud  conpleat,  amen.  |  Phebe
pater  vatum  madescat  mihi  quaeso  palatum’.

Bl.98  Colleeta  de  (h)orto  deliciarum  interdicti.  Anfang  “Teneas
pro  regula  quod  nisi  propter  delietum  domini  terre  rectoris  universitatis
vel  communis  aut  maioris  partis  non  debet  ecclesia  interdici  vel  terra
subiei  interdicto”.

Bl.  104b  Alphabetisch  angelegtes  Verzeichniss  von  Rechtsbestimmungen
  u.  dgl.,  meist  mit  Angabe  der  Quelle.  Anfang
“Aliquo  prohibito  intelliguntur  omnia  prohibita  que  sequuntur  ex  illo....

Bl.127b  Regule  cancellarie  tradite  per  dominos  Johanncm  XII,
Benedietum  XI(D,  Innocentium  VI,  Clementem  VI,  Urbanunı  quintum,
GregoriumXII  (so  statt:  XD),  Urbanum  sextum.  Anfang  "Infrascripte
sunt  regule  restrietive  traditce  de  mandato  .  ..  Vgl.  v.  Schulte,
Gesch.  d.  Quellen  des  canon.  Rechts  II  71,  und  die  Ausgabe  v.  Ottenthal’s
  (Innsbruck  1888).

Bl.141  (später  nachgetragen)  “  Actio  est  1us  prosequendi  in  indicio  ..":
alphabetisches  Verzeichniss  von  rechtlichen  Ausdrücken,  mit  Angabe
der  Quellen.

Luneb.56  287  Bl.  zu  30:21cem  rotle  Initialen
14/15  Jahrh.  vielfach  dureh  Feuchtigkeit  unleserlich  geworden
alter,  mit  rothem  Leder  überzogener  Holzband,  einst  mit  Buckeln
und  Schliessen

Bl.1  Wilhelm  Horborch,  novae  deeisiones  rotae  Romanac:  voran
die  Einleitung  "In  nomine  domini  amen.  anno  nativitatis  eiusdem  1376
die  Mercurüi  .  .,  dann  die  einzelnen  Deeisiones  “De  apellaeionibus  a
difüinitiva’,  “De  sequestracione’u.s.w.   Vel.Scehnlie,  Gesch.  d.  Quellen
des  canon.  Rechts  II  69.

Bl.99  (Johannis  Urbach  processus  iudicii:)  Rex  pacificus  eunetorum
causa  effectiva’.  Der  letzte  Theil  des  Werkes  (eap.  XLVI—LXI,
n.284—322  der  neuesten  Ausgabe  von  Muther,  1873)  fehlt,  wie  in
mancher  andern,  so  auch  in  dieser  Hs.;  vgl.  S.284  der  Ausgabe
Muthers,  dem  die  Göttinger  As.  unbekannt  geblieben  ist.

Bl.139  (Repertorium  iuris  canonici,  alphabetisch  geordnet  und  sehr
ausführlich).  Grosse  Rubriken:  abbas,  abbatissa,  absolutiones,
actor  etc.;  Anfang:  Abbas  debet  esse  sacerdos  alias  removetur  (?).

Luneb.57  199  Bl.  zu  28:201/,em  15  Jahrh.  alter
lederbezogener  Holzband  mit  Schliessen
Paulus  de  Liazariis,  Leetura  super  Clementinas.   Voran  der
Prolog  "Bonus  vir  sine  deo  nemo  est...  ego  Paulus  de  Lya.  inter
deeretorum  doctores  Bononienses  minimus  .  ..  Die  IIs.  ist  nicht
ganz  vollständig,  sie  bricht  mit  Ende  von  Bl.199b  ab  in  der  Erläuterung
  zu  Iib.V  tit.10  cap.4.
Uber  andere  Hss.  dieser  Schrift  vgl.  v.  Schulte,  Gesch.  der  Quellen
des  canon.  Rechts  II  247  Anm...
Die  theilweise  schr  starken  Blätterlagen  der  IIs.  sind  gleichzeitig
von  verschiedenen  Schreibern  geschrieben,  so  dass  am  Ende  mancher
Lagen  Blätter  frei  geblieben  sind.  Diese  sind  zum  Theil  heraus-
        <pb n="528" />
        522  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

geschnitten,  zum  Theil  mit  andern  Schriftstücken  beschrieben:  Bl.31
ein  Tractat  de  rheumate  "Reuma  est  fluxus  humorum  ad  partes
snbiectas’;  BIl.52b  ein  namentliches  Verzeichniss  der  Cardinal-Bischöfe,
  Presbyter  und  Diaconen  aus  dem  zweiten  Viertel  des
14  Jahrhunderts.  Bl.60  Forma  eitationis:  Octo  arch.  in  Melle  in
ecclesia  Osnaburgensi  .  .  Hermanno  dicto  büe  vicario  in  eecelesia  s.
Willehadi  Bremensi  ...  Datum  in  Osemb.  die  25  Sept.  1343  (betr.
(die  Cantoria  eeclesie  Bremensis);  Bl.61  eine  zweite,  dieselbe  Sache
betreffende  Urkunde  “Item  anno  indiet.  quibus  supra  mens.  Novembr.

die  28  .  .  domino  Oectone  dieto  Bere  eanonico  Osnabr.  et  archid.  in
Melle  ..  iudice  sive  executore  .  ;  am  Ende  ‘ete.  bundseuo’.
Im  Bremisehen  Urkundenbuch  fehlen  diese  Stücke.  Bl.80  Commentum

  Jenzellini  (?):  “Cum  ei  quem.  Thria  faeit,  primo  loquitur  de
impetrantibus  cum  acceptis  sine  mensis  apposicione  .  .';  BI.83  Urkunde
  °Noverint  wuniversi  .  .  quod  ..  B.  papa  XII  volens  discreto
viro..  de...  dyoe.  gratiam  facere  spiritalen  .  ..

Auf  den  Innendeckeln  Reste  einer  aus  Avignon  datirten  Pergamenturkunde,
  in  der  ein  Ambrosius  de  Mediolano  canonicus  Mediolanensis

erwähnt  wird.

Luneb.58  282Bl.  zu  29:201/),cm  2  Spalten  rotlıe

Initialen  15  Jahrh.  stellenweise  durch  Feuchtigkeit  beschädigt
alter  mit  rothem  Leder  bezogener  Holzband  mit  Messingbeschlag,
.  einst  mit  Schliessen

Bartholomaeus  de  S.  Concordio,  Summa  casuum  (Pisana).
Bl.276b  “Consummatum  fuit  hoc  opus  in  eivitate  Pysana  per  fr.
Bertholomeum  de  sancta  Concordia  ord.  praedie.  eiusdem  eivitatis
a.  d.  13335  mense  decembris  tempore  b.  Benedieti  pape  X’.
Hierauf  (Bl.276b)  ein  Index.

Luneb.59  196Bl.  zu  311/,:21YY,  cm  2  Spalten  nur
zum  Theil  rubriert  15  Jahrh.  alter  mit  rothem  gestempeltem
Leder  bezogener  Holzdeckel  mit  Messingbeschlag  und  Schliessen
vorn  Titelschild  mit  Hornplatte

(Bartholomaeus  de  S.  Concordio),  Summa  casuum  (Pisana);
ohne  Überschrift  und  in  dem  Artikel  ‘Simonia’  abbrechend.

Luneb.60  201Bl.  zu  291%,  :21Yy;,  em  2  Spalten  nur
bis  Bl.58  rubrieirt  15  Jahrhı.  durch  Feuchtigkeit  stark  beschädigt
neuer  Band  mit  altem  Hornrücken

(Bartholomaeus  de  S.  Concordio),  Summa  (casuum)  Pisana.
Bl.1  ‘&amp;lt;Hune  lihbrum  de&amp;gt;dit  dominus  Conradus  Hesse  &amp;lt;s.  Michaeli&amp;gt;
archangelo  in  Luneborch’.

B1.200  Bruchstück  eines  alphabetischen  Rechtsbuches  in  niederdeutscher
  Sprache,  “‘anich  werden’  bis  “anspreken‘.

Luneb.62  299Bl.zu  30:20cm  Ende  des  14  Jahrh.
norddeutsche  Schrift
Huguieio  erph.  (Erphordiae?)  reportatus,  a.1377  in  die  Scolasticae
finitus.  Voran  geht  (Bl.2—24)  das  dreifache  Register  mit  dem  Nachwort
  “Si  cupis  aliquod  vocabulum  quaerere  in  Huguicione‘,
        <pb n="529" />
        Luneb.  58  —  65  923

B1.285  Auszug  aus  Brito’s  Vocabular  ‘Cum  esses  iunior  .  .  haec
sunt  verba  theologiae’;  dann  “compendiosam  extraetionem  de  praedieto
  volumine  (Britonis)  attemptabo’.  Ende  fehlt  (nach  Uva  passa).
Von  derselben  Hand  geschrieben  wie  Huguieio.

Bl.232  Regulae  Prisciani  valde  bonae:  Accipe  mi  Hinrice  hoc
tibi  excerptum  a  Prisciano  maioris  voluminis  s.  de  primo,  tertio  ct
quarto  libro.  Von  anderer,  doeh  gleich  alter  Hand.

Luneb.63  1-+121Bl.  (mitalter  Zählung)  zu  30  :  20'/,cm
zweispaltig  geschrieben  14Jahrı.  Holzdeckel  mit  hellem  Leder

Bl.1  °Hie  ineipiunt  questiones  metaphysice  et  philosophye
naturalis  et  tocius  loyce  (mach  den  Schriften  des  Aristoteles)
compendiose  conpilate  Erfordia  eivitate  seeundum  dieta  concordaneium
  in  via  communi  super  omnes  libros  ordinatim,  que  in  verbis
sunt  breves  sed  in  virtute  prolixe  .  .  Quaestiones  non  sunt  hie
positae  per  “utrum’  vel  “quaesitum’  sed  tantum  responsive,  co  quod
ex  responsione  ad  unamquamque  quaestionem  leviter  potest  elici
tytulus  eius  sive  utrum,  et  ideo  proprius  nominantur  responsiones
quam  questiones  .  .  ete.  rustert.  (roth:)  Explieit  prologus  seqnuntur
responsiones’.

Anfang  (Bl.1)  ‘Questionum  conelusiones  primi  metaphysice,  ct
primo  de  subjeeto:  Ens  est  subjeetum  adequatum  in  methaphysica.
Primo  ex  littera  .  ’;  Bl.21  “Explieiunt  conelusiones  sive  puneta  questionum
  metaphysicalium  eum  solucionibus  earundem’.   BI.22  folgen
die  Quaestiones  über  die  Physik  und  die  dazu  gehörigen  Bücher  des
Aristoteles,  Bl.86  die  Quaestiones  über  die  Logik.  In  dieser  ausführliehen
  und  wissenschaftlichen  Arbeit  werden  unter  Andern  Petrus
de  Arvernia,  Johannes  Biriden,  B1.70h  vester  Thomas,  Wilhelmus
Ockam  eitirt.  Am  Schluss  Bl.119b  “Sie  .  .  patent  sexingente  et
viginti  due  quaestiones  fideliter  et  breviter  deelarate  secundum  viam
philosophi.  Quas  ut  volentes  fore  veri  artiste  studeant,  swadeo  ..
Explieit  hie  physice  nuclius  et  loyce.  In  domini  laudem  seriptus
studii  quoque  finem.  Si  valet  hie  tibi  qua  pro  me  die  Ave  Maria”.
Dann  folgen  Bl.120  noch  Zusätze  von  derselben  Hand,  an  deren
Schluss  steht  (Bl.120b)  “Explicit  hoc  totum  infunde  da  mihi  potum’,
und  “Explieit  liber  bonus  et  non  malus  et  cetera  elaptert”.

Auf  Bl.Ia  Federproben;  ebenso  auf  Bl.121b,  darunter  Memorialverse:
  “Intrat  in  Egyptum  .  ’,  4  Hex.  über  den  Inhalt  des  Pentateuchs;
  ‘Ose  Johel  .  .,  2  Hex.,  Namen  der  Propheten;  “Conceptun
semen  .  .,  4  Hex.,  auch  in  München  Clm  7796  Bl.72b  “de  propagatione
  pueri  in  utero  matris’.

Vorn  ist  eingeschrieben  ‘Magister  Johannes  Stenberch  dedit”.

Luneb.65  69Bl.zu  21:  141/,cm  zweispaltig  geschrieben,
roth  rubrieirt  14  Jahrlı.  Pergamentdecke
Commentar  zu  Pars  1—2  von  Alexander’s  de  Villa  Dei  Doetrinale.
Anfang  Bl.2  ‘Iste  sunt  due  olive  et  duo  eandelahra  ..  Licet  Ista
verba  Johannis  .  .,  dann  Bl.3  ‘Seribere  elerieulis  .  .  Nota  quoll
cum  divisio  est  utilis  ad  tria  .  ..  Der  Sehiuss  fehlt,  der  letzte
erklärte  Vers  ist  “Quatuor  in  verbis”.
Bl.1a  (Perg.  XV  Jahrh.)  enthält  ein  alchemistisches  Recept  in
        <pb n="530" />
        524  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

deutscher  Sprache  “Wiltun  machen  ©  zo  saltu  wissen  wy  du  di  induracio
  machen  salt  .  ..

Luneb.66  I+82Bl.zu  22:16em  roth  rubrieirt
1414  von  Feuchtigkeit  im  Anfange  sehr  beschädigt  ohne  Decke
in  einer  Kapsel

Marsilius  (ab  Inghen),  parva  logiealia,  mit  Commentar.

Bl.1  Text  (vgl.  auch  cod.  Vindob.  5162  Bl.72a—102  a);  der  Anfang
  fehlt  (vel.  Bl.36),  am  Sehlusse  Bl  35a  “Anno  ete.  (14)14  7°  mensis
Augusti’.  Bl.36  Commentar  "Oirca  traetatum  de  suppositionihus,
Iste  est  tractatus  mag.  Marsilii  de  acceptionibus  terminorum  ..  in
quinque  dividitur  tractatus...  Notandum  quod  notieie  illorum  quinque
tractatuum  dieuntur  parva  loycalia  ..;  der  Schluss  fehlt.  Vel.
Prantl,  Gesch.  der  Logik  IV  94  Anm.  366.

Lunebh.68  41Bl.zu  21:141/,  cm   Bl.1—23  zweispaltig
Bl  24  beginnt  eine.zweite  Hand  14  Jahrh.

Bl.1  Liber  (metrieus)  de  verbis  deponentialibus  (vgl.  B1.32)
mit  GCommentar;  das  Gedicht  wird  öfter  einem  Canoniens  Hildesiensis
(wahrscheinlich  Ludolfus  de  Luco)  zugesehrieben,  in  andern  Iiss.
auch  dem  Jo.  de  Garlandia,  vgl.  Notices  et  extraits  27,  2  8.66;
dieser  Hs.  heisst  es  im  Prolog  "Causa  effieiens  est  ypoeripha’.
Prolog  des  Commentars  ‘Plato  seribit  in  Thimeo  hane  propositionem
dicens:  Propter  hoc  datus  est  nobis  sermo  .  .;  Text  ‘Veseor  cum
poeior  .  .,  Comm.:  ‘Iste  auctor  volens  determinare’.  Schluss  Bl.16b
“terminatur  i°  liber  de  verbis  deponentalibus’.  Dann  ‘Probatio
penne:  Explieiunt  reportata  super  verba  deponentalia  qui  seripta
viciat  seriptorem  blasen  in  ers  gat...  Ecberte  dyt  blach  hebbe  ık
selven  soden  .  .,  und  in  der  nächsten  Spalte  ‘Ineipit  liber  Eeberti
de  Garlandia  etc.  roderok  miserere’.

Bl.16b  Anfang  eines  Commentars  zu  den  Verba  composita  (vgl.
Bl.17)  ‘Am  si  preponas  .  .  Hie  autor  dieit  diversa  signaeula  huius
verbi  puto  .  Bl.17  Commentar  zum  Gedicht  “Compositiones  verborum’
  (vgl.  Bl.35),  was  Jo.  de  Garlandia  sowie  einem  Canonicus  Hildesiensis
  (Ludolphus  de  Luco?)  zugeschrieben  wird  (vgl.  Notices  et
extr.  27,  2  8.68);  hier  heisst  es  “causa  effieiens  non  est  euranda”.
Prolog  ‘Nolite  feri  siend  equus  ...’,  Text  “Am  si  preponas  puto..  .',
Comnientar  “Hie  autor  ponit  compositiones  .  ..  Bl.23b  “Explieiunt
compositiones  verborun’.

Bl.24  “Tu  qui  naturas  structure  queris  et  optas’,  am  Schluss
“Explieit  Compendium  metricum  Hermanni’;  64  Verse.

Bl.25  Algorismus  metriens  (des  Alexander  de  Villa  Dei,
oder  des  Joannes  de  Saerobosco;  vgl.  Cantor,  Vorlesungen  über  Gesch.
d.  Math.  II  1892  8.82)  “Heec  aleorismus  ars  presens  .  .,  gedr.  bei
Halliwell,  Rara  mathematiea  (1841)  S.73;  am  Rande  einige  Erklärungen.
  Sehluss  Bl.29a  “Expl.  algorismus  finitus  per  manus
scolaris  de  Pattensen’.

Bl.29b  Compotus  manualis:  “Notandum  quod  duplex  est  eyelus,
quidam  lunaris  .  .;  mit  vielen  Memorialversen  (auch  in  München  als
Computus  eeclesiasticus  Clm  9624  B1.115).  Schluss  Bl.31b  "Explieit
compotus  manualis  finitus  per  manus  Hermanni  Duven  (oder  Dimen).
        <pb n="531" />
        Luüneb,  66-71  525

Dann  ‘Annum  discerne  per  partes  suntque  quaterne  .  .  4  Hex.,  und
“Lux  naturalis  viginti  quatuor  horis  .  .  5  Hex.

Bl.32  Verba  deponentialia  “Vescor  eum  potior  .  .  (-Bl.l),
ohne  Commentar.  Bl.35  Compositiones  verborum  ‘Am  si  preponas
  .  ..  (=  Bl.17),  ohne  Commentar;  am  Sehluss  B1.39  "Hoe  opus
exegi  festum  sepissime  fregi  (vgl.  Luneb.6  am  Schluss).  Nomen
scriptoris  si  tu  eognoscere  queris  Her  tibi  sit  primo,  medio  maın,  nus
sit  in  yıno.  Explieiunt  conpositiones  verborum’.

Bl.40  Verse  aus  den  Acquivoca  (des  Joannes  de  Garlandia),
-Turba  superstieio  .  .  (vgl.  Notiees  et  extraits  des  ms.  27,  2  5.58,
es  fehlen  also  die  ersten  Verse  "A  nomen  signat  .  );  v.  6—9  finden
sich  jedoch  in  dem  Drucke  London  1518  seiner  Synonyma  auf  Bl.4
(Est  animus  .  .”).

Der  Umschlag  besteht  aus  Pergament  (XIV  Jahrlı.)  mit  lat.  Grammatik
  und  (XIllJahrh.)  einem  Donatbruelistück.  Darauf  stehen
niederdeutsche  Federproben.

Luneb.69  75Bl.zu  22:16  em  abgesetzte  Verszeilen  mit
breitem  Rande  14Jahrhı.  durch  Feuchtigkeit  sehr  beschädigt  und
vielfach  unleserlieh

Bl.1  (Johannes  de  Garlandia),  Unum  omnium.  Anfang  Bl.1
“Com(m)oda  dieemus  .  .  (anders  bei  Leyser,  Hist.  poet.  S.311);  auf
Bl.  1—6  stehen  Erklärungen  zwischen  den  Zeilen.  Sehluss  BI1.72
(zum  Theil  unleserlieh  geworden)  “Explicit  textus  mtytulatus  Unum
(omnium)  id  est  unus  de  omnibus  grammati(ce...)positive  libris.
Completus  ...  Millesimo  (trecente)simo  quinquagesino
Haureau  (Notice  sur  les  oeuvres  ..  de  Jean  de  Garlande,  in  den
Notiees  et  extraits  des  mss.  XXVIL,  2  5.64)  kannte  keme  Is.  dieses
Gedichts.  Es  folgen  BIl.72  noch  4  leonin.  Hexameter  "Quamvis
cuneta  notes  .  ..

Bl.72b  ‘Distigium  Cornuti’  (Joannis  de  Garlandia,  vgl.
Haureau  in  den  Notices  et  extraits  27,  2  8.27);  Anfang  “Cespitat
in  phaleris..  .,  mit  reichem  Commentar;  der  letzte  Vers  ist  (B1.75)
“"Atque  ceresis  corde  sit  eibolismus  in  ore’.

Luneb.?0  106Bl.zu  21:14cın  zweispaltig  geschrieben
14Jahrh.  oben  durch  Feuehtigkeit  beschädist  Pergamentumsehlag;
am  Rücken  eine  Hornplatte

Commentar  zum  Doetrinale  des  Alexander  «de  Villa  Dei,  Pars  1.
Anfang  des  Prologs  felilt;  im  Prolog  heisst  es  "Utilitas  .  .  communis
  est,  quia  per  compositionem  optinuit  favorem  domini  episeopi
Blessensis  .  .  tytulus  talis  est:  Incipit  Doctrinale  mag.  Allexandri  de
Villa  Dei  oriundi  .  ..  Anfang  des  Commentars  Bl.2a  “Seribere
ele.:  Iste  liber  subieetum  est  pars  orationis  etc.  dividitur  autem  iste
liber  sui  prineipali  divisione  in  3  partes’.  Der  Selhluss  (131.106)
ist  unlesbar  geworden.
Luneb.71  40  Bl.  zu  21'1/,,:15  em  zweispaltig  geschrieben;
  nur  bis  Bl.  rubrieirt,  auch  die  Stichworte  des  Textes
fehlen  meist  14Jahrlı.   Pergamentumsehlag

Commentar  zu  Pars  TI  von  Alerander’s  de  Villa  Dei  Doetrmale.
Bl.2  Prolog  “Fugite  et  salvate  animas  vestras.  Iher.  in  43°.
        <pb n="532" />
        526  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

&amp;gt;

Quamvis  hec  .  ..  Bl.4  Anfang  “Hie  iubet  .  .  Iste  secundus  liber
Allexandri  communiter..  ..   Unvollständig,  bricht  Bl.38b  im  Anfange
des  Capitels  de  regimine  ablativiab.  Unter  andern  Federproben  stehen
Bl.1  und  40  lateinisch-niederdeutsche  Wörter,  B1.39  6  Hexameter
über  die  casus  reservati  “Qui  facit  incestum’;  Bl.40  werden  die  “hern
van  Gulich’  genannt.

Im  Pergamentumschlag  ein  Gedicht  (XIH  Jahrh.)  mit  Musiknoten,
  gegen  die  Juristen.

Luneb.72  58Bl.zu22:14cm  abgesetzte  Verse,  rothe
Initialen  15Jahrh.  Pergamentumschlag

(Eberhardus  Bethuniensis,  Graeeismus);  unvollständig.

Bl.1  beginnt  mit  Cap.I  v.119  (der  Ausgabe  von  Wrobel,  =  Corpus
grammaticorum  medii  aevi  1  1887),  B1.58  schliesst  mit  XX’V,  253.
Der  Text  stimmt  mit  dem  Drucke  nicht  immer  überein,  so  sind  nach
XXV,  250  zehn  Verse  eingeschoben  "Primus  ides  vel  ades.  ..  Auf
dem  breiten  Rande  stehen  zuweilen  Erklärungen.

Luneh.73  123  Bl.  zu  22:16  cm  rothe  Initialen
15  Jahrh.  die  Hs.  hat  durch  Feuchtigkeit  gelitten;  besonders
Bl.120—123  sind  stark  zerstört

Bl.2  Puneta  Cisterciensis  ordinis  ex  regula  beati  Benedicti
et  libro  usuum  et  insuper  ex  diffinieionibus  ae  patrum  statutis  secundum
ordinem  alphabeti  compendiosius  concordata.  Anfang“  Abbas  eligatur
secundum  vite  meritum’:  bedeutend  umfassender  als  die“Puneta  ex
regula  b.  Benedieti’im  Cod.  Luneb.83  Bl.2  ft.  Bl.115b  Pro  reduxione
et  conservacione  morum  regularium  et  religionis  infra  scripta  praecipue
sunt  in  monasteriis  attendenda  ab  abbate  priore  ne  diseiplina  fratrum
negligatur  aut  tepescat  “Quoniam  caro  hominum  infirma  est...

Luneb.74  120  Bl.  zu  211%,:15  cm  zweispaltig  im
Anfange  rotlı  rubrieirt  auf  Bl.17b,  30b  und  53b  roh  gezeichnete
Bilder  1443  im  Anfange  sehr  stark  durch  Feuchtigkeit  beschädigt


Bl.1  Das  Capitel  “Firmiter  eredimus’  (Anfang  der  Decretalen),  und
Bl.6  ein  Commentar  darüber,  derselbe  wie  in  Luneb.40  B1.246.
Voran  (Bl.1b—5)  ein  Register  der  Rubriken;  Anfang  (B1.6)  ‘Firmiter
credimus  et  simplieiter  confitemur  fidem  ortodocsam  id  est  catholieam  ..
Autorisans  .  .';  Schluss  (Bl.89)  "Et  sie  est  finis  questionum  sententiarum
  per  me..finite  sunt..  Et  a  mag.  Nicolao  in  Magdaborch  ..
1443".  In  der  Hs.  Luneb.40  ist  Conradus  Soltow  als  Verfasser
angegeben;  in  mehreren  Münchener  Hss.  (z.B.  Clm  15310  BI1.166)
beginnt  indessen  Conradi  de  Soltaw  lectura  super  firmiter  eredimus
anders:  “Firmiter  ecredimus  .  .  Antequam  procedamus’.

B1.90  °Physiologia’  (Titel  von  einer  Hand  des  18  Jahrh.);  Vorwort
“"Omnes  homines  naturaliter  seire  desiderant  seribit  philosophorum
princeps  primo  Met.  Cuius  talis  potest  reddi  causa  .  .  Libet  igitur
probleumata  de  corporibus  animalium  presertim  tamen  de
corpore  humano  colligere  ex  variis  codieibus  .  .;  Anfang  "Quorum
siquidem  primum  sit  illud,  quare  ..  solus  homo  habeat  faciem  versus
celum  elevatam.  Hie  respondetur  .
        <pb n="533" />
        Luneb.  72  —  76  527

Luneb.?75  176Bl.  zu  21:14!/,cm   Bl.1--116  im  15  Jalırhundert,
  Bl.117—176  (Pergament,  zwei  Spalten,  rothe  und  blaue
Initialen  und  Schnörkelbuchstaben)  im  XIV  Jahrh.  geschrieben
alter  Holzband  mit  Lederüberzug,  Messingbeschlag  und  Schliessen;
vorn  Titelschild  mit  Hornplatte

Bl.1  (Petri  de  Rosenheim  Memoriale  divinorum  eloquiorum):
beginnt  mit  den  Versus  epilogi  “Astra  polum  iuncta  terra’,  welchen
(Bl.2)  eine  kurze  Erläuterung  folgt  “Pro  intelleetu  metrorum  praecedeneium
  nota  quod  metra  praecedeneia  per  autorem  dieuntur  epiloga
  ...’;  hierauf  (Bl.3)  "Tetrasticon  operis:  Non  possun  ut  absentibus..  .’,
dann  (Bl.öb)  der  Inhalt  der  einzelnen  Bücher  der  Bibel‘  Astripotens
genesi  celun  speram  mare  germen’.  Alte  Drucke:  Hain,  Repert.
13988  —13991.

Bl.52b  Nota  de  focaristis  quosdam  articulos,  quos  venerabilis
magister  Berhardus  (so  stutt  Gerhardus)  Groth  (Groote)  dietus
pie  memorie  collegit,  quorum  probacio  et  veritas  liquide  patet  in
quodam  sermone,  quem  idem  pius  magister  coram  tota  ecelesia
Traiectensi  publice  praedicavit  et  in  sceripturam  redegit...  Et  idem
artieuli  in  forma  sicut  ipse  cos  conseripsit:  “Ut  que  circa  materiam
notoriorum  fornicatorum  seripsi  .  ..  Am  Schluss  (Bl.  56)  "Explieiunt
  XXIII  casus  et  artieuli  de  focaristis  et  concubinariis  quos
ven.  nıgr.  Bernhardus  Grot  dietus  coram  tota  cecelesia  Traieetensi
praedicavit  et  ad  probacionem  corundem  publice  ut  dieitur  nsque
ad  ignem  se  obligavit”.

Bl.56  b—  58  Verschiedenes:  Bl.56  b  Ex  distinctionibus  Mauricii
“Est  mulier  bona  et  mulier  mala  .  ..  B1l.57b  Que  merita  doetoribus
sacre  sSeripture  sunt  imponenda  “Augustinus  de  irluchtige  lerer,
Yeronimus  ernste  lerer,  Ambrosius  de  lefflike  lerer  .  ..  B1.58
“Dyabolus  genuit  IX  filias,  ex  quibus  octo  maritavit  .  ..  B1l.58b
De  evangelio  “in  prineipio  erat  verbum’  in  fine  cuiuslibet  missae
legendo.

Bl.61  Registrum  librorum  quatuor  senteneiarunı.  Alphabetisch
geordnet  (Abortivum,  Absolvere,  Aceidens  ..).

Bl.115b  Alphabetisches  lateinisch  -  niederdeutsches  Glossarium
“Accio  werkende  crafft  in  der  materien,  Accidens  eyn  toval,  Abstracta
eyu  ghesundert  .  ..

B1l.117  (Remigii  Antiss.)  interpretationes  hebraicorum  nominum;
vgl.  zu  cod.  Theol.1  Bd.II  Bl.264b.

Bl.174b  Verzeichniss  der  Aufänge  der  Evangelien  und  Episteln
de  tempore  und  de  sanetis  per  totum  annım.

Dabei  liegt  ein  Brief  von  O.G.  Tychsen,  Bützow  24  April  1785.

Luneb.76  191  Bl.zu21:15cm  Bl1l134—149,  172—188
zweispaltig  von  verschiedenen  lländen  geschrieben  (theilweise  Bruchstücke
  verschiedener  Handschriften)  14  und  15  Jahrh.

Der  Inbalt  des  verlorenen  Anfangs  ist  auf  BL1  verzeichnet.
Bl.2  Predigt,  deren  Anfang  fehlt.  Bl.13  “Sermo..de  horis

dieendis  et  modo  eas  dicendi:  Scpties  in  die...  Quamvis  deus
semper  .  .  sit  laudandus  .  .;  wird  im  Clm  5338  Bl.207  einem  Henricus
  Bitterveld  zugeschrieben.  Bl.17b  "Capitulacio  psalterii’,  und

Excerpte  über  den  Psalter.  B1.24b)  Sermo  de  s.  trinitate  (de
        <pb n="534" />
        528  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

essentia  divinitatis,  de  div.  nominibus);  wird  verschiedenen  zugeschrieben,
  gedr.  in  Eucherii  lib.  de  formulis  sp.  int.,  rec.  Pauly
(1884)  S.13.  B1.28b—85  Theologische  Excerpte;  darunter  solche
aus  Nic.  de  Lyra,  Isidorus  de  summo  bono;  Bl.67—70  Themata  zu
Predigten.  B1.386—97,  100  und  101  Drei  Sermones  synodales  ad
elerum,  no.1  beginnt  ‘(N)os  existimet  homo  .  .  Inspicienti’,  no.3  ist
unvollständig.  B1.98  Theologische  Excerpte.

Bl.102  Stella  elericorum,  “Quasi  stella  .  .;  vgl.  Theol.102
Bl.166b  und  140  BI.77.  Voran  ein  “Prologus:  Vos  estis  genus
electum  .  .  Hec  sunt  verba  b.  Petri.  Vos  qui  estis  sacerdotes  .  ..

B1l.125  Johannes  (de  Garlandia),  Carmen  de  mysteriis  ecclesiae
(ohne  UÜberschritt).  Voran  ein  Vers  “(D)neubus  descendit  de  turri
et  frangitur  erus’;  dann  folgt  das  Gedicht  ‘Anglia  quo  fulget  .  .,  in
der  Fassung,  die  Otto,  Commentarii  erit.  in  codices  bibl.  ac.  Gissensis
(1842)  S.131ff  aus  einer  Darmstädter  Hs.  abdruckt.  Am  Rande
einige  Erklärungen.  Am  Schluss  Bl.133  “Explieit  textus  misticarım
  expositionum  in  ecelesia  dei’.   BI.125a  (unten)  Theilung  des
Jahres  in  dies,  quadrantes,  horas,  punctos,  momenta,  uncias,  ach  (?).

Bl.133b  Gereimte  Hexameter  (29)  verschiedenen  Inhalts;  2.  B.
(1)  “Gratus  honore  salutis  odore  Katlıo  vehementer’  (19)  ‘Anglia
conqueritur  quod  Marchia  non  stabilitur’.

Bl.134  Reportata  super  textum  Penitentionarii  (vgl.  Bl.189);  Anfang
  fehlt,  nur  von  "Confessor  duleis’  an  vollständig.  Bl.142
“Letanie  in  anno  bis  fiunt  se.  in  festo  s.  Marci  ..  .’;  auch  in  München
Clm  16182  Bl.4  und  17283  Bl.95.

Bl.143b  ‘Miracula  S.  Mariae’,  aus  Caesariı  Heisterbacensis  dialogus
  miraculorum  zusammengezogen  (meist  aus  dist.  ),  Anfang
“Cum  in  ecclesia  quadanı  Dopulus”  (=  dist.7  e.2).  Bl.147b  Excerpte
  aus  Predigten,  besonders  über  die  Feste.

Bl.150  (Honorii  Augustodunensis)  Elueidarius;  Anfang  ‘Saepius
rogatus’,  Schluss  Bl.  168b  “Explicit  elucidarius  per  manus  Ludolfi  de

Holtesminne’.  Bl.169  Predigt  in  parasceve  “Jhesus  autem  clamans
  .  ..  Circa  diem  hodiernam  ...  Bl.169b  Legende  vom  Kreuz

Christi,  in  Vielem  ähnlich  der  Legende  des  Jac.  de  Voragine;  vgl.
W.Meyer  in  Abhandl.  d.  Münchner  Akad.XVI,  1882,  8.123.

Bl.172  Commentar  zu  Catonıs  disticha.  Prolog  ‘Seire  aliquid
laus  est,  pudor  est  nil  dicere  velle.  Ista  verba  .  .';  Anfang  “Cum
animadverterem.  ‚  Liber  iste  principali  sui  divisione  .  ..  Bl.  189
“Peniteas  eito  .  .,  Schluss  Bl.190  “Explicit  penitencionarius”.
Über  die  ermiilieten  Verfasser  (Joh.  de  Garlandia  etc.)  vgl.  Notices
et  extraits  27,2  8.11.

Bl.1  und  191  Pergament-Bruchstück  einer  Processurkunde
(XV  Jahrh.).  Auf  Bl.1b  steht  “Colleetum  ex  diversis  incipiens
Misericordia  etc.  Magister  Johannes  Stenberch  dedit’,  dann  ein
Inhaltsverzeichniss.

Luneb.?78  269  Bl.  zu  21:  141%  em  rotl  rubrieirt
15  Jahrh.  Pergamentumschlag;  am  Rücken  auf  einer  Holzplatte
Leder  mit  2  Bleiknöpfen

Bl.2  Johannes  de  Gärlandia,  Distigium  CGornuti  (=  Luneb.69
Bl.72b),  mit  Commentar.  Bl.1  Prolog  ‘Surge  piger  qui  dormis.
        <pb n="535" />
        Luneb,  76  —78

N  |
Ly
=

Hee  verba  sunt  seripta..  .'.  Bl.1l)  Text  “Cespitat..  .,  Commentar:
"Iste  liber  de  euius  .  ..

Bl.22  Johannes  de  Garlandia,  liber  synonymorun  (vgl.  Notices
et  extraits  des  mis.  27,2  S.56),  mit  Commentar.   B1.22  Prolog  ‘Surge
piger  qui  dormis.  Ista  verba  seripta  sunt..  ..  DBl.23b  Text  ‘Ad
mare  ne  videar  .  .,  Commentar  “‘Iste  liber  cuius  subieetum  .
Schluss  B1.128  ‘.  .  finita  in  s.  die  in  jeiunio  post  completorium  ante
diem  oculi  1449”.  Die  zu  Luneb.68  Bl.40  aus  einem  Drucke  angeführten
  Verse  ‘Est  animus’  stehen  nicht  in  dieser  Hs.

B1.129  *‘Ineipiunt  Equivoca.  Dictis  de  diversis  vocabulis  et
vocalibus  eandem  rem  signifieantibus  sub  diversis  vocibus.  restat
consequenter  seribere  de  diversis  dietionibus  varias  res  significantes  (!)
eodem  nomine  .  .  (A)  primo  significat  nomen  litere  proprie  eyn
name  des  buehstabes  .  .”.  Umschreibung  der  Verse  ‘A  nomen
signat  .  .  (vgl.  Theol.  150),  die  dem  Joannes  de  Garlandia  zugeschrieben
  werden,  hie  und  da  mit  hochdeutschen  Übersetzungen.

Bl.158b  Compendium  verborum  deponentalium  (vgl.  Luncb.68

Bl.32),  mit  Commentar.  Prolog  “Advenisti  desiderabilis  quem  exspeetabamus
  in  tenebris.  Licet  hace  verba  loco  tematis  ...  Causa

effieiens  dieitur  fuisse  quidam  Saxo  Hildensinensis..   (Ludolphus
de  Luco?;  sonst  auch  dem  Joannesde  Garlandia  zugeschrieben).
Bl.159b  Text“  Vescor  cum  poeior..’,  Commentar:  “Iste  liber  de  euius
subiecto....  Schluss  Bl.182h  ‘..  Non  deportabis  nisi  duos  nummaus  (!)
michi  dabis’.

Bl.183  Verschiedene  Excerpte  grammatischen  Inhalts:  B1.183
“Comparativus  eausatur  quadrupliciter  .  .,  (183b)  ‘Obiectum  una.  .
Hexameter  mit  Comm.,  darunter  (Bl.184b)  4  “secundum  Floristam’
(=  Luneb.81  Bl.10),  und  anderes  dergleichen;  B1.187a  Federproben.

Bl.187b  Commentar  zu  Catonis  Disticha  de  moribus  (vgl.
Bl.  213).  Bl.187b  Prolog  "Mentem  habens  pueri  non  potest  prudenter
  ducere  .  .  (185b)  .  .  hune  librum  exposuit  quidam  paganus,
qui  suum  proprium  nomen  noluit  refelare  ...  sed  tamen  hane  (!)
librum  Katho  nominarvit;  alii  dieunt  quod  causa  efficiens  fuit  Joannes
Crissostimus..  tytulus  est:  ineipit  distigium  magistri  Kathonis  .  .;
Anfang  Bl.188b  "Cum  animadverterem  ete.  Dicens  cum  ego  Katlıo
tempore  meo...  B1.209b  Uber  das  lateinische  Verbum.   Bl.210b
Uber  die  Prosodie  der  Tempora  und  Modi  von  amo,  doceo,  lego,
audio,  sun,  volo;  Anfang  ‘Amo:  Prima  quanta?  brevis.  A  super  m
tardant.  Ultima  ad  placitum  ut  tua  metra  petunt.  Amabam:  Prima
hrevis  .  .;  die  Begründungen  (z.B.  “A  super  m  tardant”)  sind  aus
Alexander’s  Doctrinale  entnommen.  B1.212  Verse  aus  dem  Doetrinale
  des  Alexander  de  Villa  Dei  ‘Voeis  fine  dabis’  bis  zum
Schlusse  von  Pars  III  (Pars  III  et  IV,  Lyptzk  1507,  Bl.  Dyy—Diii)).

Bl.213  Catonis  Disticha  mit  Prolog.  Auf  Bl.221la  sind
einzelne  Wörter  hochdeutsch  glossirt.  Bl.221b  Zwei  Sonntagsevangelien

  mit  Erklärung  “In  illo  tempore  .  ..

B1.223b  Cisioianus  mit  Erklärung.

B1.225b—  228b  und  235—238b  (Tacetus)  "Cum  mihil  utilius  .  .’;
Schluss  Bl.227b  ‘ore  repleto’,  Schluss  B1.235b  “Et  sie  est  finis  huius
Moraliste  ete’;  weicht  stark  ab  von  dem  Drucke  in  den  "Auctores
octo  opusculornm',  Lugd.  111.  131.228  “Formationes  temporum  et

34
        <pb n="536" />
        530  Goetlingen,  Universitäts-  Bibliothek

casuum.,  Bl.231  De  confessione  “Dixi  confitebor  ..  Sie  seribit..
In  quibus  verbis  .  ..   Bl.234  Federproben,  auch  Niederdeutsches.
B1.235—238  vgl.  Bl.225b.

Bl.240  -241;  Bl.240b  "Subvenit  cunetis  nune  gratia  centurionis.  .',
2  Hex.,  mit  deutscher  Übersetzung  “zeu  hulfe  nu  komen  obir  al.  .,
2  Reimpaare.

Bl.241  Verba  composita  (in  ‚der  Reihenfolge  des  Gedichtes  in
Luneb.68  Bl.17)  mit  deutscher  Übersetzung  "Amputare  abesneiden
ader  abehawen,  deputare  geben  ader  bescheiden  .  .'.

Bl.257  Facetus  (=  Bl.225)  mit  Commentar:  B1.257  "Cum
nihil  utilius  .  .  Iste  liber  sui  prineipali  divisione  et  dividitur  .  .,
immer  mit  Angabe  der  Construction  der  Sätze  und  deutscher  Übersetzung
  “Cum  wenne,  ego  ceredo  ych  gelobe  .  ..  Bl.265  Schluss
“pauca  venik.  Sequitur  kuk  kuk.  Explicit  opusculum  moralis  per
manus  et  non  per  culum  a.  d.  1412’.

Bl.266  Tafel  der  Tonarten  mit  dem  Verse  “G  dat  beduros  ec
naturus  f  que  bimollis’.  Bl.267b  Lied  auf  Maria,  3  kunstvoll  gebaute
  Strophen,  mit  Tenornoten;  Anfang  “O  quam  felix  quam  preclara
mundo  grata'.  Bl.268  Federproben.  Bl.269  Bruchstück  eines
Gerichtsprotokolls  “Prodeuntes  Cereatensis  et  Conpostelensis  antistites
  .  ..

An  vielen  Stellen  der  Hs.  stehen  Federproben,  in  denen  öfter  ein
Petrus  Allenstein  oder  Petrus  de  Curia  oder  (Bl.210)  Petrus  de  Curia
de  Allensteyn  “probus’  genannt  wird,  Bl.211b  mit  dem’  Zusatz  “hoc
testatur  Johannes  Frawen  (vgl.  J.  L.  L.  Gebhardi,  diss.  de  re  lit.
ceoenobii  S.  Michaelis,  1755  S.86);  dieser  hat  also  wahrscheinlich
Theile  der  Hs.  geschrieben  oder  besessen.  Auf  dem  eingesetzten
Bl.269  steht  die  Federprobe  “Elebek  est  probus  ...  hoc  testatur  Petrus
de  Brunesberk”.

Luneb.79   39Bl.  zu  21'1/,:15cm  zweispaltig  18343

Byblya  beate  virginis.  Anfang  “In  prineipio  creavit  deus

celum  et  terram  Gen.1.  Celum  seilicet  empireum,  per  quod  intellisitur

  domina  mundi  virgo  Maria”.  Am  Schluss  “Explieit  byblya

beate  virginis  finita  per  manus  Jacobi  Saxonis  in  Kuthna  a.  d.  1343
in  die  b.  Jacobi  maioris  apostoli”.

Luneb.81  116  Bl.  zu  221/),:15  cm  stellenweise  rotl
rubrieirtt  15  Jahrh.  Pergamentunischlag

 Bl.1b  ‘Flores  Ludolphi  de  Lucho  (Luco,  Luckau)  canonici
Hindensis  (Hildesiensis)  sancte  erucis’,  (Bl.2)  “Flores  grammaticae  propono
  seribere  Christe  .  ’;  mit  Commentar  auf  den  Rändern,  der
beginnt  “Flores  gr.  Iste  liber  metricus  sua  prineipali  divisione’,  und
schliesst  (Bl.37b)  “Nota  in  illis  duobus  metris  sc.  luce  dolet  etec.
habemus  occulte  nomen  ipsius  editoris  qui  nominabatur  Ludolphus
de  Lucoe’,  vgl.  Leyser  hist.  poet.  8.2126  (-1226).  Auf  dem
äussern  Einbande  steht  mit  Bezug  auf  dieses  Werk  “Florista”.

B1.38b  Aelins  Donatus  de  octo  partibus  orationis,  am  Schluss
unvollständig;  mit  Commentar  “Partes  or.  q.  s.  id  est  quis  est  maximus
numerus  terminorum  .  ..

Bl.65  (ohne  Titel)  Eberhardi  Bethuniensis  Graeeismus  Cap.  IA
        <pb n="537" />
        Luneb.  78—83  531

bis  XIV  (der  Ausgabe  von  Wrobel),  “Est  pater  hie  cura’  (in  einigen

Hss.  ist  dieser  Anfang  als  liber  II  bezeichnet).  Am  Rande  und
zwischen  den  Zeilen  Erklärungen.  Schluss  Bl.116  “Finitus  est  iste

hber  post  diem  palmarum  in  proxima  die  mediate  sub  tereia  hora
post  prandium  inme  guden  dinghesdaghe’.

Auf  Bl.1  und  dem  innern  Umschlage  Federproben;  am  Vorderdeckel
  steht  "Bernardus  de  arnest.”.

Luneb.82  166  Bl.  zu  21:  141%  em  „um  Theil  roth
rubrieirtt  15Jahrh.  von  3Händen,  die  Bl.1,  2  und  86  beginnen
Pergamentunischlag

Bl.2  “Incipiunt  regulas  Gramaticales  (auf  dem  äussern  Umschlage

steht  hinten  “Regule  grammaticales  Nicolai  Mees’)  lege  feliciter:
Prima  regula  gramaticalis  est  ista.  Qnuod  omne  adiectivum  nominale

sive  pronominale  .  .;  24  Regeln.  Am  Schluss  “Et  sie  est  finis
Hinrieus  Hildensem  sub  a.  d.  1488°.  11.70  Exempla  contra  regulas.

Bl.86  Vocabular  enthaltend  Nomina  und  (Bl.130b)  Verba;  die
Wörter  sind  niederdeutsch  übersetzt  oder  lateinisch  umschrieben;
dazu  lateinische  Erklärungen.  Diese  eitiren  n.  a.  viele  Verse  aus
Petrus  Helias.  Anfang  Bl.86  “Hec  sunt  nomina  propria  fluviorum
generis  m.  per  regulam:  Que  fiunt  propria  fluviorum  pone.  Albea
de  elve.  Odera  de  adere..  Secundum  doctos  Renum  est  proprinm
nomen  flummis  .  ..

Bl.  164  “Hie  iubet  ordo  .  .’,  der  Anfang  des  2.  Theils  von  Alexander’s
de  Villa  Dei  Doctrinale  (24  Verse).  BI.165b  Anfang  eines  "Compendium
  musices  scientiac’:  "Contra  merorem  gaudia  cape  inquit
Henrieus  Florentinus  libro  eius  3°  in  quibus  verbis  ipsa  philosophia
  .  ..

Voran  Bl.1  mit  den  Hymnen  “Jesu  nostra  redemptio’  und  “Veni
creator  spiritus’  mit  Noten.

Die  Hs.  ist  beschrieben  bei  Gebhardi,  diss.  secularis  de  re  lit.
coenobii  S.  Michaelis  (1755)  8.79  ft,  dort  ist  auch  eine  Probe  aus  dem

Vocabular  auf  Bl.86ff  abgedruckt.

Luneb.83  207Bl.zu21:14cm  rotheUberschriften  und
Initialen  B1.168—192  zweispaltig  im  15  Jalırh.  von  verschiedenen
Händen  geschrieben  alter  mit  gestempeltem  Leder  überzogener
Holzband  mit  Messingbeschlag  und  Schliessen

Bl.2  Puneta  ex  regula  b.  Benedieti  secundum  ordimem  alphabeti
compilata  “Abbas  eligatur  secundum  vite  meritum  .  ..

B1.44  Ineipit  prologus  in  regulam  sanecti  Benedicti  enm  reportatis;
am  Schluss  (B1.90)  “Explieiunt  reportata  utilia  super  regulam
beati  Bencdicti  abbatis”.  Anfang  des  Commentars  “Obseulta.]
Paulus:  Quidam  libri  habent  auseulta’;  als  Quellen  werden  namentlich
angeführt  Paulus,  Petrus  Diaconus,  Nicolaus,  Richardus,  Bernhardus.

Bl.91  Sacrosaneta  generalis  synodus  Basiliensis  ..  venerabilibus
Magdeburgensi,  Maguntino,  Colonicnsi,  Treverensi  ...  archiepiscopis  ..
“Inter  euras  innumeras  quibus  in  unum  divina  providencia’.  .  Datum
Basilie  VI.  Kal.  Junii  a.  a  nativitate  domini  1436:  über  die  Zustände
in  den  deutschen  Benediktinerklöstern.  B1.100  Bulle  Urban’s  (V)
“Ne  in  vinea  domini’,  Rome  HU  Non.  April.  pentificat.  a.  VIT  (1569)

34*
        <pb n="538" />
        532  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

—Baronius-Theiner  1369  n0.15.  Bl.102°In  quodam  ..  Nune  primunm
(lubitatur,  utrum  bona  et  mensa  abbatis  et  conventus  ita  possint
distingui  et  separarl  .  ..

Bl.105  (Matthaei)  de  Krakovia  dyalogus  de  racione  et  consciencia
  “Multorum  tam  elericorum  quam  laycorum  querela’.

Bl.  123  Traetatus  magistri  Richardi  de  caritate.  Anfang
“Vulnerata  caritate  ego  sum.  urget  caritas  de  caritate  loqui”.

Bl.131  Bernardi  abbatis  Claraevallensis  liber  de  praecepto  et
dispensacione.  Voran  der  “Prologus’.

Bl.168b  Summula  tocius  Boecii  de  phylosophico  consolatu.
Anfang  “Boeeius  eivis  Romanus  post  multas  quas  adeptus  est  temporales
  prosperitates’.  |

Bl.182  Sequentes  quaestiones  seu  dubia  declarat  magisterNicolaus
de  Lyra  in  sua  expositione  super  pentatencum  "Abyssus  quid  sit  et
unde  dieatur.  dieitur  enim  ab  a  et  bissus’  (alphabetisch).

Bl.193  Liber  de  remedio  amoris  sive  contemptu  ab  Andrea
Cappellano  compositus  ad  Gualterium  ‘Si&amp;gt;  hec  igitur  que  ad  tue
nimiam  peticionis’:  das  dritte  Buch  von  des  Andreas  Schrift  “De
amore’.  Der  neueste  Herausgeber  derselben,  E.  Trojel  (Hauniae  1892)
hat  diese  Hs.  nicht  erwähnt.

An  den  Deckeln  Stücke  von  Lüneburger  Pergamenturkunden  .des
XV  Jahrhunderts.

Luneb.84  229  Bl.  zu  201,  :14  cm  _  rotlıe  Initialen
1430  alter  lederbezogener  Holzband  mit  Schliessen

Bl.1  (Henrici  Susonis  Horologium  aeternae  sapientiae):  “Sentite
de  domino  in  bonitate  .  .”.  Am  Schluss  (B1.199)  “Explicit  horologium
sapientie  seriptum  a.  d.  1430  ante  Oculi”.  Vgl.  cod.  Theol.151.

Bl.199  Sermo  s.  Bernardi  abbatis  "Quoniam  carissimi  In  via  huius
seenli  fugientes.   AmsSchluss  (Bl.210b)'  Explieit  speeulum  peccatoris
b.  Bernardi  abbatis  a.  d.  1430  erastino  die  oculi’.  Die  sehr  häufig
in  Handschriften  vorkommende  Schrift  geht  sonst  auch  unter  den
Namen  des  Augustin,  Hieronymus  oder  Bonaventura.

Bl.210b  (Henrici  de  Hassia  Speculum  animae):  “Anima  mea
novi  quod  curiosa  .  ..  Am  Schluss  (B1l.229)  "Explieit  hie  anime
speeulum  ..  a.  d.  1430  feria  quinta  eirca  horanı  nonam  post  prandium
ante  Letare”.  Handschriftlich  auch  in  München  und  Brüssel.

Als  Vorsetzblatt  ist  ein  Pergamentblatt  mit  dem  Fragment  einer
Kleiderordnung  in  niederdeutscher  Sprache(X1V/XV  Jahrh.)  verwendet.

Luneb.85  130Bl.zu22'/,:15em  Bl.I—99  zweispaltig,
14/15  Jahrh.;  Bl.101—130  16  Jahrh.  Einband  ein  Pergamentblatt
(XIV  Jahrh.)  mit  grammatischen  Versen  (über  den  Gebrauch  der
Präpositionen)

Bl.1  “‘Reportata  librorum  physices  Aristotelis’  (Titel  von
einer  Hand  des  18  Jalhırh.).  Anfang  ‘Utrum  de  rebus  naturalibus
sit  seientia.  Et  videtur  primo  quod  non  quia  .  ..  B1.98/99  Verzeichniss
  der  Quaestiones.  Bl.99b  niederdeutsches  Recept.

Bl.101  ‘Opuseulum  Theoriearum  Planetarum  mag.  Georgii  Peurbachii,
  ypreceptoris  singularis  Joannis  de  Regiomonte:  Sol  habet
tres  orbes..  .,  mit  Figuren.  Vielleicht  Abschrift  eines  der  Drucke.
        <pb n="539" />
        Luneb.83  —  96  533

Luneb.86  61Bl.  zu  211%  :141/,  cm  1449

Bl.1  Quatuor  novissima  “Memorare  novissima  tua..  Sieut  dieit
b.  Augustinus’.  Am  Schluss  "A.  d.  1449  Quanı  brevis  est  risus  quam
longa  lacrima  mundi”.

Bl.57a  (Matthaeus  de  Craeovia),  dialogus  rationis  et  conseientiae
  “Multorum  tam  clericorum  quam  laycorum  querela’:  nur
etwa  die  Hälfte  des  Prologs.

Bl.57b  (von  anderer  Hand)  “Sie  nota  de  coniecturis  eleetorum
praedestinatorum  vel  damnatorun:  pro  quo  seiendum  lieet

&amp;gt;

nullus  eertitudinaliter  .  ..

Luneb.87  260  Bl.  zu  21:14  em  B1l235—41  zweispalig
  15  Jahrh.  von  Feuchtigkeit  unten  sehr  beschädigt

Bl.1  “Anno  d.  443°  registrum  dni  Nedem  .  .(?)’  (über  Ausgaben),
September  und  October,  worin  Hinrieus  Gerlaci  und  Thomas  Stork

genannt  werden.  B1.2  Tafeln  der  Aspecten.
Bl.8  (Stephanus  Bodecker,  de  horis  eanonicis):  Bl.3  “Registrum’.
  Bl.  9  "Capitulum  I  de  horis  canonieis  ct  primo  que

fuit  eausa  impulsiva  colligendi  circa  materiam  Iipsarum  horarum.
Stephanus  dei  gr.  ep.  Brandeborgensis  ..  elerieis..  Quamvis  multa
heu  cernuntur  ad  oculum  reprehensibilia  .  .  deliberavimus  ...  ex
sanetorum  patrum  quamı  ex  modernorum  theologie  et  deeretorum
doctorum  dietis  et  seriptis  aliqua  .  .  colligere  .  ..  (Bl.10°C.I..
Sepcies  in  die..  ps.  118  et  in  canone  presbiter  .  .).  Am  Schluss
B1.137b  steht  ‘Liber  fr.  Rodolphi  de  Quizenbuttel  nrofessi(?)  monasteril
s.  Michaelis  in  Luneborch  O.S.B.  Verdensis  dioe.’;  von  derselben  Hand
stehen  am  Rande  Inhaltsangaben.

B1.138  Planetenbuch  “Saturnus  est  plancta  senex  mag  mus  ..;
Schluss  Bl.154  “Et  sic  est  finis  signifieatorum  planetarum  ..’,  dan

eine  Tafel.  Bl.155  Bedeutung  der  Häuser  der  Planeten  ‘Prima
donmus  est  nativitatis  .  ..  Bl.156b  “Nune  inchoabo  hbrum  de

consnetudinibus  in  judieiis  stellarum.  Scias  quod  planete
qui  sunt  retrogradi  .  ..

Bl.166—  234  (verbunden;  es  müssen  erst  Bl.213—  234,  dann
Bl.  166—  212  folgen):  "Libellus  collectus  per  Johannem  de  Lunrcke
pastorem  eecl.  b.  Marie  virginis  indulgenciarum  Colon.’  (Titel  auf

Bl.213);   B1.213—6  Register;  (dann  folgt  ein  aus  vielen  Schriften
excerpirtes  astrologisches  Werk  (darin  z.  B.  “Excerpta  ex  libro  novem
iudieum’),  mit  Anwendung  der  Astrologie  für  allerlei  Vorkommnisse
des  Lebens  (Reisen,  Käufe,  Schachspiel  ete.).

Bl.235  Fragment  eines  Traetats  über  die  Passionsgeschichte:
Schluss  B1.241  ‘Maria  mancbat  tractans  in  corde  sua  passionem
filii  eius  .  hee  Ancelmus’.

Bl.242  Astrologiseher  Traetat  über  die  Zeichen  des  Todes  "Quoniam
  onımnis  acccptio  ex  .  25  Bl.247  “Ihe  finitur  ete.  tractatus  glose
4%  Jibri  cete.”.  131.248  (L)amentabiliter  Ptolomeus  postquam  v  ilisxet
non  nullos  astrologie  vanıum  nomen  usurpantes  .  ..

Luneb.96  214  Bl.zu20:16em  17  Jalırh.
“Matthiae  Casimiri  Sarbievii  (Soc.  Jesu,  1640)  antiqwitatım
liber,  quem  dono  et  pro  strena  novi  anni  excellentissimus  et  dee-
        <pb n="540" />
        534  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

tissimus  vir  D.  D.  Gablowitzki  serenissimi  prineipis  Caroli  archiater
obtulit  a.1698  die  6  Januarii  Warsaviae’.  Dieser  Titel  ist  von
späterer  Hand  auf  die  Innenseite  des  Vorderdeckels  geschrieben.
In  Wahrheit  enthält  die  Hs.  zwei  verschiedene  Schriften:  Bl.l
bis  199  ohne  Überschrift  eine  Abhandlung  über  die  Götter  der  Römer,
in  72  Capiteln.  Anfang  “Mareus  Tullius  deos  in  tres  recensuit
ordines’;  am  Rande  und  im  Text  meist  phantastische  Federzeichnungen
  ‘von  Bauwerken,  Münzen  u.  dgl.  (eine  Schrift  des  Sarbievius
“De  diis  gentium’  in  4  Büchern  erw  vähnt  A.  de  Backer,  Bibl.  des
eerivains  de  la  Comp.  de  Jesus  III,  1876,  565).  B1.200—206  Romanarum
  eruditionum  liber  I:  De  urbe  et  urbanis  (10  Kapp.).
Bl.207—214  eine  Auswahl  von  Bibelstellen,  hinter  jeder  eine  Zahlangabe
  von  “C(ap.)’  und  “Num.’,  deren  Beziehung  nicht  klar  ist.

Luneb.98  IBl.  +  845  Seiten  zu  30'1/,:19!/,  cm  17/18

Jahrh.
Ioannis  Bodini  Colloquium  heptaplomeres  de  abditis  rerum  sublimium
  arcanis.  Abschrift,  einst  dem  Rector  Nielas  in  Lüneburg

gehörig;  vgl.  P.  J.  Bruns,  Beiträge  z.  krit.  Bearbeitung  unbenutzter  ..
Handschriften,  3.  Stück  (Braunschw.  1803)  S.316  no.d.  Andere  Hss.
siehe  unter  Theol.274---  277.

Luneb.99  263  Bl.  zu  16!/,:9em  16Jahrh.  Umschlag
von  2  Pergamentblättern  (lateinische  Mediein,  XIV  Jahrlı.)

(Phil.  Melanchthon’s)  Vorlesungen  über  Cicero  de  officiis
  und  Verwandtes,  geschrieben  von  Verschiedenen.

Bl.1  “Enarratio  libri  de  officiis’.  Was  Bl.1—213  enthalten,  hat
nichts  zu  thun  mit  Melanchthon’s  früh  verfassten  Argumentum  et
Scholia  in  Offieia  Ciceronis  (Corpus  Reformatorum  XVI  627  —  680);
sondern  zunächst  ist  hier  alles  das  enthalten,  was  nach  M’s  Tod
gedruckt  worden  ist  als  Prolegomena  in  Ofhcia  Ciceronis  (Ö.R.  XVI
533—595),  mit  fast  gleichem  Texte.  Diese  gedruckten  Prolegomena
enthalten  ausser  den  langen  und  zusammenhängenden  Demonstrationes
  nur  wenige  Erklärungen  einzelner  Stellen,  sind  also  unvollständig:
  in  dieser  Hft  finden  sich  fortlaufende  Erklärungen  zu  Buch  I
8  1—130.  Ausserdem  finden  sieh  in  der  Hft,  natürlich  fast  nur  zu
dem  (dietirten)  Text  der  Demonstrationes,  theils  an  den  Rand  theils
in  die  Seite  geschrieben,  eine  Menge  von  Bemerkungen,  welche
offenbar  dem  vortragenden  Lehrer  aus  dem  Munde  nachgeschrieben
sind,  worin  ja  M’s  Hörer  in  seinem  Alter  geübt  waren.

Bl.213b—  243  enthalten  die  “Collatio  legum  Atticarum  et  Romanarum
  ad  deealogum’,  in  derselben  Fassung  und  mit  demselben
Schlusse  wie  in  den  Prolegomena  (und  C.R.XVI  in  den  Noten  zu
S.593—602),  hier  ebenfalls  mit  vielen  mündliehen  Erläuterungen
versehen.

B1.243—252  “Ex  _libro  2  Xenophontis  de  Socratis  sermonibus‘
(Commentarii  II  cap.I  $21—  34),  jene  Übersetzung  der  Geschichte
von  Herkules  am  Scheideweg,  welche  nach  M’s  Tode  mit  fast
gleichem  Texte  gedruckt  worden  ist  (C.  R.  XVII  1119),  ebenfalls  mit
mündlichen  Erläuterungen  versehen.  Unmittelbar  vorangehende  Erläuterungen
  zu  Cicero  Off.I$S  117  zeigen,  dass  diese  Übersetzung  nur
ein  Stück  der  Vorlesungen  über  Cicero  de  Offieiis  war.
        <pb n="541" />
        Luneb.  98—  102  535

Mehrere  Angaben  zeigen,  dass  die  auf  Bl.1—252  enthaltene  Vorlesung
  1555/6  gehalten  worden  ist  (vgl.  Hartfelder,  Mel.  als  Pracceptor
Germaniae,  1889  S.564).

B1.252b—263  mit  dem  Titel  “In  Ethicen  Aristotelis’?  Nachschrift
einer  Ende  September  1558  gehaltenen  Vorlesung,  nur  der  Anfang;
durchaus  verschieden  von  den  1529—1546  öfter  gedruckten  Enarrationes
  in  librum  I  Ethicorum  Aristotelis  (C.  R.  XVI  277).

Die  Hft  bietet  eine  Abschrift  fast  olıne  alle  Correkturen.  Doch
sind  hie  und  da  zwischen  die  Stücke  der  Demonstrationes  die  Erklärungen
  zu  einzelnen  Stellen  des  Cicero  eingeschoben;  meistens
nıag  das  darin  seinen  Grund  haben,  dass  M.  in  der  Vorlesung  zuerst
ein  Stück  der  grossen  Demonstratio  diktirte  und  besprach,  dann
aber  mit  der  Erklärung  des  eiceronischen  Textes  fortfuhr;  mitunter
scheint  diese  Abschrift  von  einzelnen  schlecht  geordneten  Blättern
genommen  zu  sein.

Ungefähr  der  vierte  Theil  dessen,  was  die  Hft  enthält,  ist  bis
jetzt  unbekannt.  Darin  finden  sich  viele  feine  Bemerkungen  und
lehrreiche  Erzählungen.  Doch  der  Hauptwerth  der  Tlft  besteht
darin,  dass  sie  die  Nachschrift  eines  Melanchthonischen  Kollegs
bietet,  also  ein  treues  Bild  giebt,  wie  der  Praeceptor  Germaniae  auf
dem  Katheder  alte  Schriftsteller  zu  erklären  pflegte.

Luneb.  101  277  Bl.  zu  271/,:201/,  em   zweispaltig  geschrieben
  1515  am  Sehluss  durch  Feuchtigkeit  beschädigt
Pergamentumschlag  (philos.  Bruchstück,  XII  Jahrh.)  mit  Messingschliesse


Voran  der  Druck  “Exereitinm  veteris  artis  ..  per...  Gherardum
Frilden’,  Rostock  1507,  von  dem  A.  Hofmeister,  der  in  den  Jahrbüchern
  d.  Ver.  f.  mecklenb.  Geschichte,  54  (1889)  S.193/5  diesen
ganzen  Band  beschrieben  hat,  nur  dieses  Exemplar  kannte.

Philosophische  Vorlesungen  (Exereitia’)  an  der  Universität
Rostock  1515  (meist  zu  den  Werken  des  Aristoteles),  nachgeschrieben
  (vgl.  Bl.56  und  96)  von  Herbord  Holle  (frater  Harbardus
  de  Holle  ordinis  Benedicti’  aus  Lüneburg  wurde  1514  immatrieulirt
  und  1515  promovirt;  vgl.  die  Matrikel  II  S.57  und  63):
Bl.2  Parva  logicalia,  “per  mag.  dom.  Hermannum  Schutten  (immatr.
1499)  ...  finitum  .  .  per...  Joanuem  van  de  Mere’.  BI.32  Vetus
ars.  Bl.49  Posteriora,  "a...  Hermanno  Schutten  .  ..  Bl.57
Libri  elenchorum,  “per...  Henrieum  Witick  (1512  Magister)  .  ..
Bl.64b  Priora  Analetica.  BI.76  Obligatoria  et  Insolubilia.   BI.7S
Sophistria,  “per...  Alexandrum  Brunes  .  ..  B1.97  Nova  logiea,
“Jectum  hoc  exereitium  a  ven.  mag.  Joanne  van  dem  Mere...
Bl.135  De  anima.  Bl.168  Libri  Physicorum.

Luneb.  102  136  Seiten  zu  17:10  em  2  Nlälfte  des
18  Jahrh.

Varia  besonders  zur  griechischen  Antholoeie,  aus  J.  J.  Reiske’s
a)  2%
Nachlass  abgeschrieben.
S.1  Miscellanea  ex  Commentariis  Reiskianis.

5.9  Supplementa  Anthologiae  ineditae:  Carm.806  —  840,  also  der
Zählung  nach  Fortsetzung  der  Auseabe  Reiske's  “Antholoriae  eraceae
ie)  oO  Fun)  ”  L

a  Constantino  Cephala  conditae  libri  IL.  .  Lips.  1754”,
        <pb n="542" />
        596  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

.41—64  Epigramme,  excerpirt  aus  den  Werken  von  Pocock,
Muratori  u.  a.,  mit  Verbesserungen.

8.65  Indices  Anthologie.  Die  Zahlen  beziehen  sich  auf  die
Nummern  der  Epigramme  in  der  erwähnten  Ausgabe  Reiske’s.

Diese  und  die  folgende  Hs.  sind  geschrieben  von  dem  Rector  der
Lüneburger  Michaelisschule  und  eifrigem  Büchersammler  Joh.  Nicol.
Nielas,  (vgl.  Pökel’s  Philologenlexikon),  der  in  beiden  manche
eigene  Bemerkungen,  mit  einem  °N’  versehen,  in  Klammern  beivcfügt
  hat.  Wo  Niclas  Gelegenheit  hatte,  diese  Stücke  des
Reiske’schen  Nachlasses  abzuschreiben,  bleibt  unsicher;  vielleicht
sind  die  Originale  unter  denjenigen  Theilen  des  Nachlasses,  die  sich
heute  in  der  königl.  Bibliothek  in  Kopenhagen  befinden  (Nouv.  fonds
48,  50,  51).

Luneb.103  256Bl.  zu  17:101/,  cm  2Hälfte  des  18  Jahrh.

Varia  zur  griechischen  Anthologie,  aus  J.  J.  Reiske’s  Nachlass
von  ‚I.  N.  Nielas  abgeschrieben;  vgl.  zu  Luneb.  102.

Bl.1  ‘Apparatus  Commentarii  ad  Anthologiam  Graecam  vulgatam.
columnae  huius  codieis  mei  respondent  paginis  editionis  Henrieci
Stephani.  Jo.  Jac.  Reiske’.  Anı  Anfange  die  Bemerkung  “Uneis
inclusa  sunt  ex  apparatu  (d.  I.  wohl  abgeschrieben  aus  Reiske’s
handschriftlich  hinterlassenem  “Apparatus  .  .,  vgl.  Reiske’s  Lebensbeschreibung
  S.172  no.11).  Beliqua  alteri  Stephani  exemplari  erant
adseripta”.  |

5.106  “Alteri  exemplari  Stephaniae  editionis  Reiskiano  ignotae
manus  hacc  adscripserant’:  lateinische  metrische  Übersetzung  von
Epigrammen.

S.110  “Collatio  Anthologiae  cum  codice  Msto  quondam  Fabrieii
V.C.,  quem  Cl.  Reimarus  mecum  communieavit.  Über  diese  von
Reimarus  an  Reiske  geschickte  Hs.  des  Fabrieius  vgl.  den  Brief  des
Reimarus  in  Reiske’s  Lebensbeschreibung  S.694;  jetzt  ist  sie  in
Kopenhagen  n0.98  (vgl.  Graux  in  den  Archives  des  missions
3  Serie  VI  p.242).  Am  Ende  ‘L.  d.  11  Octobr.  1752”.

8.122  "Collatio  editionis  primae  Anthologiae  Graecae,  quae
prodiit  in  4°...  Florentiae  a.1494”  (verglichen  mit  der  Ausgabe  des
Stephanus).

S.150  “Editio  Anthologiae  Graecae  Henr.  Stephani  1566  collata
cum  Gruteri  exemplo,  in  quo  collatio  Palatini  codieis  habebatur  et
nonnumquam  manu  Frid.  Sylburgii  seriptae  emendationes’  (“Totus
hie  libellus  non  Reiskii  ut  reliqua  scd  aliena  manu  erat  deseriptus’
fügt  N.  hinzu).

S.154  Alphabetisches  Register  der  Epigramme  der  Planudea.
Die  Zahlen  beziehen  sich  auf  die  Seiten  der  Ausgabe  des  H.  Stephanus
von  1566.

S.249  “Alteri  exemplari  Reiskiano  ignotae  manus  adseripserant
plurimorum  epigrammatum  versiones,  unde  meliores  sunt  seleetae'
(lateinische  Übersetzungen  von  über  40  Epigrammen).

Luneb.105  IBl.  +  576  Seiten  zu  35:21  em  nach  1722

Braunschweig-Lüneburgische  Historie,  wie  solche  in  einem  von
“  .o  ‘  L}  7  u  [}  ..  .
weyl.  dem  Helmstädtischen  Professore  Histor,  S,  F.  Hahnio  übeı
        <pb n="543" />
        Luneb.  105  —  Ill  937

J.  P.  Ludewig  Germaniam  Prineipem  und  zwar  desselben  VII.  ten  Buche
De  gente  Brunsvieensi  gcehaltenem  Collegio  vorgetragen  worden  bis
auf  das  Jahr  1690.  Verschieden  von  Tlistor.  212.

Luneb.108  7OBI.  zu  21:17  cm  18  Jahrh.
(Joh.  Aug.)  Ernesti,  Uber  (Hier.)  Freyers  (Einleitung  zur)
Universalhistorie.  Geschrieben  von  Joh.  Nicol.  Nielas;  vgl.  zu
Luneb.  102.

Luneb.109  80Bl.in4°  18Jahrh.

Collationen,  erklärende  und  kritische  Anmerkungen  zu  den  Itineraria
Antonini,  Burdigalense,  Antonini  Martyris  und  zu  Rutilius  Namatianus.
  Dieselben  sind  abgeschrieben  aus  Tlandexemplaren  des
Isaac  Vossius,  die  sich  in  Leiden  befinden,  und  rühren  zum  Theil
von  diesem  her.

Bl.1  ‘Isaaci  Vossii  annotatiuneulae  exemplari  Itinerarii  Antonini
et  Burdigalensis  .  .,  quod  prodüt  ...  2.1600  .  .„  olim  ab  Is.  Vossio
adscriptae  et  inde  iam  descriptae.  Extat  illud  exemplar  in  Bibliotheca
Leidensi  Batavorum  inter  libros  historicos  in  8°  n0.490”.  Vorwiegend
  Collation  zweier  mit  “R’  bezeichneten  lHandschriften.

B1.66  "Annotatiuneulae  (besonders  zum  Itinerar.  Antonini)  editioni
Acthiei  cosmographiae  .  .  quae  prodiit  ...  1575  ...  olim  adscriptae
et  deinde  desceriptac.  Extat  antem  illius  editionis  exemplar  ...  in
Bibliotheca  Lugduno-Batava  inter  Mathematieos  in  12°  n0.23
Sintne  vero  annotatiuneulae  Is.  Vossii  an  alterius,  non  diindieare
potui,  nam  manus  cum  ea,  quae  Vossii  esse  mihi  constabat,  non  admodum
  conveniebat  .  .”.

Bl.75  “Annotatiuneulae  exemplari  Itinerarıii  Burdigalensis  eura
P.  Pithoei  editi  2.1589  ...  olim  adseriptae  et  ex  ceodem  descriptae.
Extat  illud  exemplar  in  Bibliotheca  Leidensi  inter  libros  Historieos
in  12°n0.874..  Manus  ..  non..  videtur  esse  Is.  Vossii”.  Meist
Verweise  auf  die  Tabula  Peutingeriana.

B1.79  Wenige  Conjeeturen  zum  Itinerarium  des  Rutilius  Namatianıs
  und  des  Antoninus  Martyr  1640,  beides  aus  Leidener  Exemplaren
  (Ilistor.  in  8°  n0.856  und  Histor.  in  4°  n0.722).

Luneb.110  117  -+114  Seiten  zu  21:17  em  176]  oder
bald  darauf
T:  Introductio  in  Antiquitates  Romanas  auctore  Treekelio.
anno  1761.  I:  (wohl  ebenfalls  von  Treckel)  Annotationes  im
Nieupoortii  Compendit  Antiquitatum  Romanarum  Sect.  IV  VVI
Reinschrift,  offenbar  zum  Druck  bestimmt.  Uber  Albr.  Dieter.  Treckel
(7  1764)  ist  zu  vergleichen  Schröders  Lexieon  der  hamburgischen
Schriftsteller  VII  422;  die  beiden  in  dieser  Hs.  enthaltenen  Schriften
sind  dort  unter  seinen  Werken  nicht  angeführt
Luneb.  111  151Bl.  zu  21:17  em  1757  und  1758
“(J.  M.)  Gesneri  eommentarius  ins.  in  Novum  Testamentum’:
lateinisch,  Nachschrift  der  Vorlesungen  vom  Winter  1797  und  Sommer
1758,  in  denen  Gesmer  die  Schriften  des  Neuen  Testaments  “enrsoria
praelectione  et  observationibus  philologieis"  (vgl.  die  Catalogi  praeleetionum)
  erläuterte.  Am  Schluss  Fixplieit  felieiter  d.V  Oet.  17598”.
        <pb n="544" />
        538  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Nachgeschrieben  ist  die  Vorlesung  von  dem  nachmaligen  Lüneburger
Reetor  Joh.  Nie.  Nielas,  einem  Lieblingsschüler  Gesner’s;  vgl.  zu
Lunch.  102.

Luneb.113  217  +2Bl.  zu  19:16  em  1635

Corona  anni  h.  e.  continua  analysis  logica  evangeliorum  et  epistolarum
  per  integrum  ammi  eireculum  cum  subiecta  tropologia  et  schematologia
  rhetoriea  singulorum  textuum  ..  (Auctore  M.  Georgto  Andrea
Fabricio’  ist  beigeschrieben).  Das  Titelblatt  ist  gedruckt,  alles
andere  wohl  eigenhändige  Reinschrift  des  G.  A.  Fabrieius  (T  1645
als  Paedagogiarch  zu  Göttingen).  Bl.217  “Et  hie  tandem  amni
coronam  hanece  ..  egressu  anni  huius  1635  ...  terıninamus’.  Die
Schrift  wird  als  ein  im  Besitze  von  Fabricius’  späterem  Nachfolger
J.  v.  Dransfeld  befindliches  dvexdoro»  erwähnt  in  den  Nova  literaria
Germaniae  conlecta  Hamburgi  1705  p.358.  In  der  That  besass
Dransfeld  das  vorliegende  Exemplar,  wie  die  Eintragung  seines  Namens
(2.1690)  auf  Bl.1  zeigt.

Angeheftet  sind  zwei  lateinische  Originalbriefe  persönlichen  Inhalts
au  G.  A.  Fabrieius:  1)  von  Henr.  Fridekind  diaconus  ad  S.  Joh.
Gotting.,  ohne  Datum.  2)  von  M.  Justus  Groscurdt,  Prof.  der
Theologie  am  Göttinger  Paedagogium,  Goettinga  23  die  Jul.  a.1624.

Luneb.114  I  Bl.  +  263  Seiten  zu  20,:16  cm  1701

Collegium  physieum  dietatum  a  Joh.  Philip.  Treuner  s.  s.  th.
doet.  et  philosoph.  profess.  publ.  Jenens.  acad.  calamo  v(ero)  exceptum

a  B.  E.  Stichnoht  d.  1  Novemb.  a.1701.  Am  Rande,  zum  Theil
in  bunten  Farben,  kleine  Zeichnungen  zur  Erläuterung  des  Textes.

Luneb.115  (Thom.  Smith)  Syntagma  de  Druidum  moribus
  ...  1664.  Abschrift  des  Druckes.

Luneb.116  101Seiten  zu  30:19  cm  im  Anfang  des
18  Jahrh.  von  europäischer  Hand  geschrieben
Theologia  Aethiopica  seu  mores  et  religio  Habessinorum,  von  dem
Albas  Gregorius  und  Hiob  Ludolf,  dieselbe  Schrift  wie  in  cod.
Aethiop.5  no.1  und  Aethiop.6.

Lunebh.117  499  Seiten  zu  20:  151),  em  naclhı  1700

Lateinischer  Commentar  zu  Sulpieius  Severus,  Chron.I—II  38.
Ist  wohl  bald  nach  1700  verfasst.

Luneb.118  3Bände  zu  20:16cm  Bd.I:  588,  Bd.1I:  527,

Bd.Ill  272-+711  Seiten  1754
J.  L.  v.  Mosheim,  Allgemeine  Kirchengeschichte:  Nachschrift
einer  in  Göttingen  gehaltenen  Vorlesung.  Bd.I:  1—15  Jahrhundert;
3d.II:  16  Jahrhundert;  Bd.II:  17  —  18  Jahrhundert.  °  BA.IIT:  8.677
“Ende  der  gesamten  Kirche  Geschichte  des  H.  Canzler  von  Moshein,
welche  1754  d.  26  Septembre  geschlossen  worden’.  Bd.Ill:  S.677

bis  711  Indices.

Luneb.121  IBl.  +  149Seiten  zu  251/,:181,,cm  _italienische
  Sehrift  des  17  Jahrh.  weisser  Pergamentband
        <pb n="545" />
        Luneb.  113  —  121a  539

Dei  magistrati  e  della  republica  de’  Veneziani  di  M"  Gasparo
Contarini  libri  einque  dalla  Latina  nell’  Italiana  lingua  tradotti  da
Nicold  Contarini  P.V.  Anfang  “Spesse  volte  hö  meco  stesso
considerato’.

Vorn  auf  dem  Innendeckel  das  Ex-libris  von  O.  J.  von  Wittorff.

Luneb.121a  (von  Martini  nicht  genannt)  149  Bl.  zu  33:
20cm  18Jahırh.

“Fragmenta  zur  Darmstädtischen  Historie  gehörig’;  Concepte  von
Johann  Just  Winckelmann  zur  Fortsetzung  seiner  hessischen  Chronik
(Grundliche  und  Wahrlhafte  Beschreibung  der  Fürstenth.  Hessen  u.
Hersfeld’)  und  Verbesserungen  von  anderen:  alles  in  Abschrift  von
einer  Hand.

Die  Hs.  enthält  Bl.1—103  die  Lebensläufe  verschiedener  hessischer
  Fürsten  und  Fürstinnen  1580—1695,  jedenfalls  aus  Winckelmann’s
  nachgelassenen  Conecpten  abgeschrieben  (zum  Cap.IV  auf
S.9  ist  bemerkt  "kann  nicht  wissen,  was  in  den  3  vorgemelten
Capitteln  hat  enthalten  sein  können  .  .").  B1.10+  folgen  Briefe
(3;  1654—91)  hessischer  Beamten  betr.  W.’s  Chronik;  dann  B1.107
bis149  allerlei  Bemerkungen  und  Verbesserungsvorschläge  (vgl.  Wenck,
Hess.  Landesgesch.  I  S25;  Ph.  A.  F.  Walther,  Beiträge  z.  Kenntniss
der  handschriftl.  Lit.  üb.  Gesch.  u.  Landesk.  v.  Hessen  1855  8.19
n0.123),  zu  W.’s  Manuseript,  zu  den  Druckbogen  und  zu  der  lat.

Chronik;  viel  davon  ist  in  den  Druck  aufgenommen.
.

Kroll’s  Buchdruckeret,  Deilin  S.
        <pb n="546" />
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
