412  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Der  vorliegenden  Handschrift  ist  die  vita  Hafızi  in  Wilken’s  Chrestomathie
  S.220—230  entnommen,  Vullers  (in  seiner  Vita  Hafızi,  Gissae
  1839)  nennt  unseren  Codex  'mendose  et  negligenter  exaratus’.

Die  Handschrift  ist  datirt  vom  letzten  G’umädä  II  des  Jahres  920
(Aug.  1514),  doch  sind  nur  die  beiden  ersten  Zahlen  noch  mit  Sicherheit
  lesbar.  Anfang:  vr&gt;lus  LÄ5)  B\  By  Ark  zupla  SI  AT.

Die  Handschrift  ist  nach  einer  Notiz  des  Bibliothekars  Reuss  von
cinem  Major  Schwarz  (wahrscheinlich  der  Weimarische  Major  J.  F.  v.
Schwarz  vgl.  Register  der  G.  Gel.  Anz.  1829)  aus  Agypten  gebracht
und  im  Jahre  1503  in  die  Bibliothek  gekommen.

V.  Philosophie  und  geheime  Wissenschaften.

Pers.  35  (orient.  130)  orientalisches  Papier;  9  Bl.;  304  cm
hoch,  174  cm  breit;  16  Zeilen  17  Jahrh.

Schönes  und  deutliches  Nastalik.  Die  Kapitelüberschriften  roth,
die  Texteinfassung  besteht  aus  einem  schmalen  blauen  und  rothen  und
aus  einem  breiten  goldenen  Streifen.  Bl.1*  ist  schön  verziert,  die
obere  Hälfte  und  die  Randleisten  zeigen  Rosenguirlanden  auf  blauem
und  goldenem  Grunde;  auch  die  Texteszeilen  sind  durch  Gold  getrennt.

Der  Titel  steht  obenan:  «aus  As  Br  oWsl.  Das  Werkchen
ist  ein  philosophisches  Compendium  metaphysisch-naturwissenschaftlichen
Inhalts.  Es  zerfällt,  wie  am  Schluss  der  Vorrede  angegeben  wird
in  eine  a-b,  30  Due  und  eine  a#l&gt;,  indessen  schliesst  die  vorliegcnde
  Hft  ab  mit  Wweäa  28  oder  richtiger  mit  27;  denn  23  ist  durch
ein  Versehen  des  Schreibers  übersprungen.  Als  Verfasser  nennt  H.
Hal.  (II  499  no.  3858)  den  Kädi  Mir  Husain  al-Maibudi,  yym&gt;  zar
sul,  über  ihn  vgl.  Rieu,  Cat.  Brit.  Mus.  S.19®  und  8125.  Der  Anfang
  lautet:  is  wud,ar  ,0  (sluke  „LE,  uR&gt;  ET  a5  1  Kae  ur

Eine  arabische  Übersetzung  hat  1641  Abraham  Echellensis  in
Paris  veröffentlicht:  Synopsis  propositorum  sapientiae  Arabum  philosophorum
  inscripta  speculum  mundum  repraesentans.

Die  Handschrift  ist  1501  aus  der  Bibliothek  des  Prof.  J.  P.  Berg
erworben.

Pers.  36  (orient.  155°)  orientalisches  Papier;  1  +  84  Bl.;  20  cm
hoch,  134  cm  breit;  12  Zeilen  19  Jahrh.

Saubores  gut  lesbares  Nasta‘  lik;  Überschriften  roth  orientalischer
  Lederband  mit  Schutzdecke  aus  Kattun.

Eine  Abhandlung  über  Traumdeutung,  „u  „l&gt;  (für  us  ol.&gt;)

wie  ein  chemaliger  Besitzer  auf  dem  Vorsetzblatte  bemerkt  hat.  Das
Werk  beginnt  auf  Bl.1®  mit  den  Worten:  ls  ala  alt  Jo  alll  dw,  JE
lo  OR  bh&gt;  u&gt;  ER  3A  (m  &gt;  (8)  In  Kim  op  &gt;  Ws)  „bus

ed  &gt;  rn  Me  I  mi  n&gt;.  Voraus  ging  ehemals  noch  ein
Stück  verwandten  Tnhalts,  von  dem  der  Schluss  noch  auf  Bl.  1?  vor-