Arabisch  111—113  369

N  sen  UST  mal  5  de  alt,  m;  a  but,  d.h.  die  Abschrift
  wurde  vollendet  Freitag  in  der  zweiten  Woche  nach  Pfingsten
im  J.  1543  d.  Märtyrer  (1826  n.  Chr).  Der  Mönch  Petrus  stiftete  sie
für  das  Kloster  Anbä  Bi$oi.  Die  ganze  Handschrift  hat  Wüstenfeld  in
seinem  Synaxarium  das  ist  Heiligen-Kalender  der  koptischen  Christen
(Gotha  1879)  übersetzt,  nur  die  Einleitung  stammt  aus  dem  folgenden
Manuscripte;  vgl.  die  Charakterisirung  der  Handschrift  auf  S.  VIII  der
Vorrede.
Aus  dem  Kloster  Anba  BiSoi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Arab.  113  (orient.  125°®  u.  125°°)  orientalisches  Papier;  224  Bl.
zu  254:172  cm,  16  Zeilen  15  Jahrh.

Grosse,  schöne,  sehr  deutliche  und  gleichmässige  Schrift,  etwas
vocalisirt.  Überschriften  roth.  Blattzählung  mit  koptischen  Ziffern.
Bl.  211  220  und  221  von  späterer  Hand  ergänzt.

leid  cm  Jo}  552,  der  erste  Theil  des  Synaxar  nach  dem
Ritus  der  koptischen  Kirche,  dasselbe  wie  Arab.  112,  nur  mit  einigen
Zusätzen.  Das  Werk  beginnt  mit  einer  Einleitung  Bl.  3?—5&gt;  (Bl.  1
und  2,  wahrscheinlich  nur  2  leere  Vorsetzblätter,  existiren  nicht  mehr),
die  Wüstenfeld  in  seinem  Synaxarıum  übersetzt  hat.  Am  Schluss  derselben
  heisst  es:  Ich  fand,  dass  einer  der  christlichen  Väter  und  geistigen
  Lehrer  bereits  einige  Lebensbeschreibungen  in  der  Kürze  abgehandelt
  hatte,  aber  das  Buch  war  nicht  vollendet  .  .  Ich  habe  also
diesen  Band  genommen  .  .  und  bin  auf  seinem  Wege  weitergegangen,
darum  gebührt  die  Ehre  dem  Anfänger,  nicht  dem  Nachahmer.  Als
Autor  des  bei  den  Monophysiten  (den  Kopten,  Abessiniern  und  syrischen
  Jacobiten)  gebräuchlichen  Synaxars  gilt  Anbä  Michael,  Bischof
von  Atrib  und  Malig,  im  Verein  mit  andern  Vätern  der  Kirche,  s.
Mai,  Scriptorum  veterum  nova  collectio  IV  8.93;  St.  E.  Assemani,
Biblioth.  Med.  Laur.  8.164;  J.  8.  Assemani,  Biblioth.  Or.  I  S.  624;
Zotenberg  ,  Cat.  des  Mss.  Ethiop.  S.  152;  ferner  in  unserer  Sammlung
die  folgende  Handschrift  Arab.  113°  und  den  Cod.  Acthiop.  9,  die  freilich
  nur  den  zweiten  Theil  des  Synaxars  enthalten.  Wüstenfeld  hat
(Synaxarium  ».  VI,  Vorwort)  auf  eine  Stelle  aufmerksam  gemacht,
wornach  der  erste  Bearbeiter  um  das  Jahr  1090  gelebt  haben  muss,
da  es  heisst,  dass  der  Körper  des  hl.  Cyriacus  im  Tode  ganz  unverändert
  geblieben  sei  IS  Km  le  Er  2  &amp;uls  w;ı&gt;  As,
ph  dl  1  sl  RT  unsamydsl  (BI.  73%).  Für  die  Zeit  des  zweiten
Bearbeiters  hat  er  als  Anhaltspunkt  ebenfalls  zwei  Jahreszahlen  aufgefunden,
  nämlich  1382  und  1387  n.  Chr.  Anbä  Michael  dagegen  soll
nach  Mai  und  Assemani  um  1425  gelebt  haben.  Ein  bedeutend  früheres
  Datum  giebt  Zotenberg  S.  152  auf  Grund  einer  Pariser  Handschrift
an,  nämlich  903  d.M.  =  1186  n.  Chr.

Die  Nachträge,  welche  der  zweite  Bearbeiter  dieser  Sammlung
hinzufügte,  willer  durch  vier  Punkte  in  Kreuzesform  am  Rande  kenntlich
  gemacht  haben;  davon  ist  leider  in  unserer  Abschrift  nichts  zu  schen.

An  die  besprochene  Einleitung  schliesst  sich  ein  kurzes  Verzeichniss
  der  sänmtlichen  Heiligen  nach  der  Reihenfolge  der  Tage

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