394  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

sisch  geschriebene  Abhandlung  über  den  Gebrauch  des  Quadranten,
in  eine  “As  und  20  „b  zerfallend.  Als  Verfasser  ist  genannt

ey  BOT  FO  A  2  Soma,  Mahmüd  ibn  Muhammad

Ibn  Kädı-  zä  dah  R  Kümi),  welcher  nach  eigener  Angabe  unter  der
Regierung  des  Sultan  Bäjazid  (Il,  regierte  1481—1512)  lebte  und  931
d.H.  (1524/25)  gestorben  ist,  s.H.  Hal.  III  401  no.  6143.  Am  Schluss
die  Datirung  vom  Jahre  949  d.  H.  (1542/43).

Bl.  95—97:  Von  derselben  Hand  wie  das  vorhergehende,  ein
Bruchstück  einer  persischen  Abhandlung  über  den  Gebrauch  des  Astrolabiums.


Bl.  98—101:  Eine  Liste  von  Ortschaften  mit  der  Angabe  der

Längen-  und  Breitengrade.  yoy,s,  wINJL&gt;  Pr  1,D1  S&gt;
N  &gt;  ;!

Arab.  95  (orient.  125  °°)  orientalisches  Papier  mit  Wasserzeichen,
  1  Bl.  +1438.  zu  192:144  cm;  20  Zeilen  1561

Ziemlich  kleine  aber  “deutliche  Schrift  in  maghribinischem  Zuge,
unvvcalisirt.  Überschriften  roth.  $.98—-101,  von  späterer  Hand  ergänzt,
  zeigen  nicht  den  maghribinischen  Ductus.

Den  einen  Titel  des  Werkes  131  „u  „US  finden  wir  8.1  2.14,
den  anderen  „AT  „US  am  Schluss  auf  8.143,  den  Namen  des

Verfassers  gleich  am  Anfang  ‚s;1,l  1,5;  6  BVE  Kn.

Die  Handschrift  enthält  ein  Compendium  der  Alchimie  von  dem
bekannten  arabischen  Arzte  al-Räzi  (T  311,  beg.  21  April  923).  In
der  Vorrede  S.  1  sagt  er,  dass  er  das  Buch  auf  die  Bitte  eines  jungen
Schülers  mit  Namen  Muhanımad  ibn  Jünus  geschrieben  habe.  Der
Inhalt  ist  kurz  folgender:  das  Buch  will  eine  dreifache  Kenntniss  vermitteln,
  erstens  die  „„BläzS|  X;  diese  „„Släe  sind  von  dreierlei  Art:
Kasl,se  Kasse  Kuslea&gt;  und  diese  haben  wieder  vielfache  Unterarten;

zweitens  die  II}  &amp;,.»  und  drittens  „AN  X,rr,  die  wiederum  eine

siebenfache  ist  (&gt;.  13).  Auf  der  Innenseite  des  Deckels  und  dem  Vorsetzblatt
  steht  eine  sehr  genaue  Inhaltsangabe.
Anfang  nach  der  Basmala:  421  Se  eV

‚Suod)  Zluas,  ssl.r5  se  NZ  a

Auf  8.143  steht  die  Datirung  &amp;s+2)  ea  [3]  .  .  .  Us.
ve  Öle  gü  m  „ae  55;  die  nun  folgende  Jahreszahl  hat  Wüstenfeid
3.325  ve,  gelesen  :  doch  sind  die  diesen  drei  Buchstaben  allerdings
sehr  ähnelnden  Zeichen  wohl  als  11  =  968  zu  deuten,  und  diese  Zahl

stimmt  auch  mit  der  übrigen  Zeitangabe  überein;  wir  erhalten  so  als
Datum  der  Vollendung  Freitag  den  13  Sawwäl  968  =  27  Juni  1561.
Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi;  1878  von  Brugsch  gekauft.

Zu  Mathematik  und  Astronomie:  Asch  68,  Lagarde  100.
Zu  Philosophie:  Asch  67.