Aethiopisch  1—4  309

pho  L.  B.  de  Münchhausen  ...  humillime  oblatus  a  Jo.  Dieterico
Wincklero,  Superint.  Hildes.

Mit  der  vorhergehenden  Nummer  genau  übereinstimmend,  nur  in
den  Randnoten  finden  sich  einige  geringfügige  Abweichungen.  Auf
der  Rückseite  des  Titelblattes  findet  sich  noch  folgende  Notiz:  Ex  quo
codice  descripta  sit  haec  versio,  ad  calcem  ejusdem  docetur.  Quae  vero
deprehenduntur  additae  ad  marginem  observationes  atque  emendationes
auctorem  profitentur  beatum  Joannem  Friedericum  Wincklerum,  Orientalium
  linguarum  in  Gymnasio  Hamburgensi  Professorem,  dein  ad  D.
Nicolai  Pastorem.  J.  F.  Winckler  war  ein  Schüler  Ludolfs.  Die  Urheberschaft
  der  Randnoten,  die  ihm  sein  Sohn  J.  D.  Winckler,  der
Schreiber  des  Titelblattes,  vindicirt,  kann  nach  dem  unter  Aethiop.  1
Bemerkten  nicht  auf  ihn  zurückgeführt  werden,  sondern  kommt  Ludolf
ZU.  Bl.  48  ein  schmaler  Papierstreif  mit  einigen  textkritischen
Notizen.

Aethiop.  3  (orient.  19)  Papier;  16  Bl.;  19  cm  hoch,  13  cm
breit  17  Jahrh.  Abschrift  von  europäischer  Hand

Der  151.  Psalm,  die  15  Lieder  der  Propheten  und  das
Hohelied  Salomonis.  (Vgl.  Hiob  Ludolf,  Psalterium  Davidis  Aethiopice,
  Francof.  1701,  8.  318—  344).  Hinter  Bl.  9  ist  eine  Lücke;  es

schliesst  mit  PACND:  NZ.P:  29%:  AATH,  jun  10  Liede
(Ludolf  331  v.  72),  Bl.  10  fährt  dann  fort  mit  [PZ]  WA:  Irh,P:
(DODC%:  im  11  Liede  (Ludolf  332  v.  11).  Das  Hohelied  ist  in

die  5  aus  Ludolf  bekannten  Abschnitte  eingetheilt  (l  1  II8S  III6  V9
VII  5),  ist  aber  ebenfalls  unvollständig:  es  fehlt  Cap.  V  10—VIL5.
Zu  Anfang  der  einzelnen  Abschnitte  ist  bisweilen  der  entsprechende

hebräische  Text  am  Rande  vermerkt.  |
S.  1  steht  ‘no.  41’  und  ‘Joh.  Christ.  Clodius’  (r  1745  zu  Leipzig
als  Professor  des  Arabischen).

Aethiop.  4  (orient.  21'°)  Pergament;  71  Bl.;  13  cm  hoch,
84  cm  breit;  20  Zeilen  XVII  Jahrh.  \

Schrift  ziemlich  klein,  sauber  und  deutlich;  die  Überschriften  über
den  Abschnitten  und  die  beiden  ersten  Zeilen  derselben,  ebenso  die

Namen  APrrn:  wd  RCpe&gt;:  roth.  Abessinischer  Ledereinband.


Das  Evangelium  Johannis,  im  Grossen  und  Ganzen  mit  dem
Text  in  Platt’s  Ausgabe  übereinstimmend.  Es  ist  in  25  Abschnitte

eingetheilt.  Der  Anfang  lautet:  NND:  ...  NHrr:  A;
TIL:  ZPR:  T72Z  NPRATT:  Ph3n:  ®37AEP:
DAL:  HNRPA:  ANE  ONZNE:  PUR:  nn:  LE
/INZ:  M  POT  (darüber  in  kleinerer  Schrift  IN)  /;  P'774:)
AHATP:  DAED:  A037:  Die  Handschrift  schliesst  mit  folgenden
  Worten:  RAQ:  RıhZT:  NAZE  APhzi:  A
2:  HNRDH  hPCP:  [ähe:  ArDIORFANNP?  H
&amp;chZ£:  NArız  P77:  AANA:!U7Z:  AL  AD  PrZZ:
IC7H  AATIH,.AZ  ont:  ri:  NIIT:  ONFEH