414  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

senschaften;  er  wird  auch  in  dem  vorhergehenden  Stücke  mehrfach
eitirt.  .

Bl.  692--85°:  Unter  der  Überschrift  Last  wi&gt;Nx&gt;!  ein  Matnawi--Gedicht
  über  das  vorbedeutende  Gliederzucken.  Auf  Bl.  83°  und  84*
befindet  sich  dann  noch  eine  Tabelle,  wo  in  rother  Schrift  die  60
Glieder  der  rechten  und  die  60  der  linken  Seite  verzeichnet  sind
und  in  schwarzer  daneben  steht,  was  ihr  Zucken  zu  bedeuten  hat.
Ausführlich  handelt  über  diese  Materie  Fleischer  in  den  Ber.  über  d.
Verh.  d.  sächs.  Ges.  d.  Wiss.  Bd.  I  1849:  Über  das  vorbedeutende
Gliederzucken  bei  den  Morgenländern.  Anfang  des  Vorwortes:
AS  ie  05  A  AS  0  59  AS  oUumfe  le&gt;  z5  leäl&gt;,  des  Gedichtes
  selbst:  I5l&gt;,  13  3Mi43  131053  umlamg  A  AT.

1888  von  Prof.  Kielhorn  geschenkt.

VI.  Christliche  Theologie.

Pers.  37  (orient.  152)  europ.  Papier;  242  Bl.  20  cm  hoch,
154  cm  breit;  24  Zeilen  17  Jahrh.

Sehr  deutliche  und  saubere  Schrift  von  europäischer  Hand,  durchweg
  vocalisirt.

‘Pentateuchus  Persicus  ex  versione  R.  Jacobi  Tawusi  editus
primum  anno  1551  [richtiger:  1546]  Constantinopoli  characteribus  Hebraeis
  a  Judaeis,  at  redditus  hoc  exemplari  characteribus  Arabicis  seu
Persicis  additis  insuper  accurate  vocalibus  caeterisque  notis  orthographicis
  ab  Antonio  Deusingio.  Über  on  go  72  3p9%  (lebte  im  16

Jahrhundert)  und  seine  Pentateuchübersetzung  vgl.  das  Werk  von  Kohut,
  krit.  Beleuchtung  der  persischen  Pentateuch-Übersetzung  des  Jacob
ben  Joseph  Tavus  (Leipzig  1871).  Eben  diese  Übersetzung  ist  dann
aus  dem  Const.  Polyglotten-Pentateuch  in  die  Londoner  Polyglotte  übergegangen
  (Tomus  IV),  wo  Thomas  Hyde  die  Herausgabe  besorgt  hat.
Anton  Deusing  lebte  1612—1666,  er  war  Mediciner,  und  auch  in  den
orientalischen  Sprachen  wohl  erfahren.  vgl.  Jöcher.

Im  Jahre  1785  hat  Lüder  Kulenkamp  die  Handschrift  erworben,
1796  ist  sie  aus  seinem  Nachlasse  in  die  Göttinger  Bibliothek  gekommen.
  Das  Manuscript  hat  viele  Bleistiittnoten  am  Rande.  Lagarde
(Persische  Studien  4  Anm.])  vermuthet,  dass  sie  von  Thomas  Tychsen
herrühren.

Pers.  (Arm.)  38  (orient.  155)  orient.  Papier;  236  Bl.  154  cm
hoch,  10  cm  breit;  9  Zeilen  1700

Sehr  schönes  sauberes  Ta  lik.  Bl.2°®  und  3  mit  einer  bunten  Anfangsleiste
  verziert.

Titel  und  Anfang  des  Werkes  fallen  zusammen:  yol&gt;  ;lr  8

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