360  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Die  Einleitungen,  auch  die  zu  Marcus  —  die  zu  Matthaeus  fehlt
—,  stimmen  mit  denen  bei  Nicoll  Cat.  Bibl.  Bodleian.  II  1  no.  14  inhaltlich
  und  auch  beinahe  wörtlich  überein.  Den  ihnen  folgenden
Inhaltsverzeichnissen  —  das  zu  Matthaeus  fehlt  ebenfalls  —  ist  die
Eintheilung  der  arabischen  Bibel  zu  Grunde  gelegt.  Der  Text  der
Evangelien  deckt  sich,  von  geringfügigen  Abweichungen  abgesehen,
mit  Erpenius.  Die  Capitelüberschriften  enthalten  zugleich  die  Angabe,
an  welchen  Sonn-  und  Festtagen  die  Abschnitte  zu  lesen  sind,  bisweilen
  steht  dies  auf  Syrisch  am  Rande.  Einem  jeden  a3  folgt  der

dazugehörige  Commentar.  Er  ist  den  Schriften  folgender  Kirchenväter
entnommen:  Johannes  Chrysostomus  A  3),  Epiphanius  {  nuaslau)
won  at),  Deverus  von  Üaesarea  (Antiochien)  (mad)  wsanlem)  ,
Oyrill  von  Jerusalem  (nahm  lo  a5),  Gregorius  Thaumaturgus
(N  enysta;eh),  Titus  (marb),  Basilius  (Ongalamb),  Eusebius
(Uwsaslug),  wezglaust  bisweilen  auch  yesaslag)  geschrieben,  womit  allerdings
  auch  Ausonius  gemeint  sein  kann),  Olemens  (von  Rom”,  («Lilst),
Simeon  (Stylites  ®,  man  tee),  Hippolytus  (mändes!  für  al),
Athanasius  (neamläs)),  Timotheus  (UweblsaD),  Theophilus  (mAussit),  und
Didymus  (ywyr&amp;,08).  Bei  Matthacus  ist  hauptsächlich  Johannes  Chrysostomus
  benutzt,  bei  Marcus  Severus,  bei  den  beiden  andern  tritt  keiner
  in  dieser  Weise  in  den  Vordergrund.

Am  Rande  ist  die  doppelte  Eintheilung  der  koptischen  Bibel  gegeben
  mit  rothen  koptischen  Ziffern  für  die  grösseren  und  schwarzen
für  die  kleineren  Abschnitte.  Im  Ev.  des  Marcus  sind  die  kleineren
Abschnitte  auch  noch  armenisch  beziffert  und  ebenso  steht  in  der
Inhaltsübersicht  Bl.  143  und  144  neben  der  koptischen  Zahl  das  armenische
  Aequivalent.

Bl.  12—143*:  Matthaeus.  Bl.  143°—196®:  Marcus.  Bl.  1966
—302?:  Lucas.  Bl.  302P?—373?:  Johannes.

Am  Ende  des  Evangeliums  Johannis,  Bl.  373°,  findet  sich  als
Abschluss  eines  grösseren,  von  späterer  Hand  ergänzten  Stückes  folgende
  Unterschrift:  53:  ‚l&gt;yse  lnle  UmdRy  m;  KR  Äz),  »|  wnlus

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d.  h.  dio  Ergänzung  wurde  vollendet  Donnerstag  den  12  Epöp  im  Jahre
1527  der  Märtyrer  (1810).  Der  Abschreiber  ist  Ibrähim  Abü  Tabl
ibn  Sam  än  al-Hawäniki,  der  Priester,  Schüler  des  Presbyter  Georgius,
des  Vaters  des  npovusvos  Philemon,  Diener  des  Märtyrers  Mercurius’.

1)  s.  Dillmann  Cat.  cod.  Aethiop.  Mus.  Brit.  no.  il;  diese  Handschrift  enthält
  das  Ev.  Matth.  mit  derselben  Catene,  vgl.  auch  noch  Zotenberg,  cat.  des  Mss.
ethiop.  no.  65,  Slane  cat.  des  Mss.  Arab.  no.  55.

2)  HRAIUT;  bei  Dillmann,  +  460  n.  Chr.
3)  Dass  so  zu  lesen  ist,  beweist  das  aetbiopische  A  (Mfi.  bei  Dillmann.