Türkisch  8-11  475

Ture.  10  (orient.  172)  48  beschriebene  Blätter  zu  14:20  cm;
Safinah-Format.  Verschiedene  Hände;  bisweilen  gutes  Nashi,  meist
flüchtiges  Diwäni.  Wilken  hat  eingeschrieben  ‘Liber  continens  Carmina,
  Epistolas  et  alia  diversi  argumenti’.

Es  ist  dies  was  wir  etwa  ein  Album  nennen  würden,  ein  Buch,
in  welches  der  frühere  Besitzer  die  verschiedensten  Dinge,  die  ihn
gerade  interessirten,  zusammongeschrieben  hat.  Den  Anfang  macht
ein  Schreiben  des  Sultans  Ibrähim  (reg.  1049  —58  =  1640—48)  an
den  indischen  Kaiser  Säh-gahän  (reg.  1037—68  —  1625—58),  dann
folgt  ein  arle\la  des  Grossvezirs  Mustafä  PaSa  (d.i.  Qara  Mustafä,
hingerichtet  im  J.  1053  =  1644)  aus  der  ersten  Dekade  des  Rabi‘  I
1050  =  21—30  Juni  1640,  dann,  aus  demselben  Jahre,  ein  a2l&amp;Age
zwischen  Polen  und  der  Pforte  (vgl.  Hammer,  Osman.  Geschichte,
kleine  Ausgabe  III  217  und  denselben  bei  Eichhorn  IV  4  S.  1662)
u.s.w.  Später  folgen  (Bi.  43  und  46)  Recepte,  besonders  ophthalmiatrische,
  von  einem  Arzte,  welcher  in  der  Überschrift  Ja,  genannt
wird;  es  ist  vermuthlich  der  Vater  des  bekannten  Arztes  days  „zı)
(resp.  0,5  „z2})  Oder  sol;  haraıs  (FT  975  =  156778),  wenn  nicht  vielleicht
  dieser  selbst  gemeint  ist  (vgl.  Rieu,  Brit.  Museum  p.  125°).  Von
den  eingestreuten  Poesien  möchte  ich  ein  am  Ende  der  ersten  Nummer
(Bl.  4%)  stehendes  (natürlich  persisches)  Bait  von  Häfiz  —=  (Rosenzweig
116  24  und3  v.u):

1,100  lin  LORD  „Lim  b  wnd&gt;  90  al  ad  A  al
mit  einem  wol,is}  von  G’ämi:

',  IA  Sr  RER.  ol,  „arı&gt;  ?  rm  &gt;  yo  ea!  xs  2,48  Et  yo  Ua!
hervorheben.

Anfang  des  ersten  Schreibens:  Gie!  DS  VETEE  Br  ya]  8  gell  A|  BVvel
„SR  Kuwen  Crad  Kuoy  BEE  FFÜTERIEIN
[W.  Portsch]

Ture.  11  (orient.  173)  Handschrift  in  Safinah-Form;  124  beschriebene
  Blätter,  21  cm  lang,  94  cm  hoch.  Mehr  oder  weniger  gutes
türkisches  Nasta  likk  ;  auf  der  Seite  stehen,  schief  geschrieben,  ungefähr
10  Bait.  —  Auf  einem  vorgehefteten  ,  sonst  leeren  Blatt  steht  von
Wilken’s  Hand  'Collectio  Carminum  Turcicorum’.  Einband  mit  Goldund

  Silberfaden  gestick.  Am  Anfang  ein  einfacher  "Unwän.

Den  Anfang  machen  Gedichte  mit  der  Überschrift  ER  Ir  Are
(vgl.  Berlin  no.  320  und  327);  darauf  (Bl.  12V)  folgen  andere  mit  der

Überschrift  yo  Anl  „7,  dann  (Bl.  14°)  ein  93]  überschriebener  Hymnus
  von  einem  Dichter  Namens  „-ö,&gt;  (der  Plänkler‘).  Die  übrige
Handschrift  füllen  103  ya  56,  SAalö-,  x1,85-  und  £lew-Gedichte  ');

auch  stehen  auf  Bl.  99  bis  101  einige  Ghazelen  von  52.  (?)  dano3  ,
Dr,  ms  wre  We  und  &amp;u&gt;.  Auf  BI.  1°  steht

1)  Verfasser:  Se,  ee,  ser;  oh,  u  und  viele  Andere.