Türkisch  22—26  483

aus  der  türkischen  Kriegsgeschichte,  insbesondere  Eroberungen  von
Städten  und  Ländern,  wieder  von  dem  Schreiber  des  Buches.

Ture.  24  (orient.  161)  orientalisches  Papier  mit  Wasserzeichen,
43  Bl.  zu  254  :18  cm  geschrieben  zwischen  1710  und  1720

Schrift  zierlich  und  gut  lesbar,  vocalisirt.  Brauner  Lederband
mit  gepressten  Ornamenten  und  mit  Klappe.

Dasselbe  Werk  wie  in  Turc.  23,  nur  ohne  die  Vorrede  und  in  bescheidenerer
  Ausstattung.  Das  Namensschild  Muhammads  auf  Bl.  16°
umschliesst  auch  die  Namensschilder  seiner  Frauen  und  Kinder.  Die
Genealogie  der  osmanischen  Sultane  ist  von  der  Hand  des  Schreibers
bis  auf  Ahmad  III  (1703  —1730)  fortgeführt;  hinzugefügt  sind  in  sehr
unbeholfenen  Schriftzügen  die  Sultane  bis  Mahmüd  II  (1808).

bl.  415—43°  noch  75  Namensschilder  von  berühmten  Heiligen
und  Saihen  mit  der  Angabe  ihres  Todesjahres.

Ture.  25  (orient.  164)  79  beschriebene  Blätter  zu  204  :144  cm.
Gleichmässiges,  aber  dennoch  ziemlich  schwer  zu  lesendes  Diwäni  mit
gegen  30  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  Bl.  1?  steht  von  Wilken’s  Hand
‘Liber  turcieus,  qui  singulorum  imperii  Osmanici  magistratuum  officia,
atque  rationem  imperii  administrandi  explicare  videtur.  —  Auf  dem
letzten  der  vorgehefteten,  sonst  leeren  Blätter  ist  ein  schönes  Siegel

zweimal  abgedrückt;  im  Inneren  desselben  steht:  vun  ST  50%  Os);
rings  herum  sind  die  persischen  Verse  zu  lesen:

RB  rg  Em  (je  &gt;  j:  ws!

(s.  Reinaud,  Monuments  musulmans  du  Duc  de  Blacas  Il  p.  282  no.121
und  Berliner  pers.  Handschriften  S.  232).  Datirt  ist  das  Siegel  vom
Jahre  1131  (Mi  al)  =  1718/9.

Den  Inhalt  der  Hs.  bildet  ein  a«L.,,5&amp;,  oder  vielleicht  nur  Auszüge

  aus  einem  solchen;  den  Anfang  machen  Verordnungen  über
Dteuerverhältnisse  '),  das  Ende  vermischte  Verordnungen  asli-.  Da

jede  Einleitung,  ja  sogar  die  Basmalah,  fehlt,  ich  auch  das  Buch  mit
keinem  der  mir  bekannten  Qänün-nämah  habe  identificieren  können,
so  kann  ich  über  den  Redactor  desselben  u.s.  w.  nichts  sagen.  Da
auf  BI.  3°  ein  Farmän  aus  dem  Muharram  1004  (=  6  Sept.—5  Oct.
1595)  als  zu  Recht  bestehend  erwähnt  wird,  ist  die  Sammlung  jedenfalls
  nach  dieser  Zeit,  aber  vermuthlich  nicht  lange  nachher  entstanden.

Anfang:  3b  (Zeil  sul  le  alal  &gt;  a  Se  JUi,  uni  m)
DR  [W.  Pertsch]

Ture.  26  (orient.  163?)  153  beschriebene  Blätter  zu  20:  14  cm.
Gutes  Nashi  von  türkischem  Zuge  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.
‘Ex  donatione  Henrici  Ewald.  1875.

Die  Handschrift  enthält  dasselbe,  unter  Ahmad  I  (reg.  1012—1026
=  1603—1617)  erlassene  FSKeL  über  die  Verhältnisse  der  Jani-1)

  JA  yn,  aildonzyn  und,  „ii  D0ay  =  di,  ni  em,
Vgl.  Hammer,  Staatsverfassung  I  241.
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