362  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Kary,  Rise,  umdasy.  Vgl.  Migne  Patrol.  graec.  IV  Col.  929.
Aus  dem  Einbande  dieser  Handschrift  gelöst  ist  Syr.  9.
Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Arab.  105  (orient.  125°)  orientalisches  Papier;  247  Bl.  zu  22:
15  cm;  13  Zeilen  1268  ()

Schrift  gleichmässig  doch  nicht  immer  deutlich,  etwas  vocalisirt.
An  mehreren  Stellen  ist  die  Tinte  stark  ausgebleicht  oder  verwischt;
überhaupt  zeigt  der  Codex  Spuren  einer  starken  ehemaligen  Benutzung.
Die  Überschriften  und  Interpunctionszeichen  sind  roth.

Bl.  1°  131P  und  157°  sind  mit  einer  blau  und  goldenen  Vignette
verziert.

Die  Handschrift  enthält  dasselbe  wie  die  vorhergehende,  nämlich
die  Briefe  des  Paulus,  Bl.  131?  die  7  katholischen  Briefe,
B1.157  die  Apostelgeschichte,  Bl.196  die  Einleitung  in
die  Briefe  des  Paulus  und  Bl.  243  den  Brief  des  heil.  Dionysiusan
  Timotheus.

Bei  den  drei  ersten  Theilen  (Bl.  1—195)  sind  am  Rande  Citate
aus  dem  alten  Testament,  Lesarten  der  syrischen  und  der  koptischen
Bibel  (erstere  mit  w,  letztere  mit  ‚s  bezeichnet;  öfter  stehen  sie
auch  zwischen  den  Zeilen)  und  die  doppelte  Eintheilung  der  koptischen
Bibel  vermerkt.

Der  Text  stimmt  genau  mit  Erpenius  überein,  wie  bei  der  vorhergehenden
  Handschrift.

Die  Apostelgeschichte  ist  unvollständig;  vorhanden  sind  Cap.  1—
1026  259—  24.  und  26  27—27  ı0.  Die  Einleitung  in  die  Briefe  des
Paulus  steht  jetzt  am  Schluss,  vordem  war  sie  an  mehreren  Stellen
mitten  in  die  gänzlich  verbundene  Handschrift  eingeschoben.  Erhalten
sind  nur  die  2  letzten  Seiten  von  Theil  3,  dann  Theil  4—8.  Unmittelbar
  daran  schliesst  sich  der  gleichfalls  unvollständige  Brief  des  Dionysius;
  zwischen  Bl.  245  und  246,  dann  zwischen  246  und  247  (Schluss)
sind  Lücken.

Eine  Unterschrift  auf  Bl.  131?  hinter  dem  Hebräerbrief,  als  dem

letzten  paulinischen,  lautet:  als»,  JuS  85  wuallardl  I  AT  us
pe:  eilis  &amp;5  (&gt;  UmslanıD  &amp;”  REGIE  Kulas  em  a  if  85
GE  EL  is  lade  ma  Kim  zul  ie  u  maldt
KSLuAms  BSR  Erw  Kim  „20  ip  öl  d.h.  “Vollendet  Dienstag  den  25.
Paopi  985  übereinstimmend  mit  d.  6  Safar  667  d.  H.  (15  Oct.  1268
n.  Chr.);  vielleicht  ist  aber  diese  Unterschrift  aus  der  Vorlage  mit  abgeschrieben.

Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Arab.  105n  Druck

‘Pentateuchus  Mosis  Arabice’  (ed.  Thom.  Erpenius),  Lugduni  Bat.
1622;  Titel  und  Vorrede  fehlen.  Darin  viele  besonders  textkritische
Randnoten,  auf  welche  die  im  Anfange  stehenden  Bemerkungen  sich
beziehen  ‘Exemplar  manu  emendatum  et  collatum  cum  Ebraeo’  (Thom.
Erpen’s  Hand)  und  ‘Notae  istae  scriptae  sunt  manu  Tho.  Erpenii