910  Goettingen,  Wilh.  Müller's  Sammlung

angelsächsische  Schrift  des  VIII/IX  Jahrh.  Aus  einem  grösseren
Werke  theologischen  Inhalts.
Müller  III  9  und  11  2  Fragmente  einer  Handschrift  des  X

Jahrh.  Isidor  Etymolog.  XVII  6,10  ‘a  cadendo  dicunt  quia  post
casum’  bis  7,8  ‘cedri  odorem  referant’  und  XIX  22,13  “confic)iturque
in  insula’  bis  23,4  ‘hispida  ut  imbres’.

Müller  ILL  10  2  Bl.  zu  etwa  35:25  cm,  zweispaltig,  auf  dem
einen  eine  grosse  rothe  Initiale,  XI/XTI  Jahrh.  Priscian,  Institutiones:
  1)  Praefatio  $  5  ‘Primus  liber  continet’  bis  I  $  3  'vocis  composite
  hoc  est  que’;  2)  I  $12  “vete)res  grecos  pro  @’  bis  $  17  'quam
in  sono  pro  una,

Müller  III  16  1  Doppelblatt  zu  33:21  cm,  zweispaltig,  roth
und  blau  verzierte  Initialen,  XIV  Jahrh.  Aus  Buch  18  von  Bartholomaeus
  Anglicus,  de  proprietatibus  rerum.

Müller  III  19  1Bl.  zu  28:19cm,  zweispaltig,  rothe  Überschriften
  und  Initialen,  XII/XIN  Jahrh.  Isidor,  Etymolog.  Buch
XX,  Anfang.

Müller  III  22  1  Bl.  zu  35:244  cm,  zweispaltig,  XIII  Jahrh.
Aus  der  Vita  8.  Mauri.

Müller  ILL  29  1  Doppelblatt  in  klein  folio  (oben  verstümmelt),
zweispaltig,  rubricirt,  XIV  Jahrh.  Caesarius  von  Heisterbach,
  Dialog.  miraculorum  I  40—II  3.

Müller  IH  31  vollständige  Handschrift;  Pergamentstreifen
561  cm  lang,  10cm  breit  auf  einer  neueren  Holzrolle;  auf  beiden  Seiten
  beschrieben  ;  rothe  Überschriften  XII1/XIV  Jahrh.

Medicinische  Sammelhandschrift:  jene  Rolle,  welche
Chph.  Gottl.  v.  Murr  aus  des  Thomasius  Bibliothek  gekauft  und  in
seinem  Journal  zur  Kunstgeschichte  IV  1777  8.108/12  beschrieben
hat,  welche  dann  Choulant,  Aegidius  8.  35/6,  Daremberg,  Notices  ..
des  manuscrits  mödic.  S.  174  und  Rose  Anecdota  1172  für  verschollen
erklärt  haben.  .

Die  Vorderseite  enthält  nach  der  Überschrift  ‘Incipiunt  compilata
ihohannis  theodosie  Versiculi  de  pulsibus  .  iohannis  stephani  amen’  zunächst
  den  liber  pulsuum  des  Aegidius  (ohne  die  Prosa-Binleitung
  ;  am  Ende  ‘Explicit  liber  pulsuum  Egidii’),  sodann  desselben  liber
de  urinis  (ebenfalls  ohne  die  Prosa-Einleitung;  am  Ende  ‘Explicit
liber  de  urinis  editus  ab  Egidio)).

Hierauf  folgt  ein  drittes  medizinisches  Gedicht  von  etwa  1270
Hexametern,  überschrieben  liber  de  signis  et  sinthomatibus
egritudinum’,  am  Ende  ‘Explicit  liber  de  signis  et  causis  metrice’;
Anfang  ‘Aude  aliquid  mea  musa  novi  proscribe  timorem’.  Dasselbe
erstreckt  sich  bereits  auf  einen  grossen  Theil  der  Rückseite  des  Streifens.
  Dies  Gedicht  ist  ebenfalls  von  Aegidius  verfasst  (s.  Daremberg
  8.173),  aber  noch  nicht  veröffentlicht;  es  scheint  in  dieser  Hit
nur  unvollständig  erhalten  zu  sein.

Es  folgen  noch  ‘Versus  magistrales  pro  conservanda
sanitate  corporis,  84Hexameter:  Anfang  ‘Hec  praecepta  sequi