482  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

presque  ä  chaque  pas  l’ignorance  ou  le  peu  d’attention  du  copiste’.
Der  Text  ist  von  anderer  Hand  durchcorrigirt  und  mit  Randnoten
versehen.  Dieser  Corrector  hat  seinem  Arger  über  die  Nachlässigkeit
des  Schreibers  in  ein  paar  Versen  hinter  der  Unterschrift  Luft  gemacht.
  Man  findet  sie  mit  Übersetzung  im  Bulletin  scientif.  a.  a.  O.

Anfang  des  Werkes:  lee!  de  za  am,  zumal
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Die  Unterschrift  auf  8.283  lautet:  (sl  dl  d5  5,5  al  u
pen  UT  5  al  Ks  RL  eds  ri  \O5y2  (Ri  IiAR  Zul

Die  Abschrift  wurde  demnach  von  einem  gewissen  Häfiz  Bikkä
i-  J.  1129  (beg.  16  Dec.  1716)  in  Tobolsk  vollendet.

S.  283  unter  der  Subscription  steht  ‘Daniel  Gottlieb  Messerschmidt,
D.  Omai-Turk  (?)  Excubiis  ad  Jenizeam  d.  ..  Sept.  A.  1721’.  Von
Messerschmidt  (vgl.  Gatterer’s  Journal  12  Vorrede)  stammt  wahrscheinlich
  der  langathmige  Titel  auf  Bl.  1?;  aus  seinem  Nachlass  wurde  die

Hft  1778  erkauft.

Ture.  23  (orient.  162)  orientalisches  Papier  mit  Wasserzeichen  ;
36  BL,  274  cm  hoch,  181  cm  breit  1574

Schrift  sehr  sauber  und  zierlich,  unvocalisirt.  Die  Vorrede  auf
8.1—3  ist  von  schwarzen  und  goldenen  Linien  eingerahmt.  Auf
Bl.  1°  in  blauem  Felde  das  goldene  Titelschild:

also  eine  Genealogie  der  osmanischen  Sultane  und  der  früheren  Herrscher
  der  muhammedanischen  Völker,  die  bis  zu  Adam  hinauf  geführt
wird.  In  der  Vorrede  (Bl.  1  vorletzte  Zeile)  nennt  sich  der  Verfasser
Saal}  Dus  2  ms  (Jüsufibn  “Abd-al-latif)  und  giebt  an,
dass  er  unter  der  Regierung  des  Sulaimän  I  (1520—66)  mit  Hilfe
einer  persischen  Vorlage  gearbeitet  habe.  Er  giebt  noch  einen  zweiten
  Titel  seines  Werkes:  su&gt;S}  sw  (wohl  nur  ein  Schreibfehler  für

„u&gt;Sl,  wie  der  Titel  gewöhnlich  heisst).  Die  Genealogie  besteht  aus

Namensschildern,  grün,  roth,  blau,  oder  schwarz  umrändert,  denen  oft
cine  Erläuterung  beigegeben  ist.  Dem  mit  Adam  beginnenden  Stamnmbaum
  der  Patriarchen  und  Propheten  bis  auf  Muhammad  herab  läuft
parallel  der  Stammbaum  der  vier  alten  persischen  Dynastien,  der
aslolo  (so  die  Vorrede),  der  „zLuslas,  der  „ustaal  und  der  „ulm.
An  Muhammad  schliessen  sich  an  die  ersten  Chalifen  und  die  12
Imäme,  dann  kommen  die  Genealogien  von  10  Dynastien:  der  Ummajjaden
  bis  zu  den  Osmanen.  Der  letzte  in  der  Reihe  der  Sultane  ist
Salim,  der  Sohn  Sulaimän’s,  den  der  Abschreiber  selbst  hinzugefügt
zu  haben  scheint.  Anfang  der  Vorrede:  Je)  "Az  2  sii,  &gt;  3  A7

SS  malen  u  X.  BI.34®  die  Datirung  von  der  letzten  Dekade
  des  Du’l-kada  980  =  März  1573.

Bl.  35°  in  äusserst  flüchtiger,  kaum  lesbarer  Schrift  von  anderer
Hand  eine  Weiterführung  des  Stammbaums.  Bl.  35%  und  36°  Daten