Vorwort.

Die  Bestimmung,  welche  ich  anfangs  dieser  Schrift
zugedacht,  war  die,  ein  Gedenkbuch  fuͤr  diejenigen
zu  werden,  die,  ohne  bisher  besondere  Gelegenheit
zu  historischer  Selbstbildung  gehabt  zu  haben,  durch
die  lebhaft  angeregten  vaterlaͤndischen  Interessen  der
Gegenwart  sich  zu  dem  Wunsche  bewogen  fuͤhl—
ten,  nunmehr  auch  einen  tiefern  Blick  in  die  Berhaͤltnisse
  der  BVergangen  heit  zu  thun.  Ich  fand,
und  mit  mir  so  mancher  Andere,  daß,  ohngeachter
der  unserm  Waterlande  mit  Reche  zuerkannten,  die
meisten  Stände  durchdringenden  Bildung  und  Reife,
dennoch  daselbst  die  Geschichte  des  eigenen  Volkes
  und  Landes  bei  weitem  noch  nicht  allgemein
  genug  bekannt  sey,  wahrend  in  vielen
Lindern,  welche  rücksichtlich  ihrer  übrigen  Intelligenz
nicht  im  Entferntesten  den  Vergleich  mit  Sachsen
aushalten,  die  Geschichte  des  Vaterlandes  in  das
tiefste  Herz  und  teben  des  Volkes  übergegangen  ist—
Gleichwohl  darf  die  Geschichte  Sachsens  in  ihrem
Ursprunge  wie  in  ihrem  Fortgange,  sich  kühe  mit