Michaelis  281—286  205

Tanz  des  Pfaus,  eine  der  ältesten  nach  dem  Abendland  gekommenen
Fabeln,  vgl.  Herodot  VI  129.

Bl.  68—72  die  Zahlen  1—1,000,000,  die  Einer,  Zehner,  Hunderter,
Tausender  etc.  Bi.  73—87  die  Kanakku  encuvati  Multiplicationstabelle,
  vgl.  Ensuvadi,  le  livre  des  comptes,  Madras  1859.  Bl.  7—
98  (Bl.  94  fehlt,  von  Bl.93  ist  ein  Stück  abgebrochen)  sind  ohne  Werth.

1780  von  Generallieutenant  v.  Wurmb  der  Bibliothek  geschenkt;
dann  zweifelsohne  von  J.  D.  Michaelis  entliehen,  aus  dessen  Bibliothek
1791  auch  diese  Hft  von  der  Univ.-Bibliothek  erkauft  worden  ist.

[A.  Grünwedel]

Mich.  283  (chinesisch-syrisch)  ein  Blatt,  634  cm  hoch  und
41  cm  breit  Ein  grosser  chinesischer  Text,  an  dessen  Rand  kleinere
chinesische  und  syrische  Stücke  stehen.  Darüber  ‘Ectypon  verum  et
genuinum  celeberrimi  istius  monumenti  Sinico-Syriaci,  quod
in  regno  Sinarum  prope  urbem  Singanfu  magno  Christianae  religionis
fructu  et  emolumento  a.  1625  detectum  fuit’.  ‘Hanc  tabulam  propria

manu  ex  autographo  descripsit  Mattheus  Sina  oriundus  ex  Siganfu,
Romae  a.  1664’.

,  Mich.  284  (chinesisch)  Ein  Streifen  von  trefflichem  Papier,
2741  cm  breit  und  7,48  Meter  lang.  Davon  ist  ein  Stück  von  85  cm
Länge  mit  einem  hübschen  Gemälde  (hauptsächlich  Pflanzen  und  Blumen),
  dann  24  Meter  mit  6  Stücken  in  verschiedener  chinesischer
Schrift  gefüllt;  der  übrige  Raum  ist  leer.

Mich.  285  (arabisch)  Papier,  260  Bl.;  271  cm  hoch,  17  cm
breit  17  Jahrhundert  Lederband  mit  Klappe

Ein  aus  zwei  verschiedenen  Theilen  zusammengesetztes  Exemplar
des  Kur’än  mit  zahlreichen  Ergänzungen  von  mehreren  anderen
Händen  —  im  Ganzen  sind  fünferlei  verschiedene  Schriftzüge  zu  constatiren.


Der  erste  kleinere  Theil  Bl.  3—14  zeigt  kräftige  und  steile  Schriftzüge,
  die  Seite  hat  15  Zeilen  und  ist  von  einer  doppelten  rothen  Linie
umschlossen.  Der  andere,  bei  weitem  grössere  Theil  ist  flüchtiger  und
kleiner  geschrieben,  es  befinden  sich  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Am
Rande  textkritische  Notizen.  Durch  die  Schuld  des  Buchbinders  haben
Bl.  251  und  260  ihren  Platz  vertauscht.  Auf  der  Innenseite  des  orientalischen
  Einbandes  steht  von  Michaelis  Hand:  Donum  s.  v.  Pratjenii
(Joh.  Heinr.  Pratje,  gestorben  1791  als  Generalsuperintendent  der
Herzogthümer  Bremen  und  Verden).

Mich.  286  (arabisch)  or.  Papier;  405  Bl.;  12cm  hoch,  8  cm
breit;  15  Zeilen  17  Jahrh.  |

Schrift  sehr  klein  und  zierlich,  aber  deutlich,  vocalisirt.  Uberschriften
  golden  innerhalb  rother  Linien.  Verstheiler  golden.  si;&gt;I

und  Unterabtheilungen  am  Rande  in  blauer  Schrift  vermerkt.  Texteinfassung
  rothe  und  blaue  Linien.  Bl.  1?  und  2°  zeigen  die  erste  und
den  Anfang  der  zweiten  Süra  auf  Goldgrund,  umrahmt  von  goldenen
Blumenranken  auf  blauem  Grunde.

Der  Kur’än.