904  Gocttingen,  Diplomatischer  Apparat

breit  42,  hoch  4cm  mit  2  Löchern,  aus  einem  grösseren  Tamil-Werke.
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App.  dipl.  8J  Bruchstücke  orientalischer  Handschriften:
Arabisch:  etwa  TOBI.,  darunter  50  aus  Koranen  oder  Gebetbüchern  ;
Persisch:  22  Bl.  von  Sa’di’s  Gulistän  17  Jh.;  3  Briefe  an  den
Kaufmann  Wilh.  Leyel;  Türkisch:  2  Briefe  und  8  Bl.  eines  Gebetbuches.
  Brief  von  C.  W.  Büttner  an  Heyne,  über  einige
orientalische  Bücher  und  über  die  Britannischen  Sprachen.

App-  dipl.  10E  XXI  Mappen  in  fol.

Fragmente  von  Handschriften  und  Urkunden  des  10—16  Jahrh.,
zum  allergrössten  Theil  Pergament.  Viele  davon  dienten  einst  zu  Umschlägen
  von  Büchern  oder  Akten,  zum  Theil  im  Kloster  Hildewardeshausen
  (vgl.  z.B.  die  Aufschriften  auf  no.  I22  und  IV  13).  Der
Inhalt  derselben  ist  sehr  verschieden  (Bibel,  Lectiones,  Sermones,  Ius
canonicum,  etc.);  besonders  zahlreich  sind  die  Fragmente  liturgischen
Inhalts  (meist  mit  Neumen  oder  Noten).  Die  Bruchstücke  sind  einst
nach  Jahrhunderten  geordnet  worden,  jedoch  nicht  ohne  Verletzungen
dieser  Regel.

Mappe  I  27  Stücke  ‘X—XI  Jahrh.’,  darunter:  no.  2a  Eusebius
hist.  eccl.  IV  17--21  in  der  Übersetzung  des  Rufinus  (X  Jahrh.)
no.  12  und  13  (2  Bl.,  XI  Jahrh.)  Fragmente  von  Julius  Valerius,
Res  gestae  Alexandri  'inquit  somnium  si  somniabo’  (ed.  Kübler  p.  4  ıe)
bis  ‘igitur  istud  est’  (p.  722)  und  ‘Philippus’  (p.  142)  bis  'enim  instabilibus’
  (p.  17  10);  vgl.  Jahrbücher  für  class.  Philol.  141  (1890)  S.  792
Anm.  114’):  1  Bl.  X1/XIlJahrh.,  32:214  cm  mit  29  Zeilen,  Stück
eines  Antidotariums,  darin  z.B.  Gira  quem  dedit  Rufinus,  quod
utebatur  ipse  qui  sine  periculo  purgat.  facit  epilempticis,  was  ähnlich
im  Antidotarium  Vindocinense  und  Augiense  vorkommt.  I  15:1
Blatt  aus  derselben  Hft,  aber  von  anderer  Hand  geschrieben  :  Stück
eines  Auszugs  aus  jenem  Buche  über  virtutes  herbarum,  welches  in
der  Hft  in  St.  Gallen  762  8.  72—137  steht,  und  dessen  Inhalt  Val.
Rose,  Anccdota  II  123  verzeichnet;  dies  Bruchstück  beginnt  in  no.  2

(iusquiamus)  und  schliesst  in  no.  35  (telis).  no.  27  (LBbil.  XI  Jahrh.)
Servius  zu  Verg.  Aen.  760—782.
Mappe  II  16  Stücke  ‘Saec.  XIT’,  darunter  II  7%),  wozu  gehören

  III  15  10  16:  4  Blätter  (XII  Jahrh.)  eines  Antidotarium’s,
enthaltend  II  7  und  Ill  15  ‘pulvis  ...  rodopiston’;  dann  fehlt  mindestens
  1  Blatt;  dann  Ill  10  ‘standen  ...  sciruppus  calidus’;  dann
fehlen  2  Blätter;  dann  III  16  ‘trifera  minor...  theodoriton  anacardium’;:
Bruchstücke  (in  älterer  und  reinerer  Fassung)  jenes  grossen  Antidotariums,
  welches  in  der  Basler  Hft  (DIII  14,  XIL/XIllJahrh.,  Bl.  9—134)
in  schlechterer  Fassung  enthalten  ist,  dort  genannt  'Antidotarius  magnus
  Galieni  secundum  ordinem  alphabeti’.  Dieses  Antidotarium  magnum
  war  die  Quelle  des  weit  verbreiteten  Antidotariums  Nicolai  praepositi,
  sowie  es  als  ‘Antidotarium  universale  quod  de  multis  antiquis

1)  I  14  und  15  sind  beschrieben  nach  freundlichen  Mittheilungen  Valentin
Rose’s.

2)  Die  Beschreibung  dieser  4  Blätter  beruht  auf  freundlichen  Mittheilungenu
Valentin  Rose’s.