Persisch  27—29  409

und  Pertsch,  Berl.  Cat.  no.  4851.  Zu  erwähnen  sind  noch  die  allerdings
nicht  zahlreichen  Randglossen  in  unserer  Handschrift.  Der  Anfang  lautet:
BI  GREAT  alt

Die  Abschrift  ist  datirt  (Bl.  410)  vom  11  Muharram  1052  (11
April  1642).

Hieran  schliesst  sich  auf  Bl.  411—434  von  derselben  Hand  die
Inhaltsangabe  von  Firdausi’s  Sähnämah  in  Prosa.  Die  Überschrift
lautet:  ASt  aus  „os  (;2:  srl  Ka  51  a5  wm)  amd  wele  Der
Text  selbst  beginnt:  a5  AS!  (ir  obl,  „UT  OA  Li.

Bl.  434  findet  sich  die  Unterschrift:  (ny2  Krlslü  mar  Ah  „LE
mit  Datirung  vom  10  Ragab  1051  (15  Oct.  1641).  Am  Rande  mehrfach
  Bemerkungen.  Auf  Bl.  434®  und  dem  folgenden  inhaltslose

Notizen.
1888  von  Professor  Kielhorn  geschenkt.

Pers.  29  (orient.  134  '°)  orientalisches  Papier;  1+  280  Bl.;
364  cm  hoch,  21  cm  breit.  12  Zeilen  18  Jahrh.

Schönes,  grosses  und  deutliches  Nastalik.  Überschriften  roth.
Die  Schriftco)lumnen  innerhalb  der  schwarzen  und  rothen  Linien  sind
jetzt  dunkelbraun  (vielleicht  ursprünglich  golden?)  gefärbt.  Diese
Farbe  hat  vielfach  das  Papier  zerfressen  und  besonders  Bl.  1—50  zeigen
  viele  durchgebrochene  oder  lückenhafte  Stellen.  Bl.  1°  ist  in
der  oberen  Hälfte  mit  Blumengewinden  auf  goldenem  oder  farbigem
Grunde  geschmückt;  der  Rand  von  Bl.  I’  und  2°  ist  mit  einfachem
Blumengewinde  gefüllt.

Rother  orientalischer  Lederband  mit  eingepressten  Ornamenten  in
einer  Schutzdecke  von  bunter  Seite.

Zur  Bezeichnung  des  Werkes  steht  ein  dreifacher  Titel  zur  Verfügung
  ;  zunächst  auf  dem  Vorsetzblatt  von  der  Hand  eines  früheren
Besitzers:  say  110  ad,  dann  auf  Bl.  3°  mit  rother  Schrift  ausgehoben:
  ‚IPA  wlzöl,  [e&gt;  9)  und  endlich  im  Context  Bl.  5°  2.3  a5ll}
&gt;},  der  bekannteste  von  den  dreien.  Die  Handschrift  enthält  eine
genaue,  die  Ereignisse  Tag  für  Tag  cerzählende  Chronik  der  Belagerung
  der  Stadt  Kandahär  durch  den  Prinzen  Muhammad  Därä  Siköh,
den  Bruder  des  Aurangzöb,  im  Jahre  1063  d.  H.  (beg.  2  Dec.  1652).
Der  Verfasser  giebt  auf  Bl.  5?  eine  Dreitheilung  seiner  Schrift  an,  die
aber  nicht  sonderlich  hervortritt.  Der  erste  Theil,  ;teh,  behandelt  die
einleitenden  Ercignisse  vom  Jahre  1056,  dann  kommt  auf  Bl.  22°—
271°  die  Hauptmasse  des  Buches,  die  Schilderung  der  Belagerung  vom
10  Gumädä  U  bis  zum  15  Ju’l-ka‘da  1063,  le  betitelt,  und  endliclı
  Bl.  271°—280  der  Schluss,  us,  die  Rückkehr  des  Därä  Siköh
nach  Multän.  UÜbor  den  Verfasser,  dessen  Namen  sich  nirgends  findet,
vgl.  Rieu,  Cat.  Brit.  Mus.  I  264;  er  hält  dafür  den  Rasid  Hän,  auch
Badi-al-zamän  Mahäbathäni  genannt,  welcher  zur  Zeit  des  Aurangzeb
  lebte.

Der  Anfang  lautet  Als  „oläols  (sr,  -  es  TE  SEEN  N  N

‚SLuas