396  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Metrums,  vom  8.  Abschnitt  an  ist  die  Überschrift  arabisch.  In  den  drei
ersten  Stücken  sind  die  einander  entsprechenden  persischen  und  türkischen
  Wörter  mit  den  gleichen  Zahlen  bezeichnet.  Am  Schluss  fehlen
einige  Blätter.  Die  Handschrift  war  früher  ‚Eigenthum  von  Sebastian
Tengnagel,  Bibliothekar  der  Hofbibliothek  in  Wien  (Flügel,  Wiener

Cat.  III  8.  IX),  und  trug  die  Signatur:  Mss.  Arab.  Pers.  Turc.  Tengnag.
no.  62.

Pers.  5  (orient.  151)  orientalisches  Papier;  39  Bl.;  241  cm
hoch,  14%  cm  breit  16/17  Jahrh.

Ziemlich  grosses  und  kräftiges  Nashi  in  9  weit  auseinanderstehenden
  Zeilen  auf  der  Seite.  Überschriften  roth.

Das  arabisch  -persische  gereimte  Vocabular  des  Abü  Nasr  Farähi
  betitelt:  „lauali  Sbas;  H.  Hal.  VI,  346  no.  13801,  vgl.  auch

Rieu,  Cat.  Brit.  Mus.  II  504°  und  Pertsch’s  Berliner  Catalog  no.  154.
Der  Anfang  lautet  nach  der  Basmala:  (il  xölesi,  (niet  &gt;,  Ai  weil

2)  Aust  a9  Ben  5  „as;  Aus  1
Auf  dem  Deckel  steht  ‘Dit  boekie  hoort  aan  Cornelis  Mutter,
Golkonda  Int  n!  (Nederlandsch?)  Comptoir  Ao.  1679’,  dann  ‘Hadriani
Relandi’,  endlich  ‘J.  P.  Bergii’;  aus  dessen  Bibliothek  wurde  die  Handschrift
  1801  erkauft.  Vgl.  über  Mutter  cod.  Pers.  8  9.

Dazu  Lagarde  131.

III.  Poesie.

Pers.  6  (orient.  149%)  orientalisches  Papier;  323  Bl.;  244  cm
hoch,  14  cm  breit;  15  gespaltene  Zeilen  auf  der  Seite  geschrieben
im  Jahre  1816/17  .

Ziemlich  grosses  flüchtiges  Ta’llik.  Überschriften  roth,  Texteinfassung
  aus  rothen  und  schwarzen  Linien  bestehend,  etwas  prächtiger
auf  Bl.  1?  und  2°;  Bl.  1°  oben  schöner  “Unwän  mit  Blumenranken  auf
Goldgrund.

Das  Sähnämah  des  Firdausi  in  stark  verkürzter  („ei-)  und

abgeänderter  Gestalt.  Anfang:
Die  Abschrift  datirt  aus  dem  Jahre  1232  d.H.  (beg.  21  Nov.  1816).
Geschenkt  aus  dem  Nachlasse  H.  Ewald’s  1875.

Pers.  7  (orient.  146)  orientalisches  Papier;  29  Bl.;  20  cm  hoch,
124  cm  breit;  17  gespaltene  Zeilen  auf  der  Seite  geschrieben  im
Jahre  1632/33  Kleines,  zwar  deutliches  doch  wenig  elegantes
Nastalik.  Die  Texteinfassung  und  die  die  beiden  Halbzeilen  trennenden
  Linien  sind  auf  den  ersten  11  Blättern  grün,  dann  roth.  Für  die
Überschriften  ist  überall  Raum  gelassen,  aber  nirgends  ist  eine  ausgeführt.
  Die  erste  und  zweite  Seite  des  Textes  zeigen  eine  etwas  relchere
  Umrahmung  und  eine  sehr  plumpe  Anfangsleiste.