Arabisch  113  114  371

Dieses  letzte  grosse  Bruchstück  (nach  der  fortlaufenden  Foliirung  der
Handschrift  Bl.  211—233)  reicht  vom  20  Mesör&amp;  bis  zur  5  Epagomene,
der  Schluss  (1  Blatt),  fehlt.  Die  beiden  letzten  Blätter  des  Codex,  BI.
234  und  235,  von  der  Hand  des  Schreibers  der  zweiten  Hälfte,  waren
ehemals  in  den  Deckel  eingeklebt,  sie  enthalten  die  Heiligenlegenden
für  den  28,  29  und  30  Mesör&amp;  und  weichen  von  dem  jetzt  an  ihrer
Stelle  stehenden  Texte  etwas  ab.

Auf  Bl.3°  steht  die  Stiftungsurkunde  für  das  Kloster  Anbä  Bi-$oi;
  nach  ihr  wurde  diese  Handschrift  am  12  Töbi  1204  (1487  n.Chr.)
in  Folge  eines  Abkommens  zwischen  "Abd-al-masih,  povuevog  aus
dem  Kloster  Anbä  Bi$oi,  und  Cyriacus,  povusvog  aus  dem  Kloster
der  Syrer,  eingetauscht  gegen  das  äz+2,  X23,9}  „US.  Den  Text  dieser

  Urkunde  findet  man  vollständig  bei  Wüstenfeld  S.  318.
Vorgeheftet  sind  noch  4  Blätter,  die  wahrscheinlich  früher  in  den
Deckel  eingepappt  gewesen  und  dann  losgelöst  worden  sind;  sie  enthalten
  ein  Bruchstück  der  Märtyreracten  des  heil.  Sergius  und  Bacchus
um&gt;iog  uma&gt;zw,  vgl.  Acta  Banctorum  Oct.  T.  III  3.863  und  Zotenberg,

  Cat.  des  Mss.  Ethiop.  S.  196  no.  1315.
Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Arab.  114  (orient.  125  °°)  orientalisches  Papier;  227  Bl.  zu
24  :164  cm,  17  Zeilen  16  Jahrh.

Die  Schrift  rührt  von  3  verschiedenen  Händen  her.  Die  Hauptmasse
  des  Buches  von  Bl.  53  an  bis  beinahe  zum  Schluss  zeigt  einen
kräftigen,  steilen,  alterthümlichen  Zug;  die  Blattzählung  mit  koptischen
Zifiern  links  oben  ist  zwar  nicht  gleichzeitig  mit  der  Niederschrift,
aber  unstreitig  alt;  daneben  trifft  man  noch  hin  und  wieder  in  der
Mitte  des  oberen  Randes  eine  zweite  Zählung,  welche  die  ursprüngliche
  zu  sein  scheint,  sie  bleibt  um  6  Nummern  hinter  der  anderen
zurück.

Die  ersten  52  Blätter,  gerade  den  ersten  Abschnitt  des  Werkes
umfassend,  sind  in  einem  unschönen,  flüchtigen,  nach  rechts  geneigtem
Ductus  geschrieben  ,  offenbar  zur  Ergänzung  des  älteren  Stückes  mit
genauem  Anschluss  an  die  Foliirung  desselben.  Sie  stammen  aus  viel
Jüngerer  Zeit  (vielleicht  18  Jahrh)  und  haben  ganz  anderes  Papier
mit  Wasserzeichen.  Die  Lücken  dieser  beiden  Stücke  hat  dann  auf
europäischem  Papier  cine  dritte  Hand,  sorgfältiger  als  die  zweite,  ausgefüllt;
  sie  wird  dem  19  Jahrhundert  zuzuweisen  sein.  Von  ihr  stammen
Bl.  1  10-12  21—23  31  148  155  217  und  die  letzten  226  und  227.
Bl.  103  fehlt.  Der  Text  ist  etwas  vocalisirt.

Der  ehemalige  Titel  des  Werkes  von  der  Hand  des  ersten  Schreibers
  ist  jetzt  in  den  neuen  Göttinger  Pappband  eingeklebt,  er  lautet:
a  Wil,  lie  U  „Us  "das  Buch  der  drei  Macarius  und  des
Anbä  Bisoi’.  Das  Werk  setzt  sich  zusammen  aus  folgenden  selbstständigen
  Stücken:

Bl.  1-52:  —)  ung  RR  Mo  ill  DI)  aan  "aaa:  2  KA
larger  amd  al  3  las  wr5ße:  Leben  des  hl.  Vaters
  Macarius  (bekannt  unter  dem  Beinamen  der  Grosse,  F  399),  des

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