Aethiopisch  4—7  3ll

Theologia  Aethiopica  sive  mores  et  religio  Habessinorum
bibliothecae  cathed.  ad  D.  Mariae  dedicata  a  M.  Christoph.  Schlichting
Hamb.  F.  M.  ©.  Hamb.  a.  MDCCTV.

Dasselbe  wie  cod.  Aethiop.  5,  S.  1—81  und  Luneb.  116,  jedoch
kommt  in  dieser  Bearbeitung  eine  Vorrede  Schlichting’s  hinzu  und
einige  Änderungen  sind  vorgenommen.  Die  Reihenfolge  der  Paragraphen
  ist  nicht  überall  die  gleiche;  ferner  hat  cod.  6  im  ersten  Capitel
bei  der  Aufzählung  der  Bücher  des  A.T.  einen  kleinen  Absatz  mehr,
in  cod.  5  hat  Cap.  III  ‘de  Jesu  Christo’  3  Paragraphen,  der  dritte,  ein
Citat  aus  dem  Organon-Dengel  lectio  II,  auf  einem  eingeklebten  Blättchen
  noch  nachgetragen,  fehlt  hier.  In  Cap.  IV  ‘de  Spiritu  sancto’
haben  beide  den  ersten  kleinen  Abschnitt  gemeinsam,  dann  kommt  in
cod.  6  ein  auf  den  heiligen  Geist  bezügliches  Stück  aus  der  Liturgie
der  Maria  (vgl.  N.  T.  Aethiop.  Romae  1548  Bl.  171),  darauf  ein  solches
  aus  dem  Organon-Dengel  lectio  VII  und  zuletzt  ein  Satz  aus  der
Confessio  Olaudii,  cod.  5  hat  nur  das  Stück  aus  dem  Organon-Dengel.
Im  lateinischen  Texte  ist  der  Ausdruck  in  beiden  Codices  bisweilen
verschieden;  Fabricius  stimmt  öfter  mit  cod.  6  überein  gegen  cod.  5,
doch  giebt  es  auch  Fälle  vom  Gegentheil;  in  cap.  IV  hat  Fabricius
nur  den  ersten  kurzen  Abschnitt,  die  Citate  aus  der  Messe  und  dem
Organon  fehlen.  In  cod.  6  sind  die  Literaturnachweise  weggelassen.

Die  früher  der  Capitularbibliothek  zu  Hamburg  gehörige  Handschrift
  ist  1784  nach  Göttingen  gekommen.

Aethiop.  7  (orient.  24)  Papier;  7  und  141  Bl.;  9cm  hoch,
74  cm  breit  1645  von  Ludolf  selbst  geschrieben

Gebete,  meist  abergläubischen  Inhalts.

Auf  den  ersten  7  Bl.  befinden  sich  einige  Notizen,  die  wichtigste
ist  diese:  Protographum  hujus  libelli  in  membrana  in  Aethiopia  scriptum
  reperi  in  Bibliotheca  Leydensi  et  quidem  inter  libros  a  Scaligero
Bibliothecae  Academicae  legatos;  ibi  ipse  exscripsi  a.  1645  atque  versionem
  latinam  postea  addidi.  Jobus  Ludolfus.  Die  Note  (Scaligers?)
  auf  BI.  2°  ‘Oratio  qua  Jesus  compellatur  a  Maria;  extat  etiam
in  altero  libro  precationum  Parisiensium  IV’  bezieht  sich  wohl  auf
Bl.  1—39.

Bl.  1—24:  Gebet  an  Christus  um  Schutz  vor  allerlei  Krankheit
und  vor  den  bösen  Geistern  und  um  seinen  Segen  in  allen  Dingen.
Das  Gebet  beginnt  ganz  unvermittelt  mit  einer  Anrede  der  Maria  an
Christus.

NA®:...  APırdı:  NAlntn:  T£EWNMT:  AYPR:
VAe&gt;D:  APrrH:  NACAarn:  PWTZAN:  AN:

Bl.  24—39:  Gebet  der  Maria  an  Christus,  in  dem  sie  ihn  nach  seinem
  Namen  fragt.  Das  Stück  beginnt  mit  Marcus  I  29—31,  dann

heisst  es  weiter:  &amp;/et:  HAMAAT:  ACPED:  ARTHLAZ
OTNA:  7727  HAPON:---Bl.

  40—67:  Gebet  des  Petrus.  YMo°:...  3/Xt:  HPEN:
SPCH  HOAHE  PON:  ATDAhPCPT:  ..;  Clristus  ruft

alle  Apostel  zusammen  und  redet  vor  ihnen  Petrus  in  den  aus  den