282  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

A—M)  und  II  (mit  fortlaufender  Zählung  Bl.  365—606,  N—2Z),  mit
Supplementen  hinter  jedem  Bande.  Gleichsam  ein  Realkatalog  zu
Uffenbachs  Bibliothek,  in  dem  auch  die  Hften  ausgezogen  worden  sind.

In  seinem  Hauptstamm  war  er  Sommer  1727  vollendet  (vgl.  cod.  Uffenb.
13  IL  S.54f.),  ist  aber  bis  zum  Tode  Uffenbachs  fortgeführt.

Uffenb.  13  5  Bände  (VII  +  2548.  und  3  Tafeln,  IV  +  3368.
und  2  Tafeln  nebst  2  Kupferstichen,  IV  +  462  8.  und  8  Tafeln  nebst
5  Kupfern,  IV  +  7468.  und  3  Tafeln  nebst  2  Kupfern  und  1  Druckbeilage,
  III  +  7948.  und  6  Tafeln  nebst  1  Kupfer  und  6  Druckbeilagen)
  zu  32:20  cm  grüner  Ledereinband  von  mehreren  Händen
  geschrieben  1726—1739

‘Wochentliche  Sammlung  der  in  nützlichen  Nebenstunden  angestelten
  Untersuchungen  der  Natur  und  Kunst,  welche  zu  einer  vernünftigen
  Gemüths-Ergötzung  diejenige  Gesellschaft  veranlasset,  deren
Denckspruch  ist:  Quo  simplieius  eo  perfectius.  1.—5.  Theil’.
Sitzungsberichte  dieser  Gesellschaft  in  Frankfurt  am  Main,  vom  25  Oct.
1726—3  Juli  1739,  sehr  genau  und  eifrig  von  dem  erwählten  Schreiber
  der  Gesellschaft,  J.  F.  v.  Uffenbach  geführt  (vgl.  Neues  gel.
Europa  X  549f.  und  Kriegk,  Senckenberg  8.356),  mit  zahlreichen,  in
Tusche  oder  farbig  gemalten  Figuren.  Von  einzelnen  Theilen,  besonders
von  den  vorgelegten  Aufsätzen  der  Mitglieder,  hat  Uffenbach  die  Abschrift
  einem  Schreiber  übertragen  oder  die  Original-Hften  sammt  den
Figuren  dazu  in  die  Protocolle  eingefügt.  Die  Gesellschaft  ist,  nach
dem  von  Uffenbach  verfassten  Vorbericht  im  1.  Bande,  schon  im  November
  1725  namentlich  auf  Uffenbachs  Anregung  hin  gegründet,  aber
erst  am  25  Oct.  1726  schloss  sie  sich  wie  eine  gelehrte  Akademie
fester  zusammen  mit  Statuten  (Bd.I  S.VIf).  Ihr  Zweck  war,  über
neue  Erfindungen  und  Entdeckungen  anderer  oder  über  eigene  sich
zu  unterrichten  und,  wenn  möglich,  sie  für  ihr  Vaterland  nutzbar
zu  machen.  Die  Gesellschaft  bildeten  zu  Anfang  7  Mitglieder:
J.  F.  v.  Uffenbach,  dessen  jüngerer  Bruder  Wilhelm,  Joh.  Georg
Kissner,  geb.  1673  in  Frankfurt,  daselbst  1701  als  Arzt  recipirt,  seit
1715  Physicus,  seit  1730  Vorsitzender  des  Physikats  (vgl.  Stricker  Heilkunde
  8.290  und  Serapeum  1864  S.  337  fi);  dann  3  Geschäftsleute,
Phil.  Jac.  Behagel  (wurde  getauft  29  Juli  1688),  Eberhardt,  Bruder
  des  Bürgermeisters  Conr.  Hieron.  Eberhardt  genannt  Schwindt,  und
Adolf  Albr.  Diesterweg  (geb.  1681  in  Siegen,  T  1744  in  Frankfurt).
Behagel  starb  1732,  Kissner  1734,  Wilh.  v.  Uffenbach  1735  (vgl.  die
Gedächtnissreden  Bd.  IV  611—632,  V  473—481  und  536—543),  als
einziger  Ersatz  trat  1733  der  Materialhändler  Etling  ein  (aus  Marbach
  in  Württemberg,  seit  1707  Bürger  in  Frankfurt;  vgl.  auch  Faber,
Beschreibung  von  Frankf.  I  S.  355  ff).  Manchmal  sind:  Gäste  zugegen,
z.B.  Zach.  Conr.  v.  Uffenbach  (TI  126),  der  ein  ander  mal  selbst  die
Gesellschaft  bewirthet  (IV  582,  Beschreibung  seines  Hauses).  Seit
Ende  1731  wurden  die  Verhandlungen  nur  alle  14  Tage  abgehalten,
und  seit  Juli  1739  scheinen  sie  überhaupt  aufgehört  zu  haben.
Derjenige,  in  dessen  Wohnung  die  Gesellschaft  sich  versammelte,  hatte
für  die  Unterhaltung  zu  sorgen.  Gemeinsam  ist  dem  Kreise  das  Interesse
  an  Technik  und  Mechanik;  Modelle  von  Maschinen  und  Arbeiten