485  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Ture.  36  (orient.  140)  223  beschriebene  Blätter  von  25:  154  cm.
Schönes,  theilweiso  vocalisirtes  Nashi  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.
Die  Seiten  sind  mit  einer  Goldleiste  und  mehreren  schwarzen  Linien
umzogen,  die  Satztheile  durch  goldene  Puncte  getrennt.  Stellen,  welche
jedenfalls  mit  Rubricationen  ausgefüllt  werden  sollten,  sind  von  dem
Schreiber  leer  gelassen,  aber  bisweilen  von  einer  sehr  rohen  und  flüchtiren
  Hand  mit  schwarzer  Tinte  ausgefüllt;  auch  ein  ‘Unwän,  für
welchen  am  Anfang  Platz  leer  gelassen  ist,  ist  nicht  vorhanden.  Die
Abschrift  wurde  von  einem  gewissen  Ahmad  amı  Nachmittag  eines
Mittwochs  im  Rabi'  I  958  (=  9  März—7  April  1551)  vollendet.  Auf
Bl.  2?  ist  ein  Siegel  mit  der  (nur  theilweise  gekommenen)  Inschrift

al

(&gt;

Ve  sus
abgedruckt;  s.  Reinaud,  Monuments  du  Duc  de  DBlacas  II  37  und
Pl.  I  no.  13.  |
Ausser  einem  Namen  (dem  eines  früheren  Besitzers  der  Handschrift?)
  und  der  wieder  ausgewischten  Bemerkung  BEIWeN,  us  steht
auf  BL.1  LA,  „um  &gt;  lsssuei  „US,  und  dieselbe  Bemerkung,
  mit  dem  Beisatze  ‚A455,  ist  auf  einem  dem  Vorderdeckel  aussen

aufgeklebten  Zettel  wiederholt‘).  Diese  Bemerkung  besagt  also  1)  dass
das  vorliegende  Werk  von  Sinän  Pa$a  (auch,  als  Erzieher  Muhanmmad’s
  II.,  Chwägah  Pasa  genannt,  7  891,  beg.  7  Januar  1486;  -.
Hammer,  Dichtkunst  1  243)  verfasst  sei;  und  2)  dass  es  den  Titel
saluuswas  ‘das  Buch  des  Rathes’  trage.  Die  erstere  Angabe  ist  richtig;

  denn  auf  Bl.  19°  sagt  der  Verfasser  von  sich:  Sus‘  Syäino&gt;  Mi]

All  us  wu  al  g  aai  „»  —  und  dieses  xl  os  ist  eben  von  Sinän
  PaSa  verfasst  (s.  H.  Hal.  II  308,  3045;  Gotha  no.  79  und  80).
Dagegen  scheint  die  andere  Angabe,  dass  dem  Buche  der  Titel  cansus5

x2b  zukomme,  auf  einem  Irrthume  zu  beruhen.  Auf  BI.  20°  nämlich
sagt  der  Verfasser  von  dem  vorliegenden  Buche:  „,.5  &amp;  as  Ne)  a3  ms

SAAS  AD  salberswas  sl  Ke  de  m  rl  Slaäsl  Kam  „&gt;
ul  wur;e  (&gt;  XS  .»,  was  doch  nichts  anderes  heissen  kann,
als  dass  er  hier  ein  Buch  über  Moral  und  gute  Sitte  Ke  in  Form

eines  nlwiswas  geschrieben  habe;  ähnlich  wird  das  Buch  auf  Bl.  21®
ein  yo  „US,  eine  Pflichtenlehre,  genannt.  In  der  That  enthält  das-.

  ))  Auch  steht  auf  einem  vorgehefteten  Blatte  von  alter  Hand:  Liber  admonitionum
  Celeberrimi  Sinai  [sic]  Bassa,  Moralis  et  Politicus;  und  darunter  von

anderer  Hand:  Von  Herrn  D.  und  Prof.  Theol.  Schleusner  als  Geschenk  erhalten
den  21  May  179.