Hebräisch  3—5  385

anı  Rande  von  167°  und  168°  nachgetragen.  Auch  vor  Bl.  170  fehlt
ein  Blatt,  es  ist  aber  wohl  absichtlich  weggenommen;  denn  in  der
Mitte  von  170°  folgt  die  richtige  Fortsetzung  von  169°;  der  auf  170°
befindliche  Schluss  eines  29%  ist  unpunctirt  gelassen  und  damit  ein

Versehen  des  Schreibers  offen  eingestanden.  Von  Bl.  147  ist  die  Hälfte
der  Länge  nach  weggeschnitten.

Der  2.  Theil  des  Werkes,  Bl.  223—276,  rührt  wohl  von  demselben
Schreiber  her,  wie  der  erste.  Das  erste  Blatt  dieses  Theiles  ist  sehr
beschädigt,  und  es  liegt  die  Vermuthung  nahe,  dass  dieser  Theil,  welcher
  nur  mm&gt;o  enthält,  einmal  ein  selbständiger  Band  gewesen  ist,

zumal  da  die  Mm&gt;o  vielfach  in  besonderen  Handschriften  geschrieben

wurden.  Vor  Bl.  229  fehlt  ein  Blatt,  und  dann  nach  Bl.  276  der  Schluss.

Der  3.  Theil,  mit  kleinerer  Schrift  und  verzierten  Initialen,  ist
zur  Ergänzung  des  ersten  geschrieben.  Er  umfasst  nur  die  erste  Lage
(Bl.  1—4),  die  ursprünglich  6,  jetzt  nur  noch  4  blätter  zählt,  indem
Bl.  1  und  3  abhanden  gekommen  sind,  und  bl.  198—201,  die  in  die
25.  Lage  des  ersten  Theiles  eingeschoben  sind.

Bl.  1  eine  Liste  numerirter  Bussgebete,  von  denen  nur  die  Anfangsworte
  angegeben  sind;  abgedruckt  bei  Techen  S.  19—20.  Bl.  2—
13°  eine  Anzahl  Gebete.  Bl.  13’—227  Pijjütim;  das  Verzeichniss
der  betreffenden  Tage  und  Gebetsabschnitte  giebt  Techen  S.  20/21.

Bl.  198—201,  der  Einschub  von  dem  Schreiber  des  dritten  Theils,
enthalten  Threni  I—V  und  2  Ahaböt.

Bl.  228—276:  Selihöt,  meist  ohne  Angabe  für  welchen  Tag,  nur
die  letzten  sind  für  das  Fasten  Gedalja’s  bestimmt.

Die  Namen  der  Dichter,  soweit  sie  zu  ermitteln  waren,  und  die
gedruckt  sind,  findet  man  bei  Techen  S.  23—30  resp.  31—78.

An  die  Techen’sche  Schrift  hat  sich  eine  heftige  Polemik  zwischen
ihren  Kritikern,  Kaufmann  (Oesterr.  Monatsschrift  für  den  Orient  1885
S.  98  und  117—118),  Ziemlich,  Rahmer  und  Lagarde  angeschlossen  ;
man  findet  alles  dahingehörige  bei  Lagarde,  Mittheilungen  IL  S.  108—
162  262—351.

Hebr.  5  (orient.9)  Pergament  324  Bl.;  314  cm  hoch,  234  cm
breit,  zu  21  Zeilen  grosse,  deutliche  Quadratschrift  mit  Punctation
von  späterer  Hand  13/14  Jahrh.

Mahzör  nach  westdeutschem  Ritus  (Ziemlich  bei  Lagarde  Mittheilungen
  II  116).

Die  Handschrift  zählt  42  Lagen  zu  8  Blättern,  nur  die  28.  hat
sechs,  die  35.  vier  und  die  1.  zwei.  Von  der  1.  Lage  sind  nur  das
erste  (jetzt  aufgeklebte)  Blatt  und  das  letzte  noch  übrig,  die  35.  dagegen
  (Bl.  265—268,  von  anderer  aber  gleichfalls  alter  Hand)  ist  nur
durch  einen  Irrthum  in  den  Codex  gekommen,  denn  sie  unterbricht
den  Text.  Die  Handschrift  weist  sehr  grosse  Lücken  auf,  es  fehlen
aber  nur  ganze  Lagen.  Als  sie  noch  vollständig  war,  hat  ein  ehemaliger
  Besitzer  oder  Benutzer  die  einzelnen  Stücke  auf  Bl.  1—174*  gezählt,
  und  diesem  Umstande  ist  es  zu  verdanken,  dass  wir  den  Verlust
  annähernd  bestimmen  können.  Die  Zählung,  von  ein  und  derselben
Hand  ausgeführt,  setzt  dreimal  an:  erstens  von  S8—n  nach  der  Zalıl

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