Syrisch  4—6  467

schreibt:  oa,  lan  wolay  Nojan  Amilo  Ko  au,  Na
(amoly  (,Ammloy  Musa  Ns  2  .  Jumus;  die  hier  genannten
Orte  liegen  nordöstlich  von  Mardin  (vgl.  Sachau  ‘Reise  in  Syrien  und
Mesopotamien’  8.419  ff);  aa  wird  mit  50,  ‘Saur’  identisch  sein,  vgl.
die  von  Payne  Smith  no.  175  beschriebene  Oxforder  Hs.,  die  zwei  Jahre
vor  unserer  Hs.  in  demselben  Kloster  geschrieben  ist.  Als  im  J.
1481  regierende  Kirchenhäupter  der  Jakobiten  werden  auf  Bl.  184°
genannt:  Chaleph  (&gt;&gt;),  gen.  Ignatius,  als  Patriarch  von  Antiochia;

dessen  Schwestersohn  ,  gen.  Basilius,  als  Weihbischof  des  Ostens;  Johannes
  Sun  ;&gt;  als  ‘unser  Metropolit”  (vgl.  Assemani  ‘Bibl.  Orient.’

IL  385  no.  60,  462  no.  48,  386  n0.61  und  die  citierte  Oxforder  Hs.).
Auf  Bl.  185°  nennt  der  Schreiber  seine  Klosterbrüder  Jam  sas,,
San,  „iwas,  porm|,  Juoll,  amc.,  wanjao,  sors,  yamımı,
„0,  „im,  ferner  die  Brüder  von  Mär  Dimet  a  und  paral  und
die  von  Mär  Theodot  Jso0,;  ;&gt;  (den  Oheim  des  Schreibers)  und  dessen
Vater  „au  La,ns  (den  Grossvater  des  Schreibers);  am  Rande  ist
noch  von  erster  Hand  la;  hinzugefügt.  Die  Mehrzahl  dieser  Namen
kommt  auch  in  der  erwähnten  Oxforder  Hs.  vor.  Die  drei  Klöster
liegen  zusammen  bei  Killith  (vgl.  Sachau’s  ‘Reise’  S.  420).

Am  Anfange  und  sSchlusse  der  Hs.  finden  sich  Bemerkungen  und
Kritzeleien  von  späteren  Händen.

Die  Hs.  ist  1871  von  Dr.  Albert  Socin,  damals  in  Basel,  gekauft.

Dabei  eine  Reihe  aus  dem  Deckel  losgelöster  Fragmente,  meist
Theile  arabischer  Schriftstücke  aus  der  Mitte  des  18.  Jahrh.  (viele  mit
Siegeln),  auch  einige  Fragmente  syrischer  Handschriften.

Syr.  6  (orient.  18)  europäisches  Papier  Titel  -  Seite  und
169  5.  (Lagen  von  8Bl.)  zu  12:91  cm  die  Text-Columnen  zu  11
Zeilen  sind  nur  5  cmbreit,  so  dass  ein  34cm  breiter  Rand  frei  blieb
maronitische  Schrift,  ganz  vocalisirt  (mit  griech.  Vocalen),  mit  schwarzen
  diakritischen  und  mit  rothen  „205-  und  uaas-Punkten  verschen.
Überschriften  roth,  meist  mit  schwarzen  Punkten,  nur  zum  Theil  vocalisirt
  um  1600  weisser  Pergamentband.

Titel  (ohne  den  Namen  des  Verfassers)  wa  09  du  \n
eV  SER  25  solols  KK  (kan  Du  (am  Lan,  dann  olıne
Interpunktion  [usa.,o0)  Nuaann  0,9.

Der  Text  ist  abgedruckt  von  Bertheau  1843  unter  dem  Titel'Gregorii
  Dar  Hebraei...  grammatica  linguae  syriacae  in  metro  Ephraemeo..',
  nach  anderen  Handschriften  neu  herausgegeben  vom  Abb6
Martin  im  2.  Bd.  der  ‘Oeuvres  grammaticales  d’Abou’lfaradj’,  Paris
1872.  Auf  den  breiten  Rand  ist  (neben  jedem  Vers)  eine  lateinische
Übersetzung  geschrieben,  wie  es  scheint,  von  alter  italienischer  Hand,

aber  nicht  von  der,  w  elche  den  Text  geschrieben  hatte  (vgl.  Bertheau
S.  IX).

In  dem  Ornament  über  dem  Titel  steht  „AN  (so  NL  Las
wol,  d.h.  ‘Michael  ...,  Maronit’,  wahrscheinlich  Name  des  Schreibers.
  Auf  8.169  steht,  offenbar  nicht  von  dem  Besitzer  selbst,  son-30*

