380  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Handschriften  der  Leidener  und  14  arabischen  Handschriften  der  Pariser
  Bibliothek  im  Anschluss  an  den  Leidener  Catalog  von  1716  und
den  Pariser  von  1739  von  J.  B.  Köhler.

Im  Jahre  1804  erworben.

Arab.  126  (orient.  122)  Papier  mit  Wasserzeichen;  36  Streifen
in  Queroctav  gebunden;  221  cm  lang,  8cm  breit;  29  Zeilen
18  Jahrh.

Schöne  deutliche  Schrift  von  europäischer  Hand,  unvocalisirt.
Überschriften  roth.  Bl.16  1821  und  23  sind  roth  gefärbt,  Bl.  31—33
sind  nur  halb  so  lang  wie  die  andern.

Sammelhandschrift:

Bl.  1—13  enthalten  arabische  Redensarten,  Gespräche  und  Sprüchwörter,
  zum  grossen  Theil  identisch  mit  denen  in  Arab.  57;  dies  silt

besonders  von  dem  Abschnitt,  der  überschrieben  ist:  zsL  xx  .,  Gs

Bl.  14—20°  folgt  die  Erzählung  von  dem  Königssohne,  welche
auch  in  Arab.  70  steht.

Bl.  20°—25*:  dasselbe  Gedicht  des  Aw  Jelgs  wie  in  Arab.  67

8.  117—128.
Bl.  25°—36:  Türkische  Redensarten  und  Gespräche  für  den  Gebrauch
  des  täglichen  Lebens.

Arab.  127  (orient.  125°)

Eine  Sammlung  kleinerer  Stücke,  geschrieben  von  Heinrich
Ewald,  meist  Auszüge  aus  arabischen  Handschriften  und  allerhand
Notizen  aus  dem  Gesammtbereich  der  orientalischen  Philologie,  auf
Blättern  in  4°  und  in  8°.

1)  Aus  einer  in  Syrien  geschriebenen  'collectio  canticorum  et  hymnorum’
  eine  Anzahl  Psalmen,  arabisch,  übereinstimmend  mit  der  in
Lagarde’s  Psalterium  an  vierter  Stelle  gedruckt  ten  Übersetzung,  nämlich
  Ps.  1—8  31  37  50  101  129  142,  die  letzten  sechs  zugleich  syrisch,
  und  die  10  Oantica  (4  Bl.).  Ferner  auf  einem  besonderen  Doppelblatt
  Ps.  16  15  18—27.  .

2)  Lesarten  von  Sa  adjäh’s  arab.  Übersetzung  der  Exodus  und
der  Genesis  wahrscheinlich  nach  Oxforder  Handschriften  (10  Bl.).

3)  Auszug  aus  Sa’adjah’s  Übersetzung  und  Erklärung  der  Psalmen
  nach  Oxforder  Handschriften.  Vgl.  die  Beiträge  zur  Geschichte
der  ältesten  Auslegung  des  alten  Testaments  von  Ewald  und  Dukes,
1  Heft,  1844  (18  Bl.).

4)  Das  vierte  (nach  arabischer  Zählung,  das  erste)  Buch  Esra
(Nicoll,  Cat.  Oxon.  II  13  no.  6),  der  Auszug  aus  demselben  (Nicoll  IL  11
no.  3),  und  eine  Liste  von  Varianten  zu  Laurence  äthiopischer  Ausgabe
  des  Esrabuches  von  Dillmann’s  Hand;  vgl.  Ewald,  das  vierte
Esrabuch,  in  den  Abhandl.  d.  Ges.  d.  Wiss.  z.  Göttingen  Bd.  XI  1864
(39  BI.).

5)  Auszug  aus  der  Apocalypse  des  Johannes  mit  dem  Commentare
  des  maus)  (Hippolytus?)  von  Rom  und  des  Paulus  al-Büst,

Bischofs  von  ASmünain,  oder,  nach  anderer,  wohl  richtigerer  An-