280  Gocttingen,  Universitäts-Bibliothiek

Bl.  191—218  Zeichnungen  von  Maschinen,  Vorrichtungen  und
Instrumenten;  dann  mathematische  Notizen.  |

Bl.  219—267  Bautechnisches  und  Musterzeichnungen.  Darunter
  Bl.  222—3  (von  andrer  Hand)  ‘Belangendt  dass  Schloss  zur  Romersweyler
  Erlenburg  genandt  theils  Verbesserung  zur  vollkommender
Bewohnung  zurichten’,  mit  Rissen  (Bl.  224/31)  von  Arhardt’s  Hand.
Bl.  246/9  Bruchstück  eines  Traumbuches,  von  andrer  Hand.  Bl.  269
—296  Geographische  Excerpte.  Bl.  306°  und  169  Zeichnungen  von
Köpfen.

Die  Hs.  wird  erwähnt  von  Jul.  Meyer,  Künstlerlexikon  II  p.  247.

Uffenb.  2  40  Bl.  zu  324  :211  cm  und  kleiner  17  Jahrh.
Anleitung  zum  Böttcher-,  Korbmacher-  und  Tischler-Handwerk,  in
8S  Artikeln  mit  vielen  Figuren.  Anfang  ‘Hermach  volget,  wie  man
visiren  sol  manigerlay  gefesse  ..  runde  kugeln  und  fünffeckete  Cor-’



puss  .  ..

Uffenb.  3  T+58Bl.  (Bl.  56  fehlt)  von  verschiedener  Grösse,
in  fol.  gebunden  1643—1671

Zeichnungen  von  Joh.  Jakob  Arhardt,  meist  Original-Handskizzen
mit  dem  Stift  oder  mit  der  Feder  gezeichnet,  zum  weitaus  grössten
Theile  den  Strassburger  Münster  betr.,  von  denen  viele  mit  dem  Namen

  und  Bl.  20  mit  dem  Monogramm  FA.  bezeichnet  sind.  1645
wollte  Arhardt,  ‘Bürger’  zu  Strassburg,  einen  'perspectivischen  Abriss
des  Münsters  sampt  beygelegten  geometrischen  Grundtriss’  den  'geheimen
  Räthen,  genandt  die  Herren  Dreyzehen’  widmen.

Bl.1  enthält  den  Entwurf  zum  Titelblatt.  Dazu  gehören  wohl
die  1643  gefertigten  Blätter:  Bl.  8  20  49  (Ansichten,  mit  Angabe  der
Aufnahmeörter);  bl.  12  14  16  (Grundriss,  Bl.  12  und  14  sind  fertig
ausgeführt).

1660  ausgeführt  ist  die  Ostansicht  (Bl.  13),  wozu  Bl.9  Studie
ist,  1664  die  Nordostansicht  (Bl.  6).  1666  wurde  Arhardt  zur  Untersuchung
  des  Fundaments  beigezogen  (vgl.  Kraus,  Kunst  und  Alterthum
in  Elsass  -  Lothringen  I  S.  416  und  695);  diese  betreffen  die  Blätter
vom  26  und  27  Febr.  1666  (Bl.  17  Fundaments  -  Grundriss  mit  Erläuterungen;
  BI.28  fertig  gezeichnete  ‘Perspectivische  Vorstellung  des
Einsänckhens  das  Fundament  des  Turms  oder  Gebew  des  Münsters,
und  biss  aufs  Wasser  im  undern  Gewölb  des  Cohrs  zu  suchen,  den
27  Febr.  1666  geschehen’;  Bl.26  und  27  Skizzen  dazu).

Im  Aug.  1666  fordert  (Bl.  4)  Israel  Mürschel  (vgl.  Kraus,  Kunst
..  198.693)  Arhardt  auf,  “für  etliche  Bogen  vom  Münster’  ihm  zu
communiciren,  "was  derselbe  Notables  bey  dem  Münster  jemollss  vermerckht’.
  Vom  11  Sept.  1666  datirt  sind  die  Skizzen  Bl.  38  41  43;
vom  letzten  Jan.  1671  die  Südwest-Ansicht  Bl.7  mit  Angabe  des  Aufnahmeorts.


Die  übrigen  Zeichnungen,  welche  die  verschiedensten  Theile  betreffen,
  sind  nicht  datirt.  Bl.2  und  3  enthalten  Notizen  über  die
Höhe  des  Thurms,  worin  der  ‘neue  Aufsatz  ...  so  von  Joh.  Heckhler
1655  gefertigt  wordten’  mitgerechnet  wird;  Bl.  5  zwei  Münsteransichten,
  die  Abr.  Aubry  in  Frankfurt  stechen  soll.  Bl.  50  (von  anderer
Hand)  Abriss  des  Münster  Knopffes  ...  Abgerissen  den  13  Juni  1605”.