376  Gocttingen,  Universitäts-Bibliothek

Die  Datirung  am  Schluss  lautet  auf  den  14  Paoni  1179  der  Märtyrer
  (1462  n.Chr):  „sag  TSP08  Kim  Sy  ee  ah,  ar  383
Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  erkauft.

Arab.  120  (orient.  125°)  europäisches  Papier  mit  Wasserzeichen
  4  +  214  Bl.  zu  204  :141cm;  11  Zeilen  1717

Schrift  gross  und  kräftig,  doch  nicht  sehr  deutlich,  etwas  vocalisirt.
  Überschriften  roth.

Lectionar  für  die  Sonntage  und  einige  Festtage  der  ersten
sechs  Monate  des  koptischen  Jahres,  Deginnt:  O8  rs  u  (md

IT  gu  Knie  ver  d,  us!  ER:  pP,  ORT  (Matth.  11  1).
Die  Lection  ist  cine  sechsfache:  &amp;aäs  Mel,  Sb  Mei,  udn!

resp.  udys,  Gy,  wma  sl  und  glAR  ul.  Bl1  die  Lectionen
für  den  Monat  ws5,  Bl.32  s;L,  BI.  57  „a9,  Bl.83P  Auus,  B1.120°
Lo,  Bl.150°  al.

Bl.  173®  findet  sich  von  späterer  Hand  die  Bemerkung,  dass  das
Buch  eine  Stiftung  für  das  Kloster  Anbä  BiSoi  sei.

Bl.  174—210  enthalten  noch  die  Lectionen  für  einige  Festtage,
nämlich  für  das  Fest  der  Maria,  des  Erzengels  Michael,  der  Apostel,
der  Märtyrer,  für  den  Jahresanfang,  für  den  Vorabend  des  Epiphanienfestes.
  (la  gr  d.  i.  magauovn  s.  Vansleb,  Hist.  de  l’eglise

d’Alexandrie  S.  75)  und  für  das  Epiphanienfest  selbst  yeaSl  Yu).

Auf  Bl.  210°  die  Datirung  vom  Jahre  1129  d.  H.  (beg.  16  Dec.  1716).

Dem  Texte  vorauf  gehen  4  Blätter.  Das  vierte  enthält  die  Bemerkung,
  dass  die  Handschrift  eine  Stiftung  für  Anbä  Bi$oi  sei  und
zwar  von  dem  Friester  Johannes  aus  Fajjüm.  Es  muss  dahingestellt
bleiben,  ob  dieser  Schenker  derselbe  ist  wie  jener,  der  sich  auf  Bl.  173»
hat!  vernehmen  lassen.  Die  drei  anderen  Blätter  entstammen  einer
koptischen  Liturgie,  2  mit  der  Blattzahl  AS  und  AT  sind  schon  in
Agypten  in  den  Band  eingebunden  gewesen,  das  dritte,  mit  der  Zahl
pyr,  war  in  den  Deckel  der  folgenden  Handschrift  eingepappt  und  ist
jetzt  losgelöst  worden.  Die  Bl.  211—14  gehören  gleichfalls  nicht
dazu,  sondern  sind  Bruchstücke  der  Didascalia;  s.  Lagarde  8.  16.

Aus  dem  Kloster  Anbä  Bikoi.  1878  von  "Brugsch  erkauft.

Arab.  121  (orient.  125")  europäisches  Papier  mit  Wasserzeichen
  ;  211  Bl.  zu  221:16  cm;  14  Zeilen  1783

Schrift  ziemlich  gross  und  steil,  doch  nicht  sehr  deutlich,  etwas
vocalisirt.  Überschriften  roth.

Lectionar  für  jeden  Tag  der  „yopüschen  Monate,  At’ör  und
K'oiak.  Begimnt:  gs  =  wub5  ;  N  er  AA...
BI  al  on  Knie  AR  cm  323}  ea!  FOREN  u  9  (es  folgt  aber  kein
Abschnitt  aus  Lucas  sondern  Ev.  Joh.  VIII  19  ff.).

Bl.  201—210  sind  noch  einige  Festlectionen  angehängt,  nämlich
für  den  Vorabend  des  Festes  der  Geburt  Christi  US}  „ar,)  und  für
das  Fest  der  Geburt  selbst.

Auf  BI.  200  befindet  sich  folgende  Unterschrift:  .,.  a  ur  SL