Gesellschaft  der  Wissenschaften  513

J.  D.  Michaelis,  von  Gesner  und  Anderen  hier  liegen;  mehr  Interesse
haben  die  zahlreichen  Manuscripte  von  A.  v.  Haller,  da  manche  Stücke
nur  in  abweichender  Fassung  oder  in  Übersetzung  ‚gedruckt  sind;  ein
Aufsatz  von  H.  Ewald  de”  ferlarum  Hebraicarım  origine  ac  ratione
ist  nur  in  deutschem  Auszuge  gedruckt  (Anzeigen  1835  S.  2025).

Dagegen  die  Abhandlungen  von  Nichtmitgliedern  oder  von
Auswärtigen  wurden  nur  in  den  Sitzungen  vorgelegt  und  im
besten  Falle  ein  Referat  über  dieselben  in  den  Anzeigen  veröffentlicht;
derartige  Schriftstücke,  denen  oft  noch  Begleitbriefe  der  Verfasser  oder
Gutachten  der  Göttinger  Mitglieder  beiliegen,  sind  oft  noch  jetzt  zu
brauchen.  Der  Art  sind  z.B.  C.  Fr.  Drais,  über  das  von  ihm  erfundene
  Fahrrad  1816/7;  J.  R.  Forster  1785  de  imperio  Assyriaco  Medico
  Babylonico  Persico;  C.  Fr.  Gauss  de  integratione  formulae
differentialis  (1  +»  cos  op)".  dp  (gedr.  Nachrichten  1893  S.  617—646)  ;
G.  Fr.  Grotefend,  die  4  kleinen  Aufsätze  1802/3,  in  denen  er  seine
Entzifferung  der  Keilschrift  zuerst  darlegte  (abgedruckt  in  den  Nachrichten
  1893  S.  573—616),  nebst  vielen  Briefen;  Joh.  Gottl.  Lehmann
de  figuris  cerystallorum  salinarum  saliumque  vegetationibus  tam  naturalibus
  quam  artificialibus;  Simeon  Milutino  witsch,  eigenhändig
geschriebene  Stücke  seiner  Gedichte  mit  Briefen  1826/7;  Kurt  Sprengel,
  de  pestibus  saeculi  sexti  analecta  (Auszug  in  den  Anzeigen  1793  389)  ;
Schriftstäcke  von  Unbekannten  oder  von  Gesellschaften,  so  Vorschlag
der  Mannheimer  Akademie  1781  wegen  Wetterbeobachtungen  mit  langen
  Briefen  von  Kästner  und  Lichtenberg.

Von  den  Schriften  und  dem  Briefwechsel  betr.  Recensionen  in  den
Anzeigen  sind  noch  manche  Stücke  erhalten,  besonders  viele  Briefe
auswärtiger  Recensenten,  so  von  L.  A.  Gebhardi,  L.  F.  B.  Lentin,  M.
Chr.  Sprengel,  Dietr.  Tiedemann  und  Anderen.

Viele  Schriftstücke  der  bisher  genannten  Arten  sind  verloren;
erhalten  aber  sind  die  Begleitbriefe  dazu;  zu  diesen  kommen  die  Begleitbriefe
  der  eingesendeten  Druckschriften.  Die  Briefe  aus
Göttingen  selbst  betreffen  meist  Recensionen  für  die  Anzeigen  ;  darunter
  besonders  von  Blumenbach,  Bouterwek,  Eichhorn,  Gauss  (1),  Heise
(1),  Kästner  und  Lichtenberg  (sehr  viele),  A.  W.  Schlegel  (1),  Schlö-Zer.
  Mannigfaltiger  sind  “die  Briefe  von  auswärts,  besonders
von:  Baer  1827,  Al.  Brongniart  1797,  Frobenius  abbas  in  Regensburg,
Albr.  Haller’s  Sohn  1778  über  die  Bibliothek  seines  Vaters,  W.  v.
Humboldt  Rom  1803,  Massmann  über  seine  Jubiläunsschrift,  Carst.
Niebuhr  (7  Br.),  Lor.  Oken  1807  Wangeroog  (über  die  Sprache  der
Bewohner),  G.  Fr.  Parrot  Carlsruhe  1791  mit  Briefen  Kästner’s  und
Lichtenberg’  s,  V.  de  Persigny  (der  spätere  Herzog)  aus  prison  d’ötat  1845,
Pingr&amp;  (5),  Silvostre  de  Sacy  (4);  dann  Schreiben  der  Regierung,  2.  B.
1785  über  eine  oldenburgische  Weserkarte  nach  neuer  Methode  mit
Gutachten  von  Kästner.  Dabei  Varia  (auch  Acten  über  Normal-Maass
und  -Gewicht  von  Gauss  1841,  auf  Pergament  geschrieben).

Preisaufgaben  stellte  die  Gesellschaft  von  1751  ab  nicht  nur
eigene,  sondern  auch  occonomische  für  das  hannoversche  Magazin.
Erhalten  sind  noch  manche  Vorschläge  von  Themata  (so  z.  B.  von
Gauss,  W.  Weber).,  deren  immer  3  vorgeschlagen  aber  nur  1  veröffentlicht
  wurde;  dann  schr  viele  Preisarbeite  n,  natürlich  alle  ohne