Arabisch  30-—34  325

Arab.  32  (orient.  48)  orientalisches  Papier;  111  Bl.;  134  cm
hoch,  84cm  breit;  13  Zeilen,  von  Bl.87  an  10  Zeilen  17  Jahrh.
Schrift  deutlich  und  gleichmässig,  das  Arabische  vocalisirt.  Die
wenigen  Überschriften  und  Verstheiler,  die  anzutreffen  sind,  sind  roth.
Gebetbuch.  Bl.  1—12°:  Süra  36,  67,  78,  86,  110,  112,
113,  114,  1  und  der  Anfang  von  2;  Bl.  14°—34P:  Süra  6.  Das  übrige
sind  Gebete,  meist  mit  türkischer  Einleitung.  BIl.40:  ohne  Überschrift

ty  ebd,  beginnend:  af  (a3  b  ale  mil,  wihalt.  BI.  56%:  ss
rl  is;  Bl.90°  ein  Gebet,  die  precatio  septima  in  Henning’s  Mu-„anmedanus
  precans  (Sleswigae  1666).  Der  Schluss  des  Manuscriptes
ehlt.

Auf  Bl.  1°  steht:  Aus  schuldiger  brüderlicher  Liebe  schenkt  diesen
Auszug  des  Alcorans  als  eine  geringe  Beute  aus  Ofen  seinem  allerliebsten
  Herrn  Johanni  Pestel  F.  V.  Pestel.  Loccum  d.  9  April  1687.

Friedr.  Ulrich  Pestel  war  Hauptmann  in  brandenburgischen  Diensten
und  fiel  1693  in  der  Schlacht  bei  Landen  in  Brabant.  (Vgl.  Zedler,

Universallexicon  s.  v.  F.  U.  Pestel).  Anderes  ist  von  der  Hand  des
Gerardus  Abbas  Luccensis  eingeschrieben.  1772  in  die  Bibliothek
gekommen.

Arab.  33  (orient.  49)  orientalisches  Papier;  95  Bl.;  154  cm
hoch,  104  cm  breit;  13  Zeilen  18  Jahrh.

Schrift  sehr  sauber  und  zierlich  und  ausserordentlich  gleichmässig,
das  Arabische  vocalisirt.  Texteinfassung  und  Verstheiler  golden
Lesezeichen  und  Stichwörter  roth.  Die  einzelnen  Abschnitte  sind  durch
einen  breiten,  goldenen,  buntumrahmten  Streifen  von  einander  getrennt.
Der  obere  Theil  von  Bl.  1?  ist  mit  Blumenguirlanden  auf  Goldgrund
geschmückt.  Sämmtliche  Verzierungen  sind  sauber  ausgeführt.
Rother  orientalischer  Lederband  mit  Goldpressung.

Gebetbuch.  Bl.1—55®  enthalten  nur  Süren  nämlich:  6  36
44  48  55  56  57  59  18  —  Ende,  67  78—114  und  1,  dann  kommen
noch  zwei  Blätter  mit  einzelnen  Versen  aus  verschiedenen  Süren.  Es
folgt  die  Personalbeschreibung  Muhammad’s  und  Noah’s  (türkisch),
“Utmän’s  und  'Ali’s  (arabisch),  alle  vier  in  Medaillonform.  Unter  den
Gebeten,  die  meist  ohne  Titel  sind,  verdienen  besonders  hervorgehoben
zu  werden:  wieLo  seo  (Bl.  63°;  wie  die  meisten,  mit  türkischer  Einleitung),
  die  Namen  des  Propheten  (Bl.  71°),  ,.5  ses  (Bl.  86°)  und
Bü  &gt;  ses  (Bl.  91°).  Auf  Bl.  89P—91°  befinden  sich  noch  einige
talismanische  Formeln  gegen  Seitenstechen,  Zahnweh,  Schmerzen  in
der  Niere  u.  s.  w.

Auf  dem  letzten  Blatte  folgende  Notiz  in  russischer  Sprache:  Ein
türkisches  Buch  im  Jahre  1770  bei  Gefangennahme  von  einigen  Türken

  durch  den  Kapitän  des  Charkow’schen  Husarenregiments  erbeutet,
Erimann  Witkowitsch  (?).

Arab.  34  (orient.  50)  orientalisches  Papier;  156  Bl;  15  cm
hoch,  8  cm  breit;  7  Zeilen  17  Jahrh.

Schrift  zierlich  und  gleichmässig,  das  Arabische  vocaiisirt.  Randeinfassung
  und  Verstheiler  golden;  hie  und  da  Ornamente  auf  Gold-