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Die  Beschreibung  der  Nachlässe  von  Gelehrten  wurde  von  Geheimrath
  Frensdorff  und  (bei  russischen  Texten)  von  Professor  Bonwetsch
  freundlich  unterstützt.  Kleine  Theile  dieser  Nachlässe  sind
beschrieben  von  Dr.  Jacob  Schwalm  und  Dr.  Ernst  Weber.  Die
grössten  Theile  dieser  Beschreibung  und  der  ebenso  mühevolle  als
wichtige  und  hoffentlich  auch  nützliche  Index  sind  gefertigt  von  Dr.
Karl  Meyer  und  Dr.  Otto  Günther,  meinen  treuen  Genossen  bei
dieser  grossen  und  schwierigen  Arbeit.

Die  Göttinger  Handschriftensammlung  unterscheidet  sich  von  fast
allen  andern  durch  die  Menge  neuerer  Handschriften  und  Schriftstücke.
  Solche  eingehend  zu  beschreiben,  widersprach  den  hergebrachten
  Anschauungen.  Doch  nach  den  Anregungen  und  Arbeiten,
welche  gerade  dieser  Theil  der  Sammlung  und  der  Beschreibung  schon
jetzt  geweckt  hat,  steht  zu  hoffen,  dass  dieser  Versuch,  auch  der  Geschichte
  der  neueren  Zeiten  und  besonders  unseres  Vaterlandes  gerecht
zu  werden,  das  Richtige  getroffen  hat,  und  dass  mit  diesem  von  dem
Königlichen  Ministerium  angeordneten  Werke  nicht  nur  der  Göttinger
Universität  ein  ausreichender  Handkatalog  ihrer  Handschriften,  sondern
auch  der  Wissenschaft  ein  lange  nützliches  Werkzeug  gegeben  ist.

Göttingen  im  Oktober  1894

Professor  Wilhelm  Meyer