480  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

170  173—227;,  dafür  sind  mit  231  zwei  Blätter  bezeichnet.  Zwei  Löcher
  in  Bl.  15  sind  mit  Papier  verklebt.

Die  defecte  Handschrift  enthält  den  Roman  von  den  Heldenthaten
  des  Hamzah,  des  Sohnes  des  "Abd  al-muttalib  und  also  Oheims
des  Propheten.  Er  wird  hier  557  1m  „al,  in  dem  arabischen

Roman  gleichen  Inhalts  (s.  Gotha,  arab.  2420  fg)  ee  za

genannt.  Eine  andere  Handschrift  der  türkischen  Bearbeitung  ist  in
der  Ambrosiana  vorhanden  (s.  Biblioteca  Italiana  Tom.  XCIV  p.  330
no.  226).  Als  Verfasser  der  türkischen  Bearbeitung  wird  von  Hammer,
Osman.  Dichtkunst  I  71  ein  im  Jahre  815  =  1412/3  verstorbener
Schriftsteller  bezeichnet,  welchem  eben  diese  seine  Arbeit  den  Beinamen
  Hamzawi  eintrug.

[W.  Pertsch]

Ture.  20  (orient.  188)  123  beschriebene  Blätter  zu  20:  154  cm.
Ziemlich  gutes  Nastalik  mit  gewöhnlich  19  Zeilen  auf  der  Seite;
e  ist  nicht  regelmässig  ,  aber  ofi  durch  drei  untergesetzte  Puncte  gekennzeichnet;

  nur  10  und  9  Zeilen  stehen  auf  Bl.  64°.  Auf  der
Innenseite  des  Vorderdeckels  steht:  ‘Historia  Persica  Tarich  -  Tabari.
Tooanoxy  1721:  20  peßos’;  auf  dem  ersten,  sonst  leeren  und  deshalb
nicht  gezählten  Blatte,  von  Wilken’s  Hand  "Compendiuın  historiae  Persicae
  ab  Adamo  primo  homine  usque  ad  Abusaid  Bahadur  Chan  (F  1335)
quocum  auctoritas  Mogolorum  a  Hulagu  descendentium,  qui  IJrani  sive
Persiae  regnum  arripuerant  sublata  est.  Distinctus  est  liber  in  XXV
capita,  quorum  ultimum  etiam  veteres  Assassinorum  enumerat').  Sermone
  Tureico'.

Das  in  osttürkischer  Sprache  verfasste  Geschichtswerk,  welches
  den  Inhalt  der  vorliegenden  Handschrift  bildet,  beginnt  ohne  jede
Einleitung,  ja  selbst  ohne  Basmalah,  sofort  mit  der  Aufzählung  der
25  Capitel,  in  welche  es  zerfällt.  Der  Inhalt  derselben  ist  der  folgende:
  I  Bl.2°:  die  Propheten  vor  Muhammad;  II  heilige  Männer  ?
dieses  Capitel  ist  vom  Schreiber  ausgelassen;  III  Bl.  21°  die  Paschdadier;
  IV  Bl.  23°:  die  Kajanier;  V  Bl.27”:  die  SSL)  du;  VI

Bl.  29:  die  Sasaniden;  VII  Bl.  34°:  der  Prophet  Muhammad;  VII

Bl.  41°:  die  vier  ersten  Chalifen;  IX.  Bl.  50°:  die  Imame  .„Iks  &amp;5};
X  Bl.  52°:  die  „Lse}  und  die  „„„a»u  des  Propheten;  XI  Bl.  57°:  die

Umaijaden;  XII  Bl.  65°:  die  Abbasiden;  XIII  Bl.  68°:  die  Saffariden
(ea)  245);  XIV  BI.  685:  die  Samaniden;  XV  BI.  72%:  die  Ghaznawiden;

  XVI  Bl.  74:  die  Ghoriden;  xvI  Bl.  75°:  die  Buwaihiden;
XVII  Bl.  792:  die  Seldschuken  ;  XIX  Bl.  87%:  die  Chwarazmschahe;
XX  BI.98°:  die  Atabegen  von  Färis  (Salghariden);  XXI  Bl.  99:  die
Ismailiden  =  Fatimiden;  XXII  Bl.  102%:  die  Ismailiden  von  ’Iräk  und
Huräsän  d.h.  die  Kutluk  -  Ohane;  XXIIL:  die  Fürsten  von  Kirmän
(vom  Schreiber  ausgelassen);  XXIV  Bl.103°:  die  Mongolen,  d.h.  Dschin-I)

  Dieser  Irrthum  beruht  wahrscheinlich  darauf,  dass  die  Namen  der  in  dem
letzten  Capitel  behandelten  Personen  stets  mit  einem  roth  geschriebenen  Zu

eingeführt  werden.