Asch  83—86  45

Wäiz  Köäsifi  (F  910,  beg.  14  Juni  1504)  schrieb  einen  persischen
Commentar  zum  Kurän,  betitelt  auls  91a»,  siehe  Rieu  Pers.  Cat.
Brit.  Mus.  S.  9°;  derselbe  wurde  auch  in  das  Türkische  übersetzt  (IH.
Hal.  II,  360  no.  3259).  Die  Überschriften  der  Süren  sind  mit
rother  Tinte  geschrieben,  der  Text  derselben  ist  roth  überstrichen  ;
auch  die  s!;&gt;!  sind  am  Rande  vermerkt.  Anfang;  räms  0y  ...

Sozlte  Spalt  wlw  a  sp  cn  WI  UT  55  sb.  Als  Schreiber  nennt
sich  am  Schluss  »01,10,45  (52  „491,1;  die  Abschrift  wurde  vollendet

im  Rabi‘  I  1155  (Mai  1742).  Gedr.  Constantinopel  1877,  s.  Journ.  as.
1880,  IL  S.  417.

Auf  den  beiden  letzten  Blättern  noch  ein  kleiner  erbaulicher
Nachtrag.

Asch  85  (türkisch)  85  beschriebene  Blätter  zu  21:13  cm;  vorund
  nachgeheftet  ist  eine  Anzahl  leerer  Blätter  europäischen  Papieres  ;
deutliches,  kräftiges,  durchaus  vucalisirtes  Nashi  von  türkischem  Zuge,
mit  13  Zeilen  auf  der  Seite.

Ein  Werk  über  die  Pflichten  des  gläubigen  Muslim.
Titel  und  Verfasser  werden  hier  so  wenig  genannt,  wie  in  der  dieselbe
  Schrift  enthaltenden  Gothaer  Handschrift  Nr.  57;  in  der  Leipziger
  Hs.  no.  223  aber,  welche  gleichfalls  dasselbe  Werk  enthält,  wird

zwar  ein  Verfasser  auch  nicht  genannt,  als  Titel  aber  us  „&gt;

„Die  Paradiesgärten  des  Herzens“.  In  der  Beschreibung
dieser  Handschrift  (p.  487°  des  Kataloges)  theilt  Fleischer  den  Inhalt
der  einzelnen  Abschnitte  genau  mit.  Die  Schlussworte  lauten  in  allen
drei  Handschriften  verschieden.  Das  Werk  muss  über  300  Jahre  alt
sein,  da  die  Leipziger  Hs.  vom  Jahre  993  =  1585  datiert  ist.

Anfang  (nach  der  Basmala):  ö  553  (ls  \F  vol&gt;!  de

oo)  „..  )  0.  .  .0.-  I...  vu.  u  .   .0  )  .)I  0.

u  Lil,  Au&gt;  am  Si  (5  Sl,  dl  „Le  BEN  EP)

Auf  einem  der  vorgehefteten  Blätter  steht  „Erklärungen  einiger
dunklen  Stellen  im  Koran.  türkisch“,  auf  einem  anderen  (wahrscheinlich
  von  Wilcken’s  Hand)  „Expositio  et  explicatio  quorundam  Corani
dictorum,  sermone  tureico“.  Auf  Bl.  1%,  84*  und  85°®  noch  allerhand
  Schreibereien,  von  denen  etwa  ein  Gebet  auf  Bl.  85°  erwähnt  zu

werden  verdient,  welches,  wenn  am  Neumond  des  Muharram  gelesen,
  dem  Lesenden  allerhand  Vortheile  bringen  soll  (Anfang:  Ass!

‚Srlız)  pr  x  wol  (N  I)  [W.  Pertsch]
Asch  86  (türkisch)  europ.  Papier  66  Bl.  zu  20:  14  cm  mit
13  Zeilen  18  Jahrh.
Schrift  ziemlich  klein,  doch  gut  leserlich  und  durchweg  vocalisirt.

Bis  Bl.  51  umschliesst  den  Text  eine  rothe  Linie.
nl  rel  ‘das  Buch  der  Stunde’,  ein  Erbauungsbuch  von  Hibat-1)

  Zwischen  pr  und  wid  hat  der  Schreiber  das  Wort  &gt;  ausgelassen,
  welches  in  den  zwei  anderen  Handschriften  richtig  steht.