392  Gocttingen,  Universitäts-Bibliothek

tag  in  der  vierten  (die  Fortsetzung  bildet  cod.  Kopt.4)..  Genaue  Inhaltsangabe
  bei  Lagarde  8.  39—  43.

Die  Bl.  1-16  68—71  96—99  107  167—185  202—204  und  210
rühren  von  einer  anderen,  noch  jüngeren  Hand  her  und  dürften  wohl
im  ersten  Drittel  des  19.  Jahrhunderts  zur  Ergänzung  der  lückenhaft
gewordenen  Handschrift  geschrieben  sein;  dieselben  sind  nicht  gezählt,
während  die  anderen,  ursprünglichen  eine  etwas  wunderliche  Zählung
aufweisen,  vgl.  Lagarde  S.  35.  Als  Schreiber  des  älteren  Theiles  nennt
sich  zu  wiederholten  Malen  (Bl.  22  33°  91°  111°  114»  127°)  ein  Priester
  Jüsuf.  Die  Überschriften  haben  wie  sonst  die  arabische  Übersetzung
  neben  sich.

Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Kopt.  9  (orient.  1259)  europäisches  Papier;  227  Bl.  zu  331:
234  cm;  20—  22  Zeilen  1787

Grosse  deutliche  Schrift.  Überschriften  roth.

Der  Titel  ist  in  den  Eingangsworten  enthalten:  alt  Hr  (SA
Psls:  Antiphonarium,  erster  Theil  vom  Anfang  des  T’öut  bis  zum

Ende  des  Mekir.  Die  koptische  Antiphonie  besteht  aus  2  Sprüchen,  die
mit  verschiedener  Modulation  vorzutragen  sind,  die  eine  Tonart  führt
den  Namen  „I5),  die  andere  mbie;  s.  Vansleb,  Hist.  de  l’ögl.  d’Alexandrie

  8.  58.  Jedem  Spruche  folgt  eine  Erläuterung  in  arabischer
  Sprache  „Jo3|  _  Di  mas  und  big)  ze"  ass,  und  an  eine

dieser  Erläuterungen  ist  in  den  meisten  Fällen  eine  kurze  Geschichte
des  Heiligen  für  den  jeweiligen  Tag  angehängt.

Nachschrift  Bl.  227°:  ‚gä  tax  on  AN  ne  IN  yE  usy  &amp;5
lm.  Dal  Kim  Ber.  „gi  „mus  amd)  Pen  Sal  ai  sleäst  Sl  35
ud  dl  us  Al,  url}  Amt  O5  de  Ad,  „uBY  stügäll  Anzt,

Sy  Lust  PSY  et,  ed:  Vollendet  am  17  F'amenöt  i.  J.  1504  der
Märtyrer  (1787  n.  Chr.)  von  "Abd  al-Sajjid,  Mönch  im  Kloster  Anbä  Bi-Soi.
  Das  Wort  ‚ul,  welches  hier  vorkommt,  ohne  allen  Zweifel
eine  Entstellung  aus  ‚Us2A53},  treffen  wir  auch  bei  Vansleb  S.  62  69
und  325  als  le  Defnär  resp.  le  Defnari.  Nach  ihm  ist  der  Verfasser

dieses  Werkes  der  70.  Patriarch  von  Alexandrien:  Gabriel  ibn  Turaik
(1130—1144  n.  Chr.).  Schliesslich  nennt  sich  noch  der  Stifter  dieses

Werkes  für  das  Kloster  Anbä  Bisoi,  nämlich  AP,  KsUb  ll!  Mm&gt;;&gt;
Sr  UT  0  DB.
Aus  dem  Kloster  Anbä  Bi$oi.  1878  von  Brugsch  gekauft.

Kopt.  10  (orient.125  '°)  europäisches  Papier  mit  Wasserzeichen;
208  Bl.  zu  354.:24  cm;  19—23  Zeilen  1799

Grosse  und  deutliche  Schrift.  Überschriften  roth,  die  Anfänge  der
grösseren  Abschnitte  verziert.  Das  Papier  ist  schon  vielfach  brüchig.

Der  Titel  ist  zugleich  in  den  Anfangsworten  gegeben:  sus