204  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

‘Literae  emtionis  mancipii  ex  Ceylonia  allatae  missae  mihi  (d.h.
Michaelis)  a  C.  A.  Volkman  anno  1765’.  [A.  Grünwedel]

Mich.  281  (telugu)  sechs  paginirte  Olei’s
‘Syllabarium  Warugicum  Küschtnen  (Tamilaussprache  von  Krishna)
Brachman  scripsit.e.  Ex  donatione  Schreberi  possidet  ©.  B.  Michaelis’.
  Die  Blätter  enthalten  das  Telugualphabet,  und  die  Consonanten
mit  allen  Vocalen,  Halbvocalen  u.s.  w.  combinirt.  Die  deutliche  Hand
ist  geeignet  das  Lesen  von  Handschriften  zu  erleichtern.
“——-  [A.  Grünwedel]

Mich.  282  (tamil.)  96  Olei’s  (gezählt  und  paginirt  98,  da
mehrere  übersprungen  sind)

Ein  Schulbuch,  welches  ausser  Rechnungen  u.s.w.  die  der  Auvei
(Auveiyär,  Awweiyär)  der  ‘alten  Frau’  Tiruvalluvar’s  mythischer  Schwester
  zugeschriebenen  Gedichte  enthält.  Vgl.  über  Auvei  überhaupt  W.
Taylor,  Catalogue  raisonnö  of  or.  mscpts  in  the  library  of  the  late  fort
St.  George,  Madras  1857—62,  III,  1,21,  27;  Wilson,  Catalogue  of  the
Mackenzie  collection  Calc.  1828  I,  245  f.;  Murdoch,  Classified  catalogue
  of  Tamil  printed  books  ıxxxv,  xxıı  162/3  159  160.  Von  Attigüti,
  Kalviolukkam,  Müturei  und  Konreivöntan  (und  Nalwali)  giebt  es
'expurgated  editions’  der  Christian  Vernacular  Society.

Bl.  1—10  das  Tamil  -  Alphabet  mit  allen  Vocalen  durchgeführt,
offenbar  als  Thema  für  die  folgenden  Texte.

Bl.  12-18  das  Atticüti  oder  wie  der  eigentliche  Titel  geheissen
haben  soll  Nitigol:  Moralverse,  welche  nach  dem  Anfangsbuchstaben
alphabetisch  geordnet  sind,  von  Awweiyär  verfasst  sein  sollen,  aber
sehr  jungen  Ursprungs  sind.  Atticüti  wurde  das  Schriftchen  benannt
von  der  im  Anfang  stehenden  Anrufung  des  ‘mit  den  Blumen  von
Baubinia  tomentosa  (atti)  bekränzten’  Giva.  Gesondert  edirt  mit  engl.
Übersetzung  von  J.  Sugden,  Bangalore  1848,  12°.  Übersetzt  von  Dr.
John,  Asiatic  Researches  7,  1807  343  1.  Bl.  13:  araüceyavirumpu
  etc.

Bl.  20—29  Konreivöntan,  ein  Gedicht  desselben  Charakters
ebenfalls  nach  dem  im  Titel  angerufenen  ‘mit  den  Blumen  von  Cassia
oder  Poinciana  (John)  gekrönten  Giva’  benannt.  Bl.  21:  andeiyum
pitövum  unnari  töyvam.  Übers.  von  John  a.a.0.

Bl.  30—35  Sieben  dem  Tiruvalluvar  zugeschriebene  Strophen  (zu  je
fünf  Zeilen).

Bl.  36—51  Kalvio  ukkam  der  Auwei,  übersetzt  von  John  I.  c.

Bl.  52—67  Müturei  ‘wise  words’  (30  Verse)  herausgegeben  von
T.  M.  Scott,  Muturai,  Vepery  1860  mit  engl.  Übersetzung;  Proben
(27  Verse)  auch  bei  Pope,  a  Tamil  poetical  anthology,  Madras  1859;
übersetzt  von  E.  Strutt,  Orientalist  I  1884  227—30.  Vers  25  steht
in  unserer  Hft  Bl.  65.  Es  ist  dies  die  Stelle,  in  welcher  von  dem
vän  köli  ‘dem  grossen  Vogel’  d.h.  dem  Puter  die  Rede  ist;  Caldwell
hat  mit  Recht  darauf  aufmerksam  gemacht,  dass  diese  Stelle  späten
Ursprung  verräth  (vgl.  comparative  grammar  S.  137).  Das  Bild  von
dem  den  Pfau  nachahmenden  ‘turkey’  erinnert  an  den  im  Nacca-jätaka
  (The  Jätaka  together  with  its  commentary  ed.  Fausböll)  erzählten