2  Elnleitung.

erforderlich  ist,  so  einrichten  kann,  daß  ihm  selbst  dabei
die  Aufgaben  zufallen,  zu  deren  Erfüllung  er  imstande
  ist,  auch  seine  Ausfsichtstätigkeit  —  selbst  bei
Fällen  sehr  schwerer  Invalidität  —  immer  noch  eine
Betätigung  von  Wert  darstellt.  Daß  hierdurch  die
Kriegsbeschädigten  vor  Mißmut,  Trunk  und  Müßiggang
  am  ehesten  bewahrt  werden  können,  und  daß
damit  indirekt  dem  Vaterlande  eine  wertvolle  Kraftquelle
  erhalten  bleibt,  liegt  auf  der  Hand.  Zum  Erwerb
  einer  Eigenwirtschaft  bedarf  es
aber  eines  Kapitals.  Es  setzte  daher  in  Wort
und  Schrift  eine  Bewegung  ein,  die  darauf  abzielte,
einen  Teil  der  den  Kriegern  und  ihren  Hinterbliebenen
  zustehenden  Rentenbezüge  in  ein  Kapital
zu  verwandeln  und  ihnen  dies  zum  Zwecke  des  Grundstückserwerbs
  zur  Verfügung  zu  stellen.  In  verschiedenen,
  an  den  Reichstag  gelangten  Anträgen,  von
denen  die  von  der  Gesellschaft  zur  Förderung  der
inneren  Kolonisation  im  Mai  1915  und  die  von  dem
sogenannten  Hauptausschuß  für  Kriegerheimstätten
—  Boden-Reformer  —  bald  danach  eingebrachten  Anträge
  hier  Erwähnung  finden  sollen,  und  in  mehrfachen
  Schriften  —  val.  u.  a.  die  Aufsätze  von  Dr.
Keup:  Invaliden-Ansiedelung-  Voraussetzungen
  und  Wege  und  von  Ober--Regierungsrat
  Alfred  Meyer:  Die  ländlichen  Invaliden
  zurück  auf  das  Landl!  im  Archiv  für
innere  Kolonisation  Bd.  VII  S.  189  ff.  und  199  ff')

*)  Der  letztgenannte  Aufsatz  ist  auch  als  besondere

Schrift  im  Verlage  der  Schriftenvertriebsanstalt  G.  m.  b.  H.
Berlin  SW  68,  erschienen.