Syrisch  2—4  465

Über  den  Wert  dieser  Hs.  siehe  Merx,  Historia  artis  grammaticae
  apud  Syros  S.  213.

Auf  Bl.  160°  findet  sich  eine  arabische  Randnote  von  einem  Leser
der  Hs.,  dem  Diakon  9,91  Ad,  Ey  us,  auf  Bl.  37°  findet  sich  die

Jahreszahl  2106  d.Gr.  =  1795  n.Chr.
Die  Hs.  ist  1871  von  Dr.  Albert  Socin,  damals  in  Basel,  gekauft.
Dabei  eine  Reihe  aus  dem  Deckel  losgelöster  Fragmente,  fast  nur
syrische  Schreibübungen  enthaltend.

Syr.  +  (orient.  18?)  orientalisches  Papier  mit  Wasserzeichen
224  Blätter  (Lagen  von  10  Bl.)  zu  45:31  cm  die  Seiten  sind  meist
in  zwei  Columnen  von  33—35  Zeilen,  in  der  letzten  Lage  (Bl.  220  —
223)  von  46  Zeilen  beschrieben;  die  Columnen  sind  am  Anfange  der
Hs.  zum  Theil  in  doppelte  Linien  eingefasst  jakobitische  Schrift,
unregelmässig  vocalisiert  mit  gemischter  Vocalisation;  mit  zahlreichen
rothen  uaas-  und  „505-Funkten,  jedoch  nur  auf  Bl.  1—100*  und  Bl.

219,  4.  Spalte  bis  Bl.  223;  die  Überschriften  und  die  Namen  der  citierten
Bibelübersetzungen,  Kirchenväter  etc.  roth  geschrieben  1755—  1758:
jenes  Datum,  sa5l,s  }.11  =  2066  der  griech.  Aera,  steht  auf  Bl.  118°?  in

der  freien  Zeile  hinter  dem  Ecclesiastes,  dieses,  Y.11  =  2069  der  griech.

Aera,  ist  in  der  Kaufurkunde  Bl.  224%,  welche  R.  Schröter  in  d.  Zeitschrift
  d.  D.  Morgenl.  Ges.  29  (1875)  8.  248—251  abgedruckt  und
übersetzt  hat,  als  Jahr  der  Vollendung  der  Handschrift  angegeben
(NB.  nicht  F.f1  =  2049,  wie  Schröter  angibt)  geschrieben  in  Kuturbul

  östl.  von  Ämid  (=  Diarbekr)  von  dem  Diakon  ‘Abdwl-  Ahad
und  den  Diakon  Jakob,  ‘der  sich  ilım  beim  Abschreiben  beigesellt  hat,
um  ihm  zu  helfen’  (vgl.  Schröter  a.a.O.)  rother  orientalischer  gepresster
  Lederband.

In  einem  mit  Blumen  verzierten  Ornamente  steht,  mit  Roth  und
Gold  geschrieben  und  von  den  gewöhnlichen  Eingangsformeln  begleitet,
der  Titel  ‚oıy  lan  oNs  Lo,  SD0r  laacas  3}  3,013  IaND
am  42  u..N03  ur  uam  DAS  ka.,00  (Nach
‘die  Scheuer  der  Geheimnisse,  Commentar  zur  ganzen  Bibel,
eins  der  Werke  unsers  seligen  und  heiligen  Vaters,  des  Herrn  Gregorios,
  des  Weihbischofs  des  Ostens,  der  bekannt  ist  (unter  dem
Namen)  Bar  Ebhraja.  An  den  Rändern  und  zwischen  den
Columnen  finden  sich  im  ersten  Viertel  der  Handschrift  viele  Randnoten,
nachher  selten.  Die  Handschrift  ist  benutzt  worden  bei  vielen  Publicationen,
  welche  (soweit  bis  1892  erschienen)  in  der  folgenden  detaillierten
  Inhaltsangabe  bei  den  einzelnen  Stücken  citiert  werden.

Bl.  12  Proömium  Bl.  1?  Altes  Testament:  Bl.  1?  Pentateuch
  (Stücke  daraus  ediert  von  L.  Weingarten,  die  syr.  Massora
nach  Bar-Hebr.,  Diss.  Halle  1887):  Bl.  1°  Genesis  Bl.  19®  Exodus
  Bl.  28°  Leviticus  Bl.  32°  Numeri  Bl.  37%  Deuteronomium

  Bl.  41°  Chronolog.  Tafel  von  Adam  bis  Moses  nach  gricchı.,
hebr.  und  syr.  Zählung  Bl.  43°  Iesus  b.  Nun  Bl.  45°  Richter
Bl.49°  Sanınel  (nicht  in  zwei  Bücher  getheilt)  Bl.  56°  Chronol.

Tafel  von  Iesus  b.  Nun  bis  Saul  Bl.  57°  Psalmen  (Ps.3  46  7  9—
15  23  53  hsggb.  von  R.  Schröter  in  Zeitschr.  d.  D.  Morg.  Ges.  29

so