Asch  92—-96  49

Asch  94  (türkisch)  or.  Papier.  2+67Bl.  zu  21:  141  cm,
mit  11  Zeilen  1777/18  .

Ziemlich  grosses  schönes  Nashi,  vocalisirt.  Überschriften  roth.

Unter  der  Überschrift  Us  »0,;5°  enthält  das  Manuscript  eine
Sammlung  von  Fabeln  und  Anecdoten.  Anfang:  u  ob;
Datirung  vom  J/  1191  (beg.  9  Febr.  1777).

Auf  Bl.  1—4  stehen  (von  europäischer  Hand)  türkische  Pronominal-
  und  Verbalformen  mit  italienischer  Übersetzung  resp.  Erläuterung.

Bl.  64—67  enthalten  auf  anderem  Papier  und  von  anderer  Hand
einige  türkische  Briefe  und  zuletzt  das  Vaterunser  arabisch  und  türkisch.

Asch  95  (türkisch)  76  beschriebene  Blätter  zu  16:10  cm,
mit  Originalfoliirung.  Ziemlich  gutes  türkisches  Nashi  mit  15  Zeilen
auf  der  Seite.  Ausserdem  eine  Anzahl  von  unbeschriebenen  Blättern
europäischen  Papieres,  am  Anfang  eins,  am  Ende  dreizehn.

Ein  Traumdeutebuch,  wie  dieselben  s.l,us5  genannt  zu

werden  pflegen.  Jede  Einleitung,  sogar  die  Basmalah,  fehlt,  so  dass
das  Buch  gleich  mit  den  Worten  „wis  (sic)  ax)  sis  ST  LER)
an  du  öyz  $1  &amp;25  (5&gt;  beginnt;  es  wird  also  demjenigen,
welcher  im  Traume  Gott  um  Vergebung  seiner  Sünden  anfleht,  Reichthum
  in  Aussicht  gestellt.  Auf  ‚Las  folgen  as,  rs,  UP  Azur,
ed,  Aha  a5,  ua  e&gt;,  Sy}  &gt;,  pa)  U.S.w;  den  Schluss  bilden

sl),  (a,  &gt;,  (örrol,  du,  Sehr  häufig  wird  der  bekannte

oneirokritische  Schriftsteller  „„a,am  «2  =  (+  110  =  728/9;  s.  Pertsch,

Katalog  der  arab.  Hss.  in  Gotha  Il,  S.126)  citiert.  Die  Ränder  der
Seiten  sind  häufig  mit  Nachträgen  beschrieben.  Am  Ende  defect?  Es
gelang  nicht,  die  Schrift  mit  einer  der  zahlreichen,  in  anderen  Sammlungen
  vorhandenen  Hss.  entsprechenden  Inhalts  zu  identificiren.  Über
ein  in  Konstantinopel  1271  =  1854/5  gedrucktes  Traumbuch  vgl.
Schlechta-Wssehrd  in  den  Sitz.-Ber.  d.  Wiener  Akad.,  Phil.-hist.  Cl.,
XX  3.468  (wohl,  der  Capitelzahl  nach,  =  Wien  1510  [Hammer  388],

und  Paris  167).  [W.  Pertsch]
Asch  96  (türkisch)  112  ganz  oder  theilweise  beschriebene  und
viele  leere  Blätter  von  214  :16cm;  in  der  vorhandenen  Originalfoliirung

  herrscht  grosse  Verwirrung.  Die  Zeilen  laufen  schief  in  der
Richtung  der  Diagonale  von  rechts  unten  nach  links  oben.  Verschiedene
  Hände,  zumeist  kräftiges  türkisches  Nashi  ;  zuweilen  auch  DIwäni.
  Bl.  4  ist  kreuzweise  zerschnitten.

Eine  Sammlung  von  Musterbriefen,  wie  dergleichen  Sammlungen
sL#&amp;5}  genannt  zu  werden  pflegen.  Weder  ein  Verfasser  (resp.  Sammler,
  denn  die  Briefe  gehören  verschiedenen  Verfassern  zu),  noch  ein
Titel  wird  angegeben.  Den  Anfang  macht  eine  Sammlung  von  Anreden

  für  Eingaben  an  Höherstehende  („It  391  wr&gt;uus  Justose),

darauf  folgen  Anreden  an  Gleichstehende  («&gt;10  1,51  „As5l;sl),  dann

tolgen  die  Briefe,  welche,  wie  schon  bemerkt,  von  verschiedenen  Ver-4
