56  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

(54  cm  breit,  101  cm  hoch)  tragen  am  Rande  die  Notiz  ka.  (vol.  1)
bskal-bzang-rgya-(mtsho)  65,  66,  67.

bsKal-bzang  oder  mit  vollem  Titel  rGyal-dvang  bLo-bzang  bK.b.
rgya-mtsho  ist  der  dritte  sogenannte  Dalai-lama,  der  siebente  rGyal-ba
von  Lha-sa.  Vgl.  Veröffentlichungen  aus  dem  kgl.  Museum  f.  Völkerkunde
1,  2—3  8.58  (die  offiz.  Abb.  unter  No.  50).  Er  ist  als  Schriftsteller
bekannt,  vgl.  Köppen,  Religion  des  Buddhismus  II  206  Note  2.

Asch  138  (tibetisch)  Drei  paginirte  handschriftliche  Blätter
(fol.  13,  14,15;  breit  42  cm,  hoch  104  cm)  von  Kapitel  1  (ka)  eines
grossen  buddhistischen  Textes.

Asch  139  (tibetisch)  6  paginirte  Blätter  (43  cm  breit,  94  cm
hoch)  mit  Rubriken.  Bl.2  und  3  sind  doppelt  vorhanden.

Ohne  Titel:  Bl.  1  rGya-gar  skad-du:  catasahasrikaprajhäparamıta,
  Bod  skad-du:  shes-rab-kyi  pha-rol-tu  phyin-pa  ston-phragbrgya-pai
  don  bsdus-pa-ni  etc.  etc.  »Inhaltsangabe  der  Gatasähasrikaprajüäpäramitä«;
  vgl.  über  dies  umfangreiche  Werk:  Bulletin  historicophilologique
  de  l’Acadömie  de  St.  P&amp;tersbourg  IV,  18488.  83  No.  102  ft.

Asch  141  (kalmückisch)  Bl.  6—16  (hoch  324,  breit  104  cm)
aus  einem  Wahrsagekalender.  Der  Titel  fehlt.

Asch  142  Bl.  24,  114—117,  122—124  (hoch  43,  breit  11  cm)
aus  einer  kalmückischen  Handschrift  religiösen  Inhalts,  ohne  Angabe
des  Titels.

Asch  143  (kalmückisch)  74  Bl.,  hoch  204,  breit  164  cm
um  1770.  Alte  Aufschrift:  ‘Sammlung  von  einzelnen  Wörtern
  und  Redensarten,  auch  einigen  Aufsätzen  und  Briefen,  von  Just.
Friedr.  Malsch’.  Ubungsheft,  enthält  Vocabeln,  Declinationsproben,
selbstverfasste  kalm.  Aufsätze  theilweise  mit  deutscher  Übersetzung  ;
Bl.  64  zwei  kalm.  Liebeslieder  mit  deutscher  Interlinearversion  ,  Bl.  66—
74  kalm.  Briefe  von  und  an  Malsch.

Asch  144.  Gebetsfahne  (etwa  45  cm  im  Geviert)  mit  der  Formel
om  mani  padme  hüm  (in  tibet.  Schrift),  von  einem  kalmückischen
Grabe  im  Astrachanischen  Gouvernement  stammend.

Asch  145  _  (tatarisch)  89  beschriebene  Blätter  zu  15:10  cm
und  einige  Fragmente,  18  Jahrh.

Fragmente  verschiedenen  Inhalts  im  tatarischen  Dialekte  von  Kara
und  Azerbaigän;  darunter:  a)  ein  Fragment  ohne  Anfang  über  den
muham.  Glauben;  b)  Gebete,  hauptsächlich  arabisch  ;  c)  religiöse  Gedichte
  oder,  wenn  man  will,  gereimte  Gebete.  Am  Schluss  der  einzelnen
  Gedichte  steht  gewöhnlich:  „LE  ws  „A&gt;  wuui&gt;  oder  eine  ähnliche

  Formel,  bisweilen  die  Aufschrift:  Lo,)  S,  woraus  hervor  zu  gehen

scheint,  dass  dieselben  von  einem  Verfasser  herrühren,  dessen  Name
nicht  genannt  wird  ;  d)  eine  Erzählung  von  »,9;  und  ‚Plb  mit  eingestreuten
  Gedichten  ;  Anfang  und  Ende  fehlen;  e)  wiederum  Gedichte,  wie  unter
c)  und  arabische  Gebete  für  die  einzelnen  Gliedmassen  des  menschlichen
Körpers  z.B.  ‚eo  sb  (Kopf-Gebet),  (wies  de3  Ast  (Gebet  des  rechten