Persisch  12  —14  401

mit  verschiedenfarbigen  Linien  eingerahmt  ist,  ist  eine  besondere  104  cm
hohe  und  64  cm  breite  kleinere  Textcolumne  mit  Kinfassung  in  Gold
und  Grün  ausgeschieden.  Diese  kleine  innenliegende  Textcolumne  besteht
  aus  2  Spalten  zu  je  11  Zeilen.  Der  übrigbleibende  Raum  der
grossen  Textcolumne,  d.h.  ein  fast  2  cm  breiter  Streifen  an  den  3
äusseren  Seiten,  der  ein  anderes  Gedicht  enthält,  ist  mit  schief  laufender
  Schrift  gefüllt  und  zwar  mit  11  abwärts  und  11  aufwärts  laufenden
Zeilen.  Der  Grund  der  Textcolumne  ist  mit  Goldpunkten  übersät;
dabei  ist  der  Grund  der  Randstreifen  dunkler  gefärbt,  als  der  Grund
der  kleinen  Textcolumne.  In  der  Umrahmung  sowohl  der  grossen
als  der  kleinen  Textcolumne  läuft  ein  Strich  von  grüner  Farbe;  diese
hat  leider,  wie  oft,  so  auch  hier  an  vielen  Stellen  das  Papier  durchfressen,
  so  dass  viele  kleine  wie  grosse  Textcolumnen  herauszufallen
drohen.  Die  Überschriften  sind  weiss  auf  Goldgrund.  Im  Anfang
und  Schluss  (Bl.  1?  und  2°,  185°  und  186°  finden  sich  4  grössere  Miniaturen
  mit  reicher  Randleiste;  kleinere  Bilder  auf  Bl.23°  42%  55b
74°  81°  93°  105°  131%  und  170%.  Über  Bl.  2?  32b  siehe  nachher.

Die  Schrift  ist  sehr  schönes  und  zierliches  Ta  lik.

Bl.  2  und  3°  enthalten  die  Vorrede,  welche  der  Aö,,y)  v2?  betitelten
  Sammlung  der  7  Matnawi-Gedichte  des  Gämi  vorauszugehen
pflegt.  Anfang:  „Mus  us  Ous  on  ML  us  taz  N

5  um  Je  880  wma  em.  Diese  Vorrede  ist  mit  weisser  Tinte
auf  blauem  Grunde  in  Medaillonform  geschrieben;  ringsum  läuft  eine
breite,  farbenprächtige  Einrahmung.

Auf  Bl.3®  beginnen  unter  einer  reichen  und  schönen  Miniatur  die
beiden  Gedichte  ale  Ama  und  HD  Km,  letzteres  ohne  Überschrift.
  Jüsuf  und  Zulaihä  (herausgegeben  von  V.  von  Rosenzweig,
Wien  1824)  füllt  auf  Bl.  3°—182®  die  innere,  kleine  Textescolumne.
Dieses  Gedicht  beginnt:  -  .  _

sleis  Anl  Bon,  ;1  IS  ur  Al  Kusel

Dem  andern  Gedichte,  welches  die  Ränder  um  jene  kleine  Columne
auf  Bl.  3”—138°  füllt,  geht  eine  kurze  Vorrede  voran,  die  beginnt:
DS  en  il;  der  Anfang  des  Gedichtes  selbst  lautet:

Im  Rande  von  Bl.  138?  schliesst  an  das  2.  Gedicht  unmittelbar  an
das  dritte:  „1,&gt;S}  x&amp;-".  Diesem  Gedichte,  Tuhfat-al-ahrär  (hgg.  von
Forbes  Falconer,  London  1848)  geht  eine  Einleitung  voran:  „U  mm
le  N  gu&gt;  da&gt;  ‚zb  Aal  a  N  BE  das  Gedicht  selbst  beginnt:

Nach  Bl.181  sind  6  Blätter  ausgefallen;  es  fehlen  nämlich  von
Jtisuf  und  Zulaihä  131  Bait  (S.  173  1s—179  11  bei  Rosenzweig),  von
Tuhfat-al-ahrär  Vers  893—1025  (Falconer).  31.182  enthält  von  Jüsuf
  u.Z.  noch  22  Bait  (179  15—180  ı2)  und  von  Tuhfat  al-ahrär  V.1026

—  1047.  Nach  B1.183  fehlen  etwa  16  Blätter,  welche  den  Schluss
von  Jüsuf  u.Z.  (102  Bait)  und  von  Tuhfat  al-ahrär  V.1048—1620,  also
zusammen  674  Verse  enthielten.  Bl.183—185  (Bl.  184  und  185%

sind  in  Zickzackform  beschrieben)  enthalten  nur  den  Schluss  von  Tuhfat-al-ahrär
  (V.  1621—1710).

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