498  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Orient.  var.  81  (orient.  219,  sinhalesisch  und  tamil)  24  Palmblätter
  (Olei’s),  23  sinhalesisch  504  cm  breit,  3cm  hoch;  1  tamil
44  cm  breit,  22  cm  hoch

Die  sehr  cursiv  geschriebene  Handschrift  enthält  christliche  Gebete
  und  einen  kleinen  Katechismus;  die  Absätze  schliessen  stets  mit
Amen  (oder  Amem)  Auf  Bl.  1  steht  das  Vaterunser.

‘Vit  het  Cabinet  van  Doctor  Visser,  October  1769.

Orient.  var.  110  (orient.  221,  kalmückisch  und  tatarisch)
3  Bl.  18  Jahrh.

1)  Kalmückischer  Brief  (1  Bl.  zu  264:174  cm):  Don-rob-raSyin
bitik,  inaral  majur  kabilar  gobornator  Sbän  Peterüci  Izamai-lobtu  bariba
  (Brief  des  Don-rob-ra$Si,  durch  den  Generalmajor  Gabler  (?)  dem
Gouverneur  Iwan  Petrowitsch  Ismailow  übergeben).

2)  Kalmückischer  Brief  (1  Bl.  zu  25:164  cm)  des  Dharma  Paltan
und  des  Galdan  Danjin  an  den  Diener  des  grossen  Herrschers  (den
kaiserlichen  Beamten?)  Aidarh  ani  Bulg  ädar  (Schluss  fehlt).
|  3)  1Bl.  zu  41:34  cm  (tatarisch)  ‘Diese  Weltbeschreibung  hat
ein  tatarischer  Achun  im  Kasanischen,  der  zu  Samarchand  studirt  hat,
nach  seinem  Begriffe  verfertiget”.

‘Ad  Alb.  Wittenberg  Hamburgensem  misit  Moscua  M.  Sonneschmidius,
  qui  rem  sacram  ibi  facit,  a.  1748”.

Fragmente  aus  der  Sammlung  Morbio.

17  Fascikel  verschiedenen  Formats;  darin  Fragmente  von  Pergamenthandschriften
  des  VI—XV  Jahrhunderts,  mit  Ausnahme  von  no.  17
alle  in  lateinischer  Sprache  und  fast  alle  in  italienischer  Schrift,  deren
Entwicklung  durch  diese  Sammlung  in  vortrefllicher  Weise  veranschaulicht
  wird.  Die  Fragmente,  bald  Doppelblätter,  bald  einzelne
Blätter  oder  Theile  von  solchen  (in  der  folgenden  Beschreibung  ohne
Unterschied  als  ‘Stücke’  bezeichnet),  haben  zum  grossen  Theil  zu  Einbänden
  gedient,  worauf  jedenfalls  zum  Theil  ihre  vielfache  Beschädigung
  und  grosse  Unleserlichkeit  zurückzuführen  ist.

Die  Sammlung  wurde  1889  aus  dem  Nachlasse  von  Carlo  Morbio
erworben  (no.  364  des  Auctionskatalogs  von  1889).

Morbio  1

Verschiedene  grössere  und  in  sich  zusammenhängende  Stücke:
1a  (25  Bl.  zu  174:121  cm,  XIV  Jahrh.)  Excerpte  aus  Seneca,  de  beata
  vita,  quod  in  sapientem  non  cadit  iniuria,  de  clementia,  de  prudentia
  (!),  de  beneficiis  (dazwischen  jedoch  auch  manches  aus  anderen
Schriften),  sowie  (aus  derselben  Hs.)  Epistola  b.  Bernardi  de  re  familiari
  ‘Doceri  petis’.  1b  (10  Bl.  zu  204:  13%  cm,  XV  Jahrh.)  Fragment
  eines  Dialogs  (Symposium).  Der  Verfasser,  der  die  Schrift  einem
Franciscus  widmet,  bezeichnet  sich  als  Arimineus.  Über  die  Personen