IV

den  Schicksalen  der  merkwürdigsten  Länder  und  Nationen
  messen;  beinahe  jede  große  Welbbegebenheit
hat  auch  Sachsen  in  ihren  Wirbel  hineingezogen,
es  unmittelbar  erfaße,  oder  wenigstens  gestreift,  und
in  jeder  Hinsicht  steht  Sachsen  seiner  Geschichte  würdig,
  sein  Volk  für  dieselbe  reif  und  ausgebildet  da.

Gegenwärtige  Schrift  sollee  daher,  durch  die
Art  und  Weise  ihres  Erscheinens  (in  wohlfeilen  Heften)
  dem  Publicum  den  Vortheil  einer  leichten  Anschafflichkeit
  bieten  und  einzig  in  diesem  äusseren
Uncerschiede  sollte  ihre  Eigenthümlichkeic  vor  den
früher  erschienenen  sächsischen  Geschichtsbüchern  besteben.
  Gern  verzichtet  mein  Buch  auf  den  Ruhm,
Neues  geliefert  zu  haben;  zumal  da  bei  so  hochverdienten
  Vorgängern,  wie  Weisse,  Pölitz,  Wachter,
Böttiger  u.  A.,  dieses  Bestreben  doch  nur  vergeblich
gewesen  seyn  würde.  Es  will  nur  in  einem  verständlichen
  Tone,  mit  innerer  Treue  und  Charakterwahrheic
  zu  seinen  Lesern  sprechen  und  ihnen  die  Gelegenheit
  der  Belehrung  mäöglichst  zugänglich  machen.
  Durch  die  unerwartet  große  Theilnahme  und
Verbreicung,  welche  das  harmlose  Unrernehmen  fand,
hat  es  eine  gewisse  Wichrigkeir  gewonnen,  die  es  nicht
suchte,  wie  belohnend  sie  auch  dem  Verfasser  ist.
Dagegen  konnce  die  Hoffnung,  welche  Börtiger  in
der  Worrede  zu  seinem  Geschichtswerke  ausspricht:
„daß  seine  Schrift  in  jetze  glücklich  veränderter  Zeir
das  Signal  zu  einer  freimürhigern  Art,  scchsische