Michaelis  263—265  199

Mich.  265  (äthiopisch)  222  Bl.  zu  221:17  cm  1700

Abschriften,  welche  Chr.  B.  Michaelis  von  Ludolf  gehörigen  Stücken
genommen  hat.

Bl.  1—170  Vitae  et  homiliae  Sanctorum  aethiopice:  Legenden
auf  die  Heiligen-  und  Festtage  zumeist  des  Monats  Tähsäs  ;
Abschrift  der  jetzt  in  Berlin  (Dillmann  no.  66)  befindlichen  Hft  des
Petraeus.

Bl.  2  Geschichte  der  Hft.  Als  Wansleben  die  1661  dem  Petraeus
gestohlene  Hft  für  Ludolf  abschrieb,  kam  Petraeus  dazu  und  nahm
sie  weg.  Als  die  Hft  des  Petraeus  nach  Berlin  gekommen  war,
ergänzte  Ludolf  die  seine.  Aus  Ludolfs  Abschrift  fertigte  Ch.  B.  Michaelis
  die  vorliegende  für  seinen  Oheim  J.  H.  Michaelis.

Bl.  2?  und  3°  Register,  3?  über  den  Schenker  der  Hft  des  Petraeus.

Auf  Bl.  4—169  sind  die  Spalten  gezählt.  Die  Predigten  oder
Lebensschilderungen  (Genaueres  bei  Dillmann)  betreffen  :

Sp.  1  Maria,  Sp.  49  Abba  Daniel,  Sp.  117  Abba  Samuel  vom  Kloster
  Kalamön,  Sp.  201  Barbara,  Sp.  229  Abba  Ba’amin,  Sp.  249  Pachomius,
  Sp.  289  Gregorius  Patriarch  von  Armenien,  Sp.  325  Engel  Gabriel,
  Sp.  344  Presbyter  Johannes  (Kämä),  Sp.  365  Abba  Besädi;  Sp.  385
über  das  Weihnachtsfest  von  Jakob  von  Sarüg,  Sp.  425  von  J  ohannes
  OUhrysostomus  (hgg.  von  Petraeus,  Leiden  1660),  Sp.  441
und  453  vonJakob  von  Sarüg,  Sp.  495  vom  Bischof  Gregorius;
Sp.  5ll  Abba  Johannes  vom  Kloster  des  Makarius,  Sp.  523  die  Siebenschläfer,
  Sp.  555  Verkündigung  Mariae;  Sp.  567  587  603  Johannes
Chrysostomus  über  Mariae  Verkündigung  für  den  1  2  3  Sonntag
  des  Tähsäs;  Jakob  von  Sarüg  für  den  4  Sonntag  des  Tähsäs;
Sp.  639  Theophilus  Patriarch  von  Antiochien  über  Maria  und  Jesus
in  Aegypten.

Bl.  170  Ch.  B.  Michaelis  über  die  Zeit  der  Abschrift  (5  Monate
17  Tage,  beendet  28  Mijäzjä  1700).  Bl.  170°  Catalogus  librorum
Hierosolymis  exstantium.

Bl.171—188  pPrp:  ARC,Pe&gt;:  hoc  est  Encomium  beatae
Mariae  Virginis,  quod  repertum  est  in  Anglia  apud  Dn.  Castellum  manuscriptum.
  Die  bekannte  Lobpreisung  der  Maria  für  die  7  Tage  der
Woche.  Es  ist  die  mit  der  Sonntagslection  beginnende  Fassung;  vgl.
K.  Fries,  Weddäs&amp;  Märjäm,  Dissert.  Upsala  1892.  Es  folgt  dann  noch
eine  achte  Lobpreisung,  die  den  Titel  führt:  Pr»:  D7%7.P:

HATHATZ  ICP:  @ART:  arman:  Sie  beginnt
PPnHnT:  PNSYT:  ANAT:  ONrCAT:  NNCT:
DAVAT:  AZPA:  NCYZ  PVC?  h.BOT:

Am  Rande  stehen  die  Varianten  der  Berliner  (no.  7  bei  Dillmann)
und  einer  Amsterdamer,  dem  Petrus  van  Dam  gehörenden  Handschrift.

Bl.1I  AYWPTT:  PEN:  seu  Orationes  eucharisticae
in  Anglia  apud  Castellum  .  .  aethiopice  manuscriptae  exstantes;  dann
Note  von  J.  Ludolf,  dass  er  Wanslebens  schlechte  Abschrift  vielfach
verbessert  habe;  dann  eine  Note  von  Ch.  B.  Michaelis,  dass  er  1700
Ludolf’s  Hft  abgeschrieben  habe.  Bl.  190  Oratio  Johannis  Evang.,
B1.195  CCCX  VII  orthodoxorum,  BIl.200  Epiphanüu,  Bi.  205  Jacobi