Koptisch  1—3  389

roth  und  in  beiden  Theilen  von  einer  arabischen  Übersetzung  begleitet.
  Sonst  sind  in  arabischer  Sprache  nur  einige  Glossen  vorhanden.

Auf  Bl.  1*  ist  der  ursprüngliche  koptische  Titel  überklebt  und  an
seine  Stelle  von  späterer  Hand  der  folgende  arabische  gesetzt:  Jju.a3

Arzy  Kalalt  AI  U  us  malt  &gt;  yulubd  AR  Ist  zusll  Et  a&gt;

war  an  u  N  ut,  Ste  Kt,  Darunter
  steht  von  der  Hand  des  Schreibers  des  ersten  Theiles  „=  I\9
re)  „I&gt;  Je  Kuall  Is  U  8  Ja)  Ele  mdauste  2)  -)  ke

Das  erste  Lectionar  enthält  die  Lectionen  für  die  Sonntage  in
der  Fastenzeit,  Ostern,  den  Tag  der  Kreuzeserfindung,  den  Tag  der

40  Märtyrer  in  Sebastia  und  für  das  Fest  des  Evangeliums.  Die  Blattzählung
  geht  bis  102,  doch  ist  nicht  alles  mehr  vorhanden;  vgl.  Lagarde

S.  5.  Auf  Bl.  102®  die  Unterschrift:  odält  Slast  AU  us,  23

a  N  cn  U  LEST  Aa,  Aueh  ur  I  Kaas!  Aysy  urbadl  Os
Für  a4)  wird  man  mit  Lagarde  nach  B1.89  Lu]!  lesen  müssen.

Das  zweite  Lectionar,  als  Bl.  114—204  gezählt  (Bl.  103—113
existiren  somit  gar  nicht)  enthält  die  Lectionen  für  die  Sonntage  von
Ostern  bis  Pfingsten,  den  Hinmelfahrtstag  und  das  Pfingstfest.

Auf  Bl.  204  folgende  Unterschrift:  (mölgs  5  (sa  de  ug  Kuluz))  alas
Bl.  204»  ist  diese  Unterschrift  noch  einmal  wiederholt,  dann  schliesst
sich  eine  zweite  daran:  3umJ}  amd  Ara  Je  ALS  Luu&gt;,  ya  2,
a  ud  ai  5,  sd  und  am  Schluss  die  Jahreszahl  Ye.

Mag  man  auch  über  die  richtige  Lesung  der  obenerwähnten  Jahreszahl
Bedenken  haben  (s.  Lagarde  S.  6),  diese  hier  ist  so  deutlich  geschrieben,
dass  jeder  Zweifel  ausgeschlossen  ist.  Wir  erhalten  somit  die  Jahre
1407  resp.  1445;  die  Acra  kann  nur  die  der  Märtyrer  scin,  also  1690
resp.  1725  n.  Chr.

Aus  dem  Kloster  Anbä  BiSoi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Kopt.  3  (orient.  125°)  orientalisches  Papier;  163  Bl.  zu  34:
244  cm;  21  Zeilen  1336  .

Grosse,  schöne  Schrift  mit  rothen  Überschriften;  hie  und  da  einfach
  gemalte  Initialen.

Lectionarium,  „,‚ub3,  für  einige  Feste  der  koptischen  Kirche

nämlich  die  Geburt  und  Taufe  Christi,  seine  Ankunft  in  Ägypten,  für
den  Jahresanfang,  die  Kreuzeserscheinung,  für  Mariae  Geburt,  das  Fest
des  Erzengels  Michacl,  die  Geburt  Johannis  des  Täufers,  den  Tag  der
Pistis,  Helpis  und  Agap6  und  einige  andere.  Eine  genaue  Inhaltsangabe
  bei  Lagarde  8.  9—12.  Die  Überschriften  haben  cine  arabische
Uebersetzung  neben  sich,  ebenso  ist  das  Schlusswort  koptisch,  dann  ara-