366  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

alten  Bundes  durch  den  Messias  und  die  Errichtung  des  neuen.
Wüstenfeld  bemerkt  3.110:  ‘Die  Zahl  [nämlich  der  Gespräche]  43
lässt  vermuthen,  dass  dies  dasselbe  Buch  sei,  von  dem  Vansleb,  Histoire
de  Y’öglise  d’Alexandrie  p.  346/7,  sagt:  Tedao  de  Raha  a  fait  un  livre
intitul&amp;  le  Maitre  et  le  Disciple.  II  contient  43  colloques.  Et  jai
envoy&amp;  ä  la  Bibliothöque  du  Roy  ce  livre’”.  Aber  weder  in  dem  alten
noch  in  dem  neuen  Pariser  Cataloge  gelang  es  ein  Werk  zu  finden,
das  mit  dem  vorliegenden  identificirt  werden  könnte,  oder  über  Tedao
de  Raha  (das  ist  doch  wohl  Thaddaeus  von  Edessa  —  so,  —?)  etwas
zu  ermitteln.

Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Arab.  109  (orient.  125  °°)  orientalisches  Papier;  128  Bl.  zu

264:174cm,  17  Zeilen  1540  grosse  schöne  saubere  Schrift,
Überschriften  roth.

Sammelband  von  theologischen  Abhandlungen.

Bl.  11—  104°  —  die  erste  Lage  von  10  Blättern  fehlt  —  ein  Tractat
ethischen  und  kirchenrechtlichen  Inhalts  in  49  Capiteln,  „,„5&amp;  oder  Js3
genannt.

Bl.  13°  beginnt  der  dritte  Abschnitt  des  5  Capitels  über  den  Hochmuth
  sL,x  55  8,  der  vierte  handelt  vom  Mord,  der  fünfte,  sechste,
siebente  und  dann  Cap.  6—14  von  der  Buhlerei,  dem  Verbot  der  Ehe
und  damit  zusammenhängenden  Dingen.  Weiterhin  ist  die  Rede  von
Zauberei,  Diebstahl,  Lästerung,  Hass,  Lüge,  falschem  Zeugniss,  dann
von  der  Priesterweihe,  dem  Abendmahl,  der  Taufe,  von  den  Priestern,
Diaconen,  Mönchen,  den  Festen  und  Gelübden.  Das  49.  Capitel  bestimmt,
  was  zu  geschehen  hat,  wenn  der  Sohn  eines  Bischofs  Sünde
begeht  ad  „„i  &amp;b.&gt;  3.  Daran  schliessen  sich  noch  einige  ungezählte

  Stücke,  von  denen  das  letzte  und  umfangreichste  besonders  betitelt
  ist  (Bl.  98%):  29  mar,  umdsb  US  mail  DON  um,  Las  IH

a  hit  In,  Kat  Alb&gt;  se  gie  a  ee  ae
Rlä;,  d.h.  Vorschriften  in  betreff  derjenigen,  die  ihre  verborgenen
Sünden  bekennen,  und  für  die  Lehrer,  welche  die  Reuigen  wieder  aufnehmen
  von  Theodorus,  Oberen  des  Klosters  al-Istaudion,  d.i.  Studion.
Über  diese  Busscanones  des  Theodorus  Studites  (F  826)  vgl.  Gildemeister
Catal.  libr.  mss.  orient.  in  bibl.  acad.  Bonnensi  servat.  fasc.  V  8.  87.

Eine  äthiopische  Übersetzung  derselben  beschreibt  Zotenberg
S.  144.

Bl.  104*:  die  Unterschrift  und  Datirung  Ju.  Karl  Et  ae
den  5  Tobi  1257  nach  koptischer  Zählung  (1540  n.  Chr.).

Bl.  104»:  ZN  Rs  Asia,  de  5a  Glan  Kmckr  &gt;|

Sum  nl  Amt  K&gt;Ni  eine  Urgüza  des  schon  Arab.  104  erwähnten
Saih  al-Astad  ibn  al-"Assäl  über  das  Erbtheil  der  Christen.
Bl.  106:  Drei  Gedichte  aus  den  Canones  des  Anbä  Gabriel,  cp