400  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Zunächst  kommen  Ghazele,  vom  fünften  an  nach  dem  Alphabet
des  Reimbuchstabens  geordnet  (Bl.  1—129®),  daran  schliessen  sich

wlelir,  beginnend:  &gt;  &gt;  per  SECOND  Js,  die  aber  auf  Bl.
133,  dem  Ende  der  Handschrift,  abbrechen.

Am  ausführlichsten  handelt  über  Gämi’s  Leben  und  Schriften
Vincenz  v.  Rosenzweig  im  Vorbericht  zu  ‘Joseph  und  Suleicha’  (Wien
1324),  dann  Rieu,  Cat.  Brit.  Mus.  II  643  fi.,  Sprenger,  Oudh  Cat.  347  —
451,  auch  Pertsch,  Berl.  Cat.  no.  869—899.

Auf  dem  Vorsetzblatt  hat  sich  zunächst  ein  ehemaliger  türkischer
Besitzer  in  schwer  zu  entziffernden  Schriftzügen  vernehmen  lassen,
darunter  steht  ‘Bei  grahn.  1685  den  6  (d.h.  16  status  novi)  Augusti
früh  morgens  nach  dehm  man  den  Feint  in  die  Flucht  gejagt,  habe
ich  dieses  Buch  nebst  einem  schönen  Zelt  einem  ungarischen  Ochsen
und  ander  Sachen  im  türkischen  Lager  (davunter  steht:  bei  gran)  bekomen.
  A.  Kneesebeck’.  Diese  Notiz  ist  ungenau  abgedruckt  in  Knesebeck,
  ‘"Regesten  und  Urk.  zur  Gesch.  der  Herren  v.  d.  Knesebeck
VII  S.  52°.  Zwischen  Bl.  79  und  80  ist  ein  Zettel  eingeklebt  mit  der
Notiz  von  Heyne’s  Hand:  Beygehendes  Persisches  Ms.  ist  ein  Geschenk
von  H.  Präsidenten  von  Strombeck.  4  April  1812;  das  bezieht  sich
auf  Bl.  80-134,  Bl.  1—79  ist  dagegen  3  Jahre  später  als  Geschenk
des  Hof-  und  Oanzleiraths  Blumenbach  in  die  Bibliothek  gekommen.
Später  hat  man  dann  entdeckt,  dass  die  beiden  mit  no.  144  und  145
bezeichneten  Codices  die  genau  an  einander  anschliessenden  Hälften
einer  und  derselben  Handschrift  des  Diwän  des  G’ämi  sind.

Pers.  13  (orient.  143)  orientalisches  Papier;  1-+24Bl.;  224  cm
hoch,  133  cm  breit;  16  gespaltene  Zeilen  auf  der  Seite  17—18Jahrh.

Zierliches  und  elegantes  Talik.  Einfassung  blaue,  grüne  und  goldene
  Streifen,  die  Vershälften  sind  durch  2  goldene  Linien  von  einander
  getrennt.  Auf  Bl.  1?  und  2°  befinden  sich  zwei  Vollbilder,  die
aber  leider  stark  beschädigt  sind:  gut  erhalten  ist  dagegen  die  Vignette
  auf  BI.  2».

Eine  Sammlung  von  Kasiden  des  G’ämi.  Bl.  2?—5P  eine  Einleitung
  beginnend:

FEB  BEA  FE  SEHEN  VERESENT.  N  N
yin  ee  alt  assar,  Ans  „ra  FED  a  &gt;
ES  AE  Bey  en  90  50  SS,  ee  Sn  .  sa

Anfang  der  Kasiden:  Ar  Ianl&gt;  Ps  In  5  has  ee  Ein
Siegelabdruck  bezeichnet  die  Handschrift  als  i&gt;  „IR  ‚Du  is,  vom
Jahre  1174.

Pers.  14  (orient.  141)  orientalisches  Papier;  186  Bl.;  25  cm
hoch,  154  cm  breit  16  Jahrh.  orientalischer  Lederband,  ganz
vergoldet,  mit  eingepressten  Thierfiguren.

Drei  Matnawi-Gedichte  des  G’ämi  in  prächtiger  Abschrift,  nämlich
  Lad;s  Amy,  WM  am  und  1,&gt;3}  -.

Innerhalb  der  Textkolumne,  die  164  cm  hoch,  94  cm  breit  und