158  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Mayer  15  51  fol.  Astronomische  Rechnungen,  etwa  20  Bl.

Mayer  155  4°  Etwa  400  Bl.,  ungeordnet,  zum  Theil
Bruchstücke  mathematischen  und  astronomischen  Inhalts  von  Collegheiten,
  Aufsätzen  und  dergl.,  zum  Theil  Beobachtungen  und  Rechnungen.

In  dem  litterarischen  Apparat  der  Sternwarte  befindet  sich:

no.  VIII  364  "Tobias  Mayer’s  grössere  Mondkarte  nebst  (40)  Detailzeichnungen’,
  welche  mit  diesem  Titel  1881  von  der  Kgl.  Sternwarte
  in  photographischer  Nachbildung  (in  Originalgrösse)  herausgegeben
  worden  sind.

no.  VIII  1645  eine  Mondkarte  mit  dem  Durchmesser  von  20  cm.

Heinrich  Meibom’s  medieinischer  Nachlass.

Der  handschriftliche  Nachlass  des  Helmstedter  Professors  der  Mediein,
  Geschichte  und  Dichtkunst  Heinrich  Meibom  des  jüngeren
(7  1700)  kam  in  die  Königliche  Bibliothek  zu  Hannover.  1782  wurde
der  medicinische  Theil  desselben  durch  die  Hann.  Regierung  der  Göttinger
  Bibliothek  übergeben  (nur  wenig  ist  dort  geblieben,  vgl.  Bodemann,
  Handschriften  S.53£.);  Blumenbach  gab  1783  in  seiner  medicinischen
  Bibliothek  I  368—377  eine  kurze  Nachricht  über  diese  Sammlung
  und  erwähnte  einige  der  wichtigeren  Stücke.

Ein  Theil  der  Hss.  stammt  schon  von  H.  Meibom’s  Vater  Joh.
Heinr.  Meibom,  der  1620—25  Professor  in  Helmstedt  war,  dann
bis  zu  seinem  Tode  (f  1655)  als  Arzt  zu  Lübeck  lebte;  da  die  Hess.
erst  geraume  Zeit  nach  H.  Meibom’s  Tode  nach  Hannover  gekommen
sind,  so  finden  sich  auch  einige  Briefe  der  Familie  aus  späterer  Zeit
darunter  (vgl.  Meibom  114—143).  Das  weitaus  meiste  indess  ist  von
H.  Meibom  selbst  geschrieben,  es  sind  seine  Colleghefte,  Concepte  zu
Drucken  und  Collectaneen.  Dazu  kommen  dann  noch  Handschriften
anderer  Arzte,  die  er  oder  sein  Vater  erworben  hat.

Die  Hss.  sind,  wo  nichts  über  das  Format  bemerkt  ist,  in  4°;  gewöhnlich
  sind  mehrere  Nummern  (meist  ungebunden)  in  öiner  Kapsel
vereinigt.  Die  jetzige  Zählung  haben  sie  in  der  Göttinger  Bibliothek
erhalten;  die  alte  Zählung  ist  —  wie  auch  in  Bodemann’s  Katalog  —
am  Schluss  jeder  Nummer  angegeben.

Meibom  1  1  mässiges  Fascikel  loser  Blätter  und  Zettel
H.  Meibonm,  Varia  medicinischen  Inhalts:  Notizen,  Recepte  u.  dgl.
(Mscr.  Meib.  412).

Meibom  2  4  Bl.  und  84  Seiten  H.  Meibom,  lateinische
medicinische  Ausdrücke,  meist  Krankheitsnamen  ,  mit  Belegstellen  aus
alten  Autoren,  Scribonius,  Celsus  u.a.  (Mscr.  Meib.  388).

Meibom  3  21  Bl.  Euricii  Cordi  poetae  et  medieci  cl.  vita
auctore  J.  H.  Meibomio.  (Mscr.  Meib.  331).